Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > SEV-Zeitung
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 51

1 2 3
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Swiss Airline
Markus Fischer
Kurzarbeit
Swiss Airlines
Volltext
Swiss erhält Kredite, doch der Notstand bleibt. Nach dem Ja der Lufthansa-Aktionäre am 25. Juni zur Rettung der Airline durch den deutschen Staat steht den Hilfskrediten mit Bundesgarantie für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss nichts mehr im Weg. Der SEV hat sich mit seinem Luftfahrtbereich SEV-GATA stark für die Bundeshilfe für die Luftfahrt eingesetzt, wo durch die Pandemie Tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind. Ein Scheitern der Lufthansa-Rettung hätte die von National- und Ständerat bereits Anfang Juni genehmigte Bundesgarantie für Bankkredite von 1,275 Milliarden Franken für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss in Frage gestellt. Nun können die Verträge zeitnah unterzeichnet und die erste Kredittranche ausgerichtet werden. Damit werden Swiss und Edelweiss wieder solvent, können die Löhne längerfristig garantieren und hoffentlich auch ihre Schulden bei den Kund/innen wegen der annullierten Flüge begleichen. Ausnahmezustand dauert an. Wegen der Corona-Pandemie musste die Swiss ab Mitte März den Grossteil ihrer Flugzeuge stilllegen. Das erste Quartal 2020 schloss sie mit einem Verlust von 84,1 Mio. Franken ab – gegenüber 48,3 Mio. Gewinn im ersten Quartal 2019. Im Juni konnte sie wieder etwa ein Fünftel des ursprünglich geplanten Angebots fliegen, und der am 29. Juni vorgestellte Flugplan bis 24. Oktober sieht eine sukzessive Steigerung des Angebots auf rund 40% des ursprünglichen Flugprogramms vor. Doch die Pandemie schränkt den Luftverkehr weiterhin ein: Jeder neue Krankheitsausbruch (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Swiss. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Gamzer Text
07.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
Regierung Schweiz
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Öffentlicher Verkehr
Vernehmlassung
Volltext
Nach 2½ Monaten Verbot des touristischen Verkehrs steht der Bund auch hier finanziell in der Pflicht.
Bundesrat sieht 800 Mio. für den öV vor. Der Bundesrat will die grossen finanziellen Verluste, welche die Unternehmen des öV und des Schienengüterverkehrs in der Corona-Krise durch den Einbruch der Nachfrage erlitten haben, mit 800 Mio. Franken abfedern. Eine Vorlage mit den nötigen Gesetzesanpassungen hat der Bundesrat am 1.Juli in die Vernehmlassung geschickt (bis 22. Juli). Kantone, Gemeinden und die Unternehmen selber müssen ihrerseits zur Finanzierung der Verluste beitragen. „Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben den öffentlichen Verkehr und den Schienengüterverkehr stark getroffen“, schreibt der Bundesrat . Aufgrund der Empfehlung des Bundesrats, möglichst zu Hause zu bleiben, sank die Nachfrage im öV um bis zu 80 Prozent und normalisiert sich nur langsam. Da viele Betriebe schliessen mussten, verzeichneten die Bahnen auch im Güterverkehr einen starken Rückgang. Die Folge sind hohe Ertragsausfälle. Da die Unternehmen im bestellten öffentlichen Verkehr (öV) und bei der Eisenbahninfrastruktur keine Gewinne einplanen dürfen, können sie nur einen Teil der Einnahmenausfälle kompensieren – über die Auflösung von Reserven oder Minderausgaben während der Pandemie. Damit die Transportketten nicht unterbrochen werden und die Unternehmen ihre (…).

Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Ganzer Text
07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Peter Moor
Berufsbildung
Lokomotivführer
Volltext
Höhere Berufsbildung. Fachausweis bringt Mehrwert im Führerstand. Die Vorgeschichte war lang, aber letztlich erfolgreich: Ende letztes Jahr wurden die ersten eidgenössischen Fachausweise für Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer vergeben. Sie bieten den Zugang zu weiterführenden Schulen und öffnen auch Türen im eigenen Unternehmen. Soeben ist die Ausschreibung für die Berufsprüfung 2021 erfolgt. „Unterdessen sollte es sich unter den Kolleginnen und Kollegen herumgesprochen haben, dass es diese Zusatzausbildung gibt, weshalb wir mit mehr Anmeldungen rechnen als bei den ersten beiden Ausschreibungen“ erklärt Felix Traber, Präsident der Prüfungskommission. Der SBB-Lokführer aus Zizers GR arbeitet zu 60 Prozent bei Cargo, zu 40 Prozent beim Personenverkehr. Er hat das Projekt geleitet, das schliesslich zur eidgenössisch anerkannten Berufsprüfung geführt hat. „Es brauchte mehrere Anläufe, bis wir eine Lösung gefunden haben, die dem Bund, den Bahnunternehmen und den rbeitnehmerorganisationen gepasst hat“, fasst er die Vorgeschichte zusammen. Ein Aufwand, der sich lohnt. Wer die Prüfung absolvieren will, muss allerdings bereit sein, während rund einem Jahr einen beträchtlichen zusätzlichen Aufwand zu leisten. Hanny Weissmüller, Lokführerin aus St.Maurice und Mitglied des LPV-Zentralvorstands, vertritt die Gewerkschaften im Trägerverein der Prüfungsorganisation. Sie betont, dass das neben Beruf und Familie nicht ganz einfach ist: „Mit Schichtarbeit und den periodischen (…).
