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Anzahl gefundene Artikel: 141

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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Bundesrat schweigt zur Kinderbetreuung. und den verletzlichen Arbeitnehmenden. Der Bundesrat schweigt zum Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung und bei den besonders gefährdeten Arbeitnehmenden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht und erwartet endlich Schritte für mehr Schutz bei Familien und verletzlichen Arbeitnehmenden. Die Corona-Krise führt dazu, dass Schulen und Kindertagesstätten für die meisten Kinder faktisch geschlossen sind, auch wenn für einzelne Kinder ein minimales Betreuungsangebot aufrechterhalten wird. Die Eltern finanzieren gleichzeitig die Kindertagesstätten weiter. Der Bundesrat sieht weiterhin keinen Handlungsbedarf zur finanziellen Entlastung und zum Schutz der Familien. Erwerbstätige Familien finanzieren weiterhin die Leistungen der Kindertagesstätten ohne Gegenleistung weiter und müssen weiterhin versuchen, Kinderbetreuung und Unterrichtstätigkeit mit dem Beruf zu vereinbaren. Für erwerbstätige Familien mit einem Arbeitspensum über 100% eine äusserst schwierige und gesundheitsschädigende Aufgabe. Travail.Suisse fordert deshalb, dass der Bund die Gebühren für die nicht geleistete familienexterne Betreuung übernimmt. Travail.Suisse fordert zudem reduzierte Arbeitspensen für erwerbstätige Familien, damit Kinderbetreuung, Unterrichtstätigkeit und Beruf vereinbart werden können (vgl. Travail.Suisse-Medienmitteilung vom 2. April 2020 „Mehr Luft für erwerbstätige Familien in der Corona-Krise“). (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > coronavirus.. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Elektrizitätsversorgung
GAV
Volltext
Keine Öffnung des Strommarktes ohne flankierende Massnahmen für das Personal der Elektrizitätswirtschaft. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden bedauert die Absicht des Bundesrates, den Strommarkt vollständig zu öffnen, ohne gleichzeitig flankierende Massnahmen für die Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft vorzusehen. Travail.Suisse wird bei den zuständigen parlamentarischen Kommissionen darauf hinwirken, dass die Stimme der Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft gehört wird; andernfalls wird sich Travail.Suisse der vollständigen Marktöffnung widersetzen. Für Travail.Suisse ist der derzeitige Strommarkt gut reguliert und bietet ein hohes Mass an Versorgungssicherheit. Eine vollständige Öffnung des Marktes wäre daher nur im Hinblick auf ein Stromabkommen mit der EU sinnvoll, ein solches ist indes nicht in Sicht. Zudem können Travail.Suisse und die angeschlossenen Berufsverbände (der Schweizerische Verband der Personalvertretungen der Schweizerischen Elektrizitätswirtschaft VPE und die Gewerkschaft Syna), die zusammen die Mehrheit der Beschäftigten in der Branche vertreten, nicht akzeptieren, dass die heute in Aussicht gestellte Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) immer noch keine flankierenden Massnahmen für das Personal vorsieht. Denn eine vollständige Öffnung des Marktes wird starken Druck auf die Arbeitsbedingungen und Löhne ausüben. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Energieversorgung. GAV. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Initiativen Schweiz
Umweltschutz
Volltext
Klimapolitik: Guter Entscheid des Bundesrates. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass der Bundesrat einen direkten Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative ausarbeiten will. Die Corona-Krise darf die Anstrengungen im Bereich der Klimapolitik jetzt nicht verlangsamen, den Preis dafür würden wir später zahlen. Travail.Suisse begrüsst die Absicht des Bundesrates, einen direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative für ein gesundes Klima (Gletscher-Initiative) auszuarbeiten. Die Initiative verlangt, dass das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 in der Bundesverfassung verankert wird. "Mit der Verankerung dieses Ziels auf der Verfassungsebene schaffen wir mehr Sicherheit für Investitionen in klimafreundliche Produkte und sensibilisieren gleichzeitig die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit, innerhalb von drei Jahrzehnten eine vollständig dekarbonisierte Wirtschaft zu erreichen", sagt Denis Torche, Leiter Umwelt- und Klimapolitik bei Travail.Suisse. Gerechter Übergang ist zentral. Aber technologische Innovation allein reicht nicht aus, denn, so Denis Torche weiter, „um das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, müssen auch arbeitsmarkt- und sozialpolitische Überlegungen angestellt werden, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten. Wenn nämlich ein Teil der Arbeitnehmenden, vor allem die Personen mit niedrigen und mittleren Einkommen, unter der Klimapolitik litten, würde das Ziel in seinem Kern in Frage gestellt.“ Es braucht eine für alle Bevölkerungsgruppen gerechte Klimapolitik. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Umweltschutz. Initiative. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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02.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Mehr Luft für Familien in der Corona-Krise. Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise sind weitgehend und wichtig. Sie übersehen aber ein wesentliches Problem: Wenn Kinder faktisch nicht in die Schule oder die Kindertagesstätte gehen können, brauchen erwerbstätige Familien neben einer Lohngarantie in erster Linie mehr Zeit. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb kürzere Arbeitspensen und Erwerbsersatz für Familien, die gemeinsam mehr als 100% erwerbstätig sind. Travail.Suisse unterstützt die Massnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die Gesundheit hat Vorrang. Die Lohnfortzahlung konnte für die meisten Menschen gewährleistet werden. Die Unternehmen sollen dank der Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten. Es existiert aber eine Lücke: Der Bundesrat fordert, dass Kinder nicht mehr in die Schule, den Kindergarten und die Kindertagesstätte gehen sollen, sofern dies nicht unbedingt notwendig ist. Sie sollen stattdessen zu Hause betreut und unterrichtet werden. Gleichzeitig wird verlangt, dass das Arbeitsleben weitergehen soll wie bisher – wenn möglich im Homeoffice. Dies ist aber nur möglich, wenn die Eltern zusammen nicht mehr als 100% arbeiten. (…).
