Gewerkschaftschronik
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27.09.2019 Schweiz
Epsilon
Personen
Work
Christian Egg
Epsilon
Lohnnachzahlung
Volltext
Zeitungszustellung
Post-Tochter muss Zeitungsverträgern 600'000 Franken Lohn nachzahlen. „Die Chefs waren richtige Diktatoren“. Illegale Lohndrückerei und Schikanen, das war Alltag bei der Firma Epsilon in Genf. War! Dank dem Mut von Andrès Arciniegas und José Serantes ist jetzt alles besser. Postausträger Andrès Arciniegas (43) lacht und sagt: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal dem Personalchef der Post in seinem Büro in Bern gegenübersitzen und auf Augenhöhe mit ihm sprechen würde.“ Aber so war es. Arciniegas war Teil einer Delegation, die mit der Post über die Arbeitsbedingungen bei der Genfer Zustellfirma und Post-Tochter Epsilon verhandelte. Überaus erfolgreich: Alle Zustellerinnen und Zusteller haben jetzt einen Vertrag bekommen, der die kantonalen Mindestlöhne plus Nachtzuschläge einhält. Das war nicht immer so. Vogel friss oder stirb! Arciniegas und sein Kollege José Serantes (45) sind sogenannte Frühzusteller. Mit der Vespa liefern sie jeden Morgen die Zeitungen in die Briefkästen. Um vier Uhr früh fangen sie an, bei schlechtem Wetter früher. Damit sie spätestens um sechs fertig sind. Sie arbeiten zusammen mit rund 80 Kolleginnen und Kollegen. Die beiden berichten von unhaltbaren und gesetzeswidrigen Zuständen, die bei Epsilon geherrscht hatten. So wurde ihre Arbeitszeit nicht erfasst. Dabei sei diese stark vom Wetter abhängig. Im Winter, wenn Schnee liegt, kann eine Tour mehr als doppelt so lange dauern. Doch José Serantes Verdienst war immer der gleiche, nämlich gerade einmal 39 Franken pro Tag, plus 9 Franken f…).
Christian Egg.  Work online, 27.9.2019.
Personen > Egg Christian. Zeitungsvertraeger. Lohnnachzahlung. Work online, 2019-09-27.
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27.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Briefträgerin
Sprache
Volltext
Die Briefträgerin & der Spielraum. „Äs mönschelet“ – diese Floskel konnte die Briefträgerin schon als Jugendliche nicht leiden. Und sie mag sie auch heute nicht. „Äs mönschelet“ – was soll das heissen? Als Naturgesetz wird beschworen, was allenfalls Kulturgesetz, auf jeden Fall aber Ausrede ist. Dann, wenn damit gesagt werden soll, dass man nichts machen kann. Dass die Menschen eben so sind. Und das meint dieser Satz meistens. Er verzeiht billigend. Manchmal kommt Frau auf einem eigenen Weg zurück zu den Weisheiten der Alten. Doch dasselbe ist dann nicht dasselbe. Zwei Sätze tönen manchmal gleich, meinen aber nicht das gleiche. „Äs mönschelet“ – je älter die Briefträgerin wird, desto dringlicher fragt sie sich, warum viele Menschen so sind, wie sie sind oder sich geben. Warum es Leute gibt, die einfühlsam und grosszügig sind. Und viel mehr Leute, die vor allem an sich selber und die Befriedigung ihrer Machtwünsche denken. Die Briefträgerin weiss darauf weniger denn je eine Antwort. Früher machte sie die Verhältnisse verantwortlich. Das tut sie heute noch, doch die Verhältnisse reichen nicht mehr als Erklärung. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Aber umgekehrt stimmt der Satz auch. „Äs mönschelet“ ist eine nichtssagende, faule Antwort. Was aber, wenn der Satz eine neue Bedeutung erhielte? „Äs mönschelet“ hiesse dann: Es gibt immer einen Spielraum. Es gibt auch in hierarchischen Strukturen Spielräume, die genützt werden können. So oder so. (…).  Katrin Bärtschi.
Work online, 27.9.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Sprache. Work online, 2019-09-27.
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27.09.2019 Schweiz
Manor
Migros
Personen
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
Manor
Migros
Volltext
Fast 800 Stellen weg bei Migros und Manor: Heftiges Erdbeben erschüttert Schweizer Detailhandel. Manor und Migros setzen Hunderte Mitarbeitende vor die Tür. Mit fadenscheinigen Begründungen. 480 Stellen bei. Manor, 300 Stellen bei der Migros Aare: Innerhalb von nur einer Woche haben zwei der grössten Detailhändler der Schweiz einen Mega-Kahlschlag verkündet. Manor schliesst im Januar die Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. nach einem jahrelangen Streit mit der Vermieterin, der Versicherung Swiss Iife. Die Migros Aare wiederum spricht von „sinkender Rentabilität“ und einer neuen Unternehmensstrategie. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, sagt Anne Rubin (50) im Gespräch mit Work. Sie ist bei der Unia verantwortlich für den Detailhandel. Work: Zwei Massenentlassungen erschüttern den Schweizer Detailhandel. Was ist da los? Anne Rubin: In den letzten 10 Jahren wurden rund 23‘000 Stellen gestrichen. Im Detailhandel läuft ein grosser Strukturwandel. Die Arbeit wird verdichtet, und durch die Digitalisierung werden einerseits bestimmte Arbeiten immer mehr automatisiert. Andererseits ist die Konkurrenz durch Onlinehändler wie Zalando und Amazon grösser geworden. Die Unternehmen in der Schweiz haben die Entwicklung des Onlinehandels aber teilweise verschlafen. Manor zum Beispiel wollte noch vor 12 Jahren kein Wort vom Onlinehandel hören. Die Folgen spüren jetzt die Angestellten. Geht es Mjgros und Manor denn finanziell schlecht? Nein, die Migros ist finanziell solid aufgestellt, auch  (…).  Patricia D’Incau.
Work, 27.9.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Migros. Entlassungen. Work, 2019-09-27.
