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24.04.2020 Biel
Personen
Vorwärts
Rolf Zbinden
Strassenbau
Volltext
WestAst
Auf die Pfoten hauen! Unter der Bedingung von Krise und Notrecht kann die Versuchung für Exekutiven aller Ebenen verlockend sein, demokratische Prozeduren zu verschlanken und die politische Willensbildung zu kanalisieren. Deshalb muss die demokratische Kontrolle von ganz unten beginnen: In den Gemeinden. In Biel und Nidau, den beiden Städten am unteren Ende des Bielersees, befinden sich zwei mehr als fragwürdige Bauvorhaben in einer heissen Phase: Agglolac und Westast. Während das Autobahnprojekt Westast in einem „Dialogprozess“ perspektivisch auf einen faulen Kompromiss zu manövriert wird (Fortsetzung folgt'), könnten sich bei Agglolac - dem luxuriösen Überbauungsprojekt für bisher brach liegende und damit unverwertete Bereiche des Bielersee-Strands durch den auch in Zürich bestens bekannten Immobilienkonzern „Mobimo“ - die Dinge sogar überstürzen. Auch wenn aktuell daran gezweifelt werden muss, dass die Abstimmungsbotschaft für die Volksabstimmung vom 28. Juni 2020 vorgängig im Stadtrat (Legislative) parlamentarisch sauber verhandelt werden kann, dürfen wir auch den schlimmsten Fall nicht ausschliessen: dass unter Rückgriff auf Notrecht die parlamentarische Debatte eingeschränkt und der öffentliche Abstimmungskampf zur Farce wird. In diesem Fall würden sich nur noch die finanzkräftigen und polit-ökonornisch bestens vernetzten Interessen mit „kontaktunabhängiger“ Medienpropaganda einbringen und durchsetzen können. Dem rotgrün dominierten Bieler Gemeinderat (Exekutive) kann leider in diesem Fall nicht über den Weg getraut werden. (…). Rolf Zbinden. Vorwärts, 24.4.2020.
Personen > Zbinden Rolf. Westast. Vorwaerts, 2020-04-24.
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20.03.2020 Biel
Personen
SP Biel
Otto Arnold
Hans Stöckli
Nachruf
Volltext
Er schuf die erste Wohnstrasse Biels. Nachruf Der Sozialdemokrat und visionäre einstige Bieler Baudirektor Otto Arnold ist nach längerer Krankheit verstorben. Am 4. März 2020 haben wir auf dem Friedhof Madretsch unter Corona-Einschränkungen Abschied genommen von Alt-Gemeinderat Otto Arnold, welcher am 22. Januar 1931 geboren wurde und am 24. Februar 2020 nach längerer Krankheit verstorben ist. Ich lernte Otto Arnold im Wahljahr 1976 kennen, als ich der SP Madretsch beigetreten bin und als Stadtrat kandidierte. Auf der linken Seite herrschte nach der Wahlschlappe im Jahre 1972 eine richtige Aufbruchstimmung: Man strebte eine linke Mehrheit im Stadtrat an, und mit der Kandidatur von Otto Arnold auch im Gemeinderat. Und man wollte mit dem jungen und damals einzigen vollamtlichen SP-Gemeinderat Hermann Fehr das Stadtpräsidium zurückgewinnen, welches während fast 30 Jahren in bürgerlicher Hand gelegen hatte. Ein richtiger Büezer. Ich war beeindruckt vom Kandidaten Otto Arnold: Er entstammte einer Arbeiterfamilie, die entschlossen gegen Faschismus und Nationalsozialismus aufgetreten war. Arnold war ein richtiger Büezer mit einer Lehre als Automechaniker. Er kam 1957 als Kontrolleur bei GM nach Biel, trat ein Jahr später der SP bei und wurde 1960 als damals jüngster Stadtrat gewählt. 1963 musste er seine Stelle bei GM wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten unter Polizeibegleitung verlassen. Arnold unterstützte aktiv den Pazifisten und Atombomben-Gegner Arthur Villard sowie den Freiheitskämpfer im Spanischen Bürgerkrieg, Ernst Stauffer. Auch pflegte er enge Kontakte zu den Journalisten Frank A. Meyer und Marcel Schwander. (…).
Bieler Tagblatt, 20.3.2020.
Personen > Arnold Otto. Nachruf Hans Stoeckli. BT, 2020-03-20.
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13.03.2020 Biel
Personen
Post
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
Post CH AG vs.PdA. Die PdA setzt sich gegen die Schliessungen von Poststellen in der Schweiz ein. Dieser Einsatz ist offenbar unserem ehemaligen Staatsbetrieb zu Ohren oder auch zu Augen gekommen. Nach unserer Intervention im Bieler Stadtrat, mit vorgängiger Aktion und diversen Medienberichten, meldete sich Frau Antoinette Feh, Medienverantwortliche der Post CH AG für die Deutschschweiz, bei mir. Mein Erstaunen war doch recht gross. Hat da die PdA einen wunden Punkt getroffen? Auf jeden Fall fand am 24. Februar ein Trefffen mit Frau Feh und mir statt. Vorgängig muss ich erwähnen, dass dieses Gespräch grundsätzlich sehr angenehm – von Seiten der menschlichen Ebene betrachtet - war. Frau Feh ist natürlich eine ausgewiesene Kommunikationsspezialistin. Nun, das Gespräch drehte sich um die von der PdA aufgegriffenen Punkte. Die Dienstleistungen, die in den zu Agenturen umgewandelten Poststellen reduziert sind. Da ist vor allem eine dieser Dienstleistungen hervorzuheben: Die Ein- und Auszahlungen bar sind in diesen Agenturen aufgrund des schweizerischen Geldwäschegesetzes nicht möglich. Geldtransfer ins Ausland werden nicht verarbeitet. Frau Feh sagte, 97 Prozent der ursprünglichen Dienstleistungen seien gewährleistet. Ganz scnwerwlegende und schliesslich auch wichtigste Gründe für unseren Protest sind die Anstellungsbedingungen der MitarbeiterInnen in den Agenturen. (…).
Peter Heiniger.
Vorwaerts, 13.3.2020.
