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Anzahl gefundene Artikel: 67

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05.06.2020 Italien
Faschismus
Work

Antifaschismus
Volltext
Sieg und mässige Veränderungen. Redaktion. Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur In Italien und dem KriegseintrItt an der Seite Nazideutschlands kämpften von 1943 bis 45 viele Frauen* und Männer* als Partlsanlnnen gegen die Besatzungstruppen und Italienische FaschistIrinnen. Es ist ein aufopferungsvoller und verlustreicher Kampf mit der Hoffnung auf eine grundlegend veränderte Gesellschaft. Vor 75 Jahren, im Frühjahr 1945, geht der Kampf in seine letzte und entscheidende. Phase. Nach der Winterkrise nimmt die bewaffnete Resistenza den Kampf wieder auf. Dabei kann sie sich auf massive Hilfe verlassen: In nur drei· Monaten liefern alliierte Fallschirmabwürfe mehr leichte Waffen, Sprengstoff, Militärkleidung und Geld als in den gesamten 15 Monaten davor. Das Guerillahandwerk erlernt man nicht in wenigen Wochen, aber tagtäglich wachsen Ausstattungsgrad, Mitgliederzahl und Erfahrung der Einheiten. Bis April erlangen die Formationen die Stärke vom vorherigen Sommer zurück, sind aber viel besser gerüstet. Das seit jeher erstrebte Ziel ist ein allgemeiner Aufstand, zu oft schon für greifbar gehalten und dann doch wieder in die Ferne gerückt. Nun steht er endlich vor der Tür, der Krieg neigt sich wirklich dem Ende zu. Die Deutschen wissen das. Heimlich führen sie Kapitulationsverhandlungen, ohne ihre faschistischen Komplizen einzubeziehen. Die zusammengewürfelten, durch opportunistische Desertionen dezimierten Truppen der RSI CRepubblica Sociale Italiana, oft auch Republik von Salo genannt) wissen ebenfalls, dass die (…).

Vorwärts, 5.6.2020.
Vorwärts > Italien. Antifaschismus. Vorwaerts, 2020-06-05.
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01.06.2020 Italien
Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Weisse Kittel in Turin. Sommerliche und menschliche Wärme. Der Sommer macht die Menschen aufgeschlossener, aber Italien hatte bereits an einem Frühlingsmorgen begonnen, Kuba besonders ins Herz zu schliessen, als nämlich eine Gruppe von Ärzten und Krankenpflegern der Insel zum ersten Mal die rote Zone betrat. Es dürfte nicht so einfach sein, einer Unterhaltung im Haus von Dr. Jaime Zayas Monteaugut, Facharzt für Innere Medizin, mit einem Diplom in Intensivmedizin, folgen zu können. Sein Schwiegervater und seine Frau sind ebenfalls Ärzte und einer seiner Söhne absolviert das 5. Studienjahr der Medizin. Es ist auch kein Zufall, dass seine 13-jährige Tochter sagt, sie möchte Neurologin werden, und erklärt, warum: In einer japanischen Serie habe sie einen „super interessanten“ Fall einer Patientin mit „amyotropher Lateralsklerose“ gesehen und sie werde natürlich die Ursachen entdecken. Im Haus gibt es ein Regal, in dem nur medizinische Bücher untergebracht sind. Aber „wir wollen die Kleine zu nichts zwingen, ihre Mutter und ich haben darüber gesprochen“, sagt Jaime, der vor ein paar Tagen 48 Jahre alt wurde. Er stammt aus La Maya und lebt in Santiago de Cuba, wo er am Juan Bruno Zayas Krankenhaus arbeitet. Er lernte seine Frau während des Studiums kennen und im 5. Studienjahr wurden sie ein Paar, in dem Alter, das jetzt der zukünftige neue Arzt des Hauses hat. Jaimes Frau ist Fachärztin für umfassende Allgemeinmedizin mit mehreren Weiterbildungsabschlüssen, Dozentin und Methodologin der medizinischen Fakultät der (…).
Granma, 1.6.2020.
Granma > Italien. Coronavirus. Granma, 2020-06-01.
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28.05.2020 Italien
Kuba
USA
Granma

