Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Gesundheitsschutz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 200

1 2 3 4 5 6 7 8
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Gemeinsam gegen zweite Corona-Welle. Maskenpflicht ist gut. Gratismasken besser. Nach den Lockerungen der Covid-Massnahmen nehmen die Ansteckungen wieder exponentiell zu. Damit steigt auch die Gefährdung im öffentlichen Verkehr. Die Unia begrüsst die Verstärkung des Schutzes von Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsweg; fordert aber, dass Bund und Kantone Schutzmasken für ÖV-Pendler und Pendlerinnen gratis abgeben. Die Gewerkschaft Unia begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrates, eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr zu verfügen: Neben der Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygienevorschriften können im öffentlichen Verkehr nur Schutzmasken dazu beitragen, die Ansteckungsrisiken auf dem Arbeitsweg zu senken. Aber Schutzmasken sind nicht billig und gehen für Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen schnell ins Geld. Bei Bund und Kantonen lagern zurzeit weit über 200 Millionen von der Armeeapotheke beschaffte Hygiene-Masken und warten auf ihren Bestimmungszweck. Dieser ist jetzt gekommen: Sie müssen jetzt sofort in Umlauf gesetzt werden und dazu beitragen, eine zweite Corona-Welle abzuwehren. Mit der Gratisabgabe – zum Beispiel über die Verteilung durch die öffentlichen Verkehrsbetriebe an den Bahnhöfen – kann die Maskenakzeptanz rasch gesteigert werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 1.7.2020.
Unia Schweiz > Oeffentlcher Verkehr. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-07-01.
Ganzer Text
17.06.2020 Schweiz
SEV-Zeitung

Fahrkarten
Gesundheitsschutz
Volltext
Kein Ticketverkauf ohne Schutz des Fahrpersonals! Die Anordnung, den Ticketverkauf beim Fahrpersonal einzustellen, wird diesen Freitag, 19. Juni, aufgehoben. Für den SEV ist klar, dass kein Ticket verkauft werden darf, ohne dass den Busfahrer/innen der notwendige Schutz geboten wird. Die Wiederaufnahme des Ticketverkaufs erfolgt in der Kompetenz und Verantwortung der Transportunternehmen (TU), wie die Systemführerin Postauto mitteilt. Sie hängt auch davon ab, ob die TU das Schutzkonzept beim Ticketverkauf umsetzen können. Hier setzt auch der SEV an: Der Ticketverkauf im Fahrzeug kann erfolgen, wenn dem Busfahrer oder der Busfahrerin angemessener Schutz geboten wird, beispielsweise mit einer Plexiglas-Scheibe, welche die Fahrerkabine abtrennt, genügend Handdesinfektionsmittel und bei Bedarf Handschuhen. Kann das Personal nicht ausreichend geschützt werden, darf kein Ticketverkauf beim Fahrpersonal stattfinden! Der SEV setzt sich ein für den Schutz seiner Mitglieder. Wenn die Fahrerkabine im Bus nicht hinreichend geschützt ist, soll ausserdem die vorderste Sitzreihe für Fahrgäste auch weiterhin gesperrt bleiben. Der SEV appelliert an die Reisenden, sich und andere zu schützen und die Massnahmen des Bundes gegen die Ausbreitung des Coronavirus’ zu befolgen.(…).
SEV-Zeitung, 17.6.2020.
SEV-Zeitung > Fahrkarten. Gesundheitsschutz. SEV-Zeitung, 2020-06-17.
Ganzer Text
04.06.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Eine weitere Bedrohung, die keinen Stillstand zulässt. Wenn der Sommer kommt und die Regenfälle wieder häufiger werden, findet die Aedes Aegypti-Mücke, die Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya und Gelbfieber überträgt, ideale Bedingungen, um sich auszubreiten. Der intensive Kampf gegen das neue Coronavirus hat uns gelehrt, dass jede Nachlässigkeit oder Verantwortungslosigkeit die eigene Gesundheit, die Gesundheit der Familie und der Gemeinschaft gefährden kann. Die schmerzhafte Begegnung mit dem Sars-CoV-2, die uns gezwungen hat, uns in eine umsichtige Isolation zurückzuziehen, könnte uns an die Anfälligkeit des Menschen für ansteckende Krankheiten erinnern, die Leben kosten, Familie Leiden zufügen und die Gesundheitskosten eines Landes vervielfachen können. Wenn der Sommer kommt und die Regenfälle wieder häufiger werden, findet die Aedes Aegypti-Mücke, die Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya oder Gelbfieber überträgt, ideale Bedingungen, um sich auszubreiten. Laut Dr. Carilda Peña García, Direktorin für Überwachung und Vektorkontrolle des Gesundheitsministeriums, gibt es in Kuba zur Zeit keine Übertragung von Arboviren. Die komplexe Situation in der Region Amerika sei jedoch bereits besorgniserregend, was die Anzahl der Infektionen und der damit verbundenen Todesfälle aufgrund dieser Krankheiten betrifft, weshalb auf unserer Insel bereits die Alarmglocken für Prävention und Massnahmen ausgelöst werden.
Kuba aktiviert seine Präventions-Strategie, zunächst hinsichtlich der dringenden Forderung nach ziviler  (…).
Granma, 4.6.2020.
Granma > Coronavirus. Vorsorge. Granma, 2020-06-04.
