Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 170

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26.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Armut
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arbeitslosigkeit und Armut in der „reichen Schweiz“. Arbeitslosigkeit und Armut sind Stichworte, die jetzt in der Coronakrise allgegenwärtig sind, auch in der Schweiz. Arbeitnehmende, die auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden, kommen wegen der Einkommenskürzung an oder sogar unter das Existenzminimum. Das gleiche gilt für eine grosse Zahl von Selbständigen, die in den letzten Monaten Verdienstausfälle in Kauf nehmen mussten. Über die Hälfte der Haushalte verfügen über weniger als 50’000 Franken Vermögen, ein Viertel der Bevölkerung besitzt gar nichts oder hat gar Schulden. Eine längere Periode mit Verdienstausfällen können die meisten nicht ohne Hilfe durchstehen, sie haben kaum Reserven.
Konstant hoch. Wie die Grafik zeigt, ist Arbeitslosigkeit und Armut kein neues Phänomen. Bereits in den letzten 10 Jahren, die nach der Finanzkrise eigentlich Jahre der Hochkonjunktur waren, ist die Erwerbslosigkeit konstant hoch geblieben. Noch 2018 war die Erwerbslosenquote mit 4,7 praktisch gleich hoch wie 2009; erst im letzten Jahr ging sie etwas zurück. Sehr ähnlich sieht es bei der Armutsquote der Erwerbstätigen aus, die seit 2010 etwa gleich blieb. Als arm gelten Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, der über weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens verfügt, 2018 entsprach das bei einem Einpersonenhaushalt 2080, bei einem Vierpersonenhaushalt 4370 Franken. Kein Wunder, dass auch jener Teil der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den letzten 10 Jahren nicht kleiner, sondern sogar grösser geworden ist. (…). 
Work online, 26.6.2020.
Personen > Baumann Hans. Arbeitslosigkeit. Work online, 2020-06-26.
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09.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Unia Schweiz

Jugendarbeitslosigkeit
Volltext
Immer mehr unter 25-Jährige ohne Arbeit. Bund und Kantone müssen Jugendarbeitslosigkeit
entschlossen bekämpfen. Die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen ist im Mai auf 3,4 Prozent gestiegen. Das sind 76 Prozent. (7'709 Personen) mehr als noch vor einem Jahr. Bund und Kantone müssen für die Sicherung und Schaffung von Lehrstellen sorgen. Die Gewerkschaft Unia fordert zudem Massnahmen, um junge Stellensuchende zu unterstützen. Der Zugang zu Arbeitslosenunterstützung für unter 25-Jährige muss rasch vereinfacht werden. Das Problem ist ernst, denn Arbeitslosigkeit in jungem Alter kann weitreichende Folgen haben wie u.a. eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von erneuter Arbeitslosigkeit, tiefere Löhne in zukünftigen Arbeitsverhältnissen und gesundheitliche Belastungen. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen bilden zudem erfahrungsgemäss nur einen Teil der Wirklichkeit ab. Frühere Krisen haben gezeigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich oft nicht arbeitslos melden, auch wenn sie ohne Stelle sind. Lehrstellen müssen gesichert werden. In einigen Kantonen zeichnet sich ab, dass weniger Lehrverträge abgeschlossen werden – auch dies schlägt sich in einer höheren Jugendarbeitslosigkeit nieder. Der Bund muss eine schweizweite und möglichst effektive Lösung für die Unterstützung von Betrieben finden, die Lernende ausbilden. Wo Kantone bereits Massnahmen ergriffen haben (z.B. in Genf, Waadt), soll der Bund diese finanziell unterstützen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 9.6.2020.
Unia Schweiz > Jugendarbeitslosigkeit. Unia Schweiz, 2020-06-09.
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28.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Reto Wyss
Arbeitslosigkeit
Volltext
Corona-Arbeitslosigkeit: Die Überbrückungsleistung ist nötiger denn je. Das Parlament muss in der Sommersession beschliessen. In den drei Corona-Monaten März bis Mai ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz richtiggehend explodiert - nämlich von rund 105'000 auf über 160'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas hat es in der Schweiz noch nie gegeben. Nur dank den „Lohngarantien“ in Form von Kurzarbeit oder des Corona-Elternurlaubs konnte Schlimmeres wie in den USA verhindert werden: Dort haben alleine im Monat April 20 Millionen Arbeitnehmende ihre Stelle verloren. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt, die Konjunkturaussichten sind nach wie vor trübe. Krise trifft „Ü55“ hart. Besonders stark war der Anstieg bei den jungen Altersgruppen. Weil die Firmen bei den Stellenbesetzungen auf die Bremse traten, war die Stellensuche für diese Gruppe nach der Ausbildung, der Rekrutenschule oder einem Auslandaufenthalt besonders schwierig. Etwas im Schatten der jüngeren leiden aber auch die älteren Berufstätigen stark unter der Krise. Die „Ü55“ sind grundsätzlich viel weniger oft auf Stellensuche als ihre jüngeren KollegInnen, und dennoch hat in dieser Altersgruppe die Zahl der neuen Arbeitslosen in den Monaten März und April um fast 50 Prozent zugenommen. Das ist sehr beunruhigend. Aus dem Gewerkschaftsalltag wissen wir von zahlreichen Betroffenen, die in den letzten beiden Jahren nach längerer Suche endlich wieder eine Stelle gefunden haben. Doch kaum brach die Corona-Krise aus, wurden sie entlassen. (…).  Reto Wyss.