Personen > Heiniger Peter. Post. Poststellen. Vorwaerts, 2020-03-13.
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20.02.2020 Biel
Schweiz
AHV
Personen
Ueli Schärrer
AHV
Volltext
Ein Nein zu antastbaren Renten. Das Rentensystem unserer Eidgenossenschaft muss nicht neu erfunden werden. Elie Idee war, dass die Arbeitenden die Renten der Rentnerinnen und Rentner finanzieren. Einfach und gerecht. Hauptgedanke der AHV: Wer viel verdient, bezahlt, mehr, aber beim Bezug wird „gedeckelt“. Seit 1948 gibt es AHV-Renten, und erst einmal in all den Jahren mussten die Beiträge erhöht werden. Bis 2017 schrieb die AHV immer Gewinne, wurde aber über Jahrzehnte immer wieder schlechtgeredet. Die AHV ist ein Dom im Fleisch des Kapitalismus, weil mit diesem (Volks)-Vermögen nicht spekuliert werden kann. Das sieht bei den Pensionskassen ganz anders aus. Hier wird munter spekuliert und „abgesahnt“. ittlerweile ist die 1000-Milliarden-Grenze der ersparten Beiträge überschritten. Und jedes Jahr gehen den Pensionskassen mehrere Milliarden Franken verloren. Im Geschäftsbereich der PKs tummeln sich die Finanzhaie und bereichern sich. Banken, Versicherungen, Vorsorgestiftungen und die Nationalbank erleichtern die Beitragszahler jährlich um mehrere Milliarden Franken. Nebenbei liegen für die Bosse noch gute Boni drin. Auf Banken und Versicherungen liegen sogenannte namenlose Rentenvermögen herum. Diese werden mittlerweile mit über 500 Milliarden Franken beziffert. Fazit: Wenn alle Pensionskassenvermögen und alle Freizügigkeitskonten bei einer staatlichen Kasse wären, könnten wir noch jahrelang mit den heutigen Renten leben. (…).
Ueli Schärrer.
Bieler Tagblatt, 20.2.2020
Personen > Schaerrer Ueli. AHV. Bieler Tagblatt, 2020-02-20.
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20.01.2020 Biel
GBLS Biel
Generalstreik

Gedenkstätte
Generalstreik
Volltext
Stadt erhält Memorial zum Landesstreik. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland will auf dem Bieler Neumarktplatz eine Gedenkstätte zum Landesstreik 1918 einrichten. Der Gemeinderat unterstützt das Vorhaben finanziell. Mehr als 100 Jahre nach dem Landesstreik von 1918 soll in Biel eine Gedenkstätte eingerichtet werden, die an die damaligen Geschehnisse in der Stadt erinnert. Das Vorhaben geht auf die Initiative des Gewerkschaftsbundes Biel-Lyss-Seeland (GBLS) zurück. Der Gemeinderat hat nun entschieden, das Projekt mit 3000 Franken zu unterstützen. In einer entsprechenden Mitteilung verweist die Stadtregierung darauf, dass der Landesstreik die Entwicklung der Schweiz und der Stadt Biel geprägt habe, weshalb es richtig sei, „eine bleibende Erinnerung im öffentlichen Raum“ zu schaffen. Die Gedenkstätte soll auf dem Neumarktplatz entstehen. Der GBLS plant, am alten Trafohauschen, das schon 1918 auf dem Neumarktplatz stand, zwei Gedenktafeln anzubringen. Zudem soll ein Eisenbahnpuffer aufgestellt werden, um an die bedeutsamen Ereignisse rund um den Bieler Bahnhof während des Landesstreiks zu erinnern. Die Eisenbahner nahmen beim Streik eine entscheidende Rolle ein, in Biel kam es zu Zusammenstössen zwischen Streikenden und der Armee, bei denen es auch zu einer Schussabgabe kam, als in Madretsch ein Zugang erhalten wurde. Aber auch der Neumarktplatz spielte während des Streiks eine Rolle, zudem wurden in der Folge darauf über viele Jahre die1l.-Ma-Kundebungen abgehalten. Der Platz eigne sich laut der Stadtregierung deshalb gut für ein Memorial zum Landesstreik 1918. Dass sich nun auch der Bieler Gemeinderat an der Finanzierung der Gedenkstätte beteiligt, 'sei eine wichtige lsg . (...).  Bieler Tagblatt.
GBLS > Generalstreik Biel. Gedenktafel. BT, 2020-01-20.