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27.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
FDP
Personen
Work
Clemens Studer
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Arbeitszeiterfassung & Arbeitnehmendenschutz: FDP-Angriff abgewehrt. Der Ständerat beerdigt einen Vorstoss, der die Arbeitszeiterfassung radikal aufweichen wollte. Doch der nächste Angriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden rollt bereits. Die neuste Gesundheitsbefragung des Bundesamtes für Statistik zeigt Erschreckendes: Mehr als jede fünfte Person steht während der Arbeit „meistens oder immer» unter Stress. Noch 2012 waren es erst 18 Prozent. Sogar für 27,1 Prozent ist der Stress bereits im „kritischen Bereich“ angelangt (Work berichtete www.rebrand.lyjworkstress). Trotzdem wollen rechte Parteien und Wirtschaftsverbände den Arbeitnehmendenschutz weiter aufweichen. Jetzt ist immerhin der erste der beiden aktuellsten Angriffe am Widerstand von Gewerkschaften und von Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern gescheitert. Eine parlamentarische Initiative der früheren FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter - heute Justizministerin - wollte für weitere Teile der Arbeitnehmenden die Arbeitszeiterfassung abschaffen. Dieses Geschäft hat der Ständerat in der laufenden, Session endlich beerdigt, 67-Stunden-Woche. Weiter auf der Traktandenliste steht allerdings ein gesundheitsgefährdender Vorstoss des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber. In der aktuellsten Formulierung will dieser für einen Drittel der Arbeitnehmenden die wöchentliche Höchstarbeitszeit abschaffen. 67-Stunden-Arbeitstage erlauben, das Sonntags-Arbeitsverbot noch mehr aufweichen und die 67-Stunden-Woche einführen. (…).
Clemens Studer.
Work, 27.9.2019.
Personen > Studer Clemens. Arbeitszeiterfassung. Work, 2019-09-27.
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27.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Klimawandel
Volltext
Klima, wir kommen! „Wie könnt ihr es wagen?“ Das ist die Gretchenfrage in der Zornesrede von Greta Thunberg. Am Klimagipfel in New York hat sie sie vor der ganzen Welt wieder und wieder gestellt: „Wie könnt ihr es wagen, zu uns jungen Menschen zu kommen, damit wir euch Hoffnung geben?“ Aus¬gerechnet! „Wo ihr mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen habt?“ So erbittert scharf hat die Jeanne d’Arc der Klimastreikenden noch nie geredet. Work dokumentiert ihre Rede als ein Element des 7-Seiten-Klima-Schwerpunkts. Greta kämpft für Windmühlen – und gegen die eigenen Tränen. Gegen die Verzweiflung. Und erntet den Hohn der Mächtigen. Des mächtigsten Klimaleugners Donald Trump zum Beispiel. Der 73jährige Geld- und Hasssack kotzte auf Twitter mal schnell über die 16jährige Schülerin runter, die das Aspergersyndrom hat: „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“ Das System schlägt zurück, wenn man es in Frage stellt. Gnadenlos. Das erleben auch die Klimaaktivistinnen und -aktivisten der Umweltschutzorganisation Extinction Rebellion (XR), die kürzlich die Limmat in Zürich giftgrün gefärbt haben. Auf ihrer Website präsentieren die Rebels Videos, die Festnahmen von fried¬lichen Klimademonstrierenden zeigen. Ist das nicht abschreckend? Wollte Work von Myriam (37) und Silvio (27) im Interview wissen. Nein, sagt Silvio, denn sie zeigen, „wie gewalttätig (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 27.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Klimawandel. Work online, 2019-09-27.
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27.09.2019 Schweiz
Gastgewerbe
Personen
Work
Christian Egg
Gastgewerbe
GAV
Volltext
Gastrosuisse trickst bei den Verhandlungen zum neuen GAV: Wirte wollen kantonale Mindestlöhne aushebeln. Mehr und mehr Kantone haben neu einen gesetzlichen Mindestlohn. Den Chefs ist das ein Dom im Auge. Der Verband der Wirte verweigert jetzt deswegen sogar. die GAV-Verhandlungen. Es war ein Durchbruch für Löhne, von denen es sich knapp leben lässt: 2017 gab das Bundesgericht grünes Licht für einen gesetzlichen Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde im Kanton Neuenburg. Kurz darauf setzte auch der Kanton Jura dieselbe Marke im Gesetz fest. Und es geht weiter: In Basel und Genf sind Volksinitiativen der Gewerkschaften hängig, die im Minimum 23 Franken pro Stunde für alle fordern. Und im Tessin haben die Stimmenden bereits Ja gesagt zu einem Mindestlohn - gestritten wird noch um seine Höhe. Zwar würden die Gewerkschaften gerne gute Arbeitsbedingungen in Gesamtarbeitsverträgen festlegen. Aber in einigen Bereichen, zum Beispiel im Detailhandel, sträuben sich die Arbeitgeber gegen GAV. Also beschritten die Gewerkschaften den politischen Weg. Im Gastrogewerbe mit seinem allgemeinverbindlichen GAV bezeichnet dies der Wirteverband Gastrosuisse gegenüber Work als „nicht faire Doppelstrategie“. Den Chefs und rechten Politikern sind die kantonalen Mindestlöhne ein Dorn im Auge. Deshalb blasen sie jetzt zum Angriff. Mit einer Motion will zum Beispiel der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann die kantonalen Mindestlöhne aushebeln - ausgerechnet mit den Gesamtarbeitsverträgen. (…).  Christian Egg.
Work, 27.9.2019.
Personen > Egg Christian. Gastrosuisse. GAV. Work, 2019-09-27.
