Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 28

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
27.05.2020 Romanshorn
Personen
Schifffahrt
SMUV-Zeitung
Markus Fischer
Barbara Spalinger
Arbeitszeit
Schifffahrt
Volltext
Bodensee: SEV-Beschwerde gutgeheissen. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft (SBS) hat letztes Jahr ihrem Personal Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz abverlangt, ohne dazu mit einer Vertretung des Personals eine schriftliche Vereinbarung abzuschliessen, wie es das Gesetz vorschreibt. Der SEV hat dagegen eine Beschwerde eingereicht, die nun das Bundesamt für Verkehr Anfang Mai guthiess. Im März 2019 legte die SBS allen knapp 30 nautischen Mitarbeitenden eine Vereinbarung «über Ausnahmeregelungen gemäss dem Arbeitszeitgesetz (AZG) und der Verordnung zum Arbeitszeitgesetz (AZGV)» vor, die sie individuell unterschreiben mussten. In der Tat sieht die AZGV zum Beispiel im Art. 45 für die Schiffsbetriebe die Möglichkeit vor, für die Sommersaison mit der «Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer» – also mit der Gewerkschaft oder der Personalkommission – für höchstens sechs Monate eine schriftliche Vereinbarung abzuschliessen über eine Verlängerung der Höchstarbeitszeit von 10 auf höchstens 13 Stunden pro Dienstschicht, über die Verlängerung der Dienstschicht von 12 auf maximal 15 Stunden sowie über eine Herabsetzung der Ruheschicht und der Ruhesonntage.. Alle Ausnahmen auf einen Schlag, unbefristet und ohne Gegenleistung. Die SBS listete im zu unterschreibenden Papier nicht nur diese, sondern alle Ausnahmeregelungen auf, die die AZGV erwähnt, liess aber systematisch (…).
SEV-Zeitung,27.5.2020.
Personen > Fischer Markus. SBS. Schfffahrt. SEV-Zeitung, 2020-05-27.
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05.06.1996 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SMUV-Zeitung
Mascha Madörin
Maria Roselli
Arbeitszeit
Interview
Volltext
Drei Fragen an Mascha Madörin. Es geht nur durch radikale Arbeitszeitverkürzung. SMUV-Zeitung: Aus den Referaten, die wir heute gehört haben, ging klar hervor, dass die Hausarbeit kein anerkannter Wirtschaftsfaktor ist. Woran liegt das? Mascha Madörin: Ich denke, das hat verschiedene Gründe. Zum einen liegt es einfach an der Geschichte der Wirtschaft. Die kapitalistische Geldwirtschaft hat sich nach und nach auf immer mehr Bereiche der menschlichen Tätigkeiten ausgedehnt. Und zum anderen erfolgte diese Entwicklung in sehr patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, in denen die Frauen immer mehr ins Private zurückgedrängt wurden und eine Arbeitsteilung entstand, in der die Frau in der Familie und der Mann hingegen draussen arbeiteten. Die heutigen Wirtschaftstheorien haften immer noch an diesem bürgerlichen Ideal. Geschichtlich gesehen hat es auch damit zu tun, dass in unserer Gesellschaft den Männern immer wieder versprochen wurde, dass sie genug verdienen würden, um sich eine Frau zu leisten. Jedesmal, wenn es im letzten Jahrhundert zu einem Technologieschub gekommen· ist, waren die Männer vor allem bedacht, die Krise so zu überwinden, dass sie die eigenen Arbeitsplätze haben sichern können. Die Interessen der Frauen wurden hingegen nicht gewahrt. Dies geht auch aus verschiedenen geschichtlichen Untersuchungen hervor. Auch wenn Frauen sehr qualifizierte Arbeit verrichteten, galten ihre Qualifikationen weniger als jene der Männer. Auch die Gewerkschaften haben da ganz klar eine Männer- und nicht eine Frauenförderungspolitik betrieben. SMUV-Zeitung: (…). Das Interview führte Maria Roselli.
SMUV-Zeitung, 5.6.1996.
Personen > Roselli Maria. Madoerin Mascha. Frauen. Interview. SMUV-Zeitung. 1996-06-05. $
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05.06.1996 Schweiz
Frauen
Personen
SMUV-Zeitung
Maria Roselli
Frauenkonferenz
Volltext
13. Landeskonferenz der SMUV-Frauen. 'Wirtschaft ist Frauensache. Frauen und Wirtschaft, dies das Thema der 13. Landeskonferenz der SMUV-Frauen am 1. Juni in Bern. Ein sehr wichtiges Thema, nicht nur weil die Frauen einen Grossteil der Arbeit leisten, die auf dieser Welt verrichtet wird, sondern vielmehr weil sich zwingende Veränderungen aufdrängen, um ihnen endlich eine neue, gleichberechtigte Stellung in der Wirtschaft einzuräumen. „Die Wirtschaft ist weder ein Monster noch eine Sekte und schon gar nicht ein Virus, doch heute steht der Mensch nicht im Zentrum, sondern im Dienste der Volkswirtschaft; wir sehen, es ist einiges schief gelaufen», so einleitend Frau Professor Gabrielle Antille von der Universität Genf. Die erste Referentin erläuterte den rund 100 anwesenden Frauen der Landeskonferenz das Einmaleins der Ökonomie, um aufzuzeigen, dass sich die Wirtschaft nicht selbst bestimmt, sondern immer noch politischen Entscheidungen unterliegt. Und hier sieht Frau Antille auch den möglichen Handlungsraum für die Frauen, diese müssen bewusste Wirtschaftsakteurinnen werden, die wissen, wieviel ihre Haus- und Erwerbsarbeit wirklich wert ist, und die sich auf politischer Ebene dafür einsetzen, dass dieser Wert anerkannt wird. (…).
Maria Roselli.
SMUV-Zeitung, 5.6.1996.
Personen > Roselli Maria. Frauen. Wirtschaft. SMUV-Zeitung, 1996-06-05.
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01.05.1996 Schweiz
1. Mai Schweiz
SMUV-Zeitung

