Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 15124

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02.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Coronavirus
Sozialbereich
Volltext
VPOD fordert Schutz und Klarheit für den Sozialbereich. Der VPOD ist besorgt über den Umgang mit dem Coronavirus im Sozialbereich. Während das Gesundheitswesen im Fokus von Politik und Medien steht, sehen sich soziale Einrichtungen mit ihren Fragen und Problemen weitgehend alleingelassen – insbesondere im stationären Bereich, wo nicht, wie bei Beratungsdiensten, auf Telekommunikation ausgewichen werden kann. Menschen mit Unterstützungsbedarf müssen auch in Corona-Zeiten weiterhin betreut werden. Man kann sie weder auf die Strasse stellen noch einfach so zu ihren Eltern schicken, zumal wenn diese selbst schon im Grosselternalter sind. Häufig sind Klientinnen und Klienten sozialer Institutionen selbst Angehörige der Corona-Risikogruppen. Dennoch ist die Betreuung ohne körperliche Nähe je nach Art des Handicaps nur schwer oder gar nicht zu erbringen. Im Gegensatz zu den Spitälern, die Knowhow und Routine in solchen Fragen besitzen, fehlt es in sozialen Einrichtungen häufig an allem: an Material wie Schutzkleidung und Masken ebenso wie an Kenntnissen über den richtigen Umgang damit. Dass Personal, das selbst einer Risikogruppe angehört, in diesem Umfeld nicht eingesetzt werden kann, müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Der Bundesrat hat aber nach über einer Woche geballten Protests von Arbeitnehmerseite den Artikel 10c der Covid-Verordnung 2 noch immer nicht korrigiert. In ihrer jetzigen Fassung wälzt die Verordnung die Verantwortung für die Einhaltung d (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Coronavirus. Sozialbereich. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Vivian Bologna
Fahrvergünstigungen
Volltext
Petition „Hände weg vom FVP“. 23'000 Unterschriften in Kürze. Das Leben in der Schweiz läuft seit Wochen verlangsamt. In dieser Ausnahmesituation ist es schwierig, über etwas anderes zu sprechen als die Coronavirus-Krise. Der SEV will dennoch Bilanz ziehen über die Unterschriftensammlung für die Petition „Hände weg vom FVP“, die er Anfang Februar lanciert hat. Die Mobilisierung war aussergewöhnlich: Mit über 23‘000 Unterschriften wurde das Ziel bereits übertroffen! „Die Unterschriftenbögen wurden enorm schnell zurückgeschickt!“ freut sich Vizepräsident Christian Fankhauser, verantwortlich fürs FVP-Dossier beim SEV. „Jedes Mitglied hat mit dem Versand seiner Mitgliederkarte einen Unterschriftenbogen erhalten, und auch die Sektionen haben sich mobilisiert, um diese Petition zu unterschreiben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: über 23‘000 Unterschriften sind zusammengekommen!“Diese Zahl ist wenig überraschend für Christian Fankhauser, der sich zusammen mit der gesamten SEV-Leitung und mit Vincent Brodard dafür einsetzt, dass das Personal weiterhin Fahrvergünstigungen erhält. „Wir waren davon überzeugt, dass unsere Mitglieder, aber auch Nicht-Mitglieder, die Petition unterzeichnen würden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die FVP sind kein Geschenk, sondern ein Lohnbestandteil, der versteuert werden muss – sowohl von den Mitarbeitenden als auch von den Pensionierten. Die Fahrvergünstigungen waren auch Lohnbestandteil der heutigen Pensionierten; sie sind somit auch integraler Bestandteil ihrer Rente. (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: chf.
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
Personen > Bologna Vivian. Fahrverguenstigung. Petition. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Homeoffice
Volltext
Der grosse Irrtum übers Homeoffice. Seit vielen Jahren wird Homeoffice als die Wunderwaffe zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit dargestellt. Ein riesiges Missverständnis. Aufgrund der aktuellen Epidemie machen nun breite Kreise erstmals Erfahrungen mit Homeoffice und stellen plötzlich fest, dass die Realität ganz anders ist als in Gleichstellungsbroschüren propagiert wird. Wer zuhause arbeitet, spart sich die Arbeitswege und kann den Tag eventuell etwas flexibler gestalten als im Betrieb. Er oder sie kann aber nicht gleichzeitig Kinder betreuen. Erstaunlicherweise gibt es aber nach wie vor breite Kreise, die das glauben. In der aktuellen Situation, in der die Kinder den ganzen Tag zuhause sind, eventuell noch ein schulisches Programm absolvieren müssen, den Computer dafür benötigen, wenige Aussenkontakte und kein Schulmittagessen haben, ist es völlig ausgeschlossen, dass sich ein Erwachsener gleichzeitig um die Bedürfnisse der Kinder kümmert und seine Berufsarbeit erledigt. Erwerbsarbeit und Kinderbetreuungszeiten müssen daher auch im Homeoffice klar getrennt werden, und wer keine andere Betreuungsmöglichkeit für seine Kinder hat, muss von der Arbeit freigestellt werden. Bei der Arbeit im Homeoffice stellen sich weitere Fragen: Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich die Kinder betreuen muss? Bin ich versichert? Kann ich auf meinem eigenen Laptop arbeiten?, und andere mehr. Ein Informationsblatt des VPOD gibt Auskunft zu Fragen rund ums Homeoffice.
Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Flittner Christine. Homeoffice. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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01.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Zentrakbahn
Elisa Lünthaler
Lohnerhöhungen
Volltext
Zentralbahn
Das Personal ist verärgert über die Bedingungen, welche die Zentralbahn an eine generelle Lohnerhöhung knüpft und hält an seinen Forderungen fest. Lohnverhandlungen Zentralbahn. Lohnerhöhung für alle – ohne Bedingungen. Die Zentralbahn erwirtschaftete in den letzten Jahren gute Resultate mit Millionengewinnen, steigenden Pünktlichkeitswerten und steigendem Kostendeckungsgrad. Die Mitarbeitenden leisteten Sonderefforts, sind hoch motiviert und loyal. Dafür fordern sie von ihrem Arbeitgeber endlich eine angemessene Entschädigung. Jeder Platz ist besetzt im Saal des Hotel Bahnhof in Giswil. Die Vorstände der SEV-Sektionen der Zentralbahn haben für diesen Mittwoch, 11. März, zur ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen. Auf dem Traktandum stehen die ins Stocken geratenen Lohnverhandlungen 2019. Der grosse Andrang am heutigen Abend zeigt: Den Angestellten der Zentralbahn ist es ernst, sie wollen, dass in Sachen Lohnverhandlung endlich etwas geht. Die Zentralbahn konnte in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse verbuchen: 2018 betrug der Gewinn rund 6 Mio. Franken, der Kostendeckungsgrad konnte auf 64 Prozent erhöht werden. Die Kundenzufriedenheit stieg signifikant und 97,9 Prozent der Reisenden erreichten ihr Ziel pünktlich. Das Bahnunternehmen mit 370 Mitarbeitenden darf sich somit das „zuverlässigste S-Bahn-System der Schweiz“ nennen. (…).
Elisa Lünthaler.
SEV-Zeitung, 1.4.2020.
Personen > Luenthaler Elisa. Zentralbahn. Lohnerhoehung. SEV-Zeitung, 2020-04-01.
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01.04.2020 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Roland Brunner
Coronavirus
Volltext
Systemrelevant!? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Wie störanfällig unser System doch ist. Ein klitzekleiner Virus – und schon steht alles still. Nicht weil unser starker Arm es will. Auch die Gewerkschaften stehen still. Keine Versammlungen, keine Streiks, keine Feiern zum 1. Mai, unserem traditionellen Kampftag. Plötzlich wird offensichtlich, wer und was systemrelevant ist. Man klatscht von Balkonen und Bundesrat Parmelin fordert auf SRF zu bester Sendezeit eine Kompensation für das Gesundheitspersonal in dieser aussergewöhnlichen Lage. Selbst die NZZ feiert die Systemrelevanten – um gleichzeitig Kampagne zu machen für einen möglichst schnellen System-Restart. Es müsse endlich wieder gearbeitet werden. Der Shut-down koste viel zu viel. Möglichst schnell zurück zum gewohnten Gang der Dinge. Zu Renditen und Profiten. Gewinn statt Gesundheit. Jahrein, jahraus haben sie den freien Markt gepredigt, der alles regle. Der Service public kam unter Druck, weil immer mehr der Konkurrenz ausgeliefert wurde. Für die grosszügige Finanzierung von Massnahmenpaketen und die Rettung der Unternehmen ist der Staat dann aber gut genug. Der gute, alte Spruch: „Gewinne privat, Verluste dem Staat...“ Wieso bekommen eigentlich auch Unternehmer-Politiker Staatshilfe, die ständig für Steuersenkungen und Sparprogramme votieren? Und müsste man Staatshilfe nicht davon abhängig machen, dass ein Betrieb die Gesundheitsmassnahmen des BAG konsequent umsetzt und keine Stellen abbaut? Oder will man einfach die Gewinne der Unternehmer absichern statt der Menschen? (…).  Roland Brunner, VPOD Sekretär Zürich.
GBKZ, 1.4.2020.
Personen > Brunner Roland. Coronavirus. GBKZ, 2020-01-04.
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01.04.2020 Schweiz
BLS
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Offener Brief
Volltext
BLS-Lokführer/innen haben einen Weg gefunden, um ihre Anstellungsbedingungen zu verbessern. Offener Brief führt zu Verbesserungen. Wer mit seinen Anstellungsbedingungen nicht zufrieden ist, hat durchaus Möglichkeiten, diese mitzugestalten. Das Beispiel des BLS-Lokpersonals zeigt dies deutlich. Ein offener Brief an die BLS-Führung vor knapp einem Jahr führt nun zu einer Vielzahl an Massnahmen für die Attraktivität des Lokführerberufs und der BLS als Arbeitgeberin. Auf Initiative einer Gruppe von Lokführenden der BLS hat sich der SEV-LPV vor knapp einem Jahr mit einem offenen Brief und über 470 mitunterzeichnenden Lokführerinnen und -führern an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der BLS gewendet. Dem Brief vorausgegangen war die Ankündigung von Massnahmen im Rahmen des BLS-Sparprogramms Best Way. Das Lokpersonal hatte Bedenken, dass mit der Umsetzung dieser Massnahmen die Qualität leidet, die Sicherheit gefährdet ist und die Funktion des Lokführers bei der BLS an Attraktivität verliert, nicht zuletzt auch aufgrund von Personalmangel. In drei intensiven Besprechungen zwischen September 2019 und März 2020 haben die BLS und eine Delegation SEV-LPV verhandelt. Dank dem grossen Einsatz des Lokpersonals und des SEV-LPV konnte nun ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Parteien einigten sich auf neue Planungsvor-gaben für Personenverkehrsdienste Lokpersonal mit Gültigkeit ab Fahrplanwechsel Dezember 2020. (…).
Chantal Fischer.
SEV-Ueitung, 2.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Lokfuehrer. Offener Brief. SEV, 2020-04-02.
