Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 202

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01.06.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Geschichte
Volltext
Geschichte schreiben. Besonders in der Sportberichterstattung ist sie verbreitet, die Wendung, diese oder jener habe «Geschichte geschrieben». Jedes Mal, wenn Roger Federer irgendwo ein Tennisturnier zum gefühlt 385. Mal gewinnt, ist das zu lesen. Angeblich haben auch der Eisschnellläufer Livio Wenger, der Schwimmer Jeremy Desplanches und die Sprinterin Mujinga Kambundji Geschichte geschrieben. Genauso wie der FC Rätia Bludenz, der Turnverein Neue Sektion Winterthur und die Calanda Broncos. Wie dem Internet zu entnehmen ist. Geschichte schreiben? Mir gefällt der Ausdruck nicht. Erstens:  Machen tun die Geschichte wir alle, unentwegt. Schon Brecht ist aufgefallen, dass Caesar den Gallischen Krieg mutmasslich nicht ganz allein gewonnen hat: „Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?“ Geschichte machen auch: Intensivpflegerin Susanne, wenn sie den Patienten ans Beatmungsgerät anschliesst. Homeofficerin Erika, wenn sie die Rösti auf den Herd stellt, gleichzeitig mit dem Chef chattet, ihre Grössere das Einmaleins abfragt und den Kleinen zum möglichst ruhigen Legospiel anhält. Coop-Kassiererin Hatice, die heute schon zum 14. Mal von der Kasse aufstehen muss, weil eine Kundin das Gemüse nicht gewogen hat, nein, Fenchel war noch nie per Stück. Und Lastwagenfahrer Enver, wenn er wegen geschlossener Autobahntoiletten an den Strassenrand biselt. (…).
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Geschichte. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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01.06.2020 Schweiz
1. Mai Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Tanja Lantz
1. Mai Schweiz
Digitalisierung
Volltext
Gewerkschaftsarbeit aus dem Homeoffice - geht das überhaupt? Digital kämpfen Während das vom VPOD organisierte Personal im Service public wie eh und je in vorderster Reihe steht, wurde der „Apparat“ Mitte März mit brachialer Wucht ins Homeoffice katapultiert. Hat's funktioniert? „Als erstes wurden die grösseren Treffen abgesagt oder verschoben“, berichtet Fabio Höhener, VPOD-Sekretär Zürich Lehrberufe, „aber nach einer ersten Phase der Neuorganisation konnten wir mit Team und Vorstand Videocalls durchführen, und das funktionierte weitgehend einwandfrei.“ Auch Kolleginnen und Kollegen mit wenig technischen Kenntnissen hätten sich nach kurzer Zeit gut mit dem neuen Instrument zurechtgefunden .
Vom Webinar zur Praxis Viviane Hösli vom VPOD Zentralschweiz hat ein Webinar der Rosa-Luxemburg-Stiftung besucht - Thema „Organizing während Covid-ro“, ihr war mit Ausbruch der Krise sofort klar: In einer Zeit, in der arbeitsrechtlich so viel passiert, müssen die Gewerkschaften an ihren Mitgliedern dranbleiben. Zunächst habe man Sitzungen der Personalkommission noch im Spital durchgeführt: „Der Austausch war ja megawichtig.“ Allerdings sei dabei wegen der überbordenden Traktandenliste das Informelle - das „Wie geht's?“ unter Kolleginnen und Kollegen - auf der Strecke geblieben. Das habe dann seinen Platz in den Videocalls gefunden: „Menschen fanden hier wieder den Raum, sich über ihre Arbeitsbelastung und -organisation auszutauschen.“ (…). anja Lantz.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Lantz Tanja. 1. Mai 2020. Digitalisierung. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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01.06.2020 Kambodscha
Gewerkschaften
Personen
VPOD-Magazin
Katja Schurter
Arbeitsbedingungen
Gewerkschaften
Volltext
Gewerkschaftliche Unterstützung für kambodschanische Textilarbeiterinnen. Unorganisiert organisiert
Mirabelle Yang macht kambodschanische Gewerkschaften fit, damit sie ihre Forderungen bei Unternehmen durchsetzen können. In der Textilindustrie gibt es langsame Fortschritte punkto Lohnfortzahlung und Mutterschutz Mirabelle Yang ist weit herumgekommen: Geboren in Singapur, wohin sie immer wieder zurückkehrte, lebte sie als Kind ein paar Jahre in Australien, studierte in Lonqdon, zog in die USA und kam 2014 nach Kambodscha. In Phnom Penh wollte sie ihre Doktorarbeit zu Gender und Jugendkultur schreiben. Doch es kam anders. 5O Meter von ihrem Haus, in dem die 39-Jährige mit ihren zwei Hunden lebt, befindet sich das Büro der Textilarbeitergewerkschaft C. Cawdu. Yang sah das Kommen und Gehen der Arbeiterinnen, interessierte sich. für die Leute und meldete sich bald als Freiwillige bei der Solidar- Partnerorganisation. „Ich war müde vom akademischen Leben“, sagt Mirabelle Yang, „und ich wollte aktiv werden.“ Ausserdem wollte sie die Gender- und Arbeitsbeziehungen in Kambodscha besser verstehen. Die Arbeit gefiel ihr. Als C. Cawdu ein Projekt für bessere Verhandlungsstrategien startete, fragte die Gewerkschaft Mirabelle Yang an, ob sie die Koordination übernehmen wolle. Sie sagte sofort zu.
