Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Faschismus
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 301

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
29.06.2020 Brasilien
Kuba
Faschismus
Granma

Faschismus
Präsident
Volltext
Mobilisierung „Stop Bolsonaro“ in über 20 Ländern. Mehr als 60 Städte in 23 Ländern der Welt hatten erklärt, am gestrigen Sonntag am sogenannten „Stop Bolsonaro"-Welttag teilzunehmen, einer Bewegung gegen den rechtsextremen brasilianischen Präsidenten, wegen seiner Maßnahmen gegen das neue Coronavirus, seiner faschistischen Drohungen und wegen des Mangels an Demokratie. Diese Bewegung, die von in anderen Ländern lebenden Brasilianern organisiert wird, brachte u.a. Demonstrationen in Städten wie München, Berlin und Frankfurt in Deutschland, Barcelona und Madrid in Spanien, Rom in Italien sowie Zürich und Genf in der Schweiz auf die Beine. Im Falle Brasiliens haben Demonstranten vor dem Kongress dieses Landes tausend Kreuze festgenagelt, um an die mehr als 57‘000 Opfer zu erinnern, die die Coronavirus-Pandemie jetzt schon in dem südamerikanischen Riesenland hinterlassen hat.
Granma, 29.6.2020.
Granma > Brasilien. Praesident. Granma 2020-06-29.
Ganzer Text
26.06.2020 Russland
Faschismus
Granma

Faschismus
Volltext
Russland feiert historische Siegesparade auf dem Roten Platz. Präsident Wladimir Putin erinnerte an die Heldentat von vor 75 Jahren, als die Rote Armee den Faschismus im Zweiten Weltkrieg besiegte
Am vergangenen Mittwoch veranstaltete Russland die Siegesparade, um an die Errungenschaften der Roten Armee im Kampf gegen den Faschismus zu erinnern, informierte Telesur. In seiner Rede zu Beginn der Parade erinnerte der russische Präsident Wladimir Putin an die Heldentat: „Das sowjetische Volk hat den Nationalsozialismus besiegt, es war unser Volk, unser Volk hat sein Opfer bis zum Ende getragen. Dies ist die Wahrheit, die wir behalten müssen." Es sei „unmöglich sich vorzustellen", wie sich die Zukunft der Welt entwickelt hätte, „wenn die Rote Armee nicht zu ihrer Verteidigung gekommen wäre", fügte der Präsident hinzu.Man geht davon aus, dass 63‘000 Soldaten und über 2.400 Einheiten Kriegsausrüstung, einschliesslich Panzer, Fluggeräte und Wasserfahrzeuge an dem Event teilnahmen. Das Ereignis, das normalerweise am 9. Mai abgehalten wird, war 2020 infolge der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. In diesem Zusammenhang versicherte der russische Präsidentschaftssprecher Dmitri Peskov, dass das Verteidigungsministerium „alle notwendigen epidemiologischen Sicherheitsmassnahmen während der Organisation, der Vorbereitung und der Durchführung der Parade“ habe walten lassen. (…).

Granma, 26.6.2020.
Granma > Russland. Faschismus. Granma, 2020-06-26.
Ganzer Text
15.06.2020 Kuba
Faschismus
Granma

Faschismus
Rassismus
Volltext
Ich bekomme keine Luft. Ich muss atmen! Man darf nicht zulassen, dass die Zivilgesellschaft, die Kommunikationsmedien, die Meinungsfreiheit, die Kunst, die Bürgerrechte erstickt werden, dass die Zukunft der Generation dazu verurteilt ist in dieser verhängnisvollen Gegenwart zu leben. Die letzten Worte von George Floyd waren: „Ich kann nicht atmen“. Ich auch nicht. Ich kann auch in diesem Brasilien nicht atmen, das von Militärs (miss)regiert wird, die die demokratischen Institutionen bedrohen und den Staatsstreich verherrlichen, der 1964 zu 21 Jahren Militärdiktatur führte. Sie finden anerkennende Worte für Folterer und Todesschwadrone, etablieren ein System des Gebens und Nehmens mit den berüchtigten Korrupten des nur auf Privilegien ausgerichteten Parteienverbundes, des sogenannten Centrão, sie ahmen ganz offensichtlich die Nazis nach, manipulieren jüdische Symbolen, planen in Ministertreffen, wie man außerhalb der Gesetze agieren kann, bei offiziellen Treffen benutzen sie Kraftausdrücke, als ob sie sich in einer Verbrecherhöhle befänden, sie machen sich über jene lustig, die sich an die Protokolle zur Vorbeugung der Pandemie halten und in völliger Gleichgültigkeit ob der 30‘000 Toten und deren Familien gehen sie auf die Strassen, als ob es so viel Tod zu feiern gelte. (…).

Granma, 15.6.2020.
Granma > Faschismus. Granma. Granma, 2020-06-15.
Ganzer Text
05.06.2020 Italien
Faschismus
Work

Antifaschismus
Volltext
Sieg und mässige Veränderungen. Redaktion. Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur In Italien und dem KriegseintrItt an der Seite Nazideutschlands kämpften von 1943 bis 45 viele Frauen* und Männer* als Partlsanlnnen gegen die Besatzungstruppen und Italienische FaschistIrinnen. Es ist ein aufopferungsvoller und verlustreicher Kampf mit der Hoffnung auf eine grundlegend veränderte Gesellschaft. Vor 75 Jahren, im Frühjahr 1945, geht der Kampf in seine letzte und entscheidende. Phase. Nach der Winterkrise nimmt die bewaffnete Resistenza den Kampf wieder auf. Dabei kann sie sich auf massive Hilfe verlassen: In nur drei· Monaten liefern alliierte Fallschirmabwürfe mehr leichte Waffen, Sprengstoff, Militärkleidung und Geld als in den gesamten 15 Monaten davor. Das Guerillahandwerk erlernt man nicht in wenigen Wochen, aber tagtäglich wachsen Ausstattungsgrad, Mitgliederzahl und Erfahrung der Einheiten. Bis April erlangen die Formationen die Stärke vom vorherigen Sommer zurück, sind aber viel besser gerüstet. Das seit jeher erstrebte Ziel ist ein allgemeiner Aufstand, zu oft schon für greifbar gehalten und dann doch wieder in die Ferne gerückt. Nun steht er endlich vor der Tür, der Krieg neigt sich wirklich dem Ende zu. Die Deutschen wissen das. Heimlich führen sie Kapitulationsverhandlungen, ohne ihre faschistischen Komplizen einzubeziehen. Die zusammengewürfelten, durch opportunistische Desertionen dezimierten Truppen der RSI CRepubblica Sociale Italiana, oft auch Republik von Salo genannt) wissen ebenfalls, dass die (…).

