Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 153

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07.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Fritz Reimann
Thomas Zimmermann
Nachruf
SGB
Volltext
Der SGB trauert um Fritz Reimann. Mit Reimann geht einer der prägendsten Gewerkschafter seiner Generation. Fritz Reimann, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds SGB, ist heute in Thun im Alter von 94 Jahren gestorben, wie seine Familie mitteilte. Damit verliert der SGB einen der prägendsten Gewerkschafter der 1970er bis 90er Jahre. Der 1924 in Oberhof (Fricktal) geborene Fritz Reimann arbeitete nach seiner Lehre als Werkzeugmacher in seinem Beruf und war im Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverband (SMUV) organisiert. 1951 wurde er Berufsgewerkschafter, 1973 SMUV-Zentralsekretär, und von 1980-1988 wirkte er als SMUV-Präsident. In diese Jahre fällt auch seine Tätigkeit als SGB-Präsident (1982-1990). Politisch war Fritz Reimann in der SP zuhause, die er von 1979 bis 1991 im Nationalrat vertrat. Fritz Reimann repräsentiert eine ganze Generation Schweizer Gewerkschafter, die in den „goldenen Jahren" der Schweizer Gewerkschaftsgeschichte für den Glauben in Vertragspolitik, Sozialpartnerschaft und die Sicherung steten materiellen Fortschritts der Arbeiterklasse standen. Der SGB trauert um Fritz Reimann und spricht dessen Familie sein Beileid aus. Mit Foto. (…).
Thomas Zimmermann.
SGB, 7.11.2018.
Personen > Reimann Fritz. Praesident SGB. SGB, 2018-11-07.
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02.11.2018 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Paul Rechsteiner
Interview
Präsident
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner war 20 Jahre lang SGB-Präsident. Wie er wurde, was er ist. Nach 20 Jahren an der Spitze des Gewerkschaftsbundes tritt Paul Rechsteiner zurück. Höchste Zeit für ein etwas persönlicheres Bilanz-Gespräch. Work: Paul Rechsteiner, 66, geboren in St. Gallen, Mutter Putzfrau, Vater Hilfsarbeiter, katholische Schule, Ministrant, dann Anwalt, mit 34 SP-Nationalrat, mit 46 Chef des ¬Gewerkschaftsbundes, seit 2011 Ständerat. Habe ich was vergessen? Paul Rechsteiner: Lassen wir das mal so stehen. Sie haben eine Blitzkarriere hinter sich, sind Schnellredner, immer auf Draht. Laufen Sie eigentlich der Zeit weg, oder läuft die Zeit Ihnen weg? Die Zeit ist endlich, das ist so, auch meine. Und was das Sprechtempo anbelangt: ich kann auch getragener reden, je nachdem, wo und mit wem ich rede. Gehen wir mal in der Zeit ganz zurück, in Ihre Jugend. Wie wird man ein roter Paul im schwarzen St. Gallen? Wie bei allen anderen hat auch bei meiner Politisierung das Milieu eine Rolle gespielt, in das ich hin-eingeboren worden bin. Ich wurde sehr früh dafür sensibilisiert, was Machtverhältnisse sind. Aber, für eine Politisierung braucht es nicht nur das Sein, sondern auch das Bewusstsein. Es war eine Aufbruchszeit, damals in den 1960er Jahren. Wir erlebten die erste Mondlandung, die Bürgerrechtsbewegung in den USA, all das war prägend. Erstmals gab es mehr Studierende als Bauern. Das war, soziologisch gesehen, ein grosser Umbruch. 1968 war ich sechzehn: Ich sehe noch die Bilder der beiden 200-Meter-Läufer John Carlos und Tommie Smith, wie sie an der Siegerehrung an der Olympiade die (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 2.11.2018.
Personen > Rechsteiner Paul. Interview Marie-Josée Kuhn. Work online, 2018-11-02.
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01.11.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Barbara Gysi
Pierre-Yves Maillard
Christoph Schlatter
Interview
Präsidium
SGB
Volltext
Nach 20 Jahren mit Paul Rechsteiner: Am 1. Dezember wird das Präsidium des SGB neu besetzt. Wer wird's? Am SGB-Kongress (30.11./1.12., Bern) wird das Präsidium neu vergeben. Vorbehältlich einer Spontankandidatur entscheidet sich das Rennen zwischen Pierre-Yves Maillard und Barbara Gysi. Der VPOD Ist mit 24 zu 5 Stimmen für Gysi. Das VPOD-Magazin hat beide befragt. Die Macht beim SGB-Vorsitz ist wahrscheinlich gar nicht soooo gross (frag Rechsteiner). Warum strebst du dieses Amt an, was möchtest du bewegen? Pierre-Yves Maillard: Es geht im SGB-Präsidium vor allem darum, Vorschläge zu machen und die Leute dafür zu gewinnen. Ich schlage Reformen vor, die wir in meinem Kanton mit Kämpfen und Verhandlungen konkretisiert haben: die Lohnabhängigen davor bewahren, dass sie mehr als 10 Prozent für die Krankenkasse zahlen müssen; den Working Poor und den Alleinerziehenden mit Ergänzungsleistungen helfen; die Jungen, auch diejenigen mit Migrationshintergrund, besser einbeziehen. Neue Realitäten erfordern neue Antworten. Ich bin überzeugt, dass die Gewerkschaften damit konkrete Fortschritte erreichen und neue Kräfte gewinnen. Wie stehen wir Gewerkschaften 2018 in der Schweiz da? Sind wir stark? Oder sind wir schwach? Der SGB ist politisch stark - dank einem guten Draht zu den fortschrittlichen Kräften in der Politik. Aber klar ist auch: Wir brauchen mehr Mitglieder. Beim 100-Jahr-Jubiläum vor 30 Jahren waren wir 100‘000 Köpfe mehr. Um diese Erosion zu stoppen, braucht es auch eine Erneuerung der gewerkschaftlichen Idee. Was heisst es heute, (…). Christoph Schlatter, Interviews.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Interview SGB-Praesidium. VPOD-Magazin, 2018-11-01.
