Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 243

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01.07.2018 Schweiz
Personen
Suva
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Geschichte
Suva
Volltext
100 Jahre Suva: Ein Blick zurück und ein Ausblick in die Zukunft. Sozialer Leuchtturm. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva ist 100 Jahre alt. SGB-Präsident Paul Rechsteiner, dessen Jubiläumsrede wir leicht gekürzt wiedergeben, rühmt den Erfolg der Sozialpartnerschaft. Und nennt die Felder, wo heute Handeln angesagt wäre. Die Suva ist aus extremer Not entstanden. Die Zahl der berufsbedingten Todesfälle war mit mehr als 1000 Toten pro Jahr gemessen an der Zahl der Beschäftigten 20-mal höher als heute. Jeder Dritte wurde Opfer eines Betriebsunfalls. Todesfall oder Invalidität bedeutete für die Betroffenen und ihre Familien den Absturz in die Armut. Heute ist das zum Glück nicht mehr so - ein gewaltiger sozialer Fortschritt. Die soziale 'Not allein hätte allerdings nicht zum Umdenken geführt. Es brauchte dafür den jahrzehntelangen Druck der Arbeiterbewegung. Aber letztlich wäre die Gründung der Suva auch ohne Unternehmer und bürgerliche Politiker mit einem starken Sinn für soziale Verantwortung nicht möglich geworden. Herausragend: FDP-Nationalrat und später Bundesrat Ludwig Forrer. Heute – 100 Jahre später - können wir eine Erfolgsgeschichte feiern, die nicht selbstverständlich war. Die Geschichte der Katastrophen, wie Mattmark oder Asbest, erinnert uns auch an den kontroversen und schmerzlichen Prozess ihrer Bewältigung. Die Suva spielte eine unersetzliche Rolle. Das Risiko Unfall gehört zu den existenziellen Risiken, denen die Menschen ausgesetzt sind. Die Suva sorgt für eine (…). Paul Rechsteiner.
VPOD-Magazin, Juli 2018.
Personen > Rechsteiner Paul. Suva. Geschichte. VPOD-Magazin 2018-07-01.
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01.07.2018 Schweiz
APO
Funke, Der

68er-Bewegung
Geschichte
Volltext
Ein Jahrzehnt auf der Suche nach der revolutionären Praxis. Der französische Mai 68 war „nur“ der Startschuss. Das Jahr 1968 läutete in Europa eine 10-jährige Periode des Klassenkampfes ein. Diese Welle von Massenbewegungen dauerte, grob umrundet, vom Ende der 60er Jahre bis zum Niederschlagen des britischen Bergarbeiterstreiks von 1984/85. Dabei kämpften die Lohnabhängigen und Studierenden nicht nur gegen die Bourgeoisie und ihren Staat. Überall wurde die Kampfbereitschaft der ArbeiterInnen und der Jugend von den bestehenden linken Massenorganisationen gebremst. Während dieser Periode entstanden europaweit linke Organisationen, welche die Politik der sozialdemokratischen und stalinistischen Parteien radikal in Frage stellten. Leider lieferten sie keine Antwort, die den Lauf der Geschichte entscheidend ändern konnte. Deshalb stellen sich viele der gleichen Fragen auch heute noch. Während des Nachkriegsbooms hatten sich die Kommunistischen Parteien (KP) in Frankreich und Italien mit dem bürgerlichen Regime abgefunden und wollten darin höchstens noch Parlamentssitze erobern. In Deutschland und der Schweiz integrierten sich die Sozialdemokratie zunehmend in den Staatsapparat. Grundsätzlich hatte ihre Politik die gleichen Mängel: Sie weigerten sich alle, mit der Logik und den Regeln des kapitalistischen Systems zu brechen. Der Generalstreik in Frankreich wurde von der KP beendet - damit die Partei an den Wahlen Ende Juni teilnehmen konnte! (…). Die Redaktion.
Der Funke, Juli 2018.
Funke, Der > 68er-Bewegung. Der Funke, 2018-07-01.
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29.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Elisabeth Joris
Frauenstimmrecht
Geschichte
Volltext
62 Jahre bis zum Frauenstimmrecht: „Man ist nie Mensch. Man ist entweder Mann oder Frau“. Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag und endet mit einem Trillerpfeifenkonzert. Dazwischen spielen Schubladen die zentrale Rolle. Auf der Forderungsliste des Landesstreiks 1918 belegt das Frauenstimmrecht den zweiten Platz. Die prominente Platzierung schlägt bei den Frauenrechtlerinnen wie «eine Bombe» ein. Ein Paukenschlag. Sofort und per Telegramm empfiehlt die Präsidentin des Schweizerischen Frauenstimmrechtsverbands, Emilie Gourd, dem Bundesrat «wärmstens», das Frauenstimmrecht umzusetzen. Erfolglos. Ebenso erfolglos sind die beiden nationalrätlichen Motionen des Basler Freisinnigen Emil Göttisheim und des Zürcher Sozialdemokraten Herman Greulich. Die Begehren verschwinden in einer Schublade. Wicks Tiraden. Wirkung erzeugt der Paukenschlag aber unter den Frauen. Der Bund Schweizerischer Frauenvereine (BSF, heute Alliance F) setzt 1919 mit einem klaren Bekenntnis zum Frauenstimmrecht ein wichtiges Zeichen. Es folgen Abstimmungen in sechs Kantonen. Sie gehen fast alle auf sozialdemokratische Eingaben zurück. Und alle enden sie mit einem deutlichen Nein der Männer. Auch die Genossen gehören mehrheitlich zur Front der Patriarchen. Einen neuen Anlauf nehmen die Frauen an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA). In Bern (…). Elisabeth Joris.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Joris Elisabeth. Frauenstimmrecht. Geschichte. Work online, 2018-06-29.
