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Anzahl gefundene Artikel: 279

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23.11.2018 Schweiz
PostCom
SEV Schweiz
Syndicom
Unia Schweiz

Mindestlöhne
PostCom
Volltext
Viel zu tiefer Mindestlohn des Postregulators Hollenstein (PostCom). Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die Gewerkschaftsallianz FAIRLOG fordern als Mindestlohn für die Logistikbranche 22 Franken pro Stunde – gegen Dumping und für eine Digitalisierung, die den Berufstätigen nützt, nicht schadet. Mit seinem Entscheid, in der Logistikbranche einen Mindestlohn von 18.27 Fr./h einzuführen, hat der Postregulator Hans Hollenstein (PostCom) dem Dumping in der Logistikbranche Tür und Tor geöffnet. Der viel zu tiefe Mindestlohn unterläuft nicht nur die gewerkschaftlichen Bestrebungen, den Dumpingwettbewerb in der Schweizer Logistik und im Strassengütertransport zu verhindern. Sondern er steht auch in klarem Widerspruch zum Grundsatz der staatlichen Mindestlohnpolitik, dass der Lohn zum Leben reichen muss. Die gewerkschaftliche Mindestlohnpolitik hat dazu geführt, dass die tiefen Löhne in vielen Branchen deutlich angehoben wurden. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer führte das zu einer spürbaren Verbesserung der Lebenssituation. Mit dem positiven Entscheid des Bundesgerichtes zum geplanten Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde im Kanton Neuenburg hat der Kampf gegen Tieflöhne eine neue Dynamik gewonnen. 20 Franken seien zwar ein tiefer Lohn, doch orientiere er sich an den Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, begründete das Gericht. Wer erwerbstätig sei, solle nicht die Sozialhilfe beanspruchen müssen. Die Logistik hat mit dem Onlinehandel eine neue Bedeutung erhalten. Mit einem landesweiten Mindestlohn von nur 18.27 Fr./h droht ein Druck auf die Löhne in dieser (…).
SEV, 23.11.2018.
SEV > PostCom. Mindestlöhne. SEV, 2018-11-23.
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08.11.2018 Schweiz
Netzinfrastruktur-Verband
Syndicom

Mindestlöhne
Netzinfrastruktur-Verband
Volltext
Ab 2019 keine Löhne mehr unter 4’000 Franken. in der Netzinfrastruktur-Branche. Nach dem Inkrafttreten der Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrags für die Netzinfrastruktur-Branche am 1. Oktober haben sich die Sozialpartner nun auf Lohnmassnahmen für 2019 geeinigt. Diese beinhalten eine Anhebung der tieferen Mindestlöhne, eine Lohnerhöhung von 0,5% der Gesamtlohnsumme sowie höhere Spesen in der gesamten Branche. Diese Anpassungen entsprechen einer Erhöhung von rund 1,5% per 2019. Lohnmassnahmen 2019. Die beiden Arbeitgeberverbände, der Schweizer Netzinfrastrukturverband (SNiv) und die Vereinigung von Firmen für Freileitungs- und Kabelanlagen (VFFK), sowie die Gewerkschaft Syndicom haben im Rahmen der ersten Lohnverhandlungen seit der Allgemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrags die tieferen Mindestlöhne deutlich angehoben. Bei Ungelernten gilt neu ein monatlicher Mindestlohn von 4‘000 Franken, jährlich dreizehnmal ausbezahlt. Je nach Qualifikation und Fachrichtung betragen die Mindestlöhne bei den Gelernten nun neu zwischen 4‘250 und 6‘700 Franken. Hinzu kommen eine Erhöhung der realen Gesamtlohnsumme um 0,5% per 1. Januar 2019 und die Anpassung der Spesenentschädigungen. Diese Massnahmen entsprechen somit einer gesamten Erhöhung von bis zu 1,5%. Bereits eingereicht haben die Vertragsparteien das Gesuch um die Allgemeinverbindlicherklärung der Lohnmassnahmen, mit deren baldigen Erteilung alle in der Schweiz tätigen Unternehmen der Branche zur Umsetzung der Massnahmen verpflichtet werden. (…).
