Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 112

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07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Swiss Airline
Markus Fischer
Kurzarbeit
Swiss Airlines
Volltext
Swiss erhält Kredite, doch der Notstand bleibt. Nach dem Ja der Lufthansa-Aktionäre am 25. Juni zur Rettung der Airline durch den deutschen Staat steht den Hilfskrediten mit Bundesgarantie für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss nichts mehr im Weg. Der SEV hat sich mit seinem Luftfahrtbereich SEV-GATA stark für die Bundeshilfe für die Luftfahrt eingesetzt, wo durch die Pandemie Tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind. Ein Scheitern der Lufthansa-Rettung hätte die von National- und Ständerat bereits Anfang Juni genehmigte Bundesgarantie für Bankkredite von 1,275 Milliarden Franken für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss in Frage gestellt. Nun können die Verträge zeitnah unterzeichnet und die erste Kredittranche ausgerichtet werden. Damit werden Swiss und Edelweiss wieder solvent, können die Löhne längerfristig garantieren und hoffentlich auch ihre Schulden bei den Kund/innen wegen der annullierten Flüge begleichen. Ausnahmezustand dauert an. Wegen der Corona-Pandemie musste die Swiss ab Mitte März den Grossteil ihrer Flugzeuge stilllegen. Das erste Quartal 2020 schloss sie mit einem Verlust von 84,1 Mio. Franken ab – gegenüber 48,3 Mio. Gewinn im ersten Quartal 2019. Im Juni konnte sie wieder etwa ein Fünftel des ursprünglich geplanten Angebots fliegen, und der am 29. Juni vorgestellte Flugplan bis 24. Oktober sieht eine sukzessive Steigerung des Angebots auf rund 40% des ursprünglichen Flugprogramms vor. Doch die Pandemie schränkt den Luftverkehr weiterhin ein: Jeder neue Krankheitsausbruch (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Swiss. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Gamzer Text
07.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
Regierung Schweiz
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Öffentlicher Verkehr
Vernehmlassung
Volltext
Nach 2½ Monaten Verbot des touristischen Verkehrs steht der Bund auch hier finanziell in der Pflicht.
Bundesrat sieht 800 Mio. für den öV vor. Der Bundesrat will die grossen finanziellen Verluste, welche die Unternehmen des öV und des Schienengüterverkehrs in der Corona-Krise durch den Einbruch der Nachfrage erlitten haben, mit 800 Mio. Franken abfedern. Eine Vorlage mit den nötigen Gesetzesanpassungen hat der Bundesrat am 1.Juli in die Vernehmlassung geschickt (bis 22. Juli). Kantone, Gemeinden und die Unternehmen selber müssen ihrerseits zur Finanzierung der Verluste beitragen. „Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben den öffentlichen Verkehr und den Schienengüterverkehr stark getroffen“, schreibt der Bundesrat . Aufgrund der Empfehlung des Bundesrats, möglichst zu Hause zu bleiben, sank die Nachfrage im öV um bis zu 80 Prozent und normalisiert sich nur langsam. Da viele Betriebe schliessen mussten, verzeichneten die Bahnen auch im Güterverkehr einen starken Rückgang. Die Folge sind hohe Ertragsausfälle. Da die Unternehmen im bestellten öffentlichen Verkehr (öV) und bei der Eisenbahninfrastruktur keine Gewinne einplanen dürfen, können sie nur einen Teil der Einnahmenausfälle kompensieren – über die Auflösung von Reserven oder Minderausgaben während der Pandemie. Damit die Transportketten nicht unterbrochen werden und die Unternehmen ihre (…).

Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
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10.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Corona-Krise und Service public. Der öV war, ist und bleibt zentral. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund analysierte letzten Freitag an einer Medienkonferenz die Auswirkungen der Coronapandemie auf die verschiedenen Bereiche des Service public. Der öffentliche Verkehr hat auch in der Krise zuverlässig weiterfunktioniert, aber viele Kund/innen verloren. Diese gilt es nun rasch wieder zurückzugewinnen, wie SEV-Präsident Giorgio Tuti im Interview betont: „Es braucht jetzt eine Kommunikationsoffensive und weiterhin gut ausgebildetes, engagiertes Personal in genügender Zahl, das für saubere Fahrzeuge und Bahnhöfe sorgt und sichtbar macht, dass der öV nach wie vor sicher ist.“SEV-Zeitung: Wie hat der öffentliche Verkehr (öV) die bisherige Phase der Coronakrise gemeistert? Giorgio Tuti: Eine besondere Leistung des öV-Personals war es, die vom Bundesrat am 16. März angeordnete Ausdünnung des Fahrplans innerhalb weniger Tage ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Eine so tiefgreifende Fahrplanumstellung in so kurzer Zeit war eine eigentliche Herkulesaufgabe. Zweitens haben Busfahrer, Zugbegleiterinnen, Rangierer, Kundenberaterinnen, Reiniger, Lokführerinnen usw., kurz: alle öV-Mitarbeitenden unter grossem Einsatz den bundesrätlichen Auftrag erfüllt, trotz Pandemie in sämtlichen Regionen der Schweiz ein Grundangebot zu gewährleisten. Der öV hat den Tatbeweis erbracht, dass er auch in Krisenzeiten zuverlässig funktioniert. Das war essenziell für den Zusammen(…). Markus Fischer
SEV-Zeitung, 10.6.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
Gamzer Text
27.05.2020 Romanshorn
Personen
Schifffahrt
SMUV-Zeitung
Markus Fischer
Barbara Spalinger
Arbeitszeit
Schifffahrt
Volltext
Bodensee: SEV-Beschwerde gutgeheissen. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft (SBS) hat letztes Jahr ihrem Personal Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz abverlangt, ohne dazu mit einer Vertretung des Personals eine schriftliche Vereinbarung abzuschliessen, wie es das Gesetz vorschreibt. Der SEV hat dagegen eine Beschwerde eingereicht, die nun das Bundesamt für Verkehr Anfang Mai guthiess. Im März 2019 legte die SBS allen knapp 30 nautischen Mitarbeitenden eine Vereinbarung «über Ausnahmeregelungen gemäss dem Arbeitszeitgesetz (AZG) und der Verordnung zum Arbeitszeitgesetz (AZGV)» vor, die sie individuell unterschreiben mussten. In der Tat sieht die AZGV zum Beispiel im Art. 45 für die Schiffsbetriebe die Möglichkeit vor, für die Sommersaison mit der «Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer» – also mit der Gewerkschaft oder der Personalkommission – für höchstens sechs Monate eine schriftliche Vereinbarung abzuschliessen über eine Verlängerung der Höchstarbeitszeit von 10 auf höchstens 13 Stunden pro Dienstschicht, über die Verlängerung der Dienstschicht von 12 auf maximal 15 Stunden sowie über eine Herabsetzung der Ruheschicht und der Ruhesonntage.. Alle Ausnahmen auf einen Schlag, unbefristet und ohne Gegenleistung. Die SBS listete im zu unterschreibenden Papier nicht nur diese, sondern alle Ausnahmeregelungen auf, die die AZGV erwähnt, liess aber systematisch (…).
