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Anzahl gefundene Artikel: 33

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13.08.2020 Brasilien
Granma

Volltext
Wahlen
Beichte von Jair Bolsonaro
Er war es, der die Krankheit, die inzwischen fast 20 Millionen Infektionen und mehr als 732‘000 Todesfällen weltweit verursacht hat, als „kleine Grippe“ bezeichnet hatte
Für die Ausarbeitung dieses Kommentars gehe ich von dem religiösen Konzept aus, dass „Beichte“ das Erkennen der eigenen Sünden (Sündhaftigkeit) oder Übel ist. Obwohl ich nicht sicher bin, ob die betroffene Person in diesem Fall zum „Beichtstuhl“ gegangen ist, um ihre Fehler vor dem Vertreter Gottes zu gestehen.
Zu viele Fehler in einem Jahr und sieben Monaten an der Spitze Brasiliens. Viele Entscheidungen gegen die Vernunft beim Lenken des Schicksals eines vielschichtigen grossen Landes, das nicht nur von COVID-19 geplagt wird, sondern vor allem unter einem Jair Bolonaro leidet, der sich mehr der Nachahmung seines Amtskollegen in den Vereinigten Staaten, Donald Trump, widmet, als dass er nach Lösungen für die schreckliche Situation seiner Landsleute suchen würde.
Granma, 13.8.2020.
Granma > Brasilien-Coronavirus-Granma-2020-08-13
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29.06.2020 Brasilien
Kuba
Faschismus
Granma

Faschismus
Präsident
Volltext
Mobilisierung „Stop Bolsonaro“ in über 20 Ländern. Mehr als 60 Städte in 23 Ländern der Welt hatten erklärt, am gestrigen Sonntag am sogenannten „Stop Bolsonaro"-Welttag teilzunehmen, einer Bewegung gegen den rechtsextremen brasilianischen Präsidenten, wegen seiner Maßnahmen gegen das neue Coronavirus, seiner faschistischen Drohungen und wegen des Mangels an Demokratie. Diese Bewegung, die von in anderen Ländern lebenden Brasilianern organisiert wird, brachte u.a. Demonstrationen in Städten wie München, Berlin und Frankfurt in Deutschland, Barcelona und Madrid in Spanien, Rom in Italien sowie Zürich und Genf in der Schweiz auf die Beine. Im Falle Brasiliens haben Demonstranten vor dem Kongress dieses Landes tausend Kreuze festgenagelt, um an die mehr als 57‘000 Opfer zu erinnern, die die Coronavirus-Pandemie jetzt schon in dem südamerikanischen Riesenland hinterlassen hat.
Granma, 29.6.2020.
Granma > Brasilien. Praesident. Granma 2020-06-29.
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12.06.2020 Brasilien
Granma

Gewalt
Rassismus
Volltext
Brasilien und die Gefahr, schwarz zu sein. In Brasilien sind laut einer Analyse des Brasilianischen Forums für Öffentliche Sicherheit fast acht von zehn Todesopfern der Polizei Afro-Nachkommen. Der Mord an George Floyd in den Vereinigten Staaten hat weltweit eine Welle von Protesten ausgelöst und das Thema Rassismus erneut zur Sprache gebracht. Rassentrennung manifestiert sich heute in allen Aspekten des Alltags. In Brasilien sind laut einer Analyse des Brasilianischen Forums für Öffentliche Sicherheit fast acht von zehn Todesopfern der Polizei Afro-Nachkommen. In Rio de Janeiro ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein junger Schwarzer getötet wird, um 147% höher als beim Rest der Landsleute derselben Generation.
Die neuesten Statistiken der Vereinten Nationen zeigen, dass jedes Jahr fast 23‘000 dunkelhäutige Jugendliche im Land gewaltsam sterben, was einem alle 23 Minuten entspricht. Dies sind Zahlen, die laut der UNO das Gewicht des Rassismus im Gewaltszenario des Landes aufzeigen. Eine Situation, die sich unter der Regierung von Jair Bolsonaro verschlimmert hat. Eine seiner Wahllosungen war bekanntlich, dass die Polizei töten müsse. (…).

Granma, 12.6.2020.
Granma > Brasilien. Rassismus. Granma, 2020-06-12.
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08.06.2020 Brasilien
Gesundheitswesen
Granma

Ärzte
Coronavirus
Volltext
Bolsonaro hat nie die Wahrheit gesagt. „Wir sind keine Götter, aber wir sind revolutionäre Ärzte ... Heute frage ich mich, was aus diesen Patienten werden wird“, hatte einer der Ärzte, der in Brasilien Dientste geleistet hatte und jetzt in Kuba oder in einer anderen „dunklen Ecke“ der Welt Gesundheit verbreitet und Leben rettet, auf der Website Infomed angemerkt. Carlos Varela singt über die Wahrheit, während es in einem immer unruhigen Havanna stark regnet. Vom Fenster aus sehe ich Leute vorbeigehen, die zum Markt an der Ecke gehen, und mein Nachbar dreht die Lautstärke seines Musiksystems auf.
Ich habe auf der Website Sputnik über die Situation kubanischer Ärzte gelesen, die beschlossen hatten, in Brasilien zu bleiben, als der Präsident jenes Landes, Jair Bolsonaro, im November 2018 beschloss, das Programm Mais Medicos zu beenden. „Sie fühlen Hilflosigkeit, in einem kritischen Moment nicht helfen zu können, und Verzweiflung, nicht arbeiten zu können, wenn sie mehr denn je gebraucht werden“, sagt Sputnik. Als die Pandemie aufflammte, baten viele dieser Ärzte um Arbeit, um bei der Bekämpfung zu helfen, aber die Regierung akzeptierte dies nicht. Die brasilianische Exekutive rief sogar Tierärzte an, um angesichts der Pandemie zu arbeiten, berichtet die russische Behörde, ignorierte jedoch die Anträge jener Spezialisten, denen Bolsonaro eines Tages „Villen und Burgen“ versprochen hatte und die ihren Beruf nicht ausüben können, für den sie hochqualifiziert sind. (…). 
Granma, 8.6.2020.
Granma > Brasilien. Gesundheitswesen. Granma, 2020-06-08.
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29.05.2020 Brasilien
Work

