Gewerkschaftschronik
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Klimawandel
Umweltschutz
Volltext
Der Greta-Effekt. Es brauchte genau diese strenge Greta-Fokussierung auf eine Sache, um die weltweite Klimabewegung auszulösen. In ihrer legendären Rede am EU-Klimagipfel im polnischen Kattowitz sagte die 16jährige schwedische Schülerin so grosse Dinge wie: „Solange ihr euch nicht darauf konzentriert, was getan werden muss, sondern darauf, was politisch möglich ist, gibt es keine Hoffnung.“ Und sie sagte es beinahe emotionslos und mit stoischem Blick – und ging viral. Weil Greta von einem anderen Stern ist. Mit ihren zwei Zöpfen, völlig ungeschminkt und unbeirrt, verkörpert sie die Gegenwelt zur fiebrig ich-geilen und aufgespritzten Selfie-Whatsapp-Snapchat-Tinder-Welt. Greta schwimmt gegen den Strom der Stromlinienförmigkeit. Und Greta streut Hoffnung auf eine andere Welt: „Ob es euch passt oder nicht, die echte Macht liegt bei den Leuten!“ Das ist ansteckend. Kein Fleisch, kein Flug. Einer, der sich sofort anstecken liess, ist Fabian Uetz. Work hat den 18jährigen Orgelbau-Lehrling zum Gespräch getroffen, zusammen mit fünf weiteren Klimastreik-Aktivistinnen und -Aktivisten. Fabian erzählt: „Ich sass in der Berufsschule in der Pause, und plötzlich war da Greta im Netz. Ich dachte mir ‚wow, die sagt was, die bewegt was‘. Ein paar Tage später war ich an der Demo.“ Etwas bewegen: Das wollen auch Fanny, Nadia, Patricia, Vesna und Jonas: „Wir wollen die Welt retten!“ Nichts weniger als das. Weil es so nicht weitergehen kann. Jonas sagt: «Man versucht seit 30 Jahren, die  (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.2.2019,
Personen > Kuhn Marie-Josée. Umweltschutz. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Meinungsumfrage
Pflegepersonal
Volltext
Pflegepersonal unter Druck. Pflege-Umfrage: Ergebnisse sind alarmierend. Eine Umfrage der Gewerkschaft Unia zeigt: Fast die Hälfte der Pflegenden will ihren Beruf aufgeben. Dies aufgrund unzureichender Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Problemen durch die Arbeit. Stress und eine unausgeglichene Work-Life-Balance schlagen auf die Gesundheit. Durch Personalmangel und Spardruck leidet die Pflegequalität. Die Unia fordert deshalb eine faire Pflegefinanzierung und einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Arbeitgebern und den Pflegenden und ihren Gewerkschaften. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage: 47 Prozent der Befragten geben an, voraussichtlich nicht bis zur Pensionierung in der Pflege zu arbeiten, 34 Prozent sind sich unsicher. 86 Prozent fühlen sich regelmässig müde und ausgebrannt. Prozent haben als Folge der Arbeit körperliche Beschwerden. 87 Prozent haben nicht genügen Zeit für die Bewohner/innen. 92 Prozent sind der Meinung, dass die Pflegequalität durch Personalmangel und Spardruck leidet. Die Ergebnisse der Pflege-Umfrage der Unia sind erschreckend. Für fast die Hälfte der rund 1‘200 Befragten der Langzeitpflege ist bereits klar: Sie wollen oder können nicht bis zur Pensionierung in ihrem Beruf bleiben. Die Hauptgründe: zu hohe Belastung durch unzureichende Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Probleme durch den Pflegeberuf. Dies ist umso alarmierender, da die Mehrheit der Befragten 30 Jahre oder jünger sind und viele davon erst seit kurzem in der Pflege arbeiten. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.2.2019.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Meinungsumfrage. Unia Schweiz, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
SGB
Ständerat

Gesundheitsschutz
Volltext
Arbeitnehmerschutz: Abbau sofort stoppen! Unbelehrbare Ständeratskommission. greift Gesundheitsschutz Arbeitnehmender weiter an. Trotz negativer Vernehmlassungs-Bilanz zeigt sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) unbelehrbar: Sie hält an ihrem Frontalangriff auf den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden fest. Das ist unverständlich - und unverantwortlich. Denn es wäre nun Zeit, die Übung für längere Arbeitszeiten und weniger Arbeitszeiterfassung abzubrechen. Zur Erinnerung: Mit der auf die Vorstösse von Karin Keller-Sutter und Konrad Graber zurückgehenden Revision des Arbeitsgesetzes will die Ständeratskommission die wöchentliche Höchstarbeitszeit, die maximale tägliche Überzeitarbeit und für einen grossen Teil der Arbeitnehmenden die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung abschaffen. Gleichzeitig will sie das Sonntagsarbeitsverbot aufweichen und für leitende Angestellte sowie FachspezialistInnen Sonntagsarbeit einführen. Gemäss den neusten Beschlüssen der WAK werden zwar die Arbeiten rund um die Frage der Arbeitszeiterfassung sistiert. Diese können aber jederzeit wieder aufgenommen werden. Damit ist dieser Entscheid blosse Verzögerungs- und Verschleierungstaktik. Das Festhalten an den anderen Deregulierungsplänen zeigt, dass die WAK die scharfe Kritik und den breiten Widerstand aus der Vernehmlassung in den Wind schlägt. Das ist inakzeptabel, denn ein Grossteil der Kantone, die Gewerkschaften und andere Arbeitnehmerorganisationen, Verbände im (…).
SGB, 15.2.2019.
