Gewerkschaftschronik
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07.07.2020 Schweiz
Gastgewerbe
Löhne
Unia Schweiz

Arbeitsplätze
Lohnschutz
Volltext
Beschäftigte im Gastgewerbe fordern Sicherheit für Löhne und Arbeitsplätze. Der L-GAV regelt die Arbeitsbedingungen von rund 30‘000 gastgewerblichen Betrieben und über 200‘000 Angestellten.
Die Sozialpartner des Gastgewerbes beantragen beim Bundesrat, dass die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) des Landes-Gesamtarbeitsvertrags (L-GAV) bis Ende 2022 verlängert wird. Damit gelten die Bestimmungen und Mindestlöhne des GAV weiterhin für alle Betriebe im Gastgewerbe. Die Verlängerung der AVE des L-GAV ist ein gutes Zeichen in der Corona-Krise: Mindestlöhne, der 13. Monatslohn, 5 Wochen Ferien und Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung gibt es weiterhin für alle Beschäftigten der Branche. Ab 2022 werden zudem die Mindestlöhne um 0,2% angehoben. Verhandlungen über neuen GAV nötig
Gleichzeitig fordert die Unia-Branchenkonferenz Gastgewerbe von den Arbeitgebern, dass sie mit den Gewerkschaften über einen neuen L-GAV verhandeln. Die Mindestlöhne, insbesondere für erfahrene Mitarbeitende, müssen weiter erhöht werden. Zudem braucht es mehr Kontrollen, dass der L-GAV überall eingehalten wird. Null-Stundenverträge sind zu untersagen. Sichere Arbeitsplätze und Lohngarantie
In einer Resolution fordern die Unia-Delegierten, dass der Bund Angestellten in Kurzarbeit 100% des Lohnes garantiert (statt 80%), wenn sie weniger als 5000 Franken verdienen. Die Arbeitgeber sollen vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch machen und keine Entlassungen aussprechen. (…).

Unia Schweiz, 7.7.2020.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Lohnschutz. Unia Schweiz, 2020-07-07.
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02.07.2020 BE Kanton
Arbeitszeit
Referendum
Unia BE Kanton

Referendum
Sonntagsarbeit
Volltext
Referendum: Nein zu mehr Sonntagsarbeit. Solidarität mit den Verkäuferinnen! Ohrfeige fürs Verkaufspersonal: Arbeitszeit wird weiter aufgeweicht, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Das Berner Kantonsparlament hat entschieden, dass Läden zwei zusätzliche Sonntage im Jahr geöffnet haben dürfen. Die Gewerkschaft Unia sagt Nein zu diesem neuen Angriff auf die Arbeitsbedingungen im Detailhandel und hat das Referendum ergriffen. Die Ausdehnung der Sonntagsarbeit fällt in die Zeit der Corona-Krise. Das Personal im Detailhandel, namentlich im Food-Bereich, konnte in schwierigen Zeiten die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten. Dafür erhielten die Angestellten in dieser essentiellen Branche viel Applaus. Doch der Grosse Rat des Kantons Bern verpasst dem Verkaufspersonal eine schallende Ohrfeige. Auf Druck der grossen Detailhändler dereguliert er die Arbeitszeit, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Sonntag ist Ruhetag. Die Unia wehrt sich gegen eine weitere Aufweichung der Sonntagsruhe. Der Sonntag ist der Familientag. Er dient der Erholung und der Entspannung sowie der Pflege sozialer Kontakte. Das soll auch in Zukunft so sein – gerade für Verkäufer/innen! (…).
Unia Schweiz, 2.7.2020.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Referendum. Unia Schweiz, 2020-07-02.
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06.07.2020 Schweiz
Partei der Arbeit
Vorwärts

Coronavirus
Masken
Volltext
PdAS fordert kostenlose Masken. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) fordert, dass mit der Pflicht im öffentlichen Verkehr (sowie in einzelnen Kantonen in den Läden) Schutzmasken zu tragen, diese auch kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden. Folgende Hauptgründe sprechen dafür: Selbst in der reichen Schweiz gibt es viele Menschen, für die zusätzliche finanzielle Belastungen, egal in welcher Höhe diese ausfallen, vor erheblichen Problemen stellt. Laut Caritas gibt es in der Schweiz 660’000 Personen, die unter der Armutsschwelle leben, sowie rund eine Million, die in prekären Umständen leben oder vom Absturz in solche Umstände bedroht sind. Es betrifft hauptsächlich – aber nicht nur – Menschen, die an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, wie Working Poor, Obdachlose, Sans-Papier und Geflüchtete.
Die von der Pandemie ausgelöste Krise trifft die Arbeiter*innen sehr stark. Tausende haben ihre Arbeit verloren oder mussten in Kurzarbeit gehen, was zu einer Lohneinbusse führte. Ihnen die Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen, wäre ein Zeichen der Solidarität und des Respekts gewesen. Beides fehlt den politischen Verantwortlichen der Schweiz gegenüber den Arbeiter*innen. Für die Wirtschaft wurden praktisch über Nacht 57 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Nach Auffassung der PdAS steht der Bundesrat auch deswegen in der Pflicht, das benötige Material für die Umsetzung der Schutzmassnahmen (…).

