Gewerkschaftschronik
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25.06.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Nick Raduner
Jubiläum
Pensionierte
Volltext
„Ihr seid das Gewissen und die Geschichte der Gewerkschaft“. Der PV hat seine 100 Jahre am 13. Juni an Bord der „MS Oberland“ gefeiert. Die über 270 Eingeladenen erlebten eine Gourmetfahrt auf dem Thunersee, umrahmt von Ansprachen und Musik. Am Hafen von Thun ist es 15 Uhr. Per Handschlag verabschiedet Zentralpräsident Roland Schwager nach den Feierlichkeiten jeden Gast, der von Bord geht. Allein diese Geste symbolisiert den Geist, der bei den Pensionierten vorherrscht. Er schliesst sich damit den Bemerkungen an, die SEV-Präsident Giorgio Tuti zuvor an Bord der „MS Oberland“ gemacht hat: „SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man diese Freundschaft und Kollegialität im SEV spüre. Wir sind eine grosse Familie und das soll so weitergehen. Wir haben das Privileg, dass wir auf die Unterstützung der Pensionierten zählen können. Euer Engagement ist immens. Die Pensionierten haben das Potenzial, Veranstaltungen zu organisieren, die begrüssenswert sind. Das macht stolz! Die Pensionierten sind ein Leben lang SEV-Mitglied“. Glückwünsche haben auch Andreas Menet (Zentralpräsident ZPV) und Gilbert d’Allessandro (Zentralpräsident VPT) im Namen aller Unterverbände überbracht: „Es ist wertvoll, mit Pensionierten zusammen zu arbeiten, die ihre Interessen entschlossen vertreten“, betonte Menet. D’Allessandro seinerseits hat das Lächeln beim heutigen Wiedersehen hervorgehoben. Für diesen Anlass hatte der grösste Unterverband des SEV mit seinen 13‘000 Mitgliedern keinen Aufwand gescheut. (…). Vivian Bologna, Übersetzung Nick Raduner
SEV, 25.6.2019.
SEV > Pensionierte. Jubilaeum. Ausflug. SEV, 2019-06-25.
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24.06.2019 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Hitzewelle
Volltext
Gefährliche Hitze: Arbeitgeber und Bauherren stehen in der Pflicht. Der Sommer schlägt diese Woche mit voller Kraft zu: es werden Temperaturen von bis zu 40°C erwartet. Die Hitze ist für Arbeitnehmende auf den Baustellen gefährlich. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für die Gesundheit und müssen deshalb besondere Schutzmassnahmen ergreifen: bis hin zur Schliessung von Baustellen. Die Unia fordert die Bauherren dazu auf, bei Verzug kulant zu sein, damit die Schutzmassnahmen auch wirklich umgesetzt werden. Termin- und Zeitdruck darf nicht die Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden! Endlich ist es soweit, der Sommer ist da, die Temperaturen steigen diese Woche auf bis zu 40 Grad. Was viele während der Ferienzeit freut, stellt eine grosse Gefahr für die Gesundheit der Arbeitnehmenden auf den Baustellen dar. Dehydrierung, ein Sonnenstich oder Hitzeschlag können schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben und gar zum Tod führen. Jedes Jahr erkranken etwa 1’000 Arbeitnehmende an Hautkrebs, weil sie bei der Arbeit der brennenden Sonne direkt ausgesetzt sind. In Hitzeperioden mehren sich auch Unfälle, es sind 7 Prozent mehr als sonst. Arbeitgeber haben die Verantwortung. Die Arbeitgeber sind für den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden verantwortlich. Bei grosser Hitze müssen sie deshalb besondere Massnahmen ergreifen. „Auf den Baustellen muss Sonnenschutz und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Die Arbeitszeiten müssen auch so angepasst werden, dass während der heissesten Zeit nicht  (…).
Unia Schweiz, 24.6.2019.
Unia Schweiz > Hitzewelle. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2019-06-24.
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24.06.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Löhne
Managerlöhne
Volltext
Löhne: Unten wird geknausert – oben gekleckert. Seit über einem Jahrzehnt untersucht Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, die Entwicklung der Managerlöhne. Das Fazit der 15. Erhebung ist durchzogen, dennoch öffnet sich in der Mehrheit der untersuchten Unternehmen die Lohnschere weiter. Die Chefs gewähren sich satte Lohnerhöhungen, während bei den tiefen Einkommen Lohndruck, Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz zunehmen. Die angenommene Abzockerinitiative kann diesen Trend nicht stoppen, zu wenig griffig sind die umgesetzten Massnahmen in der Aktienrechtsrevision. Bereits zum fünfzehnten Mal in Folge hat Travail.Suisse die Schere zwischen den höchsten und den tiefsten Löhnen in 26 Schweizer Unternehmen untersucht. Die Analyse fördert beunruhigende Entwicklungen zu Tage. Massive Zunahme der Entschädigungen bei den Konzernleitungsmitgliedern. Im Vergleich mit den letzten Jahren fiel die Entwicklung der Managerlöhne 2018 durchzogen aus. Während sich die Entschädigungen bei den CEO auf dem Niveau des Vorjahres bewegten, legen die übrigen Mitglieder der Konzernleitungen durchschnittlich um satte 7 Prozent zu. Seit 2011 haben damit die Cheflöhne um 19 Prozent zugenommen, während sich die normalen Arbeitnehmenden im gleichen Zeitraum mit 4.3 Prozent mehr Lohn zufrieden geben mussten. In den letzten beiden Jahren mussten die Arbeitnehmenden der Schweiz bedingt durch die wieder anziehende Teuerung sogar Reallohnverluste hinnehmen. (…).
Travail.Suisse, 24.6.2019.
Travail.Suisse > Managerloehne. Löehne. Travail.Suisse, 2019-06-24.