Peter Moor.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Moor Peter. Lokfuehrer. Berufsbildung. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Coronavirus
Masken
Volltext
Maskenpflicht: Für das Personal ein Entscheid in die richtige Richtung, aber mit Einschränkungen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) begrüsst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. „Das ist der beste Schutz für das Zugpersonal, das seinerseits ununterbrochen eine Maske trägt. Es beruht auf der Devise: ‘Schütze dich, um andere zu schützen’. Der SEV hält es jedoch für problematisch, dass die Durchsetzung der Maskenpflicht auch bei den Kundenbegleiter/innen liegen soll. Diese haben keine polizeilichen Aufgaben. Wir fordern das Personal auf, Konfliktsituationen zu meiden und zählen auf die Vernunft der Fahrgäste. Dies im Interesse aller“, betont Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Das freiwillige Tragen der Masken hat nur sehr begrenzt funktioniert. „Für das Zugpersonal, das selbst eine Maske trägt, ist die Maskenpflicht eine gute Nachricht. Das Zugpersonal ist so besser vor dem Coronavirus geschützt. Dies steht im Einklang zum Gesundheitsschutz des Personals, für den wir uns seit Beginn der Krise eingesetzt haben", so Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Die Maskenpflicht wirft aber auch Fragen nach der Kontrolle und Sanktionierung bei Nichteinhaltung auf. „Die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften birgt ein hohes Konfliktpotential. Das Zugpersonal wird in der Deeskalation geschult. Es hat jedoch keine polizeilichen Aufgaben. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der öV-Benutzer“, stellt Tuti klar. (…).
SEV-Zeitung, Medienmitteilung, 1.7.2020.
Personen > Tuti Giorgio. Maskenplicht. SEV-Zeitung, 2020-07-01.
Ganzer Text
30.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
SEV-Zeitung

Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Einnahmenverluste der Verkehrsunternehmen wegen Covid-19. Der Bund muss ein markantes Zeichen für die Betriebe des öffentlichen Verkehrs setzen. Am 1. Juli wird der Bund seine Massnahmen zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs bekanntgeben. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist es zwingend, dass die Unternehmen, die während der Krise ihre Angebote aufrechterhalten haben, entsprechend finanziert werden. „Ohne Hilfe der öffentlichen Hand müsste das Personal den Kopf für die Ausfälle während des Stillstands hinhalten. Das ist untragbar, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit eine entscheidende Rolle gespielt hat“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti.
Der Bund hat von den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs verlangt, dass sie das Mindestangebot aufrechterhalten, hat aber die Öffentlichkeit gleichzeitig aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Entsprechend wurden die Verkehrsunternehmen getroffen; sie haben grosse Einnahmeneinbussen erlitten. Deshalb müssen sie finanziell unterstützt werden. Nachdem die eidgenössischen Räte die Motion „Ertragsausfälle im öV – der Bund steht in der Pflicht“ überwiesen haben, haben sowohl das Personal als auch die Unternehmen hohe Erwartungen. „Die Verluste müssen vollumfänglich gedeckt werden. Zahlreiche Unternehmen durften nicht Kurzarbeit anmelden, da das Seco bei ihnen kein Konkursrisiko sah, weil sie der öffentlichen Hand gehören. Falls die finanzielle Unterstützung nicht ausreicht und die Verschuldung (…).
SEV-Zeitung, 30.6.2020.
SEV-Zeitung > Oeffentlicher Verkehr. Coronavirus. SEV-Zeitung, 2020-06-30.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
Reinigung
SBB
Volltext
So geht Reinigung in Zukunft. Weil Konkurrenz- und Kostendruck stets grösser werden, aber auch kurzfristige Betriebsumstellungen zunehmen, soll die Reinigung in Zukunft „bedarfsgerecht“ erfolgen – unterstützt durch digitale Hilfsmittel. Wie das geht, zeigt ein Einblick in das Projekt „Cleaning 4.0“ in Biel. Das Reinigungsteam steht auf dem Perron in Biel bereit, auf dem Smartphone-Bildschirm blinkt der Zustand des Zuges in Rot, Orange und Grün: Das WC muss gereinigt werden, die Abfallkübel sind ok, Staubsaugen wäre nötig,... Die Reiniger priorisieren die nötigen Arbeiten, teilen sich auf und machen sich im ankommenden Zug an die Arbeit. «Ziel ist, dass wir genau da reinigen, wo der Impact für die Kunden am grössten ist», erklärt Tobias Strahm, Leiter des SBB-Projekts „Cleaning 4.0“. Der Konkurrenzdruck durch private Firmen ist in der Reinigung extrem hoch, weshalb in den letzten Jahren ständig die Schraube angezogen wurde: Die Cleaning-Teams mussten immer mehr in immer kürzerer Zeit machen. „Dass dieses Prinzip der ‚Zitronenpresse‘ nicht über eine längere Zeit aufgeht, war ein Grundcredo im Projekt“, betont Tobias Strahm. „Cleaning 4.0“ hat den Auftrag, die Qualität und die Effizienz in der Reinigung zu steigern. Damit dies erreicht werden kann, strebt das Projekt eine „bedarfsgerechte“, flexiblere Reinigung an –unterstützt von digitalen Hilfsmitteln. Bislang war es so, dass die Arbeit der Reinigung in einer fixen …).
Elisa Lanthaler
SEV-Zeitung, 25.6.2020.