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25.04.2018 Serbien
Geschichte
Junge Welt

Antikommunismus
Geschichte
Volltext
Umgeschriebene Geschichte. In den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens soll die Erinnerung an den Sozialismus aus der Öffentlichkeit verbannt werden. Der Geschichtsrevisionismus in Serbien nimmt immer skurrilere Formen an. Am 27. Februar hat der Bürgermeister der Stadt Zrenjanin, Cedomir Janjic, dem Ministerium für öffentliche Verwaltung und lokale Selbstverwaltung den Vorschlag weitergeleitet, seine Stadt in Petrovgrad umzubenennen. Janjic gehört der in Belgrad regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) an. Ginge es nach Janjic und seiner SNS, erhielte die Stadt in der Vojvodina, die vor 70 Jahren nach dem Kommunisten und Partisanen Zarko Zrenjanin benannt wurde, den Namen, den sie zwischen 1935 und 1941 getragen hatte. Unterstützt wird das Vorhaben von rechten Gruppen und lokalen Geschäftsleuten. Die Umbenennung von Orten, Strassen und Plätzen ist kein neues Phänomen. Bereits Anfang der 1990er Jahre begannen die neuen Machthaber in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, diejenigen Namen zu ersetzen, die an Sozialismus, Antifaschismus und die Ideale von „Brüderlichkeit und Einheit“ erinnerten. Die Klassenfrage wurde durch die nationale ersetzt. Neue Namensgeber wurden gesucht und gefunden: Figuren aus der Monarchie, der Zeit der Staatsgründungen im 19. Jahrhundert oder sogar aus den Reihen der Kollaborateure während des Zweiten Weltkriegs. Der öffentliche Raum wurde und wird den jeweiligen nationalen Erzählungen und Mythen angepasst. Die neue Geschichtsschreibung soll dabei die (…).
Junge Welt, 25.4.2018.
Junge Welt > Serbien. Geschichte. Junge Welt, 2018-04-25.
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29.03.2018 Schweiz
Personen
Suva
Work
Christian Egg
Geschichte
Suva
Volltext
Darum ist die Suva eine ganz besondere Versicherung. Wunder wird hundert. Sie muss keine Profite machen und ist nicht privatwirtschaftlich organisiert. Deshalb ist die Suva der Versicherungslobby ein Dorn im Auge. Seit 1918. Der Historiker Hans Ulrich Jost sagt es so: "Es ist das reinste Wunder, dass es den Rechten bisher nicht gelungen ist, die Suva zu privatisieren." Bisher, das heisst seit ihrer Gründung im Jahr 1918. "Eine Pioniertat" unserer Vorfahren sei das gewesen, sagt Nico Lutz. Der Unia-Bauchef ist Arbeitnehmervertreter im Suva-Rat und stellt klar: "Wenn es die Suva nicht gäbe, müsste man sie erfinden". Urschweizer Prinzip. Die Suva ist nicht irgendeine Versicherung. Sie muss keine Profite machen. Jeder Franken, den sie einnimmt, geht in Form von tiefen Prämien oder Unfallprävention wieder an die Versicherten zurück. Und sie funktioniert nach dem Prinzip der genossenschaftlichen Selbstverwaltung: Im Suva-Rat sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner und des Bundes. Ein Erfolgsmodell und "ein urschweizerisches Prinzip" nennt es Franz Steinegger. Der Urner FDP-Politiker war 22 Jahre lang Suva-Präsident, nämlich von 1991 bis 2013. Und er hat die Versicherung immer mit Haut und Haaren verteidigt. Warum, verriet er 2008 im Work-Interview: "Ich bin ein Freund des Wettbewerbs. Aber in den Sozialversicherungen funktioniert das nicht." (…). Christian Egg.
Work, 29.3.2018.
Personen > Egg Christian. Suva. Geschichte. Work, 2018-03-29.
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16.02.2018 Kosovo
Geschichte
Junge Welt

Geschichte
Volltext
Ein scheiterndes Experiment. Vor zehn Jahren erklärte sich das Kosovo für unabhängig. Der Staat ist bis heute eine Art Kolonie des Westens – und ein Hort der Mafia. Hannes Hofbauer ist Historiker und Verleger. Er schrieb an dieser Stelle zuletzt am 1. Dezember 2017 über das Ende des Jugoslawien-Tribunals. Von ihm erschien 2008 im Wiener Pro¬media-Verlag: „Experiment Kosovo. Die Rückkehr des Kolonialismus.“ Am 17. Februar 2018 jährt sich die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zum zehnten Mal. Die ausländischen Verwalter geben sich nach aussen zufrieden, die einheimische politische Elite feiert und hofft darauf, dass sie der immer näher rückende juristische Bannstrahl wegen ihrer Verstrickungen in die organisierte Kriminalität verschonen möge, die US-Armee beflaggt ihr grosses Militärcamp, und die jungen Einwohner des Kosovo träumen von der Emigration. Kein anderes Land in Europa ist politisch, wirtschaftlich und militärisch so abhängig wie die gewaltsam abgespaltene (ehemalige) serbische Provinz. Kosovos Staatlichkeit war von Anfang an eine überwachte, Personal der Vereinten Nationen und der Europäischen Union hatte sich ebenso wie ausländisches Militär bereits unmittelbar nach dem Rückzug der serbischen Truppen im Juni 1999 festgesetzt. In rasender Geschwindigkeit erfolgte die Errichtung einer wahrhaften Kolonialverwaltung, an der sich auch nach der feierlich verkündeten Unabhängigkeit grundsätzlich nichts geändert hat. Die höchste Autorität im Land bleibt der jeweilige Chef der (…).
Junge Welt, 16.2.2018.
Junge Welt > Kosovo. Geschichte. Junge Welt, 2018-02-16.