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27.09.2019 Brasilien
Arbeiterpartei
Personen
Work
Jonas Komposch
Arbeiterpartei
Glücksspiele
Volltext
Linker Lotto-Sechser mit Folgen. Mitarbeitende der brasilianischen Arbeiterpartei gewannen umgerechnet 28,5 Millionen Franken. Das brachte das ganze Parlament zum Stillstand. Die Abgeordneten steckten inmitten einer langwierigen Debatte um eine Wahlreform, als in den Rängen des brasilianischen Parlaments plötzlich heftiges Getuschel entstand. Es folgten grelle Jauchzer, Freudensprunge und eine Party-Polonaise bis auf die Strasse hinaus. Was zur Hölle eigentlich los sei, fragte ein ahnungsloser Politiker. Ein Abgeordneter klärte auf: Gerade eben hätten 49 Mitarbeitende der Parlamentsfraktion der Arbeiterpartei (PT) von ihrem Lottosechser erfahren. Die Glücklichen, darunter Reinigungsmitarbeitende, Chauffeure und Sekretärinnen, hätten sich in einer Tippgemeinschaft zusammengetan. Und ihnen winkt nun der dritthöchste Lottogewinn in der Geschichte Brasiliens – umgerechnet 26,5 Millionen Franken. Der Megatreffer vom 19. September warf manche PT-Mitarbeitenden komplett aus der Bahn. So fiel mindestens eine Reinigungsarbeiterin in Ohnmacht und musste von ihrem Genossen, dem ehemaligen Gesundheitsminister Alexandre Padilha, betreut werden. An eine Weiterführung der Reformdebatte war jedenfalls nicht zu denken. Zumal nun Vertreter von Präsident Jair Bolsonaros rechts extremer Partei den Neider gaben und hämische Voten vortrugen. Ob die PT nun immer noch für die Besteuerung hoher Vermögen sei, fragte einer. Und ein anderer Rechtsextremist verlangte von der linken Opposition, die Millionen sofort zu vergesellschaften. Doch die billige Polemik zielte ins Leere. (…).  Jonas Komposch.
Work, 27.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Brasilien. Arbeiterpartei. Lotto. Work, 2019-09-27.
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13.09.2019 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Jonas Komposch
Lohnerhöhungen
Volltext
Gewerkschaften fordern 2 Prozent mehr Lohn und zusätzlich 50 Franken pro Monat für die Frauen. Jetzt müssen die Löhne rauf! Rekord-Dividenden und Millionen-Saläre für die oben, sinkende Reallöhne für den Rest. Zugleich steigende Arbeitsproduktivität und eine solide Konjunktur: Das ist die Ausgangslage für den Lohnherbst 2019. Gschämigi Realität. Wie schlecht sind Schweizer Löhne wirklich? Sind nicht existenzsichernde Löhne tatsächlich eine Realität? Work wollte die Beweise schwarz auf weiss und hat in den Unia-Regionen nachgefragt. Skandallöhne belegen? Für die Gewerkschaft kein Problem. Im Nu trafen die Lohnausweise ein. Ob von jungen Frauen oder von jahrzehntelang im selben Betrieb tätigen Männern: sie zeigen 100-Prozent-Löhne zwischen 2‘650 und 4‘118.70 Franken. Brutto! Am krassesten ist der Lohnausweis aus der Tessiner Industrie: 2‘116 Franken netto für eine Vollzeitstelle. Normalerweise lassen Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber keine Gelegenheit aus, euphorische Loblieder auf den Schweizer Wirtschaftsstandort zu ¬singen: „Innovation! Wachstum! Chancen!“ tönt es jeweils in den schönsten Klängen. Doch immer gegen Ende Sommer ist das ganz anders. Dann nämlich steht der Lohnherbst vor der Tür, und bei den Arbeitgebern dominiert das Klagelied. Düstere Töne künden plötzlich von schlechten Prognosen und globalen Unsicherheiten. Adressatinnen und Adressaten dieses Katzenjammers sind (…).
Jonas Komposch.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Lohnerhoehungen. Work online, 2019-09-13
13.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Lobbysmus
Volltext
Wer regiert die Schweiz? Politik ist käuflich. Das wissen wir schon seit Hans Tschänis Grundlagenwerk über die Schweizer Filzokratie von 1983. Aber erst jetzt wissen wir ein bisschen mehr über die Dimensionen in Franken: Alleine die Versicherungen, Krankenkassen und der Finanzplatz erkaufen sich ihre Bundeshaus-Politikerinnen und -Politiker mit geschätzten 6,5 Millionen Franken pro Jahr. Ein Mandat von einer Krankenkasse schenkt mit 12’839 Franken ein. Eines in der Finanzbranche mit fetten 63’427 Franken. Und Mann (Frauen sind da weniger gefragt) muss ja nicht nur ein Mandat haben: In den Wandelhallen wandeln richtige Pösteli-Jäger. So kommt es denn, dass die wieseligsten unter ihnen jährlich bis zu 143 Prozent Zusatzeinkommen generieren. Zusätzlich zur Entschädigung für ihre Arbeit im Parlament von durchschnittlich 130’000 bis 150’000 Franken. Zum Beispiel Heinz Brand, SVP und Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse (plus geschätzte 100’000 Franken). Oder Lorenz Hess, BDP, er hat grad einen ganzen Chratten voller Visana-Mandate (plus geschätzte 142’300 Franken). Und Josef Dittli, FDP und Präsident beim Krankenversicherer Curafutura (plus geschätzte 166’000). Oder Jean-René Marcel Lucien Fournier, CVP und bei der Helvetia-Gruppe im Solde (plus geschätzte 144’117 Franken). Plus plus noch etwas Münz (geschätzte 72’000) von der Credit Suisse, wo der Walliser als Senior (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lobbysmus. Work online, 2019-09-13.
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13.09.2019 Muotathal
Personen
Post
Work
Patricia D Incau
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
Elsy Föhn (89) und Luise Bürgler (78) kämpfen für ihre Post: „Der Bundesrat muss endlich handeln!“. Zwei Seniorinnen gehen in Muotathal gegen die Poststellenschliessung auf die Barrikaden: Im Nu haben sie 500 Unterschriften gesammelt. Und Post-Ministerin Simonetta Sommaruga eingeschaltet. „Es ist eine Frechheit“, sagt Luise Bürgler (78), und Schwägerin Elsy Föhn (89) doppelt nach: „Vier Poststellen gab es früher hier in der Gegend. Und jetzt wollen sie uns die letzte auch noch nehmen!“ Die beiden Frauen sitzen in der Stube von Elsy Föhns altem Bauernhaus. Es gibt Kaffee, Kuchen und Ärger. Viel Ärger. Über die Post-Spitze, die landauf landab Filialen zumacht und den Service public ausdünnt. Bis 2020 soll jede dritte Poststelle von der Schweizer Karte verschwinden. Jene in Muotathal steht ganz oben auf der „Todesliste“. Dabei sei die Filiale immer gut besucht, erzählt Luise Bürgler. „Zu jeder Uhrzeit ist da eine Schlange.“ Aber die Post-Chefs, „die wollen ja nur noch die Filetstücke“: die Geschäftsbereiche, die Millionen einbringen. Deshalb sollen die 3600 Muotathalerinnen und Muotathaler ihre Briefe und Päckli künftig im kleinen Volg-Laden im Dorf abgeben. Starttermin: Januar 2021. So haben es Gemeinderat und Post abgemacht. Aber wie das dann genau funktioniert, wissen offenbar noch nicht einmal die Verantwortlichen. Bürgler erzählt: „Ich habe einen Gemeinderat gefragt: Du, wo soll da denn noch die Post hin? Da hat es jetzt schon kaum Platz. Und der meinte: ‚Das weiss ich auch nicht.“ Sauer auf Schwaller. (…). Patricia D'Incau.