Aggression
Coronavirus
Volltext
Die von ihnen angefeuerte Diskreditierung fällt auf sie selbst zurück. Während kubanische Ärzte aus Italien und Andorra zurückkehren, nachdem sie in beiden Ländern Leistungen erbracht haben, die als „typisch für hochqualifiziertes Personal“ bewertet wurden, hören Beamte des US-Aussenministeriums nicht mit ihrer Kampagne auf, die Zusammenarbeit zu diskreditieren.Der kubanische Aussenminister Bruno Rodríguez Parrilla bekräftigte auf Twitter, dass die Vereinigten Staaten sich mit den Auswirkungen von COVID-19 auf ihre Bürger befassen sollten, anstatt die medizinische Zusammenarbeit der Insel anzugreifen.
Er wies darauf hin, dass mehrere Experten jenes Landes versichern, dass mit angemessenen und rechtzeitigen Massnahmen ein Drittel oder die Hälfte der Menschen, die aufgrund der Pandemie ihr Leben verloren haben, gerettet worden wären. Während Donald Trump vor Monaten die Gefahr herunterspielte, bereitete Kuba seine Strategie der Quarantäne, Tests und Nachverfolgung von Kontakten vor und alarmierte die Biotechnologie-Institute des wissenschaftlichen Pols in West-Havanna. Dazu schrieb die spanische Zeitung La Vanguardia in einem Artikel: „Die Institute arbeiten zusammen und nicht im Wettbewerb. Sie sind schneller, weil das Kriterium das nationale Interesse und nicht das private Interesse ist.“
„Mich haben verzweifelte Ärzte aus Krankenhäusern in New York angerufen und gefragt, wie sie Interferon Alpha 2b bekommen können ...“, sagte Helen Yaffe, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität von Glasgow, zu La Vanguardia. betrifft. (…). Granma, 28.5.2020.
Granma > Italien. Coronavirus. Granma, 2020-05-28.
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14.04.2020 Italien
Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Kuba teilt, was es hat und spendet Leben. Kuba kommt erneut nach Italien, jetzt nach Turin in der Region Piemont. Es ist die zweite Brigade in dieser europäischen Nation. Die erste heilt bereits in der Lombardei, dem Epizentrum von Covid-19 in jenem Land, und wie in dieser werden weitere 38 Kubaner - 21 Ärzte, 16 Krankenpfleger und ein Logistikkoordinator - Leben retten, ohne etwas dafür zu verlangen, weil Solidarität kostenlos geleistet wird. Wir teilen mit anderen Völkern die medizinische Versorgung und das Leben, schrieb der kubanische Aussenminister Bruno Rodríguez Parrilla diesen Montag auf seinem Twitter-Account, um die bewundernswerte Geste der kubanischen Fachärzte hervorzuheben, die in erster Linie dem Schicksal der Ihren verpflichtet sind, ohne jedoch andere zu vergessen, aus elementarem humanitärem Sinn. Seit ihrer Ankunft in Turin wurde der kubanischen Medizinbrigade, die Teil des Internationalen Kontingents Henry Reeve ist, von den Bewohnern dieser Region im Norden des Landes Anerkennung entgegengebracht. So viel Brüderlichkeit wird von der Konterrevolution und ihren Medien, die ihre Böswilligkeit offenbaren, nicht toleriert; sie beklagen ihre Bedeutung. Sie trachten um jeden Preis, dass die Länder sich nicht an Kuba wenden. Dafür versuchen sie die professionelle Qualität und Integrität der Ärzte totzuschweigen. Sie fallen über die kubanischen Ärzte her, genau wie über die internationale Forderung, die Blockade zu beenden, eine Politik, die das Imperium jetzt mit mehr Wut verfolgt. Die Welt fragt sich, warum die Regierung der USA so viel Hass auf die kubanische Revolution hegt. (…).
Granma, 14.4.2020.
Granma > Italien. Coronavirus. Granma, 2020-04-14.
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06.04.2020 Italien
Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Seit ihrer Ankunft in Italien haben die kubanischen Ärzte bereits 400 Behandlungen verschiedener Art durchgeführt. Einer von drei von Kubanern behandelten Kranken in der Lombardei als geheilt entlassen. Die Mitglieder der medizinischen Brigade Kubas in der Region der Lombardei setzen alles daran, Leben zu retten. In ihren ersten zehn Arbeitstagen gelang es ihnen, dass der dritte Teil der 36 von ihnen im Feldlazarett an COVID-19 behandelten Patienten als geheilt entlassen werden konnte. Der Leiter der Gruppe, Dr. Carlos Pérez Díaz sagte in einer Schaltung zur Fernsehsendung Mesa Redonda, dass man allein am ersten Tag der Arbeit dort 16 Fälle aus der Intensivstation des Krankenhauses der Stadt Crema bekommen habe, das ganz in der Nähe des Ortes liegt, an dem das Feldlazarett errichtet wurde, in dem die kubanischen Ärzte ihren Dienst versehen. Bis zum 3. April habe man in gemeinsamer Anstrengung mit den italienischen Kollegen 428 Behandlungen verschiedener Art durchgeführt. Pérez Díaz hob die Einsatzbereitschaft der Gruppe bei dieser gefährlichen Mission hervor, gab Einzelheiten der Arbeit in Schichten bekannt und beruhigte das kubanische Volk, indem er die strengen Sicherheitsmaßnahmen betonte, die getroffen werden, um die Gesundheit der Brigademitglieder zu schützen, damit „alle wohl behalten nach Hause zurückkehren“.
Granma, 6.4.2020.
Granma > Coronavirus. Italien. Granma, 2020-04-06.
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02.04.2020 Italien
Kuba
Granma
Kapitalismus

