Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 126

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17.05.2019 Schweiz
Frauenstreik
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Blocher Christoph
Frauenstreik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e.%20Magdalena%20Martullo-Blocher.%20Work%20online,%202019-05-17.pdfBlochers: Noch ein Streikgrund. Ganz de Bappe ist Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher ja nicht nur äusserlich, sondern auch, wenn es um die Gleichstellung geht. Nämlich dagegen. Sie ist gegen Frauenquoten in den Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen von Firmen. Gegen einen Vaterschaftsurlaub. Und dagegen, dass der Bund Krippenplätze mitfinanziert. Jetzt poltert die Multimillionärin auch noch gegen den Frauenstreik am 14. Juni: „Alle unsere Mitarbeitenden, ob Mann oder Frau, haben am 14. Juni sicher anderes zu tun, als zu streiken“, - meint sie. Und droht den Gewerkschaften bei Streik mit der „Kündigung des Kollektiv-Arbeitsvertrags“. Herrlibergig halt, wie ihr Daddy. Dieser kämpfte schon 1985 gegen das neue Eherecht. Und für die Beibehaltung des Ehemannes als Befehlshaber der Familie. Und seine Partei stellte sich gegen den Gleichstellungsartikel, die Mutterschaftsversicherung und die automatische Strafverfolgung von Ehemännern, die ihre Ehefrauen vergewaltigen. Während einzelne Parteisoldaten gleichzeitig gegen die Gleichstellungsbüros Sturm liefen und laufen. Alleine das Büro der Stadt Zürich wollte die SVP 2002, 2003, 2007, 2009, 2017 und 2018 mit Vorstössen abschaffen oder schrumpfen. Martullo-Blocher poltert gegen den Frauenstreik. Familiensaga. Und Silvia Blocher? Was sagt sie eigentlich zur Sache der Frau? Für Mutter Blocher war es nur selbstverständlich, dass sie ihren Beruf an den Nagel hängte und „mein Mann das Geld nach Hause bringen würde“ Das wissen wir, seit sie 2007 in der „Weltwoche“ ein bisschen Familiensaga placierte und Mitleid mit den (…). Marie-Josée Kuhn
Work online, 17.5.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Magdalena Martullo-Blocher. Work online, 2019-05-17.
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01.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Frauenstreik
Volltext
Tag der Arbeit 2019. 1. Mai im Zeichen des Frauen*streiks. Am heutigen Tag der Arbeit gehen in zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz Tausende von Menschen auf die Strasse. Der diesjährige 1. Mai steht im Zeichen der Mobilisierung für den Frauen*streik- und Aktionstag vom 14. Juni. An den Kundgebungen und Maifeiern sprechen viele Frauen, die Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit fordern. Die Frauen in der Schweiz sind wütend. Das zeigen sie deutlich am heutigen 1. Mai. Sei es in Zürich, Bern, Basel, Altdorf, Lausanne, Lugano oder Sion: Überall fordern die Frauen an den Kundgebungen und Maifeiern Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Im Vorfeld des Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni zeigt sich: Die Frauen in der Schweiz sind viele und sie sind bereit zu kämpfen. Ungerechtigkeit hat ein Geschlecht. Unia-Präsidentin Vania Alleva spricht morgens in Winterthur ZH und abends in Altdorf UR. In ihrer Rede betont sie, dass wir heute statt sozialem Ausgleich und Integration eine zunehmende Ungleichheit und eine verstärkte Diskriminierung erleben. „Die Ungerechtigkeit hat auch ein Geschlecht. Wir Frauen verdienen in der reichen Schweiz im Schnitt immer noch 17 Prozent weniger als unsere männlichen Kollegen. Das ist der Schnitt. Im gewerkschaftlichen Alltag treffen wir oft noch krassere Fälle an. Dagegen wehren wir uns auf der Basis starker Werte: Solidarität, sozialer Ausgleich, Gerechtigkeit und Freiheit.“ Kein Gesetz erlaubt Diskriminierung der Frauen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 1.5.2019.
Unia Schweiz > 1. Mai Schweiz. Frauenstreik. Unia, 2019-05-01.
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01.05.2019 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai Zürich
Frauenstreik
Volltext
Bunte 1. Mai-Demo in Zürich mit 16‘000 Teilnehmenden, Unter dem Motto #Frauenstreik2019 demonstrierten heute 16‘000 Menschen friedlich durch Zürich. Die vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) organisierte Demonstration führte vom Helvetiaplatz zum Sechseläutenplatz. Inhaltlich standen die Anliegen der Frauenstreik-Bewegung im Mittelpunkt. „Es war richtig unseren Umzug in den Dienst der Mobilisierung zum Frauenstreik am 14. Juni zu stellen. Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ist in Zürich besonders gross. Und gerechte Löhne sind seit jeher ein Anliegen der Gewerkschaften“, sagte Markus Bischoff, GBKZ-Präsident und Bewilligungsinhaber der Maidemonstration. Auch Hauptrednerin Barbara Gysi kritisierte in ihrer Rede die ökonomischen Unterschiede zwischen Frau und Mann: „Durchschnittlich monatlich 1455 Franken oder 18,3 Prozent verdienen Frauen für die gleiche Arbeit weniger als ihre Kollegen. Das Erwerbseinkommen der Frauen ist um 108 Milliarden tiefer als dasjenige der Männer. Und sie leisten zwei Drittel der unbezahlten Carearbeit im Umfang von unglaublichen 400 Milliarden Franken! Das ist nicht akzeptierbar und muss sich endlich ändern.“.
GBKZ, 1.5.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zuerich. GBKZ, 2019-05-01.
