Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 251

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01.11.2019 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Corrado Pardini
Nationalratswahlen
Volltext
Abwahl von Corrado Pardini: Die Reaktionen von links bis rechts. „Kämpfer mit Gestaltungswillen. Acht Jahre kämpfte Corrado Pardini im Bundeshaus für die Sache der Arbeitnehmenden. Jetzt ist er nicht wieder gewählt. Das ist ein herber Verlust“, sagt Unia-Chefin Vania Alleva. Und nicht nur sie. Die schlechte Nachricht am späteren Abend des Wahlsonntags wirkte erst mal wie ein Schock: Unia-Industriechef Corrado Pardini hat seine Wiederwahl in den Nationalrat nicht geschafft. Dies als schweizweit bekannter, rührigeloquenter, linker Politiker und Gewerkschafter. Als Kämpfernatur. Dies, obwohl er persönlich ein besseres Resultat erzielte als noch 2015. Seine ehemalige Nationalratskollegin Susanne Leutenegger Oberholzer sagt: „Noch mag ich es kaum glauben“. Und sie ergänzt: „Seine Abwahl ist die Folge der SP-Verluste und der getrennten Berner SP-Listen.“ Pardinis Nichtwiederwahl ist hart. Für die Gewerkschaften, die ihren „führenden Industriegewerkschafter“ (Ex-SGB-Chef und SP-Ständerat Paul Rechsteiner) in Bundesbern verlieren. Sie gewinnen im Nationalrat zwar den neuen SGB-Chef Pierre-Yves Maillard dazu, die wiedergewählte VPOD-Chefin Katharina Prelicz-Huber sowie die grüne Tessiner Transfair-Gewerkschafterin Greta Gysin. Und wer weiss, vielleicht wird der Präsident des Walliser Gewerkschaftsbundes, Mathias Reynard, der auch für den Ständerat kandidiert, am 3. November noch ins Stöckli gewählt. Trotzdem: „Die Abwahl ist ein herber Verlust“, sagt Unia-Chefin Vania Alleva: „Corrado Pardini wird uns fehlen“. Er habe sich im Parlament „überzeugend“ für die  (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.11.2019
Personen > Kuhn Marie-Josée. Pardini Corrado. Nationalratswahlen. Work online, 2019-11-04.
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01.11.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Nationalratswahlen
Volltext
Neue Frauen. Neue Politik. Mit ihrem Song sang sie sich mitten ins Herz der Frauenbewegung: „Neue Männer braucht das Land!“ Keine Frauendisco, keine Frauendemo, an denen Ina Deter nicht losgeschmettert hätte: „Ich sprüh’s auf jede Wand: Neue Männer braucht das Land!“ Das war in den 1980ern. Und nun, Jahrzehnte später, können wir jubeln: Neue Frauen hat das Land! Und wie: Allein von rot-grüner Seite ziehen 19 neue Frauen ins Bundeshaus ein. Und es könnten noch mehr werden. Nach den zweiten Wahlgängen für den Ständerat: In Zürich, in Bern, in Basel-Land, in Genf und in der Waadt haben Frauen gute Chancen, den Sprung ins Stöckli zu schaffen. So, wie es in Neuenburg schon die 34jährige Grüne Céline Vara geschafft hat. Auf Anhieb! Die Überfliegerin flog schnell und hoch. Und wer weiss, vielleicht macht es ihr ihre Parteichefin Regula Rytz bald schon nach – und fliegt in den Bundesrat. Endlich weggefegt: die harte rechte Macho-Mehrheit! Und wie die neuen Nationalrätinnen strahlen! Fotos zum Küssen: Die Tessiner Gewerkschafterin Greta Gysin hebt vor lauter Juhu fast ab mit ihrem grünen Schirm. Und die Zürcherin Marionna Schlatter-Schmid muss sich regelrecht am Schämpis-Glas festhalten. Ein wunder¬bares Schauen! Und ein ganz anderes als in den letzten vier Jahren harter rechter Macho-Mehrheit im Bundeshaus. Endlich ist sie weggefegt. Und die Linke und die Gewerkschaften sind gestärkt, wie Work-Autor ¬Clemens Studer in seiner Wahl¬analyse zeigt. Dies trotz der bitteren Nicht-Wiederwahl von Unia-Industriechef Corrado Pardini. Gestärkt dank der Klima-bewegung. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.11.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée Kuhn. Frauen. Nationalratswahlen. Work online, 2019-11-01.
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01.11.2019 Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband
Personen
Andrea Bauer
Nationalratswahlen
Volltext
Wir sind stark wie nie zuvor. Der Mieterverband hat im Parlament zugelegt. Die Anliegen der Mieterinnen und Mieter dürften es jedoch weiterhin nicht einfach haben. Am 20. Oktober hat in der Schweizer Politik eine historische Verschiebung stattgefunden. Das Parlament wurde grüner, weiblicher, linker und offener gegenüber gesellschaftspolitischen Fragen. Die Rechte dagegen stürzte regelrecht ab: FDP und SVP verloren zusammen sechzehn Sitze. Ihre Mehrheit der letzten Legislatur ist damit Geschichte. Nicht zuletzt für die Anliegen der Mieterinnen und Mieter in diesem Land ist das gut so. Denn die rechte Mehrheit scherte sich während der letzten vier Jahre einen Deut um sie. Im Gegenteil: Sie vertrat einzig die Interessen der Immobilienwirtschaft und der Hauseigentümerlobby, machte Steuergeschenke an Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, lehnte die Transparenz bei der Vormiete ab und unterstützte zuletzt den Grossangriff auf das Mietrecht. Bei letzterem ist zum Glück noch nichts entschieden. Die Gesetzesentwürfe sind in Arbeit und werden voraussichtlich nächstes Jahr dem neu zusammengesetzten Parlament vorgelegt. Ob dieses mieterfreundlicher ist als das alte, wird sich spätestens dann zeigen. MV-Leute mit Spitzenresultaten . Auf einige Mitglieder des neuen Parlaments können die Mieterinnen und Mieter indes garantiert zählen. So wurden sämtliche MV-Vorstandsmitglieder, welche erneut für den Nationalrat kandidierten, mit sehr guten Resultaten wiedergewählt. (…i.  Andrea Bauer.