Partei der Arbeit der Schweiz.
Vorwärts, 6.7.2020.
Vorwärts > Coronavirus. Masken. Vorwaerts, 2020-07-06.
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06.07.2020 Kuba
USA
Granma

Boykott
Volltext
Kubas Wahrheit demontiert bezahlte Lüge. Ein plumpes antikubanisches Manöver, das von einem von der Regierung der USA zusammen mit der extremen Rechten in Miami aufgebauten Söldner durchgeführt wurde, scheiterte am 3. Juli bei der 44. Ordentlichen Sitzungsperiode des UNO-Menschenrechtsrats (UNHRC. Der der Ständigen Mission Kubas in Genf angehörige kubanische Diplomat Jairo Rodríguez Hernández antwortete auf die Verleumdungen von Ariel Ruiz Urquiola, der versuchte, die internationale medizinische Zusammenarbeit Kubas und sein Gesundheitssystem zu verunglimpfen. Der kubanische Vertreter sagte, dass die von diesem Individuum geäusserten Anschuldigungen absurd seien und zu Zwecken geäussert würden, die nicht das Mindeste mit der Verteidigung der Menschenrechte zu tun hätten. „Was ist der Zweck des Ganzen? Das müsste man die Propagandamaschinerie mit Sitz in Miami fragen, die eine auf völlig falschen Informationen basierende Riesenshow um dieses Subjekt in den sozialen Netzen und digitalen Medien lanciert hat“, sagte er weiter. Was die von diesem Individuum geäusserten Anschuldigungen bezüglich seines Gesundheitszustandes und dem seiner Familie angingen, so seien sie nicht nur absurd sondern würden sich als Stoff für einen schlechten fiktiven Roman eignen. Er wies daraufhin, dass der kubanische Staat zahllose Anstrengungen und Ressourcen zur Durchsetzung des Rechtes auf universelle und kostenlose Gesundheit für alle seine Bürger, ohne Unterschiede und ohne Diskriminierung jedweder Art anwende. (…).
Granma, 6.7.2020.
Granma > USA. Boykott. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
In Kuba hat sich kein von COVID-19 genesener Patient erneut infiziert. Obwohl in unserem Land einige der Patienten, die für das neue Coronavirus Sars-CoV-2 positiv getestet worden waren, nach ihrer klinischer Entlassung erneut ins Krankenhaus eingeliefert wurden, war dies in keinem Fall auf eine erneute Infektion mit COVID-19 zurückzuführen, sondern auf chronische Vorkrankheiten wie obstruktive Lungenerkrankung oder Herzinsuffizienz, erklärte Dr. Francisco Durán, Nationaler Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium. Während der Pressekonferenz, auf der täglich über die epidemiologische Situation informiert wird, sagte Durán, dass es weltweit mehrere Fälle von Menschen gegeben habe, die einen Rückfall der Krankheit hatten, nachdem sie zuvor die Symptome überwunden hatten.
Andererseits betonte er, dass es in den kubanischen Gesundheitsprotokollen für Covid-19 eine Behandlung für jede Phase gibt, von dem Moment an, in dem der Patient ein Verdachtsfall oder Kontakt eines bestätigten Falls ist, wenn er als positiv bestätigt wird, und dann entsprechend seiner klinischen Entwicklung. Im Fall des sogenannten Protokolls 5 sei die Neuheit, dass zwischen symptomatischen und asymptomatischen Fällen unterschieden werde. In letzterem Fall werden, wenn es sich um Erwachsene handelt, nur nationale Produkte wie Interferon und Heberferon verwendet, in Abhängigkeit davon, was der Patient benötigt. (…).

Granma 6.7.2020.
Granma > Coronavirus. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Afrika
Kuba
Granma

Solidarität
Volltext
Kuba geht nicht nach Afrika, es kehrt dahin zurück. Die Geschichte der Beziehungen zwischen Kuba und Afrika umfasst möglicherweise die umfangreichsten und zahlreichsten Zeugnisse der bedingungslosen Solidarität, die die Karibikinsel der Welt bietet. Die Geschichte der Beziehungen zwischen Kuba und Afrika umfasst möglicherweise die umfangreichsten und zahlreichsten Zeugnisse der bedingungslosen Solidarität, die die Karibikinsel der Welt bietet.Es ist eine lebendige, permanente Geschichte, die in ihrer langen Entstehungszeit vergossenes Blut und wertvolle Leben enthält, die sich dem Wohl ferner und brüderlicher Länder opferten. Kuba geht nicht nach Afrika, es kehrt dahin zurück, und so war es an diesem Sonntag erneut der Fall, als 111 seiner Söhne und Töchter, Fachärzte in weißen Kitteln, die die Welt gesehen hat, wie sie weit weg von ihrer Familie ziehen, um anderen Völkern zu helfen, den verheerenden Schlag des Covid-19 zu stoppen. Diesmal reisten sie in drei Länder dieses Kontinents, in die nur wenige gehen, um zu helfen und zu retten. Äquatorialguinea, São Tomé und Príncipe sowie Sierra Leone sind die Ziele der neuen Henry Reeve-Brigaden, die sich den mehr als 30 anschließen, die derzeit in anderen Gefahrenzonen gegen das Coronavirus kämpfen, neun davon in Afrika. (…).

Granma, 6.7.2020.
Granma > Afrika. Solidaritaet. Granma, 2020-07-06.
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06.07.2020 Kuba
Lateinamerika
Granma