Travail.Suisse, 2.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-02.
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27.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
COVID-19-Verordnung: Krisenfenster für Kantone – Gesundheit muss Priorität haben. Der Bundesrat hat die Covid-19-Verordnung heute erneut angepasst. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Einführung eines Krisenfensters für die Kantone richtig. Der Bundesrat berücksichtigt damit die spezifische Situation im Kanton Tessin und vermeidet einen unnötigen Konflikt. Leider hat er die temporären Verschlechterungen des Arbeitsgesetzes für Angestellte in den Spitälern nicht rückgängig gemacht, aber immerhin hat er präzisiert, dass zeitliche und finanzielle Kompensationen weiterhin geschuldet werden. Travail.Suisse fordert die Kantone nachdrücklich dazu auf, mehr Personal für die Kontrolle des Gesundheitsschutzes in den Betrieben einzusetzen. Der Staatsrat des Kantons Tessin hat mit Unterstützung der Tessiner Sozialpartner die Wirtschaft im Grundsatz gestoppt. Der Corona-Virus ist im Tessin bereits stärker verbreitet und die Behörden vor Ort sahen sich gezwungen zu handeln. Travail.Suisse steht in engem Kontakt mit seiner Mitgliedsorganisation OCST, der Gewerkschaftsorganisation Organizzazione Cristiano Sociale ticinese, und begrüsst, dass in dieser Situation eine pragmatische Lösung gefunden werden konnte und die Tessiner Unternehmen mit dem heutigen Entscheid des Bundesrates für ihre Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung beantragen können. „Der Bundesrat hat mit dem Krisenfenster ein Instrument geschaffen, um den spezifischen Situationen in den Kantonen begegnen zu können“ sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 27.3.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Travail.Suisse, 2020-03-27.
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20.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Volltext
Coronavirus: Endlich grössere Unterstützung für die Arbeitnehmenden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt den Bundesrat in seinen einschneidenden Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Wichtig sind aber auch parallele Massnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Talfahrt und zur Sicherung der Arbeitsplätze. Das heute präsentierte Massnahmenpaket ist ein wichtiges Signal für die Arbeitnehmenden. Es wird aber weitere Massnahmen brauchen, damit das Versprechen vom Kümmern um die Arbeitnehmenden keine Floskel bleibt. Heute hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket im Umfang von zusätzlichen 32 Mrd. Schweizer Franken zum Erhalt der Arbeitsplätze und der Sicherung der Löhne verabschiedet. Das ist ein wichtiges Signal. Travail.Suisse begrüsst, dass die Landesregierung endlich auch entschieden gegen die negativen Auswirkungen der Krise auf dem Arbeitsmarkt vorgeht und sich um Gesundheitsschutz und Berufsbildung kümmert. Sicherung der Löhne - auch bei Betreuungsaufgaben. Neben den Gesundheitsrisiken des Corona-Virus ist für viele Arbeitnehmende in den letzten Wochen die Frage nach der Sicherung ihrer Löhne und insbesondere der Lohnfortzahlung zu Belastung geworden. Travail.Suisse begrüsst deshalb die heutigen Entscheide des Bundesrates. Bürgschaften für KMU in der Grössenordnung von 20 Mrd. Franken unterstützen die Liquidität der Unternehmen und helfen Arbeitsplätze zu schützen. (…)
Travail.Suisse, 20.3.2020
Travail.Suisse > Coronavirus. Travail.Suisse, 2020-03-20.
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16.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Volltext
Nach Corona-Massnahmen muss Unsicherheit der Arbeitnehmenden reduziert werden. Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage gemäss Epidemiegesetz beschlossen und weitere einschränkende Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossen. Gemäss der aktuellen Lage sind diese offenbar nötig zum Schutz der Bevölkerung. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, versteht die Entscheide und trägt sie mit. Die ausserordentliche Situation wird für die ganze Gesellschaft eine grosse Herausforderung. Nach den Entscheiden zum Schutz der Gesundheit müssen auch Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und der Arbeitnehmenden getroffen werden. Travail.Suisse wird als nationaler Sozialpartner die Frage der Lohnfortzahlung in den Arbeitsgruppen mit dem Bund weiter aufs Tapet bringen. Den ersten Schritt hat der Bundesrat heute kommuniziert: Die Lohnfortzahlung für die vulnerablen Personen ist garantiert. Der Bundesrat schränkt das öffentliche Leben weiter ein mit dem Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für die ganze Bevölkerung werden diese Massnahmen ihre Wirkung haben. Travail.Suisse begrüsst, dass die Einschränkungen national einheitlich gelten und nicht in jedem Kanton eigene Regimes gelten. Das Arbeitsleben geht daneben weiter. Travail.Suisse fordert alle Unternehmen auf sämtliche Massnahmen zu ergreifen, dass ihre Mitarbeitenden geschützt werden. Homeoffice muss das Ziel sein, wo dies nicht möglich ist, sollen die Kontakte soweit möglich eingeschränkt werden. (…).
