Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 23

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17.08.2018 Deutschland
DGB

Flüchtlnge
Volltext
Flüchtlinge: Gewerkschaften für Möglichkeit eines „Spurwechsels". Seit einigen Tagen wird ein „Spurwechsel-Modell" für Flüchtlinge diskutiert, die in Deutschland nur geduldet sind oder deren Asylantrag abgelehnt wurde. Die Idee hinter dem „Spurwechsel": Wer als Flüchtling einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle gefunden hat und integriert ist, darf trotz abgelehntem Asylantrag dauerhaft in Deutschland bleiben. Zur "Spurwechsel-Debatte" erklärt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach: „Eine sachlich geführte Diskussion über einen möglichen Spurwechsel von Geflüchteten, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder die sich nur geduldet in Deutschland aufhalten, ist wichtig. Zwar begrüssen wir den Vorstoss, jedoch sind wie als Gewerkschaften der Auffassung, dass das Grundrecht auf Asyl nicht angetastet und nicht mit der Erwerbstätigenzuwanderung vermischt werden darf. Deutschland muss weiterhin Menschen, die vor Krieg, Bürgerkrieg oder Verfolgung fliehen, aufnehmen und ihnen Perspektiven bieten. Am Beispiel der Ausbildung, bei der bereits jetzt ein Spurwechsel von einer Duldung in einen Aufenthalt zu Erwerbszwecken möglich ist - und zwar qua Bundesgesetz - zeigen sich die Schwierigkeiten: Ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag oder eine begonnene qualifizierte Berufsausbildung bieten den Azubis und auch den Betrieben keine ausreichende Sicherheit vor Ausweisung oder Abschiebung. Es ist nicht akzeptabel, dass junge geflüchtete Menschen - wie in Bayern - aus einer beruflichen (…).
DGB, 17.8.2018.
DGB > Flüchtlinge. DGB, 2018-08-17.
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01.02.2018 Biel
Partei der Arbeit
Vorwärts

Flüchtlingsunterkünfte
Flüchtlnge
Volltext
Leben im Container. Seit 2007 stehen die Container am Stadtrand von Biel. Bewohnt wurden sie von Tunnelbauerinnen, die auf der Baustelle eines neuen Autobahnabschnitts tätig waren. Diese Strasse ist nun eröffnet und die Containersiedlung in eine Kollektivunterkunft für Asylsuchende umgewandelt worden. Beschlossen haben dies der Regierungsrat des Kantons Bern und der Bieler Gemeinderat Eingewilligt hat die Bieler Exekutive nur unter der Bedingung, dass dafür keine zusätzlichen Wohnungen für Asylsuchende, vorläufig Auf-genommene oder anerkannte Flüchtlinge in der Stadt dazugemietet werden müssen. Wer also einen positiven Asylentscheid erhält und die Kollektivunterkunft verlassen darf, wird es schwierig haben, in Biel zu bleiben, egal ob bereits ein soziales Netz in der Region besteht. Als ich die geplante Asylunterkunft letzten Sommer ein erstes Mal besuchte, war ich schockiert. Der Standort ist unglaublich trist und erinnerte mich stark an die provisorischen Camps auf der griechischen Insel Lesvos. Auf der einen Seite des Standorts liegen die Autobahn und die grosse Ausfahrt, auf dei anderen Seite stehen grosse Industriebauten. Das Stadtzentrum ist über eine Stunde Fussmarsch entfernt und somit auch alle kulturellen Angebote sowie die von Freiwilligen organisierten Sprachkurse. Natürlich hatten vorher Bauarbeiterinnen in diesen Containern gewohnt. Diese verbrachten jedoch viel Zeit auf der Baustelle, schliefen in Einzelzimmern und an ihren freien Tagen konnten sie ihre Familien besuchen. Die Asylsuchenden (…). Judith Schmid.
Vorwärts, 1.2.2018.
Vorwärts > Flüchtlinge. Unterkünfte. Vorwärts, 2018-02-01.
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28.04.2017 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Work
Clemens Studer
Flüchtlnge
Rassismus
Volltext
Die Schweiz trumpt. Grenzschliessung, Schikanen gegen Geflohene und Totalüberwachung: Bundesräte haben bessere Manieren als US-Präsident Trump. Politisch trumpt’s in unserem Land aber schon länger. Vieles, von dem Trump träumt und twittert, ist in der Schweiz bereits Realität. Sicher, die Schweiz ist anders organisiert, als die USA es sind. Darum braucht es hier auf nationaler Ebene auch mindestens zwei Magistraten für einen Trump. Ueli Maurer (SVP) und Simonetta Sommaruga (SP) bekommen das aber ganz gut hin – und erst noch viel leiser als der US-Präsident. Und auch in vielen Kantonen ist Trump-Politik an der Tagesordnung. Die Beispiele: 1. Grenzen schliessen mit allen Mitteln. Trump will die Grenzen dichtmachen und die Grenze zu Mexiko mit einer Mauer verriegeln. Für die Schweiz keine neue Idee. „Grenzbefestigungsanlagen“ oder vulgärer einfach „Stacheldraht“ gehören zum Standardforderungsrepertoire der SVP und von Bürgerlichen. Dabei ist die Schweiz ohnehin quasi schon abgeriegelt, seit Justizministerin Sommaruga die Abschaffung des Botschaftsasyls durchsetzte und auch seine Wiedereinführung nicht einmal prüfen will. Begründung: „Es bringt zu wenig.“ Dabei wäre das Botschaftsasylverfahren die einzige schnell umsetzbare Möglichkeit, wenigstens einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass nicht Monat für Monat Tausende Flüchtende im Mittelmeer ertrinken. Als Schengenstaat profitiert das Binnenland Schweiz vom schmutzigen Deal mit dem türkischen (…). Clemens Studer.
Work, 28.4.2017.
Personen > Studer Clemens. Flüchtlinge. Work, 2017-04-28.
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10.03.2017 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Flüchtlnge
Volltext
Let's bring them here! Europäische Bürgerinnen und Bürger protestierten am 6. März mit einem Autocorso in Brüssel gegen die fehlende Hilfeleistung gegenüber den Asylsuchenden in Griechenland und Italien. Die Aktion Let's #bringthemhere to fulfill your #refugeepromise machte darauf aufmerksam, dass die Staaten der Europäischen Union getroffene Abmachungen nicht einhalten. So wurde vereinbart, dass 160'000 in Italien und Griechenland gestrandete Flüchtlinge, die in überfüllten Lagern mit mangelhafter sanitärer Infrastruktur untergebracht sind, auf andere Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden. Bis jetzt wurden jedoch weniger als 10% dieser im «Relocation-Programm» vereinbarten Anzahl an Flüchtlingen in anderen Ländern aufgenommen. Auch die Schweiz, die sich als Nicht-EU-Land freiwillig an diesem Programm beteiligt, hat bisher kaum zur Entlastung der südeuropäischen Länder beigetragen: Seit Beginn des Programms im März 2016 hat die Schweiz in dessen Rahmen lediglich 418 Flüchtlinge aufgenommen. Damit liegt sie wie der Durchschnitt der anderen europäischen Länder unter 10% der zugesicherten Aufnahme. Der VPOD fordert, dass auch die Schweiz im Rahmen des "Relocation-Programms" in den nächsten Wochen und Monaten stärker ihrer Verantwortung nachkommt. Johannes Gruber.
VPOD Schweiz, 10.3.2017.
VPOD Schweiz > Flüchtlinge. VPOD Schweiz, 2017-03-10.
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06.02.2017 Griechenland
Unia Schweiz

