Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 4

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.02.2019 Italien
CGIL
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
CGIL
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Eine der mächtigsten Frauen Italiens tritt ab. Frau Camusso, wohin steuert Italien? Acht Jahre lang führte Susanna Camusso (63) die grösste Gewerkschaft Italiens und auch Europas. Jetzt tritt die CGIL-Chefin zurück. Nicht wehmütig, aber ziemlich besorgt um Italien. Work: Warum sorgen Sie sich so um Italien? Susanna Camusso: Italien steuert nach rechts, aggressiv nach rechts, mit einem fremdenfeindlichen Drall und einer gehörigen Portion Nationalismus. Die Überzeugung gewinnt an Boden, dass die einzelnen EU-Länder ihre Probleme alleine lösen könnten, ja sogar, dass sie sie alleine besser lösen könnten. Die jetzigen Regierungsparteien behaupten, sie kümmerten sich um die sozialen Probleme. In Tat und Wahrheit kommen die ergriffenen Massnahmen vor allem den Reichen zugute, sie schaffen keine Arbeit und verbessern die Arbeitsbedingungen nicht. Italien hatte einst eine starke und stolze Linke. Was ist passiert? Die Arbeitenden fühlen sich als Verliererinnen und Verlierer der Globalisierung. Zu Recht, denn sie kamen heftig unter Druck: Arbeitsplatzabbau, Firmenschliessungen, Sozialabbau und harte Konkurrenz durch Arbeitnehmende aus anderen Ländern. Mehrere Regierungen, auch die Mitte-links-Regierung von Matteo Renzi, bliesen zum Angriff auf die Arbeitsbedingungen. Sie erliessen eine Serie von Gesetzen die von den Arbeitnehmenden als Schlag ins Gesicht empfunden wurden. Sie sahen ihre Renten und Löhne schrumpfen, ihre Gesamtarbeitsverträge, die nicht erneuert wurden, den Service public, der sich zugunsten von Privatisierungen zurückzog. Und plötzlich sahen sie keine Alternative mehr, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Italien. CGIL. Work online, 2019-02-01.
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01.02.2019 Italien
CGIL
Personen
Work
Andreas Rieger
CGIL
Kongress
Volltext
CGIL-Kongress: Landini, der Neue. „Eine schöne Organisation mit vielen Leuten, die kämpfen wollen“, so umschreibt Maurizio Landini (57) liebevoll seine Gewerkschaft. Eben hat ihn der Kongress der CGIL zu ihrem neuen Generalsekretär gewählt, zum Nachfolger von Susanna Camusso. Die Confederazione Generale Italiana del Lavoro, CGIL, ist mit über fünf Millionen Mitgliedern die grösste Gewerkschaft Europas. Sie organisiert Arbeitende aus allen Branchen, ist in den Betrieben gut verankert und streikfähig. An 40’000 Versammlungen hatte die Basis den Kongress vordiskutiert. Geschlossenheit. Landini (57) hatte einst eine Schweisserlehre gemacht und war als Gewerkschafter lange in der Industrie aktiv. Jetzt, als neuer CGIL-Chef, umreisst er die Herausforderung für seine Gewerkschaft angesichts der desolaten Situation in Italien so: „Wir müssen nicht allein in den Betrieben kämpfen, sondern auch in der Gesellschaft. Ein anderes Italien ist möglich.“ Und auch dringend nötig, denn Italiens Wirtschaft stagniert seit zwei Jahrzehnten, die Jobs werden immer prekärer, und alle Regierungen wollen die Lösung der Probleme dem Markt überlassen. Die ehemals sehr starke italienische Linke ist jedoch heute nur noch ein Scherbenhaufen. Umso stärker rief die Basis am Kongress nach Geschlossenheit der Gewerkschaft:  (…). Andreas Rieger.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Rieger Andreas. CGIL. Kongress. Work online, 2019-02-01.