Coronavirus
Volltext
Brasilien hat hinter den USA am zweitmeisten Covid-Kranke. „Viele Menschen haben noch nicht mal Seife“
Der Corona-Virus breitet sich in Brasilien rasant aus. Doch für Präsident Jair Bolsonaro ist es noch immer eine „kleine Grippe“. Deshalb helfen sich die Leute in den Armenvierteln von São Paulo jetzt selbst.
Auch eine Tafel Schokolade sei eingepackt, sagt Andreia Barbosa und lacht. „Um das Leben in dieser schweren Zeit ein bisschen zu versüssen.“ Barbosa (36) glattgeföhnte Haare, zupackende Art, steht in einem Raum voller Kisten, irgendwo am Stadtrand von São Paulo, Brasilien. Und sagt: „Die Auswirkungen des Coronavirus sind in den Randgebieten dramatisch. Deshalb helfen wir.“ Barbosa ist Koordinatorin der Wohnungslosenbewegung MTST. Eigentlich kämpft die Bewegung mit Besetzungen gegen die massive Wohnungsnot in der Megametropole, in der 20 Millionen Menschen leben. Doch in der Corona-Krise hilft sie den Armen mit Essensspenden. „Komm, jetzt fahren wir los“, sagt Barbosa, schnappt sich eine Kiste und schleppt sie zu einem Auto. „Was wir machen, ist eine solidarische Revolution“, sagt sie, während der Wagen durch ein Labyrinth aus roten Backsteinhäusern düst. Nach nur wenigen Minuten kommt das Auto zum Stehen. Barbosa stapft eine enge Gasse hoch, bleibt vor einem schrägen Haus mit unverputzten Wänden stehen und klopft an die Holztür. Eine Frau mit türkisem T-Shirt macht die Tür auf. Aus dem Innern des kleinen Hauses dröhnt der Fernseher, Kinder toben durch das dunkle Wohnzimmer. Barbosa (…). 
Work online, 29.5.2020.
Work > Brasilien. Coromavirus. Work online, 2020-05-29.
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13.05.2020 Brasilien
Granma
Regierung

Faschismus
Präsident
Volltext
Regina repräsentiert nicht die Kultur Brasiliens. Die Schauspielerin beleidigte die öffentliche Meinung, indem sie die Repression des Militärregimes rechtfertigte, unter der das Land von 1964 bis 1985 gelitten hatte und im Gleichklang mit ihrem Chef die verheerenden Auswirkungen von COVID-19 verharmloste. Die brasilianische Schauspielerin Regina Duarte hat bei über 500 Künstlern und Intellektuellen ihres Landes, grosse Ablehnung hervorgerufen. Sie unterzeichneten ein Dokument, das am vergangenen Wochenende veröffentlicht wurde und sich auf die Erklärungen bezieht, die die Ministerin für Kultur im Kabinett von Jair Bolsonaro dem Nachrichtenkanal CNN gab. Berühmt wurde sie für ihre Rollen in Malú mujer und Vale todo, wo sie die Unternehmerin Raquel spielte, die ausgehend von einem kleinen Paladar eine Kette von Restaurants hochgezogen hatte. Jetzt beleidigte sie die öffentliche Meinung, indem sie die Repression des Militärregimes rechtfertigte, das von 1964 bis 1985 in dem südamerikanischen Land herrschte und im Gleichklang mit ihrem Chef Jair Bolsonaro die verheerenden Auswirkungen von COVID-19 verharmloste. „Als Künstler, Intellektuelle und Kulturproduzenten bilden wir die Mehrheit derer, die die Worte und die Haltung von Regina Duarte als Ministerin für Kultur ablehnen. Sie vertritt uns nicht“, heisst es in dem Manifest, das von 512 Persönlichkeiten unterzeichnet wurde,(…).
Granma, 13.5.2020.
Granma > Brasilien. Regierung. Granma, 2020-05-13.
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07.05.2020 Brasilien
Faschismus
Granma

Coronavirus
Faschismus
Volltext
Brasilien … wie leid es mir tut! Bolsonaro hat im Stil seines bewunderten Donald Trump mehrere seiner Kabinettsmitglieder ersetzt, darunter den Gesundheitsministers Luiz Henrique Mandetta, dies inmitten der aktuellen COVID-19-Pandemie, die in Brasilien bereits 78‘000 Menschen erfasst und infolge der 5‘466 Brasilianer gestorben sind. Eine Bevölkerung mit einer sehr vielfältigen Kultur. Ein Land voller geografischer Reize. Der Amazonas - ein wichtiger Bestandteil des Klimagleichgewichts -, der in diesen Zeiten so notwendig ist, derzeit jedoch aufgrund seiner unkontrollierten Ausbeutung einer ungewissen Zukunft entgegensieht. So ist Brasilien, ein Heute, dessen Morgen unvorhersehbar ist, angeführt von der neoliberalen Regierung von Jair Bolsonaro, die es auf einem gefährlichen Weg in den Abgrund führt. Ein Freund, der die Internationale Organisation der Journalisten (OIP) leitete, in der ich vor dem Zusammenbruch des europäischen Sozialismus arbeitete, versicherte mir mehr als einmal, dass Brasilien und insbesondere Rio de Janeiro die schönste Kulisse darstellten, die er jemals gekannt hatte. Ich stimmte mit diesem Journalisten überein, und bei vielen Gelegenheiten haben andere Freunde wie Frei Betto mir diese Wertschätzung bestätigt, und sie haben mich auch über Brasilien informiert, das mir in diesen Jahren des reinen Neoliberalismus und der Machtausübung Bolsonaros leid tut. (…).
Granma, 7.5.2020.
Granma > Brasilien. Coronavirus. Granma, 2020-05-07.
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22.04.2020 Brasilien
Granma
Regierung

