Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1934

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05.06.2019 Zürich
Personen
VPOD Zürich
Christine Flitner
Arbeitsbedingungen
Kindertagesstätten
Volltext
Neue Kita-Richtlinien in Zürich. zeigen die fehlende Wertschätzung fürs Personal. Bei der Überarbeitung der Zürcher Verordnung für Kindertagesstätten (früher „Krippenrichtlinien“) werden leider die wichtigen Fragen, welche für die Qualitätsentwicklung der Kitas entscheidend sind, ausgespart. Insbesondere fehlen Regelungen zu den Anstellungsbedingungen des Personals. Ausserdem müssen die Personalschlüssel und die Ausbildungsanforderungen überdacht werden. Leider sind schon bei der Ausarbeitung der Gesetzesgrundlage 2017 mit Blick auf die Qualität massive Verschlechterungen eingeführt worden, welche die notwendige Qualitätsentwicklung in diesem Bereich behindert statt fördert. Das betrifft die Vergrösserung der Gruppen ohne entsprechende Erhöhung beim Personalschlüssel sowie die Herabsetzung der Anforderungen bei der Definition des „ausgebildeten Personals“. Diese Verschlechterungen werden in der Verordnung weder korrigiert noch durch geeignete Massnahmen aufgefangen. Stossend ist auch, dass die Arbeits- und Anstellungsbedingungen des Personals weder im Gesetz noch in der Verordnung erwähnt werden, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass geregelte Arbeitsbedingungen ein wichtiger Faktor der allgemeinen Qualitätsentwicklung sind. Auch das allseits bekannte Problem der Ausbeutung von jungen PraktikantInnen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz wird nicht angegangen. (…). Christine Flitner.
VPOD Zürich, 5.6.2019.
Personen > Flitner Christine. Kindertagesstaedten. VPOD Zuerich, 2019-06-05.
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31.05.2019 Zürich
Frauen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Frauenstreik
Interview
Volltext
Trage rot am Freitag. Erkennungszeichen haben eine unglaublich grosse Wirkung und unterstützen den Frauen*streik. Im Sinne eines Countdowns bis zum 14. Juni lancierte das Streikkomitee „Bildung“ und der VPOD. Zürich eine spannende Kampagne. Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt die Aktion. Der Aufruf fand sich in den „sozialen Medien“ rund um den Prauen*streik: „Um mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und uns als Streikunterstützer-innen zu outen, tragen wir ab sofort jeden Freitag rot. Unterstütze auch du den Frauen*streik. Zeige dich am Freitag in rot und poste dein Foto unter #frauenstreik2019 und #roterfreitag. Wirklich fanden sich bald viele Fotos im Netz, wo Frauen und Männer sich mit roten Schals, Shirts oder Pullovern und so weiter Solidarität zeigten. Sichtbarkeit schaffen. Doch was genau steht hinter der Kampagne? Warum zeigen sich viele Aktivist*innen mit roten Kleidern? Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt es in einem Kurzinterview: Jeden Freitag rote Kleider tragen: um was geht es bei der Kampagne? Die Aktion ist beim zweiten Treffen des Streikkomitees Bildung am 14. Januar entstanden. Wir hatten Dana Blanchard zu Besuch. Sie ist ehemalige Lehrerin und Aktivistin in den Lehrer*innenstreiks in den USA. Wir haben sie am 11. und 12. Januar im Volkshaus getroffen, wo sie im Rahmen einer Veranstaltung am Anderen Davos einen Workshop leitete. Spontan luden wir sie ein, an unsere Sitzung des Streikkomitees Bildung zu kommen, um von ihren Streikerfahrungen zu berichten. Hier ein Auszug (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Frauenstreik. Vorwaerts, 2019-05-31.
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17.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Personen
Work
Christian Egg
Goger-Swiss AG
Strafanzeige
Volltext
Es ist der grösste Fall von Lohndumping in der Schweiz. Und er flog nur auf, weil Unia-Frau Christa Suter alles gab. Christa Suter (62) freut sich: „Endlich haben auch die Behörden gemerkt, dass Kurt Goger seine Arbeiter systematisch geprellt hat.“ Gleichzeitig ist sie aber auch „stinkwütend“, wie sie sagt. Denn Goger konnte sich jahrelang hinter Paragraphen verstecken, weil er bereit war, viel Geld für Anwälte auszugeben. Während die Betroffenen bis heute auf ihr hart verdientes Geld warten. Es ist der grösste Fall von Lohndumping, der in der Schweiz je aufgeflogen ist: Um mindestens 6 Millionen Franken soll die Gipserfirma Goger-Swiss ihre Arbeiter und die Allgemeinheit gebracht haben. Christa Suter brachte den Skandal ins Rollen. Hellhörig wurde sie 2013, als sie auf einer Baustelle ungarische Arbeiter antraf. „Ungarn gab es vorher nie“, erinnert sie sich. „Wir wussten zuerst gar nicht, welche Sprache sie redeten.“ Auffällig war auch: Die Arbeiter machten einen total verarmten Eindruck. „Sie trugen zerschlissene Kleider, und viele hatten Zahnlücken.“ Beim ersten Kontakt ging es keine 15 Minuten, bis ein Kadermitarbeiter der Firma Goger-Swiss auftauchte und dem Unia-Team erklärte, wie gut die Firma zu den Arbeitern schaue. Gleichzeitig hatten die Arbeiter einen eingeschüchterten Eindruck gemacht. „All das war mir suspekt“, sagt Suter, die 20 Jahre Er¬fahrung als Gewerkschaftssekretärin hat. Lohndumping (…). Christian Egg.
Work online, 17.5.2019.
Personen > Egg Christian. Goger-Swiss AG. Strafanzeige. Work online, 2019-05-17.
