Gewerkschaftschronik
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20.09.2019 Biel
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Peter Heiniger
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„35 Stunden arbeiten und mit 60 in Rente“. Zwölf Männer und zwölf Frauen stellen sich im Kanton Bern für die Partei der Arbeit zur Wahl. Der. Bieler Berufsschullehrer Peter Heiniger ist einer von Ihnen. Er schätzt es, als Mitglied des Stadtrats in Biel einer Partei ohne Regierungsbeteiligung unabhängig operieren zu können. Genosse Peter im Gespräch mit dem Vorwärts. Skizziere kurz dein politisches Engagement. Ich setze mich für eine gerechte Gesellschaft ein. Eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Zugang zu Ressourcen haben. Dazu gehört natürlich auch die Gleichberechtigung, die nach wie vor nicht umgesetzt wurde, obwohl sie seit Generationen eingefordert wird. Zudem ist mir eine intakte Umwelt sehr wichtig. Denn nur in einer gesunden Umwelt kann eine gesunde Gesellschaft leben. Das heisst, dass ich mich für Massnahmen einsetze, welche die C02-Emissionen reduzieren, Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstütze und Einfluss auf die Verkehrspolitik zu nehmen versuche, indem ich fordere den motorisierten Individualverkehr stark einzuschränken. Im Grundsatz setze ich mich für eine gerechte Gesellschaft in einer intakten Umwelt ein! Was gefällt dir an parlamentarischer Politik, was stört dich? Meist ist es spannend, Argumente anderer Parlamentarier*innen anzuhören. Die Unterschiede rausfinden und auch an meinen Argumenten basteln. Meine Aufgabe ist es allerdings nicht, zu Mehrheiten beizutragen, vielmehr andere Parlamentarier*innen von unseren Argumenten zu überzeugen. Mitunter gelingt (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Bugmann Damian. Peter Heiniger. Interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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20.09.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Rolf Zbinden
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„Zückerlipolitik für die Frauen* ist passée“. Acht Jahre Im Amt als Stadtrat In Bern liegen hinter Rolf Zbinden - nun geht er für die PdA bei den Nationalratswahlen ins Rennen. Der Kandidat arbeitete bei Themen Immer eng mit der ausserparlamentarischen Basis zusammen und verfügt dank zlg Jahren Aktivismus über viel Erfahrung. „Wahlen sind kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um wahrgenommen zu werden und der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme zu geben“ - das schreibt die PdA Bern auf ihrer Seite. Was denkst du dazu? Es ist offensichtlich, dass die Lösung der drängendsten Fragen nicht an Parlamente delegiert werden kann - erst recht nicht an Regierungen. Lassen wir uns von Wahlversprechen nicht einlullen! Von oben herab sind wir noch nie beglückt worden - es braucht eine laute Stimme und heftig Dampf von unten. Der Titel des Wahlprogramms 2019 lautet: „Es braucht einen radikalen Wechsel“. Kannst du mehr darüber erzählen? Der Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und die Ausplünderung der gesamten Erde zeigen uns auf, dass ein „weiter so“ nicht mehr verantwortet werden kann. Mit einem „Green New Deal“ und ein bisschen „Entwicklungshilfe“ können wir uns nicht freikaufen. Der Wandel muss so radikal sein, dass wir nicht auf altbackene Rezepte zurückgreifen können. Dieser Wandel ist aber nicht zu machen auf der Basis der Profitwirtschaft. Du kandidierst für den Nationalrat: Welche besonderen Arbeiten stehen jetzt für dich persönlich als Kandidat an? Es gibt Flugblätter, Plakate und das (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Hunziker Sabine. Rolf Zbinden. interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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14.06.2019 Biel
Schweiz
Frauen
Personen
Work
Christian Egg
Frauenhaus
Volltext
Ungenügend: In der Schweiz Ist der Schutz von Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden, nicht garantiert. Jedes vierte Opfer findet keinen Platz. Frauenhäuser: Chronisch unterfinanziert. Zu wenig Plätze, zu wenig Geld: Bringt die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen nun Besserung? 19 Frauenhäuser gibt es in der Schweiz. Was nach viel klingt, ist viel zu wenig: Immer wieder müssen die Häuser Frauen abweisen, weil sie keinen Platz haben. Letztes Jahr war das bei 478 Frauen der Fall, wie die aktuellen Zahlen der Dachorganisation der Frauenhäuser zeigen. Jede vierte Frau, die Schutz suchte, wurde abgewiesen. Einige der Frauen kamen in einem anderen Frauenhaus unter. Die Mehrheit der abgewiesenen Frauen aber bekam nur einen Platz in einer Notwohnung der Gemeinde oder in einer Pension, wo es kaum fachliche Betreuung und gar keine Schutzmassnahmen gibt. Denn nur bei den Frauenhäusern ist die Adresse geheim. Das Problem: Die Frauenhäuser sind chronisch unterfinanziert. Nur gerade ein Haus wurde 2018 komplett durch den Kanton getragen. Viele werden von der öffentlichen Hand nur pro Fall finanziert - zu Tarifen, die für einen professionellen 24-Stunden-Betrieb bei weitem nicht ausreichen. Sie können nur dank vielen privaten Spenden überhaupt überleben. Noch schlechter steht es um den Schutz von minderjährigen Gewaltopfern. In der Schweiz gibt es nur gerade ein Mädchenhaus. Ein in der Startphase durch Crowdfunding finanziertes Projekt in Biel, das auch (…). Christian Egg.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Egg Christian. Frauenhaeuser. Work online, 2019-06-14.
