Gewerkschaftschronik
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17.01.2020 Schweiz
Unia Schweiz
WEF

Demonstration
Klimawandel
Volltext
WEF
World Economic Forum in Davos. Die Unia unterstützt WEF-Protestwanderung im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Die Gewerkschaft Unia unterstützt die eindringlichen Appelle der Klimajugend an die Regierungschefs, die sich nächste Woche am WEF in Davos treffen. Die Unia kritisiert das Stelldichein der Privilegierten hinter verschlossenen Türen und ruft zur Beteiligung an der WEF-Protestwanderung auf. Wie jedes Jahr treffen sich nächste Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Wirtschaftseliten dieser Welt am WEF in Davos. Sie besprechen Themen, die weitreichende Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft haben; Themen, von denen Arbeitnehmende speziell betroffen sind. Diese dürfen aber weder mitdiskutieren, noch werden sie angehört. Stelldichein der Privilegierten. Das WEF ist Teil einer neoliberalen (Wirtschafts-)Politik, die Arbeitnehmende schamlos ausbeutet: Statt reale Massnahmen zu treffen, um Abzockerlöhnen den Riegel zu schieben, Lohndiskriminierung zu bekämpfen oder neue Technologien zum Nutzen aller einzuführen, kolportieren die Regierungschef hinter verschlossenen Türen ein von Profit getriebenes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das geradewegs in die Umwelt- und soziale Katastrophe führt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.1.2020.
Unia Schweiz > WEF. Klimawandel. Unia Schweiz, 2020-01-17.
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16.01.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Einbürgerung
initiative
SVP
Volltext
Mit Entrechtung gegen Entrechtung? Soeben hat der Bundesrat die Abstimmung über die SVP-Begrenzungsinitiative auf den 17. Mai festgesetzt. Anscheinend will eine Mehrheit seiner Mitglieder diese Abstimmung unter anderem dadurch gewinnen, dass Menschen aus sogenannten „Drittstaaten“ (ohne Schweizer oder EU-Staatsbürgerschaft) weiter entrechtet werden. Auf Antrag Karin Keller-Sutters hat der Bundesrat beschlossen, Änderungen des „Ausländergesetzes“ in Angriff zu nehmen, die das Ziel haben, Ausländern aus Drittstaaten, die Sozialhilfe beziehen, leichter die Niederlassungsbewilligung C entziehen zu können, den Zugang zur Aufenthaltsbewilligung B zu erschweren und die Sozialhilfe für Ausländer mit B-Ausweis zu senken. Nur durch ein beherztes Intervenieren von Viola Amherd (CVP) und den beiden SP-Bundesräten Alan Berset und Simonetta Sommaruga konnte eine „Sippenhaft für Ausländerkinde“» (Tagesanzeiger) verhindert werden: Keller-Sutter plante auch, Kinder, deren Eltern Sozialhilfe beziehen, von der Möglichkeit zur Einbürgerung auszuschliessen. Diese Vorstösse zeigen, dass die Schweizer Migrationspolitik weniger vom Ziel der „Integration“» von Migrant*innen als der Repression geprägt ist. Solche Angriffe auf die Rechte von ohnehin schon unterprivilegierten Menschen sind ein Armutszeugnis. Wer glaubt, durch eine xenophobe Politik Mehrheiten gegen eine xenophobe Volksinitiative erlangen zu können, täuscht sich. Fremdenfeindlichkeit lässt sich nicht gezielt auf eine Gruppe (…).  Johannes Gruber.
VPOD Schweiz, 16.1.2020.
Personen > Gruber Johannes.. Einbuergerungen. Initiative. VPOD Schweiz, 2020-01-16.
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15.01.2020 Schweiz
Löhne
Sunrise
Syndicom

Lohnerhöhungen
Syndicom
Volltext
Lohnsummenerhöhung um ein Prozent für die Mitarbeitenden bei Sunrise. Die Lohnverhandlungen zwischen dem Telecom-Unternehmen Sunrise und der Gewerkschaft Syndicom haben zu einem erfreulichen Resultat geführt: Per 1. April 2020 wird die Lohnsumme für Lohnerhöhungen um 1% angehoben. Das Resultat dieser Lohnverhandlungen gilt für Mitarbeitende, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Sunrise unterstellt sind. Die Massnahmen, die bei den Lohnverhandlungen vereinbart wurden, liegen damit deutlich über der letztjährigen Jahresteuerung. Dieses Ergebnis ist besonders dem Umstand zu verdanken, dass bei Sunrise eine bewährte Sozialpartnerschaft mit zwei starken Sozialpartnern gelebt wird.
Syndicon, 15.1.2020.
Syndicom > Sunrise. Lohnerhoehung. Syndicom, 2020-01-15.
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10.01.2020 Schweiz
Travail.Suisse
Wirtschaft

Arbeitsmarkt
Volltext
Situation am Arbeitsmarkt erfreulich – eniger für ältere Arbeitnehmende. Travail.Suisse ist erfreut über die heute von der Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft präsentierten positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt. Mehr Menschen haben eine Arbeit gefunden. Allerdings zeigt sich bei einer genaueren Betrachtung, dass Arbeitnehmende ab 55 Jahren mehr Mühe haben. Der Aufschwung hat die Anzahl an registrierten Stellensuchenden zwischen 55 und 64 Jahren nicht verringert, im Gegenteil. Dies zeigt erneut, dass die Überbrückungsleistung gerechtfertigt und notwendig ist. Das Solidaritätsprozent, welches dank der guten Finanzsituation der Arbeitslosenversicherung 2021 wegfallen wird, soll zudem zur Sanierung der Sozialwerke weiterhin erhoben werden. Die Zahl der 2019 durchschnittlich bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen sank um rund 11‘000 Personen auf 107‘000. Im Sommer 2019 fiel die Zahl gar unter 100‘000 und stieg nun gegen Ende Jahr wieder auf den Jahresendwert von 2018 an. „Die tiefe Zahl an Arbeitslosen ist erfreulich. Allerdings hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt gegen Ende Jahr wieder etwas verschlechtert“, kommentiert Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Aus den Seco-Zahlen wird bei einem genaueren Blick deutlich, dass die Situation der älteren Arbeitnehmenden schwieriger ist. Die absolute Arbeitslosenzahl sank von Dezember 2018 zu Dezember 2019 um 2 Prozent, während die Zahl der 50-64jährigen Arbeitslosen um 0,2 Prozent gestiegen ist. (…).
