Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
08.11.1994 Schweiz
GBI Schweiz
Personen
Verena Bücher
Rentenalter
Volltext
Gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters. GBI-Rentnerlnnen eröffnen Referendumskampf. Die GBI-Rentnerlnnen wollen sich aktiv am Referendumskampf gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters beteiligen. An der nationalen Vorstandssitzung der Interessengruppe Rentnerinnen wurden die Vorbereitungen getroffen. Als Referentin eingeladen war Alt-Ständerätin Esther Bührer. „Unser Transparent war bereits am 1. Juni auf dem Bundesplatz. Nach Bern gingen wir GBI-Rentnerlnnen aus einem einzigen Grund, nämlich um gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters zu demonstrieren.“ Mit diesen Worten machte der Präsident der Interessengruppe der Rentnerinnen. Otto Wälti, klar. dass die GBI-Rentnerlnnen bei der kommenden Unterschriftensammlung und im Abstimmungskampf im nächsten Frühsommer nicht abseits stehen wollen. Die Kampagne gegen die Erhöhung des Rentenalters wurde denn auch als Schwerpunkt in das Jahresprogramm 95 der Gruppe eingeplant. Die Sektionen werden aufgefordert, in ihren Reihen die Seniorinnen zur Unterschriftensammlung zu animieren und aufzubieten. Bestärkt in ihrer Haltung wurden die anwesenden Kollegen durch das engagierte Referat von Esther Bührer. Sie meinte einleitend, sie sei froh, dass in der verworrenen Lage der Standpunkt der Gewerkschaften - im Gegensatz zu den Diskussionen in der SPS - nie zu einer Zitterpartie geworden sei. Es kommt natürlich darauf an, wie man die beiden Teile der AHV-Revision gewichtet, meinte Esther Bührer weiter: „dass eine Vreni (...). .
Neue Gewerkschaft, 8.11.1994.
Personen > Buecher Verena. Rentenalter. GBI-Rentner. Neue Gewerkschaft, 1994-11-08.
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26.01.1996 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Ewald Ackermann
Margrit Meier
Frauenkongress
Interview
Volltext
Der 5. Schweizerische Frauenkongress aus Gewerkschaftssicht. Beruf und Familie müssen vereinbar sein. Der 5. Schweizerische Frauenkongress vom 19. bis 21. Januar sprach sich mit überraschender Einigkeit nicht nur für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für Gewaltfreiheit und neue Lebens- und Arbeitsformen aus. Verlangt wurde auch ein sozialer Staat, eine weltoffene Schweiz. Wir wollten von Margrit Meier, Co-Präsidentin des Kongresses und SGB-Sekretärin, vor allem wissen, welche Forderungen des Kongresses die Realpolitik der nächsten Jahre bestimmen werden. Mann staunt: Der Frauenkongress hat quasi oppositionslos die 30-Stunden-Woche, das Quotenprinzip in der Politik, ein AHV-Alter 62 ohne Rentenkürzungen, die baldige Einführung der Mutterschaftsversicherung und den EU- und den UNO-Beitritt auch beschlossen. War der Kongress nur ein unverbindliches Happening? Für mich zeigt dieser Grad an Übereinstimmung vor allem an, dass die Frauen die gleichen Visionen haben. Wir dürfen uns aber keine Illusionen machen: Wenn es in der konkreten Politik an die Umsetzung dieser Postulate geht, können Unterschiede in den diversen Frauengruppen wieder aufbrechen. Das ist auch richtig so. Man darf von den Frauen nicht erwarten, dass sie in einer pluralistischen Welt überall einig sind. In der Umsetzung soll es verschiedene Meinungen geben, die Umsetzung gilt aber denselben Visionen. Welche Postulate könnten in den nächsten zehn Jahren in der Realpolitik direkte Folgen zeigen? (…). Ewald Ackermann. Interview.
Der öffentliche Dienst, 26.1.1996.
Personen > Meier Margrit. Frauenkongress. Interview. OeD, 1996-01-26.
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08.03.1996
SGB

Mutterschaftsversicherung
Volltext
SGB zur Mutterschaftsversicherung. Mehrheitsfähige Lösung suchen. Der Vorstand des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB unterstützt grundsätzlich das neue Modell der Mutterschaftsversicherung des überparteilichen Frauenkomitees der Bundesratsparteien. Er begrüsst diesen Kompromissvorschlag als Schritt auf der Suche nach einer mehrheitsfähigen Lösung. Er erachtet dieses Modell allerdings als ein absolutes Minimum, das in einigen Punkten noch zu verbessern ist. Positiv hervorzuheben ist insbesondere, dass die Erwerbsausfallsentschädigung an erwerbstätige Frauen 100 Prozent betragen soll und dass Frauen mit einem sehr niedrigen Erwerbseinkommen auf jeden Fall eine Entschädigung in der Höhe der AHV-Mindestrente erhalten sollen. Die Plafonierung auf den maximalen AHV-bildenden Lohn (69‘840 Franken) ist jedoch abzulehnen. Stattdessen ist der Plafonds der obligatorischen Unfallversicherung (97‘200 Franken) anzuwenden, wie dies der Bundesrat in seinem Vernehmlassungsentwurf vorgeschlagen hatte; diese Änderung würde nur 11 Millionen Franken Mehrkosten verursachen. Schliesslich müsste das Modell auch den Bedürfnissen der teilzeiterwerbstätigen Frauen Rechnung tragen. Dies kann am einfachsten erreicht werden, indem die einheitliche Mutterschaftsleistung für die Nichterwerbstätigen (viermaI 970 Franken), zusätzlich zur Erwerbsausfallsentschädigung, auch an erwerbstätige Frauen ausbezahlt wird.
Der öffentliche Dienst, 8.3.1996.
SGB > Mutterschaftsversicherung. OeD, 1996-03-08.