Syndicom, 8.11.2018.
Syndicom > Netzinfrastruktur. Mindestlohn. Syndicom, 2018-11-08.
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03.11.2018 BE Kanton
GKB
Löhne

Mindestlöhne
PostCom
Volltext
Resolution, 3.11.2018, a.o. DV GKB. Schweinerei: Der Mindeststundenlohn für die Postbranche von 18.27 Franken! Die staatliche Regulationsbehörde für den Postmarkt, die Postcom, legte am 11. Oktober 2018 den Mindeststundenlohn für die Postbranche bei Fr. 18.27 fest. Dieser Entscheid ist vor allem für die Angestellten der Schweizerischen Post, welche in den Bereichen Brief- und Paketzustellung tätig sind, ein Schlag ins Gesicht. Der Entscheid erhöht den Lohndruck auf sie in unhaltbarer Art und Weise. Dieser Entscheid hilft den grossen ausländischen Anbietern in der Paketzustellung sich ein möglichst grosses Stück vom Kuchen abzuschneiden, während alle Zustellerinnen in dieser Branche die Zeche mit Tiefstlöhnen bezahlen. Die Postcom legt in voller Absicht einen Stundenlohn fest, welcher die bereits bestehenden prekären Lohnverhältnisse in dieser Branche weiter zementiert und damit die Ausbeutung der Arbeitnehmenden vorantreibt. Wenn man sich an den schlechten Arbeitgeberbeispielen dieser Branche orientiert, kann es nicht besser herauskommen. Es wäre ein leichtes gewesen, den umgekehrten Weg zu gehen und die Anstellungsbedingungen des grössten Arbeitgebers in diesem Markt - die der Schweizerischen Post AG - als Ausgangslage festzulegen. Die Postcom missachtet mit ihrem Entscheid auch Entwicklungen der jüngeren Zeit in Sachen Mindestlöhne: Neuenburg und Jura haben mit kantonalen Abstimmungen für ihre Kantonsgebiete 20 Franken als Mindeststundenlohn festgelegt! Kommt (…).
GKB, 3.11.2018.
GKB > Mindestlöhne. Post. Resolution DV. GKB, 2018-11-03.
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18.10.2018 NE Kanton
Löhne
Vorwaerts

Mindestlöhne
Volltext
Mindestlohn im Test. Im Kanton Neuenburg gibt es nun schon seit einiger Zeit einen Mindestlohn. Bei der Umsetzung gibt es einige Probleme: Betroffene wehren sich nicht Immer und ohne Sanktionen fehlen dem Kanton die Massnahmen zur Durchsetzung. Der Mindestlohn im Kanton Neuenburg wird im nächsten Jahr 20,02 Franken pro Stunde betragen. Es ist eine Erhöhung um mehr als 30 Rappen, um die Preisentwicklung auszugleichen. Die Erhöhung, die im kantonalen Amtsblatt kürzlich angekündigt wurde, wird etwa 2‘700 Menschen, mehrheitlich Frauen, zugutekommen. die den Mindestlohn im Kanton erhalten. Für manche von ihnen wird die Erhöhung jedoch nur auf dem Blatt vollzogen. Auch wenn es keine offiziellen Zahlen dazu gibt, wurde von verschiedenen AkteurInnen darauf hingewiesen, dass es Schwierigkeiten gibt, den Mindestlohn, der im August 2017 eingeführt wurde; durchzusetzen. „Nach neun Monaten seit der tatsächlichen Anwendung - der Staatsrat hatte eine Übergangsperiode bis Anfang 2018 verordnet - können wir einige erste Erkenntnisse aus unseren Erfahrungen ziehen“, sagt Catherine Laubscher, Regionalsekretärin der Unia Neuenburg. „Es gibt wirklich ein Problem bei der Anwendung des Mindestlohn, hauptsächlich in den Freizeitbranchen wie Fitness, Kino oder Gastgewerbe. Wir begleiten Dutzende Fälle von Menschen, die den unbezahlten Teil ihres Gehalts einklagen.“ Dass diese Zahl niedrig erscheint, erklärt die Gewerkschafterin mit zwei Gründen: Bei allen Fällen, die wir betreuen, handelt es sich um Personen, die das Unternehmen schon verlassen haben. Niemand von (...). Mohamed Musadak.
