Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 272

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12.06.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Berufsbildung
Lokomotivführer
Volltext
Lokführermangel. Es fehlt an Nachwuchs. Die SBB muss bis 2024 rund 1000 Lokführer ersetzen. Denn bis dahin verabschieden sich zahlreiche Mitarbeiter aus den «einstellungsreichen» Jahren in Pension. Dies war letzte Woche ein grosses Thema in den Medien, nachdem der „Blick“ vorletzte Woche mehrfach über den Ausfall von je 25 Zügen morgens und abends in der Region Zürich wegen Lokführermangels berichtet hatte. Für den SEV LPV und seinen Zentralpräsidenten Hansruedi Schürch hat die SBB diese Entwicklung verschlafen. „Tiefe Löhne, unregelmässige Arbeitszeiten, kaum planbare Freizeit, schwierige Vereinbarkeit mit der Familie und beschränkte Karrieremöglichkeiten: Was früher der Traumberuf vieler Buben war, ist heute für Einsteiger/innen einfach nicht mehr attraktiv“, sagt Schürch. Beruf hat an Attraktivität verloren. „Viel zu lange hat sich die SBB auf das Traumberuf-Image verlassen und zu wenig Lokführer ausgebildet.“ Doch bei einem Ausbildungslohn von 45‘000 Franken brutto könnten zum Beispiel junge Familienväter kaum mehr angelockt werden. Zumal auch der Lohnaufstieg nicht befriedigend sei. „Dazu kommen Aussagen über führerlose Züge von SBB-Chef Andreas Meyer. Das verunsichert potenzielle Kandidaten weiter.“SBB-Sprecher Schärli betont, dass der Beruf des Lokführers trotz der laufenden Automatisierung Zukunft habe. Denn Fachleute würden auch bei selbstfahrenden Zügen benötigt, vor allem in „ausserordentlichen Betriebslagen“. Zur Zeit beschäftigt die SBB rund 3‘500 Lokführerinnen und Lokführer. Wegen des Ausbaus des Bahnangebotes würden aber mehr benötigt, sagt Schärli. (…). Vivian Bologna.
SEV-Zeitung, 12.6.2019.
Personen > Bologna Fivian. Lokführer. Ausbildung. SEV-Zeitung, 2019-06-01.
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27.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Verkauf
Volltext
Grosser Ärger beim Verkaufspersonal. Das SBB-Personal erlebt es seit Jahren: Der frühere Bundesbetrieb setzt alles daran, um Billettkäufe online zu fördern. Aber seit einigen Wochen stellt die Bahn in der Werbung ihr Verkaufspersonal schlicht als unnütz dar. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat die Sujets nun „richtiggestellt“ und informiert diesen Montag, 27. Mai, die Reisenden und das betroffene Personal in mehreren Bahnhöfen, so in der Deutschschweiz unter anderem in Biel, Bern und Zürich HB. Für den SEV ist klar, dass Verkauf und Kundenberatung eine Zukunft haben. Er hat deshalb seine Gegenkampagne unter das Motto „Qualitativ hochstehender Service public dank dem Personal“ gestellt. Und die Botschafterin des digitalen Verkaufs der SBB, Yvette Michel, erweist endlich den Verkäuferinnen und Verkäufern die Ehre. „Sie benötigen kein Handy, um das richtige Ticket zu lösen, denn kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich am Bahnschalter um Ihr Anliegen.“Die humorvolle Aktion kann aber den Ärger des Verkaufspersonals nicht verbergen: „Die SBB schliesst laufend Schalter mit dem Argument, dass die Online-Verkäufe zunehmen. Das Personal ist jedoch überzeugt, dass die Schalter eine Zukunft haben, denn die Reisenden wünschen sich persönliche Beratung. Mit dieser Art Werbung folgt die SBB ihrer Absicht, die Bahnhöfe noch weiter zu entmenschlichen“, kritisiert Manuel Avallone, Vizepräsident des SEV. Er ergänzt: „Es ist eine Grundsatzfrage des Service public. Auch wenn die digitalen Verkäufe (…).
SEV, 27.5.2019.
SEV > Billett-Verkauf. SBB. SEV, 2019-05-27.