Work online, 13.9.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Poststellen. Betriebsschliessung. Work online, 2019-09-13
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13.09.2019 Kuba
Personen
Postfinance
Work
Jonas Komposch
Postfinance
Volltext
Jetzt macht auch die Postfinance beim Kuba-Boykott mit. Postfinance kuscht vor Tramp. Wer aus der Schweiz Geld nach Kuba überweisen wollte, konnte sich bisher einzig auf die Postfmance verlassen. Damit soll nun Schluss sein. Die medizinische Hilfsorganisation Medicuba schlägt Alarm. Roland Wüest kann es noch immer kaum fassen. Die Postfinance überbrachte dem Zentralsekretär der medizinischen Hilfsorganisation Medicuba Schweiz am 27.August folgende Hiobsbotschaft: Zahlungen nach Kuba werde die Bank ab 1. September nicht mehr abwickeln. Für die Organisation, die seit 1992 über 6 Millionen Franken auf der Karibikinsel investiert hat, ein fataler Entscheid. Denn sämtliche Schweizer Banken tätigen keine Transaktionen mehr nach Kuba, sie haben sich dem Blockadedruck der USA längst gebeugt. Kein Wunder war die Ankündigung der Postfinance, die erst noch extrem kurzfristig kam, für Medicuba-Sekretär Wüest „ein Schock“. Unterdessen ist die neue Regelung in Kraft, wie Postfinance auf Anfrage bestätigt. Immerhin: Für Euroüberweisungen gewährt das Service-public-Unternehmen eine Fristverlängerung bis Ende September. Und als Hilfsorganisation durfte Medicuba einen Antrag auf eine Ausnahmebewilligung stellen. Ob sie diesem aber stattgeben wird, will Postfinance nicht sagen. Kuba aushungern. Mit ihrer abrupten Kehrtwende kommt nun auch die Tochtergesellschaft der Post AG, die immer noch zu hundert Prozent dem Bund gehört, einer neuen Forderung aus den USA nach. Warum (…). Jonas Komposch.
Work, 13.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Kuba. Postfinance. Work, 2019-09-13.
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13.09.2019 England
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Volltext
Harter Brexit: Wie auf Kohlen sitzen. 300’000 Französinnen und Franzosen, die in London leben, haben langsam, aber sicher Panik vor dem harten Brexit. Zehn Prozent von ihnen planen nun ihre Heimkehr. „Brexode“ nennen sie es. Und nicht nur die Franzosen bangen. Insgesamt 3,7 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger leben in Grossbritannien. Jetzt plagt sie die Unsicherheit: Werden sie danach noch das Recht haben zu bleiben, solange sie wollen? Sicher ist das nur für die eine Million Menschen, die registriert und seit mehr als 5 Jahren im Land sind. Die andern müssen sich einschreiben lassen und sitzen drum wie auf glühenden Kohlen. Ministerpräsident Boris Johnson spielt mit ihrer Unsicherheit, er benutzt sie als Geiseln für die Verhandlungen mit der EU. Plötzlich Ausländer. Wie auf glühenden Kohlen sitzen auch 1,3 Millionen Britinnen und Briten in verschiedenen EU-Ländern. Wenn sie dort neu als Ausländerinnen und Ausländer behandelt werden, ist es auch mit ihrer Aufenthaltssicherheit vorbei. Die Krankenkasse wird sie ein Mehrfaches kosten. Die Bürgerinitiative „British in Europe“ schreibt dazu äusserst besorgt: „Die 27 Mitgliedstaaten der EU werden genau schauen, wie ihre Bürger im Vereinigten Königreich behandelt werden.“ Und sich allenfalls rächen. Das kümmert Boris Johnson aber nicht. Das alles zeigt, welch zentrales Recht die Personenfreizügigkeit darstellt. Einige Linke behaupten, sie sei vor allem das Recht der Kapitalisten, ohne Hindernisse Leute anzuheuern und auszubeuten.(…).  Andreas Rieger.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Rieger Andreas. England. Brexit. Work online, 2019-09-13.