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19.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Christiane Brunner
Marie-Josée Kuhn
Interview
SGB
Volltext
SGB: Frauenstreik-Ikone Christiane Brunner (71) fordert ein starkes Frauenministerium: „Ob Gysi oder Maillard, ist nicht der springende Punkt“. Sie war die erste und bisher letzte Frau an der Spitze des Gewerkschaftsbundes. Und sie organisierte den ersten Frauenstreik von 1991. Jetzt fordert Christiane Brunner vom SGB: mehr Geld und Ressourcen für den zweiten Frauenstreik. Work: Christiane Brunner, Sie waren von 1994 bis 1998 Co-Präsidentin des Gewerkschaftsbundes. Wie hatten Sie das damals geschafft? Christiane Brunner: Ach wissen Sie, das war eine ganz andere Zeit. Ich war Co-Präsidentin, zusammen mit Vasco Pedrina. Ich als Chefin der Gewerkschaft SMUV, er als Chef der Gewerkschaft GBI. Und es ging damals um eine historische Zusammenführung der beiden Antipoden-Gewerkschaften, auch im Hinblick auf die geplante Fusion zur grossen Unia. Vasco und ich beendeten die langjährigen Kriegereien: Ich habe die Phantasie in die Gewerkschaftsarbeit gebracht. Und Vasco kennt sich mit der Theorie aus und wusste, wie man die Ideen umsetzt. Wir beide ergänzten uns perfekt. Das war der politische Hintergrund dieses Co-Präsidiums – und nicht, dass ich als Frau dem SGB vorstehen sollte. Am SGB-Kongress vom 30. November / 1. Dezember tritt der oberste Gewerkschaftschef Paul Rechsteiner zurück. Seine Nachfolge antreten möchten die St. Galler SP-Politikerin und Gewerkschafterin Barbara Gysi und der Waadtländer SP-Regierungsrat und Gewerkschafter Pierre-Yves Maillard. Sind Sie mit der Auswahl zufrieden? Wir haben zwei gute Kandidaturen, beide bringen sie politische Erfahrung, Engagement (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brunner Christiane. Interview. Work online, 2018-10-19.
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01.10.2018 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Christoph Schlatter
Präsidium
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner. Rechtsanwalt, SP-Ständerat, scheidender SGB-Präsident, St. Gallen. Eingetragene Marke. Vor 20 Jahren hat Paul Rechsteiner das 5GB-Präsidium übernommen; jetzt tritt er zurück. Zeit für eine Bilanz - und-für den (nur beschränkt erfolgreichen) Versuch, den Menschen hinter dem Markenzeichen „Schnauz“ zu ergründen. Bei Paul Rechsteiner gibt sich derzeit die Weltpresse die Klinke in die Hand: NZZ, Financial Times, VPOD-Magazin... Die Nachfrage hat zwei Gründe: Die Weigerung des SGB, an der von Bundesrat Schneider-Ammann betriebenen „Weiterentwicklung“ der flankierenden Massnahmen teilzunehmen, schafft Gesprächsbedarf. Und: Rechsteiner tritt beim Kongress Ende November von seinem Amt als SGB-Präsident zurück. Das Gefühl eines Epochenendes stellt sich nicht allein wegen der langen Amtszeit ein (Rechsteiner präsidiert den Gewerkschaftsbund seit 20 Jahren und liegt damit im ewigen Ranking an zweiter Stelle). Die Aufmerksamkeit beruht auch darauf, dass Rechsteiner nicht nur Marken gesetzt hat, sondern geradezu selber zur Marke geworden ist. Ohne Hausmacht. Er war, als er 1998 in Davos gewählt wurde, der einzige Kandidat. Und er war der erste SGB-Vorsitzende, der nicht als Präsident eines der grossen Mitgliedsverbände ins Amt kam. „Ohne Hausmacht schaffst du das nie“, sei ihm damals zugeraunt worden. Aber der junge Rechtsanwalt machte aus dem vermeintlichen Manko eine Tugend und aus dem SGB eine schlagkräftige Organisation. Es gelang ihm, neue Verbände (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Paul Rechsteiner. Biografie. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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25.09.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Barbara Gysi
Pierre-Yves Maillard
Präsidium
SGB
Volltext
Rennen ums SGB-Präsidium: SEV nominiert Maillard. Für die Wahl des Präsidiums des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) hat der SEV-Vorstand Pierre-Yves Maillard nominiert. Die Wahl findet am SGB-Kongress vom 1. Dezember statt. Am Freitag, 21. September hatte der SEV-Vorstand die Gelegenheit, die beiden Kandidierenden für das SGB-Präsidium, Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard, anzuhören. Allen war klar, dass der Entscheid zwischen diesen Persönlichkeiten mit gleichfalls überzeugenden Leistungsausweisen nicht einfach sein würde. Die sozialdemokratische Nationalrätin hob ihre berufliche und politische Erfahrung für den Service public hervor. Zu den Prioritäten des SGB merkte sie an: „Der SGB muss sich mit mehr Nachdruck gegen die Lohndiskriminierungen einsetzen.“ In der Lohnpolitik gehe es darum, «im öffentlichen und privaten Sektor angemessene Löhne zu verteidigen“. Als Trumpf rief sie ihre Mitarbeit in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates in Erinnerung: „Dort werden Geschäfte behandelt, die für die Gewerkschaften besonders wichtig sind.“ Von Mitgliedern des SEV-Vorstandes nach den Herausforderungen für die Gewerkschaftsbewegung befragt, betonte sie: „Gewinne, die dank neuer Technologien erwirtschaftet werden, müssen den Angestellten zugutekommen. Die Verbesserungen, die im GAV SBB zu diesem Thema erzielt wurden, sind beispielhaft dafür.“ Und wie will sie dem Mitgliederschwund beim SGB entgegenwirken? „Der Fokus muss vor allem auf die Frauen gerichtet werden, die noch unzureichend gewerkschaftlich organisiert sind“, hielt die(…).