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25.02.1997 Schweiz
GBI Schweiz
Neue Gewerkschaft

Bauarbeiter
Frauen
GBI Schweiz
Volltext
GBI-Frauenkommission. Solidarisch mit Bau-Kollegen. Die Umverteilung der bezahlten und der unbezahlten Arbeit wird das wichtigste Thema sein, mit der sich die GBI-Frauenkommission 1997 befassen wird. Dies hat eine Sitzung von Anfang Februar in Brig festgelegt. Bis Ende März soll dazu eine Broschüre ausgearbeitet werden. Die GBI-Frauen planen für Juni oder September ein Treffen mit der SMUV-Frauenkommission, um mit der beschlossenen engeren Zusammenarbeit vorwärts zu machen. Weiter werden sich die GBI-Frauen bei der Mitgliederwerbekampagne (dazu sind zwei frauenspezifische Kurse geplant) und der Diskussion 'über die Genschutzinitiative ins Zeug legen. In einer Pressemitteilung erklären sich die GBI-Frauen solidarisch mit den Bauarbeitern. Die Erneuerung des Landesmantelvertrags im Baugewerbe werde Auswirkungen auf alle Wirtschaftsbereiche haben. Wenn es den Arbeitgebern in einer Branche mit einem gewerkschaftlichen Organisationsgrad von 70 Prozent gelinge, ihre Abbaugelüste durchzusetzen, biete das einen Freipass zur Deregulierung auch in allen andern Branchen. Die GBI-Frauen werden deshalb ihre Kollegen vom Bau tatkräftig unterstützen. (…).
Die Redaktion.
Neue Gewerkschaft, 25.2.1997.
Neue Gewerkschaft > GBI-Frauenkommission. Bauarbeiter. Neue Gewerkschaft, 1997-02-25.
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12.11.1997 Schweiz
Frauengewerkschaft
Personen
Paula Careca
Frauengewerkschaft
Volltext
Frauen vernetzen sich: Die Frauengewerkschaft Schweiz (2/3). FGS – „female blue collar worker“. Die Frauengewerkschaft Schweiz (FGS) macht branchenunabhängige Politik. Seit bald zehn Jahren engagiert sie sich für die Gleichbehandlung von herkömmlicher Lohnarbeit und nicht entlöhnter Frauenarbeit. Infomaterial-Versand am Dienstagabend im Büro der Frauengewerkschaft Schweiz (FGS). „Jeweils einen weissen und gelben Zettel in die grüne Broschüre, und den Einzahlungsschein nicht vergessen“, weist FGS-Sekretärin Reta Caspar ihre Kollegin an. Auf dem grünen Faltblatt, das an die rund 300 FGS-Mitglieder verschickt wird, steht: „Der typische Gewerkschafter ist männlich, verheiratet und Facharbeiter“, der „male blue collar worker“ eben. Kein Wunder, dass sich viele Frauen in einer traditionellen Gewerkschaft übergangen fühlen, weil ihrer Ansicht nach zu wenig auf frauenspezifische Anliegen eingegangen wird. Kommt dazu, dass sich Gewerkschaften oft „nur“ für Verbesserungen der herkömmlichen Lohnarbeit einsetzen. Nicht entlöhnte Arbeit hingegen - also vor allem Haushalt und Kindererziehung - bleibt dem Bereich der Freizeit zugeordnet. Diese unbefriedigenden Zustände führten dazu, dass sich vor bald zehn Jahren rund 100 Arbeitnehmerinnen, aber auch Selbständigerwerbende im Berner Volkshaus trafen, um über den Sinn einer branchenübergeordneten Frauengewerkschaft zu diskutieren. Gleichentags wurde die FGS offiziell ins Leben gerufen. (…). Paula Carega.
Berner Tagwacht, 12.11.1997.
Personen > Carega Paula. Frauengewerkschaft. TW, 1997-11-12.
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31.03.1998 Schweiz
Frauen
GBI Schweiz
Personen
Angelica Lepori
Frauen
Volltext
Weiterbildung
GBI-Frauen fordern: Schluss mit der Benachteiligung der Frauen bei der beruflichen Weiterbildung. Wer hat, dem wird gegeben. Männer bevorzugt. Dass das so ist, hängt von sehr verschiedenen Faktoren ab. Ein wichtiger ist das Verhalten der Betriebe, in denen Männer und Frauen beschäftigt sind. Diese können die berufliche Weiterbildung von Mitarbeiterinnen gezielt fördern, indem sie Kursbesuche während der Arbeitszeit erlauben, diese bezahlen oder gar selber Kurse anbieten. Michele Spieler zeigte auf, dass Betriebe ihre Beschäftigten höchst unterschiedlich fördern: je nach Bildungsstand, aber auch je nach Geschlecht. So können Arbeitnehmende ohne Berufsausbildung kaum mit betrieblicher Unterstützung rechnen, im Gegensatz zu solchen mit hohem Bildungsstand, in die sich eine „Investition“ aus Arbeitgebersicht eher lohnt. Doch auch hier spielt der „kleine Unterschied“ eine wichtige Rolle: So profitieren im Schnitt vier von zehn erwerbstätigen Akademikern von einer betrieblichen Unterstützung. aber nur drei von zehn Akademikerinnen. „Mit andern Worten: Frauen investieren häufiger ihre Freizeit und ihre privaten Finanzen in die Weiterbildung“, folgert Michèle. Die Landeskonferenz der GBI-Frauen vom 21. März in Fribourg stand ganz im Zeichen der beruflichen Weiterbildung. Mit einer breiten Kampagne wollen die Gewerkschafterinnen darauf aufmerksam machen, dass auch auf diesem Gebiet in Sachen Gleichstellung manches im argen liegt. Wie verhalten sich Frauen in der beruflichen (…). Angelica Lepori.
GBI-Zeitung, 31.3.1998.
Personen > Lepori Angelica. Frauen. Weiterbildung. 1998-03-31.