Ganzer Text
20.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Gesundheitsschutz
Spitalpersonal
Volltext
Bundesrat setzt wichtige Schutzbestimmungen für das Spitalpersonal wieder in Kraft. Während sich die Corona-Pandemie in der Schweiz mit Wucht ausbreitete, beschloss der Bundesrat vor zwei Monaten mit einer Hüftschussverordnung, die minimalen Gesundheitsschutzbestimmungen betreffend Pausen und Ruhezeiten für das Spitalpersonal aufzuheben. Der VPOD lancierte deshalb im März eine Petition, die von 80'000 Personen unterschrieben wurde, und überreichte diese dem Bundesrat mit dem dringenden Appell, die teilweise Sistierung des Arbeitsgesetzes in den Spitälern rückgängig zu machen. Der VPOD ist zufrieden mit dem heutigen Beschluss des Bundesrates, die wichtigen Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes für das Spitalpersonal ab Anfang Juni wieder in Kraft.
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 20.5.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Spitalpersonal. VPOD Schweiz, 2020-05-20.
Ganzer Text
15.05.2020 Zürich
VBZ
VPOD Zürich

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
VPOD Zürich verteilt Masken an Fahrgäste. Seit vier Tagen fahren die Tram und Bus in der Stadt Zürich wieder regulär. Regierungsrätin Carmen Walker Späh und der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) empfehlen den Fahrgästen dringend Masken zu tragen, wenn die Distanzregeln nicht eingehalten werden können. Aus Eigenverantwortung und Solidarität. Wie sie in der Medienkonferenz vom 7. Mai verlautbarten. Das genügt nicht. Auch am vierten Tag des regulären ÖV-Betriebs tragen erst wenige Fahrgäste eine Maske. Selbst in gut gefüllten Fahrzeugen, in denen der 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. Der VPOD Zürich unterstützt die Fahrgäste und VBZ-Mitarbeitende dabei Eigenverantwortung und Solidarität wahrzunehmen und hat deshalb heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr am Bahnhof Wiedikon 200 Masken verteilt. Eine grosse Mehrheit der Passagiere hat die Masken dankend mitgenommen. Das Schutzkonzept des Kantons für das Personal der Verkehrsbetriebe setzt primär auf Eigenverantwortung und Solidarität der Fahrgäste. Aus Sicht des VPOD ein ungenügendes Konzept, wie die Erfahrungen aus den letzten Tagen befürchten lassen – die dringende Empfehlung von Kanton und ZVV bleibt Makulatur, solange der Aufwand für den Erwerb von Masken zu gross ist. (…).
VPOD Zürich, 15.5.2020.
VPOD Zürich > Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Zuerich, 2020-05-15.
Ganzer Text
11.05.2020 Schweiz
Bildung
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Gesundheitsschutz
Kindertagesstätten
Volltext
Kitas und Schulen - Das Personal muss geschützt werden. Abstandsregeln sind in der Kita nur schwer umsetzbar. Mit der Wiedereröffnung der Schulen und dem „Hochfahren“ der Kinderbetreuung stellen sich Fragen zum Schutz des Personals und der Kinder. Vielen Betroffene haben Sorgen und Bedenken, weil alle wissen, dass Abstandsregeln mit Kindern nicht wirklich eingehalten werden können. Es ist in den letzten Wochen deutlich geworden, dass viele Fragen rund um den Schutz vor dem Corona-Virus bisher nicht beantwortet werden können. Die Wiedereröffnung der Schulen, die mit der Öffnung der Kinderbetreuung für alle einhergeht, wird daher von vielen Betroffenen mit Sorgen und Bedenken gesehen. Allen Beteiligten muss klar sein, dass Abstandsregeln von 2 Metern in der Arbeit mit Kindern nicht eingehalten werden können. Von älteren Kindern kann man erwarten, dass sie die Distanz zu den Erwachsenen einhalten. Einem Kindergartenkind oder noch jüngeren Kindern beim Zuknöpfen der Jacke zu helfen oder Essen zu geben, ohne ihm nahe zu kommen, ist aber nicht möglich und wäre auch pädagogisch unsinnig. Ausserdem ist der Wiedereinstieg nach der zweimonatigen Pause für kleinere Kinder fast wie ein Neubeginn – das Betreuungspersonal ist auch dadurch jetzt ganz besonders gefordert. Entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen der Fachleute und des VPOD wurde die Beschränkung der Gruppengrössen in Kitas vom Bundesamt für Gesundheit inzwischen aufgehoben. (…). Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
Personen > Flittner Christine. Kita. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
Ganzer Text
28.04.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz durchsetzen statt wegschauen! Ohne konsequente Einhaltung der Schutzmassnahmen droht ein Wiederanstieg der Fallzahlen, sagen die Behörden. Doch in ganzen Branchen – dem Detailhandel zum Beispiel – fehlt ein Schutzkonzept. Genauso schlecht sieht es bei den Kontrollen aus. Der Bundesrat muss jetzt hinschauen und für klare Verhältnisse sorgen. Das nützt allen. Hundertausende von Beschäftigten sollen in den nächsten Wochen wieder die Arbeit aufnehmen, unter anderem im Detailhandel. Doch dort weigert sich der Branchenverband Swiss Retail ein verbindliches Schutzkonzept für die Branche zu erlassen. In der Mehrheit der Läden wurden auch die Beschäftigte noch nicht konsultiert – wie das im Gesetz vorgesehen wäre. Auch in anderen Branchen wurden die Sozialpartner weitgehend nicht einbezogen und zumeist ungenügende Konzepte verabschiedet. Wenn der Bundesrat – wie er es angekündigt hat – eine weitergehende Öffnung von der strikten Einhaltung der Schutzmassnahmen abhängig macht, dann muss er nun entweder einen Stopp verfügen oder endlich verbindliche und abgesprochene Schutzkonzepte einverlangen. Bereits bisher Vollzugsnotstand wegen zu wenigen Kontrolleuren Seit dem Beginn der Covid-19-Krise hat die Unia den Kontrollinstanzen mehr als 4’000 Hinweise von betroffenen Arbeitnehmenden weitergeleitet, dass die Schutzmassnahmen an ihrem Arbeitsplatz nicht eingehalten werden. Das Problem: Es fehlen die Kontrolleure, um nur schon diesen Meldungen nachzugehen. Rund 30 Kontrolleure der Suva sollen schweizweit mehr als 30'000 …).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.4.2020.
