Gewerkschaftschronik
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05.04.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Pflegepersonal
Volltext
Alters- und Pflegeheime in der Corona-Krise. Schutz der Bewohner/innen kann nur durch Schutz der Pflegenden sichergestellt werden. Alters- und Pflegeheime stehen an vorderster Front bei der Bekämpfung des Corona-Virus. Ihre Bewohner/innen sind besonders gefährdet und können nur durch einen konsequenten Schutz des Pflegepersonals geschützt werden. Schutzmaterialien fehlen jedoch an allen Ecken und Enden, Personalengpässe gefährden die Qualität der Pflege und eine Überbelastung der Pflegenden ist unter diesen Umständen nur eine Frage der Zeit. Es braucht deshalb sofort mehr Schutzmaterial für Alters- und Pflegeheime und genügend Personalreserven. Zudem muss die Aufweichung des Arbeitnehmenden-schutzes bezüglich Arbeits- und Ruhezeiten sowie für Angestellte, die zur Risikogruppe gehören, sofort gestoppt werden! Keine Gruppe ist stärker bedroht vom Coronavirus als Pflegebedürftige und Bewohner/innen von Alters- und Pflegeheimen. In der Schweiz sind das rund 100’000 Betagte, die in 1’566 Heimen gepflegt und betreut werden. Die Sterblichkeit in dieser Höchstrisikogruppe beträgt fast 20 Prozent. Alters- und Pflegeheime nehmen somit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Schlüsselrolle ein. Bewohner/innen und damit auch die Pflegenden müssen deshalb besonders geschützt werden. Schutzmaterial ein rares Gut. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.4.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Pflegepersonal. Unia Schweiz, 2020-04-05.
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03.04.2020 Schweiz
Taxibranche
Unia Schweiz

Coronavirus
Taxibranche
Volltext
Nach Bundesrats-Ankündigung zu Hilfe für Einzelunternehmen. Taxibranche einstellen, Taxifahrer/innen unterstützen. Die vom Bundesrat letzten Mittwoch angekündigte Unterstützung für Einzelunternehmen (Selbständige) und Haushaltsangestellte ist nötig und überfällig. Es braucht jetzt eine rasche Umsetzung. Unverständlich ist, dass der Bundesrat der Forderung der Taxiverbände und der Gewerkschaft Unia nicht nachkommt, die Taxibranche per Verordnung einzustellen. Der Schutz vor einer Covid-19-Ansteckung kann im Taxi nicht garantiert werden. Zudem sind Taxifahrer/innen wirtschaftlich existentiell bedroht. Die Unia hat diese Woche zusammen mit Verbänden der Taxichauffeur/innen aus sechs Schweizer Städten (zusammengeschlossen in der Schweizer Taxiunion) beim Bundesrat interveniert. Seit der Erklärung der ausserordentlichen Lage am 16. März haben die Taxifahrten um mindestens 90 Prozent abgenommen. Die Taxifahrer/innen, die noch unterwegs sind, können unmöglich kostendeckend arbeiten. So sind rund 10'000 Chauffeur/innen akut in ihrer Existenz gefährdet, da oft keinerlei Reserven vorhanden sind. Für sie braucht es dringend Unterstützungsmassnahmen, sonst droht einer ganzen Branche der Ruin. Schutzmassnahmen können im Taxi nicht eingehalten werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.4.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Coronavirus.%20Taxibranche.%20Unia%20Scweiz,%202020-04-03.pdf
03.04.2020 Schweiz
SGB

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Die Zeit drängt: Noch immer keine Lösung für besonders gefährdete Arbeitnehmende. Die Situation für durch den Coronavirus besonders gefährdete Arbeitnehmende ist unhaltbar – sie können je nach Umständen zur Arbeit gezwungen werden. Dies obwohl der Bundesrat gerade für solche Risiko-Personen sonst die absolute Selbstisolation verordnet: Menschen, die laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) weder einkaufen noch ihre Enkelkinder, Familie oder Freunde sehen dürfen, müssen nun plötzlich wieder arbeiten gehen. Der Bundesrat untergräbt mit seiner widersprüchlichen Revision vom 20. März seine gesamte Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wie kann es sein, dass einerseits 15jährige, die in einem Park mit mehr als vier Personen Fussball spielen, mit einer Geldstrafe belegt werden, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit den Schutz der besonders gefährdeten Menschen zu garantieren – während andererseits der Bundesrat gleichzeitig Regeln erlässt, dass 60jährige, die z. B. an Krebs erkrankt oder von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen sind ohne jegliche Kontrolle der Arbeitsbedingungen zur Arbeit gezwungen werden können? (…).