Travail.Suisse, 10.1.2020.
Travail.Suisse > Arbeitsmarkt. Travail.Suisse, 2020-01-10.
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09.01.2020 Schweiz
Personen
SGB
Hodel Urban
Medienkonferenz
Volltext
Nur eine Wirtschaft, die der ganzen Bevölkerung nützt, hat Zukunft. SGB stellt an der Jahresmedienkonferenz die gewerkschaftspolitischen Schwerpunkte 2020 vor. Die zunehmend wirtschaftsliberale Ausrichtung der Sozial- und Wirtschaftspolitik in den letzten 30 Jahren hat in der Schweiz zu einer Entsolidarisierung geführt. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten SGB-Analyse. Dank den gewerkschaftlichen Offensiven bei Gesamtarbeitsverträgen und Mindestlöhnen, aber auch dank erfolgreichen Abwehrkämpfen in der Altersvorsorge konnte im Unterschied zu anderen Ländern jedoch Schlimmeres verhindert werden. Vor rund 30 Jahren sassen beim Weihnachtsessen einer grossen Firma auch der Hauswart, das Sicherheits- und das Reinigungspersonal mit am Tisch. Heute ist das kaum mehr der Fall, weil die Firmen viele Tätigkeiten an Subunternehmen ausgelagert haben. Die Folgen: eine aufgehende Lohnschere und eine zunehmende gesellschaftliche Entfremdung. Neu droht mit der „Plattformwirtschaft“ ein vermehrtes Abgleiten in die Scheinselbständigkeit. Auch in der Altersvorsorge wird die Solidarität unterlaufen. Sinkenden Rente in der 2. Säule sollen durch private, individuelle Vorsorgeanstrengungen in der 3. Säule kompensiert werden. Diese Entwicklung führt zu einer schleichenden Teil-Privatisierung der Altersvorsorge, wovon primär die Banken und Versicherungen profitieren. Für Berufstätige mit tieferen und mittleren Löhnen geht die  (…).  Urban Hodel.
SGB, Medienkonferenz, 9.1.2010.
Personen > Hodel Urban. SGB. Medienkonferenz. SGB, 2020-01-09.
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09.01.2020 Schweiz
Löhne
Syndicom
VPE

Löhne
Volltext
VPE
Keine Löhne unter 4‘200 Franken in der Netzinfrastruktur-Branche. Die Sozialpartner der Netzinfrastruktur-Branche haben sich auf Lohnmassnahmen für 2020 geeinigt. Diese beinhalten die Anhebung der Mindestlöhne in der gesamten Branche sowie individuelle Lohnerhöhungen von 0.8% der Gesamtlohnsumme. Besonders angehoben werden die Mindestlöhne für ungelernte Fachkräfte sowie für Netzelektrikerinnen und Netzelektriker mit EFZ. Die beiden Arbeitgeberverbände, der Schweizer Netzinfrastrukturverband (SNiv) und die Vereinigung von Firmen für Freileitungs- und Kabelanlagen (VFFK), die Gewerkschaften Syndicom, transfair und Syna sowie der VPE haben im Rahmen der zweiten Lohnverhandlungen seit der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) des Gesamtarbeitsvertrags die tieferen Mindestlöhne deutlich angehoben. Bei Ungelernten gilt neu ein monatlicher Mindestlohn von 4‘200 Franken, jährlich dreizehnmal ausbezahlt. Je nach Qualifikation und Fachrichtung betragen die Mindestlöhne bei den Gelernten nun neu zwischen 4‘450 und 6‘700 Franken. Hinzu kommt eine Erhöhung der unterstellten Gesamtlohnsumme um 0.8% per 1. Januar 2020. Dank der Einreichung des Gesuchs um die Allgemeinverbindlicherklärung der Lohnmassnahmen werden alle in der Schweiz tätigen Unternehmen der Branche zur Umsetzung der Massnahmen verpflichtet. Wichtiger Schritt für die Branche. (…).
Syndicom, 9.1.2020.
Syndicom > Netzinfrastruktur. Loehne. Syndicom, 2020-01-09.
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09.01.2020 Schweiz
SGB
VPOD Schweiz

Programm
SGB
Volltext
Nur Solidarität hat Zukunft. Die zunehmend wirtschaftsliberale Ausrichtung der Sozial- und Wirtschaftspolitik in den letzten 30 Jahren hat in der Schweiz zu einer Entsolidarisierung geführt. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten SGB-Analyse. Die wirtschafts- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen der letzten 30 Jahre haben in der Politik, in den Sozialwerken und in den Betrieben schmerzhafte Spuren hinterlassen. Die an den Hochschulen ausgebildeten Bankangestellten beispielsweise sind heute ökonomisch wie gesellschaftlich noch weiter von den Hauswarten oder ReinigungsmitarbeiterInnen entfernt als je zuvor – auch weil die Firmen viele Tätigkeiten an Subunternehmen ausgelagert haben. Teile des Sozialstaates kamen unter Druck, sei es über einen bewussten Abbau von Leistungen (Invaliden- und Arbeitslosenversicherung) oder schleichende Leistungsverschlechterungen (Altersvorsorge). In der Steuer- und Abgabenpolitik wurden die Steuern für höhere Einkommen gesenkt, statt die Verbilligungen der Krankenkassenprämien für untere und mittlere Einkommen zu erhöhen. Als Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes befinden wir uns zudem seit etlichen Jahren in Abwehrkämpfen. Der politische Grundkonsens wird durch Abbaupolitik, Privatisierung sowie gezielte Initiativprojekte von rechts in Frage gestellt. Vieles davon zielt auf eine Zerschlagung und Privatisierung des Service public hin. (…).
