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Anzahl gefundene Artikel: 614

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30.06.2020 Deutschland
DGB
Löhne

Mindestlöhne
Volltext
Mindestlohn steigt deutlich. Die Mindestlohnkommission hat heute die nächste Erhöhung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes beschlossen. Demnach soll der Mindestlohn in vier Schritten auf 10,45 Euro steigen. Jetzt ist es an der Bundesregierung, diesen Beschluss in Recht umzusetzen, damit der höhere Mindestlohn mit Beginn des nächsten Jahres wirkt. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell und Mitglied der Mindestlohnkommission sagte dazu am Dienstag in Berlin: „Trotz schwieriger Verhandlungen hat sich die Mindestlohnkommission einstimmig für ein Anheben des Mindestlohns ausgesprochen, der im zweiten Jahr des Erhöhungszeitraums mit 10,45 Euro auch deutlich über dem Tarifindex liegen wird. Allein in den nächsten beiden Jahren bringen die Mindestlohnsteigerungen insgesamt knapp 2 Milliarden Euro mehr im Portmonee der Beschäftigten. Der von vielen geäußerte Wunsch nach einer Aussetzung der Erhöhung konnte sich in der Kommission am Ende nicht durchsetzen. Im Jahr 2023 setzt die nächste Entscheidung der Mindestlohnkommission auf 10,45 Euro auf. Das ist ein deutlicher Schritt, um schneller zu den geforderten 12 Euro zu kommen. Klar ist, dass der Mindestlohn lediglich eine untere Haltelinie sein kann. Gute und möglichst umfassend geltende Tarifverträge bleiben für Beschäftigte das wichtigste Instrument zur Regelung von Lohn- und Arbeitsbedingungen. Die Tarifbindung muss deshalb wieder deutlich gestärkt werden. Dazu ist auch der Gesetzgeber aufgerufen.“(...).
DGB, P30.6.2020.
DGB > Mindestlohn. DGB, 2020-06-30
29.06.2020 Deutschland
Kuba
USA
Granma

Boykott
Volltext
Deutsche Persönlichkeiten fordern Ende der Blockade gegen Kuba. „Helfen wir der kubanischen Bevölkerung, so wie ihre Ärzte und Wissenschaftler der Welt helfen!“, haben mehr als 60 deutsche Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft gefordert, die auf der Online-Plattform change.org eine Petition an ihre Regierung veröffentlichten, um dazu beizutragen, dass die ungerechte Blockade, die das Weisse Haus seit fast sechs Jahrzehnten gegen Kuba aufrechterhält, ein für alle Mal beseitigt wird.
Für die zweite Hälfte des Jahres 2020 übernimmt Deutschland die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union. Aus diesem Grund richtet sich die Petition an das Land, damit es sich von dieser Position aus aktiv für eine Aufhebung der illegalen Blockadepolitik einsetze, die völkerrechtswidrig ist und täglich verschärft wird. Gegenwärtig hat die Regierung Donald Trump beschlossen, ihre feindliche Politik gegen Kuba zu intensivieren und neue Massnahmen zu ergreifen, um den Widerstand unseres Volkes zu ersticken, während die durch Covid-19 verursachten Gesundheits- und Wirtschaftskrisen die ganze Menschheit treffen. Die Behinderung des Eintritts von Medikamenten, Ausrüstung und medizinischer Verbrauchsstoffen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus und anderer Krankheiten, von Rohstoffen für die Entwicklung von Impfstoffen sowie die Unterbindung der Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Kubaner an ihre Familien gehören zu den Elemente, die von den mehr als 60 Persönlichkeiten aufgeführt werden, die den Aufruf bereits unterschrieben haben. (…).
Granma, 29.6.2020.
Granma > Deutschland. Boykott. USA. Granma, 2020-06-29.
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04.06.2020 Deutschland
Granma

Aussenpolitik
Volltext
Kubanischer Aussenminister: „Dies sind Zeiten, um Gesundheit als Recht zu verstehen“. „Wir bekräftigen, dass dies Zeiten der Solidarität und des Verständnisses von Gesundheit als Recht und nicht als Ware sind“, schrieb der kubanische Aussenminister Bruno Rodríguez Parrilla auf seinem Twitter-Account und verwies auf seine Ansprache am Mittwoch während der vom deutschen Assssenminister Heiko Maas organisierten Videokonferenz mit seinen Amtskollegen in Lateinamerika und der Karibik mit dem Ziel, Erfahrungen im Umgang mit der Covid-19-Pandemie auszutauschen und Möglichkeiten zur gemeinsamen Überwindung ihrer Folgen zu evaluieren. In der virtuellen Debatte, an der 28 Amtskollegen aus den 33 Ländern der Region teilnahmen, verurteilte der kubanische Aussenminister die brutale Eskalation der von der Regierung der Vereinigten Staaten gegen unsere Nation verhängten Blockade, eine Völkermordpolitik, die den Zugang zu Medikamenten und lebenswichtigen Geräten zur Bekämpfung des neuen Coronavirus erschwert, behindert und verteuert. Er ratifizierte Kubas volle Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation (WHO), ihr Management bei der Konfrontation mit COVID-19 und den Wert der internationalen Solidarität und Zusammenarbeit als einzigen Weg, um der gegenwärtigen Krise zu begegnen. In diesem Sinne unterstrich er die Zusammenarbeit von 28 Brigaden von Angehörigen der Gesundheitsberufe . (…).

