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Anzahl gefundene Artikel: 69

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01.06.2020 Kuba
Granma
Kinder
Kommunistische Jugend

Kinder
Kommunistische Jugend
Volltext
Botschaft der Verbände der Jungkommunisten und Pioniere zum Internationalen Kindertag. Auf der Welt leben mehr als 600 Millionen Kinder in Armut und viele sterben täglich an vermeidbaren Ursachen. Mehr als 250 Millionen Säuglinge im Alter von fünf bis 14 Jahren absolvieren lange und anstrengende Arbeitszeiten, weitere 130 Millionen erhalten nicht einmal eine Grundschulbildung, heisst es im Text der Botschaft
Mit grossem Stolz feiern wir den Internationalen Kindertag in unserem freien Kuba. Dieses Datum wird auf der ganzen Welt begangen, um an die Rechte der Kinder auf Gesundheit, Bildung und Schutz zu erinnern, unabhängig davon, wo sie geboren wurden. An diesem Tag wird auch dazu aufgerufen, die Bedürfnisse der Kleinsten zu lösen und die Arbeit jener Menschen anzuerkennen, die sich jeden Tag dafür einsetzen, dass die Kinder eine bessere Zukunft haben. Sie sind der am stärksten gefährdete Bevölkerungsteil. Auf der Welt leben mehr als 600 Millionen Kinder in Armut und viele sterben jeden Tag an vermeidbaren Ursachen. Mehr als 250 Millionen Säuglinge im Alter von fünf bis 14 Jahren absolvieren lange und anstrengende Arbeitszeiten, weitere 130 Millionen erhalten nicht einmal eine Grundschulbildung. Mehr als sechs Millionen Kinder erleiden durch Kriegskonflikte hervorgerufene Verletzungen oder sind in Kriegen getötet worden. Viele Kinder auf der Welt sind gezwungen, sich zu prostituieren, für Pornografie missbraucht zu werden, und andere werden bedauerlicherweise für den Organhandel benutzt und dann getötet. (…).
Granma, 1.6.2020.
Granma > Kinder Kommunistische Jugend. Granma, 2020-06-01.
Ganzer Text
26.05.2020 Kuba
Granma
Kinder

Coronavirus
Gesundheit
Volltext
In Kuba wird mit 11 Impfstoffen, die gegen 14 Krankheiten schützen, eine Impfrate von über 98% beibehalten. Foto: vanguardia.cu. Kinder-Impfprogramm bleibt trotz COVID-19 in Kraft
Gestützt auf sein solides Nationales Immunisierungsprogramm schliesst sich Kuba – wie der Leiter des MINSAP, Dr. José Ángel Portal Miranda, in seinem offiziellen Twitter-Account erklärte - dem Aufruf der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an, damit alle Menschen auf der Welt die Impfstoffe erhalten, die sie brauchen. Kubas Impfprogramm gegen 14 Krankheiten wird angesichts der Konfrontation mit COVID-19 fortgesetzt. Nur die Anwendung der Impfstoffe gegen Poliomielitis und Influenza wurde aufgrund der besonderen Situation des Landes aufgrund der Pandemie verschoben. Die Dosen sind jedoch verfügbar und werden später angewendet. Dies erklärte kürzlich Dr. Francisco Durán, Direktor für Epidemiologie des Gesundheitministeriums (MINSAP), auf einer der üblichen Konferenzen, auf denen die Statistiken über das Verhalten von COVID-19 auf der Insel und international bekannt gegeben werden. Während fast 20 Millionen Kinder auf der Welt nicht die Impfungen erhalten, die sie benötigen, wird das kubanische Programm von 11 Impfstoffen, darunter acht nationaler Herstellung, unter Berücksichtigung der Altersgruppen der Personen, die diese Leistung erhalten, weiterhin durchgeführt. (…).
Granma, 26.5.2020.
Granma > Kinder. Coronavirus. Granma, 2020-05-26.
Ganzer Text
25.05.2020 Angola
Kuba
Granma
Kinder

Kinder
Volltext
Am Afrika-Tag: das Kind von uns allen. Fünf Jahre war der Junge alt, der 1977 nackt, hungrig, weinend und völlig schutzlos von kubanischen Internationalisten in Ondjiva nahe der Grenze zu Namibia gefunden wurde
Mehr als 30 Jahre sind vergangen, seit mich die Ausübung meines Berufes mit ihm in Berührung kommen liess, ohne dass ich es geahnt oder den Wunsch vorgebracht hätte. Er war kaum 16 Jahre alt, wirkte aber jünger, als ich ihn sah. Minuten zuvor hatte ein Kämpfer von der bewegenden Geschichte des Jungen erzählt, und ich wollte meine Reise durch die angolanische Südwestflanke nicht fortsetzen, ohne den Sohn aller Kubaner kennengelernt zu haben. Drei Jahrzehnte nach der siegreichen Rückkehr unserer internationalistischen Truppen schüttelte ich mir endlich die magische Zeit aus dem Hemdsärmel, um 30 Geschichten über diese bedeutsamen Tage zusammenzustellen, die in dem Buch „Arma Secreta de Cuba en Angola“ (Die geheime Waffe Kubas in Angola) gesammelt wurden, das derzeit beim Verlag Pablo de la Torriente Brau zur Veröffentlichung vorbereitet wird. Jenes Kind konnte dabei nicht fehlen. Heute muss es ein 46jähriger Mann sein. Ich habe allerdings nie wieder von ihm gehört. Aber von irgendeinem Ort in Angola möchte ich es als Geschenk von uns beiden zu diesem Tag Afrikas beisteuern, den wir Kubaner mit der gleichen Freude wie die mehr als eine Milliarde Menschen feiern, die auf diesem Kontinent in 55 Ländern auf 30 Millionen Quadratkilometern leben. Elf Jahre in der Wärme Kubas. (…). 