Vorwärts, 5.6.2020.
Vorwärts > Italien. Antifaschismus. Vorwaerts, 2020-06-05.
Ganzer Text
15.05.2020 Kuba
Faschismus
Granma

Faschismus
Volltext
Ist eine schlechtere Welt möglich? Ramonet erinnert uns in seinem Aufsatz Die Pandemie und das Weltsystem daran, dass der Faschismus genau infolge einer sehr ernsten Krise entstanden ist und verzweifelte Massen mit seiner Demagogie angezogen hat. Wird sich die Geschichte wiederholen?, fragt er sich. Das heisst: Eine andere, schlimmere Welt ist möglich. Die kanadische Journalistin und Forscherin Naomi Klein hat sich eingehend damit befasst, wie die Unternehmen und die Politiker zu ihren Diensten die Krisen ausgenutzt haben, um das neoliberale Modell in seiner ganzen Härte umzusetzen.
In ihrem Buch „Die Schock-Doktrin. Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus“ (2009 in Kuba veröffentlicht) enthüllt die Autorin einen wichtigen Vorläufer dieser Art von Operation: das makabere Mkultra-Projekt.
Die CIA beauftragte den Psychiater Ewen Cameron zwischen 1957 und 1964 mit Experimenten zur Gedankenkontrolle. Cameron wollte die Überzeugungen und Werte eines Individuums „neu konfigurieren“, seine Erinnerungen und Identität löschen, seine intellektuellen Fähigkeiten zerstören. Seine Labormäuse waren Patienten, die nur minimale psychologische Hilfe benötigten, und sie gaben nie ihre Erlaubnis, sich den Qualen zu unterwerfen, denen sie ausgesetzt waren: „Er beraubte sie des Schlafes, isolierte sie wochenlang und verabreichte dann hohe Dosen Elektroschocks und Drogencocktails. Es versetzte sie in präverbale und kindliche Zustände“ (Die Schock-Doktrin …). (…).
Granma, 15.5.2020.
Granma > Faschismus. Coronavirus. Granma, 2020-05-15
Ganzer Text
07.05.2020 Brasilien
Faschismus
Granma

Coronavirus
Faschismus
Volltext
Brasilien … wie leid es mir tut! Bolsonaro hat im Stil seines bewunderten Donald Trump mehrere seiner Kabinettsmitglieder ersetzt, darunter den Gesundheitsministers Luiz Henrique Mandetta, dies inmitten der aktuellen COVID-19-Pandemie, die in Brasilien bereits 78‘000 Menschen erfasst und infolge der 5‘466 Brasilianer gestorben sind. Eine Bevölkerung mit einer sehr vielfältigen Kultur. Ein Land voller geografischer Reize. Der Amazonas - ein wichtiger Bestandteil des Klimagleichgewichts -, der in diesen Zeiten so notwendig ist, derzeit jedoch aufgrund seiner unkontrollierten Ausbeutung einer ungewissen Zukunft entgegensieht. So ist Brasilien, ein Heute, dessen Morgen unvorhersehbar ist, angeführt von der neoliberalen Regierung von Jair Bolsonaro, die es auf einem gefährlichen Weg in den Abgrund führt. Ein Freund, der die Internationale Organisation der Journalisten (OIP) leitete, in der ich vor dem Zusammenbruch des europäischen Sozialismus arbeitete, versicherte mir mehr als einmal, dass Brasilien und insbesondere Rio de Janeiro die schönste Kulisse darstellten, die er jemals gekannt hatte. Ich stimmte mit diesem Journalisten überein, und bei vielen Gelegenheiten haben andere Freunde wie Frei Betto mir diese Wertschätzung bestätigt, und sie haben mich auch über Brasilien informiert, das mir in diesen Jahren des reinen Neoliberalismus und der Machtausübung Bolsonaros leid tut. (…).
Granma, 7.5.2020.
Granma > Brasilien. Coronavirus. Granma, 2020-05-07.
Ganzer Text
24.04.2020 Kuba
USA
Faschismus
Granma

