Gewerkschaftschronik
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08.07.2020 Kuba
Filmfestival
Granma

Filme
Volltext
42. Filmfestival von Havanna findet vom 3.-13. Dezember statt. Die Information wurde in der offiziellen Website des Events Havana Film Festival in einem Artikel veröffentlicht, in dem es heisst: „ in Zeiten von unerlässlichem Bezug zur Medizin und zum Gesundheitspersonal, ist es nicht nur wichtig, den Körper zu heilen sondern auch die Seele zu erhalten. Das Kino ist eine Kunst und ein Mittel, den Geist gesund zu erhalten“. Das Internationale Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films stellte das Plakat vor, das seine 42. Auflage begleiten wird und kündigte an, dass es unter dem Slogan Lo que recetó el doctor, (Das, was der Arzt verschrieben hat)vom 3.-13. Dezember stattfinden wird. Die Information wurde in der offiziellen Website des Events Havana Film Festival in einem Artikel veröffentlicht, in dem es heisst: „ in Zeiten von unerlässlichem Bezug auf die Medizin und auf das Gesundheitspersonal, ist es nicht nur wichtig, den Körper zu heilen sondern auch die Seele zu erhalten. Das Kino ist eine Kunst und ein Mittel, den Geist gesund zu erhalten. „Auch wenn das Panorama noch ungewiss ist, kann sich das Publikum doch sicher sein, dass die Säle Havannas wieder hell und dunkel werden, damit man das beste Kino Lateinamerikas und der Welt geniessen kann“, fährt der Artikel fort. Das Plakat für das Event im Winter sieht aus wie ein „sympathisches und sehr kubanisches ärztliches Rezept“, und ist zusammen mit seinem Slogan „Das, was der Arzt verschrieben hat“ Teil der Werbekampagne für ein Festival, das „die Bedeutung der Künste und der Kultur in diesen Zeiten“ bekräftigen wird. (…). 
Granma, 8.7.2020.
Granma > Filmvestival 2020. Granma, 2020-07-08.
Ganzer Text
08.07.2020 Kuba
Granma
Unesco

Klimawandel
Volltext
Aufruf Kubas beim UnESCO Treffen als Antwort auf Klimawandel internationale Kooperation zu fördern. In ihrem Redebeitrag bei der 209. Sitzung einer der drei Governance Organe der UNESCO betonte die Vertreterin der Ständigen Mission Kubas Aimée Pujadas die Bedeutung der Zusammenarbeit und die Rolle, die der UNESCO mit ihren Netzen auf diesem Gebiet zukommt. Kuba rief heute im Exekutivrat der UNESCO zur intersektorialen, regionalen und internationalen Zusammenarbeit als Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels auf. In ihrem Redebeitrag bei der 209. Sitzung einer der drei Governance Organe der UNESCO betonte Vertreterin der Ständigen Mission Kubas Aimée Pujadas die Bedeutung der Zusammenarbeit und die Rolle, die der UNESCO mit ihren Netzen auf diesem Gebiet zukommt.
„Die Vorteile, die sich aus dem Vergleich ergeben und die angesammelte Erfahrung der Organisation versetzen sie in eine einzigartige Lage, um bei den globalen Anstrengungen auf diesem Gebiet beizutragen“, sagte die Diplomatin zu einer Strategieanalyse der UNESCO über den Klimawandel für den Zeitraum 2018-2021. Nach Auffassung von Pujadas sind die beiden von Kuba organisierten internationalen Schulen für Naturwissenschaften in der Karibik ein gutes Beispiel für die Süd-Süd- Zusammenarbeit zum Aufbau widerstandsfähiger Gesellschaften. (…).

Granma, 8.7.2020.
Granma > Unesco. Klimawandel. Granma, 2020-07-08.
Ganzer Text
08.07.2020 Kuba
USA
Granma

Boykott
Terrorismus
Volltext
Anklage Kubas: Der Diskurs des Hasses der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba fördert terroristische Aktionen gegen die Insel. Die Vertreterin Kubas bei den Vereinten Nationen zeigte an Beispielen auf, wie das Verhalten der US-Regierung gegenüber Kuba Aggression und Hass fördert. Im Rahmen des zweiten Tages der virtuellen Woche der Vereinten Nationen gegen Terrorismus hat die Botschafterin Ana Silvia Rodríguez Abascal, stellvertretende Ständige Vertreterin und Geschäftsträgerin a.i. Kubas vor den Vereinten Nationen, am Dienstag ihre Besorgnis über die Praxis einiger Regierungen wie der Vereinigten Staaten zum Ausdruck gebracht, Hass- und Diskriminierungsbotschaften in ihrem Diskurs gegen Nationen zu verwenden, deren politische Systeme nicht ihren entsprechen. Infolgedessen würden skrupellose und extremistische Untertanen gefördert und ermutigt, terroristische Handlungen gegen unschuldige Menschen zu begehen.
Die kubanische Diplomatin zeigte an Beispielen auf, wie das Verhalten der US-Regierung gegenüber Kuba Aggression und Hass fördert, wie die verleumderische Kampagne Washingtons gegen die internationale medizinische Zusammenarbeit Kubas inmitten der Covid-19-Pandemie zeigt. Laut Cubaminrex führte die Vertreterin Kubas aus, der Terroranschlag gegen die kubanische Botschaft in den Vereinigten Staaten sei ebenfalls eine direkte Folge der ständigen Anstiftung zu Gewalt durch US-Politiker, einschliesslich hochrangiger Beamter des US-Aussenministeriums und der US-Botschaft in Havanna sowie von extremistischen antikubanischen Gruppen, die aus dieser Art von Angriffen ihren Lebensunterhalt (…).
Granma, 8.7.2020.
Granma > USA. Boykott. Granma, 2020-07-08.
Ganzer Text
08.07.2020 Kuba
Granma
KP Kuba