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25.01.2018 Schweiz
Personen
SGB
SRG
Thomas Zimmermann
Geschichte
No Billag
Volltext
Der ewige rechte Traum von der Zerschlagung der SRG. Der neuste Angriff auf die SRG ist nicht das Resultat eines Bierstammtisches bürgerlicher Jungpolitiker, sondern soll einen alten rechten Traum verwirklichen: die Zerschlagung der SRG aus ökonomischen und ideologischen Gründen. Die gerne verbreitete Geschichte um die No-Billag-Initiative geht so: 2013 trifft sich eine Handvoll Jungrechter zum Biertrinken. Dabei kommt ihnen die Idee zur No-Billag-Initiative. Die Aktivisten aus Jungfreisinn, JSVP und der späteren libertären Splittergruppe UP machen sich ans Werk und bringen mit viel Engagement die Unterschriften für ihre radikale Initiative zusammen, obwohl sie weder von relevanten Organisationen noch von ihren Mutterparteien unterstützt werden. Eine beeindruckende „David-gegen-Goliath"-Story - sie ist aber falsch. Doch von Anfang an: Die erste Anti-SRG-Organisation wurde bereits vor vier Jahrzehnten gegründet. Von Walther Hofer, SVP-Nationalrat und kalter Krieger. Seine "Schweizerische Radio- und Fernsehvereinigung" ritt als "Hofer-Club" Angriff um Angriff auf die SRG. Mit dabei ein jungrechter Politiker namens Christoph Blocher. Der "Hofer-Club" blieb nicht lange alleine. Immer neue Organisationen am rechten Rand der politischen Landschaft polemisierten gegen den "linken Staatssender" und sein angebliches Monopol. Neben der Ideologie ging es dabei auch immer ums Geschäft. Während die SRG-Gegner mit ihren inhaltlichen Angriffen wenig Erfolg hatten, konnten sie Mitte (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 25.1.2018.
Personen > Zimmerman Thomas. No-Billag. Geschichte. SGB, 2018.01-25.
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25.01.2018 Schweiz
Personen
SGB
SRG
Thomas Zimmermann
Geschichte
No Billag
Volltext
Der ewige rechte Traum von der Zerschlagung der SRG. Der neuste Angriff auf die SRG ist nicht das Resultat eines Bierstammtisches bürgerlicher Jungpolitiker, sondern soll einen alten rechten Traum verwirklichen: die Zerschlagung der SRG aus ökonomischen und ideologischen Gründen. Die gerne verbreitete Geschichte um die No-Billag-Initiative geht so: 2013 trifft sich eine Handvoll Jungrechter zum Biertrinken. Dabei kommt ihnen die Idee zur No-Billag-Initiative. Die Aktivisten aus Jungfreisinn, JSVP und der späteren libertären Splittergruppe UP machen sich ans Werk und bringen mit viel Engagement die Unterschriften für ihre radikale Initiative zusammen, obwohl sie weder von relevanten Organisationen noch von ihren Mutterparteien unterstützt werden. Eine beeindruckende „David-gegen-Goliath"-Story - sie ist aber falsch. Doch von Anfang an: Die erste Anti-SRG-Organisation wurde bereits vor vier Jahrzehnten gegründet. Von Walther Hofer, SVP-Nationalrat und kalter Krieger. Seine "Schweizerische Radio- und Fernsehvereinigung" ritt als "Hofer-Club" Angriff um Angriff auf die SRG. Mit dabei ein jungrechter Politiker namens Christoph Blocher. Der "Hofer-Club" blieb nicht lange alleine. Immer neue Organisationen am rechten Rand der politischen Landschaft polemisierten gegen den "linken Staatssender" und sein angebliches Monopol. Neben der Ideologie ging es dabei auch immer ums Geschäft. Während die SRG-Gegner mit ihren inhaltlichen Angriffen wenig Erfolg hatten, konnten sie Mitte (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 25.1.2018.
Personen > Zimmerman Thomas. No-Billag. Geschichte. SGB, 2018.01-25.
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30.11.2017 Schweiz
Streik
Unia Schweiz

Geschichte
Publikation
Streikbewegung
Volltext
Publikation des Buches „Streik im 21. Jahrhundert“. Streiks gehören nicht nur der Geschichte an. 2018 sind es 100 Jahre her seit dem Landesstreik in der Schweiz. Doch Streiks existieren auch in der Schweiz nicht nur in den Geschichtsbüchern. Auch im 21. Jahrhundert greifen jedes Jahr Tausende zu diesem Mittel des Arbeitskampfes. Das zeigt das neue Unia-Buch „Streik im 21. Jahrhundert“. Seit dem Jahr 2000 finden gemäss der amtlichen Streikstatistik des Bundesamtes für Statistik jährlich drei bis zehn Streiks mit durchschnittlich über 6‘000 Beteiligten statt. In Realität sind es einige mehr, denn die offizielle Statistik zählt nur ganztägige Arbeitsniederlegungen. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter greifen zu diesem Kampfmittel – auch Angestellte in „modernen“ Berufen und Branchen. Blick auf exemplarische Streiks. Im Buch „Streik im 21. Jahrhundert“ zeigen verschiedene Autorinnen und Autoren auf, wie Arbeitskämpfe in der Schweiz seit der Jahrtausendwende eine Renaissance erlebten. Am Beispiel von bekannten Streiks und in Gesprächen mit Gewerkschaftsexponent/innen schildern sie Strategien und Erfolge, aber auch Probleme und Widrigkeiten bei Arbeitskämpfen. So zum Beispiel bei den SBB-Officine in Bellinzona, Novartis in Nyon, Merck Serono in Genf, dem Schauspielhaus in Zürich oder dem landesweiten Baustreik, der zur Einführung der Frühpensionierung mit 60 führte. Kampfmittel der Zukunft. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 30.11.2017.
Unia Schweiz > Streikbewegung. Geschichte. Unia, 2017-11-30.