Recherchieren statt schreien. „In Kambodscha wird bei Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Fabrikbesitzern vor allem geschrien und mit Streik gedroht, erzählt Yang. Über die …). Katja Schurter.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schurter Katja. Kambodscha. Gewerkschaften. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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01.06.2020 Ostermundigen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Bettina Friedrich
Christoph Schlatter
Frauen
Volltext
Bettina Fredrich, Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, Ostermundigen. Die gefragte Frau. Es ist Tradition, hier jeweils die Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen vorzustellen. Die Neue, Bettina Fredrich, hat zweimal Zwillinge, ein Legislativamt in der Gemeinde, einen sp· und einen VPOD· Mitgliederausweis. Einstweilen sitzt sie im Ostermundiger Homeoffice. Den Start im neuen Job hat sich Bettina Fredrich leicht anders vorgestellt als so: nach wenigen Monaten weitestgehend ins Horneoffice zu zügeln und den Kontakt mit Team und Anspruchsgruppen vorwiegend per Videokonferenz zu halten. Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF wurde ein halbes Leben lang von Elisabeth Keller betreut, die man auch beim VPOD und aus diesen Spalten gut kennt. Die Nachfolgerin wird natur- und altersgemäss da und dort andere Schwerpunkte setzen. Zu tun gibt es genug, gerade jetzt. Aber das Legislaturprogramm kommt - mit einer gleichfalls frisch zusammengesetzten Kommission - coronabedingt eben etwas langsamer in Fahrt als angedacht. Kein individuelles Problem. Von Haus aus ist Bettina Fredrich Geografin. Schon die junge Wissenschaftlerin fragte vor allem nach den Menschen, nach dem Zusammenspiel von Raum, Politik, Macht und Geschlecht. Ein solch interdisziplinärer Ansatz passt ebenso gut in die Fachstelle Sozialpolitik der Caritas, die Fredrich zuvor geleitet hat, wie in die EKF. Auch das Thema Armut, das bei der Caritas ein zentrales war, wird (...). .
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Bettina Friedrich. VPOD-Magazin, 2020-06-02.
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01.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Videokonferenz
Volltext
Verluste. Videokonferenzen sind aufschlussreich. Bin zu Gast in fremden Stuben und Küchen, sehe eigenartige Nippes stehen und seltsame Bilder hängen. Ist das Kunst, oder kann das weg? Wer nachtwandelt da im Pyjama durch den Hintergrund von Kollegin X.? Was hat Kollege Y. für eine lustige Vicky-Leandros-Tasse! Hat Kollegin Z. die vielen Bücher an der Wand alle gelesen? Das nützt ihr jetzt auch nicht viel, denn das steht in keinem Buch der Welt: Wie bekommen wir dieses verfluchte Virus ohne ökonomischen Totalschaden in den Griff? Zunehmend schleicht sich die Verknüpfung von „Wirtschaft“ mit dem rechten, von „Gesundheit“ mit dem linken politischen Spektrum ein. Halb- oder Dreiviertelfaschos in den USA und Brasilien sowie Petra Gössi und ein unkollegialer SVP-Bundesrat stützen diese Sicht: Sie wollen rasch lockern oder am besten gar keinen Lockdown. Vorsicht scheint dagegen der natürliche Standpunkt der Gewerkschaften, weil: Gesundheit hat erste Priorität. Stimmt das? Zunächst einmal sind Gesundheit und Wirtschaft ja keine Gegensätze; ein gutes Gesundheitssystem benötigt eine funktionierende Ökonomie. Und auch Service public ist Wirtschaft. Zweitens sind Güter wie Gerechtigkeit und Freiheit nicht einfach nachrangig. Von wessen Gesundheit ist überhaupt die Rede? Es gibt ja nicht nur Covido19o. Es gibt weiterhin Herz- und Kreislauf- und Krebs- und sonstwie Leidende. Oma, eh eingesperrt, schlurft noch weiter mit dem alten Hüftgelenk herum. Gilt nur die körperliche Befindlichkeit? (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.5.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Videokonferenzen. VPOD-Magazin, 2020-05-01.
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01.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christine Flitner
Kinderbetreuung
Volltext
Wildwuchs kantonaler Regelungen bei der Kinderbetreuung - ein sinnvolles Corona-Ausstiegskonzept ist nötig. Von der Krise in die Krise? Seit Beginn der Corona-Krise herrscht grosser Wirrwarr in der Kinderbetreuung - zulasten fast aller Beteiligten. Der VPOD verlangt, dass wenigstens der Ausstieg geplant erfolgt. Es braucht eine Strategie zur Erhaltung der Strukturen und eine Ausbildungsoffensive. Bei der Bewältigung der Pandemie spielt die familienergänzende Kinderbetreuung eine wichtige Rolle. Auch der Bundesrat hat dies erkannt und deshalb verordnet, dass sie aufrechterhalten werden muss. Gleichzeitig wurde jedoch darauf verzichtet, den Betrieb und die Finanzierung in dieser aussergewöhnlichen Situation zu regeln. Die Folge ist ein Wildwuchs an kantonalen Regelungen bezüglich Finanzierung und Zulassungskriterien, der für Verwirrung und Frust sorgt: Eltern werden gebeten, die Kinder zuhause zu betreuen, bleiben aber teilweise trotzdem die Beiträge schuldig. In Kantonen mit offenen Kitas bleibt unklar, ob die Eltern zum Bezug des Corona- Elternurlaubs berechtigt sind. Arbeitnehmende versuchen im Homeoffice, ihrer Erwerbsarbeit und ihren Kindern gerecht zu werden. Und Betreuungsinstitutionen wissen nicht, wie lange sie den Kleingruppenbetrieb finanzieren und ihren Angestellten Lohn zahlen können. Mit der Öffnung zusätzlicher Dienstleistungsbetriebe seit dem 27. April spitzt sich die Situation weiter zu. Und wenn Schulen, Kindergärten und Spielgruppen im Mai den Betrieb wieder aufnehmen (…). Christine Flitner.
VPOD-Magazin, 1.5.2020.
Personen > Christine Flittner. Kinderbetreuung. VPOD-Magazin, 2020-05-01.