Mieten+Wohnen. 1.11.2019.
Mieterverband > Nationalratswahlen 2019. M+W, 2019-11-01.
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24.10.2019 Schweiz
Personen
SGB
Benoit Gaillard
Pierre-Yves Maillard
Nationalratswahlen
Volltext
Die Aussichten für die Arbeitnehmenden verbessern sich deutlich. SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard zum Ergebnis der nationalen Wahlen. Die Wahlen vom 20. Oktober 2019 haben die politische Situation in der Schweiz verändert. Für Pierre-Yves Maillard, Präsident des SGB und neu in den Nationalrat gewählt, ist der Weg nun frei für wirklich fortschrittliche Projekte im Parlament. Welche Kraft die sozialen Bewegungen für Gleichstellung und Klima haben, hat sich bei den Wahlen gezeigt. Das beweist, dass die Bevölkerung konkrete Veränderungen erwartet. „Diese Wahlen verändern die politischen Kräfteverhältnisse in der kommenden Legislaturperiode“, sagte Pierre-Yves Maillard. „Bisher gab es den bürgerlichen Block aus FDP und SVP, der alles im Nationalrat blockieren konnte. Von nun an können soziale Kompromisse mit den Parteien der Mitte eine Mehrheit finden“. Der Präsident des SGB sieht darin auch eine deutlich günstigere Situation für die jüngst von den Gewerkschaften ausgehandelten Lösungen, wie z.B. die Vereinbarung mit den Arbeitgebern über die betriebliche Altersversorgung oder mit dem Bundesrat, z.B. über die Überbrückungsrente für ältere Arbeitnehmende. „Es ist eine Chance aber auch eine grosse Verantwortung für die fortschrittlichen Kräfte, bereits im Parlament erfolgreich zu sein, ohne Volksinitiativen oder Referenden durchführen zu müssen“. Konkrete Ergebnisse. Auch ausserhalb des Parlaments zeichnen sich grosse Auseinandersetzungen ab. Maillard: „Erstens müssen wir die ausserordentliche Dynamik des Frauenstreiks fortsetzen.“ (…). Benoît Gaillard.
SGB, 24.10.2019.
Personen > Gaillard Benoit. Nationalratswahlen. SGB. SGB, 2019-10-24.
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24.10.2019 Schweiz
Personen
SGB
VPOD Schweiz
Katharina Prelicz-Huber
Nationalratswahlen
Volltext
Grosser Sieg für die Frauen. Katharina Prelicz-Huber, VPOD Präsidentin, Mitglied des SGB Präsidial-Ausschuss und neu gewählte Nationalrätin zur historischen Frauen- und Klima-Wahl 2019. Vor wenigen Monaten haben wir gesagt: Der 14. Juni war erst der Anfang! Mit der historischen Mobilisierung von über 500`000 Frauen haben wir bewiesen, dass wir Gewerkschaften die treibende Kraft des sozialen Fortschritts sind. Nun hat uns der Wahlsonntag recht gegeben. Nur fünf Monate nach dem Frauenstreik wurden die eidgenössischen Wahlen zur Frauenwahl 2019: Wir haben 20 zusätzlich Frauensitze erobert. Der Frauenanteil ist von 32 auf 42 Prozent gestiegen. Unter dem Strich haben bei den Wahlen die progressiven, linken Kräfte deutlich zugelegt, und damit ist auch die Stimme der Arbeitnehmenden im eidgenössischen Parlament stärker geworden. Als grüne Gewerkschafterin heisst das für mich, vorwärts zu machen nicht nur in der Klimafrage, sondern auch in den drängenden sozialen Fragen. Wie zum Beispiel bei den skandalös tiefen Frauenrenten in der 2. Säule und in der AHV insgesamt. Wir brauchen eine soziale Reform der Altersvorsorge, von der insbesondere die Frauen profitieren können. Wir brauchen rasche Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bei der Aufwertung der Frauenberufe und bei den nach wie vor zu tiefen Frauenlöhnen. Wir müssen jetzt den ökosozialen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft in Angriff nehmen, wie es die Gewerkschaften seit langem fordern. Erfolge verpflichten. Der 14. Juni war erst der Anfang. Der 20. Oktober die Bestätigung. Jetzt packen wir es gemeinsam (...). Katharina Prelicz.
SGB, 24.10.2019.
Personen > Prelicz Katharina. Nationalratswahlen 2019. 2019-10-24.
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21.10.2019 Schweiz
Vorwärts

Nationalratswahlen
Volltext
Die Partei der Arbeit ist weitere vier Jahre im Nationalrat vertreten. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) hat ihr primär angestrebtes Ziel erreicht: Mit Denis de la Reussille wird sie weitere vier Jahre im Nationalrat vertreten sein. Der Dank geht daher an die Genoss*innen in Neuenburg, die mit einem engagierten Wahlkampf den Sitz für die PdAS verteidiget haben. Mit 12,06 Prozent erreichte die Partei im Kanton Neuenburg ein sehr gutes Ergebnis. Hervorragend ist das Resultat in Le Locle, der Heimatstadt von Denis de la Reussille, wo die Partei mit 37 Prozent deutlich die stärkste Kraft ist. Auch in La-Chaux-de-Fonds ist die PdA mit 25,8 Prozent an erste Stelle der Wähler*innengunst. Erfreut ist die PdAS auch über die Wahl von Jocelyne Haller aus Genf vom Bündnis Ensemble à Gauche, in dem sich auch die PdA-Genf engagierte. Das Ziel einer antikapitalistischen Fraktion links der SP und der Grünen wurde jedoch nicht erreicht. In den Kantonen Zürich, Waadt und Tessin wurden die angestrebten Sitzgewinne leider verpasst. Wir hoffen, dass mit der neuen Zusammensetzung des Parlaments soziale und ökologische Veränderungen deutlich gefördert werden. Die Grüne Partei, die dank der „grünen Welle“ 17 Sitze im Nationalrat dazu gewonnen hat, muss nun zeigen, dass sie die Ursachen der ökologischen Krise konkret angeht und sich gleichzeitig für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen wird. (…).