Flüchtlnge
Solidaritätskomitee
Volltext
Ambulanz-Fahrzeuge für Griechenland. Die Krankenwagen werden als ambulante Klinik für Flüchtlingslager eingesetzt. Zwei Ambulanz-Fahrzeuge sind heute von Bern Richtung Athen gestartet. Dort werden sie vor allem für die Zehntausenden Flüchtlinge im Einsatz sein, welche in Griechenland festsitzen. Die Ambulanzen konnten auch dank einer 10‘000 Franken-Spende der Unia erworben werden. Mit im Gepäck haben die beiden Fahrzeuge unter anderem auch grosse Mengen warme Kleider und Schuhe, vor allem für Kinder, sowie medizinisches Gerät wie einen Rollstuhl und einen Defibrillator. Mobile Krankenstationen. Die eine Ambulanz wird in Athen dem staatlichen Rettungswesen übergeben und als Krankenauto zum Einsatz kommen. Die andere übernimmt „Solidarity4all“, eine Organisation, welche die Freiwilligenarbeit sowie die über 50 Solidaritätskliniken im Land koordiniert. Dieses Fahrzeug wird als ambulante Klinik ausgerüstet und die Flüchtlingslager in der Region Athen (zahn-) medizinisch versorgen. Übergabe am 13. Februar. Die Übergabe der beiden Ambulanz-Fahrzeuge findet am 13. Februar unter anderem im Beisein des Schweizer Botschafters in Athen, Hans-Rudolf Hodel, statt. Koordiniert wird die Aktion durch den Verein „Solidarität mit Griechenland“. Dieser konnte bereits im Dezember 2016 eine erste Ambulanz übergeben. Der Verein „Solidarität mit Griechenland“ unterstützt das von der EU-Sparpolitik schwer getroffene Land seit 2015 mit einer Informationskampagne, aber auch praktisch. Die medizinische Hilfe richtet sich sowohl an die griechische Bevölkerung als auch an Migrant/innen und Flüchtlinge. Mit Fotos. (...).
Unia Schweiz, 6.2.2017.
Unia Schweiz > Griechenland. Ambulanz. Unia Schweiz, 2017-02-06.
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12.01.2017 Deutschland
Löhne
Neues Deutschland