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01.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Elvira Wiegers
Lohnerhöhung
Pflegepersonal
Volltext
Auch beim schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown trägt das Gesundheitspersonal die Hauptlast. Heidinnen der Arbeit. Seit Wochen kämpft ein Teil des Gesundheitspersonals Tag und Nacht um das Leben von Covid-rq-Patientinnen und -Patienten. Aber was kommt nach der Krise? Klar ist: Es darf kein Back-to-normal geben. Sie sind die HeIdinnen und Helden der Corona-Krise: Pflegefachleute, FaGe, Pflegeassistentinnen, Rettungssanitäter, das Personal in der Reinigung und im Krankentransport und viele andere: Das Gesundheitspersonal spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Pandemie. Tag für Tag nimmt seine Erschöpfung in einem Klima der Ungewissheit zu. Da bei Weitem nicht alle Mitarbeitenden auf das Coronavirus getestet werden, weiss niemand, wie viele Angestellte tatsächlich infiziert worden sind. Bekannt ist aber, dass die Gesundheitskrise andauern wird. Weiterhin werden Menschen mit Covid-10 in unterschiedlichen Schweregraden in Spitälern versorgt, Betagte in den Alters- und Pflegeheimen gepflegt und Kranke zuhause begleitet werden müssen. Personal- und Ausbildungsdefizite. (…).
Elvira Wiegers,, VPOD-Zentralsekretärin.
VPOD-Magazin, 1.5.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Gesundheitspersonal. VPOD-Magazin, 2020-05-01.
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01.05.2020 Schweiz
Personen
Swiss Airline
VPOD-Magazin

Coronavirus
Swiss Airlines
Volltext
Die Schweizer Luftverkehrsunternehmen kämpfen ums Überleben. Am Boden. Der VPOD kämpft bei einigen Unternehmen bereits gegen Entlassungspläne: Im Luftverkehr läuft fast 'gar nichts mehr. Der Sekretär unterstreicht die ökonomische und soziale Bedeutung der Branche. Der Luftverkehr gehört zur unabdingbaren kritischen Infrastruktur des Landes. Eine unkomplizierte Finanzhilfe zur Sicherung der Liquidität ist daher essenziell, wenn Massenkonkurse an den Flughäfen verhindert werden sollen. Weshalb benötigen profitable Unternehmen im Luftverkehr - etwa die Swiss - überhaupt Support? Zwar können durch die Kurzarbeit grosse Kostenpunkte gedeckt werden. Anders als in anderen Unternehmen fällt im Luftverkehr jedoch jegliche Einnahmequelle weg, und das bei einem enorm hohen Fixkostenanteil für Wartung, Einlagerung und später für die Wiederinstandsetzung. Liquide Mittel, die mit Zinsen wieder zurückbezahlt werden können, sichern Arbeitsplätze. Überleben werden ohnehin nur jene, die staatliche Unterstützung erhalten. Wir hoffen, dass der Schweizer Luftverkehr mit vorheriger Stärke aus dieser Marktbereinigung hervorgeht Ökojubel fehl am Platz Viele erfreuen sich aktuell am leeren Himmel ohne Flugzeuge. Doch steht der Luftverkehr unserer Meinung nach ungerechtfertigterweise im Zentrum ökologischer Kritik. Ja, er ist für 3 Prozent des globalen CO,-Ausstosses verantwortlich - aber er ist gerade in der Krise auch zentral für den Transport kritischer Güter wie MedikamenteZ(…).  Stefan Brü/isauer,
VPOD-Magazin, 1.5.2020.
Personen > Bruelisauer Stefan, Swissair. Kurzarbeit. VPOD-Magazin, 2020-05-01.
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01.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Sabine Braunschweig
Coronavirus
Spanische Grippe
Volltext
Die Spanische Grippe 1918/1919 forderte auch unter dem Pflegepersonal zahlreiche Tote. „Opfer treuer Pflichterfüllung“. Das pflegerische und ärztliche Personal war von der Grippeepidemie, die 1918/1919 weltweit grassierte, in besonderem Masse betroffen. Das Risiko, bei der Betreuung von Kranken angesteckt zu werden, war hoch - tr:otz zusätzlicher Brotration. Die meisten Menschen, die an der Spanischen Grippe erkrankten, wurden zuhause betreut. Nur wer Komplikationen entwickelte oder ohne Angehörige war, wurde ins Spital eingewiesen. Familien, die es sich leisten konnten, stellten eigens eine Krankenschwester oder Pflegerin an, die im Haus wohnte und sich Tag und Nacht um die Erkrankten kümmerte. Die 61--jährige Diakonisse Lina Weber aus Riehen etwa war von Anfang September I9I8 bis Anfang Januar I9I9 bei acht Familien mit Grippekranken im Einsatz. Zwischen den Diensten kehrte sie ins Mutterhaus nach Riehen zurück, um sich einige wenige Tage zu erholen. Auch freie Berufskrankenschwestern waren in der Privatpflege tätig. Als die Nachfrage weiterhin zunahm, wurden auch Hilfskräfte und Samariterinnen eingesetzt. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) organisierte in Windeseile Kurse, um wenigstens elementare Kenntnisse über die Pflege von Grippekranken zu vermitteln. Sich nicht anhusten lassen. (…).
Sabine Braunschweig.
VPOS-Magazin, 1.5.2020.
Personen > Braunschweig Sabine. Spanische Grippe. VPOD-Gagazin, 2020-05-01.
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01.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Coronavirus
Volltext
Was die Pandemie verändert hat - und was sie noch verändern wird. Ein Virus kennt keine Moral. Die Corona-Pandernie hat unser Leben in einer Weise verändert, wie es vor einem Monat noch unvorstellbar war. Eine kleine Liste von Erkenntnissen - wie alles in diesen Tagen ohne Anspruch auf Richtig- und Vollständigkeit. Vieles von dem, was unsere Tage noch bis vor Kurzem bestimmte, existiert nicht mehr. Einige von uns begeben sich erstmals ernsthaft ins Homeoffice und versuchen dort, so etwas wie Routine zu entwickeln. Auch das Feierabendbier wird geskypt. Es ist schwer vorstellbar, wie eine derartige Krise zu bewältigen wäre ohne die Möglichkeiten digitaler Kommunikation, die wir heute besitzen. Was hätten wir vor 25 Jahren getan? Ohne Telearbeit? Ohne WhatsApp? Vermutlich erkennen wir aber je länger je klarer auch die Grenzen der Digitalisierung. Zwar jubeln einige, jetzt komme endlich der lang schon angemahnte digitale Quantensprung. Meine Erfahrung ist eine andere: Es wird sichtbar, was alles digital nicht oder nicht gut geht. Sitzungen via Zoom ersetzen nicht den persönlichen Austausch von Menschen, die an einem Tisch sitzen. Plötzlich ist Geld da. Die Notwendigkeit eines gut ausgebauten Service public war noch selten weniger bestritten als dieser Tage. Jetzt brauchen wir ihn, den starken, den fürsorglichen Staat. Jetzt brauchen ihn auch die Rechten wieder, die ihn zuvor kleingeredet und niedergeschrieben haben. Und plötzlich, schau an, ist auch Geld da. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.4.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Coronavirus. VPOD-Magazin, 2020-04-01.