Granma, 25.5.2020.
Granma > Angola. Kinder. Granma, 2020-05-25.
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11.05.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Arbeitsbedingungen
Kinderbetreuung
Volltext
Tag der Kinderbetreuung. Tag der Kinderbetreuung - es braucht nicht nur Beifall, sondern Geld! Der Tag der Kinderbetreuung soll dazu beitragen, die Leistungen und die Arbeitsbedingungen der Kinderbetreuer*innen in Kitas und Tagesfamilien ins öffentliche Bewusstseins zu bringen und die gesellschaftliches Bedeutung dieser Arbeit in den Fokus zu rücken. Er findet international schon seit mehreren Jahren immer am Montag nach dem Muttertag statt, dieses Jahr am 11. Mai. Breiten Kreisen ist diese Jahr zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie wichtig die familienergänzende Kinderbetreuung für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Alltags ist. Es ist deutlich geworden, dass das Missverhältnis von öffentlicher Aufgabe und privater Lösung den berechtigten Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht wird. Es braucht daher grundsätzlich eine klare, langfristige Unterstützung durch die Politik: Die familienergänzende Kinderbetreuung muss als Teil des Bildungssystems verstanden und wie dieses behandelt werden. Sie muss für die Eltern kostenlos sein. Betreuungseinrichtungen müssen durch öffentliche Gelder finanziert werden und Non-Profit-Organisationen sein. Der VPOD fordert 1% vom BIP für die Kinderbetreuung im vorschulischen Bereich (bis 4 Jahre). Diese Zahl beruht auf den Empfehlungen des Netzwerk Kinderbetreuung der EU, der OECD, und Unicef. (…).
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Arbeitsbedingungen. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
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08.05.2020 Kuba
USA
Granma
Kinder

Aggression
Kindergarten
Volltext
Die 570 kubanischen Kinder, die die Konterrevolution zu ermorden versuchte. „Ich hege keinen Zweifel daran, dass dieses Feuer eine kalt berechnete Sabotage war, aber erneut zügelten wir die makabren Pläne des Imperialismus. Was für Monster!“ Die Geschichte des Hasses und der Boshaftigkeit der gewalttätigsten Feinde der Revolution ist nur eine, vom ersten Terrorakt bis zum jüngsten bewaffneten Angriff auf die Botschaft in Washington. Wenn die Motive, die sie beleben, die gleichen sind (Intoleranz, Kapitalherrschaft, Straflosigkeit des Lasters und Ausbeutung des Menschen), so bleibt, selbst wenn die Täter und angeheuerten Meuchelmörder wechseln, auch die terroristische Sippschaft gegen die Insel dieselbe. Die Kubaner und insbesondere die Bewohner des Stadtteils Marianao in Havanna werden nie vergessen, was am 8. Mai 1980 geschah, als konterrevolutionäre Elemente den Kindergarten Le Van Tam in Brand steckten. Das schnelle Eingreifen von Schülern, Bevölkerung und Feuerwehrleuten verhinderte dort eine Tragödie. Das Feuer begann um 16:45 Uhr am Theater im Erdgeschoss des zehnstöckigen Gebäudes. Schnell blockierten die Flammen die zentrale Treppe und die beiden Aufzüge. In diesem Moment befanden sich 570 Kinder im Gebäude, sowie viele der 156 Angestellten, die im Zentrum arbeiteten. (…).
Granma, 8.5.2020.
Granma > Aggression. USA. Granma, 2020-05-08.
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07.05.2020 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Gabriela Medici
Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Corona-Elternurlaub und Ausstieg aus dem Lockdown. Was gilt und was muss besser werden? Der Corona-Elternurlaub schützt alle erwerbstätigen Eltern mit Kindern unter 12 Jahren vor Lohneinbussen wenn sie ihre Arbeit nicht oder nicht wie üblich erledigen können, weil die Fremdbetreuung ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Nach anfänglichen Unsicherheiten hat sich die Zahl der ausbezahlten Taggelder für Eltern in den letzten zwei Wochen mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung weist in die richtige Richtung. Denn eine erste Zwischenbilanz des SGB zeigte, dass der Corona-Elternurlaub mit Anlaufschwierigkeiten kämpfte – obwohl die Belastung erwerbstätiger Eltern aufgrund der Kinderbetreuung zuhause stetig zunahm. Verschiedene Arbeitgeber haben in der Zwischenzeit nachgebessert, und ihre Angestellten über diese Entlastungsmöglichkeit orientiert. Auf Druck des SGB hat das Bundesamt für Sozialversicherungen ausserdem klargestellt, dass Arbeitnehmende im Homeoffice nicht ausgeschlossen sind und das Merkblatt entsprechend aktualisiert. Bis Anfang Mai haben knapp 2600 Eltern Corona-Elternurlaub erhalten. Der Bundesrat rechnete mit rund 60‘000 Anmeldungen. Es stellt sich die Frage, woher diese grosse Diskrepanz kommt. Zumal die Gewerkschaften weiterhin zahlreiche Anfragen verunsicherter und überlasteter Eltern erhalten. Und selbst die bürgerliche Presse weist mittlerweile darauf hin, dass der Druck auf die Familien und insbesondere die Mütter weiter zunimmt. Was gilt ab dem 11. Mai? (…).  Gabriela Medici.
