Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 26

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.11.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
Work
Hans-Ulrich Jost
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext
Darum suchte die Armeeführung die Konfrontation. Generalstab verwechselte Streik mit Krieg. General Ulrich Wille und seine Hardliner-Obersten waren für den Ausbruch des Landesstreiks mindestens mitverantwortlich, sagt der Historiker Hans Ulrich Jost. „Ein Generalstreik ist ein dem Aufruhr gleichzustellendes Verbrechen und darf nur mit Belagerungszustand (Militär) beantwortet werden,“ Dies schrieb 1907 Carl Hilty, Berner Rechtsprofessor und Oberauditor der Militärjustiz. Seine Ansicht war im Bürgertum weit verbreitet. Vor allem im Generalstab der Armee und unter den höheren Offizieren. Der Landesstreik von 1918 war ein solcher Generalstreik. Verantwortlich gemacht für dieses Ereignis wurden allein die Führer der Arbeiterschaft und der Sozialdemokratischen Partei (SP). Endlich mal aufräumen. Während des Ersten Weltkriegs war die Versorgungslage prekär: Kartoffeln und Kohle wurden knapp in der Schweiz. Der Brotpreis verdoppelte sich innert weniger Jahre. Tausende Familien drohten zu verarmen, viele litten Hunger. Gleichzeitig strichen Unternehmer und Aktionäre sagenhafte Renditen ein. Diese scharfen sozialen Gegensätze liessen die Verbitterung unter den Arbeiterinnen und Arbeitern, aber auch unter Angestellten rapid wachsen. Angesichts dieser gespannten sozialpolitischen Lage schuf der Sozialdemokrat Robert Grimm Anfang 1918 das Oltener Aktionskomitee (OAK). Um dem bürgerlichen Bundesrat gegenüber wirkungsvoll aufzutreten, schlug Grimm vor, wenn nötig mit einem Generalstreik zu drohen. Doch mit dem Generalstreik beschäftigte sich nicht nur das Oltener (…). Hans Ulrich Jost.
Work, 2.11.2018.
Personen > Jost Hans Ulrich. Generalstreik. Armee-Einsatz. Work, 2018-11-02.
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02.11.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
Work
Ralph Hug
Armee-Einsätze
Generalstreik
Reaktion
Volltext
Der Landesstreik: Die Mutter aller Streiks. Suppenküchen, Handgranaten und ein dreifacher Mord. Das hatte die Schweiz noch nie erlebt: Plötzlich herrschte Aufruhr im ganzen Land. Die drei Streiktage im November 1918 veränderten die Schweiz. Für immer. Es war an einem Dienstag. einem grauen Novembertag: 250‘000 Frauen und Männer legten ihre Arbeit nieder. Und stiessen in den Strassen auf die Armee. Am dritten Streiktag erschossen Soldaten im solothurnischen Grenchen die drei Arbeiter Marius Noirjean (17). Fritz Scholl . (21) und Hermann Lanz (29). Von hinten und aus nächster Nähe. Schliesslich blies die Streikführung die Aktion ab. weil ein Bürgerkrieg drohte. War der Landesstreik nun eine Niederlage für die Arbeiterbewegung? Oder doch ein Sieg? Beides. sagt Adrian Zimmermann. Der Historiker spricht von „Geschlagenen. die siegten“. Zu Recht. denn ein Teil der Streikforderungen wurde bald erfüllt. andere erst später. Und so kam es zu diesem ersten Generalstreik in der Schweiz. der sich 2018 zum hundertsten Mal jährt: 1. Hunger und Elend: Während des Ersten iiI Weltkriegs (1914-1918) ging es mit der Versorgung bergab. Kartoffeln und Kohle wurden knapp. Der Brotpreis verdoppelte sich innert weniger Jahre. Während die Löhne stagnierten, stieg die Teuerung unerbittlich an. Wer ins Militär musste. bekam keinen Ausgleich für den Lohnausfall. Tausende Familien drohten zu verarmen. viele litten Hunger. Die Historikerin Maria Meier hat die prekäre Lage im Sommer 1918 am Beispiel von Basel untersucht. Die Stadt musste Suppenküchen einrichten. schnell waren sie überfüllt. Kinder waren unterernährt. (…). Ralph Hug.
Work, 2.11.2018.
Personen > Hug Ralph. Generalstreik. Reaktion. Work, 2018-11-02.