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01.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Pierre-Yves Maillard
AHVx13 Initiative
Initiativen Schweiz
Volltext
Pierre-Yves Maillard: Altersvorsorge am Scheideweg. Lassen wir es zu, dass die Altersvorsorge schleichend privatisiert wird? Oder stärken wir die Solidarität zwischen Jung und Alt und zwischen Arm und Reich? Für den SGB-Präsidenten Pierre-Yves Maillard ist das keine Frage. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient eine gute Rente. Für immer mehr Normalverdienende trifft das nicht mehr zu. Die Mieten und die Krankenkassenprämien steigen massiv. Gleichzeitig haben die Beiträge in die Pensionskassen einen Höchststand erreicht, und trotzdem zerfallen die Renten aus der zweiten Säule - da bleibt immer weniger zum Leben übrig. Dieser Fakt wird von der Schwarzmalerei der Banken und Versicherungen überschattet. Sie warnen vor einem Demografiekollaps. In Tat und Wahrheit sehen sie in der Demografie ein Riesenbusiness. Deshalb steht die Altersvorsorge am Scheideweg: Setzt sich die schleichende Privatisierung durch, oder wollen wir die Solidarität stärken? Wir lancieren diese Volksinitiative, weil die bürgerlichen Parteien die Interessen der Vorsorgebranche vor die Interessen der Normalverdienenden stellen. Konkret fordern sie den Ausbau der dritten Säule. Jeder soll selbst für sich schauen. Ohne Beteiligung der Arbeitgeber, dafür mit hohen Gewinnen für Banken und Versicherungen. (…). Pierre-Yves Maillard.
VPOD-Magazin, 1.4.2020.
Personen > Maillard Pierre-Yves. AHVx13. VPOD-Magazin, 2020-04-01.
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01.03.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
SVP
VPOD-Magazin

Begrenzungsinitiative
Volltext
Am 17. Mai kommt die gefährliche Begrenzungsinitiative -: SVP zur Abstimmung . Den Schwexit abwenden. Im Mai geht es um eine fundamentale Weichenstellung: Wenn die SVP-Initiative in der Volksabstimmung angenommen würde, wäre dies das Ende des bilateralen Wegs. Offizien 17. Mai abstimmen wer volle Zuwanderung (Begrenzungsinitiative?. Einmal mehr treibt die SVP schon im Titel ihr Doppelspiel: Wie das gewünschte Ausrnass von Migration zu ermitteln wäre, davon ist im gesamten Initiativtext nirgends die Rede. Vielmehr soll die Schweiz gemäss dem neuen Artikel 121b der Bundesverfassung „die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern eigenständig“ regeln. Und zwar indem das Personenfreizügigkeitsabkommen, das die Schweiz 1999 mit der EU abgeschlossen hat, ausser Kraft gesetzt wird. Falls das nicht innerhalb eines Jahres auf dem Verhandlungsweg gelingt, muss der Bundesrat die Freizügigkeit binnen Monatsfrist kündigen. Damit fallen auch alle anderen bilateralen Verträge. Der Schwexit wäre da. In der Kampagne der SVP scheinen auf den ersten Blick die ausländerfeindlichen Töne in die zweite Reihe verbannt. Stattdessen wirbt man mit dem Schreckbild einer 10-Millionen-Schweiz, was weder Infrastruktur noch Umwelt verkraften könnten. Dabei deklariert die SVP allerdings munter jegliche Negativerscheinung zur Folge der Personenfreizügigkeit Stau auf der Autobahn? Schmutzige, verspätete oder überfüllte Züge? Wohnungsnot? Verlust der Biodiversität? Steigende Benzinpreise? Windkraftanlage auf dem nahen Hügel? All das fände offenbar nicht statt, wenn bloss die Bilateralen nicht wären. (…).
VPOD-Magazin, 1.3.2020.
VPOD-Magazin > Begrenzungsinitiative. VPOD Schweiz, 2020-03-01.
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01.03.2020 Mozambique
Solidar Suisse
VPOD-Magazin

Berufsbildung
Volltext
In Mocambique unterstützt Solidar Jugendliche bei der Berufsausbildung. Raus aus der Armut. In der mocambiquanischen Stadt Chimoio unterstützt Solidar Suisse Jugendliche aus armen Verhältnissen bei der Berufsbildung - damit die heranwachsende Generation den Sprung aus der Armut schafft. Der Unterricht ist bereits zu Ende, als wir am späteren Nachmittag das Instituto Industrial am Stadtrand von Chimoio besuchen. Die ehemalige Kaserne hinter den Bahngleisen wurde nach dem Ende des Bürgerkrieges in den r990er Jahren zu einer Berufsschule umfunktioniert. Hier werden 700 Schülerinnen und Schüler in fünf Berufen ausgebildet: Schlosserei, Mechanik, Schreinerei, Bauwesen und Landwirtschaft. Zum Beispiel die 20jährige Maria de Fatima. Sie macht eine Ausbildung zur Mechanikerin und möchte einmal das Management eines Betriebs übernehmen. Ob in Mocarnbique viele Mädchen Mechanikerin werden wollen? Sie lacht und sagt: „Ich bin die einzige Frau in meinem Kurs - ich wünschte, es wären mehr.“ Sie sei schon als Kind am Basteln und an Technik interessiert gewesen, deshalb habe sie sich für diesen Beruf entschieden. Sparen an allen Enden. Das Instituto Industrial hat schon bessere Zeiten gesehen. „Weil der Staat kein Geld hat, werden seit zwei Jahren nur noch die Löhne des Lehrpersonals bezahlt, für Unterhaltsarbeiten oder Weiterbildung reicht es nicht“, erzählt uns Schulleiter Nelinho Jluiäo Nhacumbe beim Gang über das Gelände. Und es ist unübersehbar: Ein Lastwagen, der vor Jahrzehnten auf deutschen Strassen unterwegs war, rostet neben einem lädierten Gabelstapler vor sich hin. (…).
