Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 37

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
10.06.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Wirtschaft
Yves Sancey
Karin Taglang
Volltext
Wirtschaftskrise
Erst Gesundheitskrise, dann Wirtschaftskrise. Die Gesundheitskrise wird zur Wirtschaftskrise. Die öV-Betriebe brauchen Bundeshilfe zur Deckung der Verluste, die die Pandemie verursacht hat. Durch den zweimonatigen Lockdown konnte die Schweiz die Zahl der Corona-Todesfälle bis Anfang Juni auf 1657 beschränken. Während wir uns langsam von der Pandemie erholen, bekommt das Land nun die wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zu spüren, und die nächste schwere Krise zeichnet sich ab. Bevor wir die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen betrachten, werfen wir zunächst einen Blick auf den öffentlichen Verkehr. Die Grundversorgung war stets gesichert, obwohl die Krise den öV stark traf: Die Zahl der Fahrgäste ging im Vergleich zur Normalsituation um 80 bis 90% zurück (siehe Interview mit Giorgio Tuti Seite 2). Bernmobil prognostizierte Ende Mai Verluste von 20 bis 30 Millionen Franken, was einen Viertel des Umsatzes ausmacht. Nach Angaben vom Verband öffentlicher Verkehr (VöV) beträgt der durchschnittliche Umsatzrückgang durch die geringere Kundenfrequenz für die Betreiber rund 500 Mio. Franken pro Monat. Verkehrsbetriebe im tiefroten Bereich. Das Ausmass der Verluste hängt von einem wesentlichen, unkontrollierbaren Faktor ab: Wie lange wird die Angst das Verhalten der Nutzer/innen beeinflussen, die nach und nach zum öffentlichen Verkehr zurückkehren? Bei Bernmobil liegt die  (…).

SEV-Zeitung, 10.6.2020.
SEV-Zeitung > Wirtschaftskrise. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
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26.05.2020 Schweiz
Berufe
Personen
SEV-Zeitung
Yves Sancey
Karin Taglang
Gleisbauer
Volltext
Auf den Spuren von Olivier Fortis, Gleisbauer. Seit fast 40 Jahren kümmert sich Olivier Fortis um die Wartung des riesigen SBB-Schienennetzes. Der sportliche Neuenburger hat ein grosses Herz und eine starke Persönlichkeit – kein Wunder, dass ihn die Sektion BAU Jura im vergangenen Herbst einstimmig zu ihrem Präsidenten gewählt hat. Zudem engagiert er sich seit drei Jahren in der Peko Infra.
Olivier ist ein herzlicher, kontaktfreudiger Mann mit breiten Schwimmer-Schultern. In seiner Nähe fühlt man sich sofort wohl, seine Ruhe überträgt sich auch auf mich. Mit Abstand sitzen wir unter blauem Himmel auf der Terrasse seines Hauses in Cudrefin. Olivier erzählt von seiner Kindheit, von seinem jüngeren Bruder und seiner Jugend in Neuenburg, wo er die Schule gemacht und alle seine Freunde gefunden hat. «Ich mochte Rock’n’Roll, Boxen, Judo und Motorräder», erinnert er sich. An der Arteplage der Expo.02 lernte er seine Frau kennen, eine Sportlehrerin aus Russland, auf Besuch in der Schweiz. Noch heute fühlt er sich der Stadt sehr verbunden: Seit 18 Jahren engagiert er sich in der freiwilligen Feuerwehr, inzwischen ist er Adjutant und ihm unterstehen 14 Männer. Er muss in 15 Minuten dort sein können:““Mir gefällt das Adrenalin, man lernt, in Notfällen ruhig zu bleiben. Deshalb fühle ich mich in der kleinen Gruppe an meinem Arbeitsplatz sehr wohl.“ Für das Foto hat er eine Ecke mit uneingeschränkter Sicht auf die Stadt und das Haus seiner Mutter ausgewählt. Der Traum der Unabhängigkeit. (…).  Yves Sance. 
SEV-Zeitung, 26.5.2020.
Personen > Sancey Yves. Gleisbauer. Berufe. SEV-Zeitung, 2020-05-26.
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21.11.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Yves Sancey
Lokomotivführer
Stellenplan
Volltext
Lokpersonalmangel. „Aus weniger mehr machen“ ist gefährlich. Züge werden durch Busse ersetzt, andere fallen einfach aus, manche haben Verspätung und Lokführer/innen leisten Überstunden bis zum Umfallen: Der Lokpersonalmangel schadet den Reisenden und der Gesundheit der Mitarbeitenden. Ursache der Misere ist nebst groben Fehlern bei der Personalplanung hauptsächlich der Sparwahn auf allen Ebenen. Für die Reisenden sind die Unannehmlichkeiten längst Alltag geworden: Verspätungen, defekte Türen, geschlossene Toiletten, überfüllte Wagen, Ersatzbusse, Zugsausfälle… Für das Zugpersonal, das fast allein als Blitzableiter für den Kundenfrust herhalten muss, ist das sehr belastend. Das Lokpersonal, das laufend Überstunden machen und an geplanten freien Tagen für eine Sonderzulage von 80 Franken (SBB) bzw. 100 Franken (BLS) einspringen muss, steht erst recht unter Druck, der auch der Gesundheit und der Sicherheit schadet. Eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht. Dramatische Fehlplanung. Bis 2024 werden bei der SBB rund tausend Lokführer/innen in Pension gehen. Diese gilt es zu ersetzen. Dumm nur, „dass Lokführer nicht einfach aus dem 3D-Drucker hüpfen“, wie SEV-Gewerkschaftssekretär René Zürcher es sagt. Ihre Ausbildung dauert 14 bis 16 Monate. Die SBB wirbt zurzeit mit Fahrsimulatoren in den Bahnhöfen und will mit einer Kampagne über 40-jährige Quereinsteiger sowie Frauen für den Beruf gewinnen. Das ist gut, kommt aber spät. Laut SBB werden 240 Lokführer/innen 2020 in Ausbildung sein, und 195 im Jahr darauf. Ab 2022 seien pro Jahr 140 Auszubildende vorgesehen, wobei die Zahl je nach Verkehrsentwicklung (…).