Granma, 4.6.2020.
Granma > Aussenpolitik. Deutschland. Granma, 2020-06-04.
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26.05.2020 Deutschland
DGB

Berufsbildung
Volltext
Weiterbildung
Auch in den kommenden Jahren genügend Ausbildungsplätze anbieten. Allianz für Aus- und Weiterbildung. Ausbildung: Massnahmen zur Stabilisierung vereinbart. In diesen Tagen schliessen viele Schulabgänger ihre Ausbildungsverträge ab - eigentlich. Denn die Lage auf dem Ausbildungsmarkt droht sich durch die Corona-Krise zu verschlechtern. Der DGB hatte einen Schutzschirm für Ausbildung gefordert. Nun gab es ein Spitzentreffen beim Bundeswirtschaftsminister, bei dem Massnahmen vereinbart wurden, um die Ausbildung stabil zu halten. Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben heute Maßnahmen vereinbart, um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Ausbildung abzufedern. Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Länder, der Gewerkschaften und der Arbeitgeber haben heute unter Vorsitz von Bundeswirtschaftsminister Altmaier eine Gemeinsame Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung abgegeben. Die Partner wollen dafür sorgen, dass Auszubildende trotz der derzeit schwierigen Situation ihre Ausbildung fortsetzen und ihre Prüfung ablegen können. Zudem verfolgen sie gemeinsam das Ziel, auch in den kommenden Ausbildungsjahren genügend Ausbildungsplätze anbieten zu können. (…).
DGB, 26.5.2020.
DGB > Berufsbildung. DGB, 2020-05-26.
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23.05.2020 Deutschland
ADAV Arbeiterverein
Vorwärts

ADAV Arbeiterverein
Gründung
Volltext
23. Mai 1863. Gründung des ADAV: Die erste Partei für den Arbeiterstand. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Schriftzug auf der Breslauer Lassalle-Fahne des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins aus dem Jahr 1873. Der ADAV war zehn Jahre zuvor in Leipzig gegründet worden. Um der Arbeiterschaft im Deutschen Bund politische Vertretung zu ermöglichen, gründen Ferdinand Lassalle und Arbeiter-Delegierte aus elf Städten am 23. Mai 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV). Er wird zur Keimzelle der SPD. Alles ist wohl vorbereitet an diesem 23. Mai 1863. Der Ballsaal im „Pantheon“, einem bekannten Leipziger Vereinslokal in der Dresdner Strasse 20, ist festlich geschmückt. Ein Fotograf ist bestellt, der den wichtigen Augenblick festhalten soll. Für den Abend sind einige Hundert Leipziger Arbeiter eingeladen, um das Ereignis in gebührendem Rahmen feiern zu können. Nach und nach treffen am Nachmittag die Delegierten aus elf Städten ein. Leipzig, Hamburg, Harburg, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Solingen, Frankfurt a.M., Mainz und Dresden. Sie werden von dem Chemiker Otto Dammer, dem Zigarrenarbeiter Friedrich Wilhelm Fritzsche und dem Schumacher Julius Vahlteich empfangen, die die Versammlung organisiert haben. Schliesslich trifft auch der Journalist und begnadete Redner Ferdinand Lassalle ein, der intellektuelle Kopf des Ganzen. Arbeiterbildungsvereine als Wurzel der SPD. (…).
Vorwärts, 23.5.2020.
Vorwärts > ADAV. Gruendung. Vorwaerts, 2020-05-23.
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21.05.2020 Deutschland
Kuba
Granma

Aussenpolitik
Volltext
Stockende deutsch-kubanische Kooperation. Das Bundesministerium strukturiert Entwicklungszusammenarbeit neu, die Umsetzung von Abkommen kommt kaum voran In etwa 85 Ländern ist das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aktiv, meist über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im Zuge einer Ende April angekündigten Neuausrichtung soll unter dem Motto „Weg von der Giesskanne“ diese bilaterale Kooperation mit etwa einem Drittel der Länder beendet werden. Auch mit Kuba, berichtete die „Frankfurter Allgemeine“ mit Verweis auf eine dem Blatt vorliegende Liste. „Wir beenden mit keinem Land die Zusammenarbeit, sondern wir steuern in einer Reihe von Ländern um“, sagt auf Nachfrage eine Sprecherin des Ministeriums. Dies betreffe vor allem die direkte zwischenstaatliche Zusammenarbeit. Bei den betroffenen Ländern würden weiterhin Zivilgesellschaft, Kirchen sowie Investitionen der Privatwirtschaft gefördert, Initiativen der EU und multilateraler Institutionen unterstützt werden. Ein Realitätscheck zu Kuba fördert ein tristes Bild zutage. Zwar gibt es in Havanna seit Oktober 2018 ein Deutsches Büro zur Förderung von Handel und Investitionen. Doch das fehlende Entwicklungshilfeabkommen mit Kuba sei ein grosses Hemmnis, beklagen deutsche Unternehmer auf der Insel. (…).
Granma, 21.5.2020.
Granma > Deutschland. Zusammenarbeit. Granma, 2020-05-21.
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15.05.2020 Deutschland
DGB
Frauen

Kinderbetreuung
Volltext
Kein Zurück zum „Heimchen am Herd". Corona-Krise als Belastung für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, kümmern sich meist die Frauen um die Kinder oder zu pflegende Angehörige. Die Politik muss jetzt dringend gegensteuern, damit sich alte Rollenmuster nicht wieder verfestigen. Hans-Böckler-Stiftung: Erwerbstätige Mütter tragen Hauptlast zusätzlicher Sorgearbeit in Corona-Zeiten Die Coronakrise stellt eine enorme Belastung dar für das Gesundheitswesen, die Volkswirtschaft, den Sozialstaat – und für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung warnt vor langfristigen Nachteilen. "Die Politik muss jetzt dringend gegensteuern, damit sich alte Rollenmuster nicht wieder verfestigen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, kümmern sich meist die Frauen um die Kinder oder zu pflegende Angehörige", sagt DGB-Vize Elke Hannack. "Es kommt jetzt auf die staatlichen Hilfen für alle Eltern an, die in der Corona-Krise wegen der Kinder nicht arbeiten können. Diese Hilfen müssen dringend verlängert und verbessert werden, indem sie von jetzt 67 auf 80 Prozent vom Nettogehalt aufgestockt werden. Solche Hilfen ermöglichen auch, die Betreuung der Kinder partnerschaftlich zwischen Frauen und Männern aufzuteilen." (…).
DGB, 15.5.2020.
DGB > Frauenarbeit. Kinderbetreuung. DGB, 2020-05-15.
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13.05.2020 Deutschland
Neues Deutschland