SEV-Zeitung,27.5.2020.
Personen > Fischer Markus. SBS. Schfffahrt. SEV-Zeitung, 2020-05-27.
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27.05.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Lokomotivführer
Volltext
Lokpersonal-Ausbildung. Eng zusammen im Führerstand trotz Corona. Drei Wochen nach dem Lockdown-Beginn wollte die Rhätische Bahn die praktische Lokführerausbildung in den Führerständen schon wieder aufnehmen. Der Alleingang sorgte beim Lokpersonal für Verunsicherung. SBB und BLS liessen sich mehr Zeit. Schon in der Woche vor Ostern wollte die RhB wieder mit dem begleiteten Fahren beginnen. Die Kantonsärztin gab grünes Licht mit der Auflage von Schutzmasken, Schutzbrillen und Hygienemassnahmen (Händewaschen und Desinfizieren des Arbeitsplatzes). Manche Lokführer befürchteten aber, sich im engen Schmalspur-Führerstand trotzdem anzustecken, und wandten sich an ihre SEV-Sektion, die einen Aufschub bis Ostern bewirkte, sowie direkt an die Suva. Diese hielt in ihrer ersten Stellungnahme fest, dass bei einem Sicherheitsabstand von weniger als zwei Metern trotz Schutzmaske höchstens zwei Stunden pro Tag zusammengearbeitet werden dürfe. So verzichtete die RhB auf das begleitete Fahren, bis die Suva später zum neuen Schluss kam, dass doch eine ganze Dienstschicht möglich sei. Sie liess die Wahl zwischen einer normalen Hygienemaske, die nach maximal vier Stunden zu wechseln ist, und einer Maske mit höherer Schutzwirkung. So nahm die RhB das begleitete Fahren am 27. April wieder auf. Patrick Cavelti, RhB-Lokführer und Ressortleiter RhB im LPV-Zentralvorstand, versteht durchaus, dass die zurzeit rund (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 27.5.2020.
Personen > Fischer Markus. Lokfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-05-27.
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13.03.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Barbara Spalinger
Coronavirus
Interview
SBB
Volltext
SBB und Coronakrise: „Wir sind noch mitten drin“. Das Interview mit SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger zeigt: Insgesamt arbeiten SEV und SBB bei der Bewältigung der Coronakrise recht gut zusammen. SEV-Zeitung: Hat das Coronavirus die Art der Zusammenarbeit zwischen SEV und SBB verändert? Barbara Spalinger: Sie ist zumindest für mich enger geworden. SEV und SBB haben sich dazu von Anfang an regelmässig und eng ausgetauscht. Mitte März gab es die erste Sitzung mit dem SBB-Pandemiestab, bei der wir noch 20 Leute in einem Raum sassen… Danach kamen die Telefonkonferenzen, bis zu drei pro Woche mit Vertretungen aller Divisionen und weiteren Fachpersonen. Wir konnten viele Fragen unserer Mitglieder gebündelt einbringen und Rückmeldungen zur Umsetzung der neuen Situation geben. Dies führte mindestens teilweise zu raschen Lösungen. Aktuell genügt eine Telekonferenz pro Woche, auch weil sich die Zusammenarbeit eingespielt hat. Wofür musste der SEV vor allem kämpfen? Höchste Priorität hat für uns der Schutz der Mitarbeitenden. Noch vor dem Lockdown pochten wir zum Beispiel auf die rasche Montage von Plexiglas an den Schaltern und genügend Desinfektionsmittel. Oder die Masken: Da gibt es beim Zugpersonal eine Riesendiskussion zu Maskentypen und wie das Tragen von Masken bei der Arbeit genau gehen soll. In den Konferenzen können wir aber auch Fehler in der Umsetzung der Vorschriften durch einzelne Vorgesetzte ansprechen und so für Korrekturen sorgen. Etwa das Verbot, (…). Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 13.5.2020,
Personen > Fischer Markus. SBB. Interview. SEV-Zeitung, 2020-05-13.