Genozid
Volltext
Bolsonaros Politik im Amazonasgebiet ist vorsätzlicher Völkermord. Bergbau- und Holzhandelsunternehmen, grosse landwirtschaftliche Unternehmen, Glücksjäger, illegale Eindringlinge machen Beute in Gebieten, die über Jahre hinweg geschützt waren und die indigenen Völkern gehören, was zum Abholzen grosser Waldflächen, zur Umweltverschmutzung und Verbrechen gegen ihre Bewohner führt Während seiner Kampagne für die Präsidentschaft Brasiliens versprach Jair Bolsonaro, der derzeitige Präsident dieser südamerikanischen Nation, das Amazonasgebiet für eine kommerziellere Entwicklung zu erschließen, einschließlich Bergbau und grossflächiger Landwirtschaft. Unter dem Motto „Wo es indigenes Land gibt, gibt es Reichtum darunter“ begann er, als er bereits Präsident war, auf aggressive Weise eine Politik zu fördern, die darauf abzielte, sein Versprechen zu erfüllen. Seine erste Maßnahme bestand darin, das in der brasilianischen Verfassung verankerte Schutzsystem für indigene Gemeinschaften zu beseitigen und die Mittel der Nationalstiftung der Indigenen Funai, der für die Verteidigung der Rechte indigener Völker zuständigen Bundesbehörde, zu kürzen. (…).
Granma, 22.4.2020.
Granma > Brasilien. Voelkermord. Granma, 2020-04-22.
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22.04.2020 Brasilien
Granma

Arbeiterpartei
Präsident
Volltext
Lula spricht per Videokonferenz mit Führern der Arbeiterpartei über die Aktion zur Absetzung von Bolsonaro. Der frühere Präsident Luiz Inácio Lula sprach am 21. April per Videokonferenz mit Führern der Arbeiterpartei (PT) über Strategien der Aktion Fuera Bolsonaro (Bolsonaro raus), die wegen des verantwortungslosen Verhaltens des rechtsextremen Präsidenten inmitten der COVID-19-Pandemie gestartet wurde. „Wir können keinen Präsidenten akzeptieren, der gegen die Verfassung verstösst, deren Einhaltung er geschworen hat. Er hat alle Grenzen überschritten, daher stellt sich die Frage nach seiner Absetzung“, sagte José Guimarães, Anführer der Minderheit in der Abgeordnetenkammer. Wie es gehen könnte, fragte er sich und antwortete: „Wir werden es bewerten, wir werden die breitesten politischen Kräfte anrufen, die sozialen Bewegungen.“Bolsonaro hatte am 19. April in Brasilia an einer Demonstration von Anhängern teilgenommen, auf der die Beendigung der Massnahmen zur sozialen Isolation wegen COVID-19 gefordert und eine militärische Intervention beantragt wurde. Gleichermassen wurden bei der Demonstration ein neues Institutionelles Gesetz Nummer Fünf (AI-5, willkürliche Aussetzung von Verfassungsgarantien während der Diktatur) und die Schliessung des Nationalkongresses und des Bundesgerichtshofs gefordert. (…).
Granma, 22.4.2020.
Granma > Brasilien. Praesdent. Absetzung. Granma, 2020-04-22.
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09.04.2020 Brasilien
Kuba
USA
Granma