SGB, 7.5.2020.
Personen > Medici Gabriela. Kinderbetreuung. Coronavirus. SGN, 2020-05-07.
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13.04.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Kinderbetreuung
Petition
Volltext
Keine Betreuungskrise nach der Coronakrise – Eltern, Personal und Betreuungseinrichtungen für faire Finanzierung. Bund, Kantone und Gemeinden müssen die Existenz der Einrichtungen der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sichern und die Eltern von ihrer Beitragspflicht entlasten. Das fordern Eltern, Betreiber/innen und Mitarbeitende der Einrichtungen in einer gemeinsam initiierten Petition des Verbands Kinderbetreuung Schweiz, kibesuisse, und des VPOD, Verband des Personals öffentlicher Dienste, welche heute mit über 12’400 Unterschriften an die Mitglieder der SODK, die Kommissionsmitglieder der WBK-N und WBK-S und die Mitglieder der Parlaments übergeben wurde. Betreuungseinrichtungen unterstützen und damit Eltern von der Beitragspflicht entlasten. Die Massnahmen zur finanziellen Entlastung von Kindertagesstätten, Tagesfamilienorganisationen und schulergänzenden Tagesstrukturen sind nach wie vor ein Flickenteppich. Einige Kantone und Gemeinden haben nach wie vor gar keine oder zumindest keine zufriedenstellenden Regelungen kommuniziert. Damit wird nicht nur die Existenz der Betreuungseinrichtungen, sondern es führt dazu, dass Eltern zurzeit vielerorts die Aufrechterhaltung eines systemrelevanten Angebots ohne unmittelbare Gegenleistung finanzieren. Die Unterzeichnenden der Petition «Keine Betreuungskrise nach der Coronakrise» fordern, dass die Kantone und Gemeinden koordiniert mit dem Bund rasch klare und unbürokratische Finanzhilfen bereitstellen. (…).
VPOD Schweiz, 13.4.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Petition. VPOD Schweiz, 2020-04-13.
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08.04.2020 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Gabriela Medici
Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Kinderbetreuung ist auch in Corona-Zeiten keine Privatsache! Durchzogene Zwischenbilanz – Elternurlaub ist nur ein Teil der Lösung. Etwa ein Viertel aller Arbeitnehmenden hat Kinder unter 15 Jahren. Sie sind seit fast einem Monat direkt betroffen von den Schul- und Kitaschliessungen. Aber auch davon, dass die Grosseltern keine Betreuungsaufgaben mehr übernehmen sollen. Letztere leisten üblicherweise einen enormen Beitrag an die Kinderbetreuung, das Bundesamt für Statistik rechnet mit insgesamt 160 Millionen Stunden pro Jahr. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie während der Corona-Krise stellt Eltern vor grosse Herausforderungen. Nur ein kleiner Teil der erwerbstätigen Eltern kann die Kinderbetreuung tatsächlich auslagern. Je nach Alter und Selbstständigkeit der Kinder sind viele Familien seit vier Wochen ausserordentlich gefordert und es ist leider zu befürchten, dass die Last der weggefallenen Drittbetreuung vorwiegend von den Frauen getragen wird. Die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeber in der Betreuungsthematik ist juristisch umstritten und erste Beispiele zeigten, dass Arbeitgeber sehr unterschiedlich auf die Situation reagieren. Der SGB hat sich deshalb bereits früh für eine bundesrechtliche Sicherung der Löhne bei Betreuungsabwesenheiten eingesetzt. Am 20. März – also eine Woche nach der Schliessung der Schulen – ist der Bundesrat dem SGB gefolgt und hat einen Corona-Elternurlaub beschlossen. Corona-Elternurlaub: ein Teil der Lösung. Der Corona- (…). Gabriela Medici.
SGB, 8.4.2020.
Personen > Medici Gabriela. Kinderbetreuung. SGB, 2020-04-08.
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08.04.2020 Kuba
Granma
Kinder

Coronavirus
Kinder
Volltext
Mehr als 60 Kinder in Kuba mit COVID-19, alle mit zufriedenstellender Entwicklung des Gesundheitszustandes. In dem täglichen Bericht, den Dr. Francisco Durán, Nationaldirektor für Epidemiologie des kubanischen Gesundheitsministeriums (MINSAP), dem kubanischen Volk zu COVID-19 erstattet, wurde gestern bekannt, dass ein 56 Tage altes Baby positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde, womit in unserem Land bereits mehr als 60 Kinder unter 18 Jahren an dieser Krankheit leiden. In dem täglichen Bericht, den Dr. Francisco Durán, Nationaldirektor für Epidemiologie des kubanischen Gesundheitsministeriums (MINSAP), dem kubanischen Volk zu COVID-19 erstattet, wurde gestern bekannt, dass ein 56 Tage altes Baby positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde, womit in unserem Land bereits mehr als 60 Kinder unter 18 Jahren an dieser Krankheit leiden. Wie in der Pressekonferenz gesagt wurde, befindet sich der weniger als zwei Monaten alte Säugling, Kontakt eines mit dem Virus bestätigten Verwandten, auf der Kinderstation des Militärkrankenhauses Joaquín Castillo Duany in Santiago de Cuba und weist eine stabile und unkomplizierte Situation auf. Ebenso wurde berichtet, dass unter den 46 neuen Fällen, die vom 6. April bis um Mitternacht gemeldet wurden, neben dem Baby zehn weitere Kinder sind, alle mit zufriedenstellender Entwicklung des Gesundheitszustandes. Dr. Francisco Durán erklärte, dass ein Kind, wenn es positiv auf das neue Coronavirus getestet wurde, in die pädiatrischen Dienste des jeweiligen für die Covid-19-Behandlung zuständigen Krankenhauses aufgenommen wird (…).