Coronavirus
Faschismus
Volltext
„Opfert die Schwachen!“. Trump, sein Team, seine Getreuen genauso wie Bolsonaro und seine Anhänger repräsentieren die faschistische Kultur, die vor allem anderen das Geld, den Ruhm, die arrogante, idiotisierte, narzisstische Macht lieb, die die authentische Kunst, die Intelligenz, die humanistische Tradition hasst und bereits ist, die „Schwachen“ zu opfern, um die „Auserwählten“ zu retten. In einigen Ländern wächst die Zahl derer, die wieder eine Öffnung der Wirtschaft und eine mehr oder weniger allmähliche Flexibilisierung der mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen befürworten. Aber gleichzeitig häufen sich die Stimmen in der WHO und von angesehenen Wissenschaftlern, die vor den schweren Folgen einer nachlassenden Wachsamkeit warnen, wenn vorzeitig der Sieg über einen schrecklichen Feind verkündet wird, der jeden Tag seine Kraft und seine Aggressivität zeigt. Trump möchte nichts von besonderen Warnungen wissen und noch weniger von dem Schrecken, der aus den Statistiken hervorgeht. Er ist zum Anführer jener geworden, die unverantwortliche Position nach grösserer Öffnung vertreten. Er hat betont, wenn man ein Land einschliesst, man es „zerstören“ kann und dass die USA „nicht geschaffen worden sind, um eingeschlossen zu werden“. Ausserdem hat er eine optimistische, wenn auch irrationale Sicht verlauten lassen, was die Ergebnisse der Massnahmen der sozialen Isolierung angeht:“Die Lage an kritischen Punkten - ist dabei sich zu stabilisieren“. Gleichzeitig sind viele seiner fanatischen Anhänger (einige darunter stellen ihre Waffen zur Schau) auf die Strasse gegangen, um die staatlichen Behörden unter Druck zu setzen und den Prozess der Öffnung zu beschleunigen. (…). Granma, 24.4.2020.
Granma > Coronavirus. Faschismus. Granma, 2020-04-24.
Ganzer Text
30.08.2019 Schweiz
Faschismus
Personen
SVP
Work
Hans-Ulrich Jost
Faschismus
SVP
Volltext
Historiker Hans Ulrich Jost über das SVP-Wurmplakat: Nazibilder gehören zur DNA der SVP. Vor einigen Jahren hatte sich die SVP noch mit Schafen zufriedengegeben. Herhalten musste ein schwarzes, ein „fremdes“ Schaf, das aus der Herde hinausgestossen wird. Im Vergleich zum aktuellen Würmer-Plakat war das mit den Schafen geradezu idyllisch. Das neue Wahlplakat erniedrigt und verunglimpft politische Gegnerinnen und Gegner als Ungeziefer. Die SVP-Parole lautet: Mit Würmern (und Maden) führt man keinen politischen Kampf. Man zertritt und zerquetscht sie. Es ist kein Zufall, dass das Bild von Würmern im Apfel schon im Arsenal der Nationalsozialisten und Faschisten zu finden war. So etwa im „Stürmer“. dem Hetzblatt der Nazis. Mit den Maden, die es zu zertreten gelte, meinten die Nazis damals die Juden. Wohin dies führte, ist bekannt: Millionen von Menschen wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Von solchen historischen Zusammenhängen wollen die SVP-Führer nichts wissen. Dabei würden sie sogar in ihrer eigenen Geschichte fündig. Judenhetze. 1942, an einer Landsgemeinde in Muri AG, sprach der Hauptredner von „politischen Gewandläusen“, die von den Flüchtlingen mitgebracht würden. Das war zu einer Zeit, als die Vernichtung der Juden durch die Nazis dem Höhepunkt zusteuerte und die Schweiz die Grenzen dichtmachte. Insbesondere für Jüdinnen und Juden. Der Redner in Muri hiess Eugen Bircher, Chefarzt im Kantonsspital Aarau, Divisionskommandant der Schweizer Armee, Gründer des rechtsextremen Vaterländischen Verbandes und Nationalrat der Bauern-, Gewerbe- und  (…). Hans Ulrich Jost.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Jost Hans Ulrich. SVP. Faschismus. Work online, 2019-08-30.
Ganzer Text
31.05.2019 Frankreich
Italien
Österreich
Schweiz
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Nationalismus
Volltext
Europas Rechtsnationale haben eine dicke Kriminalakte. Testosteron und Lug und Trug. Korruptheit ist ihr Markenzeichen. Betrug ihr Alltag. Dennoch werden die Ultrarechten immer wieder gewählt. Beinahe hätte der österreichische Rechtsradikale die Falle gewittert. Heinz-Christian Strache fielen die schmutzigen Fussnägel der angeblichen russischen Oligarchen-Nichte auf. Sie behauptete, eine Viertelmilliarde Euro Schwarzgeld in Österreich investieren zu wollen. Doch man lümmelte sich auf dem Sofa einer Luxusfinca auf Ibiza, und Testosteron vernebelte den Blick. Die Gockelei vor der langmähnigen Blonden übernahm wieder das Kommando. Sechs Stunden lang redete sich der Führer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) in eine strahlende Zukunft. Wenn die Russin den Rechtsextremen zum Wahlsieg verhelfe, werde er ihr enorme Staatsaufträge, Casino-Lizenzen und Firmen zuhalten, versprach Strache. Auf Kosten österreichischer Unternehmen. Legal, illegal, scheissegal. Vorbild SVP. Unbemerkt solle die reiche Russin die grosse österreichische „Kronen-Zeitung“ kaufen, um ihn zu ¬„pushen“, schlug Strache vor. Und weil es so schön war, lästerten Strache und sein Begleiter noch eine Weile über die Sexaffären der politischen Gegner. Pech, dass dies irgendjemand mitschnitt. Das ¬Video zeigt die Ultrarechten in ihrer ganzen Pracht: prahlerisch, grossmannssüchtig und von brutalem Gemüt. Nur wenige Monate nach diesem Geheimtreffen stieg Strache in Wien zum stellvertretenden Regierungschef auf. Die Koalition von Volkspartei (ÖVP) und FPÖ ging sogleich daran, die 60-Stunden-Arbeitswoche einzuführen. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Europa. Faschismus. Work online, 2019-05-31.
Ganzer Text
01.02.2019 Brasilien
Faschismus
Personen
Work
Patricia D Incau
Volltext
Brasiliens neuer Präsident auf Schweiz-Visite. Roter Teppich für den braunen Bolsonaro. In Brasilien verbreitet der Ultrarechte Jair Bolsonaro Angst. Am WEF warb er um reiche Investoren. Und bekam drei ergebene Bundesräte. Gleich drei Bundesräte tanzen in Davos an, um Brasiliens neuem Präsidenten den Hof zu machen. Jair Bolsonaro – ultrarechts, ultrareligiös und ein Fan der Militärdiktatur – hatte am WEF seinen ersten Auslandstermin. Und wo er war, waren sie nicht weit: Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP), Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) und Bundespräsident Ueli Maurer (SVP). Ungeniert scharwenzelten die drei um den Rechtsextremen herum. Ihr Ziel: Geschäfte machen. Brasilien ist Mitglied von Mercosur, einem Wirtschaftsbündnis südamerikanischer Länder. Seit Jahren schon versuchen die EU und die Schweiz, diesen 2,5 Billionen Franken schweren Markt zu kapern. Am WEF sollten die Freihandelsgespräche wieder Schwung bekommen. Hurtig versuchte Ueli Maurer deshalb noch, den braunen Bolsonaro reinzuwaschen. Zu „20 Minuten“ sagte er: Man dürfe ihn nicht „zum Bösewicht“ machen. Offen faschistisch. Millionen von Brasilianerinnen und Brasilianern sehen das anders. Seit Bolsonaro Anfang Jahr vereidigt wurde, leben sie in Angst. Vor allem Frauen, Schwarze, Homosexuelle und Linke hat der Ex-Militär im Visier. Sein Motto: „Gott über alles“. Seine Ansichten: rassistisch, sexistisch – und offen faschistisch. Bolsonaro sagt Sätze wie: „Hitler war ein grosser Stratege“ und „Ja, ich bin für die Diktatur“. Gerne garniert mit seinem liebsten Handzeichen: die Daumen und Zeigefinger zur (…). Patricia D'Incau.
Work online, 1.2.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Brasilien. Faschismus. Work online, 2019-02-01.
Ganzer Text
01.02.2019 Frankreich
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Gilets jaunes
Volltext
Sind die Gelbwesten rot oder braun? Frankreich streitet: Sind die Gilets jaunes eine Bewegung für mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie oder doch nur ein Haufen wütender Kleinbürger mit rechtsextremer Schlagseite? Es ist die falsche Frage. Eine kleine Gruppe von Neofaschisten und Ultrakatholiken, mit gelben Westen behängt, sang am vergangenen 22. Dezember vor der Sacré-Cœur in Paris ein antisemitisches Lied. Samt Faschistengruss. Das freute Innenminister Christophe Castaner, denn seit die Revolte begann, versucht er, die Gilets jaunes in die ultrarechte Ecke zu stellen. Es ist das Kalkül seines Präsidenten Emmanuel Macron, die politische Auseinandersetzung in Frankreich auf die Frage zu reduzieren: ich oder der Faschismus? So hat er die Wahlen 2017 gewonnen, so hofft er die Europawahl im Mai und die nächste Präsidentenwahl 2022 für sich zu entscheiden. Gemessen an seiner antisozialen Politik, hat er eigentlich keine Chance, seine Umfragewerte sind im Loch. Darum hat der „Präsident der Superreichen“ alles Interesse, den Konflikt mit den Gelbwesten zu befeuern. Das ¬erklärt auch seine ständigen sadistischen Ausfälle. Wie, als er vor wenigen Tagen sagte, viele Arbeitslose würden nur Mist bauen, und sie hätten verlernt, sich anzustrengen. Solche Aussagen gefallen Frankreichs Eliten. Sie verachten und fürchten die unteren Schichten. Links, rechts und grün. Am Wochenende des 26. Januar stellten in Marseille die Gewerkschaften CGT und Solidaires zusammen mit der linken Bewegung „France insoumise“ von Jean-Luc Mélenchon den Hauptharst an der Demo der Gelbwesten. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Gilets jaunes. Work online, 2019-02-01.1.
Ganzer Text
01.02.2019 Frankreich
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Gilets jaunes
Sozialpolitik
Volltext
Macron untergräbt Frankreichs Sozialsystem. „Irrer Stutz für Leute ohne Bedeutung“. Die Gewalt der Gilets jaunes ist ein Echo auf die Gewalt, die von Präsident Macrons Zerstörung der französischen Gesellschaft ausgeht. Am 5. Oktober sprang ein 51jähriger Angestellter aus der 6. Etage eines Büroturms der französischen Bahnen SNCF in Lyon. Wenige Tage später tat es ihm eine Eisenbahnerin in Nîmes gleich. Am 16. Oktober warf sich ein 35jähriger SNCF-Arbeiter frühmorgens vor den ersten TGV Marseille-Paris. Wenige Wochen später stellte sich ein Zugführer in Charleville-Mézières vor einen ausfahrenden Zug. Seit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Eisenbahnreform durchgezogen hat, gegen den Protest von Hunderttausenden, erschüttert eine Selbstmordwelle die SNCF. Das Management versucht, das Ausmass zu kaschieren, und verweigert auch den Gewerkschaften genauere Informationen. 2018 sollen sich mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen während des Dienstes umgebracht haben, schätzt ein Arbeitsmediziner der Gewerkschaft Sud-Rail. Suizide sind ein heikles Thema. Aber wenn Zugführer, die in vielen Fällen selbst schockierende Erlebnisse mit Lebensmüden vor ihren Loks hatten, sich unter die eigenen Maschinen werfen, dann sind das mehr als Einzelschicksale. Es ist ein Zeichen für das Mass der Gewalt, das diesen Berufsleuten von der Politik durch die Demontage der sozialen Sicherheit angetan wird. Sehr konkrete Gewalt in Form unmenschlichen Stresses und zerstörter Berufsperspektiven. (…).
Oliver Fahrni.
Work online, 1.2.2.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Gilets jaunes. Work online, 2019-02-01.2.
Ganzer Text
10.11.2017 Deutschland
DGB
Faschismus