Vorwärts online, 21.10.2019.
Vorwärts > Nationalratswahlen. Vorwaerts online, 21.10.2019.
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20.10.2019 Schweiz
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Nationalratswahlen
Volltext
Eine Legislatur für die Arbeitnehmenden. Bei den Eidgenössischen Wahlen wurden die links-grünen Kräfte gestärkt und FDP und SVP haben im Nationalrat ihre absolute Mehrheit verloren. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, gratuliert allen Gewählten zur Wahl und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Für Travail.Suisse ist klar, dass die Interessen der Arbeitnehmenden in der nächsten Legislatur stärker berücksichtigt werden müssen. In den vergangenen vier Jahren hat das Parlament eine Politik der zaghaften Schritte gemacht. Die hohen Steuereinnahmen der Eidgenossenschaft wurden für den Schuldenabbau und Steuersenkungen genutzt, statt für Investitionen in die Zukunft und eine nachhaltige Sicherung der Sozialwerke. In der kommenden Legislatur muss mehr gestaltet und investiert werden - für eine moderne Schweiz und für mehr Lebensqualität. Die Schweiz braucht endlich eine echte Familienpolitik und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss spürbar verbessert werden. Familienergänzende Kinderbetreuung soll in der ganzen Schweiz als Service public gestaltet werden. Ausserdem muss nach dem Rückzug der Vaterschaftsurlaubs-Initiative eine Elternzeit eingeführt werden. Travail.Suisse prüft die Unterstützung einer entsprechenden Volksinitiative. Ausserdem muss eine weitere Liberalisierung des bereits sehr arbeitgeberfreundlichen Arbeitsgesetzes zwingend gestoppt werden, sonst wird Travail.Suisse mit Verbündeten das Referendum ergreifen. (…).
Adrian Wüthrich.
Personen > Wuethrich Adrian. Nationalratswahlen 2019. Travail.Suisse, 2019-10-20.
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18.10.2019 Schweiz
Nationalrat
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Nationalratswahlen
Volltext
Torschlusspanik beim Bürgertum. Das Ende dieser Legislative ist in den Parlamenten von schweren Angriffen der Bürgerlichen geprägt. Dabei scheinen die Fraktionen von FDP und SVP ein besonderes Interesse daran zu haben noch schnell Verschlechterungen umzusetzen, bevor Ihre Mehrheit gebrochen wird. Ein Kommentar. So hat sich das die FDP-Präsidentin Petra Gössi mit ihrem trendigen Schwenk in Sachen Umweltpolitik sicher nicht vorgestellt: Gerade einmal zehn Tage bevor ein neues Parlament gewählt wird, stürzen ihre Freisinnigen in den Umfragen ab. Insgesamt 1,2 Prozentpunkte wird sie in der Wählergunst verlieren, wenn die neuste Umfrage vom SRG-Wahlbarometer recht behält. Anstatt leichte Zugewinnen zu verzeichnen, würde die FDP sich damit auch in die lange Reihe der VerlierIinnen bei diesen Wahlen einreihen: Bei der erfolgsverwöhnten SVP sieht es nicht besser aus. Ihr droht der Absturz von 29,4 auf 27,3 Prozent. Und auch alle anderen im Nationalrat vertretenen bürgerlichen Parteien werden mit Verlusten rechnen müssen. Einzig die Grüniberalen werden wohl Gewinne (2,7 Prozent plus) feiern können. Links der Mitte werden vor allem die Grünen zulegen. Mit 3,6 Prozent Zuwachs bei den Stimmen, würden sie als Gewinner aus diesen Wahlen hervorgehen. Die Sozialdemokratie wird weniger Federn lassen müssen als die bürgerliche Konkurrenz, so dass die Verluste nach der Wahl als „Aufhalten des Abwärtstrends“ oder „Stagnation“ erkauft werden können. (…). Florian Sieber.
Vorwärts, 18.20.2019.
Personen > Sieber Florian. Nationalratswahlen 2019. Vorwaerts, 2019-10-18.
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01.10.2019 Schweiz
Funke, Der

Nationalratswahlen
Volltext
„System Change“ ist der grosse Abwesende in den Wahlen. Im Wahlkampf sprechen sämtliche Parteien vom Klimawandel. Aber niemand handelt, als ob die Rettung des Planeten tatsächlich dringend wäre. Insofern ist der Wahlkampf 2019 auch völlig langweilig. Die rechten Parteien können den in Bewegung getretenen Teilen der Jugend und Arbeiterklasse absolut nichts bieten. Und die Linke verspricht zwar das Blaue vom Himmel, zeigt aber keinesfalls auf, wie man dahin kommen könnte. Sie verpasst es, der Forderung „System Change - not Climate Change“ in den Wahlen einen Ausdruck zu geben. Rechte wird nicht versenkt. Sämtliche bürgerliche Parteien sind unfähig, einen Ausweg aus der Klimakrise zu bieten. Denn sie verteidigen genau jenes System, das zwingendermassen zu Ausbeutung und Unterdrückung führt. Die FDP versucht in opportunistischer Manier Umweltschutz und Kapitalismus zu vereinen, was bei vielen Klimastreikenden völlig zurecht auf angewiderte Ablehnung stösst. Dennoch haben sich insbesondere die GLP und teilweise auch die FDP noch nicht völlig delegitimiert. Die Umfragen sehen sogar leichte Gewinne voraus. Dies ist ganz eindeutig die Schuld der Linken: Das Gleiche gilt für die SVP, der wichtigsten bürgerlichen (= kapitalistischen) Partei. Die SVP macht sich mit der Leugnung der Klimakrise lächerlich. (…).
Dersu Heri.
Der Funke, 1.10.2019.
Funke, Der > Nationalratswahlen 2019. Der Funke, 2019-10-01.