SGB, 28.5.2020.
Personen > Wyss Reto. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-05-28.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind Corona-Entlassungen nicht akzeptabel. Die Arbeitslosigkeit explodiert um 40% innerhalb von einigen Wochen: einen solchen Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet. 50'000 Corona-Entlassungen sind zuviel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur zwei Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
Daniel Lampart.
SGB, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-05-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Travail.Suisse

Arbeitslosigkeit
Volltext
Coronakrise: Der Arbeitsmarkt vor grossen Herausforderungen. Die Coronakrise stellt auch den Arbeitsmarkt vor historische Herausforderungen, wie die aktuellen Zahlen des SECO zeigen. Knapp 2 Millionen Arbeitnehmende in Kurzarbeit und eine Zunahme von 17‘789 arbeitslosen Personen bis Ende April übersteigen die Dimensionen von frühere Rezessionen bei weitem. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, kommt der Sicherung der Arbeitsplätze grösste Bedeutung zu. Gleichzeitig müssen die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung über zusätzliche Bundesmittel finanziert werden, um das Instrument ALV nicht nachhaltig zu schädigen. Die neusten SECO-Zahlen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigen deutlich, wie die Coronakrise auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist alleine im April um über 17‘000 gestiegen. Ende April sind damit 153‘413 Personen in der Schweiz arbeitslos – dies entspricht einer Zunahme von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist im April um 0.4 Prozentpunkte auf 3.3 Prozent gestiegen. „Trotz dem Instrument der Kurzarbeit haben bereits mehrere tausend Arbeitnehmende ihre Stelle verloren. Dies zeigt die grosse Herausforderung für den Arbeitsmarkt, deutet aber auch auf vorschnelle Entlassungen durch die Arbeitgeber“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).
Travail,Suisse, 7.5.2020.
Travail.Suisse > Arbeitslosigkeit. Travail.Suisse, 2020-95-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Entlassungen
Volltext
Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind Corona-Entlassungen nicht akzeptabel, Appell des SGB angesichts des erschreckenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit explodiert: Innerhalb von nur wenigen Wochen steigt sie um 40%.Ein solcher Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet: 50'000 Corona-Entlassungen sind zu viel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur acht Wochen stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
SGB, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Personen > Lampart Daniel. Entlassungen. Coronavirus. SGB, 2020-05-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Syndicom

Arbeitslosigkeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind 50'000 Corona-Entlassungen nicht akzeptabel. (SGB) Die Arbeitslosigkeit explodiert um 40% innerhalb von einigen Wochen: ein solcher Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet. 50'000 Corona-Entlassungen sind zuviel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur zwei Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
Syndicom, 7.5.2020.
Syndicom > Arbeitslosigkeit. Syndicom, 2020-05-07.
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07.04.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Volltext
Inakzeptable Corona-Entlassungen. Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März so stark gestiegen wie noch nie seit die Zahlen national erhoben und ausgewiesen werden. Gemäss den Meldungen im Jobroom des Bundes (arbeit.swiss) dürfte sich diese erschreckende Entwicklung im April fortgesetzt haben. Allein seit Ende März, also binnen einer Woche, sind dort weitere 8000 Arbeitslose dazugekommen. Die Firmen entlassen in grosser Zahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obwohl der Bundesrat auf Bitte der Sozialpartner die Kurzarbeit auf mittlerweile fast alle Branchen und Arbeitsverhältnisse ausgedehnt sowie weitere Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsplätze eingeführt hat. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass selbst Firmen in zahlreichen Branchen, die nach wie vor arbeiten dürfen, viele Leute entlassen haben. So beispielsweise Teile der Industrie, der Verkehrsbranche und des Finanzsektors. Dieses Verhalten der Firmen ist nicht akzeptabel. Der SGB erwartet klar, dass Arbeitgeber mit wirtschaftlichen Problemen nun Kurzarbeit einführen oder vom neuen Corona-Elternurlaub Gebrauch machen, und jetzt die Corona-Entlassungen stoppen. (…).
SGB, 7.4.2020.
SGB > Coronavirus. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-04-07.
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11.03.2020 Schweiz
AHV
Arbeitslosigkeit
Travail.Suisse

AHV-Renten
Volltext
Überbrückungsleistung in abgemagerter Gestalt. Bei der Überbrückungsleistung nähern sich die Positionen von National- und Ständerat weiter an. Dabei ist der Nationalrat dem Ständerat weit entgegengekommen. Auf Überbrückungsleistungen sollen nur Personen Anspruch haben, die nach dem 60. Altersjahr ausgesteuert wurden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, kritisiert diese inhaltlich weitgehende Annäherung des Nationalrats an den Ständerat. Bei der Überbrückungsleistung bestehen zwischen National- und Ständerat weiterhin Differenzen. Der Nationalrat ist dem Ständerat heute in wesentlichen Punkten entgegengekommen. Er akzeptiert, dass die Leistung nur an Personen ausgerichtet wird, die nach dem 60. Altersjahr ausgesteuert werden. Damit wird die Bundesratsvorlage in diesem Punkt beibehalten. Härtefälle sollen dabei nicht berücksichtigt werden. Der Nationalrat hat auch eine Plafonierung, wie vom Ständerat gefordert, akzeptiert. Allerdings schlägt er in der Differenzbereinigung eine höhere obere Grenze von 43‘762 Franken für Alleinstehende vor (Ständerat: 38‘900 Franken). Die Krankheits- und Behinderungskosten sollen dabei separat abgegolten werden, allerdings nur bis 5000 Franken bei Alleinstehenden. Auch in dieser Frage kommt der Nationalrat dem Ständerat entgegen. Der Bundesrat sah ursprünglich eine Leistungshöhe von 58‘350 Franken für Alleinstehende vor. (…).
