Gewerkschaftschronik
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18.01.2019 Schweiz
Personen
SGB
Reto Wyss
Franchisen
Volltext
Höhere Franchisen sind nicht tragbar. Anpassung der Franchisen an die Kostenentwicklung: Unverständlicher Kommissionsentscheid. Nach dem Nationalrat will nun auch die zuständige Ständeratskommission die Franchisen der Grundversicherung künftig an die Kostenentwicklung anpassen. Dieser Entscheid ist realitätsfremd - sowohl was die Situation der Versicherten in der Schweiz als auch was einen Vergleich mit dem Ausland betrifft. Nirgendwo in Westeuropa bezahlen die Versicherten mehr aus der eigenen Tasche für die Gesundheitskosten als in der Schweiz - und die Kopfprämien kommen noch dazu. Die Wahl der Franchise ist dabei genauso wenig ein freier Entscheid wie der Gang zum Arzt. Ein Gang der - entgegen der landläufigen Meinung, wir würden „wegen jedem Bobo zum Arzt rennen" - gemäss OECD in der Schweiz weit seltener ist als in allen Nachbarländern (in Deutschland werden 10 Arztbesuche pro Kopf und Jahr registriert, während es in der Schweiz knapp 4 sind). Es ist also völlig unverhältnismässig, die heute schon horrende Kostenbeteiligung der Versicherten durch einen neuen Gesetzesautomatismus laufend weiter zu erhöhen. Betroffen wären davon insbesondere RentnerInnen mit tiefen und mittleren Einkommen. Denn sie zahlen bereits heute über 7 Prozent ihres Einkommens für die Gesundheitskosten, könnten aber sicher nicht auf nötige Behandlungen verzichten. Die pauschale Behauptung, mit einer Erhöhung der Franchisen würden die Prämien weniger stark ansteigen, ist zudem falsch: Die Erfahrung mit vergangenen Franchisenerhöhungen lässt diesen Schluss nicht zu. (…). Reto Wyss.
SGB, 18.1.2019.
Personen > Wyss Reto. Franchisen. SGB, 2019-01-18.
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18.01.2019 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Philipp Hadorn
Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
SBB Cargo muss Kahlschlag sistieren. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst den Entscheid der SBB, ihrer Cargo-Tochter eine eigenständige Führung zu geben. „Damit werden die konzerninternen Interessenkonflikte endlich minimiert und der politische Wille umgesetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Allerdings gesteht die SBB damit auch ein, dass SBB Cargo unter der gegenwärtigen Konzernführung nicht in der Lage war, den Güterverkehr erfolgreich zu entwickeln.“ Neben der neuen Führungsstruktur hat die SBB heute auch kommuniziert, dass sich SBB Cargo in den letzten Monaten finanziell positiv entwickelt hat. „Die Ergebnissituation liegt wieder in akzeptablen Bandbreiten“, stellt Philipp Hadorn fest. „Damit wird deutlich, dass der Kahlschlag, den Andreas Meyer als Verwaltungsratspräsident von SBB Cargo im Februar 2018 ankündigt hat, unverhältnismässig war.“ Dieser sah vor, bis zum Jahr 2023 von 2200 Cargo-Vollzeitstellen (Stand März 2018) 800 Stellen abzubauen sowie von 344 Bedienpunkten 170 zu „überprüfen“ bzw. zu schliessen. „Andreas Meyer reagierte mit diesem Kurzschluss auf ein Krisenjahr mit Special effects und löste damit bei SBB Cargo eine unnötige Hysterie aus. Offensichtlich hat sich die finanzielle Lage im 2018 schon wieder beruhigt, bevor die angekündigten Massnahmen eine wesentliche Wirkung entfalten konnten.“ Der SEV warnte bereits im März 2018, dass die einschneidenden Reorganisationsmassnahmen kaum abschätzbare Folgen für die zukünftige Entwicklung und Positionierung von SBB Cargo haben würden. Und er verlangte die sofortige Sistierung der (…).
SEV, Medienmitteilung, 18.1.2019.
SEV > SBB-Cargo. Gütertransport. SEV, 2019-01-18.
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18.01.2019 Schweiz
Personen
UPS Paketdienst
Work
Christian Egg
UPS Paketdienst
Volltext
Stress, Kontrollen und 50 Regeln: Ein UPS-Kurier erzählt. „Am Freitag bringe ich das Viagra“. Ständig auf Zack und doch immer freundlich: Work hat den Päcklikurier José de Sousa* auf seiner Tour begleitet. Morgens kurz nach neun, irgendwo in der Schweiz. Zackig rollt José de Sousa den Handkarren mit zwei grossen Paketen drauf zum Lift. Dritter Stock. „Grüezi, UPS, Päckli“, ruft er fröhlich ins Büro. Stellt die Pakete hin, lässt auf dem Scanner unterschreiben, zurück zum braunen Lieferwagen. Es ist sein erster Stop an diesem Tag. Kurz nach acht war er wie jeden Tag im Verteilzentrum. Zuerst ein Briefing durch den Chef. Dann rein ins Fahrzeug mit dem braun-gelben UPS-Logo und los ins Verteilgebiet. Stop 8, 9 Uhr 57, eine Bank. De Sousa fährt durchs Schiebetor, drückt einen Knopf. Hinter ihm schliesst es sich wieder. Erst jetzt öffnet sich vorne eine Tür, ein Mitarbeiter der Bank nimmt das kleine, aber schwere Paket in Empfang. De Sousa sagt später im Wagen: „Wahrscheinlich war da Gold drin.“ Unterwegs öffnet er ein Red Bull, beginnt zu erzählen. 4380 Franken brutto ist der Einstiegslohn für einen UPS-Kurier. Eigentlich gefalle ihm der Job, sagt er: „Kein Chef, der mich ständig kontrolliert.“ Und doch ist er ständig überwacht: Jedes Fahrzeug hat einen GPS-Sender. UPS weiss immer, wo José gerade ist und wie schnell er fährt. Stop 11, 10 Uhr 12, ein Industriebetrieb. De Sousa legt das Paket auf ¬einen Rollwagen. „Nicht hierhin, du Mafioso!“ schimpft der Magaziner, ein Italiener, im Spass. Die beiden kennen sich, de Sousa fährt oft diese Tour, schon seit mehr als fünf Jahren. Stop 13, 10 Uhr 18, der letzte Express. Bis halb elf müssen die (…). Christian Egg.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Egg Christian. Kurierdienste. Work online, 2019-01-18.