SEV-Zeitung > Reinigung. SBB. SEV-Zeitung, 2020-06-25.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
Ganzer Text
18.06.2020 Erstfeld
SEV-Zeitung
SOB Südostbahn

Lokomotivführer
Volltext
Kooperation SBB / SOB im Fernverkehr. Produktionspool Lokpersonal in Erstfeld. Per Fahrplanwechsel am 13.12.2020 übernimmt die SOB den Betrieb der Gotthard-Bergstrecke. Damit alle SBB-Lokführer ihren Dienstort Erstfeld behalten können, wollen SOB und SBB per Fahrplanwechsel einen Produktionspool in Erstfeld schaffen. So können diese SBB-Lokführer ihre vielfältigen Kompetenzen weiterhin bei abwechslungsreichen Einsätzen nutzen, also auch im Fernverkehr – was auch aus Arbeitgebersicht interessant ist. Ab 13. Dezember fährt die SOB mit diesen Stadler-Traverso-Zügen als "Treno Gottardo" über die Gotthard-Bergstrecke: eine Einsatzmöglichkeit auch für die bisherigen SBB-Lokführer des Depots Erstfeld. Mit dem „Pooling“, sprich dem Zusammenlegen von SBB- und SOB-Lokpersonal, bleiben alle bestehenden SBB-Lokpersonalstellen in Erstfeld vorerst erhalten. Jedoch werden künftig natürliche Abgänge von SBB-Mitarbeitenden (wie Pensionierungen oder eigene Kündigungen) soweit durch Neuanstellungen bei der SOB ersetzt, bis die Anzahl an SOB-Mitarbeitenden im Produktionspool dem Personalbedarf zur Deckung der SOB-Leistungen entspricht. Vertraglich ist ein Personalverleih des Lokpersonals der SBB in Erstfeld an die SOB vorgesehen. Die SOB wird für die Personaleinsatzplanung für das gesamte Lokpersonal in Erstfeld zuständig sein. Die SBB-Mitarbeitenden behalten jedoch den Arbeitsvertrag der SBB. Der GAV SBB bleibt für sie gültig, ausser dem Anhang IV (Besondere Arbeitszeitregelungen für die Betriebsmitarbeiter/innen). Auch soll für sie zukünftig anstelle der  (…).
SEV-Zeitung, 18.6.2020.
SEV-Zeitung > SOB. Lokpersonal. SEV-Zeitung, 2020-06-18.
Ganzer Text
17.06.2020 Schweiz
SEV-Zeitung

Fahrkarten
Gesundheitsschutz
Volltext
Kein Ticketverkauf ohne Schutz des Fahrpersonals! Die Anordnung, den Ticketverkauf beim Fahrpersonal einzustellen, wird diesen Freitag, 19. Juni, aufgehoben. Für den SEV ist klar, dass kein Ticket verkauft werden darf, ohne dass den Busfahrer/innen der notwendige Schutz geboten wird. Die Wiederaufnahme des Ticketverkaufs erfolgt in der Kompetenz und Verantwortung der Transportunternehmen (TU), wie die Systemführerin Postauto mitteilt. Sie hängt auch davon ab, ob die TU das Schutzkonzept beim Ticketverkauf umsetzen können. Hier setzt auch der SEV an: Der Ticketverkauf im Fahrzeug kann erfolgen, wenn dem Busfahrer oder der Busfahrerin angemessener Schutz geboten wird, beispielsweise mit einer Plexiglas-Scheibe, welche die Fahrerkabine abtrennt, genügend Handdesinfektionsmittel und bei Bedarf Handschuhen. Kann das Personal nicht ausreichend geschützt werden, darf kein Ticketverkauf beim Fahrpersonal stattfinden! Der SEV setzt sich ein für den Schutz seiner Mitglieder. Wenn die Fahrerkabine im Bus nicht hinreichend geschützt ist, soll ausserdem die vorderste Sitzreihe für Fahrgäste auch weiterhin gesperrt bleiben. Der SEV appelliert an die Reisenden, sich und andere zu schützen und die Massnahmen des Bundes gegen die Ausbreitung des Coronavirus’ zu befolgen.(…).
SEV-Zeitung, 17.6.2020.
SEV-Zeitung > Fahrkarten. Gesundheitsschutz. SEV-Zeitung, 2020-06-17.
Ganzer Text
10.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Corona-Krise und Service public. Der öV war, ist und bleibt zentral. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund analysierte letzten Freitag an einer Medienkonferenz die Auswirkungen der Coronapandemie auf die verschiedenen Bereiche des Service public. Der öffentliche Verkehr hat auch in der Krise zuverlässig weiterfunktioniert, aber viele Kund/innen verloren. Diese gilt es nun rasch wieder zurückzugewinnen, wie SEV-Präsident Giorgio Tuti im Interview betont: „Es braucht jetzt eine Kommunikationsoffensive und weiterhin gut ausgebildetes, engagiertes Personal in genügender Zahl, das für saubere Fahrzeuge und Bahnhöfe sorgt und sichtbar macht, dass der öV nach wie vor sicher ist.“SEV-Zeitung: Wie hat der öffentliche Verkehr (öV) die bisherige Phase der Coronakrise gemeistert? Giorgio Tuti: Eine besondere Leistung des öV-Personals war es, die vom Bundesrat am 16. März angeordnete Ausdünnung des Fahrplans innerhalb weniger Tage ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Eine so tiefgreifende Fahrplanumstellung in so kurzer Zeit war eine eigentliche Herkulesaufgabe. Zweitens haben Busfahrer, Zugbegleiterinnen, Rangierer, Kundenberaterinnen, Reiniger, Lokführerinnen usw., kurz: alle öV-Mitarbeitenden unter grossem Einsatz den bundesrätlichen Auftrag erfüllt, trotz Pandemie in sämtlichen Regionen der Schweiz ein Grundangebot zu gewährleisten. Der öV hat den Tatbeweis erbracht, dass er auch in Krisenzeiten zuverlässig funktioniert. Das war essenziell für den Zusammen(…). Markus Fischer
SEV-Zeitung, 10.6.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
Gamzer Text
10.06.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Wirtschaft
Yves Sancey
Karin Taglang
Volltext
Wirtschaftskrise
Erst Gesundheitskrise, dann Wirtschaftskrise. Die Gesundheitskrise wird zur Wirtschaftskrise. Die öV-Betriebe brauchen Bundeshilfe zur Deckung der Verluste, die die Pandemie verursacht hat. Durch den zweimonatigen Lockdown konnte die Schweiz die Zahl der Corona-Todesfälle bis Anfang Juni auf 1657 beschränken. Während wir uns langsam von der Pandemie erholen, bekommt das Land nun die wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zu spüren, und die nächste schwere Krise zeichnet sich ab. Bevor wir die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen betrachten, werfen wir zunächst einen Blick auf den öffentlichen Verkehr. Die Grundversorgung war stets gesichert, obwohl die Krise den öV stark traf: Die Zahl der Fahrgäste ging im Vergleich zur Normalsituation um 80 bis 90% zurück (siehe Interview mit Giorgio Tuti Seite 2). Bernmobil prognostizierte Ende Mai Verluste von 20 bis 30 Millionen Franken, was einen Viertel des Umsatzes ausmacht. Nach Angaben vom Verband öffentlicher Verkehr (VöV) beträgt der durchschnittliche Umsatzrückgang durch die geringere Kundenfrequenz für die Betreiber rund 500 Mio. Franken pro Monat. Verkehrsbetriebe im tiefroten Bereich. Das Ausmass der Verluste hängt von einem wesentlichen, unkontrollierbaren Faktor ab: Wie lange wird die Angst das Verhalten der Nutzer/innen beeinflussen, die nach und nach zum öffentlichen Verkehr zurückkehren? Bei Bernmobil liegt die  (…).

