Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 50

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30.08.2019 Brasilien
Landwirtschaft
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
Präsident
Volltext
Die Brandstifter. In Brasilien lodert der Amazonas-Regenwald. Nicht etwa wegen Trockenheit und Dürre, sondern wegen illegaler Brandrodungen. Wenn er Präsident werde, prahlte Jair Bolsonaro im Wahlkampf, werde es „keinen einzigen ¬Quadratzentimeter mehr“ Umweltschutzgebiet geben. Und Bolsonaro wurde Präsident. Ein lärmiger, hemdsärmeliger und zulangender Präsident. Jetzt können Agrar- und Bergbauunternehmen wieder leichter Wälder abholzen. Denn Bolsonaro hat die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All finanziell ausgehungert und den Chef der Behörde entlassen. Die Abholzung hat sich fast verdoppelt. Eine Bedrohung für die ganze Welt.Erst gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann gegen den Regenwald. Derweil in den USA: Seit zwanzig Jahren darf man im „Tongass National Forest“ in Alaska keine Bäume mehr fällen. Die Umweltschutzgesetze verbieten in diesem riesigen Regenwald auch Strassen-, Bergbau- und Energieprojekte. Doch nun will Donald Trump das ändern. Und den Wald für Holzfirmen öffnen. Auch Trump ist ein lärmiger, hemds¬ärmeliger und zulangender Präsident. Wie Bolsonaro sonnt er sich in seiner Vergewaltigermentalität. Er könne die Frauen sogar zwischen den Beinen grapschen, prahlte er. Und Bolsonaro erklärte einer linken Kongressabgeordneten, er würde sie nie vergewaltigen, sie sei zu hässlich. Zuerst holzen sie gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann fackeln sie die Wälder ab. Trump & Bolsonaro: Schon erstaunlich, wie sich hartrechte bis rechtsextreme Politiker ähneln. Sie sind hemmungslose Sexisten und Rassisten.  (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brasilien. Landwirtschaft. Work online, 2019-08-30.
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26.06.2019 Indien
Syrien
Landwirtschaft
SEV Schweiz

Chemie
Nahrungsmittel
Volltext
„Zurück zur Natur“. Interview mit der indischen Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva anlässlich einer Konferenz der „Libreria delle donne“ in der Fabbrica del Vapore (Dampffabrik) in Mailand. Shiva weiss was man tun kann, um wieder gute Lebensmittel zu produzieren indemzugleich die Armut überwunden und das Gespenst des Klimawandels auf Distanz gehalten wird. Das globale Produktionssystem ist in den Händen von multinationalen Unternehmen. Ist es möglich, gute Lebensmittel zu produzieren ohne Einsatz von Chemie? Es existieren zwei ganz verschiedene Landwirtschaftssysteme: ein echtes, bei dem man sich um die Erde kümmert und sie bewahrt, wie es die kleinen Produzenten tun. Und dann gibt es das industrielle, das sich überhaupt nicht um die Erde kümmert, ihr im Gegenteil Gewalt antut. Beschleunigtes Artensterben, übermässiger Ressourcenverbrauch und der Klimawandel sind die Folgen davon. Das alles hängt mit dieser Produktionsweise zusammen: Wir müssen davon wegkommen, hin zu einer Produktion, die frei ist von fossiler Energie und giftiger biochemischer Produkte. Einer Produktionsweise, die nicht auf globalem Handel basiert, der nährstoffarme, künstliche Lebensmittel voller krankmachender Chemie hervorbringt. Wir benötigen ein System, das auf dem echten Nahrungsmittel basiert, von dem wir genau wissen, wie es produziert wurde. Und das uns wirklich ernährt. Ist biologische Landwirtschaft die Lösung? Die Zukunft besteht darin, gemäss den Gesetzen von Mutter Erde zu produzieren. Das bedeutet im (…).
SEV, 26.6.2019.
SEV > Landwirtschaft. Nahrungsmittel. SEV, 2019-06-26.
Ganzer Text.
01.08.2018 Trinidad
Junge Welt
Landwirtschaft