Sao-Paulo-Forum
Volltext
Vor 30 Jahren brachte das São Paulo Forum sein Herz ein. Vor 30 Jahren fand auf Initiative von Fidel Castro und Luiz Inácio Lula da Silva und aufgrund des Aufrufs der brasilianischen Arbeiterpartei in einem für die Linke der Welt ungünstigen Kontext vom 2. bis 4. Juli 1990 in São Paulo das Treffen der politischen Parteien und Bewegungen in Lateinamerika und der Karibik statt, das ein Jahr später in São Paulo Forum umbenannt wurde Der Gründungsgeist des Comandante en Jefe empfahl bei jeder Gelegenheit, einen Block von Streitkräften zu bilden, und forderte sie auf, zu kämpfen und inmitten der grössten Schwierigkeiten nicht aufzugeben. So geschah es auch 1993 auf dem Treffen in Havanna, als er zu den Führern der Linken sprach, zu den damaligen überlebenden fortschrittlichen, volksverbundenen, revolutionären Bewegungen, und sie aufrief, sich auf die Vereinigung Lateinamerikas und der Karibik vorzubereiten. „Legen wir ohne Furcht den Gründungsstein der Befreiung Südamerikas, Lateinamerikas, der Karibik und der Welt“ , umschrieb Hugo Chávez den Befreier Simón Bolívar in der Ausgabe des Forums in Caracas im Jahr 2012. Aufgrund des Vormarsches der fortschrittlichen Kräfte in der Region unterstrich er die Notwendigkeit, in eine neue Phase konkreter Massnahmen zur Verteidigung der Souveränität der Völker einzutreten. Dann änderten sich die Winde und der Sturm der neoliberalen Wiederherstellung begann über die Länder hinwegzuziehen, was vom Rat von São Paulo einen überaus festen Widerstand verlangte. (…).
Granma, 6.7.2020.
Granma > Sao-Paulo-Forum. Jubiläum. Granma, 2020-07-06.
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19.06.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Mietzinse
Volltext
Und stetig steigen die Mieten. Auch Im Mal 2020 sind die Mieten gestiegen, so wie In den Monaten und Jahren zuvor. Eine parlamentarische Initiative aus dem Kreis der FDP will den Mietzins per Gesetz erhöhen lassen. Man sieht: Eine staatliche Kontrolle der Mieten Ist notwendig, so wie von der PdA gefordert.
Vor nicht allzu langer Zeit war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen, dass die offizielle, vom Bundesgericht abgesegnete, Rendite bei Wohnungsimmobilien von 0.5 Prozent über dem Referenzzinssatz, auf dem Wohnungsmarkt in keiner Art und Weise befolgt wurde. Es sei deshalb an der Zeit, diese Vorgabe abzuschaffen. Man erlaube folgenden Vergleich: Parkverbote werden oft schlecht eingehalten. Nach der Logik der NZZ sollten Parkverbote daher am besten abgeschafft werden. Ein Unterschied zwischen den beiden Fällen besteht allerdings: Das Parkverbot wird von eifrigen Kontrolleur=innen überwacht, Übertretungen werden gebüsst; im Wohnungsmarkt hingegen kontrolliert niemand, es herrschen Verhältnisse wie im Wilden Westen. Propaganda für die FDP. So erstaunt es wenig, dass in den Jahresberichten der börsenkotierten Immobilienfirmen zu lesen ist, dass oft eine Rendite von 6 Prozent und mehr erzielt wird. (…).

Siro Torresan.
Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Torresan Siro. Mietzinse. Vorwaerts, 2020-06-19.
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19.06.2020 Zürich
Personen
Vorwärts
Trudi Weinhandl
Nachruf
Volltext
Danke Trudi . Die Verlagsgenossenschaft Vorwärts und die PdA Zürich trauern um Gertrud Weinhandl. Sie ist am 27. Mal Im 91. Altersjahr von uns gegangen. Ihr engagiertes Leben hat sie müde, aber selbstbestImmt abgeschlossen. Trudi wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war, die Mutter musste sie und ihren Bruder alleine durchbringen. So konnten beide ihren Berufswunsch, der eine längere Ausbildung erfordert hätte, nicht erfüllt werden. Trudi, die eine sehr gute Schülerin war, trat eine Lehrstelle im Jelmoli an, anstatt Kindergärtnerin oder Lehrerin zu werden. Immerhin war sie später Schulpflegerin. Mit elf Jahren lernte sie die Roten Falken kennen, die sie als fröhliche sozialistische Grossfamilie erlebte, welche ihr erste politische Impulse gab. Mit der Sozialistischen Jugend reiste sie nach Jugoslawien. Wichtig war für sie die Begegnung mit Leonhard und Clara Ragaz, zwei zentrale Persönlichkeiten der religiös-sozialistischen Bewegung. Über Clara Ragaz hat sie eine viel beachtete Biografie verfasst. In den 1950er-Jahren trat Trudi der SP bei, welche sie später zwischenzeitlich verliess, da sie diese als zu wenig kämpferisch empfand, bei den SP-Senior"innen war sie später wieder anzutreffen.
Für die Frauen und den Frieden. (…).

Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Weinhandl Trudi. Nachruf. Vorwaerts, 2020-06-19.
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06.07.2020 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Krisenmassnahmen: Wirtschaft stabilisieren und Kaufkraft stärken. SGB-Verteilungsbericht 2020. Die Schweiz ist in einer schweren Rezession. Besonders betroffen sind die Gering-verdienerinnen und Geringverdiener, deren Einkommen bereits seit vielen Jahren stagnieren, wie dies der neue Verteilungsbericht des SGB belegt. Nun braucht es Massnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, damit sich die inländische Konjunktur stabilisiert und um eine soziale Katastrophe zu vermeiden. Dazu gehört die umgehende Senkung der Krankenkassenprämien aus den angehäuften übermässigen Milliardenreserven der Krankenkassen. Diese dringliche Massnahme kann bereits im COVID-19-Gesetz umgesetzt werden. Die Corona-Krise trifft vor allem Personen mit tiefen und mittleren Einkommen, weil Kurzarbeit in den Branchen mit den niedrigsten Löhnen am stärksten verbreitet ist. Das führt zu kaum verkraftbaren Einkommenseinbussen für Arbeitnehmende mit bereits tiefen Löhnen. Mit den drohenden Entlassungen kann eine Abwärtsspirale beim Konsum in Gang kommen. Wer die Stelle verliert, hat weniger Einkommen. Das schlägt negativ auf den Konsum durch, was weitere Entlassungen nach sich ziehen kann. Eine solche Abwärtsspirale muss verhindert werden. Es gibt bereits jetzt Anzeichen dafür, dass dem privaten Konsum wieder die Luft ausgeht, dies nach einem kurzen Aufschwung bei der Wiedereröffnung der Geschäfte im Mai, besonders bei den langlebigen Konsumgütern. Daniel Lampart, SGB-Chefökonom und Autor des (…).
SGB, Medienmitteilung, 6.7.2020.
SGB > Loehne. Verteilungsbericht 2020. SGB, 2020-07-06.
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03.07.2020 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Löhne
Personen
Markus Bischoff
Initiative
Mindestlohn
Volltext
Nicht nur der eigenen Bubble dienen. Volksinitiativen für einen gesetzlichen Mindestlohn in Zürich, Winterthur und Kloten. Am letzten Donnerstag habe ich zum ersten Mal Unterschriften für unsere „Ein Lohn zum Leben“ Initiativen gesammelt. Das Echo war überraschend positiv. Viele störten sich an den tiefen Löhnen gewisser Branchen. Fast alle fanden, dass es für alle Beschäftigten einen anständigen Lohn zum Leben braucht. Niemand empfand den Minimallohn von 23 Franken pro Arbeitsstunde als zu hoch.
Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) hat diese Initiativen in Zürich, Winterthur und Kloten entwickelt und für die Lancierung auch Travail.Suisse, die rot-grünen Parteien und die Hilfswerke HEKS, Caritas und SAH mit ins Boot geholt. Die Initiativen sollen nicht einfach das Leben für die rot-grüne Klientel verbessern, sondern auf ein brennendes soziales Problem hinweisen. Politik darf nicht nur der eigenen Bubble dienen. Tiefstlöhne sind die Realität derjenigen, die keine Stimme und keine Lobby haben.
Leider können wir auf dem Initiativweg keinen gewerkschaftlichen, sondern nur einen sozialen Mindestlohn erkämpfen. Das Bundesgericht hat sehr enge Grenzen für die Zulässigkeit von allgemeinen Mindestlöhnen gesetzt. Damit darf nur verhindert werden, dass jemand trotz Arbeit in die Armut rutscht. Wer arbeitet, soll zumindest so viel Lohn erhalten wie jemand der Rente und Ergänzungsleistungen bezieht. In der Stadt Zürich sind dies 23 Franken pro Stunde oder bei einer Vollzeitstelle etwa 4'000 Franken pro Monat. …).
Markus Bischoff (Präsident Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich)
GBKZ, 3.7.2020.
Personen > Bischoff Markus. Mindestlohn. Initiative. GBKZ, 2020-07-03.
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12.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Sandra Künzi
Frauenstreik
Volltext
Im Dunkeln. Schagge, der Corona ist ein Zeichen. Jetzt müsst ihr streiken!» Moll sicher, grad als alle Schiss hatten vor der ersten Welle, dann ein Streik. Weisch wie? Schagge schafft in der Pflege, und 90 Prozent aller Pflegenden sind Frauen. Aber ebe. Fraue sind eifach zu nett. Die nützen eine ¬gesellschaftliche Notlage nicht aus, sondern machen brav ihre schlechtbezahlte Arbeit. Klar ich würd auch niemanden ersticken lassen, nur für -fairere Löhne, gerechte Arbeitsbedingungen und so … wobei …Im Corona-Krisenstab, hat’s genau zwei Frauen auf zwölf Männer. Dabei ist es doch eine systemrelevante Krise. Weil systemrelevant sind ja all die unterbezahlten Frauenberufe. Da frag ich mich schon, was der alte weisse Eidgenoss überlegt? Stab = Stäbe, oder was? Gleichstellungs-Gstabis dünkt mi. Ja klar, seit dem Streik sind historische 42 Prozent Frauen im Schweizer Parlament! Aber im Kanton Uri, nume Bischpil, hat’s keine Frau in der Regierung und nur 25 Prozent Frauen im Parlament. Von einem Kanton, der ernsthaft noch eine Busstation namens „Mohrenkopf“ führt (Erstfeld), kann man natürli nicht erwarten, dass er Frauen in der Regierung hat. Weisch, was ich denke? Die wollen einfach nicht. Drum bin i voll für Quote. Moll sicher. Saftiger Streik. Es isch wie bi dem Witz, wo einer was im Dunkeln verliert, aber unter der Laterne sucht, weil er dort mehr sieht. Quote heisst: Du darfst ab jetzt nur noch dort suchen, wo du es verloren hast. Ja, d  (…).
Sandra Künzi.
Work pnline, 12.6.2020.
Personen > Kuenzi Sandra. Frauenstreik. Work online, 2020-06-12.
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12.06.2020 USA
Personen
Rassismus
Work
Marie-Josée Kuhn
Rassismus
Volltext
Am Anfang ist immer Trump. Als der Mauerbauer, Sexprahler und Brandstifter, dieses ungesteuerte Geschoss, im Januar 2017 abging, marschierten in den Strassen von Washington bereits Zehntausende Frauen gegen ihn. Weil er das Rad zurückdrehen will. Auch jetzt wieder benützen er und seine Republikaner die Coronakrise, um das Recht auf Abtreibung in 11 Bundesstaaten einzuschränken. Weil Abtreibungen „nichtessentielle medizinische Eingriffe“ seien. Im Wissen, dass es für die Frauen später zu spät sein würde. Der Coronavirus hat die Ungleichheit zwischen Frau und Mann nicht nur in den USA vergrössert. Wie das Work-Dossier zeigt (Seiten 10 -11). Ist im November endlich Ende Trump? Amerika brennt. Pussyhat-Power, #MeToo-Bewegung und Frauenstreiks: Aus den Anti-Trump-Protesten wurde eine neue Frauenbewegung. Weltweit. Sie brachte am 14. Juni 2019 auch die Schweiz zum Beben. Jetzt, ein Jahr nach dem Frauenstreik, schaut Work zurück und nach vorne. Und lässt auch die Berner Slam-Poetin Sandra Künzi nochmals hart und heftig rocken (Seite 20). Mit ihrer Kolumne „Künzi streikt“ stimmte sie im Work ab Januar 2019 auf den Tag der Tage ein. Und wieder stehen die USA in Flammen: im lichterlohen Floyd-Protest. Der weisse Cop Derek Chauvin drückte dem gefesselten Schwarzen George Floyd sein Knie so lange gegen den Hals, bis er erstickte. Es geschah am helllichten Tag. Cornel West, einer der führenden afroamerikanischen Intellektuellen, nennt den Mord an Floyd einen „Lynchmord“. Er zieht eine direkte (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 12.6.2020.
Personen > Kughn Marie-Josée. USA. Rassismus. Work online, 2020-06-12.
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12.06.2020 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsmarkt
Coronavirus
Volltext