Travail.Suisse, 16.3.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Arbeitsplaezte. Travail.Suisse, 2020-03-16.
Gamzer Text
14.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Homeoffice
Pensionierte
Volksfest
Keine zynische Symbolpolitik. auf dem Buckel der älteren Arbeitnehmenden. Die Überbrückungsleistung verkommt zur Symbolpolitik. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, will ernsthafte Massnahmen zur Verbesserung der Lage der älteren Arbeitnehmenden und überprüft sein Engagement in Zusammenhang mit der Kündigungsinitiative. Die Diskussionen zur Überbrückungsleistung haben gezeigt, dass eine Mehrheit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier die schlechtere Beschäftigungslage für stellenlose ältere Arbeitnehmende, die sich insbesondere in der massiv höheren Sozialhilfequote dieser Altersgruppe äussert, einfach ignoriert und Symbolpolitik betreibt. Dies gilt allen voran für die SVP, welche auf dem Buckel der älteren Ausgesteuerten Abstimmungskampf für ihre schädliche Initiative betreibt. Sie wehrt sich wie bereits bei der BVG-Reform gegen gezielte und wirksame Verbesserungen für ältere Arbeitnehmende. Überbrückungsleistung erfüllt ihren Zweck nicht. Travail.Suisse hat immer betont, dass die Überbrückungsleistung zwei Ziele erreichen soll: Erstens soll älteren Ausgesteuerten nach einem langen Erwerbsleben der Gang zur Sozialhilfe erspart bleiben. Zweitens sollen die Altersrenten geschützt werden, damit der Stellenverlust nicht zu Einbussen bis zum Lebensende führt. (…).
Travail.Suisse, 14.3.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Pensionierte. Travail.Suisse, 2020-03-144.
11.03.2020 Schweiz
AHV
Arbeitslosigkeit
Travail.Suisse

AHV-Renten
Volltext
Überbrückungsleistung in abgemagerter Gestalt. Bei der Überbrückungsleistung nähern sich die Positionen von National- und Ständerat weiter an. Dabei ist der Nationalrat dem Ständerat weit entgegengekommen. Auf Überbrückungsleistungen sollen nur Personen Anspruch haben, die nach dem 60. Altersjahr ausgesteuert wurden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, kritisiert diese inhaltlich weitgehende Annäherung des Nationalrats an den Ständerat. Bei der Überbrückungsleistung bestehen zwischen National- und Ständerat weiterhin Differenzen. Der Nationalrat ist dem Ständerat heute in wesentlichen Punkten entgegengekommen. Er akzeptiert, dass die Leistung nur an Personen ausgerichtet wird, die nach dem 60. Altersjahr ausgesteuert werden. Damit wird die Bundesratsvorlage in diesem Punkt beibehalten. Härtefälle sollen dabei nicht berücksichtigt werden. Der Nationalrat hat auch eine Plafonierung, wie vom Ständerat gefordert, akzeptiert. Allerdings schlägt er in der Differenzbereinigung eine höhere obere Grenze von 43‘762 Franken für Alleinstehende vor (Ständerat: 38‘900 Franken). Die Krankheits- und Behinderungskosten sollen dabei separat abgegolten werden, allerdings nur bis 5000 Franken bei Alleinstehenden. Auch in dieser Frage kommt der Nationalrat dem Ständerat entgegen. Der Bundesrat sah ursprünglich eine Leistungshöhe von 58‘350 Franken für Alleinstehende vor. (…).
Travail.Suisse, 11.3.2020.
Travail.Suisse > AHV-Rente. Travail.Suisse, 2020-03-11.
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05.03.2020 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

8. März
Frauentag
Volltext
8. März - Unser Kampf für die Rechte der Frauen. Auch 2020 wird sich Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, mit Nachdruck für die Interessen der erwerbstätigen Frauen einsetzen. Aus Anlass des internationalen Tags der Frau vom 8. März macht Travail.Suisse auf drei Schwerpunkte aufmerksam, welche das Jahr prägen werden: den Einsatz zugunsten der Lohngleichheit, die Kampagne zugunsten des Vaterschaftsurlaubs und den Kampf gegen die Diskriminierung der Mütter am Arbeitsplatz. Ab dem 1. Juli dieses Jahres werden mehr als 5‘400 Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten verpflichtet, die Einhaltung der Lohngleichheit zu überprüfen. Leider entspricht dies nur 0,9% aller Unternehmen in der Schweiz. Die Mini-Revision des Gleichstellungsgesetzes tritt diesen Sommer in Kraft. Die Mehrheit des Parlaments lehnte staatlichen Kontrollmechanismen oder Sanktionen bei Verstössen ab. Zudem beschränkte sie den Geltungsbereich der Revision auf Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten, obwohl die obligatorische Selbstkontrolle problemlos auch Unternehmen ab 50 Beschäftigten hätte auferlegt werden können. Die Revision hätte dann mehr als 12.000 Unternehmen erreicht. Angesichts dieser Ausgangslage hat Travail.Suisse entschieden, die Aufschaltung einer Website mit dem Namen www.respect8-3.ch vorzubereiten. Ab dem 1. Juli können sich auf dieser Seite Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten registrieren lassen, wenn sie auch ohne gesetzliche Verpflichtung die Lohngleichheit in ihrem Betrieb überprüfen lassen. Sie können so ihr konkretes Engagement zur Lohngleichheit (…).
