Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 21

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.03.2013 Schweiz
GBH Schweiz
Geschichte
Personen
Unia Schweiz
Katharina Kerr
Rebekka Wyler
Arbeiterbewegung
EU
EWR
Personenfreizügigkeit
Volltext

Kenntnisreich aufgearbeitete Nachkriegsgeschichte: Die Schweizer Gewerkschaften und Europa. Vom „Ja, aber“ zum „Nein, wenn nicht…“ Nachkriegseuropa fand zunächst auf wirtschaftlicher Ebene zusammen. Die Schweizer Gewerkschaften brauchten ein Weilchen, bis sie merkten, dass sie von diesem Projekt mitbetroffen sind. Und noch etwas länger, bis es gelang, den „Hebel Europa“ wirksam einzusetzen. Die Verflechtungen des schweizerischen Wirtschaftsraums und der Schweizer Politik mit dem europäischen und dem globalen „Ausland“, stellten auch die Schweizer Gewerkschaften vor neue Aufgaben. Die Zürcher Historikerin und SP-Politikerin Rebekka Wyler hat diese Geschichte mit Recherchen in Gewerkschafts- und Firmenarchiven und in Gesprächen mit Zeuginnen und Zeugen des Prozesses aufgearbeitet. (...). Katharina Kerr.

VPOD-Magazin, 1.3.2013.
Arbeiterbewegung Schweiz > Geschichte. Rebekka Wyler. 1.3.2013.

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30.11.2012 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Susanne Leutenegger Oberhiolzer
EU-Beitritt
EWR
Nationalismus
SVP
Volltext

Hallo, Europa! CVP-Chef Christophe Darbellay verlangt eine neue Abstimmung über den EWR-Beitritt. Und bricht damit mit einem zwanzigjährigen Tabu. Am 6. Dezember 1992 sagten 53 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Nein zum Europäischen Wirtschaftsraum. 23 000 Stimmen Unterschied, das war verdammt knapp. Alle Parteien, ausser der SVP und den Grünen, hatten für ein Ja geweibelt. Der Bund betrieb sogar ein „Europa-Telefon“. (...). Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work, 29.11.2012.

Work online, 29.11.2012.
Personen >  Kuhn Marie-Josée. EU-Betritt. 30.11.2012.

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29.11.2012 Schweiz
Gewerkschaften
Personen
SP Schweiz
Work
Peter Bodenmann
Ralph Hug
Susanne Leutenegger Oberhiolzer
Paul Rechsteiner
EU-Beitritt
EWR
Manifest
Volltext

Das messerscharfe Manifest.  Blocher und seine SVP feiern „20 Jahre EWR-Nein“ als patriotische Heldentat. Doch ein Blick zurück zeigt: Das Manifest der Linken für ein kritisches EWR-Ja war der bessere Wegweiser. Am 6. Dezember 1992 stand mit dem Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) die wohl wichtigste Entscheidung der jüngeren Vergangenheit an. Christoph Blocher und die rechtsnationale, fremdenfeindliche Rechte machten dagegen mobil. (...). Ralph Hug.

Work online, 29.11.2012.
Personen > Hug Ralph. EU-Beitritt. Manifest. 29.11.2012.

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17.08.2010 Bern
EU
Personen
SP BE Kanton
Rudolf Strahm
EWR
Die Europadebatte verschieben. Die von der konzernfinanzierten Denkwerkstatt Avenir Suisse im Juni vorgestellte Publikation zum zukünftigen Verhältnis zwischen der Schweiz und Europa war kein gorsser Wurf. Aber ihre Forderung nach einem neuen Anlauf zum EWR-Beitritt hat in der Öffentlichkeit hohe Wellen geworfen. (...). Mit Foto von Rudolf Strahm. Rudolf Strahm. Bund. Dienstag, 17.8.2010
21.01.1993 Schweiz
Berner Tagwacht
EU
Regierung Schweiz