Ausstellung
Faschismus
Volltext
Holocaustgedenken. Hoffmann: Erinnerung lebendig halten. Ausstellung „Gegen das Vergessen“ in Berlin eröffnet. Die eindrücklichen grossformatigen Porträts von Holocaust-Überlebenden des Fotografen Luigi Toscano sind nun auch in Berlin zu sehen. Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Gegen das Vergessen“: „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten und uns gegen das Vergessen zu engagieren. ‚Gegen das Vergessen' gibt der Geschichte des Holocaust ein Gesicht. Statt abstrakter Zahlen und Fakten werden die Opfer des Nationalsozialismus in den Vordergrund gerückt. Sie ist persönlich (…) Erinnerung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit. Erinnerung richtet unseren Blick auch auf das Hier und Jetzt. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November auf dem Gelände der Sophienkirche, Grosse Hamburger Strasse 29-30 in Berlin-Mitte, zu sehen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften GEW, ver.di, IG Metall und IG BCE unterstützen die Ausstellung in Berlin. Gegen das Vergessen – über die Ausstellung. „Gegen das Vergessen“ ist ein Projekt des Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Ein Jahr lang traf Toscano dafür Verfolgte des Nationalsozialismus, die heute in Deutschland, den USA, der Ukraine, Israel und Russland leben. (…).
DGB, 10.11.2017.
DGB > Faschismus. Ausstellung. DGB, 2017-11-10.
Ganzer Text
10.11.2017 Deutschland
DGB
Faschismus