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24.04.1996 Schweiz
GDP
IG Medien
Personen
Marielena Oppliger
Crowdworker
Telearbeit
Volltext
Erstes Treffen des Frauenvorstandes von IGF und EGF. Neue Arbeitsformen - neue Probleme! Das erste Treffen des Frauenvorstandes der Internationalen Grafischen Föderation (IGF) und der Europäischen Grafischen Föderation (EGF) hat am 29. November 1995 in Dänemark stattgefunden. Die anwesenden Frauen äusserten ihre Besorgnis um das Problem „Teleworking zu Hause“, eine neue Arbeitsform, die vor allem die Frauen in den Industrieländern betrifft und die jeder Kontrolle durch die Gewerkschaften entzogen ist. Dese neue Arbeitsform entwickelt sich in Deutschland und Norwegen. Die ultraliberale Politik, die durch die technischen Fortschritte im Kommunikationsbereich begünstigt wird, hat eine starke Tendenz zur Verschlechterung der Arbeits- und Lohnbedingungen für diejenigen, die dieser Arbeitsform, die ausserhalb jeglicher Kontrolle durch die Gewerkschaften steht, unterworfen sind. Die Vertreterinnen der verschiedenen IGF- und EGF-Mitgliedsgewerkschaften betonten nachdrücklich, dass wir wachsam sein müssten, denn die neue Arbeitsform entwickle sich insbesondere in der grafischen Industrie, im Kommunikations- und im Multimedia-Bereich, wo die neuen computerunterstützten Produktionstechniken die Arbeit zu Hause ermöglichten. Die Befürworter des neuen Arbeitstyps behaupten, er bedeute für die Frauen eine Chance, weil er ihnen bessere Möglichkeiten gebe, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Aus diesem Grund nimmt „Teleworking zu Hause“ vor allem bei den Frauen zu.  (…). Marielena Oppliger.
Helvetische Typographia, 24.4.1996.
Personen > Oppliger Marielena. IGF. Crowdworking. HT, 1996-04-24.
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03.04.1996 Schweiz
Frauen
SMUV-Zeitung

Frauen
Volltext
Weiterbildung
Wirtschaft
Landeskonferenz der SMUV-Frauen. Frauen und Wirtschaft. Am Samstag, den 1. Juni 1996, findet in der SMUV-Zentrale in Bern von 9 bis 16 Uhr die Landeskonferenz der SMUV-Frauen statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Frauen und Wirtschaft“. Der SUV-Kongress vom November 1996 wird seinerseits prioritär das Thema Wirtschaftspolitik behandeln. Aus diesem Grunde hat es sich die Landeskonferenz zum Ziel gesetzt, dieses bis dato hauptsächlich männlich geprägte Thema unter frauenspezifischem Gesichtspunkt zu behandeln und entsprechend vorzubereiten. In unserer von weitverzweigter Umstrukturierung und Deregulierung geprägten Gesellschaft werden Frauen weit mehr als Männer von ausgrenzenden Massnahmen betroffen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund gravierenden Kaufkraftzerfalls und vermehrter Arbeitslosigkeit. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die schweizerische Volkswirtschaft nicht in der Lage oder auch nicht willens ist, Männern und Frauen dieselben Arbeitsbedingungen zuzugestehen. Diese Grundsatzfrage werden wir an der Landeskonferenz eingehend besprechen; desgleichen wird über sämtliche weiteren Kongressanträge der Frauen einvernehmlich zu reden sein. Die Landeskonferenz der SMUV-Frauen ist sämtlichen Sektions- und Regionaldelegierten sowie weiteren interessierten Kolleginnen und Kollegen offen. (…).
SMUV-Zeitung, 3.4.1996.
SMUV Schweiz > Frauen. Wirtschaft. Weiterbildung. SMUV-Zeitung, 1996-04-03.
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06.03.1996 Schweiz
GBH Schweiz
Personen
SMUV Schweiz
Anna Luisa Ferro Mäder
Frauen
Volltext
SMUV- und GBI-Vertreterinnen: Viele Fragen. „Ich bin zufrieden“ Christiane Brunner kann ihre Freude kaum verbergen. Das von den Frauen des SMUV und der GBI kürzlich in Bern gemeinsam gestaltete Seminar ging im besten Einvernehmen über die Bühne. Es waren keine Auseinandersetzungen, keine Rivalitäten zu spüren. Dialog war angesagt beim ersten Treffen von Vertreterinnen der zwei wichtigsten Verbände des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, die zurzeit ein neues Projekt zur Stärkung der Gewerkschaften im Dienstleistungssektor vorbereiten. Ungefähr vierzig Frauen aus der ganzen Schweiz sind dem aussergewöhnlichen Aufruf gefolgt. Zahlreiche Frauen sind aus der Deutsch- und Westschweiz angereist, wo die Gewerkschaft SMUV viele Aktivistinnen hat. Ebenfalls stark vertreten waren ausländische Kolleginnen - aus Italien, Spanien, Deutschland und auch aus Südostasien. Eine vielfältige Versammlung, die von Christiane Brunner, SMUV, und Zita Küng, GBI, geleitet wurde. Die Tagesordnung war auf die Interessen dieser Frauen ideal zugeschnitten: die vorgesehene Gründung einer gemeinsamen Organisation zur Stärkung der Gewerkschaftsverbände im wichtigen Dienstleistungsbereich, in dem die gewerkschaftliche Präsenz ja sehr zu wünschen übrig lässt. (…).
Anna Luisa Ferro Mäder, GBI, Freie Übersetzung: Susanne Hobi, SMUV.
SMUV-Zeitung, 6.3.1996.
Personen > Ferro Maeder Anna Luisa. Frauen. SMUV-Zeitung, 1996-03-06.