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18.01.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Nur noch 147 Mal schlafen. Nur noch 147 Mal schlafen bis zum Frauenstreik: Am 14. Juni, 28 Jahre nach dem ersten Frauenstreik, wird er steigen. Bereits sind in den meisten Kantonen Streikkomitees am Hirnen, Prüfen, Planen. Nur die Urschweiz zagt noch. Und bereits ist auch eine nationale Streikkoordination aktiv. Wer, was, wo, warum plus lässige Illus finden Sie auf der Website www.frauenstreik2019.ch. Einstimmig und unter Applaus hatte der Gewerkschaftsbund an seinem Kongress im Dezember Ja gesagt zu diesem zweiten Streich. Ja zu den nötigen finanziellen und persönlichen Ressourcen. Und bereits hat beim SGB Mme Frauenstreik ihre Arbeit als Kampagnenverantwortliche aufgenommen. Sie ist jung, bilingue, hat einen Master in Gender Studies und heisst Anne Fritz. Fünf Monate vor dem hoffentlich grossen Coup herrscht also Bewegung. Künzi & Bärtschi. Bewegung auch beim Work: Wir freuen uns, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen in unserer ersten Ausgabe im neuen Jahr gleich zwei neue Kolumnen präsentieren zu dürfen, von zwei neuen, schreibfertigen Autorinnen: Die „Künzi streikt“-Kolumne von Slam-Poetin Sandra Künzi und die „Bärtschi-Post“-Kolumne der Berner Briefträgerin Katrin Bärtschi. Künzi wird uns zum Frauenstreik führen und streikt schon jetzt: „Für gleich lange Würste“, weil: „Wieso für ihn den Schüblig und für sie ds Cipollata?“ fragt die Metzgerstochter keck. Und findet noch keckere Beispiele für die fiese Ungleichheit zwischen Mann und Frau, alles astreine Streikgründe. Aus ganz anderem Stoff ist, was Katrin Bärtschi so durch den Kopf und in die Tasten springt. Als Briefträgerin bei der Post erlebt (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-01-18.
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18.01.2019 Schweiz
Personen
Work
Patricia D Incau
Marie-Josée Kuhn
Interview
Volltext
^Exklusiv: Das grosse Work-Interview mit Rosa Luxemburg. „Jetzt rede ich!“ Zum hundertsten Todestag von Rosa Luxemburg gelang es Work, ein Interview mit der grossen Revolutionärin zu führen. Exklusiv! Das war möglich, weil wir ihre Schriften studierten und das Interview gleich selber schrieben. Work: Rosa Luxemburg, wir dachten, Sie seien schon lange tot?! Rosa Luxemburg: Nein, nein, ich bin allzeit auf dem Posten und werde bei der nächsten Möglichkeit wieder dem Weltklavier mit allen zehn Fingern in die Tasten fallen, dass es dröhnt. Erstaunlich, immerhin werden Sie am 5. März 148 Jahre alt. Wie halten Sie sich fit? Also, morgens vor acht werde ich wach, hopse ins Vorzimmer, schnappe Zeitungen und Briefe, dann schwupp unter das Federbett, und lese die wichtigsten Sachen. Dann reibe ich mich kalt ab (regelmässig, -jeden Tag), dann kleide ich mich an, trinke auf dem Balkon ein Glas heisse Milch mit Butterbrot. Dann ziehe ich mich ordentlich an und gehe für eine Stunde in den Tiergarten spazieren (regelmässig, jeden Tag, bei jedem Wetter). Dann gehe ich wieder nach Hause, ziehe mich um und schreibe meine Notizen oder Briefe. Wer macht bei Ihnen eigentlich den Haushalt? Sie meinen die kümmerliche Geistlosigkeit und Kleinlichkeit des häuslichen Waltens? Ja, Kochen zum Beispiel. Am Mittag esse ich um 12.30 zu Hause bei meiner Wirtin für 60 Pfennige in meinem Zimmer, das Mittagessen ist ausgezeichnet und äusserst gesund. Nach dem Mittagessen schwupp auf das Kanapee, schlafen! Gegen drei stehe ich auf, trinke Tee, um acht esse ich Abendbrot: drei weiche Eier, Brot mit Butter, mit Käse (…). Patricia D'Incau, Marie-Josée Kuhn.
Work online 18.1.2019 .
Personen > Kuhn Marie-Josée. Rosa Luxemburg. Work online, 2019-01-18.
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17.01.2019 Schweiz
Armut
WOZ

Armut
Sozialhilfe
Volltext
Sozialhilfe. Arrogant gegen die Armen. „Motivation statt Sanktion“: Was für ein fieser Titel für eine Motion, die die Sozialhilfe um bis zu dreissig Prozent kürzen und nur „Kooperationswillige“ mit ergänzenden Leistungen belohnen will. Die von der SVP eingereichten Vorstösse in den Kantonen Aargau, Bern, Basel-Landschaft und Zürich richten sich gegen die Ärmsten der Gesellschaft und suggerieren, die Betroffenen seien das Problem. Als würde man mit dem sukzessiven Abbau der Sozialhilfe die Armut gleich mit abschaffen. Als Erfinderin der Formel „Motivation statt Sanktion“ preist sich die Aargauer SVP-Grossrätin Martina Bircher. Arbeiten sei für die BezügerInnen nicht attraktiv genug. Das von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) berechnete Existenzminimum wurde allerdings bereits nach politischen Aushandlungsprozessen nach unten korrigiert: Um ein Leben mit „minimaler sozialer Teilhabe“ zu führen, wären 1082 Franken pro Monat nötig. Die Beiträge für Einzelpersonen belaufen sich derzeit auf 986 Franken. Wer einmal Sozialhilfe bezogen hat, weiss, dass ein Leben in Abhängigkeit alles andere als attraktiv ist - ganz abgesehen vom gesellschaftlichen Stigma, das der Sozialhilfe anhaftet. Bei der Höhe des empfohlenen Existenzminimums gibt es keinen weiteren Spielraum. Dazu haben die KopräsidentInnen der SKOS, Felix Wolffers und Therese Frösch, im Januar eine neue Studie präsentiert. Minimale soziale Teilhabe fördert die Reintegration in den Arbeitsmarkt. Sie ist aber auch eine Frage der Würde. Die Sozialhilfe ist das letzte Auffangnetz, eine Nothilfe. Weitere Kürzungen hätten (…). Caroline Baur.
WOZ, 17.1.2019.
Personen > Baur Caroline. Sozialhilfe. Armut. WOZ, 2019.01-17.