Coronaleugner
Coronavirus
Volltext
Antifa-Protest gegen Coronaleugner. Bündnis ruft bundesweit zu dezentralen Aktionen auf.
Die bundesweiten Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen der Regierung gewinnen an Fahrt. Auch am vergangenen Wochenende waren in mehreren Städten Tausende auf den Strassen; teilweise kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, Journalisten wurden angegriffen. Immer deutlicher zeigt sich bei den Aufmärschen der Charakter der diversen Sammlungsbewegung: So finden sich auf den Kundgebungen enttäuschte Liberale, Impfgegner und esoterisch anmutende Linke, aber auch knallharte Neonazis, Verschwörungstheoretiker und Antisemiten. Für viele ein Grund zur Beunruhigung. Das antifaschistische Bündnis „Nationalismus ist keine Alternative“ (NIKA) hat nun in einer Erklärung zu dezentralen Aktionen gegen die selbst ernannten „Hygiene-Demos“ aufgerufen. Laut NIKA wehren sich die Demonstranten nur auf den ersten Blick gegen die Aufweichung von Grundrechten. Vielmehr eine sie die antisemitische Vorstellung, dass eine bestimmte Gruppe die weltweite Pandemie steuere und gezielt einsetze. Statt „Corona-Rebellen“ seien sie „nützliche Handlanger für Kapital und Wirtschaftsstandort“ sowie ein „Türöffner für die AfD in neue Milieus“. Kurz: Es handele sich um antimoderne Aufmärsche, die nichts mit Gesellschaftskritik zu tun hätten. Linke sollten diesen »bundesweit auf der Strasse etwas entgegensetzen« und „solidarische Alternativen zu diesem Wahn“ aufzeigen. (…).
Neues Deutschland. 13.5.2020.
Neues Deutschland > Coronavirus. Coronaleugner. ND, 2020-05-13.
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05.05.2020 Deutschland
DGB
Frauen

DGB
Volltext
Vorstand
Anja Piel tritt Amt an der DGB-Spitze an: „Solidarisch handeln – auch nach der Pandemie“. eute begrüsste der DGB-Bundesvorstand sein neues Mitglied, Anja Piel. Damit übernimmt Piel nach ihrer Wahl im März jetzt formal die Amtsgeschäfte für die Themen Arbeitsmarkt, Soziales, Recht sowie Antirassismus und Migration in der DGB-Spitze. Piel folgt auf Annelie Buntenbach, die 14 Jahre lang Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands gewesen ist und das Amt aus Altersgründen niedergelegt hat. Vor ihrem Wechsel zum DGB war Piel Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag. Zu ihrem Dienstantritt sagte sie am Dienstag in Berlin: „Die Welt nach der Corona-Pandemie wird eine andere sein als bisher. Die Krise hat Wirtschaft und Arbeitsmarkt unter enormen Druck gesetzt. Wir müssen uns daher darauf vorbereiten, im Herbst zahlreiche harte Debatten über soziale Fragen zu führen. Dabei ist klar: Das gegebene Versprechen solidarischen Handelns müssen wir einlösen – denn die Krise wird mit den ersten Lockerungen der Verhaltensregeln nicht vorbei sein. Obwohl sich die Bundesregierung nach viel zu langem Zögern dazu durchgerungen hat, das Kurzarbeitergeld zu erhöhen, bleiben soziale Verwerfungen. Das gilt ganz besonders für die Familien, da muss noch etwas passieren. Gleichzeitig müssen wir die Weiterbildung ausbauen, damit sich die zu erwartende Arbeitslosigkeit nicht verfestigt. Mit einem breiten Investitionsprogramm für die öffentliche Infrastruktur müssen wir die Konjunktur stützen, denn der Umbau unserer Wirtschaft für eine sozial-ökologische Zukunft wartet nicht. (…).
DGB, 6.5.2020.
DGB > Vorstand DGB. Anja Piel. DGB, 2020-05-05.
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04.05.2020 Deutschland
Junge Welt
Lufthansa

Lufthansa
Vermögen
Volltext
Airline in der Krise. Staatsknete für lau. Lufthansa will Kontrolle über den Konzern unter allen Umständen behalten. Kritiker fordern Verstaatlichung. Wenn es sein muss, kann die Notbremse gezogen werden. Es muss nicht alles dem freien Spiel des Marktes überlassen werden. Regierung und Parlament können eingreifen und in der Coronakrise notfalls auch der Wirtschaft Knüppel zwischen die Beine werfen. Das geht nicht nur im wohlorganisierten China oder in Südkorea, sondern sogar hierzulande. Zwar hatte der Bundesgesundheitsminister trotz detaillierter Warnungen aus dem Jahre 2013 keinerlei Vorsorgemassnahmen getroffen. Auch scheint keiner vorher die Notfallpläne gelesen zu haben. Aber immerhin stand zumindest anfangs außer Frage, dass die Regierung eingreifen und das Wohl der Bürger Vorrang vor dem Funktionieren der Profitmaschine haben muss. Nun also doch. Seit Wochen mahnen Umweltschützer, Klimawissenschaftler und Fridays-For-Future-Aktivisten, in der Wirtschaftskrise nicht einfach den alten, für die Klimakrise verantwortlichen Industriezweigen Geld hinterherzuwerfen. Jetzt scheint die Berliner Koalition genau das vorzuhaben. Wie viel die Autoindustrie bekommen wird, soll in dieser Woche auf einem „Autogipfe“ beraten werden, und bei der Lufthansa zeichnet sich schon eine Einigung ab. Zuvor hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr laut Spiegel hoch gepokert. Lieber wolle er eine Insolvenz anmelden, als der Bundesregierung die Kontrolle des Konzerns zu überlassen. Wie es aussieht, hat sich das Wirtschaftsministerium von den Drohungen beeindrucken lassen.(…).
Junge Welt, 4.5.2020.
Junge Welt > Lufthansa. Vermoegen. Junge Welt, 2020-05-04.
Ganzer Text
02.05.2020 Deutschland
Armut
Junge Welt