Abstimmung
EG
EWR
Volltext
Revitalisierungsprogramm des Bundes. Gut aber zaghaft. sda Das Programm des Bundesrates nach dem EWR-Nein ist bei Parteien, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften auf grundsätzliche Zustimmung und einige Detailkritik gestossen. Allseits gelobt wurde der Bundesrat, weil er nach dem EWR-Nein seine Führungsaufgabe wahrgenommen habe. Die Bundesratsparteien und Wirtschaftsverbände kritisieren aber, dass sich die Landesregierung nicht klar zum Wechsel zur Mehrwertsteuer ausgesprochen hat. FdP, CVP, SVP und SPS sind sich darin einig, dass der Wechsel mit Blick auf die Bundesfinanzen überfällig sei. Offen zeigen sich alle Parteien auch nach dem 6. Dezember in der Europafrage. Die SVP betont, dass man alle Optionen offenhalten müsse, eine neue EWR-Abstimmung in diesem Jahr komme aber nicht in Frage. Aus demokratischen Gründen schliesst auch die FdP einen schnellen zweiten Urnengang aus, mittelfristig sei ein solcher aber denkbar. Die SPS will einen künftigen zweiten Anlauf hartnäckiger angehen. Die Fitnesskur für die Wirtschaft hält die FdP für innenpolitisch mehrheitsfähig: allerdings gehe sie in manchen Bereichen - etwa in der Boden- und Wohnungspolitik - zu wenig weit. (…).
Berner Tagwacht, 21.1.1993.
Berner Tagwacht > Bundesrat. Wirtschaft. EU. TW, 1993-01-21.
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14.12.1992 Biel
GBI Biel
Gewerkschaftsbund Biel

EWR
Geschäftsleitung Gewerkschaftsbund Biel, Montag, 14.12.1992, 17.30 Uhr, Sitzungszimmer GBI. Mitteilungen. Alfred Müller informiert über die Kosten des kurzfristig beschlossenen EWR-Orientierungsabends vom 17.11.1992: Inserate Fr. 1'000.-, Saalmiete Fr. 450.-. An diesem Orientierungsabend nahmen rund 86 Personen teil, wovon 80 GBI-Mitglied sind. Ein Mitglied der Geschäftsleitung findet, dass dies eine GBI-Veranstaltung war. Alfred Müller hofft, dass künftig keine solchen kurzfristigen Beschlüsse gefasst werden, weil sonst das Budget nicht eingehalten werden kann. Es ist fraglich, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Protokoll Alfred Müller. Geschäftsleitung Gewerkschaftsbund Biel, 14.12.1992
10.12.1992 Schweiz
Personen
Solothurner AZ
Ruedi Heutschi
EU
EWR
Parallelen, Gegensätze und Widersprüche. Europa, ein langfristiges Projekt zum Mitmachen - EWR undEG als Schritte zum gemeinsamen Haus (III). Mit Karikatur. Ruedi Heutschi. SoAZ 1992
02.12.1992 Schweiz
Personen
Solothurner AZ
Ruedi Heutschi
EU
EWR
Die Schweiz gehört zu diesem Europa. Der EWR-Beitritt ist ein wirtschaftlicher und staataspolitischer Entscheid. Mit Foto. Ruedi Heutschi. SoAZ 2.12.1992
25.11.1992 Schweiz
EWR
Föderativverband
Personen

DV
EWR
Volltext
Delegiertenversammlung des Föderativverbandes. Nicht in Sündenbockrolle drängen lassen. Der Präsident des Föderativverbandes, SP-Nationalrat Georges Eggenberger, hat an der gestrigen Delegiertenversammlung des Verbandes im Berner Rathaus kämpferische Töne angeschlagen. Es müsse verhindert werden, dass das Rechtsbürgertum den Wohlfahrtsstaat Schweiz zu einem Fürsorgefall Schweiz umbaue. Individualismus, Egoismus oder falsch verstandene Eigenverantwortlichkeit würden in krassem Gegensatz zu den gewerkschaftlichen Zielen wie Solidarität, Gemeinwohl und soziale Wohlfahrt stehen, stellte der Präsident des Föderativverbandes (FV), der Berner SP-Nationalrat Georges Eggenberger, in seinem einleitenden Grundsatzreferat fest. Unter dem Einfluss von Rechtsaussen-Gruppierungen wie der Autopartei entstehe ein politisches Klima, in dem grosse bürgerliche Parteien ihre Deregulierungsziele und die Privatisierung öffentlicher Dienste hemmungslos verfolgen könnten. Der Föderativverband stelle sich konsequent gegen die Deregulierungs- und Privatisierungswelle. Es gelte vorab die Rosinenpickerei zu verhindern, wo sich Private auf die noch profitablen Bereiche der Staatstätigkeit stürzten und nur noch jene der öffentlichen Hand überlassen wollten, die nicht rentabel sein können. Die Privatisierung der Gewinne und die Sozialisierung der Verluste komme nicht in Frage. Eggenberger ging dann auf die Abstimmung (…)..
Berner Tagwacht, 25.11.1992.
Föderativverband > DV 1992. TW, 1992-11-25.
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14.11.1992 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
EWR
Föderativverband