SEV, 25.9.2018.
Personen > Maillard Pierre-Yves. SEV, 2018-09-25.
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07.09.2018 Schweiz
Frauen
VPOD Schweiz

Präsidium
SGB
Volltext
Zeit für eine SGB-Präsidentin. Nach Jahrzehnten der Männerpräsidentschaft ist es Zeit für eine SGB-Präsidentin: Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes empfiehlt nach einem Hearing beide Kandidatinnen Marina Carobbio und Barbara Gysi zur Wahl. Beide Frauen verfügen über die nötige Führungserfahrung, Durchsetzungskraft und Kompetenz, um den Gewerkschaftsbund in die Zukunft zu führen. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes spricht sich dezidiert dafür aus, dass der SGB in Zukunft von einer Frau präsidiert wird. Sie hat deshalb die beiden Präsidentschaftskandidatinnen Marina Carobbio (VPOD) und Barbara Gysi (PVB, Unia) an ihre Sitzung vom 6. September eingeladen, um sie persönlich kennen zu lernen und ihre Eignung für das SGB-Präsidium zu prüfen. Im Gespräch haben beide Frauen als starke und kämpferische Persönlichkeiten überzeugt, die den SGB erfolgreich in die Zukunft führen können. Die Kommissionsmitglieder haben deshalb einstimmig beschlossen, dem Kongress sowohl Marina Carobbio als auch Barbara Gysi zur Wahl zu empfehlen. Co-Präsidentin Christiane Brunner (1994-1998) war bisher die einzige Frau in dieser Position, es ist daher höchste Zeit für eine Frau an der Spitze des grössten Gewerkschaftsdachverbands – zumal nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Gewerkschaften zunehmend weiblicher werden. Mit der Wahl einer Frau an die Spitze des SGB würden die Gewerkschaften mit gutem Beispiel vorangehen und den Anspruch auf mehr Frauen in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft selber einlösen. (…).
VPOD Schweiz, 7.9.2018.
VPOD Schweiz > Frauen. SGB-Präsidium. VPOD Schweiz, 2018-09-07.
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07.09.2018 Schweiz
Frauen
SGB

Präsidium
SGB
Volltext
Zeit für eine SGB-Präsidentin. Nach Jahrzehnten der Männerpräsidentschaft ist es Zeit für eine SGB-Präsidentin: Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes empfiehlt nach einem Hearing beide Kandidatinnen Marina Carobbio und Barbara Gysi zur Wahl. Beide Frauen verfügen über die nötige Führungserfahrung, Durchsetzungskraft und Kompetenz, um den Gewerkschaftsbund in die Zukunft zu führen. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes spricht sich dezidiert dafür aus, dass der SGB in Zukunft von einer Frau präsidiert wird. Sie hat deshalb die beiden Präsidentschaftskandidatinnen Marina Carobbio (VPOD) und Barbara Gysi (PVB, Unia) an ihre Sitzung vom 6. September eingeladen, um sie persönlich kennen zu lernen und ihre Eignung für das SGB-Präsidium zu prüfen. Im Gespräch haben beide Frauen als starke und kämpferische Persönlichkeiten überzeugt, die den SGB erfolgreich in die Zukunft führen können. Die Kommissionsmitglieder haben deshalb einstimmig beschlossen, dem Kongress sowohl Marina Carobbio als auch Barbara Gysi zur Wahl zu empfehlen. Co-Präsidentin Christiane Brunner (1994-1998) war bisher die einzige Frau in dieser Position, es ist daher höchste Zeit für eine Frau an der Spitze des grössten Gewerkschaftsdachverbands – zumal nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Gewerkschaften zunehmend weiblicher werden. Mit der Wahl einer Frau an die Spitze des SGB würden die Gewerkschaften mit gutem Beispiel vorangehen und den Anspruch auf (…).
VPOD Schweiz, 7.9.2018.
VPOD Schweiz > Frauen. SGB-Präsidium. VPOD Schweiz, 2018-09-07.
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17.08.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Corrado Pardini
Präsidium
SGB
Volltext
SGB-Präsidium: Pardini verzichtet – Maillard neu angefragt. Seit zwanzig Jahren ist Paul Rechsteiner SGB-Chef, doch Ende November, am SGB-Kongress, tritt er definitiv ab. Und das Kandidaturen-Karussell um seine Nachfolge kommt langsam in Fahrt. Corrado Pardini nimmt sich nun selber aus dem Rennen. Zu Work sagt er: „Ich verzichte, weil mich das, was ich jetzt mache, als Nationalrat und als Unia-Industrie-Chef in einem hervorragenden Team, erfüllt und sehr glücklich macht.“ Seine Stärken könne er so am besten einbringen. Gysi und Carobbio. Damit reduzieren sich die bisher gehandelten möglichen Kandidaturen auf zwei Frauen und einen Mann: auf Barbara Gysi, SP-Nationalrätin und Präsidentin des St. Galler Gewerkschaftsbundes, auf Marina Carobbio, SP-Nationalrätin und VPOD-Mitglied aus dem Tessin, und auf Mathias Reynard, SP-Nationalrat aus dem Wallis und Unia-Mitglied. Sie alle wollen sich die Sache noch überlegen. Eine Variante, die offenbar ebenfalls diskutiert wird, ist die eines Co-Präsidiums, das sich Unia-Chefin Vania Alleva und SEV-Chef Giorgio Tuti teilen würden. Maillard. Für den Job neu auch angefragt ist der Waadtländer SP-Regierungsrat Pierre-Yves Maillard. Er ist Unia-Mitglied, war früher Nationalrat und Regioleiter bei der Gewerkschaft SMUV, einer Vorgängerorganisation der Unia. Er sagt zu Work: „Das SGB-Präsidium ist eine äusserst spannende und wichtige Aufgabe. Ich prüfe derzeit, ob die Bedingungen für eine Kandidatur gegeben sind.“ Für ihn sei immer schon klar gewesen, es gebe kein (...). Marie-Josée Kuhn.