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26.09.2019 Schweiz
Personen
Republik
Corrado Pardini
Nationalratswahlen
Volltext
Unsere Utopie jetzt! Gegen das Selbstmordprogramm der Bürgerlichen. Ich hasse das menschenfeindliche Selbstmordprogramm, das die bürgerliche Mehrheit und ihre irren rechtsextremen Vorbilder Trump, Bolsonaro, Johnson etc. für uns und die Welt fahren. Warum nehmen wir nicht sofort (und ich meine sofort) 10 Milliarden Franken, also gerade 1 (mickriges) Prozent der aufgehäuften 1000 Milliarden Franken Pensionskassengelder, und lancieren damit die grosse ökologische Offensive, erstens durch Gebäudeisolation und zweitens zur Vollelektrisierung aller Fahrzeige des ÖV und der Staatsbetriebe? Und dann gleich weiter... Das Programm könnte in drei Wochen stehen und in sechs Monaten schon massive Wirkungen zeigen. Für die Umwelt. Und für die Jobs. Das ist eigentlich ein Minimum. Warum nehmen wir nicht 50 Milliarden? Die UBS wurde 2008 mit 48 Milliarden gerettet. Ist unser Leben weniger wert? Die Gelder wären sicher und verzinst, die Nationalbank könnte sie garantieren und endlich mal etwas Nützliches für die Schweiz tun. Und wenigstens fünf Prozent unserer Altersvorsorge wären dann vor den Finanzspekulanten geschützt. Mein Programm für den sozioökologischen Umbau der Schweiz habe ich vor zehn Jahren öffentlich vorgeschlagen und 2016 noch einmal (mit einer Motion). Es wurde gelobt und dann verlocht. Das ist das Problem: Nach 40 Jahren Neoliberalismus scheint die Politik handlungsunfähig geworden. Jedenfalls glauben das viele PolitikerInnen. Ich sage ihnen: (…).Corrado Pardini.
Republik, 26.9.2019.
Personen > Pardini Corrado. Nationalratswahlen. Republik, 2019-09-26.
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20.09.2019 Biel
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Peter Heiniger
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„35 Stunden arbeiten und mit 60 in Rente“. Zwölf Männer und zwölf Frauen stellen sich im Kanton Bern für die Partei der Arbeit zur Wahl. Der. Bieler Berufsschullehrer Peter Heiniger ist einer von Ihnen. Er schätzt es, als Mitglied des Stadtrats in Biel einer Partei ohne Regierungsbeteiligung unabhängig operieren zu können. Genosse Peter im Gespräch mit dem Vorwärts. Skizziere kurz dein politisches Engagement. Ich setze mich für eine gerechte Gesellschaft ein. Eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Zugang zu Ressourcen haben. Dazu gehört natürlich auch die Gleichberechtigung, die nach wie vor nicht umgesetzt wurde, obwohl sie seit Generationen eingefordert wird. Zudem ist mir eine intakte Umwelt sehr wichtig. Denn nur in einer gesunden Umwelt kann eine gesunde Gesellschaft leben. Das heisst, dass ich mich für Massnahmen einsetze, welche die C02-Emissionen reduzieren, Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstütze und Einfluss auf die Verkehrspolitik zu nehmen versuche, indem ich fordere den motorisierten Individualverkehr stark einzuschränken. Im Grundsatz setze ich mich für eine gerechte Gesellschaft in einer intakten Umwelt ein! Was gefällt dir an parlamentarischer Politik, was stört dich? Meist ist es spannend, Argumente anderer Parlamentarier*innen anzuhören. Die Unterschiede rausfinden und auch an meinen Argumenten basteln. Meine Aufgabe ist es allerdings nicht, zu Mehrheiten beizutragen, vielmehr andere Parlamentarier*innen von unseren Argumenten zu überzeugen. Mitunter gelingt (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Bugmann Damian. Peter Heiniger. Interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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20.09.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Rolf Zbinden
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„Zückerlipolitik für die Frauen* ist passée“. Acht Jahre Im Amt als Stadtrat In Bern liegen hinter Rolf Zbinden - nun geht er für die PdA bei den Nationalratswahlen ins Rennen. Der Kandidat arbeitete bei Themen Immer eng mit der ausserparlamentarischen Basis zusammen und verfügt dank zlg Jahren Aktivismus über viel Erfahrung. „Wahlen sind kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um wahrgenommen zu werden und der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme zu geben“ - das schreibt die PdA Bern auf ihrer Seite. Was denkst du dazu? Es ist offensichtlich, dass die Lösung der drängendsten Fragen nicht an Parlamente delegiert werden kann - erst recht nicht an Regierungen. Lassen wir uns von Wahlversprechen nicht einlullen! Von oben herab sind wir noch nie beglückt worden - es braucht eine laute Stimme und heftig Dampf von unten. Der Titel des Wahlprogramms 2019 lautet: „Es braucht einen radikalen Wechsel“. Kannst du mehr darüber erzählen? Der Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und die Ausplünderung der gesamten Erde zeigen uns auf, dass ein „weiter so“ nicht mehr verantwortet werden kann. Mit einem „Green New Deal“ und ein bisschen „Entwicklungshilfe“ können wir uns nicht freikaufen. Der Wandel muss so radikal sein, dass wir nicht auf altbackene Rezepte zurückgreifen können. Dieser Wandel ist aber nicht zu machen auf der Basis der Profitwirtschaft. Du kandidierst für den Nationalrat: Welche besonderen Arbeiten stehen jetzt für dich persönlich als Kandidat an? Es gibt Flugblätter, Plakate und das (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Hunziker Sabine. Rolf Zbinden. interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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12.09.2019 Schweiz
Personen
WOZ
Franco Cavalli
Sarah Schmalz
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
Ernsthaft, Sie wollen eine Revolution? Im Tessin herrsche ein Sozialdumping wie im Wilden Westen, sagt Franc Cavalli. Der Tessiner Nationalratskandidat kämpft deshalb nicht nur für besseren Lohnschutz. Er will auch eine Debatte über Europa und Migration. WOZ: Herr Cavalli, Sie haben einen Grossteil Ihres bisherigen Lebens im Tessin verbracht. War es Ihnen nicht manchmal zu eng in dieser zwischen der Deutschschweiz und Italien eingeklemmten Provinz? Franco Cavalli: Oh doch! Ich habe einmal in einem Interview gesagt, was mein ideales Lebenskonzept wäre: sechs Monate hier, sechs Monate in New York. Die Antiimperialisten kritisierten mich dafür: Warum sagst du nicht Peking oder Havanna? Aber im Ernst: das Tessin wandelt sich, Lugano, Bellinzona, Locarno wachsen zu einem städtischen Raum zusammen. Ich glaube, ich bin geblieben, weil ich beweisen wollte, dass man hier so viel zustande bringen kann wie ennet der Alpen. Und ich mag die Mentalität der Tessiner, sie sind schneller und kreativer als die übersättigten Deutschschweizer. Auch das meinte ich, als ich die SP damals eine Funktionärspartei nannte. Was sind vor den Wahlen im Tessin die grossen Themen? Im Tessin gibt es circa 10‘000 Leute, die ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen können. Ihnen droht, dass man sie nicht behandelt. Für 51 Prozent der Leute sind die Prämien doppelt so hoch wie alle Steuern zusammengerechnet. Sie fallen hier viel mehr ins Gewicht, weil die Löhne viel tiefer sind als in der Deutschschweiz. (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 12.9.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Cavalli Frano. Nationalratswahlen. WOZ, 2019-09-12.