Abstimmung
EWR
Volltext
Zwei weitere Ja zum EWR. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe tritt für ein Ja zum EWR ein. Ja sagt auch der Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK). Ein Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum sei notwendig und sinnvoll, hielt der Vorstand des Föderativverbands des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe laut einem Communiqué vom Freitag an seiner Novembersitzung fest. Ein solcher Schritt sei die folgerichtige Weiterentwicklung des bestehenden Freihandelsabkommens der Schweiz mit der Europäischen Gemeinschaft. Industrie- und Dienstleistungen seien auf den EWR-Binnenmarkt angewiesen; die ökonomischen und ökologischen Probleme der Zukunft liessen sich nur gemeinsam und nicht im Alleingang lösen. Der Föderativverband unterstreicht jedoch, dass die Zustimmung zum EWR-Abkommen kein Vorentscheid zu einem allfälligen EG-Beitritt sei. Der Schweizer Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK) seinerseits empfiehlt seinen rund 23'000 Mitgliedern ein Ja zum EWR vor allem aus berufs- und bildungspolitischer Gründen. So müsste die Schweiz, wenn sie dem EWR beiträte, auch die Richtlinien über die Geschlechter-Gleichstellung, zum Konsumentenschutz, zur Arbeitnehmer-Mitwirkung im Betrieb und über Gesundheitsschutz übernehmen und ins schweizerische Recht umsetzen. Die (...).
Berner Tagwacht, 14.11.1992.
Föderativverband > EWR. Beitritt. TW, 1992-11-14.
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29.10.1992 Biel
Gewerkschaftsbund Biel
Personen
Vasco Pedrina
EWR
Geschäftsleitung Gewerkschaftsbund Biel, Donnerstag, 29.10.1992, 17.30 Uhr, Sitzungszimmer GBI. Mitteilungen. Mariano Franzin informiert über den "Orientierungsabend EWR" vom 17.11.1992 im grossen Volkshaussaal. Die Begrüssung erfolgt durch Alfred Müller. Ein Kurzreferat von Vasco Pedrina, Präsident GBI und VIzepräsident SGB in Deutsch und Französisch ist vorgesehen. Anschliessend können die Anwesenden Fragen stellen. immer wieder wird festgestellt, dass eine grosse Unsicherheit im Zusammenhang mit dem EWR besteht und viele aus Angst entweder Ja oder Nein stimmen werden. Alfred Müller wünscht, dass sich die Vorstandsmitglieder überlegen, welche Fragen dem Referenten gestellt werden könnten. Die Fragen sollen im Saal verteilt und von den anwesenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestellt werden. Die Presse sowie Canal 3 werden zu diesem Orientierungsabend ebenfalls eingeladen. Weitere Details werden zwischen Sekretär und Präsident abgesprochen.  Protokoll Alfred Müller. Geschäftsleitung Gewerkschaftsbund Biel, 29.10.1992
09.10.1992 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
PTT-Union
Josef Vonarburg
Abstimmung
EWR
Volltext
Ein wichtiger Entscheid. Am 6. Dezember 1992 sind wir alle aufgerufen, für oder gegen den Beitritt der Schweiz zum EWR Stellung zu nehmen. Die wichtigste Entscheidung seit Bestehen der Eidgenossenschaft fordert alle zu einer fundierten Meinungsbildung heraus. Gross ist die Unentschlossenheit unter den Gewerkschaftsmitgliedern und wenn argumentiert wird, für oder gegen Beitritt, so stelle ich ein Informationsdefizit fest. Es wird ein Durcheinander gemacht zwischen Maastrichter Verträgen, EG und EWR: Im Abstimmungskampf sind unsere Politiker gefordert, damit das Schweizervolk den Gang zur Urne mit fester Oberzeugung machen kann. National- und Ständerat haben dem Beitritt zum europäischen Wirtschaftsraum zugestimmt Ich denke, dass dies richtig war und für uns alle wegweisend. Zugegeben, der Beitritt bringt für unser Land einschneidende Massnahmen, die heute eben noch ungenau definiert sind. Ich glaube, dass aber die Vorteile eines Beitrittes überwiegen und die Schweiz kein Sonderzüglein fahren kann. Ein immer wieder, vor allem von älteren Personen aufgebrachtes Argument ist die Unabhängigkeit der Schweiz. Wie kann aber ein Land unabhängig sein, wenn jeder zweite Franken im Ausland verdient wird, und davon zwei Drittel in EG/EWR Ländern? Dass viele Arbeitsplätze und unser Wohlstand durch diesen Handel entstehen, kann wohl niemand bestreiten. Die Freizügigkeit, die der Binnenmarkt unserem Land bringt, wird sich auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positiv auswirken. Die Angst, dass (…).
Sepp Vonarburg.
SoAZ, 9.10.1992.
PTT-Union > EWR. Abstimmung. SoAZ, 1992,10-09.
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08.10.1992 Schweiz
EWR
SGB
SGB-Frauenkommission