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18.10.1995 Schweiz
Frauen
Helvetische Typographia
Bettina Kurz
Frauenkongress
Programm
Volltext
Aufruf zum Schweizerischen Frauenkongress. Frauen, geht hin! Vom 19. bis 21. Januar 1996 findet in Bern der 5. Schweizerische Frauenkongress statt. Zu diesem Grossereignis werden mehr als tausend Frauen erwartet. Traditionellerweise war der Schweizerische Frauenkongress eine Veranstaltung der bürgerlichen Frauenbewegung. Nach dem Eklat rund um den 4. Frauenkongress 1975, zu dem die Neue Frauenbewegung einen Gegenkongress veranstaltete, ist nun für den bevorstehenden 5. Frauenkongress eine breite Trägerschaft gefunden worden, und Gewerkschafterinnen sind aktiv an den Vorbereitungsarbeiten beteiligt. Frauenpolitik der Zukunft. Schon frühere Frauenkongresse hatten konkrete politische Auswirkungen. So ist der Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung auf den Kongress von 1975 zurückzuführen. Auch am 5. Schweizerischen Frauenkongress sollen Schwerpunkte für die Frauenpolitik der Zukunft gelegt werden. Die Teilnahme von Gewerkschafterinnen an einem der achtzig Workshops, an den Diskussionen in den Foren und an den Abstimmungen über die Resolutionen ist deshalb sinnvoll und erwünscht. Neben dem politischen Teil bietet der Kongress ein reiches Frauen-Kultur-Programm und Begegnungsmöglichkeiten (siehe unten). Fotowettbewerb für Frauen. Programm: (…).  Bettina Kurz.
Helvetische Typographia, 18.10.1995.
Personen > Kurz Bettina. Frauenkongress 1996. HT, 1995-10-18.
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01.07.2019 Schaffhausen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Frauenstreik
Volltext
Schaffhausen: Ein politisches Bad im kalten Rhein und bewegende Reden. Hühnerhaut und Rosenblätter. Der Frauenstreik war nicht nur in den Zentren. Stellvertretend für viele mittlere und kleinere Orte ein Bericht aus Schaffhausen: Der vom VPOD-Magazin in die alte Heimat entsandte Redaktor wird mit Rosenblättern beworfen und bekommt Hühnerhaut. Cutis anserina, Dermatospasmus oder Piloerektion ist eine vom vegetativen Nervensystem gesteuerte Kontraktion der Haarbalgmuskeln, die ein Aufrichten der Körperhaare bewirkt. Man kennt die Erscheinung als Gänsehaut, in der Schweiz als Hühnerhaut: sie kann körperliche oder psychische Auslöser haben. Wohl vorab körperliche bei den drei Dutzend Frauen, die sich mitsamt ihren Pussyhats mutig ins nur gut I5 Grad warme Wasser des Rheins warfen. Und zwar im Mannehägli der Rhybadi, im oberen Teil der ältesten Kastenbadeanstalt der Schweiz. Die reiferen unter den Schwimmerinnen erinnern sich, dass früher Frauen hier nicht zugelassen waren; sie mussten weiter unten im deutlich kürzeren Frauenhägli im Kiel- und Abwasser der Männer schwimmen. Auch auf dem Fronwagplatz wird des zähen Ringens gedacht, das in der Schweiz jeglichem Fortschritt in der Sache der Frau voranzugehen pflegt, unter anderen von der Schaffhauser VPOD-Präsidentin Nella Marin. Ein Strassentheater illustriert die Historie mit Bildern, Trommelschlägen und Rosenblättern. Punkto Frauenrechte habe unser Land das gesamte 20. Jahrhundert hindurch das (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstreik Schaffhausen. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
Ganzer Text
01.07.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Annette Hug
Frauenstreik
Volltext
Streiken, um streiken zu können. In den Tagen nach dem Streik kommen die wirklich schönen Fotos auf den digitalen Pinnwänden von Freundinnen. Die ersten Eindrücke werden gefiltert, wir ziehen ein Fazit. Nicht alle dasselbe. Fast jede Zeitung versucht sich an der historischen Einordnung. Das Beste: Gleich nach dem Frauenstreik beginnt die Umsetzung in verschiedensten Gremien. Kaum eine Entscheidung, die irgendetwas mit Frauen und Männern zu tun hat, bleibt unberührt von der Wucht dieses Aufruhrs. So kann daraus Macht werden. Und während in Parlamenten, Vorständen, in Personalkommissionen und GAV-Verhandlungen die konkreten Konsequenzen aus dem Streik formuliert und hoffentlich gezogen werden, geht das Sammeln von Bildern weiter. Denn ganz verstanden, was da abgegangen ist, haben wir noch nicht, ich jedenfalls bin noch etwas in der Schwebe. Wie schon 1991 ist ätzend oft die Frage aufgetaucht, ob das, was Frauen da machen, überhaupt ein richtiger Streik sei. Die Frage ist ärgerlich, aber nicht blöd. Sie hat System, das heisst, sie verrät viel über das System, aus dem sie stammt. Das erste Mal, als mir etwas von diesem System aufging, war in den Jahren vor dem ersten Frauenstreik. An den Schulen mobilisierten wir für die Abschaffung der Schweizer Armee. In diesem „Wir“ gab es Helden, und das waren nur Männer. Sie sassen damals noch Gefängnisstrafen von zwei bis fünf Monaten ab, wenn sie den Militärdienst verweigerten und keine psychische Krankheit vorschoben. Weil Frauen (…). Anette Hug.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Hug Anette. Frauenstreik. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
SEV
Volltext
Der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, wird 100 Jahre alt. Historische Weichenstellungen. Erst 100 Jahre? Die Frage ist berechtigt, denn die Eisenbahnangestellten hatten sich längst vor 191'9 zu Verbänden zusammengeschlossen. Der Landesstreik brachte die Einheit. Der VPOD gratuliert der Service-public-Schwester herzlich. „Das ist halt historisch so gewachsen.“ Diese Antwort erhält auch im VPOD häufig, wer Sinn oder Unsinn von Strukturen und Ritualen anspricht. Auch der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ist eine Traditionsgewerkschaft. Vorläuferorganisationen bestanden schon seit den 1870er Jahren. Erst 1919 fanden sich vier Verbände zusammen. In dieser Vorgeschichte liegt etwa auch die Erklärung dafür, dass auch noch im heutigen SEV die Unterverbände ein starkes Eigenleben besitzen. Vergiftetes Geschenk. Zwischen einem Lokführer und einem Rangierarbeiter, zwischen dem Stationsvorstand und dem Heizer bestanden in der Frühzeit der Eisenbahn gewichtige Rang- und Milieuunterschiede - allein schon darin, wie schmutzig die Hände und Hemden bei der Arbeit wurden. Daher brauchte es mehrere Anläufe und letztlich die kollektive Erfahrung des Landesstreiks, (fast) alle Bähnler in einem Verband zusammenzubringen. Denn (fast) alle hatten in jenen Novembertagen 1918 dazu beigetragen, dass die Schweiz stillstand. Die zentrale Figur für die Einigung und für den Beitritt des SEV zum SGB war Emil Düby, Als SP-Vertreter sass Düby ab 1917 in drei(…).