Granma, 8.4.2020.
Granma > Coronavirus. Kinder. Granma, 2020-04-08.
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13.11.2019 Schweiz
Kinder
Travail.Suisse

Adoption
Volltext
Adoptionsurlaub: Die Minimalversion ist wieder auf dem Tisch. Die Sozialkommission des Nationalrates (SGK-N) wird ab morgen über den bezahlten Adoptionsurlaub diskutieren und entscheiden. Der Bundesrat hat sich überraschenderweise für diese bescheidene, aber für eine echte Familienpolitik zwingende Vorlage der nationalrätlichen Kommission ausgesprochen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die Unterstützung der Landesregierung und fordert die zuständigen Parlamentskommissionen auf, den bezahlten Adoptionsurlaub endlich zu verabschieden. 2013 hatte der Tessiner Christdemokrat Marco Romano eine parlamentarische Initiative zugunsten eines bezahlten Adoptionsurlaubs eingereicht. Der Weg dieses Vorstosses im Parlament war steinig: Der Grundsatz wurde zwar in einem ersten Schritt von beiden Kommissionen gutgeheissen. Danach liess die Sozialkommission des Nationalrats aber die Fristen verstreichen. Im Frühling des laufenden Jahres wies der Nationalrat dann den Vorschlag der Kommission, den Vorstoss abzuschreiben, zurück. Im Sommer schliesslich machte sich die Sozialkommission des Nationalrates endlich an die Arbeit und arbeitete einen Minimalvorschlag aus. Dieser Vorschlag sieht statt der zu Beginn geforderten 12 Wochen Urlaub noch zwei Wochen vor. Morgen und am Freitag wird die Kommission erneut über den Adoptionsurlaub diskutieren, diesmal allerdings im Wissen, dass der Bundesrat den Urlaub für Adoptiveltern befürwortet. Dies hatte die Landesregierung am 30. Oktober 2019 beschlossen. (…).
Travail.Suisse, 13.11.2019.
Travail.Suisse > Kinder. Adoption. Travail.Suisse, 2019-11-13.
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28.06.2019 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Patricia D Incau
Fürsorgerischer Freiheitsentzug
Volltext
Gewalt, Missbrauch, Zwangsarbeit: Das taten die Schweizer Behörden Zehntausenden an. „Wie konnte ein ganzes Volk einfach zuschauen?“ Über Jahrzehnte hat die Schweiz Kinder und Jugendliche unschuldig weggesperrt. Gabriela Pereira (55) ist eine von ihnen. Work erzählt sie ihre Geschichte. Das Foto ist über fünfzig Jahre alt: Eine Frau sitzt in einem Bett. Sie lehnt sich an ein Kissen, in den Armen hält sie ein kleines Bündel Mensch. Auf dem nächsten Bild liegt das Baby an der Brust eines schlanken Mannes. Liebevoll drückt er es an sich. Er strahlt. Das Neugeborene ist Gabriela Pereira, geboren am 3. Februar 1964 in Wohlen AG. Es sind Szenen einer glücklichen Familie. Der Ausblick auf ein Leben, wie es hätte sein können – wenn nicht die Schweizer Behörden es zerstört hätten. Denn wenige Monate nach der Geburt wird Gabriela ihren Eltern entrissen. Sie wird in ein Waisenhaus gebracht und staatenlos gemacht. Weil die Mutter und der Vater, eine Portugiesin und ein Schweizer, nicht verheiratet sind. Und weil es das Schweizer Recht jahrzehntelang erlaubte, ohne Gerichtsentscheid über Menschen zu verfügen und sie wegzusperren. Durst und Kälte. Wenn Gabriela die Fotos zeigt, überkommen sie Schmerz, Trauer, Wut. Sie sagt: „Fast ausnahmslos wird behauptet, dass die Kinder, die damals weggesperrt wurden, aus zerrütteten Familien kämen.“ Sie weiss: „Das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.“ Die Akten bestätigen das. (…).
Patricia D'Incau.
Work online, 28.6.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Fürsorgerischer Freiheitsentzug. Work online, 2019-06-28.
