Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 179

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.07.2019 Schaffhausen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Frauenstreik
Volltext
Kleine Anfrage betr. Munotglöggli. Über der schönen Stadt Schaffhausen ganz zusserscht usse und änne am Rhy thront der Munot, die gewaltige Rundbastion. Seiner Bestimmung als Wehranlage gemäss hat man ihn nur einmal, 1799 in der sogenannten Franzosenzeit, gebraucht. Das danach stark ramponierte Bauwerk verkam zum Steinbruch. Dann aber trat ein weitsichtiger Zeichenlehrer auf den Plan, der Schaffhausen sein Wahrzeichen und dem Volkslied ein Sujet rettete. Der Turm ist bewohnt. Seit 1589 läutet der Munotwächter jeden Abend um 21 Uhr das Munotglöcklein. 5 Minuten lang. Von Hand. Dann werden die Stadttore geschlossen, und in den Wirtschaften wird der Zapfhahn zugedreht. Ganz so streng geht es heute natürlich auch in Schaffhausen nicht mehr zu. Aber das abendliche Läuten gehört immer noch zu den Pflichten des Munotwächters. Daneben kümmert er sich um das Damwildrudel, das im Munotgraben lebt und dessen Platzhirsch traditionell den Namen des Stadtpräsidenten trägt: Auf Felix folgten Max, Marcel, Thomas. Seit 2015 herrscht Peter. Das Munotamt ist seit 2017 in Frauenhand. Am Frauenstreiktag flatterte drum auf der Zinne nicht die städtische Fahne mit dem Schafbock, sondern eine lilane. Frech: Auch das abendliche Läuten blieb aus am 14. Juni 2019. Damit hat sich die Munotwächterin den Zorn und eine parlamentarische Anfrage von Frau Kobler, SVP, zugezogen: „Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, dass das Munotglöggli nicht für politische Zwecke missbraucht werden soll? Welche Fahnen dürfen auf (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstreik. Munot. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Pensionskasse
VPOD-Magazin
Stefan Giger
Natascha Wey
Pensionskassen
Reform
Volltext
Die Sozialpartner präsentieren eine Reform der zweiten Säule, die Teilzeiterinnen und kleinen Einkommen nützt. Ein Stück AHV im BVG. Erste Ernte des Frauenstreiks? Die Sozialpartner haben einen Vorschlag für die zweite Säule vorgelegt, der sich zumal au Teilzeitarbeitende und überhaupt auf geringe Einkommen positiv auswirkt. Ewiggestrig bleibt der Gewerbeverband: Er ist dagegen. Nach dem Scheitern des Projektes „Altersvorsorge 2020“, welches die erste und die zweite Säule gleichzeitig reformieren sollte, trennte der Bundesrat die beiden Geschäfte. Bei der AHV hält er an einer - wenn auch für Übergangsgenerationen kompensierten - Erhöhung des Frauenrentenalters fest. Mit der Reform des Pensionskassengesetzes BVG beauftragte er die Sozialpartner. Anfangs Juli haben der SGB, Travail.Suisse und der Schweizerische Arbeitgeberverband ihren Kompromiss vorgestellt und dem Bundesrat übergeben. Abseits steht der Gewerbeverband. Mängel erkannt. Das Pensionskassengesetz (Gesetz über die Berufliche Vorsorge, BVG) hat verschiedene Mängel. Der sogenannte Umwandlungssatz ist der Faktor, mit welchem aus dem Sparkapital die Altersrente berechnet wird. Der gesetzliche Umwandlungssatz von 6,8 Prozent entspricht nicht mehr der heutigen Lebenserwartung. Die meisten Pensionskassen haben - bei viel höheren Sparbeiträgen, daher BVG-konform - längst viel tiefere Sätze in ihren Reglementen stehen (5 Prozent und weniger). Der gesetzliche (…). Natascha Wey, Stefan Giger.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Wey Natascha. Pensionskassen. Reform. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
ILO
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schwarze Liste rauf und runter. Die Normenkommission der ILO pflegt die 25 Länder, die am gröbsten gegen ILO-Kernarbeitsnormen verstossen, auf einer schwarzen Liste zu führen. Es war keine geringe Sensation, als kurz vor Beginn der 108. ILO-Konferenz die Schweiz auf dieser Liste auftauchte, wo man sonst Länder wie Weissrussland oder Sierra Leone findet. Ausgerechnet der Gastgeberstaat der ILO. Und ausgerechnet zum 100-lahr-Iubiläurn. Der Grund ist altbekannt: Die Schweiz hat seit Jahren die von ihr ratifizierte ILO-Konvention 98 nicht umgesetzt, die Arbeitnehmende vor gewerkschaftsfeindlicher Kündigung schützen soll, also etwa gewählte Personaldelegierte oder Vertreterinnen in Pensionskassen davor, dass man sie mit blosser Kündigungsdrohung „gefügig“ macht. Wenn man Organisierte einfach so rausschmeissen kann, lässt sich die Entstehung und/oder die Wirksamkeit von Gewerkschaften schon im Ansatz untergraben. Die Aufforderung der ILO, die Maximalstrafe für missbräuchliche antigewerkschaftliche Kündigung von heute 6 auf wenigstens 12 Monatslöhne heraufzusetzen und in extremen Fällen - analog zum Gleichstellungsgesetz - die Wiedereinstellung vorzusehen, blieb seit Jahren unberücksichtigt, trotz mehrfachen Nachhakens der Gewerkschaften. Der Paukenschlag hatte nun aber Wirkung: Bundesrat Guy Parmelin schlug in der lange hängigen Frage eine Mediation zwischen den Sozialpartnern vor. Aus Sicht von SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano ist der Vorgang ein gutes Beispiel (…).  Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. ILO. Kuendigungsschutz. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
SEV
Volltext
Der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, wird 100 Jahre alt. Historische Weichenstellungen. Erst 100 Jahre? Die Frage ist berechtigt, denn die Eisenbahnangestellten hatten sich längst vor 191'9 zu Verbänden zusammengeschlossen. Der Landesstreik brachte die Einheit. Der VPOD gratuliert der Service-public-Schwester herzlich. „Das ist halt historisch so gewachsen.“ Diese Antwort erhält auch im VPOD häufig, wer Sinn oder Unsinn von Strukturen und Ritualen anspricht. Auch der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ist eine Traditionsgewerkschaft. Vorläuferorganisationen bestanden schon seit den 1870er Jahren. Erst 1919 fanden sich vier Verbände zusammen. In dieser Vorgeschichte liegt etwa auch die Erklärung dafür, dass auch noch im heutigen SEV die Unterverbände ein starkes Eigenleben besitzen. Vergiftetes Geschenk. Zwischen einem Lokführer und einem Rangierarbeiter, zwischen dem Stationsvorstand und dem Heizer bestanden in der Frühzeit der Eisenbahn gewichtige Rang- und Milieuunterschiede - allein schon darin, wie schmutzig die Hände und Hemden bei der Arbeit wurden. Daher brauchte es mehrere Anläufe und letztlich die kollektive Erfahrung des Landesstreiks, (fast) alle Bähnler in einem Verband zusammenzubringen. Denn (fast) alle hatten in jenen Novembertagen 1918 dazu beigetragen, dass die Schweiz stillstand. Die zentrale Figur für die Einigung und für den Beitritt des SEV zum SGB war Emil Düby, Als SP-Vertreter sass Düby ab 1917 in drei(…).