VPOD Schweiz, 9.1.2020.
VPOD Schweiz > SGB. Programm. VPOD Schweiz, 2020-01-09.
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09.01.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Patrick Kummer
Immobilien
Liegenschaften
SBB
Volltext
SBB Immobilien. Auf Anstoss des SEV plant SBB Immobilien mehr Zeit für Reorganisation „Silhouette“ein. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erachtete den Zeitplan von „Silhouette“ als zu ambitioniert und forderte von SBB Immobilien genügend Zeit, um Mitarbeitende und Führungskräfte einzubeziehen, anzuhören und ernst zu nehmen. Die Leitung von SBB Immobilien hat sich die Vorschläge des SEV zu Herzen genommen und mehr Zeit eingeräumt. Um die Zusammenarbeit, die Wirkung und die Leistung der Bereiche Bewirtschaftung (BW), Facility Management (FM) und Portfolio Management (PF) bei SBB Immobilien zu verbessern, wird durch die Reorganisation «Silhouette» bei SBB Immobilien eine ganzheitliche Prozesslandschaft angestrebt. Die interne Zusammenarbeit soll vereinfacht und ein durchgängiges und transparentes Laufbahnmodell eingeführt werden. Der SEV hat zur Reorganisation Stellung bezogen. Als Resultat wurde der Go-live Termin verschoben, es steht mehr Zeit für Information und Einbezug der Betroffenen zur Verfügung und GAV-Verträge können behalten werden, auch wenn eine Stelle mit einem OR-Vertrag ausgeschrieben sein sollte.. Das Personal soll aus Sicht des SEV nicht nur frühzeitig auf die anstehenden Veränderungen durch umfassende und angemessene Information vorbereitet, sondern auch in die Gestaltung der Veränderungen mit einbezogen werden. Das forderte der SEV von SBB Immobilien. (…).
SEV, 9.1.2020.
Personen > Kummer Patrick. SBB. Immobilien. SEV, 2020-01-09.
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07.01.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Parolen
Volltext
Eidgenössische Abstimmungen vom 9. Februar 2020: Travail.Suisse sagt zweimal Ja. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner Sitzung die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 9. Februar 2020 gefasst. Er empfiehlt sowohl die Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ wie auch die Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes zur Annahme. Ja zur Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“. Die Mietpreise sind seit der Finanzkrise insgesamt wesentlich stärker gestiegen als die Nominallöhne. Ein durchschnittlicher Haushalt gibt heute etwa jeden siebten Franken seines Budgets für das Wohnen aus. Bei Haushalten junger Personen (16% des Haushaltsbudgets) und bei Haushalten mit tieferen Einkommen d.h. unter 5000 CHF pro Monat (30%) liegt der Anteil teilweise noch deutlich höher. Dies zeigt, dass die Wohnkosten für viele Personen neben den Krankenkassenprämien ein sehr bedeutender und gleichzeitig wachsender Ausgabenposten sind. Deshalb hat eine Allianz rund um den Mieterinnen- und Mieterverband die Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ lanciert. Travail.Suisse ist Teil dieser Allianz und empfiehlt die Initiative zur Annahme. Ja zur Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes (Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung). (…).
Travail.Suisse, 7.1.2020.
Travail.Suisse > Abstimmungen Schweiz. Parolen. Travail.Suisse, 2020-01-07.
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01.01.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband

Initiativen Schweiz
Mietzinse
Volltext
Wohnungsmieten
Häufig gestellte Fragen zur Initiative. Wieso braucht es die Initiative - gibt es nicht eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt? Leider nein. Aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen: Seit 2005 sind die Mieten gemäss Mietpreisindex um fast 19 Prozent angestiegen, während sich die allgemeine Teuerung in der gleichen Zeit bei unter 5 Prozent bewegte. Auch bei der Verfügbarkeit von Wohnraum kann nicht von einer Entspannung gesprochen werden. Es gibt zwar in gewissen Gebieten leerstehende Neubauten. Sie sind jedoch oft zu teuer und befinden sich nicht dort, wo die Menschen wohnen wollen. Besonders in städtischen Gebieten ist freier Wohnraum nach wie vor Mangelware und die Mieten sind hoch. Die Initiative fordert bei den Neubauten einen Anteil von 10 Prozent gemeinnützige Wohnungen. Ist das realistisch? Bei einer Annahme der Initiative müssen Bund und Kantone sicherstellen, dass vor allem dort gemeinnützige Wohnungen entstehen, wo es an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Also vor allem in Städten und Agglomerationen. Dort muss der Anteil deutlich über 10 Prozent liegen. In Regionen mit genügend bezahlbaren Wohnungen dagegen können es auch weniger als 10 Prozent sein. Führt die Initiative nicht zu viel mehr Bürokratie, wenn die Behörde bei jeder Baubewilligung die Umsetzung der Initiative prüfen muss? (…).
M+W, 1.1.2020.
Mieterverband > Wohnungsmieten. Initiative. M+W, 2020-01-01.