Ausstellung
Faschismus
Volltext
Holocaustgedenken. Hoffmann: Erinnerung lebendig halten. Ausstellung „Gegen das Vergessen“ in Berlin eröffnet. Die eindrücklichen grossformatigen Porträts von Holocaust-Überlebenden des Fotografen Luigi Toscano sind nun auch in Berlin zu sehen. Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Gegen das Vergessen“: „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten und uns gegen das Vergessen zu engagieren. ‚Gegen das Vergessen' gibt der Geschichte des Holocaust ein Gesicht. Statt abstrakter Zahlen und Fakten werden die Opfer des Nationalsozialismus in den Vordergrund gerückt. Sie ist persönlich (…) Erinnerung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit. Erinnerung richtet unseren Blick auch auf das Hier und Jetzt. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November auf dem Gelände der Sophienkirche, Grosse Hamburger Strasse 29-30 in Berlin-Mitte, zu sehen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften GEW, ver.di, IG Metall und IG BCE unterstützen die Ausstellung in Berlin. Gegen das Vergessen – über die Ausstellung. „Gegen das Vergessen“ ist ein Projekt des Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Ein Jahr lang traf Toscano dafür Verfolgte des Nationalsozialismus, die heute in Deutschland, den USA, der Ukraine, Israel und Russland leben. (…).
DGB, 10.11.2017.
DGB > Faschismus. Ausstellung. DGB, 2017-11-10.
Ganzer Text
18.04.2017 Türkei
Faschismus
Junge Welt

Staatsstreich
Volltext
Staatsstreich vollendet. Nach dem Referendum: Die Türkei wird nun auch offiziell Präsidialdiktatur mit Erdogan an der Spitze. Der autoritär regierende türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kann aufatmen: Das lange erwartete Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems endete am Sonntag mit einem knappen Sieg des Ja-Lagers. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen verkündete die Oberste Wahlbehörde YSK am Sonntagabend das vorläufige Ergebnis. Demnach haben bei einer Wahlbeteiligung von über 80 Prozent 51,3 Prozent für die Verfassungsänderung gestimmt. Die Abstimmung galt im Land wie international als ein Votum über die Diktaturambitionen Erdogans. Dieser hatte bereits im August 2015 vor Anhängern in der Schwarzmeerstadt Rize geäussert: „Es gibt einen Präsidenten, der de facto die Macht in diesem Land hat, nicht einen symbolischen Präsidenten. Ob man es akzeptiert oder nicht, das administrative System der Türkei hat sich verändert. Nun sollten wir die Verfassung dieser De-Facto-Situation anpassen.“ Die „Anpassung“ vollzog die Regierungspartei AKP im Bündnis mit Teilen der faschistischen MHP. Sie schloss die Abschaffung der Pressefreiheit, die Entmachtung sowohl des Parlaments wie Stadt- und Bezirksverwaltungen, die Inhaftierung Zehntausender politischer Gegner sowie Morde an linken Aktivisten ein. Gegen die widerspenstige kurdische Befreiungsbewegung im Südosten der Türkei führte Ankara einen offenen Krieg, in dessen Verlauf Städte von Armee und Polizeikräften belagert, mit (…). Peter Schaber.
Junge Welt, 18.4.2017.
Junge Welt > Türkei. Staatsstreich. Junge Welt, 2017-04-18.
Ganzer Text
21.03.2017 Türkei
Faschismus
Lehrkräfte
VPOD Schweiz

Faschismus
Lehrkräfte
Volltext
Schluss mit der Verfolgung von Lehrpersonen in der Türkei! Seit der Einführung des Ausnahmezustandes im vergangenen Sommer wurden in der Türkei mehr als 33'000 Lehrpersonen entlassen oder suspendiert. Zahlreiche Personen wurden inhaftiert. Der VPOD verfolgt die zunehmende Represssion in tiefer Besorgnis und fordert, dass die Rechte der Bevölkerung auf freie Meinungsäusserung respektiert werden. Unter anderem wurden über 1’400 Mitglieder der Gewerkschaft der Lehrpersonen Egitim Sen entlassen und über 11’700 Mitglieder dieser Gewerkschaft suspendiert sowie 3000 Mitglieder der KESK (Dachverband von Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in der Türkei) entlassen. Mit Repressionen wie Streik- und Demonstrationsverboten und dem Verbot, Medienmitteilungen zu veröffentlichen, werden die Kolleginnen und Kollegen daran gehindert, auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ihre Kritik am Vorgehen der Regierung zu äussern. Auch politische Betätigung im Hinblick auf die kommende Volksabstimmung über die Einführung eines autoritären Präsidialsystems (am 16. April 2017) wird verhindert, so dass nur regierungsnahe Positionen öffentlich verbreitet werden. Die beiden Verbände werden in die Illegalität abgedrängt, es wird Druck auf ihre Mitglieder ausgeübt, und neue Lehrpersonen müssen sich in mündlichen Befragungen zum Regime bekennen, wenn sie eine Stelle wollen. Gleichzeitig wird der Ausbau von religiösen Schulen gefördert, und Unterrichtsinhalte, die religiösen Dogmen widersprechen (…).
VPOD Schweiz, 21.3.2017.
VPOD Schweiz > Türkei. Lehrkräfte. VPOD Schweiz, 2017-03-21.
Ganzer Text
17.02.2017 Frankreich
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Volltext
Wahlen
Wird die Grande Nation bald von einer Neofaschistin regiert? Marine Le Pen marschiert. Für ihre Favoritenrolle im Wahlkampf musste die Führerin des Front national nicht mal viel tun. Dafür sorgten die anderen. Im Nordosten von Paris entbrannte 2005 der grosse Aufstand der Vorstädte. Seither werden die Verhältnisse nur schlimmer. Vor zwei Jahren schloss Autobauer Citroën in Aulnay-sous-Bois seine Fabrik mit 3000 Jobs. Anfang Februar prügelten die Polizisten hier wieder einmal mit rassistischem Geschrei auf die Jugendlichen ein. Dabei vergewaltigten sie Théo (22) mit einem Schlagstock, den sie ihm tief in den Anus stiessen, und verletzten ihn dabei schwer. „Knüppel raus!“ hat die sozialdemokratische Regierung zuletzt immer wieder befohlen. Gegen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, gegen Umweltschützer, gegen Secondos in der Banlieue. Doch diesmal empörte sich die Politik, von rechts bis links. Théo ist ein guter Junge, einer, der älteren Damen die Einkäufe nach Hause trägt. Und Wahlen stehen an. Präsident François Hollande eilte, von Kameras begleitet, an Théos Spitalbett. Eine Politikerin aber warf den Prügelpolizisten Handküsse zu und versprach „prinzipielle Unterstützung“: die Neofaschistin Marine Le Pen. Sie will am 7. Mai Frankreichs Präsidentin werden. Hollands Ausnahmezustand. Das könnte sie schaffen. In den Umfragen liegt Le Pen derzeit an erster Stelle. So wollen zum Beispiel 52 Prozent der Polizisten und Militärs sie wählen. Die Grande Nation von einer Faschistin regiert? Ein Desaster. Mit rassistischem Zungenschlag plant sie „null Prozent Ausländer“ und die Todesstrafe. Unter anderem. (…). Oliver Fahrni.
Work, 17.2.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Faschismus. Work, 2017-02-17.
Ganzer Text
07.02.2017 Türkei
Faschismus
Junge Welt