Unia Schweiz > Gesundheitsschutz. Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-04-28.
Ganzer Text
28.04.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Unia-Umfrage zeigt Missstände in der Logistik- und Transport-Branche. Ungenügender Corona-Schutz: Arbeitsbedingungen in der Logistik müssen stärker kontrolliert werden. Die Logistik- und Transport-Branche ist in Corona-Zeiten stark exponiert. Eine Erhebung der Gewerkschaft Unia mit knapp tausend Rückmeldungen zeigt, dass es bei der Umsetzung der Schutzmassnahmen hapert. Es braucht dringend grössere Anstrengungen der Arbeitgeber sowie mehr und bessere Kontrollen durch die Behörden. Die Unia fordert auch eine generelle Aufwertung der Logistik-Berufe und eine Corona-Prämie für die Beschäftigten. Die Beschäftigten in der Logistik und im Transport sind aufgrund des hohen Arbeitsanfalls und vieler Kundenkontakte derzeit besonders exponiert. Deshalb hat die Unia ein Online-Meldeformular bereitgestellt, wo Angestellte aus der Branche Verstösse gegen die Schutzmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) melden können. Schutzmassnahmen werden ungenügend umgesetzt. 43 Prozent der Rückmeldungen beanstanden, dass der Mindestabstand von zwei Metern zwischen Arbeitnehmenden nicht permanent eingehalten wird. Bei einem Drittel werden Arbeitsmittel (Hubwagen, Führerhaus, Lenkrad, Arbeitsflächen) nicht regelmässig desinfiziert oder sie verfügen über kein Desinfektionsmittel, um dies selbst zu tun. Bei 28 Prozent wurden auch im Kontakt mit Kund/innen keinerlei Massnahmen getroffen, um den direkten Kontakt zu reduzieren. Teilweise verantwortungsloser Umgang mit Erkrankungen. (…).
Unia Schweiz, 28.4.2020.
Unia Schweiz > Gesundheitsschutz. Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-04-28.
Ganzer Text
17.04.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Coronavirus: Besonders gefährdete Arbeitnehmende wieder besser geschützt. Die Gewerkschaften haben erreicht, dass besonders gefährdete Personen wieder besser geschützt werden Auf Druck der Gewerkschaften hat der Bundesrat den Schutz für besonders gefährdete Arbeitnehmende wiederhergestellt. Sie können zuhause arbeiten oder werden bei voller Lohnzahlung freigestellt. Mit der Anpassung der Covid-19-Verordnung sind die Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet, besonders gefährdete Personen von zuhause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene, zumutbare Ersatzarbeit im Home Office. Lohneinbussen oder Ferienbezug bzw. Abbau von Überstunden oder Überzeit sind verboten. Arbeitnehmende können Nein sagen. Ist die Präsenz am Arbeitsplatz unabdingbar, muss der Arbeitgeber die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Eine besonders gefährdete Person kann jedoch immer eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet. Die Arbeit im Betrieb ist also auf jeden Fall nur auf freiwilliger Basis und nach Ergreifung spezifischer Gesundheitsmassnahmen durch den Arbeitgeber möglich. Löhne werden weiter gezahlt. Ist eine Arbeitsleistung zuhause oder vor Ort nicht möglich, hat der Arbeitgeber die Person unter Lohnfortzahlung freizustellen, wobei der Betrieb Kurzarbeitsentschädigung beantragen sollte. (…).