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23.08.2019 Zürich
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Marius Käch
Hitzewelle
Nationalratswahlen
Volltext
Todesursache: Hitzeschlag. Jeden Morgen um 6:50 Uhr stehe ich vor der Baracke und warte auf den Arbeitsbeginn um 7 Uhr. Für viele Menschen bedeutet der Sommer Strand, Badi, Ferien. Doch, wenn man auf dem Bau arbeitet, bedeutet sonniges Wetter Arbeitstage von mindestens neun Stunden, Stress und erdrückende Hitze. Arbeiten bei Temperaturen über 30°C kann man am besten als warm bis heiss bezeichnen. Wirklich unangenehm wird es, wenn es gegen die 35°C-Marke geht. Man muss viel trinken und schauen, dass man keinen Sonnenbrand bekommt. Die Hitze ist unerträglich und es wird gefährlich für die Gesundheit. So war kürzlich in der Zeitung Work der Gewerkschaft zu lesen, dass Ende Juli ein Gartenbauer während der Arbeit zusammengebrochen ist, ins Spital eingeliefert wurde, doch jede Hilfe kam zu spät! Todesursache: Hitzeschlag. Im Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes regelt, dass die Arbeit bei gesundheitsgefährdenden Wetterbedingungen eingestellt werden soll. Dass Hitzewellen eine reale Gefahr sind, beweist der tragische Tod des Garbenbaukollegen. Die Partei der Arbeit wie auch die Gewerkschaft Unia fordern die Schliessurig der Baustellen bei Temperaturen von über 35°C. Denn Gesundheit geht vor Profit. Aber das entspricht nicht den herrschenden Umständen. Ab 35°C bekommen wir auf der Baustelle lediglich gratis Wasser. (…).
Marius Käch, Nationalratskandidat der PdA Zürich.
Vorwärts, 23.8.2019.
Personen > Kaech Marius. PdA. Nationalratswahlen. Vorwaerts, 2019-08-23.
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28.06.2019 Schweiz
Frauenstreik
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Nationalratswahlen
Volltext
Wieder Alltag, Schwestern. „Gell, es war so, dass man jetzt fast nicht mehr in den Alltag zurück¬findet“, sagte Geschichtsprofessorin Caroline Arni ein paar Tage nach dem Frauenstreik zu mir. Als ich sie fragte, ob sie für Work den Frauenstreik analysieren könnte. Denn noch ist wenig darüber nachgedacht worden, was am 14. Juni 2019 eigentlich passiert ist. Wie war dieser gigantische Tag möglich? Und was bedeutet er? Perspektivwechsel. Arni dachte nach, und nicht nur sie: In diesem Work ziehen drei feministische Forscherinnen aus drei Generationen Bilanz. Neben Arni (49) die Soziologieprofessorin Claudia Honegger (71) und die Genderforscherin Fleur Weibel (35). Als „einen Akt des zivilen Ungehorsams“ wertet Honegger den Frauenstreik. Ein Akt, der zeige, „dass Öffentlichkeit herstellbar ist und gerade in diesen Zeiten der Fragmentierung in den sozialen Medien hergestellt werden kann und muss“. Weibel ortet eine der Wurzeln dieses historischen Streiks in einem feministischen Bewusstseinsschub. Plötzlich wurde der Frauenstreik von 1991 Thema und wie lange es ging bis zum Frauenstimmrecht oder zur Mutterschaftsversicherung. Weibel: „Und vor allem auch viele junge Frauen sahen sich auf einmal als Teil der Frauengeschichte der Schweiz.“ Aha-Erlebnis und Initiationsritus also. Oder wie es Arni formuliert: „Für einen Moment haben sich sehr viele Frauen in der Schweiz zum politischen Subjekt erhoben. Sie haben sich angemasst, die Welt, in der sie leben, aus der Perspektive der Frauen anzuschauen.“ Und alle anderen  (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 28.6.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Nationalratswahlen. Work online, 2019-06-28.
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05.11.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
Work
Ralph Hug
Marie-Josée Kuhn
Jakob Tanner
Bürgerblock
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„Die SVP ist Hauptkraft der radikalen Rechten“. „Wir hatten keine Mitte-links-Koalition - und haben jetzt auch keinen grossen Rechtsrutsch“ sagt Historiker Tanner. Interview: Ralph Hug und Marie-Josée Kuhn. Work: Jakob Tanner, was haben uns die Wahlen am 18. Oktober gebracht, einen Rechtsrutsch oder einen Rutsch nach rechtsaussen? Jakob Tanner: Es gab eine Rechtsverschiebung. Wenn wir den europäischen Kontext ansehen, den Vormarsch des Front national in Frankreich, den Triumph der sogenannt Freiheitlichen in den österreichischen Regionalwahlen und den Wahlsieg der harten Rechten in Polen, so ist es übertrieben, in der Schweiz von einem Rutsch zu sprechen. Die SVP hatte dieses Mal einfach auch Glück bei der Arithmetik der Listenverbindungen und holte viele Restmandate. Noch nie kamen die zwei grössten rechten Parteien auf so viele Sitze wie jetzt die SVP und die FDP. Und das soll nur eine Verschiebung sein? Die Rede vom Rechtsrutsch hängt auch mit der falschen These zusammen, während der letzten Legislaturperiode habe eine Mitte-links-Koalition geherrscht, die nun abgelöst werde. Das stimmt nicht. Die bisherige Politik geht weiter, allerdings mit einem spürbaren Akzent nach rechts. Stehen wir vielleicht wieder vor derselben Situation wie 2003? Damals kippte der Bundesrat mit der Wahl von Christoph Blocher und (…).