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23.11.2017 Zürich
Geschichte
Personen
Vorwärts
Konrad Farner
Geschichte
Kapitalismus
Volltext
Liberalismus in Reinkultur. Konrad Farner (1903-1974) zeigt in einer Rede zur 600-Jahr-Feler von Zürichs Beitritt zum Eidgenössischen Staatenbund die Klassenkämpfe vom Mittelalter bis heute. Unser Ausschnitt porträtiert den Autokraten Alfred Escher. „Schaffer und Raffe“. Der Kapitalismus akkumuliert sich in Zürich stärker als irgendwo in der Schweiz. Ja, er konzentriert sich hier, er konzentriert sich in Form von Fabriken, Handelsgeschäften, Banken und Verkehrsmitteln. Er konzentriert und repräsentiert sich in der gewaltigsten Persönlichkeit der damaligen Schweiz, in einer Persönlichkeit, die als „Princeps“, wie man ihn nennt, als Fürst und Führer, Stadt und Land tatsächlich beherrscht, in Alfred Escher. Er ist es, der das alte Bürgermeisteramt auch jetzt ausübt: Er ist ein neuer Diktator, ebenso eigenmächtig wie seine Vorgänger, ebenso herrschsüchtig und leidenschaftlich, so begabt und rücksichtslos, so weitblickend, energisch und talentiert. Er ist, um zeitgenössische Worte zu gebrauchen, der „Schaffer und Raffer“, wie ihn Zürich noch nie erlebt: Regierungspräsident, mehrmals Präsident des Nationalrates, einflussreichstes Mitglied der Bundesversammlung, Gründer und Leiter der Kreditanstalt, Präsident der Nordostbahn, Initiant der Gotthardbahn und deren Direktionspräsident. Er ist der „Eisenbahnkönig“ überhaupt - der Konzessionsvertrag der Nordostbahn wird im Jahr 1853 dreifach unterzeichnet: im Namen des Regierungsrates vom Präsidenten Alfred Escher, im Namen der Aufsichtsbehörde der Kantonalbank, (…). 
Vorwärts, 23.11.2017.
Personen > Farner Konrad. Zürich. Geschichte. Vorwärts, 2017-11-23.
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29.06.2017 Schweiz
AHV
Personen
Work
Ralph Hug
AHV
Geschichte
Volltext
70 Jahre Hass von Rechts. Von Anfang an reden die Rechten die AHV schlecht. Vor 70 Jahren sagte die Schweiz Ja zur AHV. Frappant: Ihre Feinde ziehen heute mit denselben Argumenten gegen das wichtigste Sozialwerk der Schweiz. Am 6. Juli 1947 sagte das Stimmvolk mit überwältigender Mehrheit Ja zur Einführung einer Alters- und Hinterlassenenversicherung (siehe Text unten). Die Abstimmung wurde nötig, weil Wirtschaftskreise zusammen mit Erzföderalisten und Rechtskatholiken das Referendum ergriffen hatten. Damals traten für die AHV noch alle vier Bundesratsparteien ein. FDP-Bundesrat Walther Stampfli hatte die Vorlage ausgearbeitet. Heute steht die FDP an der Spitze der Gegner der Altersvorsorge 2020. Gab es früher noch einen Volksfreisinn mit Sinn fürs Gemeinwohl, gibt es inzwischen nur noch einen Wirtschaftsfreisinn am Gängelband der Arbeitgeber. Letzte Woche beschimpfte ihr Präsident Valentin Vogt am Arbeitgebertag die Altersvorsorge 2020 als «lethargische Scheinreform». Genau gleich tönten die Wirtschaftsverbände schon vor siebzig Jahren. Wer die damaligen Behauptungen der AHV-Feinde mit den heutigen vergleicht, reibt sich die Augen: es sind dieselben. Dass das System AHV auch heute noch tadellos funktioniert, straft die Horrorszenarien der Gegner Lügen. Hier der Beweis in sechs Punkten. Ikonisch: Die Plakate des Künstlers Hans Erni prägten 1947 den Abstimmungskampf um die Einführung der AHV und gehören bis heute zu den bekanntesten politischen Plakaten der Schweizer Geschichte. (…). Ralph Hug.
Work online, 29.6.2017.
Personen > Hug Ralph. Geschichte. Work online, 2017-06-29.
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01.06.2017 Schweiz
Personen
Work
Hans-Ulrich Jost
Marie-Josée Kuhn
Geschichte
Interview
Statistik
Volltext
Geissenzählen ist hochpolitisch. Historiker Hans Ulrich Jost hat die Geschichte der Schweizer Statistik erforscht. Statistik, das sind nicht nur leere Zahlenhaufen, sagt Hans Ulrich Jost. Statistik erzähle von Machtverhältnissen und heftigen politischen Kämpfen. Als erster hat Jost ein Grundlagenwerk zur Schweizer Statistik geschrieben. Work: Die Schweiz erfasst statistisch zwar jede Geiss, aber sie hat weder eine brauchbare Sterbestatistik nach Berufen noch eine über Berufskrankheiten. Warum? Hans-Ulrich Jost: Tatsächlich hat man dem statistischen Amt lange Zeit den Vorwurf gemacht, vor allem Geissen, Hasen und Kühe zu zählen und alles andere zu vernachlässigen. Das traf früher auch zu, hatte aber seine Gründe. Vor etwa 150 Jahren sprach der Bund der Landwirtschaft erstmals Subventionen zu. Und weil er dieses Geld zielgerichtet einsetzen wollte, musste er mehr über die Landwirtschaft wissen. Deshalb wuchs die Landwirtschaftsstatistik schneller als andere Statistiken. Kommt hinzu, dass der Bauernverband unter seinem König, dem einstigen Direktor Ernst Laur, sehr früh schon eigene Statistiken für seine politischen Interessen einsetzte. Laur bezeichnete Zahlen als Soldaten, die viel besser zuschlagen könnten als alle anderen Argumente. Und so sah sich der Bund denn gezwungen, der privaten und manipulierten Bauernverbandsstatistik eine mehr oder weniger neutrale Landwirtschaftsstatistik entgegenzusetzen. Das führte dazu, dass das Eidgenössische Statistische Büro im Zweiten Weltkrieg sogar (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.6.2017.
Personen > Jost Hans Ulrich. Statistik. Interview. Marie-Josée Kuhn. Work, 2017-06-01.