Grundbesitz
Volltext
Kampf ums Land. Trinidad: Exzuckerarbeitern wurden vor 15 Jahren Grundstücke versprochen. Darauf warten viele noch heute. Was hatte die Zuckerraffinerie Caroni Limited der Belegschaft nicht alles versprochen, als sie vor 15 Jahren ihre Fabrik auf der Karibikinsel Trinidad schloss. Die Arbeiter sollten als Kompensation für ihre Entlassung ein Stück Land und ein Häuschen bekommen. Doch darauf warten 4‘000 Menschen bis heute. Ein Viertel der Anspruchsberechtigten ist in der Zwischenzeit bereits gestorben. Am 21. Juli marschierten einige ehemalige Beschäftigte von Caroni Limited friedlich zum Landwirtschaftsministerium in der Stadt Chaguanas, um Minister Clarence Rambharat ein Protestschreiben zu übergeben. Doch das Eisentor blieb verschlossen. Die Demonstranten rüttelten in der heissen Mittagssonne vergeblich an den Gittern, wie die Zeitung „Newsday“ aus Trinidad und Tobago am selben Tag online berichtete. Viele Frauen in den Siebzigern waren ganz vorne mit dabei. Die Arbeiter forderten den Minister lautstark auf, ans Tor zu kommen, aber der liess sich nicht blicken. Letztendlich durfte Nirvan Maharaj, der Generalsekretär der All Trinidad General Workers’ Trade Union (ATGWTU), der grössten Gewerkschaft des Landes, gemeinsam mit Chano Mahabir, einer ehemaligen Arbeiterin der Zuckerraffinerie, das Gelände betreten und einem Staatssekretär ihren Brief übergeben. Die Insolvenz von Caroni Limited im Jahr 2003 war eine soziale Katastrophe für Trinidad und Tobago. Der Konzern, an dem der Staat 51 (…).
Junge Welt, 1.8.2018.
Junge Welt > Trinidad. Grundbesitz. Junge Welt, 2018-08-01.
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05.06.2018 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Landwirtschaft
Volltext
Die Landwirtschaft, der Regen und seine Spuren. Vorläufige Schätzungen ergeben, dass 5‘72 Hektar mit Mischkulturen bepflanzter Nutzfläche in Pinar del Rio verloren sind und etwa 9‘000 Hektar Schäden erlitten haben. Im Bewusstsein, sich in einem Wettlauf mit der Zeit zu befinden, arbeiten die Bauern aus Pinar del Rio, wie alle aus den westlichen und zentralen Regionen, daran, die Spuren des Regens zu beseitigen, der die Provinz fast drei Wochen lang anhaltend heimsuchte. Vorläufige Schätzungen ergeben, dass 5‘472 Hektar mit Mischkulturen bepflanzter Nutzfläche in Pinar del Rio verloren sind und etwa 9‘000 Hektar Schäden erlitten haben. Angesichts dieser Situation setzen die Männer und Frauen auf dem Land alles daran, die Plantagen, die noch zu retten sind, mit Stickstoffdünger und anderen agrartechnischen Massnahmen zu retten. Gleichzeitig wird ein Programm kurzlebiger Anpflanzungen in die Praxis umgesetzt, das die Verfügbarkeit von Lebensmitteln in den Sommermonaten ermöglicht. Ortelio Rodríguez Perugorría, stellvertretender Delegierter des Landwirtschaftsministeriums im Gebiet, erklärt, dass im Rahmen dieser Strategie die Tunnel zur Heranziehung von Tabakpflanzen für die Förderung von Gemüse genutzt werden. Diese Strukturen, in denen die Kulturen unter Tuch geschützt werden, werden auch für die Bewässerung von Saatbeeten von Gurken, Kürbis, Paprika und anderen Sorten verwendet, um genug Pflänzlinge zu haben, die großflächig ausgepflanzt werden können, sobald dies die Bedingungen auf den Feldern (…).
Granma, 5.6.2018.
Granma > Landwirtschaft. Granma, 2018-06-05.
Ganzer Text
31.05.2018 Schweiz
Landwirtschaft
Vorwärts

Direktzahlungen
Landwirtschaft
Subvention
Volltext
Wer hat, dem wird gegeben. Die Direktzahlungen an Bäuerinnen in der Schweiz sind ein System mit Schwachstellen. Bäuerinnen werden zum Mittelding zwischen Sozialhilfe-Empfängerlnnen auf hohem Niveau und UnternehmerInnen. Interview mit der Agrarjournalistin Eveline Dudda. Direktzahlungen sind nicht das gleiche wie Subventionen, wo genau liegt der Unterschied? Eveline Dudda: Früher hat man die Produktion direkt, also mit festgesetzten Preisen subventioniert. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation 1995 verpflichtete sich die Schweiz, diese Subventionen abzubauen. Am teureren Kostenumfeld in der Schweiz hat das nichts geändert. Darum hat die Politik den BäuerInnen versprochen, das Geld nun einfach in Form der Direktzahlungen auszuzahlen. Später hat man diese an Leistungen gekoppelt, die mit der Produktion so wenig wie möglich zu tun haben. Von den 3,5 Milliarden Franken, die der Bund für die Landwirtschaft ausgibt, machen die Direktzahlungen mit 2,7 Milliarden den Hauptteil aus. Kommen die Mittel den Bäuerinnen zugute? Das ist eine schwierige Frage. Fakt ist jedenfalls, dass wohl nur eine Handvoll Betriebe in der Schweiz ohne Direktzahlungen überleben würden. Für manche Betriebe geht die Rechnung auf. Aber es gibt auch Betriebe, die sehr hohe Produktionskosten haben und nur wenig Direktzahlungen erhalten. Und wenn man sich die Auswertung der Buchhaltungsdaten von Biobetrieben anschaut, stellt man fest, dass diese zwar oft mehr Direktzahlungen erhalten, dass sich das aber nicht telle quelle (…). Ulrike Minkner.
Vorwärts, 31.5.2018.
Vorwärts > Direktzahlungen. Landwirtschaft. Vorwärts, 2018-05-31.
Ganzer Text
23.10.2017 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Landwirtschaft
Produktion
Volltext
Landwirtschaft fest entschlossen Anbauflächen besser zu nutzen. Das VI. Plenum des Nationalen Komitees der ANAP fand am 21. und 22. Oktober statt. Die landwirtschaftliche Produktion vorantreiben und zur Entwicklung anderer Sparten der Wirtschaft beitragen waren die Ziele, die die Bauern aus allen Teilen des Landes zum VI. Plenum des Nationalen Komitees der ANAP zusammenkommenliessen, das vom 21. bis 22. Oktober stattfand. Dort hob der zweite Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats José Ramón Machado Ventura hervor, wie wichtig es sei, mit rationeller Anwendung der zu diesem Zweck vorgesehenen Ressourcen des Staates mehr Produktivität zu erzielen und ausserdem in den Gebieten, wo die entsprechenden Bedingungen herrschen, die Selbstversorgung zu erreichen. Die Debatten, Analysen und Überprüfungen der vom XI. Kongress der Organisation verabschiedeten Beschlüsse boten den Raum zur Kontrolle, wie diese umgesetzt wurden und für den Entwurf von Strategien, um höhere Erträge an Knollenfrüchten, Getreide, Gemüse und Fleisch und Milch zu erzielen. Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero wies auf die Notwendigkeit der Planung bei jeder Investition im produktiven Bereich und bei der Umsetzung der Entwicklungsprogramme der Genossenschaften hin. Er betonte auch, dass man sich auf die Steigerung der Erträge und die bessere Nutzung der Anbauflächen konzentrieren müsse. (…).
Granma, 23.10.2017.
Granma > Landwirtschaft. Granma, 2017-10-23.
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08.08.2017 Deutschland
Junge Welt
Landwirtschaft