Flüchtlnge
Mindestlöhne
Volltext
Der Heppenheimer Hiob. Solidarität aus Eigennutz. Der Heppenheimer Hiob über den Wert der Arbeit im System der Arbeitsteilung. Nun also mal wieder der Mindestlohn. Besser gesagt geht es mal wieder um ein Hintertürchen, um diesen zu umgehen. Ein neuer Versuch, ihn via Geflüchtete wenigstens partiell auszuhebeln. Bei solchen Geflüchteten nämlich, die sich in ihrer Qualifikation nachschulen lassen müssen. Weil ihnen eine gewisse Anerkennung fehlt, nicht unbedingt Geschick oder volle Einsatzbereitschaft. Ein Papier dreier Bundesministerien bestätigte nun: Diesen Leuten muss man die ohnehin mageren 8,84 Euro in der Stunde nicht gewähren. Weil sie halt so eine spezielle Form von Praktikanten oder Azubis sind. Aber was soll das Gezeter an dieser Stelle eigentlich? Muss man als Flüchtling denn nicht eigentlich froh sein, überhaupt Arbeit zu bekommen? Flüchtlingsjahre sind schliesslich keine Herrenjahre. Wer da auch noch Ansprüche stellt, der verzärtelt diese Leute doch nur. Die Bürger sehen das nicht so viel anders. Zu viele Jahre hat man ihnen gesagt „Hauptsache Arbeit!“, als dass sie jetzt Loyalität zu arbeitenden Asylbewerbern entwickeln könnten. Der Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt ist halt mal kein Zuckerschlecken. Ist er ja auch nicht für die Langzeitarbeitslosen. Die kriegen ja auch keinen Mindestlohn und sollten nach Jahren der Vakanz einfach nur froh sein, endlich wieder irgendwas tun zu können. Aber genau diese Haltung war und ist ein grober Fehler. (…).
Neues Deutschland, 12.1.2017.
Neues Deutschland > Mindestlohn. Flüchtlinge. Neues Deutschland, 2017-01-12.
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21.10.2016 Bern
BS Kanton
Zürich
Flüchtlinge
Partei der Arbeit Bern
Vorwärts

Flüchtlnge
Grenzschutz
Volltext
Die Antwort auf Unrecht ist Widerstand. In Bern prangert eine Gruppe rund um die Partei der Arbeit Bern die MigrationspoIitik der Schweiz an. Vor allem die gegenwärtige illegale Praxis an der Schweizer Grenze, aber auch die Haltung der Schweiz in der Aussenpolitik und die Mitschuld der Schweiz an der gegenwärtigen humanitären Krise werden hervorgehoben. „S'länge fürs z'spränge paar Seck Dynamit“ steht auf einem roten Transparent, dazu ist das passende Mani Matter-Lied „Dynamit“ zu hören. Die Aktion „Grenzen sprengen“ mahnt, dass die Schweiz mit ihrem derzeitigen Verhalten gegenüber Asylsuchenden, unter anderem direkt an der Schweizer Grenze, wieder einmal ein Verbrechen begeht, wie es in der Geschichte schon mehrmals vorgekommen ist. Obschon Flüchtlinge ihrem Recht folgend in der Schweiz Asyl beantragen wollen, werden ihre Anträge von den GrenzwächterInnen missachtet. Stattdessen wird noch nicht registrierten Flüchtenden der Weg zu den Aufnahmezentren verweigert und sie werden illegalerweise von schweizerischen BeamtInnen nach Italien zurückgeschafft. Dabei trägt die Schweiz gemeinsam mit anderen westlichen Staaten massgebend dazu bei, dass so viele Menschen auf der Flucht sind. Durch Waffenexporte, durch Rohstoffhandel und durch Spekulation mit Nahrungsmitteln aus ärmeren Ländern werden deren BewohnerInnen in Krieg und Armut getrieben. Damit wird die Flucht zu ihrer einzigen Überlebenschance. Das Ziel der Aktion ist es, die gegenwärtige Situation an der Schweizer Grenze wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und zu verhindern, dass sich diese menschlichen Schicksale völlig (…). Yvonne Zürcher.
Vorwärts, 21.10.2016,
Vorwärts > Flüchtlinge. Pda Bern. Vorwärts, 2016-20-21.
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18.08.2016 EU
Flüchtlinge
Unia Schweiz

EU
Flüchtlnge
Volltext
Unia-Spende an Ärzte ohne Grenzen. Für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik statt Abschottung! Ärzte ohne Grenzen hat diesen Sommer entschieden, keine Gelder mehr von EU-Mitgliedstaaten zu beantragen. Die internationale Hilfsorganisation begründet ihren Entscheid mit den „verheerenden Auswirkungen der EU-Abschottungspolitik für Menschen auf der Flucht“, mit denen ihre Mitarbeitenden tagtäglich konfrontiert seien. Die Unia teilt diese Kritik und unterstützt deshalb die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen mit 20‘000 Franken. Drei Monate nach dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens entschied die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen aus Protest gegen die Abschottungspolitik der EU, keine Gelder mehr bei der EU sowie ihren Mitgliedstaaten zu beantragen. Ärzte ohne Grenzen leisten aktuell Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene in mehr als 40 Ländern sowie auf drei Rettungsschiffen im Mittelmeer. In ihren Projekten sehen sie tagtäglich die verheerenden Auswirkungen der europäischen Flüchtlingspolitik. EU-Abschottungspolitik eindämmen. Die Unia teilt diese Kritik. Die europäische Flüchtlingspolitik schafft zusätzliches Leid und löst keine Probleme. Die Unia fordert anstelle von Abwehrpolitik eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik, die die Menschenrechte respektiert. Mit der Spende von 20‘000 Franken an Ärzte ohne Grenzen unterstützt die Unia eine Hilfsorganisation, die sich weltweit für eine Linderung des Flüchtlingselends einsetzt, und setzt damit ein Zeichen gegen die EU-Abschottungspolitik. Menschenrechte statt Abschreckungspolitik. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.8.2016.
Unia Schweiz > EU. Flüchtlinge. Unia Schweiz, 2016-08-18.
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01.07.2016 Schweiz
Flüchtlinge
SGB
VPOD-Magazin