Coronavirus
Volltext
Wirtschaft
Raúl leitete Sitzung des Politbüros. Trotz des gegenwärtigen Szenarios wird der 26. Juli eine weitere Gelegenheit für eine verdiente Würdigung der Heldentat von 1953 durch unser gesamtes Volk sein. Unter dem Vorsitz seines Ersten Sekretärs, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, trat am Dienstagmorgen das Politbüro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas zusammen, wo eine Reihe von Massnahmen zur Wiederbelebung unserer Wirtschaft angesichts der durch die COVID-19-Epidemie verursachten Schäden erörtert wurden. Während des Treffens wurde vereinbart, unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, keine Aktivitäten durchzuführen, die eine Konzentration von Menschen implizieren, die zentrale Veranstaltung am 26. Juli zum Tag der nationalen Rebellion nicht durchzuführen und stattdessen Aktivitäten entsprechend der epidemiologischen Situation des Landes zu fördern, wie wir es zuletzt zum 1. Mai, dem Internationalen Arbeitertag, getan haben. Trotz des gegenwärtigen Szenarios wird der 26. Juli eine weitere Gelegenheit für eine verdiente Würdigung der Heldentat von 1953 durch unser gesamtes Volk sein.
Granma, 8.7.2020.
Granma > KP Kuba. Coronavirus. Granma, 2020-07-08.
Ganzer Text
07.07.2020 Kuba
Frauen
Granma

Frauenarbeit
Volltext
Während auf der Welt die Frauen die grössten Auswirkungen von COVID-19 im Bereich der Arbeit erlitten haben, werden sie in Kuba besonders geschützt. Foto: Ronald Suárez Rivas. In Zeiten der Pandemie hat der Schutz der Beschäftigten in Kuba nicht gelitten. Wenn irgendetwas es Kuba erlaubt, mit gerader Haltung, klarer Stimme und erhobenen Hauptes in jedem internationalen Forum zu sprechen, das die Probleme der Völker erörtert, ist es die spontane Autorität, die ihm die ständige proaktive Arbeit dieser Insel und ihrer Regierung für alles, was soziales Wohlergehen hervorbringt, verleiht. Es ist nicht einmal notwendig, von den schlagenden Beweisen zu sprechen, die als unwiderlegbare Siegel der Revolution die Garantien der kubanischen Bildung und Gesundheit bedeuten, denn um Gerüchte Lügen zu strafen, genügen die jüngsten Erfahrungen, die in diesen Bereichen dank Covid-19 noch klarer zutage getreten sind, vor den Augen der Welt, die dies nicht ignorieren konnte. Wir bestehen jedoch darauf, dass es nicht notwendig ist, denn wenn das Soziale wahrhaft im Zentrum der Regierungsführung steht, sind die Argumente in jedem Bereich, der das Volk betrifft, dicht gesät. Im Zusammenhang mit der Pandemie beispielsweise bestehen nach der Schädigung der globalen Gesundheit die möglicherweise schwerwiegendsten Folgen in den unheilvollen Auswirkungen auf Arbeit und Arbeitsbeziehungen. Es ist bereits bekannt, dass im zweiten Quartal 2020 das Äquivalent von 400 Millionen Vollzeitstellen in der Arbeitszeit verloren gingen, und dies hat eine konkrete Korrelation mit Menschen, die ihre Arbeit …).
Granma, 7.7.2020.
Granma > Frauen. Arbeit. Granma, 2020-07-07.
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07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Peter Moor
Berufsbildung
Lokomotivführer
Volltext
Höhere Berufsbildung. Fachausweis bringt Mehrwert im Führerstand. Die Vorgeschichte war lang, aber letztlich erfolgreich: Ende letztes Jahr wurden die ersten eidgenössischen Fachausweise für Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer vergeben. Sie bieten den Zugang zu weiterführenden Schulen und öffnen auch Türen im eigenen Unternehmen. Soeben ist die Ausschreibung für die Berufsprüfung 2021 erfolgt. „Unterdessen sollte es sich unter den Kolleginnen und Kollegen herumgesprochen haben, dass es diese Zusatzausbildung gibt, weshalb wir mit mehr Anmeldungen rechnen als bei den ersten beiden Ausschreibungen“ erklärt Felix Traber, Präsident der Prüfungskommission. Der SBB-Lokführer aus Zizers GR arbeitet zu 60 Prozent bei Cargo, zu 40 Prozent beim Personenverkehr. Er hat das Projekt geleitet, das schliesslich zur eidgenössisch anerkannten Berufsprüfung geführt hat. „Es brauchte mehrere Anläufe, bis wir eine Lösung gefunden haben, die dem Bund, den Bahnunternehmen und den rbeitnehmerorganisationen gepasst hat“, fasst er die Vorgeschichte zusammen. Ein Aufwand, der sich lohnt. Wer die Prüfung absolvieren will, muss allerdings bereit sein, während rund einem Jahr einen beträchtlichen zusätzlichen Aufwand zu leisten. Hanny Weissmüller, Lokführerin aus St.Maurice und Mitglied des LPV-Zentralvorstands, vertritt die Gewerkschaften im Trägerverein der Prüfungsorganisation. Sie betont, dass das neben Beruf und Familie nicht ganz einfach ist: „Mit Schichtarbeit und den periodischen (…).
Peter Moor.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Moor Peter. Lokfuehrer. Berufsbildung. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
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07.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
Regierung Schweiz
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Öffentlicher Verkehr
Vernehmlassung
Volltext
Nach 2½ Monaten Verbot des touristischen Verkehrs steht der Bund auch hier finanziell in der Pflicht.
Bundesrat sieht 800 Mio. für den öV vor. Der Bundesrat will die grossen finanziellen Verluste, welche die Unternehmen des öV und des Schienengüterverkehrs in der Corona-Krise durch den Einbruch der Nachfrage erlitten haben, mit 800 Mio. Franken abfedern. Eine Vorlage mit den nötigen Gesetzesanpassungen hat der Bundesrat am 1.Juli in die Vernehmlassung geschickt (bis 22. Juli). Kantone, Gemeinden und die Unternehmen selber müssen ihrerseits zur Finanzierung der Verluste beitragen. „Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben den öffentlichen Verkehr und den Schienengüterverkehr stark getroffen“, schreibt der Bundesrat . Aufgrund der Empfehlung des Bundesrats, möglichst zu Hause zu bleiben, sank die Nachfrage im öV um bis zu 80 Prozent und normalisiert sich nur langsam. Da viele Betriebe schliessen mussten, verzeichneten die Bahnen auch im Güterverkehr einen starken Rückgang. Die Folge sind hohe Ertragsausfälle. Da die Unternehmen im bestellten öffentlichen Verkehr (öV) und bei der Eisenbahninfrastruktur keine Gewinne einplanen dürfen, können sie nur einen Teil der Einnahmenausfälle kompensieren – über die Auflösung von Reserven oder Minderausgaben während der Pandemie. Damit die Transportketten nicht unterbrochen werden und die Unternehmen ihre (…).

Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
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07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Swiss Airline
Markus Fischer
Kurzarbeit
Swiss Airlines
Volltext
Swiss erhält Kredite, doch der Notstand bleibt. Nach dem Ja der Lufthansa-Aktionäre am 25. Juni zur Rettung der Airline durch den deutschen Staat steht den Hilfskrediten mit Bundesgarantie für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss nichts mehr im Weg. Der SEV hat sich mit seinem Luftfahrtbereich SEV-GATA stark für die Bundeshilfe für die Luftfahrt eingesetzt, wo durch die Pandemie Tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind. Ein Scheitern der Lufthansa-Rettung hätte die von National- und Ständerat bereits Anfang Juni genehmigte Bundesgarantie für Bankkredite von 1,275 Milliarden Franken für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss in Frage gestellt. Nun können die Verträge zeitnah unterzeichnet und die erste Kredittranche ausgerichtet werden. Damit werden Swiss und Edelweiss wieder solvent, können die Löhne längerfristig garantieren und hoffentlich auch ihre Schulden bei den Kund/innen wegen der annullierten Flüge begleichen. Ausnahmezustand dauert an. Wegen der Corona-Pandemie musste die Swiss ab Mitte März den Grossteil ihrer Flugzeuge stilllegen. Das erste Quartal 2020 schloss sie mit einem Verlust von 84,1 Mio. Franken ab – gegenüber 48,3 Mio. Gewinn im ersten Quartal 2019. Im Juni konnte sie wieder etwa ein Fünftel des ursprünglich geplanten Angebots fliegen, und der am 29. Juni vorgestellte Flugplan bis 24. Oktober sieht eine sukzessive Steigerung des Angebots auf rund 40% des ursprünglichen Flugprogramms vor. Doch die Pandemie schränkt den Luftverkehr weiterhin ein: Jeder neue Krankheitsausbruch (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Swiss. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Gamzer Text
07.07.2020 Schweiz
Gastgewerbe
Löhne
Unia Schweiz

Arbeitsplätze
Lohnschutz
Volltext
Beschäftigte im Gastgewerbe fordern Sicherheit für Löhne und Arbeitsplätze. Der L-GAV regelt die Arbeitsbedingungen von rund 30‘000 gastgewerblichen Betrieben und über 200‘000 Angestellten.
Die Sozialpartner des Gastgewerbes beantragen beim Bundesrat, dass die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) des Landes-Gesamtarbeitsvertrags (L-GAV) bis Ende 2022 verlängert wird. Damit gelten die Bestimmungen und Mindestlöhne des GAV weiterhin für alle Betriebe im Gastgewerbe. Die Verlängerung der AVE des L-GAV ist ein gutes Zeichen in der Corona-Krise: Mindestlöhne, der 13. Monatslohn, 5 Wochen Ferien und Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung gibt es weiterhin für alle Beschäftigten der Branche. Ab 2022 werden zudem die Mindestlöhne um 0,2% angehoben. Verhandlungen über neuen GAV nötig
Gleichzeitig fordert die Unia-Branchenkonferenz Gastgewerbe von den Arbeitgebern, dass sie mit den Gewerkschaften über einen neuen L-GAV verhandeln. Die Mindestlöhne, insbesondere für erfahrene Mitarbeitende, müssen weiter erhöht werden. Zudem braucht es mehr Kontrollen, dass der L-GAV überall eingehalten wird. Null-Stundenverträge sind zu untersagen. Sichere Arbeitsplätze und Lohngarantie
In einer Resolution fordern die Unia-Delegierten, dass der Bund Angestellten in Kurzarbeit 100% des Lohnes garantiert (statt 80%), wenn sie weniger als 5000 Franken verdienen. Die Arbeitgeber sollen vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch machen und keine Entlassungen aussprechen. (…).