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. SEV. Jubilaeum. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Annette Hug
Frauenstreik
Volltext
Streiken, um streiken zu können. In den Tagen nach dem Streik kommen die wirklich schönen Fotos auf den digitalen Pinnwänden von Freundinnen. Die ersten Eindrücke werden gefiltert, wir ziehen ein Fazit. Nicht alle dasselbe. Fast jede Zeitung versucht sich an der historischen Einordnung. Das Beste: Gleich nach dem Frauenstreik beginnt die Umsetzung in verschiedensten Gremien. Kaum eine Entscheidung, die irgendetwas mit Frauen und Männern zu tun hat, bleibt unberührt von der Wucht dieses Aufruhrs. So kann daraus Macht werden. Und während in Parlamenten, Vorständen, in Personalkommissionen und GAV-Verhandlungen die konkreten Konsequenzen aus dem Streik formuliert und hoffentlich gezogen werden, geht das Sammeln von Bildern weiter. Denn ganz verstanden, was da abgegangen ist, haben wir noch nicht, ich jedenfalls bin noch etwas in der Schwebe. Wie schon 1991 ist ätzend oft die Frage aufgetaucht, ob das, was Frauen da machen, überhaupt ein richtiger Streik sei. Die Frage ist ärgerlich, aber nicht blöd. Sie hat System, das heisst, sie verrät viel über das System, aus dem sie stammt. Das erste Mal, als mir etwas von diesem System aufging, war in den Jahren vor dem ersten Frauenstreik. An den Schulen mobilisierten wir für die Abschaffung der Schweizer Armee. In diesem „Wir“ gab es Helden, und das waren nur Männer. Sie sassen damals noch Gefängnisstrafen von zwei bis fünf Monaten ab, wenn sie den Militärdienst verweigerten und keine psychische Krankheit vorschoben. Weil Frauen (…). Anette Hug.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Hug Anette. Frauenstreik. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schaffhausen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Frauenstreik
Volltext
Schaffhausen: Ein politisches Bad im kalten Rhein und bewegende Reden. Hühnerhaut und Rosenblätter. Der Frauenstreik war nicht nur in den Zentren. Stellvertretend für viele mittlere und kleinere Orte ein Bericht aus Schaffhausen: Der vom VPOD-Magazin in die alte Heimat entsandte Redaktor wird mit Rosenblättern beworfen und bekommt Hühnerhaut. Cutis anserina, Dermatospasmus oder Piloerektion ist eine vom vegetativen Nervensystem gesteuerte Kontraktion der Haarbalgmuskeln, die ein Aufrichten der Körperhaare bewirkt. Man kennt die Erscheinung als Gänsehaut, in der Schweiz als Hühnerhaut: sie kann körperliche oder psychische Auslöser haben. Wohl vorab körperliche bei den drei Dutzend Frauen, die sich mitsamt ihren Pussyhats mutig ins nur gut I5 Grad warme Wasser des Rheins warfen. Und zwar im Mannehägli der Rhybadi, im oberen Teil der ältesten Kastenbadeanstalt der Schweiz. Die reiferen unter den Schwimmerinnen erinnern sich, dass früher Frauen hier nicht zugelassen waren; sie mussten weiter unten im deutlich kürzeren Frauenhägli im Kiel- und Abwasser der Männer schwimmen. Auch auf dem Fronwagplatz wird des zähen Ringens gedacht, das in der Schweiz jeglichem Fortschritt in der Sache der Frau voranzugehen pflegt, unter anderen von der Schaffhauser VPOD-Präsidentin Nella Marin. Ein Strassentheater illustriert die Historie mit Bildern, Trommelschlägen und Rosenblättern. Punkto Frauenrechte habe unser Land das gesamte 20. Jahrhundert hindurch das (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstreik Schaffhausen. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.06.2019 Schweiz
ILO
VPOD-Magazin

ILO
Kündigungsschutz
Volltext
ILO: Schweiz von schwarzer Liste gestrichen. (SGB). Aufgrund von Signalen von Bundesrat Guy Parmelin ist die Schweiz wieder von der schwarzen Liste der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) genommen worden. Der SGB hat diesem Vorgehen zugestimmt, weil er die Chance sieht, den Kündigungsschutz jetzt endlich zu verbessern. Bundesrat Guy Parmelin zeigt den Willen den Schutz vor missbräuchlicher Kündigung von gewerkschaftlich aktiven Arbeitnehmenden zu verstärken. Er will neu unter Einbezug der Expertinnen und Experten der Internationalen Arbeitsorganisation ILO eine Mediation zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften durchführen. Ziel ist es, in Jahresfrist Lösungsvorschläge auszuarbeiten, mit denen der Kündigungsschutz auf das von den ILO-Konventionen geforderte Niveau gehoben werden kann. Aufgrund dieses Vorschlags von Bundesrat Parmelin hat heute der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) zugestimmt, die Schweiz von der schwarzen Liste fehlbarer Länder zu streichen. Er sieht eine reelle Chance, das Schweizer Kündigungsrecht endlich den völkerrechtlichen Normen anzupassen. Bereits 2003 hatte der SGB eine Beschwerde gegen die Schweiz eingereicht, wegen Nicht-Einhaltung der ratifizierten Konventionen. Seither wurde die Schweiz wiederholt von der ILO gerügt. Doch der Bundesrat weigerte sich, die ILO-Empfehlungen umzusetzen. Er war dabei immer den Schweizer Arbeitgebern gefolgt, die eine Verbesserung des Kündigungsschutzes von Mitgliedern von (…).