Travail.Suisse, 5.3.2020.
Travail.Suisse > Frauentag 8.3.2020. Travail.Suisse, 2020--03-05.
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05.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Volltext
Coronavirus: Grosse Herausforderung für Arbeitnehmerschutz und Wirtschaftslage. Das Coronavirus hat weitreichende Auswirkungen. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, sind insbesondere Fragen zum gesundheitlichen Arbeitnehmerschutz und der Vermeidung von Arbeitsplatzverlusten durch die Stützung der Konjunktur relevant. Es ist entscheidend, Massnahmen zu planen und aufzugleisen. Sie können dann aufgrund der aktuellen Lagebeurteilung ausgelöst werden. Das Coronavirus ist gerade dabei, unser tägliches Leben zu verändern. Besonders betroffen ist die Arbeitswelt. Arbeitsplatz und Arbeitsweg gehören zu den grössten Infektionsrisiken. Mit der Anordnung von Quarantäne im Infektionsfall stellen sich zusätzliche arbeitsrechtliche Fragen und Herausforderungen etwa im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen oder der Angehörigenpflege. „Die Arbeitgeber müssen im Rahmen der Sorgfaltspflicht alles unternehmen, um das Infektionsrisiko ihrer Angestellten zu minimieren. Bund und Kantone sollen die Informationskampagne über Rechten und Pflichten von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden sowohl für die Prävention, wie auch den Infektionsfall verstärken“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Beispielsweise ist Klarheit für die Frage der Lohnfortzahlung im Quarantänefall zu schaffen. Ein ausgeprägtes Risiko besteht für die konjunkturelle Lage. Es gilt auch in einer konjunkturellen Abkühlung den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern. (…).
Travail.Suisse, 5.3.2020.
Travail.Suisse >Coronavirus, Travail.Suisse, 2020-03-05.
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24.02.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Kündigungsinitiative
Volltext
Gewerkschaftskomitee gegen die SVP-Kündigungsinitiative. Gute Jobs und Löhne verteidigen! NEIN zur SVP-Kündigungsinitiative. Die SVP-Kündigungsinitiative will den Lohnschutz aufweichen, die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die Schweiz isolieren. Die Arbeitnehmerverbände sagen dazu klar NEIN. Sie werden eine Gegenkampagne machen, um die grossen Gefahren für die Berufstätigen in der Schweiz aufzuzeigen. Die Kündigungsinitiative schadet den Arbeitnehmenden in der Schweiz. Weil sie den Lohn-schutz in Frage stellt. Weil sie zu prekären Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen führt. Und weil sie die Schweiz isoliert, indem sie die Bilateralen Verträge kündigt. Nichts von alldem trägt zur Lösung der realen Probleme in der Schweiz bei; wie beispielsweise die zu tiefen Einkommen, die Kaufkraftprobleme oder die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen. Im Gegenteil: Die Kündigungsinitiative verschärft die Probleme. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse sagen deshalb zusammen klar NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP, im Interesse aller Arbeitnehmenden. Die Einführung der Bilateralen Verträge hat den Arbeitnehmenden in der Schweiz spürbare Verbesserungen gebracht. Dank den Flankierenden Massnahmen werden die Löhne und die Arbeitsbedingungen systematisch durch die Sozialpartner kontrolliert, in Schweizer und in ausländischen Firmen. Die Dumpingfirmen unter den Arbeitgebern werden nicht nur gebüsst, sondern sie werden auch aufgefordert, die geschuldeten Löhne nachzubezahlen. In Branchen mit Lohndruck können Bund und Kantone Mindestlöhne einführen. (…).
Travail.Suisse, 24.2.2020.
Travail.Suisse > Kuendiungsinitiative. Travail.Suisse, 2020-02-24.
Ganzer Text
19.02.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Kündigungsinitiative
Personenfreizügigkeit
Volltext
Einladung. Sehr geehrte Medienschaffende. Gerne laden wir Sie zur Medienkonferenz des Komitees „Nein zur arbeitnehmerfeindlichen Kündigungsinititative“ ein. Eine Kernaufgabe der Gewerkschaften ist es, für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne zu kämpfen. Darum haben sie die Bilateralen Verträge unterstützt – unter der Bedingung, dass die Schweizer Löhne geschützt sind. Damit die Berufstätigen in der Schweiz von der wirtschaftlichen Öffnung profitieren. Auf Druck der Gewerkschaften wurden scharfe flankierende Massnahmen (FlaM) und Arbeitsmarktkontrollen eingeführt, mit denen Lohndumping, prekäre Arbeitsbedingungen und Schwarzarbeit bekämpft werden. Dank der Personenfreizügigkeit und ihrer flankierenden Massnahmen wurden prekäre Aufenthaltsstatus wie das Saisonnierstatut abgeschafft. Die Kündigungsinitiative setzt diese Errungenschaften aufs Spiel. Sie ist eine Gefahr für die Löhne, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsplätze in der Schweiz. Deshalb engagieren sich die Gewerkschaften mit einer breiten Kampagne gegen die arbeitnehmerfeindliche Initiative. Die Medienkonferenz findet statt am Montag, 24. Februar 2020, um 10.00 Uhr im Vatter Business Center, Raum Adrian Frutiger, Bärenplatz 2, Bern. Es nehmen teil: (…).