VPOD-Magazin, 1.3.2020.
VPOD-Magazin > Mozambique. Berufsbildung. VPOD-Magazin, 2020-03-01.
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01.02.2020 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Daniel Lampart
Programm
SGB
Volltext
SGB -Jahresmedienkonferenz präsentiert Jahresschwerpunkte 2020. Solidarität als Voraussetzurig . Die zunehmend wirtschaftsliberale Ausrichtung der Schweizer Sozial- und Wirtschaftspolitik seit dem Mauerfall h-at die Schweiz entsolidarisiert. Daniel Lampart hat seine Analyse an der SGB-Jahrespresse-Konferenz vorgestellt. Ein gutes Jahrzehnt nach Ausbruch der Finanzkrise entwickelt sich die Wirtschaft wieder fragil. Dahinter stehen ähnliche soziale und ökonomische Ungleichgewichte, wie sie seinerzeit schon wesentlich zur Finanzkrise beigetragen haben. Wie beispielsweise der damalige IWF-Chefökonom Raghuram Rajan früh erkannte, waren die wirtschaftsliberale Doktrin und die Verschlechterungen, die damit für grosse Teile der US-Bevölkerung verbunden waren, ein wichtiger Treiber der Krise. Diese Probleme sind bis heute nicht ausgeräumt. Mittlerweile kommt der IWF auch für Deutschland und die Schweiz zum Schluss, dass die ungenügende Lohnentwicklung und das Anhäufen von Gewinnen in den Firmen schwer auf der Wirtschaft lasten - trotz Verbesserungen beim Mindestlohn. Auch ist heute weitgehend unbestritten, dass derartige ökonomische Probleme rechtspopulistische Strömungen befördern. Weihnachtsessen anno dazumal Die neoliberale Wirtschaftsdoktrin hinterliess auch in der Schweiz ihre Spuren, wenn auch weniger stark als in den USA oder in Deutschland. (…).
Daniel Lampart.
VPOD-Magazin, 1.2.2020.
Personen > Lampart Daniel. SGB. Programm. VPOD-Magazin, 2020-02-01.
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01.02.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
VPOD-Magazin

Abstimmung
Pass
Volltext
Referendum gegen private E-ID eingereicht. Fehlpass. Zum Kern der hoheitlichen Aufgaben gehört die Bescheinigung der Identität, ob in der realen oder in der virtuellen Wert. Das Referendum gegen die private Lösung bei der E-ID - auch vom VPOD unterstützt - ist eingereicht. Es mag Aufgaben geben, bei denen man eventuell geteilter Meinung sein kann darüber, ob sie zu jenen hoheitlichen gehören, die nur der Staat ausführen darf Unumstritten ist die Frage beim Gewaltmonopol. Und ebenso unumstritten müsste sie sein hinsichtlich der Ausgabe einer Bescheinigung über die Identität. Das ist im „“richtigen Leben“ so. Warum soll es im Internet anders sein? Auch dort sind wir, wie in den Strassen unserer Stadt, unterwegs: zum Einkaufen und zwecks anderer Dienstleistungen. Wir machen unsere Steuererklärung digital- und irgendwann werden wir wohl auch digital abstimmen und wählen, auch wenn dieses Projekt einstweilen auf Eis liegt. Schwache Kontrolle . Viele Internetdienstleistungen, besonders natürlich staatliche, erfordern den eindeutigen Nachweis der Identität. Im Vergleich mit anderen Ländern ist die Schweiz diesbezüglich in Rückstand geraten. Jetzt haben Bundesrat und Parlament eine Lösung erarbeitet, die der VPOD aber ablehnt. Im Gesetz über elektronische Identifizierungsdienste ist vorgesehen, dass der Staat die E-ID nicht selber herausgibt. Vielmehr sollen das sogenannte Identitätsdienstleister (IdP) wie die Swiss Sign Group tun, also private Anbieter. Vom Bund kommen bloss noch die Daten, während Versicherungen oder Banken das Passbüro spielen. (…).  VPOD Schweiz,1.2.2020.
VPOD-Magazin > Pass. Abstimmung. VPOD-Magazin, 2020-02-01.
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01.11.2019 Schweiz
Krankversicherungen
Personen
VPOD-Magazin
Reto Wyss
Krankenkassen-Prämien
Krankenversicherungen
Volltext
Prämienrunde 2020: Nicht nur gute Nachrichten. Einfach krank. Die Erhöhung der Krankenkassenprämien für nächstes Jahr ist direkt moderat. Mehr als eine Verschnaufpause dürfte das nicht sein - zu gross sind die ungerechten Verwerfungen im System. Die Prämienerhöhung fällt für das kommende Jahr moderat aus. Das ist zunächst vor allem für die Versicherten eine gute Nachricht. Die massiven Prämiensteigerungen der vergangenen Jahre standen im starken Kontrast zu einer Reihe wirksamer Kostendämpfungsmassnahmen. Jetzt haben die Krankenkassen endlich damit begonnen, ihre riesigen Reserven abzubauen und an die Versicherten zurückzugeben. Man ist sich aber weitgehend einig: Es ist wohl eher eine kleine Atempause denn eine anhaltende Trendwende, wie die bereits wieder nach oben korrigierte Kostenprognose für die kommenden Jahre deutlich macht. Bereits eine genauere Betrachtung der Prämienankündigung für 2020 fördert Unerfreuliches zutage. So basiert die vom BAG publizierte Zahl der durchschnittlichen Prämiensteigerung von 0,3 Prozent für Erwachsene auf der sogenannten mittleren Prämie. Da sich diese aus dem Durchschnitt aller gewählten Versicherungsmodelle und Wahlfranchisen ergibt, verschleiert sie die Nachteile, die solche Modelle für die Versicherten bringen. Insbesondere ist das deren höhere Kostenbeteiligung, welche die gegebene moderate Prämiensteigerung im Krankheitsfall sofort mehrfach aufzufressen droht. Betrachtet man aber - wie bis 2017 üblich - die Standardprämie (Grundmodell bei 300 Franken Franchise), so fällt die Prämiensteigerung für 2020 mit 0,8 Prozent schon  (…). Reto Wyss.