Armut
Coronavirus
Volltext
Arme sterben früher. Pflege am Limit. Der Kampf um das Gesundheitswesen. Teil 6: Gesundheitliche Risiken resultieren oft aus sozioökonomischer Ungleichheit. Die aus dem Industriekapitalismus des 19. Jahrhunderts bekannten Extremformen der gesundheitlichen Ungleichheit haben sich keineswegs verflüchtigt. Vielmehr treffen manche Krankheiten die Mitglieder der einzelnen Klassen und Schichten sowohl in unterschiedlicher Häufigkeit wie auch in unterschiedlicher Schwere. Noch immer gilt, dass eher stirbt, wer arm ist. Auch relative Armut, also die Unterversorgung mit Konsumgütern des täglichen Bedarfs, der Mangel an gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten und Erfahrungen sozialer Ausgrenzung in einem reichen Land wie der Bundesrepublik, bringt höhere Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken mit sich. Wirtschafts- und Finanzkrisen, aber auch soziale Demontagen wie die „Hartz“-Gesetze verursachen neben materiellen Einschränkungen gesundheitliche und psychosoziale Schäden. Leistungskürzungen für Bedürftige, die meist »Sparprogramme« heissen, obwohl man die Lasten nur umverteilt und den Finanzschwächsten aufbürdet, gefährden deren Gesundheit. Zukunfts- und Angstzustände sowie Stimmungsschwankungen beeinträchtigen das Wohlergehen der Betroffenen, ihrer Lebenspartner und Familien. Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen sind für Mitglieder von „Hartz-IV-Haushalte“ an der Tagesordnung, wie es unter ihnen auch vermehrt zu chronischen Krankheiten wie Asthma und einem höheren Risiko hinsichtlich Problemschwangerschaften und Säuglingssterblichkeit kommt. (…).
Junge Welt, 2.5.2020.
Junge Welt > Armut. Coronavirus. Junge Welt, 2020-05-02.
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30.04.2020 Deutschland
1. Mai
Junge Welt

1. Mai
Volltext
Ob daheim oder draussen – Solidarisch kämpfen. 130 Jahre Erster Mai: Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse. Mehr als nur ein symbolisches Datum: Am 1. Mai protestieren weltweit Arbeiterinnen und Arbeiter gegen Ausbeutung und Unterdrückung – Illustration aus dem Jahr 1907 (JW-Montage). Kurzarbeit für Hunderttausende Malocher in den Betrieben und Werkshallen, Zwölfstundentage für Lohnabhängige im Gesundheitswesen und Lebensmittelhandel. Staat und Kapital machen sich die -Coronakrise zunutze und sind zum Angriff übergegangen. Belegschaften und Gewerkschaften müssen dagegenhalten. Einige tun es auch – trotz Corona. Wie in Sonthofen im Oberallgäu. 500 Metallerinnen und Metaller kämpfen um den Erhalt ihres Werks beim traditionsreichen Maschinenbauer Voith. Seit einer Woche mit einem unbefristeten Streik. Damit knüpfen die Streikenden an eine 130jährige proletarische Tradition an – nahtlos. Rückblende: Brüssel, 1891, vom 16. bis 23. August kamen Delegierte zum Internationalen Arbeiterkongress der Zweiten Internationale zusammen. Die war sechs Jahre nach Marx’ Tod (1883) am 20. Juli 1889 in Paris gegründet worden, 100 Jahre nach Beginn der Französischen Revolution. Einer von elf zentralen Tagesordnungspunkten in Brüssel war die Frage nach einem praktischen Ausdruck für das symbolträchtige Datum. »Der 1. Mai ist ein gemeinsamer Festtag der Arbeiter aller Länder, an dem die Arbeiter die Gemeinsamkeit ihrer Forderungen und ihre Solidarität bekunden sollen.« So steht es in dem Brüsseler Beschluss. (…).
Junge Welt, 30.4.2020.
Junge Welt > 1, Mai. Junge Welt, 2020-04-30.
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17.04.2020 Deutschland
Bejing Rundschau