Trinkwasser
Volltext
Wasser
Salzwasser aus dem Hahn. Hohe Nitratbelastung: Versorger warnen vor steigenden Preisen. Die deutschen Wasserversorger warnen vor deutlichen Preissteigerungen im kommenden Jahr. Am Pranger diesmal die Landwirtschaft: Seit Jahrzehnten würden zu viel Gülle und Mineraldünger auf Wiesen und Feldern verteilt, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes BDEW der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Wegen der daraus folgenden hohen Nitratbelastung werde die Wasseraufbereitung immer schwieriger. Nitrate sind Salze und Ester der Salpetersäure HNO3. Sie sind Bestandteil der Gülle aus den Stallungen und werden als Dünger verwendet. „Wir machen uns grosse Sorgen um den Zustand des Grundwassers“, sagte Weyand. „Das ist die wichtigste Ressource, die wir haben.“ Das Anfang des Jahres verabschiedete neue Düngerecht reiche nicht aus, um die Belastung zu senken. Offiziell geht die Bundesregierung davon aus, dass knapp ein Drittel der Messstellen im Bundesgebiet Nitratwerte über dem Schwellenwert von 50 Milligramm pro Liter ausweist. Aus Sicht der knapp 6‘000 deutschen Wasserversorgungsunternehmen ist die Lage jedoch erheblich kritischer, weil diese sich an einen deutlich niedrigeren Grenzwert halten müssen als den gesetzlich vorgeschriebenen. Aus dieser Sicht weisen fast alle Messstellen im Bundesgebiet zum Teil deutlich überhöhte Werte auf. (…).
Junge Welt, 8.8.2017.
Junge Welt > Wasser. Trinkwasser. Junge Welt, 2017-08-08.
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31.07.2017 EU
Junge Welt
Landwirtschaft