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31.05.2019 Biel
Personen
Work
Beat Schaffer
Interview
Volltext
Unermüdlicher Kämpfer. Er ist das historische Gedächtnis der Gewerkschaften: Beat Schaffer, gelernter Schriftsetzer, Marxist, Gewerkschaftstexte-Sammler und Leiter der Rentnergruppe der Unia Biel. Wo anfangen bei diesem Leben, das genügend Stoff für einen Roman bieten würde? Vielleicht beim Wunsch des kleinen Buben, vom Lehrer auch mal einen farbigen Einband für die Schulhefte zu bekommen. Er bekommt nie einen, irgendeinen Fehler macht er immer. Es war vielleicht seine erste Lektion in Sachen „Arm» und „Reich“, „Oben“ und „Unten“. Trotzdem setzen sich seine Lehrer später für ihn ein, holen mit ihm in der neunten Klasse den Sekundarschulstoff nach, damit der aufgeweckte Bub eine Schriftsetzerlehre machen kann. Denn die Eltern haben kein Geld, um ihn in die kostenpflichtige Sekundarschule zu schicken. „Wir waren nicht armengenössig, aber Vater und Mutter mussten immer auf alle mögliche Art und Weise Geld verdienen“, erzählt Beat Schaffer und taucht in die Vergangenheit ein. So arbeitete die ¬Mutter mal als Putzfrau oder half beim Bahnwärter aus, der Vater durchforstete die Ghüder-Deponien nach verwertbaren Metallstücken, hielt Kaninchen, von denen er ab und zu eins schlachtete. „Meine Mutter war mein grosses Vorbild. Sie ist immer für unsere Sache eingestanden“, sagt der 77jährige mit Hochachtung in der Stimme. Die Mutter und Beats Götti, SP-Gemeindepräsident in Worben BE, versorgten den jungen Schaffer mit Lesestoff, der „Berner Tagwacht“ etwa. Der Götti nahm ihn auch mit an die ersten gewerkschaftlichen Versammlungen. So wurde Beat Schaffer schon früh politisiert, er las das „Kommunistische Manifest“ von Karl Marx und bald auch andere kommunistische Literatur, ging auf die (...). Astrid Tomczak-Plewka.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Schaffer Beat. Interview. Work online, 2019-05-31.
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16.05.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststelle
Volltext
K.O. für die Poststellen. Nachdem die PTT (Post, Telefon, Telegramm) zur halbprivatisierten Post CH AG geworden ist, schreckt sie vor keinen Einsparungsmöglichkeiten mehr zurück. Der Poststellenabbau kommt einem Kahlschlag gleich. In vielen Gemeinden befinden sich keine Poststellen mehr, oder wenn überhaupt, so genannte Agenturen. Diese Agenturen bieten zudem nur ein reduziertes Angebot gegenüber einer ordentlichen Poststelle und schlechtere Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen. Der Poststellenabbau betrifft alle, Kund*innen wie Angestellte. Eine Reduktion des Service Public ist zudem nicht verfassungskonform. In der Verfassung heisst es denn auch in Artikel 43a: „Leistungen der Grundversorgung müssen allen Personen in vergleichbarer Weise offenstehen.“ Die Gewährleistung dieser Grundversorgung wird von der Post unterlaufen. Immer weitere Wege müssen in Kauf genommen werden, um an eine ordentliche Poststelle zu gelangen. Gerade für Leute mit reduzierten Mobilitätsmöglichkeiten bedeutet dies eine grosse Erschwernis ihres alltäglichen Lebens. Nun kommt auch Biel dran: Die Poststellen Mett, Gurzelen und Neumarkt sollen bis 2020 geschlossen werden. Später eventuell Bözingen oder Madretsch. Werden drei Poststellen geschlossen, ist dies ist eine massive Reduktion des Angebots um 50 Prozent. Am Ende des Abbaus verbleiben auf dem Stadtgebiet bloss noch zwei Postfilialen! Die Begründung des ehemaligen Staatsbetriebs ist, dass durch die Schliessungen (…). Pesche Heiniger.
Vorwärts, 16.5.2019.
Personen > Heiniger Peter. Poststellen. Betriebsschliessung. Vorwaerts, 2019-05-16.
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29.04.2019 Biel
GBLS Biel
Personen
Jesus Fernandez
GBLS
Jahresbericht
Volltext
Jahresbericht 2018 Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland (GBLS). An der ordentlichen Delegiertenversammlung vom 24. April ist es zu einem Wechsel im Präsidium gekommen. Der langjährige Präsident Daniel Hügli ist zurückgetreten und als neuer Präsident wurde ich gewählt. Ich möchte Daniel Hügli an dieser Stelle für seine wertvolle und intensive Arbeit als Präsident des GBLS nochmals danken. Als Sekretärin wurde Fotini Pakou gewählt. Unter dem Motto „Lohnqleichheit, Punkt. Schluss!" fand am 1. Mai 2018 die Veranstaltung zum Tag der Arbeit statt. Am Umzug durch die Stadt und an der Kundgebung auf dem Zentralplatz nahmen etwa 450 Personen teil, also etwas mehr als im Vorjahr. Reden wurden gehalten von: Lisa Mazzone, Nationalrätin Grüne aus Genf, Cedrlc Wermuth, Nationalrat SP, Aargau, und Corrado Pardini, Nationalrat SP und Geschäftsleitungsmitglied Unia, Bern. Die Unia Biel-Seeland verlieh den Unia-Preis "Arbeit und Solidarität" 2018 an zwei engagierte und aktive Frauen der Gewerkschaftsbewegung: an Margrit Gatschet, ehemalige Gewerkschaftssekretärin und heutige Präsidentin der regionalen Unia-Frauengruppe, und an Maria Teresa Cordasco, seit Jahren als Gewerkschaftsvertreterin in ihrer Firma engagiert und seit mehreren Jahren Co-Präsidentin der Unia Region Biel-Seeland/Kt. Solothurn. Der GBLS und die darin angeschlossenen Gewerkschaften haben sich im Jahr 2018 sehr aktiv an der Unterschriftensammlung für die GKB-Volksin
Jesus Fernandez, GBL“, 29.4.2019.
Personen > Fernandez Jesus. Jahresbericht 2018. GBLS Biel, 2019-04-29.