SEV, 21.11.2019.
Personen > Sancey Yves. Lokomotivfuehrer. Stellenplan. SEV, 2019-11—21. Nov. 2019.
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27.09.2019 Genf
Personen
SEV
TPG Genf
Yves Sancey
Kündigung
Petition
TPG Genf
Volltext
Unterakkordanz bei den TPG. Ein trojanisches Dumping-Pferd. Seit mehreren Monaten stecken die GAV-Verhandlungen mit den TPG-Unterakkordanten fest, denn die Untervergabe von Leistungen führt zu Sozialdumping und zu schlechteren Arbeitsbedingungen. Ob die Verhandlungen um den GAV der Subunternehmen der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) weitergehen, hängt vom SEV ab. Wenn er es wünscht, bleibt die Blockade bestehen. Seitens der Arbeitgeberschaft sitzt die Gruppe GEST am Verhandlungstisch. Vier Unternehmen beschäftigen insgesamt 300 Fahrer/innen: Globe Limo, RATP Dev (die Schweizer Tochter eines Pariser Verkehrsunternehmens), Genève Tours und Odier (lokale Tochter des spanischen Giganten Alsa). Sie alle kamen nach einer SEV-Aktion bei CRCT zusammen, einer lokalen Behörde für kollektive Arbeitsverhältnisse. «Die Arbeitsbedingungen sind bei diesen Unternehmen wesentlich schlechter als bei den TPG. Ein zentrales Thema ist die Erhöhung der Löhne, die sich in den letzten Jahren kaum verändert haben und die es geben muss, auch wenn die Forderungen des Personals noch viel weiter gehen», erklärt Valérie Solano, die zuständige SEV-Gewerkschaftssekretärin. Man kann sich fragen, warum die TPG überhaupt auf Subunternehmen zurückgreifen und ob nicht genau dieses System zu den aktuellen Blockaden führt. Seit 1995 ist die Unterakkordanz gesetzlich beschränkt auf 10% des gesamten Geschäftsvolumens. (…).  Yves Sancey, Übersetzung: Karin Taglang.
SEV, 9.10.2019.
Personen > Sancey Yves. TPG. Kuendigung. Petition. SEV, 2019-09-27.
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12.06.2019 Genf
CGN Genf
Personen
SEV Schweiz
Yves Sancey
CGN Genf
Volltext
Vorstand
Auf den Spuren von Brigitte Rohr, Direktionssekretärin. Direktionssekretärin bei der CGN und seit April im Sektionsvorstand: Brigitte Rohr wahrt die Distanz zwischen ihrem Beruf und ihrer Tätigkeit als Gewerkschafterin, Politikerin und Feministin. Als ich beim Empfang der Genfersee-Schifffahrt CGN eintreffe, begrüsst mich Brigitte Rohr mit einem breiten Lächeln. Die jugendliche, flotte Frau in den Sechzigern ist voller Energie, und häufig platzt ihr frohes Lachen in unsere Unterhaltung. In der Cafeteria erzählt sie mir ihren Werdegang. Als Einzelkind ist sie oberhalb von Lausanne aufgewachsen. Eine glückliche Kindheit: „Wir sind in den Wäldern geschlittelt und haben den alten Metrotunnel erkundet. Ich war eher eine Draufgängerin!“. Schmuck, Strassen, Schiffe. Als Jugendliche träumt sie davon, Schmuckdesignerin zu werden. „Aber mein Vater wollte, dass ich einen ‹richtigen Beruf› lerne. Ich bedaure nichts, es haben sich andere Möglichkeiten ergeben.“ Sie absolviert die Sekretariatsschule Bénédict und bekommt eine Stelle bei Sarer und Colas, die Bitumen für den Strassenbau herstellen. Mit 22 Jahren heiratet sie und hat eine Tochter, die inzwischen Psychiaterin ist und eine Klinik leitet. Sie wechselt als Sekretärin zu einer Firma für Heizung und Lüftung, wo sie 19 Jahre eine kleine Gruppe führt. Bis sie 1998 wegen einer Umstrukturierung die Stelle verliert. Spontan bewirbt sie sich auf neue Stellen, genau in (…).
Yves Sancey/, Übersetzung Peter Moor.
SEV, 12.6.2019.
Personen > Sancey Yves. VPT-CGN-Lac Léman. Vorstand. SEV, 2019-06-12.