SGB > Gesundheitsschutz. Staenderat. SGB, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Arbeitsgesetz
Gesundheitsschutz
Volltext
Nein zu den Angriffen aufs Arbeitsgesetz! Im März 2018 fordern rund 1'300 Arbeitnehmende mit einer Petition den Schutz der Arbeitnehmenden. Die Wirtschaftskommission des Ständerates hält an ihrem Frontalangriff auf die Gesundheit und die Arbeitszeiten der Arbeitnehmenden fest. Die Unia verlangt, dass die Angriffe auf das Arbeitsgesetz gestoppt werden! Obwohl die Gewerkschaften, Arbeitnehmerorganisationen, die Mehrheit der Kantone, Verbände des Gesundheitswesens und Kirchen sich massiv gegen die Angriffe aufs Arbeitsgesetz gewehrt haben, zeigt sich die Politik weiterhin fest entschlossen, den Schutz der Arbeitnehmenden aufzuweichen. Die Wirtschaftskommission (WAK-S) des Ständerates hat einen Gesetzesentwurf, der den Gesundheitsschutz weiter aushöhlt, angenommen und dem Bundesrat zur Stellungnahme unterbreitet. Angriffe aufs Arbeitsgesetz sind inakzeptabel. eregelte Arbeitszeiten und die Erfassung der Arbeitszeiten sind das wirksamste Mittel gegen Überlastung am Arbeitsplatz. Diesen Schutz auszuhebeln, macht die Menschen krank. Gemeinsam mit der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit wird die Unia die Änderungen des Arbeitsgesetzes vehement bekämpfen.
Unia Schweiz, 15.2.2019.
Unia Schweiz > Arbeitsgesetz. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Pikettdienst
Volltext
Informatiker Marc Schori *: Rund um die Uhr im Einsatz. Das Handy klingelt mitten in der Nacht. Hirslanden-Informatiker Marc Schori * hat über 100 Überstunden. Abbauen geht nicht. Weil er immer wieder nachts arbeiten muss. Dreissig Minuten. So viel Zeit hat Marc Schori, um zu reagieren. Egal, ob er gerade isst, schläft oder joggt. 30 Minuten nachdem ihn die Firma aufbietet, muss er an der Arbeit sein. So sind die Regeln, wenn er Pikett hat. Schori arbeitet als Informatiker bei den Hirslanden-Privatspitälern. Etwa alle vier Wochen trifft’s ihn fürs Pikett, jeweils eine Woche lang. Und es passiert eigentlich immer etwas, sagt er: „Manchmal ist es nur ein Einsatz in der Woche, manchmal sind es sieben.“ Tagsüber muss er trotzdem fast normal arbeiten. War er in der Nacht drei Stunden lang wach, um irgendein System zu reparieren, kommt er am nächsten Morgen höchstens eine Stunde später zur Arbeit. Mehr liege nicht drin: „Dafür sind wir zu wenig Leute.“ Die Folge: Seine Überstunden häufen sich. Wer 30 Stunden auf dem Konto hat, bekommt ein Mail von der Personalabteilung, doch bitte abzubauen. Das würde Schori gern. Aber die Nachteinsätze summieren sich: „Ich bin jetzt bei weit über hundert Überstunden. Letzten Sommer schaffte ich es mal unter hundert, aber es geht schnell wieder hoch.“ Dazu kommt: Auch ohne Pikett fällt immer wieder Nachtarbeit an. Im Spital werden einige Systeme bis 22 Uhr gebraucht, andere sogar bis ein Uhr morgens. Wartungen und Updates können Schori und seine Kolleginnen und Kollegen erst danach (…).  Christian Egg.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Egg Christian. Pikettarbeit. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Work

Gesundheitsschutz
Nachtarbeit
Volltext
Nachtarbeit schadet der Gesundheit – dennoch wird sie immer häufiger bewilligt. Immer mehr müssen in der Nacht arbeiten. Nachtarbeit ist ungesund. Trotzdem will sie die rechte Mehrheit im Parlament ausweiten. In der Schweiz arbeiten 573’000 Menschen regelmässig oder zumindest manchmal nach Mitternacht. Ein Teil davon arbeiten in Spitälern, Bars oder Bäckereien: Diese brauchen für Nacht­arbeit nicht einmal eine Bewilligung. Darüber hinaus erteilen die Behörden immer mehr Betrieben grünes Licht für Nachtarbeit. Die Bewilligungen des Seco für dauernde Nacht- und Sonntagsarbeit sind seit 2008 von 1700 auf 2400 angestiegen. Noch höher sind die Zahlen bei den kantonalen Bewilligungen. Die braucht’s für vorübergehende Nacht- und Sonntagsarbeit. Und sie haben sich mehr als verdoppelt, von 5500 auf fast 13’000. Nachtarbeit kann Krebs verursachen. Dabei ist schon längst klar: Nachtarbeit schadet der Gesundheit. Betroffene leiden oft an Schlafpro­blemen, Magen-Darm-Krankheiten oder Übergewicht. Zudem steigt ihr Risiko für Depressionen. Studien zeigen sogar, dass Frauen, die jahrelang nachts arbeiten, häufiger an Brustkrebs erkranken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Nachtarbeit deshalb als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Trotzdem will die rechte Mehrheit im Parlament den Schutz vor Nachtarbeit weiter abschwächen. Firmen sollen den Beginn des Arbeitstags neu auf 4 Uhr morgens festlegen dürfen. Und die minimale gesetzliche Ruhezeit soll mehrmals pro Woche nur noch neun (…).
Work online, 15.2.2019.