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20.12.2019 Schweiz
Syndicom
Tamedia

GV
Tamedia
Volltext
Ausserordentliche Generalversammlung von Tamedia. Die Familie Coninx hat die Mehrheit der Aktien und kann somit allein den Kurs der Tamedia/TX Group bestimmen. Die Angestellten werden nicht gefragt, die kleinen Aktionäre wie Sie und wir von der Gewerkschaft Syndicom werden immer eine Minderheit bleiben. Aktionärsdemokratie ist ein Fremdwort für die Firmenbesitzer. Trotzdem will ich kurz auf diesen neuen Kurswechsel eingehen, mit dem aus der Tamedia die TX Group wird. Neuer Name, neues Logo, neue Statuten, aber trotzdem nichts Neues. Das System – eine Geldmaschine, die maximalen Profit abwerfen soll – ändert sich nicht. Im Gegenteil, der Motor soll mehr PS erhalten und wir befürchten mit dem Personal, dass die neue Struktur dazu dient, Betriebsteile, die keinen Maximalprofit beisteuern, leichter verkaufen zu können. Will Tamedia überhaupt noch Druckerin und Verlegerin bleiben? Diese Frage stellt sich, weil aus dem Zweckartikel der Statuten die Passage gestrichen werden soll, dass die TX Group „insbesondere im Verlagswesen, im Bereich der elektronischen Medien sowie in der grafischen Industrie“ tätig sein will. Wir lehnen diese Streichung im Zweckartikel ab. Wir fürchten vor allem um die drei Druckzentren. Deren Mitarbeitende müssen Lohnkürzungen von 1% ab dem nächsten Jahr und weitere 0,5% ab 2021 hinnehmen. (…).
Syndicom, 20.12.2019.
Syndicom > Tamedia. GV. Syndicom, 2019-12-20.
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19.12.2019 Schweiz
ISAB
Unia Schweiz

GAV
ISAB
Volltext
Informationssystem Allianz Bau (ISAB) . Decken- und Innenausbaubranche neu auch auf ISAB . Mit dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das Schweizerische Gewerbe für Decken- und Innenausbausysteme wird eine weitere Branche des Ausbaugewerbes Teil des Bau-Kontrollsystems. Weitere Branchen werden im 1. Quartal 2020 folgen. ISAB stellt für das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe national einheitliche Daten betreffend GAV-Vollzug zentral und unter Einhaltung der geltenden Normen in Sachen Datenschutz zur Verfügung. Hinter ISAB stehen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes, welche gemeinsam den Paritätischen Verein Informationssystem Allianz Bau (ISAB) gegründet haben. Neun Monate nach dem Start können bereits über 10'000 GAV-unterstellte Firmen das Bau-Kontrollsystem nutzen. Das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) verbessert und modernisiert den Vollzug von allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen in der ganzen Baubranche. Kernstücke des neuen Instrumentes für die bessere Durchsetzung der Gesamtarbeitsverträge sind das ISAB-Portal, die ISAB GAV-Bescheinigung und die ISAB Card. Das neue ISAB-System ist in seiner Grösse und Komplexität einmalig für die Schweizer Vollzugslandschaft. Bisher haben das Bauhauptgewerbe, der Holzbau sowie Mitte Dezember die Decken- und Innenausbaubranche ihre Daten auf ISAB eingespeist. Weitere Branchen werden im 1. Quartal 2020 folgen. (…).
Unia Schweiz,19.12.2019.
Unia Schweiz > ISAB. GAV. Unia Schweiz, 2019-12-19.
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19.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Allgemeinverbindlicherklärung
GAV
Volltext
Wichtiger Sieg für die Sozialpartnerschaft. Der Ständerat hat heute die irreführende Motion Baumann (18.3934) abgelehnt. Somit werden nicht allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge gegen sozialpolitisch motivierte kantonale Mindestlöhne ausgespielt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass negative Folgen für das föderalistische Handeln der Kantone, für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und die betroffenen Arbeitnehmenden verhindert werden konnten.. Überraschend hatte die vorberatende Kommission des Ständerates (WAK-S) der irreführenden Motion Baumann (18.3934) zugestimmt. Diese Motion sah vor, dass in den Kantonen von der Bevölkerung demokratisch beschlossene Mindestlöhne durch eine Bundesratsverordnung – nämlich der Allgemeinverbindlicherklärung eines Gesamtarbeitsvertrages mit tieferen Mindestlöhnen – übersteuert werden können. Für Travail.Suisse ist es inakzeptabel, dass die föderalistische Souveränität der Kantone unterlaufen und der demokratische Willen der Stimmbevölkerung umgangen werden soll. Die Motion hätte jede kantonale sozialpolitische Massnahme in Frage gestellt und die Schutzfunktion der Gesamtarbeitsverträge geschwächt. „Dass mit Gesamtarbeitsverträgen sozialpolitische Mindestlöhne unterschritten werden können, um dann mit Sozialhilfe die betreffenden Arbeitnehmenden zu unterstützen, ist sozialpolitisch fragwürdig und arbeitsmarktpolitisch hoch gefährlich“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Travail.Suisse nimmt deshalb erfreut zur Kenntnis, dass das (...). 
Travail.Suisse, 19.12.2019.
Travail.Suisse > GAV. Allgemeinverbindlicherklaerung. Travail.Sisse, 2019-12-19.
