Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 15518

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01.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Gemeinsam gegen zweite Corona-Welle. Maskenpflicht ist gut. Gratismasken besser. Nach den Lockerungen der Covid-Massnahmen nehmen die Ansteckungen wieder exponentiell zu. Damit steigt auch die Gefährdung im öffentlichen Verkehr. Die Unia begrüsst die Verstärkung des Schutzes von Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsweg; fordert aber, dass Bund und Kantone Schutzmasken für ÖV-Pendler und Pendlerinnen gratis abgeben. Die Gewerkschaft Unia begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrates, eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr zu verfügen: Neben der Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygienevorschriften können im öffentlichen Verkehr nur Schutzmasken dazu beitragen, die Ansteckungsrisiken auf dem Arbeitsweg zu senken. Aber Schutzmasken sind nicht billig und gehen für Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen schnell ins Geld. Bei Bund und Kantonen lagern zurzeit weit über 200 Millionen von der Armeeapotheke beschaffte Hygiene-Masken und warten auf ihren Bestimmungszweck. Dieser ist jetzt gekommen: Sie müssen jetzt sofort in Umlauf gesetzt werden und dazu beitragen, eine zweite Corona-Welle abzuwehren. Mit der Gratisabgabe – zum Beispiel über die Verteilung durch die öffentlichen Verkehrsbetriebe an den Bahnhöfen – kann die Maskenakzeptanz rasch gesteigert werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 1.7.2020.
Unia Schweiz > Oeffentlcher Verkehr. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-07-01.
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01.07.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
15 Jahre nach Einführung des Mutterschaftsurlaubs braucht es jetzt einen Vaterschaftsurlaub. 60 Jahre und 7 Anläufe waren nötig, bis 2005 endlich ein bezahlter Mutterschaftsurlaub eingeführt wurde. Das war am 1. Juli vor 15 Jahren. Seit gut 10 Jahren arbeitet Travail.Suisse für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Über 30 parlamentarische Vorstösse wurden seither abgelehnt. Nun hat die Stimmbevölkerung am 27. September die historische Chance, einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub einzuführen. Sechzig Jahre dauerte es, bis Parlament, Wirtschaftskreise und die Stimmbevölkerung von einem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub überzeugt werden konnten. Einen Vaterschaftsurlaub gibt es noch immer nicht: „Die Schweiz ist familienpolitisch immer noch ein Entwicklungsland. Der 2-wöchige Vaterschaftsurlaub ist ein wichtiger Kompromiss und bietet den Partnern einerseits die Möglichkeit, von Anfang an den Zauber der Familienwerdung mitzugestalten, und andererseits können sie den Müttern eine wichtige Unterstützung sein“, sagt Andrea Weber-Käser, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverband (SHV) „Heute nehmen werdende Väter Anteil an Schwangerschaft und Geburt. Jetzt braucht es dringend eine gesetzlich geregelte Möglichkeit für alle Väter, dies nach der Geburt zu tun“. Zwar haben heute viele Väter grosszügige Arbeitgeber oder einen guten Gesamtarbeitsvertrag, der ihnen etwas Start-Zeit mit der Familie ermöglicht. Für Regula Ott, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) ist aber klar:

Travail.Suisse, Medienmitteilung, 1.7.2029.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2020-07-01.
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30.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
SEV-Zeitung

Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Einnahmenverluste der Verkehrsunternehmen wegen Covid-19. Der Bund muss ein markantes Zeichen für die Betriebe des öffentlichen Verkehrs setzen. Am 1. Juli wird der Bund seine Massnahmen zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs bekanntgeben. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist es zwingend, dass die Unternehmen, die während der Krise ihre Angebote aufrechterhalten haben, entsprechend finanziert werden. „Ohne Hilfe der öffentlichen Hand müsste das Personal den Kopf für die Ausfälle während des Stillstands hinhalten. Das ist untragbar, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit eine entscheidende Rolle gespielt hat“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti.
Der Bund hat von den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs verlangt, dass sie das Mindestangebot aufrechterhalten, hat aber die Öffentlichkeit gleichzeitig aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Entsprechend wurden die Verkehrsunternehmen getroffen; sie haben grosse Einnahmeneinbussen erlitten. Deshalb müssen sie finanziell unterstützt werden. Nachdem die eidgenössischen Räte die Motion „Ertragsausfälle im öV – der Bund steht in der Pflicht“ überwiesen haben, haben sowohl das Personal als auch die Unternehmen hohe Erwartungen. „Die Verluste müssen vollumfänglich gedeckt werden. Zahlreiche Unternehmen durften nicht Kurzarbeit anmelden, da das Seco bei ihnen kein Konkursrisiko sah, weil sie der öffentlichen Hand gehören. Falls die finanzielle Unterstützung nicht ausreicht und die Verschuldung (…).
SEV-Zeitung, 30.6.2020.
SEV-Zeitung > Oeffentlicher Verkehr. Coronavirus. SEV-Zeitung, 2020-06-30.
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30.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Neues Gleichstellungsgesetz und Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Am 1.7.2020 tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. (…).
SGB, 30.6.2020.
SGB > Lohngleichheit. SGB, 2020-06-30.
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29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Lohnkontrolle
Volltext
Lohnkontrollen - aber richtig! Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen bis Ende Juni 2021 eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse durchführen – auch die öffentlichen Arbeitgeber. Das verlangt die Änderung des Gleichstellungsgesetzes, welche am 1.Juli 2020 in Kraft tritt. Mit den Forderungen des Frauenstreiks hat das nichts zu tun: Das Gesetz ist zahnlos, aber vielleicht lässt sich trotzdem etwas damit erreichen. Die neuen Bestimmungen betreffen 0,9 Prozent der Unternehmen, in denen 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Schweiz arbeiten. Die Analyse muss mit einem anerkannten Instrument durchgeführt werden, durch eine unabhängige Stelle überprüft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen über das Ergebnis informiert werden. Das Gesetz hat viele Schwachstellen, gegen welche sich die Gewerkschaften umsonst gewehrt haben: Eine Nichteinhaltung der Lohngleichheit hat keinerlei Sanktionen zur Folge. Die Überprüfung ist nur einmalig vorgesehen und muss nach 4 Jahre nur wiederholt werden, wenn das Ergebnis negativ war. Das Ergebnis muss nur beschränkt offengelegt werden, und die Gültigkeitsdauer des Gesetzes ist auf 12 Jahre beschränkt. Es ist also mehr oder weniger zahnlos. Dennoch können die Gewerkschaften eine gewisse Rolle spielen. (…).

VPOD Schweiz, 29.6.2020.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Lohnkontrolle. VPOD Schweiz, 2020-0629.
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29.06.2020 Schweiz
Löhne
SGB

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Lohnschutz verstärken, nicht verschlechtern. Flankierende Massnahmen und Personenfreizügigkeit. Observatoriumsbericht: Die Schweiz vor bedeutenden migrationspolitischen Weichenstellungen
Anlässlich der Veröffentlichung des 16. Berichts des Observatoriums zur Personenfreizügigkeit präsentiert der SGB einen Kommentar zur aktuellen Lage. Darin betonen die Gewerkschaften die zentrale Bedeutung von Flankierenden Massnahmen (FlaM). Dank den FlaM entwickeln sich die tiefen und mittleren Löhne in der Schweiz postiver als in mehreren europäischen Ländern, in denen der Schutz geringer ist: In den letzten 20 Jahren sind sie in der Schweiz stärker gestiegen als in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien.
Der Observationsbericht zeigt auf, wie wichtig eine hohe Dichte der in der Schweiz durchgeführten Kontrollen ist. Während in Deutschland jährlich 55.000 Unternehmen auf Arbeits- und Lohnbedingungen überprüft werden, sind es in der Schweiz 41‘000 – bei einem etwa zehnmal kleineren Arbeitsmarkt. Die Entwicklung eines extremen Niedriglohnsektors wurde in der Schweiz so vermieden. Der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen muss ausgebaut, und nicht verschlechtert werden. Auch die Umsetzung kann weiter verbessert werden, vor allem durch verstärkte Kontrollen in den Kantonen. (…).
SGB, Medienmitteilung, 29.6.2020.
SGB > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2020-06-29.
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29.06.2020 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Personenfreizügigkeit: Die flankierenden Massnahmen nützen den Arbeitnehmenden – die Kündigungsinitiative schadet ihnen. Das Seco hat im heute publizierten Observatoriumsbericht ein positives Bild von der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist klar, dass diese positiven Effekte nur dank den flankierenden Massnahmen erreicht werden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der FlaM ist der Königsweg – die Kündigungsinitiative dagegen der worst case für die Arbeitnehmenden. Im Observatoriumsbericht wird ein positives Bild der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Die Zuwanderung erfolgte in erster Linie in den Arbeitsmarkt und bewirkte eine positive Wirtschaftsentwicklung. Die Integration von gut ausgebildeten und jüngeren Arbeitnehmenden trägt ausserdem dazu bei, die Finanzlage der Altersvorsorge zu stabilisieren. Von zentraler Wichtigkeit für Travail.Suisse sind die flankierenden Massnahmen. Diese sorgen dafür, dass in der Schweiz tatsächlich Schweizer Löhne bezahlt werden, resp. Unterbietungen der Löhne und Arbeitsbedingungen aufgedeckt und sanktioniert werden. „Die FlaM gehören zur Personenfreizügigkeit und schützen die Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt vor Lohn- und Sozialdumping“, unterstreicht Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).