VPOD-Magazin, 1.11.2019.
Personen > Wyss Reto. Krankenkassen-Praemien. VPOD-Magazin, 2019-11-01.
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01.10.2019 Schweiz
VPOD Schweiz
VPOD-Magazin

Kongress
Volltext
Der 48. VPOD-Kongress findet am 8. und 9. November in St. Gallen statt. Marschhalt mit Bratwurst. Drei Positionspapiere, mehrere Gastbeiträge, allerhand Kleinarbeit an den Statuten sowie die obligaten . Wahlen: Das ist das Programm des VPOD-Kongresses Nummer 48, zu dem Anfang November gegen 400 Delegierte und Gäste in St. Gallen erwartet werden. Alle 4 Jahre treffen sich die Kongressdelegierten des VPOD, um die vergangene Periode Revue passieren zu lassen und Pflöcke und Leitplanken für die kommende zu setzen. 2011 in Bern stand beispielsweise das Bekenntnis im Mittelpunkt, dass die Gewerkschaft eben mehr ist als eine Versicherung: Der VPOD will in erster Linie in kollektiven Auseinandersetzungen für bessere Arbeits-bedingungen und einen guten Service public für alle streiten. Vor 4 Jahren, 2015 im Lausanner Beaulieu, verpflichtete sich der VPOD auf die Menschenrechte als „Kompass für gewerkschaftliches Handeln“. Temperatur genommen Mit einer Umfrage – „Kollegin, Kollege, wie geht es dir?“ - hat der VPOD in diesem Frühling und Sommer seiner Mitgliedschaft die Temperatur und den Puls genommen. Wie zufrieden sind die Leute mit ihrer Arbeitssituation? Wie gestresst, wie belastet, wie gesund? Wie flexibel müssen sie sein? Wie müde sind sie abends? Über 3‘000 Personen haben den Fragebogen ausgefüllt; die Ergebnisse und Erkenntnisse werden ebenfalls in St. Gallen präsentiert werden. Sie werden, so viel lässt sich jetzt schon sagen, gut zum Gastbeitrag der Soziologin (…).
VPOD Schweiz, 1.10.2019.
VPOD–Magazin > Kongress 2019. VPOD-Magazin, 2019-10-01.
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01.09.2019 Schweiz
SGB
VPOD-Magazin

Beschaffungswesen
Volltext
Revision des öffentlichen Beschaffungswesens: Jetzt sind die Kantone dran. Fairer beschaffen. Bei der Revision des öffentlichen Beschaffungswesens haben die Gewerkschaften Verschlechterungen yerhindern können. Das Leistungsortsprinzip bleibt bestehen. Der Ball liegt jetzt bei den Kantonen. Auch die Gemeinden haben Handlungsspielraurn. Das öffentliche Beschaffungswesen ist zentral für die Arbeitnehmenden, denn ein schlecht verfasstes Gesetz (BöB: Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen) kann dem Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor öffnen. Umso erfreulicher ist, dass es den Gewerkschaften und anderen NGO bei der Totalrevision des BöB gelungen ist, Verschlechterungen zu verhindern. Zufrieden ist der SGB insbesondere damit, dass öffentliche Pensionskassen nicht dem BöB unterstehen. Die Unterstellung wäre mit dem Prinzip der Parität in Konflikt geraten. Bewährtes Prinzip bleibt. Das Parlament hat entschieden, beim bewährten Leistungsortsprinzip zu bleiben. Das heisst: Ein Unternehmen, das sich um einen öffentlichen Auftrag bewirbt, muss die Lohn- und Arbeitsbedingungen am Ausführungsort einhalten. Wenn eine Firma aus dem Tessin also in Zürich eine Turnhalle baut, muss sie Löhne zahlen, wie sie auf dem Platz Zürich üblich sind. Hätte das Parlament - wie ursprünglich geplant – zum Herkunftsortsprinzip gewechselt, dann wären die Bedingungen am Firmensitz- oder Niederlassungsort massgeblich geworden. Das Tessiner Unternehmen hätte dann in Zürich mit Tessiner (…).  SGB, VPOD. .
VPOD-Magazin, 2019-09-01.