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01.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Frauenstreik
Volltext
1. Mai im Zeichen des Frauen*streiks. In der ganzen Schweiz beteiligen sich heute Tausende an den 1. Mai Feiern. Am heutigen Tag der Arbeit gehen in zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz Tausende von Menschen auf die Strasse. Der diesjährige 1. Mai steht im Zeichen der Mobilisierung für den Frauen*streik- und -aktionstag vom 14. Juni. An den Kundgebungen und Maifeiern sprechen viele Frauen, die Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit fordern. Die Frauen in der Schweiz sind wütend. Das zeigen sie deutlich am heutigen 1. Mai. Sei es in Zürich, Bern, Basel, Altdorf, Lausanne, Lugano oder Sion: Überall fordern die Frauen an den Kundgebungen und Maifeiern Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Im Vorfeld des Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni zeigt sich: Die Frauen in der Schweiz sind viele und sie sind bereit zu kämpfen. Ungerechtigkeit hat ein Geschlecht. Unia-Präsidentin Vania Alleva betont in ihren Reden in Winterthur und Altdorf, dass wir heute statt sozialem Ausgleich und Integration eine zunehmende Ungleichheit und verstärkte Diskriminierung erleben. „Die Ungerechtigkeit hat auch ein Geschlecht. Wir Frauen verdienen in der reichen Schweiz im Schnitt immer noch 17 Prozent weniger als unsere männlichen Kollegen. Das ist der Schnitt. Im gewerkschaftlichen Alltag treffen wir oft noch krassere Fälle an. Dagegen wehren wir uns auf der Basis starker Werte: Solidarität, sozialer Ausgleich, Gerechtigkeit und Freiheit.“ Kein Gesetz erlaubt Diskriminierung der Frauen. (…).
Unia Schweiz, 1.5.2019.
Unia Schweiz > 1. Mai Schweiz. Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-05-01
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25.04.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauen
Frauenstreik
Volltext
50 Tage bis zum Frauen*streik. Frauen wollen Respekt – mehr Lohn – mehr Zeit! Ob im Detailhandel, in der Pflege oder in der Industrie: Die Frauen sind bereit für den Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni. Heute, 50 Tage vor dem Frauen*streik, zeigen sie in zahlreichen Städten, dass sie viele sind und bereit sind zu kämpfen. Heute hängen in den Städten Zürich, Bern, Basel, Lausanne, Lugano, Brig, Sierre, Sion und Yverdon Riesentransparente an Gebäuden, Baustellen oder Brücken: Darauf sichtbar sind Frauen, die am 14. Juni am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen werden oder sich mit den Streikenden solidarisieren. Allen gemein ist, dass sie einstehen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit für Frauen! Die Arbeit der Frauen ist unterbewertet. Arbeit auf Abruf, kleine Arbeitspensen, unfreiwillige Teilzeit, Schichtarbeit, und tiefe Stundenlöhne: So sieht der Alltag vieler Frauen aus. Die Arbeit der Frauen wird weniger ernst genommen und weniger honoriert. Ob Reinigungspersonal, Verkäuferinnen oder Pflegeangestellte: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit und haben aufgrund von Familienpflichten öfter Unterbrüche in der Erwerbsbiographie. Zusätzlich verdienen sie weniger als Männer und haben vielfach mickrige Löhne. Die Lohnungleichheiten wirken sich auch negativ auf ihre Renten aus und die Diskriminierung setzt sich im Alter fort: Frauenrenten sind ganze 37 Prozent tiefer als Männerrenten. Jede Arbeit ist wichtig und verdient Respekt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 25.4.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-04-25.
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01.04.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Natascha Wey
Frauenstreik
Volltext
Der VPOD organisiert den Frauenstreik am 14. Juni online und offline. Vom Liken zum Streiken. Die Mobilisierung für den Frauenstreik nimmt Fahrt auf. Kollektive haben sich gebildet, Manifeste werden geschrieben, Streikideen vorbereitet. Auch der VPOD ist an der Organisation des 14. Juni an vorderster Front dabei. Das Interesse am geplanten Frauenstreik (oder: „Frauen*streik“, siehe unten) ist riesig. Am 14. Februar haben wir vom VPOD unseren Aufruf www.frauenstreikI9.ch lanciert. Seither haben sich gegen 4‘000 Interessierte eingetragen; sie möchten Infos, sie wollen sich engagieren, sie haben Geld gespendet - oder alles zusammen. Erfreulich: Es sind auch viele Noch-nicht-Mitglieder aus VPOD-Branchen dabei, die sich einbringen möchten. Willkommen im Club! Das VPOD-Frauenstreikteam ist daran, die Streikwilligen in Absprache mit den Regionen zu kontaktieren und sie zu unterstützen, damit der 14. Juni ein grosser Erfolg wird. Parallel dazu liefern wir Grundlageninformationen. Zum Ablauf am fraglichen Freitag sind bereits einige Elemente fix: Um 11 Uhr soll es in der gesamten Schweiz einen gemeinsamen Moment geben, an dem Aktionen, Flashmobs oder sonstige Proteste laut werden. Um 15.30 Uhr ist dann für alle Frauen Arbeitsschluss. Dieser Zeitpunkt gilt, weil Frauen immer noch 20 Prozent weniger verdienen und daher, auf einen 8-Stunden Tag gerechnet, ab 15.24 Uhr gratis arbeiten. Gegen Abend wird es dann an vielen Orten Demos und Feste geben. Ist der Streik erlaubt? „Dürfen wir überhaupt streiken?“, möchten viele wissen. Dazu haben VPOD-Gleichstellungssekretärin Christine Flitner und VPOD-Generalsekretär Stefan Giger ein Merkblatt ausgearbeitet (zu finden unter www.vpod.ch). Um es vorwegzunehmen: (…). Natascha Wey.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wey Natascha. Frauenstreik. VPOD. VPOD-Magazin, 2019-04-01