EU
Milchwirtschaft
Volltext
Brüssel hat reguliert. Nach „Marktöffnung“ Preisverfall: EU-Kommission lässt riesige Mengen Trockenmilch horten. Derweil steigt Butterpreis rapide. Krieg, Elend und Hungersnöte bedrohen einen grossen Teil der Weltbevölkerung. Fast zehn Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Unterernährung. Unterdessen bunkert die Europäische Union (EU) gigantische Berge Magermilchpulver. Insgesamt 358‘000 Tonnen sollen sich in den Lagerhäusern angehäuft haben, wie die Nachrichtenagentur „dpa“ vergangene Woche berichtete. Sie berief sich auf die Brüsseler Kommission und eine Antwort des Bundesagrarministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Mit dem Ankauf des Milchpulvers habe die EU im Rahmen einer „öffentlichen Intervention“ einen weiteren Preissturz bei Milchprodukten verhindern und so notleidenden Bauern helfen wollen, hiess es. Laut Ministerium kauften auch die deutschen Behörden allein im vergangenen Jahr für mehr als 103 Millionen Euro solcher Waren, vor allem Milchpulver an. Eines von 26 Lagern in Deutschland befindet sich in Wilhelmshaven, wie u.a. die „Schweriner Volkszeitung“ (SVZ) berichtete. Auf dem Gelände des dortigen Tiefwasserhafens Jade-Weser-Port ist lagern demnach in einer riesigen Halle insgesamt 5‘700 Tonnen Milchpulver. Seit 2015 sind die Preise für Milch immer weiter gesunken. Das lag nicht nur an den Sanktionen des Westens gegen Russland, die den Export dorthin bremsten. Die EU hatte 2015 auch die „Milchquote“ abgeschafft, um „den Markt zu (…).
Junge Welt, 31.7.2017.
Junge Welt > EU. Landwirtschaft. Junge Welt, 2017-07-31.
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07.07.2017 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Landarbeiter
Löhne
Volltext
Ausbeuterische Bäuerinnen. Die Schweizer Landwirtschaft ist kein Heidi-Land mit glücklichen Tieren und gmögigen Bäuerinnen. Hier gibt es heute noch Sklavinnen. Die Gewerkschaften berichten, dass für landwirtschaftliche Hilfskräfte teilweise Verhältnisse wie in der Sklaverei bestünden. Mara Simonetta vom Berufsverband Abla erzählt: „Erst kürzlich hatte ich einen Fall, da bekam ein Angestellter 19 Monate keinen Lohn ausbezahlt Der Bauer verteidigte sich, der Angestellte hätte Naturalleistungen bekommen. Er sei ja nicht verhungert.“ Aber nur schon bei normaleren Verhältnissen werden die Arbeiterinnen von den Bäuerinnen brutal ausgebeutet: Der übliche Lohn für Knechte beträgt 3210 Franken brutto bei einer Arbeitszeit von mehr als 55 Stunden die Woche. Überstunden werden erst gar nicht aufgeschrieben und entsprechend nicht gezahlt. Die landwirtschaftlichen ArbeitgeberInnen tun nichts dagegen. Für die Gewerkschafterin Simonetta nicht weiter erstaunlich: Es sei kein Druck da und kein Wille, die Arbeitszeiten zu reduzieren. Die Bäuerinnen profitieren davon. „Kassensturz“ deckte den Fall von zwei Rumänen auf, die 60 bis 70 Stunden die Woche schuften mussten für 1500 Franken Lohn. Gut 1000 Franken zog der Bauer ab für Kost, („abgelaufene Lebensmittel, die für die Schweine" bestimmt waren) und Logis. Schutz gibt es für Hilfskräfte auf Bauernhöfen keinen. Währenddessen schmeisst Vater Staat den Bäuerinnen das Geld hinterher. Jeder zweite Franken ihres Einkommens rührt von Subventionen her. (...). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.7.2017.
Vorwärts > Landarbeiterinnen. Löhne. Vorwärts, 2017-07-07.
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01.04.2017 Schweiz
Funke, Der
Landwirtschaft

Ausbeutung
Landwirtschaft
Volltext
Landwirtschaft in der Schweiz zwischen Idyll und Elend. Die Landwirtschaft in der Schweiz ist schon seit längerem im Umbruch, der Wettbewerb um eine Zukunft im Agrarsektor treibt immer mehr Bäuerinnen und Bauern ins Elend. Mit gleich drei Suiziden junger Landwirte im Kanton Thurgau im vergangenen Monat nimmt der Existenzkampf zwischen Grossbetrieben und Kleinbauerntum brachiale Züge an. Das Landleben in der Schweiz scheint hart aber herzlich, strenge körperliche Tätigkeit mit langen Arbeitstagen, gepaart mit Tierliebe und dem bescheidenen Wohlstand der Selbstversorgung. Dieses Bild vom idyllischen Hofleben steckt tief in unseren Köpfen und wird gerne auch durch die Werbung übermittelt. Schaut man sich die Landwirtschaft genauer an, erlischt der Glanz schnell. Spätestens seit der Agrarpolitik 2002 mit der Abschaffung der Milchkontingentierung sind aus Bauernkollegen Konkurrenten geworden. Wo sich früher die Bauernschaft in Genossenschaften und Vereinen organisiert hatte, buhlt sie heute um Marktanteile und Lieferverträge - ganz im Sinne der Grossverteiler. Gab es 1996 rund 80'000 Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz, sind es 2017 noch knapp 54'000. Die Betriebe werden immer grösser und die Produktion immer spezialisierter. Was auf den ersten Blick nach einem Fortschritt aussieht, hat einen fahlen Beigeschmack. Erfolgreich ist man als LandwirtIn nicht einfach mit Arbeit und Ideenreichtum. Erfolgreich ist, wer im Konkurrenzkampf andere aussticht, Bauland verkauft oder im richtigen Moment in (…). Beat Schenk.
Der Funke, April 2017.
Funke, Der > Landwirtschaft. Ausbeutung. Der Funke, 2017-04-01.
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30.01.2017 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Kleinbauern
Landwirtschaft
Volltext
Pflicht und Notwendigkeit. Der zweite Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats José Ramón Machado Ventura nahm am Sonntag am 4. Plenum des Nationalkomitees des Kleinbauernverbandes teil. Während des Tages bewertete man den Stand der Ausführung der Beschlüsse des XI. Kongresses der ANAP. Die landwirtschaftliche Produktion so zu erhöhen, dass der Bedarf im Innern und die wachsende Nachfrage im Tourismusbereich befriedigt werden kann, dazu rief gestern der zweite Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats José Ramón Machado Ventura beim 4. Plenum des Nationalkomitees des Kleinbauernverbandes (ANAP) auf. „Wir haben nicht zu hundert Prozent die Ressourcen, die wir benötigen, aber die Bedingungen sind günstig, das zu erreichen was nötig ist und wozu wir verpflichtet sind”, betonte er auf dem Treffen, an dem auch die Vorsitzende des Frauenverbandes Teresa Amarelle Boué und der Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero teilnahm. „Es ist geplant die Präsenz der Frauen im landwirtschaftlichen Bereich zu erhöhen. Die Frauen sollen spüren, dass sie die Ergebnisse in diesem Bereich bestimmen“, sagte Amarelle Boué. (…).
Jesús Jank Curbelo.
Granma, 30.1.2017.
Granma > Landwirtschaft. Kleinbauernverband. Granma, 2017-01-30.
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12.01.2017 Deutschland
Junge Welt
Landwirtschaft