SGB, 1.6.2019.
VPOD-Magazin > Kuendigungsschutz. ILO. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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01.06.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
AHV
VPOD-Magazin

Abstimmung
AHV
Volltext
Die Versüssung mit AHV-Milliarden brachte die Steuersenkungsvorlage durch die Volksabstimmung. Keine Überraschung: Versüsste Steuersenkungsvorlage STAF gutgeheissen. Ein. Ja zur AHV. Der VPOD bedauert den Ausgang der Volksabstimmung über die STAF-Vorlage. Den Ausschlag zum Ja gab die Finanzspritze für die AHV. Der Kampf gegen kantonale Spar- und Abbaupakete geht weiter. „Es war die AHV, du Dummkopf“: So lässt sich das Zweidrittel-Ja zur AHV-Steuervorlage STAF erklären. Steuersenkungen, die noch vor einem Jahr Schiffbruch erlitten hatten, wurden mit den 2 Milliarden mehrheitsfähig versüsst und über die Hürde der Volksabstimmung gelupft. Der VPOD war eine der massgebenden Kräfte des Referendums und hatte entscheidend zum Zustandekommen der Unterschriften beigetragen. Eine Armee von Goliaths. Die Zustimmung an der Urne erklärt sich für den VPOD aus zwei Gründen. Das Ja-Lager umfasste nicht nur alle Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, sondern auch fast alle politischen Parteien, dies unter aktivster Unterstützung durch den Bundesrat. Die Befürworterschaft konnte mindestens 100 Mal höhere Mittel für das Referendum einsetzen. Eine flächendeckende Ja-Kampagne mit unzähligen Plakaten, Inseraten, Videobotschaften und Online-Werbung überzog das Land. Selten gab es in einer Abstimmungskampagne ein ähnlich krasses Ungleichgewicht der eingesetzten Mittel. Es war ein Kampf Davids gegen eine Armee von Goliaths. Zweiter und Hauptgrund war aber die (…).
VPOD Schweiz, 1.6.2019.
VPOD-Magazin > AHV. Abstimmung. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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01.06.2019 Schweiz
AHV
VPOD-Magazin

AHV-Renten
Volltext
Bundesrat ergreift Massnahmen gegen die Probleme der älteren Arbeitnehmenden. Besserer Übergang. Der SGB und der VPOD anerkennen: Wichtige Fortschritte für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat der Bundesrat jetzt auf den Weg gebracht. Ein Teil der Massnahmen ist aber zu zaghaft. Von den neuen Massnahmen des Bundesrates stösst namentlich die Überbrückungsrente auf den Beifall der Gewerkschaften: Sie gibt älteren ausgesteuerten Arbeitslosen neu eine gewisse Sicherheit und verhindert deren Abgleiten in die Sozialhilfe. Und sie sorgt dafür, dass die Betroffenen nicht schon vor dem ordentlichen Rentenalter auf ihre Altersvorsorgeguthaben zurückgreifen müssen. Der SGB bedauert allerdings, dass diese Massnahme erst ab 60 und nicht bereits ab 58 Jahren gilt und dass der Bundesrat beim Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende keine Verbesserungen vorschlägt. Immerhin: Die Überbrückungsrente trägt dazu bei, dass weniger Menschen in der Sozialhilfe landen, die dort nicht hinpassen, weil für sie die Wiederintegration ins Erwerbsleben nur noch theoretischer Natur ist. Richtige Richtung. Weitere Massnahmen im Bereich der Vermittlung und der Aus- und Weiterbildung gehen, wenn auch zu zaghaft, in die richtige Richtung, die auch von der VPOD-Verbandskommission Sozialbereich skizziert wurde: kostenlose Standortbestimmung, Potenzialanalyse und Laufbahnberatung für Arbeitnehmende ab 40, konsequente Anrechnung von Aus- und Weiterbildungen, Impulsprogramm, (...). .
VPOD Schweiz, 1.6.2019.