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10.03.2019 Biel
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Organisation
Volltext
Die Berner Delegation am nationalen Treffen zur Streikkoordination. Über 500 Frauen treffen sich zur Frauen*streik-Vorbereitung. Mehr als 500 Frauen, darunter viele Unia-Aktivistinnen, haben sich in Biel zur nationalen Frauen*streik-Koordination getroffen. In einem gemeinsamen Appell fordern sie mehr Lohn, angemessene Renten, die Aufwertung der Frauenarbeit und eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Am 22. September 2018 gingen 20'000 Menschen für gleichen Lohn und gegen Diskriminierung auf die Strasse. Seither ist die nationale Mobilisierung zum Frauen*streik in der ganzen Schweiz ungebremst – dies wurde am ersten nationalen Treffen besonders sichtbar. Auch die Unia-Frauen sind mit von der Partie: Sie sind aktiv in den regionalen Komitees und präsent in den Betrieben. Sie werden am 14. Juni in der ganzen Schweiz am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen und sich gemeinsam mit anderen Frauen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einsetzen!
Unia Schweiz, 10.3.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Koordination. Unia Schweiz, 2019-03-10.
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24.01.2019 Biel
Strassenbau
Vorwaerts

Volltext
WestAst
A5-Westast, wie weiter? Über das grosse Autobahnprojekt in Biel wird schon seit. Jahrzehnten diskutiert. Ein Rückblick auf diese leidige Geschichte und ein alternativer Vorschlag mit Spareffekt In unbekannten MillIonenbeträgen. Es ist schon eine Krux, diese leidige Geschichte. Da wurde schon über Jahrzehnte darüber geschrieben, geplant, diskutiert und sogar demonstriert. Und was hat es gebracht? Die reine Konfusion. Dabei waren schon sehr viele Varianten auf Plänen und in Schubladen von Behörden und PlanerInnen. Aber auch in den Köpfen derjenigen, die sich zutrauten, etwas von der Materie zu verstehen. Da ich vor Jahren (1968) die Lehre als Strassenbauer machte, gehöre ich auch zu dieser Gattung, welche denkt: Was wäre wohl für Biel das ideale Projekt? Die erste Variante, über die damals geredet wurde, wäre irgendwie von der Bernstrasse zum Schüsskanal geleitet worden und danach mittels einer Brücke über dem Kanal nach Bözingen, Also, mitten über und durch die Stadt! Der reine Wahnsinn, aber eben doch mal so angedacht. Nachfolgende Möglichkeiten wären dann von Solothurn nach Biel, dann bei Bözingen in den Berg und in Vingelz zum See. Von da aus wurde dann nicht mehr nur geplant, sondern einfach schon mal mit dem Bauen begonnen. So entstand der „Tatzelwurm“, welcher nun nicht gerade das beste Beispiel vom Schönen ist. Und mittlerweile soviel Reparaturkosten verursacht, wie damals für den Neubau bezahlt wurde! Welch ein Stuss! Oder die Variante über das „Plateau“ nach la Neuveville (…). Ueli Schärrer.
Vorwärts, 24.1.2019.
Vorwärts > WestAst. Vorwaerts, 2019-01-24.
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18.12.2018 Belfort
Biel
SBB
SEV Schweiz

Bahnlinie
SBB
Volltext
Delle–Belfort wiedereröffnet. Jurassische Eisenbahner als Pioniere. Ohne den jahrelangen Kampf jurassischer Eisenbahner mit Denis Schaffner an der Spitze wäre die Linie Delle–Belfort am 6. Dezember nicht wiedereröffnet worden. Als 1992 die Linie Delle–Belfort geschlossen wurde, konnte sich Rangierarbeiter Denis Schaffner, der damals die SEV-RPV-Sektion Jura präsidierte, nicht damit abfinden. Sofort gründete er zusammen mit seinen Kollegen das Komitee „Für die Wiedereröffnung der Linie Delle-Belfort“. Im Dezember 2000 übergaben die Eisenbahner der Regierung des Kantons Jura eine Petition mit 6‘000 Unterschriften für die Wiederbelebung der Linie. „Es war die grösste Unterschriftensammlung, die es in unserem Kanton je für die Bahn gegeben hat“, sagt Pierre Kohler, der damals jurassischer Regierungspräsident und Verkehrsminister war. Aktionen zur Entfernung des Gestrüpps. Denis Schaffner ist ein Mann der Tat und beschloss deshalb, mehr zu machen als die Petition. Zusammen mit seinen Kollegen lancierte er eine Aktion zur Entfernung des Gestrüpps auf den Gleisen des französischen Grenzbahnhofs Delle. Diese verfehlte die beabsichtigte symbolische Wirkung nicht, fand sie doch die Unterstützung der Kantonsregierung und von Raymond Forni, der damals nicht nur die Gemeinde Delle präsidierte, sondern auch die französische Nationalversammlung. Die Aktion wurde fünfmal wiederholt, von den Medien bestens abgedeckt und fand Beachtung bis Bern und Paris. Den jurassischen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Biel-Belfort. Bahnlinie. SEV, 2018-12-18.
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02.11.2018 Biel
Personen
Strassenbau
Vorwaerts
Damian Bugmann
Volltext
WestAst
Besser gar keine Autobahn. Die vierspurige Autobahnumfahrung Westast Biel und Nidau ist trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung noch nicht vom Tisch. Das kantonale Baudepartement, die Bieler Stadtregierung sowie Interessengruppen streiten um Autobahnvarianten. Aktivistinnen und Solidarische bereiten sich auf eine bunte Grossdemo in Biel vor. Für den vollständigen Verzicht auf die Autobahn durch die Stadt und für sozial und ökologisch verträgliche Verkehrslösungen setzen sich vor allem die Gruppe „Häb' Sorg zur Stadt“ und die Partei der Arbeit ein. Das Komitee „Westast so nicht“ hält an seinem gemilderten Alternativvorschlag fest, der den A5-Westast retten soll. Der ehemalige Bundesrat und Verkehrsminister Moritz Leuenberger distanziert sich vom offiziellen Projekt. Die Stiftung für Landschaftsschutz fordert einen Übungsabbruch oder ein Moratorium. Für den regierenden und oft neoliberal inspirierten Bieler Gemeinderat mit „rot-grüner“ Mehrheit ist das ein No Go, der Westast habe grosse Bedeutung für die Entwicklung der Stadt. „Städtebauliche Chancen“. Im Sommer schmetterte der Regierungsrat des Kantons Bern kurzerhand die Alternativlösung ohne die beiden riesigen Zufahrtslöcher am Bahnhof und am See und mit yierspurigen Tunnels im Grundwasser (wie im offiziellen Projekt) ab. Die Kompromisslerinnen hegten trotzdem weiter die Hoffnung auf die Realisierung der gemilderten Autobahn-Alternative. Die Hoffnung wurde erfüllt, denn eine Mehrheit des Grossrats (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 2.11.2018.