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29.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Frauenstreik
Katholizismus
Volltext
Das Bündnis für den Frauenstreik wird immer breiter: Auch die Katholikinnen wollen streiken. Mehr als fünfzehn Organisationen rufen inzwischen zum Frauenstreik am 14. Juni auf, von links bis bürgerlich. Die Organisatorinnen vom Women’s March haben schon zugesagt. Sie hatten nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump in Zürich und Genf grosse Frauenprotestmärsche organisiert. Mit dabei ist auch Amnesty International. Genauso wie die Grünen, die SP und die Rentnerinnen von der Grossmütterrevolution. So wie der bürgerliche Frauendachverband Alliance F, der 400’000 Frauen vertritt. Er organisiert am 14. Juni einen Anlass im Bundeshaus und ruft seine Mitglieder dazu auf, auch an anderen Streikaktivitäten teilzunehmen. Und jetzt haben auch die Katholikinnen beschlossen: Am 14. Juni werden die Kirchen pink. Am 15. und 16. Juni auch. Gleich drei Tage lang will der katholische Frauenbund (SKF) streiken. Das sind 600 Vereine mit insgesamt 130’000 Mitgliedern, die finden: Gleichstellung kann nicht vor der Kirchentür enden. Wann sonst sollten sie also streiken, wenn nicht am Wochenende, wenn an den Altären Hochbetrieb herrscht? SKF-Sprecherin Kathrin Winzeler sagt es so: „Die Gleichberechtigung ist in der katholischen Kirche nicht vorhanden. Noch nicht einmal auf dem Papier.“ Alle bedeutenden Posten seien bis heute Männern vorbehalten. Das stört die Kirchenfrauen. Aber auch, dass Papst Franziskus Abtreibung mit einem Auftragsmord gleichsetzt. (…). Patricia D'Incau.
Work online, 29.3.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Frauenstreik. Katholikinnen. Work online, 2019-03-29.
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15.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Der Frauenstreik ist lanciert. Schon der Start war ein Riesenfest! Rund 500 Frauen aus der ganzen Schweiz haben in Biel gemeinsam Schwung geholt. Für den Frauenstreik am 14. Juni. Sturmtief Eberhard fetzt ums Bieler Volkshaus, La Rotonde, der rote, runde Bau aus den 1930er Jahren, Sinnbild der Arbeiterinnen- und Arbeiterstadt. Regen peitscht gegen Scheiben. Doch drinnen im Saal mit den hohen, schmalen Fenstern ist es heiss. Über 500 Frauen sitzen, stehen, gehen und applaudieren. Oder buhen. Klopfen Beifall mit den Füssen. Eine trägt eine pinkige Perücke, eine andere ein lila Traineroberteil. Unia-Frauen tragen lila Zylinder und halten poppige Plakate in die Höhe: „Mehr Lohn, mehr Zeit, mehr Respekt!“ Und zwei mit Frauenzeichen auf den Wangen lachen breit. Alle sind sie gekommen, den Frauen-streik zu lancieren. Und zu hören, wo, wer, was schon plant. An der roten Balustrade prangt das violette Transparent: „14. Juni 2019, Frauen*streik“. Auftritt der Sprecherin des Frauenstreikkollektivs Freiburg: „Bei uns müssen wir zahlen, wenn wir demons-trieren wollen“, sagt sie ins Mikrophon. Der Saal buht. Die Frau fährt fort: „Am Frauentag am 8. März gingen wir dann halt auf einem Platz immer im Kreis und demonstrierten so. Wir übten schon für den Frauenstreik.“ Der Saal klatscht. Auftritt des Streikkollektivs der Uni Bern. Sie hatten am 8. März die WC-Türen mit Zahlen zur körperlichen und strukturellen Gewalt gegen Frauen vollgeklebt: „Schliesslich stirbt in der Schweiz alle zwei Wochen eine (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Koordination. Work online, 2019-03-15.
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15.03.2019 Schweiz
Frauen
Work

Frauenstreik
Manifest
Volltext
Appell für den Frauen*streik am 14. 6. 2019. Angenommen von der nationalen Streikversammlung in Biel am 10. März 2019. Wir, Frauen, Lesben, Inter, Non-binary und Transpersonen (FLINT), mit oder ohne Partner*in alleinstehende Frauen*, Frauen* in einer Partnerschaft, in der Gemeinschaft, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Arbeit, unabhängig von der Art der Arbeit, gesund oder krank, mit oder ohne Beeinträchtigung, hetero, ob jung, erwachsen oder alt, hier oder in einem anderen Land geboren, unterschiedlicher Kultur und Herkunft, wir alle rufen auf zum Frauen*streik am 14. Juni 2019. Wir wollen die tatsächliche Gleichstellung und selbst über unser Leben bestimmen. Deshalb werden wir am 14. Juni 2019 streiken! Wir sind es, die für die Hausarbeit, die Erziehungsarbeit und die Pflege zu Hause sorgen, ohne die unsere Gesellschaft und Wirtschaft nicht funktionieren könnten. Wir sind es, die sich um das Wohlergehen der Kinder und der betagten Eltern kümmern und sorgen. Aber es fehlt uns an Geld und an Zeit. Wir wollen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Wir wollen eine Aufwertung der «Frauenberufe» und ihre angemessene Entlöhnung. Wir wollen Sozialversicherungen, die unsere Existenz sichern. Wir wollen Renten, die uns ein Leben in Würde ermöglichen, ohne dass unser Rentenalter erhöht wird. Wir wollen Arbeitsbedingungen, die uns die echte Gleichstellung in der bezahlten und unbezahlten Arbeit garantieren. Wir fordern eine Wirtschaftspolitik, die bezahlte und unbezahlte Carearbeit ins Zentrum stellt und diese finanziert. Wir wollen die Anerkennung und gerechte Verteilung der Haus- und Sorgearbeit, ihre ökonomische Aufwertung (…).