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17.01.2019 Schweiz
Personen
WOZ
Rosa Luxemburg
Ermordung
Volltext
Ihre Ermordung. Die Leiche im Landwehrkanal. Der Tod von Kar! Liebknecht und Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919 verewigte die Spaltung der Arbeiterbewegung. Brisant bleibt die Verantwortung der SPD-Regierung. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht seien von Freikorpssoldaten ermordet worden, heisst es in vielen Medienberichten über den folgenschwersten Doppelmord der deutschen Geschichte. Bei einer solchen Darstellung schwingt mit, es seien Marodeure gewesen. Tatsächlich aber handelte es sich um reguläre Regierungstruppen. Und die Regierung war zu diesem Zeitpunkt rein sozialdemokratisch. Gustav Noske (SPD), der Oberbefehlshaber der Freikorps, hatte dem Kriegsminister schon Weihnachten 1918 vorgeschlagen, auf jeden zu schiessen, „der der Truppe vor die Flinte kommt“. Er arbeitete mit Hauptmann Waldemar Pabst zusammen, dem faktischen Befehlshaber der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, einer ursprünglich kaiserlichen Elitetruppe, die er in Absprache mit der Regierung in ein Freikorps umgewandelt hatte. „Stunde der Abrechnung“. Noske war am 6. Januar 1919 mit „unbeschränkter Vollmacht“ ausgestattet worden, die revolutionäre Linke zu vernichten. „Die Stunde der Abrechnung naht“, verkündete ein Regierungsplakat. Es hätten sich viele gefragt, so Noske damals, ob denn „niemand die Unruhestifter unschädlich mache“. Weil man den beiden Revolutionärlnnen Liebknecht und Luxemburg den eben niedergeschlagenen „Spartakusaufstand“ anlastete, erklärte sich Pabst dazu bereit. Dass die Liquidierung der beiden „durchgeführt werden musste, darüber bestand bei Herrn Noske und mir nicht der geringste (…).
WOZ, 17.1.2019.
Personen > Luxemburg Rosa. Ermordung. WOZ, 2019-01-17.
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17.01.2019 Schweiz
Personen
WOZ
Rosa Luxemburg
Volltext
Wirtschaft
Ihr Ökonomie-Begriff. Scharfer Intellekt, heiliger Ernst. Für Rosa Luxemburg war Karl Marx' „Kapital“ eine „grosse Unvollendete“. Die Ökonomie verstand sie als hochpolitische Wissenschaft. Heute fast eine Heilige der Linken weltweit, war Rosa Luxemburg zu Lebzeiten heftig umstritten. Eine Studierte, Theoretikerin, blitzgescheit, gebildet, charismatisch, polemisch, witzig und furchtlos, eine klein gewachsene Jüdin polnischer Herkunft, eine emanzipierte, selbstbestimmte Frau, ein Graus für viele in der deutschen Sozialdemokratie, wo sie dennoch Karriere machte. Berühmt wurde Luxemburg, weil sie als junge, freche Ausländerin auch Veteranen des Marxismus heftig zu attackieren wagte - und sich sogar eine fulminante Marx-Kritik erlaubte. Luxemburg scheute sich ebenfalls nicht, Lenin und die Politik der Bolschewiki in Russland gnadenlos zu kritisieren. Für eine linke Politik nach der Logik des Bürgerkriegs hatte sie nichts übrig. Ihr oft zitiertes Wort von der politischen Freiheit, die immer die „Freiheit des Andersdenkenden“ sein müsse, stammt aus einer Polemik zu dieser Frage. Geliebt und verehrt. Schon als Schülerin wollte Luxemburg, 1871 im ostpolnischen Zamosz geboren, die Welt verändern. Um studieren zu können, musste sie nach Zürich gehen, wo Frauen zum Studium zugelassen wurden. Von 1889 bis 1897 studierte sie dort - als eine der ersten Frauen überhaupt - Nationalökonomie und schloss ihr Studium mit einer Dissertation über die industrielle Entwicklung Polens ab, was damals noch einiges Aufsehen (…). Michael R. Krätke.
WOZ, 17.1.2019.
Personen > Luxemburg Rosa. Oekonomie. WOZ, 2019-01-17.
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20.03.1989 Olten
Personen
PTT
PTT-Union
Josef Vonarburg
Leserbrief
Personalmangel
Volltext
Frustrierte Pöstler – schlechtes Klima. Die scharfe Kritik der KPD Aarau in ihrer Stellungnahme zum Zeitungsbericht unserer Hauptversammlung veranlasst mich, einige Erklärungen abzugeben, denn so einseitig kann die ganze Angelegenheit nicht in den Spalten stehen bleiben. Dass unsere Hinweise in einigen Ohren nicht eitel Freude auslösen werden, hat uns keineswegs überrascht, obschon dieses Thema des öftern schon mit der Verwaltung diskutiert wurde. Die Stellungnahme der Direktion in Aarau lässt den Eindruck aufkommen, als stünde die Sektion Olten total neben den Schuhen. Das ist aber beileibe nicht so. Mit Zahlen, die mir schon vorher bekannt waren, wird versucht, eine gute Situation darzustellen. Zahlen haben meiner Meinung nach zwei besondere Merkmale. Erstens wirken sie auf den ersten Blick sehr eindrucksvoll, zweitens aber haftet ihnen der Geschmack von Nüchternheit und Sterilität an. Wie sie der Leser in diesem Fall konsumiert hat, kann ich nur vage vermuten. Mit Zahlen die Realität schildern, ist in diesem Punkt kaum möglich, da die Situation im PZ Däniken im Personalbereich fast wöchentlich ändert. Personalsituationen lassen sich auch nicht nur aus Ferienverschiebung, Nichtgewährung von gewünschten Ruhetagen und den effektiven Austritten von 1988 schildern. Diese Umstände sind im PZ nicht alarmierend, sondern die hohe Zahl von Personalwechsel bei fast allen Kategorien. Aushelfer, TZA, Codiererinnen, aber auch uniformiertes Personal ist oftmals nur wenige Wochen oder Tage im Haus beschäftigt, dann gehen sie schon wieder weg. Gründe über dieses Erscheinungsbild sind vielfältig. Das treue Stammpersonal (…).
Josef Vonarburg.
SoAZ, 20.3.1989.
PTT-Union > Personalmangel. Leserbrief. Josef Vonarburg. SoAZ, 1989-03-20.