1. Mai
1.-Mai-Feiern 1996. Veranstaltungskalender . SMUV-Zeitung 24.4.1996
03.04.1996 Schweiz
Frauen
SMUV-Zeitung

Frauen
Volltext
Weiterbildung
Wirtschaft
Landeskonferenz der SMUV-Frauen. Frauen und Wirtschaft. Am Samstag, den 1. Juni 1996, findet in der SMUV-Zentrale in Bern von 9 bis 16 Uhr die Landeskonferenz der SMUV-Frauen statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Frauen und Wirtschaft“. Der SUV-Kongress vom November 1996 wird seinerseits prioritär das Thema Wirtschaftspolitik behandeln. Aus diesem Grunde hat es sich die Landeskonferenz zum Ziel gesetzt, dieses bis dato hauptsächlich männlich geprägte Thema unter frauenspezifischem Gesichtspunkt zu behandeln und entsprechend vorzubereiten. In unserer von weitverzweigter Umstrukturierung und Deregulierung geprägten Gesellschaft werden Frauen weit mehr als Männer von ausgrenzenden Massnahmen betroffen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund gravierenden Kaufkraftzerfalls und vermehrter Arbeitslosigkeit. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die schweizerische Volkswirtschaft nicht in der Lage oder auch nicht willens ist, Männern und Frauen dieselben Arbeitsbedingungen zuzugestehen. Diese Grundsatzfrage werden wir an der Landeskonferenz eingehend besprechen; desgleichen wird über sämtliche weiteren Kongressanträge der Frauen einvernehmlich zu reden sein. Die Landeskonferenz der SMUV-Frauen ist sämtlichen Sektions- und Regionaldelegierten sowie weiteren interessierten Kolleginnen und Kollegen offen. (…).
SMUV-Zeitung, 3.4.1996.
SMUV Schweiz > Frauen. Wirtschaft. Weiterbildung. SMUV-Zeitung, 1996-04-03.
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03.12.1993 Schweiz
Berner Tagwacht
Personen
SMUV-Zeitung
Eugen Hug
Gratulation
Volltext
Eugen Hug 95. Morgen Samstag, den 4. Dezember, kann in Bern Eugen Hug, früherer Redaktor und Pressechef des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, seinen 95. Geburtstag feiern. Nach juristischen und volkswirtschaftlichen Studien im In- und Ausland und jahrelangem freien Journalismus namentlich für die gewerkschaftliche und sozialdemokratische Presse, übernahm Eugen Hug 1956 die Redaktion des Pressedienstes des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, damals noch „Gewerkschaftskorrespondenz“ genannt. Als zuständiger Pressemann des SGB war er auch als Bundeshaus-Journalist akkredidiert. Seine profilierten Leitartikel und politischen Stellungnahmen fanden weit über die gewerkschaftlichen Kreise hinaus Beachtung. 1969 trat der bereits 70jährige im SGB zurück, blieb aber weiterhin journalistisch aktiv, vor allem als Bundeshaus-Berichterstatter für die „Schweizerische Metall- und Uhrenarbeiter-Zeitung“. In den letzten Jahren hat sich Eugen Hug vermehrt mit philosophischen Werken auseinandergesetzt und in Gemeinschaft mit seiner kunstverständigen Gattin, Frau Dr. Hug-Rüegger, manche Ausstellung besucht. Weiterhin nimmt Eugen Hug regen Anteil am politischen und gewerkschaftlichen Geschehen. Herzliche Gratulation dem rüstigen Jubilaren und beste Wünsche für Gesundheit und Wohlergehen! Mit Foto.
Berner Tagwacht, 3.12.1993.
Personen > Hug Eugen. SMUV. Gratulation.
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14.01.1987 Schweiz
Personen
SMUV-Zeitung
Kurt Kipfer
Gesundheitsschutz
Schicht- und Nachtarbeit ist und bleibt problematisch. Die Tatsache der Gesundheitsschädigung durch Schicht- und Nachtarbeit ist in zahlreichen Untersuchungen an ebenso zahlreichen Beispielen bewiesen worden und stellt eine Tatsache dar, an der nicht gerüttelt oder gezweifelt werden kann. Mit Fotos. Dr. Kurt Kipfer. SMUV-Zeitung 14.1.1987
14.01.1987 Schweiz
Personen
SMUV-Zeitung
Kurt Kipfer
Nachtarbeit
Schichtarbeit
Schicht- und Nachtarbeit ist und bleibt problematisch. Die Tatsache der Gesundheitsschädigung durch Schicht- und Nachtarbeit ist in zahlreichen Untersuchungen an ebenso zahlreichen Beispielen bewiesen worden und stellt eine Tatsache dar, an der nicht gerüttelt oder gezweifelt werden kann. Mit Fotos. Dr. Kurt Kipfer. SMUV-Zeitung 14.1.1987
17.12.1986 Schweiz
Personen
SMUV-Zeitung
Fritz Reimann
Arbeitsvermittlung
GAV
Leiharbeit
Volltext
Leiharbeiter gehören unter den GAV. Der Ausleih von Arbeitskräften durch eigens dafür tätige Verleihfirmen hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr eingebürgert. Das geschah gegen den Widerstand der Gewerkschaften. Kongressbeschlüsse der Gewerkschaft Bau und Holz (GBH) und des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) konnten indessen nicht verhindern, dass sich diese Art des Arbeitsverhältnisses immer mehr verbreitete. Der Widerstand der Gewerkschaften war verständlich. Er richtete sich vorab gegen die Umgehung gesamtarbeitsvertraglicher Bestimmungen im Dreiecksverhältnis Verleihfirma-Arbeitnehmer-Einsatzbetrieb. Ausgeliehene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen in der Regel nicht den gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen des Einsatzbetriebes. Sie werden zudem von der Stammbelegschaft als unerwünschte Fremdlinge empfunden. Beim SMUV sind wir uns schon seit längerem im klaren, dass in dieser Hinsicht ein Verbot nicht realisierbar ist. Schon allein das grosse Interesse auf Arbeitgeberseite zwingt zu dieser Einsicht; aber auch auf Arbeitnehmerseite besteht eine wachsende Nachfrage nach Teilzeitarbeit. Angesichts dieses Tatbestandes ist es umso mehr zu begrüssen, dass das bisherige Arbeitsvermittlungsgesetz durch einen neuen, den Arbeitsverleih betreffenden Teil ergänzt wird. In der nationalrätlichen Kommission, die diesen Gesetzesentwurf durchberaten hat, ist es den Gewerkschaftsvertretern glücklicherweise gelungen, einen Artikel einzubringen, der unseren elementaren Begehren Rechnung tragen soll. Es geht darin um die Anwendung der im Einsatzbetrieb geltenden (…).
Fritz Reimann. SMUV-Zeitung, 17.12.1986.
Personen > Reimann Fritz. Leiharbeit. GAV. SMUV-Zeitung, 1986-12-17.
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29.10.1986 Schweiz
Personen
SMUV Schweiz
SMUV-Zeitung
Richard Müller
Ferdinand Troxler
Nachruf
Volltext
Richard Müller zum Gedenken. „Ich liebe den Kampf und achte den Kämpfer“. Dieses Wort aus eigenem Mund charakterisiert treffend den früheren Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Vizepräsidenten des Föderativverbandes, Generalsekretär der PTT-Union und SP-Nationalrat Dr. Richard Müller, der im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit am 23. Oktober gestorben ist. Unermüdlich kämpfte er für eine gerechtere Gesellschaftsordnung, für die Rechte der Arbeitnehmer und der sozial schwächeren Schichten, für mehr Solidarität hierzulande und weltweit. Er war Gewerkschafter und Politiker aus Leidenschaft, er nannte die Dinge beim Namen, und er liebte den fairen Disput mit dem politischen Gegner und der Arbeitgeberschaft. Uber vier Jahrzehnte leistete Richard Müller intensive Gewerkschaftsarbeit. Die Route führte vom Sekretär und Redaktor der PTT-Union zum Generalsekretär dieser Gewerkschaft und mündete ein in Spitzenaufgaben gewerkschaftlicher Dachorganisationen: Präsident der Schweizerischen PTT-Vereinigung, Vizepräsident des Föderativverbandes des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, Vizepräsident und anschliessend Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Das Präsidium des SGB übernahm er nach dem jähen Tode von Ezio Canonica, obwohl er damals bereits pensioniert war. Trotz seiner relativ kurzen Präsidialzeit im SGB - von 1978 bis 1982 - war er mitnichten ein blosser „Übergangspräsident». Mit seiner radikalen, das heisst die Dinge an der Wurzel fassenden, sowie grundsätzlichen Politik hat er es verstanden, dem (…). Ferdinand Troxler.
SMUV-Zeitung, 29.10.1986.
Personen > Mueller Richard. Nachruf Ferdinand Troxler. SMUV-Zeitung, 1986-10-29.
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27.08.1986 Schweiz
SMUV Schweiz
SMUV-Zeitung