Unia Schweiz, 17.4.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-04-17
Ganzer Text
10.04.2020 Schweiz
VPOD Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Endlich: Bundesrat schützt Risiko-Arbeitnehmende. Endlich hat der Bundesrat den unheilvollen Artikel 10c der Corona-Verordnung präzisiert, die bisher die Arbeitnehmenden auch dann zur Arbeit schickte, wenn sie einer Corona-Risikogruppe angehören. Der VPOD begrüsst die lange fällige Änderung. Der Bundesrat hat heute den Schutz für die gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder verstärkt - der VPOD begrüsst das. Neu gilt: "Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit." Wenn die Präsenz unabdingbar ist, muss der Arbeitgeber die betreffende Person durch Änderung der Abläufe oder des Arbeitsplatzes schützen. Wichtig ist die neue Möglichkeit eines Arbetinehmer-Vetos: "Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet." Dann muss der Arbeitgeber die betroffene Person unter Lohnfortzahlung freistellen. Er kann aber ein ärztliches Attest verlangen, dass die Zugehörigkeit zu einer (nicht welcher) Risikogruppe nachweist. Der VPOD ist befriedigt, dass die gewerkschaftliche Inrtervention endlich Wirkung gezeigt hat. Es wäre absurd, ausgerechnet den Gefährdeten die Beweislast aufzuerlegen - nach bisheriger Regelung hätten sie unter dem Risiko des Stellenverlusts die Behörden einschalten müssen. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich ist das neue Arbeitnehmer-Veto wertvoll. Auch der SGB ist erleichtert, dass gefährdete Arbeitnehmende nun nicht mehr dazu gezwungen werden können, zur Arbeit zu gehen. (…).
VPOD Schweiz, 10.4.2020.
VPOD Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-04-10.
Ganzer Text
09.04.2020 Egerkingen
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Solidarität
Volltext
Solidaritäts-Aktion auf der Autobahn für Chauffeur/innen. «Ihr bringt’s! Solidarität mit Logistikerinnen und Chauffeuren»: Ein Transparent mit dieser Botschaft hängte die Unia heute Morgen bei Egerkingen über die Autobahn. Neben Dank gebührt den Arbeitnehmenden in Logistik und Transport auch ein angemessener Gesundheitsschutz und eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. In Krisenzeiten wird offensichtlich, welche Dienstleistungen für eine Gesellschaft absolut unentbehrlich sind. Dazu gehören Logistik und Transport. Leider entsprechen die Arbeitsbedingungen in dieser Branche nicht der gesellschaftlichen Bedeutung der Arbeit. Logistiker/innen und Chauffeur/innen arbeiten Tag für Tag, um lebenswichtige Güter verfügbar zu halten. Hohes Risiko, schlechte Arbeitsbedingungen. Die Arbeitnehmenden sind dabei einem erhöhten Ansteckungsrisiko, Stress, einer hohen physischen Belastung und Überwachung ausgesetzt. Sie leisten Nacht- und Sonntagsarbeit und zurzeit zahlreiche Überstunden unter prekären Arbeitsbedingungen. Auch tiefe Löhne prägen das Bild der Branche. Verstösse sollen gemeldet werden Die Unia erhielt in den letzten Wochen hunderte Meldungen aus Schweizer Logistik- und Transportbetrieben wegen mangelhafter Umsetzung der BAG-Schutzmassnahmen. Die Unia lanciert angesichts dieser Situation eine Corona-Checkliste für die Beschäftigten in Logistik und Transport. Schutz statt immer mehr Druck. (…).n.
Unia Schweiz, 9.4.2020.
Ubia Schweiz > Chauffeure, Chauffeusen. Solidaritaetsaktion. Unia Schweiz, 2020-04-09.
Ganzer Text
09.04.2020 Griechenland
Flüchtlinge
Personen
Work
Patricia D Incau
Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Pflegerin Maria Fix (29) über die Lage im Flüchtlingscamp Moria: „Ein einziger Wasserhahn für 1300 Menschen“. Wann Corona auf Lesbos ankommen wird, ist unklar. „Aber schwappt es ins Lager Moria über, könnte es zur Katastrophe kommen“, sagt Maria Fix. Sie ist eine der wenigen, die vor Ort immer noch Hilfe leisten. Work: Maria Fix, Sie arbeiten als Krankenpflegerin im Flüchtlingscamp auf der Insel Lesbos. Was spielt sich da gerade ab? Maria Fix: Die Insel ist im Moment ein richtiger Geisterort. Die griechischen Behörden haben eine Ausgangssperre verhängt. Die Einheimischen müssen in ihren Häusern bleiben. Das Lager Moria ist abgeriegelt. Jetzt sitzen hier 20 000 Menschen auf engstem Raum. Eingesperrt. Ich kann es nicht anders sagen. Wir gehören zu den wenigen, die noch ins Camp können, weil wir medizinische Hilfe leisten. Viele Freiwillige und Nichtregierungsorganisationen, die für die Geflüchteten wichtig waren, dürfen nicht mehr rein. Gibt es in Moria Massnahmen gegen Corona? Abstand halten, zu Hause bleiben, die Hände desinfizieren – all das ist für die Menschen im Lager unmöglich. Bei der Essensausgabe stehen sie Schulter an Schulter. Auf vier Quadratmetern wohnt eine ganze neunköpfige Familie. Wir haben im Camp Seife verteilt. Nur, hier kommen auf einen einzigen Wasserhahn 1300 Menschen. Und auch das nur theoretisch. Denn die Wasserhähne haben nicht rund um die Uhr Wasser. Mal funktioniert der eine, mal der andere. Das System ist derart überlastet. Pflegerin. Maria Fix kommt aus Deutschland und ist aktuell im griechischen Flüchtlingscamp Moria im Einsatz. (::. Patricia D'Incau.