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20.09.2019 Biel
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Peter Heiniger
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„35 Stunden arbeiten und mit 60 in Rente“. Zwölf Männer und zwölf Frauen stellen sich im Kanton Bern für die Partei der Arbeit zur Wahl. Der. Bieler Berufsschullehrer Peter Heiniger ist einer von Ihnen. Er schätzt es, als Mitglied des Stadtrats in Biel einer Partei ohne Regierungsbeteiligung unabhängig operieren zu können. Genosse Peter im Gespräch mit dem Vorwärts. Skizziere kurz dein politisches Engagement. Ich setze mich für eine gerechte Gesellschaft ein. Eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Zugang zu Ressourcen haben. Dazu gehört natürlich auch die Gleichberechtigung, die nach wie vor nicht umgesetzt wurde, obwohl sie seit Generationen eingefordert wird. Zudem ist mir eine intakte Umwelt sehr wichtig. Denn nur in einer gesunden Umwelt kann eine gesunde Gesellschaft leben. Das heisst, dass ich mich für Massnahmen einsetze, welche die C02-Emissionen reduzieren, Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstütze und Einfluss auf die Verkehrspolitik zu nehmen versuche, indem ich fordere den motorisierten Individualverkehr stark einzuschränken. Im Grundsatz setze ich mich für eine gerechte Gesellschaft in einer intakten Umwelt ein! Was gefällt dir an parlamentarischer Politik, was stört dich? Meist ist es spannend, Argumente anderer Parlamentarier*innen anzuhören. Die Unterschiede rausfinden und auch an meinen Argumenten basteln. Meine Aufgabe ist es allerdings nicht, zu Mehrheiten beizutragen, vielmehr andere Parlamentarier*innen von unseren Argumenten zu überzeugen. Mitunter gelingt (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Bugmann Damian. Peter Heiniger. Interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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20.09.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Rolf Zbinden
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„Zückerlipolitik für die Frauen* ist passée“. Acht Jahre Im Amt als Stadtrat In Bern liegen hinter Rolf Zbinden - nun geht er für die PdA bei den Nationalratswahlen ins Rennen. Der Kandidat arbeitete bei Themen Immer eng mit der ausserparlamentarischen Basis zusammen und verfügt dank zlg Jahren Aktivismus über viel Erfahrung. „Wahlen sind kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um wahrgenommen zu werden und der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme zu geben“ - das schreibt die PdA Bern auf ihrer Seite. Was denkst du dazu? Es ist offensichtlich, dass die Lösung der drängendsten Fragen nicht an Parlamente delegiert werden kann - erst recht nicht an Regierungen. Lassen wir uns von Wahlversprechen nicht einlullen! Von oben herab sind wir noch nie beglückt worden - es braucht eine laute Stimme und heftig Dampf von unten. Der Titel des Wahlprogramms 2019 lautet: „Es braucht einen radikalen Wechsel“. Kannst du mehr darüber erzählen? Der Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und die Ausplünderung der gesamten Erde zeigen uns auf, dass ein „weiter so“ nicht mehr verantwortet werden kann. Mit einem „Green New Deal“ und ein bisschen „Entwicklungshilfe“ können wir uns nicht freikaufen. Der Wandel muss so radikal sein, dass wir nicht auf altbackene Rezepte zurückgreifen können. Dieser Wandel ist aber nicht zu machen auf der Basis der Profitwirtschaft. Du kandidierst für den Nationalrat: Welche besonderen Arbeiten stehen jetzt für dich persönlich als Kandidat an? Es gibt Flugblätter, Plakate und das (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Hunziker Sabine. Rolf Zbinden. interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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14.06.2019 Biel
Schweiz
Frauen
Personen
Work
Christian Egg
Frauenhaus
Volltext
Ungenügend: In der Schweiz Ist der Schutz von Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden, nicht garantiert. Jedes vierte Opfer findet keinen Platz. Frauenhäuser: Chronisch unterfinanziert. Zu wenig Plätze, zu wenig Geld: Bringt die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen nun Besserung? 19 Frauenhäuser gibt es in der Schweiz. Was nach viel klingt, ist viel zu wenig: Immer wieder müssen die Häuser Frauen abweisen, weil sie keinen Platz haben. Letztes Jahr war das bei 478 Frauen der Fall, wie die aktuellen Zahlen der Dachorganisation der Frauenhäuser zeigen. Jede vierte Frau, die Schutz suchte, wurde abgewiesen. Einige der Frauen kamen in einem anderen Frauenhaus unter. Die Mehrheit der abgewiesenen Frauen aber bekam nur einen Platz in einer Notwohnung der Gemeinde oder in einer Pension, wo es kaum fachliche Betreuung und gar keine Schutzmassnahmen gibt. Denn nur bei den Frauenhäusern ist die Adresse geheim. Das Problem: Die Frauenhäuser sind chronisch unterfinanziert. Nur gerade ein Haus wurde 2018 komplett durch den Kanton getragen. Viele werden von der öffentlichen Hand nur pro Fall finanziert - zu Tarifen, die für einen professionellen 24-Stunden-Betrieb bei weitem nicht ausreichen. Sie können nur dank vielen privaten Spenden überhaupt überleben. Noch schlechter steht es um den Schutz von minderjährigen Gewaltopfern. In der Schweiz gibt es nur gerade ein Mädchenhaus. Ein in der Startphase durch Crowdfunding finanziertes Projekt in Biel, das auch (…). Christian Egg.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Egg Christian. Frauenhaeuser. Work online, 2019-06-14.
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31.05.2019 Biel
Personen
Work
Beat Schaffer
Interview
Volltext
Unermüdlicher Kämpfer. Er ist das historische Gedächtnis der Gewerkschaften: Beat Schaffer, gelernter Schriftsetzer, Marxist, Gewerkschaftstexte-Sammler und Leiter der Rentnergruppe der Unia Biel. Wo anfangen bei diesem Leben, das genügend Stoff für einen Roman bieten würde? Vielleicht beim Wunsch des kleinen Buben, vom Lehrer auch mal einen farbigen Einband für die Schulhefte zu bekommen. Er bekommt nie einen, irgendeinen Fehler macht er immer. Es war vielleicht seine erste Lektion in Sachen „Arm» und „Reich“, „Oben“ und „Unten“. Trotzdem setzen sich seine Lehrer später für ihn ein, holen mit ihm in der neunten Klasse den Sekundarschulstoff nach, damit der aufgeweckte Bub eine Schriftsetzerlehre machen kann. Denn die Eltern haben kein Geld, um ihn in die kostenpflichtige Sekundarschule zu schicken. „Wir waren nicht armengenössig, aber Vater und Mutter mussten immer auf alle mögliche Art und Weise Geld verdienen“, erzählt Beat Schaffer und taucht in die Vergangenheit ein. So arbeitete die ¬Mutter mal als Putzfrau oder half beim Bahnwärter aus, der Vater durchforstete die Ghüder-Deponien nach verwertbaren Metallstücken, hielt Kaninchen, von denen er ab und zu eins schlachtete. „Meine Mutter war mein grosses Vorbild. Sie ist immer für unsere Sache eingestanden“, sagt der 77jährige mit Hochachtung in der Stimme. Die Mutter und Beats Götti, SP-Gemeindepräsident in Worben BE, versorgten den jungen Schaffer mit Lesestoff, der „Berner Tagwacht“ etwa. Der Götti nahm ihn auch mit an die ersten gewerkschaftlichen Versammlungen. So wurde Beat Schaffer schon früh politisiert, er las das „Kommunistische Manifest“ von Karl Marx und bald auch andere kommunistische Literatur, ging auf die (...). Astrid Tomczak-Plewka.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Schaffer Beat. Interview. Work online, 2019-05-31.