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22.05.2017 Schweiz
VPOD Schweiz

Geschichte
Volltext
Geschichte und Ausblick. Seit jeher ist es so: Arbeitnehmende und Arbeitgeber sitzen nicht an gleich langen Hebeln. Der VPOD hat eine über 100-jährige Geschichte. Seine Vorläuferorganisationen reichen bis in die 1890er Jahre zurück, als in verschiedenen Schweizer Städten Gemeinde- und Staatsarbeiter Verbände gegründeten. 1896 entstanden die ersten Strassenbahnerverbände in Bern und in Zürich. Als Gründungsdatum des VPOD gilt der 19. November 1905: An jenem Tag wurde im Grütliheim in Zürich der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter der Schweiz gegründet. Erster Präsident war Herman Greulich, der Vater der Gewerkschaften in der Schweiz. Die frühen Jahre. 1908 wurde ein Zentralsekretariat eröffnet; gleichzeitig erschien – unter dem Titel „Plus haut – Aufwärts – In alto“ die erste Verbandszeitung. 1920 erfolgte dann der Zusammenschluss mit dem Schweizerischen Strassenbahnerverband, 1924 die Namensänderung in Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD. In den frühen Jahren standen gewerkschaftliche Kämpfe, etwa um die Senkung der Arbeitszeit, einerseits, die Solidarität der Arbeitnehmenden untereinander andererseits im Vordergrund. 1926 führte der Verband eine Arbeitslosenversicherung als Selbsthilfeorganisation ein. In den dreissiger Jahren kämpfte der VPOD gegen Finanzprogramme und Lohnabbau. Zugleich war der Verband für viele Heimstatt und Heimat; während des Zweiten Weltkriegs engagierte er sich unter seinem damaligen Sekretär Hans Oprecht stark für die (…).
VPOD Schweiz, Geschichte, 22.5.2017.
VPOD Schweiz > Geschichte. VPOD Schweiz, Geschichte, 2017-05-22.
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18.04.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Pietro Gianolli
Karin Taglang
Geschichte
Industriewerk Bellinzona
Volltext
SEV fördert Studie über das „Phänomen“ Officine der SBB in Bellinzona. Der Streik als Ausgangspunkt. Eine Studie des Departements für Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales der SUPSI, die auch vom SEV unterstützt wurde, soll herausfinden, weshalb die Officine der SBB in Bellinzona seit nunmehr fast zehn Jahren immer wieder ein aktuelles Thema ist. Einen Fall wie den der Officine Bellinzona gibt es kein zweites Mal. Dennoch kann man seine Beispiellosigkeit nicht einzig und allein auf den Streik von 2008 zurückführen. Ein besonderes Ereignis. Natürlich war dieser Streik kein alltägliches Ereignis: Seine Dauer, die Entschlossenheit, mit der er geführt wurde, aber auch die grosse Unterstützung und Beteiligung der Bevölkerung, die man zu wecken vermochte, machten den Streik zu einem besonderen Ereignis. Nicht ohne Grund hatte Bundesrat Moritz Leuenberger an der Pressekonferenz, die auf die Einigung am Ende des Streiks folgte, von einem Konflikt gesprochen, der weit über die Grenzen der Unternehmung hinauswirkte und die Notwendigkeit des „nationalen Zusammenhalts“ aufzeigte. Stets wachsam bleiben. Diese aussergewöhnlichen Umstände allein reichen jedoch nicht aus, um das nach zehn Jahren weiterhin grosse Interesse an der „Frage der Officine“ zu erklären. Das Wichtigste ist, dass die Officine immer noch besteht. Die SBB zeigte sich wiederholt optimistisch und machte Zusicherungen, was deren Zukunft betrifft. Trotzdem, innerhalb der Officine ist weiterhin eine besonders aktive (…). Pietro Gianolli, Karin Taglang.
SEV kontakt, 18.4.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. SEV, 2017-04-18.
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07.04.2017 Deutschland
Junge Welt
USPD

Geschichte
USPD
Volltext
Die Partei sind wir. Vor 100 Jahren wurde in Gotha die USPD als Folge der Spaltung der Sozialdemokratie gegründet. Ihre Geschichte ist heute nahezu vergessen. Leo Schwarz schrieb an dieser Stelle zuletzt am 19.10.2016 über den Erfurter Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Der liberale britische Historiker Edward Hallett Carr hat neben einer exzellenten, in Deutschland fast unbekannten vielbändigen Geschichte der ersten zehn, fünfzehn Jahre der Sowjetunion auch einige grundlegende Überlegungen zum historiographischen Handwerk hinterlassen. Sein Büchlein „What is History?“ (1961, dt. 1981) ist so etwas wie das rote Tuch konservativer Neorankeaner, die glauben, ein (und zwar ihr eigenes) Arrangement von Aktenstücken und „Fakten“ liefere den jeweils gültigen Begriff, „wie es eigentlich gewesen“ ist. Auch „linke“ Poststrukturalisten mögen Carr überhaupt nicht, denn er hielt die Dinge für erkennbar und Geschichte nicht für eine Konstruktion. Der harte Kern der Geschichtswissenschaft war für Carr Interpretation, nicht aber die Akkumulation prinzipiell unbegrenzt zur Verfügung stehender Fakten – was der Historiker an Material finde, hänge „zum Teil vom Zufall, in der Hauptsache aber doch davon ab, welchen Teil des Ozeans er sich zum Fischen aussucht und welche Angelgeräte er wählt (…). Gewöhnlich erwischt der Historiker die Fakten, die er haben will.“ Schwierige Forschungslage. Nach der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), die vor 100 Jahren in Gotha gegründet wurde und 1920 mit knapp 900‘000 Mitgliedern und fast fünf Millionen Wählern die zweitgrösste deutsche Partei war, haben (…). Leo Schwarz.
Junge Welt, 7.4.2017.
Junge Welt > USPD. Geschichte. Junge Welt, 2017-04-07.