VPOD-Magazin > AHV-Renten.VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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01.06.2019 Schweiz
Arbeitsgesetz
VPOD-Magazin

Arbeitsgesetz
Haushalthilfen
Volltext
Gutachten belegt: Arbeitsgesetz gilt auch im Privathaushalt. Im Auftrag des VPOD hat der Basler Rechtsprofessor Kurt Pärli die Frage nach der Anwendbarkeit des Arbeitsgesetzes auf Arbeitstätigkeiten in Privathaushalten begutachtet. Sein Fazit: Personalverleiher, die Arbeitnehmende in Privathaushalte schicken, müssen sich an das Arbeitsgesetz halten. Der Grossteil der Arbeitsverhältnisse in der 24-Stunden-Betagtenbetreuung verletzt also das Arbeitsgesetz. Auch das Nachrichtenmagazin „10 vor 10“ berichtete jüngst über die verbreiteten Missstände. Seit Jahren kämpft der VPOD mit seinem Netzwerk Respekt für würdige Arbeitsbedingungen in der Betagtenbetreuung in Privathaushalten. 24-Stunden-Betreuung ist hoch problematisch, weil sie die Betreuenden zeitlich und damit auch körperlich und psychisch überbeansprucht. Typischerweise sind die Betreuerinnen - häufig aus Ostmittel- oder Osteuropa stammende Frauen - mehrere Wochen lang rund um die Uhr für die betagten Menschen im Einsatz. Während dieser Zeit werden ihnen in der Regel lediglich 4 bis 5 Stunden Freizeit pro Woche gewährt. was zu sozialer Isolation führt. Tägliche verbindliche Ruhezeiten ohne Rufbereitschaft und eine faire Entlöhnung der Arbeits- und Präsenzzeiten sind für würdige Arbeitsbedingungen elementar. Laut Kurt Pärli müssen sich Personalverleiher, die Arbeitnehmende in Privathaushalte vermitteln, an das Arbeitsgesetz halten. Dies würde verbindliche Ruhe- und Höchstarbeitszeiten bedeuten. Der VPOD ist erfreut, dass nun auch (...).
VPOD Schweiz, 1.6.2019.
VPOD-Magazin > Arbeitsgesetz. Haushalthilfen. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
Ganzer Text
01.06.2019 Schweiz
ILO
Personen
VPOD-Magazin
Luca Cirigliano
Briefmarke
ILO
Jubiläum
Volltext
100-Jahr-Jubiläum der ILO wird gross gefeiert - aber von Peinlichkeit überschattet. Schweiz auf schwarzer Liste. Die älteste UNO-Organisation, die ILO (International Labour Organisation) wird 100. Die Schweiz als Erstunterzeichnerin und Gaststaat feiert mit. Und gerät selber auf eine schwarze Liste mit Ländern wie Weissrussland und Sierra Leone. 100 Jahre Völkerrecht für die Arbeitnehmenden: Die Internationale Arbeitsorganisation ILO (oder IAO) feiert dieses Jahr Geburtstag. Die Schweiz war bei der Gründung nach dem Ersten Weltkrieg mit dabei. Und sie ist Gaststaat, denn die ILO hat ihren Sitz in Genf und ist dort die grösste UN-Arbeitgeberin der Stadt. Die Schweiz bewirbt sich dieses Jahr um das Präsidium der Arbeitskonferenz, wo es um sehr viel gehen wird. Kurz: Die Schweiz engagiert sich stark im Rahmen des Jubiläums. Aus der Portokasse. Umso wichtiger ist es, dass die Schweiz das Völkerrecht, die Grundrechte, welche von der ILO statuiert werden, auch umsetzt. Das ist bis heute nicht der Fall - im Gegenteil: Die ILO hat die Schweiz bereits 2004 aufgefordert, den Schutz vor missbräuchlicher Kündigung in Art. 336a des Obligationenrechts zu ändern, weil die dortige Bestimmung der ILO-Konvention 98 nicht entspricht. Die heute maximal möglichen mickrigen 6 Monatslöhne an Entschädigung reichen nicht für einen effektiven Schutz der Arbeitnehmenden aus. In der Realität sind es oft nur 2 bis 3 Monatslöhne, die grössere Firmen aus der Portokasse zahlen können. Die ILO verlangte damals, die maximale (…). Luca Cirigliano.
VPOD-Magazin, 1.6.2019.
Personen > Cirigliano Luca. ILO. Jubiläum. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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01.04.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Natascha Wey
Frauenstreik
Volltext
Der VPOD organisiert den Frauenstreik am 14. Juni online und offline. Vom Liken zum Streiken. Die Mobilisierung für den Frauenstreik nimmt Fahrt auf. Kollektive haben sich gebildet, Manifeste werden geschrieben, Streikideen vorbereitet. Auch der VPOD ist an der Organisation des 14. Juni an vorderster Front dabei. Das Interesse am geplanten Frauenstreik (oder: „Frauen*streik“, siehe unten) ist riesig. Am 14. Februar haben wir vom VPOD unseren Aufruf www.frauenstreikI9.ch lanciert. Seither haben sich gegen 4‘000 Interessierte eingetragen; sie möchten Infos, sie wollen sich engagieren, sie haben Geld gespendet - oder alles zusammen. Erfreulich: Es sind auch viele Noch-nicht-Mitglieder aus VPOD-Branchen dabei, die sich einbringen möchten. Willkommen im Club! Das VPOD-Frauenstreikteam ist daran, die Streikwilligen in Absprache mit den Regionen zu kontaktieren und sie zu unterstützen, damit der 14. Juni ein grosser Erfolg wird. Parallel dazu liefern wir Grundlageninformationen. Zum Ablauf am fraglichen Freitag sind bereits einige Elemente fix: Um 11 Uhr soll es in der gesamten Schweiz einen gemeinsamen Moment geben, an dem Aktionen, Flashmobs oder sonstige Proteste laut werden. Um 15.30 Uhr ist dann für alle Frauen Arbeitsschluss. Dieser Zeitpunkt gilt, weil Frauen immer noch 20 Prozent weniger verdienen und daher, auf einen 8-Stunden Tag gerechnet, ab 15.24 Uhr gratis arbeiten. Gegen Abend wird es dann an vielen Orten Demos und Feste geben. Ist der Streik erlaubt? „Dürfen wir überhaupt streiken?“, möchten viele wissen. Dazu haben VPOD-Gleichstellungssekretärin Christine Flitner und VPOD-Generalsekretär Stefan Giger ein Merkblatt ausgearbeitet (zu finden unter www.vpod.ch). Um es vorwegzunehmen: (…). Natascha Wey.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wey Natascha. Frauenstreik. VPOD. VPOD-Magazin, 2019-04-01
