Gewerkschaftschronik
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14.06.1996 Schweiz
Frauen
Löhne
Öffentlicher Dienst, Der

Lohnklage
Volltext
Lohnklage gegen den Kanton Zürich. Infos am 14. Juni – „Klage“-Fest am 26.Juni. Auch im Kanton Zürich ist eine Lohnklage in Vorbereitung. Krankenschwestern, Ergo- und Physiotherapeutinnen sowie Berufsschullehrerinnen für Pflege fordern Lohngleichheit und reichen am 1. Juli ihre Klagen gegen den Kanton Zürich ein. Im Anschluss an eine Medienkonferenz werden die Klägerinnen im Rahmen der Zürcher Aktionen rund um den nationalen Tag der Lohntransparenz am 14. Juni über ihre Lohndiskriminierung berichten (Volkshaus Zürich, 19 bis 21 Uhr). Am 26. Juni wird an einem „Klage“-Fest das Zustandekommen der Klage mit Tanz und Musik gefeiert (Kanzleiturnhalle Zürich, ab 18 Uhr Barbetrieb ). Mit Karikatur.
Der öffentliche Dienst, 14.6.1996.
Der öffentliche Dienst > Frauen. Lohnklage. OeD, 1996-06-14.
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14.06.1996 Schweiz
Föderativverband
Frauen
Personen
Samuel Koenig
Bundespersonal
Frauenlöhne
Volltext
Einreihung des weiblichen Bundespersonals. Gleicher Lohn und trotzdem drei Besoldungsklassen tiefer. Die Lohntransparenz wird im öffentlichen Bereich zunehmend trüber, Flexibilisierung und Leistungslohn helfen kräftig mit. Geschlechterspezifische lohndifferenzierende Elemente sind zwar weitgehend ausgeräumt. Bei der Einreihung des Bundespersonals verläuft jedoch der Median bei den Frauen um drei Besoldungsklassen tiefer als bei den Männern. Die Frage der Lohntransparenz sollte sich bei öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen eigenflieh gar nicht stellen. Bund, Kantone und Gemeinden haben transparent und öffentlich zu handeln. Sie haben zudem das Gleichbehandlungsgebot und das Willkürverbot besonders zu beachten. Der Grundsatz ist weitgehend realisiert, dass für gleiche Arbeit der gleiche Lohn bezahlt wird. Hingegen verdeckt eine fehlende Hierarchietransparenz oft vieles. Indes geben für die allgemeine Bundesverwaltung, PTT und SBB die Personalerhebungen Auskunft über Fakten. Wesentlich schlechter als bei der Lohngleichheit ist die Situation bei der Vertretung der Frauen. Beim Bund betrug 1994 der Frauenanteil 21,5 Prozent (PTT 31,8%, SBB 8,0%, allgemeine Bundesverwaltung 18,9%). Mager trotz Verdoppelung. Und noch schlechter ist der Frauenanteil in den mittleren und oberen Lohngruppen. Die berufliche Stellung der Frauen bei Bundesverwaltung, PTT und SBB hat sich in den vergangenen Jahren zwar verbessert. Die Zahl der Frauen in den obersten Besoldungsklassengruppen verdoppelte sich nahezu zwischen 1991 und 1994, betrug 1994 trotzdem nur (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 14.6.1996.
Föderativverband > Frauenloehne. Bundespersonal. OeD, 1996-06-14.
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26.01.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Petition
SBB
Stellenabbau
Volltext
Petition mit 30‘000 Unterschriften gegen Personalabbau. Eisenbahner steigen auf die Barrikaden. Mittels einer mit 30‘000 Unterschriften versehenen Petition protestiert der Schweizerische Eisenbahnerverband SEV gegen den Personalabbau. Ein weiterer Personalabbau würde unweigerlich auf Kosten der Leistungen und der Sicherheit gehen. Überfällig seien - so der SEV in seiner Gesamtschau - Massnahmen zur Herstellung der Kostenwahrheit. 1991 beschäftigten die SBB rund 38‘000 Mitarbeitende, heute sind es noch rund 33‘000. Klar sprach sich der SEV dafür aus, die grossen Infrastrukturvorhaben durch eine Spezialfinanzierung sicherzustellen. Dazu soll die neue Schwerverkehrsabgabe eingeführt werden. Klar abgelehnt wird die neu vom Bundesrat als Alternative vorgeschlagene Erhöhung der Heizölzölle. Zudem forderte der SEV die Beibehaltung der 28-Tonnen-Limite sowie ein Ende jener Politik, die den Regionalverkehr langfristig ausblutet.
Der öffentliche Dienst, 26.1.1996.
SEV > SBB, Personalabbau. OeD, 1996-01-26.
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19.03.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Ausbildungsbeiträge
Familienzulagen
Volltext
Travail.Suisse begrüsst Ausbildungszulage ab Ausbildungsbeginn. Der Nationalrat hat heute als Erstrat das Bundesgesetz über die Familienzulagen teilrevidiert und zwei wichtige Änderungen beschlossen, um den heutigen Realitäten besser Rechnung zu tragen und Lücken zu schliessen: Die höheren Ausbildungszulagen werden neu ab 16 Jahren gewährt, wenn die Jugendlichen ihre nachobligatorische Ausbildung beginnen, und arbeitslose Mütter können auch Kinderzulagen erhalten. Mit dem früheren Schuleintritt durch HarmoS gibt es vermehrt Jugendliche, die ihre nachobligatorische Ausbildung vor dem 16. Lebensjahr beginnen. Diese waren bis jetzt vom Bezug der Ausbildungszulagen ausgeschlossen. Die beschlossene Änderung trägt dieser Entwicklung Rechnung. Sie geht auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Stefan Müller-Altermatt zurück, der die Travail.Suisse-Mitgliedsorganisation transfair präsidiert. Travail.Suisse bedauert, dass die Mehrheit eine Erhöhung der starren Alterslimite der Ausbildungszulage abgelehnt hat. Dies wäre nötig, da die nachobligatorischen Ausbildungen teileweise auch deutlich länger gehen können als früher oder nicht selten durch eine Zweitausbildung ergänzt werden. Immerhin kann ein erster Missstand korrigiert werden und eine Verbesserung der Situation für betroffene Familien erreicht werden. Der Ständerat wird aufgefordert, mindestens den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen. Erfreut ist Travail.Suisse auch über die zweite beschlossene Verbesserung: Alleinstehende und arbeitslose Mütter sollen neu während der Mutterschaftsentschädigung ebenfalls Anspruch auf (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Ausbildungszulage. Travail.Suisse, 2019-03-19.