VPOD Magazin > Beschaffungswesen. VPOD-Magazin, 2019-09-01
Ganzer Text
01.09.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christine Flitner
Gleichstellung
Volltext
Der Frauenstreik war grossartig - jetzt wird der VPOD konkret. Das Momentum nutzen. Und jetzt: Wie weiter? Es gilt, den Schwung des Frauenstreiks zu nutzen und konkrete Gleichstellungsmassnahrnen jetzt umzusetzen. Der VPOD hat Schwerpunkte in seinen Kernbranchen gesetzt. Berauschend, friedlich, beglückend, solidarisch, kämpferisch, sonnig, anregend, berührend, lustvoll, vielfältig, bunt, respektvoll, ermutigend, historisch, kraftvoll, überwältigend, rührend, bewegend und verwegen - so war der Frauenstreik 2019. Und so wird er in Erinnerung bleiben. Eine halbe Million Frauen und Männer, die für mehr Gleichstellung auf die Strasse gehen! Jetzt kann wirklich niemand mehr übersehen, dass sich etwas tun muss in der Schweiz. Die Menschen auf der Strasse sind schon viel weiter als Politik und Arbeitswelt. Sie wollen sich nicht länger mit Arbeits- und Lebensbedingungen aus dem vergangenen Jahrhundert zufriedengeben. Und jetzt: Wie geht es weiter nach diesem einmaligen Erlebnis, dass uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird? Was bleibt? Und was kommt erst? In den nächsten Wochen und Monaten wird es darum gehen, konkrete Massnahmen zur Gleichstellung umzusetzen, sowohl auf politischer und als auch auf gewerkschaftlicher Ebene. Im Herbst finden an vielen Orten Lohnverhandlungen statt - die Löhne der Frauen müssen rauf. In den Lohnsystemen des öffentlichen Dienstes heisst das, auf die tiefen Lohnklassen zu fokussieren, in denen gewöhnlich mehr Frauen arbeiten. Davon (...).  Christine Flitner.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Flitner Christine. Gleichstellung. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.09.2019 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Elvira Wiegers
Arbeitskleider
Umkleidezeit
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Die Zeit läuft davon. Vor gut einem Jahr hat der VPOD Zürich die Kampagne „Umkleidezeit ist Arbeitszeit“ gestartet. Heute kämpft der VPOD schweizweit für die Einhaltung des Arbeitsgesetzes. Montag, 19. August 2019, 6-45 Uhr am Universitätsspital Zürich (USZ): Im strömenden Regen treffen sich Angestellte des USZ vor dem Haupteingang zum Lauf „Umkleidezeit“, Der Weg führt vom Eingang zur Garderobe und von dort schliesslich zum Einsatzort. Das USZ hatte im Sommer nicht nur ohne jeglichen Einbezug von Personal und Personalverbänden, sondern auch ohne seriöse Evaluierung der tatsächlichen Wegzeiten beschlossen, ab August eine Viertelstunde bezahlte Umkleidezeit zu gewähren. Auf den ersten Blick mag das gar nicht so schlecht aussehen. Nur: Erstens reicht eine Viertelstunde für viele Angestellte eindeutig nicht aus für den Kleiderwechsel und die notwendigen Wege auf dem Areal. Und zweitens wird die Massnahme, so wie sie einseitig beschlossen wurde, zu einer weiteren Verdichtung der Arbeitsabläufe führen. Mit dem Lauf machen Angestellte und VPOD deutlich, dass sie die aktuelle Lösung nicht widerstandslos schlucken werden. Die kreative Protestaktion gefiel; das Schweizer Fernsehen zeigte sie in der Sendung „Schweiz aktuell“. Spätestens seit Februar dieses Jahres ist in aller Deutlichkeit klar, dass Umkleidezeit in Spitälern bezahlte Arbeitszeit ist. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat dies in seiner Wegleitung zur Verordnung zum Arbeitsgesetz (ArG) explizit präzisiert. Elvira Wiegers, 
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Wiegers Elvira. Umkleiden. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.09.2019 Zürich
GDZ
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
GDZ
Geschichte
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Luft, Licht und Sex-Anzeigen. In der Zürcher Manegg ist in den letzten Jahren mit der Greencity ein neues Stadtquartier entstanden. Die GDZ AG hat ihren Standort 1988 dorthin verlegt. Jetzt hat sie ihn aufgeben müssen. 1898: Für den Druck des Volksrechts, der sozialdemokratischen Zeitung für Zürich, wird die Genossenschaftsdruckerei gegründet. Ihr erster Standort war an der Waldmannstrasse beim Bellevue. 1906 erwarb man an der Stauffacherstrasse, beim heutigen Ernst-Nobs-Platz, Liegenschaften: 1933 entstand dort ein Neubau in einem etwas klobigen Bauhausstil - heute im Erdgeschoss: das Café Nobs. Eine Festschrift von 1935 feiert die Eröffnung und jubelt, dass einstige Mangelprodukte jetzt vorhanden seien: „Luft, Licht und vor allem genügend Platz.“ Das Herzstück des Komplexes, der auch Redaktion und Administration des Volksrechts beherbergte, war die Rotationsdruckmaschine, eine „48-seitige, vier Platten breite Dreirollen-Maschine mit 2 Falzapparaten“, damals gewiss das Nonplusultra und in der Lage, innerhalb einer Stunde 60‘000 Zwölfseiter oder 13‘500 Achtundvierzigseiter auszuspucken, alles dreimal gefalzt. In der Akzidenzdruckerei wirkte - wiederum laut Festschrift – „gut geschultes Personal, das in technischer und geschmacklicher Beziehung versiert ist“. Das Offsetzeitalter beginnt bei der Genossenschaftsdruckerei 1958, das Computerzeitalter mit dem ersten Satzcomputer 1975. Schon 1974 hatte man sich aus dem Zeitungsdruck verabschiedet. (…). 