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15.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Temporärarbeit
Volltext
Personalverleih auf dem Vormarsch. Temporärarbeit muss schärfer reguliert werden. Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: Seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2,6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: Allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. SEV-Präsident Giorgio Tuti zeigte die Situation im schweizerischen Service public auf: „Die Post beschäftigt aktuell rund 1000 temporäre Mitarbeitende, mit sehr starken Erhöhungen in Spitzenzeiten wie Weihnachten und Ostern. Bei der Swisscom beträgt der Anteil Temporäre durchschnittlich 8,5% und bei der SBB durchschnittlich 3,6%. Mit Foto. (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > Temporaerarbeit. SBB. SEV, 2019-05-15.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Markus Fischer
Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Erneut musste das SBB-Personal die Abfederung einer PK-Rentensenkung teuer erkaufen, wie bereits 2016, was zu Protest führte. Doch die SBB verkauft ihre Garantie als Gewinnbeteiligung. Keine Gewinnbeteiligung für das SBB-Fussvolk? SBB: Wasser predigen und Wein trinken? 568 Mio. Franken Gewinn hat die SBB 2018 erzielt. Ein solches Resultat war nur dank Mitarbeitenden möglich, die den Erfolg mit ihrem Engagement und unter Inkaufnahme zusätzlicher Belastungen durch Sparprogramme und Produktivitätssteigerungen erarbeitet haben. Als Dankeschön sollen sie leer ausgehen. Denn der Personalchef behauptet keck, sie hätten ihren Anteil schon bekommen – was überhaupt nicht stimmt. „Unsere Mitarbeitenden profitieren sehr wohl vom guten Ergebnis – und zwar nachhaltig“, beteuert HR-Leiter Markus Jordi im SBB-Intranet. Das gute Jahresergebnis 2018 habe sich bereits im letzten Quartal 2018 abgezeichnet und die Konzernleitung habe dann „intensiv diskutiert“, wie die vier Anspruchsgruppen Kundschaft, Eigner, Besteller und Mitarbeitende ausgewogen daran beteiligt werden könnten. „Beim Personal war uns wichtig, kein Strohfeuer zu veranstalten und nicht einfach Geld zu verteilen. Das wirkt lediglich kurzfristig und hat mit eigentlicher Wertschätzung nichts zu tun“, erklärt Jordi. Darum habe die Konzernleitung vier Massnahmen zugunsten der Mitarbeitenden „definiert“. „Dieses Verb ist klug gewählt, denn all diese Massnahmen wurden schon vorher aufgegleist, unabhängig vom Jahresergebnis“, entgegnet SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…). Markus Fischer.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB. Gewinnbeteiligung. Interview. SEV, 2019-04-24.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Infrastruktur
SBB
Volltext
„Das pure Chaos! So kann man einfach nicht arbeiten“, sagen die Mitarbeitenden dem SEV. SBB Infrastruktur: Totaler Fehlstart bei NORS. SBB Infrastruktur Instandhaltung I-IH hat per 1.1.2019 mit NORS (Neuorganisation Organisationsmodell Region Süd) eine tiefgreifende Reorganisation in Betrieb genommen. Wie zu befürchten war, kam es zu einem totalen Fehlstart. Die erste Umfrage unter dem Personal mit einem sagenhaften Rücklauf von 80% ergab folgendes Bild: Die Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit mit anderen Teams funktionieren noch nicht gut genug und noch nicht reibungslos. Die NORS-Veränderungen sind noch nicht für alle nachvollziehbar. Die Einsatzplanung ist nicht verlässlich, es bestehen Herausforderungen in der Arbeitsplanung und der Disposition. Das VP-Tool ist noch nicht genügend benutzerfreundlich und der Überblick ist noch zu verbessern. VPGO ist noch zu wenig benutzerfreundlich. Fahrzeuge sind nicht gut auf die Teams zugeteilt. Ständig ändernde Teams führen zu einer gewissen Unzufriedenheit. Der Austausch in beiden Landessprachen ist teilweise eine Herausforderung. Die aufgeführte Wortwahl stammt von der Projektleitung NORS. Dem SEV sagen die Mitarbeitenden: „So kann man einfach nicht arbeiten, das pure Chaos!“ So ist auch das Problem der Zweisprachigkeit ein typisch selbstverursachtes Eigengoal, dass man nicht einfach wegdiskutieren kann. Praktisch alle Punkte hat der SEV im Leitfadenverfahren vor dem Start und seit Beginn 2019 schon angesprochen und moniert. Wieder einmal hat es ein SBB-Bereich fertig gebracht, sein Personal zu demotivieren und gleichzeitig seine Produktivität in den Boden zu fahren. Nächste Regionen nicht vor (…).
Urs Huber, Gewerkschaftssekretär SEV.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Huber Urs. SBB. Infrastruktur. SEV, 2019-04-01.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Anstellungsbedingungen
GAV
SBB
Volltext
Dein GAV ist Gold wert. In knapp einem Monat, am 1. Mai 2019, tritt der GAV SBB/SBB Cargo in Kraft. Er ist für mindestens drei Jahre gültig. Die GAV-Konferenz SBB/SBB Cargo hat den neuen GAV im September 2018 mit 85% angenommen. Einige SEV-Mitglieder sprechen über die kommenden Vorteile. Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) – was ist das überhaupt? Er ist ein wichtiges Dokument, das die Anstellungsbedingungen der Angestellten einer Unternehmung regelt. Er bestimmt den Rahmen für das gesamte Personal, das Kollektiv. Wiederum ist es das Kollektiv, das dem GAV seine Macht gibt, denn dank ihm müssen sich die Angestellten nicht alleine verteidigen, sondern sie können sich auf das abstützen, was die SBB mit den Gewerkschaften (oder den Berufsverbänden) verhandelt hat. Bei der SBB unterstehen 95% des Personals dem GAV, der Rest ist unter dem Obligationenrecht angestellt. Dies ist im Schweizer Vergleich eine enorm hohe Zahl. Doch der GAV SBB/SBB Cargo ist nicht vom Himmel gefallen: „Er ist das Resultat von schwierigen Verhandlungen“, erinnert SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, der die Verhandlungsdelegation des Personals geleitet hat. „Man muss das Resultat im Kontext betrachten. Die SBB plante einen Kahlschlag: keine zusätzliche Ferienwoche für über 60-Jährige mehr, und auch keine Regionalzulagen. Ferner sollte der Kündigungsschutz aus wirtschaftlichen Gründen aufgeweicht werden. Dank starker Mobilisierung konnten wir in diesen Punkten den Status quo bewahren und die Treueprämien retten, die ebenfalls angegriffen wurden.“ Nebst dem Erhalt dieser SEV (…). Vivian Bologna.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. SBB. GAV. SEV, 2019-04-01.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Reinigung