Work online, 2019-03-15.
Work online > Frauenstreik. Manifest. Work online, 2019-03-15.
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15.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Endlich Aufbruch! Die mageren politischen Jahrzehnte sind endlich vorbei: Die Klimajugend wagt den Aufstand. Weltweit. Weil es keinen Planeten B gibt. Weltweit protestieren und streiken auch die Frauen. Für mehr Lohn, mehr Zeit und für Respekt. Plötzlich ist wieder Bewegung in der Welt, Power und Hoffnung. Plötzlich wollen wieder Hunderttausende die Welt verändern. Halten eine bessere Welt für möglich: eine frauenfreundlichere, gerechtere, ökologischere und friedlichere Welt. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, existenzsichernde Renten, eine gerechte Verteilung von Haus- und Sorgearbeit, eine CO2-neutrale Schweiz bis 2030 und dass „man die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel, die Grosskonzerne und die Banken, zur Rechenschaft zieht“. Schliesslich finanzieren diese Millionen von Tonnen Treibhausgasemissionen. Plötzlich steht wieder die Frage nach einem Systemwandel im Zentrum. Plötzlich ist wieder Hoffnung in der Welt. Systemfrage. „Ändern wir nicht die Frauen, ändern wir die Welt“, das war der Frauenstreikruf der Isländerinnen. „System change not climate change“, skandieren jetzt die Klimajugendlichen. Am 10. März lancierten über 500 Frauen im Volkshaus Biel den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Und diskutierten ein Manifest. Da ging eine Frau ans Mikrophon und fragte: „Warum heisst es unter Punkt 7 ‹in einem problematischen System›? Warum schreiben wir nicht im ‚kapitalistisch-patriarchalen System‘?“ Sie erntete Zustimmung und Applaus. Ja, plötzlich ist es wieder erwünscht, die Probleme beim Namen zu nennen. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-03-15.1.
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10.03.2019 Biel
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Organisation
Volltext
Die Berner Delegation am nationalen Treffen zur Streikkoordination. Über 500 Frauen treffen sich zur Frauen*streik-Vorbereitung. Mehr als 500 Frauen, darunter viele Unia-Aktivistinnen, haben sich in Biel zur nationalen Frauen*streik-Koordination getroffen. In einem gemeinsamen Appell fordern sie mehr Lohn, angemessene Renten, die Aufwertung der Frauenarbeit und eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Am 22. September 2018 gingen 20'000 Menschen für gleichen Lohn und gegen Diskriminierung auf die Strasse. Seither ist die nationale Mobilisierung zum Frauen*streik in der ganzen Schweiz ungebremst – dies wurde am ersten nationalen Treffen besonders sichtbar. Auch die Unia-Frauen sind mit von der Partie: Sie sind aktiv in den regionalen Komitees und präsent in den Betrieben. Sie werden am 14. Juni in der ganzen Schweiz am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen und sich gemeinsam mit anderen Frauen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einsetzen!
Unia Schweiz, 10.3.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Koordination. Unia Schweiz, 2019-03-10.
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01.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Lila Lauffeuer. Danke, Donald Trump: Seit es ihn gibt im Weissen Haus, gibt es auch eine neue Frauenbewegung. Und sie verbreitet sich wie ein lila Lauffeuer. Nicht mit uns, sagen die Polinnen zu ihrer katholisch-konservativen Rechtsregierung und deren Plänen für ein Abtreibungsverbot. Und die Spanierinnen rufen: „Schluss mit diesem Machismo!“ Letztes Jahr, am grossen Frauenstreik, waren sie sechs Millionen. Und sie wollen es schon wieder tun: Am 8. März, am internationalen Frauentag, soll alles ruhen, zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Schule. „Das ist ein echter Generalstreik“, sagt Mitorganisatorin Chelo Hernández. Sie ist streikerprobt und wild entschlossen. Doch nicht nur sie: Von Rio bis nach Kerala brechen die Frauendemos nicht ab. „Jetzt müssen wir einfach“, sagt Alexandrina Farinha. Die Wahlgenferin ist aktiv im Genfer Streikkomitee für den Frauenstreik am 14. Juni. Weil es nicht nur nicht vorwärtsgehe mit der Gleichstellung, sondern neuerdings wieder zurück. Frauentag ist Frauenstreik. Alle drei Tage. Das Rad darf nicht zurückdrehen. Das sagt auch Carla Quinto. Die Juristin begleitet in Rom misshandelte Frauen auf ihrem «langen, schmerzhaften Rechtsweg». Und sie ist wütend. Auf Matteo Salvini. Der neo-faschistische Innenminister und Vizeregierungschef Italiens will Abtreibungen noch schwieriger machen. Ebenso Scheidungen. Und er schürt ein gewalttätiges Klima. Kein Wunder, rufen Quinto und ihre Mitstreiterinnen am 8. März zum Frauenstreik auf. Alle drei Tage (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-03-01.
