Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1899

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10.10.2018 Zürich
Generalstreik
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Ausstellung
Volltext
Zürich: 100 Jahre Landesstreik. GBKZ-Aktivitäten am 27. Oktober und am 4. November. Im November 2018 jährt sich die grösste Massenstreikbewegung der Schweizer Geschichte zum 100. Mal. Der Erste Weltkrieg hatte die ohnehin schon dramatische, soziale Kluft noch weiter vergrössert. So konnten Gewerkschaften und SP landesweit 250‘000 Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte zum Generalstreik mobilisieren. Die Armeeführung bot Truppen auf und schoss. Um einer militärischen Niederschlagung zuvor zu kommen, wurde die Aktion nach zwei Tagen abgebrochen, ohne dass die gewerkschaftlichen Forderungen durchgesetzt werden konnten. Doch der Landesstreik vom 12. bis zum 14. November 1918 hatte die Schweiz nachhaltig verändert: Der Achtstundentag wurde eingeführt, es wurden sozialpartnerschaftliche Beziehungen aufgebaut und die Machtdemonstration der Arbeiterbewegung schob auch noch Jahre später soziale Reformen wie die AHV an. Den Ereignissen waren ein Streik der Zürcher Bankangestellten und ein lokaler Generalstreik in Zürich vorausgegangen. Ende Oktober begeben wir uns deshalb bei einer Stadtführung auf eine historische Spurensuche. Und eine Woche später organisieren wir eine Führung durch eine themenbezogene Ausstellung im Landesmuseum. 27. Oktober, 14 Uhr, Stadtführung, Zürich, Rathaus. 4. November, 14 Uhr, Ausstellung, Zürich, Landesmuseum
GBKZ, 10.10.2018.
GBKZ > Generalstreik. Veranstaltungen. GBKZ, 2018-10-10.
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29.06.2018 Zürich
Demonstrationen Zürich
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Bauarbeiter
Demonstration Unia
Volltext
Bau: Grösste Arbeiter-Demonstration seit 100 Jahren. 18'000 für Rente 60. Der Baumeisterverband greift die Rente 60 frontal an. Das lassen sich die Bauarbeiter nicht gefallen. Einen solchen Protest hat die Schweiz noch selten gesehen. 10’000 hat Unia-Bauchef Nico Lutz schon erwartet, doch es kommen 18’000 Bauarbeiter mit ihren Familien, Kollegen, Freundinnen und Freunden. Wie ein Tatzelwurm schlängelt sich der wartende Demonstrationszug vom Zürcher Bahnhof übers Central bis auf die Rudolf-Brun-Brücke. Im tiefblau-weisswolkigen Himmel schwebt die magische Zahl 60. Auf einem riesigen roten Ballon. 18’000 aus der ganzen Schweiz sind gekommen, um sich den Rentenabbauplänen der Baumeister entgegenzustellen. Diese greifen die Frühpensionierung auf dem Bau frontal an und fordern: Rentenalter rauf oder Rente runter. Ein dicker Affront auf eine wohlverdiente Errungenschaft. Denn Bauarbeiter leben gefährlich und sterben früher. Deshalb ist auch Maurer Wanja Jakob (27) aus Bern da, „weil Klassenkampf nie endet“. Und Rentner Christian Bringold (69) aus Lenk BE erzählt: „Hätte ich nicht mit 60 gehen können, gäbe es mich heute vermutlich gar nicht mehr.“ Starkes Zeichen. An vorderster Front, mit dem grossen Transparent, protestiert Maurer Pasquale Miele (55) aus Zürich: „Miele wie die Abwaschmaschine!“ Als einziger trägt er kein rotes 60-T-Shirt, sondern Hemd und Krawatte. Immer wenn er an einen wichtigen Anlass gehe, trage er Krawatte, sagt er. Und: Wenn er Unia-Chef wäre, würde er für die Demos rote Krawatten (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Bauarbeiter. Demonstration. Work online, 2018-06-29.
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04.05.2018 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Björn Resener
1. Mai Zürich
Volltext
Unsere Inhalte in Szene setzen. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Als Sekretär beim kantonalen Gewerkschaftsbund gehört auch die Organisation der Zürcher 1. Mai Demonstration zu meinem Pflichtenheft. Deshalb hole ich mir jeweils am zweiten Mai die wichtigsten Tageszeitungen am Kiosk und mache eine kleine Presseschau. Was wird über den 1. Mai in Zürich geschrieben? Stehen wieder einmal die Krawalle im Fokus der Berichterstattung? Das absurde bei dieser Frage ist ja, dass es in Zürich schon seit Jahren keine echten Krawalle mehr gegeben hat. Schon im letzten Jahr sprach Marco Cortesi – Medienchef der Stadtpolizei – vom ruhigsten 1. Mai seit Jahren. In diesem Jahr bilanziert er sogar den „ruhigsten 1. Mai seit vielen Jahren.“ Tatsächlich hat es seit 2011 keine nennenswerten Ausschreitungen mehr gegeben. Aber offensichtlich rechtfertig schon die Erwartungshaltung den vermeintlichen Nachrichtenwert von Meldungen und ganzen Artikeln darüber, dass es eben keine „bürgerkriegsähnlichen Zustände“ gegeben hat. Worüber sollen die Medienschaffenden auch mit Marco Cortesi sprechen, wenn nicht über die Sicherheitslage? Und welche Einschätzung ist vom Sprecher der Stadtpolizei zu erwarten, wenn nicht jene, dass es diese kostenintensiven Polizeieinsätze und die endlosen Überstunden der Beamten tatsächlich braucht? (…). Björn Resener - Gewerkschaftsbund Kantons Zürich (GBKZ).
GBKZ, 4.5.2018.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zürich. Rückblick. GBKZ, 2018-05-04.