Travail.Suisse, 29.6.2020.
Travail.Suisse > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Travail.Suisse, 2020-06-29.
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29.06.2020 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Detailhandel
Referendum
Sonntagsarbeit
Volltext
Die Branchenkonferenz Detailhandel der Unia fordert eine bessere Anerkennung der geleisteten Arbeit im.
Stopp der prekären Arbeit und der Sonntagsarbeit. Die Unia-Branchenkonferenz Detailhandel hat heute in Bern getagt und zwei Resolutionen beschlossen. Die eine richtet sich gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit, die andere fordert das Ende der prekären Arbeit auf Abruf. In den letzten Monaten waren die Angestellten des Detailhandels an vorderster Front. Es ist endlich an der Zeit, dass ihre Arbeit besser anerkannt wird! Die Covid-19-Krise zeigt, wie sehr die Gesellschaft von den Hunderttausenden von Menschen abhängt, die in schlecht bezahlten Berufen des Dienstleistungssektors, insbesondere im Detailhandel, arbeiten. Vorwiegend sind es Frauen. Applaus allein reicht nicht, um ihrer Arbeit gegenüber mehr Respekt zu zeigen. Die Branchenkonferenz Detailhandel der Unia fordert die Aufwertung dieser essentiellen Berufe und Gesamtarbeitsverträge mit fairen Löhnen. Eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die tiefen Löhne sind ein No-Go! Gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit
Die erste von den Teilnehmenden verabschiedete Resolution betrifft die Sonntagsarbeit. Die Delegierten haben beschlossen, alle auf Bundesebene lancierten Pläne zur Liberalisierung der Sonntagsarbeit im Verkauf zu bekämpfen und das im Kanton Bern geplante Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit zu unterstützen. (…). 
Unia Schweiz, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Detailhandel. Unia Schweiz, 2020-06-29.
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29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Inkraftsetzung neues Gleichstellungsgesetz. Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Morgen tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Gewerkschaft Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. Selbst diese Mini-Revision wäre ohne Druck der 20'000 Menschen, die im September 2018 auf die Strassen gingen, vom Parlament nicht verabschiedet worden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Gesetz. Unia Schweiz, 2020-06-29.
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26.06.2020 Schweiz
Lehrkräfte
VPOD Schweiz

Lehrkräfte
Meinungsumfrage
Volltext
Lehrpersonen in der Coronakrise: Wie habt ihr das geschafft? Die Lehrpersonen aller Stufen haben die Schule und andere Bildungseinrichtungen durch die Coronakrise getragen. Der Fernunterricht wurde mit grossem Engagement umgesetzt mit dem Ziel, dass die SchülerInnen und Studierenden ihre Ausbildung fortsetzen oder abschliessen konnten. Wie haben sie das geschafft? Wir möchten das genauer ergründen.
Viele Fragen sind während der Schulschliessungen offengeblieben oder auf später verschoben worden. Rückmeldungen aus den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen geben einen vorläufigen Eindruck davon, wo jetzt Handlungs- und Klärungsbedarf besteht. Der Schutz gefährdeter Personen muss weiterhin oberste Priorität haben. Die Schutzkonzepte dürfen keinen Interpretationsspielraum bieten und nicht vom Ermessen der Schulleitung abhängen, weil sonst Druck auf einzelne Betroffene entsteht. Es braucht neutrale (von den Schulleitungen unabhängige) kantonale Ansprechstellen für Fragen rund um den Gesundheitsschutz an den Schulen. Ungelöst ist ausserdem weiterhin das Problem der Arbeitnehmenden, welche mit gefährdeten Personen im gleichen Haushalt leben. Es braucht einheitliche Regelungen und bessere Absprachen zwischen den Kantonen, insbesondere dort, wo es grenzüberschreitende Bildungsräume gibt. (…).
VPOD Schweiz, 26.6.2020.
VPOD Schweiz > Lehrkraefte. Meinungsumfrage. VPOD Schweiz, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Dividenden
Volltext
Trotz Corona-Krise bedienen Schweizer Unternehmen ihre Aktionäre und CEOs grosszügig. Die Corona-Krise hat die Gier der Aktionäre und CEOs in Bezug nach überhöhten Vergütungen nicht gedämpft. Ganz im Gegenteil: Die Ausschüttungen an Aktionäre steigen, und die Lohnschere hat sich weiter geöffnet. Die Aktionäre von 33 Schweizer Unternehmen streichen 63 Milliarden Franken ein. Einige Unternehmen schütteten gar Dividenden in Milliardenhöhe aus, obwohl sie Bundeshilfe bezogen. Unter diesen Bedingungen ist klar: Es darf es keine Lohnkürzungen oder Entlassungen bei den Beschäftigten geben.
Rekordgewinne für die Aktionäre, Existenzängste für die Arbeitnehmenden: So lässt sich die Studie der Gewerkschaft Unia zum Lohngefälle in der Schweiz zusammenfassen. Die Studie analysiert 37 Schweizer Unternehmen, von denen 33 an der Börse kotiert sind. Allein diese Unternehmen schütteten für das Jahr 2019 63 Milliarden Franken in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an ihre Aktionäre aus (4,4 Milliarden mehr als im Vorjahr). Auch in diesem Jahr öffnet sich die Lohnschere weiter. Den grössten Unterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Gehalt in ein und demselben Unternehmen gab es beim Pharmariesen Roche mit 1 zu 308. Im Durchschnitt der untersuchten Konzerne betrug das Verhältnis 1 zu 148 (gegenüber 1 zu 142 im Vorjahr). (…).