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19.03.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Nationalrat
Sexuelle Belästigung
Volltext
Sexuelle Belästigung - Nationalrat will mehr Fakten. Die verfügbaren Zahlen über sexuelle Belästigung sind über zehn Jahre alt. Der Nationalrat hat heute ein Postulat angenommen, das verlässliche Zahlen fordert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt das Postulat und ist zufrieden mit dem Entscheid des Nationalrats. In Zeiten der #metoo-Bewegung, des bevorstehenden Frauenstreiks am 14. Juni oder der jüngsten Ratifizierung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbuler Übereinkommen) durch die Schweiz zeigt sich Travail.Suisse erfreut über den Entscheid des Nationalrats, das Postulat Reynard anzunehmen. Es wäre völlig unverantwortlich und ignorant gewesen, gegen eine solide Faktenbasis in Bezug auf sexuelle Belästigung in all ihren Formen zu stimmen. "Die absolut unverständliche Opposition der SVP-Fraktion hatte keine Chance, auch dank der Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz, die während der Debatte bekräftigte, das ihr das Problem der sexuellen Belästigung Sorgen bereite", sagt Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse. Sexuelle Belästigung existiert auch in der Schweiz, aber die verfügbaren Zahlen dazu sind alt. Die Formen der sexuellen Belästigungen haben sich verändert, das Ausmass der Strassenbelästigungen etwa, von der Frauen täglich Opfer werden, ist unbekannt. Das von Nationalrat Matthias Reynard im vergangenen September vorgelegte Postulat forderte den Bundesrat auf, mehr zur sexuellen Belästigung zu (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Sexuelle Belästigung. Nationalrat. Travail.Suisse, 2019-03-19.
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18.09.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Jahresrechnung
Sparmassnahmen
Volltext
SBB-Voranschlag 1997. SBB-Personal soll bluten. Mit einem Paket von Sanierungsmassnahmen wollen die SBB das Defizit 1997 auf 153 Millionen Franken drücken. Im Zentrum steht die Senkung des Personalaufwands um 8,5 Prozent. Insgesamt verbessert das Massnahmenpaket das Budgetergebnis 1997 um 228 Millionen. Ab 1999 wollen die SBB wieder ausgeglichene Zahlen erwirtschaften. Der SBB-Verwaltungsrat hat den Voranschlag 1997 zuhanden des Bundesrates verabschiedet, wie die SBB am Dienstag mitteilten. Das Budget muss noch vom Parlament gutgeheissen werden. Das Massnahmenpaket zur Sanierung der SBB umfasst Lohnkürzungen, die Tilgung des Fehlbetrags in der SBB-Bilanz, Änderungen bei der Belastung durch die Mehrwertsteuer sowie die Ablösung von Verpflichtungen gegenüber der Pensionskasse. Für Aufregung gesorgt haben insbesondere die vom Personal geforderten Lohnopfer. Die Löhne sollen generell um 1,5 Prozent gekürzt werden. Weiter soll für das gesamte SBB-Personal der Teuerungsausgleich eingefroren werden. Ein „schmerzlicher, aber notwendiger Entscheid“, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger am 21. August, als der Bundesrat sich mit dem Massnahmenpaket befasste, vor der Presse. Der Personalaufwand, der rund 50 Prozent der SBB-Ausgaben ausmacht, sinkt damit gegenüber 1995 um 295 Mio, Franken (-8,5%). Massiv zu Buche schlägt hier auch der Personalrückgang (-1529 Mitarbeiter). Die Unternehmenserfolgsrechnung sieht unter Einbezug des Massnahmenpakets einen Ertrag von 6‘318 Mio. Franken und einen Aufwand von 6‘471 Mio. vor. (…).
Berner Tagwacht, 18.9.1996.
Berner Tagwacht > SBB. Betriebsrechnung. TW, 1996-09-18.
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18.09.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Jahresrechnung
Sparmassnahmen
Volltext
SBB-Voranschlag 1997. SBB-Personal soll bluten. Mit einem Paket von Sanierungsmassnahmen wollen die SBB das Defizit 1997 auf 153 Millionen Franken drücken. Im Zentrum steht die Senkung des Personalaufwands um 8,5 Prozent. Insgesamt verbessert das Massnahmenpaket das Budgetergebnis 1997 um 228 Millionen. Ab 1999 wollen die SBB wieder ausgeglichene Zahlen erwirtschaften. Der SBB-Verwaltungsrat hat den Voranschlag 1997 zuhanden des Bundesrates verabschiedet, wie die SBB am Dienstag mitteilten. Das Budget muss noch vom Parlament gutgeheissen werden. Das Massnahmenpaket zur Sanierung der SBB umfasst Lohnkürzungen, die Tilgung des Fehlbetrags in der SBB-Bilanz, Änderungen bei der Belastung durch die Mehrwertsteuer sowie die Ablösung von Verpflichtungen gegenüber der Pensionskasse. Für Aufregung gesorgt haben insbesondere die vom Personal geforderten Lohnopfer. Die Löhne sollen generell um 1,5 Prozent gekürzt werden. Weiter soll für das gesamte SBB-Personal der Teuerungsausgleich eingefroren werden. Ein „schmerzlicher, aber notwendiger Entscheid“, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger am 21. August, als der Bundesrat sich mit dem Massnahmenpaket befasste, vor der Presse. Der Personalaufwand, der rund 50 Prozent der SBB-Ausgaben ausmacht, sinkt damit gegenüber 1995 um 295 Mio, Franken (-8,5%). Massiv zu Buche schlägt hier auch der Personalrückgang (-1529 Mitarbeiter). Die Unternehmenserfolgsrechnung sieht unter Einbezug des Massnahmenpakets einen Ertrag von 6‘318 Mio. Franken und einen Aufwand von 6‘471 Mio. vor. (…).