Travail.Suisse, 19.2.2020.
Travail.Suisse > Kuendigungsinitiative. Travail.Suisse, 2020-02-19.
Ganzer Text
23.01.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
Der Vaterschaftsurlaub wird auch die Hürde der Volksabstimmung nehmen. Heute haben die Gegner eines Vaterschaftsurlaubs die Unterschriften für ein Referendum eingereicht. Sie wollen damit den Status quo zementieren: Einen einzigen Tag Vaterschaftsurlaub für Väter in der Schweiz. Die 10 Tage Vaterschaftsurlaub waren eine tragfähige Kompromisslösung, der sogar das Parlament mit einer zwei Drittel Mehrheit zugestimmt hat. Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ ist sicher, dass der Vaterschaftsurlaub auch die Hürde einer allfälligen Volksabstimmung schafft. Am 2. Oktober 2019 hat der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ seine Volksinitiative für 20 Tage Vaterschaftsurlaub bedingt zurückgezogen, um dem Gegenentwurf mit 10 Tagen Vaterschaftsurlaub freie Bahn zu ermöglichen – ein Vaterschaftsurlaub hätte so bereits ab Mitte 2020 Realität werden können. „Dass selbst gegen 10 Tage Vaterschaftsurlaub noch ein Referendum ergriffen wurde, ist schwer nachvollziehbar. Die Gegnerschaft verkennt sowohl die Bedürfnisse heutiger Familien wie auch die zunehmende Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie komplett“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident des Vereins. Mehrheit der Stimmbevölkerung ist für den Vaterschaftsurlaub. (…).
Travail.Suisse, 23.1.2020
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2020-01-17.
Ganzer Text
10.01.2020 Schweiz
Travail.Suisse
Wirtschaft

Arbeitsmarkt
Volltext
Situation am Arbeitsmarkt erfreulich – eniger für ältere Arbeitnehmende. Travail.Suisse ist erfreut über die heute von der Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft präsentierten positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt. Mehr Menschen haben eine Arbeit gefunden. Allerdings zeigt sich bei einer genaueren Betrachtung, dass Arbeitnehmende ab 55 Jahren mehr Mühe haben. Der Aufschwung hat die Anzahl an registrierten Stellensuchenden zwischen 55 und 64 Jahren nicht verringert, im Gegenteil. Dies zeigt erneut, dass die Überbrückungsleistung gerechtfertigt und notwendig ist. Das Solidaritätsprozent, welches dank der guten Finanzsituation der Arbeitslosenversicherung 2021 wegfallen wird, soll zudem zur Sanierung der Sozialwerke weiterhin erhoben werden. Die Zahl der 2019 durchschnittlich bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen sank um rund 11‘000 Personen auf 107‘000. Im Sommer 2019 fiel die Zahl gar unter 100‘000 und stieg nun gegen Ende Jahr wieder auf den Jahresendwert von 2018 an. „Die tiefe Zahl an Arbeitslosen ist erfreulich. Allerdings hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt gegen Ende Jahr wieder etwas verschlechtert“, kommentiert Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Aus den Seco-Zahlen wird bei einem genaueren Blick deutlich, dass die Situation der älteren Arbeitnehmenden schwieriger ist. Die absolute Arbeitslosenzahl sank von Dezember 2018 zu Dezember 2019 um 2 Prozent, während die Zahl der 50-64jährigen Arbeitslosen um 0,2 Prozent gestiegen ist. (…).
Travail.Suisse, 10.1.2020.
Travail.Suisse > Arbeitsmarkt. Travail.Suisse, 2020-01-10.
Ganzer Text
07.01.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Parolen
Volltext
Eidgenössische Abstimmungen vom 9. Februar 2020: Travail.Suisse sagt zweimal Ja. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner Sitzung die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 9. Februar 2020 gefasst. Er empfiehlt sowohl die Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ wie auch die Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes zur Annahme. Ja zur Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“. Die Mietpreise sind seit der Finanzkrise insgesamt wesentlich stärker gestiegen als die Nominallöhne. Ein durchschnittlicher Haushalt gibt heute etwa jeden siebten Franken seines Budgets für das Wohnen aus. Bei Haushalten junger Personen (16% des Haushaltsbudgets) und bei Haushalten mit tieferen Einkommen d.h. unter 5000 CHF pro Monat (30%) liegt der Anteil teilweise noch deutlich höher. Dies zeigt, dass die Wohnkosten für viele Personen neben den Krankenkassenprämien ein sehr bedeutender und gleichzeitig wachsender Ausgabenposten sind. Deshalb hat eine Allianz rund um den Mieterinnen- und Mieterverband die Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ lanciert. Travail.Suisse ist Teil dieser Allianz und empfiehlt die Initiative zur Annahme. Ja zur Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes (Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung). (…).
Travail.Suisse, 7.1.2020.
Travail.Suisse > Abstimmungen Schweiz. Parolen. Travail.Suisse, 2020-01-07.