SEV-Zeitung, 10.6.2020.
SEV-Zeitung > Wirtschaftskrise. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
Ganzer Text
09.06.2020 Baden
SEV-Zeitung

Betriebsunfall
Volltext
Tödlicher Unfall in Baden. Es darf keine Kompromisse bei der Sicherheit geben. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals hat am Dienstag, 9. Juni, den Schlussbericht des Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsdienstes (SUST) über den Unfall in Baden zur Kenntnis genommen, bei dem ein Zugbegleiter ums Leben kam. Seine Ergebnisse unterstreichen Elemente, die der SEV unmittelbar nach dem Unfall kritisiert hatte: den Abfertigungsprozess und die Instandhaltung der Züge. Für den SEV ist wichtig, dass für die technische Kontrolle mehr Zeit zur Verfügung steht. Für den SEV zeigt die Untersuchung der SUST deutlich, worin die Mängel bestanden: Im Unterhalt hatte das Personal nur acht Minuten Zeit, um die Türen zu kontrollieren. Dies sei eindeutig ungenügend, kritisiert Jürg Hurni, Gewerkschaftssekretär des SEV. „Darüber hinaus hat der SEV unmittelbar nach dem Unfall eine Änderung des Zugabfertigungsprozesses gefordert, und die SUST bestätigt, dass dies notwendig ist“. Das Zugpersonal kannte die störungsanfälligen Türen, die von innerhalb des Zuges nicht überblickbar waren. Dies wurde dem Chef Kundenbegleitung zum Verhängnis. „Die Probleme waren seit Längerem bekannt und die SBB hätte vor der Tragödie reagieren sollen“, so Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV abschliessend.
SEV-Zeitung, Medienmitteilung, 9.6.2020.
SEV-Zeitung > Betriebsunfall. SEV-Zeitung, 2020-06-09.
Ganzer Text
08.06.2020 Schweiz
SBB-Cargo
SEV-Zeitung

Kurzarbeit
Vereinbarung
Volltext
Vereinbarung zur Kurzarbeit bei SBB Cargo International getroffen. Aufgrund der Coronakrise und des daraus folgenden Einbruchs des grenzüberschreitenden Güterverkehrs um bis zu 25% hat SBB Cargo International (SBB CINT) beim Kanton Solothurn, entsprechend den Vorgaben des Bundesamtes für Verkehr, Kurzarbeit für vier Unternehmensteile beantragt. Die Voranmeldungen wurden am 25. Mai 2020 durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn bewilligt. SBB CINT hat mit den Sozialpartnern in einer Vereinbarung als Zusatz zum GAV beschlossen, dass der Lohn nach wie vor zu 100% ausbezahlt wird. Die Arbeitszeit wird für die Dauer der Kurzarbeit mindestens zu 80% gewährt. Damit ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können und es zu keinen Härtefällen kommt. Der GAV gilt ansonsten weiterhin vollumfänglich. In einem Leitfaden von SBB CINT werden alle Fragen zur Handhabung der diversen Zeitkonten und weitere Punkte geregelt. So kann es zu erheblichen Minusstunden einzelner Mitarbeiter kommen, welche aber Ende Jahr auf mindestens 25 Stunden Minus, gemäss GAV, aufgefüllt werden. Ebenfalls ist in dieser Weisung verankert, wie die Verteilung der Kurzarbeitszeit auf die verschiedenen Mitarbeitenden geschieht. Diese Regelung wurde unter Einbezug der PEKO erarbeitet. (…).
SEV-Zeitung, 8.6.2020.
SEV-Zeitung > SBB-Cargo. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-06-08.