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17.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Personen
Work
Christian Egg
Goger-Swiss AG
Strafanzeige
Volltext
Der Fall Goger: Es geht um 6 Millionen. Die Staatsanwaltschaft Zürich jagt Kurt Goger mit einem internationalen Haftbefehl. Der Grund: Verdacht auf Erpressung, Urkundenfälschung, unlauteren Wettbewerb, Lohn- und Mietwucher, Konkursdelikte, Betrug. Überstunden: In 13 Punkten hat die Goger-Swiss AG den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) des Gipsergewerbes verletzt. Das sagt ein neuer, unabhängiger Kontrollbericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco): Die Firma des Österreichers Kurt Goger hat in gut drei Jahren ihren 261 Arbeiterinnen und Arbeitern rund 3,4 Millionen Franken für Überstunden nicht ausbezahlt. Goger lieferte dem Kontrolleur manipulierte Daten. Doch die Polizei fand bei einer Hausdurchsuchung Listen mit den tatsächlich gearbeiteten Stunden. Mietwucher: In den Berechnungen des Kontrolleurs nicht berücksichtigt sind die völlig überrissenen Lohnabzüge. So zog die Firma den Arbeitern jeden Monat 600 Franken für die Unterkunft ab. Viel zu viel, wie Lorenz Keller von der Unia Zürich an einem Beispiel erläutert: „In einer 11-Zimmer-Liegenschaft waren 22 Arbeiterinnen und Arbeiter untergebracht. Das ergibt Lohnabzüge von 13‘200 Franken. Die Goger-Swiss hat aber für die Liegenschaft nur 3‘200 Franken Miete bezahlt.“ Gewinn laut Keller: 1,1 Millionen. Zurückkassiert: Die ungarischen ¬Gipser mussten einen Teil ihres Lohns in bar zurückzahlen. Das gibt Goger-Kadermann Zsolt B. zu, der seit letztem Dezember in Zürich in Haft sitzt. Er enthüllt das System Goger: Mit den (…).  Christian Egg.
Work online, 17.5.2019.
Personen > Egg Christian. Goger-Swiss AG. Strafanzeige. Work online, 2019-05-17.1
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14.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Unia Zürich

Goger-Swiss AG
Strafanzeige
Volltext
Lohnschutz im Kanton Zürich nicht gewährleistet. Die Firma Goger war für viele Jahre einer der grössten Anbieter von Gipserarbeiten auf dem Platz Zürich und hat an diversen Prestigeobjekten wie dem Toni-Areal oder dem FIFA-Museum gearbeitet. Mittlerweile laufen gegen die Verantwortlichen diverse Untersuchungen wegen gewerbsmässigem Betrug, Urkundenfälschung, Lohn- und Mietwucher und Wettbewerbsdelikten. Allerdings hatte das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) schon im November 2011 das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) über einen „erhärteten Verdacht“ informiert, wonach die Swiss Goger AG „gegen das Arbeitslosenversicherungsgesetz verstossen hat, gegen ausländerrechtliche Bestimmungen verstösst, gegen GAV-Bestimmungen (Mindestlöhne) verstösst sowie evtl. gegen das Sozialversicherungs- und Quellensteuergesetz verstösst.“ Trotz expliziter Aufforderung zum Handeln wurde der Kanton Zürich erst Jahre später aktiv. In der Zwischenzeit hatte das Unternehmen seine Arbeitnehmenden um mehrere Millionen Franken geprellt. „Sehr fragwürdig ist auch, dass die SVA Zürich der Swiss Goger AG im April 2012 bescheinigte, die in Rechnung gestellten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge stets fristgerecht gezahlt zu haben. Dabei war es in den Jahren zuvor immer wieder zu Mahnungen und Betreibungsbegehren gekommen“, hält GBKZ-Präsident und AL-Kantonsrat Markus Bischoff fest. Doch Bischoff – der heute im Zürcher Kantonsrat eine entsprechende Fraktionserklärung von AL und SP vorgetragen und die beiliegende Interpellation eingereicht hat – kritisiert noch einen (…).
GBKZ, 14.5.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Goger-Swiss AG. Betrug. GBKZ, 2019-05-14.
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08.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Unia Zürich

Goger-Swiss AG
Lohndumping
Volltext
Unia deckt in Zürich grössten Lohndumpingfall Europas auf. Die Unia hat lange allein gegen massives Lohndumping bei der Goger-Swiss AG gekämpft. Jahre später ist klar: Wir hatten auf ganzer Linie Recht! Alle haben es gewusst – die Arbeitnehmenden auf den Baustellen, die Unia, die Konkurrenten von Goger und auch die meisten Auftraggeber: Die Goger-Swiss AG hat bei den Löhnen massiv beschissen. Fast durchgekommen mit dem Beschiss. Aber die bestehenden Mitteln reichten gegen die Machenschaften von Goger nicht aus; und da wo mehr möglich gewesen wäre, haben die Verantwortlichen weggeschaut. Statt dem Lohndumper Goger wurde die Unia bekämpft und kriminalisiert. Fazit: Die um Zehntausende Franken geprellten Arbeiter sahen bis heute keinen müden Rappen. Und fast wäre Kurt Goger mit dem grössten Beschiss in der Geschichte der flankierenden Massnahmen durchgekommen. Arbeitnehmende um bis zu 10 Millionen betrogen. Erst eine detaillierte Kontrolle und unzählige Verfahren beweisen, dass die Unia auf der ganzen Linie Recht hatte! Die Goger-Swiss AG verantwortet den mit Abstand grössten Lohndumpingfall auf dem Platz Zürich. Um bis zu 10 Millionen hat die Goger-Swiss AG ihre Arbeitnehmenden betrogen. Toni Areal, Fifa Museum, Tic Tric Trac etc. Die Gipserfirma Goger Swiss-AG unter der Leitung von Kurt Goger ergatterte seit 2012 auf dem Platz Zürich zahlreiche Aufträge - notabene auf fast allen grossen Baustellen, wie z.B. Toni Areal, Fifa Museum, Tic Tric Trac etc. Seither hat die Goger-Swiss AG ihre Arbeitnehmenden um die bis zu 10 Millionen betrogen. Beschissen wurde, wo es nur ging: (…).
Unia Zürich, 8.5.2019.
Unia Zürich > Goger-Swiss AG. Lohndumping. Unia Zürich, 2019-05-08.