SGB, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SGB > Coronavirus. Gesundheitsschutz. SGB, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Bundesrat schweigt zur Kinderbetreuung. und den verletzlichen Arbeitnehmenden. Der Bundesrat schweigt zum Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung und bei den besonders gefährdeten Arbeitnehmenden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht und erwartet endlich Schritte für mehr Schutz bei Familien und verletzlichen Arbeitnehmenden. Die Corona-Krise führt dazu, dass Schulen und Kindertagesstätten für die meisten Kinder faktisch geschlossen sind, auch wenn für einzelne Kinder ein minimales Betreuungsangebot aufrechterhalten wird. Die Eltern finanzieren gleichzeitig die Kindertagesstätten weiter. Der Bundesrat sieht weiterhin keinen Handlungsbedarf zur finanziellen Entlastung und zum Schutz der Familien. Erwerbstätige Familien finanzieren weiterhin die Leistungen der Kindertagesstätten ohne Gegenleistung weiter und müssen weiterhin versuchen, Kinderbetreuung und Unterrichtstätigkeit mit dem Beruf zu vereinbaren. Für erwerbstätige Familien mit einem Arbeitspensum über 100% eine äusserst schwierige und gesundheitsschädigende Aufgabe. Travail.Suisse fordert deshalb, dass der Bund die Gebühren für die nicht geleistete familienexterne Betreuung übernimmt. Travail.Suisse fordert zudem reduzierte Arbeitspensen für erwerbstätige Familien, damit Kinderbetreuung, Unterrichtstätigkeit und Beruf vereinbart werden können (vgl. Travail.Suisse-Medienmitteilung vom 2. April 2020 „Mehr Luft für erwerbstätige Familien in der Corona-Krise“). (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > coronavirus.. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Elektrizitätsversorgung
GAV
Volltext
Keine Öffnung des Strommarktes ohne flankierende Massnahmen für das Personal der Elektrizitätswirtschaft. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden bedauert die Absicht des Bundesrates, den Strommarkt vollständig zu öffnen, ohne gleichzeitig flankierende Massnahmen für die Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft vorzusehen. Travail.Suisse wird bei den zuständigen parlamentarischen Kommissionen darauf hinwirken, dass die Stimme der Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft gehört wird; andernfalls wird sich Travail.Suisse der vollständigen Marktöffnung widersetzen. Für Travail.Suisse ist der derzeitige Strommarkt gut reguliert und bietet ein hohes Mass an Versorgungssicherheit. Eine vollständige Öffnung des Marktes wäre daher nur im Hinblick auf ein Stromabkommen mit der EU sinnvoll, ein solches ist indes nicht in Sicht. Zudem können Travail.Suisse und die angeschlossenen Berufsverbände (der Schweizerische Verband der Personalvertretungen der Schweizerischen Elektrizitätswirtschaft VPE und die Gewerkschaft Syna), die zusammen die Mehrheit der Beschäftigten in der Branche vertreten, nicht akzeptieren, dass die heute in Aussicht gestellte Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) immer noch keine flankierenden Massnahmen für das Personal vorsieht. Denn eine vollständige Öffnung des Marktes wird starken Druck auf die Arbeitsbedingungen und Löhne ausüben. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Energieversorgung. GAV. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Initiativen Schweiz
Umweltschutz
Volltext
Klimapolitik: Guter Entscheid des Bundesrates. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass der Bundesrat einen direkten Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative ausarbeiten will. Die Corona-Krise darf die Anstrengungen im Bereich der Klimapolitik jetzt nicht verlangsamen, den Preis dafür würden wir später zahlen. Travail.Suisse begrüsst die Absicht des Bundesrates, einen direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative für ein gesundes Klima (Gletscher-Initiative) auszuarbeiten. Die Initiative verlangt, dass das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 in der Bundesverfassung verankert wird. "Mit der Verankerung dieses Ziels auf der Verfassungsebene schaffen wir mehr Sicherheit für Investitionen in klimafreundliche Produkte und sensibilisieren gleichzeitig die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit, innerhalb von drei Jahrzehnten eine vollständig dekarbonisierte Wirtschaft zu erreichen", sagt Denis Torche, Leiter Umwelt- und Klimapolitik bei Travail.Suisse. Gerechter Übergang ist zentral. Aber technologische Innovation allein reicht nicht aus, denn, so Denis Torche weiter, „um das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, müssen auch arbeitsmarkt- und sozialpolitische Überlegungen angestellt werden, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten. Wenn nämlich ein Teil der Arbeitnehmenden, vor allem die Personen mit niedrigen und mittleren Einkommen, unter der Klimapolitik litten, würde das Ziel in seinem Kern in Frage gestellt.“ Es braucht eine für alle Bevölkerungsgruppen gerechte Klimapolitik. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Umweltschutz. Initiative. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
SBB-Cargo
Volltext
WEKO genehmigt Beteiligung an SBB Cargo. SBB-Cargo muss Personal einstellen. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV muss die Zustimmung der Wettbewerbskommission zum Zusammenschluss der vier Strassentransporteure bei SBB Cargo zu einem Fortschritt führen. „Wir erwarten vom neuen Minderheitsaktionär, dass er SBB Cargo zusätzliche Transportaufträge bringt und sich im Verwaltungsrat für eine Wachstumsstrategie einsetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Wir erwarten zudem, dass SBB Cargo die Arbeitsplätze erhalten oder sogar ausbauen wird. Die Coronavirus-Krise darf nicht als Vorwand für den Abbau von Arbeitsplätzen benutzt werden“. „Wir hoffen insbesondere, dass der neue Minderheitsaktionär dazu beiträgt, dass das phantasielose Streichen von Zustellpunkten und Schrumpfen des Einzelwagenladungsverkehrs, wie bisher praktiziert, endlich aufhören“, präzisiert Philipp Hadorn. „Denn wenn das Unternehmen laufend Zustellpunkte mit der dazugehörenden Infrastruktur abbaut und weitere Kunden vergrault, bringt es sich um die nötigen Voraussetzungen, um am prognostizierten Wachstum des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren angemessen teilhaben zu können.“Gute Sozialpartnerschaft ist notwendig. „«So erwarten wir uns vom neuen Minderheitsaktionär einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze“, führt Philipp Hadorn weiter aus. (…).