SBB
Volltext
Zulagen
WC-Reinigung: Zulage ist gerecht und soll bleiben. Die Leitung Zugbereitstellung (ZBS) des Personenverkehrs SBB teilte dem Personal am 1.Februar mit, dass sie nicht verpflichtet sei, für das Reinigen von WCs eine Arbeitserschwerniszulage zu bezahlen. „Aufgrund von Änderungen im System“ werde diese Zulage seit Anfang 2019 nicht mehr automatisch erfasst. Sobald das weitere Vorgehen definiert sei, werde informiert. Der SEV fordert die Beibehaltung dieser Zulage, weil sie gerecht und für die Motivation des Personals wichtig ist. Wenn Herr und Frau Schweizer vom Wochenendausgang oder Grossanlass zu später oder früher Stunde in der Nacht-S-Bahn nach Hause gefahren sind, bieten viele Zugtoiletten ein widerliches Bild. „Die Schüsseln sind mit Erbrochenem und anderem verstopft“, erzählt eine Cleaning-Mitarbeiterin, die in einer SBB-Unterhaltsanlage Züge reinigt. „Der Boden ist überschwemmt, die Wände sind verschmiert, Fäkalien überall.“ Diese Schweinereien zu beseitigen ist kein angenehmer Job: nicht nur wegen dem ekligen Anblick und Gestank, sondern auch, weil es besonders anstrengende und aufwändige Arbeit ist. Neben dem Reinigen an sich gehört dazu auch das Hin- und Herschleppen von Geräten oder das Herumstapfen im Schotter nachts bei jedem Wetter. „Wir müssen die WCs grundreinigen, brauchen spezielles Material wie Nasssauger und müssen für das Auspumpen verstopfter WCs im Gleisfeld arbeiten, zusammen mit dem aufgebotenen Techniker.“ Auch für das Ablaugen von Graffitis gab es bisher eine Arbeitserschwerniszulage – welche die SBB nun ebenfalls infrage stellt. Obwohl (…). Markus Fischer.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Fischer Markus. Reinigung. Zulagen. SEV, 2019-04-01.
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19.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Gute Leistung und Gewinnsteigerung der SBB im 2018. SEV fordert Gewinnbeteiligung des Personals. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erwartet von der SBB-Spitze nicht nur verbales Lob für die ausgezeichnete Leistung des Personals im vergangenen Jahr, sondern eine substanzielle finanzielle Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn. Der SEV freut sich über die positiven Bilanzzahlen der SBB im 2018. Der Konzern hält in seiner Medienmitteilung explizit fest, dass zur Steigerung seines Gewinns um 42,5% auf 568 Millionen auch das «Effizienzprogramm RailFit2030» beigetragen hat. In der Tat ist die Zahl der Vollzeitstellen um 446 bzw. 1,4% auf 32'309 gesunken. Die SBB schreibt ausdrücklich, dass der Kostendeckungsgrad des Regionalverkehrs dank höherer Produktivität verbessert wurde. Besonders positiv ist die Rückkehr von SBB Cargo in die schwarzen Zahlen, wofür ebenfalls Sanierungsmassnahmen nötig waren. Erfreulich sind auch die Passagierzunahme um 0,8%, der Angebotsausbau, die Rekordmengen an Infrastrukturunterhalt (was zur leichten Verschlechterung der Pünktlichkeit beitrug) und der Anstieg der Kundenzufriedenheit im Personen- und im Güterverkehr. Gewinnbeteiligung nicht nur für die Kundschaft. Die SBB betont, dass sie einen Teil des Gewinns im 2019 an die Kundschaft zurückgeben will, indem sie 216 Mio. Franken gezielt für besseren Service und günstigere Billette einsetzt, insbesondere mehr als 100 Mio. für Sparbillette. „Der SEV begrüsst diese Beteiligung der Kundschaft am Gewinn, fordert aber auch eine angemessene Beteiligung des Personals“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…).
SEV, 19.3.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-03-19.
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13.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Reinigung
SBB
Volltext
Juan José Grau vom RPV Zürich präsentiert das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Clean-Tagung geht den vielen Problemen nach. Am 2. Februar fand in Rothenburg die erste Cleantagung statt, organisiert von der RPV-Sektion Zürich, um die Probleme bei Clean ausführlich zu diskutieren. Daniel Purtschert, Co-Präsident RPV Zürich, konnte 22 Mitglieder begrüssen sowie als Gäste Hanspeter Eggenberger, Zentralpräsident RPV und Manuel Avallone, Vizepräsident SEV. Beisitzer Juan José Grau präsentierte das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar in Kraft trat. Dieses Reinigungssystem sorgt leider noch für diverse Probleme, weil man in den Regionen ganz anders reinigt. Zudem muss der Schichtleiter Clean entscheiden, was gereinigt wird und wie viel Zeit dafür gemäss Arbeitsplan zur Verfügung steht. Die Stimmung ist schlecht. Es gab sogar Diskriminierungen, indem nur gewisse Mitarbeiter für eine höhere Funktion gefördert werden und andere nicht. Ein guter Schichtleiter wurde abgesetzt und ein weniger qualifizierter Mitarbeiter gezwungen, diese Funktion zu übernehmen – was dazu führte, dass der SEV-Rechtsschutz eingeschaltet werden musste. Auch bei der Ausbildung gibt es gewaltige Unterschiede. Die SBB hat mit den Gewerkschaften vereinbart, dafür zu sorgen, dass die Anzahl der beschäftigten Temporärarbeitenden den Anteil von 4% an Festanstellungen (FTE) auf Stufe Konzern nicht überschreitet. Problematisch ist auch, dass Temporärmitarbeitende (…). Ludwig Reyer/Red.