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01.05.2019 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai Zürich
Frauenstreik
Volltext
Bunte 1. Mai-Demo in Zürich mit 16‘000 Teilnehmenden, Unter dem Motto #Frauenstreik2019 demonstrierten heute 16‘000 Menschen friedlich durch Zürich. Die vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) organisierte Demonstration führte vom Helvetiaplatz zum Sechseläutenplatz. Inhaltlich standen die Anliegen der Frauenstreik-Bewegung im Mittelpunkt. „Es war richtig unseren Umzug in den Dienst der Mobilisierung zum Frauenstreik am 14. Juni zu stellen. Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ist in Zürich besonders gross. Und gerechte Löhne sind seit jeher ein Anliegen der Gewerkschaften“, sagte Markus Bischoff, GBKZ-Präsident und Bewilligungsinhaber der Maidemonstration. Auch Hauptrednerin Barbara Gysi kritisierte in ihrer Rede die ökonomischen Unterschiede zwischen Frau und Mann: „Durchschnittlich monatlich 1455 Franken oder 18,3 Prozent verdienen Frauen für die gleiche Arbeit weniger als ihre Kollegen. Das Erwerbseinkommen der Frauen ist um 108 Milliarden tiefer als dasjenige der Männer. Und sie leisten zwei Drittel der unbezahlten Carearbeit im Umfang von unglaublichen 400 Milliarden Franken! Das ist nicht akzeptierbar und muss sich endlich ändern.“.
GBKZ, 1.5.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zuerich. GBKZ, 2019-05-01.
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12.04.2019 Zürich
Personen
Uber
Work
Christian Egg
Arbeit auf Abruf
Uber
Volltext
Uber & Co.: Prekäre Arbeit, Dumpinglöhne – und keine AHV. Die Migros ist nicht das erste Unternehmen in der Schweiz, das Leute für ein Taschengeld beschäftigt. Der mittlerweile eingestellte Dumping-Taxidienst „Uber Pop“ funktionierte ebenfalls nach diesem Muster. Die Swisscom schickt unter dem Label „Mila Friends“ technisch versierte Anwenderinnen und Anwender aus der Nachbarschaft zu ihrer Kundschaft, etwa um den neuen Internet-Router zu installieren. Der Preis für die Dienstleistung wird direkt mit dem „Friend“ (Freund) abgemacht. Plattform-Prinzip. Und Ikea arbeitet fürs Ausliefern der Möbel in Genf mit der Lieferfirma Trusk zusammen, die vorwiegend Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Frankreich beschäftigt. Monats-{Dumping-)Lohn: 1‘900 Franken. All diesen Diensten gemeinsam ist das Plattform-Prinzip: Ein Algorithmus sucht für jede neue Aufgabe eine Arbeitskraft. Das ist Kapitalismus in Reinkultur. Früher, ohne Computer, war es nicht rationell, für jede kleine Aufgabe eine Person zu suchen und danach wieder zu entlassen. Deshalb entstanden Firmen, die ihre Arbeiterinnen und Arbeiter mit einem Vertrag längerfristig anstellen. Doch heute ist es möglich, mit ein paar Klicks selbst winzigste Aufträge an einen Markt mit Tausenden Arbeitskräften zu vergeben. Damit verschiebt sich das Machtgefüge in der Arbeitswelt noch mehr zugunsten der Firmen: Mindestlohn, Kündigungsschutz, Ferienanspruch, Streikrecht - davon wollen solche Plattformen meist nichts wissen. Sarah Schilliger, Expertin für prekäre Arbeitsverhältnisse an der Uni Basel, sagt: „Arbeit gibt's dort nur auf Abruf, befristet, flexibilisiert und ohne (…). Christian Egg.
Work online, 12.4.2019.
Personen > Egg Christian. Uber. Arbeit auf Abruf. Work, 2019-04-12.
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21.03.2019 Zürich
Demonstrationen Zürich
Vorwärts

Demonstration
Frauentag
Volltext
Frauen*-Demonstration in Zürich. Wir nahmen uns auch dieses Jahr kämpferisch, laut und mit über 2000 Frauen" die Strassen. In unserem Kampf gegen die soziale Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft, gegen die Schere zwischen oben und unten, sehen. wir die Unterdrückung der Frau" als zentrales Moment. Das Patriarchat und der Kapitalismus sind seit jeher eng miteinander verschränkt. Der Kapitalismus macht die Frauen* zu Objekten. Lautstark, bunt und wütend versammelten wir uns auf dem Hechtplatz. Wir zogen übers Limmatquai Richtung Bahnhof und bogen am Limmatplatz in die Langstrasse ein. Auf dem Weg gab es zahlreiche Reden zur internationalen Solidarität, zu Militanz von Prauen", zum anstehenden Frauenstreik am 14. Juni, zur Sexarbeit, zu Leyla Güven im Hungerstreik, sowie eine Grussbotschaft aus Berlin zum gestrigen internationalen Frauenstreik. In der Unterführung an er Langstrasse verschönerten wir die Stadt. Bei der Piazza Cella gab es eine Aktion zum kommenden Frauenstreik am 14. Juni. Es wurde ein riesiges Transparent „Frauen streiken weltweit - Heraus zum 14. Juni“ von einem Baugerüst heruntergelassen und mit Rauchpetarden und Parolen gefeiert. Symbolisch wurden die Besen niedergelegt und Einkaufswagen hingestellt und zur Barrikade verkettet. Dabei wurden alle Frauen" dazu aufgerufen, die bezahlte und unbezahlte Arbeit am 14. Juni niederzulegen. In Ankara, Barcelona, Buenos Aires, Manila und vielen anderen Städten besetzten die Prauen" die Plätze und Strassen im Streik. Während weltweit die (...).
Vorwärts, 21.3.2019.
Vorwärts > Frauentag. Demonstration. Vorwaerts, 2019-03-21.