Unia Schweiz, Medienmitteilung, 26.6.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Dividenden. Unia Schweiz, 2020-06-26.
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25.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
VPOD Schweiz
Guy Zurkinden
Antirassismus
Volltext
Rassismus in der Schweiz - verneint und allgegenwärtig. Mobilisierungen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben sich in ganz Europa - auch in der Schweiz - ausgebreitet. Zurecht. Im Mittelpunkt der jüngsten Proteste steht nicht nur der strukturelle Rassismus in Nordamerika sondern auch der stets verneinte Rassismus und das koloniale Erbe der Schweiz. Um den Sklavenhandel zu rechtfertigen, ist der anti-schwarze Rassismus in die DNA unseres Kontinents geschrieben. Kanyana Mutombo, Sekretärin des Carrefour de réflexion et d'action sur le racisme anti-Noir, weist darauf hin, dass Polizeibrutalität und Racial profiling nur ein Teil sind. Rassismus betrifft alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens (Amnesty, Dezember 2014). Arbeitsplätze sind keine Ausnahme Im Gesundheitssektor "schlucken viele ausländische Beschäftigte täglich die Beleidigungen der Patienten", sagt Alma Wiecken, Direktorin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (NZZ, 14. Juni 2020). Schwarze Menschen sind nicht die einzigen Opfer, aber sie werden oft zur Zielscheibe. Das Phänomen ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Im vergangenen August prangerte der SSP Trafic Aérian ähnliche Vorkommnisse am Flughafen Genf an. Wie die französische Aktivistin Rokhaya Diallo betont, ist Rassismus untrennbar mit der sozialen Frage verbunden: "Wer sind die Menschen, die von den neoliberalen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen am meisten betroffen sind? Frauen und Minderheiten. Arme, afrikanische und eingewanderte Frauen. Wir können es nicht ignorieren" (Le Temps, 16. Juni 2020). (...).  VPOD Schweiz, 25.6.2020.
Personen > Zurkiden Guy. Rassismus. VPOD Schweiz, 2020-06-25.
25.06.2020 Schweiz
Buchhandel
Personen
Syndicom
Michael Moser
Buchhandel
Meinungsumfrage
Volltext
60% sind besorgt um die Zukunft des Buchhandels. Mit der Schliessung der Buchhandlungen waren die Buchhändlerinnen eine der am direktesten betroffenen Berufsgruppen in den Branchen von Syndicom. Eine spezifisch auf die Situation der Buchhändlerinnen zugeschnittene Umfrage von Syndicom bestätigte das Bild: 81% der Befragten gaben an, dass für sie momentan Kurzarbeit gilt. Für ganze 50 % galt die Kurzarbeit sogar komplett, sie konnten während dem Lockdown also tatsächlich überhaupt nicht mehr arbeiten und mussten zu Hause bleiben. 36% bekamen von ihrer Arbeitgeberin andere Arbeit zugewiesen, und 21% hatten sogar Überstunden zu bewältigen. Homeoffice war nur für 27% der Antwortenden möglich. Die Hygienevorschriften des Seco konnten nur bei 4% der Antwortenden nicht eingehalten werden, während 87% angaben, dass diese eingehalten werden konnten. Zu denken gibt, dass sich ganze 61% der befragten Buchhändlerinnen Sorgen um die Zukunft des Buchhandels machen. Immerhin 33% sind nach wie vor zuversichtlich. (…).