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16.05.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststelle
Volltext
K.O. für die Poststellen. Nachdem die PTT (Post, Telefon, Telegramm) zur halbprivatisierten Post CH AG geworden ist, schreckt sie vor keinen Einsparungsmöglichkeiten mehr zurück. Der Poststellenabbau kommt einem Kahlschlag gleich. In vielen Gemeinden befinden sich keine Poststellen mehr, oder wenn überhaupt, so genannte Agenturen. Diese Agenturen bieten zudem nur ein reduziertes Angebot gegenüber einer ordentlichen Poststelle und schlechtere Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen. Der Poststellenabbau betrifft alle, Kund*innen wie Angestellte. Eine Reduktion des Service Public ist zudem nicht verfassungskonform. In der Verfassung heisst es denn auch in Artikel 43a: „Leistungen der Grundversorgung müssen allen Personen in vergleichbarer Weise offenstehen.“ Die Gewährleistung dieser Grundversorgung wird von der Post unterlaufen. Immer weitere Wege müssen in Kauf genommen werden, um an eine ordentliche Poststelle zu gelangen. Gerade für Leute mit reduzierten Mobilitätsmöglichkeiten bedeutet dies eine grosse Erschwernis ihres alltäglichen Lebens. Nun kommt auch Biel dran: Die Poststellen Mett, Gurzelen und Neumarkt sollen bis 2020 geschlossen werden. Später eventuell Bözingen oder Madretsch. Werden drei Poststellen geschlossen, ist dies ist eine massive Reduktion des Angebots um 50 Prozent. Am Ende des Abbaus verbleiben auf dem Stadtgebiet bloss noch zwei Postfilialen! Die Begründung des ehemaligen Staatsbetriebs ist, dass durch die Schliessungen (…). Pesche Heiniger.
Vorwärts, 16.5.2019.
Personen > Heiniger Peter. Poststellen. Betriebsschliessung. Vorwaerts, 2019-05-16.
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29.04.2019 Biel
GBLS Biel
Personen
Jesus Fernandez
GBLS
Jahresbericht
Volltext
Jahresbericht 2018 Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland (GBLS). An der ordentlichen Delegiertenversammlung vom 24. April ist es zu einem Wechsel im Präsidium gekommen. Der langjährige Präsident Daniel Hügli ist zurückgetreten und als neuer Präsident wurde ich gewählt. Ich möchte Daniel Hügli an dieser Stelle für seine wertvolle und intensive Arbeit als Präsident des GBLS nochmals danken. Als Sekretärin wurde Fotini Pakou gewählt. Unter dem Motto „Lohnqleichheit, Punkt. Schluss!" fand am 1. Mai 2018 die Veranstaltung zum Tag der Arbeit statt. Am Umzug durch die Stadt und an der Kundgebung auf dem Zentralplatz nahmen etwa 450 Personen teil, also etwas mehr als im Vorjahr. Reden wurden gehalten von: Lisa Mazzone, Nationalrätin Grüne aus Genf, Cedrlc Wermuth, Nationalrat SP, Aargau, und Corrado Pardini, Nationalrat SP und Geschäftsleitungsmitglied Unia, Bern. Die Unia Biel-Seeland verlieh den Unia-Preis "Arbeit und Solidarität" 2018 an zwei engagierte und aktive Frauen der Gewerkschaftsbewegung: an Margrit Gatschet, ehemalige Gewerkschaftssekretärin und heutige Präsidentin der regionalen Unia-Frauengruppe, und an Maria Teresa Cordasco, seit Jahren als Gewerkschaftsvertreterin in ihrer Firma engagiert und seit mehreren Jahren Co-Präsidentin der Unia Region Biel-Seeland/Kt. Solothurn. Der GBLS und die darin angeschlossenen Gewerkschaften haben sich im Jahr 2018 sehr aktiv an der Unterschriftensammlung für die GKB-Volksin
Jesus Fernandez, GBL“, 29.4.2019.
Personen > Fernandez Jesus. Jahresbericht 2018. GBLS Biel, 2019-04-29.
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10.03.2019 Biel
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Organisation
Volltext
Die Berner Delegation am nationalen Treffen zur Streikkoordination. Über 500 Frauen treffen sich zur Frauen*streik-Vorbereitung. Mehr als 500 Frauen, darunter viele Unia-Aktivistinnen, haben sich in Biel zur nationalen Frauen*streik-Koordination getroffen. In einem gemeinsamen Appell fordern sie mehr Lohn, angemessene Renten, die Aufwertung der Frauenarbeit und eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Am 22. September 2018 gingen 20'000 Menschen für gleichen Lohn und gegen Diskriminierung auf die Strasse. Seither ist die nationale Mobilisierung zum Frauen*streik in der ganzen Schweiz ungebremst – dies wurde am ersten nationalen Treffen besonders sichtbar. Auch die Unia-Frauen sind mit von der Partie: Sie sind aktiv in den regionalen Komitees und präsent in den Betrieben. Sie werden am 14. Juni in der ganzen Schweiz am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen und sich gemeinsam mit anderen Frauen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einsetzen!
Unia Schweiz, 10.3.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Koordination. Unia Schweiz, 2019-03-10.
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24.01.2019 Biel
Strassenbau
Vorwaerts

Volltext
WestAst
A5-Westast, wie weiter? Über das grosse Autobahnprojekt in Biel wird schon seit. Jahrzehnten diskutiert. Ein Rückblick auf diese leidige Geschichte und ein alternativer Vorschlag mit Spareffekt In unbekannten MillIonenbeträgen. Es ist schon eine Krux, diese leidige Geschichte. Da wurde schon über Jahrzehnte darüber geschrieben, geplant, diskutiert und sogar demonstriert. Und was hat es gebracht? Die reine Konfusion. Dabei waren schon sehr viele Varianten auf Plänen und in Schubladen von Behörden und PlanerInnen. Aber auch in den Köpfen derjenigen, die sich zutrauten, etwas von der Materie zu verstehen. Da ich vor Jahren (1968) die Lehre als Strassenbauer machte, gehöre ich auch zu dieser Gattung, welche denkt: Was wäre wohl für Biel das ideale Projekt? Die erste Variante, über die damals geredet wurde, wäre irgendwie von der Bernstrasse zum Schüsskanal geleitet worden und danach mittels einer Brücke über dem Kanal nach Bözingen, Also, mitten über und durch die Stadt! Der reine Wahnsinn, aber eben doch mal so angedacht. Nachfolgende Möglichkeiten wären dann von Solothurn nach Biel, dann bei Bözingen in den Berg und in Vingelz zum See. Von da aus wurde dann nicht mehr nur geplant, sondern einfach schon mal mit dem Bauen begonnen. So entstand der „Tatzelwurm“, welcher nun nicht gerade das beste Beispiel vom Schönen ist. Und mittlerweile soviel Reparaturkosten verursacht, wie damals für den Neubau bezahlt wurde! Welch ein Stuss! Oder die Variante über das „Plateau“ nach la Neuveville (…). Ueli Schärrer.