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01.03.2019 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Die fehlenden Fortschritte bei der Lohngleichheit sind ein Grund für den Frauenstreik. Der grosse Unterschied. Von wegen „kleiner Unterschied“: Die Differenz zwischen Männerlöhnen und Frauenlöhnen will nicht weggehen. Unter anderem darum rufen die Gewerkschaften mit vielen weiteren Organisationen für den 14. Juni zum Frauenstreik (oder: „Frauen=streik“) auf. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Dass Frauen, die die Männer bezüglich Bildung inzwischen überholt haben, immer noch rund einen Fünftel weniger verdienen als diese, ist skandalös. Es braucht dringend griffige Massnahmen gegen die Diskriminierung der Frauen im Erwerbsleben. Dafür wird auch am 14. Juni gekämpft. 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der soeben veröffentlichten Lohnstrukturerhebung 19,6 Prozent weniger verdient als Männer. Auch der „erklärbare“ Unterschied ist inakzeptabel: Frauen sind im Tieflohnbereich übervertreten, sie wählen Teilzeitjobs und prekäre Beschäftigungen, um Zeit für unbezahlte Care-Arbeit zu haben - während Männer die Lohnleiter hochklettern. Nötig sind darum unter anderem existenzsichernde Mindestlöhne, eine generelle Verkürzung der Lebens-, Jahres- und Wochenarbeitszeit sowie Investitionen in den Service public - damit die unbezahlte Arbeit nicht mehr grösstenteils auf den Frauen lastet. Ankommen im 21. Jahrhundert. (…). SGB.
VPOD-Magazin, 1.3.2019.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2019-03-01.
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26.02.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Anne Fritz
Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019. Vier Monate vor dem Frauen*streik am 14. Juni 2019 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vier Monate vor dem Frauen*streik laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Überall in der Schweiz sind regionale Komitees am Werk. Und unter dem Motto „Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019“ haben der SGB und seine Verbände vor kurzem Forderungen verabschiedet, mit denen die Gleichstellung in der Arbeitswelt vorangetrieben werden soll. In der Luft liegt der Frauenkampftag schon lange. Im Sommer 2017 unterbreitet der Bundesrat dem Parlament eine Revision des Gleichstellungsgesetzes. Endlich. Bereits drei Jahre vorher hatte er den gesetzgeberischen Handlungsbedarf in Sachen Lohngleichheit offiziell festgestellt. Frauenorganisationen und Gewerkschaften mussten grossen Druck aufbauen, damit Justizministerin Sommaruga trotz der starken Widerstände in der Vernehmlassung konkrete Massnahmen vorschlagen konnte. Die Vorlage war durchzogen – weder eine Kontrollpflicht für alle Firmen noch Sanktionen waren vorgesehen. Und es war absehbar, dass die Vorlage von der rechten Mehrheit entweder weiter geschwächt oder gar versenkt würde. Das Schneckentempo und der Krebsgang in Sachen Lohngleichheit, kombiniert mit dem Streit um die Erhöhung des Frauenrentenalters sowie dem wieder viel lauter werdenden Sexismus im Alltag schürte den Unmut vieler Frauen. Erste Stimmen für einen neuen Frauen*streik wurden laut. (…). Anne Fritz.
SGB, 26.2.2019.
Personen > Fritz Anne. Lohngleichheit. Frauenstreik. SGB, 2019-02-26.
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22.02.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenlöhne
Frauenstreik
Volltext
NOW! Respekt und mehr Lohn für die Frauen! Heute ist Equal Pay Day. Der Lohnklau muss endlich ein Ende haben! Auf zum Frauen*streik am 14. Juni! 22.2.2019: Equal Pay Day. Das heisst, dass Frauen bis jetzt gratis gearbeitet haben und erst ab jetzt den Lohn erhalten, der ihnen zusteht. Frauen verdienen immer noch rund 20% weniger als Männer. Obwohl sie mindestens gleich viel leisten wie ihre Kollegen. Neuste Untersuchungen zeigen gar: Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau steigt statt zu sinken. Das ist ungerecht und muss sich ändern! Je mehr Frauen in einer Branche arbeiten, desto tiefer sind die Löhne. Die Löhne in so genannten Frauenbranchen, etwa in der Pflege und Betreuung, im Coiffeurgewerbe oder im Detailhandel sind generell tief und reichen oft nicht oder nur knapp zum Leben. Tiefe Frauenlöhne führen auch zu tieferen Frauenrenten. Frauen arbeiten häufiger Teilzeit und haben aufgrund von Familienpflichten häufiger Unterbrüche in der Erwerbsbiographie. Zusätzlich verdienen sie oft zu wenig. Das wirkt sich negativ auf die Frauenrenten aus und die Diskriminierung setzt sich auch im Alter fort. Die Unia verlangt: Lohngleichheit, anständige Löhne, von denen Frauen leben können! Renten für ein würdiges Leben im Alter. Um ihren Forderungen nach Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit Nachdruck zu verleihen, werden die Unia-Frauen am 14. Juni streiken.
Unia Schweiz, 22.2.2019.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-02-22.
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18.01.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Nur noch 147 Mal schlafen. Nur noch 147 Mal schlafen bis zum Frauenstreik: Am 14. Juni, 28 Jahre nach dem ersten Frauenstreik, wird er steigen. Bereits sind in den meisten Kantonen Streikkomitees am Hirnen, Prüfen, Planen. Nur die Urschweiz zagt noch. Und bereits ist auch eine nationale Streikkoordination aktiv. Wer, was, wo, warum plus lässige Illus finden Sie auf der Website www.frauenstreik2019.ch. Einstimmig und unter Applaus hatte der Gewerkschaftsbund an seinem Kongress im Dezember Ja gesagt zu diesem zweiten Streich. Ja zu den nötigen finanziellen und persönlichen Ressourcen. Und bereits hat beim SGB Mme Frauenstreik ihre Arbeit als Kampagnenverantwortliche aufgenommen. Sie ist jung, bilingue, hat einen Master in Gender Studies und heisst Anne Fritz. Fünf Monate vor dem hoffentlich grossen Coup herrscht also Bewegung. Künzi & Bärtschi. Bewegung auch beim Work: Wir freuen uns, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen in unserer ersten Ausgabe im neuen Jahr gleich zwei neue Kolumnen präsentieren zu dürfen, von zwei neuen, schreibfertigen Autorinnen: Die „Künzi streikt“-Kolumne von Slam-Poetin Sandra Künzi und die „Bärtschi-Post“-Kolumne der Berner Briefträgerin Katrin Bärtschi. Künzi wird uns zum Frauenstreik führen und streikt schon jetzt: „Für gleich lange Würste“, weil: „Wieso für ihn den Schüblig und für sie ds Cipollata?“ fragt die Metzgerstochter keck. Und findet noch keckere Beispiele für die fiese Ungleichheit zwischen Mann und Frau, alles astreine Streikgründe. Aus ganz anderem Stoff ist, was Katrin Bärtschi so durch den Kopf und in die Tasten springt. Als Briefträgerin bei der Post erlebt (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-01-18.