Flüchtlnge
Integration
Volltext
Die Position der Gewerkschaften zur aktuellen Flüchtlingsthematik. Human bleiben. Der SGB-Vorstand hat eine Position zur Flüchtlingsfrage formuliert. Für ihn steht im Vordergrund, dass alle möglichst rasch einen Platz in der Gesellschaft finden. Auch Hilfe vor Ort darf nicht zu kurz kommen. Der SGB-Vorstand hat die aktuelle Lage analysiert und verlangt, dass sich die Schweiz international solidarisch zeigt und sich daran beteiligt, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Die Schweiz soll ihren Beitrag an die Hilfe vor Ort leisten. Und im Rahmen ihrer Möglichkeiten soll sie Flüchtlinge aufnehmen. Rasch und direkt helfen. Die Flüchtlinge - namentlich die anerkannten Flüchtlinge und die vorläufig Aufgenommenen - müssen möglichst rasch ihren Platz in unserem Land finden. Ziel ist es, dass sie hier ein eigenständiges Leben fuhren können und sich in unserer Gesellschaft zurechtfinden. Die Aufnahme einer Berufstätigkeit spielt dabei eine Schlüsselrolle. Viele Flüchtlinge sind sehr jung. Bei ihnen steht die Frage der Ausbildung im Vordergrund. Die meisten Betroffenen sind auf rasche, direkte Hilfe angewiesen. Sie sollen beispielsweise möglichst bald mit dem Lernen einer Landessprache beginnen und in unser Land eingeführt werden. Je nach Vorbildung erfolgt das am besten im Rahmen eines Kurses oder an einem Arbeitsplatz. Bei der Zuteilung der Flüchtlinge auf die Regionen ist sprachlichen Vorkenntnissen Rechnung zu tragen. Wer krank ist oder psychische Probleme hat, muss entsprechende Versorgung und Betreuung bekommen. Ein Teil der Flüchtlinge findet selbständig Arbeit. Diese Personen brauchen relativ wenig Unterstützung. (…). SGB.
VPOD-Magazin, 1.7.2016.
VPOD-Magazin > Flüchtlinge. Integration. VPOD-Magazin, Juli 2016.
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28.05.2016 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Lena Frank
Flüchtlnge
Volltext
Flüchtlinge brauchen sichere Fluchtrouten. Die Unia-Migrationskonferenz fordert eine solidarische und menschliche Flüchtlingspolitik. Die Unia-Migrationskonferenz fordert konkrete Massnahmen für eine solidarische und menschliche Flüchtlingspolitik. Sie verlangt die Schaffung von sicheren Fluchtrouten. Die Lage von Zehntausenden Menschen, die vor Krieg und Elend auf der Flucht sind, ist unwürdig und beschämend. Die Unia-Migrationskonferenz fordert von der Schweiz einen konkreten Beitrag zur Schaffung von sicheren Fluchtrouten. Die Schweizer Behörden werden aufgefordert, Programme zur dauerhaften Ansiedlung der Flüchtlinge zu unterstützen. Schutz der Flüchtlinge hat Priorität. Die EU hat kürzlich mit der Türkei ein Abkommen abgeschlossen, um Flüchtlinge von den EU-Grenzen fernzuhalten. Das Recht auf Schutz, wie es in der Genfer Flüchtlingskonvention verankert ist, wird darin missachtet. Die Unia-Migrationskonferenz verlangt von der Schweiz, keine Abkommen zu unterzeichnen, welche Flüchtlinge schutzlos Krieg, Verfolgung und Elend aussetzen. Lena Frank berichtet aus Flüchtlingslagern. Unia-Jugendsekretärin Lena Frank war mehrmals als freiwillige Helferin in Idomeni. Sie schilderte die trostlosen Bedingungen in den Lagern, unter denen vor allem die Kinder zu leiden haben. Die Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni macht die Lage für die Betroffenen noch schlimmer. Die Unia unterstützt eine Petition, welche die sofortige Aufnahme von 50‘000 Flüchtlingen in der Schweiz fordert. (…).
Unia Schweiz, 28.5.2016.
Unia Schweiz > Flüchtlinge. Migrationskonferenz. Unia Schweiz, 2016.05-28-1.
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07.04.2016 Österreich
Ungarn
Personen
Work
Clemens Studer
Flüchtlnge
Nationalismus
Volltext
Die neue Flüchtlingspolitik der EU: Internieren, deportieren, ignorieren. Ein österreichisches Bürschchen und ein ungarischer Antidemokrat treiben die EU in die Hände eines türkischen Diktators. Einfältig und grausam. Montagmorgen, Mytilene (Griechenland), Morgengrauen: Die „Nazli Jale“ und die „Lesbos“ starten Richtung Türkei. An Bord sind insgesamt 202 geflohene Menschen und Dutzende Abschiebungsbeamte der Frontex, der für Menschenrechtsverletzungen berüchtigten EU-Grenzschutztruppe. Es ist der Moment, in dem sich Europa definitiv aus der Flüchtlingskonvention und den Menschenrechten schleicht. Es ist ein Abschied mit Ansage: Anstelle von Bundeskanzlerin Angela Merkels mutigem Imperativ „Wir schaffen das“ tritt der düstere Dreiklang „Internieren, deportieren, ignorieren“. Verantwortlich dafür sind im wesentlichen zwei Männer, die Fakten schaffen und sich um Flüchtlingskonvention und Menschenrechte foutieren. Der Antidemokrat aus Ungarn: (…). Das Bürschchen aus Österreich: Sebastian Kurz, Aussenminister. Im Unterschied zu Orbán ist der Jungstar der österreichischen Rechten kein Polterer. Seine menschenfeindliche Politik verpackt er in gewählte Worte. Was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass er sich ebenso wenig wie Orbán an das internationale Recht hält. (…). Clemens Studer.
Work online, 7.4.2016.
Personen > Studer Clemens. Flüchtlinge. Nationalismus. Work online, 2016-04-07.
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31.03.2016 Schweiz
SGB