19.12.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Karin Taglang
Abstimmung
Antirassismus-Strafnorm
Volltext
„Hass ist keine Meinung“. Am 9. Februar 2020 entscheidet das Volk über die Erweiterung der Rassismus-Strafnorm. Dabei geht es um die Frage, ob künftig auch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen gesetzlich vor Hass und Hetze geschützt werden sollen. Der zusätzliche Schutz ist nötig, die Gewerkschaften plädieren für ein klares Ja. Seit 1995 verbietet das Strafgesetzbuch in der sogenannten „Rassismus-Strafnorm“ Diskriminierung sowie öffentliche Aufrufe zu Hass und Hetze aufgrund von Rasse, Ethnie und Religion. Seither werden solche Angriffe strafrechtlich verfolgt. 2013 forderte der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard in einer parlamentarischen Initiative, dass dieser Artikel auf das Kriterium der sexuellen Orientierung ausgeweitet wird und somit auch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen schützen soll. Das Parlament nahm Reynards Initiative an, doch rechtskonservative Kreise um EDU und SVP ergriffen das Referendum. Deshalb kommt die Erweiterung des Anti-Diskriminierungsartikels am 9. Februar 2020 zur Abstimmung. Ungenügender Schutz. Die Erweiterung ist nötig, denn aktuell sind LGBTI-Menschen nicht genug geschützt. Gerade am Arbeitsplatz kommt es immer wieder zu Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung. Laut einer Umfrage der Fédération Genevoise des Associations LGBT werden 30% der homosexuellen Arbeitnehmenden im Erwerbsleben regelmässig diskriminiert. Dank der LGBT-Kommission des SGB und ihrer GAV-Richtlinien enthalten viele GAV, darunter derjenige der SBB, besondere Schutzklauseln, doch auf übergeordneter Ebene – also im Strafrecht – (…).  Karin Taglang.
SEV, 19. 12.2019.
Personen > Taglang Karin. Antirassismus. SEV, 2019-12-19.
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18.12.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Vivian Bologna
SBB
Sicherheit
Volltext
Auf den Spuren von … Michel Turin, ein rigoroser Kämpfer. Der SEV ist nur so stark wie seine Mitglieder. Eins davon haben wir getroffen: Michel Turin, frisch gewählter Vizepräsident der Sektion BAU Genferseeregion. Turin ist ein rigoroser Mann und erfrischend unverblümt. Sein Credo: „Ich engagiere mich, um unsere Errungenschaften zu verteidigen.“ Es ist Dienstagmorgen, am Bahnhof Lausanne ist es eisig kalt. Wir treffen dort Michel Turin, Qualitätsexperte bei der SBB seit Oktober 2012. Eigentlich war es nie sein Plan, zur SBB zu gehen, denn dort hatten bereits sein Vater, Onkel und Grossvater gearbeitet. „Mein Vater war ständig weg – als Betriebsdisponent war er auch an den Wochenenden und in den Ferien kaum zuhause. Doch 1991, als ich 28 Jahre alt war, machte meine Firma Konkurs. Weil man seiner Familie so etwas nicht gerne am Weihnachtsfest erzählt, habe ich erst im Januar mit meinem Vater darüber geredet. Ein Freund von ihm suchte damals Personal für die Sicherungsanlagen der SBB. So bin ich am 1. Juli 1992 schliesslich doch bei der SBB gelandet.“Davor arbeitete Michel Turin sechs Monate lang nicht. „Das war Absicht: Meine Frau war damals mit unserem zweiten Kind schwanger, der Geburtstermin war im Juni. Also habe ich ein bisschen Papa gespielt“, erzählt er lachend. Auch wenn seine Eisenbahnerkarriere nicht geplant war, schätzt er die nötige Disziplin am Arbeitsplatz. „Man muss es von Anfang an richtig machen, sonst gibt’s Pannen – oder Schlimmeres. Ich war damals dafür verantwortlich, die Sicherungsanlagen einzustellen und anzupassen. Ich konnte viele  (…).  Vivian Bologna, Übersetzung: Karin Taglang.
SEV, 18.12.2019.
Personen > Bologna Vivian. Michel Turin. Portraet. SEV, 2019-12-18.
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17.12.2019 Schweiz
Gerüstbau
Unia Schweiz

GAV
Gerüstbauer
Volltext
Zeitgemässer Gesamtarbeitsvertrag für den Gerüstbau. Die Sozialpartner haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für den schweizerischen Gerüstbau ausgehandelt. Dieser anerkennt die eingetragene Partnerschaft, sieht einen Vaterschaftsurlaub vor, schiebt dem Lohndumping einen Riegel und fördert die Berufsbildung, Der GAV, auf den sich die Gewerkschaften Unia und Syna mit dem Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmer-Verband (SGUV) geeinigt haben, tritt Anfang April 2020 in Kraft. Innovativ in Sachen Gleichstellung. Der neue Vertrag ist in gendergerechter Sprache redigiert, um die in der Branche arbeitenden Frauen einzubeziehen. Ausserdem gewährt er gleichgeschlechtlichen Paaren mit eingetragener Partnerschaft im Todesfall die gleiche Anzahl Urlaubstage. Die Sozialpartner haben auch beschlossen, einen Vaterschaftsurlaub von fünf Tagen einzuführen. Dieser gilt ab 1. April 2020 - unabhängig von einem Referendums beziehungsweise bis zum Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes. Anerkennung der Berufserfahrung. Um die Berufserfahrung besser anzuerkennen, sieht der GAV vor, dass Angestellte nach drei Jahren Branchentätigkeit und Abschluss einer von den Sozialpartnern angebotenen Ausbildung zwingend von der Lohnkategorie C in die Kategorie B2 hochgestuft werden. Damit will man nicht nur die Sicherheit auf den Baustellen verbessern, sondern auch Lohndumping einen Riegel schieben. GAV-Vollzug verbessert. (…).
Unia Schweiz, 17.12.2019
Unia Schweiz > Geruestbau. GAV. Unia Schweiz, 2019-12-17.