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31.08.2018 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Christian Egg
Verdingkinder
Volltext
Bund beschleunigt Verfahren für die Opfer. Verdingkinder sollen schneller ihre Entschädigung erhalten. Endlich: Der Bund setzt jetzt mehr Personal ein, damit Verdingkinder möglichst rasch zu ihrem Geld kommen. Sie wurden aus ihrer Familie gerissen und in ein Heim gesteckt. Oder in eine Strafanstalt. Oder auf einen Bauernhof als billige Arbeitskraft. Sie wurden geschlagen, vergewaltigt, sterilisiert. Über 300‘000 Menschen gelangten im Lauf der Jahrzehnte ins grausame System der „fürsorgerischen Zwangsmassnahmen“ und wurden zu Verdingkindern. Jetzt will der Bund dafür sorgen, dass die Überlebenden rasch die Wiedergutmachung von 25‘000 Franken bekommen, die ihnen das Parlament zugesprochen hat. 9‘000 von ihnen haben bis Ende März 2018 ein Gesuch eingereicht. Aber das Bundesamt für Justiz hat bisher nur gut 2‘300 Gesuche geprüft und nur etwa 2‘000 Menschen die Entschädigung ausbezahlt. Damit es schneller geht, wolle man jetzt mehr Personal einsetzen, um die Dossiers zu bearbeiten, so das Amt gegenüber Radio SRF. Das ist dringend nötig, sagt Work-Kolumnist Jean Ziegler. Er hat mehrfach den Umgang von Politik und Verwaltung mit den Opfern kritisiert, zuletzt in einem eindringlichen Appell am 29.Juni im Work (rebrand.ly/workziegler). „Es ist eine traurige Tatsache, dass die meisten Opfer dieser Verbrechen alt und krank sind“, so Ziegler. „Sie brauchen das Geld dringend, bevor sie sterben“. Jetzt ist Ziegler vorsichtig optimistisch, dass es rascher vorwärtsgeht: (…).
Work, 31.8.2018.
Work > Verdingkinder. Entschädigungen. Work, 2018-08-31.
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01.07.2018 Burkina Faso
Kinder
VPOD-Magazin

Kinderarbeit
Volltext
Burkina Faso: Kinder sollten zur Schule gehen - und nicht lebensgefährliche Arbeit in Minen verrichten. Gold, das .arm macht. In Burkina Faso schürfen Menschen in 500 Minen auf eigene Faust Gold. Auch viele Kinder schuften dort unter prekärsten Bedingungen. Solidar arbeitet daran, sie zum Schulbesuch oder zur Lehre zu bewegen. „Ich lebe seit vier Jahren in der Goldmine. Hier sammle ich liegengelassene Eisenstücke ein und verkaufe sie. Damit verdiene ich 300 Francs (50 Rappen) im Tag“, erzählt der 14-jährige Ibrahim. Wir befinden uns in der Goldmine Silmiougou nördlich der Hauptstadt Ouagadougou. Mitten in der Einöde steht ein improvisiertes Zeltdorf rund um Erdlöcher von mehreren Dutzend Metern Tiefe. Tausende von Menschen versuchen sich hier ihr mageres Einkommen zu verdienen: Sie graben nach Gold in den Stollen, sie handeln, kochen, bauen Gemüse an oder holen Wasser. Am Rand des Areals befindet sich das Bordel. In Silmiougou gibt es auch viele Kinder. Wegen der Armut oder wegen Problemen in der Familie verlassen sie die Schule, um in der Mine zu arbeiten. Mit leerem Blick seilen sich die jungen Mineurinnen und Mineure ab. Neben fast unerträglicher Hitze und stundenlanger Beklemmung drohen ihnen Unfälle, die in den ungesicherten Gruben regelmässig vorkommen. „Vor ein paar Monaten wurde ein Kind bei einer Sprengung schwer verletzt“, erzählt man uns. Trotzdem ist es schwierig, die Kinder zum Verlassen der Mine zu bewegen. Gefahr und erbärmliche Lebensbedingungen zählen weniger als die (…). Lionel Frei.
VPOD-Magazin, Juli 2018.
VPOD-Magazin > Burkina Faso. Kinderarbeit. VPOD-Magazin, 2018-07-01.
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06.06.2017 Deutschland
Junge Welt
Kinder

Kinder
Überwachung
Volltext
Kinderüberwacher des Tages: Joachim Herrmann. Schwer zu glauben, aber im Oktober könnten wir uns vielleicht schon nach Thomas de Maizière zurücksehnen. Denn dann könnte ein Mann sein Nachfolger als Bundesinnenminister werden, gegen den der CDU-Politiker geradezu wie ein Hüter bürgerlicher Freiheiten erscheint: Joachim Herrmann von der CSU, zur Zeit noch Innenminister Bayerns. Am Wochenende hat der Franke demonstriert, was uns blühen könnte. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ventilierte er einen Vorschlag, der den Begriff „Big Brother“ in einem neuen Licht erscheinen lässt: Der Verfassungsschutz solle Kinder im »islamistischen Umfeld« beobachten, die Altersgrenze für eine Überwachung müsse bundesweit fallen. Das klingt erst mal lustig und reizt zu Überlegungen, wie man der Idee grössere Wirkung verleihen kann. Warum also nicht V-Kinder in der Kita anwerben? Die Kleinen können gar nicht früh genug lernen, dass die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ auf Ausschnüffeln und Mobben der Mitmenschen beruht. „Der Leon spielt immer mit der Elif und isst kein Schweinefleisch mehr“ – so ein Hinweis an die Erzieherin könnte verhindern, dass der Leon mit sieben Jahren sein Bündel schnürt, um sich in Syrien dem „Islamischen Staat“ anzuschliessen. Im Ernst: Wie wäre es, wenn der Staat sich erst mal um die Kinder kümmert, die in Neonazifamilien aufwachsen? Folgt man der jüngsten „Studie zu Rechtsextremismus“ der Ostbeauftragten, muss man davon ausgehen: In Neufünfland lernen schon Vierjährige, wie man jemandem den Arm umdreht und dass Arier bessere (…). Kristian Stemmler.
