Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 389

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26.04.2019 Schweiz
Personen
Postautobetriebe
Syndicom
Work
Patricia D Incau
Jonas Komposch
Arbeitsbedingungen
Postautobetriebe
Volltext
Nach Postauto-Skandal, Gratisarbeit und Sparwut: „Wir haben eine historische Situation!“ Aufbruchstimmung bei den Postauto-Chauffeuren Beni Schütz und Remo Rupp. Endlich ist Schluss mit dem irren Sparkurs! Die beiden Chauffeure strahlen regelrecht um die Wette, als sie für Work in ihren Postautos posieren. Grund zur Freude haben sie allemal. Vor kurzem schafften sie mit der Gewerkschaft Syndicom den Durchbruch: Gratisarbeit wird es künftig nicht mehr geben, dafür mehr Mitbestimmung und Re¬spekt. Bis die Regelung im Dezember in Kraft tritt, erhalten Fahrerinnen und Fahrer der Postauto AG sechs zusätzliche Ruhetage, jene von Subunternehmen tausend Franken. Das hat ihnen die neue Führung der Postauto Schweiz AG nach intensiven Verhandlungen zugesichert. Sie übernahm nach dem Postauto-Skandal. Der mil¬lionenschwere Missbrauch von Subven¬tionsgeldern erschütterte die Schweiz. Und die Chauffeure. Was sie unter den alten Chefs hatten durchmachen müssen, ist kaum zu glauben. Zwei Sorten Chauffeure. Feierabendstimmung im Restaurant Aarauerhof in Aarau. Lautes Treiben, Prosten, Gläserklirren. Vom Beizenlärm lassen sich Beni Schütz (61) und Remo Rupp (59) aber nicht ablenken. Ruhig und konzentriert erzählen sie von ihrer Arbeit. Schütz ist gebürtiger Berner, fährt aber schon seit 33 Jahren Postautos durchs Fricktal. Er erzählt: „In den Aargau bin ich wegen der Liebe gezogen.“ Angestellt ist Schütz direkt bei der Postauto AG, gehört also zur „Regie“. (…).
Jonas Komposch, Patricia D'Incau.
Work online, 26.4.2019.
Personen > Komposch Jonas. Postauto. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-04-26.
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10.04.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Promoterin
Volltext
Lohnfortschritte bei Trade Marketing Intelligence. Etappensieg für die Promoterinnen und Promoter der Migros. Die Angestellten des Unternehmens Trade Marketing Intelligence (TMI), die für die Migros in der Produktepromotion tätig sind, werden neu jeden Monat einen Durchschnittslohn erhalten. Die Angestellten und Unia begrüssen, dass TMI damit endlich die gesetzlichen Vorgaben umsetzt. Sie sehen es als Beweis dafür, dass sich ihr gemeinsamer Einsatz gelohnt hat. TMI ist ein ehemaliges Start-up der Migros, das bis heute für den orangen Riesen tätig ist. Da sich die ohnehin schon prekären Arbeitsbedingungen der Angestellten von TMI massiv zu verschlechtern drohten, forderten sie zusammen mit Unia die Einhaltung ihrer elementarsten Rechte. Im Zentrum stand dabei vor allem die Forderung, dass sie statt einem monatlich stark schwankendem Lohn, wie gesetzlich vorgeschrieben jeden Monat einen Durchschnittslohn erhalten. Die Angestellten und Unia nehmen nun erfreut zur Kenntnis, dass TMI hier eingelenkt hat und sie damit in Zukunft zumindest etwas grössere finanzielle Sicherheit haben.Migros und TMI stellen sich taub. Es brauchte etliche Interventionen seitens Unia und viel Mut einiger betroffenen Promoterinnen, um diesen Fortschritt zu erreichen. Dennoch beantwortete die Migros als Aktionärin und Sprecherin ihres früheren Start-ups in der gestrigen Sendung ABE des westschweizer Fernsehens nur einen Teil der zahlreichen Bedenken und Fragen der TMI-Angestellten. Angesichts der unsicheren Situation haben deshalb viele Angestellte resigniert und seit dem Übergang des Unternehmens am 1. Januar 2019 gekündigt. Noch (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 10.4.2019.
Unia Schweiz > Promoterin. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2019-04-10.
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01.04.2019 Brüssel
Demonstration
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Arbeitsbedingungen
Demonstration
Volltext
Volle Strassen in Brüssel für „fair transport“. Am 27. März haben tausende Arbeiterinnen und Arbeiter für anständige Arbeits- und Lebensbedingungen sowie gegen Dumping demonstriert – darunter auch der SEV. „Was haben uns Wettbewerb und Liberalisierung in der Transportbranche gebracht?“ Diese Frage stellte Giorgio Tuti, Präsident des SEV und der europäischen Eisenbahner/innen, den mehreren tausend Demonstrierenden im Herzen Brüssels. „Nichts als schlechtere Arbeitsbedingungen. Heute herrschen vielerorts unhaltbare Bedingungen: Regelungen zu Arbeitszeit und Pausen werden missachtet, die Löhne sind tief.“ Mit der Kampagne „Fair Transport Europe“ kämpft die Europäische Transportarbeiterföderation (ETF) gegen Sozialdumping in der europäischen Transportbranche. Diese Demonstration zielte unter anderem auf die anstehenden EU-Wahlen im Mai ab. „Wir müssen der Liberalisierung einen Riegel schieben, und zwar indem wir Parteien und Politiker wählen, die sich für korrekte Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen und sich ein soziales Europa ohne Dumping wünschen“, beharrte Giorgio Tuti. Die ETF fordert während der nächsten Amtsperiode der Europäischen Gremien (2019-2024) die Schaffung von 250‘000 neuen, fairen Stellen. Arbeitsplätze, die aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung verschwinden würden, sind mithilfe von Umschulungen zu retten. Ausserdem braucht es höhere Löhne: Im Jahr 2015 lebten 10% der Arbeiter/innen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten am Rande (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: Katrin Taglang.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. Demo. Arbeitsbedingungen. Bruessel. SEV, 2019-04-01.