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27.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Volltext
Wirtschaftskrise
Mit einem Fuss in der Depression. Massenhafte Entlassungen, Kursstürze, riesige Soforthilfepakete: Die Covid-19-Pandemie reisst die Schweiz wieder in die Realität der Krise, in der wir uns seit 2008 befinden. Was dies für die Situation der Massen bedeutet, scheint erst nach den Interessen der Wirtschaft Priorität zu haben. 2019 schien ein mehr oder weniger gutes Jahr fürs Kapital zu werden. Vor allem liefen die Geschäfte. Von Dezember 2018 bis Februar 2020 stiegen die Kurse auf dem Schweizerischen Indexmarkt (SMI) von 8400 Punkten auf 11 110. Diese Zeit ist endgültig vorbei. Innerhalb von nur drei Wochen wurden die Gewinne des ganzen Jahres vernichtet. Grundsätzlich ist die Entwicklung an den Börsen nicht repräsentativ dafür, was in der Wirtschaft geschieht. Die Vorstellung, dass steigende Börsenkurse für eine brummende Wirtschaft stehen, ist falsch – sie stehen für Profitmöglichkeiten für Gutbetuchte. So steigen Kurse, wenn Betriebe massenhaft Arbeiterinnen entlassen. Doch in diesem Fall stehen tatsächlich grosse Teile der Wirtschaft für einen längeren Zeitraum still, Lieferketten sind unterbrochen und es kommt zu Massenentlassungen. Hauptsache weiter schuften. Besonders betroffen sein wird wohl die Schweizer Baubranche, wenn es endgültig zum Knall kommt, wenn das Vertrauen so stark sinkt, dass Anleger*innen von den Grossbanken ihr Geld zurückverlangen und diese wegen Zahlungsunfähigkeit entweder dicht machen müssen oder wie die UBS vor dem selbstverschuldeten Ruin mit Staatsgeldern (...). Florian Sieber.
Vorwärts, 27.3.2020.
Personen > Sieber Florian . Wirtschaftskrise. Vorwaerts, 2020-03-27.
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27.03.2020 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Coronavirus
Volltext
Frühlingserwachen Frühling in Corona-Zeiten, ein seltsamer Kontrast. Hier neues Spriessen, Aufblühen und Wachsen. Das Leben, halt. Dort Angst, Krise und Krankheit. Der Tod. Und alles, was der Frühling so macht: einen rausziehen, einen ausziehen, einen ranziehen, sollten wir derzeit besser nicht tun. Doch träumen, das ist zwar auch ansteckend, aber das können wir. Der Kirschbaum im Garten ist jetzt noch schöner als andere Jahre. Der Blütenzauber noch zauberhafter. Augen mit Frühling füllen. Augen dann schliessen. Von diesem Frühlingserwachen handelt auch unsere Frontseite. Ein Bild gegen den Virus-Koller. Ein Vexierbild, das aber auch die Corona-Krise zeigt. Man sieht den Virus nicht, man riecht ihn nicht – und doch ist er da. Und dominiert alles. Mittlerweile schlägt er bereits in 169 Ländern zu (Stand 25. März). Mit verheerenden gesundheitlichen, sozialen, ökonomischen und politischen Folgen. Work widmet der Corona-Krise deshalb die ganze Zeitung. Weil es so wichtig ist, sie zu sehen und zu verstehen. Zuerst Aufsteller. In der chinesischen 11-Millionen-Metropole Wuhan gab es am 19. März erstmals keine neuen Ansteckungen mehr. China hat die Seuche mit viel Technologie und der eigenen Geschichte bezwungen. Dann der Alarm. Hunderte von ¬Firmen pfeifen auf den Corona-Schutz. Work dokumentiert. Und Unia-Chefin Vania Alleva fordert den „technischen Stop für nichtessentielle Arbeite“. Der Corona-Ratgeber. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 27.3.2020.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Coronavirus. Work online, 2020-03-27.
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26.03.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Spitalpersonal
Volltext
Arbeitsgesetz: Bundesrat stösst Spitalpersonal vor den Kopf. Das Spitalpersonal appelliert an den Bundesrat, die Aufweichung des Gesundheitsschutzes zurückzunehmen. Über 40'000 Menschen unterzeichneten in kürzester Zeit die Petition. Doch der Bundesrat stellt sich taub. Der Entscheid des Bundesrates vom vergangenen Freitag, die wichtigsten Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den mit COVID-PatientInnen überlasteten Spitälern mit sofortiger Wirkung auszusetzen, hat das Spitalpersonal und die Bevölkerung mobilisiert. Der VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste) hat Anfang Woche eine Online-Petition lanciert, welche den Bundesrat auffordert, seine Entscheidung rückgängig zu machen. In knapp zwei Tagen unterzeichneten schweizweit über 40’ 000 Menschen diesen Appell und setzten damit ein deutliches Zeichen für den Schutz des Spitalpersonals. Sie alle haben verstanden, dass der Schutz des Personals eine wichtige Voraussetzung ist für den Schutz von uns allen. Bei der heutigen Pressekonferenz gab Bundesrat Parmelin sogar auf konkrete Nachfragen nur ausweichende Antworten zu diesem Thema. Der Appell von 40'000 Personen zum Schutz des Spitalpersonals stiess auf taube Ohren. Der Bundesrat weigert sich, den gesetzlichen Rahmen des Arbeitsgesetzes zum Schutz des Spitalpersonals beizubehalten. (…).
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 26.3.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus.. Pflegepersonal. VPOD Schweiz, 2020-03-26.
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26.03.2020 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Gesundheitswesen
Volltext
Ärzte und keine Bomben. Unser Land wirft weder Bomben auf andere Völker, noch schickt es Tausende von Flugzeugen, um Städte zu bombardieren. Unser Land besitzt keine Atomwaffen, chemischen Waffen oder biologischen Waffen. Die Zehntausende von Wissenschaftlern und Ärzten in unserem Land sind mit der Idee erzogen worden, Leben zu retten. Ich denke - weil ich optimistisch bin - dass diese Welt gerettet werden kann, trotz der Fehler, die gemacht wurden, trotz der immensen und unilateralen Kräfte, die geschaffen wurden, weil ich an den Vorrang der Ideen gegenüber der Gewalt glaube. (…) Unser Land wirft weder Bomben auf andere Völker, noch sendet es Tausende von Flugzeugen aus, um Städte zu bombardieren. Unser Land besitzt keine Atomwaffen, chemischen Waffen oder biologischen Waffen. Die Zehntausende von Wissenschaftlern und Ärzten in unserem Land sind mit der Idee erzogen worden, Leben zu retten. Es wäre ein absoluter Widerspruch zu ihrer Vorstellung, einen Wissenschaftler oder einen Arzt damit zu beauftragen, Substanzen, Bakterien oder Viren herzustellen, die anderen Menschen den Tod bringen können. Es kam sogar zu Behauptungen, dass Kuba Untersuchungen zu biologischen Waffen durchführt. In unserem Land wird geforscht, um solch schwere Krankheiten wie Meningokokken-Meningitis, Hepatitis, mit Impfstoffen zu heilen, die es mit therapeutischen Formeln der Gentechnik herstellt. Oder, was von grösster Bedeutung ist, die Suche nach Impfstoffen oder therapeutischen Formeln durch die molekulare Immunologie; von denen die einen schützen und andere sogar heilen können, und auf diesen Wegen kommen wir voran. (…).