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SMUV Schweiz
Volltext
Neues Signet und grünes Licht für Streik. Der Verbandsvorstand des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeitnehmer-Verbandes (SMUV) hat am vergangenen Donnerstag in Bern ein von der Informationsabteilung in Zusammenarbeit mit einem Grafiker ausgearbeitetes Signet gutgeheissen. Das neue Signet, das der Verbandsdelegiertenversammlung an ihrer Herbsttagung vorgestellt wird, soll im SMUV-Jubiläumsjahr eingeführt werden und zu einem einheitlichen Erscheinungsbild des Verbandes und seiner regionalen Gliederungen beitragen. Das neue Signet ist das Ergebnis eines Antrages, der am SMUV-Kongress 1984 zur Prüfung entgegengenommen worden war. Da dieser auch eine neue Namensgebung für den Verband anregte, beschloss der Vorstand, in den kommenden Monaten ein Vernehmlassungsverfahren über verschiedene Vorschläge für eine neue Verbandsbezeichnung bei den Sektionen durchzuführen. Der Vorstand liess sich ferner über die 40-Stunden-Woche-Abstimmungskampagne des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) orientieren. Einhellig beschloss er, in der Delegiertenversammlung des SGB vom 1. September ein Nein gegen die Lehrwerkstätteninitiative, ein Ja für den Gegenvorschlag zur Kulturinitiative und auch ein Ja für den Zuckerbeschluss zu vertreten. Über diese drei Abstimmungsvorlagen ist bekanntlich am 28. September an der Urne zu entscheiden. (…).
SMUV-Zeitung, 27.8.1986.
SMUV Schweiz > SMUV aktuell. Signet. SMUV-Zeitung, 1986-08-27.
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29.01.1986 Schweiz
Kapitalismus
SMUV-Zeitung