15.03.2019 Schweiz
Migros
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Promoterin
Volltext
So mies serviert die Migros ihre Promoterinnen ab. Der orange Riese lagert seine Degustations-Mitarbeitenden aus. Jetzt bangen sie um ihre Existenz. Und müssen sich erst noch beleidigen lassen. Schokolade, Käse, Waschpulver: Woche für Woche stand Andrea Jost * in der Migros-Filiale, verteilte Gratismuster und Versucherli und zeigte der Kundschaft die neuen Produkte. Immer donnerstags bis Samstags. „Promoterin“ heisst ihr Beruf. Die temperamentvolle Ostschweizerin macht ihn seit bald 30 Jahren und liebt ihn. Besser gesagt, sie hat ihn geliebt: „Die Migros hat mir die Freude daran gründlich verdorben.“ Im letzten November bekamen die über 200 Promoterinnen und Promoter Post von ihrer Arbeitgeberin, der Migros-Tochter Chocolat Frey: Sie würden per Ende Jahr in eine neue Firma namens TMI ausgelagert. Die bisherigen Manager hätten Chocolat Frey die Mehrheit am Geschäftsbereich abgekauft – und würden ihn nun selber weiterführen. Und: Die neue Firma sei nicht mehr dem Migros-¬Gesamtarbeitsvertrag unterstellt. Aber die Arbeitsbedingungen würden sich nicht ändern: Es gebe auch „keine Lohnreduktion“ Versprechen gebrochen. Zwei Monate später schickt die Firma die neuen ¬Arbeitsverträge, die ab Mai gelten sollen. Sie sind Dumping pur: Der Stundenlohn von Promoterin Jost, bisher bei gut 32 Franken pro Stunde (Ferienentschädigung und 13. Monatslohn eingerechnet), soll neu auf knapp 28.50 sinken. Das macht minus 3 Franken 50 oder mehr als 10 Prozent Lohn weniger. (…).
Christian Egg.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Egg Christian. Migros. Promoterin. Work online, 2019-03-15.
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01.03.2019 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeitsbedingungen
Briefträger
Volltext
Die Briefträgerin & der Schnee. Tagsüber ist es jetzt wieder warm. Zu warm. Nach eiskalten frühen Morgen. Februar, es kann noch einmal schneien bis herab in die Niederungen, wo an schattigen Stellen noch die Reste vom letzten Mal liegen. Wäre heute früher, viel früher, würde alles einfach ein wenig länger dauern, wenn auf den Strassen Schnee liegt. „Wäre das Arbeitsleben gemütlich, würden wir in der Winterzauberwelt einen sicheren Schritt nach dem andern tun“, denkt die Briefträgerin. Aber heute ist nicht früher, und das Arbeitsleben war kaum je gemütlich. Der Briefträgerin brach der Angstschweiss aus, während ihr Fahrzeug neulich nasse Schneemassen pflügte. Nun immerhin auf drei Rädern. Zur Zeit des Zweiradrollers hatte die Furcht sich je nach Wettervorhersage bereits am Vorabend eingestellt. Kein Winter, in dem die Briefträgerin nicht mindestens einmal mit dem gelben Pferdchen auf die Schnauze fiel. Und doch schien sie als einzige das unsichere Terrain zu fürchten. Erst im Rückblick, vom sicheren Sattel des Elektro-Dreirades DXP aus, gestanden manche vergangene Ängste: „Endlich packt mich nicht mehr der Horror vor jeder Tour im Schnee.“ Dem DXP begegneten anfänglich viele Pöstlerinnen und Pöstler mit Skepsis: „Mit so einem Behindertenfahrzeug mag ich nicht durch die Gegend fahren.“ Doch ausnahmslos alle sagten nach der ersten Fahrt: „Den gebe ich nicht mehr her!“ Panik. In der Garderobe nach der Tour an jenem kürzlichen Schneematschmorgen. Manche hatten sich genervt, dass die Büez nicht wie sonst (…). Katrin Bärtschi.
Work online, 1.3.2019.
Personen > Bärtschi Katrin. Briefträgerin. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-03-01.
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24.01.2019 Schweiz
Syndicom
Uber

Arbeitsbedingungen
Uber
Volltext
UberEats muss die Arbeitsbedingungen des Kurier-GAV respektieren. Nachdem McDonald´s lange eine Zusammenarbeit mit UberEats verneint hatte, verkünden die beiden Unternehmen heute ihre Zusammenarbeit in Genf. Bisher berücksichtigte das Geschäftsmodell von Uber die branchenüblichen Arbeitsbedingungen nicht. KurierfahrerInnen droht nun dasselbe Schicksal wie den TaxifahrerInnen von Uber: Sie arbeiten als Scheinselbständige ohne Unfallversicherung, ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen. Will Uber sich vom Lohn- und Sozialdumping distanzieren, dann führt er eine GAV-Pflicht für seine FahrerInnen ein. Aber auch McDonald´s ist gefragt: Als Auftraggeber muss er dafür sorgen, dass sein Geschäftspartner – in diesem Fall UberEats – sozial verantwortlich handelt. Die Zusammenarbeit zwischen McDonald´s und UberEats kann weitreichende Folgen für die Kurierbranche haben. Die wachsende Branche ist bekannt dafür, dass die Arbeitsbedingungen aufgrund fehlender Gesamtarbeitsverträge in der Regel schlecht sind. Der Konkurrenzdruck und die aufkommenden Plattformen setzen die schon vergleichsweise schlechten Arbeitsbedingungen weiter unter Druck. Mit dem Kurier-GAV, der ab dem 1. Mai 2019 in Kraft tritt, steht nun ein Gesamtarbeitsvertrag zur Verfügung, der auf die Branche angewendet werden kann. UberEats ist aufgefordert, diesen für seine FahrerInnen anzuwenden. Ansonsten fördert er schlechte Arbeitsbedingungen und prekäre Arbeitsverhältnisse. Ohne Kurier-GAV droht Lohndumping. (…).