SEV, 13.3.2019.
SEV > SBB. Reinigung. SEV, 2019-03-13.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Belfort
Biel
SBB
SEV Schweiz

Bahnlinie
SBB
Volltext
Delle–Belfort wiedereröffnet. Jurassische Eisenbahner als Pioniere. Ohne den jahrelangen Kampf jurassischer Eisenbahner mit Denis Schaffner an der Spitze wäre die Linie Delle–Belfort am 6. Dezember nicht wiedereröffnet worden. Als 1992 die Linie Delle–Belfort geschlossen wurde, konnte sich Rangierarbeiter Denis Schaffner, der damals die SEV-RPV-Sektion Jura präsidierte, nicht damit abfinden. Sofort gründete er zusammen mit seinen Kollegen das Komitee „Für die Wiedereröffnung der Linie Delle-Belfort“. Im Dezember 2000 übergaben die Eisenbahner der Regierung des Kantons Jura eine Petition mit 6‘000 Unterschriften für die Wiederbelebung der Linie. „Es war die grösste Unterschriftensammlung, die es in unserem Kanton je für die Bahn gegeben hat“, sagt Pierre Kohler, der damals jurassischer Regierungspräsident und Verkehrsminister war. Aktionen zur Entfernung des Gestrüpps. Denis Schaffner ist ein Mann der Tat und beschloss deshalb, mehr zu machen als die Petition. Zusammen mit seinen Kollegen lancierte er eine Aktion zur Entfernung des Gestrüpps auf den Gleisen des französischen Grenzbahnhofs Delle. Diese verfehlte die beabsichtigte symbolische Wirkung nicht, fand sie doch die Unterstützung der Kantonsregierung und von Raymond Forni, der damals nicht nur die Gemeinde Delle präsidierte, sondern auch die französische Nationalversammlung. Die Aktion wurde fünfmal wiederholt, von den Medien bestens abgedeckt und fand Beachtung bis Bern und Paris. Den jurassischen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Biel-Belfort. Bahnlinie. SEV, 2018-12-18.
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01.12.2018 Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband
Personen
SBB
Ralph Hug
Liegenschaften
SBB
Volltext
Die SBB und ihre Goldgruben. Die SBB scheffelt Millionen mit Immobilien. Niklaus Scherr hat nachgerechnet. Die SBB ist zum zweitgrössten Immobilienkonzern der Schweiz herangewachsen. Sie macht das Geld mit Grundstücken, die sie einst für ein Butterbrot der Öffentlichkeit abgekauft hat. Den bisher grössten Profit zog sie aus der Zürcher Europaallee. Allein die UBS musste dort für ihr Grundstück im Baufeld C 199 Mio. Franken auf den Tisch legen: Das sind 26'930 Franken pro Quadratmeter. Die SBB-Vorgängerin Nordostbahn hatte für das Land vor 150 Jahren noch 10 Franken pro Quadratmeter bezahlt. Noch viel mehr holte die Bundesbahn im Baufeld G heraus. Dort stehen heute 46 superteure Eigentumswohnungen. Bei einem geschätzten Erlös von 95 Mio. Franken ergibt sich ein exorbitanter Quadratmeterpreis von 70'000 Franken. „Die Euopaallee ist die SBB-Goldgrube par excellence“, sagt Niklaus Scherf. Der ex-Geschäftsleiter des MV Zürich hat nachgerechnet. Und zwar gegen den Willen der SBB. Diese rückt, wenn überhaupt, nur höchst ungern Zahlen zu ihren Immobiliendeals heraus. Scherr hat jetzt seine umfangreiche Recherche in einem sehr erhellenden Bericht publiziert.* Dieser bestätigt die Kritik, dass die SBB auf Höchstrenditen aus ist. Dadurch entstehen vorwiegend teure Büros und Appartements. Nur unter Druck willigen die SBB-Manager ein, auch preisgünstige Wohnungen für die breite Bevölkerung zu bauen. Die Bahn verteidigt sich mit dem Argument, sie müsse mit den Gewinnen (…). Ralph Hug.
Mieter- und Mieterinnenverband, Nr. 6, Dezember 2018.
Personen > Hug Ralph. SBB. Liegenschaften. M+W, 2018-12-01.