Berner Tagwacht, 18.9.1996.
Berner Tagwacht > SBB. Betriebsrechnung. TW, 1996-09-18.
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19.03.2019 Bern
Stömpfli AG Bern
Syndicom

GAV
Stämpfli AG Bern
Volltext
Stämpfli AG - der neue Firmenvertrag gibt Sicherheit in einem anspruchsvollen Branchenumfeld. Nachdem die Stämpfli AG ihren Austritt aus dem Arbeitgeberverband der grafischen Industrie bekannt gegeben hatte, konnten die Sozialpartner zeitnah Gespräche über eine Weiterführung der Sozialpartnerschaft aufnehmen. Mit dem nun erfolgten Abschluss des Firmenvertrags festigt die Stämpfli AG ihren Ruf als zuverlässige und faire Arbeitgeberin. Die Gewerkschaft Syndicom weitet den Geltungsbereich des Firmenvertrags auf alle Berufsgruppen im Kommunikationsunternehmen aus und sichert so die guten Arbeitsbedingungen auf dem Niveau des soeben erneuerten GAV der grafischen Industrie für alle Beschäftigten der Stämpfli AG. Der neue Firmenvertrag zwischen dem Berner Kommunikationsunternehmen Stämpfli AG und der Gewerkschaft Syndicom beinhaltet neben dem klassischen Druckbereich und der Druckvorstufe neu auch alle anderen Bereiche des Unternehmens wie die Kommunikations- und die Webagentur und die Fachmedien. Damit kann der Geltungsbereich von rund 140 auf rund 260 Mitarbeitende erweitert werden. Die betroffenen Mitarbeitenden begrüssen den neuen Vertrag. 88 Prozent der Stimmenden haben in der Urabstimmung Ja zum neuen Vertrag gesagt. „Das deutliche Ergebnis zeigt, dass ein Firmenvertrag ein grosses Bedürfnis der Belegschaft ist und dass der Entscheid, die Sozialpartnerschaft weiterzuführen, richtig war. Wir sind überzeugt, dass die Kunden unsere Positionierung als guten Arbeitgeber zu schätzen wissen“, so Daniel Sinn, Geschäftsführer der Stämpfli AG. Gleichwertigkeit zum GAV grafische (…).
Syndicom, 19.3.2019.
Syndicom > Staempfli AG. GAV. Syndicom, 2019-03-19.
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19.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Gute Leistung und Gewinnsteigerung der SBB im 2018. SEV fordert Gewinnbeteiligung des Personals. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erwartet von der SBB-Spitze nicht nur verbales Lob für die ausgezeichnete Leistung des Personals im vergangenen Jahr, sondern eine substanzielle finanzielle Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn. Der SEV freut sich über die positiven Bilanzzahlen der SBB im 2018. Der Konzern hält in seiner Medienmitteilung explizit fest, dass zur Steigerung seines Gewinns um 42,5% auf 568 Millionen auch das «Effizienzprogramm RailFit2030» beigetragen hat. In der Tat ist die Zahl der Vollzeitstellen um 446 bzw. 1,4% auf 32'309 gesunken. Die SBB schreibt ausdrücklich, dass der Kostendeckungsgrad des Regionalverkehrs dank höherer Produktivität verbessert wurde. Besonders positiv ist die Rückkehr von SBB Cargo in die schwarzen Zahlen, wofür ebenfalls Sanierungsmassnahmen nötig waren. Erfreulich sind auch die Passagierzunahme um 0,8%, der Angebotsausbau, die Rekordmengen an Infrastrukturunterhalt (was zur leichten Verschlechterung der Pünktlichkeit beitrug) und der Anstieg der Kundenzufriedenheit im Personen- und im Güterverkehr. Gewinnbeteiligung nicht nur für die Kundschaft. Die SBB betont, dass sie einen Teil des Gewinns im 2019 an die Kundschaft zurückgeben will, indem sie 216 Mio. Franken gezielt für besseren Service und günstigere Billette einsetzt, insbesondere mehr als 100 Mio. für Sparbillette. „Der SEV begrüsst diese Beteiligung der Kundschaft am Gewinn, fordert aber auch eine angemessene Beteiligung des Personals“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…).
SEV, 19.3.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-03-19.
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25.06.1996 Schweiz
Föderativverband
SBB

Lohnabbau
SBB
Sparmassnahmen
Volltext
Föderativverband zur SBB. Gefährliches Signal. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe solidarisiert sich mit den Bahnangestellten. Die Lohnkürzungspläne der SBB heisst es in einem Communiqué, seien ein gefährliches Signal für den übrigen öffentlichen Dienst. Zugleich ignoriere die SBB-Spitze die bereits zulasten des Personals durchgezogenen Sparbemühungen mit einem massiven Stellenabbau. Einmal mehr solle das Personal die Folgen einer fragwürdigen Verkehrspolitik auslöffeln. Bogen nicht überspannen. Der Föderativverband warnte den Bundesrat gestern auch davor, beim Budget 1997 beim Bundespersonal mit weiteren Sparmassnahmen - insbesondere dem Verzicht auf den Teuerungsausgleich - den Bogen zu überspannen. Sinkende Einkommen der Arbeitnehmenden setzten konjunkturpolitisch falsche Signale, schmälerten die Kaufkraft und führten zu einem Rückgang der Nachfrage. Der Föderativverband ist die Dachorganisation von zwölf Verbänden des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe mit insgesamt rund 170‘000 Mitgliedern.
Berner Tagwacht, 25.6.1996.
Föderativverband > SBB. Sparmassnahmen. TW, 1996-06-25.