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01.04.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
VPOD-Magazin
Elvira Wiegers
Umkleidezeit
Volltext
Umkleidezeit wird Arbeitszeit - die VPOD-Kampagne gewinnt an Fahrt. Ganz in Weiss. Die Forderung des VPOD, dass Umkleiden bezahlte Arbeitszeit ist, wird inzwischen nicht mehr bestritten. Einige Betriebe haben bereits mit der Umsetzung begonnen. Das Geschäft mit der Gesundheit brummt. Hunderte von Millionen von Franken werden in Neubauten mit todschicken Inneneinrichtungen gepumpt. Hier ein neues Bettenhaus, dort ein Ambulatorium. Das Geld dafür scheint in Hülle und Fülle vorhanden zu sein. Fehlen tut es dann an einem anderen Ort, nämlich in den Taschen des Personals. Hier wird gespart und geschmürzelt, ungeachtet der Tatsache, dass fast 40 Prozent des Gesundheitspersonals wieder aus dem Beruf aussteigen und dass permanenter Personalmangel für immer mehr Stress bei jenen sorgt, die den Bettel noch nicht hingeschmissen haben. Der berühmte Tropfen. Das Gesundheitspersonal hat die kontinuierliche Verschlechterung seiner Arbeitsbedingungen in der Vergangenheit meist ohne Murren hingenommen - bis der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte. Im Fall des Universitätsspitals Zürich (USZ) war es die Ankündigung eines neuen Garderobensystems, das zu noch längeren Umkleide- und Wegzeiten führen wird. Im USZ hat denn auch im vergangenen September die Kampagne „Umkleidezeit ist Arbeitszeit“ ihren Anfang genommen. Das grosse und anhaltende Medienecho hat dazu beigetragen, dass die Kampagne relativ schnell auch in anderen Regionen lanciert werden konnte:(…).
Elvira Wiegers.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wiegers Elvira. Umkleidezeit. VPOD-Magazin, 2019-04-01.
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01.04.2019 Freiburg
Personen
Spitäler
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Spital
Streik
Volltext
Freiburg: So geht Streik. Die Freiburger Kolleginnen und Kollegen haben die Expertise: Sie haben letztes Jahr im Mai vorgemacht, wie sich im Gesundheitswesen streiken lässt. Wolfgang Müller, Präsident der VPOD-Verbandskommission Gesundheit, schilderte den Hintergrund der Mobilisierung: Das Spitalpersonal sollte aus dem kantonalen Personalrecht ausgestossen werden - Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aus Spargründen. Es war nur wenig Zeit, also berief man sofort eine Versammlung ein, zu der 140 Leute erschienen. Streik? Oder eher Aktionstag? Bewusst liess man diese Frage in der Schwebe. Bei manch einer Pflegekraft stösst ja das Wort „Streik“ erst einmal auf Widerstand. „Wir werden doch nicht unsere Patientinnen und Patienten im Stich lassen“, lautet oft die erste Reaktion. Das verlangt auch gar niemand. Um 6 Uhr morgens am fraglichen Tag wurden an allen 6 Standorten des Spitals Freiburg einschliesslich Psychiatrie je zentrale Streikposten eingerichtet, die als Café, als Biwak, als Drehscheibe funktionierten; den ganzen Tag über versammelten sich dort Leute. Um 11.30 Uhr gab's Versammlungen mit Reden vor Ort, am Abend war eine Gesamtdemo in der Innenstadt, auf die allerdings der heftigste Gewitterregen niederprasselte, den Freiburg seit Langem gesehen hatte. Der Wirkung tat das keinen Abbruch. Die Motion, die dem Gesundheitspersonal an den Kragen wollte, wurde im Parlament vertagt. Als sie im November erneut angesetzt war, drohte das Personal mit einem weiteren Streiktag. (...). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Spital Freiburg. Streik. VPOD-Magazin, 2019-04-01.
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01.03.2019 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Die fehlenden Fortschritte bei der Lohngleichheit sind ein Grund für den Frauenstreik. Der grosse Unterschied. Von wegen „kleiner Unterschied“: Die Differenz zwischen Männerlöhnen und Frauenlöhnen will nicht weggehen. Unter anderem darum rufen die Gewerkschaften mit vielen weiteren Organisationen für den 14. Juni zum Frauenstreik (oder: „Frauen=streik“) auf. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Dass Frauen, die die Männer bezüglich Bildung inzwischen überholt haben, immer noch rund einen Fünftel weniger verdienen als diese, ist skandalös. Es braucht dringend griffige Massnahmen gegen die Diskriminierung der Frauen im Erwerbsleben. Dafür wird auch am 14. Juni gekämpft. 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der soeben veröffentlichten Lohnstrukturerhebung 19,6 Prozent weniger verdient als Männer. Auch der „erklärbare“ Unterschied ist inakzeptabel: Frauen sind im Tieflohnbereich übervertreten, sie wählen Teilzeitjobs und prekäre Beschäftigungen, um Zeit für unbezahlte Care-Arbeit zu haben - während Männer die Lohnleiter hochklettern. Nötig sind darum unter anderem existenzsichernde Mindestlöhne, eine generelle Verkürzung der Lebens-, Jahres- und Wochenarbeitszeit sowie Investitionen in den Service public - damit die unbezahlte Arbeit nicht mehr grösstenteils auf den Frauen lastet. Ankommen im 21. Jahrhundert. (…). SGB.
VPOD-Magazin, 1.3.2019.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2019-03-01.