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31.08.2018 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Ralph Hug
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext
Die Geheimprotokolle zum Landesstreik. Der Bundesrat sieht dunkelrot. Im Bundeshaus war klar: Es steht die Revolution vor der Tür. Das zeigen die für geheim erklärten Protokolle des Bundesrates von 1918. „Kein Auszug, da geheim“: Was der Bundesrat im Vorfeld des Landesstreiks beriet, sollte niemand erfahren. Die Protokolle waren streng geheim. Heute liegen sie im Bundesarchiv. Wer sie liest, begegnet einem Bundesrat in Panik. Er wähnte die Revolution vor der Tür. Über die wahren Gründe der Wut des Volkes – Hunger, Arbeitslosigkeit, Verbitterung, Ohnmacht, Unterdrückung – verlor man wenige Wochen vor dem Streik kein Wort mehr. Es ging nur noch um Militär, Polizei und Repression. Munitionsdepots geräumt. Statt der Unzufriedenheit der Schweizer Lohnabhängigen sahen die Männer – alle durchweg freisinnig-konservativ – ausländische Agitatoren am Werk. Die Bundesanwaltschaft klärte ab, „in welcher Weise gegen die russischen Agenten und Unruhestifter, welche unter dem Deckmantel von russischen Kurieren in die Schweiz kommen, vorgegangen werden kann“. Gemeint waren Leute wie die Russin Angelica Balabanoff In den Protokollen ist ständig von „Brutstätten der Revolution“ und „bolschewistischen Umtrieben“ die Rede. Das Militär räumte schon heimlich die Munitionsdepots in den Städten – damit sie nicht dem „Feind“ in die Hände fielen. Willes Wahn. Zu den grössten Scharfmachern zählte General Ulrich Wille. Er wollte bereits am 2. November ¬Zürich militärisch besetzen lassen. Sein Plan (…). Ralph Hug.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Hug Ralph. Generalstreik. Regierung. Work online,2018-08-31.
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17.08.2018 Grenchen
Generalstreik
Personen
Work
Ralph Hug
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext
Soldaten erschossen drei Arbeiter. Von hinten.^Das Trauma der Grenchner. In Grenchen SO endete der Landesstreik blutig. Füsiliere erschossen die drei Uhrmacher Marius Noirjean (17), Hermann Lenz (29) und Fritz Scholl (21) in einer Seitengasse. Von hinten, in Kopf und Rücken. Sie hatten gar nicht aktiv am Streik teilgenommen. Noirjean wollte für seine Mutter Medikamente in der Apotheke holen, Scholl war auf dem Weg in einen Eisenladen, und Lanz war rein zufällig unterwegs. Die drei waren die einzigen Toten des Generalstreiks vom November 1918. Warum ausgerechnet in Grenchen? Explosive Stimmung. Diese Frage trieb Alfred Fasnacht jahrelang um. Denn der Tod der Arbeiter war ein Tabu. Niemand sprach darüber, auch die Linke nicht. Der Bibliothekar, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, recherchierte, trug Forschungsresultate, Dokumente und Zeugnisse zusammen. Das alles ist nun nachzulesen in einem sehr aus führliehen Internetartikel {rebrand.Iyjgrenchen}. In Grenchen hatten sich die sozialen Gegensätze extrem zugespitzt, die Stimmung war explosiv. Die skrupellosen Uhrenpatrons hatten viel Geld mit dem Export von Zündern und Uhren an die Kriegsmächte verdient. Streiks und Aussperrungen häuften sich. Arbeiterfamilien verarmten und verzweifelten. So waren die Grenchner Arbeiter besonders kämpferisch, als das Oltener Aktionskomitee am 14.November 1918 den Landesstreik ausrief. Sie legten Fabriken lahm, zwangen Geschäfte zum Schliessen und errichteten Barrikaden auf den Bahngeleisen. (…). Ralph Hug.
Work 17.8.2018.
Personen > Hug Ralph. Generalstreik Grenchen. Work, 2018-07-17.
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24.05.2013 Schweiz
Militärdepartement
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Antikommunismus
Armee-Einsätze
Volltext