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18.01.2019 Bern
Personen
Work
Sandra Künzi
Frauenstreik
Kolumne
Volltext
Künzi streikt! Für gleich lange Würste! Es ist doch so: Er füdlet ume, und sie dehei am Füdle putze. Er am Grümpelturnier (untrainiert, aber topmotiviert) und sie dehei am Grümpelsortieren. Er verletzt sich (untrainiert, ich sags ja!), sie verpflegt ihn. Sie pflegt auch noch seine Eltern und ihre eigenen und die Meersäuli. Er schnarcht düre, sie steht drü Mal pro Nacht auf. Er beim Frühschoppen, sie am Schoppenkochen. Er hat Biss, sie Haare auf den Zähnen. Er hat Haare an den Beinen (kein Problem), sie auch (ein Problem). Er weiss, was er will, sie weiss auch, was er will, sonst wärs ja mega ego. Und das wär so un¬sympathisch. Sie hat eine Idee, er keine, am Schluss ists seine. Läck Trick! Er gibt Guzzi, sie bached Güezi. Honigschläck. Ja klar: De Maa ¬muess schaffe (und luegt vielleicht am Samstag Nami zu de Goofe), d Frau schaffed au (und luegt immer auch noch zum Nachwuchs ausser vielleicht am Samstag Nami). Er hat seinen Dreizehnten, sie -Arbeit auf Abruf. Er ist Chef, sie ist Gehilfin. Die Chefs nehmen nicht so gern Frauen wegen ¬diesen Schwangerschaften und kranken ¬Kindern. Ja sicher, für d Manne ists auch kein Honigschläck. E Büezer wird au oft schlächt zahlt, aber hey: E Frau no schlächter! Und i de obere Liga? De Xherdan (Sturm) 7 200’000 Franken, d Ramona (Sturm) 108’000. He, du kennst Ramona Bachmann nicht? Wurstneid. Was soll man dazu sagen? Also ich als Metzgerstochter bin für gleich lange Würste. Wieso für ihn den Schüblig und für sie ds Cipollata? Das kann man jetzt mira Wurstneid nennen, und da hätten die einten vielleicht nicht Freud ¬(ausser Freud), weil weniger Fleisch wäre (...). Sandra Künzi.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Künzi Sandra. Frauenstreik. Kolumne. Work online, 2019-01-18.
Ganzer Text
03.12.2018 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Völlig unzureichend – Frauen bereiten den Frauenstreik vor. Für die Unia ist die heute vom Nationalrat verabschiedete Revision des Gleichstellungsgesetzes absolut unbefriedigend. Das dürftige Gesetz eignet sich nicht, um die seit mehr als 30 Jahren in der Verfassung verankerte Lohngleichheit endlich umzusetzen. Die Unia engagiert sich deshalb mit voller Kraft für den Frauen*streik am 14. Juni 2019. Für die Unia ist die längst fällige Revision des Gleichstellungsgesetzes völlig ungenügend und eine grosse Enttäuschung. Nur Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden (exklusive Lernende) müssen Lohnanalysen durchführen. Das sind nicht einmal 1% aller Firmen und nur 46% der Arbeitnehmenden. Das ist ein Affront gegen die Gewerkschaftsfrauen, welche seit fünf Jahren für eine Änderung des Gesetzes kämpfen. Dazu kommt: Fehlbare Unternehmen müssen lediglich ihre Mitarbeitenden informieren. Sie werden weder sanktioniert, noch dazu verpflichtet, Massnahmen für die Lohngleichheit zu ergreifen. Das ist skandalös! Mit der zusätzlichen Begrenzung der Laufzeit auf 12 Jahren ist dieses Alibigesetz ein Hohn für alle Frauen. Die Verfassung gilt nicht nur auf Zeit! Es gilt ernst. Am 22. September gingen 20‘000 Frauen und solidarische Männer für die Lohngleichheit auf die Strasse. Seit Jahrzehnten kämpfen sie gemeinsam für das Recht auf Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Ihre Geduld ist am Ende! «Das von bürgerlichen Männern dominierte Parlament ignoriert unsere Anliegen (...). ,
Unia Schweiz, 3.12.2018.
Unia Schweiz > Frauen. Gleichstellung. Unia Schweiz, 2018-12-03.