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27.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Digitalisierung
SBB
Volltext
Schweizweit erster Digitalisierungsfonds. Die SBB will zusammen mit den Sozialpartnern einen Fonds gründen, welcher sich mit den langfristigen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigt. Das Unternehmen speist den Fonds mit zehn Millionen Schweizer Franken. SBB und Sozialpartner warfen gestern Abend anlässlich der formellen Unterzeichnung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) einen Blick in die Arbeitswelt der Zukunft. CEO Andreas Meyer will die Herausforderungen der Digitalisierung anpacken: „Wir befinden uns in einem digitalen Wandel, welcher Chancen und Risiken für die SBB, ihre Arbeitsplätze und unsere Mitarbeitenden birgt. Wir gehen diesen digitalen Wandel unternehmerisch und sozialpartnerschaftlich an und blicken dabei weit über den Horizont des neuen Gesamtarbeitsvertrags hinaus“. Zu diesem Zweck initiieren die SBB zusammen mit den Gewerkschaften und Verbänden SEV, transfair, KVöV und VSLF einen gemeinsamen Fonds, den die SBB mit zehn Millionen Schweizer Franken speist. Die SBB und die Sozialpartner beabsichtigen, sich gemeinsam und ohne Verhandlungsdruck mit den langfristigen Herausforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen und aus den Erfahrungen zu lernen. Aus dem Digitalisierungsfonds heraus werden einerseits Studien und Projekte lanciert, welche die unternehmerischen Chancen und Herausforderungen für die Arbeitswelt und Arbeitsplätze der SBB analysieren und entsprechende Massnahmen aufzeigen. Eine erste Studie soll konkret aufzeigen, wie sich die Berufsbilder verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder wegfallen und welche Kompetenzen in (…).
SEV, Medienmitteilung, 27.11.2018.
SEV > Digitalisierung. Fonds. SEV, 2018-11-27.
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14.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB Personenverkehr riskiert Eigentor. Der SBB Personenverkehr hat heute Mittwoch eine weitere Reorganisation angekündigt. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV beurteilt diese kritisch: 400 Mitarbeitende müssen den Arbeitsort wechseln. Das ist für sie keine Motivationsspritze. Es besteht die Gefahr, dass Mitarbeitende abspringen und mit ihnen Knowhow verloren geht. Die SBB unterläuft damit das eigene Ziel, die Qualität zu steigern. „Diese neue Reorganisation kommt in einem Moment, in dem die vorhergehende noch nicht einmal umgesetzt ist“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. „Es handelt sich um eine weitere Zentralisierung. Zahlreiche Mitarbeitende sollen künftig an einem andern Ort arbeiten. Damit müssen sie längere Arbeitswege und finanzielle Einbussen in Kauf nehmen. Die Gefahr ist gross, dass Mitarbeitende demotiviert werden. Die SBB geht wissentlich das Risiko ein, dass erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Dies ist dem eigentlichen Ziel, den Service für die Kundinnen und Kunden zu verbessern, nicht dienlich.“ Der SEV erwartet von der SBB, dass sie die Bedenken, die er während des Konsultationsverfahrens vorgebracht hat, stärker berücksichtigt. Der SEV fordert vor allem bessere Bedingungen für die vom Dienstortwechsel betroffenen 400 Mitarbeitenden. «Die Bedingungen müssen besser sein als das im GAV garantierte Minimum», betont Jürg Hurni. „Das ist im Interesse der Mitarbeitenden und des Unternehmens.“
SEV, Medienmitteilung, 14.11.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-11-14.
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24.07.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

GAV
SBB
Volltext
Vereinbarungen zur Arbeitszeit unterzeichnet. Im Rahmen der GAV-Verhandlungen haben die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Die beiden Vereinbarungen betreffen die Revision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Revision wirkt sich auf die Anstellungsbedingungen der SBB aus. Seit Januar 2018 verhandeln die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft der Sozialpartner (VG) einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Verhandlungen befassen sich unter anderem auch mit dem Nachvollzug der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG). 2016 verabschiedete nämlich das eidgenössische Parlament eine Teilrevision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Teilrevision wirkt sich auch auf die Anstellungsbedingungen des SBB Personals aus. Um die gesetzlichen Anpassungen fristgerecht umsetzen zu können, haben die SBB und die VG im Juli zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Zu vielen anderen Themen laufen die Verhandlungen voraussichtlich noch bis September 2018. Anpassungen in den Anhängen 4 und 5 des GAV. Je nach Funktion gilt für die SBB Mitarbeitenden das Arbeitszeitgesetz (AZG) oder das Arbeitsgesetz (ArG). Grob gesagt untersteht das Verwaltungspersonal dem Arbeitsgesetz, das operative Personal dem Arbeitszeitgesetz. Die Konzernweisung K 134 regelt, welche Funktionen der SBB dem AZG und welche dem ArG zugeordnet sind. Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind in zwei Anhängen weitergehende Arbeitszeitregelungen festgehalten: Anhang 4 für Mitarbeitende, die dem AZG (…).
SEV, 24.7.2018
SEV > SBB. GAV. SEV, 2018-07-24.