SEV, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SEV > SBB-Cargo. Gesundheitsschutz. SEV, 2020-04-03.
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02.04.2020 Schweiz
Syndicom
TX-Group

Coronavirus
Dividenden
Volltext
Dringender Appell an den Verwaltungsrat der TX Group und die Verlegerfamilie Supino-Coninx. Die Mediengewerkschaft Syndicom hat der TX Group im Hinblick auf die Aktionärsversammlung vom Freitag, 3. April 2020, einen dringenden Antrag gestellt. Darin wird der Schweizer Grossverlag aufgefordert, die vom Verwaltungsrat und der Unternehmensleitung geplanten Dividenden und gewinnabhängigen Vergütungen fürs Geschäftsjahr 2019 zur Bewältigung der Corona-Krise einzusetzen. Konkret soll mit den insgesamt mehr als 37 Millionen Franken, welche aus dem Geschäftsjahr 2019 resultieren, ein Fonds für Medienvielfalt und gute Arbeitsbedingungen geäufnet werden. Der Fonds soll vom Verwaltungsrat und den Personalvertretungen gemeinsam verwaltet werden. Medienvielfalt und Kündigungsschutz statt Dividendenschutz. Immer mehr Unternehmen sind bereit, angesichts der tiefgreifenden Corona-Krise die Dividenden zu streichen. Anstatt Dividenden an die Aktionäre auszuzahlen, setzen sie dieses Geld für die Bewältigung der Coronavirus-Krise ein. Es ist stossend, wenn Firmen, die Staatskredite oder, wie die TX Group, Kurzarbeitsgelder beziehen, gleichzeitig mit grosszügigen Dividendenzahlungen die eigene Firma schwächen. Deshalb fordert Syndicom, dass die Hauptaktionäre der TX Group auf die Dividenden für 2019 verzichten und dieses Geld verwenden, um die Medienvielfalt konzernintern abzusichern und um hochwertige Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. Die Rolle der Medien in Krisen-Zeiten (…).
Syndicom, 2.4.2020.
Syndicom > TX-Groupe. Dividenden. Coronavirus. Syndicom, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Medien
Syndicom

Coronavirus
Demokratie
Journalismus
Volltext
Die Demokratie in Not: Retten wir den Journalismus und die Medien! Die Coronavirus-Pandemie treibt die Schweizer Medienbranche in eine der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte. Dieser Sektor, der vom Abfluss eines grossen Teils seiner Inserate-Einnahmen Richtung digitale, globale Plattformen bereits stark beeinträchtigt ist, muss heute zusehen, wie seine Werbeeinnahmen krisenbedingt zusammenbrechen. Das Überleben von zahlreichen Pressetiteln, lokalen Radio- und Fernsehstationen sowie journalistischen Websites steht auf dem Spiel. Deswegen appellieren wir an den Bundesrat, das Parlament und die Kantone, die katastrophalen politischen und sozialen Auswirkungen dieser Situation ernst zu nehmen. Es müssen dringende Massnahmen ergriffen werden, damit Verleger, Journalisinnen – Angestellte und Freischaffende – sowie alle Berufsleute, die von der Medienindustrie abhängig sind, weiterhin ihre Aufgabe erfüllen können. Publikum und Öffentlichkeit haben zuverlässigen Informationsjournalismus noch nie so nötig gehabt. Es muss sofort gehandelt und dringende Massnahmen ergriffen werden, um eine für unsere direkte Demokratie wesentliche Branche massiv zu unterstützen. Dabei sind auch die Zukunft und die zur Umsetzung nötigen Mittel vorzubereiten. Wir fordern den Bundesrat auf, umgehend einen dringenden Hilfsfonds zu schaffen, damit die Medien ihre journalistische Arbeit weiterführen können. (…).
Syndicom, Medienmitteilung, 2.4.2020.
Syndicom > Coronavirus. Demokratie. Syndicom, 2020-04-02.