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13.03.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Yves Sancey
Bahnlinie
Verkauf
Volltext
Verkaufstagung. Verkauf: Menschen sind interaktiver als Apps. Was wird aus dem Verkaufspersonal in Zeiten der Automaten, Apps und der totalen Digitalisierung? Die SEV-Verkaufstagung vom 4. März in Lausanne bot den Betroffenen Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Perspektiven für ihre Berufsgruppe zu entwickeln. An die Tagung kamen rund 20 Kolleg/innen nicht nur von der SBB, sondern auch von CGN, MOB, TPF, TransN und weiteren KTU. Sie berichteten, dass es ihnen an Mitteln, Weiterbildung und klaren Informationen fehlt, um ihre immer komplexeren Aufgaben erfüllen zu können. «Jeder muss sich durchwursteln, so gut er kann», sagte ein Reiseverkäufer. „Ab und zu erhalten wir eine Videoanleitung zum Anschauen in der Freizeit. Im Zeitalter der Digitalisierung ist auch die Weiterbildung digital“, fügte ein Kollege an. Ständige Restrukturierungen und allzu rasante Erneuerungen der Informatik sorgen für Stress. „Die Informatiksysteme sind nicht immer völliger Mist“, relativierte eine Kollegin, was Heiterkeit auslöste. Erwähnt wurden auch die gegensätzlichen Ziele des Verkaufspersonals: einerseits soll es den Umsatz ankurbeln und andererseits alles tun, um die Kundschaft auf Automaten und digitale Kanäle umzuleiten. Vom Schalter zur mobilen Equipe. Am Nachmittag gab Mobilitätsexperte Benoît Gaillard Imputs. Für ihn zeigen die SBB-Daten über die Entwicklung ihrer Verkaufspunkte zwischen 2004 und 2017, „dass die Kurve insgesamt sinkt, langsam und schleichend. (…). Yves Sancy. 
SEV, 13.3.2019.
Personen > Sancey Yves. Bahnhof. Verkauf. SEV, 2019-03-13.
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04.12.2018 Genf
Personen
SEV Schweiz
TPG Genf
Yves Sancey
Arbeitszeit
Frauen
Volltext
Martine Paccard fährt Busse und Trams, Tag und Nacht. Gerne hätte sie geregeltere Arbeitszeiten. Auf den Spuren von... Martine Paccard, „Voltigeuse“ bei den TPG. Ihr Herz schlägt für Freiheit und Solidarität. Und so hat sich die Bus- und Tramführerin Martine Paccard den Weg freigekämpft, um ihren fünf Kindern eine Zukunft zu bieten und sich für ihre Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Martine Paccard wirkt unscheinbar. Sie spricht leise und einfach. Gewiss bemerkt man ihre schwarzen Haare, die grossen Ohrringe und den intensiven Blick, und man spürt viel Überzeugung und Bestimmung in ihr. „Wenn wir in Verhandlungen mit der Direktion der Genfer Verkehrsbetriebe TPG sind, wo sie als Tram- und Busfahrerin arbeitet und Vorstandsmitglied des SEV-TPG ist, nimmt man sie erst kaum wahr“, sagt Gewerkschaftssekretärin Valérie Solano. „Aber wenn der Moment gekommen ist und sie eine Schwachstelle entdeckt, ergreift sie das Wort. Ihre Argumente überzeugen. Sie erklärt, weshalb es fast unmöglich ist, das Familien- und Sozialleben zu organisieren, wenn man seinen Dienstplan erst vier Tage im Voraus erfährt.“ In den zehn Jahren, die sie bei den TPG arbeitet, war sie fast immer eine sogenannte „Voltigeuse“, eine Springerin, die keinen festen Dienstplan hat, sondern Lücken füllt, die durch den Ausfall kranker Kollegen entstehen. Ihr wurde versprochen, das sei vorübergehend. Einige Jahre am Anfang, danach werde es sicherer... Die Jahre vergingen, ohne dass sich etwas änderte. (...). Yves Sancey. 
SEV, 4.12.2018.
SEV > TPG. Frauen. SEV, 2018-12-04.
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28.08.2018 Genf
Personen
Schifffahrt
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
CGN Genf
Volltext
Zunehmende Regelverstösse auf den Schweizer Seen. Stress für die Schiffsführer/innen. Der Sommer 2018 ist schön und heiss und ladet zum Baden, Paddeln und Bötlen. Viele missachten dabei leider die einfachsten Grundregeln. Ein Albtraum für unsere Kolleg/innen der Kursschifffahrt… Von allen Schiffsbetrieben ist zu hören, dass Kapitäne täglich mehrfach heikle Notfallmanöver vollführen müssen, um gefährliche Situationen zu entschärfen, in die sich Badende, Paddlerinnen, Kanufahrer und andere „Wasserratten“ durch unbewusste oder bewusste Missachtung von Sicherheitsregeln begeben. Ein besonderes Problem ist das zum Teil waghalsige, ja selbstmörderische Verhalten gewisser Badender an den Landestegen. Dagegen hat die Genfersee-Schifffahrtsgesellschaft (CGN) im Juli denn auch eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Immer weiter hinaus. Aber auch ausserhalb der 300-Meter-Uferzone, wo Matratzen und Gummiboote nichts mehr zu suchen haben und Schwimmwesten vorgeschrieben sind, tummeln sich immer mehr Hobbymatrosen unter völliger Missachtung nautischer Grundregeln. „Schwimmerinnen und Paddler wagen sich phänomenal weit hinaus, schneiden uns den Weg ab und sind sich keiner Gefahr bewusst. Beim ersten gröberen Windstoss ist die Notfallzentrale überfordert“, sagt CGN-Kapitän Mathias Gay-Crosier, der die SEV-Sektion Lac Léman präsidiert. Ständig müssten die (...).
Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, 28.8.2018.
Personen > Sancey Yves. CGN. Betriebsunfälle. SEV, 2018-08-28.