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24.06.2019 Schweiz
Hotel Marriott
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Hotel Marriott
Volltext
Mehr Rechte für Arbeitnehmende in Marriott-Hotels. statt PR bei EDA und IOM! Unter dem Titel „Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung im Hotelgewerbe“ laden EDA und die internationale Organisation für Migration (IOM) zur Veranstaltung im Kursaal Bern und geben u.a. einem Vertreter der Marriott International die Möglichkeit, sich im besten Licht darzustellen. Derweil weigert sich Marriott International mit der IUF (Internationale Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter) an den Tisch zu sitzen und über Massnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhandeln. Auch in der Schweiz leistet Marriott keinen Beitrag, um die Rechte von Arbeitnehmenden konsequent durchzusetzen. Marriott ist mit Abstand das grösste Hotelunternehmen der Welt. Damit setzt es in einer ganzen Branche Standards und ist - im Guten, wie im Schlechten - Vorbild für Arbeitsbedingungen in der Hotellerie. Der Alltag für Arbeitnehmende, insbesondere in der Hotelreinigung, in den Häusern der Marriott-Gruppe ist hart. In den meisten Fällen wird die Hotelreinigung an Subunternehmen ausgelagert. Dies führt zu unrealistische Zeitvorgaben und eine zu dünne Personaldecke in der Zimmerreinigung: Immer weniger Personal muss immer mehr und immer schneller putzen. Statt in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen, handelt Marriott nicht. (…).
Unia Schweiz, 24.6.2019.
Unia Schweiz > Marriott International. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2019-06-24.
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22.06.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Lohnschutz
Mindestlöhne
Volltext
Delegiertenversammlung der Unia tagt in Bern. Frauen zum Rabattpreis: Es reicht! Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz in Zeichen des Frauenstreiks. Dank einer breiten Lohnkampagne in den „typischen Frauenbranchen" wie beispielsweise dem Detailhandel sollen Tieflöhnen und prekären Arbeitsbedingungen schrittweise ein Ende gesetzt werden. Weiter verurteilten die Delegierten die Kündigungsinitiative in einer Resolution als massiven Angriff auf den Lohnschutz und die KollegInnen ohne Schweizer Pass.Der Frauenstreik vom 14. Juni stand auch an der heutigen Delegiertenversammlung der Unia im Zentrum der Debatten. Die Bewegung vom 14. Juni sei so bedeutend, dass sie noch für längere Zeit nicht abschliessend bilanziert werden könne, hielten die Delegierten fest. Umso stossender, dass Frauen bis heute im Schnitt 660 Franken pro Monat weniger verdienen als Männer. Das sind 10 Milliarden, die den Frauen in der Schweiz jedes Jahr entzogen werden. Diesem Missstand will Unia mit zwei Massnahmen endlich den Riegel schieben. Einerseits forderten die Delegierten als Sofortmassnahme gegen Lohnungleichheit am Arbeitsplatz systematischen Kontrollen in den Betrieben und griffige Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen. Und andererseits sollen dank einer breiten Lohnkampagne in den „typischen Frauenbranchen" wie beispielsweise dem Detailhandel Tieflöhnen und prekären Arbeitsbedingungen schrittweise ein Ende gesetzt werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 22.6.2019.
Unia Schweiz > Mindestlohn. Lohnschutz. Unia Schweiz, 2019-06-22.
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20.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Frauenstreik
Volltext
Schluss mit dem Patriarkater! Die Frauenstreik-Bewegung entwickelte eine Wucht, die man(n) nicht mehr ignorieren kann. Der Satz klingt verrückt, doch in meinem Kopf drehte er an diesem Tag Kreise: „Ich wusste nicht, dass es in der Schweiz so viele Frauen gibt.“ Natürlich weiss ich, dass auch hierzulande, so wie fast überall auf der Welt, gut fünfzig Prozent der Bevölkerung Frauen sind. Nur kriegt man das nicht wirklich mit, nicht im öffentlichen Raum, nicht wenn man die Zeitung aufschlägt oder den Fernseher anschaltet, wenn man ins Parlament hineinschaut, in die Teppichetagen, die Literaturfestivals, überall dort, wo jemand die Klappe aufmacht und etwas vermeintlich Wichtiges zu sagen hat. Seit letztem Freitag, dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019, wissen wir, dass es mehrere Hunderttausend Frauen gibt, die wirklich etwas zu sagen haben, die wütend sind, die genug haben von Lohnungleichheit und Sexismus, von prekären Arbeitsbedingungen, der Geringschätzung von unbezahlter Arbeit, von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt. Hunderttausende Frauen, die auch solidarisch sind. Es protestierten junge und alte Frauen, wie zum Beispiel jene Frau, die im Rollstuhl an die Demo in Zürich kam und – geschoben von einem Mann – ein Schild in den Händen hielt: „Jahrgang 1929. Es eilt!“ Es kamen Archäologinnen und Hebammen. Katholikinnen, Musliminnen und Anarchistinnen. Busfahrerinnen und Kita-Mitarbeiterinnen. Hausfrauen, Migrantinnen, Bio-Schweizerinnen, Politikerinnen. Mütter, Grossmütter, Enkelinnen, (…). Noemi Landolt.
WOZ, 20.6.2019.
Personen > Landolt Noemi. Frauenstreik. WOZ, 2019-06-20.