Coronavirus
Kapitalismus
Volltext
Der Kapitalismus liefert das Überflüssige. und der Sozialismus gibt das Notwendige. In den letzten Zeilen der Botschaft erklären sie sich noch mehr vereint beim Aufbau einer Welt des Friedens und der sozialen Gleichheit und betonen, dass heute dank der Kubaner „auch in Italien verstanden wurde, dass der Kapitalismus das Überflüssige liefert, während der Sozialismus das Notwendige gibt“ Als ausdrücklichen Dank für die Unterstützung einer Brigade kubanischer Ärzte in der italienischen Region der Lombardei, die am stärksten von der Verbreitung des neuen Sars Cov-2 Coronavirus betroffen ist, sandte die Kommunistische Partei dieses europäischen Landes eine Nachricht an den Ersten Sekretär des Zentralkomitee der Partei, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, und den Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez. Der Brief lobt die wertvolle kubanische Zusammenarbeit, die dem italienischen öffentlichen Gesundheitssystem in einem schweren Moment des nationalen Notstands zu Hilfe kam. „Nach Jahren der Kürzungen der öffentlichen Gesundheitsausgaben ist unser Gesundheitssystem heute in grossen Schwierigkeiten, trotz der Selbstverleugnung und unermüdlichen Arbeit von Ärzten und Gesundheitspersonal, die sich auch heute in der ersten Linie des Kampfes gegen das Coronavirus befinden.“ (…).
Granma, 8.4.2020.
Granma > Kapitalismus. Granma, 2020-04-08.
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30.08.2019 Italien
Personen
Regierung
Work
Andreas Rieger
Faschismus
Volltext
Kriselndes Italien: Spinnen die Römer? Sagten Asterix und Obelix einst: „Die spinnen, die Römer!“ Politisch etwas korrekter könnte man heute sagen: Ein grosser Teil des italienischen Wahlvolks spinnt. Erst lief es dem Rattenfänger Silvio Berlusconi nach, dem gelifteten Medien- und Immobilienmogul. Unter ihm begannen der Stillstand der italienischen Wirtschaft und die Verblödung der TV-Kanäle, in denen nur noch Show und Geschrei zählen. Aber Berlusconi wagte nicht, Gewerkschaften und Sozialstaat anzugreifen. Dies besorgte der nächste Stern am italienischen Polit-Himmel: Matteo Renzi vom sozialdemokratischen Partito democratico (PD). Mit seinem jungdynamischen Auftritt wurde er neuer Liebling der Medien und gewann bis zu 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Renzi versprach ihnen die Modernisierung Italiens. Die Gewerkschaften und den Arbeitnehmerschutz wollte er -«verschrotten». Und seine Reform des Arbeitsgesetzes machte noch mehr Arbeitsplätze prekär. Frustriert wandten sich jüngere Wählerinnen und Gewerkschafter ab, und der PD tauchte auf 20 Prozent. Rattenfänger. Jetzt wurde die schillernde 5-Sterne-Bewegung des Komikers Pepe Grillo zum Auffangbecken für Frustrierte aller Art. 2018 gewannen sie 33 Prozent der Stimmen. 17 Prozent wählten Matteo Salvini, der die Lega als ausländerfeindliche Partei für ganz Italien aufstellte. Zusammen regierten die beiden die letzten vierzehn Monate – es wurde das totale Desaster. Die politisch unerfahrenen 5-Sterne-Politiker liessen sich vom rechtsextremen Lega-Chef Salvini über den Tisch ziehen. Dieser benützte das Innen¬ministerium für seine permanente (…).
Personen > Rieger Andreas. Italien. Faschismus. Work online, 2019-08-30.
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31.05.2019 Frankreich
Italien
Österreich
Schweiz
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Nationalismus
Volltext
Europas Rechtsnationale haben eine dicke Kriminalakte. Testosteron und Lug und Trug. Korruptheit ist ihr Markenzeichen. Betrug ihr Alltag. Dennoch werden die Ultrarechten immer wieder gewählt. Beinahe hätte der österreichische Rechtsradikale die Falle gewittert. Heinz-Christian Strache fielen die schmutzigen Fussnägel der angeblichen russischen Oligarchen-Nichte auf. Sie behauptete, eine Viertelmilliarde Euro Schwarzgeld in Österreich investieren zu wollen. Doch man lümmelte sich auf dem Sofa einer Luxusfinca auf Ibiza, und Testosteron vernebelte den Blick. Die Gockelei vor der langmähnigen Blonden übernahm wieder das Kommando. Sechs Stunden lang redete sich der Führer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) in eine strahlende Zukunft. Wenn die Russin den Rechtsextremen zum Wahlsieg verhelfe, werde er ihr enorme Staatsaufträge, Casino-Lizenzen und Firmen zuhalten, versprach Strache. Auf Kosten österreichischer Unternehmen. Legal, illegal, scheissegal. Vorbild SVP. Unbemerkt solle die reiche Russin die grosse österreichische „Kronen-Zeitung“ kaufen, um ihn zu ¬„pushen“, schlug Strache vor. Und weil es so schön war, lästerten Strache und sein Begleiter noch eine Weile über die Sexaffären der politischen Gegner. Pech, dass dies irgendjemand mitschnitt. Das ¬Video zeigt die Ultrarechten in ihrer ganzen Pracht: prahlerisch, grossmannssüchtig und von brutalem Gemüt. Nur wenige Monate nach diesem Geheimtreffen stieg Strache in Wien zum stellvertretenden Regierungschef auf. Die Koalition von Volkspartei (ÖVP) und FPÖ ging sogleich daran, die 60-Stunden-Arbeitswoche einzuführen. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Europa. Faschismus. Work online, 2019-05-31.
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01.02.2019 Italien
CGIL