Work, 17.8.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. SGB-Präsidium. Work, 2018-08-17.
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01.04.2018 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Präsidium
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner gibt das SGB-Präsidium per Ende November ab. Guten Abend, Paul. Man hatte es erwartet - aber irgendwie dann doch nicht so rasch: Die Ära Paul Rechsteiner geht im SGB noch dieses Jahr zu Ende. Als Ständerat will der St. Galler 2019 nochmals antreten. Paul Rechsteiner war einer der ausdauerndsten und einer der besten SGB-Präsidenten. Im November tritt er ab. Im November gibt Paul Rechsteiner sein Amt als SGB-Präsident ab. Als er es im Herbst 1998 antrat, waren soziale Anliegen stark unter Druck. Der Kollege trat für eine offensive gewerkschaftspolitische Orientierung ein. Zu den grossen Errungenschaften seiner Epoche gehören die flankierenden Massnahmen zum Schutz der Löhne. Sie waren und bleiben die Bedingung dafür, dass die Gewerkschaften die bilateralen Verträge mit der EU unterstützen. Die Flankierenden trugen dazu bei, dass in der Schweiz - entgegen dem gesamteuropäischen Trend - der GAV-Schutz ausgebaut werden konnte. Erfolgreich war die zur Jahrtausendwende lancierte Kampagne Keine Löhne unter 3000 Franken“. Sie führte zu deutlichen Lohnerhöhungen im Tieflohnbereich, just in einer Zeit, als in Deutschland mit den Hartz-1 bis Hartz -IV-Programmen ein Niedrigstlohn-Sektor etabliert wurde. Die 2010 von den Gewerkschaften lancierte Volksinitiative „Keine Löhne unter (…).
SGB/VPOD-Magazin, 1.4.2018.
VPOD-Magazin, April 2018.
Personen > Rechsteiner Paul. Demission SGB. VPOD-Magazin, 2018-04-01.
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22.03.2018 Schweiz
Personen
SGB
Andreas Fagetti
Präsidium
SGB
Volltext
Jung, weiblich, digital. Mit Paul Rechsteiner als Präsident des Gewerkschaftsbunds haben die Gewerkschaften soziale Errungenschaften erfolgreich verteidigt. Wer übernimmt nach seinem Rücktritt? Und wie begegnen die Gewerkschaften den neuen Herausforderungen? Es war eine bemerkenswerte Wahl im Herbst 1998. Paul Rechsteiner schaffte sie ohne die Hausmacht einer Gewerkschaft im Rücken. Das war neu. Der St. Galler war mit 46 Jahren vergleichsweise jung, klar links politisierend und kein Gewerkschaftsfunktionär. Nachdem Rechsteiner vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt hat, sagt Vasco Pedrina, zusammen mit Christiane Brunner Rechsteiners Vorgänger im Präsidium und einer der Einfädler seiner Wahl: "Er war einer der besten, wenn nicht der beste Präsident in der Geschichte des Gewerkschaftsbunds." An der Sache orientiert, integrativ, strategisch und taktisch klug: Der St. Galler Arbeitersohn, Anwalt und SP-Nationalrat übernahm das Präsidium in einer Zeit, als die Neoliberalen in der Schweiz mit Verspätung gerade an Fahrt gewannen und anfingen, den Sozialstaat anzugreifen sowie BürgerInnenrechte ausser Kraft zu setzen – was sie bis heute, inzwischen mit einer Mehrheit im Parlament, aggressiv tun. Die Schweiz steckte damals in der Krise. Sie erlebte kurz nach dem Zusammenbruch des Ostblocks einen Immobiliencrash, die Wirtschaft lahmte, die Arbeitslosigkeit war hoch, ein Globalisierungsschub zersetzte das Nachkriegsmodell der sozialen (…). Andreas Fagetti.
WOZ, 22.3.2018.
Personen > Fagetti Andreas. SGB. Präsidium. WOZ, 2018-03-22.
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16.03.2018 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Präsidium
SGB
Volltext
"Mittelscheitel, Schnauz, unverändert seit Jahrzehnten": so beschrieb einst die NZZ den obersten -Gewerkschafter der Schweiz. Doch der Konservativismus bei Paul Rechsteiner zeigt sich nur in ¬seinem Äusseren. Im Herzen ist der rote Paul ein Klassenkämpfer. Mutter Putzfrau, Vater Hilfsarbeiter, Anwalt der kleinen Leute, mit 34 im Nationalrat, mit 46 Chef des Gewerkschaftsbundes, seit 2011 St. Galler Ständerat. Schnell-steile Karriere. Nur der Schnauz blieb stets an Ort. Doch jetzt will er gehen. Zwar tritt Rechsteiner bei den nächsten Ständeratswahlen wieder an. Aber beim SGB ist im November Schluss: Es sei Zeit für einen Generationenwechsel, sagt er. Heikel. Zwanzig Jahre hat Rechsteiner den Flohsack Gewerkschaftsbund zusammengehalten. Kein kleines Kunststück. Doch er tat es mit Integrität und Integrationskraft. Die konnte er auch gut gebrauchen, denn unter seiner Führung hat sich die Gewerkschaftslandschaft mächtig verändert. Seit der Fusion der Gewerkschaften SMUV, GBI und VHTL zur Unia ist diese das grösste und (finanz)stärkste Pferd im SGB-Stall. Nicht immer zur Begeisterung der kleineren Verbände. Umso diffiziler dürfte die Wahl von Rechsteiners Nachfolge werden. Gysi? Pardini? Reynard? Oder alles anders? Papabili. Eine Nachfolgerin sähen viele gern. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 16.3.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. SGB. Präsidium. Work, 2018-03-16.