Ganzer Text
01.03.2019 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Vasco Pedrina
Osthilfe
Volltext
Die sogenannte Kohäsionsmilliarde an die EU gibt auch innerhalb der Linken zu reden. Ein Akt der Solidarität. Derzeit berät das Parlament über einen zweiten Entwicklungsbeitrag an ausgewählte EU-Staaten. 1,3 Milliarden Franken, von denen der grösste Teil in Länder mit autoritären Regimes fliesst? Die Autoren sehen die zweite „Kohäsionsmilliarde“ als Unterstützung der sozial Schwachen. 2006, unmittelbar nach der EU-Osterweiterung, haben die Schweizer Stimmberechtigten dem sogenannten Erweiterungsbeitrag zugestimmt: 1 Milliarde Franken auf 10 Jahre zur Verringerung des sozialen Gefälles zwischen West- und Osteuropa. Jetzt steht eine zweite Zahlung von I.3 Milliarden Franken zur Debatte. Die SVP ist sowieso dagegen. Einige Linke begründen ihr Nein mit den politischen Entwicklungen in den ostrnittel- und osteuropäischen Ländern. Es darf doch nicht sein, sagen sie, dass die Schweiz mit viel Geld Regierungen wie die polnische oder die ungarische unterstützt, welche Menschenrechte und demokratische Grundregeln mit Füssen treten. Nur lupenreine Demokratien? Auch die Gewerkschaften sind besorgt über diese Entwicklungen. Mit dem zweiten Beitrag sollen in diesen Ländern jedoch die Zivilgesellschaft und die sozial benachteiligten Schichten der Gesellschaft unterstützt werden - und nicht die fragwürdigen Regierungen. Ginge es nach der Logik der radikalen Linken, wäre die Schweiz gezwungen, drei Viertel ihrer Entwicklungszusammenarbeit weltweit zusammenzustreichen. Denn diese f…). Vasco Pedrina.
VPOD-Magazin, 1.3.2019.
Personen > Pedrina Vasco. Osthilfe. VPOD-Magazin, 2019-03-01.
Ganzer Text
01.12.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
VPOD-Magazin

Selbstbestimmungs-Initiative
Steuersenkungen
Überwachung
Volltext
Wichtiges Verdikt des Stimmvolks gegen die „Selbstbestimmungsinitiative“ der SVP. Keine Diktatur der Mehrheit. Der wichtigste Entscheid der November-Abstimmungen: Die „Fremde Richter“-Initiative ist deutlich durchgefallen. Bei den Versicherungsspionen waren unsere Argumente nicht ausreichend vermittelbar. Wegweisend ist das Berner Nein zu Steuersenkungen. Die Bilanz des Abstimmungswochenendes ist, wie so oft, zwiespältig. Am wichtigsten ist ohne Zweifel der erfreuliche Befund, dass die SVP mit ihren grobschlächtigen Initiativen offenbar zunehmend nur noch die eigene Klientel erreicht. Trotz anfänglichem Schmusekurs mit nahezu CVP-orangen Plakaten, trotz üblem, teilweise antisemitisch gefärbtem Kampf in letzter Minute (zweimal 20 Minuten-Umhüllung) haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verstanden: Die Initiative war ein direkter Angriff auf die Europäische Menschenrechtskonvention. Der SGB betont, dass mit dem Nein dazu auch die Arbeitnehmerrechte gestärkt sind. „Das Volk“ hat gesprochen. Bei einem Urteil „Strassburgs“ gegen die Ausschaffung eines verurteilten Straftäters mit ausländischem Pass lag die ursprüngliche Motivation von SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt für seine Initiative. Sie zielte letztlich nicht nur auf den Menschenrechtsgerichtshof, nicht nur auf „fremde“, sondern auch auf eigene Richterinnen und Richter, überhaupt auf die Gewaltentrennung. Ihr schwebte eine Demokratie als „Diktatur der Mehrheit“ vor, in der „das Volk“ über allem steht und (…).
VPOD Schweiz, 1.12.2018.
VPOD-Magazin > Abstimmungen Schweiz. VPOD-Magazin, 2018-12-01.
Ganzer Text
01.12.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Generalstreik
Veranstaltung
Volltext
Die Gewerkschaften feiern in Olten das 100-Jahr-Jubiläum des Landesstreiks auf würdige Weise. Klassentreffen. Das eigentliche gewerkschaftliche Streikjubiläum wurde in einer Werkhalle in Olten gefeiert und war ein grosses Treffen der Arbeiterklasse. Mustergültig war der Proporz bei den Redebeiträgen, spritzig bis anrührend das Rahmenprogramm. Der Ort war gut gewählt: Die historischen SBB-Werkhallen versprühen genau den rauen industriellen Charme, den ein solches Event benötigt. Und sie stehen in Olten, wo am 14. Februar 1918 das Oltener Aktionskomitee gegründet wurde, das später den Landesstreik ausrief und diesen drei Tage später abwürgen musste. Der 10. November, Datum des Jubiläumsfests 2018, war 1918 der Tag der vom Militär aufgelösten Kundgebung auf dem Zürcher Münsterhof, bei dem unter immer noch ungeklärten Umständen (Heckenschuss? Querschläger?) ein Soldat ums Leben kam. Es war auch der Tag, an dem das Oltener Aktionskomitee zum unbefristeten landesweiten Streik aufrief. Nie wieder! Rund 1400 Personen versammelten sich 100 Jahre später an einem Samstagnachmittag, um derer zu gedenken, denen wir heute selbstverständliche soziale Errungenschaften mit zu verdanken haben: jener Viertelmillion Arbeiterinnen und Arbeiter, die mit dem Streik nicht nur versorgungs- und wirtschaftspolitische, sondern auch explizit politische Ziele anstrebten. Dass die Niederlage sich doch noch in einen Erfolg gekehrt hat, betonte in Olten Paul Rechsteiner, SGB-Präsident. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.12.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Generalstreik. VPOD-Magazin, 2018-12-01.