Vorwärts, 18.10.2018.
Vorwaerts > Mindestlöhne. NE Kanton. Vorwaerts, 2018-10-18.
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11.10.2018 Schweiz
Personen
PostCom
SGB
Dore Heim
Mindestlöhne
PostCom
Volltext
PostCom Mindestlohn ist viel zu tief und illegal. SGB kritisiert Regulierunnsbehörde. Der SGB ist empört über die Absicht der PostCom, den Mindestlohn im Postmarkt ab Januar 2019 bei Fr. 18,27 festlegen zu wollen. Die Regulierungsbehörde ignoriert geltendes Recht und öffnet dem Lohndumping im boomenden Onlinehandel Tür und Tor. Das Bundesgericht hat letztes Jahr entschieden, dass der Mindestlohn von Fr. 20.00 im Kanton Neuenburg rechtens ist. Daran haben sich alle Arbeitgeber im Kanton zu halten, auch dort tätige Logistikunternehmen. Dazu steht der Entscheid der PostCom in einem krassen Widerspruch, der nicht zu dulden ist. Die prekären Arbeitsbedingungen und skandalös tiefen Löhne in den umliegenden Ländern bei den Onlinehändlern Amazon, Zalando etc. sind bekannt. Die ausländischen Onlinehändler sind auf einheimische Logistikunternehmen angewiesen, um ihre Ware in der Schweiz auszuliefern. Die PostCom hat die Pflicht und Aufgabe, dafür zu sorgen, dass hierzulande branchenübliche Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Stattdessen betreibt die PostCom nun staatlich legitimiertes Lohndumping! Denn tatsächlich sind die Löhne im hiesigen Postmarkt aktuell viel höher als der von der PostCom definierte Mindestlohn. Sogar der tiefste Lohn für einen ungelernten Fahrer/Zusteller beträgt bei einer 42-Stunden-Woche Fr. 22,30. Dies zeigt eine Studie, die PostCom selbst in Auftrag gegeben hat, die sie nun aber konsequent ignoriert. Denn auch die Arbeitszeit will die PostCom bei einer 44-Stunden-Woche festlegen. Auch dies entspricht nicht den aktuellen Gegebenheiten auf dem (...). Dore Heim.
SGB, 11.10.2018.
Personen > Heim Dore. PostCom. Mindestlöhne. SGB, 2018-10-11.