Arbeitsbeschaffung
Volltext

Arbeitsmöglichkeiten besser als bisher nutzen. Wer sich mit wachen Sinnen umschaut, stösst noch und noch auf Aufgaben, die dringend an die Hand genommen werden sollten. Da stehen - um nur ein Beispiel zu nennen - Sanierungen von Gebäuden und Strassen an, die man ohne Verzug realisieren sollte, und anderseits gilt es heute - angesichts der alarmierenden Umweltsituation - mehr denn je, die Wälder wesentlich besser zu pflegen, als dies bisher geschah. Auch im Dienstleistungsbereich existiert ein beträchtliches Mass an ungedecktem Bedarf, so vor allem in bezug auf das Angebot vielseitig einsetzbarer Handwerker zur Ausführung kleinerer Reparaturen und Hilfeleistungen. Dasselbe trifft ferner bei der Betreuung und Pflege älterer oder kranker Menschen zu, wo ein ausgesprochener Mangel an Helfern herrscht. Um die hier brachliegenden Arbeitsmöglichkeiten zu nutzen, müssen von seiten der öffentlichen Hand auf allen Ebenen die dazu erforderlichen Initiativen ergriffen werden, damit den sich für solche Aktivitäten interessierenden Personen auch ein angemessener Lohn gewährleistet werden kann! (...).

SMUV-Zeitung, 1986-01-29.
SMUV Schweiz > Arbeitsbeschaffung. 1986-01-29.doc.

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15.01.1986 Schweiz
Personen
SGB
SMUV-Zeitung
Kohler Helga
Gesundheitsschutz
Volltext
Wie viel Gesundheit braucht der Mensch? Zugegeben, nichts ist absolut. Weder die Gesundheit der Menschen im Zusammenhang mit ihrer Lebensweise oder im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit direkt. Auch das Wohlbefinden der Menschen mag eine subjektive Wertung sein. Je nach Betätigung, je nach Umfeld und Wirkungskreis, je nach Bildung und gesellschaftlicher wie beruflicher Karriere mag sich der Grad des Wohlbefindens ändern. Dennoch dürfte unbestritten sein, dass sich der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erst im Laufe der Jahre herauskristallisierte, dass die Arbeitgeber durch gesetzliche Massnahmen gezwungen werden mussten, dem Individuum Mensch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Gesetze aber sind starr, zeichnen nur eine Situation nach, die sich längst überholt hat. Die Wirtschaft hingegen in ihrer Eigendynamik entwickelt längst neue Modelle von Arbeitsinhalt, Arbeitsintensität, Arbeitszeit und Arbeitsflexibilität. Ein viel beobachtetes Faktum dürfte sich allerdings auch am Kongress der SGB-Frauen herausstellen: Der Einfluss der Erwerbstätigkeit auf' die Gesundheit von Männern und Frauen ist gleichermassen, jedoch in anderer Erscheinungsform vorhanden. Dies zeigt eine Untersuchung, die im Auftrage der eidgenössischen Frauenkommission durchgeführt wurde. Danach stehen bei Männern vor allem spezifische Berufskrankheiten im Vordergrund, also die gesundheitsschädigenden Aspekte der Erwerbstätigkeit. Es gibt Anzeichen und Annahmen, wonach sich die soziale Teilnahme via Erwerbstätigkeit im Gegensatz zur sozialen Isolation durch (…). Helga Kohler.
SMUV-Zeitung, 15.1.1986.
Personen > Kohler Helga. Gesundheitsschutz. SMUV-Zeitung, 1986-01-15.
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28.11.1984 Lyss
Personen
SMUV-Zeitung
Werner Schenk
Lohnverhandlungen
Volltext
Lohnverhandlungen 1984. Das Ringen um die Neufestsetzung der Löhne findet je nach Wirtschaftszweig und Betrieb in verschiedenen Formen statt. Im Zentrum dieses Kampfes stehen die Verhandlungen zwischen den Betriebskommissionen, den Angestelltenvertretungen und den Gewerkschaftsdelegationen einerseits sowie den Unternehmern, den Arbeitgeberverbänden oder dem Staat auf der andern Seite. Um für das kommende Jahr möglichst gute Lohnverhältnisse zu erreichen, müssen die Arbeitnehmervertretungen dabei ihren Druck manifestieren können, und zwar mit der Gewissheit, dass die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb voll hinter ihren Forderungen stehen! Stichhaltige Argumente. Die diesjährigen Verhandlungen finden unter wirtschaftlich nicht ungünstigen Bedingungen statt. Die Konjunktur zieht an, die Arbeitslosenzahlen sind in allen Sektoren rückläufig und vor allem die Kurzarbeit - ein wichtiges Moment - ist innert Jahresfrist praktisch auf die Hälfte zurückgegangen. Die offenen Stellen verzeichnen eine Zunahme und viele Betriebe weisen steigende Bestellungseingänge auf, nicht zu vergessen die zum Teil recht guten Bilanzabschlüsse. Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt, und somit erhält die zu verkaufende Arbeitskraft auch einen höheren Stellenwert. Die Lohnforderungen müssen dabei mit Argumenten untermauert werden, welche die elementaren Bedürfnisse der Arbeitnehmer herausstellen: Wohnung, Ernährung, Erholung und Ausbildung! Es ist unbestritten, (…).Werner Schenk. 
SMUV-Zeitung, 28.11.1984.
Personen > Schenk Werner. Lohnverhandlungen 1984. SMUV-Zeitung, 1984-11-28.
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28.11.1984 Schweiz
Arbeitszeit
SMUV-Zeitung

Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Neue Arbeitszeitformen - Achtung! Unsere Frauensekretärin, Kollegin Francesca Hauswirth, sprach anschliessend über dieses hochaktuelle Thema. Die klassischen Arbeitszeitbegehren der Gewerkschaften sind die allgemeine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, zum Beispiel die 35-Stunden-Woche, die Forderung nach mehr Ferien sowie nach einer Herabsetzung des Rentenalters. Dem stellen die Unternehmer neue Arbeitszeitformen gegenüber, welche in Richtung Flexibilisierung der Arbeitszeit gehen. Ein wichtiges Problem stellt sich uns Gewerkschafterinnen mit diesen Arbeitszeitformen, vor allem deshalb, weil Lohnabhängige, die auf diese Weise Teilzeitarbeit verrichten, oft nicht mehr dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind. Der Unternehmer kann also im Rahmen der gesetzlichen Minimalvorschriften mit ihnen machen, was er will, ohne dass die Gewerkschaft einzugreifen vermag. Darum müssen auch solche Teilzeit-Arbeitsverhältnisse unter allen Umständen vertraglich geregelt werden! In der Diskussion wandten sich einzelne Kolleginnen vehement dagegen, dass vor allem den Frauen Teilzeitarbeit mit entsprechender Lohneinbusse aufgezwungen wird. Andere Kolleginnen betonten hingegen die Bedeutung von Teilzeitstellen gerade auch für die Frau. Wichtig für uns Gewerkschafterinnen ist es, uns zu entscheiden, welche Formen von Teilzeitarbeit wir überhaupt dulden wollen. Eines aber ist sicher: Wir sind gegen die Ausdehnung von Schicht- und Nachtarbeit und auch daran wollen wir nicht rütteln lassen, dass (…).
SMUV-Zeitung, 28.11.1984.
SMUV Schweiz > Arbeitszeitverkuerzung. SMUV-Zeitung, 1984-11-28.
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28.09.1983 Bévilard
Hélios AG
SMUV-Zeitung