Syndicom, 25.6.2020.
Syndicom > Buchhandel. Meinungsumfrage. Syndicom, 2020-06-24.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
Reinigung
SBB
Volltext
So geht Reinigung in Zukunft. Weil Konkurrenz- und Kostendruck stets grösser werden, aber auch kurzfristige Betriebsumstellungen zunehmen, soll die Reinigung in Zukunft „bedarfsgerecht“ erfolgen – unterstützt durch digitale Hilfsmittel. Wie das geht, zeigt ein Einblick in das Projekt „Cleaning 4.0“ in Biel. Das Reinigungsteam steht auf dem Perron in Biel bereit, auf dem Smartphone-Bildschirm blinkt der Zustand des Zuges in Rot, Orange und Grün: Das WC muss gereinigt werden, die Abfallkübel sind ok, Staubsaugen wäre nötig,... Die Reiniger priorisieren die nötigen Arbeiten, teilen sich auf und machen sich im ankommenden Zug an die Arbeit. «Ziel ist, dass wir genau da reinigen, wo der Impact für die Kunden am grössten ist», erklärt Tobias Strahm, Leiter des SBB-Projekts „Cleaning 4.0“. Der Konkurrenzdruck durch private Firmen ist in der Reinigung extrem hoch, weshalb in den letzten Jahren ständig die Schraube angezogen wurde: Die Cleaning-Teams mussten immer mehr in immer kürzerer Zeit machen. „Dass dieses Prinzip der ‚Zitronenpresse‘ nicht über eine längere Zeit aufgeht, war ein Grundcredo im Projekt“, betont Tobias Strahm. „Cleaning 4.0“ hat den Auftrag, die Qualität und die Effizienz in der Reinigung zu steigern. Damit dies erreicht werden kann, strebt das Projekt eine „bedarfsgerechte“, flexiblere Reinigung an –unterstützt von digitalen Hilfsmitteln. Bislang war es so, dass die Arbeit der Reinigung in einer fixen …).
Elisa Lanthaler
SEV-Zeitung, 25.6.2020.
SEV-Zeitung > Reinigung. SBB. SEV-Zeitung, 2020-06-25.
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24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
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24.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
SEV
Volltext
Der SEV bietet viele Vorteile. Mit den zunehmenden Lockerungen finden nun wieder Aktionen vor Ort statt. Hier sind ein paar Bilder aus den letzten Wochen aus der ganzen Schweiz. Jetzt ist auch der richtige Moment, um einen Blick auf die Leistungen zu werfen, die der SEV seinen Mitgliedern zu bieten hat. Auch wenn sie allgemein bekannt sind, lohnt es sich doch, sie wieder einmal in Erinnerung zu rufen.
In der letzten Zeitung brachten wir verschiedene Aussagen von Neumitgliedern, die erklärt haben, weshalb sie dem SEV beigetreten sind. Die meisten streichen heraus, dass der SEV ihnen den nötigen Schutz bietet. «Das ist keine Überraschung», findet Giorgio Tuti, Präsident SEV. «Wir haben über 70 Gesamtarbeitsverträge, die stark sind. Sie regeln insbesondere die Arbeitszeit, die Ferien, die Löhne, aber auch die Abläufe bei disziplinarischen Vergehen. Das sind für unsere Mitglieder die wichtigsten Themen.»
Der Organisationsgrad als Stärke des SEV. Dass die GAV, die der SEV ausgehandelt hat, von so hoher Qualität sind, ist kein Zufall. Giorgio Tuti betont gerne, dass sie nicht einfach vom Himmel fallen. „Wir haben gegen 40‘000 Mitglieder. Diese Zahl allein bedeutet aber nicht viel. Der durchschnittliche Organisationsgrad ist viel aussagekräftiger. In der Verkehrsbranche ist nahezu jede und jeder zweite Beschäftigte Mitglied des SEV. In einzelnen Betrieben kitzeln wir die 100%. Es ist klar: Je höher der Organisationsgrad in einem Betrieb, umso stärker sind wir in den Verhandlungen.“ (…).
SEV-Zeitung, 24.6.2020.
Personen > Bologna Vivian. SEV. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Liegenschaften
SBB
Volltext
SBB Immobilien: Eine Reorganisation in Schieflage. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erhält vermehrt sehr negative Rückmeldungen von Mitarbeitenden bei SBB Immobilien Facility Management bezüglich der laufenden Reorganisation „Silhouette“. Das Personal beklagt sich über fehlende Informationen, fühlt sich übergangen und unter Druck gesetzt. Der SEV kann nicht länger zuschauen!
Die Reorganisation „Silhouette“ bei SBB Immobilien war gut aufgegleist, trotzdem droht sie im Bereich Facility Management nun bereits zu entgleisen. Für den SEV ist aufgrund der Rückmeldungen von Mitarbeitenden klar, dass in verschiedenen Regionen einiges nicht korrekt abläuft. „Wir erhalten aktuell fast täglich neue negative Rückmeldungen von Mitarbeitenden, die sich schlecht informiert und übergangen fühlen. Sie erzählen uns von herablassendem Verhalten und verletzenden Äusserungen seitens Vorgesetzten, von Rückstufungen und dem Druck, diese zu akzeptieren sowie von Klüngelei bei Stellenbesetzungen“, zeigt sich der zuständige SEV-Gewerkschaftssekretär Patrick Kummer besorgt.Die Mitarbeitenden bei Facility Management wurden Anfang Juni per Brief über ihre zukünftige Stelle informiert mit der Aufforderung, diese bis Ende Juni mit Unterschrift zu bestätigen. Eine Stellenbeschreibung wurde den Briefen nicht beigelegt. Viele Betroffene wissen nicht, was genau die Stellenbeschreibung beinhaltet, für die sie mit ihrer Unterschrift zusagen. Einige Mitarbeitende sehen sich auch mit einer (...).
SEV, Medienmitteilung, 24.6.2020.
SEV > SBB. Immobilien. SEV, 2020-06-24.
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23.06.2020 Schweiz
Keystone
Syndicom