Work > Nachtarbeit. Gesundheitsschutz. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Ralph Hug
Pensionskassen
Rente
Volltext
Nationalbank soll Minuszinsen auszahlen statt bunkern. Der Vorschlag des Gewerkschaftsbundes, wie man die sinkenden Pensionskassenrenten stoppen könnte, sorgt für Wirbel. Zwei hatten eine Idee: Wie wär’s, wenn man den Tresor der Nationalbank (SNB) anzapfen würde, um die ständig fallenden BVG-Renten aufzubessern? Denn mit ihren Negativzinsen setzt die SNB die Renten zusätzlich unter Druck. Soll sie also auch dafür geradestehen! Die zwei – das sind Daniel Lampart und Paul Rechsteiner, der Chefökonom und der Ex-Präsident des Gewerkschaftsbunds. Ihre Idee entstand, wie so viele in der Politik, im Zug nach Bern. Und zwar schon vor längerem. Nun steht sie in einem Forderungskatalog, den der Gewerkschaftsbund im Januar der Öffentlichkeit präsentierte. Aber nur als letzter Punkt in einer ganzen Palette von Massnahmen, um die Kaufkraft der Bevölkerung zu sichern. Niemand schenkte dem Beachtung. Lenkungsabgabe. Doch seit die „Sonntagszeitung“ eine grosse Story draus machte, schlägt das Wellen – im Bundeshaus, in der Nationalbank, in der Pensionskassenszene. Worum geht’s genau? Die SNB kassiert jedes Jahr zwei Milliarden Franken an Negativzinsen von - 0,75 Prozent. Das müssen Banken und Versicherungen zahlen, wenn sie Geld bei der SNB deponieren. Negativzinsen sollen den Franken weniger attraktiv machen und sind deshalb geldpolitisch nötig. Für Daniel Lampart sind solche Zinsen eine Art Lenkungsabgabe. Aber er findet es falsch, wenn diese Einnahmen bei der SNB (…). Ralph Hug.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Hug Ralph. Nationalbank. Pensionskasse. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Briefträger
Volltext
Die Briefträgerin & die Milchkästen. Die Milchkästen heissen heute nicht mehr Milchkästen. Nur ältere Pöstlerinnen und Pöstler nennen den Teil der Briefkästen, in den Pakete abgelegt werden können, heute noch so. Die Briefträgerin ist in einer Kleinstadt beziehungsweise einem Grossdorf aufgewachsen. Sie hat noch erlebt, wie der Milchmann jeden Morgen in aller Frühe mit dem VW-Bus durch die Quartiere fuhr und Offenmilch in die bereitgestellten Pintli füllte. In den Normbriefkästen von heute hätten die Alupinten von damals gar keinen Platz mehr. Ob die Kästen früher grösser waren? Nicht unbedingt, denn tatsächlich hat der Milchmann, so erinnert sich die Briefträgerin jetzt, das Chesseli ¬immer beim Hauseingang hingestellt. Die Milch wird längst nicht mehr zu den Häusern gebracht, auch nicht offen ausgeschenkt – und die Milchkästen heissen Ablagefächer und erfüllen andere ¬Zwecke. „Chinapäckli!“ Die Briefträgerin verträgt in der Stadt eigentlich keine Pakete. Dafür sind die Päckliträgerinnen und Päckliträger von PostLogistics da. Auf dem Land gibt es – wegen der Weitläufigkeiten – „gemischte“, meist Autotouren. In den Zeiten der Internet-Versandhäuser wie des chinesischen Alibaba und des US-amerikanischen Amazon werden nun aber auch die Briefträgerinnen und Briefträger in der Stadt vermehrt zu Päcklitragenden. Und obwohl zahlreiche „Chinapäckli“ kleiner als kleinste Briefe sind, passen ebenso viele andere nicht durch den Schlitz im Kasten. Überraschung. Ablageort ist in diesem Fall das Ablagefach. (: …). Katrin Bärtschi.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Work online, 2019-02-15-
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Sandra Künzi
Primarschule
Volltext
Für mehr Primar-Männer. Meine Nichte (7) hat jetzt einen Lehrer als Lehrerin, also en Maa. Dasch es Züüg, weil es gibt an der Schule öppe 20 Lehrerinnen und nur einen einzigen Lehrer. Den Herrn Ineichen. Er kommt mit dem Skateboard und tschuttet 2. Liga. Meine Nichte findet ihn vor allem deshalb ok, weil sie jetzt das Guete-Morge-Lied nicht mehr so höch singen müssen. Das tut doch weh, vor allem am Morgen. Aber dann sagte Herr Ineichen, dass er nicht mehr unbezahlt Pausenaufsicht machen will, weil entweder habe er Pause und könne mal in Ruhe einen Latte trinken, oder man soll ihm die Arbeit bezahlen, wenn er schon die Verantwortung habe. Kletterfrosch und so. Also ich würd au nicht gratis hundert schreiende ¬Grännis betreuen, und erscht noch ohne Kafi. Frau Rolli. Der Herr Ineichen kam dann im Blick mit einem Foti, wo er auf dem Kletterfrosch den Handstand macht. Er hat mega Muskeln und ist ganz braun mit so Tätowierungen auf dem Oberarm. Ich frag mich ja immer, was passiert, wenn die ihre Mukis so aufpumpen? Das verzieht doch die Bildli. Und ein fetter Drachen sieht ömel komisch aus. Als ich gestern Schulbesuch machte, weil ich mal sehen wollte, wie so ein Surfer Erstklässler betreut, war da Frau Rolli (mit Piercing). Frau Rolli schaute die Kinder ernst an: Der Herr Ineichen kommt nicht mehr. Er lasse die Kinder aber herzlich grüssen. Chötzli Chläusu. Zwei Kinder fingen an zu weinen, und Chläusu musste erbrechen, weil er sich so fescht auf die Revanche mit Herrn Ineichen gefreut hat, (…). Sandra Künzi.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Kuenzi Sandra. Primarschule. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Trotzkismus
Volltext