Flüchtlnge
Integration
Volltext
Flüchtlinge sollen möglichst rasch ein eigenständiges Leben führen können. Position des SGB zur aktuellen Flüchtlingsfrage. Der Vorstand des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB ist besorgt über die Entwicklungen in der Flüchtlingsfrage. Er hat die aktuelle Lage analysiert und vertritt die folgende Position. Die Schweiz beteiligt sich international solidarisch an den Bestrebungen, die anstehenden Probleme zu lösen. Sie nimmt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Flüchtlinge auf und leistet ihren Beitrag an die Hilfe vor Ort. Die Flüchtlinge - namentlich die anerkannten Flüchtlinge und die vorläufig Aufgenommenen - müssen möglichst rasch ihren Platz in unserem Land finden. Ziel ist es, dass sie hierzulande ein eigenständiges Leben führen können und sich in unserer Gesellschaft zurecht finden. Die Aufnahme einer Berufstätigkeit spielt dabei eine Schlüsselrolle. Viele Flüchtlinge sind sehr jung. Bei ihnen steht die Frage der Ausbildung im Vordergrund. Die Mehrheit der Betroffenen ist auf rasche, direkte Hilfe angewiesen. Sie sollen u.a. möglichst rasch mit dem Lernen einer Landessprache beginnen und in unser Land eingeführt werden. Je nach Vorbildung der Person erfolgt das besser im Rahmen eines Kurses oder an einem Arbeitsplatz. Bei der Zuteilung der Flüchtlinge auf die Regionen ist sprachlichen Vorkenntnissen Rechnung zu tragen. Wer krank ist oder psychische Probleme hat, braucht eine entsprechende medizinische Versorgung. (…).
SGB, 31.3.2016.
SGB > Flüchtlinge. SGB, 2016-03-31.
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17.12.2015 Syrien
Flüchtlinge
Personen
Work
Michael Stötzel
Flüchtlnge
Volltext
„So viele Boote, dass die Vorräte ausgingen“. Aus dem Tagebuch einer Schweizer Ärztin auf Lesbos. Aufgezeichnet von Michael Stötzel. Die griechische Insel Lesbos war in diesem Jahr schon für eine halbe Million Flüchtlinge aus dem Nahen Osten die erste Station auf ihrem Weg nach Nordeuropa. Freiwillige empfangen sie dort, verarzten sie. Die Schweizer Ärztin Brigitte Graf (44) ist eine von ihnen. 20. November Bei unserer Ankunft sahen wir ein Boot mit einem kaputten Motor, das auf einen sehr steilen Küstenabschnitt zusteuerte. Wir dirigierten sie zu einer flacheren Stelle, dort legten sie an. Die frierenden Kinder bekamen Metallfolien und trockene Kleider. Ich gab einem der Männer mein iPhone, weil er jemanden bei sich zu Hause in Afghanistan anrufen wollte. Unter den Ankommenden sind viele schwangere Frauen. Eine von ihnen war im siebten Monat und fürchtete um ihr Baby, weil sie keine Bewegung mehr spürte. Ihre Leute erlaubten mir, sie zu untersuchen, und ich konnte die verzweifelte Mutter beruhigen. Eine andere Frau ist seekrank geworden. Ihre Kleider waren voller Erbrochenem. Entscheidend war, ihr aus den nassen und verschmutzten Kleidern zu helfen, ohne ihre Würde zu verletzen. 24. November Eine Frau benötigte dringend eine Dialyse. Aus den Planken eines Bootes improvisierten wir eine Trage, um sie zum Auto zu bringen und ins Spital zu fahren. Innerhalb von vier Tagen ist sie die dritte Dialysepatientin, die ich sah. Es geht das Gerücht um, dass die Menschen eine Niere verkaufen, um ihre Flucht (…). Michael Stötzel.
Work online, 17.12.2015.
Personen > Stötzel Michael. Syrien. Flüchtlinge. Work online, 17.12.2015.
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17.12.2015 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Work
Sina Bühler
Flüchtlnge
Ratgeber
Volltext
Spenden Sie Ihr Zimmer oder ihre Zeit. Geldspenden sind wichtig. Helfen können Sie aber auch als passionierte Gärtnerin, wenn Sie ein freies Zimmer haben oder als Freiwilliger auf der Balkanroute. Verschiedene Hilfswerke setzen sich ein, um die Not von Flüchtlingen zu mindern. Gerade vor Weihnachten landen ihre Spendenaufrufe in den Briefkästen. Es muss aber nicht unbedingt Geld sein: Wenn Sie lieber Kleider, Ihre Zeit oder besondere Fähigkeiten spenden möchten, können Sie das bei verschiedenen Organisationen tun. Ein paar Beispiele: Kleider für Zelte. Im Herbst wurden in der ganzen Schweiz sackweise Altkleider für Flüchtlinge gesammelt. Für kleine Organisationen ist das eine logistische Knacknuss, deswegen haben viele damit aufgehört. Weiterhin froh um Kleiderspenden ist aber die Organisation Remar, die Brockenhäuser in Basel, Wetzikon und Zürich führt. Mit dem Erlös hilft Remar den Menschen auf der Fluchtroute und sucht Freiwillige, die eine Woche lang in Osteuropa Hilfsgüter und Essen verteilen. www.remar.ch. Hilfe unterwegs. Auch andere Organisationen sind mit Hilfsgütern unterwegs. Zum Beispiel die Berner Aktivistinnen und Aktivisten von „Open Eyes Balkanroute“. Sie kochen in Griechenland für Flüchtlinge, die dort ankommen, und verteilen Hilfsgüter an jene, die weiterreisen nach Serbien, Kroatien und Mazedonien. Die Organisation sucht auch Menschen, die entlang der Fluchtroute helfen, die gesammelten Spenden zu verteilen www.balkanroute.eu. (…). Sina Bühler.