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15.04.1989 Bern
PTT
PTT-Union

Personalmangel
Protestversammlung
Volltext
Berner Pösteler fordern Gleichstellung mit Genf und Zürich. „Die Luft ist draussen“. Die Bundesbediensteten von Genf und Zürich erhalten seit Mitte 1988 eine Sonderzulage von 2000 Franken im Jahr. Bern ging leer aus. Das will die Platzunion Bern mit ihren 12'000 Mitgliedern nicht länger hinnehmen. Gestern überreichten Vertreter der Platzunion der Bundeskanzlei ihre Petition mit knapp 6000 Unterschriften. An den Bundesrat stellt die Platzunion Bern folgende Begehren: Ausrichtung einer Sonderzulage wie in Genf und Zürich. Ausrichtung der sog. Zentren-Zulage an Personal, das im unregelmässigen Dienst oder unter erschwerten Bedingungen arbeitet, wie sie im Bereich der PTT seit Juli 1984 in Genf und Zürich ausgerichtet wird. Mit der Ausrichtung einer Sonderzulage an die Bundesbediensteten in Genf und Zürich sei bei den Gehältern im Vergleich mit Bern und anderen Dienstorten eine Differenz entstanden, die sich weder mit den Lebenskosten noch mit der Personalsituation begründen liessen, betonte Platzunion-Präsident Ernst Neuenschwander vor der Presse. „Der Zürcher Kollege verdient seit Januar 1989 4'067 Franken mehr als der Berner.“ Wirtschaftsfachmann Richard Schwertfeger habe gesagt, dass sich damit der Zürcher jedes Jahr die Ferien bezahlen könne. „Um diese krasse Ungerechtigkeit zu beseitigen wird der Bundesrat ersucht, auch den Bundesbediensteten mit Dienstort Bern einen zusätzlichen Betrag zum Ortszuschlag (bis 2'000 Franken) im Jahr auszurichten und auch die sog. ZentrenIösung anzuwenden. (Die Zentrenregelung umfasst den unregelmässigen Dienst inklusive fünf Ruhetage und dient zur Verbesserung der (…).
Berner Tagwacht, 15.4.1989.
PTT-Union > Protestversammlung Bern. TW, 1989-04-15.
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17.01.2019 Schweiz
Syndicom
Tamedia

Stellenabbau
Tamedia
Volltext
Tamedia baut weiter Stellen ab - Syndicom fordert einen Abbaustopp! Tamedia kündigt an, dass sie erneut in der Prepress Einsparungen vornehmen will: 8 Kündigungen und 9 frühzeitige Pensionierungen sind vorgesehen. Syndicom fordert einen Stopp der Abbaumassnahmen. Mit diesem Stellenabbau nimmt das grösste Schweizer Medienunternehmen die Druckvorstufe ins Visier. Bereits ab August 2018 hatte Tamedia bei der Abteilung Editorial Services TES in der Deutschschweiz über 22 Personen entlassen. In der Suisse romande hat der gleiche von Zürich aus operierende Verlag per Juli 2018 die Tageszeitung Le Matin eingestellt und dabei 41 Arbeitnehmende in der Redaktion und bei der Vorstufe auf die Strasse gestellt. Auch auf der Strasse - mit dem Streik von Anfang Juli - hat das gesamte Personal der Westschweizer Redaktionen gegen die Einstellung des populären Blattes und für einen fairen Sozialplan gekämpft. Erst gestern wurden die Formalitäten für das Verfahren vor Schiedsgericht vereinbart. Dieses wird die Leistungen des Sozialplans bestimmen. Kaum ist dieses Verfahren aufgegleist, doppelt Tamedia mit weiteren Abbaumassnahmen nach. Damit verursacht der Verlag fahrlässig erneut Frust, Verunsicherung und Ärger beim Personal. Auch sind Qualitätseinbussen bei den Medien zu erwarten. Mit diesen wiederholten Einschnitten beim Personal darf der Konzern die gesetzlich verankerten Mitwirkungsrechte nicht umgehen. Syndicom fordert den Verlag auf, die Abbaumassnahmen zu stoppen. Den betroffenen Belegschaften und ihren Personalkommissionen steht Syndicom für rechtliche und gewerk (...(. 
Syndicom, 17.1.2019.
Syndicom > Tamedia. Stellenabbau. Syndicom, 2019-01-17.
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13.05.1989 Brugg
PTT
PTT-Union

Personalmangel
Protestversammlung
PTT
Volltext
Brugg: Protestversammlung des uniformierten PTT-Personals. Pöstler wollen auf die Strasse. Das uniformierte PTT-Personal im Aargau ist nicht länger bereit, die „prekäre Personalsituation" tatenlos hinzunehmen. Dem Beispiel Zürichs folgend, will die Sektion Aargau der PTT-Union mit einer öffentlichen Kundgebung auf dem Bahnhofplatz in Aarau die Kreispostdirektion auf die „unhaltbare Situation" aufmerksam machen und den Bundesrat auffordern, mit Sondermassnahmen gegen den Personalnotstand vorzugehen. Gefordert wird die Einführung der 5-Tage·Woche sowie eine Lohnerhöhung von 2000 Franken generell für alle uniformierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den 1. Januar 1990. „Wir Pöstler haben genug", war einhellig der Tenor unter den rund 150 „Uniformierten", die sich in Brugg zu einer Protestversammlung eingefunden hatten. Weil es so wie bisher nicht mehr weitergehen könne, wurde der Vorstand der PTT-Union einstimmig beauftragt, Kampfmassnahmen vorzubereiten, um den „gerechten Lohnforderungen" des uniformierten PTT-Personals Nachdruck zu verleihen. Neben der Kundgebung in Aarau sind Flugblattaktionen vor grösseren Postämtern, Inseratekampagnen und eine Medienkonferenz geplant. Der Grossaufmarsch an der Protestversammlung zeige,“ dass es auch im Aargau brennt", meinte Eugen Gautschi, Präsident der Sektion Aargau der PTT-Union. Bereits vor einem Jahr hatte die Gewerkschaft des uniformierten Personals darauf aufmerksam gemacht, dass „der Personalmangel bei der Post die Grenzen des Zumutbaren überschritten hat". An der letzten Generalversammlung wurde (…).
SoAZ, 13.5.1989.
PTT-Union > Protestversammlung Brugg. SoAZ, 1989-05-13.