Vorwärts, 24.1.2019.
Vorwärts > WestAst. Vorwaerts, 2019-01-24.
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18.12.2018 Belfort
Biel
SBB
SEV Schweiz

Bahnlinie
SBB
Volltext
Delle–Belfort wiedereröffnet. Jurassische Eisenbahner als Pioniere. Ohne den jahrelangen Kampf jurassischer Eisenbahner mit Denis Schaffner an der Spitze wäre die Linie Delle–Belfort am 6. Dezember nicht wiedereröffnet worden. Als 1992 die Linie Delle–Belfort geschlossen wurde, konnte sich Rangierarbeiter Denis Schaffner, der damals die SEV-RPV-Sektion Jura präsidierte, nicht damit abfinden. Sofort gründete er zusammen mit seinen Kollegen das Komitee „Für die Wiedereröffnung der Linie Delle-Belfort“. Im Dezember 2000 übergaben die Eisenbahner der Regierung des Kantons Jura eine Petition mit 6‘000 Unterschriften für die Wiederbelebung der Linie. „Es war die grösste Unterschriftensammlung, die es in unserem Kanton je für die Bahn gegeben hat“, sagt Pierre Kohler, der damals jurassischer Regierungspräsident und Verkehrsminister war. Aktionen zur Entfernung des Gestrüpps. Denis Schaffner ist ein Mann der Tat und beschloss deshalb, mehr zu machen als die Petition. Zusammen mit seinen Kollegen lancierte er eine Aktion zur Entfernung des Gestrüpps auf den Gleisen des französischen Grenzbahnhofs Delle. Diese verfehlte die beabsichtigte symbolische Wirkung nicht, fand sie doch die Unterstützung der Kantonsregierung und von Raymond Forni, der damals nicht nur die Gemeinde Delle präsidierte, sondern auch die französische Nationalversammlung. Die Aktion wurde fünfmal wiederholt, von den Medien bestens abgedeckt und fand Beachtung bis Bern und Paris. Den jurassischen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Biel-Belfort. Bahnlinie. SEV, 2018-12-18.
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02.11.2018 Biel
Personen
Strassenbau
Vorwaerts
Damian Bugmann
Volltext
WestAst
Besser gar keine Autobahn. Die vierspurige Autobahnumfahrung Westast Biel und Nidau ist trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung noch nicht vom Tisch. Das kantonale Baudepartement, die Bieler Stadtregierung sowie Interessengruppen streiten um Autobahnvarianten. Aktivistinnen und Solidarische bereiten sich auf eine bunte Grossdemo in Biel vor. Für den vollständigen Verzicht auf die Autobahn durch die Stadt und für sozial und ökologisch verträgliche Verkehrslösungen setzen sich vor allem die Gruppe „Häb' Sorg zur Stadt“ und die Partei der Arbeit ein. Das Komitee „Westast so nicht“ hält an seinem gemilderten Alternativvorschlag fest, der den A5-Westast retten soll. Der ehemalige Bundesrat und Verkehrsminister Moritz Leuenberger distanziert sich vom offiziellen Projekt. Die Stiftung für Landschaftsschutz fordert einen Übungsabbruch oder ein Moratorium. Für den regierenden und oft neoliberal inspirierten Bieler Gemeinderat mit „rot-grüner“ Mehrheit ist das ein No Go, der Westast habe grosse Bedeutung für die Entwicklung der Stadt. „Städtebauliche Chancen“. Im Sommer schmetterte der Regierungsrat des Kantons Bern kurzerhand die Alternativlösung ohne die beiden riesigen Zufahrtslöcher am Bahnhof und am See und mit yierspurigen Tunnels im Grundwasser (wie im offiziellen Projekt) ab. Die Kompromisslerinnen hegten trotzdem weiter die Hoffnung auf die Realisierung der gemilderten Autobahn-Alternative. Die Hoffnung wurde erfüllt, denn eine Mehrheit des Grossrats (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 2.11.2018.
Personen > Bugmann Damian. WestAst. Vorwaerts, 2018-11-02.
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02.11.2018 Biel
Personen
Stadtrat Biel
Vorwaerts
Peter Heiniger
Stadtrat Biel
Stellenabbau
Volltext
Keine Stellen streichen. Im Rahmen der Budgetdebatte im Bieler Stadtrat wurde Mitte Oktober die Stellenschaffung in der Sozialbehörde diskutiert. Die Stadtregierung machte den Vorschlag, 14,5 neue Stellen zu schaffen. Dies wurde von der Ratslinken nicht bestritten. Die Bürgerlichen stemmten sich gegen den gemeinderätlichen Vorschlag. Mit völlig absurden Begründungen wollte die SVP den Stellenausbau verhindern. Wieder mal wurde das SVP-typische Vokabular zur Anwendung gebracht. Von Schmarotzerinnen, Betrügerinnen und unnötigen Ausgaben - für eben diese - wurde gesprochen. Die FDP wiederum brachte wirtschaftliche Aspekte ins Spiel und bestritt den Ausbau an Hand der allgemeinen finanziellen Situation der Stadt Biel. In dem Sinne sollten in der aktuellen Aufschwungsphase das Eigenkapital vergrössert und Rückstellungen getätigt werden. Die Wirtschaftsliberalen haben offenbar noch nicht begriffen, dass es sich bei einer Kommune nicht um ein „Profit-Center“ handelt. Um Gegensteuer zu geben, brachte ich folgendes Argumentarium ein: Ich präsentierte dem Rat das Beispiel von Winterthur. Im Wortlaut: „Winterthur hat bei der bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften eine Studie in Auftrag gegeben. Im Anschluss hat die Stadt Winterthur beschlossen, den Sozialdienst personell auszubauen. Während der Kanton Bern den Grundbedarf von Sozialhilfebezügern um acht Prozent kürzt, geht Winterthur den entgegengesetzten Weg. Durch den Ausbau sollen (…). Peter Heiniger.