Frauen & Corona: Als erste entlassen, als letzte wieder eingestellt. Die Krise ist weiblich. Die Rezession, in die wir jetzt rutschen, ist eine „Sie-Rezession“. Denn sie trifft die Frauen zuerst und mehrfach. Die Frauen führten durch die Coronakrise und garantierten die Grundversorgung für alle: Die Verkäuferinnen, die die leergefegten Regale einräumten. Die Pflegerinnen, die mit immer weniger Schutzmasken immer länger durchhielten. Und als die Schulschliessungen kamen, waren es die Mütter, die neben ihrer bezahlten Arbeit den Grossteil des Heimunterrichts stemmten. Jetzt kommt die Rezession. Und es sind weltweit mehrheitlich Frauen, die ihre Jobs verlieren. „Zweitverdienerinnen“-Modell. Die US-Tageszeitung „New York Times“ nennt die aktuelle Wirtschaftslage eine „Shecession“, eine „Sie-Rezession“. Also eine Rezession, die vor allem die Frauen trifft. Und diese ist in den USA schon brutale Realität. Von den 36,5 Millionen Menschen, die innert nur zweier Monate ihre Stellen verloren haben, sind 55 Prozent Frauen. Gastroangestellte, Kosmetikerinnen, Verkäuferinnen – sogar Pflegerinnen und Ärztinnen. Denn: Diese Krise trifft zuerst und am härtesten die Dienstleistungsbranchen. Und dort arbeiten vor allem Frauen. Auch in der Schweiz. Rund zwei Drittel der Detailhandelsangestellten sind weiblich, im Gastgewerbe sind es 56 Prozent. Und auch wenn die Kurzarbeit den Entlassungs-Tsunami (noch) etwas eingedämmt hat, zeigen die Statistiken klar: Die Krise trifft auch hier die typischen „Frauenbranchen“ am stärksten – und die Arbeitenden finanziell hart. Denn: (…).  Patricia D‘Incau.
Work online, 12.6.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Frauen- Coronavirus. Work online, 2020-06-12.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Armut
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arbeitslosigkeit und Armut in der „reichen Schweiz“. Arbeitslosigkeit und Armut sind Stichworte, die jetzt in der Coronakrise allgegenwärtig sind, auch in der Schweiz. Arbeitnehmende, die auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden, kommen wegen der Einkommenskürzung an oder sogar unter das Existenzminimum. Das gleiche gilt für eine grosse Zahl von Selbständigen, die in den letzten Monaten Verdienstausfälle in Kauf nehmen mussten. Über die Hälfte der Haushalte verfügen über weniger als 50’000 Franken Vermögen, ein Viertel der Bevölkerung besitzt gar nichts oder hat gar Schulden. Eine längere Periode mit Verdienstausfällen können die meisten nicht ohne Hilfe durchstehen, sie haben kaum Reserven.
Konstant hoch. Wie die Grafik zeigt, ist Arbeitslosigkeit und Armut kein neues Phänomen. Bereits in den letzten 10 Jahren, die nach der Finanzkrise eigentlich Jahre der Hochkonjunktur waren, ist die Erwerbslosigkeit konstant hoch geblieben. Noch 2018 war die Erwerbslosenquote mit 4,7 praktisch gleich hoch wie 2009; erst im letzten Jahr ging sie etwas zurück. Sehr ähnlich sieht es bei der Armutsquote der Erwerbstätigen aus, die seit 2010 etwa gleich blieb. Als arm gelten Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, der über weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens verfügt, 2018 entsprach das bei einem Einpersonenhaushalt 2080, bei einem Vierpersonenhaushalt 4370 Franken. Kein Wunder, dass auch jener Teil der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den letzten 10 Jahren nicht kleiner, sondern sogar grösser geworden ist. (…). 
Work online, 26.6.2020.
Personen > Baumann Hans. Arbeitslosigkeit. Work online, 2020-06-26.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Personen
Temporärarbeit
Work
Christian Egg
Entlassungen
Temporärarbeit
Volltext
Temporärbüros: Keine andere Branche schasst Mitarbeitende so eiskalt. Sozialamt einfach! Chauffeur Adil Nejem* gehört zur Corona-Risikogruppe. Er hat Anrecht, zu Hause zu bleiben und auf seinen Durchschnittslohn. Doch das Temporärbüro bezahlt nicht. Und er ist kein Einzelfall. Das Büro ist klein, höchstens acht Quadratmeter. Vier Leute arbeiten darin. Mehrmals pro Tag müssen Lastwagenchauffeure des Coop-Verteilzen¬trums im aargauischen Schafisheim dort vorbei. Dann wird es richtig eng. Chauffeur Adil Nejem sagt: „Manchmal sind wir vier Fahrer gleichzeitig, also acht Leute total. Dann stehen wir Schulter an Schulter.“ Auch Ende März war es so, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Nejem erinnert sich: „Auf der Post musste ich einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, bei den Behörden konnte man nur noch anrufen, ihre Schalter waren geschlossen. Aber bei uns gab es nicht einmal Schutz¬masken.“
Für Nejem eine unhaltbare Situation. Denn nach zwei Herzinfarkten gehört der 57jährige zur Corona-Risikogruppe. Er schildert seinem Arzt die ¬Zustände. Der weist ihn an, zu Hause zu bleiben, und stellt ihm ein Arztzeugnis aus. Doch damit fangen die Probleme erst an. (…).
Christian Egg.
Work online, 26.6.2020.
Personen > Egg Christian. Temporaerarbeit. Entlassungen. Work online, 2020-06-26.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträgerin
Volltext
Die Briefträgerin & die Briefmenge. Die meisten Wörter unserer Sprache habe eine uralte Geschichte. Andere werden aufgrund neuer Gegebenheiten erst erfunden. Bei der Post zum Beispiel „Gangfolgesortierung“. Oder „Briefmengenrückgang“. Dieser ist mit der Coronakrise sprunghaft angestiegen. Betrug er in der Zeit davor durchschnittlich vier bis fünf Prozent pro Jahr, ist die Anzahl der verschickten Postsendungen in den vergangenen Monaten um fünfzehn Prozent gesunken. Um diesen Arbeitswegfall zu kompensieren und um die Kolleginnen und Kollegen von der Paketpost zu entlasten, stellen die Briefträgerinnen und Briefträger nun auch kleine Pakete zu. Letzte Meile. Als weitere Massnahme zur Arbeitsbeschaffung und Geschäftserweiterung wird seit längerem schon „die letzte Meile“ ausgebaut. „Meile“? Wieso „Meile“? – Weil es sich um einen aus dem Englischen abgeleiteten Logistikbegriff handelt, erfährt die Briefträgerin bei Wikipedia. Gemeint ist „der Teil des Transports zur Haustür des Kunden“ (und wohl auch der „Kundin“…). Manche altgedienten Kolleginnen und Kollegen schnödeten zu Beginn, als es hiess, die Post habe neue Dienstleistungen ausgeheckt. Die Briefträgerin aber hatte nie ein Problem damit, dass sie nun auch Brot liefert oder Gemüse, dass sie Kaffeekapseln abholt oder Altkleider. In manchen Zustellregionen liest das Zustellpersonal seit einiger Zeit die Stromzähler ab. Daran stört die Briefträgerin einzig der Gedanke, dass die bisherigen Ableser und Ableserinnen deshalb wohl ihre Arbeit verloren. (…).
Katrin Bärtschi.
Work, 26.6.2020.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Arbeit. Work online, 2020-06-26.
Ganzer Text
02.07.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Kurt Altenburger
Tanja Lantz
Coronavirus
Masken
Volltext
Schweizweite Maskenpflicht - eine konsequente Massnahme. Wir begrüssen den Entscheid, die Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr einzuführen. Nur so sind Menschen auf dem Arbeitsweg und auch Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe konsequent geschützt. Das Fahrpersonal kann allerdings nicht zuständig sein für die Durchsetzung der Maskenpflicht. Das Fahrpersonal wird die betreffenden Fahrgäste darauf hinweisen, dass eine Maskenpflicht besteht. Die soziale Kontrolle wird ebenfalls einen Beitrag dazu leisten. Die Verkehrsbetriebe können Sicherheitsdienste einsetzen für die Durchsetzung der behördlichen Auflage. Die Systemführerschaft der Branche wird heute den Unternehmungen der öV-Branche entsprechende Empfehlungen abgeben. Wirtschaftlich sieht es für die öV-Branche trotzdem düster aus. Während mehrerer Wochen fehlten 80 bis 90 Prozent der Einnahmen, was in der Rechnung 2020 zu hohen Defiziten führen wird. Weil die Transportunternehmen von Gesetzes wegen bei den bestellten Leistungen keine Gewinne anstreben dürfen, werden sie kaum in der Lage sein, die Einnahmenausfälle nachträglich zu kompensieren. (…).
Kurt Altenburger, Tanja Lantz.
VPOD Schweiz, 2.7.2020.
Personen > Coronavirus. Masken. VPOD Schweiz, 2020-07-02.
Ganzer Text
03.07.2020 Kuba
Granma
Tourismus