Helios SA
Lohnkürzungen
Volltext
28.9.1983Streikbereitschaft im Fall Helios. Wie zu erwarten war, sah sich unsere oberste Verbandsexekutive an der ersten Sitzung nach den Sommerferien mit einer Geschäftslast konfrontiert, welche faktisch das ganze gewerkschaftliche Einsatzspektrum von der Verbandspolitik über Unternehmerwillkür in einem Betrieb der Uhrenindustrie bis hin zur 40-Stunden-Wochen-Initiative sowie der thematischen und technischen Vorbereitung des Sekretärenseminars vom 17. bis 19. Oktober in Vitznau umfasste. Unter den dringlichen Traktanden figurierte zudem ein ausführlicher mündlicher Bericht von Kollege Pierre Schmid (Genf) über die „Restrukturierungsvorgänge“ in der zum Sulzer-Konzern gehörenden Textilmaschinenfabrik Verntissa in Vernier. Bekanntlich hatte die Sulzer-Geschäftsleitung Ende Juni angekündigt, in ihrem Textilmaschinenbereich schwerwiegende „Anpassungsmassnahmen“ an die derzeitigen Beschäftigungs- und Absatzmöglichkeiten vornehmen zu müssen, und für die Werke in Zuchwil und Vernier einen Arbeitsplatzabbau in der Grössenordnung von 300 bis 500 Mitarbeitern in Aussicht gestellt. In einer ersten Phase - so wurde am vergangenen 22. September von der Pressestelle des Sulzer- Konzerns bestätigt - sollen nun in Vernier und Zuchwil bis 31. Dezember des laufenden Jahres je 150 Personen entlassen beziehungsweise vorzeitig pensioniert werden. In Zuchwil will man zudem - nach entsprechenden Verhandlungen mit der Betriebskommission sowie der Angestellten- und Meistervereinigung - den Abbau via Reduktion der Arbeitszeit von Doppelverdienern auf 50 Prozent (...). 
SMUV-Zeitung, 28.9.1983.
SMUV Schweiz > Helios SA. Lohnkuerzungen. SMUV-Zeitung, 1983-09-28.
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30.03.1983 Winterthur
Löhne
Personen
SMUV-Zeitung
Hauswirth Francesca
Kurs
Lohngleichheit
Volltext
SMUV-Frauengruppen der Region 6. Wie funktioniert ein Entlöhnungssystem? Am vergangenen 19. März fand in Winterthur ein Kurs über Entlöhnungssysteme, insbesondere über Arbeitsplatz- und Persönlichkeitsbewertung statt. Teilnehmer waren eine stattliche Zahl von Kolleginnen sowie Mitglieder von Betriebskommissionen. Einerseits ging es darum, Mittel und Wege zu suchen, um den Grundsatz der Lohngleichheit für Männer und Frauen im Rahmen der Entlöhnungssysteme zu verwirklichen; anderseits stellen aber auch viele Kollegen fest, dass die herkömmlichen Arbeitsplatz-Bewertungssysteme nicht immer ausreichen, um den Stress, den die neuen Technologien mit sich bringen, angemessen zu bewerten. Nach einem aufschlussreichen Referat von Kollege Arnold Meyer bemühte man sich in Gruppendiskussionen, Antwort auf die einschlägigen Fragen zu finden. Die Arbeitsgruppen stellten dabei fest, dass vor allem ein Mangel an Information besteht. Es gibt zahlreiche Arbeitnehmer, denen überhaupt nicht bekannt ist, ob in ihrem Betrieb eine analytische Arbeitsplatzbewertung existiert oder nicht. Dort, wo es ein solches Bewertungssystem gibt, wissen die Kollegen oft nicht, nach welchen Kriterien sie bewertet werden und wieviel die Punkte dann in klingender Münze wert sind. Es wurde im weiteren bemängelt, dass der Arbeitnehmer im allgemeinen zu wenig oder überhaupt kein Mitspracherecht bei der Ausgestaltung der Lohnsysteme besitzt. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang der Ruf nach mehr Demokratie im Betrieb laut: die Lohn-systeme sollten durchsichtig sein und von allen diskutiert (…). Francesca Hauswirth.
SMUV-Zeitung, 30.3.1983.
Personen > Hauswirth Francesca. Lohngleichheit. Kurs. SMUV-Zeitung, 1983-03-30.
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09.03.1983 Schweiz
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Matisa SA
Sozialplan
Streik
Volltext
Streik-Ende ohne Problem-Lösung… Einmal mehr wird im Streikfall Matisa in der Öffentlichkeit die Frage gestellt, wer ist jetzt „Sieger“, wer der „Besiegte“? Das einzige Streikziel. die Verhinderung der von der Firmenleitung in Aussicht genommenen Entlassungen von 82 der gegenwärtig noch 334 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, konnte nicht erreicht werden. Man blieb sowohl in den schweizerischen wie kanadischen Chefetagen hart und ist damit dem effektiven Abbauziel - einer Verbesserung der Fixkostensituation des Unternehmens im Hinblick auf eine spätere Veräusserung - wohl etwas näher gekommen. Dass man in der kanadischen Konzernzentrale dafür eine möglichst günstige Ausgangslage schaffen möchte, hat Canron-Exekutiv-Vizepräsident William Niles indirekt bestätigt, indem er ja darauf hinwies, Uebernahmeinteressenten seien natürlich an einer betriebswirtschaftlichen „Sanierung“ interessiert. Wie schnell und unter was für Umständen eine Veräusserung jedoch in Frage kommt, lässt sich zurzeit von Aussenstehenden kaum eruieren. Möglicherweise gehört das einzige auf dem gleichen Produktegebiet tätige europäische Unternehmen, die österreichische Platzer AG, aus Gründen der „Konkurrenzelimination“ in den Kreis potentieller „Bewerber“. Für die Matisa-Beschäftigten selbst ist dieses Pokerspiel. das vor dem Hintergrund einer seit vielen Jahren inkompetenten Firmenleitung abläuft, natürlich nicht durchschaubar, wurde ihnen und ihrer gewählten Arbeitnehmervertretung doch seit Jahren seitens der Direktion nur (…).
SMUV-Zeitung, 9.3.1983.
SMUV Schweiz > Matisa SA. Streik. Sozialplan. SMUV Schweiz, 1983-03-09.
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09.03.1983 Schweiz
Personen
SMUV-Zeitung
Karl Marx
Ferdinand Troxler
Philosophie
Volltext
Hat uns Marx noch etwas zu sagen? Als freiheitliche Menschen haben wir Mühe, Zugang zu Marx zu finden, weil durch unfreiheitliche marxistische Regimes die marxsche Freiheit ins Gegenteil verkehrt worden ist. Doch vollzog sich beispielsweise die bolschewistische Revolution unter Bedingungen, die nichts mit Marx gemeinsam haben. Zweifellos gibt es auch zahlreiche Schwachstellen im marxschen Gedankengebäude, die durch die historische Entwicklung offenkundig geworden sind. Das von Marx erkannte Entwicklungsgesetz etwa ist in seiner absoluten Form nicht haltbar; man könnte lediglich von Entwicklungstendenzen sprechen. Namentlich wird das Denken in Gegensätzen (dialektische Methode) der komplexen Wirklichkeit nicht gerecht. Unter anderem hat Marx auch die Reformmöglichkeiten der Gewerkschaften innerhalb der kapitalistischen Wirtschaft unterschätzt; seine Verelendungstheorie hat sich als falsch erwiesen. Viele andere Aussagen wären kritisch zu beleuchten. Auch die Behauptung, Religion sei „Opium des Volkes“ trifft nicht den Kern des Christentums, sondern ein Zerrbild desselben. Trotz diesen Vorbehalten hinterlässt Marx ein Vermächtnis, das für die Arbeiterbewegung weiterhin wegleitend sein kann. Wir beschränken uns auf einige Schwerpunkte: * Die Doppelrolle der Gewerkschaften ist von Marx grundsätzlich richtig erfasst worden. Auch die freien Gewerkschaften beschränken sich nicht auf „Flickwerk“ innerhalb des kapitalistischen Systems, sondern streben längerfristig grundlegende Reformen wie die Demokratisierung der Wirtschaft an. Der Sozialismus bringt ein Mehr an Freiheit, (…). Ferdinand Troxler.
SMUV-Zeitung, 9.3.1983.
Personen > Troxler Ferdinand. Karl Marx. Theorie. SMUV-Zeitung, 1983-03-09.
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02.03.1983 Crissier VD
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Matisa SA
Streik
Volltext
Streikende suchen eine kompetente Direktion. Dass selbst sorgfältig vorbereitete Traktandenlisten und damit auch entsprechende Verhandlungsschwerpunkte plötzlich „auf den Kopf gestellt“ werden müssen, erlebte unser oberstes Exekutivorgan am letzten Donnerstag anlässlich der ordentlichen Februarsitzung. Grund dafür war die Streikaktion der Produktions- und Montagebeschäftigten im westschweizerischen Gleisunterhalts-Maschinenbau-lJn1ernehmen Matisa SA in Crissier und Renens. Dieser zur kanadischen Canton-Gruppe gehörende Industriebetrieb - wir berichteten darüber bereits in der letzten Nummer der „SMUV-Zeitung“ - sieht seine Belegschaft seit Jahren in der Rolle reiner Befehlsempfänger und brachte es - dank völlig inkompetenter ausländischer Direktion und entsprechendem Führungsstil- immer wieder fertig, das Personal an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Doch damit nicht genug, auch die betriebswirtschaftliche Situation verschlechterte sich dank der wacker wurstelnden „Manager“ kanadischer, amerikanischer und bundesdeutscher Provenienz zusehends, so dass das 1974 noch rund 930 Köpfe zählende Unternehmen sukzessive auf knapp 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - darunter gut die Hälfte im Administrativbereich - zusammenschmolz. Aber nicht einmal dieser Bestand ist gesichert, kündigte die Firmenleitung doch am vergangenen 12. Februar an, man werde in drei Tagen über weitere Massenentlassungen informieren. Diese neue Abbauwelle - so wurde dann bekannt - soll nicht (…).
SMUV_Zeitung, 2.3.1983.
SMUV Schweiz > Matisa SA. Streik. SMUV-Zeitung, 1983-03-02.
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23.02.1983 Crissier VD
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Entlassungen
Matisa SA
Streik
Volltext
Matisa erneut bestreikt! Unsere In der letzten Ausgabe der „SMUV-Zeitung“ geäusserten Befürchtungen über eine neue Entlassungswelle bei der Firma Matisa, Materiel Industriel SA in Crissier bei Lausanne, haben sich leider bestätigt. 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - je zur Hälfte aus dem Produktions- und Administrativbereich - sollen auf die Strasse gestellt werden. Darüber hinaus wird die bereits laufende Kurzarbeit von 30 Prozent auf insgesamt 136 Beschäftigte ausgedehnt. Die seit Jahren bestehenden Schwierigkeiten bei diesem hochspezialisierten Gleisbaumaschinenunternehmen können sicher nicht nur der Weltwirtschaftskrise angelastet werden. Vielmehr ist es so, dass dort immer wieder falsche Leute am falschen Platz sitzen. Firmenleiter, die jeweils vom Mutterhaus - der Canron-Gruppe in Kanada - eingesetzt wurden, gaben sich laufend die Türklinke in die Hand. Dem Amerikaner Harold Koenig folgte der Schwede B. Blomqwist, welcher übrigens kaum ein Wort Französisch spricht. Er wird nun ad interim von Roger Short, einem weiteren Kanadier, ersetzt, dem als Verwaltungsdirektor der Bundesdeutsche Rainer von Schack zur Seite steht. Was dieser auch dem Personaldepartement vorstehende Führungsmann von der vertragsrechtlichen Situation seines Unternehmens weiss - die Matisa SA ist Mitgliedfirma des Arbeitgeberverbandes Schweizerischer Maschinen- und Metall-Industrieller (ASM) -, zeigte sich in einem „Tagesschau“-Interview am letzten Donnerstag, wo Rainer von Schack elementarste Kenntnisse über die MMI-Vereinbarung und die dazu gehörenden Verabredungen vermissen liess. Kein Wunder also, (…).
SMUV-Zeitung, 23.2.1983.
SMUV-Zeitung > Matisa SA. Streik. Entlassungen. SMUV-Zeitung, 1983-02-23.
Ganzer Text
28.04.1982 Uster
Frauenlöhne
SGB
SMUV-Zeitung