Ganzer Text
19.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Allgemeinverbindlicherklärung
GAV
Volltext
Wichtiger Sieg für die Sozialpartnerschaft. Der Ständerat hat heute die irreführende Motion Baumann (18.3934) abgelehnt. Somit werden nicht allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge gegen sozialpolitisch motivierte kantonale Mindestlöhne ausgespielt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass negative Folgen für das föderalistische Handeln der Kantone, für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und die betroffenen Arbeitnehmenden verhindert werden konnten.. Überraschend hatte die vorberatende Kommission des Ständerates (WAK-S) der irreführenden Motion Baumann (18.3934) zugestimmt. Diese Motion sah vor, dass in den Kantonen von der Bevölkerung demokratisch beschlossene Mindestlöhne durch eine Bundesratsverordnung – nämlich der Allgemeinverbindlicherklärung eines Gesamtarbeitsvertrages mit tieferen Mindestlöhnen – übersteuert werden können. Für Travail.Suisse ist es inakzeptabel, dass die föderalistische Souveränität der Kantone unterlaufen und der demokratische Willen der Stimmbevölkerung umgangen werden soll. Die Motion hätte jede kantonale sozialpolitische Massnahme in Frage gestellt und die Schutzfunktion der Gesamtarbeitsverträge geschwächt. „Dass mit Gesamtarbeitsverträgen sozialpolitische Mindestlöhne unterschritten werden können, um dann mit Sozialhilfe die betreffenden Arbeitnehmenden zu unterstützen, ist sozialpolitisch fragwürdig und arbeitsmarktpolitisch hoch gefährlich“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Travail.Suisse nimmt deshalb erfreut zur Kenntnis, dass das (...). 
Travail.Suisse, 19.12.2019.
Travail.Suisse > GAV. Allgemeinverbindlicherklaerung. Travail.Sisse, 2019-12-19.
17.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Datenschutz
Volltext
Die Daten zur gewerkschaftlichen Tätigkeit müssen geschützt bleiben. Morgen Mittwoch, 18. Dezember wird der Ständerat über den Entwurf für die Totalrevision des Datenschutzgesetzes beraten. Es ist zentral, dass im Rahmen dieser Revision die Daten, die auf die Lebensbedingungen, die Arbeit und den Zugang der Bürgerinnen und Bürger zur Justiz Auswirkungen haben, geschützt werden. Travail.Suisse pocht auf die Notwendigkeit, die Daten über gewerkschaftliche Tätigkeiten weiterhin als besonders schützenswert einzustufen. Mit der Totalrevision soll das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) an den europäischen Standard angepasst werden. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger besser geschützt werden, indem sie besser über die Datenbearbeitung durch Unternehmen informiert werden und eine bessere Kontrolle über ihre Daten erhalten. Die Absicht, die Arbeitnehmenden besser zu schützen, ist auch im Entwurf des Übereinkommens 108 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) enthalten, der künftigen internationalen Norm zum Datenschutz. Wenn die Daten zur gewerkschaftlichen Tätigkeit im revidierten Datenschutzgesetz nicht mehr als besonders schützenswert eingestuft würden, würde das den Schutz der Arbeitnehmenden massgeblich schwächen. Der Zugriff auf Daten, die in Zusammenhang mit einer gewerkschaftlichen Tätigkeit stehen, könnte die von den Gewerkschaften verteidigten Grundrechte gefährden. Dazu gehören zum Beispiel das Persönlichkeitsrecht, das Recht auf Achtung der Privatsphäre und des Familienlebens. Auch könnte das Risiko steigen, dass Arbeitnehmende missbräuchlich überwacht werden und dass das Niveau des Gesundheitsschutzes sinkt. (…).  Travail.Suisse, 17.12.2019.
Travail.Suisse > Datenschutz. Travail.Suisse, 2019-12-17.
Ganzer Text
16.12.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
Volltext
Nur magere Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden. Obwohl es der Schweizer Wirtschaft gut geht, profitieren die Arbeitnehmenden kaum davon, die Löhne stagnieren. Zwar bringt die diesjährige Lohnrunde in vielen Betrieben eine Erhöhung zwischen 0.5 und 1.5 Prozent. Doch das ist zu bescheiden. Zudem bewirken die Teuerung und eine verfehlte Verteilungspolitik, dass den Arbeitnehmenden kaum etwas davon im Portmonee bleibt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna und transfair beurteilt die diesjährige Lohnrunde als ungenügend. Das positive vorneweg: Nullrunden für die Arbeitnehmenden gibt es dieses Jahr – im Vergleich zu den letzten Jahren - nur ganz selten. Für einen Grossteil der Arbeitnehmenden werden die Löhne zwischen 0.5 und 1.5 Prozent steigen, wobei Lohnerhöhungen deutlich über einem Prozent aber Seltenheitswert haben. Doch mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre ist dieses Ergebnis ungenügend. „Wir beobachten in den letzten Jahren ein Auseinanderdriften von Wirtschaftsentwicklung und Lohnentwicklung“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. „Deshalb sind immer mehr Arbeitnehmende unzufrieden mit ihrem Einkommen – das birgt politische Sprengkraft“, sagt Fischer und verweist damit auf die Ergebnisse zur Einkommenszufriedenheit aus dem „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 16.12.2019.