Syndicom, 24.1.2019.
Syndicom > Uber. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2019-01-24.
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09.01.2019 Deutschland
DGB

Arbeitsbedingungen
Crowdworker
Volltext
Flexible Arbeitszeiten. Recht auf Home Office: besser regeln. Interessen der Beschäftigten müssen geschützt sein. Arbeiten von zu Hause aus: Das bringt mehr Freiheit und Flexibilität für die Beschäftigten, stösst bei Arbeitgebern aber oft auf wenig Gegenliebe. Deshalb soll es in Zukunft einen Rechtsanspruch darauf geben: „Home Office sollte grundsätzlich für alle Beschäftigten möglich sein, muss aber auch die nötige Sicherheit bieten, um unsichtbare Mehrarbeit und ständige Erreichbarkeit zu vermeiden", sagt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Anfang des Jahres hat Björn Böhning (SPD), Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, angekündigt, ein gesetzliches Recht auf Home Office für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen. Dabei will er die Rechtfertigungsrichtung umdrehen: In Zukunft sollen Arbeitgeber begründen müssen, warum sie dem Wunsch der Beschäftigten nach Heimarbeit nicht entsprechen. Der DGB begrüsst das Vorhaben - fordert aber klare Regelungen zum Schutz der Beschäftigten. Denn: Mobiles Arbeiten zu Hause ist alles andere als mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa sitzen und ein paar E-Mails verschicken. In der Praxis machen die Beschäftigten im Home Office oft später Feierabend und haben grössere Schwierigkeiten, abzuschalten. „Home Office sollte grundsätzlich für alle Beschäftigten möglich sein, muss aber auch die nötige Sicherheit bieten, um unsichtbare Mehrarbeit und ständige Erreichbarkeit zu vermeiden", sagt Annelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Bundesvorstand. „Ein gesetzlicher Rahmen erhöht die Chance auf mehr Arbeitszeitsouveränität und gibt Rechtssicherheit. (…).
DGB, 9.1.2019.
DGB > Crowdworker. Arbeitsbedingungen. DGB, 2019-01-09.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
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30.11.2018 Deutschland
England
Spanien
Amazon GmbH
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsbedingungen
Streik
Volltext
Europaweite Streikwelle beim Online-Giganten. Amazon-Arbeit macht krank. Für den Profit gefährdet Amazon die Gesundheit seiner Angestellten. In der Weihnachtszeit wird's noch brutaler. Auch deshalb wird jetzt gestreikt. Am „Black Friday“ bricht der Wahnsinn aus: Mega-Rabatte für die Schnäppchenjäger, Mega-Umsätze für die Händlerinnen. Und dazwischen Angestellte, die kaum noch wissen, wo wehren. Beim Onlinegiganten Amazon traten sie deshalb in den Streik. Und zwar in ganz Europa: In Spanien, Grossbritannien, Deutschland und Italien haben mehrere Tausend Mitarbeitende protestiert. Vor den Logistikzentren, in denen sie an einem normalen Arbeitstag bis zu 20 Kilometer durch die Gänge hetzen, im Sekundentakt Artikel einpacken und bis vor die WC-Tür überwacht werden. Und das, je nach Standort, für unter 13 Franken in der Stunde - während sich Amazon-Gründer Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, eine goldene Nase verdient (Vermögen: über 137 Milliarden Dollar). Schwangere schikaniert. In der Vorweihnachtszeit wird's noch brutaler. Kevin Douglas, Amazon-Arbeiter in Madrid, sagt: „Wir arbeiten im Moment sechs Tage am Stück. Jetzt sollen es sieben werden.“ Selbst bei werdenden Müttern kennt Amazon keine Gnade: Eine schwangere Arbeiterin meldete der britischen Gewerkschaft GMB, dass sie 10 Stunden am Tag stehen müsse. Eine GMB-Umfrage unter Amazon-Angestellten zeigt: 9 von 10 Personen haben bei der Arbeit Schmerzen. Kranke bestraft. (…).
Patricia D’Incau.
Work online, 30.11.2018.
Personen > D Incau Patricia. Amazon GmbH. Streik. Work online, 2018-11-30.