Ganzer Text
14.03.2018 Schweiz
Personen
SGB
Paul Rechsteiner
Demission
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner gibt SGB-Präsidium per Ende November ab. Generationenwechsel im SGB-Präsidium eingeleitet. Nach 20 intensiven Jahren tritt Paul Rechsteiner Ende November als SGB-Präsident zurück. "Es ist der richtige Moment für einen Generationenwechsel. Der SGB ist in einer sehr guten Verfassung: Die Zusammenarbeit unter den Verbänden funktioniert und das Sekretariat leistet unter der Leitung von Daniel Lampart hervorragende Arbeit", begründet Paul Rechsteiner seinen Entscheid. Paul Rechsteiner wurde im Herbst 1998 zum Präsidenten gewählt. In einer Zeit, in der soziale Anliegen stark unter Druck geraten waren, trat er für eine offensive gewerkschaftspolitische Orientierung ein. Zu den grossen Errungenschaften seiner Präsidiums-Zeit gehören die flankierenden Massnahmen zum Schutz der Löhne. Sie waren die Bedingung dafür, dass die Gewerkschaften die Bilateralen Verträge mit der EU unterstützten. Die flankierenden Massnahmen trugen dazu bei, dass in der Schweiz der Schutz durch Gesamtarbeitsverträge ausgebaut werden konnte. Dies wiederum entgegen dem gesamteuropäischen Trend. Erfolgreich war die zur Jahrtausendwende lancierte Kampagne "Keine Löhne unter 3'000 Franken". Sie führte zu deutlichen Lohnerhöhungen im Tieflohn-Bereich. Und das in einer Zeit, als im Nachbarland Deutschland mit den Hartz I- bis IV-Programmen gerade ein Niedrigstlohn-Sektor geschaffen wurde. Die 2010 von den Gewerkschaften lancierte Volksinitiative "Keine Löhne unter 4'000 Franken" scheiterte dann zwar an der Urne. (...).
SGB, 14.3.2018.
Personen > Rechsteiner Paul. Demission SGB. SGB, 2018-03-14.
Ganzer Text
18.01.2018 Schweiz
Personen
SGB
Vorwärts
Tarek Idri
Programm
SGB
Volltext
SGB gibt Richtung an. Bessere Renten, Arbeitszeitverkürzungen und Lohngleichheit: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund präsentierte seine Forderungen für das Jahr 2018. Der einsetzende Wirtschaftsaufschwung müsse den Arbeitenden „weitergegeben“ werden. 2018 ist das Jahr, in dem sich das grösste und wichtigste innenpolitische Ereignis des 20. Jahrhunderts in der Schweiz, der Generalstreik vom November 1918, zum hundertsten Mal jährt. Pünktlich dazu hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) Anfang Jahr zu einer Medienkonferenz eingeladen und die gewerkschaftlichen Forderungen für die nächste Zeit präsentiert. Ein wichtiges Thema des SGB bleiben die Renten. SGB-Chef Paul Rechsteiner weist auf eine beunruhigende Entwicklung hin, die sich gegenwärtig abspielt: Die Pensionskassenrenten sinken, besonders für Männer. Bei den Frauen stagnieren die Renten - aber nur weil die versicherten Löhne aufgrund der gesellschaftlich bedingten, höheren Erwerbsbeteiligung der Frauen stärker gestiegen sind als bei den Männern. «Diese Verschlechterung der künftigen Renten ist für die Schweiz historisch neu», meint Rechsteiner. Zwei Faktoren sind laut dem Gewerkschafter dafür ausschlaggebend: Erstens sinken die Umwandlungssätze ausserhalb des gesetzlichen Minimums; gemäss Swisscanto-Umfrage von 7,2 auf 6 Prozent. Im laufenden Jahr geht die Abwärtsbewegung weiter - in Richtung 5,5 Prozent. Zweitens würden wegen der tiefen Verzinsung die Alterskapitalien im Vergleich zu früher nur noch (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 18.1.2018.
Vorwärts > SGB. Programm. Vorwärts, 2018-01-18.
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07.11.2017 Schweiz
Personen
SGB
Doris Bianchi
Isabel Martinez
Demission
SGB
Volltext
Zentralsekretariat
Personelle Wechsel im SGB-Sekretariat. Doris Bianchi wird persönliche Mitarbeiterin von Alain Berset – Isabel Martinez verstärkt SGB-Team. Die Spezialistin für Sozialversicherungen Doris Bianchi wird persönliche Mitarbeiterin von Bundesrat Alain Berset. Sie unterstützt den Vorsteher des EDI insbesondere in Fragen der Gesundheitspolitik und der Statistik. Sie verlässt den SGB Ende Januar nach 12 Jahren beim SGB. Die promovierte Juristin war beim SGB vor allem zuständig für Fragen rund um die Sozialversicherungen, seit 2011 als geschäftsführende Sekretärin. Der SGB dankt Doris Bianchi bereits jetzt für ihre hervorragende Arbeit und ihr grosses Engagement und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute. Als neue Zentralsekretärin im Bereich Ökonomie arbeitet seit anfangs November Isabel Martinez beim SGB (60%). Martinez hat Wirtschaftswissenschaften in Bern studiert und 2016 in St. Gallen promoviert. Anschliessend forschte sie für ein Jahr am Institute of Socio-Economic Research LISER in Luxemburg. Neben ihrem Pensum beim SGB wird Isabel Martinez an der Universität St. Gallen weiterhin forschend tätig sein.