Volltext
Fanatiker. Das Gegengift ist die wissenschaftliche revolutionäre Vernunft mit einem kritischen Geist im Krieg gegen den Dogmatismus, den Überlegenheitsanspruch, den Triumphalismus, den Merkantilismus, den und die Brutalität des Nazifaschismus. Fanatiker: d.h. masslose Leidenschaft und Hartnäckigkeit bei der Verfechtung von Überzeugungen und Meinungen, insbesondere im Bereich Religion und Politik (Lexikon der Königlich Spanischen Akademie). Mit dieser Definition scheint es sich nicht um ein so schädliches Verhalten zu handeln, wie es dies in seinen konkreten Ausdrucksformen und denen, die die Klasse im aufdrückt in Wirklichkeit ist. Wenn man es so wie in diesem Wörterbuch sieht, scheint es eher eine „Tugend“ von jenen zu sein, die der bürgerlichen Zwang dazu treibt, alles zu übertreiben… so wie es uns z.B. die unerträgliche und alles überrollende kapitalistische Werbung gelehrt hat. Man applaudiert dem Fanatismus der Waren und des Mehrwerts: dem Fußballfanatismus, dem Fanatismus im Showbusiness mit seinen Absurditäten, dem Fanatismus für die Videospiele und ihre digitalen Brüder im Netz. „Fans“ von Politikern, von Gurus, von Politikern --- bis zum Erbrechen. Einige benutzen ihn sogar um etwas aufzubauschen, das besser verborgen geblieben wäre, weil es bereits in einem ideologischen Hinterhalt aufs äusserste ausgereizt wurde. Währenddessen bürgert sich der Fanatismus ein. Die Vernunft, das kritische Denken und die (…).
Granma, 9.4.2020.
Granma > USA. Fanatismus. Granma, 2020-04-09.
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25.03.2020 Brasilien
Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Lieber Miguel Díaz-Canel,, Präsident der Republik KubaLula: Das kubanische Volk wächst vor den Augen der Welt. Ich bitte Sie, lieber Compañero Díaz-Canel, den Kubanern, insbesondere den Wissenschaftlern und Angehörigen der Gesundheitsberufe, die sich in diesem harten Kampf um das Leben auf der ganzen Welt befinden, die Anerkennung, Bewunderung und Dankbarkeit des brasilianischen Volkes zu vermitteln. Wir werden immer zusammen sein, bis zum Sieg. Luiz Inácio Lula da Silva. Ich schreibe, um über die Emotionen zu sprechen, die ich empfand, als ich die Aufnahmen von den kubanischen Ärzten in Italien sah, die kamen, um den Opfern der Coronavirus-Pandemie in jenem Land zu helfen.. Wieder einmal geben die Regierung und das kubanische Volk der Welt ein Beispiel für Solidarität und überwinden alle Hindernisse, sei es wirtschaftlicher, geografischer oder politischer Natur. In Krisenzeiten treffen wir die wirklich Grossen. Und in diesen Stunden sind die Menschen dieser Insel gigantisch vor den Augen der Welt. Kubas aktive, militante und revolutionäre Solidarität wurde bereits in verschiedenen Teilen des Planeten bewiesen, in einer stolzen und souveränen Reaktion auf diejenigen, die versuchen, die Wirtschaftsblockade und die politische Isolation durchzusetzen. Das brasilianische Volk wird auf ewig dankbar sein für die Rolle, die es in unserem Más Médicos -Programm gespielt hat, in einer Zusammenarbeit, die unzählige Leben gerettet und unseren eigenen Angehörigen der Gesundheitsberufe viel beigebracht hat. (…). Luiz Inácio Lula da Silva.
Grasnma, 25.3.2020.
Granma > Coronavirus. Lula da Silva. Granma, 2020-03-25.
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27.09.2019 Brasilien
Arbeiterpartei
Personen
Work
Jonas Komposch
Arbeiterpartei
Glücksspiele
Volltext
Linker Lotto-Sechser mit Folgen. Mitarbeitende der brasilianischen Arbeiterpartei gewannen umgerechnet 28,5 Millionen Franken. Das brachte das ganze Parlament zum Stillstand. Die Abgeordneten steckten inmitten einer langwierigen Debatte um eine Wahlreform, als in den Rängen des brasilianischen Parlaments plötzlich heftiges Getuschel entstand. Es folgten grelle Jauchzer, Freudensprunge und eine Party-Polonaise bis auf die Strasse hinaus. Was zur Hölle eigentlich los sei, fragte ein ahnungsloser Politiker. Ein Abgeordneter klärte auf: Gerade eben hätten 49 Mitarbeitende der Parlamentsfraktion der Arbeiterpartei (PT) von ihrem Lottosechser erfahren. Die Glücklichen, darunter Reinigungsmitarbeitende, Chauffeure und Sekretärinnen, hätten sich in einer Tippgemeinschaft zusammengetan. Und ihnen winkt nun der dritthöchste Lottogewinn in der Geschichte Brasiliens – umgerechnet 26,5 Millionen Franken. Der Megatreffer vom 19. September warf manche PT-Mitarbeitenden komplett aus der Bahn. So fiel mindestens eine Reinigungsarbeiterin in Ohnmacht und musste von ihrem Genossen, dem ehemaligen Gesundheitsminister Alexandre Padilha, betreut werden. An eine Weiterführung der Reformdebatte war jedenfalls nicht zu denken. Zumal nun Vertreter von Präsident Jair Bolsonaros rechts extremer Partei den Neider gaben und hämische Voten vortrugen. Ob die PT nun immer noch für die Besteuerung hoher Vermögen sei, fragte einer. Und ein anderer Rechtsextremist verlangte von der linken Opposition, die Millionen sofort zu vergesellschaften. Doch die billige Polemik zielte ins Leere. (…).  Jonas Komposch.
Work, 27.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Brasilien. Arbeiterpartei. Lotto. Work, 2019-09-27.
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30.08.2019 Brasilien
Landwirtschaft
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
Präsident
Volltext
Die Brandstifter. In Brasilien lodert der Amazonas-Regenwald. Nicht etwa wegen Trockenheit und Dürre, sondern wegen illegaler Brandrodungen. Wenn er Präsident werde, prahlte Jair Bolsonaro im Wahlkampf, werde es „keinen einzigen ¬Quadratzentimeter mehr“ Umweltschutzgebiet geben. Und Bolsonaro wurde Präsident. Ein lärmiger, hemdsärmeliger und zulangender Präsident. Jetzt können Agrar- und Bergbauunternehmen wieder leichter Wälder abholzen. Denn Bolsonaro hat die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All finanziell ausgehungert und den Chef der Behörde entlassen. Die Abholzung hat sich fast verdoppelt. Eine Bedrohung für die ganze Welt.Erst gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann gegen den Regenwald. Derweil in den USA: Seit zwanzig Jahren darf man im „Tongass National Forest“ in Alaska keine Bäume mehr fällen. Die Umweltschutzgesetze verbieten in diesem riesigen Regenwald auch Strassen-, Bergbau- und Energieprojekte. Doch nun will Donald Trump das ändern. Und den Wald für Holzfirmen öffnen. Auch Trump ist ein lärmiger, hemds¬ärmeliger und zulangender Präsident. Wie Bolsonaro sonnt er sich in seiner Vergewaltigermentalität. Er könne die Frauen sogar zwischen den Beinen grapschen, prahlte er. Und Bolsonaro erklärte einer linken Kongressabgeordneten, er würde sie nie vergewaltigen, sie sei zu hässlich. Zuerst holzen sie gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann fackeln sie die Wälder ab. Trump & Bolsonaro: Schon erstaunlich, wie sich hartrechte bis rechtsextreme Politiker ähneln. Sie sind hemmungslose Sexisten und Rassisten.  (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brasilien. Landwirtschaft. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Brasilien
Personen
Regierung Schweiz
Work
Clemens Studer
Freihandelsabkommen
Volltext
Der Amazonas-Regenwald brennt - doch SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin will trotzdem Freihandel mit Brasilien. Gute Geschäfte mit dem Brandstifter Bolsonaro. Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bplsonaro ist verantwortlich für die verheerenden Regenwaldbrände. Wirtschaftsminister Guy Parmelin stört das nicht, er will einfach Geschäfte machen. Die ganze Welt macht sich Sorgen um den Amazonas-Regenwald. Dort wüten die schlimmsten Brände seit Jahren. Viele versursacht durch brandrodene Farmer. Die fühlen sich ermuntert, weil der seit diesem Januar amtierende Präsident Jair Bolsonaro nichts von Umweltschutz hält. Bolsonaro ist ein Rassist, ein Sexist, homophob und offen faschistisch. Work hat das schon mehrfach belegt, zum Beispiel hier: rebrand.lyjroter-tepplch. Und er machte bereits im Wahlkampf kein Hehl daraus, dass er - einmal an der Macht - Umweltgesetze und den Regenwaldschutz schleifen werde. Er hielt Wort. Die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All hat er finanziell ausgehungert, den Chef der Behörde entlassen, zusätzliche enorme Rodungen für Soyaplantagen zugelassen. Der neue brasilianische Präsident und sein Regime sind direkt verantwortlich für die laufende Katastrophe in Amazonien. Parmelins Liebling. Doch Regenwaldbrände hin, Rechtsextremismus her: Bolsonaro ist der neuste Lieblingsgeschäftspartner von SVP-Bundesrat und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Bereits im Januar am Davoser WEF scharwenzelte Parmelin gemeinsam mit Bundespräsident Ueli Maurer (auch SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis (FDP, aber von der SVP (…). Clemens Studer.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Studer Clemens. Brasilien. Freihandelsabkommen. Work online, 2019-08-30.
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29.08.2019 Brasilien
Schweiz
Personen
WOZ
Sarah Schmalz
Freihandelsabkommen
Volltext
Mercosur-Freihandelsabkommen. Der helvetische Schurkendeal. Guy Parmelin setzte eine zufriedene Miene auf, als er am Samstag vor die Medien trat. Doch dass der Wirtschaftsminister ausgerechnet jetzt über den Abschluss eines Freihandelsabkommens der Efta mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay informieren musste, dürfte ihm nicht gefallen haben. Der Amazonas brennt. Hunderttausende Hektaren Regenwald stehen in Flammen, die grüne Lunge der Welt ist in Gefahr. Das Timing war denkbar schlecht für Parmelin. Die Brände wurden wohl vielfach von BäuerInnen entfacht. Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sie mit seiner versprochenen Lockerung von Umweltschutzmassnahmen und ausbleibenden Kontrollen regelrecht dazu eingeladen und lehnt nun jede Hilfe von aussen ab. Das Freihandelsabkommen, das die Efta-Staaten Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein ausgehandelt haben, befeuert die Zerstörung des RegenwaIds weiter, weil es Zollsenkungen für Soja- und Fleischimporte aus den Mercosur-Staaten vorsieht. Und es spielt Bolsonaro in die Hände, der den Regenwald als wirtschaftliche Ressource betrachtet und sich einen Deut um das Klima oder die Rechte von Indigenen und KleinbäuerInnen schert. Die Schweizer Regierung bekommt nun heftigen Gegenwind. Eine Onlinepetition mit dem Titel „Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!“ wurde innerhalb kürzester Zeit über 60‘000 Mal unterschrieben. Linke und grüne Organisationen, Hilfswerke sowie die Verbände der BäuerInnen haben ihren (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 29.8.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Freihandelsabkommen. WOZ, 2019-08-29.
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01.02.2019 Brasilien
Faschismus
Personen
Work
Patricia D Incau
Volltext
Brasiliens neuer Präsident auf Schweiz-Visite. Roter Teppich für den braunen Bolsonaro. In Brasilien verbreitet der Ultrarechte Jair Bolsonaro Angst. Am WEF warb er um reiche Investoren. Und bekam drei ergebene Bundesräte. Gleich drei Bundesräte tanzen in Davos an, um Brasiliens neuem Präsidenten den Hof zu machen. Jair Bolsonaro – ultrarechts, ultrareligiös und ein Fan der Militärdiktatur – hatte am WEF seinen ersten Auslandstermin. Und wo er war, waren sie nicht weit: Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP), Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) und Bundespräsident Ueli Maurer (SVP). Ungeniert scharwenzelten die drei um den Rechtsextremen herum. Ihr Ziel: Geschäfte machen. Brasilien ist Mitglied von Mercosur, einem Wirtschaftsbündnis südamerikanischer Länder. Seit Jahren schon versuchen die EU und die Schweiz, diesen 2,5 Billionen Franken schweren Markt zu kapern. Am WEF sollten die Freihandelsgespräche wieder Schwung bekommen. Hurtig versuchte Ueli Maurer deshalb noch, den braunen Bolsonaro reinzuwaschen. Zu „20 Minuten“ sagte er: Man dürfe ihn nicht „zum Bösewicht“ machen. Offen faschistisch. Millionen von Brasilianerinnen und Brasilianern sehen das anders. Seit Bolsonaro Anfang Jahr vereidigt wurde, leben sie in Angst. Vor allem Frauen, Schwarze, Homosexuelle und Linke hat der Ex-Militär im Visier. Sein Motto: „Gott über alles“. Seine Ansichten: rassistisch, sexistisch – und offen faschistisch. Bolsonaro sagt Sätze wie: „Hitler war ein grosser Stratege“ und „Ja, ich bin für die Diktatur“. Gerne garniert mit seinem liebsten Handzeichen: die Daumen und Zeigefinger zur (…). Patricia D'Incau.
Work online, 1.2.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Brasilien. Faschismus. Work online, 2019-02-01.
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13.12.2018 Brasilien
Personen
Syngenta
WOZ
Bettina Dyttrich
Landarbeiter
Syngenta
Volltext
Ein Mord in Brasilien. Kürzlich sorgte Syngenta für Empörung. Der Basler Chemie- und Saatgutkonzern hatte vor zwei Jahren eine Gewinnbeteiligung versprochen: In der Schweiz sollte 2017 jeder und jede Angestellte 1‘200 Dollar bekommen. Das war kurz vor der Übernahme durch die chinesische Chemchina, die inzwischen vom Staatskonzern Sinochem geschluckt wurde. Auf das versprochene Geld warten die Angestellten noch heute. Eine andere Neuigkeit fand hingegen keine Beachtung: Ende November hat ein brasilianisches Gericht in einem Zivilprozess Syngenta zweitinstanzlich als verantwortlich für Mord und Mordversuch zu Schadenersatz verpflichtet. Keine einzige Deutschschweizer Zeitung berichtete bisher darüber. Die Verbrechen geschahen 2007 und sind gut dokumentiert. Damals besass Syngenta ein Gelände im Bundesstaat Paranä, nur vier Kilometer vom lguacu-Nationalpark mit seinen berühmten Wasserfällen entfernt. 2005 entdeckten BäuerInnen, dass Syngenta dort mit Gentechsoja experimentierte - was so nahe am Nationalpark illegal war. Die brasilianische Umweltbehörde büsste den Konzern. Doch Syngenta weigerte sich zu bezahlen. Bald stellte sich heraus, dass auch Versuche mit Gentechmais stattfanden. Nun besetzte die Landlosenbewegung MST mehrmals das Gelände. Auf die dritte Besetzung im Herbst 2007 reagierte Syngenta brutal: Sie liess die Miliz N.F. Seguranca auffahren, die sofort zu schiessen begann. Die Pistoleros richteten den Aktivisten Valmir Mota de Oliveira (…). Bettina Dyttrich.
WOZ, 13.12.2018.
Personen > Dyttrich Bettina. Brasilien. Syngenta. WOZ, 2018-12-13.
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26.04.2018 Brasilien
Nestlé
Vorwärts