Work online, 17.12.2015.
Personen > Bühler Sina. Flüchtlinge. Flüchtlingsunterkünfte. Work, 17.12.2015.
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12.10.2015 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Flüchtlnge
Volltext
„Vorläufig Aufgenommene sollten eine B-Bewilligung erhalten“. Interview mit Samuel Häberli von der Freiplatzaktion Zürich. Die Einnahmen des „14. Lauf gegen Rassismus“ dienen zu 100 Prozent der Finanzierung von nicht-staatlichen Projekten, die sich um die juristische und soziale Unterstützung von Migrantinnen und Migranten kümmern. Eins dieser Projekte ist die Freiplatzaktion Zürich, deren Geschäftsführer Samuel Häberli gern unsere Fragen beantwortete. Was ist die Freiplatzaktion? Wo kommt ihr her? Die Freiplatzaktion Zürich engagiert sich seit 1985 für eine menschliche Asyl- und Migrationspolitik. Ihre Gründung war eine Antwort auf die Anfang der 80er Jahre einsetzenden Einschränkungen und Verschärfungen im Asylrecht. In den ersten Jahren war die Freiplatzaktion eine zivilgesellschaftliche Bewegung mit verschiedenen, politisch motivierten Initiativen. Die konkrete Rechtsarbeit erhielt jedoch rasch an Gewicht und drängte die politische, öffentliche Arbeit in den Hintergrund. Im neu erschienen Buch „Die Welt ist unser Boot“ wird die Geschichte der Freiplatzaktion sehr interessant reflektiert. Wie sieht eure Arbeit heute aus? (…).
GBKZ, 12.10.2015.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Flüchtlinge. GBKZ, 12.10.2015.
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21.09.2015 Schweiz
Demonstrationen Bern
Personen
SGB
José Corpataux
Flüchtlnge
Kundgebung
Volltext
Für eine menschliche Asylpolitik. Aufruf der SGB-Migrationskommission. An der Grenze zu Europa, aber auch innerhalb Europas, spielt sich zurzeit eine humanitäre Katastrophe ab. Die Schweiz kann da nicht wegschauen. Sie muss ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen. Der SGB und insbesondere seine Migrationskommission fordern eine menschliche und solidarische Asylpolitik. Flüchtende, die an Stacheldrahtzäunen gestrandet sind, Polizisten in Kampfmontur, die auf Kinder einprügeln, Menschen, die gegen den Tod schwimmen: Menschen wollen leben, sind weggezogen, aus dem Elend, aus den elenden Lagern, in denen sich keine Perspektive bietet, sind aufgebrochen in einen Kontinent, den sie mit Hoffnung verwechselten, denn in diesem Kontinent errichtet die Politik mehrheitlich - Grenzzäune. Die Schweiz kann ihre Augen vor der humanitären Tragödie an den Grenzen ihrer Nachbarstaaten nicht verschliessen. Nicht nur wegen der langen humanitären Tradition: Rotes Kreuz, Genfer Konvention, Flüchtlingsaufnahme während Jahrhunderten. Sondern weil jetzt Solidarität mit den Flüchtenden verlangt ist! Das fordern zunehmend auch mehr Schweizer/innen von der Politik. Schweiz muss ihre Pflicht wahrnehmen. (…). Kundgebung, Samstag, 26. September, 17 Uhr, Schützenmatte, Bern. Der SGB ruft seine Mitglieder auf, sich an dieser Kundgebung zu beteiligen. José Corpataux.
SGB, 21.9.2015.
Personen > Corpataux José Flüchtlinge. Kundgebung. SGB, 21.9.2015.
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17.09.2015 Deutschland
Personen
Regierung
Work
Marie-Josée Kuhn
Flüchtlnge
Volltext
Das Wort von der Kanzlerin. Editorial von Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work. Die ganze Welt schaut auf Angela Merkel. Eben noch stand sie als gnadenlos deutsche Einpeitscherin da. Hart, aber unfair zwangen sie und ihr Finanzminister ganz Südeuropa mit giftigen Sparbefehlen auf die Knie. Und jetzt, plötzlich, umarmt dieselbe Kanzlerin ganz Syrien. Sagt, das Recht auf Asyl „kenne keine Obergrenze“. Heisst die Flüchtlinge willkommen und verkündet: „Wir schaffen das!“ Plötzlich wird Mutti Merkel Mutter Courage. Erschüttert. Einfache, humanitäre Gesten. Menschlichkeit. Auch der Papst sagt: „Wenn ein Flüchtling eintrifft, dann ist es klar, dass man ihm Zuflucht gewähren muss, weil das ein Gebot der Bibel ist.“ Doch Merkel, die Pastorentochter, die in der DDR aufgewachsen ist, kam dem obersten Hirten zuvor. Die Fernsehbilder des Flüchtlingsdramas in Ungarn hätten die Staatschefin erschüttert, sagt ihr Umfeld. Gefühle würden Merkel leiten statt Vernunft, höhnt deshalb Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, auch ein C-Politiker. Merkels frohe Botschaft sei eine Katastrophe für Deutschland. Der starke Mann der CSU kuschelt in der Flüchtlingspolitik lieber mit Ungarns Eisenbeisser Viktor Orbán. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 17.9.2015.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Editorial. Deutschland. Work, 17.9.2015.