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13.09.2019 Zürich
Personen
Reinigung
Streik
Work
Michael Stötzel
Hotellerie
Reinigung
Streik
Volltext
Sheraton Zürich: Nach Reinigungsstreik lenkt Hoteldirektion ein. Ganz unten, aber nicht wehrlos. Sieben Frauen und ein Mann des Putzteams im Hotel Sheraton in Zürich streikten für mehr Respekt und bessere Arbeitsbedingungen. Das Sheraton an der Pfingstweidstrasse im Quartier Zürich West erlebte am 30. August Ausserordentliches: Mehr als die Hälfte seines Putzteams trat in den Warnstreik. Eine der acht Streikenden, nennen wir sie Isabella (29), Portugiesin, sagte den Journalisten: „Ich kann einfach nicht mehr, jetzt muss sich etwas ändern. Wir werden täglich ausgenutzt, wir müssen zu zweit regelmässig 50 bis 60 Zimmer reinigen. Und dann werden wir auch noch absolut respektlos behandelt. Ich bin total am Anschlag und werde am Schluss noch von meiner Chefin angeschrien.“ „Manchmal müssen wir die Gläser mit dem gleichen Material reinigen, mit dem wir das Klo putzen.“ (*Fabienne, Renaissance Zürich Tower Hotel, Juni 2018). Die Chefin nennt sie „Portugiesin“ oder gleich „Scheiss-Portugiesin“. Zum Streik lässt sich Lorraine Burkhard, die Geschäftsleiterin der Reinigungsfirma Burkhard & Partner, von der „Südostschweiz am Wochenend“ zitieren, die Vorwürfe – zu hohe Arbeitsbelastung, kein fester Arbeitsplan, grauenhafte hygienische Bedingungen – träfen alle nicht zu. Einzelne von „der Gewerkschaft aufgestachelte Querulanten“ hätten die Aktion angezettelt. Ihre Firma habe den Auftrag zur Zimmerreinigung im Sheraton seit fünf Jahren, und noch nie habe es Probleme gegeben. Doch genau sie (…). Michael Stötzel.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Stoetzel Michael. Reinigung. Streik. Work online, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Jean Ziegler
Gold
Konzernverantwortungs-Initiative
Volltext
Konzerne töten. Jean-Jacques Rousseau beendete sein wohl wirkungsvollstes Werk, den „Gesellschaftsvertrag“, im Spätherbst 1762. Die gnädigen Herren von Genf liessen das Buch Seite für Seite öffentlich vor dem Rathaus durchlöchern und dann verbrennen. Denn im „Gesellschaftsvertrag“ steht der Satz, den alle Mächtigen hassen. Er heisst: „Zwischen dem Starken und dem Schwachen ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.“ Die Konzerninitiative. Über 700 transkontinentale Rohstoff-, Agrar- und Finanzkonzerne gibt es in der Schweiz, dank horrenden Steuerprivilegien. Die meisten gehören ausländischen Kapitalisten. Eine breite Allianz zivilgesellschaftlicher und progressiver Organisationen will sie per Verfassungsinitiative zum Respekt der Menschenrechte und der Umwelt zwingen. Die Konzerne, ihre Filialen im Ausland und ihre Zulieferer sollen einer Sorgfaltspflicht unterworfen werden. Wer Schaden anrichtet, wer Menschen vergiftet und tötet und die Umwelt zerstört, soll durch schweizerische Gerichte zu Schadenersatz an die Opfer verurteilt werden. Die helvetischen Oligarchen schreien Zeter und Mordio. Aber der Rückhalt im Land für die Initiative ist stark. Der Nationalrat hat einen Gegenvorschlag erarbeitet, in dem immerhin noch die Sorgfaltspflicht und der schweizerische Gerichtsstand vorkommen. Aber leider: Die Dachorganisation Economiesuisse und die Grossbanken haben folgsame Freundinnen und Freunde im Bundesrat. Beispiel: die Justizministerin Karin Keller-Sutter. Sie will einen (…). Jean Ziegler.
Work online, 13.9.2019,
Personen > Ziegler Jean. Konzernverantwortungs-Initiative. Work online, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Marie-Josée Kuhn
Pensionskasse
Rentenalter
Volltext
Die grösste Gewerkschaft erhöht-das Rentenalter für Mitarbeitende um ein Jahr. Rentenalter 63 bei der Unia. Die rund 1‘200 Mitarbeitenden der Unia konnten bisher mit 62 in Pension gehen. Jetzt haben diese in einer Konsultativabstimmung der Erhöhung des BVG-Referenzalters auf 63 zugestimmt. 84,4 Prozent aller Unia-Mitarbeitenden haben einer Erhöhung ihres Rentenalters von 62 auf 63 Jahren in der Pensionskasse und einer Erhöhung ihrer Spar- und Risikobeiträge zugestimmt. 14,6 Prozent waren dagegen. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 59,2 Prozent. Doch: Warum ist das nötig? Work sprach mit Unia-Vizepräsident Aldo Ferrari. Er ist auch Präsident des paritätisch zusammengesetzten PK-Stiftungsrates, Work: Aldo Perrari, was hat die Unia-Pensionskasse für Probleme? Aldo Ferrarl: Sie musste 2018 auf dem Anlagevermögen Verluste abbuchen. Andererseits machen ihr die langfristig tiefen Zinserwartungen und die steigende Zahl von Pensionierungen in den nächsten zehn Jahren zu schaffen. Wegen der gesunkenen Kapitalerträge muss die Unia auch die Übergangsrente bis zur ordentlichen Pensionierung neu ausrichten. Wer länger bei der Unia arbeitet, erhält eine Übergangsrente bis 65, die haben wir bisher über Kapitalerträge finanziert. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Zinserträge der Pensionskassen befinden sich schon lange im Fall, das hätte man doch kommen sehen müssen? Die Unia-Pensionskasse weist heute im Quervergleich mit anderen Kassen ein ungünstiges Verhältnis von (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 13.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Rentenalter. Unia. Work, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Frauen
Löhne
Personen
Work
Christian Egg
Frauenlöhne
Volltext
Neue Studie zeigt: Frauen verdienen schon beim Erwerbseinstieg weniger. Diskriminiert, nur weil sie Frauen sind. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt rund 20 Prozent weniger als Männer. Das hat nicht mit der Arbeitsteilung zu tun, sondern mit dem, was bei den Chefs in den Köpfen ist. 4‘335 Franken im Monat oder weniger für eine Vollzeitstelle: Das ist in der Schweiz ein Tieflohn. Sagt das Bundesamt für Statistik. Und es sagt auch: Vor allem Frauen müssen zu Tieflöhnen chrampfen. Jede sechste Frau in der Schweiz mtuss mit einem Tieflohn auskommen. Der kaum zum Leben reicht. Und immer noch verdienen die Frauen rund 20 Prozent weniger als die Männer. Das zeigen Berechnungen des Büros BASS für arbeits- und sozialpolitische Studien (rebrand.lyjluxusferlen). Pro Jahr macht das für jede erwerbstätige Frau im Schnitt minus 7‘800 Franken aus. „Jaaa. Abe“». sagen jetzt diejenigen, die nichts von Lohndiskriminierung wissen wollen. „Jaaa, aber Frauen bekommen Kinder, arbeiten dann Teilzeit, haben darum weniger Erfahrung als Männer und steigen deshalb im Beruf weniger auf.“ Kurz: Das Kinderkriegen sei der Grund für den Lohnunterschied und nicht die Diskriminierung auf grund des Geschlechts. Das ist falsch, zeigt jetzt eine neue und brisante Studie: Frauen erhalten bereits beim Einstieg in den Arbeitsmarkt generell tiefere Löhne. Diskriminierung von Anfang an. Die Soziologin Benita Combet von der Uni München und ihr Kollege Daniel Oesch, Professor an der Uni Lausanne, haben die Daten von knapp 4‘800 Schweizerinnen und Schweizern ausgewertet. (…).  Christian Egg.. Work, 13.9.2019.