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
CGIL
Volltext
Eine der mächtigsten Frauen Italiens tritt ab. Frau Camusso, wohin steuert Italien? Acht Jahre lang führte Susanna Camusso (63) die grösste Gewerkschaft Italiens und auch Europas. Jetzt tritt die CGIL-Chefin zurück. Nicht wehmütig, aber ziemlich besorgt um Italien. Work: Warum sorgen Sie sich so um Italien? Susanna Camusso: Italien steuert nach rechts, aggressiv nach rechts, mit einem fremdenfeindlichen Drall und einer gehörigen Portion Nationalismus. Die Überzeugung gewinnt an Boden, dass die einzelnen EU-Länder ihre Probleme alleine lösen könnten, ja sogar, dass sie sie alleine besser lösen könnten. Die jetzigen Regierungsparteien behaupten, sie kümmerten sich um die sozialen Probleme. In Tat und Wahrheit kommen die ergriffenen Massnahmen vor allem den Reichen zugute, sie schaffen keine Arbeit und verbessern die Arbeitsbedingungen nicht. Italien hatte einst eine starke und stolze Linke. Was ist passiert? Die Arbeitenden fühlen sich als Verliererinnen und Verlierer der Globalisierung. Zu Recht, denn sie kamen heftig unter Druck: Arbeitsplatzabbau, Firmenschliessungen, Sozialabbau und harte Konkurrenz durch Arbeitnehmende aus anderen Ländern. Mehrere Regierungen, auch die Mitte-links-Regierung von Matteo Renzi, bliesen zum Angriff auf die Arbeitsbedingungen. Sie erliessen eine Serie von Gesetzen die von den Arbeitnehmenden als Schlag ins Gesicht empfunden wurden. Sie sahen ihre Renten und Löhne schrumpfen, ihre Gesamtarbeitsverträge, die nicht erneuert wurden, den Service public, der sich zugunsten von Privatisierungen zurückzog. Und plötzlich sahen sie keine Alternative mehr, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Italien. CGIL. Work online, 2019-02-01.
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01.02.2019 Italien
CGIL
Personen
Work
Andreas Rieger
CGIL
Kongress
Volltext
CGIL-Kongress: Landini, der Neue. „Eine schöne Organisation mit vielen Leuten, die kämpfen wollen“, so umschreibt Maurizio Landini (57) liebevoll seine Gewerkschaft. Eben hat ihn der Kongress der CGIL zu ihrem neuen Generalsekretär gewählt, zum Nachfolger von Susanna Camusso. Die Confederazione Generale Italiana del Lavoro, CGIL, ist mit über fünf Millionen Mitgliedern die grösste Gewerkschaft Europas. Sie organisiert Arbeitende aus allen Branchen, ist in den Betrieben gut verankert und streikfähig. An 40’000 Versammlungen hatte die Basis den Kongress vordiskutiert. Geschlossenheit. Landini (57) hatte einst eine Schweisserlehre gemacht und war als Gewerkschafter lange in der Industrie aktiv. Jetzt, als neuer CGIL-Chef, umreisst er die Herausforderung für seine Gewerkschaft angesichts der desolaten Situation in Italien so: „Wir müssen nicht allein in den Betrieben kämpfen, sondern auch in der Gesellschaft. Ein anderes Italien ist möglich.“ Und auch dringend nötig, denn Italiens Wirtschaft stagniert seit zwei Jahrzehnten, die Jobs werden immer prekärer, und alle Regierungen wollen die Lösung der Probleme dem Markt überlassen. Die ehemals sehr starke italienische Linke ist jedoch heute nur noch ein Scherbenhaufen. Umso stärker rief die Basis am Kongress nach Geschlossenheit der Gewerkschaft:  (…). Andreas Rieger.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Rieger Andreas. CGIL. Kongress. Work online, 2019-02-01.
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18.12.2018 Italien
Nahrungsmittel
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Betriebsunfälle
Gesundheitsschutz
Nahrungsmittel
Todesfall
Volltext
Der bittere Preis der Tomaten. Wie die italienische Wochenzeitung L’Espresso schreibt, sind in den letzten sechs Jahren über 1500 Erntehelfer ums Leben gekommen. In der allgemeinen Gleichgültigkeit. Die Werbung für Tomaten und Tomatensaucen ist schmeichelhaft und überzeugend; sie zeigt idyllische Bilder von glücklichen Familien, die um einen Tisch sitzen, während nebenan in der Küche der süssrote Sugo spritzig blubbert. Die warme Frucht der Erde, die an lange Sommerabende erinnert, hat aber eine brutale Kehrseite: Es sind die Menschen – ausländische wie italienische –, die an der Ausbeutung zugrunde gehen. Die Tomatenernte, aber auch jene der Clementinen, rechnet sich in Toten. Personen, getötet von der Hitze, der Erschöpfung, der Verzweiflung. Aber auch von jenen, die es nicht zulassen, dass die Erntehelfer sich für sich selbst und andere einsetzen. Der malische Gewerkschafter Soumayla Sacko wurde am 2. Juni 2018 in Kalabrien umgebracht, weil er für die Rechte dieser Arbeiter kämpfte. Derweil der Kameruner Jean Pierre Yvan Sagnet – diplomiert am Politechnikum Turin und 2017 von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem Verdienstzeichen geehrt – eine Bewegung gegen die illegale Anwerbung von Landarbeitern im Umfeld des Gutshofs Boncuri angeführt hat, die zur Festnahme von 16 Personen führte. Sie gehörten einer kriminellen Organisation an, die in der Gegend von Rosarno, Nardò und andern Orten in Apulien aktiv war. Der Fernsehsender „Arte“ hat seiner Geschichte einen Dokumentarfilm gewidmet: (…). 
SEV, 18.12.2018.
SEV > Betriebsunfälle. Gesundheitsschutz. SEV, 2018-12-18.
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16.11.2018 Italien
Personen