Demokratie
Faschismus
Volltext
In Sachen Sultanat. Widerstand gegen Diktatur in der Türkei: Eine Podiumsdiskussion mit JW-Autor in Frankfurt am Main. „Die Türkei: Entsteht ein neues Sultanat am Bosporus – ist Demokratie noch möglich“ war der Titel der Konferenz am Samstag im Gewerkschaftshaus in Frankfurt am Main. Angesichts der verschärften Situation sei die Frage umzuformulieren, befanden dort Podiumsdiskutanten. Es gehe darum, ob Widerstand gegen die AKP-Regierung auf dem Weg in die Diktatur noch möglich sei. Der Konflikt verlagere sich in die Bundesrepublik, wo etwa 3,5 Millionen türkischstämmige Menschen leben. Das für Anfang April geplante Verfassungsreferendum, mit dem Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen bisherigen Machtmissbrauch legalisieren wolle, wirke sich hier aus. Der Historiker und Junge Welt-Autor Nick Brauns berichtete, er habe unlängst eine Veranstaltung unter Polizeischutz erleben müssen, zu der er vom AStA der Technischen Universität (TU) Berlin und dem „Verband der Studierenden aus Kurdistan“ (YXK) als Referent eingeladen worden sei. Selbst der Verfassungsschutz beobachte mittlerweile die Spionagetätigkeiten des türkischen Geheimdienstes MIT hierzulande, mit dem paradoxerweise zugleich der deutsche Auslandsgeheimdienst die Zusammenarbeit intensiviere. Der AKP-gesteuerte Moscheedachverband DITIB lehre unter Staatsvertrag an deutschen Schulen; der Boxklub „Osmanen Germania“ wandle sich zum türkisch-nationalistischen Schlägertrupp. Was also tun, um hierzulande demokratische, linke Kräfte aus der Türkei und insbesondere den kurdischen Gebieten zu schützen? (…). Gitta Düperthal.
Junge Welt, 7.2.2017.
Junge Welt > Türkei. Faschismus. Junge Welt, 2017-02-07.
Ganzer Text
03.02.2017 Türkei
Faschismus
Personen
Syndicom-Zeitung
Bettina Büsser
Meinungsfreiheit
Pressefreiheit
Volltext
Das Ende der Medienfreiheit in der Türkei. Vorwurf: „Terrorpropaganda“. Seit dem Putschversuch im Juli geht das türkische Regime massiv gegen Medien und Medienschaffe vor. Die Festnahmen reissen nicht ab, die Informationsfreiheit ist bedroht wie noch nie. „Angesichts des Umfangs und der Häufigkeit der Festnahmen wird es bald niemanden mehr geben, der der Welt erzählen kann, was in der Türkei passiert“ - mit diesen Worten kommentiert Johann Bihr, Leiter des Osteuropa- und Zentralasien-Desks von „Reporter ohne Grenzen International“ die Situation der Medienschaffenden in der Türkei. Die Türkei ist heute laut Reporter ohne Grenzen (ROG) „das Land mit den weltweit meisten professionellen Journalisten in Haft“: Weit über 100 JournalistInnen, VerlegerInnen und andere Personen, die im Medienumfeld arbeiten, sind aktuell inhaftiert, und immer wieder kommen neue dazu. Der Vorwurf lautet in den meisten Fällen „Unterstützung von Terrorismus“ oder „terroristische Propaganda“ - vorgeworfen wird den Verhafteten, die verbotene kurdische PKK oder den islamischen Prediger Fethullah Gülen unterstützt zu haben. Gülen und seine Anhänger werden von Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Putschversuch von Mitte Juli verantwortlich gemacht. Absurde Vorwürfe. In manchen Fällen wirkt der Vorwurf der Gülen-Unterstützung besonders absurd. So wurde am 28. Dezember der Journalist und Autor Ahmet Sik verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, per Twitter den türkischen Geheimdienst kritisiert und in Kolumnen die PKK, die linksradikale Partei DHKP-C und das Gülen-Netzwerk unterstützt zu haben. (…). Bettina Büsser.
Syndicom-Zeitung, 3.2.2017.
Personen > Büsser Bettina. Pressefreiheit. Türkei. Syndicom-Zeitung, 2017-02-03.
Ganzer Text
22.01.2017 USA
Faschismus
Neues Deutschland