Keystone
Sozialplan
Volltext
Keystone-SDA: Fokus auf die Publizistik. Der Fokus auf das publizistische Kerngeschäft als Nachrichtenagentur ist für Keystone-SDA richtig. Gleichzeitig erwartet die Gewerkschaft Syndicom, dass das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden nachkommt. Gerade für einen mit öffentlichen Geldern geförderten Betrieb darf Umbau nie einfach Abbau heissen. Die grossen Verlage als Besitzer der Agentur sind gefordert, zu investieren, statt zu resignieren. Aus medienpolitischer Sicht begrüsst Syndicom die Fokussierung auf das Kerngeschäft von Keystone-SDA. PR und Corporate Production passen nicht zu einer öffentlich geförderten Nachrichtenagentur. Um förderbar zu bleiben und vermehrt förderwürdig zu werden, darf die Unternehmensstrategie gleichzeitig nicht auf reinen Abbaumassnahmen beruhen – umso mehr, als die Nachhaltigkeit der jetzigen Massnahmen unklar ist. Leistungen auszulagern und dann extern einzukaufen, verursacht längerfristig mehr Kosten. Auch ob sich ein Abbau bei Infrastruktur und IT rechnet, ist fraglich. (…).

Syndicom, 23.6.2020.
Syndicom > Keystone. Syndicom, 2020-06-23.
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23.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
Gleisbauer
Lokomotivführer
Porträt
Volltext
Pascal Schneiter fährt beim Léman Express. Er ist auch aktiv gegen die Begrenzungsinitiative, über die das Schweizer Stimmvolk am 27. September abstimmen wird. Auf den Spuren von Pascal Schneiter, vom Gleismonteur zum Lokführer. Der Kassier des LPV Genf, Pascal Schneiter, ist ein Aktivist, der einiges zu bieten hat. Einst war er Gleismonteur, heute führt er den Léman Express. Politisch engagiert er sich gegen die Begrenzungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. Wir treffen Pascal Schneiter in Genf Cornavin. Anlass dafür ist die Abstimmung vom 17. Mai – wegen der Coronakrise auf den 27. September verschoben – über die Begrenzungsinitiative der SVP. Pascal hat allen Grund, darüber zu reden. Er hat den Schweizer Pass, lebt aber in Frankreich, eine Viertelstunde von Genf entfernt. Er hat kein Verständnis für die Initiative: „Die Mobilität der Menschen zu begrenzen ist utopisch in einer Welt, die sich immer mehr öffnet. Ein Ja zu diesem Begehren wäre ein grosser Fehler. Es bringt nichts, sich zu verbarrikadieren. Unsere Arbeitsbedingungen werden über Gesamtarbeitsverträge geschützt und nicht über die Schliessung der Grenzen.“ Als Lokführer des Léman Express spricht er gerne über die Situation in Genf. „Die Lösung ist ganz einfach: Die Schweizer Lokführer fahren auf dem Schweizer Netz, die französischen Kolleg/innen in Frankreich.“ Sie bleiben jeweils Angestellte der SBB bzw. der SNCF. (…).

SEV-Zeitung, 23..6.2020.
Personen > Bologna Vivian. Lokomotivfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-06-23.
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22.06.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SGB
Syndicom