Travail.Suisse > Lohnerhoehungen. Travail.Suisse, 2019-12-16.
Ganzer Text
13.12.2019 Schweiz
Pensionskasse
Regierung Schweiz
Travail.Suisse

Pensionskassen
Rente
Volltext
Bundesrat und Sozialpartner wollen mit pragmatischer BVG-Reform die Renten sichern. Der Bundesrat schickt den Sozialpartnerkompromiss für die Reform der beruflichen Vorsorge unverändert in die Vernehmlassung und unterstützt damit den ausgehandelten Kompromiss. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt den Vorschlag als involvierter Sozialpartner. Er bringt stabile Renten und eine bessere Versicherung von Teilzeitangestellten und Arbeitnehmenden mit tieferen Löhnen. Der Bundesrat hat heute die ausgearbeitete Vorlage der Sozialpartner für die Reform der beruflichen Vorsorge in die Vernehmlassung geschickt. Er stellt sich damit hinter den Vorschlag der Sozialpartner, den sie nach dem Nein zur Altersvorsorge 2020 im Auftrag des Bundesrates erarbeitet haben. Die zweite Säule wird traditionell paritätisch von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite geführt, mit Unterstützung des Vorschlags anerkennt der Bundesrat diese Verantwortung. Der Kompromiss sieht vor, dass der Umwandlungssatz von 6.8% auf 6% gesenkt wird. Diese Massnahme alleine würde zu einer deutlichen Senkung der Renten um rund 12 Prozent führen. Um das Rentenniveau wie angestrebt zu stabilisieren, werden deshalb einerseits die Sparanstrengungen vergrössert und andererseits wird für eine Übergangsgeneration von mindestens 15 Jahrgängen ein Rentenzuschlag eingeführt. (…).
Travail.Suisse, 13.12.2019.
Travail.Suisse > Pensionskassen. Renten. Travail.Suisse, 2019-12-13.
Ganzer Text
12.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Überbrückungsrente
Volltext
Ständerat kürzt Überbrückungsleistung. Der Ständerat befürwortete heute die Einführung der Überbrückungsleistung. Allerdings kürzt er die Leistungen bezüglich Dauer und Höhe stark. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert den Nationalrat auf, die Kürzungen zurückzunehmen und die Vorlage des Bundesrates zu unterstützen. Der Ständerat hat heute entschieden, der Einführung einer Überbrückungsleistung im Grundsatz zuzustimmen. Er hat die Vorlage des Bundesrats und seiner eigenen Kommission allerdings stark gekürzt: Die Überbrückungsleistung soll nur solange an ausgesteuerte Personen ausgerichtet werden, bis diese mit 62 (Frauen) oder 63 Jahren (Männer) frühpensioniert werden können. Dies führt zu deutlichen Rentenkürzungen während des gesamten Rentenalters. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Altersrenten durch Ergänzungsleistungen ergänzt werden müssen steigt dadurch deutlich. Die ständerätliche Kommission (SGK-S) befürwortete in der Mehrheit eine Überbrückungsleistung ab 60 Jahren ohne frühzeitige Pensionierung. Diese würde das Alterskapital von ausgesteuerten Personen nach einem langen Arbeitsleben ernsthaft sichern und Altersarmut verhindern. Travail.Suisse befürwortet diese Ausgestaltung der Überbrückungsleistung auch weiterhin. (…).
Travail.Suisse, 12.12.2019.
Travail.Suisse > Ueberbrueckungsrente. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-12-12.
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11.12.2019 Schweiz
Travail.Suisse

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Whistleblowing
Travail.Suisse lehnt den Gesetzesentwurf zum Whistleblowing ab. Am kommenden Montag, 16. Dezember 2019 wird der Ständerat über den Gesetzesentwurf zum Whistleblowing entscheiden. Dieser Gesetzestext schützt die Arbeitnehmenden, die einen Missstand am Arbeitsplatz melden, nicht und verfehlt damit sein eigentliches Ziel. Angesichts der vielen Gefahren für mögliche Hinweisgeberinnen und -geber – insbesondere jene der missbräuchlichen Kündigung – hat er auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und den einzelnen eher eine abschreckende Wirkung. Der Bundesrat hat dem Parlament einen neuen Vorschlag für die Teilrevision des Obligationenrechts im Hinblick auf den besseren Schutz von Whistleblowern am Arbeitsplatz unterbreitet. 2015 hatte das Parlament verlangt, dass der ursprüngliche Revisionsentwurf vereinfacht wird. Der vorliegende Entwurf ist allerdings immer noch zu kompliziert. Zudem sieht er keinen ausreichenden Schutz für Arbeitnehmende vor, die einen Missstand melden. Diese riskieren nach wie vor die missbräuchliche Kündigung. Auch vor Mobbing wären die Arbeitnehmenden nicht genügend geschützt. Kommt hinzu, dass die „Kaskadenlösung*, wonach der oder die Betroffene nur unter sehr strengen Bedingungen an die Öffentlichkeit gelangen könnte, es kaum mehr zulässt, bei einer Gewerkschaft Erkundigungen einzuholen. Gerade diese Unterstützung wäre aber zentral, um die verschiedenen einzuhaltenden Bedingungen und gewisse unpräzise Rechtsbegriffe zu verstehen. (…).