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06.03.2017 Schweiz
Frauentag
Vorwärts

8. März
Geschichte
Volltext
Der Kampf um die Zukunft ist auch ein Kampf um die Geschichte. Die Geschichte des 8. März ist politisch. Vor 100 Jahren lösten die Arbeiterinnen Petrograds die Februarrevolution aus und erkämpften sich kurz danach das Stimmrecht. Der 8. März wird in diesem Jahr 100 Jahre alt, wie die zwei Revolutionen in Russland. Die Februarrevolution – sie müsste nach unserem Kalender Märzrevolution heissen – wurde am 8. März durch die demonstrierenden Arbeiterinnen Petrograds, der damaligen Hauptstadt Russlands, ausgelöst. Die Zweite Internationale Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau erhob deshalb 1921 diesen Tag zum internationalen Frauenkampftag, was bis heute so geblieben ist. Das Vorhaben, ein gemeinsames Datum für einen internationalen Frauentag festzulegen, bestand seit 1910, als dies die beiden Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Duncker auf der Zweiten Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen forderten, ohne dabei einem konkreten Datum den Vorzug zu geben. Zentral war Zetkin und Duncker die Stärkung der Frauenbewegung durch einen weltweiten und gleichzeitigen Kampftag. Die internationalen Verbindungen der Frauenorganisationen und der über die Grenzen hinausgehende gemeinsame Kampf könne so den Herrschenden am deutlichsten vor Augen geführt werden. Es zeigte sich in den folgenden Jahren, dass ein internationaler Kampftag ohne fixes Datum die Bewegung vor Probleme stellte. Dies nicht nur, weil es organisatorisch anspruchsvoller war, sondern auch, weil der historische Rückbezug auf vorausgegangene Kämpfe einem Bedürfnis entsprach. 1848. (…).
Vorwärts, 6.3.2017.
Vorwärts > 8. März. Geschichte. Vorwärts, 2017-03-06.
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18.01.2017 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Geschichte
Volltext
60. Jahrestag des Angriffs der Rebellen auf die Kaserne de La Plata. Fidels unendlicher Glaube an den Sieg. Dem Akt anlässlich dieses ersten Sieges der Rebellenarmee standen die Kommandanten der Revolution und Helden der Republik Kuba Ramiro Valdés Menéndez und Guillermo García Frías vor. Die strategische Vision des Comandante en Jefe Fidel Castro und sein unendlicher Glaube an den Sieg wurden zum Gedenken des 60. Jahrestages der Attacke auf die Kaserne de La Plata hervorgehoben in einem Akt, der diesem ersten Sieg der Rebellenarmee würdigte und dem die Kommandanten der Revolution und Helden der Republik Kuba Ramiro Valdés Menéndez und Guillermo García Frías vorstanden. Mit den Worten Che Guevaras über die Aktion „zeigte sie Wirkung über die schroffe Region hinaus, in der sie durchgeführt wurde. Sie war ein Weckruf für alle, zeigte sie doch, dass die Rebellenarmee existierte und kampfbereit war. Und für uns war sie eine Bestätigung unserer Möglichkeiten, am Ende den Sieg davonzutragen.“ Lebhafter Ausdruck der Transformationen, die mit dem Triumph der Revolution in dieser Gebirgslandschaft Einrichtungen der Gesundheit und der Bildung, Altenheime und kulturelle Stätten entstehen liessen, war die Ansprache der Direktorin der Sekundarschule in der Zone Volksrepublik Angola, die im Namen aller jungen Menschen des Territoriums sagte: „Der Teil, den wir leisten müssen, besteht in effizienter Arbeit, darin, die Dinge mit mehr Rationalität und grösserer Disziplin zu tun, einen Beitrag zur (…). Eduardo Palomares Calderón.
Granma, 18.1.2017.
Personen > Castro Fidel. Kaserne La Plata. Granma, 2017-01-18.
Ganzer Text
20.12.2016 Kuba
Geschichte
Granma

Geschichte
Volltext
Sancti Spíritus gedenkt der historischen Kampagne in Las Villas. In Städten und Dörfern der Provinz wird der 58. Jahrestag des Sieges der Rebellen begannen. José Ramón Monteagudo Ruiz, Erster Parteisekretär der Provinz Sancti Spíritus, grüsst die neuen Mitglieder des Jugendverbandes UJC. Verschiedene Gemeinden der Provinz Sancti Spiritus gedenken der in den letzten Monaten des Jahres 1958 unter dem direkten Kommando der Kommandanten Ernesto Che Guevara und Camilo Cienfuegos durchgeführten historischen Kampagne im Gebiet der ehemaligen Provinz Las Villas, wenn sie in diesen Tagen den 58. Jahrestag ihrer Befreiung begehen. In Fomento, dem ersten freien Gebiet von Las Villas, versammelten sich Tausende von Menschen auf dem Platz 26. Juli. Sie erinnerten an die Grosstaten von Che, die Tapferkeit der Gefallenen bei der Einnahme der Stadt und die wichtigsten Errungenschaften der Revolution im Escambray-Gebirge, das bis zum Sieg der Revolution im Januar 1959 eine Hölle von Ungerechtigkeiten, Vertreibung, Missbrauch und unhygienischen Bedingungen war. Im Rahmen der Feier überreichte José Ramón Monteagudo Ruiz, Mitglied des Zentralkomitees und erster Parteisekretär von Sancti Spiritus, neuen Mitgliedern des Jugendverbandes und der Partei ihre Ausweise und nahm dann an der Eröffnung mehrerer Gemeindeobjekte teil, wie ein Heim für werdende Mütter, einen Lebensmittelladen und den ersten Teil eines Marktkomplexes neben dem Platz 26. Juli. Ähnliches geschah in Taguasco, (…). Juan Antonio Borrego.
Granma, 20.12.2016.
Granma > Geschichte. Sancti Spiritus. Granma, 2016-12-20.