Landwirtschaft
Privatisierung
Volkstag
Luftbuchungen bei der BVVG. „Treuhand“-Nachfolgerin privatisiert weiter Volkseigentum. Grösste Käufer waren 2016 drei Bundesländer. Die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) ist schon mehrfach in die Verlängerung gegangen. Nach den aktuellsten diesbezüglichen Beschlüssen der Bundesregierung soll die Treuhand-Nachfolgerin noch bis zum Jahr 2030 ehemals volkseigene Agrarflächen in Ostdeutschland privatisieren. Da nicht mehr so sehr viel Ackerland und Wald übrig ist, wurde zugleich eine Obergrenze festgelegt, zumindest für landwirtschaftliche Flächen: Nicht mehr als 10‘000 Hektar sollen jährlich einen neuen Besitzer bekommen. Das Limit galt für 2016 zum ersten Mal, und die BVVG hat sich auch in etwa daran gehalten: Insgesamt wurden 10‘400 Hektar Ackerland veräußert, wie Geschäftsführer Stefan Schulz am Donnerstag in Berlin auf der Bilanzpressekonferenz berichtete. Die durchschnittliche Losgröße lag bei zwölf Hektar. Mit der Veräußerung in verkleinerten Paketen berücksichtige man die »agrarstrukturellen Ziele der Länder«, sagte Schulz. In jüngerer Vergangenheit war vielfach Kritik an der Preispolitik der BVVG laut geworden, auch aus Länderagrarministerien. Der Vorwurf: Die Gesellschaft als maßgeblicher Player fördere Preistreiberei und Spekulation mit dem Boden, wodurch Bauern zunehmend weniger in der Lage seien, die Kosten für Pachten und Landkäufe mit ihrer Arbeit zu erwirtschaften. Insgesamt hat die bundeseigene Gesellschaft im vergangenen Jahr fast (...). 
Junge Welt, 12.1.2017.
Junge Welt > Landwirtschaft. Privatisierung. Junge Welt, 2017-01-12.
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02.06.2016 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Ideologie
Landwirtschaft
Volltext
Bauernart. Editorial von Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work. Die Schweiz vergoldet ihre Bauern. Erstens erhalten sie von Bund, Kantonen und Gemeinden pro Jahr gut 4 Milliarden Franken Subventionen in Form von Direktzahlungen. Zweitens führen hohe Abschottungszölle zu hohen Preisen. Das macht rund 8000 Franken direkte und indirekte Subventionen pro Hektare aus. Doch zu viel ist offenbar nicht genug: Jetzt wollen sie auch noch ihre Grundstückverkäufe steuerfrei tätigen können. Die rechte Mehrheit im Nationalrat hat ihnen dieses 400-Millionen-Geschenk gerne gemacht. Als Dankeschön, dass die Bauernvertreter für die Unternehmenssteuerreform III stimmten. Ob so viel Unverfrorenheit lupft es auch SGB-Chefökonom Daniel Lampart den Hut. „Die Bauern leben auf unsere Kosten“, seien aber nicht einmal dem Arbeitsgesetz unterstellt, sagt er. Auch hätten sie Gesamtarbeitsverträge und Mindestlöhne immer bekämpft. Lampart: „Der Staat muss die Bauern endlich zu einem guten GAV zwingen.“ Gut gebrüllt, Kollege Lampart! Höchste Zeit, schlagen auch die Gewerkschaften in Sachen Käserei in der Vehfreude schärfere Töne an. Denn: Bodigt der Ständerat das bäuerliche 400-Millionen- Steuergeschenk nicht, wird es ein 200-Millionen-Loch in die AHV reissen. Jährlich! Die Schweiz war noch nie ein Arbeiter-und-Bauern-Staat. Schon die BGB, Vorläuferin der SVP, marschierte stramm rechts. Meinem dicken Seeland-Bauern-Götti war mein Uhrenarbeiter-Vater stets ein Dorn im Auge gewesen. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 2.6.2016.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Ideologie. Landwirtschaft. Work online, 2016-06-02.
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02.06.2016 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Work
Daniel Lampart
Landwirtschaft
Subvention
Volltext
Die Bauern leben auf unsere Kosten - das muss sich ändern! Indem sie ihre Grundstückgewinne vollständig von der Steuer befreien lassen wollen, haben die Bauern den Bogen überspannt. Der Nationalrat hat dieses 400-Millionen-Steuergeschenk auf Kosten der AHV und der öffentlichen Hand zwar noch abgenickt. Im Ständerat dürfte es für die Bauern jedoch schwieriger werden. Profiteure. Es ist höchste Zeit, dass das Land den Bauern auf die Finger schaut. Obwohl die Bauernvertreter im eidgenössischen Parlament meist stramm mit dem Wirtschafts- und Unternehmerflügel stimmen, sind sie die grossen Profiteure der staatlichen Zahlungen. Die Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden an die Landwirtschaft belaufen sich auf mittlerweile knapp 4,2 Milliarden Franken. Das sind rund 500 Franken pro Einwohnerin und pro Einwohner in der Schweiz. Die Wertschöpfung in der Landwirtschaft ist ungefähr gleich hoch, nämlich auch rund 4,2 Milliarden Franken. Das bedeutet indirekt, dass die Landwirtschaft in der Schweiz zwar nicht eigentumsmässig, aber in Bezug auf die Geldflüsse weitgehend verstaatlicht ist. Ohne staatliche Zuwendungen käme der Sektor in extreme Probleme. Effektiv erhalten die Bauern zusätzlich zu den direkt für die Landwirtschaft bestimmten staatlichen Mitteln noch weitere Vergünstigungen. Der Verkauf ihrer Produkte ist mehrwertsteuerfrei. Sie haben einen tieferen Eigenmietwert. Die Familienzulagen der selbständigen Bauern zahlt der Staat. Und die Landwirtschaftsbetriebe sind nicht dem Arbeitsgesetz (…). Daniel Lampart.
Work online.
Personen > Lampart Daniel. Landwirtschaft. Subventionen. Work online, 2016-06-02.
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19.05.2016 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Landwirtschaft
Produktionssteigerung
Volltext