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27.11.2018 Schweiz
H&M Schweiz AG
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
GAV
H&M Schweiz AG
Volltext
H&M: Die Unia fordert gute Arbeitsbedingungen, überall! H&M schert sich nicht um gute Arbeitsbedingungen – weder im Ausland noch in der Schweiz. Die Mitarbeitenden von H&M Schweiz und die Gewerkschaft Unia solidarisieren sich mit der Clean Clothes Campaign von Public Eye: eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sind überall auf Welt nötig. Entgegen seinen internationalen Verpflichtungen kümmert sich H&M wenig um gute Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette, so auch in der Schweiz. Vor fünf Jahren verpflichtete sich H&M, bis 2018 anständige Löhne an Arbeitnehmende in der Textilindustrie in seiner gesamten Lieferkette zu zahlen. Alles leere Versprechungen, wie ein Bericht von Public Eye zeigt: Hunderttausende von Textilarbeiter/innen, die für H&M arbeiten, verdienen noch immer nicht genug, um davon zu leben und arbeiten unter haarsträubenden Bedingungen. Auch in der Schweiz. Auch in der Schweiz ist die Situation unbefriedigend. Die internationalen Verpflichtungen werden auch hier nicht erfüllt, insbesondere in Bezug auf die Achtung der Gewerkschaftsfreiheit. Die Unia hat noch immer Probleme, Zugang zu Geschäften und Mitarbeitenden zu erhalten und Angestellte haben Angst vor Repressalien, wenn sie mit Gewerkschaftssekretär/innen sprechen. Ein Gesamtarbeitsvertrag ist nötig. Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der die Arbeitsbedingungen regelt und verbessert, wäre für H&M-Mitarbeitende essenziell: Sie beklagen sich über ständigen Stress und Druck, schlechte Arbeitsplanung mit negativen Auswirkungen auf ihr Privatleben und einen (…).
Unia Schweiz, 27.11.2018.
Unia Schweiz > H&M. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-11-27.
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21.11.2018 Bern
Genf
McDonalds
Unia Genf

Arbeitsbedingungen
McDonalds
Uber
Volltext
Protest gegen Kooperation mit Dumping-Uber. McDonald’s: Finger weg von UberEats. Protest-/Flyeraktionen mit Point de presse: Donnerstag, 22. November 2018, 11.00 Uhr, McDonald’s, Zytgloggelaube 6, 3011 Bern, McDonald’s, 22, Rue du Mont-Blanc, 1201 Genève. Sehr geehrte Medienschaffende. Der Dumping-Konzern Uber will mit UberEats einen eigenen Essenslieferdienst in der Schweiz etablieren. Das Geschäftsmodell beruht auf der Ausbeutung scheinselbständiger Kurier/innen, die ohne Unfallversicherung, ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen auf die Strasse geschickt werden sollen. Als eines der ersten Unternehmen hat McDonald’s eine Zusammenarbeit mit UberEats angekündigt. Das ist störend, da McDonald’s mit der Auslagerung der Essenszustellung an eine berüchtigte Dumping-Firma den Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes umgehen würde. Die Unia und die Partnergewerkschaften der Allianz FAIRLOG machen mit einer Aktion vor zwei McDonald’s-Filialen auf die miesen Geschäftspraktiken von Uber aufmerksam und fordern von McDonald’s, auf die Partnerschaft mit UberEats zu verzichten. Wir laden Sie herzlich ein, über die Aktionen zu berichten und die Points de presse in Bern und Genf zu besuchen. (…).
Unia Genf 21.11.2018.
Unia Genf > McDonalds. Uber. Unia Genf, 2018-11-21.
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15.11.2018 Schweiz
Easyjet
Vorwaerts

Arbeitsbedingungen
Easyjet
Volltext
Stress am Flughafen. Das Personal des Billigfliegers Easyjet kündigte Kampfmassnahmen für den Dezember an. Gespräch mit Jamshid Pouranpir, VPOD-Gewerkschaftssekretär. In einem Kommunique habt ihr erklärt, dass der Sommer 2018 der schlimmste gewesen sei, der das Personal von Easyjet erlebt hat. Was sind die Gründe dafür? Jarnshid Pouranpir: Während des Sommers waren die Hauptprobleme Stornierungen und Verspätungen bei der Ankunft von Flügen und die Umleitung an Flughäfen wie Lyon oder Mailand aufgrund des nächtlichen Flugverbots in Genf oder Basel. Diese Vorfälle haben einen Einfluss auf die Passagiere, aber auch auf die Arbeitsverhältnisse der Angestellten. Deren Arbeitstag wird dadurch verlängert. Die Angestellten, die ihre Arbeit normalerweise um 23.00 Uhr beenden, mussten im Ausland bleiben oder frühmorgens in die Schweiz zurückkehren und dann manchmal am gleichen Tag wieder um 17.00 Uhr zur Arbeit gehen. In dieser Branche ist es aus Sicherheitsgründen sehr wichtig, dass sich die Beschäftigten gut ausruhen können. Eine mögliche Lösung wäre, mehr Personal einzustellen. Haben die Beschäftigten des Unternehmens in der Schweiz weitere Schwierigkeiten? Wir verurteilen auch die tiefen Löhne, die unter dem Schweizer Niveau liegen. Neu Angestellte müssen für einen Lohn von unter 4000 Franken arbeiten. Der Pünktlichkeits-Bonus für die Beschäftigten ist seit mehreren Jahren gestrichen wegen der vielen Verspätungen und annullierten Flügen. Ihr Gehalt können die (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 15.11.2018.
Vorwaerts > Easyjet. Arbeitsbedingungen. Vorwaerts, 2018-11-15.