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24.06.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Lohnabbau
Stellenabbau
Volltext
Zoff geht weiter. Kampfansage. Mit scharfer Kritik haben Gewerkschaften und Personalverbände am Wochenende auf Lohnkürzungspläne der SBB reagiert, Kampfmassnahmen werden nicht ausgeschlossen, , Angesichts der tiefroten Zahlen möchte die SBB-Spitze die Löhne um zwei bis vier Prozent kürzen (siehe BT vom Samstag). Einzige Alternative zu den Lohnkürzungen wäre laut SBB-Chef Benedikt Weibel ein drastischer Personalabbau und eine ebensolche Verringerung des Angebots. Man könne aber nicht unbesehen immer mehr Stellen abbauen, betonte Weibel in Interviews mit der Sonntagspresse. Bei einer Kürzung des Angebots drohe eine „verhängnisvolle Spirale nach unten, weil die Kunden ausbleiben würden. Anderseits wäre es laut Weibel auch selbstmörderisch, ein Budget mit 300 bis 400 Millionen Franken Defizit zu präsentieren. „Das Parlament würde es zurückweisen.“ Auch der Verband der Lokomotivführer (VSLF) reagierte ungehalten. Er hält der SBB „überrissene und zu perfekte Bauvorhaben, Umbauten und untemehmerische Flops“ vor, wie die City Night Line oder die Cisalpino AG. Millionen von Franken seien aus Prestigegründen verpulvert wurden. SBB-Präsident Weibel betonte in Interviews, man müsse nun einmal zur Kenntnis nehmen, dass die Löhne beim Bund heute etwas höher seien als in der Privatwirtschaft. Sozialpolitiker und Kommentatoren sehen in den Sparplänen der SBB deshalb ein Signal für weitergehende Lohnopfer: Auch die Löhne der BundesbeamtInnen könnten bald einmal unter Beschuss geraten.
Berner Tagwacht, 24.6.1996.
SEV > SBB. Lohnabbau. TW, 1996-06-24.
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18.03.2019 EU
Schweiz
Unia Schweiz

Europaparlament
Volltext
Wahlen
Europa braucht ein sozialeres Parlament. Die Wahlen für das EU-Parlament finden zwischen dem 23. und dem 26. Mai statt. Zwischen den 23. und 26. Mai werden die EU–Bürger/innen ihre Abgeordnete für das EU-Parlament wählen. Auch EU-Bürger/innen, die in der Schweiz leben, können daran teilnehmen. Die Unia lädt alle ein, progressive Kräfte, die sich für die Rechte der Arbeitnehmenden einsetzen, zu wählen. Das EU-Parlament spielt eine entscheidende Rolle bei die Gesetzgebung in der EU. Alle relevanten Vorschiften benötigen die Zustimmung des Parlaments. Die EU-Abgeordneten entscheiden über die Finanzen und über die Zusammensetzung der EU-Kommission (quasi die Regierung der EU). Diese Wahl wird darüber entscheiden, in welche Richtung sich die EU in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird. Besorgniserregende Entwicklung. Die aktuelle politische Entwicklung gibt leider Grund zur Sorge. Überall in der EU werden radikale Kräfte stärker. Sie betrachten soziale Errungenschaften wie Sozialversicherungen und Rechte der Arbeitnehmenden als Bedrohung. Sie schüren Angst vor Migrant/innen und vertreten eine nationalistische und egoistische Politik. So bezeichnen sie beispielsweise die Gleichberechtigung der Geschlechter als einen «Angriff auf traditionelle Werte». Deswegen ist es wichtig, für diejenigen abzustimmen, die für die Rechte der Arbeitnehmenden und ein soziales Europa kämpfen. Für ein sozialeres Europa stimmen gehen. (…).
Unia Schweiz, 18.3.2019.
Unia Schweiz > EU. Europaratswahlen. Unia Schweiz, 2019-03-18.
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08.03.1996 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Ämterklassifikation
Frauenlöhne
Volltext
Bei Stellenantritt, Wahl oder Beförderung in der allgemeinen Bundesverwaltung. Lebenserfahrung wird angerechnet. Der schulische und berufliche Rucksack bestimmt neben anderen Faktoren den Lohn. Aber nicht nur. beispielsweise in der allgemeinen Bundesverwaltung: Als neues Kriterium ist bei Stellenantritt, Wahl oder Beförderung auch die Lebenserfahrung zu berücksichtigen. Das Eidgenössische Finanzdepartement hat am 20. Dezember 1995 nach Verhandlungen mit dem Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, dem auch der VPO D angehört, die „Wahlerfordernisse und Beförderungsbedingungen für Ämter der allgemeinen Bundesverwaltung (Beförderungsvorschriften)“ angepasst. Frauenfreundliches Kriterium. Neu wird beim Einstieg der Stellenanwärterin oder des Stellenanwärters die Lebenserfahrung mit berücksichtigt. Als Lebenserfahrung gelten im besonderen Familien-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit sowie soziale Tätigkeiten. Das neue Kriterium kann sich positiv auf die Besoldung und den Aufstieg auswirken. Beispielsweise bei Wiedereinsteigerinnen, die wegen Kindern die Erwerbstätigkeit unterbrochen hatten. Die Lebenserfahrung ist neu auch bei Wahlen und Beförderungen zu berücksichtigen. Bei Stellenantritt richtet sich der Einstieg in die entsprechende Ämterreihe nach der Einreihung (Besoldungsklasse) von Beamten, die eine vergleichbare Ausbildung, Diensterfahrung und Lebenserfahrung sowie ein vergleichbares Lebensalter haben und die nach den Vorschriften der zutreffenden Ämterreihe befördert wurden. Die zeitliche Betriebs- (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 8.3.1996.
Personen > Koenig Samuel. Loehne. Lebenserfahrung. OeD, 1996-03-08.