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Schlatter Christoph. GDZ. Geschichte. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.09.2019 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Arbeitskleider
Uniformen
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Zivile Uniformen haben sich im Lauf der Zeit entmilitarisiert und individualisiert. Von der Schlacht auf den Laufsteg. Die Übergänge zwischen Uniform und Berufskleidung verschwimmen zunehmend. Der Trend geht zu flexibleren Lösungen, von der militärischen Anmutung wendet man sich ab. Auch die meisten Mützen fielen. Was ist das eigentlich, eine Uniform? Eine Einheitskleidung, die Angehörige einer (mindestens ursprünglich) staatlichen Einheit in der Öffentlichkeit kenntlich macht. Wobei die „Einheit“ gleich wieder zu relativieren ist: Etwa im Militär sollen ja keineswegs alle tupfengleich aussehen; vielmehr muss die Uniform - anhand von Spaghetti, Nudeln und Eichenlaub - auch den Rang des Trägers sichtbar machen. Oder der Trägerin - aber historisch sind Uniformen eng mit dem männlichen Geschlecht verwachsen. Militär wird Mode. Ein grosser Umbruch in der Geschichte der Militäruniformen geschah um die Wende zum 20. Jahrhundert. Noch im Deutsch-Französischen Krieg I870/7I trugen die Armeen bunte Kleidung, rote Hosen etwa die Franzosen, die Preussen blaue Jacken. Dann erst, kurz nach I900, gingen die Truppen, zunächst in Kolonialkriegen, zu sand-, khaki- oder erdfarbenen Uniformen über, wie sie dann im Ersten Weltkrieg allgemein in Gebrauch waren. Kurz danach kamen die ersten Tarnmuster auf; die Deutsche Reichswehr führte I931 das Splittermuster ein; das ebenfalls häufige Fleckenmuster nennt man nach der Rinde des Baumes auch Platanenmuster. Beim Schweizer Militär, (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Arbeitskleider. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.09.2019 Zürich
Personen
VBZ
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Interview
Uniformen
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Interview mit Jürg Widmer, Leiter Betrieb und Vizedirektor VBZ. „Niemand mit offenem Hosenknopf“. Mit VBZ-Vizedirektor Jürg Widmer hat sich das VPOD-Magazin über theoretische und praktische Aspekte der neuen Uniform unterhalten. Für den Umgang mit falsch gewaschenen oder infolge Gewichtsveränderung unpassend gewordenen Teilen signalisiert die VBZ Kulanz. VPOD-Magazin: Warum, Jürg Widmer, braucht das VBZ-Fahrpersonal eigentlich überhaupt eine Uniform? Es soll ja nicht in erster Linie schön aussehen, sondern sicher und möglichst pünktlich durch die Stadt fahren. Jürg Widmer: VBZ-Direktor Guido Schoch hat das an der Medienkonferenz sehr gut auf den Punkt gebracht: Es geht um Identifikation des Personals mit dem Betrieb. Es geht aber auch um eine Botschaft gegenüber den Fahrgästen. Eine Uniform zeigt: Diese Person gehärt zur VBZ. Und darauflegen auch unsere Fahrgäste grossen Wert. Der SBB-Lokführer kommt auch in zivil. Der Lokführer steht, anders als der VBZ-Trampilot oder die -Busfahrerin, nicht direkt im Publikum. Zwischen ihm und den Fahrgästen sind einige Tonnen Lokomotive und eine Kupplung. Jene Mitarbeitenden, die direkt mit der Kundschaft zu tun haben, tragen auch bei den SBB eine Uniform. Bei unserem Personal spüre ich vielerorts Stolz: Stolz, die VBZ-Uniform tragen zu dürfen. Und dann gibt es noch jene Mitarbeitenden, die einfach froh darüber sind, dass die morgendliche Frage „Was ziehe ich heute an?“ entfällt. Fälle von verbaler und sogar körperlicher Gewalt gerade (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Uniformen. VBZ. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.07.2019 Schaffhausen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Frauenstreik
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Kleine Anfrage betr. Munotglöggli. Über der schönen Stadt Schaffhausen ganz zusserscht usse und änne am Rhy thront der Munot, die gewaltige Rundbastion. Seiner Bestimmung als Wehranlage gemäss hat man ihn nur einmal, 1799 in der sogenannten Franzosenzeit, gebraucht. Das danach stark ramponierte Bauwerk verkam zum Steinbruch. Dann aber trat ein weitsichtiger Zeichenlehrer auf den Plan, der Schaffhausen sein Wahrzeichen und dem Volkslied ein Sujet rettete. Der Turm ist bewohnt. Seit 1589 läutet der Munotwächter jeden Abend um 21 Uhr das Munotglöcklein. 5 Minuten lang. Von Hand. Dann werden die Stadttore geschlossen, und in den Wirtschaften wird der Zapfhahn zugedreht. Ganz so streng geht es heute natürlich auch in Schaffhausen nicht mehr zu. Aber das abendliche Läuten gehört immer noch zu den Pflichten des Munotwächters. Daneben kümmert er sich um das Damwildrudel, das im Munotgraben lebt und dessen Platzhirsch traditionell den Namen des Stadtpräsidenten trägt: Auf Felix folgten Max, Marcel, Thomas. Seit 2015 herrscht Peter. Das Munotamt ist seit 2017 in Frauenhand. Am Frauenstreiktag flatterte drum auf der Zinne nicht die städtische Fahne mit dem Schafbock, sondern eine lilane. Frech: Auch das abendliche Läuten blieb aus am 14. Juni 2019. Damit hat sich die Munotwächterin den Zorn und eine parlamentarische Anfrage von Frau Kobler, SVP, zugezogen: „Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, dass das Munotglöggli nicht für politische Zwecke missbraucht werden soll? Welche Fahnen dürfen auf (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstreik. Munot. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Pensionskasse
VPOD-Magazin
Stefan Giger
Natascha Wey
Pensionskassen
Reform
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Die Sozialpartner präsentieren eine Reform der zweiten Säule, die Teilzeiterinnen und kleinen Einkommen nützt. Ein Stück AHV im BVG. Erste Ernte des Frauenstreiks? Die Sozialpartner haben einen Vorschlag für die zweite Säule vorgelegt, der sich zumal au Teilzeitarbeitende und überhaupt auf geringe Einkommen positiv auswirkt. Ewiggestrig bleibt der Gewerbeverband: Er ist dagegen. Nach dem Scheitern des Projektes „Altersvorsorge 2020“, welches die erste und die zweite Säule gleichzeitig reformieren sollte, trennte der Bundesrat die beiden Geschäfte. Bei der AHV hält er an einer - wenn auch für Übergangsgenerationen kompensierten - Erhöhung des Frauenrentenalters fest. Mit der Reform des Pensionskassengesetzes BVG beauftragte er die Sozialpartner. Anfangs Juli haben der SGB, Travail.Suisse und der Schweizerische Arbeitgeberverband ihren Kompromiss vorgestellt und dem Bundesrat übergeben. Abseits steht der Gewerbeverband. Mängel erkannt. Das Pensionskassengesetz (Gesetz über die Berufliche Vorsorge, BVG) hat verschiedene Mängel. Der sogenannte Umwandlungssatz ist der Faktor, mit welchem aus dem Sparkapital die Altersrente berechnet wird. Der gesetzliche Umwandlungssatz von 6,8 Prozent entspricht nicht mehr der heutigen Lebenserwartung. Die meisten Pensionskassen haben - bei viel höheren Sparbeiträgen, daher BVG-konform - längst viel tiefere Sätze in ihren Reglementen stehen (5 Prozent und weniger). Der gesetzliche (…). Natascha Wey, Stefan Giger.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Wey Natascha. Pensionskassen. Reform. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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