Hotellerie
Volltext
Kuba öffnet seine Grenzen für den internationalen Tourismus wieder. Die vorgelagerten Inseln im Norden Kubas stehen für den internationalen Tourismus bereit. Mit einer Infrastruktur, die über mehr als zwei Jahrzehnte im Einklang mit der Natur geschaffen wurde, konsolidieren sich Jardines del Rey und Cayo Santa María im Norden der Provinzen Ciego de Ávila und Villa Clara weiterhin als wichtige Touristenziele des Landes. Insgesamt haben sie 46 Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie und mehr als 19.000 Zimmer, die für den nationalen und internationalen Tourismus geöffnet sind. Damit sind sie zwei der vielversprechendsten Tourismus-Standorte in Kuba und der Karibik in den letzten Jahren.
Pullman Cayo Coco von der Gran Caribe-Kette und Playa Paraíso von Gaviota werden für die Begrüßung der ersten Besucher von Cayo Coco verantwortlich sein, während im Norden von Villa Clara die Hotels Playa Cayo Santamaría, Iberoestar Ensenacho, Meliá Las Dunas und Dhawa Cayo Santa María die Einrichtungen sind, die wieder in Betrieb genommen werden, erklärten Iyolexis Correa Lorenzo und Regla Dayamí Armenteros Mesa, Delegierte des Tourismusministeriums in Ciego de Ávila bzw. Villa Clara, die angaben, dass die Eröffnung gestaffelt sein werde, entsprechend dem anwachsendem Zustrom ausländischer Touristen.. (…).