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22.06.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Lohnabbau
SBB
Volltext
Bahn-Zoff. Bei den SBB gehen die Sparübungen weiter: Gestern abend wurde bekannt, dass die Bundesbahnen die Löhne um 2 bis 4 Prozent kürzen wollen. „Fragwürdig“ und „inakzeptabel“, sagen die Gewerkschaften dazu. Ihre Meinung: Bahnreform ja - aber nicht auf dem Buckel der Angestellten. Hammerschlag gestern bei den SBB-Angestellten: Per interner Mitteilung hat diesen die SBB-Chefetage mitgeteilt, dass die Löhne um zwei bis vier Prozent gekürzt werden müssen. Zudem wird ein dreijähriger Verzicht auf die Teuerungszulage vorgeschlagen. SBB-Chef Benedikt Weibel höchstpersönlich hat das Schreiben verfasst und die Massnahme als eine der notwendigen Schritte zur Gesundung der desolaten SBB-Finanzen verteidigt. Die SBB-Einkünfte bis Ende Mai liegen bereits 40 Millionen Franken unter dem ohnehin reduzierten Budget. Weibel räumt allerdings ein, dass für die Durchsetzung des Vorschlags ein dringlicher Bundesbeschluss durch das Eidgenössische Parlament notwendig ist. Einzige Alternative zu den Lohnkürzungen wäre ein Personalabbau und eine Verringerung des Angebotes, stellt Weibel die Gewerkschaften vor die Wahl: Nochmals Abbau von Arbeitsplätzen - oder Lohnkürzungen. Am SBB-Manöver haben die Gewerkschaften des Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verbands SEV überhaupt keine Freude. Sie unterstrichen gestern Abend, sie teilten die Einschätzungen der SBB-Führung, dass die finanzielle Situation der SBB dramatisch sei. Es sei indessen für den SEV «inakzeptabel», dass die SBB-Leitung einzig beim Personalaufwand ansetze, betonte SEV -Sprecher Stephan Appenzeller (…).
Berner Tagwacht, 22.6.1996.
SEV > SBB. Lohnabbau. TW, 1996-06-22.
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04.06.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
SBB

Bahnreform
Vernehmlassung
Volltext
Bahnreform in der Vernehmlassung. Den Service public erhalten. Die Schweizer Bahnen sollen ab 1998 neu organisiert und mit mehr unternehmerischem Spielraum in eine finanziell bessere Zukunft fahren. Die öffentliche Hand übernimmt nur noch Kosten, die zuvor vereinbart wurden. Der Bundesrat hat gestern die Bahnreform in die Vernehmlassung geschickt. „Von der Bahnreform darf man keine Wunder erwarten“, meinte Verkehrsminister Moritz Leuenberger gestern in Bundeshaus lakonisch. Ein flächendeckendes öffentliches Verkehrsangebot werde auch in Zukunft mit beträchtlichen Kosten verbunden sein. Die Politik müsse entscheiden, welche Leistungen zu welchem Preis erbracht werden sollen. Wieviel die öffentliche Hand dank der Reform sparen könne, sei nicht bezifferbar. Erster Schritt einer grossen Reform. Die bis Ende August in die Vernehmlassung geschickte Vorlage bildet ein erstes Reformpaket. Im Sinne einer „rollenden Reform“ sollen weitere Schritte folgen. Die Bahnreform sei Teil einer koordinierten Verkehrspolitik und stehe in engem Zusammenhang mit Vorhaben wie der Alpeninitiative, dem Transitabkommen mit der EU oder der Bahn 2000, sagte Leuenberger. Gewisse Neuerungen betreffen alle Bahnen, andere nur die SBB. Alle Bahnunternehmungen müssen ihre Bereiche Infrastruktur (Schiene, Fahrplan) und Betrieb (Verkehr) trennen. Damit soll die für den Wettbewerb notwendige Transparenz erreicht werden. Grundsätzlich darf jedes Transportunternehmen gegen Bezahlung die Infrastruktur einer (…).
Berner Tagwacht, 4.6.1996.
Berner Tagwacht > Bahnreform. TW, 1996-06-04.
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09.12.1994 Schweiz
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Beamtengesetz
Lohnverhandlungen
Volltext
Bundespersonal. Anfangsbesoldungen unter Spardruck. Die Anfangsbesoldungen des Bundespersonals sollen um bis zu zwei Besoldungsklassen tiefer angesetzt werden, „wenn es aufgrund des Arbeitsmarktes angezeigt erscheint“. Der Bundesrat hat eine entsprechende Änderung der Verordnung Ämterklassifikation beschlossen, gleichzeitig jedoch bestimmt, dass frauendiskriminierende Auswirkungen vermieden werden müssen. Gemäss Beamtengesetz entspricht die Anfangsbesoldung in der Regel dem Mindestbetrag der für das Amt massgebenden Besoldungsklasse.. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie höher sowie bis zum 20. Altersjahr niedriger bemessen werden. Flexibilisierung nach unten. Die Flexibilisierung der Anfangslöhne nach unten kam bereits vor zwei Jahren im Zusammenhang mit den Sparmassnahmen 1993 zur Sprache. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, dem auch der VPOD angehört, konnte damals das Vorhaben abblocken. Hingegen war nicht zu verhindern, dass mit der zurzeit in parlamentarischer Beratung stehenden. Teilrevision des Beamtengesetzes der Bundesrat die Kompetenz erhalten soll, die Anfangslöhne und zudem die Besoldungserhöhungen zu regeln. Ausserdem hat das Eidgenössische Finanzdepartement nach Verhandlungen mit dem Föderativverband auf 1. August 1994 neue „Richtlinien über rückwirkende Gehaltsmassnahmen» erlassen. Sie ersetzen die ein Jahr alten „Weisungen über rückwirkende Beförderunge“. Das Eidgenössische Personalamt wollte mit der Sparmassnahme bei den Anfangsbesoldungen nicht zuwarten und unterbreitete (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 9.12.1994.
Personen > Koenig Samuel. Lohnverhandlungen. OeD, 1994-12-09.