Das waren und wollten die Schweizer Trotzkisten. Sibir: Die wahre Revolution. Die Trotzkisten-Bewegung in der Schweiz war klein, aber einflussreich. Jetzt liegen ihre Memoiren und Dokumente vor. Er war der „eiskalte Revolutionär“. Aber nur in der Werbung. Der junge Ingenieur Hans Stierlin erfand 1944 den geräuschlosen Kühlschrank. Er gründete die Firma Sibir und begann, in Schlieren einen günstigen Kühlschrank fürs Volk zu produzieren. Das Gerät veränderte Tausende von Schweizer Haushalten. Eine echte Revolution. Doch die Umwälzung, die Stierlin eigentlich im Sinne hatte, blieb aus. Er war Trotzkist und glaubte an einen unbürokratischen Sozialismus. Heimliche Finanzierung. Stierlin war seit der Jugend ein Anhänger des russischen Revolutionärs Leo Trotzki, der die „permanente Revolution“ propagierte. Heimlich finanzierte Stierlin die Gruppierung „Marxistische Aktion Schweiz“. Geld gab er auch dem Publizisten Heinrich Buchbinder, einst der bekannteste Trotzkist im Land. Als Unternehmer lieb er aber im Hintergrund. In seiner Fabrik experimentierte er mit wirtschaftlichen Arbeitsbedingungen. Es gab Einheitslöhne und reduzierte Arbeitszeiten. So düpierte der linke Patron die rechte Metallgewerkschaft SMUV. Sibir gibt's immer noch, wenn au.ch nur noch als Handels- und Servicefirma. Ebenso lebt die trotzkistische Bewegung weiter, vor allem in der Westschweiz mit dem „Mouvement pour le socialisme“ oder bei einer jüngeren Generation mit der Zeitschrift „Der Funke“. (…). Ralph Hug.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Hug Ralph. Trotzkismus Schweiz. Work online, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Personen
Polizei
Work
Clemens Studer
Polizei
Volltext
Waffen
Neue Gummigeschosswerfer gegen Demonstrierende. Bern Schiesst wie Paris. Was haben der französische Präsident Emmanuel Macron und der Kantonalberner Polizeidirektor Philippe Müller (FDP) gemeinsam? Sie lassen mit dem gleichen Granatwerfer auf Demonstranten schiessen. Und nehmen schwerste Verletzungen in Kauf. Bern: Am Abend des 1 .September zog die Berner Polizei in der Umgebung des Berner Kulturzentrums Reitschule ein massives Aufgebot zusammen. Kurze Zeit später war es mit der friedlichen Sommerstimmung auf der Berner Schützenmatte vorbei. Bei den Aufräumarbeiten nach dem massiven Polizeieinsatz finden Reitschüler Gummigeschosse mit aufgemalten Smileys - und machen das öffentlich. Die Kantonspolizei erweckt den Eindruck, das Geschoss sei ein Fake: „Wir machen so etwas nicht. So ein Vorgehen würde unseren Grundsätzen widersprechen.“ Rund eine Woche später musste die gleiche Polizeisprecherin eingestehen, dass Berner Kantonspolizisten eben doch „so etwas machen“. Paris: Seit Monaten protestieren in Frankreich Hunderttausende gegen die neoliberale Politik von Staatspräsident Emmanuel Macron (dazu das Work-Dossier: rebrand.lyjolf) Bei den Demonstrationen wurden mittlerweile rund 2‘000 Menschen verletzt, Hunderte davon schwer. Eine 80jährige Frau starb, nachdem sie ein Gummigeschoss der Polizei getroffen hatte. Waffen aus Thun. Sowohl in Frankreich und in Bern schiesst die Polizei mit den gleichen Waffen auf die Demonstrierenden. (…). Clemens Studer.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Studer Clemens. Polizei. Gummigeschosse. Work online, 2019-02-15.
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14.02.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

Entlassungen
SEV
Volltext
BLS-Sparprojekt „Best Way“. Der SEV verurteilt den Personalabbau bei der BLS. Der SEV steht den heute von der BLS konkretisierten Sparmassnahmen sehr kritisch gegenüber. Insbesondere verurteilt er massiv, dass trotz eines Zeithorizonts von fünf Jahren 45 Mitarbeitende vor die Türe gestellt werden sollen. Für Betroffene besteht immerhin ein hart verhandelter Sozialplan. Mit den Sparmassnahmen im Rahmen des Projekts „Best Way“ stellt die BLS die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung in den Vordergrund und vergisst dabei das Personal. „Dass trotz des langen Zeithorizonts von 5 Jahren über 40 Kündigungen ausgesprochen werden sollen, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti. „In diesem Zeitrahmen muss ein sozialverträglicher Abbau möglich sein“. „Wir verlangen von der BLS weiterhin, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnimmt und alles daransetzt, den von einer Kündigung betroffenen Mitarbeitenden eine Perspektive innerhalb der Unternehmung anzubieten“. Da Kündigungen aber gemäss BLS unausweichlich sind, haben sich der SEV und die BLS nach langen zähen Verhandlungen auf einen akzeptablen Sozialplan geeinigt. „Mit den darin vorgesehenen Massnahmen werden insbesondere ältere und langjährige Mitarbeitende der BLS geschützt“, so Buletti weiter. Der SEV wird den Abbau und allfällige Entlassungen eng begleiten und in Härtefällen konsequent eingreifen. Durch den geplanten Abbau von insgesamt 170 Stellen wird sich der Druck auf das restliche BLS-Personal weiter verstärken. (…). SEV, 14.2.2019.
SEV > BLS. Entlassungen. SEV, 2019-02-14.
Ganzer Text
14.02.2019 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
AHV
Finanzen
Volltext
Die AHV verdient eine solide Finanzierung – Bund muss Verantwortung übernehmen. Der AHV-Fonds Compenswiss musste 2018 Verluste auf seinen Anlagen hinnehmen. Auch die AHV ist damit Opfer des schlechten Anlagejahres geworden. Der AHV-Fonds Compenswiss musste 2018 Verluste auf seinen Anlagen hinnehmen. Auch die AHV ist damit Opfer des schlechten Anlagejahres geworden. Nach einem guten Anlageergebnis 2017 handelt es sich dabei um den grössten Anlageverlust seit Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren. Er hat hart erarbeitete Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber vernichtet und ist schmerzhaft. Anders als bei den Renten der beruflichen Vorsorge hängt die Gesundheit der AHV-Finanzen in erster Linie von der Lohnsumme ab, die in der Schweiz verdient wird. Wesentlich schlimmer ist die Lage bei den Renten der 2. Säule, die stark unter der Tiefstzinsphase leiden. Die Pensionskassenrenten sind seit 2005 im Mittel um fast 9 Prozent gesunken. Die AHV entwickelt sich dagegen grundsätzlich stabil, obwohl es wegen der Baby-Boomer-Generation im nächsten Jahrzehnt einen finanziellen Mehrbedarf gibt. Gleichzeitig ist aber für den SGB klar: um den künftigen RentnerInnen ein anständiges Rentenniveau zu sichern, braucht es eine Stärkung der AHV. Der SGB erarbeitet dazu eine Initiative für eine 13. AHV-Rente. Denn die AHV hat für alle mit tiefen und mittleren Löhnen das beste (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 14.2.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. AHV. Finanzen. SGB, 2019-02-14.