Personen > Egg Christian. Frauenloehne. Work, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Mario Comensoli
Michael Stötzel
Nachruf
Volltext
Mario Comensoli war Maler und Chronist der Aussenseiter in der Schweiz: der Saisonniers aus Italien, der 68er oder der Punks. Was ist das, ein politischer Maler? Den Tessiner Mario Comensoli kann man nur so bezeichnen. Aufgrund seiner Themen, seiner ständigen Versuche, sich den Zeitproblemen zu stellen, den Zeitgeist in seinen Bildern einzufangen und, klar, aufgrund seiner Freundschaft mit Linken, seiner Verbundenheit zu Gewerkschaftern. Die in diesen Tagen eröffnete neue Ausstellung der Stiftung Comensoli wählte als Motto einen Ausspruch Ezio Canonicas, des ehemaligen Präsidenten des Bau- und Holzarbeiterverbandes (eines Vorläufers der Unia) und des Gewerkschaftsbundes: „Sich vereint fühlen und zusammen kämpfen ist schön.“ Der politische Maler . Nur: War es auch sein Anspruch, ein politischer Maler zu sein? Guido Magnaguagno ist Kunstkritiker, früherer Museumsdirektor in Zürich und Basel und Stiftungsrat der Comensoli-Stiftung. Er erzählt, Comensoli habe ihm einmal erklärt, dass er mit Politik „nichts zu tun“ habe. Magnaguagno hält das allerdings für eine Schutzbehauptung, eine Reaktion auf Lob einerseits, heftige Kritik von links und rechts andererseits, die er nach seiner ersten grossen Einzelausstellung erlebte. Und die dem offenbar höchst dünnhäutigen Mann sehr zusetzte. Das Ende der Lehrzeit. Im Frühjahr 1953 stellte der damals 31jährige im Zürcher Helmhaus eine Serie grossformatiger Bilder aus, die noch ganz in der Tradition seiner Lehrjahre in Paris standen. (…). Michael Stötzel.
Work, 13.9.2019.
Personen > Stoetzel Michael. Comensoli Mario. Nachruf. Work, 2019-09-13.
Ganzer Text
30.08.2019 Brasilien
Landwirtschaft
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
Präsident
Volltext
Die Brandstifter. In Brasilien lodert der Amazonas-Regenwald. Nicht etwa wegen Trockenheit und Dürre, sondern wegen illegaler Brandrodungen. Wenn er Präsident werde, prahlte Jair Bolsonaro im Wahlkampf, werde es „keinen einzigen ¬Quadratzentimeter mehr“ Umweltschutzgebiet geben. Und Bolsonaro wurde Präsident. Ein lärmiger, hemdsärmeliger und zulangender Präsident. Jetzt können Agrar- und Bergbauunternehmen wieder leichter Wälder abholzen. Denn Bolsonaro hat die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All finanziell ausgehungert und den Chef der Behörde entlassen. Die Abholzung hat sich fast verdoppelt. Eine Bedrohung für die ganze Welt.Erst gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann gegen den Regenwald. Derweil in den USA: Seit zwanzig Jahren darf man im „Tongass National Forest“ in Alaska keine Bäume mehr fällen. Die Umweltschutzgesetze verbieten in diesem riesigen Regenwald auch Strassen-, Bergbau- und Energieprojekte. Doch nun will Donald Trump das ändern. Und den Wald für Holzfirmen öffnen. Auch Trump ist ein lärmiger, hemds¬ärmeliger und zulangender Präsident. Wie Bolsonaro sonnt er sich in seiner Vergewaltigermentalität. Er könne die Frauen sogar zwischen den Beinen grapschen, prahlte er. Und Bolsonaro erklärte einer linken Kongressabgeordneten, er würde sie nie vergewaltigen, sie sei zu hässlich. Zuerst holzen sie gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann fackeln sie die Wälder ab. Trump & Bolsonaro: Schon erstaunlich, wie sich hartrechte bis rechtsextreme Politiker ähneln. Sie sind hemmungslose Sexisten und Rassisten.  (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brasilien. Landwirtschaft. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Schweiz
Gewerkschaften
Personen
Work
Jonas Komposch
Aktionen
Klimaschutz
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http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Komposch%20Jonas/Komposch%20Jonas.%20Klimaschutz.%20Gewerkschaften.%20Work%20online,%202019-08-30.pdfSchulterschluss von Gewerkschafts- und Klimabewegung. Kommt jetzt der Klima-Generalstreik? Die Klimajugend hat auf der Suche nach Verbündeten bei den Gewerkschaften angeklopft – und über einen Generalstreik diskutiert. Tote Gletscher, brennender Amazonas, streikende Jugend. Heute kann die Klimakatastrophe niemand mehr ignorieren. Nur die SVP inszeniert sich als Sammelbecken der Klimaleugner. Andere bürgerliche Parteien bibbern nur so vor der „Klimawahl“ und verpassen sich hastig grüne Fassaden. Und trotzdem: ein Durchbruch in der Klimafrage liegt noch in weiter Ferne. Das hat nicht nur mit den hochgesteckten Klimazielen und den einflussreichen Profiteuren der Umweltzerstörung zu tun. Sondern auch damit, dass die Klimaproteste immer noch überwiegend Jugendproteste sind. Schon zu lange ist von der Klimajugend die Rede. Ein politischer Schmähbegriff, der dazu dient, die Notrufe als naiven Kinderkram und das Demonstrieren als pubertäre Beschäftigung abzutun. Doch das könnte sich bald ändern. Denn Klima- und Gewerkschaftsbewegung schmieden an einer Allianz. Dazu Unia-Geschäftsleitungsmitglied Nico Lutz: „Wir stehen schon seit einiger Zeit in Kontakt mit Klimastreikenden und führen Diskussionen.“ Meist handle es sich dabei um ganz praktische Dinge. Zum Beispiel um Tipps und Tricks, wie eine erfolgreiche Grossdemo zustande kommt. Arbeit im Fokus. Ein anderes Beispiel gibt der Landschaftsgärtner und Klimaaktivist Dominik Hauser (21) aus Zürich: „Neben unserer Kooperation mit dem kantonalen Gewerkschaftsbund diskutieren wir mit den Lehrpersonen des VPOD (…).  Jonas Komposch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Komposch Jonas. Klimaschutz. Gewerkschaften. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Spanien