Travail.Suisse, 11.12.2019.
Travail.Suisse > Whistleblowing. Travail.Suisse, 2019-12-11.
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11.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Erwerbsersatz
Ständerat
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Erwerbsersatz: Gleiche Leistungen für selbständige Frauen und Männer. Der Ständerat wird morgen über die Motion Maury Pasquier entscheiden. Diese fordert die Beseitigung der Diskriminierung der Frauen im Gesetz über die Erwerbsersatzordnung. Travail.Suisse unterstützt das Bestreben, einer der letzten im Gesetz vorhandenen Diskriminierungen zu beseitigen. Die selbständig erwerbenden Frauen sollen wie die Männer Anspruch auf Betriebszulagen haben. Selbständig erwerbende Frauen erhalten - wie alle anderen erwerbstätigen Frauen - nach der Geburt eines Kindes eine Mutterschaftsentschädigung. Allerdings besteht noch eine Diskriminierung zwischen den Bezügerinnen und Bezügern von Entschädigungen nach dem Erwerbsersatzgesetz EOG, dessen Ziel ein angemessener Lohnersatz bei Militärdienst oder Mutterschaft ist. Während Militärdienst leistende Männer den ganzen Lohnausfall kompensiert erhalten und namentlich auch Anspruch auf eine Betriebszulage haben, wenn sie selbständig erwerbend sind, erhalten die selbständig erwerbenden Frauen nur die Mutterschaftstaggelder und keine Betriebszulagen. Letztere dienen dazu, die Kosten, die auch während des Militärdienstes oder dem Mutterschaftsurlaub für den laufenden Betrieb anfallen, zu entschädigen. Es ist nicht mehr als gerecht, wenn die selbständigen Frauen ebenfalls Betriebszulagen erhalten. (…).
Travail,Suisse, 11.12.2019
Travail.Suisse > Erwerbsersatz, Trravail.Suisse, 2019-12-11
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09.12.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Kinderzulagen
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Nein zur Kürzung der Kinderrente. Die Weiterentwicklung der Invalidenversicherung hat zu Differenzen zwischen National- und Ständerat geführt. Der Nationalrat wird morgen darüber entscheiden, ob er an der Kürzung der Kinderrente festhält. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert die Nationalrätinnen und Nationalräte auf, auf die Kürzung zu verzichten. Neue Studien zeigen deutlich, dass eine Kürzung vor allem jene Kinder treffen würde, die bereits heute in finanzschwachen Familien aufwachsen. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Invalidenversicherung bestehen Differenzen zwischen National- und Ständerat. Der Nationalrat hat insbesondere der Kürzung der Kinderrente von 40% auf 30% der IV-Rente zugestimmt. Der Ständerat lehnt sie hingegen ab. Dem Ständerat lagen allerdings zusätzliche Informationen als Entscheidungsgrundlage vor. Sie zeigen, dass eine Kürzung der Kinderrente vor allem jene Kinder treffen würde, die bereits heute in wirtschaftlich schlechter gestellten Haushalten aufwachsen. Die neuen Studien verdeutlichen aber auch, dass Familien mit Kinderrenten und Ergänzungsleistungen weniger Einkommen zur Verfügung haben, als vergleichbare Familien ohne Kinderrenten und Ergänzungsleistungen. Dadurch besteht bereits heute kein Problem hinsichtlich der monetären Erwerbsanreize. „Der Entscheid des Nationalrats basierte auf unvollständigen Informationen, nun kann er ihn dank neuer Erkenntnisse korrigieren“, sagt Thomas Bauer, Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 9.12.2019.
Travail.Suisse > Kinderzulagen. Travail.Siuisse, 2019-12-09.
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09.12.2019 EU
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Flankiierende Massnahmen
Personenfreizügigkeit
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Kündigungsinitiative: Weg frei für den Abstimmungskampf. Der Ständerat hat heute die Ablehnung der SVP-Kündigungsinitiative zur Personenfreizügigkeit beschlossen. Damit ist die parlamentarische Beratung abgeschlossen und der Weg für den Abstimmungskampf frei. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, lehnt diese abschottende Initiative entschieden ab. Die Probleme der Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt müssen mit binnenpolitischen Massnahmen angegangen werden und nicht mit einer Eskalation mit unseren direkten Nachbarn und wichtigsten Handelspartnern. Die Begrenzungsinitiative ist der Frontalangriff der SVP auf die Personenfreizügigkeit und damit auf die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Die absehbare Kündigung der bilateralen Verträge wäre nicht nur mit beträchtlichen wirtschaftlichen Kosten verbunden, sondern würde auch den Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden in Frage stellen. Travail.Suisse hat sich immer für die bilateralen Verträge und für ausgebaute flankierende Massnahmen (FlaM) für einen effektiven Schutz von Löhnen und Arbeitsbedingungen ausgesprochen. Dank den FlaM ist der Schweizer Arbeitsmarkt transparenter und es kann weitestgehend verhindert werden, dass es zu Lohn- und Sozialdumping kommt. Die FlaM gehören zur Personenfreizügigkeit und würden bei einer Kündigung der Personenfreizügigkeit ebenfalls wegfallen. (…).
Travail.Suisse, 9.12.2019.
Travail.Suisse > Kuendigungs-Initiative. Abstimmung. Travail.Suisse, 2019-12-09.
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