Travail.Suisse, 11.3.2020.
Travail.Suisse > AHV-Rente. Travail.Suisse, 2020-03-11.
Ganzer Text
21.02.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Reto Wyss
Arbeitslosenversicherung
Volltext
Sozialer Fortschritt für ältere Ausgesteuerte. Erfreulicher Entscheid zu den Überbrückungsleistungen. Die Nationalratskommission korrigiert die ständerätlichen Fehlentscheide bei der Überbrückungsleistung. Sie stellt sich damit klar gegen drastische Kürzungen am Bundesratsmodell. Die Probleme der älteren Arbeitnehmenden haben stark zugenommen. Dies stellen nicht nur die SGB-Gewerkschaften in ihrer täglichen Arbeit, sondern auch die OECD und das Seco fest. Die Zahl der Ausgesteuerten und Sozialhilfeabhängigen „Ü55" nimmt stetig zu, weshalb der SGB seit Jahren eine bessere soziale Absicherung für ältere Arbeitnehmende fordert. Genau das ist auch das Ziel der vom Bundesrat und den Sozialpartnern vorgeschlagenen Überbrückungsleistung. Ende letzten Jahres hat der Ständerat die präsentierte Vorlage allerdings bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen. Dies hat die Sozialkommission des Nationalrats nun mit der Annahme eines umfassenden Antragspakets weitgehend korrigiert und dabei auch wesentliche Neuerungen beschlossen: Überbrückungsleistungen sollen so nicht nur jene erhalten, die nach dem 60. Geburtstag ausgesteuert werden, sondern alle 60-jährigen Ausgesteuerten (unabhängig vom Zeitpunkt der Aussteuerung). Damit wird ein harter Schwelleneffekt geglättet, und gleichzeitig wird durch die Einführung einer Mindestversicherungsdauer von 5 Jahren nach dem Alter 50 garantiert, dass die ÜL eine spezifische Leistung für ältere Ausgesteuerte bleibt. (…).  Reto Wyss.
SGB, 21.2.2020.
Personen > Wyss Reto. Arbeitslosenversicherung. Leistungen. SGB, 2020-02-21.
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31.05.2019 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
David Gallusser
Arbeitslosigkeit
Volltext
Arbeitslosigkeit: Darum täuscht die „Quote“. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Schweiz mit ihrer tiefen Arbeitslosigkeit brüsten konnte. Die hiesige Erwerbslosenquote pendelte sich in den letzten Jahren nach jedem Abschwung auf einem höheren Niveau ein und erreichte 2018 im Jahresdurchschnitt 4,9 Prozent (siehe Grafik). Im europäischen Vergleich ist die Schweiz damit ins Mittelfeld abgerutscht. Deutschland, die Niederlande, aber auch Polen oder Ungarn haben heute eine tiefere Erwerbslosigkeit. Neben den Erwerbslosen ist auch die Zahl der Beschäftigten, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, laufend gestiegen. Zuletzt waren insgesamt 12 Prozent aller Personen im Erwerbsleben entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt. Das ist alles andere als ein Spitzenwert. Beschönigende Quote. Trotz der beunruhigenden Werte behaupten einige Ökonomen, wir hätten Vollbeschäftigung. Sie stützen sich dabei auf die Zahl der Arbeitslosen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet sind. Die so berechnete Arbeitslosenquote betrug nämlich „bloss“ 2,6 Prozent im Jahr 2018. Allerdings greift es zu kurz, nur Arbeitslose beim RAV zu zählen. Viele Arbeitslose können oder wollen keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen, weil sie zum Beispiel bereits eine IV-Teilrente erhalten, ausgesteuert sind oder sich den Auflagen nicht unterordnen wollen. Die erstgenannte Erwerbslosenquote kann diese Arbeitslosen dank einer breit angelegten Umfrage mit berücksichtigen. Sie kommt deshalb auf einen höheren und weniger beschönigenden Wert. Kaum Lohnwachstum. Ein klares (…). David Gallusser.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Gallusser David. Arbeitslosigkeit. Work online, 2019-05-31.