Ganzer Text
17.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Datenschutz
Volltext
Die Daten zur gewerkschaftlichen Tätigkeit müssen geschützt bleiben. Morgen Mittwoch, 18. Dezember wird der Ständerat über den Entwurf für die Totalrevision des Datenschutzgesetzes beraten. Es ist zentral, dass im Rahmen dieser Revision die Daten, die auf die Lebensbedingungen, die Arbeit und den Zugang der Bürgerinnen und Bürger zur Justiz Auswirkungen haben, geschützt werden. Travail.Suisse pocht auf die Notwendigkeit, die Daten über gewerkschaftliche Tätigkeiten weiterhin als besonders schützenswert einzustufen. Mit der Totalrevision soll das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) an den europäischen Standard angepasst werden. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger besser geschützt werden, indem sie besser über die Datenbearbeitung durch Unternehmen informiert werden und eine bessere Kontrolle über ihre Daten erhalten. Die Absicht, die Arbeitnehmenden besser zu schützen, ist auch im Entwurf des Übereinkommens 108 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) enthalten, der künftigen internationalen Norm zum Datenschutz. Wenn die Daten zur gewerkschaftlichen Tätigkeit im revidierten Datenschutzgesetz nicht mehr als besonders schützenswert eingestuft würden, würde das den Schutz der Arbeitnehmenden massgeblich schwächen. Der Zugriff auf Daten, die in Zusammenhang mit einer gewerkschaftlichen Tätigkeit stehen, könnte die von den Gewerkschaften verteidigten Grundrechte gefährden. Dazu gehören zum Beispiel das Persönlichkeitsrecht, das Recht auf Achtung der Privatsphäre und des Familienlebens. Auch könnte das Risiko steigen, dass Arbeitnehmende missbräuchlich überwacht werden und dass das Niveau des Gesundheitsschutzes sinkt. (…).  Travail.Suisse, 17.12.2019.
Travail.Suisse > Datenschutz. Travail.Suisse, 2019-12-17.
Ganzer Text
16.12.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
Volltext
Nur magere Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden. Obwohl es der Schweizer Wirtschaft gut geht, profitieren die Arbeitnehmenden kaum davon, die Löhne stagnieren. Zwar bringt die diesjährige Lohnrunde in vielen Betrieben eine Erhöhung zwischen 0.5 und 1.5 Prozent. Doch das ist zu bescheiden. Zudem bewirken die Teuerung und eine verfehlte Verteilungspolitik, dass den Arbeitnehmenden kaum etwas davon im Portmonee bleibt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna und transfair beurteilt die diesjährige Lohnrunde als ungenügend. Das positive vorneweg: Nullrunden für die Arbeitnehmenden gibt es dieses Jahr – im Vergleich zu den letzten Jahren - nur ganz selten. Für einen Grossteil der Arbeitnehmenden werden die Löhne zwischen 0.5 und 1.5 Prozent steigen, wobei Lohnerhöhungen deutlich über einem Prozent aber Seltenheitswert haben. Doch mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre ist dieses Ergebnis ungenügend. „Wir beobachten in den letzten Jahren ein Auseinanderdriften von Wirtschaftsentwicklung und Lohnentwicklung“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. „Deshalb sind immer mehr Arbeitnehmende unzufrieden mit ihrem Einkommen – das birgt politische Sprengkraft“, sagt Fischer und verweist damit auf die Ergebnisse zur Einkommenszufriedenheit aus dem „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 16.12.2019.
Travail.Suisse > Lohnerhoehungen. Travail.Suisse, 2019-12-16.
Ganzer Text
13.12.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Patricia D Incau
Direktion
SBB
Volltext
Neuer SBB-Chef. Juhu, ein Bähnler. Wechsel an der SBB-Spitze: Auf Manager Andreas Meyer folgt der Bähnler Vincent Ducrot. Jetzt ist es raus: Vincent Ducrot (57) wird der neue Mann an der SBB-Spitze. Anfang April wird er den Posten vom bisherigen CEO Andreas Meyer (58) übernehmen. Und damit: viele Baustellen, Denn die Bilanz nach Meyers Manager-Ära (sein aktuelles Jahressalär: 987‘442 Franken) ist desaströs: Der Personalbestand wurde zusammengestrichen, die Fahrpreise nach oben geschraubt, die Infrastruktur bescheiden unterhalten. Und mit dem Zug reibungslos von A nach B kommen: das ist für Pendlerinnen und Pendler immer öfter eher Glückssache. Ducrot solls nun also richten. Immerhin: Service public ist für ihn kein Fremdwort. Schliesslich war er in den letzten acht Jahren Chef der freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF. Und schon vorher arbeitete der Elektroingenieur bei den SBB: 1993 fing er dort in der Informatik an, machte steil Karriere und verliess den Betrieb 2011 als Leiter des Fernverkehrs. Allerdings war Ducrot auch der Mann, der den SBB den „FV-Dosto“-Zug von Bombardier eingebrockt hat. Der Kauf wurde noch unter seiner Leitung vorbereitet - als grösste Flottenbeschaffung in der Schweizer Bahngeschichte. Der Doppelstöcker ist inzwischen als „Pannenzug“ berüchtigt. Vertrauen verloren. (…).
Patricia D’Incau.
Work online, 13.12.2019.
Personen > D’Incau Partricia. SBB. Direktiion. Work online, 2019-12-13.