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06.11.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Frauenstreik
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Unterstützung des Frauenstreiks. Der SEV-Vorstand unterstützt den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Er empfiehlt ausserdem ein deutliches Nein zur Überwachung von Versicherten und zur SVP-Initiative, über die am 25. November abgestimmt wird. Der Frauenstreik vom 14. Juni 1991 sitzt mit seinen über 500‘000 Teilnehmerinnen noch tief im Gedächtnis. „Es war ein historischer Moment“, betont Lucie Waser am 26. Oktober vor dem SEV-Vorstand. 2019, 28 Jahre später ist wiederum am 14. Juni ein Frauenstreik geplant. Der Vorstand hat entschieden, dass sich der SEV aktiv und finanziell daran beteiligen wird. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund wird seinen formellen Beschluss anlässlich seines Kongresses Ende November fassen. „Trotz dem starken Signal, das am 22. September 20‘000 Personen in Bern für die Lohngleichheit ausgesendet haben, hat sich unter der Bundeshauskuppel nichts bewegt. Wir müssen weiter mobilisieren“, präzisierte die Gleichstellungsverantwortliche des SEV. „Der nächste Streik wird anders sein als bisherige“, führte SEV-Präsident Giorgio Tuti aus. „Dieser Streik ist politischer Natur. Es geht darum, den Behörden und der Gesellschaft die inakzeptable Situation aufzuzeigen und ein starkes Zeichen zu setzen!“ Lucie Waser hat dem Vorstand in Erinnerung gerufen, dass die Frauen an unterschiedlichen Fronten kämpfen: Lohngleichheit, soziale Gleichheit, gleichberechtigte Aufteilung der Hausarbeit. „Es gab zwar Verbesserungen hinsichtlich diesem letzten Punkt, (…). Vivian Bologna, chf
SEV, 6.11.2018.
SEV > Frauenstreik. SEV, 2018.11-06.
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19.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Frauenstreik
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Schon gibt es überall Streikkomitees. Der Frauenstreik 2019 kommt bestimmt. Der zweite Frauenstreik ist unterwegs. Das zeigen die Recherchen von Work. Es war eine machtvolle Demonstration: 20’000 Frauen und Männer protestierten am 22. September in Bern für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Und machten klar, dass sie nicht länger warten wollen: „Es reicht, es braucht einen neuen Frauenstreik!“ 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik von 1991 liegt also der zweite in der Luft. Er soll am 14. Juni 2019 stattfinden. Streikgründe gibt es genug: Immer noch verdient eine Berufsfrau in der Schweiz im Schnitt 7‘000 Franken im Jahr weniger, nur weil sie eine Frau ist. Immer noch leisten die Frauen die meiste Haus- und Betreuungsarbeit – gratis. Und noch immer ist Gewalt ¬gegen Frauen allgegenwärtig. Kommt dazu, dass das Parlament im Kampf gegen die Lohndiskriminierung nur Mini-Schrittchen wagt. Von Genf bis Zürich. In der ganzen Schweiz bilden sich jetzt Streikkomitees. Am 5. November findet die erste nationale Koordinations¬sitzung statt. Die Westschweiz hat die Nase vorne, wie Mitorganisatorin ¬Manuela Honegger aus Genf erzählt. Inzwischen hat jeder der sechs welschen Kantone sein eigenes Streikkomitee. An den Veranstaltungen treffen sich jeweils rund 100 Aktivistinnen. Besonders erfreulich ist das grosse Echo im konservativen Wallis – auch dort kamen zum ersten Streiktreffen über hundert Frauen. Honegger hat einen Doktor in Politikwissenschaft, arbeitet als Campaignerin und hat zwei Schulkinder. Sie sagt: „Die grosse Herausforderung ist nun, möglichst viele verschiedene Frauen anzusprechen – die (…). Sabine Reber.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Reber Sabine. Frauenstreik. Work online, 2018-10-19.
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01.10.2018 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
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Demonstration für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung: 20‘000 Frauen haben genug! Auftakt zum Frauenstreik 2019. 20‘000 Personen haben in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung demonstriert - Frauen, aber auch solidarische Männer. Ein gelungener Auftakt zum Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 Prozent Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung 32 Prozent. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden - denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37 Prozent unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin und zuständig für die Frauenkommission. Dies bedeutet eine Reduktion der Vollarbeitszeit und mehr (…). Mit Fotos.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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01.09.2018 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
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Die Unia Frauen sind bereit für Lohngleichheit und echte Gleichstellung zu kämpfen! Unia Frauen bereit für einen Frauenstreik. Über 100 Frauenvertreterinnen haben an der diesjährigen Unia-Frauenkonferenz in Neuenburg ihre Bereitschaft zu einem aktiven Kampf für Lohngleichheit und echte Gleichstellung ausgedrückt. Sie rufen zur Teilnahme an der Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung vom 22. September auf und sind entschlossen, für 2019 einen Frauenstreik vorzubereiten. Die Lohnungleichheit in der Schweiz ist skandalös: Eine Frau wird in ihrem Berufsleben um durchschnittlich 300‘000 Franken betrogen. Der Wille zur Umsetzung der Lohngleichheit bürgerlichen Politikern fehlt hingegen. Die im Parlament hängige Gesetzesrevision ist ein Hohn für alle Frauen: Nur ein Prozent der Unternehmen müssten Lohngleichheitsanalysen durchführen, ohne Sanktionsmassnahmen und mit zeitlicher Beschränkung. Dies muss der Nationalrat korrigieren! Massnahmen gegen Sexismus und Gewalt verstärken. Im Internet sind Frauen überdurchschnittlich oft von Hasstiraden betroffen, die auf ihren Körper oder ihre Sexualität bezogen sind. In Genf wurden erst kürzlich fünf Frauen von Männern brutal niedergeschlagen. Dies ist leider kein Einzelfall. Laut Studien haben über 40 Prozent der Frauen schon physische Gewalt oder Drohungen erlitten. Sexistische Denk- und Verhaltensmuster sind oft der Boden für solche Gewalt. Die Unia Frauen fordern deshalb wirksame Massnahmen zur Prävention. (…).
Unia Schweiz, 1.9.2018.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2018-09-01.