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10.03.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPT
Markus Fischer
Digitalisierung
Kurs
Volltext
VPT-Branchentagung Bahn&Touristik. Digitalisierung: Personal braucht Unterstützung. Von allen grossen und vielen kleineren Bahnen kamen am 3. März 70 Milizgewerkschafter/innen nach Olten an die jährliche Tagung der Branche Bahn und Touristik, des SEV-Unterverbands VPT (Personal privater Transportunternehmen). Hauptthema war die Digitalisierung, doch zur Sprache kamen auch die SEV-Mobilisierungen im 2020 – z.B. für die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) – die Mitgliederwerbung und die SEV-Jugendkommission. „70 Teilnehmende, das ist phänomenal!“, beglückwünschte VPT-Zentralpräsident Gilbert D’Alessandro die Kolleg/innen des Branchenvorstands, welche die Tagung organisierten. Der Branchenvorstand wurde für die Jahre 2021–24 neu gewählt: Ein Thema, das sich von selber einlud, war das Coronavirus. „Wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass deswegen viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen“, sagte Mitorganisator Laurent Juillerat. „Viele von euch leben mit einem besonderen Ansteckungsrisiko: Zug- und Schalterpersonal, Mitarbeitende der Bahnrestauration usw. Betroffen sind aber letztlich alle, und die Folgen der Epidemie sind nicht absehbar.“ SEV-Vizepräsident Christian Fankhauser gestand: „Wie die Politiker leide auch ich unter dem Verbot, beim Begrüssen die Hand zu geben, das ist für uns ungewohnt…“ (…).
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 10.3.2020.
Personen > Fischer Markus. Digitalisierung. VPT. SEV-Zeitung, 2020-03-10.
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19.02.2020 Schweiz
BLS
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Markus Fischer
BLS
Schifffahrt
Volltext
Der Ausbau der Winterschifffahrt ist eine gute Nachricht für das Personal und den Tourismus. BLS lagert Schifffahrt in Tochter-AG aus. Den GAV verteidigen. Zum neuen Geschäftsmodell für die BLS-Schifffahrt, welches der Verwaltungsrat genehmigt hat, gehört die Auslagerung in ein Tochterunternehmen. Der SEV wird auf keinen Fall zulassen, dass die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen des BLS-Schiffspersonals verschlechtert werden. Mit der geplanten BLS-Tochter will der SEV einen GAV aushandeln, der zum bisherigen GAV mindestens gleichwertig ist. Der SEV begrüsst, dass die BLS mit dem neuen Geschäftsmodell keine Stellen abbauen will. “Dass die BLS das Schifffahrtsangebot auf dem Thuner- und Brienzersee im Winter ausbauen und zu diesem Zweck mittelfristig zusätzliche Stellen schaffen will, ist eine gute Nachricht für das Schiffspersonal und für den Tourismu“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti. „Wir hoffen, dass die dafür nötigen zwei neuen Schiffe mit wenig Tiefgang beschafft werden können, mit Unterstützung des Kantons.“ GAV einhalten und einen neuen aushandeln. Zur geplanten Auslagerung der Schifffahrt in eine Tochterfirma und zur Aussage der BLS in ihrer Medienmitteilung, sie prüfe „die Ausarbeitung von Anstellungsbedingungen, die vom Gesamtarbeitsvertrag der BLS unabhängig sind“, hält Michael Buletti klar fest: „Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen des Schiffspersonals dürfen nicht schlechter werden. Für die betroffenen Mitarbeitenden gelten die Bestimmungen des GAV BLS weiterhin – auch noch während eines Jahres nach ihrer Übernahme durch die “(…).  Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 19.2.2020.
Personen > Fischer Markus. BLS. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-02-19.
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28.01.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Reinigungspersonal
Schmutzzulage
Volltext
Cleantagung. SEV erreicht höhere Schmutzzulage. Am 18. Januar trafen sich in Olten über 30 Cleaning- und Rangiermitarbeitende, die beim Personenverkehr SBB Wagen reinigen. Themen der Tagung waren das Ergebnis der Verhandlungen über die Arbeitserschwerniszulagen und die „bedarfsorientierte Reinigung“ (Projekt “Cleaning 4.0“). SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni rief kurz in Erinnerung, wie die SBB im Frühjahr 2019 die Arbeitserschwerniszulage („Schmutzzulage“) von 1 Franken 45 für das Reinigen von WCs in Reisezugwagen streichen wollte. Sie begründete dies vor allem damit, dass das WC-Reinigen seit Anfang 2018 in den Stellenbeschrieben des Cleaningpersonals erfasst und daher mit dem Lohn abgedeckt sei. Der SEV lehnte diese Einsparung ausgerechnet bei Berufskategorien mit bereits tiefen Löhnen empört ab, und weil das Reinigen von WCs klar eine besonders unangenehme Tätigkeit ist, für die eine Erschwerniszulage gemäss Reglement R113.2 auf jeden Fall gerechtfertigt ist. Und was die Änderung der Stellenbeschriebe betrifft, hatte die SBB diese wie üblich einseitig vorgenommen. Da die SBB an der Streichung festhielt und auch die Erschwerniszulage für das Ablaugen von Graffitis streichen wollte, ging der SEV an die Öffentlichkeit. Bei dieser kam der Angriff auf das bescheidene Einkommen des Reinigungspersonals schlecht an. Die couragierte Protestaktion von Hans Ruh trug das Ihre dazu bei, dass die SBB mit dem SEV eine akzeptable Übergangslösung für 2019 aushandelte und dann im Herbst eine neue Lösung für 2020 und die folgenden Jahre. Summe der Zulagen für (…).  Markus Fischer.
SEV, 28.1.2020.
SEV > Reinigungspersonal. SEV, 2020-01-28.
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01.11.2019 St. Gallen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
August Fust
Biografien
Gratulation
Volltext
August Fust: 16 Tage älter als der SEV. Am 14. November feierte der Lokführerstamm St.Gallen in der alten Lokremise den 100. Geburtstag von August Fust, SEV-Mitglied seit über 74 Jahren und Lokführer im (unruhigen) Ruhestand seit 1984. Wir sprachen mit dem St.Galler in seiner Wohnung an der Haselstrasse, die er vor 45 Jahren mit seiner Frau nagelneu bezog. Diese ist vor elf Jahren gestorben, doch Gust kann dank der Hilfe seiner beiden Kinder und einer Nachbarin bis heute in seinen vier Wänden wohnen. Sein Blick ist voller Schalk und er hat unzählige Anekdoten auf Lager. Zum Beispiel fuhr er einmal in St. Gallen mit dem „Elefant“ vom Ablaufberg hinunter, als die Bremse am Kohlewagen versagte. „Die Rangierer rannten davon, erst knapp vor dem Prellbock blieb die Lok stehen. Am Bremsgestänge fehlte ein Bolzen. Ich fuhr ins Depot, der Bolzen wurde ersetzt und die Bremse funktionierte wieder“, erzählt er lachend. Franzosen in die Freiheit geführt. Unvergesslich ist für den Bähnler der Gefangenenaustausch vom 1. November 1944. „Ich musste früh am Morgen als Heizer einen Zug mit deutschen Verwundeten und Kranken nach Konstanz führen. Dort lief Marschmusik wie verrückt. Sie luden die Verwundeten auf Tüchern und Bahren aus, darunter viele Bein- und Armamputierte, und steckten ihnen Blümchen an.“ Unterdessen warteten französische Gefangene in einem anderen Zug darauf, in die Schweiz gebracht zu werden. „Sie wurden von der SS bewacht und waren mäuschenstill.“ Den Anstieg nach Kreuzlingen schaffte Gusts Lok wegen schlechter Kohle (Lignit) nur knapp. „In Kreuzlingen gingen die Fester   …).  Markus Fischer.
SEV, 1.11.2019.
Personen > Fischer Markus. Fust August. 100 Jahre. SEV, 2019-11-01.
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24.10.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Barbara Spalinger
Löhne
Lokomotivführer
Volltext
Lokführerlöhne SBB: SEV will Gleichbehandlung für alle. Die SEV-Sektion BAU Ticino forderte im Juli von der SBB mittels einer Petition mit über 1000 Unterschriften einen angemessenen Lohn für die Triebfahrzeugführenden B100. Die Forderung war nicht neu, denn schon seit der Einführung der „Lokführerkurve“ 2011 verlangen die Gewerkschaften die Gleichbehandlung jener Triebfahrzeugführenden, die davon nicht profitieren. Seit 2013 lief ein Schiedsverfahren dazu, das nun mit einer Teillösung beigelegt wird: Rund 300 Triebfahrzeugführende der Instandhaltung Infrastruktur erhalten seit 1. Oktober 2019 jährlich eine Marktzulage von 3000 Franken, aber viele Berufskolleg/innen bleiben benachteiligt. SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger erklärt, warum der SEV dieses Resultat akzeptierte, obwohl es insgesamt nicht befriedigt. SEV-Zeitung: Wie ist es dazu gekommen, dass die SBB einen Teil ihrer Triebfahrzeugführenden hinsichtlich des Lohns besser behandelt als andere? Barbara Spalinger: Bei der Aushandlung des Lohnsystems ToCo im Jahr 2011 kam es zur sogenannten Lokführerkurve – also einer Lohnsystematik für Lokpersonal, welche einen schnelleren Aufstieg als den von ToCo vorgesehenen beinhaltete. Bei der Schlussverhandlung meldeten die Vertreter der SEV-Unterverbände RPV und Bau, bei denen auch Lokpersonal organisiert ist, den Anspruch an, ebenfalls in die Lokführerkurve aufgenommen zu werden. Da die Zeit drängte, kam es zum sogenannten Beschluss 25 des GAV-Protokolls: Die Parteien verpflichteten sich, gemeinsame Kriterien für weitere (…). Interviewfragen: Markus Fischer.
SEV, 24.10.2019.
Personen > Fischer Markus. Lokomotivfuehrer. Loehne. SEV, 2019-10-24.
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23.10.2019 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Volltext
BLS-Lokpersonal: Arbeitsbedingungen müssen rasch bessern. Die Mitgliederversammlung vom 10. Oktober in Thun erteilte dem LPV BLS den Auftrag, zuhanden der Leitung Bahnproduktion einen Forderungskatalog auszuarbeiten. Und sie erwartet von der Leitung Bahnproduktion, dass sie bis Ende Januar einen Massnahmenplan vorlegt, wie sie den Forderungen nachkommen und die ernste Personalsituation verbessern kann. An der Mitgliederversammlung LPV BLS vom 10. Oktober in Thun nahmen rund 50 Kolleginnen und Kollegen teil. Haupttraktandum war die Information und Diskussion über das Gespräch vom 24. September von LPV-Vertretern mit der Leitung Bahnproduktion zum offenen Brief an Verwaltungsrat und Geschäftsleitung BLS vom Mai. Der Brief war von 475 Lokführer/innen – das heisst rund vier Fünfteln des Lokpersonals – unterzeichnet worden und enthielt folgende zwei Hauptforderungen: Verzicht auf eine Verminderung der Linienwechsel je Dienst. Die Dienste sollen abwechslungsreich bleiben. Monotonie und damit einhergehende Sicherheitsrisiken müssen minimiert werden. Weiterhin Arbeitsunterbrechungen statt langer Pausen (Pausen möglichst nur während den Hauptmahlzeiten). Denn die Nachteile unregelmässiger Arbeitszeiten werden mit den Vorteilen von Arbeitsunterbrechungen und den daraus resultierenden kürzeren Diensten ausgeglichen. Die Schichten sollen kompakt und damit familienfreundlicher sein. Dabei ist ein Minimum von 60 bis 70% Arbeitsunterbrechungen erstrebenswert. Dies gibt auch dem Unternehmen mehr Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen. (…). Markus Fischer.
SEV, 23.10.2019.
Personen > Fischer Markus. Lokomotivfuehrer. BLS. SEV, 2019-10-23.
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25.06.2019 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
SBB-Cargo
Stellenabbau
Volltext
SBB-Cargo – Phase 2 der Reorganisation. Konsultation erst Ende August. Bekanntlich hat SBB Cargo im Frühjahr 2018 angesichts ihrer roten Zahlen im 2017 eine tiefgreifende Reorganisation mit Abbau eines Drittels aller Stellen lanciert. Bis 2020 will Cargo 300 Arbeitsplätze abbauen und im Wagenladungsverkehr (WLV) 35 Bedienpunkte im Berner Oberland und Jurabogen überprüfen, sowie in einer zweiten Phase bis 2023 weitere 400 Arbeitsplätze und die Hälfte der total ca. 340 Bedienpunkte. Zur Phase 1 wurden die Sozialpartner konsultiert, wie es der von SBB und Sozialpartnern vereinbarte Leitfaden zu den Reorganisationen vorsieht. Der SEV lehnte den erneuten Abbau im WLV ab, weil ein solcher die positiven Auswirkungen des neuen Gütertransportgesetzes und der Reorganisation „WLV 17“ (nach ihrem missglückten Start) nicht berücksichtigt, Entwicklungschancen des Unternehmens beeinträchtigt und die Option einer neuen Strategie durch einen neu zusammengesetzten Verwaltungsrat hintergeht. Dennoch begann SBB Cargo den Abbau umzusetzen. Trotz positivem Betriebsergebnis im Jahr 2018 löste SBB Cargo im Februar 2019 Phase 2 aus, ohne die Sozialpartner zu konsultieren, und verstiess damit klar gegen den Leitfaden. Zudem kündigte Cargo an, die 140 betroffenen Bedienpunkte schon 2019 zu überprüfen und mit den Kunden vereinbarte Massnahmen schon per Fahrplanwechsel 2019/2020 umzusetzen. Der SEV protestierte scharf und verlangte eine Aussprache mit Cargo-CEO Nicolas Perrin. Diese fand am 20. Mai statt. (…). Markus Fischer. SEV, 25.6.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB-Cargo. Stellenabbau. SEV, 2019-06-25.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Kongress
Volltext
SEV-Kongress 2019. Eine Rede und viel Arbeit. Am 4. Juni findet im Kursaal Bern der 80. ordentliche SEV-Kongress mit über 400 Teilnehmenden statt. Geleitet wird er vom Präsidium des SEV-Vorstandes, Danilo Tonina und Peter Käppler. Die SEV-Zeitung sprach mit ihnen über diesen wichtigen Tag, aktuelle Herausforderungen für den SEV und ihre Unterverbände RPV und AS sowie den 100. Geburtstag des SEV. Was sind die Höhepunkte des diesjährigen eintägigen Kongresses? Danilo Tonina: Ein Höhepunkt ist sicher die Rede des SEV-Präsidenten. Sonst konzentrieren wir uns auf das geschäftliche Business, zumal an der 100-Jahr-Feier am Vorabend vor ähnlichem Publikum schon mehrere Reden geplant sind. Peter Käppler: Der eigentliche Höhepunkt sind die Delegierten und ihre Beiträge. Das ist der Sinn des Kongresses als „SEV-Parlament“. Das Spannende ist, dass das nicht planbar ist. D. Tonina: Ja, der Kongress lebt wesentlich von den aktiven Beiträgen der Delegierten zu Kongressanträgen, Positionspapieren usw. Was wird diesmal zu diskutieren geben? D. Tonina: Ich denke wie immer diejenigen Anträge, die der Vorstand zur Ablehnung empfohlen hat. Vielleicht gibt es auch Opposition zu Änderungen der Statuten und Reglemente. Werdet ihr wegen der beschränkten Zeit Diskussionen einschränken müssen? P. Käppler: Nein. Eine Kongressregel ist, dass zu unbestrittenen Sachen das Wort nicht ergriffen werden soll. Auch die Redezeit und die Anzahl Wortmeldungen sind beschränkt. Das sieht auf den ersten (…). Markus Fischer.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Fischer Markus. SEV-Kongress 4.6.2019. SEV. 2019-05-15.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Markus Fischer
Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Erneut musste das SBB-Personal die Abfederung einer PK-Rentensenkung teuer erkaufen, wie bereits 2016, was zu Protest führte. Doch die SBB verkauft ihre Garantie als Gewinnbeteiligung. Keine Gewinnbeteiligung für das SBB-Fussvolk? SBB: Wasser predigen und Wein trinken? 568 Mio. Franken Gewinn hat die SBB 2018 erzielt. Ein solches Resultat war nur dank Mitarbeitenden möglich, die den Erfolg mit ihrem Engagement und unter Inkaufnahme zusätzlicher Belastungen durch Sparprogramme und Produktivitätssteigerungen erarbeitet haben. Als Dankeschön sollen sie leer ausgehen. Denn der Personalchef behauptet keck, sie hätten ihren Anteil schon bekommen – was überhaupt nicht stimmt. „Unsere Mitarbeitenden profitieren sehr wohl vom guten Ergebnis – und zwar nachhaltig“, beteuert HR-Leiter Markus Jordi im SBB-Intranet. Das gute Jahresergebnis 2018 habe sich bereits im letzten Quartal 2018 abgezeichnet und die Konzernleitung habe dann „intensiv diskutiert“, wie die vier Anspruchsgruppen Kundschaft, Eigner, Besteller und Mitarbeitende ausgewogen daran beteiligt werden könnten. „Beim Personal war uns wichtig, kein Strohfeuer zu veranstalten und nicht einfach Geld zu verteilen. Das wirkt lediglich kurzfristig und hat mit eigentlicher Wertschätzung nichts zu tun“, erklärt Jordi. Darum habe die Konzernleitung vier Massnahmen zugunsten der Mitarbeitenden „definiert“. „Dieses Verb ist klug gewählt, denn all diese Massnahmen wurden schon vorher aufgegleist, unabhängig vom Jahresergebnis“, entgegnet SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…). Markus Fischer.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB. Gewinnbeteiligung. Interview. SEV, 2019-04-24.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Reinigung
SBB
Volltext
Zulagen
WC-Reinigung: Zulage ist gerecht und soll bleiben. Die Leitung Zugbereitstellung (ZBS) des Personenverkehrs SBB teilte dem Personal am 1.Februar mit, dass sie nicht verpflichtet sei, für das Reinigen von WCs eine Arbeitserschwerniszulage zu bezahlen. „Aufgrund von Änderungen im System“ werde diese Zulage seit Anfang 2019 nicht mehr automatisch erfasst. Sobald das weitere Vorgehen definiert sei, werde informiert. Der SEV fordert die Beibehaltung dieser Zulage, weil sie gerecht und für die Motivation des Personals wichtig ist. Wenn Herr und Frau Schweizer vom Wochenendausgang oder Grossanlass zu später oder früher Stunde in der Nacht-S-Bahn nach Hause gefahren sind, bieten viele Zugtoiletten ein widerliches Bild. „Die Schüsseln sind mit Erbrochenem und anderem verstopft“, erzählt eine Cleaning-Mitarbeiterin, die in einer SBB-Unterhaltsanlage Züge reinigt. „Der Boden ist überschwemmt, die Wände sind verschmiert, Fäkalien überall.“ Diese Schweinereien zu beseitigen ist kein angenehmer Job: nicht nur wegen dem ekligen Anblick und Gestank, sondern auch, weil es besonders anstrengende und aufwändige Arbeit ist. Neben dem Reinigen an sich gehört dazu auch das Hin- und Herschleppen von Geräten oder das Herumstapfen im Schotter nachts bei jedem Wetter. „Wir müssen die WCs grundreinigen, brauchen spezielles Material wie Nasssauger und müssen für das Auspumpen verstopfter WCs im Gleisfeld arbeiten, zusammen mit dem aufgebotenen Techniker.“ Auch für das Ablaugen von Graffitis gab es bisher eine Arbeitserschwerniszulage – welche die SBB nun ebenfalls infrage stellt. Obwohl (…). Markus Fischer.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Fischer Markus. Reinigung. Zulagen. SEV, 2019-04-01.
Ganzer Text
10.03.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
GA-FVP. Fahrvergünstigungen
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Fahrvergünstigungen für das Personal. Das GA-FVP im Fokus. In der Sonntagspresse wurden die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) auf eine einseitige, reisserische Art thematisiert, die für den SEV inakzeptabel ist. Denn sie entspricht nicht den Tatsachen. „Jedes sechste GA ist ein Schnäppchen aus dem Mitarbeiter-Shop“, titelte die „SonntagsZeitung“ am 10. März. 2018 hätten 260 öV-Unternehmen 101'243 GA-FVP mit Rabatten zwischen 30 und 82% abgegeben, während 490'000 GA zu kommerziellen Preisen verkauft wurden. 57% der GA-FVP gingen an Mitarbeitende, 29% an Angehörige und 14% an Pensionierte. „Das Geschenk, das die Branche ihren Mitarbeitenden macht, hat laut zurückhaltenden Hochrechnungen einen Marktwert von 380 Millionen Franken. Der Verkauf der rabattierten GA bringt jährlich 120 Millionen ein.“ VöV verteidigt FVP. Den Wert der Rabatte so zu berechnen sei eine (falsche) „Milchbüchleinrechnung“, sagte dazu Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr im „Echo der Zeit“ von Radio SRF. „Denn diese Mitarbeitenden machen ja sehr häufig Dienstreisen: das hat einen Wert. Zudem ist zu berücksichtigen, dass diese GA-Vergünstigungen von den Mitarbeitenden versteuert werden. Ich bin überzeugt, dass den Steuerzahlenden unter dem Strich nichts verloren geht.“ Im Gegenzug gewännen die öV-Betriebe motivierte Mitarbeitende, die sich stark mit ihnen identifizierten. Auch die FVP für Angehörige und Pensionierte hätten seit jeher zur Betriebskultur gehört: „Das hat sich (…).
SEV, 10.3.2019.
SEV > GA-FVP. Fahrverguenstigungen. SEV, 2019-03-10.