Ganzer Text
13.03.2019 Zürich
Personen
SEV
Chantal Fischer
Sekretariat
SEV
Volltext
Regionalsekretariat. Neuer SEV-Standort in Zürich. Seit Dezember 2018 bilden der SEV und Syndicom in Zürich eine Bürogemeinschaft. Am 7. März fand nun ein Tag der offenen Tür statt. Rund 25 SEV-Mitarbeitende, Mitglieder und Kolleg/innen nutzten die Gelegenheit, um einen Blick in die grosszügigen Räumlichkeiten zu werfen und sich mit den Anwesenden auszutauschen. Fazit: Die Freude am neuen Standort ist gross! Das SEV-Regionalsekretariat ist von Wiedikon ins Volkshaus umgezogen. Es ist damit näher zu den anderen Gewerkschaften gerückt und besser in die Gewerkschaftswelt eingebunden: Mit Syndicom bildet es eine Bürogemeinschaft, die Unia ist auf derselben Etage zu finden. Auch der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich ist vor Ort. Die neuen Räume bieten ausserdem mehr Platz als der alte Standort, was mit dem Zuwachs im Regionalsekretariat (Christoph Geissbühler, Mario Schmid und Markus Cadosch) nötig wurde. Im Volkshaus verfügt der SEV nun zudem über ein Sitzungszimmer, das von Sektionen, Unterverbänden und Kommissionen benutzt werden kann und den Austausch zusätzlich fördert. Das Zimmer kann beim SEV Zürich reserviert werden. Das Regionalsekretariat Zürich wird von Gewerkschaftssekretärin Regula Pauli geleitet.
Chantal Fischer.
SEV, 13.3.2019.
SEV > Sekretariat SEV. Umzug. SEV, 2019-03-13.
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07.03.2019 Zürich
Personen
Spitäler
Mattia Mandaglio
Entlassungen
Volltext
Waid-Spital
Massenentlassung im Waidspital. Das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich plant im Waidspital den Abbau von 70 Vollzeitstellen bis Ende 2019. Heute Morgen hat das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich die neue Angebotsstrategie für das Stadtspital Waid und Triemli vorgestellt. Im Rahmen dieser Strategie ist ein Stellenabbau im Stadtspital Waid geplant: 70 Vollzeitstellen (wir rechnen mit mindestens 100 betroffenen Menschen) sollen bis Ende 2019 gestrichen werden. Einmal mehr müssen die Mitarbeitenden der Spitäler der Stadt Zürich die Folgen von Fehlinvestitionen, strategischen Fehlern, Gärtlidenken, etc. tragen. Die heutige Situation des Waidspitals ist zahlenmässig dramatisch. Man muss sich fragen, was davon verwaltungsspezifische Ursachen sind und warum, im Gegensatz zum Triemlispital, die bereits durchgeführten Massnahmen keinerlei Wirkung erzeugen. Die Spitalleitung hat zum Ziel und wird versuchen, keine Entlassungen auszusprechen und den Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen, restriktiven Wiederbesetzungen, Versetzungen und Frühpensionierungen durchzuführen. Angesichts der grossen Menge des geplanten Kahlschlags und der gesetzten Frist (31.12.2019) bezweifeln wir die Erreichung des Ziels. Leider wurden uns bis jetzt keine Details zu den Stellen und Tätigkeiten, welche gestrichen werden, mitgeteilt, was zu einem noch grösseren Misstrauen führt.
Mattia Mandaglio.
VPOD Zürich, 7.3.2019.
VPOD Zürich > Waidspital. Entlassungen. VPOD Zürich, 2019-03-07.
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21.02.2019 Zürich
Abstimmungen Zürich

Abstimmung
Privatisierung
Volltext
Wasser
Privatisierung abgelehnt. Die Vorlage für das neue Wassergesetz wurde von der Zürcher Stimmbevölkerung deutlich verworfen, zum grossen Frust der Bürgerlichen. Ausschlaggebend war die Ablehnung der Privatisierung dieses essentiellen Rohstoffs. Doch nicht alle Gefahren sind gebannt. Die Frage der Privatisierung löste eine breite Debatte aus. Die VertreterInnen bürgerlicher Parteien sahen vor, die Trinkwasserversorgung neu ausdrücklich so zu regeln, dass sie zu einem Teil privaten Investorlnnen in die Hände gegeben werden könnte. Die Vorlage legte den Privatisierungsanteil zwar auf maximal 49 Prozent fest und untersagte eine direkte Gewinnausschüttung, doch liesse sich dieses Verbot mittels indirekter Gewinnausschüttung leicht umgehen, zum Beispiel mittels Miet-, Outsourcing oder Investitionsverträgen. Auch die Gründung von Mischfirmen mit liberalisierten Teilen wäre möglich gewesen, wodurch Grossfirmen und Anlagefonds hätten einsteigen und sich an der Wasserversorgung der Gemeinden beteiligen können. Kapitalistische Weitsicht. Da das bestehende Gesetz keine Regelung zur Privatisierung enthalte, würde das neue Gesetz vor dem ungewollten Eingreifen von Unternehmen besser schützen. So die Behauptung der bürgerlichen Mehrheit im Parlament. Die neue Regelung würde daher einen „Schutz vor einer gänzlichen Privatisierung“ bringen, wie FDP-Präsident Hans-Jakob Bösch vertrat. Ein zwielichtiges Argument, anhand dessen man die kapitalistische Weitsicht des (…). Fabian Perlini.
Vorwärts, 21.2.2019.
Vorwärts > Wasser. Privatisierung. Abstimmung. Vorwaerts, 2019-02-21.