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27.04.2018 Zürich
Personen
VPOD Zürich
Work
Patricia D Incau
Kindertagesstätten
Personalbestand
Volltext
Kita-Frau Camilla Carboni (26) ist bereit für den 1. Mai: Die Trotzphase geht auf die Strasse. In Zürich wehren sich Kita-Mitarbeitende gegen Personalmangel, lange Arbeitstage und tiefen Lohn. In der Gruppe „Trotzphase“ haben sie sich organisiert. Work traf Mitgründerin Camilla Carboni. Camilla Carboni hat gerade viel um die Ohren. Der Flyer für die 1.-Mai-Demo muss noch gedruckt werden, die letzten Workshop-Vorbereitungen fürs Zürcher Maifest laufen – und zu Hause stapelt sich die Wäsche. Für Work findet die junge Zürcherin trotzdem Zeit. Klar seien die Tage im Moment etwas anstrengend, sagt Carboni. Aber: „Wenn wir wollen, dass sich etwas ändert, müssen wir selber etwas tun.“ Mit „wir“ meint die 26jährige die „Trotzphase“. Carboni hat die Gruppe zusammen mit Berufskolleginnen und -kollegen gegründet, unterstützt von der Gewerkschaft VPOD. Sie alle sind Fachfrauen und Fachmänner Betreuung (FaBe). Und sie haben genug von den schlechten Bedingungen, mit denen sie an ihrem Arbeitsplatz, in der Kindertagesstätte (Kita), kämpfen. Die „Trotzphase“ ist zwei Jahre alt. Schon länger war Carboni aufgefallen: Gespräche mit Freundinnen, die ebenfalls in der Kita arbeiten, drehten sich häufig um die Probleme im Job: die langen Arbeitstage, den geringen Lohn, den permanenten Personalmangel. Irgendwann fanden sie: „Wir müssen machen statt motzen.“ Besser (…). Patricia D'Incau.
Work online, 27.4.2018.
Personen > D‘Incau Patricia. Kindertagesstätten. Personalmangel. Work, 2018-04-27.
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26.04.2018 Zürich
1. Mai-Komitee
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
1. Mai Zürich
Volltext
Über die Freiheit. Der 1. Mai 2018 steht für das Zürcher 1.-Mai-Komitee unter dem Motto der „Freiheit“. Das Komitee schreibt: „Damit zeigen wir Solidarität mit den zahlreichen politischen Unterdrückten und politisch Gefangenen auf dieser Welt. Auch in der Schweiz werden Menschen aufgrund ihres politischen Engagements eingesperrt. So war - um nur ein, Beispiel zu nennen, die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi in Zürich von April 2016 bis September 2017 aufgrund eines Haftbefehls aus Spanien in Auslieferungshaft. Dies, obwohl mehrere Gutachten bewiesen haben, dass Nekane in Spanien gefoltert wurde und die Schweiz keine Menschen an solche Staaten ausliefern darf. Nekane ist die Hauptrednerin für das Komitee an der Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz. Das Motto des 1. Mai-Komitee lädt ein, sich grundsätzliche Gedanken zur Freiheit zu machen. Wir leben in einem freien Land, so der Mythos, der uns praktisch mit der Geburt jeden Tag in den Kopf gehämmert wird. Sicher, wir leben in einem Land, das im Vergleich zu anderen Ländern, gewisse freiheitliche Rechte gewährt. Doch wir KommunistInnen, wir Linken, dürfen den Vergleich nicht mit Staaten wie etwa die Türkei ziehen, wo elementare Grundrechte der Kurdinnen seit Jahrzehnten mit Füssen getreten werden und mit den politischen Gegnerinnen so umgegangen wird, wie es im Lehrbuch für Diktatoren steht. Vielmehr muss der (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 26.4.2018.
Personen > Torresan Siro. 1.-Mai-Komitee Zürich. Vorwärts, 2018-04-26.
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04.04.2018 Zürich
SBB
SEV Schweiz

Dienstpläne
SBB
Volltext
SBB-Zugbereitstellung: Standort Zürich-Herdern will Jahreseinteilung kippen. Monatsplanung weder nötig noch legal. Wegen unerwartet vieler Personalabgänge will die Instandhaltung Zürich-Herdern ab Mai die Jahresplanung durch die Monatsplanung ersetzen. Damit wird das Recht des Personals auf eine frühe, sichere Freizeitplanung übertrieben eingeengt, denn die von der SBB angegebenen Gründe rechtfertigen dies nicht. Deshalb geht der SEV dagegen vor. Am 5. März teilte der Produktionsleiter der Instandhaltung Zürich den Mitarbeitenden in Herdern mit, dass ab 1.Mai die Jahresplanung durch eine Monatsplanung ersetzt werden müsse. Dies wegen Personalabgängen und dem damit verbundenen "Mangel an diversen Kompetenzen in folgenden Tätigkeiten: Ultraschallkontrolle UT, Arbeiten an den ICE der DB-Flotte, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den ETCS-Systemen". Um diese Kompetenzen wieder zu erlangen sei eine Ausbildungsplanung nötig. Weitere Gründe seien der verspätete Einsatz des neuen Doppelstock-Fernverkehrszugs von Bombardier und daher ein Instruktionsrückstand auf diesem Zugtyp sowie zusätzliche Nachtumläufe der IC2000. Kein valabler Grund für Verzicht auf die Jahresplanung. "Letztere zwei Probleme waren schon länger bekannt, sodass sie planbar waren", sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. "Auch Personalabgänge sind zu bewältigen, denn die Kündigungsfrist lässt Zeit für die Anstellung neuer Mitarbeiter, die notfalls vorübergehend auch Temporärangestellte (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > SBB. Dienstpläne. SEV, 2018-04-04.
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01.04.2018 Zürich
Personen
Verwaltung Zürich
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Arbeitsplatz
Verwaltung
Volltext
Verwaltungen wie diejenige der Stadt Zürich wollen Büroräume flexibilisieren. Keine bleibende Statt. Öffentliche Verwaltungen bilden im Allgemeinen nicht die Speerspitze in Bezug auf Desksharing und andere mobile Arbeitsformen. Die Stadt Zürich will jetzt vorwärtsmachen, zumindest dort, wo neu- oder umgebaut wird. Natürlich läuft das neue Bürokonzept, das der Stadtrat der Stadt Zürich genehmigt hat, unter einer englischen Bezeichnung: worksmart@zürich ... Ausgangspunkt ist der wachsende Flächenbedarf der seinerseits die Hauptursache in der steigenden Bevölkerungszahl hat. Die Verwaltung wächst sogar leicht überproportional, was logisch ist, denn der Zuzug generiert ja zusätzliche Aufgaben. Allerdings zeigt der Vergleich von 20II und 20I6, dass die Zahl der beschäftigten Personen nur geringfügig gestiegen ist. Die höhere Zahl der Vollzeitäquivalente resultiert hauptsächlich aus einer Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads. Dieser stieg über das gesamte Personal hinweg von 74,2 auf 77,5 Prozent - stärker bei den Frauen (von 64,4 auf 70,2 Prozent), weniger bei den Männern (von 86,2 auf 88,4 Prozent). Damit liegen die Geschlechter bei den Vollzeitäquivalenten (11‘573) Männer, 11‘370 Frauen) praktisch gleichauf. Es lässt sich also sagen, dass die Stadtzürcher Verwaltungshandlungen fast präzis hälftig von Männern und von Frauen vorgenommen werden. 2016 standen (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, April 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Verwaltung Zürich. Arbeitsplätze. VPOD-Magazin, 2018-04-01.
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18.01.2018 Zürich
Partei der Arbeit
Vorwärts

Gemeinderatswahlen
PdA
Volltext
Mehr als eine Wahl! „Schaffen wir eine offene, solidarische Stadt Zürich ohne Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, dafür voller Respekt, Toleranz und Verantwortung. Jede und jeder in der Stadt Zürich soll aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Schaffen wir eine neue Gesellschaft hier und jetzt, um unser Potenzial entfalten zu können. Dafür lohnt es sich zu kämpfen - auch im Gemeinderat! Diese Worte stehen unter meinem Namen auf dem Wahlflyer der Partei der Arbeit Zürich, meiner Partei, für die ich in den Gemeinderat der Stadt Zürich will. Die PdA ist die einzige revolutionäre Partei, die zu den Wahlen antritt. Alle anderen Parteien und Organisation, die sich in der grössten Stadt der Schweiz zur Wahl stellen, sind trotz „farblichen „ Nuancen Trägerinnen des kapitalistischen Systems, das Mensch und Umwelt schonungslos im Namen des Profits ausbeutet. Zürich braucht eine kommunistische Stimme im Parlament. Eine Stimme, die klar und deutlich sagt, dass es nicht nur um eine Reform der Wirtschaft, des Staates, der sozialen Strukturen und um die Beseitigung negativer Auswirkungen geht, sondern um die Veränderung der Gesellschaft. Dabei stützt sich die Partei der Arbeit auf die Grundlage des Marxismus. „Mehr als eine Wahl“ ist der Wahlslogan unserer Partei. Was ist damit gemeint? Wir leben hier in Zürich in einer reichen Stadt, ja gar in einer der reichsten der Welt. Und wir wollen, dass Zürich noch reicher wird, aber nicht an Geld! Reicher an bezahlbaren Wohnungen für (…). Nesrin Ulu, Spitzenkandidatin der PdA Zürich im Kreis 3.
Vorwärts, 18.1.2018.
Vorwärts > Gemeinderatswahlen Zürich. Vorwärts, 2018-01-18.
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12.01.2018 Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Markus Bischoff
Stadtratswahlen
Volltext
Gewollt ungewöhnlich. Gewerkschaftliche Gedanken zur Wahlkampfunterstützung. Von „mutig“ bis „goht’s no“ gingen die Kommentare, nachdem der GBKZ auch einen Kandidaten der SVP zur Wahl in den Stadtrat von Zürich empfohlen hatte. Ungewohnte Empfehlungen regen zum Nachdenken an. Welchen Wert haben Wahlempfehlungen, welche Rolle Gewerkschaften und sollen sie überhaupt Exekutivkandidaten unterstützen? Die Gewerkschaften haben die Rechte der Arbeitnehmenden zu stärken. Sie engagieren sich für gerechte Löhne, Lohngleichheit von Frau und Mann, gute Arbeitszeiten, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und für die Gleichbehandlung von ausländischen und inländischen Arbeitnehmenden. Die Bandbreite der Mitglieder von Gewerkschaften ist gross: Sie reicht von oftmals wert- und strukturkonservativen SBB-Mitarbeitenden, über eine reformfreudige Lehrerschaft bis zu bürgerlichen Bankmitarbeitenden. Die Gewerkschaften dienen sich bewusst keiner Partei oder einem Parteispektrum an. Denn auch rot-grüne Parteipolitik ist kein Garant für eine Politik im Interesse der Arbeitnehmenden. Nur wer unabhängig ist, hat die nötige Distanz zur Macht. In der Gewerkschaft kann jede und jeder mitmachen. Bedingung ist der Einsatz für gewerkschaftliche Ziele. Roger Bartholdi ist Präsident der Personalvertretung einer Grossbank und zugleich Vizepräsident des nationalen Personalverbandes. Er ist ohne Zweifel gewerkschaftlich aktiv und ständig mit den politisiert. (…).. Markus Bischoff.
GBKZ, 12.1.2018.
Personen > Bischoff Markus. GBKZ, 2018-01-12.
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21.12.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Wohnbaugenossenschaften
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Die Frage der Genossenschaften. Nach den Vorstellungen des Mieter-Aktionskomitees sollten die Genossenschaften in den Mieterstreik 1932 hineingezogen werden, indem diese die Zahlung der Hypothekarzinsen verweigerten. Genossenschaften müssten sich in die Gesamtfront der kämpfenden Arbeiterschaft einreihen. Der Mieterstreik stellte das Aktionskomitee vor die Frage, wie man mit Häusern im öffentlichen Besitz und mit Genossenschaftswohnungen umgehen sollte. Auch wenn in solchen Häusern die Mietzinse einige Prozent tiefer sind, würden auch hier riesige Spekulationsgewinne, hohe Profite der BauspekulantInnen und MateriallieferantInnen einkalkuliert, schrieb das Mieter-Aktionskomitee. Für die MieterInnen sei es ganz unwesentlich, ob die horrenden Mietsummen an die öffentliche Hand oder an die Genossenschaftsverwaltung geht. „Auch in den städtischen, staatlichen und Genossenschaftshäusern stehen die Mietzinse in einem krassen Missverhältnis zur Lage der Mietermassen.“ Darum müssten „gemeinnützige“ Häuser ebenfalls in die Zinsabbaubewegung einbezogen werden. Nur müsse die Form des Kampfes der MieterInnen etwas anders sein. Die Forderung nach Herabsetzung der Mietzinse wäre in den städtischen Wohnungen eine höchst politische Forderung, weil hier unmittelbar eine politische Behörde entschied. Darum müssten hierbei die Forderungen der MieterInnen mittels der Kommunistischen Partei (KP) (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Wohnbaugenossenschaften. Streik. Vorwärts, 2017-12-21.
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21.12.2017 Zürich
KPS
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Die KP und der Mieterstreik. Welche Rolle spielte die Kommunistische Partei (KP) im Zürcher Mieterstreik von 1932? Die „NZZ“ verunglimpfte damals die Bewegung als „kommunistische Parteiaktion“. War das wirklich nur bürgerliche Propaganda? Dass einzig die KP und ihre Zeitung „Kämpfer“ für die streikenden MieterInnen eintraten, hatten die KommunistInnen von Anfang an hervorgehoben. Hingegen wurde abgestritten, dass es sich um eine „kommunistische Parteiaktion“ handelte. Dies stimmte im Sinne, dass die Mehrheit der Streikenden keine Leute mit Parteibuch waren. Wie die Verbindung zwischen KP und Mieterstreik aussah, machte die Partei an ihrer Kantonalkonferenz vom 20. März klar: „Der Mieterstreik, der unter unserer Führung steht, hat uns in letzter Zeit auch bedeutende Erfolge gebracht. Erkennen doch die Mieter immer mehr: dass wir allein es sind, die für Mietzinsherabsetzung eintreten und sich folglich unserer Bewegung anschliessen.“ Damit hatten die KommunistInnen offen erklärt, dass sie den Streik anführten und ihn - selbstverständlich - zur Stärkung der eigenen Partei nutzten. Ferner hiess es: „Die Mieteraktion zeigt Ansätze zu erfolgversprechender Arbeit, vor allem gelang es, die Aktion rechtzeitig auszulösen“. Dies deutet daraufhin, dass die KP den Mieterstreik nicht nur angeführte, sondern ihn auch geplant hatte. Dies überrascht nicht in Anbetracht, dass in Berlin, New York und London im gleichen Zeitrahmen ebenfalls von den Kommunistischen (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Mieterstreik Zürich. KP. Vorwärts, 2017-12-21.
Ganzer Text
21.12.2017 Zürich
KPS
Personen
Vorwärts
Wohnbaugenossenschaften
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Mittelstand und Mieteraktion. Während dem Mieterstreik entwickelte sich eilt strategischer Konflikt zwischen der KP und dem Streikführer Hans Itschner. Letzterer wollte durch eine Vereinigung von Arbeiterschaft und Mittelstand zur Revolution. Für die KP blieben die Arbeiterinnen im Fokus. Die Mieten waren im Vergleich zur Vorkriegszeit um über 100 Prozent gestiegen. Im Zeichen der Krise wäre die Mietzinsfrage für Angestellte und Beamte brennend geworden, schrieb Itschner 1932. „Die einst gehegte Hoffnung, durch Gehaltserhöhungen einen Ausgleich für den Mietzinstribut zu schaffen, ist heute dahingeschwunden.“ Die Umsätze der LadenbesitzerInnen, HandwerkerInnen und Selbstständigen würden ständig zurückgehen. Der selbstständige Mittelstand stünde gar vor dem Ruin. „Wie oft muss der Ladenbesitzer nur für den Zins arbeiten!“, stellte das Mieter-Aktionskomitee, die OrganisatorInnen des Zürcher Mieterstreiks, unter Itschner fest. Der wahre Nutzniesser dieser Zwangslage wäre das spekulative Häuser- und Liegenschaftenkapital, das unglaubliche Gewinne einstrich. Hier müsste die organisierte Gegenaktion der Mieterinnen einsetzen, mit einer kämpferischen MieterInnenorganisation „auf breiter Grundlage nicht nur der Arbeiterschaft, sondern auch des Mittelstandes“. Dieser litt schwer unter dem Zinswucher und wäre bereit, „Schulter an Schulter mit der Arbeiterschaft aufzutreten“, Das Mieter-Aktionskomitee sollte die Initiative ergreifen zur (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Mieteraktion. Streik. KP. Vorwärts, 2017-12-21.
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07.12.2017 Zürich
Partei der Arbeit
Vorwärts

Partei der Arbeit
Veranstaltung
Volltext
Komm&iss und rede mit! Die PdA Zürich Iädt jeden Monat zum ungezwungenen Politessen ein. Die erste Runde Ist äusserst erfolgreich verlaufen. Dass das Essen frühzeitig ausging, tat der guten Stimmung Im vollen Haus keinen Abbruch. Am 20. November hat im Mosaik zum ersten Mal das Politessen „Komm&iss“ der PdA Zürich stattgefunden. Das allmonatliche Treffen bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich in einem ungezwungenen Rahmen über Alltagsprobleme und Politik auszutauschen und die PdA kennenzulernen. Dieser Direktkontakt im Quartier soll es uns als Partei gleichzeitig erleichtern, uns vor Ort zu organisieren sowie konkrete, vordringliche Themen wahrzunehmen und in unsere politische Arbeit zu integrieren. Im Sinne der Gegenkultur. Entstanden ist die Idee für das „Komm&iss“ im September an einer Sitzung der Bildungsgruppe Politische Arbeit und Theorie. Wir waren gerade dabei mit dem Buch „Verbreitern, Verbinden, Vertiefen“ die Erfolgsgeschichte der Belgischen Schwesterpartei PTB zu diskutieren. Dabei haben wir uns beim Unterkapitel „Ein breiter kultureller Kampf“ die Frage gestellt, welche kulturellen Möglichkeiten es für unsere Partei gibt. Wenn, wie im Buch beschrieben, die Klasse von uns Arbeitenden den gesellschaftlichen Reichtum erschafft, und so auch der Pfeiler einer neuen, breiten und solidarischen Emanzipationskultur ist, welche Aufgabe haben wir dann? Ganz im Sinne der Gegenkultur und unter anderem vom „Free Breakfast Program“ der Black Panthers und der allmonatlichen (…). Salomé Voirol.
Vorwärts, 7.12.2017.
Vorwärts > PdA Zürich. Komm&iss. Vorwärts, 2017-12-07.
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29.11.2017 Zürich
ETH Zürich
VPOD Lehrberufe

ETH Zürich
Löhne
Volltext
Der ETH-Rat findet in seinem 2,2 Milliarden-Budget einfach keine 6 Millionen fürs Personal.... Verhandlungen mit dem ETH-Rat: (noch) kein Ergebnis. Die heutigen Verhandlungen über Lohnmassnahmen im ETH-Bereich führte seitens der Personalverbände VKB, PVB, Transfair und VPOD (noch) zu keinem Ergebnis. Der ETH-Rat konnte den Verbänden keine verbindliche Zusage über die von allen Personalverbänden geforderte Teuerungszulage machen. Hingegen hielt der ETH-Rat fest, dass auch im Jahr 2017 keine Reallohnerhöhungen gesprochen werden. Nach den abgeschlossenen Budgetberatungen durch das Parlament, werden die Verbände und der ETH-Rat mit Dezember erneut verhandeln. Die Personalverbände VKB, PVB, Transfair und VPOD haben sich heute morgen mit dem ETH-Rat zu den jährlichen Lohnverhandlungen getroffen. Die Verbände hatten im Vorfeld unterschiedliche Forderungen aufgestellt, wir als VPOD und PVB erachteten neben einem Teuerungsausgleich von 1% (inkl. einer Abgeltung von 0,3% für die steigenden Krankenkassenprämien) und zusätzlich eine Reallohnerhöhung von 0,5% als nötig. Dies einerseits, weil der Druck auf das Personal zusehends steigt, trotz Spardruck werden Ziele oft nicht angepasst und es muss die gleiche Leistung erbracht werden. Andererseits besteht noch immer ein Lohnrückstand auf das Bundespersonal – mit dem die ETH-Belegschaft ja immer verglichen wird – von rund 0,8%. Transfair und der VKB unterstützen die Forderung des VPOD nach einem (…). Natascha Wey.
VPOD Schweiz, 29.11.2017.
VPOD Schweiz > ETH. Löhne. VPOD Schweiz, 2017-11-29.
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23.11.2017 Zürich
Geschichte
Personen
Vorwärts
Konrad Farner
Geschichte
Kapitalismus
Volltext
Liberalismus in Reinkultur. Konrad Farner (1903-1974) zeigt in einer Rede zur 600-Jahr-Feler von Zürichs Beitritt zum Eidgenössischen Staatenbund die Klassenkämpfe vom Mittelalter bis heute. Unser Ausschnitt porträtiert den Autokraten Alfred Escher. „Schaffer und Raffe“. Der Kapitalismus akkumuliert sich in Zürich stärker als irgendwo in der Schweiz. Ja, er konzentriert sich hier, er konzentriert sich in Form von Fabriken, Handelsgeschäften, Banken und Verkehrsmitteln. Er konzentriert und repräsentiert sich in der gewaltigsten Persönlichkeit der damaligen Schweiz, in einer Persönlichkeit, die als „Princeps“, wie man ihn nennt, als Fürst und Führer, Stadt und Land tatsächlich beherrscht, in Alfred Escher. Er ist es, der das alte Bürgermeisteramt auch jetzt ausübt: Er ist ein neuer Diktator, ebenso eigenmächtig wie seine Vorgänger, ebenso herrschsüchtig und leidenschaftlich, so begabt und rücksichtslos, so weitblickend, energisch und talentiert. Er ist, um zeitgenössische Worte zu gebrauchen, der „Schaffer und Raffer“, wie ihn Zürich noch nie erlebt: Regierungspräsident, mehrmals Präsident des Nationalrates, einflussreichstes Mitglied der Bundesversammlung, Gründer und Leiter der Kreditanstalt, Präsident der Nordostbahn, Initiant der Gotthardbahn und deren Direktionspräsident. Er ist der „Eisenbahnkönig“ überhaupt - der Konzessionsvertrag der Nordostbahn wird im Jahr 1853 dreifach unterzeichnet: im Namen des Regierungsrates vom Präsidenten Alfred Escher, im Namen der Aufsichtsbehörde der Kantonalbank, (…). 
Vorwärts, 23.11.2017.
Personen > Farner Konrad. Zürich. Geschichte. Vorwärts, 2017-11-23.
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09.11.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Sonntagsarbeit
Volltext
Allzeit bereit. In Zürich haben grössere Läden mittlerweile in der Regel von Montag bis Samstag bis um 21.00 Uhr geöffnet. „Für das Schnelle und Frische. Von früh bis spät." Mit diesem Spruch bewirbt sich Coop Pronto, dessen Shops von 6.00 bis 23.00 Uhr geöffnet haben. Sonntags bleiben diese geschlossen, allerdings kann im Zürcher Shopville am Hauptbahnhof auch am sogenannten Ruhetag und an Feiertagen hemmungslos dem Konsum gefrönt werden. In den letzten Jahren wurde Shopville zu einem richtigen Einkaufszentrum ausgebaut, das durchwegs bis in die Nacht geöffnet hat Die Stadt Zürich forciert die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nun noch weiter: An ÖV-Haltestellen mit hoher „Fahrgastfrequenz" dürfen kleinere Läden in der Umgebung (die nicht näher festgelegt ist) auch an Sonn- und Feiertagen „von früh bis spät“ geöffnet sein. Damit nutzt die Stadt eine Empfehlung des Staatssekretariates für Wirtschaft aus. Knotenpunkte mit einer Frequenz ab 15‘000 Per¬sonen seien eine Ergänzung zu Bahnhöfen, deshalb ist dort die Ausbeutung des Verkaufspersonal durchgängig zugelassen. Bei 25 VBZ-Haltestellen in der Stadt ist das der Fall. Damit die Konsumgesellschaft immer und jederzeit den Unternehmen ihre Waren abnehmen kann und ihnen dadurch den Profit realisiert, haben die Angestellten möglichst allzeit bereit zu sein. Diese sind es nämlich, die die Folgen der „Freiheit", rund um die Uhr einzukaufen, werden tragen müssen. Die Jobs im Detailhandel sind prekärer geworden. Die Unternehmen wälzen den Konkurrenzdruck, (…).Tarek Idri.
Vorwärts, 9.11.2017.
Vorwärts > Sonntagsarbeit. Vorwärts, 2017-11-09.
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02.11.2017 Zürich
Personen
Work
Christian Egg
Sonntagsarbeit
Volltext
Arbeitsfrei? Doch nicht im rot-grünen Zürich. Stadt Zürich schafft den Sonntag ab. Wenn’s nach Zürichs rot-grüner Stadtregierung geht, soll das Ladenpersonal fast flächendeckend am Sonntag arbeiten müssen. Die Unia geht jetzt gegen den Entscheid vor. Eigentlich ist das Arbeitsgesetz klar: Sonntagsarbeit ist verboten. Denn der Sonntag ist zum Entspannen da. Und für die Familie. Aber für viele Angestellte im Detailhandel gilt das bereits heute nicht mehr. Sie müssen auch am Sonntag an der Kasse stehen. Seit neuestem auch im Avec-Laden am Hardplatz in Zürich. Siebentagwoche: In Läden an zahlreichen „Terminals des öffentlichen Verkehrs» (hier der Hardplatz) will Zürich Sonntagsarbeit zulassen. 25 neue Ausnahmen. Grund ist eine neue Regelung der Stadt. Sie stuft den Hardplatz als „Terminal des öffentlichen Verkehrs“ ein. Weil dort eine Tramlinie endet und mehrere Buslinien vorbeiführen. Und für Läden an solchen Terminals, sagt das Gesetz, ist Sonntagsarbeit nicht verboten. Laut der Zürcher Interpretation gilt das neu für alle Tram- und Bushaltestellen in der Stadt, an denen im Schnitt pro Tag mehr als 15‘000 Personen ein- oder aussteigen – etwa so viel wie am Bahnhof Solothurn. Auf einen Schlag hat die Stadt damit gleich an 25 Plätzen und Kreuzungen den Läden erlaubt, am Sonntag zu öffnen. Die Frage wird also bald lauten, wo die Verkäuferinnen am Sonntag nicht zur Arbeit antraben müssen. (…). Christian Egg.
Work, 2.11.2017.
Personen > Egg Christian. Sonntagsarbeit. Work, 2017-11-02.
Ganzer Text
19.09.2017 Zürich
Lehrkräfte
VPOD Zürich

Kindergärtnerinnen
Löhne
Volltext
Kindergartenlehrpersonen werden trotzdem am Thema dran bleiben. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Zürcher Kindergartenlehrpersonen, Lehrpersonenverbänden und VPOD gegen die aktuelle Lohndiskriminierung knapp mit 3:2 Stimmen abgelehnt. Eine Minderheit hat das Verwaltungsgericht gerügt für seine unsorgfältige Überprüfung der Klage. Besonders stossend erscheint, dass der Bachelor der Kindergartenlehrpersonen nicht gleichwertig wie der anderer Berufsgruppen sein soll. Für die Beschwerdeführerinnen ist dies absolut unverständlich. Kindergartenlehrpersonen haben Anspruch auf 100 Prozent des Lohnes ihrer Lohnklasse – und nicht 87 Prozent wie bisher. Schliesslich sind sie für die Früherziehung verantwortlich, auf der die nachfolgenden Stufen aufbauen. Die Lehrpersonenverbände werden das Thema trotz des Bundesgerichtsurteils nicht ad acta legen, sondern andere Wege prüfen, um eine faire Lösung zu erwirken. Der Kindergarten ist seit 2008 ein obligatorischer Bestandteil der Volksschule. Die Kindergartenlehrpersonen sind kantonal angestellt und einer zur Aufgabe passenden Lohnklasse zugeordnet. Trotzdem erhalten sie mit fadenscheinigen Begründungen für eine 100-Prozent-Anstellung nur 87 Prozent des Lohnes ihrer Lohnklasse. 2015 bestätigte der Regierungsrat diese Haltung und konnte keine Lohndiskriminierung erkennen. Gegen seine entsprechende Verfügung erhoben drei Kindergartenlehrpersonen sowie die drei Lehrpersonenorganisationen VKZ, VPOD und Zürcher (…).
VPOD Zürich, 19.9.2017.
VPOD Zürich > Kindergärtnerinnen. Löhne. VPOD Zürich, 2017-09-19.
Ganzer Text
14.09.2017 Zürich
Genossenschaften
WOZ

Genossenschaft
Volltext
Wohnungsbau
Bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Zürich wird zum Grossteil von Genossenschaften zur Verfügung gestellt. Das ist ein Problem. Eine sozialverträgliche Stadtentwicklung sollte eine politische Aufgabe sein – und nicht privaten Wohngenossenschaften überlassen werden. Sie scheinen das Allheilmittel in der Zürcher Wohnpolitik zu sein: genossenschaftliche Wohnprojekte. Sie sollen die Stadt vor der totalen Gentrifizierung schützen und ihre BewohnerInnen vor dem Verdrängtwerden. Immobilien sind in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten als Geldanlage beliebt. Weil sie im Gegensatz zu Bankkonten und Aktien sichere und satte Gewinne abwerfen sollen. Damit in den zentralen Stadtquartieren nicht nur noch Menschen leben, die sich eine Dreizimmerwohnung für 3000 Franken leisten können, braucht es gemeinnützige Genossenschaften – so der Tenor. Die Zürcher Stimmbevölkerung hat vor sechs Jahren das Ziel, den Anteil an gemeinnützigen Wohnungen bis 2050 von einem Viertel auf ein Drittel zu erhöhen, klar gutgeheissen. Es werden wohl die Genossenschaften sein, die einen wesentlichen Teil dazu beitragen: Fast drei Viertel der gemeinnützigen Wohnungen in Zürich sind heute in ihrem Besitz – der Rest gehört der Stadt und städtischen Stiftungen. Die Zürcher Genossenschaften haben diese wohnpolitische Verantwortung angenommen. «Hier entsteht ein neues Stück Stadt!», lautete die Ansage der Genossenschaft Kalkbreite, als sie vor drei Jahren im ehemaligen Arbeiterquartier Aussersihl ihren ersten Wohn- und Gewerbebau eröffnete. (…). Laura Cassani.
WOZ, 14.9.2017.
WOZ > Genossenschaften. Wohnungsbau. WOZ, 2017-09-14.
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08.09.2017 Zürich
Antirassismus
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Antirassismus
Sport
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Grosses Interesse am bevorstehenden Benefizlauf. Medieneinladung zum 16. Lauf gegen Rassismus in Zürich. In diesem Jahr findet der Zürcher Lauf gegen Rassismus zum 16. Mal statt. Die Zahl der Voranmeldungen ist so gross wie nie. Bereits jetzt haben sich mehr als 220 Läuferinnen und Läufer registriert. Die Team-Registrierung musste mittlerweile geschlossen werden. Individuelle Anmeldungen sind aber auch noch vor Ort möglich. „Da sich der Grossteil der Teilnehmenden erfahrungsgemäss erst am Wettkampftag anmeldet, gehen wir in diesem Jahr von einem neuen Teilnehmerrekord aus“, schätzt Bewilligungsinhaber Björn Resener. Mit seinen Einnahmen finanziert der Lauf gegen Rassismus vier nichtstaatliche Organisationen, die sich unabhängig vom Aufenthaltsstatus um die Rechtsberatung und soziale Integration von Migrantinnen und Migranten kümmern. Der Startschuss fällt am Sonntag, dem 17. September 2017, um 10 Uhr auf der Bäckeranlage in Zürich.
GBKZ, 8.9.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Antirassismus. Sport. GBKZ, 2017-09-08.
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06.09.2017 Zürich
Notime AG
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Notime AG
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Kurierplattform verweigert Gespräch über Anstellungsbedingungen. Notime-Angestellte protestieren für ihre Rechte. Seit 2015 stellt der Velo-Kurierdienst Notime mehrheitlich junge Menschen als Scheinselbständige an und schickt sie unter grossem Zeitdruck ohne Versicherungsschutz auf die Strasse. Die Fahrer/innen haben sich an die Unia gewandt und der Gewerkschaft ein breites Mandat für Verhandlungen mit Notime gegeben. Doch die Firma verweigert Gespräche. Heute protestieren die Notime-Angestellten in Bern. Beim Kurierdienst Notime herrschen üble Zustände: Über seine Online-Plattform beschäftigt Notime über 400 Personen als Scheinselbständige. Seit über zwei Jahren fahren Kurier/innen für 22-25 Franken pro Stunde ohne Sozialleistungen, ohne Entschädigung für Fahrräder und ohne Unfallversicherung. Sie erhalten auch keine Ferienzulagen, keine Feiertagsentschädigung, keinen Lohn bei Krankheit oder Unfall und keinen 13. Monatslohn. Auf Druck der Öffentlichkeit und der Sozialversicherungen stellt Notime ab 1. Oktober seine Fahrer/innen an. Doch dafür sollen die Angestellten teuer bezahlen: Mit der Unterzeichnung der neuen Verträge sollen sie alle Ansprüche auf ihnen zustehende Leistungen aus der Vergangenheit aufgeben. Schlechte Anstellungsbedingungen. Die von Notime offerierten Arbeitsbedingungen ab 1. Oktober sind zudem ungenügend. Neben der Aufgabe aller Ansprüche sollen die Fahrer/innen neuerlich eine Probezeit absolvieren. Weiterhin gibt es keinen Auslageersatz für private Arbeitsgeräte. Auch die Stundenlöhne (…).
Unia Schweiz, 6.9.2017.
Unia Schweiz > Notime Velokurrier. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2017-09-06.
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27.07.2017 Zürich
Bankpersonalverband

Jubiläum
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100 Jahre Zürcher Bankpersonalverband. Vom dunklen Anzug, Stehkragen, steifem Hut, mächtigem Schnauzbart, ausgeprägtem Standesbewusstsein und Individualismus vor 100 Jahren bis zu den Herausforderungen der Digitalisierung Heute. Im Interview spricht Roger Bartholdi, der Präsident des Zürcher Bankpersonalverbandes über die Anfänge des Zürcher Personalverbandes für die Bankangestellten und die Herausforderungen der Zukunft. Ein kurzer Rückblick. Das Bild des Bankangestellten des 19. Jahrhundertwende: Dunkler Anzug, Stehkragen, steifer Hut, mächtiger Schnauzbart, ausgeprägtes Standesbewusstsein und Individualist durch und durch. Es focht ihn wenig an, dass die ersten Arbeiterorganisationen in den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts erfolgten. „Klassenkampf“ war den Bankangestellten ein verpöntes Wort. Sie zählten sich zum gehobenen Mittelstand und standen mit dem Prinzipal der meist kleinen und mittleren Betriebe in engem Kontakt. Ihr Anstellungsverhältnis beruhte auf einer mündlichen Abmachung; individuelle, schriftlich festgelegte Arbeitsverträge soll es praktisch nicht gegeben haben. Der Rest wurde der Tüchtigkeit des Angestellten und dem wohl- oder Nichtwohlwollen des Arbeitgebers überlassen. Die Entstehung der Grossbanken und die damit zusammenhängende strukturelle Änderung im Personalbestand brachten das Podest des typischen Bankangestellten erstmals ins Wanken. Der zweite, entscheidende Grund einer Gesinnungswandlung im Bankpersonal lag in der (…).
Bankpersonalverband, Medienmitteilung, 27.7.2017.