Ganzer Text
13.12.2019 Schweiz
Pensionskasse
Regierung Schweiz
Travail.Suisse

Pensionskassen
Rente
Volltext
Bundesrat und Sozialpartner wollen mit pragmatischer BVG-Reform die Renten sichern. Der Bundesrat schickt den Sozialpartnerkompromiss für die Reform der beruflichen Vorsorge unverändert in die Vernehmlassung und unterstützt damit den ausgehandelten Kompromiss. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt den Vorschlag als involvierter Sozialpartner. Er bringt stabile Renten und eine bessere Versicherung von Teilzeitangestellten und Arbeitnehmenden mit tieferen Löhnen. Der Bundesrat hat heute die ausgearbeitete Vorlage der Sozialpartner für die Reform der beruflichen Vorsorge in die Vernehmlassung geschickt. Er stellt sich damit hinter den Vorschlag der Sozialpartner, den sie nach dem Nein zur Altersvorsorge 2020 im Auftrag des Bundesrates erarbeitet haben. Die zweite Säule wird traditionell paritätisch von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite geführt, mit Unterstützung des Vorschlags anerkennt der Bundesrat diese Verantwortung. Der Kompromiss sieht vor, dass der Umwandlungssatz von 6.8% auf 6% gesenkt wird. Diese Massnahme alleine würde zu einer deutlichen Senkung der Renten um rund 12 Prozent führen. Um das Rentenniveau wie angestrebt zu stabilisieren, werden deshalb einerseits die Sparanstrengungen vergrössert und andererseits wird für eine Übergangsgeneration von mindestens 15 Jahrgängen ein Rentenzuschlag eingeführt. (…).
Travail.Suisse, 13.12.2019.
Travail.Suisse > Pensionskassen. Renten. Travail.Suisse, 2019-12-13.
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13.12.2019 Schweiz
Pensionskasse
Regierung Schweiz
SGB

Pensionskassen
Rente
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Der Bundesrat ergreift die historische Chance für die berufliche Vorsorge. Eröffnung der Vernehmlassung für die BVG-Reform. Im Sommer 2019 präsentierte der Schweizerische Gewerkschaftsbund zusammen mit dem Arbeitgeberverband und Travail.Suisse ein tragfähiges Reformmodell für die 2. Säule. Der Bundesrat übernimmt den Sozialpartner-Kompromiss und löst mit der Vernehmlassung nun den regulären Gesetzgebungsprozess aus. Zurecht packt der Bundesrat damit die Chance, die jahrelange Reform-Blockade zu lösen und die berufliche Vorsorge zu modernisieren. Er erkennt, dass die Vorlage den notwendigen Fortschritt bringt bei den skandalös tiefen PK-Renten der Frauen und das Leistungsniveau im BVG insgesamt erhält. Trotz sofortiger Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6.8 auf 6 Prozent. Dies gelingt dank der Einführung eines dauerhaften, solidarisch finanzierten Rentenzuschlags ins BVG, der pro Kopf an alle künftigen BVG-RentnerInnen ausbezahlt wird. Und, weil die Arbeitnehmenden gemeinsam mit den Arbeitgebern bereit sind, mehr Beiträge in die 2. Säule zu leisten. Die Stabilisierung des BVG ist wichtig, weil sich die Renten der 2. Säule seit über zehn Jahren im steten Sinkflug befinden. Durch die ausgewogene Kombination von beitrags- und leistungsseitigen Massnahmen sorgt der Kompromiss für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. (…).
SGB, 13.12.2019.
SGB > Pensionskassen. Renten. SGB, 2019-12-13.
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13.12.2019 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Marie-Josée Kuhn
Bundesratswahlen
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Helvetisches Pathos-Theater. Das war wieder mal eine feine Machtdemonstration des Rechtsblocks von GLP über CVP bis FDP/SVP: diese Erneuerungswahl des Bundesrates ohne Erneuerung. Dafür mit umso mehr helvetischem Pathos-Theater vor der Wahl. Selbst die unsichere „geopolitische Lage“ musste herhalten gegen die grüne Sprengkandidatin Regula Rytz (bei FDP-Fraktionschef Beat Walti). Und die Wirtschaftsprognosen, die bedrohlich eindunkeln (bei SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi). Geschweige denn unsere Compatriots aus der Schweizer Sonnenstube: Nein, mit der Abwahl des Tessiners Ignazio Cassis könne man diesen armen Grenzkanton jetzt nicht brüskieren! Konkordanz sei schliesslich keine „mathematische Grösse“ (Walti again). Und deshalb zähle im Moment nur eins: Stabilität Stabilität Stabilität (alle im Chor). Denn es brauche einen Bundesrat „wie ein Fels in der Brandung“ (Walti zum dritten). Waltis & Aeschis. Keine Veränderung also, nur schnöder Machterhalt. Dies, obwohl am 20. Oktober Historisches geschah: Noch nie seit 1919 wurde eine Partei so gestärkt wie die Grünen. Ins Bundeshaus getragen von zwei bewegungspolitischen Tsunamis, dem Frauenstreik und der Klimabewegung. Beide ebenfalls historisch: Mehr als eine halbe Million Frauen (und Männer) protestierten am 14. Juni für mehr Frauenpower und weniger toxische Männlichkeit. Und fast 100’000 Menschen machten sich am 22. September für die sofortige Klimawende stark (siehe Work-Jahresrückblick. Ihnen allen und dem Klima haben die Waltis & Aeschis unter der goldenen Bundeshauskuppel nun gezeigt, wie ernst sie sie (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 13.12.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Bundesrtatswahlen 2019. Work online, 2019-12-13.