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04.04.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Frauen
Schwangerschaft
Volltext
Eine Mutter kämpft für ihr Recht. Seit 2014 haben alle arbeitenden Mütter in der Schweiz Anrecht auf bezahlte Stillpausen am Arbeitsplatz. Doch die Genfer Verkehrsbetriebe TPG sträubten sich neulich noch gegen die Anwendung dieses Bundesrechtes. Die junge Tramführerin Esperanza Muñoz wurde im August 2017 Mutter. Da sie nach der Wiederaufnahme der Arbeit weiter stillen wollte, erkundigte sie sich über ihre Rechte. Ihr Arzt bescheinigte, dass sie aus gesundheitlichen Gründen und im Interesse des Stillens während dessen Dauer vom Fahren zu dispensieren sei.* Als sie das Arztzeugnis im November dem Arbeitgeber vorlegte, antwortete der Rechtsdienst, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zum Stillen für sie nicht gälten, da sie dem Arbeitszeitgesetz (AZG) unterstehe. Sie suchte Rat beim SEV und einem Anwalt. Der verwies die TPG auf Artikel 17 des AZG, der klarstellt: "«Für den Gesundheitsschutz, die Beschäftigung, die Ersatzarbeit und die Lohnfortzahlung bei Mutterschaft gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes (…)." Trotz der klaren Rechtslage und dem Arztzeugnis verlangten die TPG aber von der stillenden Mutter, ab 15. Januar wieder zu fahren. Also ging sie an diesem Tag in die Garage, damit man ihr nicht Fehlen am Arbeitsplatz vorwerfen konnte, jedoch in Zivilkleidung, da ihr das Arztzeugnis vom Fahren abriet. Dank der Unterstützung des SEV lenkten die TPG schliesslich ein, wiesen ihr bis auf Weiteres eine Büroarbeit zu und gestanden ihr täglich maximal 90 bezahlte Minuten (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV > Frauen. Stillpause. SEV, 4.4.2018.
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04.04.2018 Frankreich
Personen
SEV Schweiz
SNCF
Yves Sancey
Privatisierung
SNCF
Volltext
Mobilisierung der französischen Eisenbahner/innen mit europäischer Unterstützung. SNCF-Personal wehrt sich gegen Macrons Politik. "Ich überbringe euch die Grüsse der Gewerkschaften der Europäischen Transportarbeiter-Föderation", rief Giorgio Tuti, Präsident der ETF-Sektion Eisenbahn, am 22. März in Paris 70000 Eisenbahner/innen zu. "Wir alle unterstützen euch. Seid ihr privilegiert? Nein, die Privilegierten sind unter jenen zu suchen, die die neoliberale Politik machen, welche den Service public zerstört. Unter jenen, die stets von Liberalisierung, Wettbewerb und Privatisierung reden. Ihr verteidigt eure Arbeitsbedingungen. Ihr seid nicht allein! Wir sind bei euch. Dieser Kampf ist ein europäischer Kampf. Er beginnt heute, in Paris. Es ist der Kampf aller Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Europa." An der Kundgebung nahmen zahlreiche Bahngewerkschafter/innen aus andern Ländern teil, vor allem aus Belgien, Deutschland, Luxemburg, England und der Schweiz. Der Aufruf der französischen Gewerkschaften zur gemeinsamen Mobilisierung war ein Erfolg. Rund 35% der SNCF-Angestellten streikten und legten viele Züge lahm. In ganz Frankreich demonstrierten laut der Gewerkschaft CGT über 500'000 Menschen gegen die Angriffe der Regierung auf den Service public. Pflegerinnen, Lehrer und Kindergärtnerinnen Seite an Seite mit den Eisenbahnern. Die Bahngewerkschaften kündigten an, ab dem 3. April an zwei von fünf Tagen zu streiken, wenn nötig bis im Juni. Sie fordern eine Entschuldung der SNCF ohne (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > Frankreich. SNCF. Privatisierung. SEV, 2018-04-04.
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08.11.2017 Granges-Marnand
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
Volltext
Der Lokführerfehler allein hätte nicht zum Zusammenstoss führen dürfen. Die SBB hat das Unglück von Granges-Marnand mitverursacht. Der Lokführer, der 2013 die Zugkollision in Granges-Marnand durch Abfahren bei Rot verursacht hat, ist am 31. Oktober zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Auf die Anklagebank hätte aber auch das SBB-Management gehört, weil es das Unglück durch Sparmassnahmen und Inkaufnahme von Sicherheitslücken mitverursacht hat. Das Regionalgericht in Yverdon sprach den Lokführer der fahrlässigen Tötung schuldig, anerkannte aber entlastende Punkte: im Dienstfahrplan der Lokführer sind Kreuzungsstellen nicht mehr enthalten, die Zugabfertigung wird nicht mehr doppelt kontrolliert und das Lokpersonal steht unter hohem Druck. Der erfahrene Lokführer (Jg. 1959) fuhr am 29. Juli 2013 um 18.43 mit seinem Regionalzug bei rotem Signal los, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem Bericht schreibt. Sie hält ihm zugute, dass er die Signalfarbe möglicherweise atmosphärisch bedingt nicht gut sah. Den in Gegenrichtung nahenden Regioexpress sah er wegen in der Kurve abgestellter Wagen zuerst nicht, sodass er die Notbremsung zu spät auslöste. Die Frontalkollision tötete den RE-Lokführer (Jg. 1982) und verletzte 25 Passagiere, davon 6 schwer. Die Staatsanwaltschaft klagte nur den (selber leicht verletzten) Regionalzuglokführer an und stellte die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die SBB ein. Für den SEV ist diese aber mitschuldig, weil sie das Unglück durch (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, kontakt.sev, 8.11.2017.
SEV > Betriebsunfälle. SBB. SEV, 2017-11-08.