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14.02.2019 Schweiz
Postautobetriebe
Syndicom

Lohnerhöhungen
Postautobetriebe
Volltext
GAV PostAuto - Sozialpartner einigen sich auf 1,2 Prozent mehr Lohn. PostAuto hat sich mit den Sozialpartnern, der Gewerkschaft Syndicom sowie dem Personalverband transfair auf die Lohnmassnahmen 2019 geeinigt: für nachhaltige, individuelle Lohnmassnahmen stehen 1,2 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung. Bei der Zuteilung der individuellen Lohnmassnahmen hat sich die 2018 eingeführte Systematik bewährt. Die Umsetzung erfolgt mit dem Aprillohn. Die Sozialpartner PostAuto, Syndicom und Transfair orientierten sich bei der jährlichen Festlegung der Lohnmassnahmen 2019 an der wirtschaftlichen Situation von PostAuto, der Lage auf dem Arbeitsmarkt, an Vergleichen mit anderen Unternehmen sowie der Entwicklung der Lebenshaltungskosten (Teuerung). Für 2019 haben sich die Sozialpartner in zwei Verhandlungsrunden auf die folgenden Lohnmassnahmen geeinigt: Für nachhaltige, individuelle Lohnmassnahmen stehen 1,2 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung. Die Umsetzung erfolgt mit dem Aprillohn. Danach werden die Lohnbänder um 1,0 Prozent angehoben. Bei der Zuteilung der individuellen Lohnmassnahmen hat sich die 2018 eingeführte Systematik bewährt. Diese wird beibehalten. Der Verteilmechanismus gewährleistet, dass Mitarbeitende mit Löhnen in tieferen Lagen des Lohnbandes bei guter Leistung überdurchschnittlich profitieren. Die beschlossenen Lohnmassnahmen betreffen die rund 2‘200 Mitarbeitenden von PostAuto im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sowie die rund 1700 (…).
Syndicom, 14.2.2019.
Syndicom > PostAuto. Lohnerhöhungen. Syndicom, 2019-02-14.
Ganzer Text
14.02.2019 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Die AHV braucht deutlich mehr Mittel. Die heutigen Zahlen zeigen es klar und deutlich: Die AHV braucht in den nächsten Jahren Zusatzeinnahmen. Ein erster Schritt zur Stabilisierung der finanziellen Situation der AHV kann nach Ansicht von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden, mit der Unterstützung der Steuervorlage STAF gemacht werden. Diese würde der AHV 2 Milliarden Franken zuführen. Das allein reicht jedoch nicht. Im Rahmen der anstehenden Reform muss die AHV mit einer substanzielleren Zusatzfinanzierung ausgestattet werden. Die heute veröffentlichten negativen Zahlen zum AHV-Fonds sind keine Überraschung. Der demografische Druck durch die Baby-Boomer und die gestiegene Lebenserwartung zeichnet sich schon lange ab. Dementsprechend kommen Zusatzbelastungen auf die AHV zu. Bisher konnte die AHV mit guten Anlageergebnissen das Loch jeweils noch stopfen. Im letzten Jahr sah es anders aus: Wie die meisten Pensionskassen oder auch die Suva verlor die AHV wegen des Rückgangs der Finanzmärkte zusätzlich Geld. Umlagedefizite mit Zusatzfinanzierung stoppen. Im Gegensatz zu den Pensionskassen ist es jedoch nicht die Hauptaufgabe der AHV, mit Anlagen Geld zu verdienen. Deshalb ist die Anlagepolitik nicht das Hauptproblem der AHV, sondern die in den nächsten Jahren markant steigenden Umlagedefizite. „Die AHV ist angesichts der demografischen Herausforderungen schlicht unterfinanziert“, betont Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 14.2.2019.
Travail.Suisse > AHV. Finanzierung. Travail.Suisse, 2019-02-14.
Ganzer Text
13.02.2019 Schweiz
Postfinance
Syndicom

Lohnerhöhungen
Postfinance
Volltext
PostFinance - 1,6 Prozent mehr Lohn für GAV-Mitarbeitende. Syndicom hat für die Mitarbeitenden von PostFinance für 2019 eine Lohnerhöhung von 1,6 Prozent ausgehandelt. Die Verhandlungen waren hart, aber letztendlich konstruktiv. Syndicom ist zufrieden mit dem Ergebnis. Die Gewerkschaft Syndicom hat sich in den Lohnverhandlungen mit PostFinance auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 1,6 Prozent geeinigt. Die Hartnäckigkeit von Syndicom in den Verhandlungen hat sich ausbezahlt: Mit dem Lohnresultat von 1,6 Prozent konnte der Vorjahresabschluss von einem Prozent deutlich übertroffen werden. Der für die Verhandlungen zuständige Zentralsekretär David Roth meint dazu: „Die Verhandlungen waren harzig, letztendlich aber sind wir zufrieden mit dem Erreichten.“ Lohnerhöhung wird ab April wirksam. Damit die Lohnmassnahmen in dieser Form wirksam werden können, benötigt das Lohnresultat noch die Zustimmung der verantwortlichen Entscheidgremien (Post-Verwaltungsrat und Delegierte der Gewerkschaft). Danach werden die 2'500 dem GAV unterstellten Mitarbeitenden von PostFinance die Lohnerhöhung mit dem Aprillohn ausbezahlt erhalten. Tiefere Löhne werden bevorzugt. Es ist wünschenswert, dass Personen mit tieferen Löhnen höhere Lohnerhöhungen erfahren als Angestellte, die bereits hoch eingereiht sind. Dazu wird die Hälfte der Lohnsumme den Vorgesetzten mit einem nach Lohnhöhe und Lage im Band errechneten Verteilmechanismus zur Orientierung vorgeschlagen. David Roth: „Die Ausgestaltung der (…).