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. SEV. Jubilaeum. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
ILO
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schwarze Liste rauf und runter. Die Normenkommission der ILO pflegt die 25 Länder, die am gröbsten gegen ILO-Kernarbeitsnormen verstossen, auf einer schwarzen Liste zu führen. Es war keine geringe Sensation, als kurz vor Beginn der 108. ILO-Konferenz die Schweiz auf dieser Liste auftauchte, wo man sonst Länder wie Weissrussland oder Sierra Leone findet. Ausgerechnet der Gastgeberstaat der ILO. Und ausgerechnet zum 100-lahr-Iubiläurn. Der Grund ist altbekannt: Die Schweiz hat seit Jahren die von ihr ratifizierte ILO-Konvention 98 nicht umgesetzt, die Arbeitnehmende vor gewerkschaftsfeindlicher Kündigung schützen soll, also etwa gewählte Personaldelegierte oder Vertreterinnen in Pensionskassen davor, dass man sie mit blosser Kündigungsdrohung „gefügig“ macht. Wenn man Organisierte einfach so rausschmeissen kann, lässt sich die Entstehung und/oder die Wirksamkeit von Gewerkschaften schon im Ansatz untergraben. Die Aufforderung der ILO, die Maximalstrafe für missbräuchliche antigewerkschaftliche Kündigung von heute 6 auf wenigstens 12 Monatslöhne heraufzusetzen und in extremen Fällen - analog zum Gleichstellungsgesetz - die Wiedereinstellung vorzusehen, blieb seit Jahren unberücksichtigt, trotz mehrfachen Nachhakens der Gewerkschaften. Der Paukenschlag hatte nun aber Wirkung: Bundesrat Guy Parmelin schlug in der lange hängigen Frage eine Mediation zwischen den Sozialpartnern vor. Aus Sicht von SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano ist der Vorgang ein gutes Beispiel (…).  Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. ILO. Kuendigungsschutz. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schweiz
Pensionskasse
VPOD-Magazin
Stefan Giger
Natascha Wey
Pensionskassen
Reform
Volltext
Die Sozialpartner präsentieren eine Reform der zweiten Säule, die Teilzeiterinnen und kleinen Einkommen nützt. Ein Stück AHV im BVG. Erste Ernte des Frauenstreiks? Die Sozialpartner haben einen Vorschlag für die zweite Säule vorgelegt, der sich zumal au Teilzeitarbeitende und überhaupt auf geringe Einkommen positiv auswirkt. Ewiggestrig bleibt der Gewerbeverband: Er ist dagegen. Nach dem Scheitern des Projektes „Altersvorsorge 2020“, welches die erste und die zweite Säule gleichzeitig reformieren sollte, trennte der Bundesrat die beiden Geschäfte. Bei der AHV hält er an einer - wenn auch für Übergangsgenerationen kompensierten - Erhöhung des Frauenrentenalters fest. Mit der Reform des Pensionskassengesetzes BVG beauftragte er die Sozialpartner. Anfangs Juli haben der SGB, Travail.Suisse und der Schweizerische Arbeitgeberverband ihren Kompromiss vorgestellt und dem Bundesrat übergeben. Abseits steht der Gewerbeverband. Mängel erkannt. Das Pensionskassengesetz (Gesetz über die Berufliche Vorsorge, BVG) hat verschiedene Mängel. Der sogenannte Umwandlungssatz ist der Faktor, mit welchem aus dem Sparkapital die Altersrente berechnet wird. Der gesetzliche Umwandlungssatz von 6,8 Prozent entspricht nicht mehr der heutigen Lebenserwartung. Die meisten Pensionskassen haben - bei viel höheren Sparbeiträgen, daher BVG-konform - längst viel tiefere Sätze in ihren Reglementen stehen (5 Prozent und weniger). Der gesetzliche (…). Natascha Wey, Stefan Giger.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Wey Natascha. Pensionskassen. Reform. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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01.07.2019 Schaffhausen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Frauenstreik
Volltext
Kleine Anfrage betr. Munotglöggli. Über der schönen Stadt Schaffhausen ganz zusserscht usse und änne am Rhy thront der Munot, die gewaltige Rundbastion. Seiner Bestimmung als Wehranlage gemäss hat man ihn nur einmal, 1799 in der sogenannten Franzosenzeit, gebraucht. Das danach stark ramponierte Bauwerk verkam zum Steinbruch. Dann aber trat ein weitsichtiger Zeichenlehrer auf den Plan, der Schaffhausen sein Wahrzeichen und dem Volkslied ein Sujet rettete. Der Turm ist bewohnt. Seit 1589 läutet der Munotwächter jeden Abend um 21 Uhr das Munotglöcklein. 5 Minuten lang. Von Hand. Dann werden die Stadttore geschlossen, und in den Wirtschaften wird der Zapfhahn zugedreht. Ganz so streng geht es heute natürlich auch in Schaffhausen nicht mehr zu. Aber das abendliche Läuten gehört immer noch zu den Pflichten des Munotwächters. Daneben kümmert er sich um das Damwildrudel, das im Munotgraben lebt und dessen Platzhirsch traditionell den Namen des Stadtpräsidenten trägt: Auf Felix folgten Max, Marcel, Thomas. Seit 2015 herrscht Peter. Das Munotamt ist seit 2017 in Frauenhand. Am Frauenstreiktag flatterte drum auf der Zinne nicht die städtische Fahne mit dem Schafbock, sondern eine lilane. Frech: Auch das abendliche Läuten blieb aus am 14. Juni 2019. Damit hat sich die Munotwächterin den Zorn und eine parlamentarische Anfrage von Frau Kobler, SVP, zugezogen: „Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, dass das Munotglöggli nicht für politische Zwecke missbraucht werden soll? Welche Fahnen dürfen auf (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstreik. Munot. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