Ganzer Text
19.12.2016 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Gedenkfeier
Geschichte
Volltext
Der Comandante en Jefe und sein unerschütterliche Glaube an den Sieg. Sechs Jahrzehnte nach der Wiederbegegnung der Rebellentruppen unter dem Befehl von Fidel und Raúl wurde der unerschütterliche Glaube an den Sieg des Führers der kubanischen Revolution hervorgehoben. Cinco Palmas war erneut von Patriotismus und Einsatzbereitschaft geprägt. An diesem Ort, wo vor 60 Jahren die Hoffnung auf den Sieg zum Ausdruck kam und der als Brücke zur endgültigen Befreiung diente, wurde an diesem Sonntag bekräftigt, dass der Comandante en Jefe auch weiterhin das Schicksal der Nation bestimmen werde. Sechs Jahrzehnte nach der Wiederbegegnung der Rebellentruppen unter dem Befehl von Fidel und Raúl wurde der unerschütterliche Glaube an den Sieg des Führers der kubanischen Revolution hervorgehoben. Unter dem Vorsitz der Revolutionskommandanten Ramiro Valdés Menéndez und Guillermo García Frías fand die Gedenkfeier auf dem Schauplatz des damaligen Ereignisses, ca. 30 Kilometer von der Kreisstadt Media Luna der Provinz Granma entfernt, statt. Valdés Menéndez, einer der 82 Expeditionsteilnehmer der Yacht Granma und Protagonist der letzten Etappe des Kampfes für die endgültige Befreiung, erinnerte daran, dass sie nach der Zwangstrennung bei Alegria de Pio verfolgt wurden und sich durch unbekanntes Gelände durchschlagen mussten, was zu einer wahren Odyssee wurde . 21 Kampfgefährten verloren das Leben, eine weitere Gruppe wurde gefangen genommen. Obwohl die Situation immer schwieriger wurde, sei nie eine Option gewesen, den Kampf aufzugeben. Das Durchhaltevermögen und die Hilfe (…). Darelia Díaz Borrero.
Granma, 19.12.2016.
Personen > Castro Fidel. Cinco Palmas. Geschichte. Granma, 2016-12-19.
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09.09.2016 Schweiz
Personen
Vorwärts
Ueli Maurer
Geschichte
Reaktion
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Ueli der Sieger. Er kam, er übernahm, er siegte. Nun pflügt Ueli Maurer mit dem verschmitzten Lächeln eines Unschuldslammes die Schweiz um. Eine tragische Realkomödie aus einem der reichsten Länder der Welt in nur neun Monaten. Akt I: Das Vorspiel: Da stand er nun, Ueli der Bauer, seines Zeichens Bundesrat, zuvor langjähriger Präsident der SVP und als solcher der eigentliche Macher des Erfolgs seiner rechtskonservativen Bewegung. Wiedergewählt im ersten Wahlgang mit sage und schreibe 173 von 210 gültigen Stimmen, durfte er nun sein Amt auswählen und wechselte mit dem verschmitzten Lächeln eines Unschuldslammes ins Schlüsseldepartement Finanzen, das er von der aus der Partei herausgeschmissenen Eveline Widmer-Schlumpf übernahm, ihres Zeichens SVP-Bundesratstochter, langjährige Mitstreiterin und Initiantin der Unternehmenssteuerreform III. Akt II: Der Notfallplan: (…).
Salvatore Pittà.
Vorwärts, 9.9.2016.
Vorwärts > Maurer Ueli. Bundesrat. Vorwärts, 2016-09-09.
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01.06.2016 Schweiz
ATB Schweiz
VPOD-Magazin

ATB
Geschichte
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100 Jahre ATB Schweiz: Vom Radfahrer-Bund „Solidarität“ zum Sportclub mit WM-Ambitionen. Wenn die roten Räder tanzen. Vor 100 Jahren wurde er als Arbeiter-Radfahrer-Bund gegründet: der heutige ATB - Verband für Sport, Freizeit und Verkehr. Aus der „roten Kavallerie“ wurde ein Sportclub, dessen Mitglieder an Hallenradveranstaltungen zur Spitze gehören. Als sich 1896 in Zürich der erste Arbeiter-Radfahrer-Verein bildete, war das Velo gerade dabei, zum unentbehrlichen Fortbewegungsmittel im Alltag der Industriearbeiter zu werden. In allen grösseren Ortschaften schossen Arbeiter- Radfahrervereine aus dem Boden. 1916 beschlossen in Thalwil die Delegierten von 40 Vereinen, einen „Arbeiter-Radfahrer-Bund der Schweiz“ zu gründen, dem sie den Namen „Solidarität“ gaben. Ende der 1920er-Jahre stiessen Motorfahrersektionen dazu, so dass man den Verband 1930 in Arbeiter-Touring-Bund (ATB) umbenannte. Gegen „Kanonenzüchterei“. In den Tätigkeitsprogrammen der Arbeiterradfahrer dominierten am Anfang gemeinsame Ausfahrten, oft verbunden mit dem Besuch befreundeter Sektionen. An den Bundes- und Bezirksfesten wurde die Beherrschung des Rades demonstriert, zunächst mit gewöhnlichen Strassenvelos auf Kiesplätzen oder auf dem Rasen. Aus dem Reigenfahren entwickelten sich mit der Zeit die heutigen Hallenradsportarten wie Kunstradfahren und Radball. Konsequent abgelehnt wurde bis 1960 dagegen der Rennsport, den man als bürgerliche „Kanonenzüchterei“ taxierte. Arbeiter-Radfahrer waren in ihrem Selbstverständnis vorbildliche Verkehrsteilnehmer: (…). www.a-t-b.ch. Mit Fotos. Peter Beiger.
VPOD-Magazin, Juni 2016.
VPOD-Magazin > ATB. Geschichte. VPOD-Magazin, Juni 2016.