Syndicom, 13.2.2019.
Syndicom > PostFinance. Lohnerhöhungen. Syndicom, 2019-02-13.
Ganzer Text
12.02.2019 Schweiz
Impressum
Syndicom

Urheberrecht
Volltext
Syndicom und Impressum begrüssen. den grossen Fortschritt bei der Revision des Urheberrechts. Diesen 12. Februar hat sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK des Ständerats zugunsten einer Entschädigung von Journalisten und Verlagen ausgesprochen, wenn auf Internet-Plattformen wie Google redaktionelle Inhalte veröffentlicht werden. Das ist ein fundamentaler Fortschritt bei der Revision des Urheberrechts und eine starke Antwort an die aktuelle Krise der Informationsmedien. Impressum und Syndicom haben diese Anträge unterstützt und begrüssen ihre klare Annahme in der Kommission. Gemäss dem Entscheid der Kommission sollen Journalistinnen, Journalisten und Verlage nicht mehr leer ausgehen, wenn Google und andere Plattformen mit ihren Texten, Bildern, Tönen oder Videos das grosse Geld machen. Die Journalistinnen und Journalisten haben ihre Unterstützung für diese Anliegen während der letzten Wochen mit den Verlegern koordiniert. Der 12. Februar ist ein Etappensieg. Die WBK ist den Vorschlägen der Ständerätin Géraldine Savary (SP, VD) gefolgt. Damit ist könnte die Luxussituation der Internetgiganten, die mit redaktionellen Inhalten viel Geld verdienen aber nichts dafür bezahlen, relativiert werden. Die Kommission folgte mit ihrem Entscheid auch der Entwicklung in der Europäischen Union, wo eine Direktive in Vorbereitung ist, die ebenfalls die Rechte Journalistinnen und Journalisten sowie der Verleger gegenüber Plattformbetreibern schützen soll. (…).
Syndicom, 12.2.2019.
Syndicom > Urheberrecht. Syndicom, 2019-02-12.
Ganzer Text
12.02.2019 Schweiz
Swisscom
Syndicom
Transfair

Lohnerhöhungen
Swisscom
Volltext
Löhne 2019 - Swisscom und ihre Sozialpartner einigen sich. Swisscom passt die Löhne 2019 um 1,4% an. Dies ist das Ergebnis der Lohnverhandlungen zwischen Swisscom und ihren Sozialpartnern, der Gewerkschaft Syndicom und dem Personalverband Transfair. Die Lohnerhöhung von 1,4% kommt ab 1. April 2019 den rund 14'000 Mitarbeitenden von Swisscom zugute, die dem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen. Mitarbeitende mit einer guten Leistung erhalten eine Lohnerhöhung von mindestens 0,9%, die restliche Lohnerhöhung wird individuell, je nach Lage im Lohnband und Leistung, verteilt. Für Mitarbeitende im oberen Bereich des Lohnbandes werden Einmalzahlungen ausgerichtet. Mit diesem Abschluss wird auch der Teuerung Rechnung getragen. Hans Werner, Leiter Group Human Resources sagt dazu: „Ich freue mich sehr, dass es uns zusammen mit unseren Sozialpartnern gelungen ist, eine ausgewogene Lösung für die Löhne 2019 zu finden. Wir behaupten uns in einem hart umkämpften Markt und investieren gleichzeitig Milliarden, um der Schweizer Bevölkerung und dem Wirtschaftsstandort Schweiz das beste Netz zu bieten. All dies ist nur mit tollen, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich.“ Und Giorgio Pardini, Syndicom, meint: „Die generelle Lohnerhöhung von 0,9% für einen grossen Teil der Mitarbeitenden gleicht die Teuerung aus. Damit anerkennt Swisscom den hohen Wert der Arbeit ihrer Mitarbeitenden und trägt den steigenden Konsumentenpreisen Rechnung.“
Syndicom, 12.2.2019.
Syndicom > Swisscom. Lohnerhoehungen. Syndicom, 2019-02-12.
Ganzer Text
08.02.2019 Schweiz
Syndicom

Digitalisierung
Volltext
5G für alle. Frequenzversteigerung war nur der erste Schritt. Kein geringes Paradox: Die Vierte Industrielle Revolution ruft nach einem verstärkten Service public. Das geht über die Sicherung des freien Marktzuganges hinaus. Darauf hatte die ComCom bei der Vergabe der Frequenzen den Fokus gelegt. Die Frequenzen für die 5G Technologie bilden die Grundlage für das Netz der Zukunft und den nächsten Schritt der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Da stellen sich grundlegende Fragen nach dem Zugang, den Anwendungen, die entwickelt werden, und der Kontrolle über diese Anwendungen. Die Politik muss hier Rahmenbedingungen für einen digitalen Service public setzen. Ein starker Service public für die Digitalisierung. Der digitale Service public der Zukunft muss den gleichen Zugang und die Verfügbarkeit digitaler Techniken für die gesamte Bevölkerung und die gesamte Wirtschaft (inkl. KMU) sichern. Dies beinhaltet mehr als den ständigen Ausbau der ICT-Netze. Die öffentliche Hand muss die Netzneutralität sichern, um die zunehmende Konkurrenz bei der Netznutzung zu neutralisieren. Mit der Kombination des Internets der Dinge, der Robotisierung und der künstlichen Intelligenz werden Dienstleistungen entstehen, die die heutige Datennutzung vervielfachen werden. In einer solchen Ausgangslage allein die Marktkräfte spielen zu lassen, wäre fahrlässig. Sie bergen die Gefahr, dass ein Teil der Bevölkerung und der Wirtschaft über Mengen, Geschwindigkeits- oder Preisbeschränkungen diskriminiert werden und die Kontrolle (…).