Coronavirus
Volltext
„Es ist schon einige Zeit her, dass ich zuletzt vor die Tür gegangen bin“. Die COVID-19-Pandemie breitet sich weiterhin in der ganzen Welt aus, wobei die Zahl der bestätigten Fälle inzwischen die Zwei-Millionen-Marke überschritten hat. In ganz Europa ist der Kampf gegen die Epidemie gerade in die schwierigste Phase eingetreten. Offiziellen Angaben der chinesischen Botschaft in Deutschland zufolge gibt es derzeit rund 200‘000 Auslandschinesen, Studenten und Mitarbeiter chinesischer Unternehmen in Deutschland. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Veränderungen sie derzeit in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit erleben – welche Sorgen und Erwartungen haben sie? „Die Arbeit steht still, doch der Geist nicht“. „Es ist schon einige Zeit her, dass ich zuletzt vor die Tür gegangen bin. Ich weiss noch nicht einmal, wie das Wetter drassßen ist“, scherzt Du Xiang, der in Düsseldorf arbeitet und seit dem COVID-19-Ausbruch sein Haus ohne besonderen Grund kaum verlassen hat. Du Xiang ist Geschäftsführer der deutschen Repräsentanz eines von China finanzierten Unternehmens. Die aktuelle Seuchenlage hat das Unternehmen fast vollständig gelähmt. Konzentriert auf Maschinenbau besteht das Geschäft des Unternehmens vor allem darin, Stahlkastenträger, Schildmaschinen und Eisenbahnweichen nach Europa zu exportieren. Du Xiangs Aufgabe ist es, Ausschreibungsinformationen mit Deutschland als Fokus zu sammeln und sich auf die Ausschreibungen von Unternehmen in ganz Europa vorzubereiten. (…).
Bejing Rundschau, 17.4.2020.
Bejing Rundschau > Deutschland. Coronavirus. Bejing Rundschau, 2020-04-17.
Ganzer Text
08.04.2020 Deutschland
Armut
Junge Welt

Armut
Coronavirus
Volltext
Armut in der BRD: Für viele wird es eng. Landesarmutskonferenz: Preissteigerungen bei Lebensmitteln belasten einkommensschwache Haushalte sehr. Zahlreiche „Tafeln“ haben geschlossen. Kneipe „Elbschlosskeller“: Aus der Schankwirtschaft wurde coronabedingt eine Sammelbörse für Kleidung und Lebensmittel für Wohnungslose und Bedürftige (Hamburg, 24.3.2020). Güter und Dienstleistungen werden in Deutschland nur moderat teurer. Die Inflationsrate betrug laut Statistischem Bundesamt im März 2020 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2020 stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent, so das Bundesamt am vergangenen Donnerstag in einer Pressemitteilung. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit, handelt es sich bei diesen Angaben doch um Durchschnittswerte. Zwar hat etwa der Ölpreisverfall für niedrige Benzinkosten gesorgt, dafür haben sich die Preise für Nahrungsmittel im März um stolze 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen, ein Zusammenschluss von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen, warnte nun vor den Konsequenzen für Arme bei einer Verteuerung von Lebensmitteln, speziell Obst und Gemüse, als Folge der Coronakrise. „Wenn aufgrund von Lieferengpässen oder Arbeitskräftemangel Lebensmittel wie Obst und
Junge Welt, 8.4.2020.
Junge Welt > Coronavirus. Armut. Junge Welt, 2020-04-08.
Ganzer Text
31.03.2020 Deutschland
DGB

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Ohne Absturz durch die Krise – Kurzarbeitergeld jetzt anheben. Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied: „Rund 470‘000 Betriebe in Deutschland haben vorübergehend Kurzarbeit angezeigt – das ist eine immens hohe Zahl, die zeigt, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Erschrecken sollte uns die Zahl aber nicht: Kurzarbeit ist ein Mittel, um Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu halten. Wer jetzt Kurzarbeit beantragt, setzt darauf, dass es nach der Krise weitergeht, deshalb ist es gut, dass das Instrument genutzt wird. Gut ist in dieser Situation auch, dass die Bundesagentur ihre Kapazitäten so schnell hochzieht, um den Andrang gut und effektiv bewältigen zu können. Aber nicht nur die Betriebe, auch die Beschäftigten sollen ohne Absturz durch die Krise kommen. Deshalb müssen sich Arbeitgeber und Bundesregierung jetzt endlich bewegen und das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent anheben. Denn für viele tausend Beschäftigte, die nicht unter dem Schutz von aufstockenden Tarifverträgen stehen, bedeutet Kurzarbeit, mit 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres bisherigen Nettolohns auszukommen, wobei nicht einmal die sonst gezahlten Zuschläge mit einberechnet werden. Bei den wenigsten Familien reicht das zum Leben und für die Miete. Wer als alleinstehender Beschäftigter vor der Krise nicht mindestens 2‘750 Euro brutto pro Monat verdient hat, hat bei Kurzarbeit null – also einem Arbeitsausfall von 100 Prozent –einen Anspruch auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen. (…).
DGB, 31.3.2020.
DGB > Coronavirus. Kurzarbeit. DGB, 2020-03-31.
Ganzer Text
31.03.2020 Deutschland
DGB

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Corona-Virus / Covid-19. Ohne Absturz durch die Krise – Kurzarbeitergeld jetzt anheben. Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied: „Rund 470‘000 Betriebe in Deutschland haben vorübergehend Kurzarbeit angezeigt – das ist eine immens hohe Zahl, die zeigt, wie gross die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Erschrecken sollte uns die Zahl aber nicht: Kurzarbeit ist ein Mittel, um Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu halten. Wer jetzt Kurzarbeit beantragt, setzt darauf, dass es nach der Krise weitergeht, deshalb ist es gut, dass das Instrument genutzt wird. Gut ist in dieser Situation auch, dass die Bundesagentur ihre Kapazitäten so schnell hochzieht, um den Andrang gut und effektiv bewältigen zu können. Aber nicht nur die Betriebe, auch die Beschäftigten sollen ohne Absturz durch die Krise kommen. Deshalb müssen sich Arbeitgeber und Bundesregierung jetzt endlich bewegen und das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent anheben. Denn für viele tausend Beschäftigte, die nicht unter dem Schutz von aufstockenden Tarifverträgen stehen, bedeutet Kurzarbeit, mit 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres bisherigen Nettolohns auszukommen, wobei nicht einmal die sonst gezahlten Zuschläge mit einberechnet werden. (…).
DGB, 31.3.2020.
DGB > Coronavirus. Kurzarbeit. Entschaedigung. DGB, 2020-03-31.
Ganzer Text
28.03.2020 Deutschland
DFGB