EWR
SGB-Frauenkommission
Volltext
Ja zum EWR. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes unter der Leitung von Rita Gassmann hat einstimmig entschieden, an der SGB-Delegiertenversammlung die Ja-Parole zur Abstimmung über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zu vertreten. Die SGB-Frauenkommission betrachtet den EWR-Beitritt als einen wichtigen Schritt zur Erreichung der Gleichstellung. So muss die Schweiz ein allgemeines Diskriminierungsverbot bezüglich Beschäftigung, Berufsbildung, beruflichen Aufstiegs- und Arbeitsbedingungen erlassen, auf das die Frauen in der Schweiz seit über 10 Jahren warten. Auch im Sozialversicherungsbereich wird die Gleichstellung den Frauen Vorteile bringen, Zu erwähnen sind die gleich hohen Krankenkassenprämien für Frauen und Männer, bei der beruflichen Vorsorge die Aufrechterhaltung der angesparten Ansprüche. Dass mit einem EWR-Beitritt für Frauen auch Probleme entstehen, davor verschliessen sich die SGB- Frauen nicht. Frauen mit grossen Bildungsdefiziten bleiben auch weiterhin Verliererinnen auf dem Arbeitsmarkt. Probleme entstehen ebenfalls, weil Frauen nach wie vor die Allgemeinverantwortlichen für Haushalt und Kinderbetreuung sind und ihre künftig verlangte Mobilität aus diesem Grund beschränkt bleibt. Die SGB- Frauenkommission ruft die erwerbstätigen Frauen auf, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Nur mit dem Engagement der Frauen in den Gewerkschaften selber können Ungerechtigkeiten verhindert und kann die längst fällige Gleichstellung der Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt durchgesetzt werden. (…). GBH-Zeitung, 8.10.1992.
SGB > EWR. Frauenkommission. GBH-Zeitung, 1992-10-08.
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05.10.1992 Schweiz
Gewerkschaften
Grüne
Personen
SP
Peter Bichsel
Susanne Leutenegger Oberhiolzer
Paul Rechsteiner
EU-Beitritt
EWR
Volltext

Plattform „Für eine soziale Schweiz in einem sozialen Europa – kritisch für den EWR“. Die Frage des EWR spaltet auf den ersten Blick links und rechts das politische Lager und bedarf deshalb der sorgfältigen Diskussion und Klärung. Diese Plattform macht eine eigenständige, kritische und linke Position zugunsten des Integrationsprozesses sichtbar. (...).