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01.06.2017 Italien
CGIL
Personen
Work
Andreas Rieger
CGIL
Referendum
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Erfolg für die Gewerkschaft. Je eine Million Unterschriften hat die Gewerkschaft CGIL in Italien für verschiedene Referenden gesammelt. Eines verlangte die Abschaffung der „Vouchers“: Diese boten anfangs die Möglichkeit, kleine Arbeiten in Privathaushalten vereinfacht zu entlohnen. Der frühere sozialdemokratische Ministerpräsident Matteo Renzi lockerte jedoch die Bedingungen, und bald wurden Hunderttausende prekär mit solchen Vouchers bezahlt. Das zweite Referendum verlangte, dass bei öffentlichen Auftragsvergaben die Einhaltung von sozialen Standards wieder Voraussetzung werde. Beide Forderungen gegen die Deregulierung des Arbeitsgesetzes waren sehr populär. Die Regierung wollte deshalb eine Abstimmung vermeiden und akzeptierte sie vor dem auf Ende Mai angesetzten Abstimmungstermin. Die Medien schrieben: „Ein grosser Erfolg für die CGIL.“ Das kann die grösste Gewerkschaft Italiens, die in den Krisenjahren arg gebeutelt wurde. gut brauchen. Auch bei den Gesamtarbeitsverträgen geht es wieder vorwärts, viele konnten erneuert werden. Das ist umso wichtiger, als die Gewerkschaften die grösste Oppositionsbewegung im Land bilden. Und die meisten progressiven Kräfte in der Krise sind. Matteo Renzi scheiterte im Dezember mit der Wahlreform, die er auf die eigene Karriere zugeschnitten hatte. Nach einer schallenden Ohrfeige in der Volksabstimmung trat er im Dezember zurück. Die Linke konnte dies aber nicht zu einem Aufbruch nutzen, es folgte nur eine neue Parteispaltung. (…).
Andreas Rieger ist Unia-5ekretär und vertritt den SGB im Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB).
Work online, 1.6.2017.
Personen > Rieger Andreas, CGIL. Referenden. Work online, 2017-06-01.
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04.08.1998 Italien
CGIL
SBB
SEV Schweiz

Gütertransport
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SEV-Delegation trifft italienische Transportgewerkschaften in Rom. Gewerkschaften vernetzen sich. Der europäischen Bahnreform mit ihrer Trennung von Verkehr und Infrastruktur (EU-Richtlinie 91/440) und dem liberalisierten Schienenzugang begegnen die Gewerkschaften mit einer engeren internationalen Zusammenarbeit. Nach einigen Treffen, die die Schweizer angeregt hatten, traf sich jetzt Mitte Juli eine SEV-Delegation mit den italienischen Transportgewerkschaften Federazione Italiana Trasporti - CISL, UILTRASPORTI - UIL und Federazione Italiana Lavoratori Trasporti - CGIL in Rom. Vorab die Absicht der SBB und der italienischen Staatsbahnen (FS), den Güterverkehr zu fusionieren, bedingt vertiefte und ständige Kontakte der Gewerkschaften im öffentlichen Verkehr dieser beiden Länder untereinander. Nur so sind die jeweiligen Haltungen auszumachen und gemeinsame Strategien festzulegen. Über kurz oder lang sind zudem die Probleme im Hinblick auf den liberalisierten Schienenzugang und dessen Auswirkungen auf das Personal zu thematisieren (Einsatz im Fernverkehr, grenzüberschreitender Verkehr, Einsatz von Mehrstrom-Loks und so weiter). Am Informationsaustausch in Rom nahmen seitens des SEV Michel Beguelin, François Gatabin, Gabriele Chiesi und Pietro Gianolli sowie Carlo Naef vom LPV und Josef Meyer vom ZPV teil. Aus sozio-kulturellen, aber auch aus sprachlichen Gründen übernimmt das (…).
Gabriele Chiesi (übersetzt von cora).
Arbeit&Verkehr, 4.8.1998.
SEV > CISL. Warentransport. SEV, 1998-08-04.
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