Ganzer Text
27.05.2020 Schweiz
SBB
SEV-Zeitung

Personalkommission
Volltext
Wahlen
Personalkommissionen. Peko SBB: Resultat der Kampfwahlen bei Infra und P. Die Gesamterneuerung der Peko Infrastruktur ist abgeschlossen. Nachdem in stiller Wahl bereits 40 Sitze besetzt werden konnten – siehe SEV-Zeitung vom 23. April –, ist nun auch bekannt, wer die vier Wahlkreise vertreten wird, wo Kampfwahlen nötig waren: Peko Division Infrastruktur: Verfügbarkeit und Unterhalt (3 Sitze): René Hofbauer (Teamleiter SAI), Carlo Bontà (Auftragsverantwortlicher) und Karl Steinegger (Technischer Assistent). Peko Fläche Infrastruktur: Verfügbarkeit und Unterhalt: Region Ost (3 Sitze): Yves Weitzel (Disponent), Peter Müller (Handwerkmeister) und Urs Casanova (TFF B100). Region Süd (3 Sitze, davon garantiert 1 Sitz für die Region nördlich Gotthard): Davide Perini (Manager delle perturbazioni e piccola manutenzione impianti di sicurezza RSD / STÖMA), Marco Hardmeier (Coordinatore BM) und Jean-Pierre Bäbi (Techniker SAI). Region West (3 Sitze): Olivier Fortis (CVM B100), Valentin Schmutz (CT SAA-SAI) und Emmanuel Pierroz (CT SAA-SAI). Resultat der Kampfwahlen für die Peko Fläche Personenverkehr. Im Rahmen der Nachwahlen für bestimmte Peko der Divisionen P, Cargo und K/IM, deren Zwischenresultat ebenfalls in der SEV-Zeitung vom 23. April abgedruckt war, haben auch noch in zwei Wahlkreisen der Peko Fläche Personenverkehr Kampfwahlen stattgefunden. Gewählt sind: (…).
SEV-Zeitung, 27.5.2020.
SEV-Zeitung > SBB. Personalkommission. SEV-Zeitung, 2020-05-27.
Ganzer Text
27.05.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Lokomotivführer
Volltext
Lokpersonal-Ausbildung. Eng zusammen im Führerstand trotz Corona. Drei Wochen nach dem Lockdown-Beginn wollte die Rhätische Bahn die praktische Lokführerausbildung in den Führerständen schon wieder aufnehmen. Der Alleingang sorgte beim Lokpersonal für Verunsicherung. SBB und BLS liessen sich mehr Zeit. Schon in der Woche vor Ostern wollte die RhB wieder mit dem begleiteten Fahren beginnen. Die Kantonsärztin gab grünes Licht mit der Auflage von Schutzmasken, Schutzbrillen und Hygienemassnahmen (Händewaschen und Desinfizieren des Arbeitsplatzes). Manche Lokführer befürchteten aber, sich im engen Schmalspur-Führerstand trotzdem anzustecken, und wandten sich an ihre SEV-Sektion, die einen Aufschub bis Ostern bewirkte, sowie direkt an die Suva. Diese hielt in ihrer ersten Stellungnahme fest, dass bei einem Sicherheitsabstand von weniger als zwei Metern trotz Schutzmaske höchstens zwei Stunden pro Tag zusammengearbeitet werden dürfe. So verzichtete die RhB auf das begleitete Fahren, bis die Suva später zum neuen Schluss kam, dass doch eine ganze Dienstschicht möglich sei. Sie liess die Wahl zwischen einer normalen Hygienemaske, die nach maximal vier Stunden zu wechseln ist, und einer Maske mit höherer Schutzwirkung. So nahm die RhB das begleitete Fahren am 27. April wieder auf. Patrick Cavelti, RhB-Lokführer und Ressortleiter RhB im LPV-Zentralvorstand, versteht durchaus, dass die zurzeit rund (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 27.5.2020.
Personen > Fischer Markus. Lokfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-05-27.
Ganzer Text
26.05.2020 Schweiz
Berufe
Personen
SEV-Zeitung
Yves Sancey
Karin Taglang
Gleisbauer
Volltext
Auf den Spuren von Olivier Fortis, Gleisbauer. Seit fast 40 Jahren kümmert sich Olivier Fortis um die Wartung des riesigen SBB-Schienennetzes. Der sportliche Neuenburger hat ein grosses Herz und eine starke Persönlichkeit – kein Wunder, dass ihn die Sektion BAU Jura im vergangenen Herbst einstimmig zu ihrem Präsidenten gewählt hat. Zudem engagiert er sich seit drei Jahren in der Peko Infra.
Olivier ist ein herzlicher, kontaktfreudiger Mann mit breiten Schwimmer-Schultern. In seiner Nähe fühlt man sich sofort wohl, seine Ruhe überträgt sich auch auf mich. Mit Abstand sitzen wir unter blauem Himmel auf der Terrasse seines Hauses in Cudrefin. Olivier erzählt von seiner Kindheit, von seinem jüngeren Bruder und seiner Jugend in Neuenburg, wo er die Schule gemacht und alle seine Freunde gefunden hat. «Ich mochte Rock’n’Roll, Boxen, Judo und Motorräder», erinnert er sich. An der Arteplage der Expo.02 lernte er seine Frau kennen, eine Sportlehrerin aus Russland, auf Besuch in der Schweiz. Noch heute fühlt er sich der Stadt sehr verbunden: Seit 18 Jahren engagiert er sich in der freiwilligen Feuerwehr, inzwischen ist er Adjutant und ihm unterstehen 14 Männer. Er muss in 15 Minuten dort sein können:““Mir gefällt das Adrenalin, man lernt, in Notfällen ruhig zu bleiben. Deshalb fühle ich mich in der kleinen Gruppe an meinem Arbeitsplatz sehr wohl.“ Für das Foto hat er eine Ecke mit uneingeschränkter Sicht auf die Stadt und das Haus seiner Mutter ausgewählt. Der Traum der Unabhängigkeit. (…).  Yves Sance. 
SEV-Zeitung, 26.5.2020.
Personen > Sancey Yves. Gleisbauer. Berufe. SEV-Zeitung, 2020-05-26.