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29.03.2018 Schweiz
Personen
Uber
Work
Christian Egg
Mindestlöhne
Uber
Volltext
Jetzt können Fahrerinnen und Fahrer den Mindestlohn einklagen. Bund stopp Uber-Trick. Das Seco stellt klar: Der Dumping-Fahrdienst Uber und seine Subunternehmen betreiben Personalverleih. Das hat Konsequenzen. Es ist ein wegweisender Entscheid für alle Uber-Fahrerinnen und -Fahrer, die bei Subunternehmen angestellt sind: Sie haben Anrecht auf einen Mindestlohn. Dies geht aus einer neuen Beurteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervor. Die Behörde prüfte das neue Konstrukt, mit dem Uber unlängst Schlagzeilen machte: Anstatt die Fahrer direkt zu beschäftigen, operierte der Konzern mit sogenannten Partnerfirmen. Bei diesen sind die Chauffeure angestellt, sie arbeiten aber ausschliesslich für Uber (Work berichtete). Der GAV gilt. Erstmals stellt das Seco jetzt klar: Das ist Personalverleih. Und da gilt der Gesamtarbeitsvertrag der Branche. Er schreibt einen Mindestlohn von 18 Franken 66 pro Stunde vor. Davon waren die Uber-Fahrer bisher weit entfernt. Ihr Verdienst lag teilweise unter 10 Franken. Rund zwanzig von ihnen haben ihre Löhne jetzt vor dem Genfer Arbeitsgericht angefochten. Unia-Mann Roman Künzler: "Der Entscheid des Seco stützt ihre Position entscheidend." Auch wenn sich das Seco-Papier nur auf das Konstrukt mit den Subunternehmen bezieht: es betrifft auch die Fahrerinnen und Fahrer, die direkt für Uber arbeiten. Denn nur wer Arbeitgeber ist, kann Personal ausleihen. Künzler: (…). Christian Egg.
Work, 29.3.2018.
Personen > Egg Christian, Uber. Personalverleih. Work, 2018-03-29.
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16.02.2018 Schweiz
Löhne
MEM-Industrie
Personen
Work
Ralph Hug
MEM-Industrie
Mindestlöhne
Volltext
Es zieht an: Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie boomt – davon sollen auch die Arbeitnehmenden profitieren. GAV-Verhandlungen in der Industrie: Es geht los! Gute Zeiten für bessere Löhne. Höhere Mindestlöhne, besseren Kündigungsschutz für Ältere, klare Regelung der Arbeitszeit: Das fordert die Unia für den neuen MEM-Gesamtarbeitsvertrag. Alles zeigt nach oben: Umsätze, Aufträge, Exporte, Gewinn. Die Geschäfte in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) laufen gut. In den letzten Monaten gingen so viele Bestellungen ein wie noch nie seit zehn Jahren. Und auch der Chef des Arbeitgeberverbandes Swissmem, Hans Hess, sieht die Branche auf einem „soliden Erholungspfad“. Gute Zeiten auch für Unia-Mann Manuel Wyss. Der MEM-Branchenleiter steigt nächste Woche mit 18 Kolleginnen und Kollegen in die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der alte läuft bereits im kommenden Juni aus. Die Zeit drängt also. Industrie-GAV: Das fordert die Unia. Hier die sieben wichtigsten Forderungen der Unia für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie: Höhere Mindestlöhne, neu auch Mindestlöhne für Besserqualifizierte und Auszubildende, verstärkter Vollzug, Gesicherte 40-Stunden-Woche (neu inkl. Pausen), obligatorische Zeiterfassung, Berufsbegleitende Ausbildung zur Bewältigung der Digitalisierung, Mehr Ferien und Elternurlaub (18 Wochen für Mütter, 20 Tage für Väter), Kündigungsschutz für Ältere (6 Monate ab 45, 12 Monate ab 55 Jahren) (…). Ralph Hug.
Work online, 16.2.2018.
Personen > Hug Ralph. Mindestlöhne. MEM-Industrie. Work online, 2018-02-16.