Unia Schweiz, 7.7.2020.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Lohnschutz. Unia Schweiz, 2020-07-07.
Ganzer Text
02.07.2020 BE Kanton
Arbeitszeit
Referendum
Unia BE Kanton

Referendum
Sonntagsarbeit
Volltext
Referendum: Nein zu mehr Sonntagsarbeit. Solidarität mit den Verkäuferinnen! Ohrfeige fürs Verkaufspersonal: Arbeitszeit wird weiter aufgeweicht, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Das Berner Kantonsparlament hat entschieden, dass Läden zwei zusätzliche Sonntage im Jahr geöffnet haben dürfen. Die Gewerkschaft Unia sagt Nein zu diesem neuen Angriff auf die Arbeitsbedingungen im Detailhandel und hat das Referendum ergriffen. Die Ausdehnung der Sonntagsarbeit fällt in die Zeit der Corona-Krise. Das Personal im Detailhandel, namentlich im Food-Bereich, konnte in schwierigen Zeiten die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten. Dafür erhielten die Angestellten in dieser essentiellen Branche viel Applaus. Doch der Grosse Rat des Kantons Bern verpasst dem Verkaufspersonal eine schallende Ohrfeige. Auf Druck der grossen Detailhändler dereguliert er die Arbeitszeit, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Sonntag ist Ruhetag. Die Unia wehrt sich gegen eine weitere Aufweichung der Sonntagsruhe. Der Sonntag ist der Familientag. Er dient der Erholung und der Entspannung sowie der Pflege sozialer Kontakte. Das soll auch in Zukunft so sein – gerade für Verkäufer/innen! (…).
Unia Schweiz, 2.7.2020.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Referendum. Unia Schweiz, 2020-07-02.
Ganzer Text
06.07.2020 Schweiz
Partei der Arbeit
Vorwärts

Coronavirus
Masken
Volltext
PdAS fordert kostenlose Masken. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) fordert, dass mit der Pflicht im öffentlichen Verkehr (sowie in einzelnen Kantonen in den Läden) Schutzmasken zu tragen, diese auch kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden. Folgende Hauptgründe sprechen dafür: Selbst in der reichen Schweiz gibt es viele Menschen, für die zusätzliche finanzielle Belastungen, egal in welcher Höhe diese ausfallen, vor erheblichen Problemen stellt. Laut Caritas gibt es in der Schweiz 660’000 Personen, die unter der Armutsschwelle leben, sowie rund eine Million, die in prekären Umständen leben oder vom Absturz in solche Umstände bedroht sind. Es betrifft hauptsächlich – aber nicht nur – Menschen, die an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, wie Working Poor, Obdachlose, Sans-Papier und Geflüchtete.
Die von der Pandemie ausgelöste Krise trifft die Arbeiter*innen sehr stark. Tausende haben ihre Arbeit verloren oder mussten in Kurzarbeit gehen, was zu einer Lohneinbusse führte. Ihnen die Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen, wäre ein Zeichen der Solidarität und des Respekts gewesen. Beides fehlt den politischen Verantwortlichen der Schweiz gegenüber den Arbeiter*innen. Für die Wirtschaft wurden praktisch über Nacht 57 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Nach Auffassung der PdAS steht der Bundesrat auch deswegen in der Pflicht, das benötige Material für die Umsetzung der Schutzmassnahmen (…).

Partei der Arbeit der Schweiz.
Vorwärts, 6.7.2020.
Vorwärts > Coronavirus. Masken. Vorwaerts, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Kuba
USA
Granma

Boykott
Volltext
Kubas Wahrheit demontiert bezahlte Lüge. Ein plumpes antikubanisches Manöver, das von einem von der Regierung der USA zusammen mit der extremen Rechten in Miami aufgebauten Söldner durchgeführt wurde, scheiterte am 3. Juli bei der 44. Ordentlichen Sitzungsperiode des UNO-Menschenrechtsrats (UNHRC. Der der Ständigen Mission Kubas in Genf angehörige kubanische Diplomat Jairo Rodríguez Hernández antwortete auf die Verleumdungen von Ariel Ruiz Urquiola, der versuchte, die internationale medizinische Zusammenarbeit Kubas und sein Gesundheitssystem zu verunglimpfen. Der kubanische Vertreter sagte, dass die von diesem Individuum geäusserten Anschuldigungen absurd seien und zu Zwecken geäussert würden, die nicht das Mindeste mit der Verteidigung der Menschenrechte zu tun hätten. „Was ist der Zweck des Ganzen? Das müsste man die Propagandamaschinerie mit Sitz in Miami fragen, die eine auf völlig falschen Informationen basierende Riesenshow um dieses Subjekt in den sozialen Netzen und digitalen Medien lanciert hat“, sagte er weiter. Was die von diesem Individuum geäusserten Anschuldigungen bezüglich seines Gesundheitszustandes und dem seiner Familie angingen, so seien sie nicht nur absurd sondern würden sich als Stoff für einen schlechten fiktiven Roman eignen. Er wies daraufhin, dass der kubanische Staat zahllose Anstrengungen und Ressourcen zur Durchsetzung des Rechtes auf universelle und kostenlose Gesundheit für alle seine Bürger, ohne Unterschiede und ohne Diskriminierung jedweder Art anwende. (…).
Granma, 6.7.2020.
Granma > USA. Boykott. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
In Kuba hat sich kein von COVID-19 genesener Patient erneut infiziert. Obwohl in unserem Land einige der Patienten, die für das neue Coronavirus Sars-CoV-2 positiv getestet worden waren, nach ihrer klinischer Entlassung erneut ins Krankenhaus eingeliefert wurden, war dies in keinem Fall auf eine erneute Infektion mit COVID-19 zurückzuführen, sondern auf chronische Vorkrankheiten wie obstruktive Lungenerkrankung oder Herzinsuffizienz, erklärte Dr. Francisco Durán, Nationaler Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium. Während der Pressekonferenz, auf der täglich über die epidemiologische Situation informiert wird, sagte Durán, dass es weltweit mehrere Fälle von Menschen gegeben habe, die einen Rückfall der Krankheit hatten, nachdem sie zuvor die Symptome überwunden hatten.
Andererseits betonte er, dass es in den kubanischen Gesundheitsprotokollen für Covid-19 eine Behandlung für jede Phase gibt, von dem Moment an, in dem der Patient ein Verdachtsfall oder Kontakt eines bestätigten Falls ist, wenn er als positiv bestätigt wird, und dann entsprechend seiner klinischen Entwicklung. Im Fall des sogenannten Protokolls 5 sei die Neuheit, dass zwischen symptomatischen und asymptomatischen Fällen unterschieden werde. In letzterem Fall werden, wenn es sich um Erwachsene handelt, nur nationale Produkte wie Interferon und Heberferon verwendet, in Abhängigkeit davon, was der Patient benötigt. (…).