Vorwärts, 2.11.2018.
Personen > Heiniger Peter. Stellenabbau. Stadtrat. Vorwaerts, 2018-11-02.
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01.11.2018 Biel
Personen
Strassenbau
WOZ
Martin Germann
Volltext
WestAst
Biel ist und bleibt laut. Mehr als zwei Milliarden Franken soll der Bieler Westast kosten, der mitten durch die Stadt führen würde. Noch immer kämpfen zahlreiche BielerInnen einen ungleichen Kampf gegen Bund und Kanton. Eine klaffende Wunde würde der Bau des Westast genannten Autobahnabschnitts in das Zentrum der Stadt Biel reis sen. Der Westast, der Teil der A5-Umfahrung Biel-Bienne ist, soll eine der letzten Lücken im Schweizer Autobahnnetz schliessen. Zu einem hohen Preis: 745 Bäume würden gefällt, 100 Häuser zerstört (siehe WOZ Nr. 11/17). Ein zu hoher Preis, finden viele in Biel und wehren sich seit Jahren heftig gegen dieses Projekt, das auf den „Netzbeschluss“ zurückgeht, mit dem das Parlament 1960 das Autobahnnetz festlegte. Der Widerstand gegen den Westast ist in den letzten Jahren immer stärker geworden, trotz aller Widrigkeiten. „Eigentlich ist gar nicht vorgesehen, dass wir Bielerinnen und Bieler überhaupt mitreden, da es sich um ein nationales Strassenprojekt handelt“, sagt Sabine Kronenberg vom Verein „Biel wird laut!“. Trotzdem wehrt sich der Verein, gegründet von drei Bielerinnen, gemeinsam mit vielen weiteren Initiativen und Umweltverbänden gegen das geplante Projekt. Letztes Jahr organisierte der Verein eine Demonstration mit mehreren Tausend TeilnehmerInnen. Der Baudirektor will es durchstieren. Für diesen Samstag ist die nächste Demonstration angekündigt. Dies, nachdem offenkundig geworden ist, dass Bund und Kanton unverändert am Projekt Westast festhalten wollen. „Wir suchen weiterhin den (…).
Martin Germann.
WOZ, 1.11.2018.
Personen > Germann Martin. WestAst. WOZ, 2018-11-01.
Ganzer Text
20.09.2018 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Stadtrat Biel
Peter Heiniger
Judith Schmid
Stadtrat Biel
Volltext
Wechsel im Parlament. Judith Schmid tritt aus beruflichen Gründen als Bieler Stadträtin der PdA/POP zurück. Die Islamwissenschaft-Studentin und GSoA-Sekretärin engagierte sich Im Rat und ausserparlamentarisch für Geflüchtete, Gleichstellung und gegen Diskriminierungen. Pesche Heiniger übernimmt. Judith, Was sind für dich die Höhepunkte deiner Zeit als Stadträtin? Judith Schmid: Es ist schwierig, einen Höhepunkt herauszupicken. Aber in Erinnerung bleibt mir natürlich der erste Vorstoss zu den Zufluchtsstädten. Das hat schon Wellen geworfen und wurde von den nationalen Medien aufgegriffen. Ernüchternd ist dann aber, wenn das Gefühl entsteht, dass doch nichts passiert. Welches waren die schwierigen Momente? Ich fand es immer sehr schwierig, wenn grundlinke Anliegen nicht von der gesamten Linken getragen wurden. Zum Beispiel wenn es um Landverkauf versus Abgabe im Baurecht ging wie beim Eingang der Taubenlochschlucht. Das ist sehr deprimierend. Schwierig fand ich auch, wenn die Voten von manchen Personen persönliche Angriffe wurden und nicht auf der sachlichen Ebene blieben. Was konntest du abschliessen, was übergibst du an Pesche? Es ist immer schwierig zu sagen, ob etwas abgeschlossen ist oder nicht. Es lohnt sich oft, auch nachzufragen, wenn es nicht weiter geht, auch wenn die Vorstösse schon behandelt wurden. Offen ist noch die feministische Offensive - mehrere Vorstösse zu Gleichstellungsthemen. Pesche kann da aufzeigen, dass feministische Anliegen (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2018.
Vorwärts > PdA Biel. Stadtrat. Vorwärts, 2018-09-20.
Ganzer Text
04.07.2018 Biel
Generalstreik
Personen
SEV Schweiz
Ernst Jakob
Biografien
Volltext
Ernst Jakob – im Herzen rot. Der Generalstreik von 1918 hatte mehrere Epizentren, darunter die Stadt Biel. Deren Anführer: Der Eisenbahner und Gewerkschafter Ernst Jakob (1879 bis 1950). „Als 17-jähriger Lehrling hatte ich das seltene Glück, am 16. Februar 1896 in Aarau an der ersten Landsgemeinde der Eisenbahner dabei zu sein. (...) Zehn Jahre später, als junger Chauffeur, war ich mitten in der Gewerkschaftsbewegung.“ So sprach Ernst Jakob in einem Zeugenbericht, den seine Urenkelin Gabriela Neubaus, eine Historikerin, veröffentlicht hat. Vor 100 Jahren war der Seeländer eine der Speerspitzen des Generalstreiks von 1918. Jakob kam aus bescheidenen Verhältnissen. Sein Vater stirbt 1882 an Tuberkulose. Seine Mutter beschliesst, mit dem 3-jährigen Ernst und seiner kleinen Schwester nach Lyss zu ziehen. Die Mutter findet eine Stelle in einer Uhrenfabrik mit einem Monatsgehalt von 116 Franken. Der kleine Ernst ist ein guter Schüler. Sein Traum: Lokomotiv-Mechaniker zu werden. 1900 zieht er nach Port und heiratet Bertha Nickles aus Jens. Sie werden fünf Kinder haben. Im selben Jahr wird er Lokomotivführer - vier Jahre später Mechaniker. Hungerrevolte. Herbst 1918. Der erste Weltkrieg ist zu Ende. In vier Jahren Kriegswirtschaft wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser. In mehreren Städten, besonders in Biel, organisieren die Menschen Hungerdemonstrationen. Als der Bundesrat beschliesst, Truppen gegen die Demonstranten und Streikenden aufzubieten, eskaliert die Situation. Die Truppen (…). Mohamed Hamdaoui.