SGB, 7.11.2017.
Personen > Bianchi Doris. Zentralsekretariat SGB. SGB, 2017-11-07.
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27.09.2017 Schweiz
Personen
SGB
Reto Wyss
SGB
Volltext
Zentralsekretariat
Reto Wyss neuer SGB-Zentralsekretär. Verstärkung im Dossier Ökonomie. Am 25. September hat Reto Wyss seine Arbeit als Zentralsekretär des SGB im Bereich Ökonomie aufgenommen. Der 31-jährige Reto Wyss hat seine wirtschaftswissenschaftlichen Studien an den Universitäten Basel, Lausanne, Bologna und Freiburg i.Br. 2011 mit dem Master abgeschlossen. In den letzten 5 Jahren arbeitete er bei mehreren finnischen IT-Unternehmen in Management- und Entwicklungsfunktionen. Eine genaue Zuteilung der einzelnen Zuständigkeiten innerhalb des Dossiers Wirtschaft wird das SGB-Sekretariat gegen Ende Jahr vornehmen. (…). Mit Foto.
SGB, 27.9.2017.
Personen > Wyss Reto. Zentralsekretär SGB. SGB, 2017-09-27.
Ganzer Text
05.04.2017 Schweiz
Personen
SGB
Ewald Ackermann
Mitgliederbewegung
SGB
Volltext
357'516 Mitglieder Ende 2016. Zur Mitgliederentwicklung des SGB im vergangenen Jahr. Der SGB umfasste Ende 2016 genau 357'516 Mitglieder. Innert Jahresfrist hat damit die mit Abstand grösste gewerkschaftliche Dachorganisation der Schweiz einen Mitgliederrückgang von 1% hinzunehmen - bei unverändertem Bestand von 16 angeschlossenen Verbänden. 29,6% dieser Mitglieder sind weiblich. Damit konnte der Anteil der Frauen leicht gesteigert werden (2015: 29,5%). Von den 16 angeschlossenen Verbänden haben im Vorjahr 3 zugelegt. Die Unia, welche 2015 die Grenze von 200'000 Mitglieder geknackt hat, hat diesen hohen Stand gehalten (+ 6 Mitglieder). Weiter angewachsen ist sie im Dienstleistungssektor (Stand nunmehr rund 55'000 Mitglieder), leicht rückläufig war die Mitgliederentwicklung im Industriesektor, was nicht zuletzt auf die konjunkturelle Entwicklung in diesem Bereich zurückzuführen ist. Mitglieder gewonnen haben zudem die Gewerkschaften Kapers (Kabinenpersonal Luftfahrt) und Nautilus (Schifffahrt). Die Kleinstgewerkschaft New Wood weist die gleiche Mitgliederzahl wie ein Jahr zuvor aus. Die übrigen 12 Gewerkschaften haben Mitglieder verloren. Bei Syndicom wirkte sich der voranschreitende Strukturwandel in der Druck- und Medienbranche negativ auf die Mitgliederentwicklung aus. Beim SEV überstiegen die Todesfälle bei den Pensionierten die Neuwerbung bei den Aktiven.
Ewald Ackermann.
SGB, 5.4.2017.
SGB > Mitgliederbewegung 2016. SGB, 2017-04-05.
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06.01.2017 Schweiz
Junge Welt
SGB

Arbeitslosigkeit
SGB
Volltext
Starke Währung, weniger Jobs. Schweizer Gewerkschaftsbund besorgt: Das BIP stagniert, während die Erwerbslosenzahl steigt. Schuld sei die Nationalbank. Die Krise ist auch in der Schweiz angekommen. Daran hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) bei seiner Jahrespressekonferenz in Bern am Mittwoch keinen Zweifel gelassen. Die Befunde des Dachverbands: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stagniert, die Kaufkraft der Beschäftigten nehme ab, und die öffentlichen Dienste werden durch Sparprogramme geschwächt. Nur eine Zahl steige: die der Erwerbslosen. Offiziell betrage die Arbeitslosenquote in der Schweiz nur 3,3 Prozent, so der SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Doch würden bei diesem Wert jene Erwerbslosen, die wegen Langzeitarbeitslosigkeit „ausgesteuert“, also in die Sozialhilfe verschoben wurden, nicht mitgezählt. Gleiches gelte für Jugendliche, die vor ihrer Erwerbslosigkeit noch nicht mindestens 12 Monate lang gearbeitet haben. Entsprechend liege die tatsächliche Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent - einen halben Prozentpunkt über jenem Wert, der sich bei einer vergleichbaren Berechnungsart für die Bundesrepublik ergibt. „Das hat es in der Geschichte noch nicht gegeben“, so Lampart. Seit Beginn der Krise im Jahr 2008 sei gerade die schweizerische Maschinenindustrie getroffen worden. 14 Prozent der Stellen in der Branche seien verloren gegangen. Der Gewerkschaftsbund macht den „starken Franken“ für die schwieriger werdende Wirtschaftssituation der Schweiz verantwortlich. Die Aufwertung der Landeswährung ist aus Sicht der Gewerkschafter von der Schweizerischen Nationalbank (...). Florian Sieber.
Junge Welt, 6.1.2017.
Junge Welt > Schweiz. SGB. Arbeitslosigkeit. Junge Welt, 2017-01-06.