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30.01.2018 Deutschland
Junge Welt
Löhne

Armut
Mindestlöhne
Volltext
Lohnbetrug boomt Böckler-Studie: Verdienstuntergrenze wirkt gegen Erwerbsarmut. Dennoch wurden 2016 rund 2,7 Millionen. Beschäftigte um ihre Ansprüche gebracht. Immer noch werden hierzulande massenhaft Menschen um den Mindestlohn geprellt. Im Jahr 2016 erhielten rund 2,7 Millionen Beschäftigte weniger Geld, als ihnen nach dem Gesetz zugestanden hätte. So lautet ein Ergebnis einer am Montag vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten Untersuchung. Insgesamt fällt die Bilanz der Forscher drei Jahr nach Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze aber »sehr positiv« aus. Im Niedriglohnsektor gebe es »seit längerem« wieder deutliche Einkommenssteigerungen, während die Erwerbsarmut zurückgegangen sei. Noch grössere Fortschritte liessen sich laut WSI-Arbeitsmarktexperte Toralf Pusch allerdings durch „bessere Kontrollen“ und insbesondere dann erzielen, wenn sich auch alle Unternehmer an die Gesetzesvorgaben halten würden. Nach Puschs Kalkulation wurden 2016 von sämtlichen Anspruchsberechtigten 9,8 Prozent mit weniger als dem damals geltenden Stundenmindestsatz von 8,50 Euro abgespeist. Allerdings zeige die ermittelte Zahl von 2,7 Millionen Betroffenen „eher die untere Grenze“ der Zuwiderhandlungen an. Dass sich das Problem in der Zwischenzeit erledigt haben könnte, sei „sehr unwahrscheinlich“, konstatiert der Autor. So habe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls bei ihren Prüfungen im ersten Halbjahr 2017 in neun (…).
Junge Welt, 30.1.2018.
Junge Welt > Löhne. Mindestlöhne. Junge Welt, 2018-01-30.
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23.10.2017 Deutschland
DGB
Gastgewerbe

Hotellerie
Mindestlöhne
Volltext
Frank Rosin: „In den letzten 40-50 Jahren ist die Branche teilweise mit Sklaventum aufgebaut worden." So hart geht TV-Starkoch Rosin mit der eigenen Branche ins Gericht. „Branche teilweise mit Sklaventum aufgebaut worden". Millionen Menschen kennen Starkoch Frank Rosin aus TV-Sendungen wie „Rosins Restaurant" oder „Hell's Kitchen". Jetzt geht der TV-Star hart mit der Gastronomie-Branche ins Gericht – und verteidigt Mindestlohn und faire Arbeitszeiten. In seiner TV-Sendung „Rosins Restaurant" hilft Sternekoch Frank Rosin Pleite-Restaurants wieder auf die Erfolgsspur. Dass er dabei gegenüber den Restaurant-Betreibern immer wieder sehr deutliche Worte findet, macht den Erfolg seiner Sendung aus. „Perfide Ausrede der Branche". Jetzt hat Rosin erneut sehr deutliche Worte gefunden: diesmal gegen die eigene Branche. Auf Facebook kommentierte Rosin einen Artikel über die Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Arbeitgeberverband Dehoga. Rosin - selbst Restaurantbetreiber - ergriff dabei aber nicht Partei für die Arbeitgeberseite. Stattdessen machte er seinem Ärger über die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie-Branche Luft. Der Dehoga fordert immer wieder „flexiblere Arbeitszeiten" – auch über die Grenzen des heute gültigen Arbeitszeitgesetzes hinaus. „Sicher, flexible Arbeitszeiten sind gut. Ich habe dennoch die Sorge, dass die Branche das wieder ausnutzt", sagt Rosin. Der Arbeitgeberverband Dehoga begründet seine Forderung nach mehr „Flexibilität" mit (…).
DGB, 23.10.2017.
DGB > Mindestlöhne. Hotellerie. DGB, 2017-10-23.