02.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Coronavirus
Sozialbereich
Volltext
VPOD fordert Schutz und Klarheit für den Sozialbereich. Der VPOD ist besorgt über den Umgang mit dem Coronavirus im Sozialbereich. Während das Gesundheitswesen im Fokus von Politik und Medien steht, sehen sich soziale Einrichtungen mit ihren Fragen und Problemen weitgehend alleingelassen – insbesondere im stationären Bereich, wo nicht, wie bei Beratungsdiensten, auf Telekommunikation ausgewichen werden kann. Menschen mit Unterstützungsbedarf müssen auch in Corona-Zeiten weiterhin betreut werden. Man kann sie weder auf die Strasse stellen noch einfach so zu ihren Eltern schicken, zumal wenn diese selbst schon im Grosselternalter sind. Häufig sind Klientinnen und Klienten sozialer Institutionen selbst Angehörige der Corona-Risikogruppen. Dennoch ist die Betreuung ohne körperliche Nähe je nach Art des Handicaps nur schwer oder gar nicht zu erbringen. Im Gegensatz zu den Spitälern, die Knowhow und Routine in solchen Fragen besitzen, fehlt es in sozialen Einrichtungen häufig an allem: an Material wie Schutzkleidung und Masken ebenso wie an Kenntnissen über den richtigen Umgang damit. Dass Personal, das selbst einer Risikogruppe angehört, in diesem Umfeld nicht eingesetzt werden kann, müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Der Bundesrat hat aber nach über einer Woche geballten Protests von Arbeitnehmerseite den Artikel 10c der Covid-Verordnung 2 noch immer nicht korrigiert. In ihrer jetzigen Fassung wälzt die Verordnung die Verantwortung für die Einhaltung d (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Coronavirus. Sozialbereich. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Mehr Luft für Familien in der Corona-Krise. Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise sind weitgehend und wichtig. Sie übersehen aber ein wesentliches Problem: Wenn Kinder faktisch nicht in die Schule oder die Kindertagesstätte gehen können, brauchen erwerbstätige Familien neben einer Lohngarantie in erster Linie mehr Zeit. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb kürzere Arbeitspensen und Erwerbsersatz für Familien, die gemeinsam mehr als 100% erwerbstätig sind. Travail.Suisse unterstützt die Massnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die Gesundheit hat Vorrang. Die Lohnfortzahlung konnte für die meisten Menschen gewährleistet werden. Die Unternehmen sollen dank der Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten. Es existiert aber eine Lücke: Der Bundesrat fordert, dass Kinder nicht mehr in die Schule, den Kindergarten und die Kindertagesstätte gehen sollen, sofern dies nicht unbedingt notwendig ist. Sie sollen stattdessen zu Hause betreut und unterrichtet werden. Gleichzeitig wird verlangt, dass das Arbeitsleben weitergehen soll wie bisher – wenn möglich im Homeoffice. Dies ist aber nur möglich, wenn die Eltern zusammen nicht mehr als 100% arbeiten. (…).
Travail.Suisse, 2.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Vivian Bologna
Fahrvergünstigungen
Volltext
Petition „Hände weg vom FVP“. 23'000 Unterschriften in Kürze. Das Leben in der Schweiz läuft seit Wochen verlangsamt. In dieser Ausnahmesituation ist es schwierig, über etwas anderes zu sprechen als die Coronavirus-Krise. Der SEV will dennoch Bilanz ziehen über die Unterschriftensammlung für die Petition „Hände weg vom FVP“, die er Anfang Februar lanciert hat. Die Mobilisierung war aussergewöhnlich: Mit über 23‘000 Unterschriften wurde das Ziel bereits übertroffen! „Die Unterschriftenbögen wurden enorm schnell zurückgeschickt!“ freut sich Vizepräsident Christian Fankhauser, verantwortlich fürs FVP-Dossier beim SEV. „Jedes Mitglied hat mit dem Versand seiner Mitgliederkarte einen Unterschriftenbogen erhalten, und auch die Sektionen haben sich mobilisiert, um diese Petition zu unterschreiben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: über 23‘000 Unterschriften sind zusammengekommen!“Diese Zahl ist wenig überraschend für Christian Fankhauser, der sich zusammen mit der gesamten SEV-Leitung und mit Vincent Brodard dafür einsetzt, dass das Personal weiterhin Fahrvergünstigungen erhält. „Wir waren davon überzeugt, dass unsere Mitglieder, aber auch Nicht-Mitglieder, die Petition unterzeichnen würden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die FVP sind kein Geschenk, sondern ein Lohnbestandteil, der versteuert werden muss – sowohl von den Mitarbeitenden als auch von den Pensionierten. Die Fahrvergünstigungen waren auch Lohnbestandteil der heutigen Pensionierten; sie sind somit auch integraler Bestandteil ihrer Rente. (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: chf.
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
Personen > Bologna Vivian. Fahrverguenstigung. Petition. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Elvetino
SEV-Zeitung

Elvetino
Kurzarbeit
Volltext
Bahnrestauration. SBB, RhB, MGB in der Pflicht. Wegen Covid-19 sind in den SBB-Zügen seit dem 14. März alle rund 100 Speise- und Bistrowagen der Elvetino AG geschlossen. Wer von den ca. 720 Mitarbeitenden über 60-jährig ist, ist bis 26. April freigestellt. Die übrigen mussten am 15./16. März die Esswaren aus den Wagen räumen und werden laufend zum Reinigen der Wagen aufgeboten. Alle müssen täglich von 8 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar sein und um 11 und 17 Uhr auf ihrem Elvetino-Smartphone die Mitteilungen checken. Bis am 26. April zahlt die SBB für alle den Lohn voll weiter. Wer im Stundenlohn angestellt ist, erhält den Durchschnittslohn der letzten 12 Monate. Was ab dem 27. April gelten soll, wird zurzeit noch verhandelt. SEV und Unia haben den von Elvetino beantragten Zwangsurlaub von 5 bis 10 Tagen abgelehnt, zumal Elvetino im Gegenzug keinen Kündigungsschutz versprechen wollte. Elvetino hat am Freitag Kurzarbeit beantragt und will vorläufig die vollen Löhne auszahlen. „Dies ist jedoch nur möglich dank der Unterstützung unseres Mutterhauses“, teilte Elvetino dem SEV mit. „Dem Elvetino-Personal das bescheidene Einkommen zu senken, damit Covid-19 die SBB – die dem Bund gehört – weniger kostet, wäre schäbig“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Mario Schmid. (…).