Biel-Bienne, 4.7.2018.
Personen > Jakob Ernst. Biografie. Biel-Bienne, 2018-07-04.
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21.04.2018 Biel
SO Kanton
Personen
Unia Biel-Seeland-Solothurn
Maria Teresa Cordasco
Daniel Hirt
Jahresbericht
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Jahresbericht 2017. Unia Region Biel-Seeland, Kanton Solothurn. as Jahr 2017 war reich befrachtet mit den verschiedensten Themen und Herausforderungen. Im 2017 waren für die Unia zwei Nationale Volks-Abstimmungen von grosser Bedeutung. Bei der ersten Vorlage im März 2017 ging es um die Unternehmens-Steuer-Reform USR 3. Mit dieser Vorlage sollten die Unternehmen steuerlich entlastet werden und wie so oft hätten dann wir als "gewöhnliche" Steuerzahler die Zeche bezahlen sollen. Hinzu kam, dass die Steuerreform derart kompliziert war, dass sie selbst von den Befürwortern kaum richtig erklärt werden konnte. In einem intensiven Abstimmungs-Kampf ist es uns schlussendlich gelungen, die Vorlage zur USR 3 abzulehnen. Die zweite wichtige Abstimmung fand im Herbst 2017 statt. Bei der Vorlage zur Reform der Altersvorsorge ging es um ein Kernthema unserer Bewegung. Bei einer Annahme hätten zukünftige Rentner und Rentnerinnen eine Rentenerhöhung von 70 Franken erhalten. Zudem wären die AHV und auch die Pensionskassen besser darauf vorbereitet gewesen, um eine in den kommenden Jahren ansteigende Zahl von Pensionierten aufzunehmen (Babyboomer-Generation). Leider scheiterte die Vorlage, was bedeutet, dass uns dieses Thema auch im Jahr 2018 beschäftigen wird. Aber die Unia und insbesondere unsere (…). Maria Teresa Cordasco, Daniel Hirt.
Unia Biel-Seeland, Kanton Solothurn, 21.4.2018.
Unia Biel-Seeland-Solothurn > Jahresbericht 2017. Unia, 2018-04-21.
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29.03.2018 Biel
Freiheitspartei
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Freiheitspartei
Skulpturen
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Vor 20 Jahren: "Sprayer bei Wasser und Brot einsperren". "Man sollte Sprayer 72 Stunden lang bei Wasser und Brot einsperren, um sie von ihrer illegalen Tätigkeit abzubringen", erklärte eine Woche vor Ostern 1998 Jürg Scherrer, der damalige Bieler Polizeidirektor und Nationalrat der rechtsextremen Freiheitspartei, die später aufgelöst wurde, weil die SVP alles aufsaugte, was sich rechts von ihr befand. Die Quittung für Scherrers provokative Aussage kam schnell: In der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag 1998 wurden die besseren Bieler Quartiere Beaumont und Linde, die bislang von Spraybildern und -schriften verschont geblieben waren, massiv mit Ostereierköpfen und Schriftzügen wie "fuck Scherrer" und "durnp Scherrer" eingedeckt. 250 HausbesitzerInnen beschwerten sich bei der Regionalpolizei, die Medien hatten etwas zu berichten. Ein Teil dieser Spraybilder ist heute noch zu sehen. Als im Februar 1998 der Solothurner Künstler Schang Hutter im Rahmen eines Skulpturenwegs zum 200. Jubiläum der Helvetik vor dem Bundeshaus in Bern seine Eisenplastik Shoah aufgestellit hatte, störte diese das rechtslastige Polit-Establishments extrem. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion am 4. März 1998 wurde sie von der Freiheits-Partei der Schweiz abtransportiert und vor die Werkstatt des Künstlers geknallt. Auf den Bildern der Presseberichterstattung sah man, wie der FP-Nationalrat und Bieler (…).Mit Bild. Damian Bugmann.
Vorwärts, 29.3.2018.
Personen > Bugmann Damian. Freiheitspartei. Sprayer. Vorwärts, 2018-03-29.
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15.02.2018 Biel
Partei der Arbeit
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Grossratswahlen
Partei der Arbeit
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Volkspension, Umverteilung. Bei den Wahlen für den bernischen Grossrat vom 25. März tritt die Partei der Arbeit in den Wahlbezirken Bern (Liste 16) und Biel/Seeland (Liste 22) an. Wahlprogramm und Kurzstatements der Spitzenkandidatinnen. Mit dem „Entlastungspaket 2018“ will die Kantonsregierung vor allem bei der Spitex, den Behindertenorganisationen, der Sozialhilfe, dem öffentlichen Verkehr und der Bildung sparen. Wir kennen diese „Sparpakete“, das letzte wurde 2014 von der damals noch mehrheitlich sozialdemokratisch-grünen Regierung geschnürt. Dem Kanton fehle das Geld, heisst es. Warum wohl? Ganz einfach, weil schon mehrmals die Steuern der Gutverdienenden „entlastet“ wurden. Und jetzt soll die „Steuerlast“ der Unternehmen reduziert werden - was die Schweizer Bevölkerung in der Abstimmung vor Kurzem doch abgelehnt hat! Oben wird „entlastet“ - und die Folgen davon erfahren die Pflegebedürftigen, Behinderten, SchülerInnen und Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Es ist Zeit, dass die unten sich wehren! Recht auf soziale Sicherheit. Die etablierten Parteien von Links bis Grün führen das Thema zwar beständig im Mund, sie wollen uns aber vergessen machen, was Klassenkampf in diesem Bereich bedeutet und wie man ihn führt. Von oben. Von unten. Der Kampf für soziale Sicherheit beginnt am Arbeitsplatz und meint: garantierte Anstellungsverhältnisse. Löhne, die zum Leben reichen, und Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, die nicht chronisch krank machen. (…). Die Redaktion.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > PdA Biel. Grossratswahlen. Vorwärts, 2018-02-15.