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20.02.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Sicherheitsbranche
Markus Fischer
GAV
Sicherheitsdienste
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Securitrans: Sparen beim GAV? Nein danke! Securitrans will den 2012 letztmals verhandelten GAV per 1. Januar 2020 neu aushandeln und verschlechtern, um „wettbewerbsfähiger zu werden“. Die rund 30 Teilnehmenden an der Branchenversammlung Securitrans des SEV-Unterverbands AS vom 9. Februar in Zürich waren sich einig, dass ihre Anstellungs- und Arbeitsbedingungen nicht schlechter werden dürfen. „Diese GAV-Verhandlungen werden nicht einfach, denn die Geschäftsleitung verfolgt damit ausdrücklich das Ziel, den Personalaufwand zu reduzieren“, erklärte SEV-Gewerkschaftssekretär Stefan Marti den versammelten Kolleg/innen. Er betreut seit Anfang Jahr als Nachfolger von Gewerkschaftssekretärin Lucie Waser das Securitrans-Personal. Bei seinem Antrittsbesuch bei Securitrans-CEO Désirée Baer und HR-Leiter Andreas Feuz Ende Januar wurde Marti gleich mit der Forderung nach tieferen Personalkosten konfrontiert. Sonst sei Securitrans gegenüber der Konkurrenz nicht mehr wettbewerbsfähig, besonders im Bereich Objektschutz (Überwachung von Immobilien). Dort bezahlten Firmen wie Protectas, Delta oder Securitas tiefere Löhne, sagte die Securitrans-Spitze und verwies auf den GAV für den Bereich der privaten Sicherheitsdienstleistungen, den die Unia mit dem Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU) abgeschlossen hat. Dieser GAV enthalte Mindestlöhne, die deutlich unter jenen von Securitrans lägen. Aber auch im Bereich Baustellensicherheit arbeite die Konkurrenz (…). Markus Fischer.
SEV, 20.2.2019.
SEV > Sicherheitsdienste. GAV, 2019-02-20.
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29.01.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
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Zugbegleitung
Auf den Spuren von… Ruedi Baumann, Kundenbegleiter. Die SEV-Zeitung begleitete Ruedi Baumann bei seiner Arbeit als Zugchef und sprach mit ihm über seine langjährige Erfahrung in der Peko Division Personenverkehr und als Vizepräsident des ZPV Säntis Bodensee. Ruedi Baumann und Urs Wenger haben ihren Frühdienst schon um 4 Uhr 21 begonnen. Nun bleibt ihnen noch die Interregio-Fahrt von Zürich HB nach St. Gallen. „Urs als Sektionspräsident und ich als sein Vize sind auch im SEV ein eingespieltes Team“, sagt Ruedi und beantwortet vor dem Flirt-Doppelstockzug Fragen zweier Kundinnen, bevor er kurz mit dem Lokführer telefoniert. Um 12 Uhr 09 fertigt er den Zug klassisch ab: mit einer Drehung des Vierkantschlüssels im orangen Kasten, Hochhalten einer gelben Karte (für ein Foto) und einem Pfiff. An den sieben Zwischenstationen wird er den Zug meistens per Handy-App abfertigen. Nachdem der Zug über die letzten Weichen des Vorbahnhofs gewankt ist, steigt Urs die Treppe hoch und Ruedi bittet unten freundlich um die Fahrausweise. Flink checkt sein Handy Swisspass um Swisspass, blitzartig stanzt die Billettzange Löcher in Tickets. Plötzlich stutzt Ruedi: „Sie haben trotz Ihrem Halbtaxabo ein ganzes Billett nach St. Gallen gelöst“, sagt er zu einem älteren Kunden und gibt ihm einen Elvetino-Bon im Wert von sechs Franken. Die restlichen zehn zuviel bezahlten Franken muss sich der Kunde als Gebühr ans Bein streichen. (…). Markus Fischer.
SEV, 29.1.2019.
SEV > Zugbegleiter. SEV, 2019-01-29.
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29.01.2019 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Markus Fischer
Tagung
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Schifffahrt: Zusammenstehen lohnt sich. An der Branchentagung Schiff des Unterverbands VPT vom 23. Januar in Luzern auf dem Motorschiff Europa bilanzierten die rund 40 Teilnehmenden die aktuelle Situation in den Schiffsbetrieben. Die Schiffsleute des Lago Maggiore mussten nach dem 20-tägigen Streik im Juni/Juli 2017 anderthalb Jahre lang mit der neuen Arbeitgeberin SNL (Società navigazione del lago di Lugano) verhandeln und am 3. Juli nochmals einen Tag streiken, bis Ende November vor dem kantonalen Einigungsamt unter Vermittlung eines Tessiner Regierungsrats ein GAV für die nächsten drei Jahre unterzeichnet wurde. So konnte die ursprünglich drohende Lohneinbusse von über 1000 Franken im Monat erheblich reduziert werden durch eine – aus einem Fonds finanzierte – Abfederung des Abbaus der Wohnortzulage, durch die Etappierung ihres Abbaus sowie durch die Anhebung der SNL-Löhne um insgesamt 5% bis 2023. «Somit profitiert auch das Personal des Luganersees vom Kampf ihrer Kollegen vom Lago Maggiore», erklärte Gewerkschaftssekretär Angelo Stroppini. «Entscheidend war ihr enger Zusammenhalt vom Anfang bis zum Schluss.» Wichtige Errungenschaften seien auch das Schiedsgericht und Bestimmungen zum Schutz der Saisonangestellten. «Dieser Kampf hat sehr lange gedauert und enorm viel Einsatz und Nerven gekostet, doch er zeigt beispielhaft, dass sich das Kämpfen lohnt», sagte SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. Angelo Stroppini und der anwesende Kapitän und Personalkommissionspräsident Domenico Ferrazzo erhielten einen kräftigen Applaus. (…). Markus Fischer.
SEV, 29.1.2019.