Ganzer Text
21.02.2019 Zürich
Kapitalismus
Vorwärts

Kapitalismus
Volltext
Wohnungsbau
Es herrscht Wohnungsnot An der Mitgliederversammlung der PdA Zürich vom 11. Februar wurde lebhaft darüber diskutiert, wie innerhalb des herrschenden kapitalistischen Systems bezahlbare Wohnungen ermöglicht werden können. Eröffnet wurde der Abend mit einem Vortrag von Marco Medici. Ausgehend von einem Blick in die Geschichte und auf den aktuellen Wohnungsmarkt zeigte er notwendige und realistische Forderungen auf. In den Debatten anlässlich der neuen Bundesverfassung, die im Jahr 2000 in Kraft trat, hatten die Bürgerlichen vehement abgelehnt, das Recht auf Wohnen in der Bundesverfassung zu verankern. Stattdessen begnügte man sich mit der Formulierung eines „Sozialziels“. So heisst es in Artikel 41: „Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.“ Jedoch ist dies lediglich ein nicht-einklagbares Sozialziel, sozusagen ein frommer Wunsch, wie Medici klarstellt. Zudem entspricht dies nicht internationalen Abmachungen: Im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UNO-Pakt) vom 16. Dezember 1966 ist das Recht auf eine „angemessene Unterbringung“ festgehalten. Wohnungsmangel. Dies ist jedoch ein schwacher Trost für die vielen Menschen, die verzweifelt eine Wohnung suchen. Gemäss offiziellen Berechnungen weist die Schweiz einen Leerwohnungsbestand von 1.62 Prozent auf. (…). Fabian Perlini.
Vorwärts, 21.2.2019.
Vorwärts > Wohnungsbau. Kapitalismus. Vorwaerts, 2019-02-21.
Ganzer Text
23.01.2019 Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Remo Schädler
Nachruf
Volltext
Trauer um Remo Schädler. Mit Bestürzung haben wir vom Tod unseres langjährigen Freundes und Kollegen Remo Schädler erfahren. Er ist am Morgen des 15. Januars nach längerer Krankheit von uns gegangen. Seine Beisetzung findet am Mittwoch, dem 30. Januar 2019, ab 14 Uhr auf dem Friedhof Affoltern statt. Remo arbeitete seit dem Jahre 2003 für die Gewerkschaftsbewegung, bis zur Fusion beim SMUV und anschliessend bei der Unia. Wie so viele Gewerkschafter seiner Generation war auch Remo ein Generalist. In Zeiten sich stark wandelnder Aufgaben war auf ihn stets Verlass, sei es als Verantwortlicher für die Industrie, die Zürcher Theater, als regionaler Rechtsverantwortlicher und nicht zuletzt als Vollzugsverantwortlicher der Region Zürich-Schaffhausen. Für den kantonalen Gewerkschaftsbund nahm er das Mandat in der Tripartiten Kommission für arbeitsmarktliche Aufgaben (TPK) wahr. Und für viele Jahre war Remo eine der tragenden Säulen im Organisationskomitee des Zürcher Lauf gegen Rassismus. Wir hätten es ihm so sehr gegönnt nach den vielen Jahren gewerkschaftlichen und antirassistischen Engagements auch noch ein wenig mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Zuversicht in diesen schweren, dunklen Stunden. In tiefer Trauer . Mit Foto.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 23.1.2019.
Personen > Schädler Remo. Nachruf. GBKZ, 2019-01-23.
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18.01.2019 Zürich
Bauwirtschaft
Personen
Work
Anna Luisa Ferro Mäder
Baugewerbe
Lohnnachzahlung
Volltext
Diese italienischen Plattenleger freuen sich riesig: 100'000.- Lohnnachzahlungen. Dicker Bschiss auf der Baustelle bei der Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof: Die Sub-Sub-Unternehmensfirma Edil Service aus Zug prellte italienische Plattenleger um mehrere Monatslöhne. Doch dann schaltete sich die Unia ein. 3500 Franken netto, dazu Kost und Logis. Mit diesem Angebot lockte ein Vermittler im letzten Sommer vier italienische Plattenleger aus der Region Umbrien in die Schweiz. Einer von ihnen ist der 50jährige Pietro Martucci. Er erzählt: „Wir sind im Juli hier angekommen, mit fast leerem Portemonnaie, aber mit viel Energie und gutem Willen.“ Zuerst war nur ein Einsatz von 8 Tagen abgemacht, den Lohn dafür hätten sie pünktlich erhalten. Danach bot ihnen der Chef an, den Vertrag zu verlängern. „Was konnte Besseres geschehen?“ So arbeiteten die Plattenleger während Monaten auf der Baustelle an der Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof für die Firma Edil Service aus Zug, ein Sub-Sub-Unternehmen. Als die Wochen vergingen, kamen immer neue Italiener dazu. 19 waren es am Schluss. Doch die Arbeiter mussten in Zürich eine bittere Erfahrung machen. Vom versprochenen Lohn sahen sie nichts. Christa Suter von der Unia Zürich: „Sie erhielten nur kleine Zahlungen in bar, ohne Quittung.“ Und der 41jährige Liviu Stanciu ergänzt: „Die Firma hat die Lohnzahlungen immer wieder unter irgendwelchen Vorwänden verzögert.“ Esspäckli aus Italien. Die Plattenleger waren in ständiger Geldnot. Sie hielten sich über Wasser, so gut sie konnten. Wer nach Italien ging, brachte Esspäckli für die ganze Gruppe mit. (…). Anna Luisa Ferro.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Ferro Anna Luisa. Baugewerbe. Lohnnachzahlung. Work online, 2019-01-18.
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18.12.2018 Zürich
Löhne
Unia Zürich

Baugewerbe
Lohnnachzahlung
Volltext
Lohndumping auf der Baustelle Europaallee. Über 100'000 Franken Lohnnachzahlung. Eine Gruppe von Plattenlegern arbeitete seit Juli auf der Baustelle Europaallee beim Subunternehmer einer Plattenleger Firma. Lohn bekamen sie fast keinen. Sie wurden dazu gezwungen, Dokumente zu fälschen, damit das Lohndumping nicht auffällt. 3‘500 Franken netto im Monat wurde den elf Arbeitern in Italien für die Arbeit in einem Subunternehmen in der Schweiz versprochen. Statt den vollen Lohn erhielten sie jedoch monatelang nur kleinere Barzahlungen ohne Quittung. Als diese Taktik den Chefs wegen allfälligen Kontrollen zu heikel wurde, erschlichen diese sich mit einem miesen Trick vordergründig korrekte Lohnausweise: Den Plattenlegern legten sie die Zahlungsanweisung der Bank jeweils als Beweis vor, dass die Löhne überwiesen würden. Nachdem die Arbeiter die entsprechenden Lohnausweise als Quittung unterschrieben hatten, stornierten sie die Zahlungen wieder. Lohnnachzahlung noch vor Weihnachten. Nach einer Intervention der Gewerkschaft Unia hat die Generalunternehmung Porr die Verantwortung übernommen und schnell dafür gesorgt, dass dieser für die Branche leider typische Fall von Lohndumping gelöst werden konnte. Die Betroffenen werden bis Ende dieser Woche ausstehende Gehälter in der Höhe von total über 100‘000 Franken ausbezahlt erhalten und freuen sich, doch noch ein schönes Weihnachtsfest verbringen zu können. Ab sofort sind sie auch direkt von der Schweizer Plattenleger Firma angestellt, und nicht mehr über ein Subunternehmen. (...). Unia Zürich, 18.12.2018.