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29.11.2018 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arm trotz Arbeit. Beschäftigtenquote der BRD bei 79 Prozent. Linke kritisiert prekäre Verhältnisse. Deutschland hat EU-weit die zweithöchste Erwerbstätigenquote nach Schweden. 79 Prozent der 20- bis 64jährigen gehen einer bezahlten Tätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 2007 waren es noch 73 Prozent. Im EU-Durchschnitt stieg die Quote binnen zehn Jahren nur um zwei Punkte auf 72 Prozent. Spitzenreiter ist Schweden mit aktuell 82 Prozent. „Vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, erklärten die Statistiker. In Deutschland erhöhte sie sich von 67 auf 75 Prozent. Im EU-Durchschnitt gehen rund 78 Prozent der Männer, aber nur 66 Prozent der Frauen einer Arbeit nach. Am häufigsten berufstätig waren Frauen in Schweden (80 Prozent) und Litauen (76 Prozent). Deutschland lag mit 75 Prozent an dritter Stelle. Dabei war hierzulande fast jede zweite erwerbstätige Frau teilzeitbeschäftigt. Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht Handlungsbedarf in Deutschland, um mehr Frauen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. „Durch den Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung für Kleinkinder aus ungünstigeren sozioökonomischen Verhältnissen und die Ausweitung des Ganztagsangebots an Grundschulen wird das Kompetenzniveau der Bevölkerung auf lange Sicht angehoben“, heisst es im aktuellen Wirtschaftsausblick (Siehe JW vom 22. November). Gleichzeitig könnte dadurch insbesondere Müttern erleichtert werden, Familie und längere Arbeitszeiten miteinander zu vereinbaren. Die Beamten der Bundesagentur für Arbeit sind (…).
Junge Welt, 29.11.2018.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Armut. Junge Welt, 2018-11-29.
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28.11.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Unia Schweiz

Arbeitslosenkasse
Volltext
Unia Arbeitslosenkasse lanciert Online-Kalkulator. Entschädigung in zwei Minuten berechnet. Die Arbeitslosenkasse der Unia setzt neue Service-Massstäbe für ihre Kunden. Die grösste Arbeitslosenkasse der Schweiz lanciert mit ohne-arbeit.ch eine neue Website, die in der Branche einmalig ist. Das Besondere daran: In Sekunden berechnen Versicherte ihre Entschädigung aufgrund ihrer eigenen Angaben. Wenn es um die Servicequalität gegenüber ihren Kunden geht, setzt die Arbeitslosenkasse der Unia immer wieder neue Akzente. Jetzt setzt die Kasse noch einen obendrauf und hat mit ohne-arbeit.ch eine neue Website lanciert. Der Clou: Kunden können gemäss ihren eigenen Angaben dank des Kalkulators mit nur wenigen Klicks ihre Entschädigung berechnen. Und dies bequem online und in wenigen Sekunden, jedoch ohne Gewähr. Dass der neue Online-Auftritt sämtliche Anforderungen an ein Design, welches State of the Art ist, versteht sich dabei fast schon von selbst. Nebst dem Kalkulator ermöglicht die neue Website dem Besucher zudem, sich zum Thema Arbeitslosigkeit mit nur wenigen Klicks die wichtigsten Informationen zu holen. Natasa Radisavljevic, Kommunikationsverantwortliche bei der Unia Arbeitslosenkasse, meint zur heutigen Lancierung ihres neuen Webauftritts: «Für die Unia Arbeitslosenkasse ist die Zufriedenheit und der Servicegedanke ihrer Kunden gegenüber zentral. Dass wir mit den guten Resultaten der kürzlich durchgeführten Umfrage auf dem richtigen Weg sind, hat uns darin bestärkt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.11.2018.
Unia Schweiz > Arbeitslosenkasse. Online-Kalkulator. Unia, 2018-11-28
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16.11.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Martin Jakob
Arbeitslosenversicherung
Ratgeber
Volltext
Ausgesteuert: So kommen Sie aus dem Tief. Jeden Monat verlieren über 3‘000 Menschen in der Schweiz den Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenkasse. Wie geht es weiter – finanziell, beruflich und persönlich? Niemand kann ganz sicher sein. Die Aussteuerung trifft Frauen und Männer jeden Alters. Ein harter Schlag, nachdem bereits die Phase, in der zumindest die Taggelder noch flossen, belastend war: Warum erhalte ich nur Absagen auf meine Bewerbungen oder gar keine Antwort? Warum haben die Kurse und Praktika nichts gebracht, die mir das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) vermittelt hat? Sind meine Fähigkeiten denn nichts mehr wert? Was gelte ich noch in dieser Gesellschaft, die sich durch Leistung definiert, und was denken meine Familie und meine Freunde von mir? Statistik ist ein magerer Trost für Betroffene. Trotzdem: 5 von 10 Personen finden bereits im ersten Jahr nach der Aussteuerung wieder eine Arbeit, nach fünf Jahren sind es 7 von 10. Nach der gleichen Studie des Bundesamts für Statistik zur Situation der Ausgesteuerten sucht nach fünf Jahren noch 1 von 10 Personen eine Anstellung, 2 von 10 haben sich aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen. Allerdings gelten diese Zahlen für den Gesamtdurchschnitt aller Ausgesteuerten. Menschen über 55 Jahre haben schlechtere Chancen. In dieser Gruppe gelingt nach einer Studie der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) nur etwa einem Drittel der Ausgesteuerten eine teilweise oder vollständige Rückkehr ins Erwerbsleben. (…). Martin Jakob.
Work online, 16.11.2018.
Personen > Jakob Martin. Arbeitslosenversicherung. Ratgeber. Work online, 2018-11-16.