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20.06.2019 Schweiz
Frauen
WOZ

Frauenstreik
Volltext
Darf ein echter Streik so lustvoll sein? War der Frauenstreik überhaupt ein richtiger Streik? Begriffsanalysen und andere Relativierungen in Schweizer Zeitungen. Klar ist: Der Frauenstreik hat solche Dimensionen angenommen, dass er medial nicht ignoriert werden konnte. Sogar die „Weltwoche“ schrieb sich die Finger wund und verwendete, wie die WOZ das offizielle Logo des Frauenstreiks. Grosse internationale Zeitungen wie die „New York Times“ und „The Guardian“ schickten sogar extra Reporterlnnen, um über Demonstrationen zu berichten. Obwohl gewisse Schweizer Zeitungen erstaunlich differenzierte Artikel zum Thema veröffentlicht haben, war ein skeptisches Motiv immer wieder anzutreffen: Für viele schien es eine drängende Frage zu sein, ob der Frauenstreik nun wirklich ein Streik ist oder nicht. So schrieb der „Tages-Anzeiger“ eine gute Woche vor dem Streiktag, dass der Frauenstreik „bis zur Unendlichkeit entschärft“ werde. Der männliche Autor des Textes betonte dann sogleich auch, wie ein wahrer Streik aussehe: nämlich so wie der erste Streik, den Zürich je erlebt habe - von Schmiedegesellen. vor über 600 Jahren. Falscher Zeitpunkt. Die NZZ konfrontierte in ihrer Samstagsausgabe nach dem Streik die Historikerin Elisabeth Joris - quasi stellvertretend für die streikenden Frauen - mit ähnlichen Vorurteilen, wie sie im „Tages-Anzeiger“ zu lesen waren: Ein richtiger Streik sei doch nicht so „lustvoll“, (…). Valerio Meuli.
WOZ, 20.6.2019.
WOZ > Frauenstreik. WOZ, 2019-06-20.
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18.06.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Managerlöhne
Medienkonferenz
Volltext
Managerlöhne: Lohnscheren öffnen sich weiter. Einladung zur Medienkonferenz „Managerlöhne“. Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Medienschaffende. Anhand der Geschäftsberichte untersucht Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, seit mehr als einem Jahrzehnt die Entschädigungen von 26 Unternehmen an ihre Manager und Verwaltungsräte und berechnet das Verhältnis zwischen höchstem und tiefstem Lohn (Lohnschere) in diesen Unternehmen. Die 15. Untersuchung in Folge zeigt einmal mehr die horrenden Vergütungen für Manager. Mit Lohnscheren von bis zu 1:257 lässt sich weiterhin keine Mässigung erkennen: Die Lohnscheren befinden sich auf einem deutlich höheren Niveau als noch vor einigen Jahren und die Politik bleibt bei der Abzockerinitiative auf halbem Weg stehen. Gerne informieren wir Sie detaillierter über die Resultate unserer Untersuchung und unsere diesbezüglichen Forderungen. Dazu laden wir Sie zu einer Medienkonferenz ein, die am Montag, 24. Juni 2019, um 9.30 Uhr, im Vatter Business Center (Saal „Loosli“, 6. Stock), Bärenplatz 2, Bern stattfinden wird. Es nehmen teil: Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse und Nationalrat, Carole Furrer, Vize-Präsidentin Travail.Suisse und Präsidentin SCIV, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, Christoph Eichenmann, Projektmitarbeiter Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 18.6.2019.
Travail.Suisse > Managerlöhne. Medienkonferenz. Travail.Suisse, 2019-06-18.
G > anzer Text
18.06.2019 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

Gleichstellung
Regierung Schweiz
Volltext
Für mehr Frauen in den Chefetagen. Am Frauenstreik von vergangenem Freitag setzten mehrere Hunderttausend Frauen und Männer ein gewaltiges, friedliches und kreatives Zeichen für mehr Gleichstellung der Geschlechter in der Schweiz. Nur vier Tage später kann der männerdominierte Ständerat zeigen, ob er den Wink verstanden hat. Morgen entscheidet er im Rahmen der Aktienrechtsrevision über die Einführung von Geschlechter-Richtwerten in den Führungsetagen der Schweizer Unternehmen. Der Bundesrat hat vorgeschlagen in der laufenden Aktienrechtsrevision auch Richtwerte für die Vertretung der Geschlechter in den Führungsgremien von Schweizer Unternehmen festzulegen. Demnach sollen in den Verwaltungsräten beide Geschlechter mit mindestens 30 Prozent und in den Geschäftsleitungen mit mindestens 20 Prozent vertreten sein. „Der Bundesrat hat damit einen richtigen und wichtigen Schritt gemacht, auch wenn er deutlich hinter den 40-Prozent-Richtwerten der EU zurückbleibt“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Völlig unverständlich war der darauffolgende Entscheid der Rechtskommission des Ständerates – wohlgemerkt ein Gremium bestehend aus 12 Männern und einer Frau – auf die Richtwerte bei den Geschäftsleitungen zu verzichten. Die Mitglieder des Ständerates haben morgen die Möglichkeit, zu zeigen, dass sie das Signal des Frauenstreikes besser verstanden haben als ihre Kommission und dem wichtigen Schritt auf dem Weg zu echter Gleichstellung zwischen den Geschlechtern keine zusätzlichen Steine in den Weg legen. Männer bleiben (…). Gabriel Fische.
Travail.Suisse, 18.6.2019.
Travail.Suisse > Gleichstellung. Bundesrat. Travail.Suisse, 2019-06-18.
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18.06.2019 Schweiz
Maler-Gipser
Malerinnen-Gipserinnen
Unia Schweiz

GAV
Maler-Gipser
Malerinnen-Gipserinnen
Volltext
Maler-Gipser: Gemeinsam für eine Zukunft mit einem besseren GAV! Maler/innen und Gipser/innen fordern faire Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungen für den neuen GAV im Maler- und Gipsergewerbe Deutschschweiz und Tessin sind voll im Gange. Die Maler/innen und Gipser/innen verdienen Wertschätzung und fortschrittliche Arbeitsbedingungen. Dazu läuft ab heute eine Petition mit den Hauptforderungen der Maler/innen und Gipser/innen. Der neue GAV betrifft die Maler/innen und Gipser/innen in der Deutschschweiz und im Jura, sowie die Maler/innen im Tessin. Die Forderungen an die Arbeitgeber haben die Maler/innen und Gipser/innen bereits an ihrer grossen Berufskonferenz vom November 2018 festgelegt: Mehr Lohn für alle, 300 Franken pro Monat Mittagspauschale für alle, Besserer Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende, Reisezeit muss bezahlte Arbeitszeit sein – für alle, Lernende: Attraktiver Mindestlohn und 13. Monatslohn für alle. Die Petition dazu kann auch online unterzeichnet werden. Sie läuft bis Ende September und wird anschliessend den Arbeitgebern übergeben. Mehr Arbeit für weniger Geld? Die Maler/innen und Gipser/innen widersetzen sich vehement den Angriffen der Arbeitgeber. Diese haben ein inakzeptables Abbaupaket geschnürt: Keine Reallohnerhöhungen über mehrere Jahre und keinen Lohnzuschlag für die ersten 120 Überstunden Ende Jahr (bisher 25%). Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. (…).