Ganzer Text
06.05.2016 Schweiz
Personen
SGB
Vorwärts
Patricia D'Incau
Mitgliederbewegung
SGB
Volltext
Gewerkschaften verlieren. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verzeichnet für das Jahr 2015 einen Mltgliederrückgang von 0,6 Prozent. Die Unia kommt erstmals auf über 200‘000 GewerkschafterInnen. Den grössten Verlust verzeichnet die Syndicom. Die Schweizer Gewerkschaften machen rückwärts. Rund 360‘000 Mitglieder zählte der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) zum Ende des vergangenen Jahres. Dies sind rund 0,6 Prozent weniger als im Jahr 2014. Damit verzeichnet der Gewerkschafsbund bereits zum zweiten Mal in Folge ein Minus. Ein Grund für die Mitgliederverluste sei der fortschreitende Strukturwandel in der Arbeitswelt, heisst es seitens der Gewerkschaften. So musste etwa die Unia in der Industriebranche an Mitgliedern einbüssen. Ein Rückgang, den sie jedoch in anderen Sektoren auffangen konnte: Mit einem Plus von rund 1‘300 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr zählte die Unia Ende 2015 in ihren Reihen erstmals mehr als 200‘000 GewerkschafterInnen. Zu verdanken sei dies unter anderem der Fokussierung auf den bisher schwach organisierten Dienstleistungssektor. „Letztes Jahr konnten wir in diesem Bereich um 3,8 Prozent zulegen“, so Präsidentin Vania Alleva in der Unia-Zeitung Work. Somit bleibt die Unia die grösste Massenorganisation der Schweiz und stellt rund zwei Drittel des SGB. Die grosse Verliererin im Gewerkschaftsbund ist derweil die Syndicom. (…). Patricia D’Incau.
Vorwärts, 6.5.2016.
SGB > Mitgliederbewegung 2016. Vorwärts, 2016-05-04.
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04.02.2016 Schweiz
Personen
SGB
Laura Perret Ducommun
SGB
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Zentralsekretariat
Neue SGB-Zentralsekretärin: Laura Perret Ducommun. Im Februar 2016 hat Laura Perret Ducommun ihre Arbeit als Zentralsekretärin des SGB aufgenommen. Laura Perret Ducommun ist im SGB-Sekretariat neu verantwortlich für den Bereich Bildung und Jugendpolitik. Sie löst in dieser Funktion Véronique Polito ab, die zur Unia gewechselt hat und dort neu Mitglied der Geschäftsleitung ist. Die 39-jährige Laura Perret Ducommun setzt sich seit langem intensiv mit Fragen der Bildungspolitik und vor allem der Berufsbildungspolitik auseinander. In den letzten fünf Jahren war sie als stellvertretende Abteilungsleiterin im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) für den Bereich der höheren Berufsbildung (eidgenössische Berufsprüfungen, eidgenössische höhere Fachprüfungen und Bildungsgänge der höheren Fachschulen) zuständig. Zuvor war sie im Hochschulbereich tätig, namentlich im Bundesamt für Statistik für Finanzen und Personal der Hochschulen und früher im Generalsekretariat der Westschweizer Universitätskonferenz (CUSO). Sie hat zehn Jahre Erfahrung als Erwachsenenbildnerin. (…). SGB.
Garanto, 4.2.2016.
Personen > Perret-Ducommun Laura. Zentralsekretariat SGB, Garanto, 2016-02-04.
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07.01.2016 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SGB

Abstimmung
Parolen
SGB
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Parolen des SGB für die Abstimmung vom 28. Februar 2016. Nein zu Durchsetzungsinitiative, zweiter Gotthardröhre und gegen die Heiratsstrafe, Ja zum Spekulationsstopp mit Nahrungsmitteln. Nein zur Zweiklassenjustiz. Durchsetzungsinitiative der SVP: Nein. Zweite Gotthardröhre: Nein. CVP-Initiative „gegen die Heiratsstrafe": Nein. (SGB).
Syndicom, 7.1.2016.
Syndicom > Abstimmungen 28.2.201. SGB, 2016-02-28.
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05.01.2016 Schweiz
Syndicom

Medienkonferenz
SGB
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Rekordhohe Erwerbslosigkeit bekämpfen, nicht verschärfen. SGB-Jahresmedienkonferenz 2016. Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz ist auf einem traurigen historischen Höchststand. Die Schweiz ist fast das einzige Land in Europa, in dem die Zahl der Erwerbslosen zunimmt. Deutschland hat mittlerweile sogar eine tiefere Erwerbslosenquote als die Schweiz. Eine Ursache dafür ist die starke Aufwertung des Frankens seit 2007. Weiter haben Leistungsverschlechterungen bei der Altersvorsorge und der IV dazu geführt, dass heute zusätzliche schätzungsweise 90'000 bis 110'000 Personen auf einen Arbeitsplatz angewiesen sind (knapp 2 Prozent der Erwerbspersonen). Das zeigt eine heute veröffentliche Studie des SGB. Die Probleme der älteren Arbeitnehmenden haben sich auch deshalb verstärkt. Und ohne Gegensteuer trüben sich ihre Perspektiven weiter ein. Bei der Altersvorsorge sind die Renten unter gewaltigem Druck. Krassestes Beispiel ist die BVK Zürich: Die grösste Pensionskasse der Schweiz hat die Umwandlungssätze bei Pensionierung mit 65 Jahren von 6,2 auf 4,87% gesenkt und die Beiträge um 5 Lohnprozente und mehr erhöht. Gleichzeitig hinken die AHV-Renten seit Jahren den Löhnen hinterher. Der im Rahmen der Altersvorsorge 2020 geplante Leistungsabbau wird die Beschäftigungssituation weiter verschlechtern: Stiege das Frauenrentenalter auf 65 Jahre, wären zwischen 18'000 und 25'000 Frauen mehr auf eine Arbeitsstelle angewiesen. Zur Lösung dieser Probleme hat der SGB an seiner Jahresmedienkonferenz unter anderem folgende Massnahmen und Forderungen vorgestellt: (…). SGB, Jahresmedienkonferenz, 5.1.2016.