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27.04.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Sina Bühler
Ratgeber
Volltext
Zwscheverdienst
Arbeiten in der Arbeitslosigkeit. Wenn es mit dem Zwischenverdienst harzt. Ein Zwischenverdienst hat für Arbeitslose viele Vorteile. Aber was können Sie tun, wenn Sie den Lohn dafür nicht erhalten? Mario Walser* ist arbeitslos. Er ist beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet und erhält Taggelder von der Arbeitslosenkasse. Dann findet er eine Teilzeitstelle in einem Restaurant. Der Zwischenverdienst verbessert seine finanzielle Situation. Walser sagt zu. „Und es machte mir sehr viel Spass“, sagt er, obwohl er schon bald merkte, dass der Lohn ausblieb. Eine erste, unvollständige Zahlung sei nach zwei Monaten gekommen. Auch die Arbeitskollegen beruhigen ihn. „Sie meinten, der Lohn komme schon irgendwann.“ Und die Chefin sei ein gute Seele.“ Walser traut sich nicht, zu starken Druck aufzusetzen. Er ist froh, dass er noch eine berufliche Chance bekommen hat, und glaubt, seine Chefin sei einfach überfordert. Er fühlt sich komplett alleingelassen, bittet immer wieder um Unterstützung, bekommt sie aber nicht. Das Problem. Die Arbeitslosenkasse hat ihm den Verdienst, den er gar nie bekommen hat, von den Taggeldern abgezogen. Auf der Bescheinigung für den Zwischenverdienst, den die Kasse erst nach mehrmaligem Nachfragen von der Restaurantchefin erhalten hat, war ein Lohn ausgewiesen. Die Kasse überprüfte nicht, ob dieser auch ausbezahlt wurde. Das zweite Problem. (…). Sina Bühler.
Work, 27.4.2018.
Personen > Bühler Sina. Zwischenverdienst. Ratgeber. Work, 2018-04-27.
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02.12.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

HartzIV
Leistungen
Volltext
Jobcenter verschieben Milliarden. Behörden stopfen mit Geld für ALG-II-Bezieher Löcher in der Verwaltung. Hartz-IV-Empfänger werden geprellt. Immer mehr Geld, das Beziehern von Arbeitslosengeld II zusteht, fliesst in die Bürokratie der Jobcenter. „Für 2018 droht diese Umschichtungssumme, die dann nicht für die Eingliederung der Arbeitslosen zur Verfügung steht, auf eine Milliarde Euro anzuwachsen“, heisst es in einem Brief von Peter Clever von der Hauptgeschäftsführung des Unternehmerverbands BDA und Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand an führende Politiker der Bundestagsfraktionen, aus dem „dpa“ am Freitag zitierte. Buntenbach und Clever führen auch den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschieht etwa durch Fort- und Ausbildung sowie Trainingskurse. Aus dem Verwaltungsbudget der Jobcenter werden Vermittler bezahlt, aber auch Leistungsabteilungen, die Hartz-IV-Bescheide schreiben. Seit 2005 wurden 3,5 Milliarden Euro aus Eingliederungsmitteln zur Deckung von Verwaltungskosten verwendet, wie aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) hervorgeht, die der „dpa“ vorliegt. Allein 2016 wurden 764 Millionen Euro umgeschichtet – 18,4 Prozent der Leistungen zur Eingliederung. „Seit Jahren reichen die Mittel für die Jobcenter hinten und vorne nicht“, sagte Buntenbach zu „dpa“. „Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit muss ganz oben auf die Tagesordnung einer neuen Regierung.“ Bei der (…).
Junge Welt, 2.12.2017.
Junge Welt > Hartz-IV. Leistungen. Junge Welt, 2017-12-02.
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03.10.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Stellenmeldepflicht
Volltext
Keine Verwässerung der Stellenmeldepflicht. Umsetzung MEI: Meldepflicht bei 5 Prozent Arbeitslosigkeit. Die im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossene Stellenmeldepflicht muss den älteren Arbeitslosen nützen. Deshalb muss sie so ausgestaltet sein, dass den Betroffenen mit der Einführung der Meldepflicht sofort auch tatsächlich Job-Angebote unterbreitet werden. Für den SGB ist es deshalb klar, dass von Beginn weg alle Stellen in Berufen mit einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent oder mehr gemeldet werden müssen. Und nicht in einem ersten Schritt nur in Branchen mit einer Quote von 8 Prozent oder mehr. Der 8-Prozent-Vorschlag der Kantone, der gemäss „NZZ am Sonntag" und anderen Medien auch im Bundesrat auf offene Ohren stösst, würde bloss dazu führen, dass die Firmen die Meldepflicht umgehen. Ausserdem führt er zu Rechtsunsicherheit. Die Meldung der Stelle ist für die Firmen mit einem sehr geringen Aufwand möglich (z.B. auf www.job-room.ch). Bei der Wartefrist der Firmen, wie lange die Stellen ausschliesslich in den regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV ausgeschrieben sind, ist Flexibiliät möglich, vor allem in der Einführungsphase. Die RAV sollten den Firmen rasch mitteilen, wenn sie wahrscheinlich keine oder nur wenige passende Stellensuchende haben. Die Wartezeit sollte dann entfallen. Die ausführliche Position des SGB zur Umsetzung der Stellenmeldepflicht lesen Sie hier.