Granma, 3.7.2020.
Granma > Tourismus. Hotellerie. Granma, 2020-07-03.
Ganzer Text
03.07.2020 Kuba
USA
Demonstration
Granma

Demonstration
Reaktion
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Die unendliche und rentable Suche nach dem kubanischen Maidán. Dass die Strassen der Insel sich an diesem 1.Juli füllten, lag daran, dass man trotz des Regens die Brigadisten des Kontingents Henry Reeve empfangen wollte, die in ihr Land zurückkehrten, nachdem sie die Einwohner des Fürstentums Andorra vor der COVID-19 Bedrohung gerettet hatten. Es ist kein déjà vu, es ist die hartnäckige Suche nach einemkubanischen Maidán, bei der sie nicht müde werden zu scheitern. Am 30. Dezember 2014 fand sich die grosse internationale Presse ein, um das zu übertragen, was ein „offenes Mikrofon“ sein sollte, mit dem das zensierte kubanische Volk auf dem Platz der Revolution das zum Ausdruck bringen würde, was es nach Meinung der Initiatoren in mehr als 50 Jahren nicht laut sagen durfte. Der als künstlerische Performance getarnte Aufruf ging von Miami, dem Paradies der Meinungsfreiheit aus, wo man eine abweichende Meinung über Kuba im besten Fall mit Arbeitslosigkeit bezahlt und wo es praktisch unmöglich ist, jemanden zu finden, der etwas ausserhalb der Meinung der herrschenden politischen Klasse veröffentlicht. Das Ziel war offensichtlich: einen Vorfall zu schaffen, der den Prozess der Normalisierung zwischen den USA und Kuba, der kaum zwei Wochen zuvor angekündigt worden war, zum Entgleisen zu bringen. (…).

Granma, 3.7.2020.
Granma > Reaktion. Demonstration. Granma, 2020-07-03.
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03.07.2020 Kuba
Südafrika
Granma
KP Kuba