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Bahnrestaurants. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Homeoffice
Volltext
Der grosse Irrtum übers Homeoffice. Seit vielen Jahren wird Homeoffice als die Wunderwaffe zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit dargestellt. Ein riesiges Missverständnis. Aufgrund der aktuellen Epidemie machen nun breite Kreise erstmals Erfahrungen mit Homeoffice und stellen plötzlich fest, dass die Realität ganz anders ist als in Gleichstellungsbroschüren propagiert wird. Wer zuhause arbeitet, spart sich die Arbeitswege und kann den Tag eventuell etwas flexibler gestalten als im Betrieb. Er oder sie kann aber nicht gleichzeitig Kinder betreuen. Erstaunlicherweise gibt es aber nach wie vor breite Kreise, die das glauben. In der aktuellen Situation, in der die Kinder den ganzen Tag zuhause sind, eventuell noch ein schulisches Programm absolvieren müssen, den Computer dafür benötigen, wenige Aussenkontakte und kein Schulmittagessen haben, ist es völlig ausgeschlossen, dass sich ein Erwachsener gleichzeitig um die Bedürfnisse der Kinder kümmert und seine Berufsarbeit erledigt. Erwerbsarbeit und Kinderbetreuungszeiten müssen daher auch im Homeoffice klar getrennt werden, und wer keine andere Betreuungsmöglichkeit für seine Kinder hat, muss von der Arbeit freigestellt werden. Bei der Arbeit im Homeoffice stellen sich weitere Fragen: Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich die Kinder betreuen muss? Bin ich versichert? Kann ich auf meinem eigenen Laptop arbeiten?, und andere mehr. Ein Informationsblatt des VPOD gibt Auskunft zu Fragen rund ums Homeoffice.
Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Flittner Christine. Homeoffice. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Bergbahnen
SEV-Zeitung

Bergbahnen
Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Bergbahnen: Zahlen soll nicht das Personal. Touristische Bahnen stehen wegen Covid-19 grundsätzlich still. Skigebiete im Kanton Bern und die Titlisbahnen blieben am 14. März noch offen, bevor der Bundesrat die Schliessung überall durchsetzte. Die Gornergrat Bahn gehört zu den Bahnen, mit denen der SEV eine gute Sozialpartnerschaft mit einem GAV hat. „Die GGB hat Kurzarbeit beantragt, denn wegen ihrer Stilllegung können viele Mitarbeitende nicht mehr arbeiten“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Manuel Avallone. „Wir stehen in Kontakt mit der Leitung und werden mit ihr Anfang April die offenen Fragen besprechen, etwa zu den Zeitkonten. Ziel ist eine Vereinbarung. Der SEV ist bei Fragen oder Problemen natürlich für die Mitarbeitenden da.“ Schwieriger ist für den SEV die Begleitung von Bahnen, die keine Sozialpartnerschaft wollen, womit dort die Gefahr von Willkür grösser ist. Dazu gehört die Jungfraubahn-Gruppe (JB). Von ihren Bahnen fahren jene, die bewohnte Orte wie Grindelwald erschliessen, reduziert weiter. Doch der touristische Verkehr ruht, möglich sind dort z.B. noch Revisionen zum Saisonende. Die JB hat für das Gros ihrer 1‘000 Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt. „Alle müssen weiterhin den vollen Lohn erhalten, Angestellte im Stundenlohn den Durchschnitt der letzten Monate“, betont Gewerkschaftssekretärin Susanne Oehler. „Eine finanziell so gut situierte Bahn darf jetzt nicht ihr Betriebsrisiko über Lohnkürzungen, Zwangsferien oder Minuszeiten auf ihr Personal abwälzen. (…).SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Bergbahnen. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
SEV-Zeitung
Swiss Airline

Arbeitszeit
Coronavirus
Swiss Airlines
Volltext
Flugverkehr: Jobs und Kaufkraft sichern. Wegen der Coronakrise bleiben zurzeit viele Flugzeuge am Boden, die Swiss schreibt hohe Verluste. «Jetzt muss der Bund mit Finanzhilfe den Tatbeweis erbringen, dass er sich der Bedeutung der Swiss für die Volkswirtschaft bewusst ist», fordert SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, Präsident SEV-GATA, der Branche Luftfahrt des SEV. „In der aktuellen Krise zum Beispiel repatriiert die Swiss im Ausland Gestrandete und transportiert medizinische Güter. Beim Swissair-Grounding im Oktober 2001 machte die Schweiz mit ihrer Hilfe beim Aufbau der Swissair-Nachfolgerin klar, dass die Luftfahrt ‹systemrelevant› ist. Natürlich ist die Finanzhilfe an klare Bedingungen zu knüpfen.“ Hadorn präzisiert: Die Swiss ist vor einem Mittelabfluss zum Mutterkonzern zu schützen. Sie muss sich mit Jobgarantien das Knowhow des Personals über die Krise sichern, um den Flugbetrieb wieder hochfahren zu können, und die Kaufkraft des Personals erhalten. „Nach ihrem ausgezeichneten Erfolg im 2019 kann und muss die Swiss dem Bodenpersonal während der ganzen Kurzarbeit den vollen Lohn garantieren – sprich die von der Arbeitslosenkasse bezahlten 80% des Lohns um die fehlenden 20% ergänzen. Das Swiss-Bodenpersonal hat mit seiner Zustimmung zu Modalitäten zur Bewältigung dieser Krise und zur Verlängerung des – verbesserungswürdigen – GAV bis Ende 2021 schon erhebliche Opfer gebracht, ganz zu schweigen von den Konzessionen in früheren Krisen.“ (…).