Der rote Faden. Einmal gegen streikende Büezer, immer gegen streikende Büezer: Das ist die Logik der Schweizer Armee und ihrer Chefs. Gerade haben sie wieder zugeschlagen. Im ersten umfassenden Bedrohungskatalog aus dem Departement von SVP-Militärchef Ueli Maurer listen sie den Streik auf. Als Gefahr für die Schweiz, bei der die Armee einschreiten müsste. In seinem Bericht nennt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz mit der zutraulichen Abkürzung „Babs“ diese Streikgefahr parallel zu anderen Bedrohungen: Terrorismus, Natur- und Technikkatastrophen oder militärische Angriffe. Dies es antigewerkschaftliche Kesseltreiben kommt uns irgendwie bekannt vor. (...). Marie-Josée Kuhn.

Work, 24.5.2013.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Armee-Einsätze. 2013-05-24.

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02.11.2012 Schweiz
Personen
SVP
VBS Verteidigungsdepartement
Work
Marie-Josée Kuhn
Armee-Einsätze
Repression
Staatschutz
Volltext

Die Welt wundert sich über SVP-Bundesrat Ueli Maurers Mobilisierungspläne. „Die Ratten kommen garantiert!“ Armeechef André Blattmann und SVP-'Bundesrat Ueli Maurer rüsten auf: gegen das eigene Volk und das krisengeschüttelte Europa. Sie lösen damit im Ausland mehr als Kopfschütteln aus. „Helvetia“ leidet. Das krisengeschüttelte Europa zerfällt. Auch in der Schweiz gibt es „Unruhen“' Die Panzerbrigade 11 muss die Ordnung im Innern wiederherstellen. So lautet das offizielle Manöverszenario der grossen „Stabsrahmenübung Stabilo due“, die am 6.September begann. (...). Marie-Josée Kuhn.

Work. Freitag, 2.11.2012.
Work > Staatsschutz. VBS. Work 2.11.2012.

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18.10.2012 Biel
Genf
Grenchen
JU Kanton
Schweiz
Militärdepartement
Personen
VBS Verteidigungsdepartement
Work
Hans-Ulrich Jost
Marie-Josée Kuhn
Armee-Einsätze
Staatsschutz
Volltext

Die Schweizer Armee hat mehr Menschen im Landesinnern erschossen als an der Grenze. Nie wieder! Armee-Einsätze gegen Streikende und Arbeiterinnen und Arbeiter und linke Demonstrationen: Wie ein blutiger roter Faden ziehen sie sich durch die jüngere Schweizer Geschichte. Mineurstreik am Gotthard, Landesstreik und Demonstrationen am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos: Die Schweizer Armee schritt immer wieder gegen den von ihr ausgemachten „Feind im Inneren“ aus. Und das war (fast) immer derselbe: streikende Büezer, Gewerkschafter, Sozialistinnen und später: Jurassier und linke Demonstrationen. Jetzt will SVP-Militärchef Ueli Maurer seine Truppen wieder losschicken. (...). Marie-Josée Kuhn.

Work online, 18.10.2012.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Armee-Einsätze. 18.10.2012.doc.

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18.10.2012 Schweiz
GSoA
Personen
SGB
Unia Schweiz
VBS Verteidigungsdepartement
Work
Oliver Fahrni
Armee-Einsätze
Staatschutz
Volltext

Bern, 2012: Die Armee übt den Bürgerkrieg. Genf, 1932: Die Armee erschiesst 13 Arbeiter. Maurers Mobilmachung. Armeechef Blattmann und SVP-Bundesrat Maurer rüsten auf. Nicht gegen aussen, sondern gegen das Volk. Und sie bauen eine Sondertruppe gegen Gewerkschafter, Flüchtlinge und Feinde des Finanzplatzes. „Helvetia“ leidet. Europa zerfällt. Auch in der Schweiz gibt es „Unruhen“. Die Panzerbrigade 11 muss die Ordnung im Innern wiederherstellen. So lautet das ganz offizielle Manöverszenario der grossen „Stabsrahmenübung Stabilo due“, die am 6. September 2012 begann: (...). Oliver Fahrni.

Work online, 18.10.2012.
Personen > Fahrni Oliver. VBS. Staatsschutz. 18.10.2012.doc.