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23.12.2016 Schweiz
Personen
Syndicom-Zeitung
Yves Sancey
Printmedien
Volltext
Zeitung
Abseits von Hersant. In der Romandie gibt es ein grosses Potenzial für ergänzende Online-Medien abseits der Schwergewichte Ringier, Tamedia und Hersant. Bemerkenswert ist, dass der Raum bis jetzt vor allem durch eine Presse besetzt wird, die auf Print setzt. Ein Überblick über die bunte Szene der alternativen Titel. Es gibt überregionale Titel, wie die linke Tageszeitung „Le Courrier“ (fast 9000 Exemplare), oder eher regionale Titel wie die Tageszeitung „La Liberté“ (70‘000 Ex.) der Gruppe Saint-Paul, dreimal wöchentlich erscheinende Zeitungen wie „La Gruyère“ (37‘000) und Wochenzeitungen wie „Le Journal de Cossonay“ (3500) oder „L'Omnibus“ in Orbe (3000). Weniger auf aktuelle Nachrichten ausgerichtete Zeitungen sind zum Beispiel die Halbmonatszeitung „La Cité“, die seit 2011 über politische, kulturelle und gesellschaftliche Themen informiert. Die vierteljährlich erscheinende und bisher 21 Ausgaben zählende Zeitung „La Couleur des jours“ (5000 Ex.) veröffentlicht Beiträge von JournalistInnen, Fotografen, Schriftstellern oder Künstlerinnen. Crowdfunding hilft. Weitere Titel wurden vor kurzem dank Crowdfunding gegründet. Dazu gehören „Mazette!“», ein alle zwei Monate erscheinendes Westschweizer Info-Magazin für 8-bis 12-Jährige, und „La Ficelle“ aus Lausanne, die ebenfalls alle zwei Monate erscheint und mit einer kulturellen Website kombiniert ist. Als Digital-First-Publikation nimmt „Sept.info“ (10‘000 Ex.) einen besonderen Platz ein, Sie versteht sich als Premium-Informationszeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. In den letzten Jahren sind auch verschiedene alternative Radiosender entstanden: Lalanguedesbois.ch, (…). Yves Sancey.
Syndicom-Zeitung, 23.12.2016.
Syndicom-Zeitung > Printmedien Romandie. Syndicom-Zeitung, 2016.12.23.
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29.01.2016 Schweiz
Netzinfrastruktur-Verband
Personen
Syndicom-Zeitung
Daniel Hügli
Yves Sancey
GAV
Netzinfrastruktur-Verband
Volltext
Erster GAV Netzinfrastruktur. Daniel Hügli, Zentralsekretär des Sektors Telecom/IT, kommentiert im Gespräch Ziele, Inhalte und mögliche Folgen des neuen Gesamtarbeitsvertrags für die Branche Netzinfrastruktur. Welche Ziele habt ihr mit dem Abschluss dieses Branchen-GAV verfolgt? Daniel Hügli: Wir haben an die Hauptbetroffenen, die Beschäftigten, gedacht, an ihre Arbeitsbedingungen, die Arbeitszeiten, die Zulagen. Und wir wollten Mindestlöhne für die gesamte Branche festlegen. Auf Seiten der Unternehmen braucht es gemeinsame Standards für die ganze Branche. Für diejenigen Unternehmen, die diesen Standards bei weitem nicht genügen, wurde vorgesehen, dass sie 12 bis 18 Monate Zeit haben, um ihre Arbeitszeiten und Mindestlöhne anzupassen. Ziel ist es, keinen unlauteren Wettbewerb mehr zu haben. Auf den Unternehmen mit guten GAVs lastete ein grosser Konkurrenzdruck. Welche Verbesserungen bringt der neue Branchen-GAV? Die wichtigsten Verbesserungen haben wir in einem Factsheet aufgeführt. In einer Branche, in der nur drei Unternehmen - Saphir Group, Network 41 und Cablex - einen GAV hatten, ist ein Branchen-GAV besonders wichtig. Die Verkürzung der Arbeitszeit war eine zentrale Forderung. Der Wechsel von der 50- zur 42-Stunden-Woche (nach einer Übergangsfrist) bedeutet einen grossen Fortschritt. Das ist aber nur ein Anfang. In der nächsten Verhandlungsrunde wird eine Wochenarbeitszeit von 41 Stunden angestrebt. Wir wollen uns den drei bereits bestehenden GAV annähern. (…). Yves Sancey.
Syndicom-Zeitung, 29.1.2016.
Personen > Hügli Daniel. Netzinfrastruktur-Verband. GAV. Syndicom-Zeitung, 2016-01-29.
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22.01.2016 Schweiz
Berufe
Personen
Syndicom
Yves Sancey
Interview
Journalismus
Volltext
„Unser Beruf öffnet sich und bietet mehr Möglichkeiten“. Der Journalistenberuf befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Darüber sprachen wir mit einer Social-Media-Spezialistin, die auch eine Facebook-Gruppe zu dieser Frage moderiert. Seit letztem September ist Magali Philip Social-Media-Spezialistin bei der RTS. Sie arbeitet dort in einem Team, das für den öffentlich-rechtlichen Sender eine Social-Media-Strategie entwickelt und für deren Umsetzung sorgt. Daneben initiiert und begleitet sie Projekte von Kolleginnen und Kollegen, die auf den sozialen Netzwerken aktiver sein wollen. Mit einem Smartphone können heute qualitativ gute Fotos gemacht werden. Immer mehr erhalten wir die Informationen über die sozialen Netzwerke. Die RTS steht vor grossen Herausforderungen. Magali Philip: Ja, die Berufe verändern sich. Wie alle Medien befinden wir uns in einer Phase des Wandels. Wir stellen fest, dass unser Radio- und Fernsehpublikum «alt» ist. Die Morgennachrichten und die Tagesschau am Abend erreichen ein Publikum von durchschnittlich über 60 Jahren. Bei der Website und bei Couleur3 beträgt das Durchschnittsalter etwa 40 Jahre. Die Jungen zwischen 15 und 25 oder zwischen 20 und 30 Jahren erreichen wir kaum oder gar nicht. Früher gab es einen fliessenden Übergang, von Couleur3 zur La Première zum Beispiel. Heute ist das nicht mehr so einfach. Um den Anschluss nicht zu verlieren, muss man auf diesen Plattformen präsent sein. Unsere Berufe stehen vor grossen Herausforderungen: Wie kann man (…). Yves Sancey, Interview.