Junge Welt, 6.6.2017.
Junge Welt > Kinder. Überwachung. Junge Welt, 2017-06-06.
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12.05.2017 Deutschland
Junge Welt
Kinder

Armut
Kinder
Volltext
Gefährdetes Kindeswohl. Studie: Bundesregierung mitverantwortlich für wachsende Armut der Jüngsten. Parlamentarische und gesellschaftliche Initiativen dringend notwendig. Kein Kino, kein Fahrrad, nie eine Urlaubsreise: In Deutschland wächst die Kinderarmut. Seit Jahren kommen Forscher zu diesem Resultat. Zuletzt warnte im April das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung des DGB: Ein Fünftel der Minderjährigen lebt inzwischen auf dem Niveau der Grundsicherung. „Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist direkte Folge politischer Entscheidungen“, resümiert nun Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Der Sozial- und Geschichtsforscher hat für das „Netzwerk gegen Kinderarmut“ Ursachen des gesellschaftlichen Desasters analysiert. Am Donnerstag stellte er seine Studie unter dem Titel „Ene, mene, muh, und raus bist du? Kinderarmut und Reichtum in Deutschland“ gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Dietmar Bartsch und Dagmar Enkelmann in Berlin vor. Ziel sei es, Empfehlungen zur Bekämpfung der wachsenden Kinderarmut auf bundes-, landes- und kommunalpolitischer Ebene zu erarbeiten, erklärte er. Zwar erlitten Kinder in der Bundesrepublik kaum absolutes Elend oder bedrohlichen Hunger, so Klundt. Verglichen mit dem durchschnittlichen Lebensstandard seien die Betroffenen jedoch mit grossen Entbehrungen konfrontiert, würden benachteiligt und ausgegrenzt. „Lebensqualität, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen sind durch das Aufwachsen in Armut massiv beeinflusst“, konstatierte der Autor. (…).
Junge Welt, 12.5.2017.
Junge Welt > Armut. Kinder. Junge Welt, 2017-05-12.
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11.05.2017 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Ralph Hug
Armut
Kinder
Volltext
Unicef-Bericht zeigt schockierenden Befund: Krise stürzt Kinder ins Elend. In grossen Teilen Europas wächst die Kinderarmut. Und zwar vor allem dort, wo neoliberale Sparpolitiker am stärksten abbauten. Unicef, das Kinderhilfswerk der Uno, benennt in einer Studie die wahren Opfer der Finanzkrise: die Kinder armer Familien. Im Jahr 2008 fuhren spekulierende Banken beinahe das globale Finanzsystem an die Wand. Die Staaten mussten Geldhäuser mit Abermilliarden an Steuergeldern retten. Auch die Schweiz stützte per Notverordnung die wankende UBS mit 68 Milliarden Franken. Danach fehlte viel Geld in den Staatskassen. Die Folgen waren Sparprogramme mit unsozialen Kürzungen. Tief im Spekulationssumpf. Die Kinderarmut nahm in der Folge drastisch zu, zeigt die neue Unicef-Studie. Sechs Jahre nach der Finanzkrise lebten in den dreissig europäischen Ländern sowie in Japan und den USA fast 2,6 Millionen mehr Kinder in Armut. Insgesamt sind über 76 Millionen Kinder betroffen. In zwei Dritteln der Länder Europas nahm die Kinderarmut zwischen 2008 und 2014 zu. Der Ländervergleich macht den Zusammenhang zwischen neoliberaler Sparpolitik und Familiennot klar: Wo die Staaten ihre Sozialleistungen am stärksten abbauten. stürzten am meisten Familien ins Elend. Griechenland ist das Paradebeispiel. Der Mittelmeerstaat, den eine korrupte Elite heruntergewirtschaftet hatte, war unter dem Diktat der EU zu besonders drastischen Kürzungen gezwungen. Das Bruttoinlandprodukt stürzte um 26 Prozent ab. (…). Ralph Hug.
Work online, 11.5.2017.
Personen > Hug Ralph. Kinder. Armut. Work online, 2017-05-11.
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03.05.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Kinderbetreuung
Volltext
Finanzhilfen Kinderbetreuung: Was lange währt, wird endlich gut. Nationalrat stellt Weichen richtig. Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat grünes Licht gegeben: Der Bund wird über die nächsten fünf Jahre 100 Millionen Franken in die familienergänzende Kinderbetreuung investieren. Ein zukunftsorientierter Entscheid der Grossen Kammer. Lange hat das Parlament die Vorlage beraten, die in der Vernehmlassung nahezu unbestritten war. Oft schien sie zum Scheitern verurteilt, denn Economiesuisse und ihre politischen Gehilfen wollten berufstätige Eltern partout nicht entlasten. Am 2. Mai hat nun aber auch der Nationalrat den Vorschlag des Bundesrates gutgeheissen, über die nächsten fünf Jahre 100 Millionen Franken in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren. Unsere Argumente überzeugten auch bürgerliche PolitikerInnen. Insbesondere in der FDP-Fraktion haben etliche sich durch Vernunft statt durch Ideologie leiten lassen. Schweizer Eltern zahlen zuviel. Der Grossteil des gesprochenen Geldes soll die Kantone darin unterstützen, die in der Schweiz massiv zu hohe Elternbeteiligung an der Finanzierung zu reduzieren. Dazu ist es höchste Zeit. Denn die Eltern tragen in der Schweiz im Schnitt zwei Drittel der (international vergleichbaren) Vollkosten, die im europäischen Umland rund einen Drittel. Kein Wunder, entscheiden sich in der Schweiz immer mehr Frauen gegen Kinder oder dann gegen eine berufliche Karriere. Die vorgesehene Investition ist ein wichtiges Signal, aber immer noch meilenweit vom einen (…). Regula Bühlmann.