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08.10.2012 Genf
Schweiz
Militärdepartement
Personen
VBS Verteidigungsdepartement
Tom Cassée
Andreas Rieger
Armee-Einsätze
Volltext

Soldaten gegen Arbeitnehmende - Nie wieder! Vor 80 Jahren erschossen Soldaten der Schweizer Armee in Genf dreizehn Arbeitnehmende. Jetzt versucht das VBS, die Armee erneut als innenpolitische Ordnungsmacht in Stellung zu bringen: gegen mögliche Demonstrationen von Arbeitnehmenden und Arbeitslosen wegen der Euro-Krise. (...).

Kommunikation Unia, 8.10.2012.
Personen > Rieger Andreas. Armee-Einsätze. 8.10.2012..doc.

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20.01.2011 Grenchen
Kulturhistorisches Museum
Oltener Aktionskomitee

Armee-Einsätze
Ausstellung
Generalstreik
Wie viele Schüsse fielen wirklich? Drei Arbeiter wurden 1918 in Grenchen während des Generalstreiks erschossen. Der Fall wurde nie vollständig aufgeklärt. Das Kultur-Historische Museum in Grenchen zeigt die Widersprüche im Untersuchungsbericht auf. Am 14. November 1918 erschossen Mitglieder der Armee während des Genralstreiks in Grenchen drei Männer. (...). Mit Fotos. Bieler Tagblatt. Donnerstag, 20.1.2011
02.09.2010 Arbon
Chur
Rorschach
St. Gallen
Arbeiterbewegung
Grütliverein
Personen
SP
WOZ
Howard Eugster-Züst
Andreas Fagetti
Louis Specker
Armee-Einsätze
Geschichte
Heimarbeit
Volltext

„Links aufmarschieren“. Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der Ostschweizer Arbeiterbewegung erzählt von Massenarmut und Kinderarbeit, vom zähen Aufstieg der Linken und ihrem Kampf gegen Willkür. Die schwierige neue Freiheit. In den Anfängen der Industrialisierung lebte ein Grossteil der Landbevölkerung in elenden Verhältnissen. Die Kindersterblichkeit war hoch, die Lebenserwartung tief. Ein Fünftel der Neugeborenen überlebte das erste Lebensjahr nicht, bloss etwa zehn Prozent der Menschen erreichten das 60. Lebensjahr, wie eine Studie über die Innerschweiz belegt. Die Industrialisierung sprengte die alten Gesellschaftsordnungen, entwurzelte Menschen und senkte die Einkünfte mancher ArbeiterInnen. Die Fabrikanten beuteten Kinder aus und schädigten sie in ihrer Entwicklung, sie mussten zwölf Stunden und mehr arbeiten, aber auch familiäre Kleinstbetriebe der Heimsticker setzten auf sie als Billigarbeitskräfte. Erst das eidgenössische Fabrikgesetz von 1877 verbot Kinderarbeit. Bis es durchgesetzt war, dauerte es freilich Jahre. (...). Andreas Fagetti.

WOZ. Freitag, 2010-09-02.
Arbeiterbewegung > SG Kanton. Geschichte. 2010-09-02.doc.

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04.10.2007 Kosovo
Schweiz
GSoA
Personen
SP Schweiz
Boris Banga
Josef Lang
Johannes Wartenweiler
Armee-Einsätze
Rüstungsexporte
Volltext

Die belebende Wirkung der GSoA. Meistens stehen SP und Grüne in politischen Auseinandersetzungen Seite an Seite. Die gewichtige Ausnahme ist die Sicherheitspolitik. Dort gibt es zwar auch Berührungspunkte - wie die Ablehnung militärischer Einsätze im Landesinnern. Aber an den Auslandeinsätzen der Armee scheiden sich die Geister. Die SP ist tendenziell dafür, die Grünen sind definitiv dagegen. Diese Differenz hängt auch mit der GSoA zusammen, die auch 25 Jahre nach ihrer Gründung die ausserparlamentarische friedenspolitische Opposition. Und mittlerweile auch im Parlamentsbetrieb eine Stimme hat - diejenige des grünen Zuger Nationalrates Josef Lang. Seit er vor vier Jahren gewählt worden ist, haben sich die links-grünen Gewichte innerhalb der Sicherheitskommission geändert. Die sogenannte „SP Militär“ – die altgedienten SicherheitspolitikerInnen um Barbara Haering und Boris Banga - sehen sich herausgefordert. (...). Johannes Wartenweiler.