Syndicom, 22.1.2016.
Personen > Sancey Yves. Journalismus. Berufe. Syndicom, 22.1.2016.
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28.05.2015 Schweiz
Personen
Syndicom
Syndicom-Zeitung
Michael Moser
Yves Sancey
Bolognareform
Interview
Stipendienwesen
Volltext
Aus dem Stipendien-Dschungel ausbrechen. Am 14. Juni stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Stipendieninitiative der Studierendenschaften ab. Diese verlangt eine gesamtschweizerisch einheitliche Vergabe der Ausbildungsbeiträge. In der Schweiz gibt es heute fast so viele Stipendienmodelle wie Stipendienempfänger. Die Beträge können bis ums Dreifache variieren. Ihre Höhe hängt von der Einkommens- und Vermögenssituation der Eltern, aber auch vom Kanton der Studierenden, der Anzahl Studienjahre etc. ab. Im heutigen Stipendien-Dschungel herrschen Willkür, statistischer Zufall oder das Glück, in einem grosszügigen Kanton geboren worden zu sein. Deshalb verlangt der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) mit seiner Initiative, dass der Bund die Ausbildungsbeiträge vereinheitlicht. Ein Gespräch mit Michael Moser, dem Co-Präsidenten der Jugendkommission von Syndicom, führte Yves Sancey, Redaktor von „Syndicom - die Zeitung“. Yves Sancey: Michael, hast du selber je Stipendien erhalten? Michael Moser: Nein. Ich habe es auch gar nie versucht, da ich wusste, wie schwierig es ist. Das Einkommen meiner Eltern ist zu hoch, was mich für Stipendien ausschliesst, obwohl ich schon lange nicht mehr bei ihnen lebe. Zudem ist das Studium meine Zweitausbildung. Ich habe zuerst eine Lehre als Polygraf gemacht. (…). Yves Sancey.
Syndicom, 28.5.2015.
Syndicom > Stipendienwesen. Syndicom, 28.5.2015.
Ganzer Text
15.05.2015 Schweiz
Personen
Syndicom-Zeitung
Tamedia
Yves Sancey
Digitalisierung
Ringier Print
Volltext
Gewinnmargen der Mediengruppen. Digitales Aufrüsten auf Kosten der Angestellten. Mit Gewinnmargen um 10 Prozent (bis 20 Prozent bei Tamedia) haben die Schweizer Mediengruppen 2014 gute Ergebnisse erzielt. Die Auswirkungen der Krise scheinen nachzulassen, die kostspielige digitale Wende wurde vollzogen. Aber die Erträge gehen auf Kosten der Angestellten, die den Preis für die Restrukturierungen bezahlen. Konzentriert man sich nur auf den Gewinn, so könnten die Verluste von 40 Millionen bei der NZZ und von 6 Millionen bei den AZ Medien beunruhigen. Gründe für diese Zahlen sind bei der NZZ Rückstellungen für die Schliessung des Druckzentrums in Schlieren (Sozialplan) und umfangreiche Wertberichtigungen. Bei den AZ Medien führten Abschreibungen, Investitionen und Veränderungen im Konsolidierungskreis zum negativen Ergebnis. Der Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda), der die tatsächliche Finanzkraft der Unternehmen anzeigt, fällt aber für alle Mediengruppen mit einer beachtlichen Gewinnmarge von 8 bis 20 Prozent besser aus. Die digitale Wende (Smartphone- und Tablet-Boom, Verschiebung der Werbegelder ins Internet etc.) erfordert grosse Investitionen, die sich häufig erst Jahre später bezahlt machen. Deshalb schreiben NZZ und AZ Verluste. Es ist wie bei der Mondlandung - wer als Erster die Fahne einsteckt, hat das Terrain abgesteckt und erdrückt die Konkurrenz. (…). Yves Sancey.
Syndicom-Zeitung, 15.5.2015.
Personen > Sancey Yves. Medien. Digitalisierung. Syndicom-Zeitung, 15.5.2015.
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10.10.2014 Schweiz
Bundesgericht
Entlassung
Personen
Syndicom-Zeitung
Luca Cirigliano
Yves Sancey
Stephanie Vonarburg
Kündigungsschutz
Volltext
Gericht gibt zwei Journalisten Recht. Im Urteil vom 7. Juli 2014 entschied das Bundesgericht zugunsten von André Hügli und Jean Godel: Dass ihnen gekündigt wurde, war nicht rechtens. Das Urteil des Bundesgerichts im Fall Radio Freiburg ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen gewerkschaftsfeindliche Kündigungen. Nicht nur Artikel 28 der Bundesverfassung gewährleistet die Koalitionsfreiheit (den Zusammenschluss in Gewerkschaften), zusätzlich hat die Schweiz auch das Übereinkommen Nr. 87 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Vereinigungsfreiheit und zum Schutz des Vereinigungsrechtes sowie das Übereinkommen Nr. 98 zum Vereinigungsrecht und die Kollektivverhandlungen ratifiziert. Dazu Luca Cirigliano, Zentralsekretär Arbeitsrecht beim SGB. (…). Interview: Yves Sancey. Der lange Weg der Klage vor der ILO: Yves Sancey. Kommentar zum Urteil des Bundesgerichts. Ein wichtiges Urteil: Stephanie Vonarburg,
Syndicom-Zeitung, 10.10.2014.