Ganzer Text
04.07.1990 Europa
EWR
Helvetische Typographia
Personen
Arnold Isler
EWR
Frauen
Volltext
Europäischer Zusammenschluss. Für Frauen ein Gewinn. Margrit Meier, Frauen- und Wirtschaftssekretärin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), machte es am diesjährigen Frauenaktionstag an der Universität Bern deutlich: Schweizerinnen können durch einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) viel gewinnen. In den siebziger Jahren hätten die Frauen eine Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft (EG) entdeckt, die ihnen in der Folge viel geholfen habe: den EG-Gerichtshof in Luxemburg. Da in den EG-Verträgen der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ verankert sei, hätten die Frauen begonnen, die Richter mit Lohngleichheitsprozessen zu beschäftigen. Folge davon: Der EG-Gerichtshof in Luxemburg sei zu einem Pionier der Gleichberechtigung in Lohnfragen geworden. Auch in anderen Bereichen sei die EG-Rechtssprechung bedeutend frauenfreundlicher als die schweizerische, betonte Fachfrau Margrit Meier, die vor ihrer Wahl zur SGB-Sekretärin au1 den 1. Mai dieses Jahres im Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Integrationsbüro sich intensiv mit Europafragen befasste. In den EG-Richtlinien seien zum Beispiel festgeschrieben: die gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau in der sozialen Sicherheit (AHV, Pensionskassen, Krankenversicherung) ; ein Kündigungsschutz für Frauen, die wegen Lohngleichheit klagen; ein Diskriminierungsverbot für Frauen im Arbeitsleben, so beim Zugang zur Beschäftigung, bei Ausbildung und Aufstieg, (…). Arnold Isler.
Helvetische Typographia, 4.7.1990.
Personen > Isler Arnold. EWR. Frauen. HT, 1990-07-04.
Ganzer Text
15.08.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia

Informatik
Volltext
Weiterbildung
Ganzheitliches Lernen. Informatik ganzheitlich lernen mit Suggestopädie. Dass Computer lernen auch Spass machen kann, haben Kolleginnen an einem eigens für Frauen organisierten Kurs Ende Mai in Bern-Wabern erfahren. Der von der GDP-Frauenkommission empfohlene Kurs „Informatik ganzheitlich lernen mit Suggestopädie“ war denn auch ausgebucht, so dass weitere interessierte Kolleginnen auf eine Wiederholung des Kurses vertröstet werden mussten. Mit den folgenden Berichten möchten zwei begeisterte Teilnehmerinnen zum weiteren Kursbesuch anregen und die GDP-Verantwortlichen auffordern, diese Kursreihe fortzusetzen (z.B. „Word 5.0 Textverarbeitung“). Auch unsern Kollegen wollen wir ganzheitliches Lernen ohne Konkurrenz- und Leistungszwang wärmstens empfehlen. Was hat das Backen einer Omelette mit dem Computer zu tun? Ohne Pfanne und Rezept keine Omelette - ohne CPU und Programm kein Output! Dieser Informatikkurs mit Suggestopädie führt auf spielerische Weise in die Computerwelt ein. Mit Kreuzworträtsel, Memory, Anfassen des Computer-Innenlebens, Spass, Musik und Entspannung kann man/frau auf vergnügliche Weise lernen. In zweieinhalb Tagen kann eine Schwellenangst überwunden werden. In angenehmer, entspannter Atmosphäre, wird vermittelt, dass Informatik keine Hexerei und für jedermann/!jedefrau zugänglich ist. Dieser Kurs richtet sich an (…). Maya Fritz, Elfy Schneider.
Helvetische Typographia, 15.8.1990.
Typographia Schweiz > Informatik. Weiterbildungskurs. HT, 1990-08-15.
Ganzer Text
16.07.2019 Schweiz
Postfinance
Syndicom

Löhne
Postfinance
Volltext
Bei PostFinance werden die Lohnmassnahmen 2019 überprüft! Viele Mitglieder von PF haben uns geschrieben, dass sie mit der Lohnerhöhung 2019 nicht zufrieden sind. In unserem Lohnrechnerhaben sie ihre Lohndaten eingegeben und festgestellt, dass sie den Vorschlagswert nicht erhalten haben. Der Vorschlagswert ist nicht zwingend geschuldet, aber eine Abweichung muss begründet werden und nicht alle Begründungen sind zulässig. Dank der Intervention von Syndicom wird das jetzt genauer überprüft. Die Anwendung des Vorschlagswertes erfolgte nicht einwandfrei. Im April hat PostFinance die mit den Sozialpartnern verhandelten GAV-Lohnmassnahmen 2019 umgesetzt. Als Hilfestellung zum Festsetzen der individuellen Lohnerhöhungen haben die Vorgesetzten einen unverbindlichen Vorschlagswert für jeden Mitarbeitenden erhalten. Die Vorgesetzten waren verpflichtet, den Mitarbeitenden die Lohnmassnahme nachvollziehbar zu begründen – insbesondere dann, wenn sie keine Lohnmassnahme erhielten oder die Lohnerhöhung unter dem Vorschlagswert lag. Die Nichtgewährung des Vorschlagswerts setzt eine Begründung voraus, die über die Lage innerhalb der Funktionsstufe und der Lohnhygiene innerhalb des Teams hinaus geht. Rückmeldungen von Mitarbeitenden lassen den Schluss zu, dass dies nicht in allen Fällen geschehen ist. Syndicom und PostFinance haben deshalb beschlossen, diesen Sachverhalt zu überprüfen. (…).