WOZ. Freitag, 2007-10-04.
GSoA > Armee-Einsätze. 2007-10-04.doc.

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24.05.2007 Zürich
Alternative Liste
Juso
Personen
SP Zürich
Sina Bühler
Esther Maurer
Niklaus Scherr
Rebekka Wyler
Armee-Einsätze
Polizeidirektion
Repression
Volltext

Esther Maurer. Die Zürcher SP-Polizeidirektorin hat den undankbarsten Job, den die Stadt zu vergeben hat. Warum um Himmels Willen gibt sie ihn dann nicht ab? Und Frau Maurer schweigt. „Frau Maurer ist leider die ganze Woche abwesend“, sagt Reto Casanova, Pressesprecher des Stadtzürcher Polizeidepartements. Und nein, sie sei weder per Handy noch E-Mail erreichbar. Das kommt natürlich ungelegen. Und es kommt JournalistIinnen auch bekannt vor. Die SP-Polizeidirektorin Esther Maurer verreist offensichtlich gerne dann, wenn es medial etwas ruppiger zu und her geht: 1999 forderte sie den Armeeeinsatz zur Konsulatsbewachung, und die SP bekam einen kollektiven Schluckauf. Die Juso forderte erstmals Maurers Rücktritt, und die Angesprochene tauchte unter. (...). Sina Bühler.

WPZ. Freitag, 2007-05-24.
SP Zürich > Maurer Esther. WOZ, 2007-05-24.doc.

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09.11.1932 Genf
Arbeiterbewegung
Faschismus
Personen
PTT-Union
SP
Bernhard Degen
Léon Nicole
Lucien Tronchet
Antifaschismus
Armee-Einsätze
Volltext

Zur Geschichte der Arbeiterbewegung: Die Blutnacht von Genf. Der 9. November 1932 ging als einer der schwärzesten Tage in die Geschichte der schweizerischen Arbeiterbewegung ein. Von ihrer Aufgabe völlig überforderte Rekruten schossen auf Befehl ihres Kompaniekommandanten in eine Demonstration der Genfer Sozialisten. 13 Menschen fanden den Tod und mindestens 60 weitere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Regierung und Armee schoben die Schuld auf die Linke und starteten eine eigentliche Hexenjagd. Der blutige Einsatz der Armee fällt in den ersten Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise. Im Winter 1931/32 zählte man in der Schweiz seit langem erstmals wieder über 50‘000 Arbeitslose. Der Kampf um die Verteilung der Krisenlast führte verschiedenenorts zu harten Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern und Polizei, die im Juli 1932 in Zürich ein erstes Menschenleben forderten. In Deutschland standen die Nazis kurz vor der Machtübernahme. (...). Mit Fotos. Bernard Degen.

SMUV-Zeitung, 24.11.1982.
Arbeiterbewegung > Militäreinsätze 9.11.1932.doc.

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09.11.1932 Genf
Arbeiterbewegung
Partei der Arbeit
Personen
SP
WOZ
Henri Fürst
Jules Humbert-Droz
Léon Nicole
Urs Rauber
Armee-Einsätze
Faschismus
Volltext

Vor 50 Jahren: Die Blutnacht von Genf. Der 9. November in Genf.  Folgende Situation scheint hierzulande undenkbar: Eine bürgerliche Kantonsregierung fordert zum Schutz einer kommunistischen Kundgebung beim Bundesrat Militär an. Nach erstem erfolglosem Eingreifen gegen unbewaffnete antikommunistische Gegen-Demonstranten lassen die Herren Offiziere schiessen. 13 Tote und mehr als 60 Verletzte werden weggetragen. Regierung und Militär machen - machen Druck auf KP hin – den Gegenmanifestanten den Prozess: deren Anführer und die Angehörigen der Opfer werden mit mehreren Monaten Gefängnis bestraft. Politisch undenkbar - aber historische Realität. An den Genfer Ereignissen von 1932 wurde nur die politische Bezeichnung geändert: Statt „kommunistisch“ muss es faschistisch, statt „antikommunistisch“ antifaschistisch heissen. (...). Nit Foto. Urs Rauber.