Ganzer Text
26.06.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Bahnhofläden
Betriebsschliessungen
Volltext
Schliessung von SBB-Verkaufsstellen. Enthumanisierung der Bahn geht weiter. Der Service public in der Schweiz leidet. Auch wegen der Schliessung von SBB-Schaltern an diversen Standorten in der ganzen Schweiz. Der Bundesrat wird nun einige Fragen dazu beantworten müssen. Im laufenden Jahr sind es neun – vermeintlich unrentable – Verkaufsstellen, welche die SBB schliessen will. Interessant dabei: Diejenige in Palézieux wird von den Freiburger Verkehrsbetrieben TPF übernommen. So unrentabel kann sie also wohl nicht sein. Für die betroffenen Angestellten an allen Standorten konnten immerhin akzeptable Lösungen gefunden werden, was der SEV sehr begrüsst. Fragen an den Bundesrat. Nun widmet sich die Politik dieser Problematik. SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS) hat in der Sommersession eine Interpellation eingereicht, welche die Schliessungen thematisiert. Unter dem Titel „Schliessung von Bahnhofsschaltern: Abbaustrategie der SBB?“fragt Reynard unter anderem danach, welche Standorte im 2019 und später geschlossen werden sollen und nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden. Reynard merkt an, dass viele Kampagnen der SBB darauf abzielen, die Kundinnen und Kunden auf die Online-Dienste zu bringen, statt an den Schalter. Dies zum Beispiel dadurch, dass gewisse Dienstleistungen am Schalter kostenpflichtig sind, im Internet oder in der App hingegen nicht. Die Interpellation zielt auch darauf ab, dass der Service-public-Auftrag der SBB durch den Abbau der Verkaufspunkte gefährdet (…). Chantal Fischer
SEV, 26.6.2018.
SEV > Bahnhofschalter SBB. SEV, 2018.06-26.
Ganzer Text
15.05.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gütertransport
Volltext
SEV hat Vorbehalte zur Schienengüterverkehr-Strategie des VöV. Einzelwagenladungsverkehr bleibt volkswirtschaftlich wichtig. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV unterstützt das Hauptziel der heute vorgestellten Strategie des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) zum Schienengüterverkehr, für letzteren «faire Rahmenbedingungen» zu schaffen. Auch die vom VöV geförderte Zusammenarbeit zwischen Bahn und Kunden im Rahmen der IG WLV findet der SEV grundsätzlich richtig. Jedoch darf diese Interessengemeinschaft nicht in erster Linie das betriebswirtschaftliche Ziel verfolgen, die Effizienz und Rentabilität des Wagenladungsverkehrs für den Monopolisten SBB Cargo zu erhöhen. Sondern die IG muss auch dafür sorgen, dass der Wagenladungsverkehr (WLV) seine volkswirtschaftlichen Ziele erfüllt – wofür es weiterhin einen flächendeckenden Einzel-WLV braucht. Auf die Frage, ob der VöV mit seiner Strategie einen weitgehenden Abbau des Zustellnetzes des Einzel-WLV unterstütze, antwortete Direktor Ueli Stückelberger, es brauche Anpassungen an die geänderten Rahmenbedingungen, relativierte aber, dass SBB Cargo Lösungen mit den Kunden suche. SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn hält dazu fest: „Auch wenn der Bund den Betrieb von SBB Cargo im Moment nicht mehr direkt subventionieren will, sondern Eigenwirtschaftlichkeit fordert, verlangt er von SBB Cargo trotzdem weiterhin, dass sie im (…).
SEV, Medienmitteilung, 15.5.2018.
SEV > Gütertransport. SBB. SEV, 2018-05-15
Ganzer Text
04.04.2018 Zürich
SBB
SEV Schweiz

Dienstpläne
SBB
Volltext
SBB-Zugbereitstellung: Standort Zürich-Herdern will Jahreseinteilung kippen. Monatsplanung weder nötig noch legal. Wegen unerwartet vieler Personalabgänge will die Instandhaltung Zürich-Herdern ab Mai die Jahresplanung durch die Monatsplanung ersetzen. Damit wird das Recht des Personals auf eine frühe, sichere Freizeitplanung übertrieben eingeengt, denn die von der SBB angegebenen Gründe rechtfertigen dies nicht. Deshalb geht der SEV dagegen vor. Am 5. März teilte der Produktionsleiter der Instandhaltung Zürich den Mitarbeitenden in Herdern mit, dass ab 1.Mai die Jahresplanung durch eine Monatsplanung ersetzt werden müsse. Dies wegen Personalabgängen und dem damit verbundenen "Mangel an diversen Kompetenzen in folgenden Tätigkeiten: Ultraschallkontrolle UT, Arbeiten an den ICE der DB-Flotte, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den ETCS-Systemen". Um diese Kompetenzen wieder zu erlangen sei eine Ausbildungsplanung nötig. Weitere Gründe seien der verspätete Einsatz des neuen Doppelstock-Fernverkehrszugs von Bombardier und daher ein Instruktionsrückstand auf diesem Zugtyp sowie zusätzliche Nachtumläufe der IC2000. Kein valabler Grund für Verzicht auf die Jahresplanung. "Letztere zwei Probleme waren schon länger bekannt, sodass sie planbar waren", sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. "Auch Personalabgänge sind zu bewältigen, denn die Kündigungsfrist lässt Zeit für die Anstellung neuer Mitarbeiter, die notfalls vorübergehend auch Temporärangestellte (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > SBB. Dienstpläne. SEV, 2018-04-04.