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Swiss. Arbeitszeit. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
01.04.2020 Schweiz
VPOD Schweiz

Coronavirus
Kindertagesstätte
Volltext
Endlich eine Lösung für die Kitas! Die Kitas hängen aufgrund der Corona-Krise in der Luft und fürchten um ihre Existenz. Mit einem offenen Brief hat sich der VPOD daher an den Bund und die Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK gewandt. Jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Der Bundesrat hat in der COVID-19 Verordnung 2 Art. 5 Abs 3 und 4 die Kantone dazu verpflichtet, ein Betreuungsangebot aufrecht zu erhalten für Kinder, die nicht privat betreut werden können. Die Umsetzung wurde jedoch den Kantonen überlassen. Die Kantone setzten die Vorgaben uneinheitlich um – mit unklaren Kostenfolgen für Eltern und Kitas. Manche schlossen die Krippen ganz, stellen jedoch eine Notbetreuung zur Verfügung (z.B. Basel-Stadt, Fribourg, Genf, Solothurn u.a.), andere änderten nichts am bestehenden Angebot (z.B. Aargau) und die dritten haben bestimmte Personalkategorien festgelegt, die ihre Kinder noch bringen dürfen (z.B. Zürich), geben aber keine Auskunft darüber, wer nun für die Elternbeiträge aufkommt.. Dazu kommen die Aufrufe vieler Kantone, die Eltern sollten die Kinder doch nach Möglichkeit «freiwillig» aus der Kita nehmen. Das führt zu der widersprüchlichen Situation, dass Eltern von Kita-Kindern, welche den behördlichen Empfehlungen folgen, zwar keinen Lohnersatz erhalten (da die Einrichtungen ja offen sind), eventuell auch keinen Lohn (da sie ihre Kinder betreuen müssen), aber dennoch Elternbeiträge zahlen sollten. Das ist für viele Eltern finanziell gar nicht möglich. (…).
VPOD Schweiz, 1.4.2020.
VPOD Schweiz > Kindertagesstaette. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
Ganzer Text
01.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Zentrakbahn
Elisa Lünthaler
Lohnerhöhungen
Volltext
Zentralbahn
Das Personal ist verärgert über die Bedingungen, welche die Zentralbahn an eine generelle Lohnerhöhung knüpft und hält an seinen Forderungen fest. Lohnverhandlungen Zentralbahn. Lohnerhöhung für alle – ohne Bedingungen. Die Zentralbahn erwirtschaftete in den letzten Jahren gute Resultate mit Millionengewinnen, steigenden Pünktlichkeitswerten und steigendem Kostendeckungsgrad. Die Mitarbeitenden leisteten Sonderefforts, sind hoch motiviert und loyal. Dafür fordern sie von ihrem Arbeitgeber endlich eine angemessene Entschädigung. Jeder Platz ist besetzt im Saal des Hotel Bahnhof in Giswil. Die Vorstände der SEV-Sektionen der Zentralbahn haben für diesen Mittwoch, 11. März, zur ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen. Auf dem Traktandum stehen die ins Stocken geratenen Lohnverhandlungen 2019. Der grosse Andrang am heutigen Abend zeigt: Den Angestellten der Zentralbahn ist es ernst, sie wollen, dass in Sachen Lohnverhandlung endlich etwas geht. Die Zentralbahn konnte in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse verbuchen: 2018 betrug der Gewinn rund 6 Mio. Franken, der Kostendeckungsgrad konnte auf 64 Prozent erhöht werden. Die Kundenzufriedenheit stieg signifikant und 97,9 Prozent der Reisenden erreichten ihr Ziel pünktlich. Das Bahnunternehmen mit 370 Mitarbeitenden darf sich somit das „zuverlässigste S-Bahn-System der Schweiz“ nennen. (…).
Elisa Lünthaler.
SEV-Zeitung, 1.4.2020.
Personen > Luenthaler Elisa. Zentralbahn. Lohnerhoehung. SEV-Zeitung, 2020-04-01.
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01.04.2020 Schweiz
BLS
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Offener Brief
Volltext
BLS-Lokführer/innen haben einen Weg gefunden, um ihre Anstellungsbedingungen zu verbessern. Offener Brief führt zu Verbesserungen. Wer mit seinen Anstellungsbedingungen nicht zufrieden ist, hat durchaus Möglichkeiten, diese mitzugestalten. Das Beispiel des BLS-Lokpersonals zeigt dies deutlich. Ein offener Brief an die BLS-Führung vor knapp einem Jahr führt nun zu einer Vielzahl an Massnahmen für die Attraktivität des Lokführerberufs und der BLS als Arbeitgeberin. Auf Initiative einer Gruppe von Lokführenden der BLS hat sich der SEV-LPV vor knapp einem Jahr mit einem offenen Brief und über 470 mitunterzeichnenden Lokführerinnen und -führern an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der BLS gewendet. Dem Brief vorausgegangen war die Ankündigung von Massnahmen im Rahmen des BLS-Sparprogramms Best Way. Das Lokpersonal hatte Bedenken, dass mit der Umsetzung dieser Massnahmen die Qualität leidet, die Sicherheit gefährdet ist und die Funktion des Lokführers bei der BLS an Attraktivität verliert, nicht zuletzt auch aufgrund von Personalmangel. In drei intensiven Besprechungen zwischen September 2019 und März 2020 haben die BLS und eine Delegation SEV-LPV verhandelt. Dank dem grossen Einsatz des Lokpersonals und des SEV-LPV konnte nun ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Parteien einigten sich auf neue Planungsvor-gaben für Personenverkehrsdienste Lokpersonal mit Gültigkeit ab Fahrplanwechsel Dezember 2020. (…).