Ganzer Text
18.10.2018 Schweiz
Call-Center-Branche
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Call-Center-Branche
Volltext
Die Gewährleistung der Menschenrechte durch Teleperformance muss sichergestellt werden. Im weltweit grössten Contactcenter Teleperformance, welches in der Schweiz und in weiteren 75 Ländern tätig ist und mehr als 280‘000 Mitarbeitende beschäftigt, werden wiederholt Menschen- und Arbeitnehmendenrechte verletzt. Wir stehen deshalb mit allen Gewerkschaften der Contact- und Callcenter-Branche gemeinsam dafür ein, dass dieser Missstand behoben wird und die Menschen- und Arbeitnehmendenrechte in sämtlichen Betriebsstätten des Unternehmens auf der ganzen Welt gewahrt werden. Deklaration der UNI Global Union. Als Mitgliedsorganisationen von UNI ICTS arbeiten wir seit mehreren Jahren zusammen, um die Probleme bei Teleperformance zu lösen, und konnten dadurch in einzelnen Ländern bereits einige Erfolge erzielen. So erhielten infolge unserer Bemühungen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren die Beschäftigten in der Dominikanischen Republik endlich das Recht, sich ohne Angst und ohne Einmischung des Arbeitgebers gewerkschaftlich zu organisieren. Dies ist eine bedeutende Errungenschaft, löst aber nicht die systematischen Probleme, die in den vielen Betriebsstätten von Teleperformance bestehen. Teleperformance-Beschäftigte sind in mehreren anderen Ländern mit Problemen am Arbeitsplatz und dem Widerstand der Arbeitgeber konfrontiert, wenn sie versuchen, sich in Gewerkschaften zusammenzuschließen, um diese Probleme zu lösen. In Ländern wie Mexiko, den Philippinen, Kolumbien und den Vereinigten Staaten haben Arbeitnehmende extreme Angst vor Vergeltungsmaßnahmen (…).
Syndicom, 18.10.2018.
Syndicom > Teleperformance. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2018-10-18.
Ganzer Text
17.10.2018 Schweiz
Energiewirtschaft
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
Volltext
Ohne Strommarktabkommen und flankierende Massnahmen für die Angestellten keine vollständige Öffnung des Strommarktes! Heute hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Revision des Stromversorgungsgesetzes eröffnet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen eine vollständige Öffnung des Strommarktes. Es gibt jedoch Bedingungen, die zwingend eingehalten werden müssen. So braucht es zwingend flankierende Massnahmen für die Arbeitnehmenden der Branche und ein Strommarktabkommen mit der Europäischen Union (EU). Aus Sicht von Travail.Suisse ist es enttäuschend, dass die Vernehmlassungsvorlage für die Strommarktliberalisierung keine einzige der genannten Bedingungen und keinerlei flankierende Massnahmen für die Arbeitnehmenden in der Elektrizitätsbranche vorsieht. Der Schweizer Strommarkt funktioniert heute gut so wie er ist. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet und die Arbeitsbedingungen sind trotz vieler struktureller Veränderungen in der Regel gut. Es gibt daher aus heutiger Sicht keinen zwingenden Grund, den Schweizer Strommarkt vollständig zu öffnen. Die vollständige Öffnung des Strommarktes ist deshalb für Travail.Suisse abhängig von einem Stromabkommen mit der EU. Bevor ein solches nicht vorliegt, kann keine fundierte Entscheidung getroffen werden können. Einziger positiver Punkt des vorliegenden Projekts im Vergleich zum vorausgegangenen von 2014, ist der Einsatz von Schweizer Strom für die Grundversorgung. Das würde die Schweizer Wasserkraft unterstützen. Mit einer vollständigen (…).
Travail.Suisse, 17.10.2018.
Travail.Suisse > Energieversorgung. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2018-10-17.
Ganzer Text
04.10.2018 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Untersuchung
Volltext
Repräsentative Studie „Barometer Gute Arbeit“ zeigt Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Viel Stress, schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und einseitige Flexibilisierung der Arbeitszeiten – und jetzt noch massive Angriffe auf das Arbeitsgesetz. Sehr geehrte Damen und Herren. Anfangs September gingen die massiven Angriffe auf das Arbeitsgesetz in die nächste Runde: Die Vernehmlassung zu den parlamentarischen Initiativen Graber (16.414) und Keller-Sutter (16.423) wurde eröffnet. Setzen sich diese Angriffe durch, so drohen massive Gratisarbeit und uferlose Arbeitszeiten. Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind aber bereits heute überlastet. Stress und die einseitige Flexibilisierung der Arbeitszeiten belasten sie schwer. Dass sich die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt durch Entwicklungen wie die Digitalisierung verschlechtern, verstärkt gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Burnout massiv. Das hat neben persönlichem Leid auch hohe volkswirtschaftliche Kosten zur Folge. Das „Barometer Gute Arbeit“ untersucht die Arbeitsbedingungen und liefert repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2018 in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Motivation. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt der Berner Fachhochschule, des unabhängigen Dachverbands der Arbeitnehmenden Travail.Suisse und der Allbranchengewerkschaft Syna. Gerne informieren wir Sie detaillierter über die Resultate der Studie und unsere diesbezüglichen Forderungen. (…).
Travail.Suisse, 4.10.2018.
Travail.Suisse > Arbeitsbedingungen. Studie. Travail.Suisse, 2018-10-04.