Auszüge aus der Rede des Comandante en Jefe in Buenos Aires im Mai 2003.. Fidel Castro Ruz.
Granma, 26.3.2020.
Personen > Castro Fidel. Gesundheitswesen. Granma, 2020-03-26.
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26.03.2020 Schweiz
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Kinderbetreuung in Coronazeiten. Im Alltag betrachten wir gewisse Rahmenbedingungen als selbstverständlich: Am Morgen den Nachwuchs in die Kita oder zu den Grosseltern bringen und ins Büro gehen, die Grossmutter anfragen, ob sie einspringen kann, wenn ein Kind krank ist, die Tochter in den Schulferien mit dem Grossvater in den Zoo schicken... Und von einem Tag auf den anderen ist dies alles nicht mehr möglich. Jetzt fällt auf, welch grossen Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft die Grosselterngeneration unbezahlt – sowie unzählige Kita-Angestellte mit bescheidenen Löhnen und anstrengenden Arbeitsbedingungen normalerweise leisten. Die Betreuung durch die Grosseltern fällt zurzeit ganz weg – und es könnte noch länger dauern, bis Grosseltern und Enkelkinder sich einander wieder annähern dürfen, ohne dass dies für erstere ein gesundheitliches oder gar tödliches Risiko ist. Die Schulen sind ebenfalls geschlossen. Der Bundesrat hat zwar angeordnet, dass die Kantone eine schulische (bis 6. Klasse) und vorschulische Betreuung anbieten müssen für Kinder, deren Eltern sie in dieser ausserordentlichen Situation nicht selbst betreuen können. Gleichzeitig müssen jedoch auch die Betreuungsinstitutionen die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, um ihr Personal zu schützen und die Weiterverbreitung von Covid zu stoppen. Die ist jedoch gerade in der Kinderbetreuung kaum umsetzbar: Trösten auf zwei Meter Distanz ist nicht möglich, geschweige denn Wickeln. (…).  Regula Bühlmann.
SGB, 26.3.2020.
Personen > Buehlmann Regula. Coronavirus. Kinderbetreuung. SGB, 2020-03-26.
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25.03.2020 Schweiz
Pensionskasse
Personen
PK-Netz

Pensionskassen
Volltext
Auch in turbulenten Zeiten Ruhe bewahren Kommentar von Urs Eicher, Präsident PK-Netz. Wir stehen aufgrund der Corona-Epidemie gesamtgesellschaftlich vor sehr herausfordernden Zeiten. Prognosen sind schwierig, wenn plötzlich praktisch das gesamte wirtschaftliche Leben zum Erliegen kommt. Es wäre vermessen, das Grounding der Swissair mit der aktuellen Situation zu vergleichen. Dennoch kommen Erinnerungen hoch. Als die Flotte im Oktober 2001 am Boden blieb, war ich eben zum Präsidenten von kapers, der Gewerkschaft des Kabinenpersonals, ernannt worden. Es folgten turbulente Monate, in denen es bei der beruflichen Vorsorge erstmal darum ging, den Anschluss zu halten und dann für unseren Versichertenbestand eine neue gute Vorsorgelösung zu finden – selbstverständlich im Interesse der Arbeitnehmenden. Wenn ich eines in dieser Zeit gelernt habe: Ruhe bewahren, sich auf das Wesentliche konzentrieren und das Ziel auch in turbulenten Zeiten nicht aus den Augen verlieren. An langfristigen Anlagestrategien festhalten. Übersetzt auf die jetzige Situation in der 2. Säule heisst dies: Wir müssen wachsam sein und die Situation an den Finanzmärkten sicherlich gut beobachten. Allerdings sollten auf der Ebene der Vorsorgeeinrichtungen auf keinen Fall übereilte Beschlüsse gefasst werden, denn die allermeisten Kassen verfügen bereits über langfristige Anlagestrategien mit Zielwerten und Bandbreitenvorgaben. (…). Urs Eicher, Präsident PK-Netz.
PK-Netz, 25.3.2020..
Personen > Eicher Urs. Pensionskasse. PK-Netz, 2020-03-25.
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18.03.2020 Schweiz
Personen
Reinigung
VPOD Schweiz
Natascha Wey
Arbeitsbedingungen
Reinigungspersonal
Volltext
Die Reinigungsfachkräfte sind systemrelevant! Ohne die Menschen, die in der Reinigungsbranche arbeiten, würde der Service public nicht funktionieren. Denn ohne Sauberkeit in Spitälern und Heimen, können hygienische Standards nicht erfüllt werden. Die Reinigungsfachleute im öffentlichen Dienst sind mit der Corona-Krise zwei gegenläufigen Tendenzen ausgesetzt. Wo Büros, Turnhallen, Schul- oder Amtshäuser leerstehen, braucht es weniger Reinigungsarbeiten. Das Reinigungspersonal von Kantonen, Stadt und Gemeinden oder anderen öffentlichen Einrichtungen wird weniger aufgeboten, kann aber auch kein Homeoffice machen. Gleichzeitig steht das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen und einem verstärkten Druck. In Zeiten einer Pandemie ist Hygiene das A und O. Reinigungskräfte in Spitälern und im Gesundheitsbereich werden daher eher mit Mehrarbeit, Überstunden, höherer Arbeitsbelastung und mehr Verantwortung konfrontiert sein. Die Spitäler werden in dieser Situation mehr und verstärkt reinigen. Auch in den Spitälern wurde bei der Reinigung in der Vergangenheit eher gespart, abgebaut und die Personaldecke ausgedünnt. Die Zeche werden die jetzigen Angestellten bezahlen. Wir fordern für das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen. (…).