Nestlé
Privatisierung
Volltext
Wasser
Run aufs blaue Gold. In Brasilien treibt der Schweizer Grosskonzern Nestle die Wasserprivatisierung voran. Gespräch mit dem brasilianischen Aktivisten Franklin Frederick, der sich für den Kampf gegen die Wasserprivatisierung engagiert. Eine Handvoll AktivistInnen haben in Lausanne eine Aktion gegen Nestle durchgeführt, vor dem Gebäude, in dem die Generalversammlung des Grosskonzerns stattfand. Sie verurteilten die Versuche Nestles, Wasser zu privatisieren. Hinter der Aktion stand Multiwatch, ein Bündnis von NGOs, Parteien und Gewerkschaften. Was bezweckt diese Aktion? Franklin Frederick: Multiwatch will den seltsamen Widerspruch innerhalb der Schweizer Wasserwirtschaft aufzeigen. Einerseits das Modell der Wasserversorgung durch den Service public, das auch ein Modell für Brasilien und andere Länder ist, weil es an ein Wunder grenzt, dass man Leitungswasser trinken kann. Andererseits fördert die Schweiz via der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) die Wasserprivatisierung. Sie unterstützt die Water Resources Group, eine öffentlich-private Partnerschaft, die auf Initiative von Nestle gegründet wurde. Stattdessen könnte die Schweiz doch ihre Staatsunternehmen dazu bringen, mit öffentlichen Wasserversorger in Brasilien zusammenzuarbeiten. Aber sie unterstützt Nestle. Nestle hat keine Kompetenzen in der öffentlichen Wasserversorgung; es weiss nur wie man Wasser abzapft, in  (…).
Vorwärts, 26.4.2018.
Vorwärts > Wasser. Privatisierung. Nestlé. Vorwärts, 2018-04-27.
Ganzer Text
29.03.2018 Brasilien
Nestlé
Vorwärts