Unia Schweiz, 18.6.2019.
Unia Schweiz > Maler-Gipser. GAV. Unia Schweiz, 2019-06-18.
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17.06.2019 Schweiz
Frauen
Junge Welt

Frauenstreik
Volltext
Die Schweiz trägt Lila. Frauenstreik: Hunderttausende beteiligen sich an Protesttag. Grossdemonstrationen im ganzen Land. Schon am frühen Freitagmorgen wird das Bundeshaus, Sitz des Schweizer Parlaments, zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen. Doch die finden diesmal nicht in den Ratshallen statt, sondern vor dem Gebäudeeingang. Bereits gegen neun Uhr haben sich Hunderte Frauen auf dem Bundesplatz vor dem Parlament versammelt. Immer wieder machen sich Gruppen auf, das Gebäude zu verzieren. Im Blick haben sie dabei die beiden Statuen, die den Eingang flankieren. Die Werke des Künstlers Maurice Reymond sollen den „Geschichtsschreiber der Vergangenheit“ und jenen der Gegenwart darstellen. Doch weil eine nur von Männern verfasste Historie nicht vollständig sein kann, montieren die Frauen an diesem Morgen lila Fahnen an den Statuen. Das macht dem Sicherheitsdienst des Parlaments zu schaffen, der solche Ergänzungen nicht zulassen will. Einige Stunden später ist das Ringen entschieden: Auf dem übervollen Bundesplatz drängen sich die Menschen, der Sicherheitsdienst hat sich ins Gebäudeinnere zurückgezogen. Die Statuen tragen nun Schilder, Transparente und rote Plastiklippen. Am Ende des Tages sind beide Figuren schliesslich sogar mit lila Farbe übergossen. Anlass für die Proteste in Bern war der von einem breiten Bündnis landesweit organisierte Frauenstreik in der Schweiz, an dem sich Hunderttausende beteiligten. (…).
Jakob Roth.
Junge Welt, 17.6.2019.
Junge Welt > Schweiz. Frauenstreik. Junge Welt ,2019-06-17.
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16.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Bilanz
Frauenstreik
Volltext
Deutlich über 500'000 Personen am Frauen*streik 2019 – Starkes Signal für rasche Gangart bei der Gleichstellung. SGB-Bilanz zum Frauen*streik 2019. Der Frauenstreik 2019 hat alle Erwartungen massiv übertroffen. Mit deutlich über 500'000 Teilnehmenden beteiligten sich noch mehr Menschen an diesem Aktions- und Streiktag für die Gleichstellung als am Frauenstreik 1991. Der 14. Juni 2019 geht damit klar als grösste politische Aktion seit dem Generalstreik 1918 in die Schweizer Geschichte ein. Dies zeigt eine Auswertung des Schweizerischen Gewerkschaftsbund aufgrund der definitiven Beteiligungszahlen aus den grossen Städten, die teilweise erst am Freitagabend feststanden. Eine äusserst starke Beteiligung war bereits am Freitagmorgen spürbar. Gegen 100'000 Personen nahmen bis Mittag an ersten Aktionen auf der Strasse oder in Betrieben teil. z.B. in Bern zogen 5‘000 Personen an einer Kinderwagen-Demo durch Berns Gassen. Nicht eingerechnet sind dabei die unzähligen Frauen, die unabhängig von der Teilnahme an einer Aktion, mit Buttons, Foulards oder violett-lila Kleider-Accessoires ihre Unterstützung für die Forderungen des Frauen*streiks signalisierten. Nicht eingerechnet sind auch die unzähligen Frauen, die im Privatleben Zeichen gesetzt haben für mehr Gleichstellung. Ein in der Schweiz noch nie dagewesenes Ausmass erreichte die Beteiligung an den Schlusskundgebungen. Allein in Zürich fand mit gegen 160'000 Menschen die grösste politische Einzeldemo der Geschichte statt. Auch in Lausanne mit gegen 60'000 sowie in (…).
SGB, 16.6.2019.
SGB > Frauenstreik. Bilanz. SGB, 2019-06-16.