Natascha Wey.
VPOD Schweiz, 19.3.2020.
Personen > Wey Natascha. Reinigungspersonal, . Arbeitsbedingungen.
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13.03.2020 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Coronavirus
Sichere Löhne und Arbeitsplätze – gesunde Bevölkerung. Kommentar von SGB-Sekretariatsleiter und Chefökonom Daniel Lampart. So etwas wie die Corona-Epidemie gab es in der Schweiz lange nicht mehr. Viele Arbeitnehmende machen sich grosse Sorgen – um die Gesundheit, aber auch um ihre Löhne und Arbeitsplätze. Die Massnahmen der Behörden zur Verhinderung von Ansteckungen werden immer einschneidender. Angesichts der gesundheitlichen Gefahren für die Risikogruppen in der Bevölkerung ist das nachvollziehbar. Doch gleichzeitig stehen Bund und Kantone dadurch auch in der Pflicht, alles zu unternehmen, dass die Löhne und die Arbeitsplätze in der Schweiz gesichert sind. Wenn Löhne nicht mehr bezahlt werden, droht eine schwere Rezession. Bereits jetzt haben viele Angestellte mit tiefen Löhnen und prekären Arbeitsverträgen im Gastgewerbe, im Kultur- oder Eventbereich ihre Stelle verloren. Während besser Verdienende in Büroberufen vorderhand noch Homeoffice machen können. Um eine wirtschaftliche Krise zu verhindern, braucht es einen 3-Stufen-Plan. Die erste Stufe ist bereits ausgelöst. Dank der Kurzarbeit können die Löhne in Firmen mit Problemen weiter bezahlt werden, wobei die Wartezeiten noch stark verkürzt werden müssen. Ergänzend dazu braucht es einen Härtefall-Fonds insbesondere für Kulturschaffende, bei denen Auftritte abgesagt wurden. (…).  Daniel Lampart.
SGB, 13.3.2020.
Personen > Lampart Daniel. Coronavirus. SGB, 2020-03-13.
Gaanzer Text
13.03.2020 Schweiz
Lehrkräfte
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Coronavirus
Lehrkräfte
Volltext
Coronavirus: Schulschliessungen – Es braucht zwingend Massnahmen für erwerbstätigen Eltern und Betreuungspersonen. Die vorgesehenen Schulschliessungen, die zur Eindämmung der Pandemie nötig sind, stellen ein massives Problem für erwerbstätige Eltern dar. Der Gesundheitsschutz des Betreuungspersonals soll trotz Ausnahmesituation oberste Priorität haben. Kinder unter 14 dürfen nicht lange Stunden allein gelassen werden, auch älteren Kinder darf das nicht über einen längeren Zeitraum hinweg zugemutet werden, die Grosseltern kommen als Betreuungspersonen nicht in Frage und kurzfristige selbstorganisierte Betreuungsgruppen arbeiten dem Zweck der Massnahme entgegen. Es braucht daher klare Bestimmungen für Arbeitnehmende, welche jetzt notgedrungen Betreuungspflichten erfüllen müssen. • Der VPOD fordert, dass erwerbstätigen Eltern bei jeglicher Abwesenheit zur Betreuung von Kindern bis 14 Jahren (je nach Situation bis 16 Jahren) in der Folge von behördlich getroffenen Massnahmen (Schulschliessungen, Kitaschliessungen) der Lohn fortgezahlt werden muss, so lange die Massnahme anhält. Der VPOD unterstützt die vom SGB geforderte Massnahme einer Lohnfortzahlung von Eltern mit Betreuungsaufgaben über die Erwerbsersatzordnung EO. Der Bundesrat muss diese Massnahmen rasch konkretisieren. (…).
Christine Flittner.
VPOD Schweiz, 13.3.2020.
Personen > Flittner Christine. . Coronavirus. Lehrkraefte. VPOD Schweiz, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
Personen
Work
Clemens Studer
Coronavirus
Volltext
Der Virus hat die Welt im Griff: Wie ein Virus aus Zentralchina die Weltwirtschaft auf Talfahrt schickt und Millionen von Jobs bedroht. Und warum. 7. Januar: Nach einer Welle von Lungenentzündungen mit unbekannter Ursache in der zentralchinesischen Provinz Hubei identifizieren die chinesischen Gesundheitsbehörden ein neuartiges Coronavirus als Verursacher. Sie riegeln die Gegend um die 11-Millionen-Metropole Wuhan rigoros ab. Das Verwaltungsgebiet Wuhan ist eine Industriemetropole und erwirtschaftete 2014 ein Bruttoinlandprodukt von über 230 Milliarden Dollar. Als eigenes Land gehörte Wuhan damit zu den 50 grössten Volkswirtschaften der Welt. Millionen Schiffscontainer gehen von hier in die ganze Welt. Trotz rabiatem Eingreifen der Behörden verbreitet sich das Virus auch ausserhalb der Region und greift auf andere asiatische Länder über. Es bekommt den Namen „2019-nCoV“. Die Produktion in Wuhan kommt praktisch zum Stillstand. Und auch in anderen Gegenden kommt es zu Produktionseinschränkungen und gar Stillständen. 23. Januar: Der eingesetzte Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt zum Schluss: „Dies ist eine Notlage in China, aber noch keine globale Notlage. Es kann aber durchaus noch dazu werden.“ Die Weltgesundheitsorganisation sollte recht bekommen. Im Lauf des Februars kommt das Virus definitiv und auf immer breiterer Front in Europa an. 6 Seiten extra zum Corona-Virus. (…).  Clemens Studer.
Work online, 13.3.2020.