Ralph Hug, Marie-Josée Kuhn.
Work online, 5.11.2015.
Personen > Hug Ralph. Bürgerblock. Jakob Tanner. Interview. Work, 5.11.2015.
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22.10.2015 Schweiz
Bürgerblock
Nationalratswahlen
Work

Faschismus
Nationalratswahlen
Volltext
Köppelland, aufgewacht! 5 Gründe zu gehen - 5 Gründe zu bleiben. 5 Gründe zu gehen: Grund 1. Rechtsaussen hat übernommen. Die SVP ist die stärkste Partei in Luzern, in Schwyz, in Nidwalden, in Zug, in Freiburg, in Bern, in Solothurn, in Basel-Land, im Thurgau, in Appenzell Ausserrhoden, in St. Gallen, in Graubünden. In Schaffhausen marschieren schon 45,3 Prozent der Wählenden mit Christoph Blocher. In Uri sind es 44, in Schwyz 42,6 und im Aargau 38 Prozent. Und Roger Köppel holt den Schweizer Rekord: 178‘090 Stimmen wählten den „Weltwoche“-Besitzer, der nach wie vor verschweigt, wer seine Geldgeber im Hintergrund sind. Im Nationalrat hat die SVP nun fast doppelt so viele Sitze wie der Freisinn. Als Juniorpartnerin bleibt der FDP also nur noch die Unterwerfung. Genauso wie dem neuen, strammen NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. Den Rechtsrutsch nennt er „Rückkehr zur Normalität.“ Nichts wie weg! Grund 2. Das SVP-Grüselkabinett. Neu für die stärkste Partei ins Bundeshaus ziehen vor allem Schweiztümler, Linkenfresser, Islamhasser, Frauenfeinde und Bankenfreunde. Z. B. Blocher-Zögling Roger Köppel (gegen Abtreibung, gegen Frauenquoten, gegen Kinderkrippen). Er sagt: „Frauen sind geübt darin, Geld auszugeben, das andere zuvor verdient haben.“ Z. B. Bulldozer-Chefin Magdalena Martullo-Blocher. Ihre Ems-Manager staucht sie wie die Hurlibueben und peitscht die Büezer. 43 Arbeitsstunden pro Woche sind ihr zu wenig: „Wenn man Arbeit hat, soll man schaffen.“ (…).
Work online, 22.10.2015.
Work > Nationalratswahlen. Bürgerblock. Rechtsrutsch. Work, 22.10.2015.
Ganzer Text
22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Bürgerblock
Nationalratswahlen
Volltext
Analyse und Herzblut. Editorial von Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work. Redaktionssitzung nach dem Rechtsrutsch der Schweiz: „Es ist zum Davonlaufen“, sagt ein Redaktor. Und eine Redaktorin ergänzt: „Auswandern sollte man können!“ Und seufzt: „Aber wohin nur?“ Es entsteht eine angeregte Diskussion, irgendwo zwischen Analyse und Herzblut. Und daraus unser Titelblatt (mit dem 178‘090-Stimmen-„Weltwoche“- Politiker Roger Köppel) und unser Wahlschwerpunkt: Fünf gute Gründe auszuwandern und fünf noch bessere zu bleiben. Die harte Rechte im Nationalrat ist so stark wie noch nie, die Mitte ist arg dezimiert und die Linke geschwächt. Der SVP ist es gelungen, Wählerinnen und Wähler mit eher kleinem Bildungsrucksack zu mobilisieren, die sonst nicht wählen gehen. Der kleine Mann und die kleine Frau. Genau gegen diese richtet sich aber die banken- und reichenfreundliche Politik der Blocher-Partei: AHV-Alter rauf; Pensionskassenrenten runter; weniger IV, weniger Ergänzungsleistungen; mehr Lohndumping und weniger Kündigungsschutz für Arbeitnehmende, auch für die Älteren; keine Mindestlöhne. Schrumpfrenten. Weniger Rente für die Bauarbeiter und mehr Profit für sich, das wollen auch die Baumeister. In ihrer Kampagne beteuern sie zwar, sie stünden zur Frühpensionierung mit 60 auf dem Bau. Zu dieser grossartigen sozialen Errungenschaft. Tatsächlich aber weigern sie sich bis jetzt, über die dafür nötigen Gelder zu verhandeln. Mehr noch: Sie reden von Leistungsanpassungen. Was das in Franken und Rappen (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Nationalratswahlen. Rechtsrutsch. Work, 22.10.2015.