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26.04.1991 Schweiz
Föderativverband

Finanzdepartement
Volltext
Finanzordnung. Ja-Parole des Föderativverbandes. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe befürwortet die neue Finanzordnung. Die eidg. Volksabstimmung findet am 1./2. Juni 1991 statt. Mit dem zur Neuordnung der Bundesfinanzen vorliegenden Gesamtpaket erhalte die Eidgenossenschaft endlich eine gesicherte, dauerhafte und zeitgemässe Finanzordnung, Die beiden wichtigsten Einnahmenquellen des Bundes - die Umsatzsteuer und die direkte Bundessteuer - werden in der Bundesverfassung verankert. Das Kompromisspaket der eidgenössischen Räte ist per Saldo praktisch haushaltsneutral und mit dem Übergang zur Mehrwertsteuer europafähig. Keine einseitige Bevorzugung. Zu der mit der Neuordnung verbundenen Umverteilung von Steuervorteilen und -lasten leisteten alle gesellschaftlichen Gruppierungen ihren Beitrag. Eine einseitige Bevorzugung oder Belastung einzelner Gruppen liege nicht vor. Die Unterstellung der Dienstleistungen unter die Mehrwertsteuer, als Kompensation für die umstrittene und nun aufzuhebende „taxe occulte“ kann aus sozialpolitischer Sicht akzeptiert werden, weil die neu besteuerten Konsumarten eher von sozial BessergesteIlten beansprucht werden. Der verstorbene Bundesrat Willi Ritschard hat immer wieder darauf hingewiesen: „Ein armer Staat kann kein sozialer Staat sein.“ Mit der definitiven Verankerung der neuen Bundesfinanzordnung werden die Voraussetzungen für einen auch in Zukunft leistungsfähigen Staat geschaffen. Als besonders positiv betrachtet der Föderativverband die Möglichkeit, mit einem zeitlich und in der Höhe beschränkten (...). 
Der öffentliche Dienst, 26.4.1991.
Föderativverband > Staatsfinanzen. Abstimmung. OeD, 1991-04-26.
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28.09.1990 Schweiz
Föderativverband
Nationalrat

Lohnverhandlungen
Nationalrat
Volltext
Besoldungspaket 91: Zwischenbilanz des Föderativverbandes. Der Kampf geht weiter. Die Geschäftsleitung des Föderativverbandes zieht eine Zwischenbilanz über die Situation beim Besoldungspaket 1991. Sie setzt auf die guten Argumente und die Vernunft des Parlamentes. Wenn allerdings das Paket verschlechtert werden sollte, müssen Aktionen durchgeführt werden. An einer ausserordentlichen Sitzung vom 19. September in Ostermundigen unter Präsident Nationalrat Georges Eggenberger diskutierte die Geschäftsleitung des Föderativverbandes die Situation in bezug auf die Besoldungsmassnahmen zugunsten des Bundespersonals, die gemäss Verhandlungsergebnis und Botschaft des Bundesrates an das Parlament auf 1. Juli 1991 in Kraft treten sollten. Auch schlechte Beispiele zünden. Die Geschäftsleitung verurteilte noch einmal den Wortbruch des Bundesrates, der das Paket um ein halbes Jahr hinausschieben will. Sie durfte aber auch feststellen, dass ihre kompromisslose Haltung an der Konferenz mit einer Delegation des Bundesrates sowie die Proteste der Verbände und aus der Mitgliedschaft den Bundesrat beeindrucken. Die Geschäftsleitung musste mit Empörung zur Kenntnis nehmen, dass die durch den Bundesrat demonstrierte Missachtung des Verhandlungsergebnisses und der Sozialpartnerschaft auf die Beratungen der nationalrätlichen Kommission durchschlägt. (…).
Der öffentliche Dienst, 28.9.1990.
Föderativverband > Lohnverhandlungen. OeD, 1990-09-28.
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27.09.1991 Schweiz
Föderativverband

Nationalratswahlen
Volltext
Aufruf der Geschäftsleitung Föderativverband. Wählt unsere Vertrauensleute ins Parlament! Vom 18. bis 20. Oktober 1991 wählen wir den Nationalrat neu und bestellen in vielen Kantonen die Ständeräte. Damit stellen wir die Weichen für die nächsten vier Jahre. So wie wir das Parlament zusammensetzen, so wird es auch entscheiden über wichtige Fragen, welche die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und besonders das öffentliche Personal direkt betreffen. Eine starke Stimme im Parlament. Das öffentliche Personal hat alles Interesse, sozial aufgeschlossene Männer und Frauen in die eidgenössischen Räte zu wählen. Im Parlament wird viel und bei weitem nicht immer vorteilhaft über das öffentliche Personal und besonders über das Bundespersonal geredet. Deshalb braucht es dort Leute, welche die Personalanliegen sachgerecht und mit dem nötigen Einsatz vertreten, Leute, welche die Probleme, Sorgen und Bedürfnisse der Bundesbeamten und der übrigen Öffentlichen aus der täglichen Arbeit kennen. National- und Ständerat haben das letzte Wort bei den Besoldungen, beim Ortszuschlag, bei den Sozialzulagen, bei den Pensionskassen, und sie bewilligen die Personalbestände. Die Entscheide auf Bundesebene haben Signalwirkung auf die Kantone, Gemeinden, Privatbahnen und gemischtwirtschaftlichen Betriebe. Die sich stark verschlechternden Bundesfinanzen werden das personalpolitische Klima leider verschärfen. Wir müssen deshalb jetzt dem öffentlichen Personal das nötige Gewicht im Parlament sichern. Sie wollen für uns weiterkämpfen. (…).
Der öffentliche Dienst, 27.9.1991.
Föderativverband > Nationalratswahlen. OeD, 1991-09-27.