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22.06.1989 Aarau
PTT
PTT-Union

Personalmangel
Protestversammlung
PTT
Volltext
Das uniformierte PTT-Personal akzeptiert keine halben Lösungen mehr. Heute Protest in Aarau. Die Kündigungen bei den schweizerischen PTT-Betrieben nehmen ein Ausser! besorgniserregendes Ausmass an. Mehr und mehr gelangen nun auch kleinere Aemter und Büros in Bedrängnis, und damit wachsen die Personalprobleme im Bereich der unteren HäIfte des Kantons Solothurn und im aargauischen Wiggertal, wo das Postpersonal in der PTT-Union Sektion Olten-Post organisiert ist. Anlässlich einer Protestkundgebung in Aarau wollen die uniformierten Pöstler der Sektionen Aargau und Olten-Post ihre Forderungen und ihre Sorgen einer breiten Oeffentlichkeit darlegen sowie die veranwortlichen Behörden und Verwaltungen zur Anordnung dringend notwendiger Massnahmen auffordern. Die Frühlings/Sommer-Versammlung der PTT-Union Sektion Olten-Post fand traditionsgemäss im geräumigen Waldhaus von Rothrist statt. Hier bietet sich alljährlich die Gelegenheit, im Anschluss an die Versammlung zusammen mit Familienangehörigen die Gemütlichkeit zu pflegen. Unter der gewohnt kompetenten Versammlungsleitung ihres Präsidenten Josef Vonarburg war es möglich, auf die Anliegen der verschiedenen Berufsgruppen einzugehen. Damit entstand ein Gesamtbild der PTT, das in verschiedenen Bereichen als problematisch bezeichnet werden muss. Die wachsende Zahl von qualifizierten Arbeitskräften, welche dem Postdienst den Rücken kehren, kann kaum mehr. und in steigendem Ausmass nur noch mit Aushilfskräften Berufsbild verschlechtert. Die mühsamen Verhandlungen um die Neueinstufungen der Aemter zerschlagen gute Hoffnungen und tragen nichts (...). .
SoAZ, 22.6.1989.
PTT-Union > Protestversammlung Aarau. SoAZ, 1989-06-22.
Ganzer Text
22.06.1989 Aarau
PTT
PTT-Union

Personalmangel
Protestversammlung
PTT
Volltext
Das uniformierte PTT-Personal akzeptiert keine halben Lösungen mehr. Heute Protest in Aarau. Die Kündigungen bei den schweizerischen PTT-Betrieben nehmen ein Ausser! besorgniserregendes Ausmass an. Mehr und mehr gelangen nun auch kleinere Aemter und Büros in Bedrängnis, und damit wachsen die Personalprobleme im Bereich der unteren HäIfte des Kantons Solothurn und im aargauischen Wiggertal, wo das Postpersonal in der PTT-Union Sektion Olten-Post organisiert ist. Anlässlich einer Protestkundgebung in Aarau wollen die uniformierten Pöstler der Sektionen Aargau und Olten-Post ihre Forderungen und ihre Sorgen einer breiten Oeffentlichkeit darlegen sowie die veranwortlichen Behörden und Verwaltungen zur Anordnung dringend notwendiger Massnahmen auffordern. Die Frühlings/Sommer-Versammlung der PTT-Union Sektion Olten-Post fand traditionsgemäss im geräumigen Waldhaus von Rothrist statt. Hier bietet sich alljährlich die Gelegenheit, im Anschluss an die Versammlung zusammen mit Familienangehörigen die Gemütlichkeit zu pflegen. Unter der gewohnt kompetenten Versammlungsleitung ihres Präsidenten Josef Vonarburg war es möglich, auf die Anliegen der verschiedenen Berufsgruppen einzugehen. Damit entstand ein Gesamtbild der PTT, das in verschiedenen Bereichen als problematisch bezeichnet werden muss. Die wachsende Zahl von qualifizierten Arbeitskräften, welche dem Postdienst den Rücken kehren, kann kaum mehr. und in steigendem Ausmass nur noch mit Aushilfskräften Berufsbild verschlechtert. Die mühsamen Verhandlungen um die Neueinstufungen der Aemter zerschlagen gute Hoffnungen und tragen nichts (...). .
SoAZ, 22.6.1989.
PTT-Union > Protestversammlung Aarau. SoAZ, 1989-06-22.
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24.06.1989 Grenchen
Frauen
SMUV Grenchen

Frauen
Versammlung
Volltext
Frauenversammlung der SMUV Sektion Grenchen. Forderungen gemeinsam zum Durchbruch verhelfen. Die Organisation und Leitung der SMUV-Frauenversammlung oblag Kollegin Diana Hillenbrand, welche dann auch hocherfreut eine sehr grosse Anzahl Kolleginnen begrüssen konnte. Unter den Anwesenden, und das war ein zusätzlicher Pluspunkt, weilten auch die Kolleginnen Christiane Brunner, Zentralsekretärin, Catarina Demond, Frauensekretärin, Margrit Di Pietrantonio, Präsidentin Frauenregion 5, sowie Kollege Rene Blanc, Sekretär SMUV Grenchen. In einer angeregten Diskussion wurde dargelegt, dass die Frauen ihre Anliegen, Probleme und beruflichen Hypotheken, aber auch ihre Vorstellungen und Forderungen in einer Gemeinschaft diskutieren, formulieren und zusammen mit ihren männlichen Kollegen zum Durchbruch verhelfen müssen. Den Frauen dürfte es e nicht gleichgültig sein, was mit ihnen am Arbeitsplatz und im beruflichen Umfeld passiere. Aus dieser Veranstaltung erwuchsen folgende Schwerpunkte und Zielsetzungen: Schaffung eines Arbeitspapieres, Diskussionsabende unter anderem mit den Themen „Die arbeitstätige Frau", „Macht oder Ohnmacht der arbeitstätigen Frauen", „Die Frauen als wirtschaftliches Potential". Aber auch Besichtigungen technologisch hochstehender Betriebe und persönliche Weiterbildungskurse stehen auf dem Programm. Durchwegs alle Anwesenden zeigten sich sehr befriedigt über den Inhalt und Verlauf dieser Veranstaltung und verlangten eine Kontinuität solcher Diskussionen.
SoAZ, 24.6.1989.
SMUV > Frauen. Versammlung. Grenchen. SoAZ, 1989-06-24.
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17.01.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Travail.Suisse

Teilzeitarbeit
Volltext
Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch – Diskriminierungen bleiben. Das Bundesamt für Statistik hat heute die neusten Zahlen zur Entwicklung der Teilzeiterwerbstätigkeit veröffentlicht. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert die Politik auf, die Diskriminierungen der Teilzeitarbeitenden zu bekämpfen und Teilzeitarbeit der Vollzeitarbeit gleichzustellen. 1,7 Millionen Arbeitnehmenden arbeiten in der Schweiz in einem Teilzeitpensum. Dies entspricht einem Anteil von 36,8 Prozent und damit einer Zunahme von 8‘4 Prozent in den letzten 20 Jahren. Auch wenn eine gewisse Anpassung zwischen den Geschlechtern feststellbar ist, ist der Anteil der Frauen in Teilzeitarbeit immer noch mehr als dreimal so hoch wie bei den Männern (59% gegenüber 17,6%). Besonders ausgeprägt ist der Geschlechterunterschied bei Haushalten mit kleinen Kindern. „Dies zeigt, dass immer noch der Grossteil der Familienarbeit von den Frauen geleistet wird“, betont Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Im Zuge des zunehmenden Wandels zur Dienstleistungsgesellschaft und der fortschreitenden Digitalisierung wird Teilzeitarbeit weiter zunehmen. „Die Politik ist dringend gefordert, Teilzeitarbeit als Realität auf dem Arbeitsmarkt anzuerkennen und die Diskriminierung der Teilzeiterwerbstätigen zu stoppen“, so Fischer weiter. Eine Diskriminierung von Teilzeitarbeitenden ortet Travail.Suisse insbesondere in folgenden Bereichen: In den Sozialversicherungen hindern Eintrittsschwelle und Koordinationsabzug einen gleichberechtigen Rentenaufbau in der (…).