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Gewerkschaften machen Druck für höheres Kurzarbeitergeld. Viele Beschäftigte werden von 60% Kurzarbeitergeld nicht über die Runden kommen. Das gilt vor allem für Niedrigverdienerinnen und Niedrigverdiener. Über Tarifverträge haben Gewerkschaften bereits in mehreren Branchen ein deutlich höheres Kurzarbeitergeld durchgesetzt. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann fordert jetzt im SPIEGEL von der Bundesregierung: in Unternehmen ohne Tarifbindung mindestens 80% für die Beschäftigten ermöglichen. Arbeitgeber müssten jetzt mit den Gewerkschaften schnellstmöglich Aufstockungen des Kurzarbeitergelds über Tarifverträge ausverhandeln. Ansonsten sei die Politik gefragt: „Die Bundesregierung fordere ich auf, für Unternehmen ohne Tarifbindung eine Mindestsicherung von 80 Prozent zu ermöglichen und die Rechtsverordnung entsprechend zu korrigieren", sagte Hoffmann dem SPIEGEL. 100% Entlastung für Arbeitgeber - und nichts kommt bei den Beschäftigten an? In der aktuellen Situation bekommen Unternehmen bei Kurzarbeit ihrer Mitarbeiter die Sozialabgaben zu 100% erstattet. Von dieser vollen Erstattung geht aber nichts an die Beschäftigten.““Normalerweise müssen sie [die Arbeitgeber] auch für Kurzarbeiter die Sozialbeiträge weiter zahlen - sowohl die eigenen als auch die der Arbeitnehmer", erläutert der SPIEGEL. „Nun bekommen sie diese vollständig erstattet, so hat es die Bundesregierung per Rechtsverordnung festgelegt. (…)
DGB, 28.3.2020.
DGB > Kurzarbeit. Coronavirus. DGB, 2020-03-28.
Ganzer Terxt
06.03.2020 Deutschland
DGB
Wirtschaft

Coronavirus
Volltext
Wirtschaft
Corona und die Folgen: Jetzt Investitionsoffensive starten. Die Corana-Krise hat Auswirkungen auf die Wirtschaft, viele Jobs sind in Gefahr. „Es ist höchste Zeit, die Investitionen massiv hochzufahren“, sagt DGB-Vorstand Stefan Körzell. Weil viel zu lange viel zu viel gespart wurde, sind auch Gesundheitsämter, die für die Koordinierung von Infektionsschutz- und Quarantänemaßnahmen zuständig sind, oft chronisch unterbesetzt. Aufgrund der weltweiten Corana-Epidemie kriselt es in vielen Branchen und Unternehmen. Um die Folgen abzufangen, muss die Bundesregierung schnell handeln, sagt DGB-Vorstand Stefan Körzell: Gerade angesichts der sich abzeichnenden Corona-Folgen für die Wirtschaft ist es jetzt höchste Zeit, die Investitionen massiv hochzufahren. Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich mit Vertretern von Ländern, Kommunen und Sozialpartnern zusammenkommen, um eine koordinierte Investitionsoffensive zu starten. Nur so kann das Geld gezielt dort eingesetzt werden, wo es gebraucht wird. Der Investitionsbedarf ist enorm. Jahrzehntelang wurde zu wenig in Bildung, Krankenhäuser, Verkehrswege und in den Breitbandausbau investiert. Überdies wurde zu viel im öffentlichen Dienst gespart, weshalb heute oft Personal in den Planungs- und Genehmigungsbehörden vor Ort fehlt. Auch die Gesundheitsämter, die für Koordinierung von Infektionsschutz- und Quarantänemassnahmen zuständig sind, sind vielerorts chronisch unterbesetzt. (…).
DGB, 6.3.2020.
DGB > Coronavirus. Wirtschaft. DGB, 2020-03-06.
Ganzer Text
05.03.2020 Deutschland
Frauentag
Personen
Christoph Schlatter
8. März
Gründung
Volltext
Alles Gute für Mutti oder: Wie der 8. März in Berlin zu einem Feiertag wurde. Seit vergangenem Jahr ist der 8. März in Berlin als einzigem Bundesland ein regulärer arbeitsfreier Feiertag. Das Datum war allerdings bestritten. In Baden-Württemberg und im Saarland gibt es 12 gesetzliche Feiertage (zu den handelsüblichen kommen Dreikönigstag, Fronleichnam und Allerheiligen). In den meisten (nämlich den katholischen) Gemeinden Bayerns sind es sogar 13, weil auch an Mariä Himmelfahrt frei ist. Noch einen drauf setzt Augsburg, das alljährlich am 8. August des Westfälischen Friedens gedenkt. Der evangelische Norden Deutschlands liegt punkto Feiertage zurück; immerhin gibt es dort seit einiger Zeit den sogenannten Reformationstag am 31. Oktober. Thüringen begeht zusätzlich den Weltkindertag, Sachsen kennt einen Extra-Buss- und Bettag. Und Berlin? Auf schlappe 9 Feiertage brachte man es in der Bundeshauptstadt bis und mit 2018. „Nicht herbeigesehnt“. Der Wille, das zu ändern, bestand länger schon, auch wenn der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), angab, die Debatte über einen zusätzlichen Feiertag „nicht herbeigesehnt“ zu haben. Wirtschaftsverbände stellten sich sofort gegen das Vorhaben; die Industrie- und Handelskammer sprach von einem „ökonomischen Eigentor“ und berechnete die Einbusse im jährlichen Bruttoinlandprodukt Berlins mit 0,3 Prozent. Auch über das Datum und den zu feiernden Anlass entstand Streit. Die evangelische Kirche plädierte für den Reformationstag, der in den umliegenden Bundesländern begangen wird und der sogar in der DDR bis zur Einführung(…).  Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.3.2020.
Personen > Schlatter Christoph. 8. März. Deutschland. VPOD-Magazin, 2020-03-01
Ganzer Tag
19.02.2020 Deutschland
DFGB