Work online, 9.4.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Flüchtlinge. Coronavirus. Work online, 2020-04-09.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Wir fordern Solidarität mit den Schwächsten und die Einhaltung ihrer Rechte. In den ersten Tagen der Pandemie hielt der Bund fest, dass gefährdete Personen unter Lohnfortzahlung beurlaubt werden können, falls sie ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Dies nach Einreichen einer persönlichen Erklärung. Der Arbeitgeber konnte seinerseits ein ärztliches Attest verlangen. Diese Regelung hat der Bundesrat am 20. März geändert: Gefährdete Personen können seither weiterhin zur Arbeit aufgeboten werden, sofern der Arbeitgeber die Schutzmassnahmen gewährleisten kann. Als solche gelten das Händewaschen und ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Menschen. Doch wer kontrolliert, ob die Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz gewährleistet sind? Die zuständigen Arbeitsinspektorate sind bereits in normalen Zeiten überlastet. Tausende gefährdete Personen arbeiten heute tagtäglich im Gesundheitsbereich, so etwa in der häuslichen Pflege, in Alters- und Pflegeheimen oder in Krankenhäusern. Sie stehen oft in engem Kontakt mit COVID-PatientInnen, sei es in ihrer Funktion als FaGe, PflegehelferInnen, diplomierte Pflegefachfrauen oder Reinigungskräfte: "Wenn ich nicht gehe, werde ich gefeuert, und wenn ich gehe, riskiere ich meine Haut", hören wir von den Betroffenen. Dabei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle. Täglich erreichen uns Hilferufe und Anfragen aus allen Regionen. Sie zeigen, dass die Arbeitgeber diese Regelung umfassend durchsetzen. Anbei ein paar Beispiele: (…). Elvora Wiegers.
VPOD Schweiz, 8.4.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-04-08.
Ganzer Text
03.04.2020 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
SBB-Cargo
Volltext
WEKO genehmigt Beteiligung an SBB Cargo. SBB-Cargo muss Personal einstellen. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV muss die Zustimmung der Wettbewerbskommission zum Zusammenschluss der vier Strassentransporteure bei SBB Cargo zu einem Fortschritt führen. „Wir erwarten vom neuen Minderheitsaktionär, dass er SBB Cargo zusätzliche Transportaufträge bringt und sich im Verwaltungsrat für eine Wachstumsstrategie einsetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Wir erwarten zudem, dass SBB Cargo die Arbeitsplätze erhalten oder sogar ausbauen wird. Die Coronavirus-Krise darf nicht als Vorwand für den Abbau von Arbeitsplätzen benutzt werden“. „Wir hoffen insbesondere, dass der neue Minderheitsaktionär dazu beiträgt, dass das phantasielose Streichen von Zustellpunkten und Schrumpfen des Einzelwagenladungsverkehrs, wie bisher praktiziert, endlich aufhören“, präzisiert Philipp Hadorn. „Denn wenn das Unternehmen laufend Zustellpunkte mit der dazugehörenden Infrastruktur abbaut und weitere Kunden vergrault, bringt es sich um die nötigen Voraussetzungen, um am prognostizierten Wachstum des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren angemessen teilhaben zu können.“Gute Sozialpartnerschaft ist notwendig. „«So erwarten wir uns vom neuen Minderheitsaktionär einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze“, führt Philipp Hadorn weiter aus. (…).
SEV, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SEV > SBB-Cargo. Gesundheitsschutz. SEV, 2020-04-03.
Ganzer Text
03.04.2020 Schweiz
SGB

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Die Zeit drängt: Noch immer keine Lösung für besonders gefährdete Arbeitnehmende. Die Situation für durch den Coronavirus besonders gefährdete Arbeitnehmende ist unhaltbar – sie können je nach Umständen zur Arbeit gezwungen werden. Dies obwohl der Bundesrat gerade für solche Risiko-Personen sonst die absolute Selbstisolation verordnet: Menschen, die laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) weder einkaufen noch ihre Enkelkinder, Familie oder Freunde sehen dürfen, müssen nun plötzlich wieder arbeiten gehen. Der Bundesrat untergräbt mit seiner widersprüchlichen Revision vom 20. März seine gesamte Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wie kann es sein, dass einerseits 15jährige, die in einem Park mit mehr als vier Personen Fussball spielen, mit einer Geldstrafe belegt werden, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit den Schutz der besonders gefährdeten Menschen zu garantieren – während andererseits der Bundesrat gleichzeitig Regeln erlässt, dass 60jährige, die z. B. an Krebs erkrankt oder von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen sind ohne jegliche Kontrolle der Arbeitsbedingungen zur Arbeit gezwungen werden können? (…).
SGB, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SGB > Coronavirus. Gesundheitsschutz. SGB, 2020-04-03.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Syndicom

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Die Zeit drängt: Noch immer keine Lösung für besonders gefährdete Arbeitnehmende. Die Situation für durch den Coronavirus besonders gefährdete Arbeitnehmende ist unhaltbar – sie können je nach Umständen zur Arbeit gezwungen werden. Dies obwohl der Bundesrat gerade für solche Risiko-Personen sonst die absolute Selbstisolation verordnet: Menschen, die laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) weder einkaufen noch ihre Enkelkinder, Familie oder Freunde sehen dürfen, müssen nun plötzlich wieder arbeiten gehen. Der Bundesrat untergräbt mit seiner widersprüchlichen Revision vom 20. März seine gesamte Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wie kann es sein, dass einerseits 15jährige, die in einem Park mit mehr als vier Personen Fussball spielen, mit einer Geldstrafe belegt werden, mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit den Schutz der besonders gefährdeten Menschen zu garantieren – während andererseits der Bundesrat gleichzeitig Regeln erlässt, dass 60jährige, die z. B. an Krebs erkrankt oder von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen sind, ohne jegliche Kontrolle der Arbeitsbedingungen zur Arbeit gezwungen werden können? Folge davon sind Angst und grosse Rechtsunsicherheit am Arbeitsplatz, nicht nur für die Arbeitnehmenden. Arbeitgeber können sich nämlich u. a. der Gefährdung des Lebens gemäss StGB strafbar machen, wenn sie besonders gefährdete Arbeitnehmende beschäftigen. (…).