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14.06.2019 Schweiz
Pensionskasse
Personen
Work
Clemens Studer
Pensionskassen
Rente
Rechte Politiker wollen laufende Renten kürzen: Doch der Nationalrat stoppt (vorerst) die Wackelrenten. Der erste Angriff auf laufende Pensionskassenrenten scheiterte im Nationalrat. Wegen der bevorstehenden Wahlen. Doch der nächste läuft bereits. Wenn rechte Politikerinnen und Politiker von Flexibilisierung reden. meinen sie eigentlich immer den Abbau von Regulierungen zulasten der Lohnabhängigen und Pensionierten. Ihr neuster Plan: Sie wollen die laufenden BVG-Renten kürzen, wenn die Börse crasht oder sich die Pensionskasse anderweitig im Finanzcasino verspekuliert hat. Aus unseren Renten sollen also Wackelrenten werden. Eingebracht hat einen entsprechenden Vorstoss Thomas Weibel. Er ist Mitbegründer der GLP und sitzt seit 12 Jahren im Nationalrat. Und genauso lange profiliert er sich als Sozialabbauer. Mitunterzeichnet hat die ganze GLP-Prominenz. In der zuständigen Kommission wurde das Vorhaben nur ganz knapp abgelehnt. Wegen der rechten Mehrheit im Nationalrat hätte es gute Chancen gehabt, Allerdings verschob sich die Behandlung im Rat immer wieder. Als der Wackelrenten-Vorstoss dann in der laufenden Sommersession zur Debatte stand, verliess viele in der Ratsrechten der Mut. So kurz vor den Wahlen wollte man die Maske nicht fallen lassen. Und: unterdessen sammelt ein ehemaliger Pensionskassenmanager Unterschriften für eine Volksinitiative mit der gleichen Forderung. Fast alle betroffen. Die neue Regelung soll ausschliesslieh für den sogenannten (…). Clemens Studer.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Studer Clemens. Pensionskassen. Renten. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 EU
Schweiz
EU
Personen
Work
Clemens Studer
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Die rote Linie bleibt der Rahmen. Vor ziemlich genau einem Jahr am 12.juni 2018 - griff Aussenminister Ignazio Cassis den Schweizer Lohnschutz öffentlich und frontal an. Im Radio machte er sich über die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit lustig, diese „fast religiöse Frage“. Die Schweiz müsse die Massnahmen lockern. Damit verletzte er mutwillig die vom Gesamtbundesrat in Übereinstimmung mit den Gewerkschaften definierte rote Linie. Sie heisst: Der Schweizer Lohnschutz ist nicht Teil eines EU-Rahmenabkommens. Was steckt dahinter? Als Nachfolger des freisinnigen Staatsmannes Didier Burkhalter war FDP-Krankenkassenlobbyist Cassis damals noch kein Jahr im Amt. Um Bundesrat zu werden, hatte er sich ebenso schamlos wie offensiv an den rechten Rand rangewanzt. Die SVP zeigte sich mit ihren Stimmen erkenntlich. Martullos Tarif. Im Januar 2018 gab Ems-Milliardärin und SVP-Politikerin Magdalena Martullo-Blocher an einer Medienkonferenz den Tarif durch: Die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit müssten weg. Denn die FlaM stärken alle Lohnabhängigen unabhängig von ihrem Wohnort vor ausbeuterischen Arbeitgebern. Das passt dem Blocher-Clan nicht, der 57,6 Milliarden Franken mehr Dividenden einsackt, als er allen seinen 3075 Angestellten zusammen an Lohn ausbezahlt. Cassis weiss, wem er seinen Posten verdankt. Und darum wollte er im Auftrag der Schweizer Marktradikalen zusammen mit europäischen (…). Clemens Studer.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Studer Clemens. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Work online, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Frauenlöhne
Volltext
Das könnte sich Frau leisten, wenn es keine Lohndiskriminierung gäbe: Jedes Jahr Luxusferien für jede erwerbstätige Frau! Jede Berufsfrau wird in ihrem Arbeitsleben um volle 335‘000 Franken Lohn betrogen. Bloss weil sie eine. Frau und kein Mann ist. Das zeigen die Berechnungen, die Work beim Büro BASS in Auftrag gegeben hat. Mit einem kühlen Drink in der Hand unter Palmen liegen, ins türkisblaue Wasser tauchen und den Abend in der privaten Strandvilla ausklingen lassen. Weit weg von zu Hause, auf den Malediven, wo die Sandstrände weiss und die Sonnenuntergänge herrlich sind. Das klingt verlockend und ist kaum bezahlbar. Denn gut 7‘000 bis 8‘000 Franken pro Woche kosten die paradiesischen Ferien schon. Doch genau das könnte sich jede Berufsfrau gönnen, wenn die Lohndiskriminierung endlich beseitigt wäre. Und zwar jedes Jahr! Der Bschiss in Zahlen. Jede erwerbstätige Frau in der Schweiz wird pro Jahr im Schnitt um 7‘800 Franken geprellt. Das zeigen die Berechnungen der Expertinnen des Berner Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS)*. Work wollte von ihnen wissen: Wie viel Lohn fehlt berufstätigen Frauen in der Schweiz, schlicht und einfach weil sie Frauen sind? Herausgekommen sind diese fast unfassbaren Zahlen: Jeder Berufsfrau werden monatlich 650 Franken vorenthalten. Das sind ganze 7‘800 Franken pro Jahr. Auf ein ganzes Frauenarbeitsleben von 43 Jahren umgerechnet, beträgt die Lohnlücke im Minimum 33‘5000 Franken. (…). Patricia D’Incau.
Work online, 14.6.2019.