Hausbesetzung
Nestlé
Volltext
Wasser
Frauen besetzen Nestlé-Hauptquartier. Der Hauptsitz von NestIé Im brasilianischen Sao Lourenço Ist am 20. März von 600 Frauen besetzt worden. Die Aktivistinnen von der Landlosenbewegung MST protestierten gegen die Privatisierung von Wasser und verurteilten die Wasserlieferungen an internationale Konzerne. "Stellen Sie sich vor, Sie sind gezwungen, das Wasser in Flaschen zu kaufen, um den Durst zu stillen. Niemand würde das ertragen. Genau das wollen aber die Unternehmen in diesem Moment bei diesem Forum", erklärte Maria Gomes de Oliveira von der MST-Leitung. "Es ist sehr schlimm, ein internationales Forum für die Vermarktung unserer Wasserreserven zu schaffen. Sie sind nicht da, um das Management von irgendetwas zu diskutieren, sie machen eine Aktion, um das Land zum Preis von Bananen zu verkaufen", sagte sie weiter. Im Januar dieses Jahres trafen sich Staatspräsident Temer und Nestlé-Chef Paul Bulcke, um über die Ausbeutung des Guarani-Wasservorkommens zu diskutieren. Das Reservat umfasst vier Länder. Nach den Siegen der Konservativen in Argentinien und den parlamentarischen Staatstreichen in Paraguay und Brasilien könne nur Uruguay die Privatisierung verhindern. "Je mehr der Putsch sich vertieft, desto deutlicher wird der Einfluss grosser Wirtschaftsgruppen auf die Politik und ihr Interesse an der Ausbeutung unserer natürlichen Reichtümer", so Oliveira. Die Frauen der (…).
Vorwärts, 29.3.2018.
Vorwärts > Nestlé. Hausbesetzung. Wasser. Vorwärts, 2018-03-29.
Ganzer Text
19.02.2018 Brasilien
Gewerkschaften
Junge linke Alternative