Syndicom, 16.7.2019.
Syndicom > PostFinance. Loehne. Syndicom, 2019-07-16.
Ganzer Text
09.05.1990 Deutschland
Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
IG Medien

IG Medien
Vertragsverhandlungen
Volltext
Tarifauseinandersetzung in der BRD. Kaum begonnen, wurden die Verhandlungen über Lohn, Gehalt und Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden in der Druckindustrie Deutschland ohne eine wirkliche Eintretensdebatte zum Scheitern gebracht. Auf inhaltliche Verhandlungen haben sich die Vertreter des Bundesverbandes Druck nicht eingelassen. Im Gegenteil: Sie liessen die Verhandlungen über Fort- und Weiterbildung sowie die übrigen Forderungen scheitern. Dies ist für die Kolleginnen und Kollegen der Industriegewerkschaft Medien eine ungeheuerliche Provokation, denn in diesen Tarifbereichen ist aufgrund der glänzenden Wirtschaftslage eine dringende Anpassung überfällig. Dieser Angriff der Druckunternehmer auf die berechtigten Forderungen passt in die allgemeine politische Landschaft und die Industriegewerkschaft Medien sieht in diesem Verhalten eine gezielt geplante Verschärfung des Tarifkonflikts. Die Verhandlungskommission kam nach der 4. Verhandlungsrunde am 3. Mai .1990 zu der Einschätzung, dass der Bundesverband Druck einen scharfen Angriff auf die Beschäftigten in der Druckindustrie vorbereitet. Die Kolleginnen und Kollegen der Industriegewerkschaft Medien sind nun nicht mehr an die Friedenspflicht gebunden. Mit einem Streik in der Druckindustrie muss also nun gerechnet werden. Die Gewerkschaft Druck und Papier der Schweiz wird deshalb alles tun, was in ihren Kräften steht, um eventuelle Auslagerungsversuche der deutschen Unternehmer in Betriebe in der Schweiz zu (…).
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Helvetische Typographia > Deutschland. IG Medien. Vertragsverhandlungen. HT, 1990-05-09.
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09.05.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
Löhne

Lohnklage
Urabstimmung
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Die Gewerkschaft Druck und Papier. darf den GAV Buchbinder-Kartonage nicht unterzeichnen! Anlässlich der Urabstimmung vom 9. März 1990 habt Ihr dem Verhandlungsergebnis zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages in der Buchbinderbranche bei einer Stimmbeteiligung von 40 Prozent und einem Ja-Stimmen-Anteil von 70,4 Prozent die Zustimmung erteilt. Wie aus dem damals beigelegten Abstimmungsmaterial ersichtlich war, hat Euch die GDP-Frauenkommission im Gegensatz zum Zentralkomitee GDP die Nein-Parole zum Verhandlungsergebnis empfohlen. Dies vor allem darum, weil bei den Mindestlohnansätzen für ungelernte Arbeitnehmerinnen der in der Bundesverfassung verankerte Gleichstellungsartikel nicht erfüllt ist. Da die Frauenkommission befürchtet, dass der GAV Buchbinder nach der Urabstimmung sofort in Kraft gesetzt würde, hat sie durch richterlichen Beschluss die Urabstimmung als nichtig erklären lassen. Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass es der Gewerkschaft Druck und Papier unter Androhung von Rechtsfolgen bis auf weiteres verboten ist, den GAV Buchbinder rechtsgültig zu unterzeichnen. Mit dieser durch die GDP-Frauenkommission veranlassten Verfügung soll erreicht werden, dass die Gewerkschaft Druck und Papier gezwungen wird, mit dem Unternehmerverband VBS neue Verhandlungen über die Lohngleichstellung der ungelernten Arbeitnehmerinnen zu führen. (…).
Gewerkschaft Druck und Papier.
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Helvetische Typographia > Lohnklage. Urabstimmung. HT, 1990-05-09.
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09.05.1990 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
SGB
Beat Kappeler
Löhne
Teuerung
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„Lohn-Preis-Spirale“: Wie bitte? Wo bitte? Alte Gewohnheiten sterben nicht so rasch. Die Bankgesellschaft spricht in ihrem neuesten Konjunkturbericht von der Lohn-Preis-Spirale, die noch bis Mai nach oben gehen dürfte, Dabei hat die gegenwärtige Inflationsperiode mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir in einer ausgesprochenen Preislohn-Spirale stecken: Zu Beginn letzten Jahres begannen die Zinsen zu steigen, weil das Geld ins Ausland gezogen wurde und der Franken fiel. Dann stiegen die Importpreise. Hernach erhöhten die Banken die Hypothekarzinsen. Sodann zogen die Vermieter mit den Mieten nach. Schliesslich begannen auch die Güter und Dienstleistungen aufzuschlagen und im September/Oktober, als die Löhne verhandelt wurden, war die Inflation auf 3,5 Prozent angelangt. Als die Lohnrunde fast fertig war, aber immer noch die alten Löhne bezahlt wurden, schnellte die Teuerung im November-Index auf über 5 Prozent hoch. Diese Inflation hat nachträglich sogar die etwa zwei Prozent Reallohnerhöhungen aufgefressen. Und da kommen uns die Konjunkturexperten einer Grossbank mit einer „Lohn-Preis-Spirale“! Die ETH belegte übrigens in einer kürzlichen Untersuchung, dass die Löhne in der Schweiz viel schwächer anstiegen als in den meisten Konkurrentenländern. Vielleicht nehmen auch die Banken zur Kenntnis, dass unsere jetzt viel höhere Inflation, als sie Frankreich oder Deutschland kennen, durch Mechanismen des Finanzplatzes und der Geldpolitik in Gang gesetzt worden ist.(...). Beat KappeIer.