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13.09.2018 Polen
Amazon GmbH
Gewerkschaften
WOZ

Amazon GmbH
Arbeitsbedingungen
Volltext
Wichtiger als der Lohn von Jeff Bezos. Eine kleine Basisgewerkschaft kämpft in Polen für faire Arbeitsbedingungen bei Amazon, Volkswagen und anderen ausländischen Konzernen. Zwei AktivistInnen erzählen. Roman Lupinski ist müde. Seit vier Jahren arbeitet der 45-Jährige beim Online- und Versandgiganten Amazon im westpolnischen Poznan. Zusammen mit rund 4000 Festbeschäftigten und etwa 1700 ZeitarbeiterInnen an diesem Standort, einem von fünf Amazon-Lagern in Polen. Doch nicht nur die schwere Arbeit ermüdet. Zusätzlich ist er aktiver Gewerkschafter. Und das bedeutet an der Weichsel einen Kampf sondergleichen. „Der Schutz von Gewerkschaftern ist in Polen kaum mehr als eine Illusion“, sagt Lupinski. Der Aktivist, der schon früher Erfahrungen bei Streiks machte, sitzt heute im kleinen Büro der vor zehn Jahren gegründeten Gewerkschaft namens Arbeiter-Initiative (Inicjatywa Pracownicza, kurz: IP) im Zentrum der Stadt. Nachdem der Firmenleitung bekannt geworden war, dass Lupinski Gewerkschafter ist, wurde er an einen Arbeitsplatz versetzt, an dem er weniger Kontakt mit den MitarbeiterInnen hat. Ein Gegenmodell. „Amazon treibt die Ausbeutung der Beschäftigten immer weiter voran, andere Unternehmen orientieren sich am Konzern“, sagt Lupinski, der bei der IP seit ihrer Gründung aktiv ist. Lange Zeit war der heutige Lagerarbeiter arbeitslos, hat später sieben Jahre in Irland gearbeitet. „In Polen sind die Löhne noch geringer, die Arbeitsbedingungen schlechter, und die Arbeit ist schwerer.“ Dann schiebt er kämpferisch nach: „Wenn es uns gelingt, bei Amazon die Lage zu verbessern, dann gelingt es uns auch in (…).
WOZ, 13.9.2018.
WOZ > Polen. Gewerkschaften. Amazon. WOZ, 2018-09-13.
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17.08.2018 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Reinigungspersonal
Volltext
Miese Zustände in den Hotels der Marriott- Kette. Putzfrauen packen aus. Giftige Putzmittel, 19-Stunden-Tage und sexuelle Obergriffe: Ein Report der Unia prangert die miesen Bedingungen der Putzkräfte in den Marriott-Hotels an. Petra" ist Reinigungskraft im Zürcher Sheraton-Hotel. Sie sagt: „Ich würde in diesem Hotelzimmer nicht barfuss herumlaufen.“ Der Grund: Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen müssen das ganze Hotelzimmer mit demselben Putzmittel reinigen. „Es ist giftig und sollte eigentlich nur im Badezimmer angewendet und mit viel Wasser abgespült werden. Das wird bei Holzböden und bei den Möbeln natürlich nicht gemacht“. Ein Report der Unia Zürich-Schaffhausen enthüllt jetzt die Zustände in den Zürcher Marriott-Hotels, zu denen auch das Sheraton gehört. Putzfrauen berichten vor allem über brutalen Zeitdruck. Zum Beispiel Moira*, die im Fünfsternehaus Marriott direkt an der Limmat arbeitet: Beim Vorstellungsgespräch wurde ihr gesagt, dass sie fürs Reinigen eines Zimmers 30 Minuten Zeit habe. „Tatsächlich hatten wir dann nur 10 Minuten. Das reicht bei dreckigen Zimmern einfach nicht“. 19-Stunden-Tag. Und selbst dann müssen die Putzfrauen oft bis zum Umfallen chrampfen. In einem Monat, als das Hotel gut belegt war, hätten sie im Durchschnitt 12 bis 13 Stunden pro Tag gearbeitet, an Spitzentagen sogar 19 Stunden, sagen zwei Putzfrauen aus dem „Renaissance Zürich Tower Hotel“ im Trendquartier Zürich West. Ein klarer Verstoss gegen den Gesamtarbeitsvertrag der Reinigung. Die Frauen erleben auch sexuelle (…). Christian Egg.
Work, 17.8.2018.
Personen > Egg Christian. Reinigungspersonal. Work, 2018-08-17.
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17.07.2018 Katar
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Fussball
Volltext
Nach der WM ist vor der WM. Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in Katar verbessert. Schlusspfiff an der Fussball WM in Russland – in Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 bereits in vollem Gange. Gemeinsam mit der Bau- und Holzarbeiter Internationalen (BHI) setzt sich die Unia ein, um die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter zu verbessern. Mit Erfolg: Die BHI führt auch 2018 Kontrollen auf den Baustellen durch und schult die Sicherheitsbeauftragten. Mega-Sportanlässe führen zum Bau von Stadien und anderer Infrastruktur. Dabei sind Tausende Bauarbeiter involviert: Oft zu sehr schlechten Arbeitsbedingungen. Oft mit vielen Todesfällen, auch zuletzt in Russland. Das darf sich nicht wiederholen. In Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 in vollem Gange. Deshalb engagieren sich die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und die Unia gegen Missstände und für die Rechte der Arbeitnehmenden vor Ort. Keine Gewerkschaften in Katar. Die umstrittene Vergabe der WM an Katar liess NGOs und Gewerkschaften gleichermassen aufhorchen. In Katar leben rund 300‘000 Katari und über zwei Millionen Migrant/innen. Gewerkschaften gibt es keine. Zudem herrscht in Katar das Kafalasystem, welches es ausländischen Arbeitnehmer/innen verbietet, den Arbeitgeber zu wechseln oder das Land ohne Einwilligung des Arbeitgebers zu verlassen. Doch dank des internationalen Einsatzes der Gewerkschaften hat sich an der aktuellen Situation in Katar etwas zum Besseren geändert, wie Vania Alleva, Präsidentin der (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.7.2018.
Unia Schweiz > Katar. Fussball-WM. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-17.