Gewalt
Initiative
Volltext
DGB-Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“. Zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Bereich - mehr Prävention und Investitionen notwendig! Der DGB fordert: Innenministerien sollen Daten zu Übergriffen umfassend erheben. Mehr Investitionen in Personal und Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. DGB startet Initiative gegen Gewalt. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten im öffentlichen Sektor (67 Prozent) wurde in den letzten zwei Jahren während der Arbeit beleidigt, beschimpft, bedroht oder angegriffen. 57 Prozent der Befragten gaben an, die Gewalt habe zugenommen. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie, die der DGB heute in Berlin vorgestellt hat. Die jahrelangen Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand haben dabei offenbar großen Einfluss auf das gestiegene Risikoempfinden: Personalmangel, dürftige Ausstattung, schlechte Services und ein hoher Bürokratieaufwand werden häufig als Auslöser für Aggressionen bei Bürgerinnen und Bürgerinnen erachtet. 86,2 Prozent der Befragten sagen, an ihnen werde der Frust am Staat ausgelebt. Fast alle Betroffenen (92 Prozent) vermissen den gesellschaftlichen Respekt gegenüber anderen Menschen und gegenüber Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft. (…).
DGB, 19.2.2020.
DGB > Gewalt. Initiative. DGB, 2020-02-19.
Ganzer Text
11.02.2020 Deutschland
DGB

Antifaschismus
Resolution
Volltext
Resolution des DGB-Bundesvorstands anlässlich der Regierungsbildung in Thüringen. Der r DGB-Bundesvorstand hat eine Resolution anlässlich der Regierungsbildung in Thüringen verabschiedet. Die demokratischen Parteien müssten jetzt klare Kante zeigen, heisst es darin: "Sie müssen die eigenen Reihen gegen die AfD geschlossen halten." Thüringen und Deutschland stünden vor grossen Herausforderungen, die die Politik endlich angehen muss. Angesichts dessen "können es sich die demokratischen Kräfte in Deutschland nicht leisten, den Faschisten auf den Leim zu gehen und sich so politisch selbst zu blockieren". Die Resolution im Wortlaut: Den demokratischen Grundkonsens verteidigen – gegen die Faschisten und ihre Wegbereiter! Der Tabubruch bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen markiert für uns Gewerkschaften einen Tiefpunkt in der demokratischen Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Die von dem Faschisten Höcke angeführte AfD in Thüringen führt die demokratischen Parteien vor und zielt darauf, demokratische Institutionen zu diskreditieren. Dem stellen wir uns entgegen. Wir Gewerkschaften und alle Demokratinnen und Demokraten in unserem Land sind gefordert, klar Position zu beziehen. (…)..
DGB, 11.2.2020.
DGB > Antifaschismus. Resolution. DGB, 2020-02-11.
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16.12.2019 Deutschland
Syndicom
T-Systems Schweiz