Personen > Studer Clemens. Coronavirus. Work omline, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Franziska Genitsch-Hofer
Aenni Goldschmidt-Michel
Nachruf
In Gedenken an Aenni. In der Nacht vom 23. zum 24. Januar schlief Anne Goldschmidt-Michel im stolzen Alter von 99 Jahren friedlich ein. Sie war Gründungsmitglied der PdA, erhielt den Nationalpreis der DDR und setzte sich nach ihrer Rückkehr in die Schweiz für die Frauen* und den Frieden ein. Aenni wurde am 8. November 1920 in Bolligen als viertes Kind von Anna Grossenbacher und Adolf Michel geboren. Sie wuchs in Bern auf und besuchte dort die Schulen. Neben der Schule nahm sie Tanzunterricht. Später wurde sie zur professionellen Ausbildung als Tänzerin und Pädagogin für tänzerische Gymnastik angenommen. Nach der Ausbildung wurde sie fre-schaffend, wobei sie einerseits pädagogisch tätig war, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, andererseits jedoch als Tänzerin im Genre des modernen Kammertanzes auftrat. Dem Ruf der Jungen DDR gefolgt. Seit 1938 betätigte sie sich politisch in den Reihen der revolutionären Arbeiterbewegung der Schweiz. 1938 war sie an der Gründung einer Berner Sektion der Sozialistischen Jugend der Schweiz beteiligt. Anfang 1940 trat sie der illegalen Kommunistischen Partei bei. 1944 wurde die Partei der Arbeit der Schweiz (PdA) gegründet, der sie bis zu ihrem Tode angehörte. In der Partei lernte Aenni dann auch den Musikkritiker und Musikwissenschaftler Harry Goldschmidt 4 kennen. Es wurde bald, 1947, geheiratet. Das Klima für Antifaschisten und Sowjetfreunde, insbesondere wenn sie noch dazu in der PdA waren, wurde zusehends rauer, das politische Klima frostig und der Kalte Krieg begann. Harry hatte es immer schwerer, bezahlte Aufträge zu bekommen, (…). Franziska Genitsch-Hofer.
Vorwärts, 13.3.2020.
Vorwärts > Goldschmidt-Michel Aenni. Nachruf Franziska Genitsch-Hofer. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
AHV
Initiativen Schweiz
Personen
Siro Torresan
AHV-Renten
AHVx13 Initiative
Volltext
AHVx13 - weil unsere Arbeit gute Renten verdient. Eine breite Allianz von Gewerkschaften, SP und Grüne hat die VolksinitIative lanciert, die eine 13. AHV-Rente verlangt. Die Initiantlnnen hoffen, den Schwung des Frauenstrelkjahrs nutzen zu können. Die Partei der Arbeit unterstützt das Vorhaben, hält aber auch an Ihrem Vorschlag fest. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) lässt nicht locker - und das ist grundsätzlich zu loben: Nachdem die AHVplus-Initiative des SGB, die eine Erhöhung der AHV- Renten um zehn Prozent forderte, vom Stimmvolk am 25. September 2016 abgelehnt wurde, wird ab dem 5. März für die 13. AHV- Rente gesammelt. Sinn und_ Zweck der neuen Initiative sind gleich, nur dass dieses Mal die angestrebte Erhöhung der AHV- Rente etwas tiefer ist: Statt zehn Prozent sind es heuer 8,33 Prozent. Unterstützt wird das neue Vorhaben von der SP und den Grünen. Das links-grüne Lager geht also in die Offensive. Geld ist in der Schweiz keine Mangelware. Nötig ist es, denn für viele Rentnersinnen in einem der reichsten Länder der Welt hat sich die Situation seit dem Scheitern der AHV-plus Initiative nicht verändert.“«Die AHV-Renten reichen nicht zum Leben und sie verlieren stetig an Wert. Gleichzeitig sinken die Renten aus der 2. Säule immer schnellen“, schreibt der SGB in seiner Medienmitteilung zum Start der Initiative. Und SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard fügt diesbezüglich hinzu: „Die Hälfte aller Personen, die 2017 in Rente ging, muss mit weniger als 1‘777 Franken AHV-Rente pro Monat auskommen. Diesed (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 13.3.2020.
Personen > Torresan Siro. AHVx13. AHV-Rente. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
Coiffeurgeschäfte-Verband
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coiffeure/Coiffeusen
GAV
Volltext
CoiffeurInnen-GAV in Gefahr. Damit der neu verhandelte Generalarbeitsvertrag Im ColtfeurIlnnengewerbe rechtskräftig werden kann,. muss, es bis Im FrOhling zu einer Einigung kommen. Nun warf ein GerIchtsurteIl die Verhandlungen zurück. Durch den Beschluss droht der vertragslose Zustand In der bereits schon sehr prekären Branche. Am 14. Februar waren es gerade noch fünf Tage, bevor die nächste Verhandlungsrunde zwischen Unia, Syna und Coiffure Suisse losgehen sollte. Doch aus der Runde wurde nichts - ein eingeschriebener Brief informierte die beteiligten Parteien, dass die Verhandlungen bei Strafandrohung .von 10‘000 Franken verboten wurden. Verantwortlich für den Entscheid war die Zürcher SVP- Bezirksrichterin Erika Stoffel. Da der Vertrag bis Ende Jahr für allgemeingültig erklärt werden muss, damit es nicht zu einem vertragslosen Zustand kommt (letztes Mal hatte man bei der Regierung für die Anerkennung des GAV acht Monate gebraucht), könnte das Gerichtsurteil dafür sorgen, dass der sowieso schon ungenügende Schutz der CoiffeuI=innen weiter ausgehöhlt wird. Anlass zu der Verfügung: die Vereinigung Schweizer Coiffeur-Unternehmen (VSCU) will mitverhandeln. „Mir Ist nichts Vergleichbares bekannt. Die VCSU, die seit erst einem Jahr existiert, hatte sich auf Dringlichkeit berufen. Auf die Gewerkschaften offiziell zugegangen sei die Gruppe hingegen laut einem Artikel in der Zeitung „Work“ hingegen nicht. Einzig einen Anruf drei Tage vor Gerichtsverfügung habe es gegeben. Dafür hätte die VSCU mit der Unternehmerseite Verbindung aufgenommen. Für den emeritierten HSG-Arbeitsrechtprofessor Thomas Geiser ist dies ein „weltfremder“ Entscheid, wie er im Interview gegenüber Work sagt: (…). Florian Sieber. Vorwärts, 13.3.2020.