SGB, 3.10.2017.
SGB > Stellenmeldepflicht. SGB, 2017-10-03.
Ganzer Text
29.09.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Work

Arbeitslosenunterstützung
Ratgeber
Volltext
Studium: Bekomme ich nach Abschluss meiner Ausbildung Arbeitslosengeld? Ich werde bald ein Masterdiplom in Geschichtswissenschaften auf dem zweiten Bildungsweg abschliessen. Leider habe ich trotz intensiver Stellensuche bis heute keine Anstellung gefunden. Habe ich Anspruch auf Arbeitslosentaggeld? Markus Widmer: Voraussetzung ist, dass Sie im Verlauf der vergangenen zwei Jahre während mehr als zwölf Monaten nicht erwerbstätig sein konnten und Wohnsitz in der Schweiz hatten. Beides ist bei Ihnen der Fall. Sie haben somit Anspruch auf Arbeitslosentaggeld. Dieses beträgt 153 Franken pro Werktag. Davon werden Ihnen 80 Prozent ausbezahlt, abzüglich der Prämien für die obligatorischen Sozialversicherungen. Beachten Sie bitte, dass neben der allgemeinen Wartezeit von 5 Tagen auch noch eine besondere Wartezeit von 120 Tagen gilt. Sie werden somit erstmals nach einer Frist von 125 Werktagen eine Arbeitslosenentschädigung erhalten. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie Anspruch auf 90 Taggelder. Um Ihren Anspruch geltend zu machen, empfehle ich Ihnen, sich nach Ende der letzten Prüfungen umgehend beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden. Sie werden dort eine Liste mit mehreren möglichen Arbeitslosenkassen erhalten. Bei der Auswahl der Arbeitslosenkasse sind Sie frei, und zwar unabhängig davon, ob Sie Mitglied einer Gewerkschaft sind oder nicht. Wir freuen uns, wenn Sie sich für die Unia-Arbeitslosenkasse entscheiden.
Markus Widmer, Arbeitslosenkasse Unia.
Work > Arbeitslosenunterstützung. Ratgeber. Work, 2017-09-29.
Ganzer Text
15.08.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Neues Deutschland

HartzIV
Leistungen
Volltext
Jobcenter kürzen wieder häufiger Hartz-IV. Zahl der Sanktionen von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. ALG-II-Betroffene unter 25 Jahren am häufigsten betroffen. Die Jobcenter kürzen Hartz-IV-Empfängern bei Verstößen wieder häufiger das Geld. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres verhängten die Jobcenter 315‘155 neue Sanktionen gegen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, 11‘091 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Allein im April gab es 85.418 neue Strafen, der weitaus grösste Teil (66‘424) wurde wegen Termin-Versäumnissen erlassen. Sanktionen drohen unter anderem auch bei der Verweigerung von Eingliederungsmaßnahmen oder bei unwirtschaftlichem Verhalten. Von den bundesweit rund 4,4 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfängern hatten bis April dieses Jahres über 138‘000 bereits einmal eine Sanktion erhalten. Von ihnen trifft es mit fast 68 Prozent vor allem Männer. Am häufigsten von Sanktionen betroffen waren dem Bericht zufolge junge Arbeitslosengeld-II-Empfänger unter 25 Jahren. Im April liefen Sanktionen gegen 3,7 Prozent aller unter 25-jährigen Hartz-Empfänger. Bei den 25- bis 55-Jährigen betrug die Sanktionsquote 3,5 Prozent, bei den über 55-Jährigen nur 0,8 Prozent. Zumeist wird bei den Sanktionen der Betrag gekürzt, aktuell im Schnitt um 109 Euro. Die Jobcenter können aber auch Sperrzeiten verhängen oder die Leistungen ganz streichen. Im April 2017 kürzte das Arbeitsamt 7‘317 Personen die (…).
Neues Deutschland, 15.08.2017.
Neues Deutschland > HartzIV. Leistungen. Neues Deutschland, 2017-08-15.
Ganzer Text
15.07.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
HartzIV
Volltext
Einfach wegdefiniert. Weniger „Arbeitslose“, dafür mehr Hartz-IV-Bezieher in prekären Jobs. Erwerbslose in der BRD sind immer länger ohne Job. Diese Negativmeldung der Bundesregierung, die vor einigen Tagen die mediale Runde machte, konnte Springers „Bild“ nicht unerwidert lassen. In Berlin sei das alles anders, schrieb das Blatt am Donnerstag. Die „Hartz-IV-Hauptstadt“ entwickele sich positiv. Das gehe aus derselben Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach mussten Erwerbslose letztes Jahr im bundesdeutschen Durchschnitt 629 Tage von Hartz IV leben, 74 Tage länger als 2011. In Berlin waren Betroffene hingegen im Schnitt „nur“ noch 448 statt 463 Tage erwerbslos. Auch die Zahl der Erwerbslosen sei in der Hauptstadt zurückgegangen, freute sich das Blatt. 2011 hätten dort fast 190‘000 Menschen keinen Job gehabt, fünf Jahre später „nur noch“ 145‘000. Das liege wohl daran, dass Berliner Jobcenter viele Massnahmen anbieten, will „Bild“ erfahren haben. Dass dies mehr Propaganda als Grund zur Freude ist, zeigen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA). So leben in Berlin seit Jahren ziemlich konstant 400‘000 erwerbsfähige Hartz-IV-Berechtigte. Hinzu kommen mehr als eine Viertelmillion betroffene Kinder und Jugendliche. Das heisst: Nur gut ein Drittel der erwachsenen Leistungsberechtigten fiel 2016 in die Arbeitslosenstatistik. Bis zum März ist deren Zahl sogar weiter auf 128‘000 gesunken, anders als die der Hartz-IV-Bezieher insgesamt. Bundesweit steigt die Zahl der Hilfebedürftigen seit Monaten sogar nen (…). Junge Welt, 15.7.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. HartzIV. Junge Welt, 2017-07-15.