Syndicom > SGB. Medienkonferenz 2016. Syndicom, 5.1.2016.
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21.12.2015 Schweiz
Personen
SGB
Paul Rechsteiner
Interview
Jahresziele
SGB
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Löhne schützen, bessere Renten, Abbau bekämpfen. Paul Rechsteiner zu den wichtigsten SGB-Zielen im neuen Jahr. SGB-N: Seit den Wahlen haben FDP und SVP eine Mehrheit im Nationalrat. Diese bürgerliche Mehrheit politisiert prononciert antisozial und generell arbeitnehmerfeindlich. Welches sind angesichts dessen die drei grössten Herausforderungen für den SGB im kommenden Jahr? PR: Die erste Herausforderung besteht darin, 2016 ein geregeltes Verhältnis mit der EU zu erreichen. Wir wollen die Arbeitsplätze und die Löhne sichern. Dafür braucht es eine Stärkung der Schutzmassnahmen. Zum zweiten geht es darum, die AHV-Renten zu verbessern. Wir werden für unsere Volksinitiative AHVplus kämpfen, die zur Abstimmung kommt. Für die Altersvorsorge 2020 ist die Ausgangslage nach den Wahlen schwieriger geworden. Klar ist: Eine von Verschlechterungen geprägte Vorlage wird von uns bekämpft werden. Ein gutes Signal ist der erfolgreiche Kampf der Bauarbeiter für Rentenalter 60 mit guten Renten auf dem Bau. Das bestätigt zum einen, dass es anständige Renten braucht und es eine Verschlechterung nicht verträgt. Und zum andern, dass zusätzliche Beiträge kein Tabu sind, wenn es mehr Geld braucht. Abgesehen von den Renten müssen wir 2016 wohl mit grösseren Angriffen auf die sozialen Errungenschaften im Arbeitsgesetz und durch Sparprogramme rechnen. Aber wir sind nicht wehrlos. (…). Interview. Paul Rechsteiner.
SGB, 21.12.2015.
Personen > Rechsteiner Paul. Jahresziele 2016. SGB, 21.12.2015.
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06.11.2015 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Bilaterale Verträge
DV
SGB
Volltext
Löhne und Arbeitsplätze schützen - Bilaterale erhalten: SGB beschliesst Massnahmen- und Forderungspaket. SGB-Delegiertenversammlung. Die Löhne und Arbeitsplätze müssen besser geschützt werden. Dazu braucht es ein umfassendes Massnahmenpaket, das die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) mit Blick auf die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative beschlossen haben. Die Delegierten forderten mehr Lohnkontrollen, eine wirksamere Prävention gegen Lohndumping, mehr Gesamtarbeitsverträge mit Mindestlöhnen und schärfere Bussen. Ausserdem braucht es einen besseren Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende und mehr Mittel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie für die Aus- und Weiterbildung. Für die SGB-Delegierten ist klar: Die Schweiz als kleines Land mitten in Europa braucht gute und geregelte Beziehungen zur Europäischen Union. Die Bilateralen Verträge sind deshalb wichtig. Aber sie müssen allen Arbeitnehmenden in der Schweiz nützen. Doch Lohndruck und Arbeitgebermissbrauch greifen in der Schweiz um sich. Mit dem überbewerteten Franken hat sich die Lage zugespitzt. Die Hardliner unter den Arbeitgebern greifen den Lohn- und Arbeitnehmerschutz an und wollen offensichtliche Probleme nicht angehen. Der Bund will bei seinen Beschaffungen den Firmen neu erlauben, tiefere Löhne zu zahlen als am Arbeitsort üblich sind (Herkunftsprinzip). Einzelne Schweizer Diplomaten wollen sogar dem Druck der EU-Kommissions-Ideologen nachgeben und (…). Daniel Lampart.
SGB, 6.11.2015.
SGB > Bilaterale Verträge. DV SGB. SGB, 6.11.2015.
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02.09.2015 Schweiz
Löhne
Personen
Syndicom
Alain Carrupt
Lohnerhöhungen
Medienkonferenz
SGB
Volltext
Die Unternehmen des Binnenmarktes müssen mit ihrer Lohnpolitik die Konjunktur stützen! Die grossen Unternehmen in den Bereichen Logistik und Telekommunikation weisen bei Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr eine sehr stabile Entwicklung auf. Im Vergleich zu den Vorjahreszahlen zeigt sich, dass sie die Auswirkungen des „Wechselkursschocks“ ohne markanten Einbruch kompensieren konnten. Mit ihrer guten Performance tragen sie wesentlich dazu bei, dass das Wirtschaftswachstum in der Schweiz anhält - allerdings auf einem sehr tiefen Niveau. Auch die grossen Medienhäuser haben diese Situation und den seit Jahren anhaltenden Strukturwandel in der Branche gut bewältigt. Etwas schwieriger präsentiert sich die Lage für viele Betriebe in der grafischen Industrie und für den Buch- und Medienhandel, wo der Preis- und Margendruck durch die Überbewertung des Frankens stark zugenommen hat. Für Syndicom ist klar, dass die aktuelle Lohnrunde für die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz eine grosse Bedeutung hat. Die Unternehmen, die ihren Umsatz zu einem grossen Teil auf dem Binnenmarkt erzielen, spielen dabei eine wichtige Rolle und haben eine hohe gesamtwirtschaftliche Verantwortung. Dies gilt besonders für die staatsnahen Unternehmen Post und Swisscom. Denn nur wenn sich die Reallöhne ihrer Angestellten erhöhen - vor allem die tiefen und mittleren Löhne - bleibt die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Inland stabil und stützt somit die Konjunkturerholung. (…). Alain Carrupt.
Syndicom, 2.9.2015.
Personen > Carrupt Alain. Lohnerhöhungen. Medienkonferenz SGB, 2.9.2015.
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