Chantal Fischer.
SEV-Ueitung, 2.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Lokfuehrer. Offener Brief. SEV, 2020-04-02.
Ganzer Text
27.03.2020 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Coronavirus
Volltext
Frühlingserwachen Frühling in Corona-Zeiten, ein seltsamer Kontrast. Hier neues Spriessen, Aufblühen und Wachsen. Das Leben, halt. Dort Angst, Krise und Krankheit. Der Tod. Und alles, was der Frühling so macht: einen rausziehen, einen ausziehen, einen ranziehen, sollten wir derzeit besser nicht tun. Doch träumen, das ist zwar auch ansteckend, aber das können wir. Der Kirschbaum im Garten ist jetzt noch schöner als andere Jahre. Der Blütenzauber noch zauberhafter. Augen mit Frühling füllen. Augen dann schliessen. Von diesem Frühlingserwachen handelt auch unsere Frontseite. Ein Bild gegen den Virus-Koller. Ein Vexierbild, das aber auch die Corona-Krise zeigt. Man sieht den Virus nicht, man riecht ihn nicht – und doch ist er da. Und dominiert alles. Mittlerweile schlägt er bereits in 169 Ländern zu (Stand 25. März). Mit verheerenden gesundheitlichen, sozialen, ökonomischen und politischen Folgen. Work widmet der Corona-Krise deshalb die ganze Zeitung. Weil es so wichtig ist, sie zu sehen und zu verstehen. Zuerst Aufsteller. In der chinesischen 11-Millionen-Metropole Wuhan gab es am 19. März erstmals keine neuen Ansteckungen mehr. China hat die Seuche mit viel Technologie und der eigenen Geschichte bezwungen. Dann der Alarm. Hunderte von ¬Firmen pfeifen auf den Corona-Schutz. Work dokumentiert. Und Unia-Chefin Vania Alleva fordert den „technischen Stop für nichtessentielle Arbeite“. Der Corona-Ratgeber. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 27.3.2020.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Coronavirus. Work online, 2020-03-27.
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27.03.2020 Schweiz
SGB

Coronavirus
Gesundheitsschutz
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Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden muss gewährleistet werden! Besorgniserregende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt – Kurzarbeit auf Höchststand, mehr Flexibilität für die Kantone. Der Bundesrat schafft wichtige Klarheit, ob und wie die Kantone weiterführende Massnahmen ergreifen dürfen, um die Corona-Krise eindämmen zu können („Krisen-Fenster“). Dringend intensiviert werden muss der Vollzug der bezüglich Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz getroffenen Massnahmen. Dabei stehen nun auch die Kantone und die Arbeitgeberverbände in der Pflicht. Störend ist weiterhin, dass besonders gefährdete Arbeitnehmende wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren sollen. Die Lage für die Arbeitnehmenden spitzt sich von Tag zu Tag zu, bereits 656`000 sind von Kurzarbeit betroffen. Der Bundesrat anerkennt nun, dass einige Kantone Massnahmen ergreifen müssen, um ihrer besonderen Situation Rechnung tragen zu können. Der SGB begrüsst diese neue Möglichkeit, die den Kantonen nun aber auch eine echte Verantwortung auferlegt: Sie müssen die Probleme in den Branchen erfassen und schnell wirksame Kontrollstrukturen aufbauen. Das Kriterium des Ausbleibens der Grenzgänger ist für den SGB aber sachfremd und nicht nachvollziehbar. (…).
SGB,, Medienmitteilung, 27.3.2020.
SGB > Coronavirus. Gesundheitsschutz. SGB, 2020-03-27.
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27.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Gesundheitsschutz
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COVID-19-Verordnung: Krisenfenster für Kantone – Gesundheit muss Priorität haben. Der Bundesrat hat die Covid-19-Verordnung heute erneut angepasst. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Einführung eines Krisenfensters für die Kantone richtig. Der Bundesrat berücksichtigt damit die spezifische Situation im Kanton Tessin und vermeidet einen unnötigen Konflikt. Leider hat er die temporären Verschlechterungen des Arbeitsgesetzes für Angestellte in den Spitälern nicht rückgängig gemacht, aber immerhin hat er präzisiert, dass zeitliche und finanzielle Kompensationen weiterhin geschuldet werden. Travail.Suisse fordert die Kantone nachdrücklich dazu auf, mehr Personal für die Kontrolle des Gesundheitsschutzes in den Betrieben einzusetzen. Der Staatsrat des Kantons Tessin hat mit Unterstützung der Tessiner Sozialpartner die Wirtschaft im Grundsatz gestoppt. Der Corona-Virus ist im Tessin bereits stärker verbreitet und die Behörden vor Ort sahen sich gezwungen zu handeln. Travail.Suisse steht in engem Kontakt mit seiner Mitgliedsorganisation OCST, der Gewerkschaftsorganisation Organizzazione Cristiano Sociale ticinese, und begrüsst, dass in dieser Situation eine pragmatische Lösung gefunden werden konnte und die Tessiner Unternehmen mit dem heutigen Entscheid des Bundesrates für ihre Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung beantragen können. „Der Bundesrat hat mit dem Krisenfenster ein Instrument geschaffen, um den spezifischen Situationen in den Kantonen begegnen zu können“ sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 27.3.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Travail.Suisse, 2020-03-27.