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13.12.2019 Schweiz
Personen
Uber
Work
Christian Egg
Lohndumping
Uber
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Neues Rechtsgutachten im Auftrag der Unia zeigt den grossen Bschiss. Dumping-Taxidienst Uber prellte Fahrer um geschätzte 500 Millionen. Uber-Fahren ist günstig. Aber nur für die Kundschaft. Die Fahrerinnen und Fahrer und die Steuerzahlenden hingegen zahlen drauf. Seit sechs Jahren ist der Dumping-Taxidienst Uber in der Schweiz aktiv. Und seit sechs Jahren weigert sich Uber, seine Fahrerinnen und Fahrer als Angestellte anzuerkennen. Obwohl das die Suva und das Lausanner Arbeitsgericht verlangen. Doch Uber zieht jeden Entscheid weiter und behauptet: Seine Fahrerinnen und Fahrer seien Selbständige. Was das finanziell für alle Beteiligten heisst, zeigt der Basler Rechtsprofessor Kurt Pärli in einem neuen Gutachten im Auftrag der Unia *. Uber spart Millionen… Der grösste Profiteur des Modells Uber ist der US-Konzern selber. Weil er für seine „selbständigen“ Fahrer keine AHV- und IV-Beiträge, keine zweite Säule, keine Arbeitslosenversicherung und keine Unfallversicherung zahlt. Auch keine Spesen für Auto, Benzin und Handy. Und erst noch tiefe Löhne (siehe Tabelle). Eine Schätzung der Unia ergibt, dass Uber seit seinem Markteintritt 2013 die Fahrerinnen und Fahrer in der Schweiz um bis zu eine halbe Milliarde Franken geprellt hat. Für die Fahrerinnen und Fahrer heisst das zwar, dass sie einen grösseren Anteil ihrer Einnahmen bekommen. Doch die Fahrer müssen für Auto, Benzin und Reparaturen selber zahlen. Noch wilder: Wenn sie durch einen Unfall invalid werden, bekommen sie ein Jahr lang keinen Rappen. Und dann gibt’s nur eine IV-Rente aus der ersten, obligatorischen Säule, aber nicht aus der (...). Christian Egg.
Work online, 13.12.2019.
Personen > Egg Christian. Uber. Rechtsgutachten. Work online, 2019-12-13.
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13.12.2019 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Briefträgerin
E-Banking
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Die Briefträgerin & die Bedürfnisse. Neulich auf der Hauptpost musste die Briefträgerin gar nicht lange warten, bis sie an die Reihe kam. Das war ziemlich ungewöhnlich.„Die Post baut nicht ab, sondern um!“ So lautet eine neue Parole des Konzerns. Begründung hier wie bei vielen anderen Gelegenheiten: „Die veränderten Kundenbedürfnisse.“ „Ich bestimme, wo ich meine eingeschriebenen Briefe erhalte.“ Und die Postwerbung zeigt’s: Ein Papi macht sich mit umgehängtem Kind um Mitternacht am MyPost24-Container zu schaffen. Eine Sie und ein Er lesen fröhlich im vom Regen umrauschten Ferienzelt auf dem Handy ihre neusten Rechnungen. „Mit mir macht man es auf dem Sofa“, verkündet Postfinance. Die Briefträgerin spürt nur einen Impuls: Wegschauen! Wie bei der SBB-Werbung mit der ewigjungen alten Schachtel und ihrem Smartphone. Echter Ersatz. Ohne App aufs Sofa. Stimmt, die Briefträgerin hat kein Bedürfnis, auf der Post eine Viertelstunde oder länger zu warten, bis einer der überhaupt geöffneten Schalter frei wird und eine Kollegin sie müde fragt, ob sie kein E-Banking mache, eventuell gar nicht machen wolle? Nein, trotz Wartezeiten will sie weder auf E-Banking umstellen (die Schalterkollegin zwinkert ihr zu), noch betrachtet sie die Postagentur im Quartierladen als echten Ersatz für die offizielle Poststelle. Die Briefträgerin hat auch kein Bedürfnis, sich mit umgehängtem Baby mitten in der Nacht zu MyPost24 zu begeben oder in den Ferien Rechnungen zu studieren. Die Briefträgerin mag es auch nicht mit der App auf dem Sofa machen. Und dass „Empfängerkunden“ (auch hier sind die Frauen vermutlich mitgemeint) (…). Katrin Bärtschi.
Work online, 13.12.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. E-Banking. Work online, 2019-12-13.
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13.12.2019 Schweiz
Syndicom

KI Künstliche Intelligenz
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Einsatz von Künstlicher Intelligenz nur zu Gunsten der Menschen. Der Bundesrat hat heute den Bericht «Herausforderungen der künstlichen Intelligenz» veröffentlicht. Er beauftragt das zuständige Departement, strategische Leitlinien für den Bund zu erarbeiten. Syndicom anerkennt das Potenzial von Künstlicher Intelligenz für den gesellschaftlichen Fortschritt, sofern diese zu Gunsten der Menschen eingesetzt wird. Damit die in Aussicht gestellten strategischen Leitlinien diesem Credo entsprechen, muss der Bundesrat bei der Erarbeitung derselben die Gewerkschaften einbeziehen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in hohem Masse vom Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) betroffen. Im Interesse der Arbeitnehmenden hat Syndicom in einer Resolution neun Prinzipien definiert, die beim Erarbeiten von KI-Geboten berücksichtigt werden müssen. In ihrer Resolution anerkennt Syndicom das Potential von KI für den gesellschaftlichen Fortschritt, sofern diese zu Gunsten der Menschen eingesetzt wird und deren Wohlergehen im Vordergrund steht. Arbeitszeitreduktion ohne Einkommenseinbusse gefordert. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und KI-Systemen birgt die Chance, das Verhältnis aller Lebensbereiche zueinander neu zu denken und zu gestalten. Daniel Hügli, Zentralsekretär des Sektors ICT von Syndicom, meint dazu: „Der Einsatz von KI betrifft die Arbeitswelt und damit sehr direkt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In dieser Hinsicht erwartet Syndicom, dass durch KI-Systeme erzielte Effizienzsteigerungen in der Arbeitswelt auch der Arbeitnehmenden zugutekommen.“ (…).
Syndicom, 13.12.2019.
Syndicom > KI Kuenstliche Intelligenz. Syndicom, 2019-12-13.
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