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01.11.2018 Schweiz
Sozialversicherungen
VPOD-Magazin

Überwachung
Versicherungen
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Am 25. November: Nein zur willkürlichen Überwachung von Versicherten. Ich schau dir in den Garten, Kleines. Natürlich sollen die Gelder aus Sozialversicherungen den Berechtigten zukommen. Aber die hochgepeitschte Missbrauchsdebatte hat zu einem völlig überzogenen Überwachungsgesetz geführt, das abzulehnen ist. Die Vorgeschichte: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte monierte im Herbst 2016, dass in der Schweiz eine gesetzliche Grundlage für den Einsatz von Sozialdetektiven fehlt. Das zuständige Bundesamt wurde sofort aktiv und legte einen Revisionsentwurf für den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vor. Dem rechts bürgerlichen Parlament ging das aber zu langsam, weshalb die Frage der Überwachung von Sozialversicherten aus der Vorlage herausgelöst und separat vorangetrieben wurde. Was geschieht mit „Beifang“? Bereits in der Frühjahrssession 2018 haben die Eidgenössischen Räte ein Gesetz zur Überwachung in den Sozialversicherungen beschlossen, das den Versicherungen weitreichende Kompetenzen einräumt. Selten ist ein Gesetzgebungsvorgang so rasch durchs Parlament gepeitscht worden. Und selten ist einer Vorlage so überdeutlich anzusehen, dass sie mit der heissen Nadel genäht wurde. So wäre es nach dem neuen Gesetz beispielsweise zulässig, Verdächtige durch Privatdetektive auch in privaten Räumen und auf privatem Gelände auszuspähen, sofern vom öffentlichen Grund aus einsehbar. Umstritten ist allenfalls, ob sich das nur auf Garten und Balkon bezieht, oder ob man auch durch die Scheiben ins Schlafzimmer gucken darf. Auch Drohnen und heimliche (…).
VPOD Schweiz, 1.11.2018.
VPOD-Magazin > Versicherungen. Überwachung. VPOD-Magazin, 2018-11-01.
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01.11.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Barbara Gysi
Pierre-Yves Maillard
Christoph Schlatter
Interview
Präsidium
SGB
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Nach 20 Jahren mit Paul Rechsteiner: Am 1. Dezember wird das Präsidium des SGB neu besetzt. Wer wird's? Am SGB-Kongress (30.11./1.12., Bern) wird das Präsidium neu vergeben. Vorbehältlich einer Spontankandidatur entscheidet sich das Rennen zwischen Pierre-Yves Maillard und Barbara Gysi. Der VPOD Ist mit 24 zu 5 Stimmen für Gysi. Das VPOD-Magazin hat beide befragt. Die Macht beim SGB-Vorsitz ist wahrscheinlich gar nicht soooo gross (frag Rechsteiner). Warum strebst du dieses Amt an, was möchtest du bewegen? Pierre-Yves Maillard: Es geht im SGB-Präsidium vor allem darum, Vorschläge zu machen und die Leute dafür zu gewinnen. Ich schlage Reformen vor, die wir in meinem Kanton mit Kämpfen und Verhandlungen konkretisiert haben: die Lohnabhängigen davor bewahren, dass sie mehr als 10 Prozent für die Krankenkasse zahlen müssen; den Working Poor und den Alleinerziehenden mit Ergänzungsleistungen helfen; die Jungen, auch diejenigen mit Migrationshintergrund, besser einbeziehen. Neue Realitäten erfordern neue Antworten. Ich bin überzeugt, dass die Gewerkschaften damit konkrete Fortschritte erreichen und neue Kräfte gewinnen. Wie stehen wir Gewerkschaften 2018 in der Schweiz da? Sind wir stark? Oder sind wir schwach? Der SGB ist politisch stark - dank einem guten Draht zu den fortschrittlichen Kräften in der Politik. Aber klar ist auch: Wir brauchen mehr Mitglieder. Beim 100-Jahr-Jubiläum vor 30 Jahren waren wir 100‘000 Köpfe mehr. Um diese Erosion zu stoppen, braucht es auch eine Erneuerung der gewerkschaftlichen Idee. Was heisst es heute, (…). Christoph Schlatter, Interviews.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Interview SGB-Praesidium. VPOD-Magazin, 2018-11-01.
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01.11.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
VPOD-Magazin

Selbstbestimmungs-Initiative
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Eidgenössische Volksabstimmung am 25. November: Nein zur Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ (Selbstbestimmungsinitiative“). Wie in Putins Russland? Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative der SVP ist Anlass für dieses Dossier. An die Urne gehen und Nein stimmen ist wichtig. Die Schweiz würde sich sonst isolieren. Und fiele auf das rechtsstaatliche Niveau von Putins Russland. Die SVP will mit ihrer - jetzt derart soft beworbenen Initiative den Vorrang der Verfassung gegenüber dem Völkerrecht durchsetzen; eine Problematik, die sie auch bisher schon ausgiebig mit Initiativen bewirtschaftet hat. Dabei hat sie allerdings zuletzt, nämlich bei der Durchsetzungsinitiative, eine Niederlage kassiert. Die Selbstbestimmungsinitiative postuliert, dass bei einem Konflikt zwischen einer angenommenen Volksinitiative und völkerrechtlichen Verträgen die letzteren anzupassen oder zu kündigen wären. Eine Annahme der Initiative wäre schlimm. „Fremde Richter“? Die Verdrehungen beginnen schon im Titel. „Fremde Richter“? Am Strassburger Menschenrechtsgerichtshof, auf den das Volksbegehren zielt, sitzen auch Schweizer Richterinnen und Richter. Wenn eine Entscheidung für oder gegen die Schweiz gefällt wird, ist die Schweiz im Richterkollegium vertreten. Die Richter sind also gar nicht alle „fremd“. Der andere Punkt ist der: Das Wesen der Justiz liegt zu guten Teilen in der „Fremdheit“, nämlich der (…).