SGB, 3.5.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinderbetreuung. Nationalrat. SGB, 2017-05-03.
Ganzer Text
24.04.2017 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Kinderbetreuung
Praktikum
Volltext
Kita-Praktika müssen endlich abgeschafft werden. 1% vom BIP für die Kinderbetreuung! Vorpraktika in Kitas senken die Betreuungskosten, doch für die Ausbildungswilligen haben sie keinen Nutzen, und sie tragen mit dazu bei, dass viele den Beruf schnell wieder verlassen. Es ist daher höchste Zeit, dass diese Vorpraktika endlich abgeschafft werden. Trotzdem wehren sich manche Arbeitgeber mit Händen und Füssen dagegen, obwohl sie damit dem Beruf schaden. Neun von zehn Ausbildungswilligen im Bereich Betreuung absolvieren vor der Ausbildung ein Praktikum von einem, manchmal sogar zwei Jahren in der Hoffnung, dass sie dann eine Lehrstelle bekommen. Doch das ist nicht garantiert, denn viele Betriebe beschäftigen mehr PraktikantInnen als sie Lehrstellen anbieten. Die Folgen: Jugendliche werden mit Versprechungen hingehalten und das Ansehen des Berufs wird beschädigt. Auch die Qualität der Kita-Betreuung leidet, wenn die Kinder mehrheitlich von unausgebildetem Personal betreut werden, und viele Betreuerinnen verlassen den Beruf bald nach der Ausbildung, weil sie nicht länger eine Arbeit machen wollen, für die es ja angeblich nicht einmal eine Ausbildung braucht. Der Kanton Bern hat daher jetzt Massnahmen ergriffen und verlangt, dass nach einem halben Jahr Praktikum ein Lehrvertrag vorliegen muss, wenn das Praktikum länger dauern soll. Falls kein Vertrag vorliegt (und nur dann) muss bei einer Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses ein (immer noch jämmerlicher) Mindestlohn von Fr. 3000.- gezahlt werden. Andere Kantone unterstützen (…).
VPOD Schweiz, 24.4.2017.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Praktikum. VPOD Schweiz, 2017-04-24.
Ganzer Text
04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kindererziehugn
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft "Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kindererziehung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
Ganzer Text
04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kinderbetreuung
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft „Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. Dieser Umstand (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinderbetreuung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
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09.01.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Kinderbetreuung
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Neues Unterhaltsrecht: halbherzige Verbesserungen Mütter und Kinder nach wie vor benachteiligt. Seit dem 1.1.2017 ist ein neues Unterhaltsrecht in Kraft. Es bringt zwar ein paar Verbesserungen, kommt jedoch nicht über Symptombekämpfung hinaus. Kinder brauchen finanzielle Sicherheit, Betreuung und verlässliche Bezugspersonen. Dafür sind die Eltern verantwortlich - auch wenn sie sich getrennt haben. Trotzdem ist eine solche Trennung für Kinder immer noch ein grosses Armutsrisiko: Die Armutsquote von Einelternfamilien liegt bei fast 15%, gut ein Viertel der Einelternfamilien sind armutsgefährdet. Bei der Gesamtbevölkerung betragen diese Werte 6,6, resp. 13,5% (vgl. Armut und materielle Entbehrung von Kindern. Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) 2014, BFS 2016). Um diesen Missstand zu beheben, wollte das Justizdepartement das Unterhaltsrecht gemeinsam mit dem Sorgerecht revidieren. Es sollte nicht soweit kommen, unter Druck von Männer- und Väterorganisationen hat es das Sorgerecht bevorzugt behandelt. Die gemeinsame elterliche Sorge ist seit dem 1. Juli 2014 auch bei geschiedenen und unverheirateten Eltern der Regelfall. Finanzielle Sicherheit und stabile Betreuung als Anspruch des Kindes. Zweieinhalb Jahre später ist nun auch ein neues Unterhaltsrecht in Kraft getreten. Es soll den Anspruch von Kindern auf finanzielle Sicherheit und eine stabile Betreuung verbessern, und dies unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder waren. Neu gilt die Betreuung als Anspruch des Kindes und somit als Teil des Kindesunterhalts. Damit anerkennt das revidierte Recht, dass Kinder neben finanzieller Sicherheit, (…). Regula Bühlmann.
SGB, 9.1.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinder. Kinderbetreuung. SGB, 2017-01-09.