Regierung
Work
Oliver Fahrni
Nationalismus
Rassismus
Volltext
Der schnelle Aufstieg des Rechtsradikalen Matteo Salvini. „Demokratischer“ Staatsstreich in Italien. Innenminister Matteo Salvini hat sich mit Rassismus und Pöbeleien gegen Europa zum starken Mann Italiens gemacht. Hilfe bekam er dabei ausgerechnet aus Brüssel. Zuerst holten sie den Bürgermeister, Domenico „Mimi“ Lucano. Dann begannen die Uniformierten von Innenminister Matteo Salvini, die Migrantinnen und Migranten aus dem kalabrischen Dorf Riace in Lager zu deportieren. Mimi Lucanos Verbrechen bestand darin, dass sein Modell funktionierte. Er hatte Hunderte von Flüchtlingen nach Riace eingeladen, um sein sterbendes Dorf wiederzubeleben. Das konnte Salvini nicht zulassen. Denn er baut seine Politik auf die Behauptung, nicht etwa die Mafia sei Italiens existentielle Gefahr, sondern die Immigration. Sie zersetze Christentum und die italienische Nation. Dies, obwohl die Zuwanderungszahlen rückläufig sind. Egal, Salvini handelt nach dem Motto: Ist es kein Problem, so mache ich eines daraus. Er attackiert die abtrünnigen Bürgermeister und die Hilfsorganisationen, zerstört gelungene Integrationsmodelle, schliesst die Häfen, lässt Tausende im Mittelmeer untergehen, verhängt Ausgangsverbote für Migranten, dekretiert die Schliessung ihrer Läden, deckt rassistische Morde und Übergriffe, hebelt die Pressefreiheit aus… Marionettenspieler. Wenn Italien an etwas leidet, dann an der Flucht der Gehirne: Jährlich suchen 50’000 junge Diplomierte ihr Glück (…). Oliver Fahrni.
Work online, 16.11.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Italien. Rassismus. Work online, 2018-11-16.
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29.03.2018 GR Kanton
Italien
Personen
Tunnelbau
Work
Ralph Hug
Mafia
Tunnelbau
Volltext
Italiens drittgrösster Baukonzern im schiefen Licht:  Bohrt am Albula die Mafia mit? Am Albulatunnel im Engadin warten die Büezer auf ihren Lohn. Ihr Arbeitgeber, der Baukonzern Condotte, ist in Schieflage. Der Chef sitzt in Haft, und an Bord ist womöglich die Mafia. Vor zwei Jahren lobte Ingenieur Duccio Astaldi die Schweiz über den grünen Klee: "Wir haben den Schweizer Arbeitsmarkt schätzengelernt." Das war an der Feier zum Durchstich des Ceneri-Basistunnels im Tessin. Heute steht Astaldi unter Haus¬arrest, auf Geheiss des Staatsanwalts von Messina auf Sizilien. Astaldi ist nicht irgendwer, sondern Chef des drittgrössten Baukonzerns Italiens, Condotte SpA aus Rom. Ein Riese, der in der ganzen Welt Grossprojekte baut. Dem Chef und fünf weiteren Beteiligten werden "tangenti" vorgeworfen – Bestechung und Korruption rund um den Bau des Teilstücks Siracusa-Gela der Autostrada A18 auf ¬Sizilien. Es geht um Schmiergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Albula-Löhne ausstehend. Astaldi musste zurücktreten. Der Condotte-Konzern versichert: "Tutto in ordine!" Wirklich? Wenn Arno Russi den Namen Condotte hört, verwirft er die Hände: "Uuh!" Und dann erzählt der Unia-Mann in Chur, dass Condotte den Arbeitern Geld schulde. Schätzungsweise 500’000 bis 700’000 Franken. Ausstehend sind die Dezemberlöhne und der Dreizehnte inklusive Ferienanteil sowie ¬Sozialversicherungsbeiträge. (…). Ralph Hug.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Hug Ralph. Mafia. Tunnelbau. Work online, 2018-03-29.
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16.03.2018 Italien
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Volltext
Wahlen
Italien: Zwei Drittel haben rechts gewählt. Mamma mia! Europa rutscht scharf nach rechts, der neue Nationalismus ist auf dem Vormarsch. Nun auch in Italien. Stunde null in Italien. Das Land ist am 4.März politisch weit nach rechts gerutscht. Die Antipolitikbewegung der Cinque Stelle ist mit 33 Prozent zur stärksten Partei aufgestiegen. rechts aussen hat der Rassist und Europafeind Matteo Salvini von der Lega den langjährigen Regierungschef Silvio Berlusconi überflügelt. Die heute regierende linke (Demokratische Partei. PD), die bei den letzten Europawahlen noch 40 Prozent der Stimmen gemacht hatte, wurde brutal geschlagen (18 Prozent). Und der Versuch, eine systemkritische Linke zu lancieren (LEU), ist gescheitert. Italien ist nach den Wahlen dreigeteilt aufgewacht: In der Lombardei und im übrigen Norden macht die Lega die rechte Musik, in Zentralitalien widersteht die PD, im Süden hat sich die arbeitslose Jugend mit dem Votum für Cinque Stelle gerächt. Jetzt zittern die Demokraten Europas vor einer Machtergreifung Salvinis. Der Mann, der mit Marine Le Pen vom Front national befreundet ist, hat an einer Demo in Mailand schon mal provokativ einen Amtseid abgelegt. Damit drohte er, die Macht notfalls auch mit undemokratischen Mitteln zu ergreifen. Denn die Lega hat faktisch nur etwa halb so viel Stimmen gemacht wie Cinque Stelle. Keine Regierungsmehrheit mehr. In Italien ist immer mal wieder Stunde null. Es ist das politische. Labor Europas. So kam hier der Faschismus an die Macht, lange vor den Nationalsozialisten (…). Oliver Fahrni.
Work, 16.3.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Italien. Wahlen. Work online, 2018-03-16.
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25.11.2017 Deutschland
Italien
Amazon GmbH