Travail.Suisse, 17.1.2019.
Travail.Suisse > Teilzeitarbeit. Travail.Suisse, 2019-01-17.
Ganzer Text
15.01.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Vania Alleva
Programm
Unia Schweiz
Volltext
Arbeitnehmendenrechte stärken - Gleichstellung durchsetzen. Wie Unia-Präsidentin Vania Alleva an der Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) das Jahr 2019 sieht. Die Gewerkschaften in der Schweiz blicken auf ein kämpferisches Jahr 2018 zurück. Mit einer grossen Demo zur Lohngleichheit haben sie ein starkes Zeichen für Gleichstellung gesetzt. Und Dank einer eindrücklichen Mobilisierung der Bauarbeiter wurden der Landesmantelvertrag (LMV) und die Frühpensionierung mit 60 auf dem Bau ohne Abstriche verteidigt. „Unsere Kampagnen und Mobilisierungen sind aber auch bitter nötig“, sagt Vania Alleva. Trotz solidem Wirtschaftswachstum habe die Schweiz den Pfad des sozialen Ausgleichs verlassen. Arbeitnehmerrechte stärken statt Lohnschutz abbauen. Die Gewerkschaften werden demnach entschlossen gegen jeden Abbau der Flankierenden Massnahmen und damit für den Lohnschutz in der Schweiz kämpfen. Das Bekenntnis der Unia zum Lohnschutz richtet sich aber nicht gegen Europa. Im Gegenteil: Gemeinsam mit den Gewerkschaften in anderen Ländern kämpft sie für die Stärkung der Arbeitnehmerrechte für alle Arbeitnehmenden unabhängig von ihrer Herkunft. Hausaufgaben: Lohnentwicklung und Lohngleichheit. Trotz solider Gewinne sind die Unternehmen mehrheitlich nicht bereit, ihren Erfolg mit den Beschäftigten, die massgeblich dazu beigetragen haben, zu teilen. Die definitive Bilanz der Lohnverhandlungen steht zwar noch aus, doch nach zwei Jahren Lohnstagnation ist angesichts der Teuerung für das Jahr 2019 eine Reallohneinbusse absehbar. Das ist sozial ungerecht und (…).
Unia Schweiz, 15.1.2019.
Personen > Alleva Vania. Unia. Programm 2019. Unia Schweiz, 2019-01-15.
Ganzer Text
15.01.2019 Schweiz
Swisscom
Syndicom

Stellenabbau
Swisscom
Volltext
KVF-N stellt sich gegen die Interessen des Swisscom-Personals. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) hat sich am Montag gegen die Syndicom-Petition zum Stopp des Personalabbaus bei Swisscom ausgesprochen. Die bürgerliche Kommissionsmehrheit verkennt damit die Situation bei Swisscom und stellt sich gegen die Interessen des Personals. Die hohen Gewinnerwartungen des Bundesrats an die Swisscom führen Jahr für Jahr zu Personalabbau, der rein finanzpolitisch getrieben ist. Deshalb hat Syndicom im Frühjahr 2018 eine Petition gegen den Personalabbau bei der Swisscom lanciert. Im Herbst hat Syndicom diese Petition mit rund 4‘000 Unterschriften von Swisscom-Mitarbeitenden beim Bundesrat und dem Parlament eingereicht. Am Montag hat sich die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) mit der Petition gegen den Personalabbau bei der Swisscom befasst. Weil seit den letzten Wahlen der Nationalrat von einer deutlichen bürgerlichen Mehrheit beherrscht wird, ist Syndicom nicht überrascht, dass die KVF-N die Petition ablehnt und damit den Personalabbau bei der Swisscom mitträgt. Damit die Swisscom weiterhin ihren auch politisch geforderten hohen Qualitätsstandard wahren und sich als gute Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt behaupten kann, müssen die Wertsteigerungs- und Gewinnerwartungen des Bundesrates zwingend gesenkt werden. Für ein innovatives Unternehmen ist eine nachhaltige Personalpolitik unabdingbar. Dies verkennt die KVF-N mit ihrem Entscheid. Syndicom wird sich weiterhin auf (...). Syndicom, 15.1.2019.
Syndicom > Swisscom. Personalabbau. Syndicom, 2019-01-15.
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15.01.2019 Schweiz
SGB

Kaufkraft
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SGB: Probleme bei der Kaufkraft und der Rentenhöhe rasch angehen. Die Schweiz hat ein Kaufkraftproblem und ein Rentenproblem. Trotz Aufschwung stagnieren die Reallöhne. Gleichzeitig fressen Krankenkassenprämien und steigende Beiträge an die Pensionskassen immer mehr vom Lohn weg, so dass der effektiv verfügbare Lohn gar sinkt. Und wer in Pension geht, erhält immer weniger Rente von seiner Pensionskasse. Dies zeigen diverse Analysen, die der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB an seiner Jahresmedienkonferenz präsentierte. Obwohl die Schweizer Wirtschaft in den letzten zwei Jahren kräftig gewachsen ist, stagnierten die Reallöhne. Sogar Deutschland, das lange eine schädliche „Lohnzurückhaltung“ pflegte, hat heute ein stärkeres Lohnwachstum. Besonders betroffen sind langjährige Arbeitnehmende mit 20 oder mehr Jahren Betriebszugehörigkeit: Ihre Löhne sind seit 2010 kaum noch gestiegen. Derweil steigen die Ausgaben für die Krankenkassen immer weiter und nagen an der Kaufkraft. Hinzu kommt, dass die Beiträge an die zweite Säule ebenfalls steigen. Seit der Finanzkrise bewegt sich der durchschnittliche reglementarische Beitragssatz von 18 auf 19,5 Prozent zu. Dafür bekommen die künftigen RentnerInnen aber nicht mehr Rente. Das Gegenteil ist der Fall. Seit 2005 sind die durchschnittlichen Pensionskassenrenten um 9 Prozent gesunken. Und die Situation spitzt sich immer mehr zu. Die neuste Auswertung des SGB bei 42 Pensionskassen mit 750'000 Versicherten zeigt: nachdem der mittlere (…).