SEV > Schifffahrt. Branchentagung. SEV, 2019-01-29.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
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SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
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20.11.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Sekretariat
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Denise Engel, Projektassistentin. Als Bahnbetriebsdisponentin hatte Denise Engel mehr Bewegung zwischen Schalter, Stellpult und Perron als heute am PC. Doch auch als Projektassistentin hat sie vielfältige Aufgaben. Sie ist keine Blenderin und Vielrednerin, sondern eine zuverlässige Teamplayerin, die lieber im Hintergrund bleibt. Doch ihre Meinung sagt sie durchaus, auch im SEV. Der SEV-GAV-Konferenz gehört Denise Engel an, seit bei der SBB das GAV-Zeitalter begann, und der Delegiertenversammlung des Unterverbands AS, seit SBV und VPV vor fünf Jahren fusionierten. Vorher schon war sie SBV-Delegierte, zuvor viele Jahre Protokollführerin ihrer SBV-Sektion und Leiterin des SEV-Jugendforums Zürich. Seit sechs Jahren arbeitet sie in der Peko Division Infrastruktur mit (und befürchtet, dass deren Verkleinerung zum Verlust von Knowhow und vermehrtem Koordinationsbedarf führt). Auch an den Kundgebungen und Aktionen des SEV ist sie stets präsent. Trotzdem wundert sie sich über die Interviewanfrage: „Warum gerade ich?“ Einige Tage später treffen wir uns im Westlink-Verwaltungsgebäude der SBB in Zürich-Altstetten. An einem Fenstertisch der Bar im Erdgeschoss, mit Blick auf Hochhäuser und Trams, zeichnet sie ihren Berufsweg nach. Eisenbahnerin von der Pike auf. Nach Schnupperlehren im Hotelfach und bei der Bahn steigt die Zürcherin 1989 in Horgen in die dreijährige Betriebsdisponentenlehre ein. Nach wenigen Wochen wirbt der Bahnhofvorstand-Stellvertreter die 16-Jährige für den SEV: (…). Markus Fischer.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Fischer Markus. Sekretariat. Projektassistentin. SEV, 23018-11-20.
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20.11.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Generalstreik
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Nie mehr Unrecht wie 1914-1918! Im Zentrum der VPT-Tagung vom 10. November in Dürnten (ZH) stand der Generalstreik vor 100 Jahren. SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger zeigte auf, dass im Ersten Weltkrieg ein Erwerbsersatz für die Soldaten ebenso fehlte wie Massnahmen für eine gerechte Verteilung der knappen Güter. So gerieten viele Arbeiterfamilien in grosse Not. Zudem hatte die Arbeiterschaft wegen dem Majorzwahlsystem und dem Vollmachtenregime kaum noch ordentliche politische Einflussmöglichkeiten. Weil Rationierungen lebenswichtiger Güter erst ab März 1917 eingeführt wurden, kam es bereits 1915 zu massiven Preissteigerungen, die zu Protesten führten. Auf städtischen Märkten taten sich Arbeiterfrauen zusammen, um den Bauern klar zu machen, dass sie keine höheren Preise bezahlen konnten. Es gab auch Streiks für Lohnerhöhungen und gegen die langen Arbeitstage sowie eigentliche Hungerdemonstrationen. Im Juni 1918 lebten von den knapp vier Mio. Schweizer/innen fast 700'000 unter der Armutsgrenze und waren auf Sozialhilfe angewiesen. Vor Suppenküchen und Stellen für Lebensmittelhilfe bildeten sich Schlangen. Die Arbeiter waren zornig, wegen ständigem Aktivdienst ihre Familien nicht mehr ernähren zu können, während Industrielle und Banker gute Kriegsgeschäfte machten und Bauern und Spekulanten von den steigenden Preisen profitierten. Das im Februar 1918 gegründete Oltener Aktionskomitee bestehend aus Sozialdemokraten und (…). Text und Fotos: Markus Fischer
SEV, 20.11.2018.
SEV > Generalstreik. SEV, 2018-11-20.
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06.11.2018 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Gütertransport
SBB-Cargo
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SBB Cargo: Wagenladungsverkehr. Wie kommen die Gespräche über die Zukunft des Wagenladungsverkehrs im Rahmen der Interessengemeinschaft WLV voran? Der Verband der verladenden Wirtschaft lobt SBB Cargo für ihr offenes Ohr. Im März kündigte SBB Cargo an, die Hälfte ihrer noch 340 Zustellpunkte des Einzelwagenladungsverkehrs (EWLV) zu überprüfen, weil deren Auslastung von durchschnittlich zwei Wagen pro Tag für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht genüge. Man müsse mit den Kunden über Zusammenlegungen oder flexible, nicht mehr tägliche Bedienung auf Bestellung sprechen. Zu diesem Zweck wurde die Interessengemeinschaft Wagenladungsverkehr (WLV) gegründet, bestehend aus SBB Cargo, dem Verband der Verlader, Anschlussgleis- und Wagenbesitzer VAP und dem VöV als Vertreter aller Verkehrsunternehmen. Eine positive Zwischenbilanz dieser Gespräche zogen VAP-Generalsekretär Frank Furrer und Hans-Peter Hadorn, Präsident der Kommission Güterverkehr des VöV, vor den Bahnjournalisten Schweiz an deren Inforeise zum Güterverkehr am 25. Oktober im Swissterminal in Frenkendorf (BL). Rahmenbedingungen verbessern. Frank Furrer ging zuerst auf den ständigen Rückgang des EWLV in den letzten Jahren ein. Als Gründe nannte er einerseits die allgemein schwierigen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr wegen fehlender Netzkapazitäten und Anlagen. Sowie wegen seiner Benachteiligung gegenüber dem Personenverkehr nicht nur bei den Trassen, sondern z.B. auch bei den vom Bund finanzierten Agglomerationsprogrammen: (…). Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2018-11-06.
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