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01.02.2018 Biel
Partei der Arbeit
Vorwärts

Flüchtlingsunterkünfte
Flüchtlnge
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Leben im Container. Seit 2007 stehen die Container am Stadtrand von Biel. Bewohnt wurden sie von Tunnelbauerinnen, die auf der Baustelle eines neuen Autobahnabschnitts tätig waren. Diese Strasse ist nun eröffnet und die Containersiedlung in eine Kollektivunterkunft für Asylsuchende umgewandelt worden. Beschlossen haben dies der Regierungsrat des Kantons Bern und der Bieler Gemeinderat Eingewilligt hat die Bieler Exekutive nur unter der Bedingung, dass dafür keine zusätzlichen Wohnungen für Asylsuchende, vorläufig Auf-genommene oder anerkannte Flüchtlinge in der Stadt dazugemietet werden müssen. Wer also einen positiven Asylentscheid erhält und die Kollektivunterkunft verlassen darf, wird es schwierig haben, in Biel zu bleiben, egal ob bereits ein soziales Netz in der Region besteht. Als ich die geplante Asylunterkunft letzten Sommer ein erstes Mal besuchte, war ich schockiert. Der Standort ist unglaublich trist und erinnerte mich stark an die provisorischen Camps auf der griechischen Insel Lesvos. Auf der einen Seite des Standorts liegen die Autobahn und die grosse Ausfahrt, auf dei anderen Seite stehen grosse Industriebauten. Das Stadtzentrum ist über eine Stunde Fussmarsch entfernt und somit auch alle kulturellen Angebote sowie die von Freiwilligen organisierten Sprachkurse. Natürlich hatten vorher Bauarbeiterinnen in diesen Containern gewohnt. Diese verbrachten jedoch viel Zeit auf der Baustelle, schliefen in Einzelzimmern und an ihren freien Tagen konnten sie ihre Familien besuchen. Die Asylsuchenden (…). Judith Schmid.
Vorwärts, 1.2.2018.
Vorwärts > Flüchtlinge. Unterkünfte. Vorwärts, 2018-02-01.
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26.10.2017 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Damian Bugmann
Judith Schmid
Interview
Partei der Arbeit
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Ist die Linke nicht geeint... Nach langen Jahren ohne PdA-Vertretung Im Bieler Gemeindeparlament wurde vor einem Jahr Judlth Schmld in den Stadtrat gewählt. Im Interview erzählt die Genossin über ihre Erfahrungen Im Parlament und hält fest, dass feministische Anliegen die ganze Gesellschaft angehen. Welches Geschäft beschäftigte dich bis jetzt am meisten? Am meisten beschäftigte mich wohl das Postulat Zufluchtsstadt - mein erster Vorstoss, den ich eingereicht habe. Mit einer Aktion vor der Sitzung habe ich zusammen mit anderen Stadträtinnen und Aktivistinnen eine Aktion dazu organisiert. Nach einer intensiven Debatte konnte schliesslich die Mehrheit im Rat überzeugt werden und das Postulat wurde zumindest in drei Punkten überweisen. Das Postulat verlangt die Prüfung der Direktaufnahme von 300 Flüchtlingen und einen Anschluss der Stadt Biel an das Netzwerk sowie weitere Massnahmen zu einer nachhaltigen Integration der Geflüchteten in der Gesellschaft. Das Medienecho danach war sehr gross, was mich wirklich gefreut hat. Grösster Aufsteller, grösster Absteller deiner Zeit im Stadtrat? Grösster Aufsteller ist wohl, dass die Ratslinke es immer besser schafft, sich zu koordinieren und einen gemeinsamen Nenner findet. Bei einer Pattsituation in Parlament von 30 zu 30 ist das sehr wichtig. Leider gelingt das nicht immer, und das ist dann wohl der grösste Absteller bisher: Weil die Linke nicht geeint war, wurde zum Beispiel dem Landverkauf beim Eingang der Taubenlochschlucht zugestimmt. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 26.10.2017.
Vorwärts > PdA Biel. Interview Judith Stamm. Vorwärts, 2017-10-26.
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16.10.2017 Biel
GBLS Biel

Budget Stadt Biel
Medien-Mitteilung
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Annehmbare Budgetvorlage des Gemeinderats. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland kann mit der Vorlage des Gemeinderats für das Budget 2018 der Stadt Biel leben. Es bewahrt wichtige Leistungen für Biel und seine Bevölkerung, für die sich die Gewerkschaften mit dem Komitee „Biel für alle“ anlässlich des umkämpften Budgets 2016 eingesetzt hatten. Mit dem schliesslich klaren Ja zum definitiven Budget hatte die Bevölkerung gezeigt, dass es hinter den vielfältigen und wertvollen sozialen und kulturellen Institutionen Biels steht und den Abbau bei den Schulen und bei den übrigen wichtigen Leistungen der Stadt ablehnt. Dieses Ergebnis ist das Verdienst einer beispiellosen Bewegung von Menschen, die sich unermüdlich und solidarisch für eine vielfältige und lebenswerte Stadt engagiert und sich weiterhin dafür einsetzen wird. Die Vorlage des Gemeinderats für das Budget 2018 schreibt die Budgets 2016 und 2017 fort und verzichtet auf weitere schmerzhafte Abbaumassnahmen. Der Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland (GBLS) kann daher mit dem Budgetentwurf leben. Dennoch erachtet er das Budget als einen Kompromiss, den es in den kommenden Jahren zu erhalten gilt. Die angekündigten Steuersenkungen für Unternehmen und das Abbauprogramm des Kantons werden die künftigen Budgets der Stadt massiv unter Druck setzen. Der GBLS unterstützt daher den Gemeinderat bei seinem Einsatz gegen die unverantwortliche Finanzpolitik des Kantons.
GBLS Biel, Medienmitteilung, 16.10.2017.
GBLS > Budget Stadt Biel. GBLS Biel, 2017-10-16.
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