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17.09.2015 Deutschland
Flüchtlinge
Personen
Work
Michael Stötzel
Arbeitsmarkt
Flüchtlnge
Volltext
Deutschland hilft - auch weil es die Arbeitskraft der Flüchtlinge braucht. Gefühl mit ziemlich viel Kalkül. Über Nacht haben die Deutschen ihr Land verändert. Das Sparschwein Europas zeigt plötzlich Herz für Flüchtlinge. Das hat auch wirtschaftliche Gründe. Sekretärin Barbara Schleindlsperger (31) hat den ganzen Sonntag im Münchner Luisengymnasium verbracht. Dort nutzen Helferinnen und Helfer drei Turnhallen als Notquartiere. Erst hat sie gespendete Kleider sortiert. Als dann die Busse vom Hauptbahnhof mit den Flüchtlingen ankamen, hat sie sich um die Kinder gekümmert. Warum sie das macht? Schleindlsperger: „Wenn ich mir vorstelle, dass ich selber in so einer Situation wäre wie die Flüchtlinge, würde ich auch wollen, dass mir geholfen wird.“ Willkommen in München. Schleindlsperger und viele Hunderte strömten spontan zum Münchner Hauptbahnhof, um die Flüchtlinge zu begrüssen. Um ihnen Wasser, Früchte, Kleider und Spielzeug für die Kinder zu bringen. Um Tische und Bänke aufzustellen, um einen Kühlschrank anzuschleppen. Um aus der öden Bahnhofshalle zunächst mal einen Ort zu machen, „an dem man Menschen willkommen heissen kann“, wie eine Münchnerin erklärte. Innerhalb weniger Tage standen sich die Helfenden am Bahnhof auf den Füssen herum. Und es gab keinen Platz mehr für weitere Spenden. Also organisierten sich die Freiwilligen, bauten einen Schichtbetrieb auf, legten Listen derjenigen an, die zu langfristiger Hilfe bereit und in der Lage sind. (…). Michael Stötzel.
Work online, 17.9.2015.
Personen > Stötzel Michael. Deutschland. Flüchtlinge. Work online, 17.9.2015.
Ganzer Text
02.10.2014 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
WOZ
Bettina Dyttrich
Arbeitsbedingungen
Flüchtlnge
Volltext
Ernährungssouveränität. Quer in der Landwirtschaft. Ausgerechnet die Flüchtlinge sollen es richten. Wenn es nach dem Schweizerischen Bauernverband geht, sollen sie die Polen, Rumäninnen und Ungarn ersetzen, die heute auf Schweizer Feldern arbeiten. So wäre es vielleicht möglich, die „Masseneinwanderungsinitiative“ umzusetzen, ohne dass die Schweizer LandwirtInnen in Engpässe geraten. Mit ihrem Vorschlag zeigen die VertreterInnen des Schweizerischen Bauernverbands, die alles andere als flüchtlingsfreundlich eingestellt sind, was sie selbst von der Arbeit landwirtschaftlicher Angestellter halten: Sie ist das Letzte. Das stimmt auch - Angestellte im Gemüsebau arbeiten in fast allen Kantonen 55 oder mehr Stunden in der Woche und machen oft tagelang dasselbe: im stickigen Treibhaus Tomatentriebe ausbrechen, auf dem Bauch liegend Gurken ernten, mit steif gefrorenen Fingern Nüsslisalat schneiden. Anstrengend, monoton - und das alles für einen Lohn, mit dem sich in der Schweiz kaum leben lässt (siehe WOZ Nr. 17/14). Anstrengend wird diese Arbeit immer bleiben. Aber eintönig ist sie nur, weil die Betriebe immer grösser und spezialisierter werden. Gehetzt und entwürdigend ist sie, weil die Wertschätzung für die Nahrungsproduktion verloren gegangen ist - eine Wertschätzung, die sich über den Preis ausdrückt, aber nicht nur. Beides hängt zusammen: (…). Bettina Dyttrich.
WOZ, 2.10.2014.
WOZ > Landwirtschaft. Flüchtlinge. WOZ, 2.10.2014.
Ganzer Text
22.06.2012 Schweiz
CVP
FdP
Personen
SVP
Work
Hildegard Fässler
Niklaus Ramseyer
Daniel Vischer
Chauvinismus
Faschismus
Flüchtlnge
Nationalismus
Rassismus
Volltext
Bei der Nothilfe-Abstimmung herrscht Total-Verdunkelung. Sie wissen nicht, was sie tun. Eine Umfrage von Work zeigt: Die Befürworter der Nothilfe für Asylsuchende im Nationalrat wissen nicht einmal, wozu sie Ja gesagt haben. Der Zürcher Grüne Daniel Vischer redete in der Asyldebatte Klartext: „Geschätzte Kolleginnen und Kollegen auf der rechten Ratsseite, verlogen an Ihrem Diskurs ist, dass Sie von Lösungen sprechen, die (...). Niklaus Ramseyer.