Frauenlöhne
Lohngleichheit
Volltext
Gleiche Rechte für Mann und Frau. So lautete das Thema, das im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz der erwerbstätigen SMUV-Frauen der . Region 6 stand, welche unlängst auf dem Schloss Uster stattfand. Wie den Begrüssungsworten des gastgebenden Sekretärs, Kollege Hans Widmet, zu entnehmen war, ist Uster ein Ort, dem in bezug auf die Entwicklung der Schweizer Arbeiterbewegung historische Bedeutung zukommt. Im November vor 150 Jahren war es nämlich, als die in ihrer Existenz bedrohten Handweber des Zürcher Oberlandes anlässlich der ersten Ustertag-Erinnerungsfeier die mechanische Weberei Korrodi & Pfister in Brand setzten und bereits zwei Jahre früher versammelten sich auf dem Zimiker rund 10‘000 Personen, die eine neue Verfassung forderten; wobei es hier vor allem um die Gleichstellung von Stadt und Land ging. Auch die Frauenkonferenz der Region 6 befasste sich - wie bereits angetönt - mit dem Problem der Gleichstellung, allerdings mit jener zwischen Mann und Frau, und zwar insbesondere im Lohnsektor. Mit den sich in diesem Zusammenhang stellenden Fragen setzte sich dabei ein Referat von Kollegin Francesca Hauswirth, unserer SMUV-Frauensekretärin, auseinander, die im Verlauf ihrer Ausführungen vor allem auch auf die direkte Anwendbarkeit der diesbezüglichen Verfassungsbestimmung zu sprechen kam, welche am 14. Juni des letzten Jahres vom Volk gutgeheissen wurde. Diese Verfassungsbestimmung ermöglicht es, dass eine Arbeitnehmerin vorhandene Lohnunterschiede zwischen ihr und männlichen Kollegen beim Arbeitsgericht einklagen kann, sofern sie den Beweis zu erbringen vermag, dass es dabei um eine (…).
SMUV-Zeitung, 28.4.1982.
SGB > Lohngleichheit. Frauenkongress. SMUV-Zeitung, 1982-04-28.
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17.03.1971 Genf
Personen
SMUV
SMUV-Zeitung
Ernst Wüthrich
Streikrecht
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Die armen Missbrauchten. Der wilde Streik in fünf Firmen der Genier Metallindustrie konnte dank des klugen Einsatzes der Beauftragten der Sektion Genf des SMUV - mit unserem Kollegen Eugene Suter an der Spitze - relativ rasch beigelegt werden. Dass es sich bei diesem Streik um eine Vertragsverletzung handelte, ist bei den Verbandsbehörden des SMUV unbestritten. Der Zentralvorstand als statutengemäss zuständiges Organ bei Arbeitskonflikten distanzierte sich denn auch in einer Erklärung von dieser vertragswidrigen importierten Kampfmethode. Der Arbeitgeberverband Schweizerischer Maschinen- und Metallindustrieller hätte auf Grund der einschlägigen Bestimmung in der Vereinbarung den SMUV wegen Vertragsverletzung einklagen können; . Ein Schiedsgericht hätte ihm dann eine Konventionalstrafe aufbrummen müssen, deren Höhe der Bedeutung der Verletzung angemessen gewesen wäre. Der Arbeitgeberverband hat von einer Klage abgesehen, da sein Vertreter - wie auch derjenige des SMUV - den Konflikt aus eigenem Erleben zu beurteilen in der Lage War. Und seine Beurteilung war, wie die heutige Situation zeigt, richtig. Umso mehr erstaun: die eher oberflächliche Beurteilung im Wochenbericht der „Schweizerischen Arbeitgeber-Zeitung“ vom 11. März. In diesem Bericht wird kühn und ohne jede Begründung - nicht einmal ein Versuch dazu wird gemacht - unter anderem folgendes erklärt: „Dass es sich bei den eigentlichen Drahtziehern nicht um Ausländer handelt, wie gelegentlich vermutet wird, steht fest... Die streikenden Arbeiter, vielfach Ausländer, werden schlicht und einfach von (…). Ernst Wüthrich.
SMUV-Zeitung, 17.3.1971.
Personen > Wuethrich Ernst. Streik. SMUV. SMUV-Zeitung. 1971-03-17.
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22.11.1918 Sowjetunion
Gewerkschaften
Personen
SGB
SMUV Schweiz
SMUV-Zeitung
Düby
Karl Dürr
August Huggler
Konrad Ilg
Delegierte
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Eine Gewerkschaftsdelegation nach Russland. Letzthin gingen Mitteilungen durch die Presse, wonach einige Genossen - genannt wurden Düby, August Huggler, Karl Dürr und Konrad Ilg - zu gewerkschaftlichen Studienzwecken nach Russland reisen werden. Genosse Düby hat dann eine Erklärung veröffentlicht, der zu entnehmen war, dass er nicht nach Russland gehe. Die „Metallarbeiterzeitung" vom 9. November weiss folgendes zu berichten: (...).