Ganzer Text
07.07.2018 Schweiz
JardinSuisse
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gartenbau
GAV
Volltext
Raus aus der Tieflohnzone. Gärtner/innen-Delegation übergibt Vereinbarungsvorschlag am JardinSuisse-Hauptsitz. Gärtnerinnen und Gärtner verdienen immer noch deutlich weniger und haben schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kollegen auf dem Bau. Eine Delegation von Gärtner/innen hat heute am Hauptsitz des Arbeitgeberverbands JardinSuisse in Aarau einen Vereinbarungsvorschlag mit der klaren Forderung „keine Löhne unter 4000 Franken!“ deponiert. JardinSuisse steht nun in der Verantwortung. Der Berufsalltag im Gartenbau ist hart. Gerade im Sommer bei Temperaturen über 30 Grad wird den Gärtner/innen alles abverlangt. Dennoch ist der Gartenbau weiterhin eine Tieflohnzone; bis zu 1000 Franken/Monat tiefere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kolleg/innen in verwandten handwerklichen Berufen sind weit verbreitet. Trotz Berufs-Knowhow und gleich hartem Berufsalltag. Für die Gärtner/innen ist das absolut unverständlich. Ihre Forderungen sind klar: Es braucht fünf Wochen Ferien, eine Frühpensionierung und faire Löhne. Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne übergeben. Heute ist deshalb eine Delegation von aktiven Gärtner/innen am Hauptsitz des Gärtnermeisterverbands JardinSuisse in Aarau vorstellig geworden. Zusammen mit einer überdimensionalen Sonnenblume reichten die Gärtner/innen einen Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne an JardinSuisse ein: keine Löhne mehr unter 4000 Franken. Dies als erster Schritt, um die Missstände in der Branche anzugehen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 7.7.2018.
Unia Schweiz > Gartenbau. GAV. Unia Schweiz, 2018-07-07.
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04.07.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
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Evaluationsbericht zur Neuordnung der Pflegefinanzierung. Neue Pflegefinanzierung berücksichtigt Bedürfnisse der Angestellten nicht. Für die Gewerkschaft Unia vermag die Neuordnung der Pflegefinanzierung das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Folgen sind Stress und Zeitdruck beim Personal sowie Qualitätseinbussen bei der Pflege. Heute hat der Bundesrat die Evaluation der Neuen Pflegefinanzierung (NPF) publiziert. Für den Bundesrat hat die Neuordnung die Ziele zwar erreicht, dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit: Die NPF vermag das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Personal und Pflegebedürftige leiden unter Kostendruck der Betriebe. In der heute publizierten Evaluation wird deutlich, dass der Kostendruck der Betriebe auf die Pflegenden umgewälzt wird. Die Rationalisierung von Pflegetätigkeiten und Zeitdruck sind die Folge. Darunter leiden nicht nur das Personal, sondern auch die Pflegebedürftigen. „Uns erreichen immer mehr Klagen von Pflegenden, dass ihnen eine immer grössere Flexibilität abgerungen wird. Kurzfristige Dienstplanänderungen, Minus- und Überstunden sowie Druck und Stress während der Arbeit nehmen markant zu. Dies ist eine direkte Folge der auf Rentabilität fokussierten Neuen Pflegefinanzierung“ (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.7.2018.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-04.
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21.06.2018 Schweiz
Medien
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Medien
Volltext
Die Mediengewerkschaften unterstützen den Entwurf zum Mediengesetz und fordern eine rasche Behandlung. Die Mediengewerkschaften Syndicom und SSM begrüssen die grundlegende Stossrichtung, die der Bundesrat mit dem Mediengesetz verfolgt. Die Finanzierung der gesellschaftlich notwendigen journalistischen Leistungen ist nicht gesichert, der Schweiz droht die Medienvielfalt abhanden zu kommen. Deshalb ist es höchste Zeit für eine direkte Unterstützung von journalistischen Leistungen. Unabhängig vom Verbreitungskanal soll die Medienförderung primär bei der Qualität und Vielfalt ansetzen. Online-Medien unterstützen ohne die Print-Medien zu vergessen. Das Mediengesetz sieht vor, via Gebührengelder neu auch Online-Medien unterstützen zu können. Die Mediengewerkschaften unterstützen diesen Vorschlag dezidiert. Dennoch fordern sie weiterhin eine allgemeine Journalismusförderung, mit welcher auch Print-Medien unterstützt werden können. Und sie bestehen weiterhin auf der indirekten Presseförderung, die für Regionalzeitungen und Mitgliederzeitungen von unzähligen zivilgesellschaftlichen Organisationen überlebensnotwendig ist. Die SRG als das öffentlich-rechtliche Medienunternehmen, das in guter Qualität alle Sprachregionen abdeckt, muss stabilisiert werden. Die sinkenden Werbeeinnahmen beeinträchtigen den Spielraum des Unternehmens. Die „No-Billag“-Abstimmung hat deutlich gezeigt, dass die SRG in der Bevölkerung weiterhin stark verankert ist. Entgegen aller Prognosen auch (…). Syndicom und SSM.
Syndicom, Medienmitteilung, 21.6.2018.
Syndicom > Medien. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2018-06-21.