Personen > D‘Incau Patricia. Lohngleichheit. Work online, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Personen
Work
Jonas Komposch
Frauenstreik
Volltext
Uhrenarbeiterin Liliane Valceschini hatte den Geistesblitz, der die Schweiz veränderte. „Dann träumte ich von einem Frauenstreik“. Der Frauenstreik von 1991 war ihre Idee. Nun verrät Liliane Valceschini (81), wie es dazu kam und was der Streik mit ihrer italienisch-schweizerischen Familiengeschichte zu tun hat. Work: Frau Valceschini, der historische Frauenstreik von 1991 hat seinen Ursprung bei Ihnen im Jura. Wie kam es dazu? Liliane Valceschini: An einem Treffen unserer Gewerkschaftssektion diskutierten wir über die Lohnungleichheit in ¬unserer Branche. Auch wenn eine Uhrenarbeiterin exakt dieselbe Arbeit machte wie ihr Kollege, verdiente sie mit Sicherheit weniger als er. Das beschäftigte uns ungemein. Und dann habt ihr direkt an Streik gedacht? So schnell ging das nicht. Diese Idee hatte ich erst auf dem Nachhauseweg. Moment. Sie ganz alleine sind auf diese Idee gekommen? Ja. Aber wissen Sie, wenn nicht ich diesen Einfall gehabt hätte, wäre vielleicht sonst wer darauf gekommen. Aber Sie wussten, dass die Isländerinnen bereits 1975 einen grossen Frauenstreik organisiert hatten? Nein. Damals gab es ja noch keine sozialen Medien und so. Ich fuhr also mit dem Auto von der Versammlung nach Hause. Während der ganzen Fahrt grübelte ich über Möglichkeiten, um endlich die Lohngleichheit durch¬zusetzen. Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz. Ich realisierte, dass es bald genau zehn Jahre her sein würde, seitdem am 14. Juni 1981 die Lohngleichheit in der Bundesverfassung festgeschrieben worden war. Zehn (…). Jonas Komposch.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Valceschini Liliane. Frauenstreik. Interview. Work online, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Jonas Komposch
Migrantinnen
Volltext
Frauen und Migration. Italienerinnen brachten Kitas. Die Einwanderung in die Schweiz hat die Gleichstellung beschleunigt. Auch wenn die SVP das Gegenteil behauptet. Bei den rechten Patriarchen ist es schwer in Mode, Migration als Bedrohung für die Frauenrechte zu verteufeln. Um gegen Geflüchtete und Migranten zu hetzen, ist den Scharfmachern eben jedes Mittel recht. Und so geben sich selbst die reaktionärsten Machos plötzlich als aufrechte Frauenfreunde. Eine neue Studie entlarvt jetzt diese Ausländerfeinde. Die Historikerin Francesca Falk von der Uni Freiburg hat nämlich untersucht, wie die Ein- und Auswanderung die Gleichstellung in der Schweiz beeinflusste. Ihr Fazit lässt aufhorchen: „Migration hat die Frauenemanzipation mass¬geblich vorangetrieben.“ So waren es Russinnen, die in den 1860er Jahren erkämpften, dass Frauen an Schweizer Universitäten studieren durften. Und auch die Vorkämpferinnen für das Frauenstimmrecht waren häufig Schweizerinnen mit Migrationserfahrung. Forscherin Falk hat ausserdem untersucht, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit der italienischen Einwanderung der 1960er und 1970er Jahre zusammenhängt. Falk: „In migrantischen Familien aus der Arbeiterschicht mussten beide Elternteile arbeiten. Ganz im Gegensatz zu den meisten Schweizer Familien.“ Dort sei die Frau ausschliesslich Hausfrau gewesen. Bei vielen Schweizerinnen und Schweizern war die ausserfamiliäre Betreuung sogar verpönt. In Krippen krabbelten deshalb (…). Komposch Jonas.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Migrantinnen. Work online, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Personen
Work
Jonas Komposch
Vaterschaftsurlaub
Volltext
Elternzeit. Schweiz ist Schlusslicht. Die Landesregierung kuscht vor dem Arbeitgeberverband und stellt sich gegen jeden Vaterschaftsurlaub. Einen solchen wollen aber 81 Prozent der Bevölkerung. Was der Bundesrat Anfang Monat zum Vaterschaftsurlaub entschied, hat so manchen Familienplanenden den Nuggi rausgehauen. Geht es nämlich nach dem Willen der Landesregierung, soll frischgebackenen Vätern nicht einmal ein Kürzesturlaub zustehen. Der Bundesrat lehnt die äusserst bescheidene Volksinitiative für einen 20tägigen Vaterschaftsurlaub genauso ab wie den auf 10 Tage abgespeckten Gegenvorschlag aus dem Ständerat. Beides sei für Schweizer Unternehmen zu teuer und zu aufwendig. Eine interessante· Begründung. So haben zum Jahresbeginn sogar sämtliche EU-Länder einen Minimalstandard von zwei Wochen Vaterschaftsurlaub beschlossen. Ausserdem beabsichtigen lnitiative wie auch Gegenvorschlag, die anfallenden Kosten über die Erwerbsersatzordnung (EO) abzuwickeln. Und diese wird von Arbeitenden und Unternehmen zu gleichen Teilen bezahlt. Für 20 Tage Papizeit müssten die EO-Abgaben gemäss Bund nur um 0,11 Prozent erhöht werden. Bei einem Bruttolohn von 5‘000 Franken entfielen somit auf Firma und Lohnempfänger gerade mal 2,75 Franken pro Monat zusätzlich. Pipifax also. Bundesexperten. Widersprechen. Kein Wunder, widerspricht selbst eine Bundesstelle der Regierung: Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen hat kürzlich aufgezeigt, dass eine gesetzlich  (…).Jonas Komposch.