Granma 6.7.2020.
Granma > Coronavirus. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Afrika
Kuba
Granma

Solidarität
Volltext
Kuba geht nicht nach Afrika, es kehrt dahin zurück. Die Geschichte der Beziehungen zwischen Kuba und Afrika umfasst möglicherweise die umfangreichsten und zahlreichsten Zeugnisse der bedingungslosen Solidarität, die die Karibikinsel der Welt bietet. Die Geschichte der Beziehungen zwischen Kuba und Afrika umfasst möglicherweise die umfangreichsten und zahlreichsten Zeugnisse der bedingungslosen Solidarität, die die Karibikinsel der Welt bietet.Es ist eine lebendige, permanente Geschichte, die in ihrer langen Entstehungszeit vergossenes Blut und wertvolle Leben enthält, die sich dem Wohl ferner und brüderlicher Länder opferten. Kuba geht nicht nach Afrika, es kehrt dahin zurück, und so war es an diesem Sonntag erneut der Fall, als 111 seiner Söhne und Töchter, Fachärzte in weißen Kitteln, die die Welt gesehen hat, wie sie weit weg von ihrer Familie ziehen, um anderen Völkern zu helfen, den verheerenden Schlag des Covid-19 zu stoppen. Diesmal reisten sie in drei Länder dieses Kontinents, in die nur wenige gehen, um zu helfen und zu retten. Äquatorialguinea, São Tomé und Príncipe sowie Sierra Leone sind die Ziele der neuen Henry Reeve-Brigaden, die sich den mehr als 30 anschließen, die derzeit in anderen Gefahrenzonen gegen das Coronavirus kämpfen, neun davon in Afrika. (…).

Granma, 6.7.2020.
Granma > Afrika. Solidaritaet. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
06.07.2020 Kuba
Lateinamerika
Granma

Sao-Paulo-Forum
Volltext
Vor 30 Jahren brachte das São Paulo Forum sein Herz ein. Vor 30 Jahren fand auf Initiative von Fidel Castro und Luiz Inácio Lula da Silva und aufgrund des Aufrufs der brasilianischen Arbeiterpartei in einem für die Linke der Welt ungünstigen Kontext vom 2. bis 4. Juli 1990 in São Paulo das Treffen der politischen Parteien und Bewegungen in Lateinamerika und der Karibik statt, das ein Jahr später in São Paulo Forum umbenannt wurde Der Gründungsgeist des Comandante en Jefe empfahl bei jeder Gelegenheit, einen Block von Streitkräften zu bilden, und forderte sie auf, zu kämpfen und inmitten der grössten Schwierigkeiten nicht aufzugeben. So geschah es auch 1993 auf dem Treffen in Havanna, als er zu den Führern der Linken sprach, zu den damaligen überlebenden fortschrittlichen, volksverbundenen, revolutionären Bewegungen, und sie aufrief, sich auf die Vereinigung Lateinamerikas und der Karibik vorzubereiten. „Legen wir ohne Furcht den Gründungsstein der Befreiung Südamerikas, Lateinamerikas, der Karibik und der Welt“ , umschrieb Hugo Chávez den Befreier Simón Bolívar in der Ausgabe des Forums in Caracas im Jahr 2012. Aufgrund des Vormarsches der fortschrittlichen Kräfte in der Region unterstrich er die Notwendigkeit, in eine neue Phase konkreter Massnahmen zur Verteidigung der Souveränität der Völker einzutreten. Dann änderten sich die Winde und der Sturm der neoliberalen Wiederherstellung begann über die Länder hinwegzuziehen, was vom Rat von São Paulo einen überaus festen Widerstand verlangte. (…).
Granma, 6.7.2020.
Granma > Sao-Paulo-Forum. Jubiläum. Granma, 2020-07-06.
Ganzer Text
19.06.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Mietzinse
Volltext
Und stetig steigen die Mieten. Auch Im Mal 2020 sind die Mieten gestiegen, so wie In den Monaten und Jahren zuvor. Eine parlamentarische Initiative aus dem Kreis der FDP will den Mietzins per Gesetz erhöhen lassen. Man sieht: Eine staatliche Kontrolle der Mieten Ist notwendig, so wie von der PdA gefordert.
Vor nicht allzu langer Zeit war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen, dass die offizielle, vom Bundesgericht abgesegnete, Rendite bei Wohnungsimmobilien von 0.5 Prozent über dem Referenzzinssatz, auf dem Wohnungsmarkt in keiner Art und Weise befolgt wurde. Es sei deshalb an der Zeit, diese Vorgabe abzuschaffen. Man erlaube folgenden Vergleich: Parkverbote werden oft schlecht eingehalten. Nach der Logik der NZZ sollten Parkverbote daher am besten abgeschafft werden. Ein Unterschied zwischen den beiden Fällen besteht allerdings: Das Parkverbot wird von eifrigen Kontrolleur=innen überwacht, Übertretungen werden gebüsst; im Wohnungsmarkt hingegen kontrolliert niemand, es herrschen Verhältnisse wie im Wilden Westen. Propaganda für die FDP. So erstaunt es wenig, dass in den Jahresberichten der börsenkotierten Immobilienfirmen zu lesen ist, dass oft eine Rendite von 6 Prozent und mehr erzielt wird. (…).