Unia Zürich > Lohnnachzahlung. Subunternehmen. Unia Zürich, 2018-12-18.
Ganzer Text
02.11.2018 Zürich
Unia Zürich

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Kampf um Landesmantelvertrag, Frühpensionierung und Lohn. Einladung: Höhepunkt der Protesttage der Bauarbeiter in Zürich. Sehr geehrte Medienschaffende. Es wird die wohl grösste Bauarbeiter-Mobilisierung seit mehr als zehn Jahren sein, die am Dienstag, den 6. November, mit einem Protesttag in Zürich ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Tausende von Bauarbeitern haben in den letzten Tagen in der ganzen Schweiz die Arbeit niedergelegt und werden sie am Dienstag in Zürich noch niederlegen. Sie wehren sich für die Rente mit 60 und ihren Gesamtarbeitsvertrag (siehe Kasten). Wir laden Sie ein, am Protesttag der Bauarbeiter dabei zu sein: Protesttag der Bauarbeiter in Zürich, Dienstag, 6. November, 13.00 Uhr, Rudolf-Brun-Brücke, Zürich. An einem Point de Presse während der Demonstration der Bauarbeiter, informieren die Gewerkschaften Unia und Syna über die aktuelle Situation, die Hintergründe und die Aktivitäten der Bauarbeiter. Es informieren: Nico Lutz, Sektorleiter Bau, Mitglied der Geschäftsleitung Unia, Guido Schluep, Branchenleiter Bau Syna, Lorenz Keller, Regioleiter Unia Zürich, Michele Aversa, Regionalsekretär Syna Zürich. (…).
Unia Zürich, Medieneinladung, 2.11.2018.
Unia Zürich > Bauarbeiter. Protestaktion. Unia Zürich, 2018-11-02.
Ganzer Text
01.11.2018 Zürich
Personen
VPOD ZH Kanton
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
Volltext
VPOD Zürich Kanton
Der VPOD Zürich Kanton feiert sein 100-Jahr-Jubiläum im Zürcher Neumarkt. Greulichs Erben. Die Sektion VPOD Zürich Kanton ist 100 Jahre alt geworden. Schauplatz des Fests und der Vernissage des Jubiläumsbuchs war der Zürcher Neumarkt, einst ein Zentrum der Arbeiterbewegung. Ferienhalber meldete sich Regierungsrätin Jacqueline Fehr per Videobotschaft; sie leugnete nicht die Arbeitgeberrolle. in der sie sich jetzt befindet. Umso wichtiger seien starke Gewerkschaften: als Ansprech- und Verhandlungspartner. Die anderen Rednerinnen und Redner überbrachten ihre Glückwünsche persönlich. Michele Dünki-Bättig, Präsidentin der feiernden Sektion, hat gute Chancen, zumindest das 100-Jahr-Jubiläum noch zu erleben. Katharina Prelicz-Huber, die den VPOD auf der nationalen Ebene präsidiert, ist überzeugt, dass es die Gewerkschaft auch nach weiteren 100 Jahren noch geben und noch brauchen wird. Nachdenkliche Töne. Sie streute auch nachdenkliche Töne in ihre Rede: Was seinerzeit, auch von VPOD-Kollegen, unterm Stichwort „Eugenik“ im Burghölzli propagiert und betrieben worden sei, sei Anlass zu tiefer Scham. Markus Notter, ehemaliger Regierungsrat, entlarvte in seiner Rede die angebliche Unterlegenheit staatlicher Betriebsorganisation als Märchen. Beispiel Gebäudeversicherung: So gut und günstig machen es die Privaten nicht in jenen Kantonen, wo diese Sparte privatisiert ist. Allerdings müsse auch das öffentliche Personal beweglich bleiben und dürfe sich nicht in einem „Haben wir immer (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. VPOD ZH Kanton. Jubiläum. VPOD-Magazin 2018-11-01.
Ganzer Text
10.10.2018 Zürich
Generalstreik
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Ausstellung
Volltext
Zürich: 100 Jahre Landesstreik. GBKZ-Aktivitäten am 27. Oktober und am 4. November. Im November 2018 jährt sich die grösste Massenstreikbewegung der Schweizer Geschichte zum 100. Mal. Der Erste Weltkrieg hatte die ohnehin schon dramatische, soziale Kluft noch weiter vergrössert. So konnten Gewerkschaften und SP landesweit 250‘000 Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte zum Generalstreik mobilisieren. Die Armeeführung bot Truppen auf und schoss. Um einer militärischen Niederschlagung zuvor zu kommen, wurde die Aktion nach zwei Tagen abgebrochen, ohne dass die gewerkschaftlichen Forderungen durchgesetzt werden konnten. Doch der Landesstreik vom 12. bis zum 14. November 1918 hatte die Schweiz nachhaltig verändert: Der Achtstundentag wurde eingeführt, es wurden sozialpartnerschaftliche Beziehungen aufgebaut und die Machtdemonstration der Arbeiterbewegung schob auch noch Jahre später soziale Reformen wie die AHV an. Den Ereignissen waren ein Streik der Zürcher Bankangestellten und ein lokaler Generalstreik in Zürich vorausgegangen. Ende Oktober begeben wir uns deshalb bei einer Stadtführung auf eine historische Spurensuche. Und eine Woche später organisieren wir eine Führung durch eine themenbezogene Ausstellung im Landesmuseum. 27. Oktober, 14 Uhr, Stadtführung, Zürich, Rathaus. 4. November, 14 Uhr, Ausstellung, Zürich, Landesmuseum
GBKZ, 10.10.2018.