Personen > Sieber Florian. Coiffeure. GAV. Vorwaerts, 2020-03-13.
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13.03.2020 Biel
Personen
Post
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststellen
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Post CH AG vs.PdA. Die PdA setzt sich gegen die Schliessungen von Poststellen in der Schweiz ein. Dieser Einsatz ist offenbar unserem ehemaligen Staatsbetrieb zu Ohren oder auch zu Augen gekommen. Nach unserer Intervention im Bieler Stadtrat, mit vorgängiger Aktion und diversen Medienberichten, meldete sich Frau Antoinette Feh, Medienverantwortliche der Post CH AG für die Deutschschweiz, bei mir. Mein Erstaunen war doch recht gross. Hat da die PdA einen wunden Punkt getroffen? Auf jeden Fall fand am 24. Februar ein Trefffen mit Frau Feh und mir statt. Vorgängig muss ich erwähnen, dass dieses Gespräch grundsätzlich sehr angenehm – von Seiten der menschlichen Ebene betrachtet - war. Frau Feh ist natürlich eine ausgewiesene Kommunikationsspezialistin. Nun, das Gespräch drehte sich um die von der PdA aufgegriffenen Punkte. Die Dienstleistungen, die in den zu Agenturen umgewandelten Poststellen reduziert sind. Da ist vor allem eine dieser Dienstleistungen hervorzuheben: Die Ein- und Auszahlungen bar sind in diesen Agenturen aufgrund des schweizerischen Geldwäschegesetzes nicht möglich. Geldtransfer ins Ausland werden nicht verarbeitet. Frau Feh sagte, 97 Prozent der ursprünglichen Dienstleistungen seien gewährleistet. Ganz scnwerwlegende und schliesslich auch wichtigste Gründe für unseren Protest sind die Anstellungsbedingungen der MitarbeiterInnen in den Agenturen. (…).
Peter Heiniger.
Vorwaerts, 13.3.2020.
Personen > Heiniger Peter. Post. Poststellen. Vorwaerts, 2020-03-13.
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13.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coronavirus
Volltext
Wieder soll‘ns die BüezerInnen tragen. Der Coronavlrus hat den Bund zu einer Reihe von ausserordentlichen Massnahmen veranlasst. Besonders fällt aber auf, dass wie bei jeder Krise, vor allem eine Bevölkerungsgruppe die Negativfolgen tragen soll: Die ArbeiterInnenklasse. Hände waschen, in den Ellenbogen husten, Abstand halten und Grossanlässe vermeiden - das sind einige der Massnahmen, die der Bund empfohlen hat, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Neben nett gemeinten, aber oft ziemlich weltfremden Empfehlungen wie etwa der Rat an Pendlersinnen im Zug nicht zu nah aufeinander zu sitzen, gab es von der Regierung aber auch handfeste Massnahmen. Medial am ehesten besprochen, wurde die Absage der Fasnacht und die Beendigung des Spielbetriebs in mehreren Sportarten. Weiterhin kann eingekauft (und gehamstert) werden, weiterhin müssen die Leute arbeiten und setzen sich, je nachdem von wo nach wo sie pendeln, ähnlich grossen Menschenmengen aus, wie bei manchen grösseren Veranstaltungen, die verboten sind. Gleichzeitig nutzen Bürgerliche die Situation aus, um Stimmung gegen das Recht auf freie Versammlung zu machen. So hiess es in der NZZ, dass der Aufruf zu einer Demonstration am internationalen Frauenkampftag „unsolidarisch“ sei. Es sei störend, dass „selbsternannte Feministinnen“ den Tag „instrumentalisieren“ würden, um sich selbst zu inszenieren. (…).
Vorwäts, 13.3.2020.
Vorweärts > Coronavirus. Profite. Vorwaerts, 2020-03-13.
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12.03.2020 Schweiz
Personen
WOZ
Daniel Stern
Coronavirus
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Das Virus und die Wirtschaft. So gesehen kann man dem Coronavirus fast dankbar sein: Nichts trägt mehr zur Absenkung der Treibhausgase bei als die Epidemie. Fluggesellschaften streichen reihenweise Verbindungen, China hat die energieintensive Produktion stark zurückgefahren, weltweit sinkt der Konsum. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass der Erdölverbrauch dieses Jahr erstmals seit 2009 rückläufig sein wird. Der Verfall des Ölpreises ist ein klarer Beleg. Am Montag kam es gar zu einem eigentlichen Preisschock. Nicht nur, weil die Nachfrage sinkt, sondern auch, weil sich die Angebotsseite – speziell die Exportstaaten Russland und Saudi-Arabien – nicht auf Förderbeschränkungen einigen konnte. Dass das nun wieder zu mehr Verbrauch führt, ist nicht absehbar, solange sich das Virus weiter ausbreitet. Besonders gut fürs Klima: Die sowieso schon hoch verschuldete US-Frackingindustrie droht wegen der tiefen Preise zu kollabieren. Die Förderung eines Fasses Öl kostet derzeit mehr, als man damit einnehmen kann. Die Aktienkurse der Frackingunternehmen sanken entsprechend am Montag um bis die Hälfte. Viele ihrer Obligationen sind noch einen Bruchteil des Ausgabepreises wert. Das werden auch diejenigen Banken schwer zu spüren bekommen, die in den letzten Jahren den Frackingunternehmen besonders stark mit Krediten aushalfen, etwa die Credit Suisse. Nun werden viele Ölpumpen gestoppt. Die Frackingindustrie ist für den Ausstoss riesiger Mengen an besonders klimaschädigendem Methan in die  (…).Daniel Stern.