Siro Torresan.
Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Torresan Siro. Mietzinse. Vorwaerts, 2020-06-19.
Ganzer Text
19.06.2020 Zürich
Personen
Vorwärts
Trudi Weinhandl
Nachruf
Volltext
Danke Trudi . Die Verlagsgenossenschaft Vorwärts und die PdA Zürich trauern um Gertrud Weinhandl. Sie ist am 27. Mal Im 91. Altersjahr von uns gegangen. Ihr engagiertes Leben hat sie müde, aber selbstbestImmt abgeschlossen. Trudi wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war, die Mutter musste sie und ihren Bruder alleine durchbringen. So konnten beide ihren Berufswunsch, der eine längere Ausbildung erfordert hätte, nicht erfüllt werden. Trudi, die eine sehr gute Schülerin war, trat eine Lehrstelle im Jelmoli an, anstatt Kindergärtnerin oder Lehrerin zu werden. Immerhin war sie später Schulpflegerin. Mit elf Jahren lernte sie die Roten Falken kennen, die sie als fröhliche sozialistische Grossfamilie erlebte, welche ihr erste politische Impulse gab. Mit der Sozialistischen Jugend reiste sie nach Jugoslawien. Wichtig war für sie die Begegnung mit Leonhard und Clara Ragaz, zwei zentrale Persönlichkeiten der religiös-sozialistischen Bewegung. Über Clara Ragaz hat sie eine viel beachtete Biografie verfasst. In den 1950er-Jahren trat Trudi der SP bei, welche sie später zwischenzeitlich verliess, da sie diese als zu wenig kämpferisch empfand, bei den SP-Senior"innen war sie später wieder anzutreffen.
Für die Frauen und den Frieden. (…).

Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Weinhandl Trudi. Nachruf. Vorwaerts, 2020-06-19.
Ganzer Text
06.07.2020 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Krisenmassnahmen: Wirtschaft stabilisieren und Kaufkraft stärken. SGB-Verteilungsbericht 2020. Die Schweiz ist in einer schweren Rezession. Besonders betroffen sind die Gering-verdienerinnen und Geringverdiener, deren Einkommen bereits seit vielen Jahren stagnieren, wie dies der neue Verteilungsbericht des SGB belegt. Nun braucht es Massnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, damit sich die inländische Konjunktur stabilisiert und um eine soziale Katastrophe zu vermeiden. Dazu gehört die umgehende Senkung der Krankenkassenprämien aus den angehäuften übermässigen Milliardenreserven der Krankenkassen. Diese dringliche Massnahme kann bereits im COVID-19-Gesetz umgesetzt werden. Die Corona-Krise trifft vor allem Personen mit tiefen und mittleren Einkommen, weil Kurzarbeit in den Branchen mit den niedrigsten Löhnen am stärksten verbreitet ist. Das führt zu kaum verkraftbaren Einkommenseinbussen für Arbeitnehmende mit bereits tiefen Löhnen. Mit den drohenden Entlassungen kann eine Abwärtsspirale beim Konsum in Gang kommen. Wer die Stelle verliert, hat weniger Einkommen. Das schlägt negativ auf den Konsum durch, was weitere Entlassungen nach sich ziehen kann. Eine solche Abwärtsspirale muss verhindert werden. Es gibt bereits jetzt Anzeichen dafür, dass dem privaten Konsum wieder die Luft ausgeht, dies nach einem kurzen Aufschwung bei der Wiedereröffnung der Geschäfte im Mai, besonders bei den langlebigen Konsumgütern. Daniel Lampart, SGB-Chefökonom und Autor des (…).
SGB, Medienmitteilung, 6.7.2020.
SGB > Loehne. Verteilungsbericht 2020. SGB, 2020-07-06.
Ganzer Text
03.07.2020 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Löhne
Personen
Markus Bischoff
Initiative
Mindestlohn
Volltext
Nicht nur der eigenen Bubble dienen. Volksinitiativen für einen gesetzlichen Mindestlohn in Zürich, Winterthur und Kloten. Am letzten Donnerstag habe ich zum ersten Mal Unterschriften für unsere „Ein Lohn zum Leben“ Initiativen gesammelt. Das Echo war überraschend positiv. Viele störten sich an den tiefen Löhnen gewisser Branchen. Fast alle fanden, dass es für alle Beschäftigten einen anständigen Lohn zum Leben braucht. Niemand empfand den Minimallohn von 23 Franken pro Arbeitsstunde als zu hoch.
Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) hat diese Initiativen in Zürich, Winterthur und Kloten entwickelt und für die Lancierung auch Travail.Suisse, die rot-grünen Parteien und die Hilfswerke HEKS, Caritas und SAH mit ins Boot geholt. Die Initiativen sollen nicht einfach das Leben für die rot-grüne Klientel verbessern, sondern auf ein brennendes soziales Problem hinweisen. Politik darf nicht nur der eigenen Bubble dienen. Tiefstlöhne sind die Realität derjenigen, die keine Stimme und keine Lobby haben.
Leider können wir auf dem Initiativweg keinen gewerkschaftlichen, sondern nur einen sozialen Mindestlohn erkämpfen. Das Bundesgericht hat sehr enge Grenzen für die Zulässigkeit von allgemeinen Mindestlöhnen gesetzt. Damit darf nur verhindert werden, dass jemand trotz Arbeit in die Armut rutscht. Wer arbeitet, soll zumindest so viel Lohn erhalten wie jemand der Rente und Ergänzungsleistungen bezieht. In der Stadt Zürich sind dies 23 Franken pro Stunde oder bei einer Vollzeitstelle etwa 4'000 Franken pro Monat. …).
Markus Bischoff (Präsident Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich)
GBKZ, 3.7.2020.
Personen > Bischoff Markus. Mindestlohn. Initiative. GBKZ, 2020-07-03.
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12.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Sandra Künzi
Frauenstreik
Volltext
Im Dunkeln. Schagge, der Corona ist ein Zeichen. Jetzt müsst ihr streiken!» Moll sicher, grad als alle Schiss hatten vor der ersten Welle, dann ein Streik. Weisch wie? Schagge schafft in der Pflege, und 90 Prozent aller Pflegenden sind Frauen. Aber ebe. Fraue sind eifach zu nett. Die nützen eine ¬gesellschaftliche Notlage nicht aus, sondern machen brav ihre schlechtbezahlte Arbeit. Klar ich würd auch niemanden ersticken lassen, nur für -fairere Löhne, gerechte Arbeitsbedingungen und so … wobei …Im Corona-Krisenstab, hat’s genau zwei Frauen auf zwölf Männer. Dabei ist es doch eine systemrelevante Krise. Weil systemrelevant sind ja all die unterbezahlten Frauenberufe. Da frag ich mich schon, was der alte weisse Eidgenoss überlegt? Stab = Stäbe, oder was? Gleichstellungs-Gstabis dünkt mi. Ja klar, seit dem Streik sind historische 42 Prozent Frauen im Schweizer Parlament! Aber im Kanton Uri, nume Bischpil, hat’s keine Frau in der Regierung und nur 25 Prozent Frauen im Parlament. Von einem Kanton, der ernsthaft noch eine Busstation namens „Mohrenkopf“ führt (Erstfeld), kann man natürli nicht erwarten, dass er Frauen in der Regierung hat. Weisch, was ich denke? Die wollen einfach nicht. Drum bin i voll für Quote. Moll sicher. Saftiger Streik. Es isch wie bi dem Witz, wo einer was im Dunkeln verliert, aber unter der Laterne sucht, weil er dort mehr sieht. Quote heisst: Du darfst ab jetzt nur noch dort suchen, wo du es verloren hast. Ja, d  (…).
Sandra Künzi.
Work pnline, 12.6.2020.
Personen > Kuenzi Sandra. Frauenstreik. Work online, 2020-06-12.
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12.06.2020 USA
Personen
Rassismus
Work
Marie-Josée Kuhn
Rassismus
Volltext
Am Anfang ist immer Trump. Als der Mauerbauer, Sexprahler und Brandstifter, dieses ungesteuerte Geschoss, im Januar 2017 abging, marschierten in den Strassen von Washington bereits Zehntausende Frauen gegen ihn. Weil er das Rad zurückdrehen will. Auch jetzt wieder benützen er und seine Republikaner die Coronakrise, um das Recht auf Abtreibung in 11 Bundesstaaten einzuschränken. Weil Abtreibungen „nichtessentielle medizinische Eingriffe“ seien. Im Wissen, dass es für die Frauen später zu spät sein würde. Der Coronavirus hat die Ungleichheit zwischen Frau und Mann nicht nur in den USA vergrössert. Wie das Work-Dossier zeigt (Seiten 10 -11). Ist im November endlich Ende Trump? Amerika brennt. Pussyhat-Power, #MeToo-Bewegung und Frauenstreiks: Aus den Anti-Trump-Protesten wurde eine neue Frauenbewegung. Weltweit. Sie brachte am 14. Juni 2019 auch die Schweiz zum Beben. Jetzt, ein Jahr nach dem Frauenstreik, schaut Work zurück und nach vorne. Und lässt auch die Berner Slam-Poetin Sandra Künzi nochmals hart und heftig rocken (Seite 20). Mit ihrer Kolumne „Künzi streikt“ stimmte sie im Work ab Januar 2019 auf den Tag der Tage ein. Und wieder stehen die USA in Flammen: im lichterlohen Floyd-Protest. Der weisse Cop Derek Chauvin drückte dem gefesselten Schwarzen George Floyd sein Knie so lange gegen den Hals, bis er erstickte. Es geschah am helllichten Tag. Cornel West, einer der führenden afroamerikanischen Intellektuellen, nennt den Mord an Floyd einen „Lynchmord“. Er zieht eine direkte (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 12.6.2020.