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27.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
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Wirtschaftskrise
Mit einem Fuss in der Depression. Massenhafte Entlassungen, Kursstürze, riesige Soforthilfepakete: Die Covid-19-Pandemie reisst die Schweiz wieder in die Realität der Krise, in der wir uns seit 2008 befinden. Was dies für die Situation der Massen bedeutet, scheint erst nach den Interessen der Wirtschaft Priorität zu haben. 2019 schien ein mehr oder weniger gutes Jahr fürs Kapital zu werden. Vor allem liefen die Geschäfte. Von Dezember 2018 bis Februar 2020 stiegen die Kurse auf dem Schweizerischen Indexmarkt (SMI) von 8400 Punkten auf 11 110. Diese Zeit ist endgültig vorbei. Innerhalb von nur drei Wochen wurden die Gewinne des ganzen Jahres vernichtet. Grundsätzlich ist die Entwicklung an den Börsen nicht repräsentativ dafür, was in der Wirtschaft geschieht. Die Vorstellung, dass steigende Börsenkurse für eine brummende Wirtschaft stehen, ist falsch – sie stehen für Profitmöglichkeiten für Gutbetuchte. So steigen Kurse, wenn Betriebe massenhaft Arbeiterinnen entlassen. Doch in diesem Fall stehen tatsächlich grosse Teile der Wirtschaft für einen längeren Zeitraum still, Lieferketten sind unterbrochen und es kommt zu Massenentlassungen. Hauptsache weiter schuften. Besonders betroffen sein wird wohl die Schweizer Baubranche, wenn es endgültig zum Knall kommt, wenn das Vertrauen so stark sinkt, dass Anleger*innen von den Grossbanken ihr Geld zurückverlangen und diese wegen Zahlungsunfähigkeit entweder dicht machen müssen oder wie die UBS vor dem selbstverschuldeten Ruin mit Staatsgeldern (...). Florian Sieber.
Vorwärts, 27.3.2020.
Personen > Sieber Florian . Wirtschaftskrise. Vorwaerts, 2020-03-27.
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26.03.2020 Schweiz
Syndicom
Velokurier

Coronavirus
Velokurier
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Corona: Auch Teile der Kurierbranche betroffen. Während der logistische Aufwand zunimmt, leiden zahlreiche Kurierfirmen an wegbrechenden Aufträgen. Diese können nur teilweise mit Essenslieferungen kompensiert werden, weil Restaurants und Grosshändler häufig auf zweifelhafte Anbieter von Kurierdienstleistungen setzen. Damit droht eine Umschichtung innerhalb der Branche zu verantwortungslosen Arbeitgebern oder Anbietern, die das Arbeitsgesetz ganz umgehen. Reduktion des Auftragsvolumen. Neben Essenslieferungen und Laborproben besteht ein Grossteil des Auftragsvolumens von Kurierfirmen aus Aufträgen von privaten Geschäften wie beispielsweise Anwaltskanzleien, Architekturbüros oder staatlichen Institutionen, die derzeit wegbrechen. Dieser Verlust wird nur teilweise durch die neuen Bedürfnisse kompensiert, insbesondere weil auch wettbewerbsverzerrende Konkurrenz auf den Plan tritt. Firmen wollen Krise ausnützen. Die Migros beispielsweise versucht ihr Projekt Amigos unter dem Deckmantel von Corona wieder aufleben zu lassen. Dieses Projekt wurde als illegal klassiert, weil Migros versuchte, die Kuriere in Uber-Manier als Selbständige zu klassieren, welche 5 Franken pro Auftrag erhalten würden. Der neuste Trick das Arbeitsgesetz zu umgehen ist, dass diese Entschädigung jetzt als „freiwilliges Trinkgeld von 5 Franken“ ausgegeben wird. (…).
Syndicom > Coronavirus. Velokuriere. Syndicom, 2020-03-26.
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26.03.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Spitalpersonal
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Arbeitsgesetz: Bundesrat stösst Spitalpersonal vor den Kopf. Das Spitalpersonal appelliert an den Bundesrat, die Aufweichung des Gesundheitsschutzes zurückzunehmen. Über 40'000 Menschen unterzeichneten in kürzester Zeit die Petition. Doch der Bundesrat stellt sich taub. Der Entscheid des Bundesrates vom vergangenen Freitag, die wichtigsten Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den mit COVID-PatientInnen überlasteten Spitälern mit sofortiger Wirkung auszusetzen, hat das Spitalpersonal und die Bevölkerung mobilisiert. Der VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste) hat Anfang Woche eine Online-Petition lanciert, welche den Bundesrat auffordert, seine Entscheidung rückgängig zu machen. In knapp zwei Tagen unterzeichneten schweizweit über 40’ 000 Menschen diesen Appell und setzten damit ein deutliches Zeichen für den Schutz des Spitalpersonals. Sie alle haben verstanden, dass der Schutz des Personals eine wichtige Voraussetzung ist für den Schutz von uns allen. Bei der heutigen Pressekonferenz gab Bundesrat Parmelin sogar auf konkrete Nachfragen nur ausweichende Antworten zu diesem Thema. Der Appell von 40'000 Personen zum Schutz des Spitalpersonals stiess auf taube Ohren. Der Bundesrat weigert sich, den gesetzlichen Rahmen des Arbeitsgesetzes zum Schutz des Spitalpersonals beizubehalten. (…).
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 26.3.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus.. Pflegepersonal. VPOD Schweiz, 2020-03-26.
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