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14.04.2016 Schweiz
Geschichte
WOZ
David Hunziker
Geschichte
Internetportal
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Intervention in die umkämpfte Zone. Über die Onlineplattform „Geschichte der Gegenwart“ mischen sich GeisteswissenschaftlerInnen in politische Debatten ein. Nach zweieinhalb Monaten steht fest: Das stösst auf Interesse. Erst gerade im Januar 2016 aufgeschaltet, hat die Plattform „Geschichte der Gegenwart“ bereits einen Coup gelandet: Ein vom Romanisten Jens Andermann verfasster Aufruf gegen die Menschenrechtsverletzungen der Regierung Mauricio Macri in Argentinien sorgte im Land selber für Aufsehen: Der Beitrag wurde in der Presse diskutiert und gar vom Präsidenten höchstpersönlich sowie von Expräsidentin Kirchner auf Twitter geteilt. Über 35‘000 Mal wurde dieser Text bereits aufgerufen. Geschichtsprofessorin Svenja Goltermann, die zusammen mit dem Historiker Philipp Sarasin den Anstoss zur Gründung der Plattform gegeben hat, gibt sich im Gespräch überzeugt: „Was wir zu sagen haben, interessiert.“ Insgesamt 170‘000 Klicks verzeichnete die Seite bisher. Bei den Schweizer Themen liefen Sarasins Artikel zu Blochers Elitebegriff und zu Roger Köppels Göring-Editorial in der „Weltwoche“ besonders gut. Immer mehr ProfessorInnen von Schweizer Unis drängen in die Welt der BloggerInnen. Die Ergebnisse ihrer Forschung, die sonst meist in Fachpublikationen versickern, sollen in verständlicher Sprache an die Öffentlichkeit gelangen. Die fünf HerausgeberInnen von „Geschichte der Gegenwart“, allesamt Geisteswissenschaftlerlnnen der Uni Zürich, wollen darüber hinaus auch dezidiert (…). David Hunziker.
WOZ, 14.4.2016.
WOZ > Geschichte. Internet-Plattform. WOZ, 2016-04-14.
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16.07.2015 Schweiz
Personen
WOZ
Stefan Keller
Geschichte
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WOZ-Förderverein
Aus der Geschichte des Fördervereins ProWOZ. „Der ProWOZ sollte auch das Scheitern erlauben“. Im Sommer 1984 gründeten engagierte WOZ-LeserInnen den Förderverein ProWOZ, der seither einige Millionen Franken für diese Zeitung aufgetrieben hat. Eine kurze Gründungsgeschichte und einige Statements aus dem Kreis jener Leute, denen die WOZ ihre Existenz verdankt. 23. Juni 1984, „Kaufleuten“ in Zürich, Taleggsaal. Gründungsversammlung des Fördervereins ProWOZ. Beginn 14.45 Uhr. Aus dem Protokoll: „Namens der ProWoZ-InitiantInnen begrüsst Max Schmid die etwa 35 Anwesenden, worunter 7 WOZ-Mitarbeiter (…). Nach kurzem Rückblick auf die Entstehung des inzwischen von rund 125 Personen unterzeichneten Gründungsaufrufs (siehe WOZ Nr. 24 und 25/84) wird Alexander J. Seiler als Tagespräsident gewählt. - Die beiden andern Mitunterzeichner der Gründungseinladung, Daniel Glass und Thomas Schnyder, sind an der Teilnahme verhindert und lassen sich durch Seiler entschuldigen. Seinem Vorschlag gemäss wird Max Schmid als Protokollführer bestimmt; Stimmenzähler sind Theo Pinkus, Marianne Fehr und Res Strehle.“ Im Juni 1984 ist die Wochenzeitung WOZ noch keine drei Jahre alt und steckt schon in ihrer zweiten lebensbedrohenden Krise. Gegründet im Herbst 1981 als selbstverwalteter, basisdemokratisch geführter Betrieb mit zunächst etwa sechzehn MitarbeiterInnen, fehlt es der Zeitung, die sich der linken Bewegung und keiner Partei verpflichtet fühlt, an Abonnementen und Inseraten. (…). Stefan Keller.
WOZ, 16.7.2015.
Personen > Keller Stefan. WOZ-Förderverein. WOZ, 16.7.2015.
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01.04.2015 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Hans-Ulrich Jost
Geschichte
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Streit um unsere Wurzeln - jetzt schaltet sich Geschichtsprofessor Hans-Ulrich Jost ein: „Die Rütli-Schweiz ist eine Legende“. Rütlischwur, Wilhelm Tell und Neutralität: Die Mythen der SVP helfen nicht, die moderne Schweiz zu verstehen, sagt Geschichtsprofessor Hans Ulrich Jost. Diese haben vor zweihundert Jahren nämlich die europäischen Grossmächte erfunden. Nun ist offenbar sogar dem bürgerlichen Historiker und ehemaligen Mitarbeiter der NZZ, Thomas Maissen, der Kragen geplatzt. Er hat ein Buch publiziert. Ein Buch gegen die Geschichtsfälschungen der SVP, dieses „rechtspopulistische Bollwerk“. Eine Schrift gegen die Schlagworte, mit denen Christoph Blocher, Christoph Mörgeli (SVP) und Roger Köppel (SVP und „Weltwoche“) in diesem Jubiläumsjahr nur so um sich werfen. „Gegen fremde Richter“, gegen Habsburg (heute die EU), für Wilhelm Tell, für die Schweizer Neutralität seit der Schlacht von Marignano (1515) und für die unabhängige Schweiz seit dem Rütlischwur (1291). Die SVP versucht, der Geschichte der Schweiz die Schlagworte ihres Programms aufzupfropfen. Gegen dieses Machwerk will Maissen „den heutigen geschichtswissenschaftlichen Kenntnisstand ins politische Streitgespräch“ einbringen. So zerzaust Maissen zum Beispiel die SVP-Behauptung, die Eidgenossen hätten nach der Schlacht von Marignano (1515) die ewige Neutralität eingeführt. Purer Unsinn. (…). Hans-Ulrich Jost.
Work online, 1.4.2015.
Personen > Jost Hans-Ulrich. Geschichte Schweiz. Work online, 1.4.2015.
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01.04.2015 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Robert Grimm
Hans-Ulrich Jost
Geschichte
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Aufmüpfige Geschichtsbücher. Von Grimm bis Max Frisch. Der Streit um die Geschichte der Schweiz ist fast so alt wie ihre Geschichte selbst. Geschichte ist hochpolitisch. Regierende sind daran interessiert, die Vergangenheit so darstellen zu können, dass sie ihre politische Macht legitimiert. Die offizielle Schweiz hat deshalb immer wieder harsch auf Publikationen reagiert, die eine Gegengeschichte von unten und von links schrieben. (…).
Hans Ulrich Jost
Work online, 1.4.2015.
Personen > Jost Hans-Ulrich. Geschichte Schweiz. Work online, 1.4.2015-1.
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