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01.10.2015 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Daniel Lampart
Kinderbetreuung
Löhne
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Lohnentwicklung im Schneckentempo verstärkt Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung. Im Betreuungsbereich gibt es in der Schweiz einen Mangel an Fachkräften. Gemäss einer Studie im Auftrag des Dachverbandes Savoirsocial ist die Kinderbetreuung (Horte, Krippen) einer der besonders betroffenen Bereiche. Eine Ursache für den Personalmangel ist die Fluktuation. In der Stadt Zürich dürften 35 Prozent der Gruppenleitungen und 45 Prozent der Miterziehenden weniger als zwei Jahre an der bisherigen Stelle arbeiten, wie eine Studie der Uni Zürich zeigt. Das ist im gesamtwirtschaftlichen Vergleich eine sehr hohe Fluktuationsrate. Unklar ist, wie viele Personen den Arbeitgeber wechseln und wie viele generell aus dem Beruf aussteigen. Die Fluktuation hängt wesentlich mit den Arbeitsbedingungen zusammen. Nur rund 60 bis 70 Prozent sind zufrieden damit. Dabei kann ein Teufelskreis entstehen. Wenn ein Teil des Personals kündigt, steigt die Belastung für die Verbliebenen, was weitere Kündigungen auslösen kann. Besonders schlecht fällt die Beurteilung der Lohnsituation aus. Angesichts der soeben erschienenen Lohnerhebung 2014 der Stadt Zürich ist das wenig überraschend. Von 2003 bis 2014 stiegen die Durchschnittslöhne der Fachangestellten Betreuung FABE nur um rund 4.6 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich der Lohnindex des BFS für alle Branchen um 13,7 Prozent (Frauen +14,5 Prozent). Das entspricht einer Wachstumsdifferenz von rund 10 Prozentpunkten. (…). Daniel Lampart.
SGB, 1.10.2015.
Personen > Lampart Daniel. Kinderbetreuung. Löhne. SGB, 1.10.2015.
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21.05.2015 Schweiz
Kinder
SGB

Kinderbetreuung
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SGB begrüsst stärkere Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung. Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) ist erfreut über den Entscheid des Bundesrats, Anreize zu schaffen, damit Kantone, Gemeinden und auch Arbeitgeber mehr in die familienergänzende Kinderbetreuung investieren. Für den SGB ist das ein wichtiger Schritt, damit in der Schweiz Beruf und Familie besser unter einen Hut gebracht werden können. Es ist der Beginn eines Prozesses, in dem nun auch die Kantone, Gemeinden und Arbeitgeber mitziehen müssen. Denn die Schweiz ist im internationalen Vergleich bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie keine Musterschülerin: Familie gilt hierzulande immer noch zu oft als Privatsache, die Unterstützung durch den Staat ist vergleichsweise gering. So investiert die Schweiz weniger als 2% des BIP in die Entlastung von Familien, während der OECD-Schnitt 2,55% beträgt und Spitzenreiter wie Irland, Grossbritannien und Dänemark über 4% investieren. Noch eklatanter sind die Unterschiede in der Finanzierung von Kinderbetreuungsangeboten (Quelle: OECD 2011). (…).
SGB, 21.5.2015.
SGB > Kinderbetreuung. SGB, 21.5.2015.
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01.11.2014 Schweiz
Kinder
SGB
VPOD-Magazin

Illegalität
Saisonnierstatut
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Versteckte Kinder. Es war einer der emotionalsten Momente des SGB-Kongresses, als sich der Saal für die Projektion eines Filmes mit Zeugnissen ehemaliger versteckter Kinder verdunkelte. Sie waren illegal mit ihren Eltern in die Schweiz gekommen, damals, als das Saisonnierstatut noch galt und den Familiennachzug verbot. Sie verbrachten den Tag versteckt zu Hause und durften nur Spiele spielen, die keinen Lärm machen. Es waren berührende Zeugnisse - und beschämende: für eine offizielle Schweiz, die dieses familien- und lebensfeindliche Statut bis 2002 aufrechterhielt. Die Botschaft des knapp 10-minütigen, im Auftrag des SGB von Karin Bachmann gedrehten Filmes war klar: Es darf keinen Rückfall in diese Zeiten geben! Mit anderen Worten: Kein neues Saisonnierstatut - und damit Nein zu allen Vorhaben, die wieder solche Massnahmen wollen. Klar ist für den SGB auch nach dem Volks-Ja zur SVP-Initiative: (…). (SGB/VPOD).
VPOD-Magazin, 1.11.2014.
VPOD-Magazin > Kinder. Illegalität. VPOD-Magazin, November 2014.
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03.10.2014 Schweiz
Kinder
Work

Kinderzulagen
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Zulagen: Habe ich Anspruch auf mehr Kindergeld? Wir wohnen in Solothurn und haben drei Kinder im Alter von drei, sieben und neun Jahren. Meine Frau arbeitet in Solothurn, ich selber in der Stadt Freiburg. Monatlich werden meiner Frau mit ihrem Lohn pro Kind 200 Franken Kinderzulage ausgezahlt, insgesamt also 600 Franken. Ein Freiburger Arbeitskollege von mir hat auch drei Kinder. Er bekommt aber pro Monat mehr als diese 600 Franken Kindergeld. Habe ich also auch Anspruch auf mehr Kinderzulagen? Peter Schmid: Ja, das haben Sie. Ihre Familie hat Anrecht auf eine sogenannte Differenzzahlung: Für die ersten beiden Kinder erhalten Sie pro Monat zusätzlich je 45 Franken und für das dritte Kind 65 Franken monatlich. Aber alles schön der Reihe nach: Anspruch auf Familienzulagen haben alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, alle Selbständigerwerbenden sowie Nichterwerbstätige mit bescheidenem steuerbarem Einkommen. Das eidgenössische Familienzulagengesetz bestimmt, wer diese Zulagen erhält, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind. (…). Peter Schmid.
Work, 3.10.2014.
Work > Kinderzulagen. Work, 3.10.2014.
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