Personen
Reinigung
Work
Julia Macher
Hotellerie
Reinigung
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Spanien: Der Aufstand der Hotel-Zimmerfrauen. „Wir waren viel zu lange still!“. Mit einem landesweit ersten Streik und Demonstrationen protestieren Spaniens Hotelangestellte dagegen, dass sie sich „wortwörtlich kaputtarbeiten müssen“. Zufrieden rollt Milagros Carreño (52) das Transparent ein und meint: „Wir haben gesagt, was ist – und das war dringend notwendig!“ Die Spanierin hat Ende August auf Ibiza den landesweit ersten Streik der Zimmerfrauen organisiert. 2‘000 Hotelangestellte – das sind etwa ein Drittel – liessen Putzmittel und Bettzeug im Schrank und zogen stattdessen protestierend durch die Strassen der Ferieninsel. Auch in 14 anderen Städten Spaniens demonstrierten die Zimmerfrauen, weil sie die Nase voll haben. Carreño sagt es so: „Wir arbeiten uns wortwörtlich kaputt und waren viel zu lange still.“ Las Kellys: Jetzt reicht’s! Neben der Anerkennung von mehr Berufskrankheiten und dem Recht auf vorzeitige Pensionierung fordern die spanischen Kellys auch die Modifikation des Artikels 42 des spanischen Arbeitnehmerstatuts. Dadurch soll verboten werden, dass Unternehmen ihre Kernkompetenzen an Zweitfirmen auslagern. Da die Arbeit der Zimmerfrauen wesentlich für die Qualität des Hotels ist, müssten sie fest angestellt werden. Externen Dienstleistern wäre der Zugang zum Markt versperrt. Die linke Partei Podemos und die so¬zialdemokratische PSOE des amtierenden ¬Ministerpräsidenten Pedro Sánchez unterstützen das Vorhaben zwar. Doch da sich seit den Wahlen im April noch keine Regierung gebildet hat, liegt die parlamentarische Tätigkeit derzeit brach – und die Reform seit (…).  Julia Macher.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Macher Julia. Spanien. Reinigung. Streik. Work online, 2019-08-30
30.08.2019 Schweiz
Sizilien
Emigranten
Personen
Work
Ralph Hug
Publikationen
Saisonarbeit
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http://www.textverzeichnisse.ch/Textverzeichnisse/tabid/183/ctl/EditArticle/mid/72Journalist Concetto Vecchio war einst ein Saisonnierkind in der Schweiz: „Schwarzenbach war der erste europäische Rechtspopulist“. Baracken, Fremdenhass und Überwachung: Das erlitten Concetto Vecchios Eltern in der Schweiz. Sohn Vecchio geht ihrem Schicksal in seinem neuen Buch nach und zieht Parallelen zur fremdenfeindlichen Politik von heute. Work: Concetto Vecchio, Ihr Buch sorgt in Ita¬lien derzeit für grosses Aufsehen. Sie erzählen darin die Geschichte Ihrer Eltern, die als arme Arbeiter in die Schweiz kamen. Als Saisonniers. Warum dieses Buch gerade jetzt? Concetto Vecchio: Nach Jahrzehnten sass ich wieder einmal in Zürich auf dem Sechseläutenplatz. Da hörte ich eine Mutter, die auf italienisch mit ihrem Kind sprach. Das erinnerte mich spontan an meine eigene Kindheit in der Schweiz. Und daran, wie wenig ich eigentlich von der Geschichte meiner Eltern wusste. Mein Vater war einst aus dem Dorf Linguaglossa bei Catania in die Schweiz eingewandert, auf der Suche nach einem Job. Als ich 14 war, beschlossen meine Eltern, nach Sizilien zurückzukehren. Und ich musste mit ihnen mit. Dann sind Sie sozusagen „in „umgekehrter Emigrant“: ein Italienerkind, das in der Schweiz geboren wurde und dann nach Italien auswanderte. Ja. Ich weiss, was Emigration heisst, weil ich sie am eigenen Leib erfahren habe. Ich bin gleichzeitig ein Italiener und ein Schweizer, der immer noch Mundart spricht. Der Entscheid zur Rückkehr nach Italien war für mich hart. Denn ich hatte alle Freunde in Lenzburg AG, wo ic (…). Ralph Hug.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Hug Ralph. Vecchio Concetto. Saisonnier. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Schweiz
Bundesamt für Statistik
Personen
Work
Jonas Komposch
Bundesamt für Statistik
Gesundheitsschutz
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Ungesunde Arbeit: Neue Zahlen und alarmierende Tendenzen. Pas bon pour la santé: Nichts zu lachen im Job. Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz gehören zu den stressigsten Europas. Und der Druck am Arbeitsplatz hat erneut zugenommen. Es war am Tag der Kranken im Jahr 2016, als der damalige Bundesrat Johann Schneider-Ammann sein bestes Français fédéral auspackte und in einer legendär gewordenen Fernsehansprache ins Mikrophon schnaufte: „Rire c’est bon pour la santé“ – Lachen sei gut für die Gesundheit. Die Rede verfehlte ihre Wirkung nicht – tagelang amüsierte sich die Welt über den putzigen Schweizer Magistraten und seine grossväterlichen Ratschläge. Was Schneider-Ammann leider nicht erwähnte, sind jene Faktoren, die für die Gesundheit nicht gut sind. Darunter zuvorderst die miesen Arbeitsbedingungen, unter denen hierzulande viele ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Sie ¬haben nichts zu lachen, je länger, desto weniger: das zeigen die neusten Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik (BfS). Arbeit wird zunehmend mit digitalen Mitteln getaktet und kontrollier- und messbarer. Chrampfen in der Freizeit. Mehr als jede fünfte Person steht während der Arbeit „meistens oder immer“ unter Stress. Noch 2012 waren es erst 18 Prozent. Sogar für 27,1 Prozent ist der Stress bereits im „kritischen Bereich“ angelangt. Auch dies ein Wert, der jedes Jahr ansteigt und Unternehmen heute 6,5 Milliarden Franken Ausfallkosten beschert. So viel wie noch nie, schätzt die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz. (…). Jonas Komposch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Komposch Jonas. Gesundheitsschutz. BfS. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Brasilien