GBKZ > Generalstreik. Veranstaltungen. GBKZ, 2018-10-10.
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29.06.2018 Zürich
Demonstrationen Zürich
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Bauarbeiter
Demonstration Unia
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Bau: Grösste Arbeiter-Demonstration seit 100 Jahren. 18'000 für Rente 60. Der Baumeisterverband greift die Rente 60 frontal an. Das lassen sich die Bauarbeiter nicht gefallen. Einen solchen Protest hat die Schweiz noch selten gesehen. 10’000 hat Unia-Bauchef Nico Lutz schon erwartet, doch es kommen 18’000 Bauarbeiter mit ihren Familien, Kollegen, Freundinnen und Freunden. Wie ein Tatzelwurm schlängelt sich der wartende Demonstrationszug vom Zürcher Bahnhof übers Central bis auf die Rudolf-Brun-Brücke. Im tiefblau-weisswolkigen Himmel schwebt die magische Zahl 60. Auf einem riesigen roten Ballon. 18’000 aus der ganzen Schweiz sind gekommen, um sich den Rentenabbauplänen der Baumeister entgegenzustellen. Diese greifen die Frühpensionierung auf dem Bau frontal an und fordern: Rentenalter rauf oder Rente runter. Ein dicker Affront auf eine wohlverdiente Errungenschaft. Denn Bauarbeiter leben gefährlich und sterben früher. Deshalb ist auch Maurer Wanja Jakob (27) aus Bern da, „weil Klassenkampf nie endet“. Und Rentner Christian Bringold (69) aus Lenk BE erzählt: „Hätte ich nicht mit 60 gehen können, gäbe es mich heute vermutlich gar nicht mehr.“ Starkes Zeichen. An vorderster Front, mit dem grossen Transparent, protestiert Maurer Pasquale Miele (55) aus Zürich: „Miele wie die Abwaschmaschine!“ Als einziger trägt er kein rotes 60-T-Shirt, sondern Hemd und Krawatte. Immer wenn er an einen wichtigen Anlass gehe, trage er Krawatte, sagt er. Und: Wenn er Unia-Chef wäre, würde er für die Demos rote Krawatten (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Bauarbeiter. Demonstration. Work online, 2018-06-29.
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04.05.2018 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Björn Resener
1. Mai Zürich
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Unsere Inhalte in Szene setzen. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Als Sekretär beim kantonalen Gewerkschaftsbund gehört auch die Organisation der Zürcher 1. Mai Demonstration zu meinem Pflichtenheft. Deshalb hole ich mir jeweils am zweiten Mai die wichtigsten Tageszeitungen am Kiosk und mache eine kleine Presseschau. Was wird über den 1. Mai in Zürich geschrieben? Stehen wieder einmal die Krawalle im Fokus der Berichterstattung? Das absurde bei dieser Frage ist ja, dass es in Zürich schon seit Jahren keine echten Krawalle mehr gegeben hat. Schon im letzten Jahr sprach Marco Cortesi – Medienchef der Stadtpolizei – vom ruhigsten 1. Mai seit Jahren. In diesem Jahr bilanziert er sogar den „ruhigsten 1. Mai seit vielen Jahren.“ Tatsächlich hat es seit 2011 keine nennenswerten Ausschreitungen mehr gegeben. Aber offensichtlich rechtfertig schon die Erwartungshaltung den vermeintlichen Nachrichtenwert von Meldungen und ganzen Artikeln darüber, dass es eben keine „bürgerkriegsähnlichen Zustände“ gegeben hat. Worüber sollen die Medienschaffenden auch mit Marco Cortesi sprechen, wenn nicht über die Sicherheitslage? Und welche Einschätzung ist vom Sprecher der Stadtpolizei zu erwarten, wenn nicht jene, dass es diese kostenintensiven Polizeieinsätze und die endlosen Überstunden der Beamten tatsächlich braucht? (…). Björn Resener - Gewerkschaftsbund Kantons Zürich (GBKZ).
GBKZ, 4.5.2018.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zürich. Rückblick. GBKZ, 2018-05-04.
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27.04.2018 Zürich
Personen
VPOD Zürich
Work
Patricia D Incau
Kindertagesstätten
Personalbestand
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Kita-Frau Camilla Carboni (26) ist bereit für den 1. Mai: Die Trotzphase geht auf die Strasse. In Zürich wehren sich Kita-Mitarbeitende gegen Personalmangel, lange Arbeitstage und tiefen Lohn. In der Gruppe „Trotzphase“ haben sie sich organisiert. Work traf Mitgründerin Camilla Carboni. Camilla Carboni hat gerade viel um die Ohren. Der Flyer für die 1.-Mai-Demo muss noch gedruckt werden, die letzten Workshop-Vorbereitungen fürs Zürcher Maifest laufen – und zu Hause stapelt sich die Wäsche. Für Work findet die junge Zürcherin trotzdem Zeit. Klar seien die Tage im Moment etwas anstrengend, sagt Carboni. Aber: „Wenn wir wollen, dass sich etwas ändert, müssen wir selber etwas tun.“ Mit „wir“ meint die 26jährige die „Trotzphase“. Carboni hat die Gruppe zusammen mit Berufskolleginnen und -kollegen gegründet, unterstützt von der Gewerkschaft VPOD. Sie alle sind Fachfrauen und Fachmänner Betreuung (FaBe). Und sie haben genug von den schlechten Bedingungen, mit denen sie an ihrem Arbeitsplatz, in der Kindertagesstätte (Kita), kämpfen. Die „Trotzphase“ ist zwei Jahre alt. Schon länger war Carboni aufgefallen: Gespräche mit Freundinnen, die ebenfalls in der Kita arbeiten, drehten sich häufig um die Probleme im Job: die langen Arbeitstage, den geringen Lohn, den permanenten Personalmangel. Irgendwann fanden sie: „Wir müssen machen statt motzen.“ Besser (…). Patricia D'Incau.