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20.03.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Arbeitsvermittlung
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Jobcentern fehlt der Respekt. Mehr laufen, besser essen: Ämter drängen Arbeitslose, ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Mit solchen Themen befasste sich der Kongress Armut und Gesundheit. „Übergriffig“ – das Wort benutzt Thomas Steffens oft, wenn er über Jobcenter spricht, die sich der Gesundheit ihrer Klienten angenommen haben. Mit „motivierenden Gesundheitsgesprächen“ würden die Leistungsberechtigten dazu aufgefordert, ihr Verhalten zu ändern. Mehr Sport machen, weniger Fettes essen – alles nach Massgabe des Amts. „Bei einem Beschäftigten wissen wir: Dessen Arbeitgeber hat es nichts anzugehen, ob der Angestellte am Ende des Tags um den See läuft oder sich auf das Sofa legt.“ Den Leistungsberechtigten gegenüber fehle dieser Respekt, sagt Steffens, der bei der Diakonie Deutschlands für medizinische Rehabilitation zuständig ist. Vielmehr handelten die Ämter – „übergriffig“. Die Runde „Arbeitslosigkeit – Kritik gegenwärtiger Gesundheitsstrategien“, bei der Steffens am vergangenen Freitag sprach, war nur eine von über 100 Veranstaltungen, die im Rahmen des diesjährigen Kongresses Armut und Gesundheit stattfanden. Die zweitägige Konferenz (Donnerstag und Freitag) in Berlin zog mehr als 2‘000 Besucher an. Ausgerichtet wurde sie von verschiedenen Sozialverbänden und Krankenkassen; auch staatliche Stellen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesfamilienministerium sind an ihr beteiligt. Zum Umgang der Jobcenter mit Hartz-IV-Berechtigten sprach neben Steffens auch Elene Weber, ebenfalls von der Diakonie. Den Erwerbslosen würden oft Angebote zur Verbesserung ihrer (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 20.3.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Stellenvermittlung. Junge Welt, 2017-03-20.
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11.01.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Stellenbewerbung
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121a: Arbeitslosenvorrang konsequent umsetzen! SGB-Vorstand bezieht Position. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat an seiner Vorstandssitzung vom 11. Januar den vom Parlament im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossenen Arbeitslosenvorrang diskutiert. Er befürwortet diese Massnahme. Sie muss jetzt aber konsequent umgesetzt werden, damit die Arbeitslosen künftig rascher eine Stelle finden - unabhängig von der Farbe ihres Passes. Zahlreiche Probleme im Arbeitsmarkt bleiben damit aber vorläufig nicht gelöst. Für langjährige ältere Arbeitnehmende braucht es einen besseren Kündigungsschutz. Ausserdem wurden die Bestimmungen zum Schutz vor Lohndumping nicht genügend verschärft. Die Anhebung der Sanktionen von 5000 auf 30‘000 Fr. sowie die erleichterte Verlängerung von Normalarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen sind zwar positiv, reichen aber nicht, um flächendeckend durchzusetzen, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden müssen. Der Bund muss dazu die Hürden bei der Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen senken. Es braucht mehr Kontrollen. Und bei offensichtlichen Missbräuchen müssen die Kantone konsequent Arbeitsunterbrüche verfügen. Der SGB-Vorstand begrüsst, dass mit den Beschlüssen des Parlaments die bilateralen Verträge erhalten und keine neuen Diskriminierungen von Arbeitnehmenden eingeführt werden. In der Diskussion wurde festgehalten, dass stabile Beziehungen zur EU, dem grössten Wirtschaftspartner der Schweiz, für die Arbeitnehmenden von grösster Bedeutung sind. Ausserdem ist es für die Arbeitnehmenden wichtig, (…).
SGB, 11.1.2017.
SGB > Arbeitslosigkeit. Arbeitsmarkt. SGB, 2017-01-11.