Personen > Bugmann Damian. WestAst. Vorwaerts, 2018-11-02.
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02.11.2018 Biel
Personen
Stadtrat Biel
Vorwaerts
Peter Heiniger
Stadtrat Biel
Stellenabbau
Volltext
Keine Stellen streichen. Im Rahmen der Budgetdebatte im Bieler Stadtrat wurde Mitte Oktober die Stellenschaffung in der Sozialbehörde diskutiert. Die Stadtregierung machte den Vorschlag, 14,5 neue Stellen zu schaffen. Dies wurde von der Ratslinken nicht bestritten. Die Bürgerlichen stemmten sich gegen den gemeinderätlichen Vorschlag. Mit völlig absurden Begründungen wollte die SVP den Stellenausbau verhindern. Wieder mal wurde das SVP-typische Vokabular zur Anwendung gebracht. Von Schmarotzerinnen, Betrügerinnen und unnötigen Ausgaben - für eben diese - wurde gesprochen. Die FDP wiederum brachte wirtschaftliche Aspekte ins Spiel und bestritt den Ausbau an Hand der allgemeinen finanziellen Situation der Stadt Biel. In dem Sinne sollten in der aktuellen Aufschwungsphase das Eigenkapital vergrössert und Rückstellungen getätigt werden. Die Wirtschaftsliberalen haben offenbar noch nicht begriffen, dass es sich bei einer Kommune nicht um ein „Profit-Center“ handelt. Um Gegensteuer zu geben, brachte ich folgendes Argumentarium ein: Ich präsentierte dem Rat das Beispiel von Winterthur. Im Wortlaut: „Winterthur hat bei der bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften eine Studie in Auftrag gegeben. Im Anschluss hat die Stadt Winterthur beschlossen, den Sozialdienst personell auszubauen. Während der Kanton Bern den Grundbedarf von Sozialhilfebezügern um acht Prozent kürzt, geht Winterthur den entgegengesetzten Weg. Durch den Ausbau sollen (…). Peter Heiniger.
Vorwärts, 2.11.2018.
Personen > Heiniger Peter. Stellenabbau. Stadtrat. Vorwaerts, 2018-11-02.
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01.11.2018 Biel
Personen
Strassenbau
WOZ
Martin Germann
Volltext
WestAst
Biel ist und bleibt laut. Mehr als zwei Milliarden Franken soll der Bieler Westast kosten, der mitten durch die Stadt führen würde. Noch immer kämpfen zahlreiche BielerInnen einen ungleichen Kampf gegen Bund und Kanton. Eine klaffende Wunde würde der Bau des Westast genannten Autobahnabschnitts in das Zentrum der Stadt Biel reis sen. Der Westast, der Teil der A5-Umfahrung Biel-Bienne ist, soll eine der letzten Lücken im Schweizer Autobahnnetz schliessen. Zu einem hohen Preis: 745 Bäume würden gefällt, 100 Häuser zerstört (siehe WOZ Nr. 11/17). Ein zu hoher Preis, finden viele in Biel und wehren sich seit Jahren heftig gegen dieses Projekt, das auf den „Netzbeschluss“ zurückgeht, mit dem das Parlament 1960 das Autobahnnetz festlegte. Der Widerstand gegen den Westast ist in den letzten Jahren immer stärker geworden, trotz aller Widrigkeiten. „Eigentlich ist gar nicht vorgesehen, dass wir Bielerinnen und Bieler überhaupt mitreden, da es sich um ein nationales Strassenprojekt handelt“, sagt Sabine Kronenberg vom Verein „Biel wird laut!“. Trotzdem wehrt sich der Verein, gegründet von drei Bielerinnen, gemeinsam mit vielen weiteren Initiativen und Umweltverbänden gegen das geplante Projekt. Letztes Jahr organisierte der Verein eine Demonstration mit mehreren Tausend TeilnehmerInnen. Der Baudirektor will es durchstieren. Für diesen Samstag ist die nächste Demonstration angekündigt. Dies, nachdem offenkundig geworden ist, dass Bund und Kanton unverändert am Projekt Westast festhalten wollen. „Wir suchen weiterhin den (…).
Martin Germann.
WOZ, 1.11.2018.
Personen > Germann Martin. WestAst. WOZ, 2018-11-01.
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20.09.2018 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Stadtrat Biel
Peter Heiniger
Judith Schmid
Stadtrat Biel
Volltext
Wechsel im Parlament. Judith Schmid tritt aus beruflichen Gründen als Bieler Stadträtin der PdA/POP zurück. Die Islamwissenschaft-Studentin und GSoA-Sekretärin engagierte sich Im Rat und ausserparlamentarisch für Geflüchtete, Gleichstellung und gegen Diskriminierungen. Pesche Heiniger übernimmt. Judith, Was sind für dich die Höhepunkte deiner Zeit als Stadträtin? Judith Schmid: Es ist schwierig, einen Höhepunkt herauszupicken. Aber in Erinnerung bleibt mir natürlich der erste Vorstoss zu den Zufluchtsstädten. Das hat schon Wellen geworfen und wurde von den nationalen Medien aufgegriffen. Ernüchternd ist dann aber, wenn das Gefühl entsteht, dass doch nichts passiert. Welches waren die schwierigen Momente? Ich fand es immer sehr schwierig, wenn grundlinke Anliegen nicht von der gesamten Linken getragen wurden. Zum Beispiel wenn es um Landverkauf versus Abgabe im Baurecht ging wie beim Eingang der Taubenlochschlucht. Das ist sehr deprimierend. Schwierig fand ich auch, wenn die Voten von manchen Personen persönliche Angriffe wurden und nicht auf der sachlichen Ebene blieben. Was konntest du abschliessen, was übergibst du an Pesche? Es ist immer schwierig zu sagen, ob etwas abgeschlossen ist oder nicht. Es lohnt sich oft, auch nachzufragen, wenn es nicht weiter geht, auch wenn die Vorstösse schon behandelt wurden. Offen ist noch die feministische Offensive - mehrere Vorstösse zu Gleichstellungsthemen. Pesche kann da aufzeigen, dass feministische Anliegen (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2018.