Abstimmung
Flankiierende Massnahmen
Personenfreizügigkeit
Volltext
Jobs und Löhne verteidigen. Flankierende Massnahmen und Personenfreizügigkeit. SGB startet Kampagne gegen die Kündigungsinitiative neu – gemeinsamer Auftritt von Bundesrat und Sozialpartnern
Die Lage der Arbeitnehmenden ist äusserst angespannt. Der SGB hat deshalb heute am gemeinsamen Auftritt mit Bundesrätin Karin Keller-Suter und den Sozialpartnern betont, dass die Kündigungsinitiative allen Arbeitnehmenden schadet und bewährte Schutzmassnahmen aufs Spiel setzt. Dabei gilt es gerade in Krisenzeiten, Lösungen für konkrete Probleme zu präsentieren. Dass der Bundesrat und die Sozialpartner dazu bereit sind, wurde während der Corona-Krise unter Beweis gestellt – und mit der Einführung der Überbrückungsleistung bekräftigt. Der SGB engagiert sich stark mit einer eigenständigen Kampagne gegen die Kündigungsinitiative, um Jobs und Löhne zu verteidigen. Die Schweiz hat heute das wirksamste Lohnschutzsystem Europas. Das Prinzip „Schweizer Löhne für Arbeit in der Schweiz“ gilt erst recht, wenn durch die Corona-Krise die Arbeitsbedingungen unter Druck sind: Dieser Schutz ist heute wichtiger denn je. Die SVP-Initiative stellt die Rechte der Arbeitnehmenden und den Lohnschutz in Frage. Sie würde zu unsicheren Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen führen. SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard betonte an der Medienkonferenz, dass „die Kündigungsinitiative zum einzigen Ziel hat, die Rechte der Arbeitnehmenden zu schwächen. Sie würde es schwieriger machen, wirtschaftlich aus der Krise herauszukommen. (…).
SGB, Medienmitteilung, 22.6.2020.
SGB > Personenfreizuegigkeit. SGB, 2020-06-22.
Ganzer Text
20.06.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Politik
Volltext
Covid-19-Krise macht Politikwechsel unvermeidlich. Die Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Unia von heute Samstag in Bern fordert zur Überwindung der Covid-19-Krise Mitbestimmungsrechte für die Arbeitnehmenden, eine Aufwertung der schlecht bezahlten Dienstleistungsberufe, soziale Solidarität und ein griffiges Konjunkturprogramm für den ökosozialen Umbau. Weiter lancierten die Delegierten den Abstimmungskampf gegen die Kündigungsinitiative der SVP. Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz im Zeichen der Covid-19-Krise und ihrer Folgen. Zwar ist die Zahl der Covid-19-Ansteckungen in der Schweiz ist erfreulicherweise stark zurückgegangen, aber die Krise der öffentlichen Gesundheit ist noch nicht vorbei. Es braucht jetzt eine wirksame Strategie, die die Gesundheit, die Arbeit und das soziale Leben der Menschen ins Zentrum stellt. Dazu sind Schutzkonzepte und wirksame Kontrollmassnahmen in der Arbeitswelt nötig. Für nachhaltige Lösungen braucht es die Mitbestimmung der Angestellten und den zwingenden Einbezug der Gewerkschaften in Fragen des Gesundheitsschutzes. Solidarisch aus der Krise. Die Covid-19-Krise hat aber auch gezeigt, wie stark die Gesellschaft von Hunderttausenden Menschen abhängt, die in schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen – in der Pflege, im Verkauf, in der Logistik oder in der Reinigung – arbeiten. Die meisten sind Lohn-diskriminierte Frauen. Applaus reicht nicht, um mehr Respekt zu demonstrieren. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.6.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Politik. Unia Schweiz, 2020-06-20.
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19.06.2020 Schweiz
Syndicom

Nationalrat
Online-Medien
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Der Ständerat produziert einen logischen Patzer - jetzt muss der Nationalrat korrigieren. Der Ständerat hat heute das Paket zu einer neuen Medienförderung behandelt. Nebst mehreren begrüssenswerten Entscheiden hat er beim Bundesgesetz über die Förderung von Online-Medien (BFOM) einen logischen Patzer produziert. Der Nationalrat wird hier korrigieren müssen. Der Fehler kam bei der Beratung des BFOM am Schluss. Das Gesetz sieht vor, dass einheimische Online-Medienangebote neu direkt gefördert werden können, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Auf die Voraussetzungen konnte sich der Ständerat einigen, ebenso bei der grundsätzlichen Frage, ob die Ausgabenbremse gelöst wird. Als es jedoch um die konkrete Finanzierung in der vergleichsweise bescheidenen Höhe von 30 Millionen Franken ging, stimmte dem zwar ebenfalls eine Mehrheit von 22 StandesvertreterInnen zu, jedoch fehlten 2 Stimmen für das notwendige qualifizierte Mehr. Eine absurde Situation: man sagt ja zu einem neuen Gesetz und zur grundsätzlichen Finanzierung, stolpert dann aber bei der Detailfinanzierung. Der Nationalrat ist nun gefordert, diesen unlogischen Ausrutscher zu korrigieren. Die Massnahmen für eine neue Medienförderung können nur als Paket funktionieren, wenn auch die elektronischen Medien, insbesondere die Onlinemedien unterstützt werden. Einzig die Printmedien durch viel höhere Subventionen bei der Zustellung zu fördern, wäre rückwärts gewandt und würde die etablierten Verlage von Zeitungen und Zeitschriften (…).
icom, 19.6.2020.
Syndicom > Online--Medien. Nationalrat. Syndicom, 2020-06-19.
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17.06.2020 Schweiz
SEV-Zeitung