WOZ, 12.3.2020.
Personen > Stern David. Coronavirus. WOZ, 2020-03-12.
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10.03.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPT
Markus Fischer
Digitalisierung
Kurs
Volltext
VPT-Branchentagung Bahn&Touristik. Digitalisierung: Personal braucht Unterstützung. Von allen grossen und vielen kleineren Bahnen kamen am 3. März 70 Milizgewerkschafter/innen nach Olten an die jährliche Tagung der Branche Bahn und Touristik, des SEV-Unterverbands VPT (Personal privater Transportunternehmen). Hauptthema war die Digitalisierung, doch zur Sprache kamen auch die SEV-Mobilisierungen im 2020 – z.B. für die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) – die Mitgliederwerbung und die SEV-Jugendkommission. „70 Teilnehmende, das ist phänomenal!“, beglückwünschte VPT-Zentralpräsident Gilbert D’Alessandro die Kolleg/innen des Branchenvorstands, welche die Tagung organisierten. Der Branchenvorstand wurde für die Jahre 2021–24 neu gewählt: Ein Thema, das sich von selber einlud, war das Coronavirus. „Wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass deswegen viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen“, sagte Mitorganisator Laurent Juillerat. „Viele von euch leben mit einem besonderen Ansteckungsrisiko: Zug- und Schalterpersonal, Mitarbeitende der Bahnrestauration usw. Betroffen sind aber letztlich alle, und die Folgen der Epidemie sind nicht absehbar.“ SEV-Vizepräsident Christian Fankhauser gestand: „Wie die Politiker leide auch ich unter dem Verbot, beim Begrüssen die Hand zu geben, das ist für uns ungewohnt…“ (…).
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 10.3.2020.
Personen > Fischer Markus. Digitalisierung. VPT. SEV-Zeitung, 2020-03-10.
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05.03.2020 Deutschland
Frauentag
Personen
Christoph Schlatter
8. März
Gründung
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Alles Gute für Mutti oder: Wie der 8. März in Berlin zu einem Feiertag wurde. Seit vergangenem Jahr ist der 8. März in Berlin als einzigem Bundesland ein regulärer arbeitsfreier Feiertag. Das Datum war allerdings bestritten. In Baden-Württemberg und im Saarland gibt es 12 gesetzliche Feiertage (zu den handelsüblichen kommen Dreikönigstag, Fronleichnam und Allerheiligen). In den meisten (nämlich den katholischen) Gemeinden Bayerns sind es sogar 13, weil auch an Mariä Himmelfahrt frei ist. Noch einen drauf setzt Augsburg, das alljährlich am 8. August des Westfälischen Friedens gedenkt. Der evangelische Norden Deutschlands liegt punkto Feiertage zurück; immerhin gibt es dort seit einiger Zeit den sogenannten Reformationstag am 31. Oktober. Thüringen begeht zusätzlich den Weltkindertag, Sachsen kennt einen Extra-Buss- und Bettag. Und Berlin? Auf schlappe 9 Feiertage brachte man es in der Bundeshauptstadt bis und mit 2018. „Nicht herbeigesehnt“. Der Wille, das zu ändern, bestand länger schon, auch wenn der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), angab, die Debatte über einen zusätzlichen Feiertag „nicht herbeigesehnt“ zu haben. Wirtschaftsverbände stellten sich sofort gegen das Vorhaben; die Industrie- und Handelskammer sprach von einem „ökonomischen Eigentor“ und berechnete die Einbusse im jährlichen Bruttoinlandprodukt Berlins mit 0,3 Prozent. Auch über das Datum und den zu feiernden Anlass entstand Streit. Die evangelische Kirche plädierte für den Reformationstag, der in den umliegenden Bundesländern begangen wird und der sogar in der DDR bis zur Einführung(…).  Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.3.2020.
Personen > Schlatter Christoph. 8. März. Deutschland. VPOD-Magazin, 2020-03-01
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05.03.2020 Schweiz
Nationalrat
Personen
SGB
Reto Wyss
AHV-Renten
Arbeitslosigkeit
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SGK-S nimmt Probleme der älteren Arbeitnehmenden nicht ernst genug. Differenzbereinigung zur Überbrückungsleistung. Die Sozialkommission des Ständerats will das ausgewogene Kompromissmodell des Nationalrats zu den Überbrückungsleistungen (ÜL) drastisch kürzen. Nur gut halb so viele Betroffene sollen eine – tiefere – ÜL erhalten können. Dies ist so nicht akzeptabel. Die Probleme der älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt nehmen seit Jahren zu – und die soziale Absicherung in der Zeit zwischen Stellenverlust und Pensionsalter ist klar ungenügend. Diese Fakten sind breit anerkannt, wie gerade der gestrige, sehr klare Entscheid des Nationalrats zur Überbrückungsleistung zeigte. Das von der Grossen Kammer befürwortete Modell ist sehr ausgewogen, indem es einerseits mit strengen Anspruchsvoraussetzungen spezifisch auf die prekärsten Fälle zugeschnitten ist und andererseits harte Schwelleneffekte vermeidet – dies bei sehr überschaubaren Nettokosten, die nicht einmal 10% des Überschusses 2019 des Bundes entsprechen. Die Sozialkommission des Ständerats zerpflückt nun den im Nationalrat gefundenen Kompromiss, indem sie die verschärften Anspruchsvoraussetzungen bestätigt, gleichzeitig aber an den harten Altersgrenzen für den Bezug von ÜL sowie an einem viel zu tiefen Plafond festhält. So sollen Personen, die vor dem 60. Altersjahr ausgesteuert werden – und sei es nur ein Monat – null Anspruch auf ÜL haben, selbst wenn sie ein sehr tiefes Einkommen haben und jahrzehntelang Sozialversicherungsbeiträge bezahlten. (…).  Reto Wyss.
SGB, Medienmitteilung, 5.3.2020.
Personen > Wyss Reto. AHV. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-03-05.
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