Syndicom, 6.4.2020.
Syndicom > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Syndicom, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Vorwärts

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Gesundeit vor Profit? Die Schweiz muss die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen schützen! Für die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat immer noch nicht den Beschluss gefasst, auf den die Arbeiterinnen ungeduldig warten: die Schliessung der Baustellen, der Fabriken sowie generell die Einstellung der nichtessentiellen Produktion. Gar das Gegenteil ist der Fall: Die Regierung befürwortet die Fortsetzung der wirtschaftlichen Tätigkeit zu Lasten des Gesundheitsschutzes der Arbeiter*innen, da nur eine Minderheit auf Homeoffice umstellen kann. Für die PdAS darf das Streben nach Gewinn keinesfalls Vorrang haben vor dem Recht der Arbeiter*innen auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Es ist höchste Zeit, dass unsere Regierung und unser Parlament die notwendigen Verpflichtungen gegenüber den arbeitenden Klassen unseres Landes eingehen! Getreu ihrer unsozialen Tradition hat die Schweizer Regierung bisher nur sehr wenige Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) unterzeichnet. Unter anderem hat sie sich geweigert, das Übereinkommen Nr. 187 über den „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“ von 2006 zu ratifizieren. Es handelt sich um einen verbindlichen Vertragstext, der von 49 Ländern, darunter Österreich, Belgien, Deutschland sowie Kanada, ratifiziert wurde und unter anderem Folgendes vorsieht: (…).
Vorwaerts, 2.4.2020.
Vorwaerts > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Vorwaerts, 2020-04-02.
Ganzer Text
27.03.2020 Schweiz
SGB

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden muss gewährleistet werden! Besorgniserregende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt – Kurzarbeit auf Höchststand, mehr Flexibilität für die Kantone. Der Bundesrat schafft wichtige Klarheit, ob und wie die Kantone weiterführende Massnahmen ergreifen dürfen, um die Corona-Krise eindämmen zu können („Krisen-Fenster“). Dringend intensiviert werden muss der Vollzug der bezüglich Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz getroffenen Massnahmen. Dabei stehen nun auch die Kantone und die Arbeitgeberverbände in der Pflicht. Störend ist weiterhin, dass besonders gefährdete Arbeitnehmende wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren sollen. Die Lage für die Arbeitnehmenden spitzt sich von Tag zu Tag zu, bereits 656`000 sind von Kurzarbeit betroffen. Der Bundesrat anerkennt nun, dass einige Kantone Massnahmen ergreifen müssen, um ihrer besonderen Situation Rechnung tragen zu können. Der SGB begrüsst diese neue Möglichkeit, die den Kantonen nun aber auch eine echte Verantwortung auferlegt: Sie müssen die Probleme in den Branchen erfassen und schnell wirksame Kontrollstrukturen aufbauen. Das Kriterium des Ausbleibens der Grenzgänger ist für den SGB aber sachfremd und nicht nachvollziehbar. (…).
SGB,, Medienmitteilung, 27.3.2020.
SGB > Coronavirus. Gesundheitsschutz. SGB, 2020-03-27.
Ganzer Text
27.03.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
COVID-19-Verordnung: Krisenfenster für Kantone – Gesundheit muss Priorität haben. Der Bundesrat hat die Covid-19-Verordnung heute erneut angepasst. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Einführung eines Krisenfensters für die Kantone richtig. Der Bundesrat berücksichtigt damit die spezifische Situation im Kanton Tessin und vermeidet einen unnötigen Konflikt. Leider hat er die temporären Verschlechterungen des Arbeitsgesetzes für Angestellte in den Spitälern nicht rückgängig gemacht, aber immerhin hat er präzisiert, dass zeitliche und finanzielle Kompensationen weiterhin geschuldet werden. Travail.Suisse fordert die Kantone nachdrücklich dazu auf, mehr Personal für die Kontrolle des Gesundheitsschutzes in den Betrieben einzusetzen. Der Staatsrat des Kantons Tessin hat mit Unterstützung der Tessiner Sozialpartner die Wirtschaft im Grundsatz gestoppt. Der Corona-Virus ist im Tessin bereits stärker verbreitet und die Behörden vor Ort sahen sich gezwungen zu handeln. Travail.Suisse steht in engem Kontakt mit seiner Mitgliedsorganisation OCST, der Gewerkschaftsorganisation Organizzazione Cristiano Sociale ticinese, und begrüsst, dass in dieser Situation eine pragmatische Lösung gefunden werden konnte und die Tessiner Unternehmen mit dem heutigen Entscheid des Bundesrates für ihre Mitarbeitenden Kurzarbeitsentschädigung beantragen können. „Der Bundesrat hat mit dem Krisenfenster ein Instrument geschaffen, um den spezifischen Situationen in den Kantonen begegnen zu können“ sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 27.3.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Travail.Suisse, 2020-03-27.