Boykott
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Führer der Kommunistischen Partei Südafrikas und des Afrikanischen Nationalkongresses drücken ihre Solidarität mit Kuba aus. Sie ratifizierten die historische Position ihres Landes gegen die Blockade und die Aggressionen gegen Kuba und dankten gleichzeitig unserem Volk für die solidarische Hilfe der kubanischen medizinischen Brigaden in Südafrika und auf dem gesamten Kontinent. Am 29. und 30. Juni 2020 nahm die Kommunistische Partei Kubas (PCC) an Videokonferenzen unter dem Vorsitz von Generalsekretär Blade Nzimande, in Zusammenarbeit mit anderen Führern der Kommunistischen Partei Südafrikas (PCSA), und Ace Magashule, Generalsekretär des Exekutivrates des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), zusammen mit mehreren Mitgliedern dieser Instanz, teil. Beide Führungspersönlichkeiten lieferten wertvolle Informationen über die Bemühungen Südafrikas, der Pandemie des neuen Coronavirus entgegenzutreten, bestätigten die historische Position ihres Landes gegen die Blockade und die Aggressionen gegen Kuba und dankten unserem Volk für die solidarische Hilfe der kubanischen medizinischen Brigaden in Südafrika und auf dem gesamten Kontinent. (…).
Granma, 3.7.2020.
Granma > Suedafrika. KP. Granma, 2020-07-03.
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03.07.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Medikamente
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In Kuba überwiegen bei COVID-19Patienten der Blutgruppe A. Kubanische Wissenschaftler führen vorläufige Studien zu den genetischen Risikofaktoren durch, die mit der klinischen Schwere verbunden sind, mit der sich die Krankheit in Kuba manifestiert hat oder nicht. Kubanische Wissenschaftler führen vorläufige Studien zu den genetischen Risikofaktoren durch, die mit der klinischen Schwere verbunden sind, mit der sich die Krankheit in Kuba manifestiert hat oder nicht. In diesem Zusammenhang erklärte Dr. Beatriz Marcheco Teruel, Direktorin des Zentrums für Medizinische Genetik, dass die Forschung auf den in diesem Zeitraum veröffentlichten Nachweisen beruht, die sich auf mögliche immungenetische Faktoren beziehen.
Das Projekt befasst sich mit klinisch-epidemiologischen Faktoren, zu denen soziale Variablen wie Beruf, Hautfarbe, Altersgruppen, toxische Gewohnheiten, Krankheitsgeschichte, Stresslevel und andere klinische Variablen immunologischer und genetischer Natur gehören. Diese werden sowohl beim Einzelnen als auch denjenigen erfasst, die mit ihm leben und verwandt sind. Die Forschung, an der verschiedene kubanische Institutionen beteiligt sind und die sich derzeit in der Anfangsphase der Entwicklung befindet, wird auch solche Elemente bewerten wie die soziodemografischen Merkmale der genesenen Patienten, chronische nicht übertragbare Krankheiten, an denen sie leiden, die Verteilung nach Ihrer Blutgruppe, das Vorhandensein oder Fehlen von Antikörpern gegen Impfstoffe und andere Antigene. (…).
Granma, 3.7.2020.
Granma > Coronavirus. Blutgruppen. Granma, 2020-07-03.
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03.07.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Masken
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In Bezug auf die hohe Verantwortung der Landeshauptstadt bestand der Premierminister auf der Benutzung der Mundschutz Masken, den sanitären Massnahmen sowie den kontrollierten Zugang zu den Stränden und den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Wissenschaft bestätigt es: Wachsamkeit vor COVID-19 ist weiterhin geboten. Einige Stunden bevor Havanna in die erste Phase der Erholung eintrat und der Rest Kubas, mit Ausnahme von Matanzas, in die zweite, betonte der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, dass „die Wissenschaft uns weiterhin bestätigt dass in der Konfrontation mit COVID-19 Wachsamkeit weiterhin geboten ist.” Bei einem weiteren anregenden Treffen mit Wissenschaftlern und Experten, das im Revolutionspalast jeden Donnerstag zu einem festen Bestandteil der Regierungsagenda geworden ist, war das Staatsoberhaupt der Ansicht „Wir lernen das Virus auf der Grundlage der wissenschaftlichen Forschung besser kennen. Sie geben uns auch Elemente zu Themen, an die wir anders herangehen müssen. Doch es werden die Massnahmen bestätigt, die wir angewendet haben, und die Themen, auf denen wir bestanden haben, wie körperliche Distanzierung, soziale Isolation und die Verwendung der Mundschutz Masken.“
Díaz-Canel bemerkte, dass die Theorien, die zu einem bestimmten Zeitpunkt existierten, dass in der Karibik aufgrund der hohen Temperaturen nichts passieren würde, gebrochen wurden. Wir erkennen, wie aggressiv das Virus ist und welche Eigenschaften es von den anderen unterscheidet, was den Zusammenbruch der Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt verursacht hat. (…). Granma, 3.7.2020.
Granma > Coronavirus. Masken. Granma, 2020-7-03.
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12.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Corrado Pardini
Biografien
Demission
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Unia-Industriechef Corrado Pardini (54): Rücktritt aus der Geschäftsleitung. Unia-Mann Corrado Pardini tritt aus sämtlichen Gremien der Gewerkschaft zurück und übernimmt neu ein Verwaltungsratsmandat bei der Post. Er war die Nummer 8826 in der Berner Druckmaschinenfabrik Wifag: Maschinenschlosse-Stift Corrado Pardini. Sein Vater wollte, dass er eine technische Lehre mache: „Industrie hat Zukunft“, sagte er. Damals, zwischen 1981 und 1985, begann das mit der Industrie und auch das mit den Gewerkschaften. Schon in der Stifti wurde Pardini Mitglied des SMUV, einer Vorgängerin der Unia. Aktives Mitglied. Zu aktiv für den bhäbigen SMUV: Als Pardini schon während der Lehre in den Betriebsrat gewählt wurde, fand der Sekretär, das gehe nicht. Ein Stift unterstehe nicht dem Gesamtarbeitsvertrag. Doch Pardini machte weiter, nicht mit der Maschinenschlosserei, aber bei den Gewerkschaften. Work verriet er einst: „Ich habe den Beruf zwar geliebt. Aber ich wollte keine Nummer bleiben“. Für den Werkplatz Schweiz. Also wurde Pardini Profi-Gewerkschafter. Erst bei der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) und dann, nach ihrer Fusion zur Unia, dort Seit 12 Jahren (und noch bis Ende Juli) sitzt er nun schon in der Geschäftsleitung der Gewerkschaft. Als Chef des Sektors Industrie. Diesen prägte Pardini entscheidend. Immer wieder wehrte er sich für den Werkplatz Schweiz und gegen die zunehmende Dominanz des Finanzplatzes. So auch im Work-Interview im Juli 2012: „Die Schweiz darf nicht ausschliesslich auf den Finanz- und den  (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work, 12.6.2020.
Personen > Kuhn Marie.Joseé. Corrado Pardini. Demission. Work, 2029-06-12.
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05.06.2020 Italien
Faschismus
Work

Antifaschismus
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Sieg und mässige Veränderungen. Redaktion. Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur In Italien und dem KriegseintrItt an der Seite Nazideutschlands kämpften von 1943 bis 45 viele Frauen* und Männer* als Partlsanlnnen gegen die Besatzungstruppen und Italienische FaschistIrinnen. Es ist ein aufopferungsvoller und verlustreicher Kampf mit der Hoffnung auf eine grundlegend veränderte Gesellschaft. Vor 75 Jahren, im Frühjahr 1945, geht der Kampf in seine letzte und entscheidende. Phase. Nach der Winterkrise nimmt die bewaffnete Resistenza den Kampf wieder auf. Dabei kann sie sich auf massive Hilfe verlassen: In nur drei· Monaten liefern alliierte Fallschirmabwürfe mehr leichte Waffen, Sprengstoff, Militärkleidung und Geld als in den gesamten 15 Monaten davor. Das Guerillahandwerk erlernt man nicht in wenigen Wochen, aber tagtäglich wachsen Ausstattungsgrad, Mitgliederzahl und Erfahrung der Einheiten. Bis April erlangen die Formationen die Stärke vom vorherigen Sommer zurück, sind aber viel besser gerüstet. Das seit jeher erstrebte Ziel ist ein allgemeiner Aufstand, zu oft schon für greifbar gehalten und dann doch wieder in die Ferne gerückt. Nun steht er endlich vor der Tür, der Krieg neigt sich wirklich dem Ende zu. Die Deutschen wissen das. Heimlich führen sie Kapitulationsverhandlungen, ohne ihre faschistischen Komplizen einzubeziehen. Die zusammengewürfelten, durch opportunistische Desertionen dezimierten Truppen der RSI CRepubblica Sociale Italiana, oft auch Republik von Salo genannt) wissen ebenfalls, dass die (…).

Vorwärts, 5.6.2020.
Vorwärts > Italien. Antifaschismus. Vorwaerts, 2020-06-05.
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