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15.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
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Frauenstreik 2.0. Am 14. Juni 2019 findet der zweite Frauenstreik statt. Save the date, reserviere das Datum! Diese Ankündigung kursiert auf Facebook. Und ein Manifest von Juso und SP zum Unterschreiben ruft das Frauenjahr aus. Dieses dauert bis am 14. Juni 2019 – und bis dann muss die Schweiz folgende Forderungen umgesetzt haben: 1. Die Lohngleichheit, mit Lohnkontrollen und Sanktionen. 2. Die Anerkennung unserer Arbeit: Familie und Haushalt sind Arbeit. Beruf und Familie müssen endlich vereinbar werden. Und 3. Keine Gewalt gegen Frauen. 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik mobilisieren die Frauen also für den zweiten. Sie mögen nicht mehr warten. Denn Geduld und Demut brachten uns Frauen noch nie voran. Wut und Proteste schon. Save the date! Frauen kämpften 62 Jahre bis zum Frauenstimmrecht, 88 Jahre bis zur Gleichstellung im Eherecht, 60 Jahre bis zur Fristenlösung bei der Abtreibung und 86 Jahre bis zur Mutterschaftsversicherung. Verrückt: Das ist alles noch gar nicht so lange her. Meine Mutter lebte fast vierzig Jahre ohne Stimmrecht. Und 56 Jahre unter einem frauenfeindlichen Eherecht. Es stellte die Ehefrau unter die Vormundschaft des Mannes. Der Mann konnte allein über Familieneinkommen und Wohnort bestimmen. Der Mann konnte der Frau sogar verbieten, erwerbstätig zu sein. Und er könnte es immer noch, wäre es nach der SVP (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 15.6.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik 2019. Work, 2018-06-15.
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16.03.2018 Spanien
Frauen
Personen
Work
Andreas Rieger
Frauenstreik
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Historischer Frauenstreik in Spanien: "Auf zum Streik, mujeres!" Das hat Europa noch nie gesehen: 6 Millionen Frauen und Männer beteiligten sich in Spanien am grossen Frauenstreik. Work erklärt, warum. "Auf zum Streik!" sang eine Frauengruppe in der nordspanischen Stadt Bilbao im Vorfeld des Frauentags. Und weiter im Song: "Wir sind zehn, wir sind hundert, wir sind tausend!" Am 8. März dann die perfekte Überraschung: Sechs Millionen Frauen und Männer beteiligten sich am grössten Frauenstreik in der Geschichte Spaniens, ja Europas. Nach dem Frauenstreik in Island (1975) und jenem in der Schweiz (1991) überraschten die Spanierinnen mit einer nie gesehenen Mobilisierung. Warum gerade sie? Wenn Frau will. Der Riesenerfolg ist das Resultat jahrelanger Arbeit Hunderter feministischer "Colectivos". Viele dieser Frauengruppen sind mit der Protestbewegung "Indignadas/-os" (die Empörten) entstanden, die in Spanien seit 2011 gegen Sparprogramme, Arbeitslosigkeit, Bildungsabbau und für Gleichstellung auf die Strasse ging. Im Januar 2017 beteiligten sie sich auch an den feministischen Anti-Donald-Trump-Märschen. Am 8. März vor einem Jahr waren sie schon Hunderttausende, vor allem junge Frauen. Trotz Wirtschaftsaufschwung gibt es in Spanien für die Mehrheit der Jungen nur prekäre Jobs, eine Saisonstelle in einem Tourismusgebiet zum Beispiel. Aber kaum feste Anstellungen. Und die (…). Andreas Rieger.
Work online, 16.3.2018.
Personen > Rieger Andreas. Spanien., Frauenstreik. Work online, 2018-03-16.
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13.06.2016 Schweiz
Frauen
Personen
SGB-Frauenkommission
Elfie Schöpf
Chronologie
Frauenstreik
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Der landesweite Frauenstreik vom 14. Juni 1991: ein Rückblick. Lustvoll, bunt und engagiert strömten am 14. Juni 1991 rund eine halbe Million Frauen mit lila Ballonen auf Schweizer Strassen und Plätze. „Frauenstreik" - eine unerhörte Provokation in einem Land, das lange Zeit nur selten Streiks gekannt hatte. Die Frauen mussten ein Jahrzehnt nach der Verankerung des Prinzips der Gleichstellung von Mann und Frau in der Verfassung feststellen, dass den gleichen Rechten auf dem Papier keine überwältigenden Taten gefolgt waren. Immer noch wurden sie mit Löhnen abgespeist, die insgesamt um ein Drittel niedriger waren als Männerlöhne. Die zudienenden Aktivitäten in Beruf und Familie waren nach wie vor Frauensache. Höchste Zeit schien den Frauen aus den Gewerkschaften, auf die Pauke zu hauen. Die am Gewerkschaftskongress 1990 von Christiane Brunner formulierten Wünsche und Anliegen der Frauen wurden zu von den Männern mitgetragenen politischen Forderungen. Es gehe beim geplanten Frauenstreik nicht darum, meinten die Gewerkschafterinnen, die Männerherrschaft in eine Frauenherrschaft umzuwandeln, sondern dass es für den Kampf um bessere Frauenlöhne und die Durchsetzung der gleichen Rechte den gemeinsamen Einsatz von weiblichen und männlichen Gewerkschaftsmitgliedern brauche. Als die Frauen solch konkrete Forderungen erläuterten, merkten die Kollegen: „die meinen es ernst". So unterstützte der Gewerkschaftsbund die Vorbereitungen zum landesweiten Frauenstreik und setzte mich als frühere Zentralsekretärin der SP Schweiz als Koordinatorin ein. Was passierte am 14. Juni 1991? (…). Elfie Schöpf.
SGB-Medienkonferenz vom 13. Juni 2016.
Personen > Schöpfi Elfie. Frauenstreik 1991. SGB, 2016-06-13.
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