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20.03.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Direktion
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Andreas Meyer kann nicht lesen! Ein bisschen Sorgen um die Gesundheit des CEO SBB muss man sich machen: Sagte er doch heute am Radio SRF, ihm werde schwindlig ab den Forderungen der Gewerkschaften. Die Forderungen zählte er dann auf: Die 35-Stunden-Woche. Lohnerhöhungen von 30%. Man muss schon ziemlich erschöpft sein, um unsere Forderungen so zu lesen. Zur Erinnerung hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die wir wollen: Schnellerer Aufstieg beim Lohn, vor allem für Junge. Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit neuen digitalen Arbeitsformen. Keine Aufhebung der Lohngarantien. Kündigungsschutz nicht verhandelbar. Bessere Work-Life-Balance. Es ist wirklich Zeit, dass Andreas Meyer eine Auszeit nimmt. Er wolle sich weiterbilden, sagte er. Das können wir nur unterstützen. Unser Video zeigt, woher Meyers Ideen kommen. Schön daran: Er liest unsere Zeitung. Traurig: Er kann nicht lesen.
SEV, 20.3.2018.
SEV > SBB. Direktion. SEV, 2018-03-20.
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14.03.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Transport-Polizei
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Unzufriedenheit bei der Transportpolizei (TPO). Die SBB muss jetzt handeln. Bei der TPO besteht Handlungsbedarf, das zeigt eine Umfrage des SEV. In der Romandie ist die Personalzufriedenheit auf einen Tiefstwert gesunken. Beim SEV waren seit einiger Zeit Meldungen über Missstände bei der Transportpolizei eingegangen. Um zu ergründen, ob es sich um ein allgemeines Problem oder "nur" die Unzufriedenheit Einzelner handelt, führte der SEV eine Umfrage in der ganzen Schweiz durch. Es wurden gegen 200 Fragebögen verteilt mit einem sehr guten Rücklauf von rund 60 Prozent. Das überraschende Ergebnis: die Zufriedenheit mit den Betriebsabläufen ist regional völlig ungleichmässig verteilt. Zufriedene Tessiner. Denn die Auswertung wurde für die einzelnen Sprachregionen separat vorgenommen, was sicherlich Sinn macht, wenn man weiss, dass die Transportpolizei in Regionen organisiert ist. Die Mitarbeitenden im Tessin zeigten sich dabei bezüglich der Klarheit der Arbeitsanweisungen, der gut organisierten Arbeitsabläufe, der Korrektheit der Toureneinteilungen usw. mehrheitlich oder völlig zufrieden, während die Werte in der Deutschschweiz schlechter und in der Romandie katastrophal waren. Mit der Gesamtsituation im Beruf waren alle Antwortenden im Tessin zufrieden, drei Viertel aus der Romandie dagegen unzufrieden. Begründete Unzufriedenheit. (…).
Peter Anliker.
SEV, 14.3.2018.
Personen > Anliker Peter. Transportpolizei. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-03-14.
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23.02.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

GAV
Lohnkürzungen
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GAV SBB 2019. Die SBB-Führung provoziert ihr Personal. Die Neuverhandlung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) SBB/SBB Cargo hat begonnen. Die Forderungen des Unternehmens enthalten Lohnsenkungen, eine Erhöhung der Arbeitszeit und vereinfachte Kündigungen. Das Personal arbeitet unermüdlich, um Betriebsprobleme wie beispielsweise Sopre zu lösen. Es garantiert zudem tagtäglich die Qualität der Schweizer Eisenbahn. Gleichzeitig ist die Führung mit vielen «Baustellen» eingedeckt. Das Unternehmen müsste also jedes Interesse haben, Konflikte mit seinen Mitarbeitenden zu vermeiden. Doch die Führung macht das Gegenteil und provoziert das Personal. Für die Gewerkschaften und Verbände SEV, transfair, KVöV und VSLF ist es unmöglich, ernsthaft über einen GAV zu verhandeln, solange die Gegenseite ausschliesslich das Ziel hat, die Arbeitsbedingungen massiv zu verschlechtern. „Die Verhandlungsdelegation der SBB kommt mit einem Forderungskatalog, der ein reines Sparpaket ist: Erhöhung der Arbeitszeit, Senkung der Löhne und Vereinfachung der Kündigungen. Nicht zu vergessen die Streichung von Ferientagen. Und dann ist sie noch so dreist, von einer Entwicklung des GAV zu sprechen“, sagt Manuel Avallone, Vizepräsident des SEV, im Namen von SEV, transfair, KVöV und VSLF. „Mit diesem Verhandlungspaket will die SBB-Führung den Druck an das Personal weitergeben. Sie lebt in einem andern Universum, wenn sie glaubt, dass das Personal sich so behandeln lasse!“, ergänzt Manuel Avallone. (…).
SEV, 23.2.2018.
SEV > SBB. GAV. SEV, 2018-02-23.