Noch viel mehr produzieren. Die Produktion in der Provinz Artemisa muss entsprechend ihrer Möglichkeiten der aktuellen Nachfrage angepasst werden. Der Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats José Ramón Machado Ventura hatte einen Meinungsaustausch mit dem landwirtschaftlichen Sektor der Provinz über den Prozess der Aussaat, des Auftragswesens, des Verteilungssystems und der Vermarktung der Agrarproduktion der Provinz. Bei diesem Treffen, das in ähnlicher Form auch in den übrigen Provinzen stattfinden wird, sprach man über die wichtige Rolle der Produzenten Artemisas, die zusätzlich die grosse Verantwortung haben, die Versorgung der Hauptstadt zu gewährleisten. Der für den Bereich Landwirtschaft zuständige Delegierte Artemisas, Raimundo Espinosa, sagte, dass man grossen Wert darauf lege, dass die Produkte in den Netzen, über die sich die Bevölkerung versorgt, ständig vorhanden seien und dass die Kaufkraft des kubanischen Pesos erhöht werde. „Ausgehehend von den Anweisungen, die zur Vermarktung und zur Stärkung des Verteilungssystem erfolgt sind, wurden die notwendigen Angleichungen in der Leitungsstruktur vorgenommen, um die Produktion kontrollieren zu können“, sagte er. Machado Ventura machte deutlich, dass man nicht nur ein bisschen mehr, sondern viel mehr produzieren müsse. Er betonte, dass in dem Masse, wie die Preise gesenkt würden, es zu einer höheren Nachfrage komme und dafür müsse man gewappnet sein. (…).
Granma, 19.5.2016.
Granma > Landwirtschaft. Produktion. Granma, 2016-05-19.
Ganzer Text
18.05.2016 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Kleinbauern
Volltext
Der Erde verhaftet. Am 55. Jahrestag der Gründung des kubanischen Kleinbauernverbandes ANAP wurde Santiago als beste Provinz ausgezeichnet. Die Entschlossenheit der kubanischen Bauern, die Produktion der Agrarprodukte zu steigern, um eine Preissenkung bei den Nahrungsmitteln für die Bevölkerung möglich zu machen, wurde auf der zentralen Feier des 55. Jahrestags der Gründung der ANAP bestätigt. Der wunderschön in der Sierra Maestra gelegene Ort Vega de Limones war die Bühne für diese Feierlichkeit, die auch dem 90. Geburtstag von Fidel gewidmet war. War er es doch, der damals am 17. Mai auf dem 1. Kongress des Nationalen Verbands der Kleinbauern die Institution ins Leben rief. Während der Feier wurde der Provinz Santiago die Auszeichnung Beste Provinz verliehen. Unter den guten Leistungen der Provinz Santiago insgesamt stach der historische Kreis Tercer Frente noch einmal besonders hervor, der sich in den größten Kaffeeproduzenten des Landes verwandelt hat. In der zentralen Ansprache sagte der Vorsitzende der ANAP Rafael Santiesteban Pozo, der auch Mitglied des Staatsrats ist, dass es heute 3.321 Basisorganisationen der ANAP gebe und 11.859 Mitglieder neu hinzugekommen seien. Er hob besonders die Arbeit der Jugendlichen und die der Brigaden des Frauenverbandes innerhalb der ANAP hervor. (…).
Granma, 18.5.2016.
Granma > Landwirtschaft. Kleinbauern. Granma, 2016-05-18.
Ganzer Text
04.05.2016 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Landwirtschaft
Volltext
Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Produkte: Von der Spekulation allmählich zu geordneten Bahnen. Man sagt, dass wenn Landwirtschaft und Baseball etwas gemeinsam hätten, es das sei, dass bei beiden Themen sich alle Kubaner als Experten fühlten. Bei so viele Meinungsführern auf beiden Seiten fehlen die Schiedsrichter. Sicher ist, dass fast gleichzeitig mit dem Bekanntwerden der neuen Massnahmen, die die Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Produkte zum Schwerpunkt haben und in der Ausserordentlichen Offiziellen Gazette Nr. 15 veröffentlicht wurden, eine Menge Erwartungen in der Bevölkerung geweckt wurden. Was die logische Kritik an der Spekulation angeht, die die landwirtschaftlichen Produkte umgibt, fügt sich daran eine weitere Spekulation an – eine volkstümliche – wie weit nämlich diese Ordnungsmassnahmen real kurzfristig dem nahe kommen, was man anstrebt, ob „das nicht mehr vom dem ist, was wir schon kennen“, und dass, wenn bei den betroffenen Bauernmärkten das Sprichwort von „den neuen Besen“ nicht mehr wirkt, die bekanntlich nur am Anfang gut fegen, die alten Probleme wieder zurückkehrten. Es gibt sogar solche, die an der Existenz des notwendigen produktiven Rückhalts glauben, der notwendig ist, um bei der Nachfrage die von den kommerziellen Einheiten und der Bevölkerung ausgeht, eine nachhaltige Versorgung gewährleisten zu können... Und so gibt es eine ganze Anzahl von Besorgnissen. Dieses Mal schlägt Granma vor, diese Verfügungen, die gestern in Kraft traten und die einen grossen Teil der Märkte im ganzen Land betreffen, noch einmal zu studieren. Laut dem landwirtschaftlichen Direktor des (…).
Granma, 4.5.2016.
Granma > Landwirtschaft. Granma, 2016.05-04.
Ganzer Text
02.10.2014 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
WOZ
Bettina Dyttrich
Arbeitsbedingungen
Flüchtlnge
Volltext
Ernährungssouveränität. Quer in der Landwirtschaft. Ausgerechnet die Flüchtlinge sollen es richten. Wenn es nach dem Schweizerischen Bauernverband geht, sollen sie die Polen, Rumäninnen und Ungarn ersetzen, die heute auf Schweizer Feldern arbeiten. So wäre es vielleicht möglich, die „Masseneinwanderungsinitiative“ umzusetzen, ohne dass die Schweizer LandwirtInnen in Engpässe geraten. Mit ihrem Vorschlag zeigen die VertreterInnen des Schweizerischen Bauernverbands, die alles andere als flüchtlingsfreundlich eingestellt sind, was sie selbst von der Arbeit landwirtschaftlicher Angestellter halten: Sie ist das Letzte. Das stimmt auch - Angestellte im Gemüsebau arbeiten in fast allen Kantonen 55 oder mehr Stunden in der Woche und machen oft tagelang dasselbe: im stickigen Treibhaus Tomatentriebe ausbrechen, auf dem Bauch liegend Gurken ernten, mit steif gefrorenen Fingern Nüsslisalat schneiden. Anstrengend, monoton - und das alles für einen Lohn, mit dem sich in der Schweiz kaum leben lässt (siehe WOZ Nr. 17/14). Anstrengend wird diese Arbeit immer bleiben. Aber eintönig ist sie nur, weil die Betriebe immer grösser und spezialisierter werden. Gehetzt und entwürdigend ist sie, weil die Wertschätzung für die Nahrungsproduktion verloren gegangen ist - eine Wertschätzung, die sich über den Preis ausdrückt, aber nicht nur. Beides hängt zusammen: (…). Bettina Dyttrich.
WOZ, 2.10.2014.
WOZ > Landwirtschaft. Flüchtlinge. WOZ, 2.10.2014.
Ganzer Text
03.04.2014 Schweiz
Emigranten
Landwirtschaft
Personen
Work
Ralph Hug
Ausbeutung
Saisonnierstatut
Volltext