Syndicom, 8.2.2019.
Syndicom > Digitalisierung. Frequenzen. Syndicom, 2019-02-08.
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07.02.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Christine Flitner
Frauen
Verwaltung
Volltext
Frauen im Topkader der Bundesverwaltung finden Quoten sinnvoller als Männer. Sie haben auch allen Grund dazu, denn ihr Anteil beträgt gerade mal 20,7%. Bei einer Befragung von Topkadern durch das Zentrum für Demokratie Aarau (vom Herbst 2018) ging es allerdings um die Sprachenverteilung in der Bundesverwaltung. Dabei wurden aber auch Daten über die Vertretung von Frauen in den einzelnen Sprachgruppen erhoben. Unter anderem zeigt sich, dass ein höherer Frauenanteil tendenziell mit einem höheren Anteil an sprachlichen Minderheiten in den Verwaltungseinheiten einhergeht. Die angemessene Vertretung der Sprachgruppen und die Gleichstellung der Geschlechter stehen also keineswegs in Konkurrenz zueinander, im Gegenteil. Einmal mehr zeigt die Studie aber auch die verbreitete Angst vor verbindlichen Massnahmen. Vergleichswerte und Empfehlungen werden von den Befragten als sinnvoll angesehen, bei Quoten hört die Zustimmung aber auf. Männer gaben Quoten auf einer Skala von 1 bis 4 durchschnittlich 2,7 Punkte, Frauen 3,4 Punkte. Die tatsächliche Vertretung von Frauen im Topkader zeigt allerdings, wie bitter notwendig zwingende Quoten wären. Trotz langjähriger Anstrengungen, Gleichstellungs-Controlling-Programmen und Lippenbekenntnissen beträgt der Anteil der Frauen in den 9 obersten Lohnklassen gerade mal 20,7%. Diese beschämende Realität zeigt: Man kann nicht warten, bis Männer die Quoten toll finden, man muss sie einführen!  Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 7.2.2019.
Personen > Flitner Christine Bundesverwaltung. Quotenregelung. VPOD Schweiz, 2019-02-07.
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07.02.2019 Schweiz
AHV
Personen
Steuern
Dominik Gross
AHV
Unternehmenssteuer
Volltext
Nichts Neues! Am 19. Mai wird erneut über die Unternehmenssteuerreform abgestimmt, die vom Parlament mit einer Zusatzfinanzierung der AHV verknüpft wurde. Auch die neue STAF schafft Gewinnverschiebungsmöglichkeiten für multinationale Konzerne. Nachdem das Referendum gegen die STAF zustande gekommen ist, werden die Stimmberechtigten erneut über die hängige Unternehmenssteuerreform befinden. Die steuerpolitische Analyse von Alliance Sud zeigt, dass die Vorlage aus entwicklungspolitischer Sicht im Vergleich mit der vor zwei Jahren verworfenen Unternehmenssteuerreform III (USR III) keine nennenswerten Fortschritte bringt. Erneut sollen die alten entwicklungsschädigenden Sondersteuerregime durch neue ersetzt werden. Schweiz hat spezielle Verantwortung. Die aktuelle Vorlage würde die Schweizer Unternehmensbesteuerung zwar in eine international akzeptierte Form bringen und die alten Sondersteuerregime ausschliesslich für in der Schweiz versteuerte ausländische Konzerngewinne endlich abschaffen. Das ist aus errtwicklungspolitischer Sicht sehr begrüssenswert. Sie schafft aber gleichzeitig neue Gewinnverschiebungsmöglichkeiten für multinationale Konzerne. Durch Gewinnverschiebungen in Tiefsteuergebiete wie die Schweiz entziehen die Konzerne den Entwicklungsländern jährlich geschätzte 200 Milliarden Dollar an möglichem Steuersubstrat. (…). Dominik Gross.
Vorwärts, 7.2.2019.
Vorwärts > Unternehmenssteuer. AHV. Vorwaerts, 2019-02-07.
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06.02.2019 Schweiz
Denknetz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Beat Ringger
Denknetz
Volltext
Denknetz: Let's Reclaim Democracy. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Am Anfang steht eine Gruppe von sieben unzufriedenen Gewerkschafter*innen. Vierzehn Jahre später sind es 1500 Mitglieder, 22 Sachbücher und der grösste linke Kongress der letzten zwanzig Jahre. Es ist Sommer 2004. Eine Gruppe von Gewerkschafter*innen findet sich zusammen. Ihr Thema: Wer mitten in der täglichen Gewerkschaftsarbeit steckt hat kaum Zeit, sich über mittel- und langfristige Entwicklungen Gedanken zu machen, sorgfältig zu recherchieren oder gewerkschaftliche und politische Fragen durchzubuchstabieren. Also beschliesst die Gruppe, einen linken Thinktank ins Leben zu rufen. Und weil die Gründer*innen ein kritisches Denken ohne Auftraggeber wollen, konzipieren sie einen Thinktank, der nur sich selbst verantwortlich ist. Dieser Thinktank von unten heisst Denknetz und zählt heute 1‘500 Mitglieder. 150 von ihnen sind in diversen Fach- und Arbeitsgruppen, Redaktionskollektiven und Regionalgruppen engagiert. Alle grossen Gewerkschaften des SGB sind Kollektivmitglied, ebenso die SPS, die jungen Grünen, die JUSO und weitere Organisationen. Präsidentin des Denknetz ist Ruth Dällenbach, Fachfrau für Entwicklungszusammenarbeit und ehemalige Geschäftsleiterin von Solidar Suisse. Ihre Vorgänger*innen waren Ruth Gurny, Professorin für Soziologie, Urs Marti, Professor für Politische Philosophie und Andreas Rieger, ehemaliger Co-Präsident der Gewerkschaft Unia. Die Geschäftsstelle (…). Beat Ringger.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 6.2.2019.