Fahrkarten
Gesundheitsschutz
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Kein Ticketverkauf ohne Schutz des Fahrpersonals! Die Anordnung, den Ticketverkauf beim Fahrpersonal einzustellen, wird diesen Freitag, 19. Juni, aufgehoben. Für den SEV ist klar, dass kein Ticket verkauft werden darf, ohne dass den Busfahrer/innen der notwendige Schutz geboten wird. Die Wiederaufnahme des Ticketverkaufs erfolgt in der Kompetenz und Verantwortung der Transportunternehmen (TU), wie die Systemführerin Postauto mitteilt. Sie hängt auch davon ab, ob die TU das Schutzkonzept beim Ticketverkauf umsetzen können. Hier setzt auch der SEV an: Der Ticketverkauf im Fahrzeug kann erfolgen, wenn dem Busfahrer oder der Busfahrerin angemessener Schutz geboten wird, beispielsweise mit einer Plexiglas-Scheibe, welche die Fahrerkabine abtrennt, genügend Handdesinfektionsmittel und bei Bedarf Handschuhen. Kann das Personal nicht ausreichend geschützt werden, darf kein Ticketverkauf beim Fahrpersonal stattfinden! Der SEV setzt sich ein für den Schutz seiner Mitglieder. Wenn die Fahrerkabine im Bus nicht hinreichend geschützt ist, soll ausserdem die vorderste Sitzreihe für Fahrgäste auch weiterhin gesperrt bleiben. Der SEV appelliert an die Reisenden, sich und andere zu schützen und die Massnahmen des Bundes gegen die Ausbreitung des Coronavirus’ zu befolgen.(…).
SEV-Zeitung, 17.6.2020.
SEV-Zeitung > Fahrkarten. Gesundheitsschutz. SEV-Zeitung, 2020-06-17.
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16.06.2020 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Löhne

Initiativen Schweiz
Mindestlöhne
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Ein Lohn zum Leben. Jetzt für die Mindestlohn-Initiativen unterschreiben! Das Leben wird für uns alle immer teurer. Die Mieten steigen, die Krankenkasse kostet jedes Jahr mehr und nicht nur für ÖV- und das Kinoticket zahlt man viel. Zehntausende arbeiten in Zürich, in Winterthur und rund um den Flughafen Kloten zu absoluten Tieflöhnen, von denen sie nicht leben können. Während der Corona-Pandemie waren sie oftmals von Kurzarbeit betroffen und hatten noch weniger Geld zur Verfügung. Allein in der Stadt Zürich sind fast 17'000 Menschen für weniger als 23 Franken pro Stunde beschäftigt und auch in Winterthur und am Flughafen gibt es riesige Tieflohnsektoren. Das darf nicht sein! Wer arbeitet, soll davon leben können. Und zwar ohne Unterstützung und zusätzliche Zweitjobs. Wir wollen einen Lohn zum Leben. Raus aus der Krise. Die Corona-Krise hat gezeigt: Wenn der Lohn im Alltag kaum zum Leben reicht, dann ist er in einer Krise erst recht zu tief. Fast die Hälfte aller Beschäftigten, für die während der Corona-Krise Kurzarbeit beantragt wurde, gehörte zu den am schlechtesten bezahlten 20 Prozent. Michi, Koch, sagt: „Finanziell ist bei uns Gastro-Beschäftigten immer Krise. Aber als die Küchen wegen Corona schliessen mussten, hatten viele von uns Gehaltseinbussen von 20 Prozent. Sollen wir uns verschulden, nur um Miete und Essen zu zahlen?“Respekt und Fairness. (…).

GBKZ, 16.6.2020.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Mindestlohn. GBKZ, 2020-06-16.
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16.06.2020 Schweiz
FDP
Syndicom

Selbständigerwerbende
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FDP verhindert Abstimmung über Unterstützungsmassnahmen für Selbständige in der aktuellen Session. Zwei Motionen von SP-Nationalrätin Mattea Meyer über die Verlängerung der Unterstützungsmassnahmen für Selbständige sollten nach dem gestrigen Ordnungsantrag diese Woche noch im Parlament behandelt werden. Dieser Entscheid wurde jedoch auf Antrag der FDP heute mit 93 zu 89 Stimmen widerrufen. Damit stellt sich eine knappe Mehrheit gegen die Unterstützung von Selbständigen und KMU. Ein abgekartetes Spiel auf Kosten der Kleinen. Die Gewerkschaft Syndicom fordert vom Bundesrat, jetzt endlich Verantwortung zu übernehmen und die Selbständigen und Kleinbetriebe angemessen zu vertreten.Trotz der Lockerungen ist der „Normalzustand“ für viele noch lange nicht erreicht. SP-Nationalrätin Mattea Meyer hat deshalb in zwei Motionen gefordert, dass der Erwerbsersatz für Selbständigewerbende und die Kurzarbeitsentschädigung für Personen in eigenen GmbH bis im September verlängert wird. Motionen, die laut der Gewerkschaft Syndicom dringend notwendig sind. Bundesrat schweigt, die Mehrheit schaut zu. Die zuständige Nationalrätliche Kommission hat den beiden Motionen zwar zugestimmt, der Bundesrat hat aber trotz Dringlichkeit noch keine Stellung dazu bezogen. Deshalb hat die SP-Fraktion gestern den Ordnungsantrag gestellt, die beiden Motionen noch in dieser Session zu behandeln. Der Erfolg dieses Antrags währte jedoch nur kurz: Vertreter*innen der FDP (…). Syndicom, Medienmitteilung. FDP. Syndicom, 16.6.2020.
Syndicom > Selbstaendige. FDP. Syndicom, 2020-06-16.
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