Altersrente
Streik
Volltext
Montag blaumachen. Streiks in ganz Brasilien gegen geplante Rentenkürzung durch Temer-Regierung. Die startet in Rio eine Militärintervention als Ablenkungsmanöver. Bereits zehnmal verschoben ist nicht aufgehoben. Oder doch? Ab Dienstag sollten im Unterhaus des Kongresses in Brasília die Beratungen über tiefe Einschnitte in die Sozialversicherung beginnen. Die Beschlussfassung über die Verfassungsänderung war für den 28. Februar vorgesehen. Es handelt sich um eines der zentralen Projekte der Regierung von Michel Temer und ihres Lagers im Kongress. Damit sollen vor allem die Ausgaben für Renten gedrückt werden. Weil es bisher nicht gelang, die dafür nötigen 308 Abgeordneten zusammenzutrommeln, geriet das Vorhaben zur Hängepartie. Damit es doch noch über die Bühne geht, wurde gefeilscht, wurden Details der Novelle frisiert. Und mit einer kostspieligen Werbekampagne wurde landesweit die „Reforma da Previdência“ als Ei des Kolumbus angepriesen. Es ginge bei ihr doch nur, wurde propagiert, um das Abschneiden alter Zöpfe im System. Das Vorhaben treffe lediglich Schmarotzer, die sich nach einem kurzen Arbeitsleben früh in eine üppige Pension verabschiedeten. Doch um das Image der Sparpläne steht es weiter schlecht, die grosse Mehrheit der Bevölkerung lehnt sie nach Umfragen ab. Ausgerechnet dieses Establishment soll sich an ungerechtfertigten Privilegien stören – das nimmt der Brasilianer auf der Strasse ohnehin nicht für bare Münze. Was mit der Notwendigkeit begründet wird, die Kassen zu sanieren, würde für Millionen (…).
Junge Welt, 19.2.2018.
Junge Welt > Brasilien. Streik. Altersrente. Junge Welt, 2018-02-19.
Ganzer Text
29.04.2017 Brasilien
Gewerkschaften
Junge Welt

Streik
Volltext
Brasilien schreibt Geschichte. Millionen folgten Aufrufen der Gewerkschaften zu einem landesweiten Ausstand gegen die Regierung von Michel Temer und den Abbau sozialer Rechte. Es war ein schwarzer Freitag für Brasiliens Machtinhaber: Gewerkschaften, Oppositionsparteien und soziale Bewegungen machten ihr Versprechen wahr, das Land für 24 Stunden stillstehen zu lassen. Der erste nach 21 Jahren wurde der wahrscheinlich grösste Generalstreik in der brasilianischen Geschichte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich 35 bis 40 Millionen Menschen an diesem Akt kollektiver Empörung gegen neoliberale Reformen, mit denen die Rechtsregierung von Präsident Michel Temer das Arbeitsrecht schleifen und die Renten kürzen will. Der öffentliche Nahverkehr in den grossen Städten war weitgehend paralysiert, öffentliche und private Schulen blieben ebenso geschlossen wie Banken und Behörden. Krankenhäuser beschränkten sich auf eine Notversorgung von Patienten. Auch in vielen industriellen Sektoren wurde die Arbeit niedergelegt. Eine grosse Beteiligung am Streik zeigten die Beschäftigten des Ölsektors und die Metaller der Automobilindustrie im Grossraum von São Paulo, wo kein Fahrzeug mehr vom Band lief. Ihrer Arbeit fern blieben am Streiktag auch die meisten Abgeordneten und Senatoren des Nationalkongresses in Brasília. Bereits am Donnerstag hatten diese sich in ein langes Wochenende verabschiedet und das Weite gesucht, bevor die grossen Flughäfen ihren Dienst einstellen oder von Demonstranten blockiert würden. Anders als den Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes wird ihnen dafür allerdings nicht das (…). Peter Steiniger.
Junge Welt, 29.4.2017.
Junge Welt > Brasilien. Gewerkschaften. Junge Welt, 2017-04-29.
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17.03.2017 Brasilien
Junge Welt

Altersrente
Demonstration
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Die Wut explodiert. Brasilien: Zehntausende gehen gegen Rentenkürzung und Einschränkung von Arbeitsrecht auf die Strasse. Finanzministerium gestürmt. Am Dienstag beantragte Brasiliens Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot im Korrup¬tionsskandal um das Bauunternehmen Odebrecht Strafermittlungen gegen 83 Personen. Laut Medienberichten sind darunter fünf aus dem inneren Kreis der Regierung von Michel Temer, der nach einem parlamentarischen Putsch gegen die rechtmässige Präsidentin Dilma Rousseff seit Sommer 2016 an der Macht ist. Am Mittwoch (Ortszeit) explodierte die Wut grosser Teile der Bevölkerung in vielen Städten des Landes. Nach vielen zunächst isolierten Protestaktionen in den vergangenen Monaten kam es zum ersten Mal zu einer koordinierten landesweiten Bewegung in 19 von 26 Bundesstaaten. Spektakulär stürmten etwa 1‘500 Demonstranten das Finanzministerium in der Hauptstadt Brasília. „Wir werden so lange bleiben wie nötig, weil wir nicht die Absicht haben, zu verhandeln und Fotos mit ihnen vor Büroschränken zu machen. Wir wollen der Regierung die Nachricht hinterlassen, dass wir auf keinen Fall bereit sind, irgendeine Einschränkung unserer Rechte zu akzeptieren“, erklärte der Chef der Bewegung der Landlosen, Marcos Baratto, dazu dem Internetportal „G1“. Vor dem Gebäude des Ministeriums demonstrierten etwa 10‘000 Menschen während der Besetzung, die gegen 17 Uhr Ortszeit beendet wurde. Auch in anderen grossen Städten des Landes gingen Zehntausende (…). Arnold Schölzel.
Junge Welt, 17.3.2017.
Junge Welt > Brasilien. Altersrente. Demonstrationen. Junge Welt, 2017-03-17.
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17.05.2016 Brasilien
Granma
WGO