WOZ, 5.11.1982.
Arbeiterbewegung > Militäreinsätze. 9.11.1932.doc.

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17.08.1923 Genf
Strassenbahner Genf

Arbeitsbedingungen
Armee-Einsätze
Gelbe Gewerkschaften
Gründung
Streik
Volltext

Die Genfer Strassenbahner. Die Genfer Strassenbahner können dieser Tage auf das fünfundzwanzigjährige Bestehen ihrer Organisation zurückblicken. 1898, als die mageren Löhne und noch magereren Arbeitsbedingungen endlich unerträglich geworden waren, beschlossen etwa fünfzehn mutige Angestellte, neben dem bereits bestehenden Geselligkeitsverein eine Gewerkschaft ins Leben zu rufen, ein Unternehmen, das nicht ohne Gefahr war für sie, galt es doch, mit einem unerbittlichen Direktor (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-08-17.
Strassenbahner Genf > Gründung. 1923-08-17.doc.

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06.12.1918 Bern
Oltener Aktionskomitee
Strassenbahner Bern

Armee-Einsätze
Generalstreik
Mützen-Nummern
Volltext

Strassenbahner Bern. Der Landesgeneralstreik ist vorbei. Mitten in der frohesten, zuversichtlichsten Kampfesstimmung gab das Oltener Aktionskomitee die Parole zum Abbruch des Streiks aus. Es war nicht die Angst vor dem Gefängnis für die Mitglieder des Komitees, sondern hauptsächlich um eine Abbröckelung der Bewegung und den Brudermord zu verhindern, welche dieselben zu diesem Schritt veranlasste. Der Hauptirrtum der Nationalräte vom Oltener Aktionskomitee war, dass sie an der Bundesversammlung teilnahmen. Im ersten Moment schien es fast, als ob die Bewegung gänzlich ohne Erfolg war, doch heute darf man getrost behaupten: „Es taget im Guggisbärg obe." Denn unsere sieben Greise haben das höchste Interesse, keine zweite solche Aktion heraufzubeschwören. Hier in Bern hatten wir die „schwarzen Freiburger Seelen" als Belagerungsarmee. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-06. Standort: Sozialarchiv.
Strassenbahner Bern > Generalstreik. 1918-12-06.doc.

Ganzer Text

06.12.1918 Schweiz
Personen
Strassenbahner-Verband
Strassenbahner-Zeitung
Karl Marx
Johann Siegenthaler
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext

Zum Generalstreik. Obwohl der Landesstreik schon in der letzten Nummer unseres Organs besprochen wurde, erscheint uns die Angelegenheit wichtig genug, um unsere Auffassung über die Aktion an dieser Stelle ebenfalls zum Ausdruck zu bringen. Als vor einiger Zeit die Frage des Generalstreiks akut wurde, haben wir dazu ebenfalls Stellung bezogen. Wir sagten damals, Massenaktionen seien ein durchaus legales gewerkschaftliches Kampfmittel und können angewendet werden, sobald in unserem Lande die Vorbedingungen dafür geschaffen seien. Die Frage, ob diese  Vorbedingungen schon damals vorhanden, wurde von uns verneint, und zwar in der Hauptsache, weil wir die Zahl der organisierten Arbeiter als noch zu klein betrachteten. Dieser Übelstand hätte zur Folge, dass bei einer Massenaktion die organisierten Arbeiter die vielen unorganisierten mit Gewalt von der Arbeit abhalten müssten, was der bewaffneten Staatsgewalt den Vorwand liefern würde, die Aktion  mit Waffengewalt zu unterdrücken. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-06. Standort: Sozialarchiv.
Strassenbahner-Verband > Generalstreik. 1918-12-06.doc.