Komitee für eine soziale Schweiz in einem sozialen Europa, 5.10.1992.
Gewerkschaften >EU-Beitritt. Plattform 5.10.1992.doc.

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05.10.1992 Schweiz
Personen
Peter Bichsel
EU-Beitritt
EWR
Referenten
Volltext
Peter Bichsel. Rede gehalten an der Pressekonferenz des Komitees vom 5. Oktober 1992. Wir werden nicht darum herumkommen, einen emotionalen Entscheid zu fällen. Und eigentlich fehlten uns die Emotionen dazu. Wir möchten alle eigentlich nicht entscheiden und sagen, dass wir lieber später entscheiden würden. Wir haben alle schon von Europa gesprochen, in der Meinung, Europa existiere noch nicht, sei nicht möglich, betreffe uns nicht. (...). Peter Bichsel.

Komitee für eine soziale Schweiz in einem sozialen Europa, Pressekonferenz, 5.10.1992.
Personen > Bichsel Peter. EU-Beitritt. Rede vom 5.10.1992.doc.

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03.10.1992 Schweiz
Personen
Solothurner AZ
Ruedi Heutschi
EG
EU
EWR
Grundlagen und Anfänge europäischer Integration. Europa, ein langfristiges Projekt zum Mitmachen - EWR und EG als Schritte zum gemeinsamne Haus (I). Mit Karikatur. Ruedi Heutschi. SoAZ 3.10.1992
27.08.1992 Schweiz
Nationalrat
Solothurner AZ

EU
EWR
Abrechnung zwischen Blocher und Bodenmann. Nationalrat schloss EWR-Redemarathon ab. Der Nationalrat hat gestern Mittwoch mittag den Redemarathon zum EWR-Vertrag abgeschlossen. Vertreter von FdP, CVP und SPS versuchten, den Rat mit sachlichen Gründen für das Abkommen zu gewinnen und warfen der SVP vor, kein überzeugendes Programm für den Alleingang skizziert zu haben. Die CVP forderte die kleinste Regierungspartei sogar auf, den Bundesrat zu verlassen. (...). Mit Foto. Solothurner AZ 27.8.1992
05.02.1991 EU
Schweiz
Berner Tagwacht
EWR