Work. Freitag, 22.6.2012.
Personen > Ramseyer Niklaus. Nationalrat. 22.6.2012.doc.

Ganzer Text


01.07.2010 Bern
Demonstrationen Bern
Solidarité sans frontières

Ausschaffungs-Initiative
Flüchtlnge
Sans papiers
5000 für Gleichheit und Würde. Gegen 5000 Migrantinnen und Migranten - Sans-Papiers, Flüchtlinge und Besitzer eines Schweizer Passes - haben am letzten Junisamstag an einer Kundgebung in Bern teilgenommen. Ihr Motto: "Freiheit, Gleichheit, Würde. Für mich und dich". Die Forderung: Nein zu Ausschaffungsinitiative und Gegenvorschlag. Die Demo der migrationspolitischen Organisation "Solidarité sans frontières" verlief ohne Zwischenfall. VPOD-Magazin, Juli 2010
07.09.2006 Schweiz
Personen
SVP
Work
Christoph Blocher
Matthias Preisser
Flüchtlnge
Volltext

Blochers freche Lügen. Justizminister Blocher ist jedes Mittel recht, um die Verschärfung des Asylgesetzes durchzupeitschen. Auch Lügen. Bundesrat Christoph Blocher geht es wie Pinocchio: Seine Nase wird immer länger. Schon diesen Januar wurde er beim Lügen erwischt: In seiner Albisgütli- Rede führte Blocher zwei Albaner als Beispiel für das angebliche Versagen der Asylpolitik an. Sie seien „Kriminelle“, die „Menschen ermordet“ hätten – und trotzdem habe ihnen die Asylrekurskommission (ARK) Asyl gewährt. Dass dies nicht stimmt, ist unumstritten. Das Strafverfahren gegen die beiden Albaner, heute anerkannte Flüchtlinge, wurde in Albanien wegen ungültiger Beweise eingestellt. Für die ARK ist klar: Es handelte sich „um ein aus politischen Gründen inszeniertes Komplott“. Blocher wusste im Albisgütli, dass seine Aussage falsch war; sein Bundesamt hatte ihn vorher gewarnt. Doch die eine Lüge zieht weitere nach sich: Im Ständerat lügt Blocher, er habe die Albaner nicht als Kriminelle bezeichnet. (...). Matthias Preisser.

Work online, 7.9.2006.
Personen > Preisser Matthias. Christoph Blocher. Asylgesetz. Work. 2006-09-07.

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25.11.1988 Zürich
WOZ

Flüchtlnge
Zu Recht illegal in der Schweiz. Freispruch für den ausgeschafften Zeynel K. WOZ 25.11.1988
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