Personen
Regierung Schweiz
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Clemens Studer
Freihandelsabkommen
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Der Amazonas-Regenwald brennt - doch SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin will trotzdem Freihandel mit Brasilien. Gute Geschäfte mit dem Brandstifter Bolsonaro. Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bplsonaro ist verantwortlich für die verheerenden Regenwaldbrände. Wirtschaftsminister Guy Parmelin stört das nicht, er will einfach Geschäfte machen. Die ganze Welt macht sich Sorgen um den Amazonas-Regenwald. Dort wüten die schlimmsten Brände seit Jahren. Viele versursacht durch brandrodene Farmer. Die fühlen sich ermuntert, weil der seit diesem Januar amtierende Präsident Jair Bolsonaro nichts von Umweltschutz hält. Bolsonaro ist ein Rassist, ein Sexist, homophob und offen faschistisch. Work hat das schon mehrfach belegt, zum Beispiel hier: rebrand.lyjroter-tepplch. Und er machte bereits im Wahlkampf kein Hehl daraus, dass er - einmal an der Macht - Umweltgesetze und den Regenwaldschutz schleifen werde. Er hielt Wort. Die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All hat er finanziell ausgehungert, den Chef der Behörde entlassen, zusätzliche enorme Rodungen für Soyaplantagen zugelassen. Der neue brasilianische Präsident und sein Regime sind direkt verantwortlich für die laufende Katastrophe in Amazonien. Parmelins Liebling. Doch Regenwaldbrände hin, Rechtsextremismus her: Bolsonaro ist der neuste Lieblingsgeschäftspartner von SVP-Bundesrat und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Bereits im Januar am Davoser WEF scharwenzelte Parmelin gemeinsam mit Bundespräsident Ueli Maurer (auch SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis (FDP, aber von der SVP (…). Clemens Studer.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Studer Clemens. Brasilien. Freihandelsabkommen. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Schweiz
Personen
Work
Clemens Studer
Freihandelsabkommen
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Das bedeuten Mercosur, EFTA & Co. Was ist Mercosur? Zu diesem Wirtschaftsraum gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Das sozialistische Venezuela wurde im August 2017 „dauerhaft suspendiert“. Insgesamt wohnen 260 Millionen Menschen in den Mercosur-Staaten. Die Schweiz hat im vergangenen Jahr Waren für rund 3,6 Milliarden Franken in den Mercosur-Raum exportiert. Was steht genau Im Vertrag? Das ist derzeit 'sowohl beim EU-Abkommen wie beim EFTA-Abkommen öffentlich nicht im Detail bekannt. Es geht um die Abschaffung oder Senkung von Zöllen und Patentschutz. Die Vertragstexte sind noch in rechtlicher Prüfung. Wer hat das „Schweizer Abkomme“ ausgehandelt? Die EFTA. Zu ihr gehören neben der Schweiz Island, Liechtenstein und Norwegen. Das EFTA-Abkommen soll verhindern, dass die Exporteure dieser Länder gegenüber EU-Firmen benachteiligt wären, sollte die EU ihr Abkommen mit dem Mercosur ratifizieren. Wer profitiert und wie? In erster Line grosse Industrie-, Chemie- und Pharmakonzerne durch Zolleinsparungen, Marktzugang und Patentschutz. Wie stehen die Chancen für eine Ratifizierung? Derzeit eher nicht so gut. Grüne und SP haben bereits das Referendum angekündigt, falls das Abkommen nicht auf Umwelt- und Arbeitnehmendenrechte Rücksicht nimmt. Und zwar verbindlich und mit wirksamen Sanktionsmöglichkeiten bei Verstössen. Auch die Bauernlobby ist kritisch. Ist FreihandeI überhaupt sinnvoll? (…). Clemens Studer.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Studer Clemens. Freihandelsabkommen. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Schweiz
Faschismus
Personen
SVP
Work
Hans-Ulrich Jost
Faschismus
SVP
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Historiker Hans Ulrich Jost über das SVP-Wurmplakat: Nazibilder gehören zur DNA der SVP. Vor einigen Jahren hatte sich die SVP noch mit Schafen zufriedengegeben. Herhalten musste ein schwarzes, ein „fremdes“ Schaf, das aus der Herde hinausgestossen wird. Im Vergleich zum aktuellen Würmer-Plakat war das mit den Schafen geradezu idyllisch. Das neue Wahlplakat erniedrigt und verunglimpft politische Gegnerinnen und Gegner als Ungeziefer. Die SVP-Parole lautet: Mit Würmern (und Maden) führt man keinen politischen Kampf. Man zertritt und zerquetscht sie. Es ist kein Zufall, dass das Bild von Würmern im Apfel schon im Arsenal der Nationalsozialisten und Faschisten zu finden war. So etwa im „Stürmer“. dem Hetzblatt der Nazis. Mit den Maden, die es zu zertreten gelte, meinten die Nazis damals die Juden. Wohin dies führte, ist bekannt: Millionen von Menschen wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Von solchen historischen Zusammenhängen wollen die SVP-Führer nichts wissen. Dabei würden sie sogar in ihrer eigenen Geschichte fündig. Judenhetze. 1942, an einer Landsgemeinde in Muri AG, sprach der Hauptredner von „politischen Gewandläusen“, die von den Flüchtlingen mitgebracht würden. Das war zu einer Zeit, als die Vernichtung der Juden durch die Nazis dem Höhepunkt zusteuerte und die Schweiz die Grenzen dichtmachte. Insbesondere für Jüdinnen und Juden. Der Redner in Muri hiess Eugen Bircher, Chefarzt im Kantonsspital Aarau, Divisionskommandant der Schweizer Armee, Gründer des rechtsextremen Vaterländischen Verbandes und Nationalrat der Bauern-, Gewerbe- und  (…). Hans Ulrich Jost.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Jost Hans Ulrich. SVP. Faschismus. Work online, 2019-08-30.
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