Amazon GmbH
Streik
Volltext
Bei Amazon wird wieder gestreikt. Kampf um Tarifvertrag beim Onlinehändler geht weiter. Arbeitsniederlegung auch in Italien. Beim Versandhändler Amazon ist erneut bundesweit gestreikt worden. Der Ausstand wurde von der Gewerkschaft Verdi auf den Rabatt-Tag „Black-Friday“ gelegt. Beschäftigte der sechs grossen Amazon-Standorte Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Graben (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) legten am Freitag die Arbeit nieder. Nach Angaben von Verdi haben sich 2‘300 Amazon-Mitarbeiter an den Streiks beteiligt. An einzelnen Standorten streikte demnach am Donnerstag bereits die Nachtschicht. Ausser in Koblenz sollen die Arbeitskämpfe am Sonnabend fortgesetzt werden. Am einzigen Amazon-Standort in Italien in Piacenza traten nach Agenturangaben rund 500 Beschäftigte am Freitag ebenfalls in den Ausstand. Bis Ende des Jahres würden zudem Überstunden verweigert, heisst es. Verdi fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. „Amazon lehnt bisher die rechtliche Absicherung der Beschäftigten durch einen Tarifvertrag rigoros ab und versucht erfolglos, weitere Streiks durch unverbindliche Zahlungen und Gratifikationen zu unterbinden“, kommentierte dies die Gewerkschaft in einer Erklärung. Verdi bekommt Unterstützung von vielen Seiten: „Amazon glaubt allein über Arbeitsbedingungen und Bezahlung entscheiden zu können. In Deutschland sind Tarifverträge und Verhandlungen mit Gewerkschaften (…).
Junge Welt, 25.11.2017.
Junge Welt > Amazon GmbH. Streik. Junge Welt, 2017-11-25.
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01.06.2017 Italien
CGIL
Personen
Work
Andreas Rieger
CGIL
Referendum
Volltext
Erfolg für die Gewerkschaft. Je eine Million Unterschriften hat die Gewerkschaft CGIL in Italien für verschiedene Referenden gesammelt. Eines verlangte die Abschaffung der „Vouchers“: Diese boten anfangs die Möglichkeit, kleine Arbeiten in Privathaushalten vereinfacht zu entlohnen. Der frühere sozialdemokratische Ministerpräsident Matteo Renzi lockerte jedoch die Bedingungen, und bald wurden Hunderttausende prekär mit solchen Vouchers bezahlt. Das zweite Referendum verlangte, dass bei öffentlichen Auftragsvergaben die Einhaltung von sozialen Standards wieder Voraussetzung werde. Beide Forderungen gegen die Deregulierung des Arbeitsgesetzes waren sehr populär. Die Regierung wollte deshalb eine Abstimmung vermeiden und akzeptierte sie vor dem auf Ende Mai angesetzten Abstimmungstermin. Die Medien schrieben: „Ein grosser Erfolg für die CGIL.“ Das kann die grösste Gewerkschaft Italiens, die in den Krisenjahren arg gebeutelt wurde. gut brauchen. Auch bei den Gesamtarbeitsverträgen geht es wieder vorwärts, viele konnten erneuert werden. Das ist umso wichtiger, als die Gewerkschaften die grösste Oppositionsbewegung im Land bilden. Und die meisten progressiven Kräfte in der Krise sind. Matteo Renzi scheiterte im Dezember mit der Wahlreform, die er auf die eigene Karriere zugeschnitten hatte. Nach einer schallenden Ohrfeige in der Volksabstimmung trat er im Dezember zurück. Die Linke konnte dies aber nicht zu einem Aufbruch nutzen, es folgte nur eine neue Parteispaltung. (…).
Andreas Rieger ist Unia-5ekretär und vertritt den SGB im Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB).
Work online, 1.6.2017.
Personen > Rieger Andreas, CGIL. Referenden. Work online, 2017-06-01.
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04.11.2016 Italien
Personen
Vorwärts
Dario Fo
Biografien
Volltext
Bezahlt wird nicht! Dario Fo und Franca Rame haben das Nachkriegsitalien ebenso aufgerüttelt, wie die Kommunistische Partei Italiens mit Berlinguer. Er aktualisierte die Commedia dell'Arte und führte einen Dauerkampf gegen rechts. Das unzertrennliche Duo Fo/Rame wurden vor allem mit den beiden Stücken „Bezahlt wird nicht!“ (inspiriert vom „proletarischen Einkaufen“ der „Autonomia Operaia“, sprich der direkten Beschaffung von Lebensmittel in den Supermärkten ohne Umweg über die Kasse) und „Offene Zweierbeziehung“ weltweit berühmt. Sie waren unzertrennlich und haben Bakunins Rat ernst genommen: „Ein Anarchist muss mindestens einmal im Tag von Herzen laut lachen können!“ So haben die beiden zum Umsturz aufgefordert, mit Witz, Humor und Satire. Gleichzeitig revolutionierte Enrico Berlinguer mit der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) die internationale marxistische Bewegung mit dem „Eurocomunismo“. Es wurde ein rechter Putsch durch die bis ins Mark korrupte Regierungspartei Democrazia Cristiana und der Geheimloge P2 befürchtet. Die Lage spitzte sich zu, als Feltrinelli nach damaligen Angaben der Polizei beim Versuch, einen Hochspannungsmast in die Luft zu sprengen, selber umkam (diese Todesursache ist bis heute umstritten). Die Mafia erhob wieder ihr Haupt und ermordete reihenweise Richter („! Iudici“). Es folgte der Irrweg der Brigate Rosse und der Ermordung Aldo Moros. Der PCI spaltete sich, und Italien „ingovernabile“ (unregierbar geworden) taumelte von einer politischen Krise in die nächste. Dario Fo hielt alle bei Laune. (…). Hans Peter Gansner. Vorwärts, 4.11.2016.
Personen > Fo Dario. Biografie. Vorwärts, 2016-11-04.
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04.11.2016 Albanien
Italien
Personen
Schuhindustrie
Work
Ralph Hug
Anstellungsbedingungen
Löhne
Schuhindustrie
Volltext
Markenschuhe made in Italy – von wegen! In den ärmsten Ländern Süd- und Osteuropas stehen Arbeiterinnen für uns am Fliessband. Zu Tiefstlöhnen. Schuhindustrie in Europa: das heisst milliardenschwere Händlerfamilien wie Bata. Und Tausende von Arbeiterinnen in Albanien (Bild), Mazedonien oder Rumänien, die noch weniger verdienen als ihre Kolleginnen in China. Von Ralph Hug (Foto: Davide del Giudice) Suzanna (37) arbeitet in einer Schuhfabrik in einem der ärmsten Länder Europas. Um 6 Uhr steht sie auf und macht Frühstück für die Kinder. Dann geht’s ab in die Fabrik. 45 Stunden pro Woche sitzt sie an der Maschine und stellt Lederschuhe für international bekannte Marken her. Jeden zweiten Samstag arbeitet sie ebenfalls. Sind dringende Bestellungen da, muss sie sogar jeden Samstag ran. Egal, ob es ihr passt oder nicht. Würde sie nicht kommen, wäre sie ihren Job sofort los. Und das kann sich die Arbeiterin nicht leisten. Sie braucht ihren Lohn von 204 Euro monatlich für die Familie. Schon für Strom und Wasser geht ein Viertel drauf. Im Winter verschlingt die Holzheizung allein 358 Euro. Nach den Ausgaben fürs Essen bleibt kaum etwas übrig. Kleider und Schuhe kauft sie selten. Und wenn, dann zuerst für die beiden Kinder. Suzannas Gesundheit ist lädiert. Seit längerem setzen ihr Husten und Atembeschwerden zu. In der Produktionshalle ist es stickig, die Maschinen laufen ständig heiss. „Very tough“ sei die Arbeit, sagte sie den Rechercheuren der „Clean Clothes Campaign“. Und: „Ich würde ja gerne etwas ändern. Aber ich sehe keine (…). Ralph Hug.
Work, 4.11.2016.
Personen > Hug Ralph. Schuhindustrie. Löhne. Work, 2016-11-04.
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04.04.2014 Brig
Italien
Muttenz
Crossrail AG
SEV Schweiz