So kamen die „Jugos“ zu uns. Die SVP will wieder zurück zum Saisonnierstatut. Was das heisst, zeigt ein Blick in die wohl düsterste Phase der Schweizer Geschichte der vergangenen fünfzig Jahre. Zwei Tage lang sitzen die Landarbeiter in einen Extra-Eisenbahnwagen eingepfercht. Sie fahren von Belgrad bis nach Buchs SG: Einige Saisonniers sind zum Weggehen gezwungen worden. Etliche sind Analphabeten. Kaum einer weiss, was ihn in der Schweiz erwartet. Keiner spricht Deutsch. Sie wissen nicht, wohin sie kommen. Den Namen ihres künftigen Chefs kennen sie nicht. So schildert es der Zürcher Historiker Lukas Mäder. Er hat die Arbeitsmigration aus Südosteuropa erforscht.* Ein bis heute wenig bekanntes, aber dunkles Stück Schweizer Geschichte. Ab 1965 kommen jährlich etwa 300 Saisonniers aus Jugoslawien in die Schweiz. Noch hält Marschall Josip Broz Tito den sozialistischen Vielvölkerstaat fest im Griff. Und er ist am Deal mit der Schweiz interessiert: Jugoslawien hat viele Arbeitslose, vor allem im „armen“ Kosovo. Leute ohne Arbeit sind in Titos Sozialismus aber nicht vorgesehen. Da kommt es den Belgrader Bürokraten gerade recht, wenn sie sie „exportieren“ können. Umgekehrt brauchen die Schweizer Bauern dringend neue, billigere Knechte und Erntehelfer. Die Italiener, Spanier und Portugiesen „rentieren“ nicht mehr: Sie sind ihnen zu teuer. Der Bauernverband meldet also Bedarf beim Bund an. (…). Ralph Hug.