Ganzer Text
13.05.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Transportbranche
Chantal Fischer
Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Ertragsausfälle im öv. Investition in die Zukunft. Die Coronakrise macht auch vor den Verkehrsunternehmen nicht halt. Der SEV ist in dieser ausserordentlichen Zeit für seine Mitglieder da. Er setzt sich aber auch dafür ein, dass auf politischem Weg die finanzielle Unterstützung von öV-Unternehmen und der Luftfahrt vorangetrieben und damit ein wichtiges Signal für den Zusammenhalt der Schweiz und für zukunftsfähige Infrastrukturen gesetzt wird. Die Coronakrise hat bekanntlich auch grosse Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr: Obwohl die Nachfrage um 80 bis 90 Prozent eingebrochen ist – bedingt auch durch die durchaus gerechtfertigte Aufforderung des Bundesrates, die öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden –, verlangte der Bund verständlicherweise die Aufrechterhaltung eines grossen Grundangebots während der gesamten Krise. Es verkehrten weiterhin 70 bis 80% aller öffentlicher Verkehrsmittel. Kosten entfielen damit bei den Transportunternehmungen nur in geringem Masse. Viele können – trotz grossen Anstrengungen – die zu erwartenden Ertragsausfälle nicht alleine tragen. Der SEV setzt sich deshalb dafür ein, dass die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs finanziell unterstützt werden. Die Situation wurde mit dem Lockerungsschritt vom 11. Mai nur bedingt entschärft. Zwar wird das öV-Angebot seither wieder hochgefahren, viele Verkehrsmittel verkehren wieder nach Normalfahrplan. Die Nachfrage steigt allerdings nur langsam; der Bund empfiehlt auch weiterhin, nach Möglichkeit zu Hause (…). Chantal Fischer.
SEV-Zeitung, 13.5.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Transportbranche. SEV-Zeitung, 2020-05-13.
Ganzer Text
07.05.2020 Schweiz
SEV-Zeitung
Zentrakbahn

Lohnverhandlungen
Volltext
Zentralbahn
Dritte Verhandlungsrunde kurzfristig abgesagt. Zentralbahn bricht Lohnverhandlungen ab. Die für den 8. Mai geplante dritte Lohnverhandlungsrunde wurde seitens Zentralbahn kurzfristig abgesagt. Die Zentralbahn zieht ihr Angebot einer an Bedingungen geknüpften generellen Lohnerhöhung zurück und beschränkt sich lediglich auf die bereits im GAV vereinbarten individuellen Lohnerhöhungen. Der SEV empfindet das Aussetzen einer generellen Lohnerhöhung als Affront gegenüber dem Personal, das in den letzten Jahren mit vollem Einsatz zu den Rekordgewinnen beigetragen hat. Zudem ist der SEV masslos enttäuscht, dass die Zentralbahn dem Personal nicht einmal die Möglichkeit gibt, seine Forderungen und Wünsche an einer dritten Verhandlungsrunde einzubringen. An der dritten Verhandlungsrunde hätte die Verhandlungsgemeinschaft der Gewerkschaften (SEV und transfair) die im März an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung beschlossenen Lohnforderungen auf den Tisch bringen können. Der Termin vom 8. Mai wurde nun seitens Zentralbahn abgesagt und die Lohnverhandlung einseitig abgebrochen. Die Zentralbahn zieht ihre Angebote aus der zweiten Verhandlungsrunde zurück und beschränkt sich einzig auf die individuellen Lohnerhöhungen und damit auf denjenigen Teil, der ausdrücklich im GAV vorgeschrieben steht. Dabei spricht die Zentralbahn von einem Abschluss; wir nennen es beim Namen: Abbruch. (…).
SEV-Zeitung, 7.5.2020.
SEV > Zentralbahn. Lohnverhandlungen. SEV-Zeitung, 2020-05-07.
Ganzer Text
03.05.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
SEV
Volltext
Vorstandssitzung
Vorstand SEV. SEV funktioniert auch während der Coronakrise. Aufgrund der aktuellen Situation fand die Vorstandssitzung vom 24.April mit einer reduzierten Delegation und dem angezeigten Mindestabstand statt. Auch inhaltlich war die Coronavirus-Krise grosses Thema. Der Vorstand hat ausserdem die Jahresrechnung 2019 genehmigt und freute sich über 2‘5000 Unterschriften für den FVP. Es war die erste Vorstandssitzung seit dem Lockdown; aufgrund der aktuellen Situation in einer reduzierten Delegation mit je einem Vertreter pro Unterverband und den Kommissionen, der PV liess sich aufgrund der Empfehlungen des BAG entschuldigen. Doch nicht nur der Vorstand muss seine Funktionsweise in Zeiten des Coronavirus anpassen: Auch im SEV-Zentralsekretariat und den Regionen funktioniert seit einigen Wochen vieles anders: „Wir haben rasch gehandelt und kommuniziert“, bilanziert SEV-Präsident Giorgio Tuti. Den Mitarbeitenden, insbesondere jenen, die zur Risikogruppe gehören, wurde empfohlen, von zu Hause aus zu arbeiten. Wir funktionieren jetzt zwar anders, aber wir bleiben genauso erreichbar für unsere Mitglieder und erbringen unsere Dienstleistungen in der gleichen Qualität wie sonst auch“, stellt Giorgio Tuti fest. Dies bestätigen auch die durchwegs positiven Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft. (…).
Elisa Lanthaler.
SEV-Zeitung, 3.5.2020
Personen > Lanthaler Elisa. Vorstand SEV. SEV-Zeitung, 2020-05-03.