SGB, 15.1.2019.
SGB > Kaufkraft. Renten. SGB, 2019-01-15.
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15.01.2019 EU
Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Bundesgericht
EU
Löhne
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Euro-Löhne in der Schweiz. Das Bundesgericht weigert sich, das tatsächliche Problem anzugehen. Die oberste Justizbehörde weigert sich, das tatsächliche Problem der Bezahlung von Euro-Löhnen durch Schweizer Firmen anzupacken. Das Bundesgericht geht in seinem Urteil nicht auf die diskriminierenden Aspekte dieser Praxis ein, die kantonale Gerichte in Schaffhausen und im Jura festgestellt hatten. Die Unia kritisiert das Bundesgericht dafür, dass es die Verantwortung auf die schwächste Partei im Arbeitsverhältnis, die Angestellten, überträgt. Bevor sie politische Schlüsse zieht, wartet die Unia die Urteilsbegründung ab. Das Bundesgericht verzichtet darauf, das Grundproblem der Bezahlung von Euro-Löhnen in der Schweiz anzugehen: diskriminierende Lohnkürzungen für Mitarbeitende eines Schweizer Unternehmens, die ihren Wohnsitz in der Europäischen Union haben. Gleichzeitig weist es die Ansprüche von Arbeitnehmenden zurück, die ihre Rechte nicht unverzüglich geltend gemacht haben. Ein Angriff auf die Schwächsten. Indem das Bundesgericht die Mitarbeitenden dafür verantwortlich macht, Löhne in Euro akzeptiert zu haben, ignoriert es die Realitäten in der Arbeitswelt. Tatsächlich sehen sich die Angestellten aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oft gezwungen, eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Das Bundesgericht überwälzt die Verantwortung für die ungleiche Behandlung zwischen im In- und im Ausland wohnhaften Angestellten ganz auf die Mitarbeitenden selber. Es stellt in keiner Weise die diskriminierende Praxis der Unternehmen in Frage, Löhne in Euro zu zahlen. Dies, obwohl die Kantonsgerichte in (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.1.2019.
Unia Schweiz > EU. Loehne. Bundesgericht. Unia Schweiz, 2019-01-15.
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17.06.1988 Schweiz
Frauen
PTT

Gleichberechtigung
Gleichstellung
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Wo die PTT lieber Männer und wo Frauen beschäftigen. Kader „vorzugsweise“ männlich. Bei der Behandlung des PTT-Geschäftsberichtes im Nationalrat machte die Berner SP-Vertreterin Gret Haller auf eine PTT-interne Studie aufmerksam, in welcher für die einen oder anderen Funktionen entweder die Anstellung von Männern oder von Frauen empfohlen wird. Diese geschlechtsspezifischen Zuordnungen hätten heutzutage bei den PTT und auch anderswo nichts mehr zu suchen, meinte Gret Haller. Beim Anforderungsprofil für PTT-Ka¬der ist als Grundanforderung „vorzugsweise männlich“ erwünscht, weil die „durchschnittliche Verweildauer“ bei Männern offenbar grösser ist als bei Frauen. Gret Haller: Man könnte ja auch die Anstellungsbedingungen so schaffen, dass Frauen, selbst wenn sie familiäre Pflichten haben, „länger verweilen“ könnten; im übrigen gebe es auch Männer mit familiären Pflichten. • Für Büro- und Schalterpersonal haben die PTT auch geschlechtsspezifische Optionen: Es sollte „vorzugsweise weiblich“ sein, wegen der Eignung für die Einsatzgebiete; denn den Frauen wird Kontaktfähigkeit zugebilligt (offen, spontan, freundlich und taktvoll), was Gret Haller mit Stolz erfüllt und zur Zusatzbemerkung veranlasste, Frauen seien „durchschnittlich wohl auch hübscher“ . • Für den Postcheckdienst, eine Arbeit hinter dem Schalter, gibt es gemäss PTT-Studie keine Option mehr, sondern es ist ganz klar: Dafür kommen nur Frauen in Frage. Offenbar erfüllen nämlich nur Frauen die Eignungsanforderungen für solche Arbeitsplätze: „Manuell flink“ zu sein und ein „gutes Arbeitstempo“ vorzulegen. Schliesslich orten die (…).
Berner Tagwacht, 17.6.1988.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/TW/Frauen.%20Gleichberechtigung.%20TW,%201988-06-17.pdf
19.05.1988 El Salvador
GBH Schweiz
GDP
GTCP

Gewerkschaftsrechte
Interview
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Schweizer Gewerkschaftsdelegation kehrte soeben aus EI Salvador zurück. „In ständiger Lebensgefahr“. Heute spricht Ruben Zamora, Oppositionsführer in EI Salvador, in Bem. Er weilt erstmals in der Schweiz. Eine schweizerische Gewerkschafterdelegation hat kürzlich das krisengeschüttelte mittelamerikanische Land besucht und war Zeuge eines Bombenanschlags. Im Zusammenhang mit dem Besuch des Vizepräsidenten der salvadorianischen Oppositionsfront, Ruben Zamora in Bern, sprachen wir mit einem Mitglied der kürzlich aus EI Salvador zurückgekehrten Delegation der Schweizer Gewerkschaften. Manuel Avallone, von der Gewerkschaft Bau und Holz (GBH), war zusammen mit Kollegen der Gewerkschaft Druck und Papier (GDP) und des Genfer Gewerkschaftsbundes delegiert worden, um während zweier Wochen den Kampf der salvadorianischen ArbeiterInnen kennenzulernen. Die Delegation wurde u.a. von Verbänden wie der PTT-Union oder der Gewerkschaft Chemie Textil Papier (GTCP), von mehreren kantonalen Kartellen sowie vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund unterstützt. Marcel Avallone, hat sich der Besuch der Gewerkschaftsdelegation in EI Salvador gelohnt? Marcel Avallone: Die UNTS (salvadorianischer Gewerkschaftsdachverband) hat bei ihrem letzten Besuch in der Schweiz die Gewerkschaften darum gebeten, nach EI Salvador zu reisen. Unser Aufenthalt hat uns gezeigt, wie wichtig die Präsenz ausländischer Beobachter, gerade in dieser Zeit der zunehmenden Repression gegen die ArbeiterInnen ist. Für uns ist das eine konkrete Form von Solidarität, die bis heute von den Gewerkschaften (…).
Berner Tagwacht, 19.5.1988.