Work online, 3.4.2014.

Personen > Hug Ralph. Saisonnierstatut. Ausbeutung. Work. 2014-04-03.

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15.02.2013 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Unia Schweiz
Work
Matthias Preisser
Landarbeiter
Landwirtschaft
Umweltschutz
Volltext

In der Region produzierte, „grüne“ Lebensmittel sind im Trend. Zukunft der Landwirtschaft ist kleinbäuerlich. Weniger Agrarindustrie und mehr nachhaltige Landwirtschaft verlangt auch eine politische Plattform in der Schweiz. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in bäuerlichen Kleinbetrieben. Zu diesem Schluss kommt der Weltagrarbericht, der von der Uno in Auftrag gegeben wurde. Denn die industrielle Landwirtschaft zerstört Ressourcen und vergiftet unsere Lebensgrundlagen. Wichtigste Garanten einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung sind laut dem Weltagrarbericht kleinbäuerliche Strukturen. Schon heute ernähren Mini-Bauernhöfe in Asien und Afrika mit durchschnittlich gerade einmal 1,5 Hektaren 85 Prozent der Menschheit. (...). Matthias Preisser.

Work, 15.2.2013.
Personen > Preisser Matthias. Landwirtschaft. 2013-02-15.doc.

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09.07.2010 Schweiz
CS Credit Suisse
Landwirtschaft
SP Schweiz
UBS

Banken
Subvention
Die SP droht mit einer Initiative zur Aufteilung der Grossbanken. Die Grossbanken erhalten versteckte Subventionen von 4 bis 5 Milliarden Franken. Die SP will, dass die Banken selber für ihre Risiken geradestehen müssen. Wer sich bisher darüber aufgeregt hat, dass die Schweizer Bauern jedes Jahr mehrere Milliarden Franken an Staatsgeldern erhalten, muss sich nun auch über Oswald Grübel und Brady Dougan aufregen. Eine Studie des Zürcher Bankenprofessors Urs Birchler im Auftrag der SP hat ergeben, dass die beiden Grossbanken UBS und CS dank ihrer impliziten Staatsgarantie von Subventionen in der vergleichbaren Höhe von bis zu 5 Milliarden Franken profitieren. (...). David Schaffner. Bund. Freitag, 9.7.2010
13.05.2010 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Bettina Dyttrich

Wenn die Kuh beim Kauen strahlt. Was die Kuh frisst. Heute füttern fast alle MilchproduzentInnen ihren Kühen Getreide und Soja. Das gibt mehr Milch - doch davon haben wir sowieso schon zu viel. Zu Besuch bei einem Bauern in Unterwasser, der es anders macht. Und bei einem Forscher, der erklärt, warum den Kühen beinahe das Hirn abhanden gekommen wäre. (...). Fotos Ursula Häne. Bettina Dyttrrich. WOZ. Donnerstag, 13.5.2010
19.03.2010 Afrika
Landwirtschaft
Personen
Work
Jean Ziegler
Landwirtschaft
Afrika: Spekulation mit dem Hunger. Finanzspekulanten kauften 2009 in Schwarzafrika 20 Millionen Hektaren Ackerland. (...). Mit Fot von Jean Ziegler. Jean Ziegler. Work. Freitag, 19.3.2010
18.03.2010 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Bettina Dyttrich

Abonniert Rüebli! Ernährungssouveränität. Während im Parlament die SVP zeitweilig linker tönt als die SP, stehen im täglichen Leben immer mehr Linke auf dem Acker: Die Idee der regionalen Vertragslandwirtschaft ist in der Deutschschweiz angekommen. In der Agrarpolitik ist die Welt verkehrt. Auch letzte Woche wieder, im Ständerat. Da wurde ausführlich die globale Kleinbäuerinnenbewegegung Via Campesina zitiert: "Ja, dort steht es: Ernährungsouveränität ist das Recht jeder Nation, ihre eigene Kapazität zu erhalten und zu entwickeln, um Nahrungsmittel zu produzieren, die wichtig für die nationale und kommunale Ernährungssicherheit sind, und die kulturelle Vielfalt und die Vielfalt von Produktionsmethoden zu respektieren". (...). Foto von Ursula Häne. Bettina Dyttrrich. WOZ. Donnerstag, 18.3.2010
18.03.2010 Winterthur
Zürich
Landwirtschaft
Personen
Bettina Dyttrich

Wer arbeitet mit? Bäuerinnen und Konsumenten. Das Interesse an der gemeinschaftlich organisierten Landwirtschaft wächst: Jetzt kann man auch in Zürich und Winterthur aus solchen Initiativen im Abo kaufen. (...). Foto von Ursula Häne. Bettina Dyttrich. WOZ. Donnerstag, 18.3.2010
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