 

Strassenbahner-Zeitung, 1918-11-22. Standort: Sozialarchiv.
SGB > Gewerkschaftsdelegation nach Russland. 1918-11-22-doc.

SGB. Gewerkschaftsdelegation nach Russland. 1918-11-22.pdf

28.09.1918 Bern
Personen
SMUV-Zeitung
SP Bern Stadt
Strassenbahner Bern
Konrad Ilg
Gemeinderatswahlen
Nationalratswahlen
Proporzsystem
Stadtratswahlen
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Die bolschewistische Front in der Bundesstadt. Unaufhaltsam, Schritt für Schritt hat die sozialdemokratische Partei in Bern seit mehr als zwei Jahrzehnten eine Position um die andere erobert im Kampf gegen die kapitalistische Gesellschaftsordnung. Bresche um Bresche in das Bollwerk der reaktionären bürgerlichen Parteien geschlagen. Langsam nur war zuerst ihr Vorrücken, bis dann vor zirka drei Jahren die lohnarbeitende Bevölkerung, zu der wir auch die Beamten zählen, durch die Not gezwungen, sich in verzweifeltem Kampf dem bürgerlichen Block entgegenwarf und denselben in gewaltigem Ringen aus seinen Stellungen herauswarf. Triumphierend schwingt das bernische Proletariat das rote Kampfesbanner, das von Sieg zu Sieg voranleuchtet. Auch der 28. und 29. September war ein solcher Ehrentag, an dem sich die bürgerlichen Parteien nicht getrauten, dem Ansturm der Arbeiterbataillone ernstlich entgegenzutreten. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 11.10.1918. Standort: Sozialarchiv.
SP Bern > Stadtratswahlen 28.9.1918.doc.

SP Bern. Stadtratswahlen 28.9.1918.pdf

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