Strassenbahner-Verband. Generalstreik. 1918-12-06.pdf

06.12.1918 Zürich
Oltener Aktionskomitee
Strassenbahn Zürich
Strassenbahner Zürich
VBZ

Armee-Einsätze
Generalstreik
Stadtrat
Universität
Volltext

Ein Trauerspiel der Strassenbahndirektion Zürich. Die Unruhen im Vorarlberg sind vorbei, die Sovietgesandtschaft ist ausgewiesen, die Truppen verlassen nach und nach Zürich und das Vaterland der Drohnen soll sogar wieder einmal gerettet sein. Als das Aktionskomitee die Parole zum 24-stündigen Protestgeneralstreik herausgab, traten auch die Zürcher Strassenbahner in Aktion. Als sogar unsere alten Forderungen zum wiederholten Male aufgestellt wurden, eine Änderung der Direktion verlangt und die Fortsetzung des Streiks beschlossen wurde, löste sich vor lauter Begeisterung grosser Jubel aus. Die Gewerkschafter setzten in die Bewegung die grösste Energie und Ausdauer, und niemand dachte an eine Beendigung der Aktion, als so plötzlich Abbruch  geblasen wurde. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-06. Standort: Sozialarchiv.
Strassenbahner Zürich > Generalstreik. 1918-12-06.doc.

Ganzer Text

22.11.1918 Bern
Schweiz
Zürich
Oltener Aktionskomitee
Personen
SGB
SP Schweiz
Robert Grimm
August Huggler
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext

Zum Landesstreik. Das Oltener Aktionskomitee hatte auf Samstag, den 9. Oktober die Parole für einen 24stündigen Proteststreik in fast allen grösseren Städten des Landes  ausgegeben. Die Aktion galt dem Truppenaufgebot in Zürich, das erfolgte, weil zur Feier der russischen Revolution angeblich Attentate und Unruhen geplant gewesen seien. Der Proteststreik wurde überall flott durchgeführt, aber der Bundesrat weigerte sich, die Truppen zurückzuziehen, worauf die Arbeiterschaft Zürichs im Streik verharrte. Es kam dann dort zu einem Zusammenstoss mit dem Militär, was die Spannung noch verschärfte. Das  Oltener Aktionskomitee nahm mit anderen Organen der organisierten Arbeiterschaft Fühlung, worauf beschlossen wurde, auf Dienstag, den 12. November den unbefristeten Landesstreik zu proklamieren. In dem Aufruf zu dieser bedeutungsvollsten aller bisherigen Aktionen wurde u.a. gesagt: (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-11-22. Standort: Sozialarchiv.
Oltener Aktionskomitee > Generalstreik. 1918-11-22.doc.

Oltener Aktionskomitee. Generalstreik. 1918-11-22.pdf

22.11.1918 Schaffhausen
SEV Schweiz
Strassenbahner

Arbeiterrat
Armee-Einsätze
Generalstreik
Streikbrecher
Volltext

Strassenbahner Schaffhausen. Noch nie habe ich mit einer solchen Freude wie heute die Zeilen der „Strassenbahner-Zeitung" füllen helfen. Wer nämlich Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, der weiss, dass wir heute am Vorabend der sozialen Revolution in der Schweiz stehen. Freitag, den 8. November 1918, nachmittags 2 ½ Uhr, erhielten wir Bericht, dass am 9. November ein Proteststreik in allen grösseren Orten der Schweiz stattfinde. Wir Strassenbahner nahmen sofort Stellung dazu und wurde einstimmig beschlossen, gemeinsam mit der übrigen Arbeiterschaft gegen die Bundesbehörden zu protestieren. Kein einziger von uns wurde denn auch zum Streikbrecher. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-11-22. Standort: Sozialarchiv.
Strassenbahner Schaffhausen > Generalstreik. 1918-11-22.doc.

Strassenbahner Schaffhausen. Generalstreik. 1918-11-22.pdf

12.11.1918 Gerlafingen
Grenchen
Olten
Solothurn
Gewerkschaften
Personen
SMUV
Solothurner AZ
SP
Stefan Batzli
Arbeiterbewegung
Armee-Einsätze
Generalstreik
Volltext

Der Generalstreik im Kanton Solothurn. Vom Klassengegensatz zum Klassenkonflikt (III). Gegen Ende des Ersten Weltkrieges entwickelte die Arbeiterklasse zusehends ein Klassenbewusstsein, das aus der Distanz zwischen den tatsächlichen Lebenschancen und den als legitim empfundenen Erwartungen und Ansprüchen gewachsen war. Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratische Partei erlebten einen grossen Zuwachs. Der Klassenkonflikt kündete sich an. Die soziale und wirtschaftliche Not der Arbeiterschaft rief nach Reformen. Der Gegenwartszustand war nicht länger haltbar. Immer mehr Arbeiter sahen in den Parolen und Aktivitäten der Gewerkschaften und Sozialdemokraten eine Möglichkeit zur Verbesserung ihrer Situation. Die Gewerkschaftsentwicklung und die Kantonsratswahlen von 1900 bis 1917 widerspiegeln diese Unzufriedenheiten, Hoffnungen, Ressentiments, Proteste und Forderungen der Arbeiterschaft. (...). Mit Foto und Tabellen. Stefan Batzli.