EU-Beitritt
EWR
Volltext
Sinkt das Lohnniveau in der Schweiz bei einem Beitritt zum EWR? Die Meinungen sind geteilt. Wird das Lohnniveau sinken, wenn die Schweiz dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Europäischen Gemeinschaft (EG) beitritt? Die Annahme, dass künftig fast überall in Europa die Personen ihren Arbeitsplatz frei wählen können, ruft in der Schweiz bereits Ängste hervor. Während die Arbeitnehmer- Vertreter beruhigende Worte finden, ist ein Rückgang des Lohnwachstums für die Arbeitgeberseite vorprogrammiert. Die Schweiz wies 1988 gemäss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) das mit Abstand höchste kaufkraftbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Europa auf. Dennoch würde ein Sinken des Lohnniveaus in der Schweiz einen Teil der Bevölkerung hart treffen. Beat Kappeler .Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, ist aber zuversichtlich: „Mit der EG oder dem EWR wird nicht einfach alles anders. Unsere deutschen Nachbarländer Baden-Württemberg oder Bayern sind seit 33 Jahren in der EG und trotzdem weiterhin Hochlohngebiete.“Für Ausländer noch attraktiv? Zudem finde in Italien, vor allem aber in Spanien und Portugal, auch beim Lohnniveau ein „gewaltiger“ Aufholprozess statt. „Dies ist nicht erstaunlich, denn die stärker entwickelten EG-Staaten üben mit ihren Bestimmungen zum Schutz der Arbeitnehmer einen Druck auf die anderen EG-Staaten aus“, sagt Kappeler. (…).
Berner Tagwacht, 5.2.1991.
Berner Tagwacht > EWR-Beitritt. TW, 1991-02-05.
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04.07.1990 Europa
EWR
Helvetische Typographia
Personen
Arnold Isler
EWR
Frauen
Volltext
Europäischer Zusammenschluss. Für Frauen ein Gewinn. Margrit Meier, Frauen- und Wirtschaftssekretärin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), machte es am diesjährigen Frauenaktionstag an der Universität Bern deutlich: Schweizerinnen können durch einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) viel gewinnen. In den siebziger Jahren hätten die Frauen eine Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft (EG) entdeckt, die ihnen in der Folge viel geholfen habe: den EG-Gerichtshof in Luxemburg. Da in den EG-Verträgen der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ verankert sei, hätten die Frauen begonnen, die Richter mit Lohngleichheitsprozessen zu beschäftigen. Folge davon: Der EG-Gerichtshof in Luxemburg sei zu einem Pionier der Gleichberechtigung in Lohnfragen geworden. Auch in anderen Bereichen sei die EG-Rechtssprechung bedeutend frauenfreundlicher als die schweizerische, betonte Fachfrau Margrit Meier, die vor ihrer Wahl zur SGB-Sekretärin au1 den 1. Mai dieses Jahres im Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Integrationsbüro sich intensiv mit Europafragen befasste. In den EG-Richtlinien seien zum Beispiel festgeschrieben: die gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau in der sozialen Sicherheit (AHV, Pensionskassen, Krankenversicherung) ; ein Kündigungsschutz für Frauen, die wegen Lohngleichheit klagen; ein Diskriminierungsverbot für Frauen im Arbeitsleben, so beim Zugang zur Beschäftigung, bei Ausbildung und Aufstieg, (…). Arnold Isler.
Helvetische Typographia, 4.7.1990.
Personen > Isler Arnold. EWR. Frauen. HT, 1990-07-04.
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31.12.1971 Naher Osten
Schweiz
Sowjetunion
Vietnam
SMUV Schweiz

Aussenpolitik
EU-Beitritt
EWR
Jahresbericht
Volltext

Das weltpolitische Geschehen. Das Jahr 1971 darf als ein Jahr verzögerter Entscheidungen und ungewisser Entwicklung gelten. In den beiden Hauptkrisenherden, im Nahost- und im Vietnamkonflikt zeigte sich noch kein Hoffnungsschimmer für eine friedliche Lösung. Trotz aller diplomatischen Nebengeräusche wurde weiterhin in erster Linie auf die Sprache der Waffen gesetzt, wenn sich hier auch in den Methoden einige Wandlungen zeigten. Am Suezkanal dräuten oft die Wolken einer neuen Kriegsgefahr. Der ägyptische Präsident Sadat liess es nicht an blutrünstigen Reden fehlen, in denen er betonte, die Entscheidung auf dem Schlachtfeld sei unvermeidlich. Der Nervenkrieg gegen Israel lief auf Hochtouren, ohne dass sich dieses jedoch nur um des Friedens willen auf die schiefe Ebene erzwungener Zugeständnisse hätte drängen lassen. (...).

SMUV Schweiz, Geschäftsbericht 1971.
SMUV Schweiz > Aussenpolitik. SMUV. Geschäftsbericht 1971.

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01.05.1926 Deutschland
Europa
Schweiz
IGB Internationaler Gewerkschaftsbund
Öffentlicher Dienst
Personen
Regierung Schweiz
SP Schweiz
Hans Oprecht
EU
EWR
Volltext
Zollunion

Die vereinigten Staaten von Europa. Der Krisenzustand, in dem die europäische Wirtschaft seit Kriegsende sich befindet, sollte in den letzten Jahren durch die verschiedensten Mittel geheilt werden. Bisher ist ihnen allen aber ein Erfolg nicht beschieden gewesen. Mit Palliativmitteln kann solch eine schwere Krise am europäischen Wirtschaftskörper eben nicht saniert werden. So hat sich in verschiedenen Ländern der Gedanke des europäischen Zusammenschlusses immer mehr in den Vordergrund gedrängt. (...). Hans Oprecht.

Der öffentliche Dienst, 1.5.1926.
Personen > Oprecht Hans. Europa. Zollunion. 1.5.1926.doc.

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