Ganzer Text
22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
Work
Ralph Hug
Bürgerblock
Nationalratswahlen
Volltext
Mehr Politik by Referendum. Das meinen Linke zum Rechtsrutsch im Parlament. Nach den Wahlen hat die Rechte in Bern die Mehrheit, die Mitte ist dezimiert, und die Linken sind geschwächt. Work fragte linke Politiker und Gewerkschafterinnen: Was nun? Die neu gewählte Zürcher SP-Nationalrätin Mattea Meyer (SP) fährt im Dezember mit gemischten Gefühlen ins Bundeshaus: „Das wird sicher schwierig.“ Doch die 28jährige Historikerin lässt den Kopf nicht hängen. Sie sieht im Gegenteil gute Perspektiven für die Linke - wenn sie aktiv ist und die Basis mobilisieren kann. Meyer fordert einen offensiven Auftritt gegen die Sündenbockpolitik der SVP. „Das Problem sind nicht die Ausländer. Sondern es ist die grosse Ungleichheit in diesem Land.“ Referendumskämpfe. Grossprojekte wie die AHV-Reform oder die Energiewende scheinen unter den neuen Mehrheiten gefährdet. Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne) sieht die grösste Gefahr in einer CVP, die nach rechts abdriftet: „Die Partei hat die Tendenz, dorthin zu kippen, wo gerade die Stimmung ist.“ Glättli meint, die Linken müssten jetzt vermehrt Referenden ergreifen und Politik auf der Strasse machen. Auf harte Referendumskämpfe stellt sich auch der Bündner SP-Hoffnungsträger Jon Pult ein. Sein Fazit: Die bisherige Politik gegenüber der Rechten sei gescheitert. Pult: „Wir müssen dem Nationalismus der SVP frontal entgegentreten.“ Der Politprofi fordert aber mehr. Alle progressiven Kräfte im Land müssten gemeinsam eine neue kulturelle Identität aufbauen. Keine Initiativen. (…). Ralph Hug.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Hug Ralph. Nationalratswahlen. Rechtsrutsch. Work, 22.10.2015.
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22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
WOZ
Carlos Hanimann
Nationalratswahlen
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Es drohen vier eiskalte Jahre. Das Resultat war tausendfach vorausgesagt worden. Am Ende überhöhte sich die selbsterfüllende Prophezeiung selbst: Am Sonntag fand kein Rechtsrutsch statt, sondern ein Rechtsaussenrutsch. Die FDP gewann nur leicht, die rechtsnationale SVP aber erreichte so viele WählerInnen wie noch nie. Dass etablierte Medien nach der Wahl von ExtremistInnen wie Andreas Glarner, Barbara Steinemann, Jean-Luc Addor oder Erich Hess (alle SVP) von einer „Rückkehr zur Normalität“ schrieben, zeigt, dass der jahrelange Aushang von Plakaten mit Messerstechern, schwarzen Schafen, schwarzen Stiefeln und zuletzt ein Gagasong die Hirne gehörig vernebelt haben. Völkerwanderung, Völkerwanderung, Völkerwanderung - SVP- Präsident Toni Brunner hämmerte das Wort am Sonntag in jedes Mikrofon. Die Wahlen sind nach der Annahme der sogenannten Masseneinwanderungsinitiative Ausdruck einer fortgesetzten Spaltung der Schweiz. Es tobt ein Kulturkampf: ein mythisch verklärtes Gestern gegen die Realität von morgen. In Stans „stören“» vier wartende Eritreer vor dem Coop; in Zürich ist es alltäglich, beim Pakistaner einzukaufen und im Innenhof portugiesisch zu sprechen. Die SVP bietet in diesem Kampf eine Klubmitgliedschaft für alle mit Schweizer Pass, das Programm kommt frei Haus: Welcome to SVP. Es ist wie in einem Gottesdienst des freikirchlichen ICF: eine hermetische Wohlfühloase - zutiefst reaktionär, aber im modernen Kleid. Ein Angebot ausschliesslich für jene, (…). Carlos Hanimann. WOZ, 22.10.2015.
Personen > Hanimann Carlos. Nationalratswahlen 2015. WOZ, 22.10.2015.
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22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
WOZ
Carlos Hanimann
Nationalratswahlen
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Es drohen vier eiskalte Jahre. Das Resultat war tausendfach vorausgesagt worden. Am Ende überhöhte sich die selbsterfüllende Prophezeiung selbst: Am Sonntag fand kein Rechtsrutsch statt, sondern ein Rechtsaussenrutsch. Die FDP gewann nur leicht, die rechtsnationale SVP aber erreichte so viele WählerInnen wie noch nie. Dass etablierte Medien nach der Wahl von ExtremistInnen wie Andreas Glarner, Barbara Steinemann, Jean-Luc Addor oder Erich Hess (alle SVP) von einer „Rückkehr zur Normalität“ schrieben, zeigt, dass der jahrelange Aushang von Plakaten mit Messerstechern, schwarzen Schafen, schwarzen Stiefeln und zuletzt ein Gagasong die Hirne gehörig vernebelt haben. Völkerwanderung, Völkerwanderung, Völkerwanderung - SVP- Präsident Toni Brunner hämmerte das Wort am Sonntag in jedes Mikrofon. Die Wahlen sind nach der Annahme der sogenannten Masseneinwanderungsinitiative Ausdruck einer fortgesetzten Spaltung der Schweiz. Es tobt ein Kulturkampf: ein mythisch verklärtes Gestern gegen die Realität von morgen. In Stans „stören“» vier wartende Eritreer vor dem Coop; in Zürich ist es alltäglich, beim Pakistaner einzukaufen und im Innenhof portugiesisch zu sprechen. Die SVP bietet in diesem Kampf eine Klubmitgliedschaft für alle mit Schweizer Pass, das Programm kommt frei Haus: Welcome to SVP. Es ist wie in einem Gottesdienst des freikirchlichen ICF: eine hermetische Wohlfühloase - zutiefst reaktionär, aber im modernen Kleid. Ein Angebot ausschliesslich für jene, (…). Carlos Hanimann. WOZ, 22.10.2015.
Personen > Hanimann Carlos. Nationalratswahlen 2015. WOZ, 22.10.2015.