Syndicom-Zeitung > Kündigungsschutz. Bundesgericht. Syndicom-Zeitung 2014-10-10.
Ganzer Text
10.10.2014 Schweiz
Personen
Syndicom-Zeitung
Yves Sancey
Journalismus
Pressefreiheit
Repression
Volltext
Journalismustagung. Reporter mit Grenzen. Eine Tagung zur Pressefreiheit, dem Fundament jeder Demokratie. Und eine Podiumsdiskussion zur Medienzensur in der Schweiz: mit Ludovic Rocchi und Yves Steiner, die beide schlechte Erfahrungen machen mussten. Die 3. Journalismustagung, zu der unter anderem Reporter ohne Grenzen; Amnesty International und Impressum eingeladen hatten, beschäftigte sich mit einem Beruf, der von vielen Seiten unter Druck steht. Im Brennpunkt standen die Zensur, die Risiken der Kriegsberichterstattung, der Druck von Inserenten oder auch unvernünftige Anforderungen seitens der Herausgeber. An einer Podiumsdiskussion zur Medienzensur in der Schweiz äusserten sich Ludovic Rocchi (früher „Le Matin“, aktuell RTS) sowie Yves Steiner (ehemals RTS, heute Eidgenössische Finanzkontrolle) zu den Einschüchterungsversuchen, denen sie ausgesetzt waren. Ludovic Rocchi hat aus seinen Erfahrungen mit der Justiz praktische Lehren gezogen: bei heiklen Recherchen sollte man keine wichtigen Informationen ungesichert abspeichern und den Computer weder am Arbeitsplatz noch zu Hause liegenlassen. Und im Falle einer Hausdurchsuchung muss man ausdrücklich verlangen, dass beschlagnahmte Objekte versiegelt werden. (…). Yves Sancey.
Syndicom-Zeitung, 10.10.2014.
Syndicom-Zeitung > Journalismus. Repression. Syndicom-Zeitung, 2014-10-10.
Ganzer Text
19.09.2014 Oron-la-Ville
Buchhandel
Personen
Syndicom-Zeitung
Patricia Alcaraz
Yves Sancey
Buchhandlung
Jubiläum
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„Die Buchhandlung ist unser Patron“. Am 27. September feiert die Librairie du Midi in Oron-la-Ville in der Waadt ihren 10. Geburtstag. Ein guter Anlass für ein Gespräch mit der linken Patronne der Buchhandlung, Marie Musy, die mit dem Kauf der Librairie du Midi in die Landschaft ihrer Kindheit zurückgekehrt ist. Marie Musy empfängt uns an der Tür zur Buchhandlung. Ihr Kollege und Teilhaber ist noch nicht eingetroffen, das kleine Geschäft ist bereits gut besucht. Sie beantwortet Fragen links und rechts, während wir einen kleinen Rundgang in der ehemaligen Eisenwarenhandlung machen, die heute eine Vielzahl von Büchern beherbergt. Wir wollen herausfinden, weshalb diese Buchhandlung auf dem Land immer grösseren Erfolg hat. Marie Musy ist ein Landmensch. Hätte sie nicht den Buchhandelsberuf gewählt, wäre sie wahrscheinlich Holzfällerin geworden. „Aber ich hatte nicht ganz den Körperbau dafür.“ Als die Berufswahl anstand, beschloss Marie Musy, ein Zwischenjahr einzuschalten. Sie suchte einen Job und wurde bei Payot in Lausanne für den Weihnachtsverkauf eingestellt. Voller Bewunderung entdeckte sie die Welt der Buchhändlerinnen und Buchhändler: „Ich fand es überwältigend, wie sie Bücher finden konnten: entweder hatten sie die entsprechenden Angaben im Kopf oder sie wälzten tonnenschwere Papierkataloge.“ Und so machte sie bei Payot in Lausanne eine Buchhandelslehre. Dass die Löhne in diesem Beruf so tief sind, kümmerte sie nicht. „Ich finde es absurd, einen Beruf nach dem Lohn auszuwählen.“ (…). Patricia Alcaraz und Yves Sancey.
Syndicom-Zeitung, 19.9.2014.
Syndicom-Zeitung > Buchhandlung Librairie du Midi. Syndicom-Zeitung, 2014-09-19.
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27.08.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Pierre-Yves Maillard
Yves Sancey
Einheitskrankenkasse
Interview
Übersetzungen
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Interview mit dem Gesundheitspolitiker Pierre-Yves Maillard. „60 Kassen: kostspielig und unnütz“. Interview mit dem Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard, der die öffentliche Kasse verteidigt. Pierre-Yves Maillard. Was verlangt die Initiative? Pierre-Yves Maillard: Etwas ganz Einfaches: den falschen „Wettbewerb“ über die Prämien beenden, der nur auf der Jagd nach Versicherten mit guter Gesundheit beruht. Die Prämienunterschiede kommen nur von daher. Diese Selektion der „guten Risiken“ korrumpiert das System. Um dies zu ändern wird eine einzige Agentur pro Kanton vorgeschlagen statt der heutigen mehr als 60 Kassen, die in 26 Kantonen auf die Jagd gehen. Es ist teuer und unnütz, sechzig Kassen zu haben, die die gleichen Leistungen anbieten. Dies verursacht unnütze Werbung, unnütze Reserven und unverständliche Prämienberechnungen. Welches ist der springende Punkt dieser Initiative? Das zentrale Element ist eines, das ganz einfach scheint, ein Anspruch, der bescheiden tönt, für das System aber ein Riesenschritt wäre: die Garantie, dass die Prämien genauso stark steigen wie die Kosten. (…).
Interview: Yves Sancey, Syndicom. Übersetzung. Peter Anliker.
SEV, 27.8.2014.