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15.05.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Elektriker
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Unbefriedigende Arbeits- und Lohnbedingungen. Premiere: Elektriker/innen aus der ganzen Schweiz. demonstrieren für die Zukunft ihres Berufs. Samstag, 19. Mai 2018: Nationale Kundgebung der Elektroinstallateur/innen in Zürich. Medienorientierung um 12.30 Uhr, Walchebrücke (neben dem Hauptbahnhof). Abmarsch des Umzugs um 13.30 Uhr. An die Medienschaffenden. Das gab es noch nie in der Schweiz: Elektro- und Telematik-Installateur/innen aus allen Landesteilen der Schweiz werden diesen Samstag in Zürich vor dem Sitz des Verbands der Schweizerischen Elektro-Installationsfirmen (VSEI) demonstrieren. Sie haben es gründlich satt, als Stiefkinder der Bauberufe behandelt zu werden: Die Löhne sind angesichts des hohen Ausbildungsniveaus und der grossen Verantwortung zu niedrig, die jungen Berufsleute wandern in Massen ab, eine vorzeitige Pensionierung gibt es nicht. Die Elektriker/innen verlangen im Rahmen der diesjährigen Erneuerung ihres Gesamtarbeitsvertrags (GAV) laut und deutlich eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Sie werden um 13.30 Uhr vom Hauptbahnhof Zürich (Walchebrücke) zum Sitz des VSEI marschieren und eine Petition mit über 4'000 Unterschriften einreichen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Medienorientierung um 12.30 Uhr. Zürich, Walchebrücke (neben dem Hauptbahnhof). Teilnehmer/innen: (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 15.5.2018.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Elektriker.%20Arbeitsbedingungen.%20Unia%20Schweiz,%202018-05-15.pdf
26.04.2018 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Alter
Arbeitsbedingungen
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Reagieren nicht negieren - Ältere Arbeitnehmende brauchen mehr Schutz. Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende. Die vierte Nationale Konferenz hat unter anderem beschlossen, dass Massnahmen zur Lösung der finanziellen und sozialen Probleme von älteren Arbeitslosen mit drohender Aussteuerung geprüft werden müssen. Das ist positiv. Darüber hinaus braucht es zusätzliche Massnahmen wie beispielsweise einen besseren Schutz langjähriger älterer Mitarbeiter gegen Kündigung. Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 55plus ist in den letzten Jahren stärker angestiegen als die Arbeitslosigkeit insgesamt. Insbesondere in den letzten beiden Jahren akzentuierte sich dieses Phänomen. Und dies obwohl die Betroffenen viel länger ohne Stelle bleiben als Arbeitslose anderer Alterskategorien und obwohl bei den 55plus der Anteil jener, die zwar eine Stelle haben aber eigentlich mit einem höheren Pensum arbeiten möchten (Unterbeschäftigung), höher ist und weiter ansteigt. Abzulesen ist die soziale Sprengkraft dieser Phänomene an der Sozialhilfequote der 50-64-Jährigen: Sie ist seit 2005 um 50 Prozent auf 2,9 Prozent angestiegen. Es geht nicht an, die Probleme mit Verweis auf die insgesamt gestiegene Erwerbsquote der 55plus, zu negieren. Dieser Anstieg ist v.a. darauf zurückzuführen, dass die sinkenden Pensionskassenrenten viele dazu zwingt, länger als geplant zu arbeiten um den (…). Daniel Lampart.
SGB, 26.4.2018
Personen > Lampart Daniel. Alter. Arbeitsbedingungen. SGB, 2018-04-26.
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25.04.2018 Zug
Glencore
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Glencore
Protestversammlung
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Minengewerkschafter demonstrieren in Zug. gegen Missachtung ihrer Rechte. Internationaler Gewerkschaftsprotest an Glencore-Jahresversammlung. Dienstag, 2. Mai, 10 bis 11 Uhr, Theater Casino Zug, Artherstrasse 2-4, 6300 Zug. Sehr geehrte Medienschaffende. An der Jahreshauptversammlung von Glencore in Zug werden Minen-GewerkschafterInnen aus verschiedenen Ländern gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die Missachtung von Gewerkschaftsrechten durch den Bergbaumulti protestieren. Die Aktionäre sollen damit auch auf die Investitionsrisiken hingewiesen werden, die sich aus dem Verhalten des Konzerns ergeben. An der Aktion vor dem Casino Zug werden unter anderem Vertreter folgender Gewerkschaften teilnehmen: (…).
Medieneinladung der IndustriALL Global Union und der Gewerkschaft Unia, 20.4.2018
Unia Schweiz < Glencore. Arbeitsbedingungen, Unia Schweiz, 2018-04-24.
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20.04.2018 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gastgewerbe
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Delegiertenversammlung des Sektors Gewerbe der Unia. Die Arbeitnehmenden wehren sich gegen die politische Instrumentalisierung ihrer Arbeitsbedingungen. An ihrer heutigen Delegiertenversammlung in Bern haben Arbeitnehmende des Gewerbesektors aus der ganzen Schweiz eine Resolution verabschiedet, die die Machenschaften der SVP kritisiert. Sie werfen der Partei vor, betrügerischen Unternehmen in die Hand zu arbeiten. Angesichts des heute auf den Baustellen herrschenden Preiskriegs fordert die Unia eine Stärkung der Massnahmen zum Schutz der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Unter dem Deckmantel der nationalen Souveränität hat die SVP einen neuen politischen Angriff auf die Gewerkschaften, die Gesamtarbeitsverträge und die Sozialpartnerschaft gestartet. Sie will den Lohnschutz in der Schweiz abschaffen. Die Aufhebung der Personenfreizügigkeit und der flankierenden Massnahmen hätte zur Folge, dass europäische Arbeitskräfte zu nicht kontrollierten und schlechteren Arbeitsbedingungen als in der Schweiz üblich angestellt würden. Diese Politik leistet betrügerischen Unternehmen Vorschub, die sich über Gesetze und Gesamtarbeitsverträge hinwegsetzen. Zudem verstärkt sie die Unsicherheit und die sozialen Spannungen. Zurück zur Arbeitsrealität auf den Baustellen. An der Delegiertenversammlung sagte Aldo Ferrari, Vizepräsident Unia und Sektorleiter Gewerbe, dazu: "Der in den (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.4.2018.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-04-20.
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