VPOD Schweiz.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
VPOD-Magazin > Selbstbestimmungs-Initiative. VPOD-Magazin, 2018-11-01.
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01.11.2018 Zürich
Personen
VPOD ZH Kanton
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
Volltext
VPOD Zürich Kanton
Der VPOD Zürich Kanton feiert sein 100-Jahr-Jubiläum im Zürcher Neumarkt. Greulichs Erben. Die Sektion VPOD Zürich Kanton ist 100 Jahre alt geworden. Schauplatz des Fests und der Vernissage des Jubiläumsbuchs war der Zürcher Neumarkt, einst ein Zentrum der Arbeiterbewegung. Ferienhalber meldete sich Regierungsrätin Jacqueline Fehr per Videobotschaft; sie leugnete nicht die Arbeitgeberrolle. in der sie sich jetzt befindet. Umso wichtiger seien starke Gewerkschaften: als Ansprech- und Verhandlungspartner. Die anderen Rednerinnen und Redner überbrachten ihre Glückwünsche persönlich. Michele Dünki-Bättig, Präsidentin der feiernden Sektion, hat gute Chancen, zumindest das 100-Jahr-Jubiläum noch zu erleben. Katharina Prelicz-Huber, die den VPOD auf der nationalen Ebene präsidiert, ist überzeugt, dass es die Gewerkschaft auch nach weiteren 100 Jahren noch geben und noch brauchen wird. Nachdenkliche Töne. Sie streute auch nachdenkliche Töne in ihre Rede: Was seinerzeit, auch von VPOD-Kollegen, unterm Stichwort „Eugenik“ im Burghölzli propagiert und betrieben worden sei, sei Anlass zu tiefer Scham. Markus Notter, ehemaliger Regierungsrat, entlarvte in seiner Rede die angebliche Unterlegenheit staatlicher Betriebsorganisation als Märchen. Beispiel Gebäudeversicherung: So gut und günstig machen es die Privaten nicht in jenen Kantonen, wo diese Sparte privatisiert ist. Allerdings müsse auch das öffentliche Personal beweglich bleiben und dürfe sich nicht in einem „Haben wir immer (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. VPOD ZH Kanton. Jubiläum. VPOD-Magazin 2018-11-01.
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01.10.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Christoph Schlatter
Flankiierende Massnahmen
Interview
Volltext
Interview mit Paul Rechsteiner. SGB-Präsident, über Lohnschutz und unser Verhältnis zur EU. „Im Herzen der Auseinandersetzung“. Die Gewerkschaften halten an den „roten Linien“ fest: Die flankierenden Massnahmen sind nicht verhandelbar. Paul Rechsteiner erklärt dem VPOD-Magazin, wieso. Und was aus Europa werden soll. VPOD-Magazin: Paukenschlag zum Ende der Sommerpause. Der SGB schletzt die Tür beim Dossier „flankierende Massnahmen“ und verabschiedet sich von einem Rahmenabkommen mit der EU. Paul Rechsteiner: Wir sind für die bilateralen Verträge mit der EU. Aber wir machen nicht mit, wenn es darum geht, den Schweizer Lohnschutz mittels 8-Punkte-Programm nach den Anforderungen der EU-Kommission herunterzufahren - und das in substanziellen Teilen, vom (…).
Interview: Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 201810-01.
Personen > Schlatter Christoph. Paul Rechteinher. Interview. VPOD-
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01.10.2018 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Christoph Schlatter
Präsidium
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner. Rechtsanwalt, SP-Ständerat, scheidender SGB-Präsident, St. Gallen. Eingetragene Marke. Vor 20 Jahren hat Paul Rechsteiner das 5GB-Präsidium übernommen; jetzt tritt er zurück. Zeit für eine Bilanz - und-für den (nur beschränkt erfolgreichen) Versuch, den Menschen hinter dem Markenzeichen „Schnauz“ zu ergründen. Bei Paul Rechsteiner gibt sich derzeit die Weltpresse die Klinke in die Hand: NZZ, Financial Times, VPOD-Magazin... Die Nachfrage hat zwei Gründe: Die Weigerung des SGB, an der von Bundesrat Schneider-Ammann betriebenen „Weiterentwicklung“ der flankierenden Massnahmen teilzunehmen, schafft Gesprächsbedarf. Und: Rechsteiner tritt beim Kongress Ende November von seinem Amt als SGB-Präsident zurück. Das Gefühl eines Epochenendes stellt sich nicht allein wegen der langen Amtszeit ein (Rechsteiner präsidiert den Gewerkschaftsbund seit 20 Jahren und liegt damit im ewigen Ranking an zweiter Stelle). Die Aufmerksamkeit beruht auch darauf, dass Rechsteiner nicht nur Marken gesetzt hat, sondern geradezu selber zur Marke geworden ist. Ohne Hausmacht. Er war, als er 1998 in Davos gewählt wurde, der einzige Kandidat. Und er war der erste SGB-Vorsitzende, der nicht als Präsident eines der grossen Mitgliedsverbände ins Amt kam. „Ohne Hausmacht schaffst du das nie“, sei ihm damals zugeraunt worden. Aber der junge Rechtsanwalt machte aus dem vermeintlichen Manko eine Tugend und aus dem SGB eine schlagkräftige Organisation. Es gelang ihm, neue Verbände (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Paul Rechsteiner. Biografie. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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01.10.2018 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
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Demonstration für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung: 20‘000 Frauen haben genug! Auftakt zum Frauenstreik 2019. 20‘000 Personen haben in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung demonstriert - Frauen, aber auch solidarische Männer. Ein gelungener Auftakt zum Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 Prozent Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung 32 Prozent. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden - denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37 Prozent unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin und zuständig für die Frauenkommission. Dies bedeutet eine Reduktion der Vollarbeitszeit und mehr (…). Mit Fotos.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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