Solothurner AZ. Donnerstag, 15.10.1987.
Generalstreik >Solothurn. Batzli Stefan. 15.10.1987.doc.

Generalstreik Solothurn. Batzli Stefan. 15.10.1987.pdf

03.07.1918 Lugano
TI Kanton
Flügelrad
Gewerkschaftskartell
Personen
Strassenbahner
Karl Dürr
Armee-Einsätze
Armut
Lebensmitteleinkauf
Streik
Volltext

Streik im Tessin. Über den Streik im Tessin entnehmen wir dem „Flügelrad" noch folgendes: Mittwoch, den 3. Juli 1918  standen die Strassenbahnen Luganos und die Nebenbahnen im Tessin still. Das war ein ganz unerwartetes Ereignis. Niemand hatte an eine solche  Geschlossenheit und  Solidarität  des Personals

gedacht. Das wirkte für die anderen Arbeiter ansteckend. Sie befanden sich durchaus in keinen besseren Verhältnissen. Der Glaube an die Kraft des geeinigten Proletariats wurde lebendig. Die eine und andere Arbeiterkategorie schloss sich dem Streik an. Ohne dass eine bezügliche Proklamation erfolgte, war plötzlich der Generalstreik da. (...).

 

Strassenbahner-Zeitung, 2.8.1918. Standort: Sozialarchiv.
Lugano > Flügelrad > Streik 3.7.1918.doc.

 

Ganzer Text

27.06.1918 Biel
Gemeinde- und Staatsarbeiter-Verband
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Strassenbahner Biel
Ernst Bütikofer
S. Gusset
Ernst Hügli
Johann Weber
Armee-Einsätze
Disziplinarverfahren
Streik
Volltext

Der Gemeindearbeiterstreik in Biel. Es war ein Freitag hell und klar, ein selten schöner Tag im Jahr, als sämtliche Gemeindebetriebe der  Zukunftsstadt stillgelegt wurden. Die Kartellversammlung von Donnerstag den 27. Juni 1918 nahm den Bericht des Vorstandes entgegen, wonach die Behörden die letzte Frist von 24 Stunden verstreichen liessen, ohne unseren Forderungen gerecht zu werden. Mit 212 gegen 2 Stimmen wurde hierauf beschlossen, Freitagmorgen in Streik zu treten. „Alle  Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!" Das bewies am auffälligsten die gänzliche Stilllegung  des Trambetriebes. (...). Strassenbahner-Zeitung. 5.7.1918. Standort: Sozialarchiv.

Gewerkschaftskartell Biel Vorstand > Streik 27.6.1918.doc

Streik 27.6.1918.pdf

15.02.1918 Schweiz
Generalstreik
Oltener Aktionskomitee
SGB
SP Schweiz

Armee-Einsätze
Volltext

An die Arbeiterschaft. Der Bundesrat hat die Öffentlichkeit mit einem Truppenaufgebot überrascht. Eine mobile Reservearmee soll gebildet 'werden, um sie gegebenenfalls gegen die kämpfende Arbeiterschaft zu werfen. Mit diesem Aufgebot hat der Kampf für die Wahrung eurer Lebensrechte eine plötzliche Wendung erfahren. Nachdem die eigentliche Zivildienstpflicht gefallen war und eine Verständigung über die anderen noch strittigen Punkte nicht unmöglich schien, erweckt das Militäraufgebot den Eindruck, als wolle der Bundesrat  auf Drängen der Scharfmacher seine ursprünglichen Pläne wieder aufnehmen und sie mit Gewaltmassnahmen gegen den Willen der Arbeiter durchsetzen. (...). Strassenbahner-Zeitung, 15.2.1918.

Ganzer Text

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