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30.01.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Jürg Hurni
Betriebsschliessung
RailFit
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Railfit20/30 lässt grüssen. Schliessung von SBB-Vertriebsstellen. Fünf SBB-Vertriebsstellen werden geschlossen. Was die SBB mit dem „veränderten Kundenbedürfnis“. begründet, ist für den SEV ein weiterer Schritt zur Enthumanisierung des öV. Am 15. Januar informierte die SBB das Personal über die Schliessung von fünf Verkaufsstellen per 1. Juli 2018. Betroffen sind die Standorte Basel Euroairport, Turgi, Zürich, Tiefenbrunnen, St-Maurice und Küssnacht am Rigi. Die gute Nachricht: Für alle direkt betroffenen Mitarbeitenden gibt es, dank dem GAV SBB, gute Anschlusslösungen. Die meisten von ihnen haben bereits jetzt per Vertrag einen anderen Arbeitsort, da es sich bei den meisten Standorten um Filialen handelt, die von anderen Standorten aus geleitet werden oder als Doppelfilialen organisiert sind. Für die meisten Betroffenen ändert sich demnach nicht viel. Marktpräsenz ist zentral. Die schlechte Nachricht: Fünf weitere geschlossene Verkaufsstellen bedeuten weitere Geisterbahnhöfe. „Mit der Schliessung jeder einzelnen Filiale treibt die SBB die Enthumanisierung des öffentlichen Verkehrs voran“, kritisiert Jürg Hurni, SEV-Gewerkschaftssekretär. „Die Marktpräsenz ist ein zentrales Element einer Unternehmung im öffentlichen Verkehr“, erklärt er weiter. „Deshalb ist der SEV gegen die Schliessung von Verkaufsstellen.“ Eine Folge von Railfit20/30. Hinter der Schliessung steckt nichts anderes als das laufende Sparprogramm namens Railfit20/30. Ausserdem argumentiert die SBB mit dem „Bedürfnis nach vermehrter (...=. Karin Taglang. .
SEV, 30.1.2018.
Personen > Hurni Jürg. SBB. Stellen. SEV, 2018-01-30.
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21.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
GAV
SBB
Volltext
„Der GAV SBB, unser Leitstern“ Die Verhandlungen über den GAV SBB/SBB Cargo standen im Zentrum der Vorstandssitzung vom 17. November. Dem wichtigsten Geschäft des SEV im nächsten Jahr ist auch unser Edito gewidmet. Der Leiter der Verhandlungsdelegation GAV SBB/SBB Cargo, Manuel Avallone, rief in Erinnerung, dass der SEV im Moment in der Fläche unterwegs ist, um das Personal für die GAV-Verhandlungen des nächsten Jahres zu sensibilisieren: „Diese Präsenz in der Fläche kommt bei den Angestellten sehr gut an. Die von uns überbrachte Botschaft ist dabei klar: Der GAV fällt nicht vom Himmel.“ Manuel Avallone erinnerte daran, dass es nicht in Frage kommt, zwei verschiedene GAV für SBB und SBB Cargo zu verhandeln. Präsident Giorgio Tuti haute in die gleiche Kerbe, indem er die Wichtigkeit des GAV SBB/SBB Cargo mit diesen Worten charakterisierte: „Er ist der Leitstern unserer Vertragspolitik. Wir müssen alle für dieses Dossier mobilisieren, das unser Thema Nummer eins im Jahr 2018 sein wird. Vom Personal des SEV über die Unterverbände bis zu den Sektionen müssen wir alle Kräfte für diese überaus wichtigen Verhandlungen bündeln, denn sie beeinflussen die GAV in andern Transportunternehmungen.“ Gilbert D’Alessandro, Präsident des Unterverbandes VPT, sekundierte: „Bei den Transports publics fribourgeois werden wir den GAV 2020 verhandeln. Der Tenor des GAV SBB spielt dabei eine extrem wichtige Rolle. Der VPT ist deshalb absolut solidarisch mit den SBB-Verbänden und (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, 21.11.2017.
SEV > SBB. GAV. SEV. 2017-11-21.
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16.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
Work
Marie-Josée Kuhn
Präsidentin
SBB
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Der Ribar-Witz. Der Witz geht so: Wird ein Mann vom Wildhüter gestellt und gefragt: „Was haben Sie denn da auf Ihrer Schulter?“ Der Mann tut völlig erstaunt, schaut hinunter zur Schulter und ruft entsetzt: „Uii, ein Reh!“ Es ist ein richtiger Monika-Ribar-Witz: Auf ihr Angola-Abenteuer bei der Firma des Zuger Finanzjongleurs Jean- Claude Bastos angesprochen, verstand die oberste SBB-Chefin wieder einmal die Aufregung nicht. Die Managerin mit den vielen VR-Mandaten (Sika, Lufthansa usw.) sagte, sie habe das Mandat damals „sorgfältig geprüft“. Und: Das Hafenprojekt habe schliesslich Arbeitsplätze gebracht. Wo also, bitte, sei das Problem? 5 nach 12. Genau dort, wo es auch beim Skandäli um Ribars Parkplatz am Bahnhof Rüschlikon ZH lag. Die Frau sammelt Privilegien, stellt sich naiv und verkauft uns für dumm. Seit sie SBB-Präsidentin ist, parkiert sie ihren Maserati Quattroporte gratis. Quasi über Nacht verwandelten die SBB extra für sie einen zuvor öffentlichen Parkplatz in einen privaten. Und von wegen, sie habe ihr Angola-Ding sorgfältig geprüft: Wäre dem so, wäre alles nur noch schlimmer. Dann hat sich die HSG-Absolventin nämlich wissend in die Afrika- Sache gestürzt. Sie hat gewusst, dass Jean-Claude Bastos, der seine Geschäfte von Zug aus kommandiert, 2011 wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden war. Sie hat gewusst, dass Angola der zweitgrösste Ölproduzent des Kontinents ist, aber 40 Prozent der Kinder an Hunger leiden. Dass die schmale angolanische Oberschicht um die Familie Dos Santos jeden (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 16.11.2017.
Personen > Kuhn Marie-Josée. SBB-Präsidentin. Work online, 2017-11-16.
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