Personen > Sancey Yves. Einheitskrankenkasse. Interview Pierre-Yves Maillard. SEV, 27.8.2014.
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11.12.2012 Genf
Lausanne
Demonstration
Edipress
Le Matin
Personen
Syndicom
Yves Sancey
Demonstration
GAV
Medien
Presse
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Die Journalisten der Westschweizer Medien halten nicht still. In Genf und Lausanne demonstrieren heute die Redaktionen der Westschweizer Zeitungen gegen die Aufkündigung des Gesamtarbeitsvertrags durch die Verleger in der Romandie. Die Journalistinnen und Journalisten der Genfer Tageszeitung „Tribune de Genève“ begeben sich um 11 Uhr gemeinsam zum Redaktionssitz von „Le Temps“, wo der Direktorin und Westschweizer Verlegerpräsidentin Valérie Boagno ein Protestschreiben übergeben wird. In Lausanne demonstrieren die Redaktionen von 13:30-14:30 vor dem Edipressegebäude (Herausgeberin u.a. von „24heures“ und „Le matin“). (...). Yves Sancey.

Syndicom, Presse und Medien, 11.12. 2012.
Syndicom > Demonstration. Presse. Syndicom. 11.12.2012.

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19.10.2012 Genf
Schweiz
Personen
SRG
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Willy Knoepfel
Gerhard Lob
Stephan Ruppen
Yves Sancey
GAV
Interview
SRG
Urabstimmung
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Die Basis hat das letzte Wort. Ende 0ktober entscheiden die SSM-Mitglieder in einer Urabstimmung, ob sie den neuen Gesamtarbeitsvertrag mit der SRG gutheissen. Widerstand kommt aus der Romandie. Die Gefahr eines vertragslosen Zustandes für die Mitarbeitenden der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) scheint gebannt. Die SRG und die Mediengewerkschaft Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) einigten sich Ende September nach insgesamt sieben Verhandlungsrunden auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Dieser soll ab 1. Januar 2013 für vier Jahre gelten. (...). Gerhard Lob.

Syndicom-Zeitung, 19.10.2012.
SSM > GAV SRG. 2012-10-19.doc.

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19.10.2012 Schweiz
Personen
SRG
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Syndicom-Zeitung
Willy Knoepfel
Yves Sancey
GAV
Interview
SRG
Urabstimmung
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Interview mit Willy Knoepfel, Sekretär SSM (Schweizer Syndikat Medienschaffender), Genf. Die Kritikpunkte der Romandie. Syndicom: Warum hätte man die Plattform für den GAV nicht unterstützen sollen? Willy Knoepfel: Die Westschweizer sind gegen das Ergebnis, denn es bringt starke Verschlechterungen, ganz besonders bei den 500 äusserst flexiblen Mitarbeitenden der Produktion in der Westschweiz und im Tessin, die unregelmässig Teilzeit arbeiten. In der Deutschschweiz arbeiten diese Leute seit zehn Jahren für die TPC, eine SRG-Tochter, die einem anderen GAV untersteht. (...). Yves Sancey, Interview.

Syndicom-Zeitung, 19.10.2012.
SSM > GAV SRG. 2012-10-19.doc.

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19.10.2012 Lausanne
Renens
Grafische Industrie
Personen
Ringier AG
Swissprinters
Syndicom
Yves Sancey
Sozialplan
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Der Kampf geht weiter. Ende September hat sich das mit dem Sozia[p[an unzufriedene Personal der ehemaligen IRL Swissprinters in Renens erneut mobilisiert. Rund 50 Personen forderten vor Ringier Romandie in Lauranne eine Verbesserung des „Sozialplankonzepts“. Ringier ist Hauptaktionär von Swissprinters. Der Empfang durch die Kolleginnen und Kollegen von „L’Hebdo“, „L'Illustré“ und anderen Ringier-Publikationen war sehr herzlich. Es ging darum, über die bisherigen, von der Ringier-Presse ignorierten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Kampf der IRL zu informieren. (...). Yves Sancey.

Syndicom-Zeitung, 19.10.2012.
Syndicom > Swissprinters. Sozialplan. 19.10.2012.

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04.03.2011 St. Gallen
Frauen
Personen
SGB
SP Schweiz
Syndicom-Zeitung
Christiane Brunner
Ruth Dreifuss
Yves Sancey
Frauenstimmrecht
Gleichberechtigung
Gleichstellung
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Interview mit Ruth Dreifuss. „Chancengleichheit muss im Alltag erkämpft werden“ Syndicom: Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Errungenschaften der Frauen in den letzten vierzig Jahren, und was haben die Frauen noch nicht erreicht? Ruth Dreifuss: Das Frauenstimmrecht hat einen Prozess ausgelöst, um Diskriminierungen der Frau zu bekämpfen. Es ging in erster Linie darum, die Unterschiede im Bereich Recht, Ehe, Scheidung, Sozialversicherungen, Nationalität und so weiter abzuschaffen. Diese Arbeit konnte in den letzten vierzig Jahren weitgehend abgeschlossen werden. Aber in der Realität ist es so, dass Chancengleichheit im Alltag erkämpft werden muss. Das Gesetz ist das eine. Aber wie wir alle wissen, muss das Recht wie zum Beispiel bei der Lohngleichheit dann von Fall zu Fall, von Unternehmen zu Unternehmen geltend gemacht werden, unter anderem durch gewerkschaftliches Engagement. (...). Mit Foto von Ruth Dreifuss. Schriftlich durchgeführtes Interview von Yves Sancey.

Syndicom-Zeitung, 4.3.2011.
Personen > Dreifuss Ruth. Gleichstellung. 4.3.2011.doc.

 

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