Bankpersonalverband > Jubiläum. Bankpersonalverband, 2017-07-27.
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21.07.2017 Zürich
Personen
Spitäler
Vorwärts
Tarek Idri
Privatisierung
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Waid-Spital
„Nein zur Privatisierung!“ In den Stadtspitälern Triemli und Waid wurden gefälschte Flyer Im Namen der Spitaldirektion verteilt, die über ihre geplante Umwandlung in eine AG informieren sollen. Damit machen die anonymen Urheberlnnen auf die tatsächlich existierenden Pläne hin zur Privatisierung aufmerksam. Ende Juni wurden in den Zürcher Stadtspitälern Triemli und Waid gefälschte Flugblätter im Namen der Spitaldirektion verteilt. Die Flugblätter, die in Stil und Ton offiziellen Spitaldokumenten glichen, informierten über die Strategie der Umwandlung der Stadtspitäler in eine Aktiengesellschaft. Mit der Öffnung für Investionsmöglichkeiten aus dem privaten Sektor würden die Stadtspitäler „zukunftsfähig“ bleiben. Subtil machen sich die FälscherInnen über die echte Politik und Spitaldirektion lustig, indem sie schreiben, dass die Spitäler die „Strategie in Richtung Privatisierung“ „selbstverständlich nur gemeinsam mit allen Mitarbeitenden und der Bevölkerung Zürichs antreten“ würden. In Wirklichkeit mussten die konkreten Pläne, auf die sich die Flugblätter beziehen und die von der zuständigen SP-Stadträtin Nielsen, der FDP und der Personalverantwortlichen geschmiedet wurden, erst von internen Quellen geleakt werden und wurden in der Öffentlichkeit bisher wohl aus politischen Gründen noch nicht zugegeben. SP legitimiert Privatisierung. Zentral bei den Versuchen, die Stadtspitäler zu privatisieren, ist die rechtsbürgerliche FDP. Spätestens seit 2014 macht sie Stimmung, dass für die Spitäler die beste Rechtsform die Aktiengesellschaft (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.7.2017.
Vorwärts > Spitäler Zürich. Privatisierung. Vorwärts, 2017-07-21.
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07.07.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Sozialdetektive
Sozialhilfe
Überwachung
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Datenschutz gilt hier nicht. In der Stadt Zürich soll die Observation von SozialhIlfebezügerInnen wieder möglich gemacht werden. 2016 musste sie nach einem Urteil des EGMR eingestellt werden, weil sie keine gesetzliche Grundlage hatte. Wie im Film: SchnüfflerInnen stellen den Zielpersonen nach, verfolgen sie auf Schritt und Tritt, fotografieren ihren Alltag, belauschen Gespräche. Das ist Praxis bei den Sozialversicherungen. Werden LeistungsbezügerInnen von NachbarInnen oder Sozialarbeiterlnnen verpfiffen, setzen die Behörden oder die Versicherungen sogenannte InspektorInnen auf sie. Datenschutz gilt für sie nicht. Sieg beim EGMR. In der Stadt Zürich werden seit 2007 „bei konkretem Verdacht auf missbräuchlichen Bezug von wirtschaftlicher Sozialhilfe“ Observationen durchgeführt. Im Oktober 2016 wurden die Observationen allerdings eingestellt aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Eine IV-Rentnerin hatte gegen die unrechtmässige Verletzung ihrer Privatsphäre Klage eingereicht und Recht bekommen. 1995 wurde die Frau von einem Motorrad angefahren. An den Folgen leidet sie noch immer und dies verunmöglichen ihr die Arbeit. Die Unfallversicherung der Frau wollte die Leistungen einstellen. Da die Betroffene eine erneute Abklärung verweigerte, engagierte die Unfallversicherung einen Privatdetektiv. Die Betroffene wurde an vier Tagen überwacht und dabei gefilmt. Das Foto- und Videomaterial wurde von der Versicherung genutzt, um ihr die Leistungen (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.7.2017.
Vorwärts > Sozialhilfe. Überwachung. Vorwärts, 2017-07-07.
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01.07.2017 Zürich
Personen
VPOD-Magazin
Zentralbibliothek
Christoph Schlatter
Jubiläum
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Ein schön gemachtes Buch feiert das Jubiläum einer Zürcher Institution – „Wissen im Zentrum: 100 Jahre Zentralbibliothek“. Zettelwirtschaft. Die Zentralbibliothek Zürich feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Der schöne Jubiläumsband schält wesentliche Entwicklungen heraus, etwa jene von der Zettel- zur Datenwirtschaft. Auch die Arbeitsbedingungen und die Organisation des Personals kommen zur Sprache. Vor 100 Jahren wurden in Zürich die Stadt- und die Kantonsbibliothek in einem Neubau vereinigt. Der Band, der dieses Jubiläum feiert, ist eine Augenweide. Die Geschichte und damit die Bestände der Vorläuferinstitutionen reichen ja viel weiter zurück. Davon zeugen die Bilder: Die drei Stadtheiligen tragen ihre Köpfe unterm Arm in einem Gebetbuch aus dem 15. Jahrhundert. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein Mini-Koran. Landkarten und Stadtpläne finden sich. Der frühe Globi von 1939. Und ein alter Globus aus St, Gallen, Objekt eines interkantonalen Kulturgüterstreits, der sich von 1712 bis 2009 erstreckte. VPOD seit 1959 vor Ort. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk von fünf Autorinnen und Autoren. Der Gewerkschafter stürzt sich naturgemäss zunächst auf den Beitrag von Adrian Knoepfli, der das Personal in den Mittelpunkt stellt. Zu Beginn waren die Arbeitsbedingungen vergleichsweise komfortabel, zumal für die Bibliothekare. Die ihnen gewährte 40-Stunden-Woche und die 4 Wochen Ferien waren allerdings mit der Erwartung verknüpft, „dass sie ausserhalb ihrer Amtszeit wissenschaftlicher Arbeit obliegen“. Der Hauswart (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Juli 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Zentralbibliothek. Jubiläum. VPOD-Magazin, 2017-07-01.
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