Ganzer Text
07.09.1990 Schweiz
Föderativverband
Regierung Schweiz

Lohnverhandlungen
Regierung Schweiz
Volltext
Konferenz Bundesrat-Föderativverband. Keine Einigung über Inkrafttreten der Besoldungsmassnahmen. Keine Einigung bracbte die Konferenz vom 31. August zwischen einer Delegation des Bundesrates unter Leitung von Bundesrat Otto Sticb und dem Föderativverband des Personals öffentlicber Verwaltungen und Betriebe über das Inkrafttreten der Besoldungsmassnahmen 1991 für das BundespersonaI. Die Delegation des Bundesrates hielt grundsätzlich an der Absicht fest, die ursprünglich auf 1. Juli 1991 vorgesehenen Besoldungsmassnahmen um höchstens ein halbes Jahr auf den 1. Januar 1992 zu verschieben. Immerhin sicherte die Delegation des Bundesrates zu, die von Verbandsseite vorgebrachten Argumente dem Gesamtbundesrat zur Kenntnis zu bringen und zur Diskussion zu stellen. Der Föderativverband hält' am mit dem Bundesrat ursprünglich erzielten Verhandlungsergebnis fest. Die Vertreter des Föderativverbandes werden in der parlamentarischen Debatte entsprechende Anträge stellen. Das Bundespersonal erwartet, dass das Parlament die Besoldungsmassnahmen auf 1. Juli 1991 in Kraft setzt. Die Delegation des Bundesrates begründete ihren Entscheid mit den volkswirtschaftlich nicht zu vertretenden hohen Zuwachsraten im Bundesbudget, der Bekämpfung der Teuerung sowie der Opfersymmetrie bei den Sparübungen. Die Vertreter des Föderativverbandes bezeichneten die Absichten des Bundesrates als Verstoss gegen die Regeln der Sozialpartnerschaft und gegen Treu und Glauben. (…).
Der öffentliche Dienst, 7.9.1990.
Föderativverband > Lohnverhandlungen. Bundesrat. OeD, 1990-09-07.
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15.03.2019 Frankreich
Schweiz
Personen
Work
Jean Ziegler
Gelbwesten
Polizei
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Waffen
Schweizer Waffen gegen Gelbwesten. Mittwoch, den 20. Februar 2019. Es ist ein strahlender Vorfrühlingstag. Ein Meer von Fahnen in Blau-Weiss-Rot bedeckt den riesigen Platz der Nationen vor dem Völkerbundpalast, dem europäischen Sitz der Vereinten Nationen. Tausende von Gelbwesten sind dem Ruf von Nicolas Mollier und seinen Freunden gefolgt. Jetzt drängen sie sich vor dem verbarrikadierten Eingangstor der Uno-Festung. Appell an Uno. Sie wollen vom Uno-Menschenrechtsrat empfangen werden und den 47 Botschafterinnen und Botschaftern von dem gewalttätigen Vorgehen der französischen Polizei gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten während der vergangenen Monate berichten. Sie verlangen, dass die Uno gegen die Menschenrechtsverletzungen einschreite. Seit dem Beginn der «Samstagsdemonstrationen» am 17. November 2018 sind in ganz Frankreich viele Hunderte von Demonstrierenden von den „Anti-Aufruhr-Einheiten“ der Gendarmerie nationale verprügelt, mit Tränengas traktiert und mit Gummigeschossen verletzt worden, manche von ihnen schwer. Die Polizisten schiessen aus drei, vier Metern Entfernung mit Gummigeschossen auf die Demonstranten. Allein seit Jahresbeginn haben 18 Gelbwesten ein Auge verloren, vieren von ihnen wurde eine Hand abgerissen. (…). Jean Ziegler.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Ziegler Jean. Gelbwesten. Polizei. Work online, 2019-03-15.
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15.03.2019 Bern
Personen
Work
Sandra Künzi
Alterspflege
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Gegen Pfeutis Pflege-Pläne. Gestern Abig kam mein Nachbar Pfeuti zu mir und war ganz aufgeregt. Sein Mami sei im Spital, Oberschenkelbruch, mit 71, aber sie könne nur sechs Tage bleiben, dann müsse sie raus, eine Riesensauerei für so eine alte Frau. Ich machte zwei Biere auf. Sie könne natürlich nicht heim, und was jetzt? Er sei doch ein Einzelkind! „Keine ¬Ahnung“, sagte ich. Pfeuti stöhnte. Er ¬könne sie ja nicht zu sich nehmen, oder? Ich zuckte mit den Schultern. Pfeuti schnaufte. Und deshalb wollte er mich fragen, ob ich mich nicht um sie kümmern könnte und um ihre Katze, de Schnousi, weil ich ja genug Zeit hätte, jetzt, wo ich streikte. „Pfeuti, gaats no? Ich würd mich nicht mal um deine Mutter kümmern, wenn wir verheiratet wären.“ Er: „Du willst mich heiraten?“ Dann ich: „Sicher nicht!“ Wir haben ja 15 Jahre Altersunterschied, der Pfeuti und ich, ausserdem ist er nicht mein Typ. Asoziale Emanze. Er wurde laut: „Du wärst auch froh, wenn sich jemand um dich kümmern täte, oder?“ „Ja sicher“, sagte ich, aber er könne sich ja selber um seine Mutter kümmern, es sei ja seine, nicht meine. Nein, genau das könne er eben nicht, weil er im Gegensatz zu mir arbeite und nicht streike. Er hatte ein ganz rotes Gesicht. Ich: „Im Gegensatz zu mir verdienst du aber auch deutlich besser, obwohl ich viel mehr Erfahrung hab als du, oder?“ Weil ich ja älter sei. Also er könne mich schon heiraten, wenn das meine Bedingung sei, damit ich seine Mutter pflege. Eine alte Frau und ein junger Mann, das sei heute doch kein Problem mehr. Das sei modern. So wie bei Heidi Klum oder Madonna. Der spinnt doch total, der Pfeuti: „Frauen pflegen ihre (...). Sandra Künzi.
Work online.
Personen > Kuenzi Sandra. Alterspflege. Work ionline, 2019-03-15.