Parlament
Putschismus
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WGO

Weltgewerkschaftsbund verurteilt parlamentarischen Putsch in Brasilien. Die Organisation unterstützt die breite Ablehnung und Entrüstung, die sich in den Strassen unter dem Ruf „ Nein zum Putsch und Temer raus“ manifestiert. Der Weltgewerkschaftsbund (WGB) in Amerika, verurteilt im Namen aller Mitgliedsorganisationen des Kontinents den parlamentarisch-gerichtlichen Staatsstreich gegen die rechtmässig gewählte Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff und weist die Aberkennung der 54 Millionen Stimmen zurück, die die Brasilianer der Regierungsschefin gegeben haben. In der Erklärung unterstützt der WGB die breite Ablehnung und Entrüstung, die sich in den Strassen durch das Volk, das sich um die kämpferische Gewerkschaftsbewegung und andere soziale Organisationen schart und sich mit dem Ruf „ Nein zum Putsch und Temer raus“ manifestiert. Die internationale Organisation der Arbeiterklasse klagt an, dass die wahrhaft Schuldigen dieser verabscheuenswerten Vorfälle die Vertreter der brasilianischen Oligarchie im Komplott mit der reaktionären Presse und der offenen Unterstützung der Transnationalen der Kommunikation und des Imperialismus seien. Die Botschaft, die allen Arbeiterorganisationen, Progressiven und Freunden der Welt übermittelt wurde, enthüllt als wahre Absichten des parlamentarisch-gerichtlichen Staatsstreichs, den demokratischen Prozess Brasiliens anzugreifen und wichtige soziale Programme abzubauen, die spürbare Auswirkungen auf den ärmsten Teil der Bevölkerung haben. (…).
Granma, 17.5.2016.
Granma > Brasilien. Parlament. WEG. Granma, 2016-05-17.
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22.10.2015 Brasilien
Banken
Personen
Work
Jean Ziegler
Erdöl
Geldwäscherei
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Ewige Straflosigkeit. Cristina Tardáguila ist eine junge, elegante Frau. Sie ist die Starreporterin der grössten Tageszeitung Lateinamerikas, der in Rio de Janeiro erscheinenden „O Globo“. Cristina ist hochkompetent und eine unerbittliche Recherchierjournalistin. Nur leider kennt sie die internationalen Zeitzonen nicht. Vergangenen Montag, zwei Uhr nachts in der Schweiz, früher Abend in Rio: Das Telefon klingelt in meinem Schlafzimmer in Russin GE. Am Apparat Cristina. „Guten Tag, wie geht es Ihnen, mein Herr?“ Ich knurre zurück: „Cristina, lass mich schlafen. Es ist zwei Uhr nachts!“ Ich lege den Hörer auf. Wenige Minuten später wieder Cristina: „Ich brauche unbedingt eine Auskunft, es geht um die Rolle der Schweizer Banken im Petrobras-Skandal…“. Petrobras ist weltweit der viertgrösste Erdölkonzern. Er gehört dem Staat Brasilien. Minister, Abgeordnete und hohe Beamte haben den Konzern über die Jahre um Hunderte von Millionen Dollar geplündert. Es ist der grösste Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes. Die Popularitätswerte von Staatschefin Dilma Rousseff liegen derzeit unter 10 Prozent. Das Land steckt tief in der Krise: Im letzten Jahr ist die Wirtschaft um drei Prozent eingebrochen. Jetzt folgt Streik auf Streik, Massendemonstration auf Massendemonstration. Und wie könnte es anders sein: Das gestohlene Geld liegt auch in der Schweiz. Schlaue Schweizer Banquiers schleusten es nach Zürich und Genf. Sérgio Moro, der Generalstaatsanwalt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, leitet die fünf Kontinente umspannenden (…). Jean Ziegler.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Ziegler Jean. Banken. Geldwäscherei. Work online, 22.10.2015.
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22.10.2015 Brasilien
Erdölindustrie
Personen
Work
Jean Ziegler
Erdölindustrie
Geldwäscherei
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Ewige Straflosigkeit. Cristina Tardáguila ist eine junge, elegante Frau. Sie ist die Starreporterin der grössten Tageszeitung Lateinamerikas, der in Rio de Janeiro erscheinenden „O Globo“. Cristina ist hochkompetent und eine unerbittliche Recherchierjournalistin. Nur leider kennt sie die internationalen Zeitzonen nicht. Vergangenen Montag, zwei Uhr nachts in der Schweiz, früher Abend in Rio: Das Telefon klingelt in meinem Schlafzimmer in Russin GE. Am Apparat Cristina. „Guten Tag, wie geht es Ihnen, mein Herr?“ Ich knurre zurück: „Cristina, lass mich schlafen. Es ist zwei Uhr nachts!“ Ich lege den Hörer auf. Wenige Minuten später wieder Cristina: „Ich brauche unbedingt eine Auskunft, es geht um die Rolle der Schweizer Banken im Petrobras-Skandal…“. Petrobras ist weltweit der viertgrösste Erdölkonzern. Er gehört dem Staat Brasilien. Minister, Abgeordnete und hohe Beamte haben den Konzern über die Jahre um Hunderte von Millionen Dollar geplündert. Es ist der grösste Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes. Die Popularitätswerte von Staatschefin Dilma Rousseff liegen derzeit unter 10 Prozent. Das Land steckt tief in der Krise: Im letzten Jahr ist die Wirtschaft um drei Prozent eingebrochen. Jetzt folgt Streik auf Streik, Massendemonstration auf Massendemonstration. Und wie könnte es anders sein: Das gestohlene Geld liegt auch in der Schweiz. Schlaue Schweizer Banquiers schleusten es nach Zürich und Genf. Sérgio Moro, der Generalstaatsanwalt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, leitet die fünf Kontinente umspannenden (…). Jean Ziegler.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Ziegler Jean. Banken. Geldwäscherei. Work online, 22.10.2015.
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