Ganzer Text
24.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Covid-19: Gefährliche Aufweichung des Arbeitsgesetzes. Corona-Krise darf nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gehen. Der Bundesrat hat letzten Freitag wichtige Entscheide zugunsten der Beschäftigten getroffen. Doch er hat auch in verschiedenen Bereichen den Schutz der Arbeitnehmenden gelockert. Die Gewerkschaft Unia hält klar fest, dass die gegenwärtige Pandemie nicht missbraucht werden darf, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Der Bundesrat hat insbesondere in der Logistik- und Transportbranche sowie bei Kurierdienstleistungen massgebliche Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausser Kraft gesetzt. Das ist problematisch, zumal die Arbeitnehmenden und ihre Gewerkschaften in keinem Fall konsultiert wurden. Deregulierungen sind nicht zulässig, ausser es gibt eine nachweisbare Notwendigkeit in absolut essenziellen Bereichen (Grundversorgung), die Sozialpartner werden einbezogen, stimmen geschlossen zu (Ausnahmebewilligung) und es gibt klare kompensatorische Massnahmen für die Arbeitnehmenden. Ausnahmen müssen zeitlich sehr beschränkt sein und sofort aufgehoben werden, sobald die Situation sich entschärft. Transport: Chauffeur/innen am Limit. Für Chauffeur/innen wurden die Ruhezeitbestimmungen massiv gelockert: Innert zwei aufeinanderfolgenden Wochen sollen sie künftig bis zu 112 Stunden (statt 90) fahren, die vorgeschriebenen wöchentlichen Ruhezeiten werden von 45 auf 36 Stunden reduziert. Diese Massnahmen entstammen direkt dem Wunschzettel der grossen Detailhändler (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 23.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus.. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-03-23.
Ganzer Text
24.03.2020 Schweiz
Syndicom

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Syndicom fordert die Schliessung von Baustellen. in der Netzinfrastruktur-Branche. Auf vielen Baustellen der Netzinfrastruktur-Branche können die nötigen Schutzmassnahmen nicht gewährleistet werden. Die Gewerkschaft Syndicom fordert daher vom Bund, dass alle Netzinfrastruktur-Arbeiten eingestellt werden, ausser jene, die dem Aufrechterhalten der nötigen und kritischen Infrastruktur dienen. Dies zum Schutz der Arbeitnehmenden und zur Eindämmung des Coronavirus. Die neuen Erkenntnisse u.a. aus dem Tessin zeigen, dass für die Eindämmung des Coronavirus eine strenge Einhaltung der Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) notwendig ist. Die Abstandsregelungen können jedoch auf vielen Baustellen kaum eingehalten werden. Unabhängige Arbeitsinspektorate der Kantone können die Umsetzung dieser Massnahmen gemäss SECO-Checkliste nicht flächendeckend gewährleisten, ebenso wenig die Sicherheitsbeauftragten der Unternehmen. Damit wird nicht nur der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden auf den Baustellen aufs Spiel gesetzt, sondern gleichzeitig eine weitere Ausbreitung der Pandemie in Kauf genommen. Aufrechterhalten der nötigen und kritischen Infrastruktu. (…).
Syndico, 24.3.2020.
Syndicom > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Syndicom, 2020.03-24.
Ganzer Text
20.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einstellen – Schutz in exponierten Branchen durchsetzen! Die Massnahmen des Bundes sollen die Verbreitung des Covid-19 Virus verlangsamen. In den letzten Tagen wurde aber klar: Sie werden in vielen Betrieben nicht eingehalten – und die Behörden setzen die Massnahmen nicht durch. Das ist inakzeptabel und inkohärent. Jetzt gilt es die Konsequenzen zu ziehen und die Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einzustellen. Unternehmen sollen nachweisen müssen, dass sie die Tätigkeit im Rahmen der behördlichen Schutzvorgaben weiterführen können. Der Bundesrat hat Verhaltensregeln und weitgehende Einschränkungen des Alltagslebens beschlossen, um die Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen. Ziel: Menschenleben retten und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern. Diese Regeln gelten auch für die Arbeitswelt. Viele Unternehmen mussten bereits schliessen. Alle anderen müssen jetzt mit ausserordentlichen Massnahmen zum Schutze ihrer Beschäftigten ebenfalls ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Verweigerungshaltung auf Arbeitgeberseite – Vollzugsnotstand bei den Behörden. Die Unia wird von Anfragen besorgter, verzweifelter und empörter Arbeitnehmenden überschwemmt. (…).
Unia Schweiz, 20.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-03-20.