Crossrail AG
Lohndumping
Lokomotivführer
Protestversammlung
Volltext

Personalversammlung legt weiteres Vorgehen gegen Lohndumping fest. SEV verstärkt Druck auf Crossrail. Die Crossrail-Lokführer, die in Brig zu Hungerlöhnen hätten arbeiten sollen, verlangen Klarheit. Sie geben ihren Gewerkschaften SEV und UIL den Auftrag, bei Crossrail formell die Aufnahme von GAV-Verhandlungen zu beantragen. Gleichzeitig erfolgt eine vorsorgliche Anzeige ans Bundesamt für Verkehr als Aufsichtsbehörde. Keine Bewegung im Lohndumping-Fall in Brig: Das Unternehmen Crossrail schweigt, und die rund 70 Lokführer unterzeichnen die Arbeitsverträge nicht. Crossrail hatte ihnen eine Anstellung in Brig zu einem Monatslohn von 3350 Franken (nach Ausbildung) angeboten. Damit hätten sie zwar mehr verdient als bei ihrer jetzigen Anstellung in Domodossola, aber über 2000 Franken monatlich weniger als in der Schweiz üblich. An einer Personalversammlung in Domodossola mit der Schweizer Verkehrsgewerkschaft SEV und der italienischen UIL haben die Lokführer heute ihre Haltung bekräftigt: Sie unterschreiben diese Verträge nicht und geben den Gewerkschaften den Auftrag, bei Crossrail formell die Aufnahme von GAV-Verhandlungen zu beantragen. (…).

SEV, 4.4.2014.

SEV > Crossrail AG Muttenz. Dumpinglöhne. Protest. 2014-04-04.

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01.04.2014 Brig
Italien
Muttenz
Crossrail AG
SEV Schweiz

Crossrail AG
Lohndumping
Lokomotivführer
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Dumpingversuch mit Lokführern im Güterverkehr. Crossrail plant skandalöse Lohndrückerei mit Grenzgängern. Das Güterverkehrsunternehmen Crossrail will in der Schweiz Lokführer zu Dumpinglöhnen anstellen. Es versucht, italienische Grenzgänger in Brig mit Löhnen zu beschäftigen, die rund einen Drittel unter dem Schweizer Niveau sind. Die Gewerkschaft SEV fordert Crossrail zur sofortigen Aufnahme von GAV-Verhandlungen auf; andernfalls muss das Bundesamt für Verkehr dem Unternehmen den Netzzugang verweigern. Dieser Vorgang ist in der Schweiz einmalig und skandalös: Das Güterverkehrsunternehmen Crossrail mit Sitz in Muttenz will heute in Brig ein Lokführerdepot eröffnen. Das Personal soll aus der italienischen Tochterunternehmung Crossrail Italy Srl zum Mutterhaus verlagert werden. Die angebotenen Löhne sind skandalös: Während der Ausbildung will Crossrail 3100 Franken im Monat bezahlen (alle Löhne x13), danach 3350 Franken. Der Köder: Diese Löhne sind ca. 20 bis 25 Prozent höher als in Italien. Aber: Sie liegen rund einen Drittel unter den Löhnen, die in der Schweiz für Lokführer allgemein üblich sind. (…).

SEV. Medienmitteilung, 1.4.2014.

SEV > Crossrail AG Muttenz. Dumpinglöhne. SEV. 2014-04-01.