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Personen > Kappeler Beat. Teuerung. HT, 1990-05-09.
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12.09.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
Personen
Erika Trepp
GDP
Lohnklage
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Zur „Frauenklage“ gegen die GDP. Klappt es nun doch noch? Die meisten Leute, mit denen wir darüber diskutieren, freuen sich, dass wir mit unserer Klage einen Weg gefunden haben, das Gericht, stellvertretend für den Staat, zu einer Stellungnahme zu zwingen. Verwirrt jedoch, genau genommen sogar undurchschaubar, war das bisherige Verhalten der Verantwortlichen innerhalb der GDP. Wurde uns „vorne durch“ bestätigt, wir hätten mit unserer Klage inhaltlich mehr als recht, schürten unsere Funktionäre hintenherum den Widerstand gegen uns Frauen und erzählen, uns gehe es nicht um die Sache, sondern darum, uns zu profilieren und die Gewerkschaft zu zerstören. Wir blieben ruhig und unsere Geduld schien zu fruchten: Im Sommer beschloss das Zentralkomitee, den GDP-Anwalt zu beauftragen, die Klageantwort beim Gericht auf ein Minimum zu beschränken und auf keinen Fall zum Schaden der betroffenen Frauen zu argumentieren. Doch was dann wirklich passierte, war genau das Gegenteil. Der GDP-Anwalt reichte eine Klageantwort ein, die reaktionärer nicht sein konnte. Es würde zu weit führen, hier all die abstrusen Argumentationen aufzuführen. Eine Kostprobe sei immerhin stellvertretend für alle wiedergegeben: Der GDP-Anwalt bestreitet, dass es überhaupt nötig sei, gleiche Löhne im Gesamtarbeitsvertrag zu verankern. In der Schweiz herrsche nämlich zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften das Prinzip von Treu und Glauben. Die GDP habe also keinen Grund, anzunehmen, dass sich die Arbeitgeberseite (…). Erika Trepp.
Helvetische Typographia, 12.9.1990.
Personen > Trepp Erika. GDP. Lohnklage. HT, 1990-09-12.
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25.03.1994 Schweiz
Öffentlicher Dienst, Der
VPOD Schweiz

Frauenkonferenz
Resolutionen
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Griffige Quotenregelung verlangt. An der Konferenz wurden - teilweise nach intensiven Debatten - mehrere Anträge und Resolutionen genehmigt. So verlangen die VPOD-Frauen, dass für den Verbandstag 1995 eine umfassende Bilanz über die „prioritären Forderungen zur Chancengleichheit“ gemacht wird. Eine Analyse der Hindernisse soll aufzeigen, warum diese zentrale Forderung in den Sektionen nur schlecht umgesetzt wurde. Mit einer Enthaltung genehmigten die Delegierten auch einen Antrag, der eine griffige Quotenregelung in Geschäftsleitung, Verbandsvorstand und bei den Sektionen - unter Berücksichtigung der jeweiligen speziellen Umstände - fordert. Seit 1988 sind die Frauen mindestens gemäss ihrem Mitgliederanteil in den Gremien vertreten. Neu soll die Quote so definiert werden, dass höchstens noch 60 Prozent dem gleichen Geschlecht angehören dürfen. Wie der geschäftsleitende Sekretär Walter Renschler in seinem Begrüssungsreferat ausführte, dürfte diese Forderung mit der stetigen Zunahme der weiblichen Mitglieder bald eine männerfreundliche Regelung werden. Ein weiterer Antrag verlangte, dass der VPOD einen speziellen Fonds für aktive Mitglieder mit Elternpflichten einrichtet. Wer einen Babysitter bezahlen muss, um an einer Sitzung des Verbandes teilnehmen zu können, würde einen Beitrag aus diesem Solidaritätsfonds erhalten. Grossdemo geplant. (…).
Der öffentliche Dienst, 25.3.1994.
Oeffentlicher Dienst, Der > VPOD-Frauenkonferenz. Resolutionen. OeD, 1994-03-25.
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25.03.1994 Schweiz
Oeffentlicher Dienst, Der
Personen
SGB
Serge Gaillard
Arbeitslosigkeit
Statistik
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BIGA-Chef Nordmann: Schindluderei mit Arbeitslosenstatistik. Die Arbeitslosenzahlen des Bundesamtes für Industrie. Gewerbe und Arbeit (BIGA) für den Monat Februar weisen im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um 785 Personen aus - bei insgesamt 187‘382 eingeschriebenen Arbeitslosen. Grund genug für BIGA-Direktor Jean-Luc Nordmann, von einer Trendwende auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen. Das ist schlicht Schindluderei! Mit seiner „Trendwende“ hat sich Nordmann nun allerdings völlig vergaloppiert. Tatsache ist erstens, dass die Arbeitslosenzahlen im Winter auch bei unveränderter Wirtschaftslage höher sind als im Sommer. Aus saisonalen Gründen gehen deshalb die Arbeitslosenzahlen im Frühling leicht zurück. Dieser Effekt wird sich in den nächsten zwei Monaten noch verstärken. Allein aus saisonalen Gründen ist bis zum Juli ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen um rund 15‘000 Personen zu erwarten. Zweitens ist daran zu erinnern, dass der hohe Anteil an Langzeitarbeitslosen zunehmend ausgesteuert wird und aus der Statistik rausfällt. Wie bedeutend dieses Phänomen ist, kann beim BIGA vorerst nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) schätzte im Herbst die Zahl der Aussteuerungen auf drei bis viertausend monatlich. In der zweiten Jahreshälfte 1993 betrugen die monatlichen „Abgänge“ aus der (registrierten) Arbeitslosigkeit durchschnittlich mehr als 18‘000 Personen. (…). Serge Gaillard, SGB-Sekretär, verantwortlich für Wirtschaftspolitik.
Der öffentliche Dienst, 25.3.1994.
Personen > Gaillard Serge. Arbeitslosigkeit. Statistik. OeD, 1994-03-25.
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