Work online, 27.4.2018.
Personen > D‘Incau Patricia. Kindertagesstätten. Personalmangel. Work, 2018-04-27.
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26.04.2018 Zürich
1. Mai-Komitee
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
1. Mai Zürich
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Über die Freiheit. Der 1. Mai 2018 steht für das Zürcher 1.-Mai-Komitee unter dem Motto der „Freiheit“. Das Komitee schreibt: „Damit zeigen wir Solidarität mit den zahlreichen politischen Unterdrückten und politisch Gefangenen auf dieser Welt. Auch in der Schweiz werden Menschen aufgrund ihres politischen Engagements eingesperrt. So war - um nur ein, Beispiel zu nennen, die baskische Aktivistin Nekane Txapartegi in Zürich von April 2016 bis September 2017 aufgrund eines Haftbefehls aus Spanien in Auslieferungshaft. Dies, obwohl mehrere Gutachten bewiesen haben, dass Nekane in Spanien gefoltert wurde und die Schweiz keine Menschen an solche Staaten ausliefern darf. Nekane ist die Hauptrednerin für das Komitee an der Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz. Das Motto des 1. Mai-Komitee lädt ein, sich grundsätzliche Gedanken zur Freiheit zu machen. Wir leben in einem freien Land, so der Mythos, der uns praktisch mit der Geburt jeden Tag in den Kopf gehämmert wird. Sicher, wir leben in einem Land, das im Vergleich zu anderen Ländern, gewisse freiheitliche Rechte gewährt. Doch wir KommunistInnen, wir Linken, dürfen den Vergleich nicht mit Staaten wie etwa die Türkei ziehen, wo elementare Grundrechte der Kurdinnen seit Jahrzehnten mit Füssen getreten werden und mit den politischen Gegnerinnen so umgegangen wird, wie es im Lehrbuch für Diktatoren steht. Vielmehr muss der (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 26.4.2018.
Personen > Torresan Siro. 1.-Mai-Komitee Zürich. Vorwärts, 2018-04-26.
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04.04.2018 Zürich
SBB
SEV Schweiz

Dienstpläne
SBB
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SBB-Zugbereitstellung: Standort Zürich-Herdern will Jahreseinteilung kippen. Monatsplanung weder nötig noch legal. Wegen unerwartet vieler Personalabgänge will die Instandhaltung Zürich-Herdern ab Mai die Jahresplanung durch die Monatsplanung ersetzen. Damit wird das Recht des Personals auf eine frühe, sichere Freizeitplanung übertrieben eingeengt, denn die von der SBB angegebenen Gründe rechtfertigen dies nicht. Deshalb geht der SEV dagegen vor. Am 5. März teilte der Produktionsleiter der Instandhaltung Zürich den Mitarbeitenden in Herdern mit, dass ab 1.Mai die Jahresplanung durch eine Monatsplanung ersetzt werden müsse. Dies wegen Personalabgängen und dem damit verbundenen "Mangel an diversen Kompetenzen in folgenden Tätigkeiten: Ultraschallkontrolle UT, Arbeiten an den ICE der DB-Flotte, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den ETCS-Systemen". Um diese Kompetenzen wieder zu erlangen sei eine Ausbildungsplanung nötig. Weitere Gründe seien der verspätete Einsatz des neuen Doppelstock-Fernverkehrszugs von Bombardier und daher ein Instruktionsrückstand auf diesem Zugtyp sowie zusätzliche Nachtumläufe der IC2000. Kein valabler Grund für Verzicht auf die Jahresplanung. "Letztere zwei Probleme waren schon länger bekannt, sodass sie planbar waren", sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. "Auch Personalabgänge sind zu bewältigen, denn die Kündigungsfrist lässt Zeit für die Anstellung neuer Mitarbeiter, die notfalls vorübergehend auch Temporärangestellte (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > SBB. Dienstpläne. SEV, 2018-04-04.
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01.04.2018 Zürich
Personen
Verwaltung Zürich
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Arbeitsplatz
Verwaltung
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Verwaltungen wie diejenige der Stadt Zürich wollen Büroräume flexibilisieren. Keine bleibende Statt. Öffentliche Verwaltungen bilden im Allgemeinen nicht die Speerspitze in Bezug auf Desksharing und andere mobile Arbeitsformen. Die Stadt Zürich will jetzt vorwärtsmachen, zumindest dort, wo neu- oder umgebaut wird. Natürlich läuft das neue Bürokonzept, das der Stadtrat der Stadt Zürich genehmigt hat, unter einer englischen Bezeichnung: worksmart@zürich ... Ausgangspunkt ist der wachsende Flächenbedarf der seinerseits die Hauptursache in der steigenden Bevölkerungszahl hat. Die Verwaltung wächst sogar leicht überproportional, was logisch ist, denn der Zuzug generiert ja zusätzliche Aufgaben. Allerdings zeigt der Vergleich von 20II und 20I6, dass die Zahl der beschäftigten Personen nur geringfügig gestiegen ist. Die höhere Zahl der Vollzeitäquivalente resultiert hauptsächlich aus einer Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads. Dieser stieg über das gesamte Personal hinweg von 74,2 auf 77,5 Prozent - stärker bei den Frauen (von 64,4 auf 70,2 Prozent), weniger bei den Männern (von 86,2 auf 88,4 Prozent). Damit liegen die Geschlechter bei den Vollzeitäquivalenten (11‘573) Männer, 11‘370 Frauen) praktisch gleichauf. Es lässt sich also sagen, dass die Stadtzürcher Verwaltungshandlungen fast präzis hälftig von Männern und von Frauen vorgenommen werden. 2016 standen (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, April 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Verwaltung Zürich. Arbeitsplätze. VPOD-Magazin, 2018-04-01.
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