Personen > Kughn Marie-Josée. USA. Rassismus. Work online, 2020-06-12.
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12.06.2020 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsmarkt
Coronavirus
Volltext
Frauen & Corona: Als erste entlassen, als letzte wieder eingestellt. Die Krise ist weiblich. Die Rezession, in die wir jetzt rutschen, ist eine „Sie-Rezession“. Denn sie trifft die Frauen zuerst und mehrfach. Die Frauen führten durch die Coronakrise und garantierten die Grundversorgung für alle: Die Verkäuferinnen, die die leergefegten Regale einräumten. Die Pflegerinnen, die mit immer weniger Schutzmasken immer länger durchhielten. Und als die Schulschliessungen kamen, waren es die Mütter, die neben ihrer bezahlten Arbeit den Grossteil des Heimunterrichts stemmten. Jetzt kommt die Rezession. Und es sind weltweit mehrheitlich Frauen, die ihre Jobs verlieren. „Zweitverdienerinnen“-Modell. Die US-Tageszeitung „New York Times“ nennt die aktuelle Wirtschaftslage eine „Shecession“, eine „Sie-Rezession“. Also eine Rezession, die vor allem die Frauen trifft. Und diese ist in den USA schon brutale Realität. Von den 36,5 Millionen Menschen, die innert nur zweier Monate ihre Stellen verloren haben, sind 55 Prozent Frauen. Gastroangestellte, Kosmetikerinnen, Verkäuferinnen – sogar Pflegerinnen und Ärztinnen. Denn: Diese Krise trifft zuerst und am härtesten die Dienstleistungsbranchen. Und dort arbeiten vor allem Frauen. Auch in der Schweiz. Rund zwei Drittel der Detailhandelsangestellten sind weiblich, im Gastgewerbe sind es 56 Prozent. Und auch wenn die Kurzarbeit den Entlassungs-Tsunami (noch) etwas eingedämmt hat, zeigen die Statistiken klar: Die Krise trifft auch hier die typischen „Frauenbranchen“ am stärksten – und die Arbeitenden finanziell hart. Denn: (…).  Patricia D‘Incau.
Work online, 12.6.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Frauen- Coronavirus. Work online, 2020-06-12.
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26.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Armut
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arbeitslosigkeit und Armut in der „reichen Schweiz“. Arbeitslosigkeit und Armut sind Stichworte, die jetzt in der Coronakrise allgegenwärtig sind, auch in der Schweiz. Arbeitnehmende, die auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden, kommen wegen der Einkommenskürzung an oder sogar unter das Existenzminimum. Das gleiche gilt für eine grosse Zahl von Selbständigen, die in den letzten Monaten Verdienstausfälle in Kauf nehmen mussten. Über die Hälfte der Haushalte verfügen über weniger als 50’000 Franken Vermögen, ein Viertel der Bevölkerung besitzt gar nichts oder hat gar Schulden. Eine längere Periode mit Verdienstausfällen können die meisten nicht ohne Hilfe durchstehen, sie haben kaum Reserven.
Konstant hoch. Wie die Grafik zeigt, ist Arbeitslosigkeit und Armut kein neues Phänomen. Bereits in den letzten 10 Jahren, die nach der Finanzkrise eigentlich Jahre der Hochkonjunktur waren, ist die Erwerbslosigkeit konstant hoch geblieben. Noch 2018 war die Erwerbslosenquote mit 4,7 praktisch gleich hoch wie 2009; erst im letzten Jahr ging sie etwas zurück. Sehr ähnlich sieht es bei der Armutsquote der Erwerbstätigen aus, die seit 2010 etwa gleich blieb. Als arm gelten Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, der über weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens verfügt, 2018 entsprach das bei einem Einpersonenhaushalt 2080, bei einem Vierpersonenhaushalt 4370 Franken. Kein Wunder, dass auch jener Teil der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den letzten 10 Jahren nicht kleiner, sondern sogar grösser geworden ist. (…). 
Work online, 26.6.2020.
Personen > Baumann Hans. Arbeitslosigkeit. Work online, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Temporärarbeit
Work
Christian Egg
Entlassungen
Temporärarbeit
Volltext
Temporärbüros: Keine andere Branche schasst Mitarbeitende so eiskalt. Sozialamt einfach! Chauffeur Adil Nejem* gehört zur Corona-Risikogruppe. Er hat Anrecht, zu Hause zu bleiben und auf seinen Durchschnittslohn. Doch das Temporärbüro bezahlt nicht. Und er ist kein Einzelfall. Das Büro ist klein, höchstens acht Quadratmeter. Vier Leute arbeiten darin. Mehrmals pro Tag müssen Lastwagenchauffeure des Coop-Verteilzen¬trums im aargauischen Schafisheim dort vorbei. Dann wird es richtig eng. Chauffeur Adil Nejem sagt: „Manchmal sind wir vier Fahrer gleichzeitig, also acht Leute total. Dann stehen wir Schulter an Schulter.“ Auch Ende März war es so, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Nejem erinnert sich: „Auf der Post musste ich einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, bei den Behörden konnte man nur noch anrufen, ihre Schalter waren geschlossen. Aber bei uns gab es nicht einmal Schutz¬masken.“
Für Nejem eine unhaltbare Situation. Denn nach zwei Herzinfarkten gehört der 57jährige zur Corona-Risikogruppe. Er schildert seinem Arzt die ¬Zustände. Der weist ihn an, zu Hause zu bleiben, und stellt ihm ein Arztzeugnis aus. Doch damit fangen die Probleme erst an. (…).
Christian Egg.
Work online, 26.6.2020.
Personen > Egg Christian. Temporaerarbeit. Entlassungen. Work online, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträgerin
Volltext
Die Briefträgerin & die Briefmenge. Die meisten Wörter unserer Sprache habe eine uralte Geschichte. Andere werden aufgrund neuer Gegebenheiten erst erfunden. Bei der Post zum Beispiel „Gangfolgesortierung“. Oder „Briefmengenrückgang“. Dieser ist mit der Coronakrise sprunghaft angestiegen. Betrug er in der Zeit davor durchschnittlich vier bis fünf Prozent pro Jahr, ist die Anzahl der verschickten Postsendungen in den vergangenen Monaten um fünfzehn Prozent gesunken. Um diesen Arbeitswegfall zu kompensieren und um die Kolleginnen und Kollegen von der Paketpost zu entlasten, stellen die Briefträgerinnen und Briefträger nun auch kleine Pakete zu. Letzte Meile. Als weitere Massnahme zur Arbeitsbeschaffung und Geschäftserweiterung wird seit längerem schon „die letzte Meile“ ausgebaut. „Meile“? Wieso „Meile“? – Weil es sich um einen aus dem Englischen abgeleiteten Logistikbegriff handelt, erfährt die Briefträgerin bei Wikipedia. Gemeint ist „der Teil des Transports zur Haustür des Kunden“ (und wohl auch der „Kundin“…). Manche altgedienten Kolleginnen und Kollegen schnödeten zu Beginn, als es hiess, die Post habe neue Dienstleistungen ausgeheckt. Die Briefträgerin aber hatte nie ein Problem damit, dass sie nun auch Brot liefert oder Gemüse, dass sie Kaffeekapseln abholt oder Altkleider. In manchen Zustellregionen liest das Zustellpersonal seit einiger Zeit die Stromzähler ab. Daran stört die Briefträgerin einzig der Gedanke, dass die bisherigen Ableser und Ableserinnen deshalb wohl ihre Arbeit verloren. (…).
Katrin Bärtschi.
Work, 26.6.2020.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Arbeit. Work online, 2020-06-26.
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