Vorwärts > PdA Biel. Stadtrat. Vorwärts, 2018-09-20.
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04.07.2018 Biel
Generalstreik
Personen
SEV Schweiz
Ernst Jakob
Biografien
Volltext
Ernst Jakob – im Herzen rot. Der Generalstreik von 1918 hatte mehrere Epizentren, darunter die Stadt Biel. Deren Anführer: Der Eisenbahner und Gewerkschafter Ernst Jakob (1879 bis 1950). „Als 17-jähriger Lehrling hatte ich das seltene Glück, am 16. Februar 1896 in Aarau an der ersten Landsgemeinde der Eisenbahner dabei zu sein. (...) Zehn Jahre später, als junger Chauffeur, war ich mitten in der Gewerkschaftsbewegung.“ So sprach Ernst Jakob in einem Zeugenbericht, den seine Urenkelin Gabriela Neubaus, eine Historikerin, veröffentlicht hat. Vor 100 Jahren war der Seeländer eine der Speerspitzen des Generalstreiks von 1918. Jakob kam aus bescheidenen Verhältnissen. Sein Vater stirbt 1882 an Tuberkulose. Seine Mutter beschliesst, mit dem 3-jährigen Ernst und seiner kleinen Schwester nach Lyss zu ziehen. Die Mutter findet eine Stelle in einer Uhrenfabrik mit einem Monatsgehalt von 116 Franken. Der kleine Ernst ist ein guter Schüler. Sein Traum: Lokomotiv-Mechaniker zu werden. 1900 zieht er nach Port und heiratet Bertha Nickles aus Jens. Sie werden fünf Kinder haben. Im selben Jahr wird er Lokomotivführer - vier Jahre später Mechaniker. Hungerrevolte. Herbst 1918. Der erste Weltkrieg ist zu Ende. In vier Jahren Kriegswirtschaft wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser. In mehreren Städten, besonders in Biel, organisieren die Menschen Hungerdemonstrationen. Als der Bundesrat beschliesst, Truppen gegen die Demonstranten und Streikenden aufzubieten, eskaliert die Situation. Die Truppen (…). Mohamed Hamdaoui.
Biel-Bienne, 4.7.2018.
Personen > Jakob Ernst. Biografie. Biel-Bienne, 2018-07-04.
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21.04.2018 Biel
SO Kanton
Personen
Unia Biel-Seeland-Solothurn
Maria Teresa Cordasco
Daniel Hirt
Jahresbericht
Volltext
Jahresbericht 2017. Unia Region Biel-Seeland, Kanton Solothurn. as Jahr 2017 war reich befrachtet mit den verschiedensten Themen und Herausforderungen. Im 2017 waren für die Unia zwei Nationale Volks-Abstimmungen von grosser Bedeutung. Bei der ersten Vorlage im März 2017 ging es um die Unternehmens-Steuer-Reform USR 3. Mit dieser Vorlage sollten die Unternehmen steuerlich entlastet werden und wie so oft hätten dann wir als "gewöhnliche" Steuerzahler die Zeche bezahlen sollen. Hinzu kam, dass die Steuerreform derart kompliziert war, dass sie selbst von den Befürwortern kaum richtig erklärt werden konnte. In einem intensiven Abstimmungs-Kampf ist es uns schlussendlich gelungen, die Vorlage zur USR 3 abzulehnen. Die zweite wichtige Abstimmung fand im Herbst 2017 statt. Bei der Vorlage zur Reform der Altersvorsorge ging es um ein Kernthema unserer Bewegung. Bei einer Annahme hätten zukünftige Rentner und Rentnerinnen eine Rentenerhöhung von 70 Franken erhalten. Zudem wären die AHV und auch die Pensionskassen besser darauf vorbereitet gewesen, um eine in den kommenden Jahren ansteigende Zahl von Pensionierten aufzunehmen (Babyboomer-Generation). Leider scheiterte die Vorlage, was bedeutet, dass uns dieses Thema auch im Jahr 2018 beschäftigen wird. Aber die Unia und insbesondere unsere (…). Maria Teresa Cordasco, Daniel Hirt.
Unia Biel-Seeland, Kanton Solothurn, 21.4.2018.
Unia Biel-Seeland-Solothurn > Jahresbericht 2017. Unia, 2018-04-21.
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29.03.2018 Biel
Freiheitspartei
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Freiheitspartei
Skulpturen
Volltext
Vor 20 Jahren: "Sprayer bei Wasser und Brot einsperren". "Man sollte Sprayer 72 Stunden lang bei Wasser und Brot einsperren, um sie von ihrer illegalen Tätigkeit abzubringen", erklärte eine Woche vor Ostern 1998 Jürg Scherrer, der damalige Bieler Polizeidirektor und Nationalrat der rechtsextremen Freiheitspartei, die später aufgelöst wurde, weil die SVP alles aufsaugte, was sich rechts von ihr befand. Die Quittung für Scherrers provokative Aussage kam schnell: In der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag 1998 wurden die besseren Bieler Quartiere Beaumont und Linde, die bislang von Spraybildern und -schriften verschont geblieben waren, massiv mit Ostereierköpfen und Schriftzügen wie "fuck Scherrer" und "durnp Scherrer" eingedeckt. 250 HausbesitzerInnen beschwerten sich bei der Regionalpolizei, die Medien hatten etwas zu berichten. Ein Teil dieser Spraybilder ist heute noch zu sehen. Als im Februar 1998 der Solothurner Künstler Schang Hutter im Rahmen eines Skulpturenwegs zum 200. Jubiläum der Helvetik vor dem Bundeshaus in Bern seine Eisenplastik Shoah aufgestellit hatte, störte diese das rechtslastige Polit-Establishments extrem. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion am 4. März 1998 wurde sie von der Freiheits-Partei der Schweiz abtransportiert und vor die Werkstatt des Künstlers geknallt. Auf den Bildern der Presseberichterstattung sah man, wie der FP-Nationalrat und Bieler (…).Mit Bild. Damian Bugmann.
Vorwärts, 29.3.2018.
Personen > Bugmann Damian. Freiheitspartei. Sprayer. Vorwärts, 2018-03-29.
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15.02.2018 Biel
Partei der Arbeit
Vorwärts

Grossratswahlen
Partei der Arbeit
Volltext
Volkspension, Umverteilung. Bei den Wahlen für den bernischen Grossrat vom 25. März tritt die Partei der Arbeit in den Wahlbezirken Bern (Liste 16) und Biel/Seeland (Liste 22) an. Wahlprogramm und Kurzstatements der Spitzenkandidatinnen. Mit dem „Entlastungspaket 2018“ will die Kantonsregierung vor allem bei der Spitex, den Behindertenorganisationen, der Sozialhilfe, dem öffentlichen Verkehr und der Bildung sparen. Wir kennen diese „Sparpakete“, das letzte wurde 2014 von der damals noch mehrheitlich sozialdemokratisch-grünen Regierung geschnürt. Dem Kanton fehle das Geld, heisst es. Warum wohl? Ganz einfach, weil schon mehrmals die Steuern der Gutverdienenden „entlastet“ wurden. Und jetzt soll die „Steuerlast“ der Unternehmen reduziert werden - was die Schweizer Bevölkerung in der Abstimmung vor Kurzem doch abgelehnt hat! Oben wird „entlastet“ - und die Folgen davon erfahren die Pflegebedürftigen, Behinderten, SchülerInnen und Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Es ist Zeit, dass die unten sich wehren! Recht auf soziale Sicherheit. Die etablierten Parteien von Links bis Grün führen das Thema zwar beständig im Mund, sie wollen uns aber vergessen machen, was Klassenkampf in diesem Bereich bedeutet und wie man ihn führt. Von oben. Von unten. Der Kampf für soziale Sicherheit beginnt am Arbeitsplatz und meint: garantierte Anstellungsverhältnisse. Löhne, die zum Leben reichen, und Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, die nicht chronisch krank machen. (…). Die Redaktion.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > PdA Biel. Grossratswahlen. Vorwärts, 2018-02-15.
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01.02.2018 Biel
Partei der Arbeit
Vorwärts

Flüchtlingsunterkünfte
Flüchtlnge
Volltext
Leben im Container. Seit 2007 stehen die Container am Stadtrand von Biel. Bewohnt wurden sie von Tunnelbauerinnen, die auf der Baustelle eines neuen Autobahnabschnitts tätig waren. Diese Strasse ist nun eröffnet und die Containersiedlung in eine Kollektivunterkunft für Asylsuchende umgewandelt worden. Beschlossen haben dies der Regierungsrat des Kantons Bern und der Bieler Gemeinderat Eingewilligt hat die Bieler Exekutive nur unter der Bedingung, dass dafür keine zusätzlichen Wohnungen für Asylsuchende, vorläufig Auf-genommene oder anerkannte Flüchtlinge in der Stadt dazugemietet werden müssen. Wer also einen positiven Asylentscheid erhält und die Kollektivunterkunft verlassen darf, wird es schwierig haben, in Biel zu bleiben, egal ob bereits ein soziales Netz in der Region besteht. Als ich die geplante Asylunterkunft letzten Sommer ein erstes Mal besuchte, war ich schockiert. Der Standort ist unglaublich trist und erinnerte mich stark an die provisorischen Camps auf der griechischen Insel Lesvos. Auf der einen Seite des Standorts liegen die Autobahn und die grosse Ausfahrt, auf dei anderen Seite stehen grosse Industriebauten. Das Stadtzentrum ist über eine Stunde Fussmarsch entfernt und somit auch alle kulturellen Angebote sowie die von Freiwilligen organisierten Sprachkurse. Natürlich hatten vorher Bauarbeiterinnen in diesen Containern gewohnt. Diese verbrachten jedoch viel Zeit auf der Baustelle, schliefen in Einzelzimmern und an ihren freien Tagen konnten sie ihre Familien besuchen. Die Asylsuchenden (…). Judith Schmid.
Vorwärts, 1.2.2018.
Vorwärts > Flüchtlinge. Unterkünfte. Vorwärts, 2018-02-01.
Ganzer Text
26.10.2017 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Damian Bugmann
Judith Schmid
Interview
Partei der Arbeit
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Ist die Linke nicht geeint... Nach langen Jahren ohne PdA-Vertretung Im Bieler Gemeindeparlament wurde vor einem Jahr Judlth Schmld in den Stadtrat gewählt. Im Interview erzählt die Genossin über ihre Erfahrungen Im Parlament und hält fest, dass feministische Anliegen die ganze Gesellschaft angehen. Welches Geschäft beschäftigte dich bis jetzt am meisten? Am meisten beschäftigte mich wohl das Postulat Zufluchtsstadt - mein erster Vorstoss, den ich eingereicht habe. Mit einer Aktion vor der Sitzung habe ich zusammen mit anderen Stadträtinnen und Aktivistinnen eine Aktion dazu organisiert. Nach einer intensiven Debatte konnte schliesslich die Mehrheit im Rat überzeugt werden und das Postulat wurde zumindest in drei Punkten überweisen. Das Postulat verlangt die Prüfung der Direktaufnahme von 300 Flüchtlingen und einen Anschluss der Stadt Biel an das Netzwerk sowie weitere Massnahmen zu einer nachhaltigen Integration der Geflüchteten in der Gesellschaft. Das Medienecho danach war sehr gross, was mich wirklich gefreut hat. Grösster Aufsteller, grösster Absteller deiner Zeit im Stadtrat? Grösster Aufsteller ist wohl, dass die Ratslinke es immer besser schafft, sich zu koordinieren und einen gemeinsamen Nenner findet. Bei einer Pattsituation in Parlament von 30 zu 30 ist das sehr wichtig. Leider gelingt das nicht immer, und das ist dann wohl der grösste Absteller bisher: Weil die Linke nicht geeint war, wurde zum Beispiel dem Landverkauf beim Eingang der Taubenlochschlucht zugestimmt. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 26.10.2017.
Vorwärts > PdA Biel. Interview Judith Stamm. Vorwärts, 2017-10-26.
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16.10.2017 Biel
GBLS Biel

Budget Stadt Biel
Medien-Mitteilung
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Annehmbare Budgetvorlage des Gemeinderats. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland kann mit der Vorlage des Gemeinderats für das Budget 2018 der Stadt Biel leben. Es bewahrt wichtige Leistungen für Biel und seine Bevölkerung, für die sich die Gewerkschaften mit dem Komitee „Biel für alle“ anlässlich des umkämpften Budgets 2016 eingesetzt hatten. Mit dem schliesslich klaren Ja zum definitiven Budget hatte die Bevölkerung gezeigt, dass es hinter den vielfältigen und wertvollen sozialen und kulturellen Institutionen Biels steht und den Abbau bei den Schulen und bei den übrigen wichtigen Leistungen der Stadt ablehnt. Dieses Ergebnis ist das Verdienst einer beispiellosen Bewegung von Menschen, die sich unermüdlich und solidarisch für eine vielfältige und lebenswerte Stadt engagiert und sich weiterhin dafür einsetzen wird. Die Vorlage des Gemeinderats für das Budget 2018 schreibt die Budgets 2016 und 2017 fort und verzichtet auf weitere schmerzhafte Abbaumassnahmen. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland (GBLS) kann daher mit dem Budgetentwurf leben. Dennoch erachtet er das Budget als einen Kompromiss, den es in den kommenden Jahren zu erhalten gilt. Die angekündigten Steuersenkungen für Unternehmen und das Abbauprogramm des Kantons werden die künftigen Budgets der Stadt massiv unter Druck setzen. Der GBLS unterstützt daher den Gemeinderat bei seinem Einsatz gegen die unverantwortliche Finanzpolitik des Kantons.
GBLS Biel, Medienmitteilung, 16.10.2017.
GBLS > Budget Stadt Biel. GBLS Biel, 2017-10-16.
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19.09.2017 Biel
Alters- und Pflegeheim
GBLS Biel

Alters- und Pflegeheim
Ausgliederung
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Nein zum Verpflichtungskredit zur Ausgliederung der städtischen Alters- und Pflegeheime. Der Bieler Stadtrat entscheidet am 21. September 2017 über einen Verpflichtungskredit, mit dem die Ausgliederung der vier städtischen Heime Ried, Schüsspark, Cristal und Redernweg, des städtischen Tageszentrums sowie der städtischen Alterssiedlungen in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft in die Wege geleitet werden soll. Die Gewerkschaften lehnen diesen Kredit klar ab, weil sie die Auslagerung dieser städtischen Angebote ablehnen. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland (GBLS) hat die Stadträtinnen und Stadträte angeschrieben, um sie über seine Positionen zu informieren. Bei den Bieler Wahlen 2016 hatte der GBLS Kandidierende von Passerelle, Grünen und SP/PSR unterstützt mit der gemeinsamen Forderung, die städtischen Heime nicht auszulagern. Der GBLS stellt sich auf den Standpunkt, dass der städtische Service public nicht unter einem Kosten/Nutzen-Aspekt betrachtet werden darf. Die Stadt Biel ist befugt und berechtigt, selber und direkt Dienstleistungen zum Wohle ihrer BewohnerInnen anzubieten. Dazu gehört auch die effiziente Führung der städtischen Heime. Eine aktive Alterspolitik wie sie die Stadt Biel befolgt, verlangt die notwendigen Instrumente. Dazu gehören auch die Heime. Diese Heime unterstehen der öffentlichen Kontrolle und sie sind der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtig. Dies ist wichtig, um alte und gebrechliche Menschen zu schützen. (…).
GBLS, Medienmitteilung, 19.9.2017.
GBLS > Altersheime. Ausgliederung. GBLS, 2017-09-19.
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18.05.2017 Biel
Migration
SGB
Syndicom

Konferenz
Migranten
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Migration. Konferenz der IG Migration: „Wir alle sind die Schweiz“. Am 13. Mai 2017 führte die Interessengruppe Migration in Biel die MigrantInnen Konferenz durch. Augustin Mukamba, Co-Präsident der Migrationskommission, und Patrizia Mordini, Leiterin Gleichstellung und Mitglied der Geschäftsleitung, eröffneten die Konferenz am Samstagmorgen. Die drei Schwerpunkte bildeten der Rechtsrutsch in der Schweizer Politik und dessen Auswirkungen, die Einbürgerungsoffensive und die Digitalisierung des Arbeitsmarkts und dessen Einfluss auf Arbeitnehmerinnen, die einen Migrationshintergrund haben. Sibel Arslan: Von Dersim zum Parlament. In ihren aufschlussreichen Ausführungen zeichnete Sibel Arslan, Nationalrätin und Juristin, ihre eigene Karrieren Geschichte nach - von Dersim, einer kleinen Stadt in Anatolien nach Bern ins Parlament: «Ich bin als Flüchtlingskind hier in die Schweiz gekommen, und jetzt bin ich eine Vertreterin der Flüchtlingskinder geworden.» Dafür habe sie jeder Stufe ihrer Karriere immer mehr kämpfen müssen als ihre schweizerischen Kolleginnen und Kollegen. In ihrer Schulzeit habe sie als Übersetzerin für Flüchtlingsfrauen gearbeitet. Dort habe sie rasch gemerkt, warum die Behörden, die Ärztin usw. ungehalten sind mit diesen Menschen - weil sie keine genügenden Deutschkenntnisse hätten. Dort habe sie sich schon gefragt, was Schweizerinnen und Schweizer meinten: wenn man kein Deutsch oder nur gebrochenes Deutsch spreche, werde man dann als dumm angesehen? Auch deswegen habe sich Sibel Arslan entschieden, Jura zu studieren. Nach dem Studium wurde (…). Patrizia Mordini, Mahir Üzmez.
Syndicom, 18.5.2017.
Syndicom > Migration. Konferenz. Syndicom, 2017-05-18.
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01.05.2017 Biel
1. Mai Biel
GBLS Biel
Personen
Sibel Arslan
1. Mai Biel
Referate
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1.-Mai-Referat von Sibel Arslan. SP-Nationalrätin. Liebe Freunde, liebe Mitstreidende, sevgili dostlar. Ich freue mich, heute am 1. Mai zu euch sprechen zu dürfen. Der diesjährige Aufruf der Gewerkschaften lautet: wir wollen nicht nur abwehren. Wir wollen und können die Schweiz auch gestalten. Sozialer. Gerechter. Unsere demokratischen Werte, welche uns ein friedliches Zusammenleben in Freiheit ermöglichen, müssen wir mit all unserer Überzeugungskraft in diesen schwierigen rechtspopulistischen Zeiten verteidigen  hier in der Schweiz, in Europa, in den USA und auch in anderen Ländern wie der Türkei. Unsere Stärke ist unsere Überzeugung. Dass wir auf die Strasse gehen und zusammen von der Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen können, ist nicht selbstverständlich und eine demokratische Errungenschaft, welche wir bewahren und verteidigen müssen. Liebe Kolleginnen und Kollegen. Unsere Bundesverfassung sagt in Artikel 8, dass niemand wegen seiner Herkunft, ihrer Rasse, seinem Geschlecht oder ihrem Alter diskriminiert werden darf. Obwohl die Bundesverfassung die Diskriminierung klar verbietet, sieht die Realität leider anders aus und Menschen werden auf dem Arbeitsmarkt immer wieder ungleich behandelt und diskriminiert. Menschen, welche über 50 Jahre alt sind und über viel Erfahrung und Fachwissen verfügen, finden oft aufgrund ihres Alters keine Arbeitsstelle mehr. Sie werden aufgrund ihres Alters bei der Arbeitssuche diskriminiert. Auch wenn mittlerweile viele Menschen denken, dass wir in der " modernen " Schweiz die Gleichstellung der Geschlechter erreicht haben und (…). Sibel Arslan.
Personen > Arslan Sibel. 1.-Mai-Referat Biel 2017.
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01.05.2017 Biel
1. Mai Biel
GBLS Biel
Personen
Tamara Funiciello
1. Mai Biel
Referate
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1.-Mai-Referat von Tamara Funiciello, Juso-Präsidentin. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen. Als die Titanic losfuhr 1912, galt sie als unglaublich fortschrittlich und setzte neue Massstäbe des Reisekomforts – zumindest wenn man in der 1. Klasse reiste. Zudem galt sie als unzerstörbar. Tja, wir kennen alle die Geschichte, nicht zuletzt wegen der wahrscheinlich dramatischsten Verfilmung der Filmgeschichte, mit Rose und Jack und diesem dämlichen Stück Holz, das gross genug gewesen wäre für 2, aber anyway – die Titanic ging schon auf ihrer Jungfernfahrt unter. Sie gilt als eine der grössten Katastrophen der Seefahrt. Nun fragt ihr euch wahrscheinlich, was zur Hölle das mit einer 1. Mai Rede zu tun hat, wo doch sonst alle von Klassenkampf reden und ich von Leonardo di Caprio. Verständlich. Aber das politische Umfeld, in dem wir leben, hat viel mit der Titanic zu tun. Das System in dem wir uns befinden, ist nämlich auch dem Untergang geweiht – und nicht nur das, es ist bereits am Untergehen. Und die Organisationen in diesem Land, benehmen sich, als wäre es nicht so. Der Freisinn sitzt nach wie vor am Steuer, unterhält sich mit dem reichsten Prozent der Bevölkerung und erzählt munter, dass alles gut sei, dass dieses System gar nicht untergehen kann. Die Digitalisierung wird sich für alle lohnen, dass Fabriken wegziehen, das ist eben Strukturwandel, und dass dabei Menschen ihre Existenz verlieren – ja, das ist dann halt so. Auf dem Deck der Titanic sitzt die SVP. Obwohl das Schiff sinkt, spielen sie nach wie vor unglaublich laute, mühsame Musik. Es löst zwar kein einziges der Probleme, die wir haben, es hat auch (…). Tamara Funiciello.
Personen > Funiciello Tamara. 1. Mai 2017 Biel. Referat.
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01.05.2017 Biel
1. Mai Biel
GBLS Biel
Personen

1. Mai Biel
Referate
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1.-Mai-Referat in Biel von Judith Schmid, PdA Biel. Heute vor einer Woche erreichte mich eine schreckliche Nachricht: Nördlich von Lesvos, einer griechischen Insel nicht weit von der türkischen Küste entfernt, ist ein weiteres, überfülltes Boot gesunken. Viele Frauen, Männer und Kinder konnten nur noch tot geborgen werden. Leider, wie wir alle wissen, ist das kein schlimmer Einzelfall, sondern trauriger Alltag: Seit Anfang 2017 sind bereits wieder über 1000 Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung im Mittelmeer ertrunken. In den Medien werden diese Todesfälle kaum mehr erwähnt. Anders war dies im Herbst 2015: Alle sprachen nur noch über eine „Flut“ von Menschen, die Europa quasi „überschwemmen“ würde. Eine Million Schutzsuchende erreichten in diesem Jahr europäischen Boden. Zum Vergleich: Weltweit sind zurzeit über 63 Million Menschen auf der Flucht. Die meisten von ihnen finden im eigenen Land oder in einem Nachbarsstaat Zuflucht. Die Hauptaufnahmeländer sind immer noch die Türkei, der Libanon und Pakistan. In der Schweiz baten 2015 knapp 40'000 Menschen um Asyl. Das sind weniger als während der Kriege in Ex-Jugoslawien. Im letzten Jahr waren es dann nur noch 27'000 Gesuche. Von rechten Politikerinnen und Politikern wird das Thema aber bis heute ausgeschlachtet. Es wird populistische Hetze gegen Schutzsuchende betrieben, offener Rassismus ist in weiten Teilen der Gesellschaft im Nu wieder salonfähig geworden. Schutzsuchende Menschen werden als „Asylschmarotzer“ diffamiert, als „Scheinasylanten“, die sich hier nur bereichern wollen, hingestellt. Anfang 2016 machte dann Europa dicht: (…). Judith Schmid.
Personen > Schmid Judith. 1.-Mai-Referat 2017 Biel.
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