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20.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Work

Arbeitslosenunterstützung
Arbeitslosenversicherung
Ratgeber
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Nach Konkurs: Warum habe ich mehr Wartetage als mein Kollege? Meine Arbeitgeberin musste Konkurs anmelden. Ich und mein Arbeitskollege haben uns deshalb bei der Unia-Arbeitslosenkasse angemeldet. Als wir dann unsere Abrechnungen von der Arbeitslosenkasse verglichen, stellten wir fest, dass mir 15 Wartetage abgezogen wurden, und ihm nur 10. Da kann doch was nicht stimmen, oder? Und gleich noch eine Frage: Ich habe festgestellt, dass ich nur 70 Prozent des bisherigen Verdienstes erhalte, ein anderer Kollege jedoch 80 Prozent. Er hat Kinder und Ich nicht. Ist das der Grund für die unterschiedliche Verarbeitung? Markus Widmer: Zuerst zu Ihrer ersten Frage: Doch, das stimmt schon, dass Sie eine unterschiedliche Anzahl Wartetage haben. In den ersten Tagen der Arbeitslosigkeit erhalten Sie im Sinne eines „Selbstbehalts“ noch keine Arbeitslosenentschädigung. Ihre Pflichten gegenüber der Arbeitslosenversicherung müssen Sie aber bereits erfüllen. Grundsätzlich hängt die Anzahl einerseits vom versicherten Verdienst ab und andererseits davon, ob Sie Kinder haben, für die Sie Unterhalt zahlen müssen. Kinder gelten bis zum 18. Altersjahr als unterhaltsberechtigt oder bis zum Abschluss einer Erstausbildung. Eine Erstausbildung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind seine Lehre oder das Universitätsstudium beendet hat. Die Unterhaltspflicht gilt aber maximal bis zum Erreichen des 25. Altersjahrs. (…). Markus Widmer, Unia-Arbeitslosenkasse.
Work, 20.5.2016
Work > Arbeitslosenversicherung. Taggeld. Ratgeber. Work, 2016-05-20.
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20.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Digitalisierung
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Die Arbeit geht uns trotz Robotern nicht aus. Es gibt Gründe, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen. Das Argument, uns gehe wegen der beschleunigten technologischen Entwicklung („Industrie 4.0“ usw.) bald die Arbeit aus, gehört aber nicht dazu. Umverteilung. Zu Beginn der 1980er-Jahre hatten wir diese Diskussion schon einmal. Damals schwand die Zahl der Arbeitsplätze in der Schweiz tatsächlich dramatisch, die Computer in den Büros verbreiteten sich rasant, und die computergestützte Produktion fegte viele Arbeitende aus den Fabriken. Etliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren sich damals sicher, dass ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel begonnen hatte. Das Volumen an bezahlter Arbeit, dachte man, würde nun zurückgehen, Arbeitsplätze würden dauerhaft verschwinden. Das Rezept der Gewerkschaft war die Umverteilung der noch vorhandenen Arbeit auf alle. Durch Arbeitszeitverkürzungen. Zunahme. Dass darauf die Wochenarbeitszeit etwas verkürzt und mehr Ferientage ausgehandelt werden konnten, war ein sozialer Fortschritt. Aber die Prognose eines anhaltenden Rückgangs des Arbeitsvolumens erwies sich als falsch. Das Total aller geleisteten und bezahlten Arbeitsstunden in der Schweiz nahm zwar in den Krisenjahren der 1970er und 1990er Jahren ab. Aber über einen längeren Zeitraum gesehen, haben die geleisteten Arbeitsstunden kräftig zugenommen: von 5,5 Milliarden Stunden im Jahr 1950 auf 7,7 Milliarden im Jahr 2014. Eine Zunahme gab es auch in den letzten Jahren. (…). Hans Baumann.
Work, 20.5.2016.
Personen > Baumann Hans. Digitalisierung. Arbeitslosigkeit. Work, 2016-05-20.
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19.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Arbeitsvermittlung
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Alarmierende Zunahme der Erwerbslosigkeit – SGB fordert Gegenmassnahmen, SGB-Kommentar zur Arbeitskräfteerhebung. Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz ist im ersten Quartal 2016 auf einen traurigen historischen Höchststand gestiegen. 249'000 Personen suchen Arbeit. Das entspricht einer Erwerbslosenquote von 5,1 Prozent. Fürs erste Quartal 2016 sind noch keine detaillierten Daten zur Erwerbslosigkeit der Personen im Alter von 55+ verfügbar. Klar ist aber: Gerade in dieser Altersgruppe war die Entwicklung im 2015 besonders negativ. Die Spuren der Frankenüberbewertung sind deutlich. Seit dem ersten Quartal 2015 erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um 37'000. Die Schweiz ist fast das einzige Land in Europa mit steigender Erwerbslosigkeit. In Deutschland liegt die vergleichbare Erwerbslosenquote mittlerweile bei 4.2 Prozent. Das widerspiegelt die unterschiedliche währungsspezifische Ausgangslage in der Schweiz und in Deutschland in aller Deutlichkeit.Die bei der Aufhebung des Mindestkurses von der SNB angekündigte Abwertung ist nicht eingetreten, wie z.B. die entsprechenden realen Wechselkursindizes der Bank für Internationale Zusammenarbeit (BIZ) zeigen. Diese Entwicklung ist alarmierend. Der SGB erwartet, dass die Behörden Gegensteuer geben. Die Beschäftigungssituation muss rasch besser werden. Wer in der Schweiz eine Stelle sucht, soll auch eine finden. Folgende Massnahmen sind prioritär: (…). Daniel Lampart.
SGB, 19.5.2016.
SGB > Arbeitslosigkeit. Arbeitsvermittlung. SGB, 2016-05-19.
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