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Vaterschaftsurlaub. Work online, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Ein Streik wird wahr! Und Work kommt mit einer Extra-Frauenstreik-Ausgabe. Mit über 60 Frauen auf 18 Seiten. 37 Frauen, die sagen, warum sie am Streik dabei waren: Pflegefachfrauen, Uhrenarbeiterinnen, 1 Regierungsrätin, Serviceangestellte, 1 Bäuerin, Fussballerin Sarah Akanji und die höchste Schweizerin: Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti. Sie unterbrach am 14. Juni die laufende Session im Bundeshaus zwischen 11 Uhr und 11 Uhr 15 für den Frauenstreik. Dies ganz zum Wutanfälleli von SVP-Kläffer Andreas Glarner: „Was für ein Unwort: ‚Frauenstreik‘! Welche normale Frau, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, will denn streiken? Und wenn ja, wofür?“ Avanti donne alla riscossa!* Work hat aber auch 11 Frauen bei ihren Vorbereitungen für den Frauenstreik über die Schultern geschaut. Den Werkstatt-Team-Frauen des Berner Stadttheaters, die für den Tag aller Tage eine riesige Requisite gebaut haben. Den Kita-Angestellten der Gruppe „Trotzphase“ in Zürich und der Berner Krippeninhaberin Darina Hürlimann. Mit ihren Mitarbeitenden hat sie beschlossen, wirklich zu streiken. A la huelga, mis hermanas!*. Work hat Liliane Valceschini im Vallée de Joux besucht. 1990 träumte die Uhrenarbeiterin von einem -Frauenstreik. Und er wurde wahr: am 14. Juni 1991. Valceschini ist eine bescheidene Heldin der Frauen – und nicht nur sie. Work berichtet auch über die erste Frau beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Die „rote Margrit“, Margarethe Faas-Hardegger, war ungestüm, brillant und erfolgreich. Das war den roten SGB-Patriarchen zu anstrengend. Sie stellten sie vor die Tür. (…).  Marie-Josée Kuhn. Work online, 14.6.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
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Work
Vania Alleva
Frauenstreik
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Unia-Chefin Vania Alleva zum Frauenstreik: „Heute ist unser Tag!“ Der heutige 14. Juni wird in die Geschichtsbücher eingehen. Als Unia-Präsidentin bin ich deshalb besonders stolz, dass wir Gewerkschafterinnen wieder eine führende Rolle an diesem Frauenstreik- und Aktionstag übernehmen. Wie schon 1991. Damals waren es die Uhrenmacherinnen im Vallée de Joux, die genug hatten von den skandalösen Lohnunterschieden – und einen Frauenstreik wollten. Christiane Brunner boxte ihn dann durch alle Gewerkschaftsgremien. Gegen grimmigen Widerstand. Sie war damals Zentralsekretärin beim Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterinnenverband (SMUV). Dieser ging später in der Unia auf. Ich bin stolz auf diese, unsere Frauengeschichte. Wir Nachfolgerinnen von Christiane Brunner haben es heute schon weniger schwer: Der Antrag für einen Frauenstreik am 14. Juni 2019 fand in den Gewerkschaften schnell breite Unterstützung. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Gewerkschaften weiblicher geworden sind. 2019 ist nicht mehr 1991: Seither haben wir unter anderem das Gleichstellungsgesetz, die Mutterschaftsversicherung und die Fristenlösung erkämpft. Doch das reicht nicht. Mit der Lohngleichstellung zum Beispiel geht und geht es nur im Schneckentempo voran. Dabei machen wir seit Jahren Druck. Auf alle erdenklichen Arten: vom freiwilligen Lohngleichheitsdialog über Verhandlungen mit den Arbeitgebern bis hin zur jüngsten Revision des Gleichstellungsgesetzes. (…). Vania Alleva.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Alleva Vania. Frauenstreik. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
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Work
Patricia D Incau
Frauenstreik
Kinderbetreuung
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Zürcher Kinderbetreuerinnen im Streik-Endspurt. „Der 14. Juni ist erst der Anfang!“ Am 14. Juni streiken auch Kinderbetreuerinnen in Zürich mit. Work hat die Gruppe „Trotzphase“ an ihrem letzten Vernetzungstreffen besucht. Ein Sommerabend am Sihlquai, rund eine Woche vor dem Frauenstreik: Im Jugendlokal „Planet 5“ laufen die Vorbereitungen für das letzte Treffen. Fünfzehn gelernte Kinderbetreuerinnen sitzen im Kreis. Lorena Campagnoli (28) eröffnet die Runde. Heute sind drei neue Gesichter dabei: Amara, Nina und Stephanie. Alle anderen kennen sich schon länger. Gemeinsam sind sie in der „Trotzphase“ aktiv. Einer Gruppe von Kita-Angestellten, die seit rund drei Jahren für bessere Arbeitsbedingungen kämpft. Seit Monaten arbeiten sie für den Frauenstreik. Lorena fasst zusammen: „Wir sind übernächtigt und mega motiviert.“ Selber machen. Und dann sind schon wieder alle auf den Beinen. Draussen wird das letzte Transparent gemalt. ¬Lorena schüttelt Farbflaschen, Rebecca Lüthi (25) sortiert Scha¬blonen. „DIY“, „Do it yourself“, lautet das Motto. Selbstgemacht sind zum Beispiel auch die Streik-Bandanas. Violette Tücher für ins Haar oder für um den Hals. Hunderte davon haben die jungen Frauen hergestellt und verteilt. „Das war eine riesige Büez“, sagt Rebecca. Und es war bei weitem nicht das einzige. „Wir haben alle Kitas in Zürich angeschrieben und sie über den Streik ¬informiert. Wir gingen (…). Patricia D'Incau.