Antifaschismus
Demonstration
Medien
Volltext
Trump attackiert auch als Präsident weiter die Medien. Sprecher Sean Spicer will Presse Berichterstattung über Amtseinführung „zur Rechenschaft“ ziehen. US-Präsident Donald Trump und sein Pressesprecher haben die Medien in einem beispiellosen Angriff für ihre Berichterstattung über die Amtseinführung kritisiert. Trump bezichtigte die Medien am Samstag der „Lüge“ angesichts der Zahl der Zuschauer bei der Amtseinführung, sein Sprecher Sean Spicer sagte, die Presse werde „zur Rechenschaft gezogen“. An Massenprotesten gegen Trump in zahlreichen US-Städten beteiligten sich den Organisatoren zufolge über zwei Millionen Menschen. Trump besuchte am Samstag den Auslandsgeheimdienst CIA, sprach den Diensten sein Vertrauen aus und ging dann zur Medienschelte über. Er habe am Freitag am Kapitol eine Rede gehalten und sich umgesehen und das habe wie „eine Million, anderthalb Millionen Menschen“ ausgesehen. Die Medien hätten aber einen Bereich gezeigt, „wo praktisch niemand stand“ und behauptet, er habe keine Menschen angezogen. In einem Pressebeitrag sei die Zahl der Anwesenden bei der Amtseinführung mit 250‘000 angegeben worden. „Das ist eine Lüge“, sagte Trump. Von den Stufen des Kapitols bis zum Washington Monument hätten Menschen gestanden. Trump sprach bei der CIA in einem andächtigen Raum vor einer Wand, an der die Namen von Geheimdienstmitarbeitern stehen, die im Einsatz ums Leben kamen. Auch Spicer sprach bei seiner ersten Presseunterrichtung im Weissen Haus von einer „absichtlich falschen Berichterstattung“ der Medien. (…). Neues Deutschland, 22.1.2017.
Neues Deutschland > USA. Faschismus. Demonstrationen. Neues Deutschland, 2017-01-22.
Ganzer Text
18.01.2017 Deutschland
Faschismus
Junge Welt
KPD
NPD

KPD
NPD
Verbot
Volltext
Alles erlaubt, ausser Kommunismus. Demokratie auf westdeutsch: Faschistische Hetze der NPD muss weiterhin ertragen werden, nur die KPD bleibt verboten. Die Bundesrepublik bleibt sich treu: Hier ist jede faschistische Hetze erlaubt, solange sie von Parteien geäussert wird, nur Kommunismus bleibt streng verboten. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstag erneut klargestellt und ein Verbot der NPD abgelehnt. Die Richter wiesen den 2013 gestellten Verbotsantrag der Länder im Bundesrat als unbegründet ab. Damit verhinderten sie in Karlsruhe auch den zweiten Anlauf zu einem Verbot der Neonazipartei, nachdem der erste Versuch 2003 „aus Verfahrensgründen“ eingestellt worden war: Es hatte sich herausgestellt, dass die Partei auf allen Ebenen mit Spitzeln des Verfassungsschutzes durchsetzt war. „Fehlende Staatsferne“, schlussfolgerte das Verfassungsgericht damals. Da es der Partei an Wirkmacht mangele, sei ein Verbot nicht nötig, so das Gericht am Dienstag. In seinem knapp 300 Seiten langen Urteil stellte der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts einstimmig fest, dass die NPD zwar wesensverwandt mit dem Nationalsozialismus sei. „Das politische Konzept ist auf die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtet“, heisst es in dem Urteil. Die Idee der „deutschen Volksgemeinschaft“, die Menschen mit ausländischen Wurzeln ausgrenze, verletze die Menschenwürde. Dies und die antisemitische Grundhaltung lasse „deutliche Parallelen zum Nationalsozialismus erkennen“. Das alles genügt den Richtern jedoch nicht: (...). Sebastian Carlens.
Junge Welt, 18.1.2017.
Junge Welt > Faschismus. Gerichtsentscheid. Junge Welt, 2017-01-18.
Ganzer Text
17.11.2016 USA
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Reaktion
Volltext
Wahlen
Trump ist überall. Der radikale Rechtsrutsch findet nicht nur in den Vereinigten Staaten statt. Trump hat die Wahl weniger gewonnen, als Clinton sie verloren hat. Weil sie sich nicht für materielle Fakten interessiere. Das kann auch den Sozialdemokraten in Europa zum Verhängnis werden. Stephen Bannon (63) ist ein Mann von brutalem Gemüt. Er propagiert die Überlegenheit der weissen Rasse. Der Kopf hinter Donald Trumps Wahlkampagne hetzt gegen Gewerkschaften, Demokraten, Migrantinnen, Muslime, gegen Juden, Wissenschafterinnen. Er verachtet alles und jeden. Sogar die Republikaner. Manche nennen den Internet- Tycoon, der sein Handwerk bei den Gaunern der Bank Goldman Sachs gelernt hat, einen Neokonservativen. Doch Bannons Plan ist die rechte Revolution. Um seinen Medienkonzern „Breitbart“ hat er ein Netzwerk versammelt, mit den Nationalisten der „Tea Party“ und Rassisten, mit Islamhassern, Verschwörungstheoretikerinnen und „libertären“ Kapitalisten. Sie nennen sich „alt-right“, die alternative Rechte. Programm: null Steuern und null Vorschriften für Reiche und Unternehmen. Bewährtes Mittel zum Zweck: die Spannungen zwischen den Arbeitenden schüren, zwischen Migranten und „Einheimischen“. Rasse statt Klasse. Nun hat Bannon für diese neue Rechte sogar einen Präsidenten gebastelt, aus dem Bau- und Casinolöwen und TV-Sternchen Donald Trump. Der kalifornische Schriftsteller Héctor Tobar notierte: „Unser erster neofaschistischer Präsident“. Ein Epochenbruch. Der Ku-Klux-Klan jubelte. Natürlich soll Bannon Trumps Chefberater werden, der Mann, der im Hintergrund alle Fäden zieht. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 17.11.2016.
Personen > Fahrni Oliver. Donald Trump. Faschismus. Work, 2016-11-17.
Ganzer Text
15.07.2016 FR Kanton
Faschismus
Vorwärts