Ganzer Text
25.02.2020 Schweiz
Bauwirtschaft
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Volltext
Termin- und Zeitdruck sind eine wachsende Gefahr – Bauarbeiter sagen Stopp! Der steigende Termindruck auf den Baustellen ist eine Gefahr. Die Gesundheit der Bauarbeiter leidet unter dem zunehmenden Stress, die Qualität der Arbeit nimmt ab, die Arbeitssicherheit kommt zu kurz. Das zeigen die Ergebnisse einer grossen Umfrage, welche die Unia letzten Herbst bei über 12'000 Bauarbeitern durchgeführt und heute an einer Medienkonferenz vorgestellt hat. Zusammen mit der Unia wollen die Bauarbeiter daraus nun konkrete Forderungen entwickeln. Der schweizerischen Bauwirtschaft geht es ausgezeichnet. Es wird gebaut wie nie zuvor, und die Auftragsbücher sind auch prall gefüllt. Die Firmen machen rekordhohe Umsätze. „Doch das ist nur ein Teil der Realität im Bauhauptgewerbe“, so Nico Lutz, Bau-Verantwortlicher bei der Gewerkschaft Unia: „Es gibt ein wesentliches Problem: Die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren tendenziell gesunken, insbesondere bei den festangestellten Bauarbeitern, die Arbeit dafür ist gestiegen.“Die Arbeit auf dem Bau wird gefährlicher. Die Arbeit auf dem Bau ist heute schon gefährlich. Jeder sechste Bauarbeiter verunfallt pro Jahr und mehr als 120 Bauarbeiter sind in den letzten zehn Jahren bei der Arbeit gestorben. Zwar haben die Unfälle auf dem Bau insgesamt erfreulicherweise abgenommen, doch die Zahl der schweren und Schwerstunfälle ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Im Bauhauptgewerbe sind die Unfallzahlen dreimal höher als der Durchschnitt, und Todesfälle bei der Arbeit kommen mehr als sechsmal so häufig vor, Tendenz steigend. Doch trotz der Risiken verlangen immer mehr Bauherren immer knappere Termine. Chris Kelley, Co-Sektorleiter Bau bei der Unia sagt: (…).  Unia Schweiz, 25.2.2020.
Unia Schweiz > Meinungsumfrage. Gesundheit. Unia Schweiz, 2020-02-25.
Ganzer Text
30.08.2019 Schweiz
Bundesamt für Statistik
Personen
Work
Jonas Komposch
Bundesamt für Statistik
Gesundheitsschutz
Volltext
Ungesunde Arbeit: Neue Zahlen und alarmierende Tendenzen. Pas bon pour la santé: Nichts zu lachen im Job. Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz gehören zu den stressigsten Europas. Und der Druck am Arbeitsplatz hat erneut zugenommen. Es war am Tag der Kranken im Jahr 2016, als der damalige Bundesrat Johann Schneider-Ammann sein bestes Français fédéral auspackte und in einer legendär gewordenen Fernsehansprache ins Mikrophon schnaufte: „Rire c’est bon pour la santé“ – Lachen sei gut für die Gesundheit. Die Rede verfehlte ihre Wirkung nicht – tagelang amüsierte sich die Welt über den putzigen Schweizer Magistraten und seine grossväterlichen Ratschläge. Was Schneider-Ammann leider nicht erwähnte, sind jene Faktoren, die für die Gesundheit nicht gut sind. Darunter zuvorderst die miesen Arbeitsbedingungen, unter denen hierzulande viele ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Sie ¬haben nichts zu lachen, je länger, desto weniger: das zeigen die neusten Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik (BfS). Arbeit wird zunehmend mit digitalen Mitteln getaktet und kontrollier- und messbarer. Chrampfen in der Freizeit. Mehr als jede fünfte Person steht während der Arbeit „meistens oder immer“ unter Stress. Noch 2012 waren es erst 18 Prozent. Sogar für 27,1 Prozent ist der Stress bereits im „kritischen Bereich“ angelangt. Auch dies ein Wert, der jedes Jahr ansteigt und Unternehmen heute 6,5 Milliarden Franken Ausfallkosten beschert. So viel wie noch nie, schätzt die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz. (…). Jonas Komposch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Komposch Jonas. Gesundheitsschutz. BfS. Work online, 2019-08-30.
Ganzer Text
20.08.2019 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Beunruhigende Zunahme von Stress und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Stress bei der Arbeit, schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen nehmen zu. Diese Befunde der Unia bestätigt auch das Bundesam für Statistik BfS heute. Die Unia verlangt einen funktionierenden Gesundheitsschutz gerade in „typischen Frauenbranchen“ und wehrt sich gegen die laufenden Angriffe auf den Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. Der Anteil der Arbeitnehmenden, die unter Stress leiden, ist erneut gestiegen. Dies teilte das BfS heute mit. Ausserdem sind die Arbeitnehmenden vermehrt psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die häufigste körperliche Arbeitsbelastung in der Schweiz ist das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen wie sie oft in Industriebetrieben (z.B. in der Uhrenindustrie) oder im Dienstleistungssektor (z.B. Arbeit an der Kasse) vorkommen. Gerade dieses Risiko hat bei den Frauen zugenommen. Befunde der Unia bestätigt. Die Analyse der schweizerischen Gesundheitsbefragung stützt Ergebnisse von Unia-Umfragen, die zu einem ähnlichen Schluss kamen. Schon 2016 hat die Unia eine Online-Befragung bei büronahen, unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen durchgeführt und dringenden Handlungsbedarf verortet, denn arbeitsbedingter Stress kommt gerade in büronahen Dienstleistungsberufen sehr häufig vor und hat oft negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten (…).
Unia Schweiz, 20.8.2019.
Unia Schweiz > Stress. Meinungsumfrage. Staenderat. Unia Schweiz, 2019-08-20.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden