Gewerkschaftschronik
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21.08.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Betriebsunfall
SBB
Todesfall
Volltext
Tödlicher Arbeitsunfall bei der SBB. SUST-Zwischenbericht stützt unsere Forderungen. Der Zwischenbericht der SUST zeigt, dass technische Defekte Ursache für den tödlichen Arbeitsunfall waren. Die Ergebnisse bestätigen, dass unsere Forderungen absolut gerechtfertigt sind. Der Zwischenbericht der Schweizerischen Untersuchungsstelle (SUST) hat klar gezeigt, dass technische Defekte Ursache für den tragischen Unfall des Chef Kundenbegleiters am 4. August 2019 waren und der Fehler nicht beim Verunfallten lag. Wir fordern, dass die SBB sich nun darauf fokussiert, zu gewährleisten, dass Personal und Kunden sicher sind. Die SBB unterzieht derzeit alle Türen des Wagentyps EW IV einer zusätzlichen Kontrolle. Bis Ende Woche sollen alle Wagen fertig überprüft sein, so die Aussage der SBB an der Sitzung mit dem SEV vom 14. August. Wir halten daran fest, dass Wagen, bei denen der Klemmschutz nicht funktioniert, dann aus dem Verkehr gezogen werden müssen. In einem zweiten Schritt soll, wie im Zwischenbericht der SUST beschrieben, das heutige System für die Inaktivschaltung des Einklemmschutzes durch ein zuverlässiges ersetzt werden. Zudem muss die SBB im Unterhalt zusätzliches qualifiziertes Personal einsetzen. In ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch, 21. August, schreibt die SBB, dass sie den Abfertigungsprozess überprüft und mit den Sozialpartnern diskutiert habe. Dies stimmt so nicht: Wir haben mit der SBB zwar über den Abfertigungsprozess gesprochen, haben dabei aber Änderungen im Prozess zur Erteilung der Abfahrerlaubnis gefordert: (…).
SEV, 21.8.2019.
SEV > Betriebsunfall. Todesfall. SBB. SEV, 2019-08-21.
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20.08.2019 Schweiz
Gesundheitsschutz
Unia Schweiz

Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Schweizerischen Gesundheitsbefragung: Arbeit und Gesundheit. Beunruhigende Zunahme von Stress und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Stress bei der Arbeit, schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen nehmen zu. Diese Befunde der Unia bestätigt auch das BfS heute. Die Unia verlangt einen funktionierenden Gesundheitsschutz gerade in „typischen Frauenbranchen“ und wehrt sich gegen die laufenden Angriffe auf den Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. Der Anteil der Arbeitnehmenden, die unter Stress leiden, ist erneut gestiegen (von 18% im Jahr 2012 auf 21% im Jahr 2017). Dies teilte das BfS heute mit. Ausserdem sind die Arbeitnehmenden vermehrt psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Dazu zählen z.B. hoher Zeitdruck, geringer Gestaltungsspielraum, Diskriminierung, Stress sowie Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes. Gleichzeitig bleiben die physischen Belastungen in der Arbeitswelt anhaltend hoch. Die häufigste körperliche Arbeitsbelastung in der Schweiz ist das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen wie sie oft in Industriebetrieben (z.B. in der Uhrenindustrie) oder im Dienstleistungssektor (z.B. Arbeit an der Kasse) vorkommen. Gerade dieses Risiko hat bei den Frauen zugenommen. Besonders beunruhigend ist der hohe Anteil der sehr oft gestressten Personen, die sich emotional erschöpft fühlen (49%). Diese Personen sind unmittelbar Burnout gefährdet. Alarmierend ist auch, dass junge Erwerbstätige speziell betroffen sind und dass die Zunahme im Gesundheits- und Sozialwesen besonders stark ist. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.8.2019.
Unia Schweiz > Stress. Meinungsumfrage. Unia Schweiz, 2019-08-20.
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20.08.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Regierung Schweiz
Work
Patricia D Incau
Regierung Schweiz
Rentenalter
Volltext
Bundesrätliche AHV-Pläne machen Frauen hässig. Höheres Rentenalter? Ohne uns! Der Bundesrat will die Frauen ein Jahr länger arbeiten lassen. Die machen klar: Nicht mit uns! Da kam er schon wieder auf, der Geist des Frauenstreiks: Als SP-Bundesrat und AHV-Minister Alain Berset am 1.August in Yverdon-les-Bains zu seiner Rede ansetzte, kam es im Publikum zum stillen Protest. Der Grund: Im Juli hatte der Bundesrat seine neuesten AHV-Pläne präsentiert. Und die Frauen damit so richtig hässig gemacht. Denn im Zentrum der Reform steht ·die Erhöhung des Frauenrentenalters. Statt heute bis 64 sollen Frauen künftig bis 65 arbeiten - und damit einen Grossteil der AHV-Sanierung schultern (siehe Kasten). Eine „Ohrfeige für alle Frauen“, finden das die Mitglieder des Basler Streikkomitees. „Eine Frechheit!“ sagen die Zürcherinnen. Und für die Westschweizerinnen ist klar: „On se moque de nous!“, sinngemäss: Wir werden verarscht. Denn: Nicht einmal drei Wochen lagen zwischen dem mächtigen Frauenstreik vom 14.Juni und der bundesrätlichen Pressekonferenz. Alter Wein in neuen Schläuchen. Der Plan des Bundesrates ist da nicht nur ein riesiger Affront. Sondern auch: alter Wein in neuen Schläuchen. Denn schon zweimal haben Regierung und Parlament in den letzten Jahren versucht, das Frauenrentenalter zu erhöhen. Zweimal sagte das Volk Nein. Zuletzt 2017, bei der Abstimmung um die Altersvorsorge 2020. (…).
Patricia D’Incau.
Work online, 16.8.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Rentenalter. Regierung Schweiz. Work online, 2019-08-16.
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20.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Ständerat
Yvonne Zimmermann
Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Stress am Arbeitsplatz nimmt zu: Kommen Ständeräte endlich zur Vernunft? Geplante Arbeitsgesetz-Revision würde Stress erhöhen und ist zu stoppen - Konsequenzen aus der Gesundheitsbefragung 2017 ziehen. Der Stress am Arbeitsplatz hat zugenommen. Dies zeigt die Schweizer Gesundheitsbefragung 2017, die heute vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht wurde. Statt dagegen Massnahmen zu ergreifen, wollen bürgerliche Politiker die Situation mit einer Revision des Arbeitsgesetzes verschlimmern. Sie wollen u.a., dass viele Arbeitnehmenden länger und neu auch an Sonntagen arbeiten müssen. Der Ständerat, der die Gesetzesrevision in der Herbstsession beraten wird, muss nun endlich zur Vernunft kommen und die Vorlage beerdigen. Die Gesundheitsbefragung 2017 spricht eine klare Sprache: 2017 litten 21 Prozent der vom Bundesamt für Statistik befragten Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz sehr oft unter Stress. 2012 waren es 18 Prozent gewesen. Die Hälfte von ihnen fühlt sich bei der Arbeit emotional erschöpft und sind damit einem höheren Risiko ausgesetzt, ein Burn-Out zu erleiden. Statt, wie es Arbeitsmediziner und Gewerkschaften verlangen, stressbedingte Krankheiten als Berufskrankheiten anzuerkennen und die wöchentlichen Arbeitszeiten zu reduzieren, wollen die Mehrheiten in den Wirtschaftskommissionen der Eidg. Räte die Lage auf Vorschlag von Ständerat Konrad Graber und der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter noch verschärfen. So sollen die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf 67,5 Stunden und die maximale tägliche Überzeitarbeit erhöht und sogar das Sonntagsarbeitsverbot (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 20.8.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Stress. Meinungsumfrage. SGB, 2019-08-20.
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20.08.2019 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Beunruhigende Zunahme von Stress und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Stress bei der Arbeit, schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen nehmen zu. Diese Befunde der Unia bestätigt auch das Bundesam für Statistik BfS heute. Die Unia verlangt einen funktionierenden Gesundheitsschutz gerade in „typischen Frauenbranchen“ und wehrt sich gegen die laufenden Angriffe auf den Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. Der Anteil der Arbeitnehmenden, die unter Stress leiden, ist erneut gestiegen. Dies teilte das BfS heute mit. Ausserdem sind die Arbeitnehmenden vermehrt psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die häufigste körperliche Arbeitsbelastung in der Schweiz ist das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen wie sie oft in Industriebetrieben (z.B. in der Uhrenindustrie) oder im Dienstleistungssektor (z.B. Arbeit an der Kasse) vorkommen. Gerade dieses Risiko hat bei den Frauen zugenommen. Befunde der Unia bestätigt. Die Analyse der schweizerischen Gesundheitsbefragung stützt Ergebnisse von Unia-Umfragen, die zu einem ähnlichen Schluss kamen. Schon 2016 hat die Unia eine Online-Befragung bei büronahen, unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen durchgeführt und dringenden Handlungsbedarf verortet, denn arbeitsbedingter Stress kommt gerade in büronahen Dienstleistungsberufen sehr häufig vor und hat oft negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten (…).
Unia Schweiz, 20.8.2019.
Unia Schweiz > Stress. Meinungsumfrage. Staenderat. Unia Schweiz, 2019-08-20.
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20.08.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Alarmierende Signale zum Stress in der Arbeitswelt. Stress und psychosoziale Risiken im Arbeitsmarkt nehmen zu. Die heute publizierte Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 des Bundesamtes für Statistik zeigt, dass Stress und psychosoziale Risiken in der Arbeitswelt immer mehr zur Belastung werden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert ein besseres Monitoring, einen stärkeren Gesundheitsschutz für die Arbeitnehmenden und insbesondere einen Verzicht auf die weitere Ausdehnung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit, wie es der Ständerat vorschlägt. Die Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 zeigt eine deutliche Zunahme von Stress und psychosozialen Risiken in der Arbeitswelt. Im Jahr 2017 litten 21% der Erwerbstätigen sehr oft unter Stress – fünf Jahre zuvor waren es noch 18%. Ein hohes Stresslevel im Arbeitsprozess verschlechtert den Gesundheitszustand generell und erhöht das Burn-out-Risiko. So vermeldete der Krankenversicherer Swica seit 2012 eine starke Zunahme der Krankheitsfälle insgesamt und der psychischen Erkrankungen im Speziellen. „Der zunehmende Stress in der Arbeitswelt wird mehr und mehr zu einem Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmenden und produziert hohe volkswirtschaftliche Folgekosten“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Ein dichteres Monitoring zur Entwicklung von Stress und psychosozialen Risiken in der Arbeitswelt scheint unabdingbar. Doch stattdessen gibt es politische Vorstösse für eine Revision des Arbeitsgesetzes. Damit sollen nicht nur die täglichen und (…).
Travail.Suisse, 20.8.2019.
Travail.Suisse > Stress. Meinungsumfrage. Travail.Suisse, 2019-08-20.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
Steuern
Work
Clemens Studer
Steuerhinterziehung
Unternehmenssteuer
Volltext
Endlich faire Konzernsteuern. Was die Banken dank dem Bankgeheimnis auf individueller Ebene machten, macht die Schweiz auf institutioneller, Beide Geschäftsmodelle liegen im Sterben. Die Eidgenössische Steuerverwaltung darf den französischen Kolleginnen und Kollegen Namen und zusätzliche Informationen zu rund 40‘000 UBS-Konten liefern. Auf diesen Konten liegen grösstenteils wohl unversteuerte Vermögen von 11 Milliarden Franken. Die Anfrage ging im Mai 2016 ein und wurde von der UBS bis vor Bundesgericht bekämpft. Ohne Erfolg. Am 26. Juli 2019 genehmigte das Bundesgericht nun die Datenlieferung. Den Ausschlag gegeben hat ein SVP-Bundesrichter. Weil Spekulanten und Banker damit nicht rechneten, wurde bereits vor dem Votum des letzten Bundesrichters gefeiert, und der UBS-Aktienkurs legte zu, um dann nach dem Votum des SVP-Richters wieder zu tauchen. Nebenwirkung des Urteils: Die SVP zeigt, was sie von der Gewaltenteilung hält, und droht ihrem Parteikollegen mit der Abwahl. Rückzugsgefechte. Die Anfrage der Franzosen wird nicht die letzte sogenannte Gruppenabfrage bleiben. Einige Länder haben schon solche eingereicht, unterdessen auch Italien, wie dieser Tage bekannt wurde. In Paris wurde die UBS wegen Schwarzgeldgeschäften zu einer Milliardenbusse verurteilt. (…).
Clemens Studer.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Studer Clemens, Unternehmenssteuer. Work online, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
SBB
Work
Ralph Hug
Betriebsunfall
SBB
Todesfall
Volltext
Einklemmschutz funktionierte nicht: Tragischer Tod von Zugführer Bruno R. Der SEV will umfassende Sicherheitskontrolle. Die Bähnlergewerkschaft SEV machte bei den SBB Druck für eine schnellere Überprüfung der Zugtüren-Sicherheit. Was war verantwortlich für den tödlichen Unfall des Zugbegleiters Bruno R. (54)?. Klar ist bis jetzt nur: Die Türe schloss und klemmte den Arm des Zugführers ein. Dieser konnte nicht mehr einsteigen und wurde vom Zug mitgeschleift. Der Einklemmschutz, der genau solche Unfälle verhindern soll, hat nicht funktioniert. Eine Untersuchung der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle läuft. SBB-Mitarbeitende, aber auch Reisende kennen den Mangel. Laut offizieller SBB-Statistik sind seit 2014 insgesamt 86 Fahrgäste und seit 2016 zehn Zugbegleiter eingeklemmt und teilweise verletzt worden. Kein Risiko. Bruno R.s tragischer Tod hat die Bähnlerinnen und Bähnler tief getroffen, Vor einer Woche stand punkt 13 Uhr im Zürcher Hauptbahnhof alles still. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen des Verunfallten hielten eine Gedenkminute mit Trillerpfeifen und Zughörnern ab. Ein deutliches Signal für mehr Sicherheit. Gleichzeitig macht die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV Druck. Vizepräsident Manuel Avallone forderte, dass sämtliche 493 Wagen des fraglichen Zugtyps mit fast zweitausend Türen aus dem Betrieb genommen und durchgecheckt werden. Man dürfe kein Risiko eingehen. (…). Ralph Hug.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Hug Ralph. Betriebsunfall. Todesfall. Work online, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Martin Jakob
Ratgeber
Volltext
Wohnungswechsel
Wohnungszüglete in Eigenregie: Was Sie beachten müssen. Machen Sie es den Freunden nicht zu schwer. Fleissige Freunde, ein gutes Fahrzeug und eine vorausschauende Planung: Wie Ihr Umzug auch ohne Zügelprofis gelingt. Eine Züglete will gut vorbereitet sein - erst recht, wenn Sie selber Regie führen. Sobald der Termin feststeht, werben Sie also Helferinnen und Helfer an, mieten den Lieferwagen und organisieren genügend Verpackungsmaterial. Vielleicht erhalten Sie Kartons gratis von Freunden, andernfalls können Sie sie im Do-it-yourself-Shop kaufen oder beim Zügelunternehmen mieten. Die Miete ist etwas teurer, hat aber Vorteile: Sie erhalten robuste, gut stapelbare Boxen, und nach Gebrauch werden Sie die Dinger wieder ohne Entsorgungsaufwand los. Erkunden Sie beizeiten auch den Fahrweg und die Auf- und Ablademöglichkeiten möglichst nah bei der Haustür, Es empfiehlt sich, den Hauswarten die Züglete anzumelden und sie allenfalls zu bitten, am Vorabend einen genügend grossen Parkplatz zu reservieren. Gut unterwegs. Wählen Sie einen Lieferwagen mit genügend grossem, gedecktem Ladevolumen. Falls Sie Tiefgaragen befahren müssen, achten Sie auf die maximale Durchfahrtshöhe! Gegen Aufpreis erhalten Sie ein Fahrzeug mit Hebebühne, die schont den Rücken. Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Versicherung. Eine Haftpflichtversicherung für Schäden, die bei einem Unfall Dritten zugefügt werden, muss der Vermieter selbst abschliessen. Die Vollkasko zur Versicherung von Schäden am Mietauto ist dagegen nicht zwingend. Falls sie im Mietpreis nicht enthalten ist, sollten Sie sie dazukaufen,  (…). Martin Jakob.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Jakob Martin. Wohnungszueglete. Ratgeber. Work online, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Betriebsunfälle
Todesfall
Volltext
Tödlicher Arbeitsunfall bei der SBB. SBB lenkt von den eigentlichen Problemen ab. In einem Interview mit Tele M1 wirft Linus Looser den Zugbegleitern vor, sich nicht korrekt an den Abfertigungsprozess zu halten. Diese Aussage der SBB-Führung ist ein Schlag ins Gesicht aller Zugbegleiter/innen. In einem Interview mit Tele M1 kritisiert Linus Looser, Leiter Bahnproduktion SBB, dass sich Mitarbeitende nicht immer an den vereinbarten Abfertigungsprozess halten. Dieser Vorwurf der SBB-Führung, der eine Mitschuld am Unfall suggeriert, ist respektlos und ein Schlag ins Gesicht aller Zugbegleiter/innen. Zudem lenkt die SBB mit dieser Aussage vom eigentlichen Problem ab. Dass der Klemmschutz nicht funktioniert hat, ist ganz klar ein technisches Problem, das seine Ursache auch im Unterhalt hat. Wir müssen davon ausgehen, dass das Personal im Unterhalt am Anschlag läuft. Wegen des Personalmangels und der Sparwut des Managements haben die Mitarbeitenden im Unterhalt immer weniger Zeit zur Verfügung, ihre Arbeit zu erledigen. Dazu hat auch die Reorganisation „Neue Berufsbilder ZBS“ beigetragen.
SEV, 16.8.2019.
SEV > Betriebsunfall. SBB. SEV, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Gesundheitsschutz
Hitzewelle
Volltext
Hitzewellen nehmen zu: Die Arbeiter kommen ans Limit. „Man denkt nur noch: Schatten, trinken, heim“. Auf der Baustelle und im Gartenbau ist Hitze nicht nur lästig, sondern gefährlich. Die Unia fordert die Firmen zum Handeln auf. Der Gärtner Simon Steinmann sagt es deutlich: „Bei Temperaturen gegen 35 Grad kann man keine Leistung mehr erbringen.“ Der Kreislauf mache nicht mehr mit, der Kopf schmerze, in Gedanken sei man nicht mehr bei der Arbeit, so das 45jährige Unia-Mitglied: „Wenn du drei, vier Stunden an der prallen Sonne gearbeitet hast, denkst du irgendwann nur noch: Wo gibt’s Schatten, wo kann ich was trinken, wann kann ich heim?“ 43 Grad Körpertemperatur. Gleich zwei Hitzewellen überrollten diesen Sommer die Schweiz: In der letzten Juniwoche und gegen Ende Juli. Zweimal sieben Tage lang kletterten die Temperaturen jeweils über 30 Grad. An zahlreichen Orten gab es neue Temperaturrekorde. Und vor allem: Solche Hitzewellen ¬nehmen zu. François Clément von der Unia sagt es so: „Der Klimawandel schafft neue Arbeitsbedingungen.“ Für Bauarbeiter, Gärtner oder Dachdecker, die im Freien arbeiten, ist das lebensgefährlich. Das zeigte sich Ende Juli im Kanton Freiburg dramatisch. Ein 40jähriger portugiesischer Gartenbauer brach bei der Arbeit in brütender Hitze zusammen. Kurz darauf starb er im Spital. Unia-Mann Clément hat mit der Familie des Opfers gesprochen: „Er starb an den Folgen eines Hitzschlags. Als er im Spital ankam, hatte er eine Körpertemperatur von 43 Grad.“(…). Christian Egg.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Egg Christian. Hitzewelle. Gesundheitsschutz. Work online, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Entschädigungen
Hitzewelle
Volltext
Baustopp bei Hitze: Zwei Beispiele, die funktionieren. Im Kanton Waadt war die Bauwirtschaft gut auf die Hitzewellen dieses Sommers vorbereitet: Firmen konnten die Arbeit um 13 Uhr einstellen, bevor die Temperatur unerträglich wurde. Für die finanziellen Einbussen sprang ein Schlechtwetterfonds ein, in den die Sozialpartner und der Kanton einzahlen. Das Pilotprojekt startete vor zwei Jahren und war ursprünglich für den Winter gedacht: Zusammen mit Meteo Schweiz haben die Unia und der kantonale Baumeisterverband genaue Kriterien festgelegt. Sobald Meteo Schweiz das Schlechtwetter bestätigt, wird die Arbeit auf allen Baustellen in der betroffenen Region eingestellt, und der Fonds kommt für die Lohnausfälle auf. Diesen Sommer beschlossen die Sozialpartner erstmals, den Fonds auch bei Hitze zu aktivieren. Schliesst die Baustelle wegen Hitze, bezahlt ein Fonds den vollen Lohn. Im Gegensatz zur Schlechtwetterentschädigung der Arbeitslosenkasse zahlt der Waadtländer Fonds die vollen Löhne der Arbeiter, und zwar ohne Karenztage. Für Unia-Mann François Clément entscheidend: „So entstehen den Arbeitgebern keine Kosten. Deshalb machen sie mit.“ Er fordert: Eine solche Lösung sollte für die ganze Schweiz gelten. Ein anderes Modell hat Österreich: Wenn die Temperatur 32,5 Grad übersteigt, können Firmen den Arbeitern freigeben. (…).  Christian Egg.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Egg Christian. Hitzewelle. Entschaedigung. Work online, 2019-08-16.
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16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Anne-Sophie Zbinden
Kolonialismus
Volltext
Gegen das Vergessen. Manche Fotos sind brutal konkret. Das von Napalm verletzte, nackte, schreiende Mädchen: die Verkörperung des grausamen Vietnamkrieges. Der kleine Junge im roten T-Shirt, der tot am Strand liegt: das unerträgliche Symbol für das Versagen Europas in der Flüchtlingskrise. Weisse Männer, die in herrischen Posen über halbnackten schwarzen Frauen stehen: verstörende Sinnbilder kolonialistischer Ausbeutung und der sexuellen Gewalt des weissen Mannes. Diese Bilder zeigen uns, dass der Reichtum Europas auf Ausbeutung beruht. Besonders die Sklavenwirtschaft hat den europäischen Kapitalismus angetrieben, wie Work-Autor Oliver Fahrni schreibt. Auch die Schweiz war daran beteiligt. So besass etwa der Staat Bern Aktien der britischen „South Sea Company“, die Sklaven verkaufte. 1723 war der mächtigste Staat der Alten Eidgenossenschaft der mit Abstand grösste Aktionär dieser Gesellschaft, noch vor der „Bank of England“ und König George I. Später profitierte der Schweizer Finanzplatz vom internationalen Ruf, der aus Geschäftsbeziehungen im kolonialen Kontext entstanden war. Darauf ist auch der Boom von Schweizer Banken in der weltweiten Vermögensverwaltung nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Die Sklavenwirtschaft hat den europäischen Kapitalismus angetrieben. Hinschauen. Und das düstere Erbe des Kolonialismus lebt weiter in den Orbáns oder Trumps dieser Welt. In Rassismus und Sexismus. In der Islamfeindlichkeit, welche die Glarners dieser Schweiz(…). Anne-Sophie Zbinden.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Zbinden Anne-Sophie. Kolonialismus. Work online, 2019-08-16.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Berufsschule
Sexuelle Belästigung
Volltext
Belästigung: Berufsschulen drücken sich. Wie fülle ich eine Steuererklärung aus? Welche Rechte habe ich als Mieterin oder Mieter? Wie verhalte ich mich ökologisch? Solche Dinge und noch viel mehr lernen Stiftinnen und Stifte an der Berufsschule im allgemeinbildenden Unterricht. Zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz lernen die meisten: nichts. Das zeigt eine Umfrage von Work bei verschiedenen Deutschschweizer Kantonen. Unverbindlich. Der Kanton Zürich schreibt, es gebe „keine verbindlichen Vorgaben“, ob die Berufsschulen die Lernenden zu diesem Thema informieren müssten. Im Kanton Bern mussten die Schulen zwar ein Konzept erstellen, wie sie sexuelle Belästigung zu thematisieren gedenken. Eine verbindliche Weisung gibt es hier aber auch nicht: „Die Schulen sind frei, wie sie das Thema behandeln wollen.“ Und an der Berufsschule Basel-Stadt ist ein Programm zum Thema erst in Planung. Der Kanton St. Gallen gibt an, sexuelle Belästigung werde im allgemeinbildenden Unterricht behandelt. Doch auch hier: keine verbindliche Vorgabe an die Schulen. Unia-Jugendsekretärin Kathrin Ziltener hat während und nach der Umfrage mit vielen Stiftinnen und Stiften gesprochen. Sexuelle Belästigung als Thema in der Berufsschule? Fast überall Fehlanzeige, sagt sie. Das muss sich jetzt ändern. Ziltener fordert: „Alle Berufsschulen müssen den Lernenden aufzeigen, welche Formen von Belästigung es gibt und wie sie sich dagegen wehren können.“ (…).  Christian Egg.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Egg Christian. Sexuelle Belaestigung. Berufsschulen. Work online, 2019-08-16.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Jean Ziegler
Hunger
Volltext
Hunger. Dienstag, 23. Juni, im Konferenzsaal XI des Genfer Völkerbundpalasts: ein Tag der Niederlage für die Vereinten Nationen. Die höchsten Verantwortlichen all jener Spezialorganisationen, die mit dem weltweiten Kampf gegen den Hunger betraut sind, mussten sich vor den Botschafterinnen und Botschaftern und Vertretern der internationalen Zivilgesellschaft rechtfertigen. Denn die Zahl der Hungernden steigt. Und dies auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Im holzgetäfelten, klimatisierten Konferenzsaal stellten die Direktorinnen und Direktoren der FAO (der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation), der WHO (der Weltgesundheitsorganisation), der Unicef (des Kinderhilfswerks), des WFP (des Welternährungsprogramms) und der FIDA (der Internationalen Föderation für die Entwicklung der Landwirtschaft) ihren kiloschweren Jahresbericht vor. Sein Titel: „Die Lage der Ernährungssicherheit auf der Welt“. 820 Millionen Opfer. In der Uno-Entwicklungsagenda 2030 heisst es in Artikel 1: „Den Hunger beseitigen“. Aber heute leiden immer noch 820 Millionen Menschen an permanenter, schwerster Unterernährung. Im subsaharischen Afrika, das grossartige, uralte Bauernkulturen und Millionen Hektaren fruchtbaren Bodens besitzt, leidet über ein Fünftel der Bevölkerung an todbringenden Mangelkrankheiten oder Unterernährung. Mangelernährung bedeutet, dass den Menschen Vitamine und mineralische Nährstoffe fehlen. Unterernährte nehmen zu wenig Kalorien zu sich. Hunger ist (…). Jean Ziegler.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Ziegler Jean. Hunger. Work online, 2019-08-16.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
Kolonialismus
Sklavenhandel
Volltext
Hehlerei fürs Imperium. Heidiland & die Kolonien. Die Schweiz hatte nie Kolonien. Woher kommt dann unser Wohlstand? Von den Kolonien. Wie jetzt? Die Schweizer Sklavenschiffe „Pays de Vaud“, „Ville de Lausanne“ und „Helvétie“ operierten von Marseille aus. Sie gehörten einer Waadtländer Firma und schafften die Sklaven aus der portugiesischen Kolonie Moçambique über den Atlantik. Auf dem Rückweg nahmen die Schiffe die Produkte der Kolonie, etwa Kaffee und Textilien, mit. Dieses Dreieck der Sklavenwirtschaft zwischen Europa, Afrika und Amerika hat dem europäischen Kapitalismus zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert einen mächtigen Schub verliehen und die ökonomischen Grundlagen der Industrialisierung geschaffen. Die wiederum Europas Aufstieg zur Weltmacht einleitete. Auch das Basler Handelshaus Burckhardt verdiente mit eigenen Schiffen gut an der Sklaverei. Aber Sklavenhandel war mühsam, und manchmal starb bei den erbärmlichen Bedingungen im Bauch der Kähne die halbe menschliche Fracht. Also verlegte man sich auf die Finanzierung der Sklaverei und diverse Dienstleistungen. Rund 20 Schweizer Banken versorgten Sklavenhändler in den französischen Städten Nantes und Le Havre, in Holland und Grossbritannien mit Kapital. Praktisch war, dass die Banken gleichzeitig auf den Antillen und bis ins ferne Indonesien an Sklaverei-Plantagen beteiligt waren. Ebenfalls verlegte man sich auf den Handel mit manchen Produkten wie Textilien aus (…). Oliver Fahrni.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Kolonialismus. Sklavenhandel. Work online, 2019-08-16.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Kathrin Ziltener
Arbeitspause
Ratgeber
Volltext
Darf ich für den Spitalbesuch früher gehen? Ich arbeite Im zweiten Lehrjahr als Hotel-Kommunikationsfachmann. Meine feste Freundin Ist schwer erkrankt und liegt seit längerer Zeit Im Spital. Ich habe meine Chefin gefragt, ob Ich einmal pro Woche ein bis zwei Stunden früher gehen könne, um sie zu besuchen. Die Chefin sagte, das gehe leider nicht. Kann Ich noch etwas machen? „Leider ist die Entscheidung zulässig. Das Schweizer Arbeitsrecht ist nicht sehr alltagsfreundlich: Selbst wenn du ein krankes Kind zu Hause hast, kannst du meist maximal drei Tage freinehmen. Wärst du mit einer Freundin verheiratet oder würdet ihr in eingetragener Partnerschaft leben, wäre die Chance grösser: Die Gerichte bejahen heute den Anspruch auf zusätzliche Freizeit für den Besuch kranker Familienangehöriger im Spital. Ich würde dir empfehlen, noch einmal mit deiner Chefin zu reden und ihr den Ernst der Lage klarzumachen. Ausserdem könntest du ihr anbieten, an dem Tag, an dem du früher gehen möchtest, auch früher mit der Arbeit zu beginnen. Ich wünsche dir und deiner Freundin in dieser anstrengenden Zeit auf jeden Fall alles Gute“
Hast auch du eine Frage an die Unla-Jugendsekretärin? Schreib an lehre unla.ch.
Kathrin Ziltener.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Ziltener Kathrin. Arbeitspausen. Ratgeber. Work online, 2019-08-1.
Ganzer Text
15.08.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Betriebsunfall
Todesfall
Volltext
Tödlicher Arbeitsunfall bei der SBB. Das darf nie wieder passieren! Bei einem tragischen Arbeitsunfall in Baden bei der Zugsabfertigung des Interregio Basel-Zürich wurde ein 54-jähriger Chef Kundenbegleiter tödlich verletzt. Seine Kolleginnen und Kollegen und der SEV fordern nun: So ein Vorfall darf nie wieder passieren. Aussagen zum genauen Unfallhergang sind derzeit noch nicht möglich. Die unabhängige Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) führt detaillierte Untersuchungen durch. Fest steht einzig, dass der Arm des Zugbegleiters in der Türe eingeklemmt wurde, da der Klemmschutz der betroffenen Türe nicht funktionierte. Am Mittwoch, 14. August, traf sich der SEV mit der Leitung Personenverkehr. Dabei wurde die Aussage gemacht, dass die vertiefte Nachkontrolle der Wagentüren des entsprechenden Zugtyps (EW IV Wagen) bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein soll. Weiter fordert der SEV, dass überprüft wird, ob bei weiteren Wagentypen dieselben Probleme auftreten können, dass die Wagen EW IV und allenfalls weitere unverzüglich mit einem Blockiersystem der Einstiegstüre auszurüsten sind, so dass die Kundenbegleiter/innen die Türe blockieren können, wie es in den ICN und DOSTO möglich ist. Die SBB hat diese Tage eine Information an die Mitarbeitenden erlassen, in der Aussagen zum Abfahrprozess gemacht werden. (…).
SEV, 15.8.2019.
SEV > Betriebsunfall. SBB. SEV, 2019-08-15.
Ganzer Text
15.08.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
Die Zeit für einen Vaterschaftsurlaub ist überfällig! Heute hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) über die Volksinitiative für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub und ihren Gegenentwurf beraten. Sie lehnt die Initiative ab, hält aber – wie bereits die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) – am Gegenentwurf für 10 Tage Vaterschaftsurlaub fest. Dass die WBK-N das Bedürfnis der Familien nach einem Vaterschaftsurlaub endlich anerkennt, wertet der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!» als positives Zeichen für die Zukunft. Die Schweiz hat als einziges Land in Europa noch immer keinen Vaterschaftsurlaub – weder einen bezahlten noch das Recht auf einen unbezahlten. Heute hat die WBK-N entschieden, die Vaterschaftsurlaubs-Initiative abzulehnen, die 20 Tage flexibel innert dem ersten Lebensjahr des Kindes beziehbaren Vaterschaftsurlaub fordert. Die Kommission hält hingegen am Gegenentwurf für 10 Tage Vaterschaftsurlaub fest und anerkennt damit grundsätzlich die Notwendigkeit eines Vaterschaftsurlaubs. Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ bedauert den Entscheid gegen die Vaterschaftsurlaubs-Initiative. (…).
Travail.Suisse, 15.8.2019.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2019-08-15.
Ganzer Text
13.08.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
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Jetzt müssen die Löhne um mindestens 2 Prozent steigen. Obwohl die Wirtschaft erfreulich erfolgreiche Jahre hinter sich hat, sind die Löhne der Arbeitnehmenden kaum gestiegen. Im Gegenteil: Durch die anziehende Teuerung mussten die Arbeitnehmenden zwei Jahre in Folge Reallohnverluste hinnehmen. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist deshalb klar, dass die Arbeitnehmenden endlich wieder mehr Geld ins Portemonnaie bekommen müssen. Um einen weiteren Kaufkraftverlust zu verhindern, sollten in der diesjährigen Lohnrunde die Löhne um mindestens zwei Prozent erhöht werden. Die Arbeitnehmenden haben mit viel Einsatz und grosser Flexibilität mitgeholfen, den jetzigen Wirtschaftsboom zu ermöglichen. In den letzten zwei Jahren ist die Wirtschaft um 4.2 Prozent gewachsen und auch dieses Jahr deuten die Prognosen auf ein stabiles Wachstum von 1.2 Prozent. Dieser Wirtschaftsaufschwung ist bisher an den Arbeitnehmenden vorbeigezogen. Die Lohnerhöhungen blieben äusserst bescheiden und wurden von der Teuerung weggefressen. Erstmals seit 10 Jahren, dafür gleich zwei Jahre in Folge waren die Arbeitnehmenden mit Reallohnverlusten konfrontiert. Für Travail.Suisse und seine Mitgliedverbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union ist klar, dass es einen Nachholbedarf bei den Löhnen gibt und dass in der kommenden Lohnrunde den meisten Arbeitnehmenden Lohnerhöhungen von mindestens zwei Prozent gewährt werden müssen. Nur generelle Massnahmen erhalten die Kaufkraft aller Arbeitnehmenden. (…). Travail.Suisse, 13.8.2019.
Travail.Suisse > Lohnerhoehungen. Travail.Suisse. 2019-08-13.
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09.08.2019 Schweiz
Bildung
Personen
Christine Flitner
Lehrmittel
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Rollenklischees in Schulbüchern. Schulbücher spielen für Kinder bei der Weitergabe von Männer- und Frauenbildern eine wichtige Rolle. Leider nach wie vor in vielen Fällen eine negative. Zum bevorstehenden Schulanfang würde es sich lohnen, wenn sich Lehrpersonen und Ausbildungsinstitutionen mal wieder mit dem Thema beschäftigen. Wie können Schülerinnen und Schüler ermutigt werden, sich entsprechend ihren Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln und nicht gemäss überlieferten Geschlechterbildern? Schulbücher spielen eine wichtige Rolle bei der Weitergabe von Rollenbildern und der Sozialisation von Kindern. Zwei Wissenschaftlerinnen untersuchten im Auftrag der Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten vier Lehrmittel, welche in der Romandie in der Primarstufe eingesetzt werden. Das Ergebnis ist eindeutig: Männliche Figuren sind vorherrschend, die Frauen haben klare und begrenzte Rollen. So werden im Geschichtsbuch für die 5. und 6. Klasse die Männer der Vor- und Frühgeschichte aktiv als Jäger und Fischer, beim Feuermachern, Steine bearbeiten, als Krieger, Musiker oder Archäologen gezeigt, während die Frauen vor allem beim Nähen und der Kleinkinderbetreuung zu sehen sind. Auch im Mathematikbuch werden die Männer in mehr Berufen gezeigt als die Frauen. (…).
Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 9.8.2019.
Personen > Flitner Christine. Lehrmaterial. VPOD Schweiz, 2019-08-09.
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09.08.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Sexuelle Belästigung
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Alarmierend: Sexuelle Belästigung gehört zum Alltag in der Lehre. Lernende sind in einer abhängigen Position. Nicht immer ist es einfach, „Nein“ zu sagen. Eine Umfrage der Unia Jugend zeigt: Ein Drittel der Lernenden wurde im Arbeitsalltag schon einmal sexuell belästigt. Auch Mobbing, Stress und Überforderung sind weit verbreitet. Die Ergebnisse der Umfrage mit über 800 Teilnehmer/innen sind alarmierend: Ein Drittel der Befragten gab an, auf der Arbeit schon sexuelle Belästigung erlebt zu haben. Dabei sind Frauen (36 Prozent) stärker betroffen als Männer (25 Prozent). Die Zahlen sind insbesondere erschreckend, da die Lernenden erst seit kurzer Zeit im Arbeitsleben und viele von ihnen noch minderjährig sind. Ein gesellschaftliches Problem. Weitet man den Blick über den Arbeitsplatz hinaus auf Schule und Privatleben, sind die Zahlen noch deutlich höher. 80 Prozent der befragten Frauen gaben an, schon eine Art von sexueller Belästigung erlebt haben. Bei den Männern waren knapp die Hälfte (48 Prozent) schon Opfer von Belästigung. Verschiedene Arten von Belästigung – oft kombiniert. Unter Belästigung werden dabei verschiedene Arten von Grenzüberschreitungen und Übergriffen gefasst. Oft treten diese auch kombiniert auf: So ist «sexuelle Anspielungen oder abwertende Bemerkungen» die am weitesten verbreitete Form ist, aber nur gerade 16 Prozent aller Betroffenen waren ausschliesslich von dieser Art der Belästigung betroffen. Mobbing, Stress, Überforderung. (…).