GDP > El Salvador. Gewerkschaften. TW, 1988-05-19.
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19.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Betrieb
Schanzenpost
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Die Schanzenpost in Bern. Betrieb mit 1500 Leuten. Eigentlich nimmt mans für selbstverständlich: Jeden Morgen gibts liebe Grüsse und böse Rechnungen frisch ins Haus, jeden Morgen gibts das Neuste vom Neuen aktuell auf den Tisch. Hinter diesem Service steckt ein präziser Dienstleistungsservice; möglich machts zum Beispiel die Schanzenpost mit ihren 1500 Angestellten. Die Berner Tagwacht wird diese Woche Leute von der Post bei ihrer Arbeit begleiten. (vgl. Frontseite der heutigen TW). Die Berner Schanzenpost wurde in den frühen 60er Jahren erbaut und 1965 in Betrieb genommen. Sie kostete damals 120 Millionen Franken und hat die Aufgabe, den Postumschlag für die Stadt Bern und die Region zu besorgen. Dabei leistet sie täglich Erstaunliches: Umleitung von 120‘000 Paketen, Umleitung von einer Million Briefen, Sortierung von 500‘000 Briefen für die Stadt Bern, Sortierung von 35‘000 Paketen für Bern. In allen Betriebszweigen hat sich der Postverkehr seit 1965 mehr als verdoppelt. Heute arbeiten 1500 Personen in der Schanzenpost; ein grosser Teil der Arbeit „fällt nachts an, so dass viel ausserordentlicher Dienst geleistet werden muss. Diese Arbeit wird noch zusätzlich erschwert durch die Raumknappheit in der Schanzenpost, die in diesem Ausmass niemals erwartet worden war. Betriebschef der Schanzenpost ist der 62jäbrige Ruedi Käsermann. SP- und Gewerkschaftsmann, langjähriger Stadtrat und einjähriger Stadtratspräsident. Ihm zur Seite stehen sieben Amtsleiter. Käsermann verfolgte „mit Sorge,“ wie er sagt, die Personalentwicklung innerhalb der Post. (…). Mit Foto.
Berner Tagwacht, 19.7.1988.
TW > Schanzenpost. Betrieb. TW, 1988-07-19.
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21.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Briefpost
Schanzenpost
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Die Schanzenpost und ihr Innenleben diese Woche in der Berner Tagwacht. Ein Brief geht durch viele Hände. Über Förderbänder, in hängenden Säcken, rollenden Kisten, auf Rutschbahnen quer durch die Hallen, über den Köpfen, links und rechts: So rutschen, rollen, fahren Briefe und Pakete auf ihrem Weg durch die Schanzenpost. Hier sausen sie durch Maschinen, die Briefmarken kontrollieren, stempeln, codieren und in Fächer verteilen: fein sortiert für Zürich, Basel, Thun beispielsweise, vorsortiert für den Zustelldienst in Bern oder das Ausland. Dort sind sie bereits auf dem Weg wieder nach draussen, wieder in Säcke verpackt, zum (hoffentlich) richtigen Ort. Doch trotz neuester Maschinen, ständig fortschreitender Technologie und ausgeklügelter Betriebssysteme, die auf Raum und Ansprüche der Schanzenpost zugeschnitten sind, brauchts zwischen all diesen Arbeitsvorgängen Hände, die die Briefe und Pakete von einem Ort zum andern im Schanzenpost-Versand bringen. Da gibt beispielsweise Beatrice Mettler Briefe in die Videocodiermaschine ein, dort füttert Bettina Schmutz den Anschriftenleser. Gabi Ledermann verteilt nicht „formatgerechte“ Briefe, Eveline Manz und Susanne Mertenat versehen per Video die Briefe mit dem richtigen Balkencode. Mehrmals am Tag wechseln sie ihren Arbeitsplatz im Briefversand, eine Frau arbeitet nicht mehr als zwei Stunden am gleichen Ort. Und das wird auch als grossen Pluspunkt gewertet: „Je abwechslungsreicher, desto. besser.“ Bettina Schmutz ist seit sechs Monaten dabei. „Nicht den ganzen Tag am gleichen Ort zu stehen oder zu sitzen, das hat mich an diesem Job gereizt.“ (…). Dagmar Wurzbacher.
Berner Tagwacht, 21.7.1988.
Personen > Wurzbacher Dagmar. Schanzenpost. Briefzentrum. TW, 1988-07-21.
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19.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Betrieb
Reportagen
Schanzenpost
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^Die Schanzenpost und ihr Innenleben diese Woche in der Berner Tagwacht. Roter Kleber – eine Stunde Zustell-Zeit. Hektisch geht es kurz nach dem Mittag beim Eilzustellamt der Berner Schanzenpost zu und her. Flinke Hände stempeln und sortieren die soeben von der Bahnpost gebrachten oder abgeholten Briefe und Pakete mit den roten Aufklebern. Um zwei schwärmen 15 Expressbotinnen und -boten auf Mofas und in gelben Autos in die ganze Region Bern aus. Sie müssen wie jeden Nachmittag die Vorgabe ihres Chefs Heinrich Stettler erfüllen: Innert einer Stunde muss jede eilige Sendung - vom eingeschriebenen Brief bis zum Telegramm - beim Adressaten eingetroffen sein. Heidi Sieber ist seit einem Jahr bei der Eil- und Telegrammzustellung. Die 20jährige Postbotin ist eine von sechs Frauen, die für diesen 24-Stunden-Service in der Berner Schanzenpost arbeitet. Sie und ihre 40 männlichen Kollegen sorgen dafür , dass rund um die Uhr die durchschnittlich 3200 eiligen Sendungen pro Tag in der Stadt Bern und 14 Orten der Region (Bolligen, Bremgarten, Gümligen, Ittigen, Köniz, Liebefeld, Muri, Niederwangen, Ostermundigen, Schliern, Spiegel, Stettlen, Wabern und Worblaufen) rasch an ihren Bestimmungsort kommen. An diesem Juli-Nachmittag hat sie für die Tour im Gebiet Egghölzli-Brunnadernl Ostring nur ein Paket und elf Briefe, davon drei eingeschriebene. „Das ist im Vergleich zu Nicht-Ferien-Zeiten wenig.“ Bevor sie ins gelbe PTT-Auto steigt, ordnet Heidi Sieber die Briefe. „Wo finde ich die Firma X.?“, fragt sie den „Abfertiger“, den Abfertigungsbeamten, der die Touren zusammenstellt und die Eilsendungen möglichst gleichmässig (…).
Berner Tagwacht, 19.7.1988.
TW > Schanzenpost. Betrieb. Reportage. TW, 1988-07-19.
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