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22.10.2015 Schweiz
Grüne
Nationalratswahlen
WOZ

Grüne
Nationalratswahlen
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Nach der Niederlage. Grün ist tot? Es leben die Grünen! Die Verluste bei den Wahlen am letzten Sonntag sind halb so wild. Nun können die Grünen wieder voll auf unbestechliche Politik setzen. Genau dazu braucht es sie dringender denn je. Regula Rytz eilte im Bundeshaus gerade von einem Interview zum nächsten, als es passierte: Die Kopräsidentin der Grünen betrat den Lift, der sie zur Maske bringen sollte, im Schlepptau einen Tross Reporterlnnen. Nur eine hinkte hinterher, fand keinen Platz mehr im Aufzug: die Generalsekretärin Miriam Behrens. Den aufgeklappten Laptop in der einen Hand, die Tasche in der anderen, sagte sie genervt: „Regula, so kann ich einfach nicht arbeiten, wenn du immer davonläufst“ Es war nicht klar, ob sie zu sich selbst sprach oder zur Präsidentin. Rytz jedenfalls stand im Fahrstuhl und blickte fragend zur Generalsekretärin: „Komm“, sagte sie. Und als die Generalsekretärin den Kopf schüttelte und den Laptop in die Tasche packte, ging Rytz auf sie zu und zog sie doch noch in den Lift. Die Umwelt, ein Luxusthema? Vielleicht war es nur ein Detail in der Hektik des Wahltags. Aber es war sinnbildlich für diesen Tag, an dem so viel schieflief für die Grünen: minus 1,3 Prozent Wählerstimmen, vier Sitze weniger. Prominente VertreterInnen wie die Bernerin Aline Trede oder Yvonne Gilli aus St. Gallen wurden abgewählt. Was ist passiert? Und vor allem: Was nun? (…). Meret Michel, Mitarbeit: Carlos Hanimann.
WOZ, 22.10.2015.
WOZ > Grüne. Nationalratswahlen 2015. WOZ, 22.10.2015.
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22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Nationalratswahlen
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Die neuen Köpfe. Ade Mörgeli, hallo Meyer. Der neue Nationalrat verzeichnet ein paar beunruhigende Neuzugänge. Es gibt aber auch erfreuliche Gesichter, unter anderem aus der Westschweiz. Wir wollen nicht allzu viele Worte verlieren über die Abgewählten: Tschüss, Christoph Mörgeli (SVP/ZH) und Hans Fehr (SVP/ZH), adieu, Ex-Autopartei-Sesselschnarcher Roland Borer (SVP/SO) und Geissbock-Zottel-Hirt Ernst Schibli (SVP/ZH). Vermissen werden wir sie wahrhaftig nicht. Ganz im Gegensatz zu Aline Trede (Grüne/BE), die mit ihren Vorstössen zu diversen Themen von Elternurlaub bis Überwachungstechnologien auch dem neuen Parlament gutgetan hätte - bietet dieses doch durchaus Grüselpotenzial. Insbesondere wenn wir den Kopf nochmals nach rechts drehen, so weit rechts, wie es nur geht. Dann sehen wir Andreas Glarner (SVP/AG): Auf seiner Website schreibt Glarner von einer bedrohten Schweiz, die in wenigen Jahrzehnten umgeben sein werde von muslimischen Staaten (Frankreich, Deutschland). Der Slogan seines Wahlkampfs (illustriert mit blutigem Messer und IS-Symbolik): „Kopf hoch statt Kopf ab!“ Die ebenfalls neu gewählte Mattea Meyer (SP/ZH) wird also alle Hände voll zu tun haben, wenn sie sich wie bisher im Zürcher Kantonsrat ebenso für Sans-Papiers wie für Steuergerechtigkeit starkmachen möchte. Denn an Glarners Seite stehen Leute wie Erich Hess (SVP/BE), unermüdlicher Kämpfer gegen das Berner Terroristen- und Chaotennest Reitschule und gerngesehener Gast in satirischen Fernsehformaten (…). Noemi Landolt.
WOZ, 22.10.2015.
WOZ > Nationalratswahlen. Wahlergebnisse. WOZ, 22.10.2015.
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09.10.2015 Schweiz
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Nationalratswahlen
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PdA wählen! Die Partei der Arbeit hat letzten Sonntag ihr Wahlfest gefeiert. Höhepunkt war eine Podiumsdiskussion, an der vier Genossinnen aus vier Perspektiven die Übel des Kapitalismus und Alternativen dazu aufzeigten. Das Motto der Diskussion hat der US-Grosskapitalist Warren Buffett geliefert: Es würde ein Krieg stattfinden zwischen den Armen und den Reichen und dass seine Seite ihn gewinnen würde. Ein solcher Krieg mit tatsächlicher Waffengewalt findet gegenwärtig in Syrien statt. Lenin meinte, dass der imperialistische Krieg genutzt werden und in einen Bürgerkrieg für die soziale Revolution umgewandelt werden muss. Die KurdInnen in Syrien haben die kriegerische Situation, ausgelöst von der Nato und den Golfstaaten, genutzt und sind zur Selbstverwaltung übergegangen, wie uns ein Genosse aus Deutschland erzählte. Der Anstieg der Anzahl Flüchtlinge aus dieser Region ist kein Zufall. Die Ursache dafür ist klar der Imperialismus. Aber auch, dass eine Krise im Asylwesen entstanden ist, hat seine Gründe. Zum Beispiel die Verschärfungen im Asylrecht, die von SP-Bundesrätin Sommaruga durchgesetzt wurden, so Genossin Amanda Ioset. (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 9.10.2015.
Vorwärts > Nationalratswahlen 2015. Vorwärts, 9.10.2015.
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09.10.2015 ZH Kanton
Partei der Arbeit
Vorwärts

Nationalratswahlen
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Meinungen. Liebe Genossinnen und Genossen. Es ist mir eine Ehre, mich mit folge den Zeilen und Zeichen an Euch, die Leserschaft des altbewährten Vorwärts wenden zu dürfen. Ich bin Künstler. Eine linksradikale Partei mit Geschichte wie die Partei der Arbeit (PdA) vertreten zu dürfen, im Falle einer Wahl dafür einzustehen und für deren Inhalte, Ideen und Werte zu kämpfen, ist für mich wichtig. Ich unterstütze sämtliche darin auftretenden Forderungen, ausser einer: Ich stehe ein für einen Beitritt zur Europäischen Union. Nicht aus vordergründig logischen oder realpolitischen Gründen, sondern um meinen politischen Standpunkt hier gegenüber des konservativen, bürgerlichen und braun-grünen Lagers gezielt gegenteilig zu positionieren und um für eine europäische (Werte-) Union einzustehen, zuletzt auch einer des Euros, solidarisch. Ein wichtiger Grund für einen Beitritt ist die geopolitische Lage der Schweiz. (…). Mischa Müller.
Vorwärts, 9.10.2015.
Vorwärts > Nationalratswahlen ZH Kanton. Vorwärts, 9.10.2015.
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