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15.03.2019 Bern
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträger
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Die Briefträgerin & der Affe im Fenster. „Verdammt!“ denkt die Briefträgerin. Ein Brief hat sich zwischen die andern im Kistli verkrochen. Einen A-Post-Brief, erst noch einen von Hand ¬adressierten und mit einer Marke beklebten, zur Zeit zuzustellen ist Ehrensache. Dem Zeitteufel zum Trotz. Der Weg ist schmal, die Briefträgerin kann das Fahrzeug nicht wenden. Zu Fuss trabt sie, den Brief in der Hand, zurück zum letzten Haus – und sieht im Fenster den Affen. Ganz klassisch hängt er an einem Ast, mit der linken Hand hält er sich fest, seine Rechte fasst eine Banane. Ein grosses Fensterfarbenbild! „Jetzt bin ich schon hundert Mal an diesem Haus vorübergeeilt und habe den Affen nie gesehen!“ denkt die Briefträgerin. „Wie bewege ich mich eigentlich durch meinen Arbeitstag? Gring abe u seckle?“ Dreimaster. Vielleicht hängt der Affe noch nicht lang in diesem Fenster. Doch er erinnert die Briefträgerin an ähnliche Gegebenheiten: Wie oft ging sie in der Freizeit durch das Quartier und bemerkte plötzlich hier einen verschnörkelten Balkon, dort entlang einer Häuserfassade einen schwindelerregenden Katzensteg, hier einen seltenen Strauch im Garten und dort eine Malerei unter einem Dach! „Dinge, die ich nie wahrnahm!“ denkt die Briefträgerin, „obwohl ich unzählige Male an ihnen vorübereilte.“ Oder hinter Gittern der alte Dreimaster, ein buntes Schiff, das sicher seit Ewigkeiten durch das verstaubte Kellerfenster segelt. Unbeachtet von den Briefträgerinnen und Briefträgern, die keine zwei Meter davon entfernt in Windeseile Ballast abwerfen. Er grinst. (…).
Kathrin Bärtschi.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Baertschi Kathrin. Briefträgerin. Arbeit. Work online, 2019-03-15.
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15.03.2019 Schweiz
Migros
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Promoterin
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So mies serviert die Migros ihre Promoterinnen ab. Der orange Riese lagert seine Degustations-Mitarbeitenden aus. Jetzt bangen sie um ihre Existenz. Und müssen sich erst noch beleidigen lassen. Schokolade, Käse, Waschpulver: Woche für Woche stand Andrea Jost * in der Migros-Filiale, verteilte Gratismuster und Versucherli und zeigte der Kundschaft die neuen Produkte. Immer donnerstags bis Samstags. „Promoterin“ heisst ihr Beruf. Die temperamentvolle Ostschweizerin macht ihn seit bald 30 Jahren und liebt ihn. Besser gesagt, sie hat ihn geliebt: „Die Migros hat mir die Freude daran gründlich verdorben.“ Im letzten November bekamen die über 200 Promoterinnen und Promoter Post von ihrer Arbeitgeberin, der Migros-Tochter Chocolat Frey: Sie würden per Ende Jahr in eine neue Firma namens TMI ausgelagert. Die bisherigen Manager hätten Chocolat Frey die Mehrheit am Geschäftsbereich abgekauft – und würden ihn nun selber weiterführen. Und: Die neue Firma sei nicht mehr dem Migros-¬Gesamtarbeitsvertrag unterstellt. Aber die Arbeitsbedingungen würden sich nicht ändern: Es gebe auch „keine Lohnreduktion“ Versprechen gebrochen. Zwei Monate später schickt die Firma die neuen ¬Arbeitsverträge, die ab Mai gelten sollen. Sie sind Dumping pur: Der Stundenlohn von Promoterin Jost, bisher bei gut 32 Franken pro Stunde (Ferienentschädigung und 13. Monatslohn eingerechnet), soll neu auf knapp 28.50 sinken. Das macht minus 3 Franken 50 oder mehr als 10 Prozent Lohn weniger. (…).
Christian Egg.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Egg Christian. Migros. Promoterin. Work online, 2019-03-15.
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15.03.2019 Schweiz
Krankversicherungen
Personen
SGB
Reto Wyss
Franchisen
Referendum
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Nein zum Raubzug auf die Versicherten! Das Referendum gegen die Franchisen-Explosion wird kommen. Nirgendwo in Europa müssen sich die Versicherten mehr an den Gesundheitskosten beteiligen als in der Schweiz. Jede weitere Franchisenerhöhung muss deshalb mit dem Referendum bekämpft werden. Entsprechend schlägt der Präsidialausschuss des SGB dem Vorstand vor, das Referendum gegen die automatische Anpassung der Franchisen an die Kostenentwicklung zu unterstützen. Denn höhere Franchisen und eine weitere Kostenabwälzung auf die Versicherten wären unsozial. Schon die Prämienlast ist für viele Arbeitnehmende unerträglich hoch. Doch wer krank wird und eine Behandlung benötigt, muss gleich noch tiefer in die Tasche greifen. Dann müssen Franchisen, Selbstbehalte und Tagestaxen bezahlt werden. Und nun hat das bürgerliche Parlament unter dem Druck der Krankenkassenlobby beschlossen, die Franchisen in Zukunft laufend zu erhöhen. Der Belastung der Versicherten nach oben soll somit keine Grenze mehr gesetzt werden. Ganz im Gegenteil, beispielsweise, zur Steuerbelastung von GrossaktionärInnen, gutbetuchten Erben und pauschalbesteuerten Superreichen – um auch daran wieder mal zu erinnern. Dieser Parlamentsbeschluss ist ein Angriff auf alle Versicherten, insbesondere aber auf Rentnerinnen und Rentner und chronisch Kranke. Denn sie können die Gesundheitskosten heute schon kaum mehr bezahlen, und gleichzeitig können gerade sie nicht auf Behandlungen verzichten. (…).
Reto Wyss.
SGB, 15.3.2019.
Personen > Wyss Reto. Krankenversicherungen. Franchisen. SGB, 2019-03-15.
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