Unia Schweiz, 9.8.2019.
Unia Schweiz > Sexuelle Belaestigung. Unia Schweiz, 2019-08-09.
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06.08.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Lohnverhandlungen
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Lohnherbst 2019: Es braucht zwingend namhafte Lohnerhöhungen für 2020. Sehr geehrte Damen und Herren. Die Wirtschaftslage in der Schweiz präsentiert sich gut und auch die Aussichten sind solid, das BIP ist in den letzten beiden Jahren um 4.3 Prozent gewachsen. Aufgrund der Stagnation bei den Löhnen und der anziehenden Teuerung haben die Arbeitnehmenden aber trotzdem Reallohnverluste erlitten, was jetzt auch die Konsumentenstimmung dämpft. Für Travail.Suisse und seine Mitgliedsorganisation ist klar, dass in den letzten Jahren zu stark auf die Lohnbremse getreten wurde. Reallohnverluste trotz guter Wirtschaftslage und bescheidener Teuerung sind nicht akzeptabel. Es besteht eindeutig ein Nachholbedarf bei den Löhnen. Gerne präsentieren Ihnen Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die Mitgliedorganisationen Syna, Hotel & Gastro Union und transfair an einer Medienkonferenz die branchenspezifischen Lohnforderungen für den Lohnherbst 2019. Dazu laden wir Sie zu einer Medienkonferenz ein, die am Dienstag, 13. August 2019, 9.30 Uhr, im Vatter Business Center (Saal „Lischetti“, 2. Stock), Bärenplatz 2, Bern stattfinden wird. Es nehmen teil: (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung, 6.8.2019.
Travail.Suisse > Lohnverhandlungen 2019. Travail.Suisse, 2019-08-06.
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06.08.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Falschmeldungen
Presserat
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Der Presserat gibt der Unia recht. Im Mai 2018 veröffentlichten die Zeitungen „La Côte“ und „Arcinfo“ einen Artikel mit unfairen Anschuldigungen gegen die Unia. Jetzt hat der Schweizer Presserat eine Beschwerde der Gewerkschaft weitgehend gutgeheissen. Unter dem Titel „Ça barde au syndicat Unia“ berichtete der Artikel über einen angeblichen Konflikt beim Personal der Unia Neuenburg. Um seine Behauptungen zu untermauern, verallgemeinerte der Journalist Teilinformationen aus unvollständigen internen Dokumenten und verbreitete fantasievolle Vorwürfe aus anonymen Quellen. Der schwammige und wenig präzise Artikel schürte einen Generalverdacht und ein sehr negatives Bild der Unia Neuenburg. Gegenüber einem Unia-Sprecher hielt der Journalist bestimmte Informationen zurück und hinderte die Gewerkschaft so daran, sich gegen die Vorwürfe verteidigen zu können. Irreführender Artikel. Angesichts dieser besonders unfairen Methoden führte die Unia eine Beschwerde beim Schweizer Presserat. Dieses Gremium prüft, ob Journalist/innen im Einklang mit den Rechten und Pflichten ihres Berufs gearbeitet haben. Der siebenköpfige Rat aus Medienfachleuten hat jetzt eine klare Stellungnahme vorgelegt: Der Artikel ist verwirrend und führt die Leserschaft in die Irre. (…).
Unia Schweiz, 6.8.2019
Unia Schweiz > Falschmeldungen. Presserat. Unia Schweiz, 2019-08-06.
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05.08.2019 Schweiz
Printmedien
Syndicom

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Zeitungszustellung
Syndicom fordert einen grosszügigen Sozialplan. für die ZustellerInnen von DMC. Wie die Post heute angekündigt hat, werden rund 150 ZustellerInnen der Distriba AG bei DMC weiterbeschäftigt. Syndicom begrüsst grundsätzlich die Harmonisierung der Arbeitsbedingungen. Offen bleibt aber die Frage, zu welchen Bedingungen dies geschehen soll. Gleichzeitig legte die Post offen, dass bei der Posttochter DMC ab 2020 die Zustelltage reduziert werden sollen. Diese Massnahme wird bei den über 3‘000 betroffenen ZustellerInnen zu einer Arbeitszeitreduktion und damit auch zu einer Lohnkürzung führen. Syndicom fordert als Abfederung einen grosszügigen Sozialplan. Die Post würde damit ihre soziale Verantwortung übernehmen und transparent handeln. Die Post betont in ihrer Mitteilung, dass die Restrukturierung aufgrund der sinkenden Nachfrage im „klassischen Werbemarkt“ notwendig geworden ist. Diese Entwicklung ist nicht neu und es ist davon auszugehen, dass sie sich fortsetzt. Syndicom fordert deshalb einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die gesamte Branche, der abfedernde Massnahmen bei Restrukturierungen beinhaltet und den Mitarbeitenden in der Branche Sicherheit bietet. Bei DMC laufen schon seit Jahren Gespräche über einen GAV. Die Gewerkschaft Syndicom informiert die Mitarbeitenden über ihre Rechte und Möglichkeiten im Konsultationsverfahren. (…).
Syndicom, 5.8.2019.
Syndicom > Zeitungszustellung. Syndicom, 2019-08-05.
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