GAV
T-Systems Schweiz
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T-Systems Schweiz neu mit Gesamtarbeitsvertrag. Die Gewerkschaft Syndicom hat mit dem Digitaldienstleister T-Systems Schweiz, einem Tochterunternehmen der Deutschen T-Systems, einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgeschlossen. Dieser GAV tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Mit dem Abschluss des Vertragswerks bekennt sich T-Systems Schweiz zur Sozialpartnerschaft und nimmt als eines der führenden IT-Unternehmen in der Schweiz seine soziale Verantwortung wahr. Keine Branche wandelt sich so rasant wie die IT-Branche. Innovation bedarf jedoch passender Arbeitsumgebungen und Arbeitsbedingungen. Umso wichtiger sind daher gute Gesamtarbeitsverträge wie jener bei T-Systems, damit auch die Mitarbeitenden von den positiven Aspekten der technologischen Transformation profitieren können. Hans-Jürg Schürch, HR-Chef und Mitglied der Geschäftsleitung bei T-Systems Schweiz unterstreicht: „Mit dem Abschluss des Gesamtarbeitsvertrags wollen wir vor allem auch unsere Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden zum Ausdruck bringen. Sie sind das Herzstück des Unternehmens und können jederzeit innerhalb des harten Wettbewerbes den Unterschied ausmachen“. Neue Möglichkeiten mit GAV. Mit dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) stärkt T-Systems Schweiz das partnerschaftliche Miteinander und die Weiterentwicklung der Anforderungen der Arbeitswelt von morgen. „Der GAV ermöglicht den Mitarbeitenden, auch in der Schweiz tatsächlich mitzubestimmen und ihre Arbeitsbedingungen mitzugestalten“, betont Giorgio Pardini, Leiter Sektor ICT und Mitglied der  (…).
Syndicom, 16.12.2019.
Syndicom > T-Systems Schweiz. GAV. Syndicom, 2019-12-16.
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01.11.2019 Deutschland
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Betriebsräte
Velokurier
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Soziologe Heiner Heiland hat die Essenskurier-Szene erforscht. „In Köln und Hamburg gibt’s jetzt Kurier-Betriebsräte“. Sie sind immer alleine unterwegs und doch gut vernetzt: Essenskuriere. Der Soziologe Heiner Heiland hat ihre Jobs in mehreren deutschen Städten untersucht.Work: Heiner Heiland, viele Essenskurierinnen und -kuriere haben eine Matur oder gar studiert. Wie erklären Sie sich das? Heiner Heiland: Viele arbeiten nicht Vollzeit. Die Kurierfahrten sind nur ein finanzielles Standbein – wenn auch ein prekäres. Sie sind eigentlich Musikerinnen oder Tänzer, verdienen dort aber noch weniger. Oder sie sind Studierende. Ist das durchgehend so? Nein, die soziale Zusammensetzung der sogenannten Rider unterscheidet sich von Stadt zu Stadt. In Berlin sind es viele aus Italien oder Spanien, und die sind meistens gut ausgebildet. Sie sind im Zuge der Eurokrise nach Deutschland gekommen, konnten aber nicht gut Deutsch. Und das ist ein Job, den sie machen können. Es scheint sich aber zu wandeln. Mehr und mehr Leute kommen etwa aus Bangladesh oder Pakistan, also den klassischen Einwanderungsländern für Niedriglohn-Jobs. In Frankfurt hatten diese Fahrerinnen und Fahrer dann auch ihre eigenen Chatgruppen, um sich auszutauschen. Hat Sie das überrascht? Ja, sehr. Auch die Gewerkschaften gingen lange davon aus, dass die Branche schwer zu organisieren sei, weil die Mitarbeitenden ja immer alleine unterwegs seien. Tatsächlich hatten aber 61 Prozent der Befragten häufig oder sehr häufig Kontakt zu (…).
Christian Egg.
Work online, 1.11.2019.
Personen > Egg Christian. Velokuriiere. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-11-01.
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16.08.2019 Deutschland
Löhne
Personen
Work
Andreas Rieger
Lohnerhöhungen
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Deutschland: Löhne rauf! „Spektakulär“. So titelte der Deutschlandfunk den Lohnabschluss für den öffentlichen Dienst: Um mehr als drei Prozent steigen die gesamtarbeitsvertraglichen Bruttolöhne in Deutschland in diesem und auch im nächsten Jahr für rund eine Million Mitarbeitende der Bundesländer. Einen richtigen Sprung nach oben machen die Löhne der Beschäftigten in der Krankenpflege. Ihre Arbeit wird endlich aufgewertet – sie erhalten pro Monat 400 bis 700 Euro mehr Lohn! „Das ist der beste Abschluss für die Länder seit Jahren“, bilanziert der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. Diese Lohnerhöhung ist kein Einzelfall in Deutschland. Auch in der Industrie und den privaten Dienstleistungen gibt es sehr gute Abschlüsse. Laut der neusten Statistik steigen die kollektivvertraglich ausgehandelten Löhne seit sechs Jahren um durchschnittlich 1,5 Prozent. Real, nach Abzug der Teuerung. Das war nur möglich mit den Streiks, wie sie die Mitarbeitenden in Kitas und Pflegeheimen, in der Maschinenindustrie oder im Detailhandel führten. Welch ein Unterschied zur düsteren Ära unter Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) ab 2001. Da dumpte Deutschland halb Europa. Die Reallöhne sanken. Nicht so sehr im Bereich der Kollektivverträge, sondern vor allem im prekären Tieflohnsektor, der immer grösser wurde. Dieses Problem ist in Deutschland bis heute nicht gelöst. Der gesetzliche Mindestlohn ist mit 9,19 Euro pro Stunde viel zu tief. Hier gehen nun die Gewerkschaft Verdi, die SPD und die Grünen in die Offensive und verlangen 12 Euro. (…). Andreas Rieger.
Work online,16.8.2019.
Personen > Rieger Andreas. Loehne. Deutschland. Work online, 2019-08-16.
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01.02.2019 Deutschland
Die Linke
Personen
Work
Michael Stötzel
Nachruf
Todesfall
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Deutschlands kämpferischste Putzfrau Susanne Neumann ist tot. „Das ist die verdammte Ungerechtigkeit“. Sie wirbelte jahrzehntelang mächtig Staub auf: „Putze“ und Gewerkschafterin Susanne Neumann. Nun hat sie den Kampf gegen den Krebs verloren. Der Linken wird sie fehlen. Vor gut zwei Jahren schien Susanne Neumann im Gespräch mit Work zuvesichtlich. Und machte eine für sie typische Bemerkung zu ihrer Krankheit: „Der Krebs ist männlich, und von einem Mann habe ich mir noch nie was sagen lassen» Am 13.Januar ist sie verstummt. Mit 59 Jahren. In ihren letzten Wochen hat die „Putze“, wie sie sich selbst bezeichnete, noch aufgeräumt: Sie trat Anfang Dezember aus der SPD aus. Diese Partei der „Schlipsträger“ habe ihr «von Anfang an nicht so recht gepasst“, sagte sie in einem Interview. Vergebens hatte sie wohl gehofft, mitzuhelfen, dass die Sozialdemokratie sich auf ihre Wurzeln besinne. Dass die Partei versuchen würde, die Arbeitsmarktreformen des SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der „die eigenen Leute verraten“ habe, zurückzudrehen. Und wenn das nicht gelinge, dass sie zumindest die Grosse Koalition mit der CDU aufkündigen würde. Nach ihrem Tod schrieben praktisch alle deutschen Zeitungen noch einmal über sie. Und noch einmal kamen ihre Themen zur Sprache. Die 16 Millionen, die von Armut bedroht sind, weil sie nur befristete Arbeitsverträge haben oder als Leiharbeitende mit Tiefstlöhnen abgespeist werden. Die Missachtung der Putzfrauen, auf die alle herabschauen. Neumann hatte das vor ihrer Erkrankung 38 Jahre lang selbst erlebt. Minister „Schweinepriester“. (…). Michael Stötzel.
Work, 1.2.2019.
Personen > Stoetzel Michael. Die Linke. Todesfall. Work, 2019-02-01.
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