Ganzer Text
22.04.2020 Schweiz
Frauen
Personen
SEV-Zeitung
Vivian Bologna
Karin Taglang
Schwangerschaft
Volltext
Mutterschaft und Arbeit: „Es fehlen noch immer 20% des Lohns“. Am 7. Februar fand eine Konferenz zum Thema Mutterschaft und Arbeit statt, organisiert von der Hochschule für Gesundheit Waadt (HESAV) und Unisanté. Ein Rückblick mit der Organisatorin Isabelle Probst, Psychologin und assoziierte Professorin der HESAV (mit Unterstützung von Peggy Krief, Maria-Pia Politis Mercier und Alessia Abderhalden-Zellweger). Kann eine schwangere Frau sich leicht über ihre Rechte vor und nach der Geburt informieren? Isabelle Probst: Nein. Die Schutzbestimmungen über Schwangerschaft und Mutterschaft sind auf verschiedene Gesetze und GAV verteilt. Dieses komplexe System macht es den Arbeitnehmerinnen nicht leicht, sich zu orientieren, ihre Rechte zu kennen und auch zu nutzen. Selbst die Arbeitgeber sind nicht wirklich auf dem Laufenden. Welche Konsequenzen hat eine Schwangerschaft für die Arbeit? Die Ökonomin Melania Rudin vom Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) präsentierte die Resultate einer Studie, die sie 2017 mit rund 3‘000 berufstätigen schwangeren Frauen durchgeführt hatte. Zwar besteht ein Kündigungsschutz während der Schwangerschaft sowie für 16 Wochen nach der Geburt. Trotzdem erhalten 3% der Frauen danach die Kündigung und 10% kündigen selbst, u.a. weil die Arbeitsbedingungen nicht angepasst wurden oder die Arbeitszeiten nicht vereinbar sind. Und wie wirkt sich eine Schwangerschaft auf den Lohn aus? Die Studie vom BASS hat ergeben, dass ein Viertel der Frauen während der …).
Vivian Bologna/.
SEV-Zeitung, 22.4.2020.
Personen > Bologna Vivian. Schwangerschaft. SEV-Zeitung, 2020-04-22.
Ganzer Text
21.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Françoise Gehring
Coronavirus
Ratgeber
Volltext
Herausforderungen durch Coronavirus: Unsere inneren Ressourcen. Der „kurze Taschen-Ratgeber für schwierige Zeiten“, erarbeitet von Behörden und Experten im Tessin – jenem Schweizer Kanton, der vom Coronavirus zuerst und besonders hart getroffen wurde. Lorenzo Pezzoli ist Psychologe, Psychotherapeut, Dozent an der Fachhochschule der italienischen Schweiz SUPSI, Forscher und Mitglied der vom Kanton Tessin eingesetzten Expertengruppe, die Antworten finden soll auf die durch den Coronavirus entstehenden Ängste und Unsicherheiten. Er beleuchtet einige Aspekte dieser Krise, die unser Leben derzeit erschüttert, auch bei der Arbeit. Professor Pezzoli, durch diese Pandemie sind unsere Gewohnheiten tief erschüttert worden. Wir alle werden von Gefühlen und Emotionen überwältigt, die oft schwer zu fassen sind. Wie finden wir in uns selbst die Ressourcen, um uns in dieser neuen Situation von Angst, Furcht, Wut und Unglauben zu bewegen? Betrachten wir doch nur einige Aspekte dieser Pandemie: die unvorhergesehene Dimension des Ereignisses, die Bedrohung für das Leben (das eigene und das der geliebten Menschen), für den Alltag oder für die Grenzen, die in unserer Mobilität kaum noch wahrgenommen wurden. Aber auch für die bisher als «einem zustehend» betrachtete Freiheit und Selbstbestimmung, die plötzlich nicht mehr selbstverständlich sind. Dazu kommt – wenn nicht gar an erster Stelle – die Beziehung zu anderen, die nichts Selbstverständliches mehr hat. (…).
Françoise Gehring, Übersetzung: Jörg Matter.
SEV-Zeitung, 21.4.2020.
Personen > Gehring Francoise. Coronavirus. Ratgeber. SEV-Zeitung, 2020-04-21.
Ganzer Text
21.04.2020 Schweiz
Frauen
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Christine Goll
Frauenarbeit
Volltext
„Kinder sind nicht der Grund für Altersarmut“. Die Erwerbstätigkeit der Frauen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von jener der Männer. Zum Thema Teilzeitarbeit existieren viele Meinungen und Halbwahrheiten. Der SEV will es genauer wissen und konfrontiert eine Expertin mit zehn Behauptungen. Christine Goll, ehemalige Politikerin und Institutsleiterin von Movendo, wird an der Bildungstagung „Teilzeitfalle – Nutzen oder Fluch?“ der SEV-Frauen im November ein Impulsreferat halten. Aussage 1: Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern gibt es nicht, Frauen „verkaufen“ sich einfach schlechter. Christine Goll: Trotz Bundesverfassung und Gleichstellungsgesetz ist die Lohngleichheit immer noch nicht Realität. Frauen verdienen für ihre Erwerbstätigkeit rund 20 Prozent weniger als Männer. Die Hälfte dieses Unterschieds ist reine Lohndiskriminierung. Das führt dazu, dass sie im Tieflohnbereich übervertreten sind: 63 Prozent der Stellen mit einem Lohn unter 4‘000 Franken sind von Frauen besetzt. Bei den hohen Salären sind Frauen massiv untervertreten: Bei den Stellen mit Löhnen über 16‘000 Franken beträgt der Frauenanteil gerade mal 18 Prozent. Aber auch ein selbstsicheres Auftreten bei Stellenbewerbungen, Lohnverhandlungen und Mitarbeitenden-Gesprächen, wenn es um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen geht, ist von zentraler Bedeutung. Der Lohnrechner des SGB hilft, damit Frauen sich nicht unter ihrem Wert «verkaufen». Und das gewerkschaftliche Bildungsinstitut Movendo bietet Gratiskurse mit Selbstsicherheitstrainings für Frauen an. 2. In den letzten Jahren hat sich Teilzeitarbeit (…). Chantal Fischer.
SEV Zeitung, 21.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. Frauenarbeit. Interview. SEV-Zeitung, 2020-04-21.