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27.02.2014 Italien
Il Manifesto
Personen
WOZ
Sina Bühler
Il Manifesto
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Weggesparte Haltung „Das Wunder des roten Kampfblatts“ überschrieb die Berliner „taz“ kürzlich einen Artikel zur Rettung von „ll Manifesto“. Schon oft ist die einzige unabhängige linke und selbstverwaltete Zeitung Italiens totgesagt  worden. Zuletzt im Februar 2012. Die Besitzerin des Blatts, die Genossenschaft der Mitarbeitenden, wurde damals zwangsliquidiert. Immer weniger LeserInnen hatten „Il Manifesto“ gekauft und abonniert, die Inserentlnnen hielten sich zurück, und dann fielen auch noch 2,2 Millionen Euro aus der staatlichen Presseförderung weg. Zehn Monate lang erschien die Zeitung unter Aufsicht des Ministeriums für Wirtschaftsförderung weiter. Deren Anwälte stoppten die Zahlungen an freie Mitarbeitende und beantragten Kurzarbeit für die Festangestellten. Anfang 2013 wurde die alte Genossenschaft aufgelöst; die neue, II nuovo Manifesto, entstand. Dreissig Genossenschafterlnnen führen den „Manifesto“ weiter. Fragt man I,oris Campetti, der fast vierzig Jahre lang Redaktor der Zeitung war, dann hat diese Massnahme das rote Kampfblatt nicht gerettet. Sina Bühler.

WOZ, 27.2.2014.
WOZ > Il Manifesto. WOZ. 2014-02-27.

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17.01.2014 Deutschland
Frankreich
Italien
Erster Weltkrieg
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Karl Liebknecht
1. Weltkrieg
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Resolution. 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges erleben wir eine erneute Debatte darum, wer das Feuer an die Lunte gelegt hat. Bei dieser Infragestellung der Hauptverantwortung des deutschen Imperialismus an dem über vier Jahre dauernden Völkergemetzel geht es selbstverständlich nicht um historische Wahrheit. Es geht um die theoretische und politische Legitimierung heutiger imperialistischer Politik. Der Erste Weltkrieg erwuchs aus den Expansionsinteressen der imperialistischen Grossmächte Europas, er war auf Eroberung neuer Märkte und Ressourcen und die Neuaufteilung der vorhandenen gerichtet: Ein „kapitalistischer Angriffs- und Eroberungskrieg“, wie Karl Liebknecht, Mitgründer der Kommunistischen Partei Deutschlands, früh feststellte. Gleichzeitig war der Krieg eine Gelegenheit für die Herrschenden, in ihren Ländern das Bewusstsein der Arbeiterklasse mit dem Gift des Opportunismus, des Nationalismus und Chauvinismus zu verseuchen. (...).Partei der Arbeit Schweiz.

Vorwärts, 17.1.2014.
PdA > 1. Weltkrieg. Resolution. PdA. Vorwärts 2014-01-17.

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01.05.2013 England
Italien
Schweiz
Funke, Der

Redaktion
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Editorial. Der Klassenkampf ist also zurück. lnteressanterweise sagt das ausgerechnet ein Bürgerlicher. Laut FdP-Nationalrat Ruedi Noser slnd die lnitiativen der Linken (1:12, Mindestlohn, Bonzensteuer, Erbschaftssteuer usw.) Klassenkampf. SPler versuchten dies natürlich sofort zu verneinen und konterten damit, dass es vielmehr die Bürgerlichen seien, welche Klassenkampf von 0ben betreiben würden. Beide Seiten sind sich also einig, dass Klassenkampf herrscht, nur wird er dem Gegner einseitig zugeschrieben. Dies erstaunt doch etwas, da nun über Jahrzehnte von der Führung der Sozialdemokratie und vor allem auch von den Bürgerlichen behauptet wurde, dass Klassen gar nicht mehr existieren. (...). Die Redaktion

Der Funke, Nr. 27, Mai 2013.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 27, Mai 2013.

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01.03.2013 Italien
Gewerkschaften
Personen
Regierung
Work
Vania Alleva
Pierluigi Fedele
Corrado Pardini
Giorgio Tuti
Faschismus
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Wahlen

Die „Affanculo“ –Wahl. Italien danach. Viele Secondos sind in der Gewerkschaft. In der Wahlnacht lief das Telefon heiss zwischen ihnen und ihren Verwandten in ltalien. Noch am Wahlabend hat Unia-Industriechef und SP-Nationalrat Corrado Pardini mit seinen Eltern in Viareggio telefoniert: „Er fühle sich fremd im eigenen Land, sagte mein Vater, ein Italien-Rückkehrer.“ Nach 52 Jahren in der Schweiz gingen Pardinis Eltern 2002 wieder zurück in die Toscana. Dorthin, wo die Menschen „linke Politik in den Genen haben“ (Pardini). (...).
Marco Geissbühler.

Work, 1.3.2013.
Personen > Geissbühler Marco. Italien. Berlusconi. 2013-03-01.doc.

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15.02.2013 Italien
Gewerkschaften
Personen
Work
Oliver Fahrni
Rossana Rossanda
Faschismus
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Italienisches Ritual: Die ewige Erpressung der Linken. Die italienische Linke hat heute weder eine Sprache noch ein Programm. Pier Luigi Bersani, 61, Chef des sozialdemokratischen Partito Democratico (PD), ist für italienische Verhältnisse ein ruhiger Mann. Kürzlich rief ihm ein Anhänger zu: „Reg dich endlich mal auf!“ Dennoch ist der studierte Philosoph und Sohn eines Automechs populär. Und er kann sich auf eine starke Bewegung stützen. Drei Millionen haben an der Vorwahl teilgenommen, die ihn zum Spitzenkandidaten des PD kürte. (...). Oliver Fahrni.

Work, 15.2.2013.
Personen > Fahrni Oliver. Italien. Gewerkschaften. 2013-02-15.doc.

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