Personen > Ringger Beat. Denknetz. GBKZ, 2019-02-06.
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06.02.2019 Schweiz
Swisscom
Syndicom

Stellenabbau
Swisscom
Volltext
Petition von Syndicom sichert Arbeitsplätze bei der Swisscom. Die Swisscom hat an ihrer heutigen Bilanzmedienkonferenz bekanntgegeben, dass sie im 2019 mit einem leicht rückläufigen Stellenangebot in der Schweiz rechnet. Dies zeigt, dass die Petition von Syndicom an Bundesrat und Parlament gemeinsam mit einem starken Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ihre Wirkung entfaltet. Eine nachhaltige Personalpolitik bedarf jedoch auch entsprechender Rahmenbedingungen: Der Bundesrat steht nach wie vor in der Pflicht, seine strategischen Ziele für die Swisscom anzupassen, damit der finanzpolitisch getriebene Personalabbau gestoppt wird. Im September 2018 hat Syndicom zuhanden von Bundesrat und Parlament eine Petition zum Stopp des finanzpolitisch getriebenen Personalabbaus bei der Swisscom eingereicht, die von 4‘000 Swisscom-Mitarbeitenden unterzeichnet wurde. Die Petition fordert die Anpassung der strategischen Ziele des Bundesrates und damit die Senkung der überhöhten Wertsteigerungs- und Gewinnerwartungen an die Swisscom. Die Petition zeigt in der Personalplanung 2019 der Swisscom bereits ihre Wirkung. Jetzt ist es auch an der Politik, die Anliegen der Swisscom-Mitarbeitenden ernst zu nehmen. Gesundes Unternehmen bedingt motivierte Mitarbeitende. Damit die Swisscom weiterhin ihren auch politisch geforderten hohen Qualitätsstandard wahren und sich als gute Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt behaupten kann, müssen die Wertsteigerungs- und Gewinnerwartungen des Bundesrates zwingend (…).
Syndicom, 6.2.2019.
Syndicom > Swisscom. Entlassungen. Syndicom, 2019-02-06.
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06.02.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Medienkonferenz
Meinungsumfrage
Pflegepersonal
Pressekonferenz
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Pflegepersonal unter Druck. Ergebnisse der Unia-Umfrage zum Arbeitsalltag in der Pflege. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Pressekonferenz: Freitag, 15. Februar, 10.00 Uhr im Vatter Business Center, ärenplatz 2, Bern. Sehr geehrte Medienschaffende. Pflege und Betreuung sind im Wandel: Druck und Stress bei der Arbeit nehmen zu. Im Fokus der Politik stehen aber Sparmassnahmen und Kostenoptimierung. Wie es dabei den Pflegenden geht, interessiert die Politik nicht. Eine Umfrage der Unia zu Arbeitsbedingungen, Motivation und Gesundheit von Pflegenden bringt Licht ins Dunkle. Von November bis Januar haben über 2‘800 Angestellte an der Umfrage teilgenommen. Davon arbeiten rund 1200 Personen in der Langzeitpflege. Die Resultate sind alarmierend. Mehr als die Hälfte der Befragten will den Pflegeberuf verlassen. Die Hauptgründe: zu hohe Belastung durch unzureichende Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Probleme durch den Pflegeberuf. An der Medienkonferenz werden die Umfrageresultate präsentiert sowie die daraus resultierenden Forderungen und Massnahmen der Unia vorgestellt. Es referieren: Samuel Burri, Branchenverantwortlicher Pflege Unia. Yolande Peisl-Gaillet, Gewerkschaftssekretärin Sektor Tetiär Unia. Eine aktive Pflegende (anonym). Silja Kohler, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 6.2.2019.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2019-02-06.
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05.02.2019 Schweiz
Holcim AG
Unia Schweiz

Holcim AG
Lohnerhöhungen
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Knausriger Zementriese: Lohnverhandlungen mit Holcim gescheitert. Trotz guter Geschäftslage keine Reallohnerhöhung bei Holcim. Die Lohnverhandlungen mit Holcim Schweiz sind gescheitert. Trotz gutem Geschäftsgang weigerte sich der Konzern, seinen Angestellten zumindest die laufende Teuerung auszugleichen. Die Arbeitnehmenden-Delegation lehnte das Angebot entschieden ab. Statt einer mehr als verdienten Reallohnerhöhung will der Zementriese de facto einen Reallohnverlust für seine Angestellten durchsetzen. Die zuletzt offerierte Lohnerhöhung hätten nicht einmal die Teuerung ausgeglichen. Das kommt für die Arbeitnehmenden-Vertretung nicht in Frage. Ein Affront. Bei den Arbeitnehmenden stösst das Verhalten von Holcim auf Unverständnis: „Während die Aktionäre den Gewinn einsacken, haben die Angestellten am Ende des Monats weniger im Portemonnaie. Dieser Lohnklau ist inakzeptabel“, sagt Lena Frank von der Gewerkschaft Unia. Reallohneinbusse für die Arbeitnehmenden. Die Teuerung betrug im letzten Jahr 0,9 Prozent. Ausserdem steigen die Kosten für die Krankenkasse stetig an. „Mit dem letzten Angebot von Holcim hätten die Arbeitnehmenden real eine Lohneinbusse“ , sagt Bajram Arifaj von der Gewerkschaft Syna. Die Verhandlungs-Delegation wird nun die Kolleg/innen in den Betrieben konsultieren, um mit ihnen das weitere Vorgehen zu planen.
Unia Schweiz, 5.2.2019.
Unia Schweiz > Holcim. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2019-02-05.
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