Ganzer Text
15.04.2020 Schweiz
SEV-Zeitung
SGB

Coronavirus
Medienkonferenz
Programm
Volltext
Erhalt der Kaufkraft und der Arbeitsplätze sind das beste Konjunkturprogramm. Die Corona-Krise trifft die Schweizer Wirtschaft mit einer beispiellosen Wucht. Um soziale Probleme und grössere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden, müssen die Löhne zu 100% garantiert und Entlassungen verhindert werden. Der Erhalt der Arbeitsplätze und der Kaufkraft ist auch die Grundvoraussetzung jeder zukunftsgerichteten Ausstiegsstrategie. Der SGB fordert vom Bundesrat zudem endlich Lösungen für die «besonders gefährdeten» Arbeitnehmenden, die Selbständigen sowie bei der Finanzierung der Kitas. Löhne garantieren, Entlassungen verhindern. Die Corona-Krise trifft Berufstätige mit unteren oder mittleren Einkommen besonders heftig. Im Fall von Kurzarbeit drohen Lohneinbussen von bis zu 20 Prozent. Wer entlassen wird, hat grösste Mühe, wieder eine Stelle zu finden – insbesondere, wer älter ist. Denn die Firmen sind sehr zurückhaltend bei Stellenbesetzungen. SGB-Chefökonom Daniel Lampart stellt besorgt fest:““Bis zum 9. April kamen seit Ende März nochmals mehr als 10'000 Arbeitslose dazu. In früheren Rezessionen stiegen die Arbeitslosenzahlen um rund 4‘000 Personen pro Monat“. Für die Arbeitnehmenden mit tiefen und mittleren Löhne braucht es deshalb Massnahmen wie eine hundertprozentige Lohngarantie oder den Erlass der Krankenkassenprämie (durch den Bund). Gleichzeitig müssen die durch Kurzarbeit unterstützten Unternehmen angehalten werden, auf Entlassungen und Dividendenzahlungen zu verzichten. Für langjährige ältere Mitarbeitende braucht es einen besseren Kündigungsschut (…).
SEV-Zeitung, 15.4.220.
SEV-Zeitung > SGB Medienkonferenz. Coronavirus. SEV-Zeitung, 2020-04-15.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Bergbahnen
SEV-Zeitung

Bergbahnen
Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Bergbahnen: Zahlen soll nicht das Personal. Touristische Bahnen stehen wegen Covid-19 grundsätzlich still. Skigebiete im Kanton Bern und die Titlisbahnen blieben am 14. März noch offen, bevor der Bundesrat die Schliessung überall durchsetzte. Die Gornergrat Bahn gehört zu den Bahnen, mit denen der SEV eine gute Sozialpartnerschaft mit einem GAV hat. „Die GGB hat Kurzarbeit beantragt, denn wegen ihrer Stilllegung können viele Mitarbeitende nicht mehr arbeiten“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Manuel Avallone. „Wir stehen in Kontakt mit der Leitung und werden mit ihr Anfang April die offenen Fragen besprechen, etwa zu den Zeitkonten. Ziel ist eine Vereinbarung. Der SEV ist bei Fragen oder Problemen natürlich für die Mitarbeitenden da.“ Schwieriger ist für den SEV die Begleitung von Bahnen, die keine Sozialpartnerschaft wollen, womit dort die Gefahr von Willkür grösser ist. Dazu gehört die Jungfraubahn-Gruppe (JB). Von ihren Bahnen fahren jene, die bewohnte Orte wie Grindelwald erschliessen, reduziert weiter. Doch der touristische Verkehr ruht, möglich sind dort z.B. noch Revisionen zum Saisonende. Die JB hat für das Gros ihrer 1‘000 Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt. „Alle müssen weiterhin den vollen Lohn erhalten, Angestellte im Stundenlohn den Durchschnitt der letzten Monate“, betont Gewerkschaftssekretärin Susanne Oehler. „Eine finanziell so gut situierte Bahn darf jetzt nicht ihr Betriebsrisiko über Lohnkürzungen, Zwangsferien oder Minuszeiten auf ihr Personal abwälzen. (…).SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Bergbahnen. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
SEV-Zeitung
Swiss Airline

Arbeitszeit
Coronavirus
Swiss Airlines
Volltext
Flugverkehr: Jobs und Kaufkraft sichern. Wegen der Coronakrise bleiben zurzeit viele Flugzeuge am Boden, die Swiss schreibt hohe Verluste. «Jetzt muss der Bund mit Finanzhilfe den Tatbeweis erbringen, dass er sich der Bedeutung der Swiss für die Volkswirtschaft bewusst ist», fordert SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, Präsident SEV-GATA, der Branche Luftfahrt des SEV. „In der aktuellen Krise zum Beispiel repatriiert die Swiss im Ausland Gestrandete und transportiert medizinische Güter. Beim Swissair-Grounding im Oktober 2001 machte die Schweiz mit ihrer Hilfe beim Aufbau der Swissair-Nachfolgerin klar, dass die Luftfahrt ‹systemrelevant› ist. Natürlich ist die Finanzhilfe an klare Bedingungen zu knüpfen.“ Hadorn präzisiert: Die Swiss ist vor einem Mittelabfluss zum Mutterkonzern zu schützen. Sie muss sich mit Jobgarantien das Knowhow des Personals über die Krise sichern, um den Flugbetrieb wieder hochfahren zu können, und die Kaufkraft des Personals erhalten. „Nach ihrem ausgezeichneten Erfolg im 2019 kann und muss die Swiss dem Bodenpersonal während der ganzen Kurzarbeit den vollen Lohn garantieren – sprich die von der Arbeitslosenkasse bezahlten 80% des Lohns um die fehlenden 20% ergänzen. Das Swiss-Bodenpersonal hat mit seiner Zustimmung zu Modalitäten zur Bewältigung dieser Krise und zur Verlängerung des – verbesserungswürdigen – GAV bis Ende 2021 schon erhebliche Opfer gebracht, ganz zu schweigen von den Konzessionen in früheren Krisen.“ (…).
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Swiss. Arbeitszeit. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
1 2 3


    
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch     anmelden