Work online, 14.6.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Frauenstreik. Kinderbetreuerinnen. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
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Work
Margarethe Faas-Hardegger
Ralph Hug
Biografien
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Gewerkschafterin Margarethe Faas-Hardegger (1882-1963) forderte die Männer heraus. Die macht einfach, was sie will! Der Gewerkschaftsbund entliess vor 100 Jahren seine erste Arbeitersekretärin. Weil sie eine Frau war. Und rhetorisch brillant, ungestüm, erfolgreich. Durchs Wallis schallte ein Ruf: „Die rote Margrit kommt!“ Schreck für die einen, Freude für die andern. Margarethe Faas-Hardegger war auf Agitationstour. Am 28. Juni 1908 kam sie nach Sitten. Dort referierte sie in der „Auberge des Alpes“ zum Thema „Die Arbeiterbewegung, die Frauenbewegung und der Antialkoholismus“. Es herrschte striktes Alkoholverbot. Trotzdem war der Saal voll. Alle wollten jene Frau hören, die den Gewerkschaftsbund (SGB) aufmischte. Faas-Hardegger war die erste Arbeitersekretärin des SGB, erst seit 1904 im Amt. Eine Sensation, die aber nur fünf Jahre lang währte. Denn es wurde den behäbigen Gewerkschaftern zu bunt: Sie schmissen die rastlose Kollegin raus, die lieber bei den Leuten an der Front war als bei ihnen im Büro sass. Das war im April des Jahres 1909. Neid und Schikanen. Margarethe Faas-Hardegger war jung, ungestüm, gebildet, intellek¬tuell und rhetorisch brillant, erfolgreich. Und die einzige Frau in einem ¬Gewerkschaftsapparat, in dem stets die Männer sagten, wo’s langgeht. „Von Anfang an herrschte dicke Luft auf dem Sekretariat“, schreibt Biographin Regula Bochsler. Die Kollegen deckten die 22jährige Neo-Gewerkschafterin nach Kräften mit Papierkram ein. Sie verwehrten ihr Auftritte, wo es ging, trotz ihrer Top- (…). Ralph Hug.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Hug Ralph. Faas-Hardegger Margarerthe. Biografie. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
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Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträger
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Die Briefträgerin & die Namen. Ein Vormittag im Bus. „Den kenne ich“, denkt die Briefträgerin und schaut in das Gesicht des stummen, allein sitzenden Fahrgasts mit der Weisswein¬flasche in der Hand. „Rosenweg 21, zweiter Kasten von links – aber wie heisst er schon wieder?“ Die Briefträgerin sieht den Hauszugang vor sich, die Kastenanlage, die Anordnung der Kästen. Sie weiss, dass er einen Stop-Kleber hat. Doch sein Name fällt ihr nicht ein. „Es ist der Mann, der selten Post bekommt und nie ein Wort redet.“ So wie mit ihm erging es ihr schon oft, doch gibt sie das ungern zu. Wer bekennt schon gern die eigene Vergesslichkeit. Kürzlich erst hatte sie einen ¬halben Nachmittag an den beiden frommen Schwestern herumstudiert, die zusammen am Rainweg 14 wohnen. Sich an die Namen zu erinnern kam ihr als Gehirntraining nützlich vor. Auch hier sah sie den Kasten blindlings vor sich, erinnerte sich an die zahllosen Sendungen von wohltätigen Organisationen und Bibelstundevereinen, die sie dort deponierte. Doch die Namen fand sie in ihrem Gedächtnis nicht. „Das darf doch nicht wahr sein!“ dachte die Briefträgerin und ärgerte sich ein bisschen. Dann kam ihr der Kaminfeger in den Sinn, der bei ihr im Einsatz war und seinen Chef am Telefon informierte: „Ich bin beim Schwedenofen an der Jura¬strasse…“. Halbautomatisch. Der Wortlose vom Rosenweg, die Bibelschwestern vom Rainweg. Da ist noch die LP-Sammlerin von der Tag (…). Katrin Bärtschi.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Arbeit. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
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Work
Bernhard Degen
Herman Greulich
Frauenstimmrecht
Lohngleichheit
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Historiker Bernard Degen hat's erforscht: Greulich forderte schon 1869 Lohngleichheit. Schon vor 150 Jahren forderte der: spätere Arbeiterführer Herman Greulich Lohngleichheit zwischen Mann und Frau. Auf dem Kongress der Ersten Internationale in Basel. 11. September 1869: Am letzten Tag, einem Samstag, stand die „Gewerkschaftsfrage“ auf der Traktandenliste. Der 4.Kongress der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA), heute bekannter als Erste Internationale, versammelte damals 78 Delegierte mit Mandaten aus neun Ländern, davon über die Hälfte aus Frankreich und der Schweiz. Man tagte im heutigen Café Spitz am Kleinbasler Brückenkopf der Mittleren Brücke. Zwar existierte der Begriff „Gewerkschaftsfrage“ in den beiden wichtigsten Verhandlungssprachen Deutsch und Französisch noch gar nicht. Man sprach von „Gewerksgenossenschaften“ beziehungsweise „socieétés de résistance“. Einzig im Englischen hatte sich die Bezeichnung Trade Unions (Gewerkschaften) bereits eingebürgert. Aber der Stand der Arbeiterbewegung gab viel zu diskutieren. Seiner Zeit voraus. Da meldete sich ein junger Buchbinder aus Schlesien, der auf seiner Wanderschaft in Zürich angekommen war, zu Wort. Sein Name: Herman Greulich. Sein Votum ist leider nur schlecht überliefert. Klar sind aber zwei von ihm formulierte Postulate. Erstens: Es soll nicht versucht werden, Frauenarbeit zu verhindern! Und zweitens: Frauen (...). Bernhard Degen.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Degen Bernhard. Herman Greulich. Frauen. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Christian Egg
Frauenlöhne
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Ohne die unbezahlte Arbeit der Frauen ginge es uns viel schlechter. Wert pro Jahr: 248 Milliarden Franken. 100-248-1: Nein, das ist kein Postcheckkonto. Es sind drei neue Zahlen zum Wert der Frauenarbeit, die alle kennen sollten. Die Lohndiskriminierung ist enorm: Immer noch verdienen die Frauen rund 20 Prozent weniger als die Männer. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn Frauen leisten darüber hinaus viel mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Was das in Franken und Stunden heisst, zeigen jetzt drei neue Zahlen der Organisation Feministische Fakultät. Berechnet hat sie die Ökonomin Mascha Madörin. Sie sagt: „Diese Zahlen sollte jede Frau in der Schweiz auswendig kennen.“ Und natürlich auch jeder Mann. 100 Milliarden Franken. So viel weniger Einkommen haben alle Frauen in der Schweiz im Vergleich zu den Männern. Jedes Jahr. Etwa ein Viertel davon geht aufs Konto des Lohnunterschieds: Pro gearbeitete Stunde verdienen Frauen 19,6 Prozent weniger Lohn als Männer. Der grosse Rest erklärt sich dadurch, dass Frauen viel mehr unbezahlte Arbeit leisten als Männer. So viel, dass sie unter dem Strich (bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen) ziemlich genau gleich viel arbeiten wie Männer. Nämlich rund 47 Stunden pro Woche, wenn sie alleinstehend sind. und 70 Stunden, wenn sie Mütter sind. So viel ist die unbezahlte Arbeit aller Frauen in der Schweiz pro Jahr wert. Das ist mehr als alle Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen. 1 Milliarde Stunden. (…). Christian Egg.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Egg Christian. Frauenloehne. Work online, 2019-06-14.
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