Faschismus
Konzert
Volltext
Ungestörtes Nazitreiben in Freiburg. Anfang Juli fand im Kanton Freiburg ein Neonazikonzert statt. Organisiert wurde das rechtsextreme Schaulaufen von der Crew 38, die aus dem Umfeld der Schweizer Hammerskins (SHS) stammt. Die Hammerskins bemühen sich seit Jahren darum, sich dem Blick der Öffentlichkeit zu entziehen. Dennoch sind sie in der Schweiz nach wie vor sehr aktiv. Am Abend des 2. Juli 2016 fand im beschaulichen Dorf Villarimboud im Kanton Freiburg ein Neonazikonzert mit international bekannten Bands statt. Das Konzert wurde bereits im Frühling dieses Jahres auf einschlägigen Internetseiten angekündigt. Auf dem Flyer wurde ein Konzert mit den Rechtsrock-Bands Legittima Offesa (I), Blindfolded (NL) und Lemovice (F) in der Westschweiz beworben. Am Konzertabend wurden die Anreisenden von Joël Moret „Pouppi“ und einem weiteren langjährigen Hammerskin über einen Schleusungspunkt bei Estavayer au Lac (VD) an den eigentlichen Veranstaltungsort im Freiburger Hinterland geleitet. Alle drei Bands, die die BesucherInnen im Gemeindesaal von Villarimboud erwarteten, sind eindeutig der Neonaziszene zuzuordnen. So gibt etwa die Band Legittima Offesa ihre Lieder gerne vor einer White-Power-Fahne zum Besten und Lemovice huldigt in ihren Texten unverhohlen dem „Führer“: „Je vous inspire la terreur, je suis au service du Führer“. Crew 38 und Hammerskins. Organisiert wurde das Konzert im freiburgischen Villarimboud von der Crew 38, die zum Umfeld der verdeckt organisierten Schweizer Hammerskins zählt. Die SHS existiert seit mehr als 25 Jahren und sind Teil einer (…). Redaktion Vorwärts.
Vorwärts, 15.7.2016.
Vorwärts > Faschismus. Konzerte. Vorwärts, 2016-07-15.
Ganzer Text
25.04.2016 Schweiz
Faschismus
Vorwärts

Antifaschismus
Nationalismus
Volltext
Kuhschweiz, Köppel, Kapitalismus. Die SVP inszeniert sich gerne als Opposition und als einzig legitime Vertreterin des „Volkswillens“. Doch welche Politik betreibt die Partei tatsächlich? Und welche Mittel setzt sie für ihre Zwecke ein? Eine Analyse. Im heutigen Europa können wir zwei gegensätzliche Tendenzen erkennen. Auf der einen Seite kämpfen Menschen solidarisch für ein besseres Leben, indem sie die Grenzzäune niederreissen, für Bleiberecht kämpfen oder diese Bewegung praktisch oder politisch unterstützen. Auf der andern Seite fordern Menschen die Schliessung der Grenzen und für die Verschärfung von Asylgesetzen. Damit verleihen sie Stacheldrahtrollen an den Grenzen, NATO-Einsätzen gegen Flüchtende und Unterbringung in Lagern und Bunkern eine stabile Legitimation. Die erstgenannten Kämpfe gegen die Abschottungs- und Entrechtungspolitik zu unterstützen, muss also auch heissen gegen die Fans dieser Politik aktiv zu werden. Indem wir uns der Entsolidarisierung entgegenstellen, können wir dafür sorgen, dass Refugees in Europa wirklich willkommen sind und gemeinsam den Kampf um das gute Leben für alle führen. Das Rückgrat der rechten Bewegungen bilden in vielen Teilen Europas rechtspopulistische Parteien und Organisationen. Sie stehen für nationalistische, rassistische und antifeministische Hetze. Ihre Strategie ist dabei immer ähnlich: Charismatische Leaderfiguren mobilisieren die vermeintliche Volksgemeinschaft gegen „die Anderen“, etwa AusländerInnen, Homosexuelle oder „VolksverräterInnen“. Damit leisten sie der neoliberalen Politik des (…). Antikapitalistisches Kollektiv Zürcher Oberland.
Vorwärts online, 25.4.2016.
Vorwärts > Kapitalismus. SVP. Vorwärts online, 2016-04-25.
Ganzer Text
17.09.2015 Ungarn
Faschismus
Personen
Work
Jean Ziegler
Flüchtlinge
Nationalismus
Volltext
Der ferne Osten von Europa. Der Prager Schriftsteller Milan Kundera, inzwischen französischer Staatsbürger, nennt die neuen Nationalstaaten, die sich in den Ruinen des ehemaligen Sowjetimperiums etabliert haben, den „Fernen Osten Europas“. Kundera schreibt, die geistige Substanz dieser Staaten bestehe aus einem engstirnigen, fremdenfeindlichen, hin und wieder gewalttätigen Nationalismus. Die Herrschaften, die diese Staaten regieren, sind meist konvertierte Apparatschiks der alten Regime. Sie kennen die historischen europäischen Werte - Menschenrechte, Solidarität - nur aus den Schulbüchern. Kunderas düstere Beurteilung bewahrheitet sich in besonders deutlicher Weise heute, in der Zeit der Flüchtlingsströme gepeinigter Menschen, die im demokratischen Europa Schutz und Hilfe suchen. Die Slowakei hat 5,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das Land hat knapp 200 Flüchtlinge aufgenommen. Denn die Regierung in Bratislava stellt eine Bedingung: Nur wer christlichen Glaubens ist, darf überhaupt ein Asylgesuch stellen. Viktor Orbán, protofaschistischer Regierungschef Ungarns, „schützt“ sein Land mit einem 176 Kilometer langen Nato-Stacheldrahtzaun an der Grenze zu Serbien. Ich kenne diesen Stacheldraht aus dem besetzten Palästina. Die israelischen Landräuber umgeben damit ihre illegalen Kolonien. Der Draht ist bespickt mit rasierklingenscharfen Metallstücken. Sie verursachen bei denjenigen, die den Zaun zu überwinden versuchen, oft fürchterliche Schnittwunden. (…). Jean Ziegler.
Work online, 17.9.2015.
Personen > Ziegler Jean. Ungarn. Subventionen. Work online, 17.9.2015.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13


    
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch     anmelden