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19.10.2017 Deutschland
IG Bau
Junge Welt
Löhne

IG Bau
Mindestlöhne
Volltext
Einigung auf neuen Baumindestlohn. Weiterhin keine Facharbeiterbezahlung für Ostdeutsche. Hunderttausende Bauarbeiter in der Bundesrepublik erhalten ab kommendem Jahr mehr Geld. Der entsprechende Branchenmindestlohn wird zum 1. Januar erhöht. Das teilten die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) und die beteiligten Unternehmerverbände Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. In der dritten Verhandlungsrunde am Dienstagabend habe man sich auf eine Anhebung des Baumindestlohns in zwei Schritten geeinigt. Demnach steigt die bundesweit geltende Lohnuntergrenze in der Branche für Ungelernte am Bau („Mindestlohn 1“) ab Januar 2018 von 11,30 Euro auf 11,75 Euro und ab dem 1. März 2019 auf 12,20 Euro in der Stunde. Der „Mindestlohn 2 (West)“ für Facharbeiter wird ebenfalls in zwei Stufen auf 15,20 Euro pro Stunde in den alten Bundesländern und auf 15,05 Euro in Berlin angehoben. Die Laufzeit des neuen Mindestlohntarifvertrags endet am 31. Dezember 2019. „Die Verhandlungen standen mehrfach vor dem Scheitern. Das hätte ab 1. Januar einen Mindestlohn von 8,84 Euro bedeutet“, sagte der stellvertretende IG-BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Mit diesem Ergebnis haben wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des fairen Wettbewerbs und fairer Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten am Bau erzielt.“ Die Gewerkschaft hatte ursprünglich eine (…).
Junge Welt, 19.10.2017.
Junge Welt > Mindestlohn. IG Bau. Junge Welt, 2017-10-19.
Ganzer Text
17.08.2017 Deutschland
Löhne
Neues Deutschland

Mindestlöhne
Volltext
Mindestlohn stabilisiert Gehälter. Statistisches Bundesamt: Spannweite der Tarifverdienste verringert. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns am 1. Januar 2015 hat in vielen Branchen auch zu einer Verringerung der Spreizung zwischen den niedrigsten und den höchsten tariflichen Lohngruppen geführt. Das geht aus einer Erhebung hervor, die am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlicht wurde. Profitiert haben besonders tarifgebundene Beschäftigte in Branchen, in denen es vor Einführung des Mindestlohn bereits tariflich vereinbarte Löhne gab, die unter dem Niveau von zunächst 8,50 Euro und seit dem 1. Januar 2017 von 8,84 Euro pro Stunde lagen. In diesem Segment verringerte sich der Abstand zwischen der niedrigsten und der höchsten Lohngruppe um 5,7 Prozent. Spitzenreiter ist dabei das Gastgewerbe mit 7,2 Prozent. Auch in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, bei Wach- und Sicherheitsdiensten, im Transport- und Lagergewerbe sowie im Erziehungs- und Unterrichtsbereich gab es signifikante Rückgänge bei der Lohnspreizung. Die Entwicklung wird sich in diesem Jahr fortsetzen, da alle Übergangsregelungen für tarifliche Vergütungen unter Mindestlohnniveau, wie es sie derzeit etwa noch bei Friseuren, Floristen, Fleischern sowie in der Landwirtschaft und im privaten Verkehrsgewerbe gibt, spätestens zum Jahresende auslaufen. Falls es bis dahin keine Flächen- oder Haustarifverträge bzw. Branchenmindestlöhne mit einer Mindestvergütung von 8,84 Euro pro Stunde gibt, gilt automatisch (…).
Neues Deutschland, 17.8.2017.
Neues Deutschland > Löhne. Mindestlöhne. Neues Deutschland, 2017-08-17.
Ganzer Text
04.08.2017 NE Kanton
Bundesgericht
Unia Neuenburg

Bundesgericht
Mindestlöhne
Volltext
Wegweisender Bundesgerichtsentscheid. Durchbruch für kantonalen Mindestlohn in Neuenburg. Das Bundesgericht hat Beschwerden von Arbeitgeberverbänden und mehreren Einzelfirmen gegen einen kantonalen Mindestlohn in Neuenburg klar abgewiesen. Damit kann der Mindestlohn von 20 Franken brutto pro Stunde sechs Jahre nach dem Volksentscheid endlich eingeführt werden. Im Jahr 2011 verankerten die Neuenburger Stimmbürger/innen einen Mindestlohn in der kantonalen Verfassung. Das Kantonsparlament beschloss nach dreijährigen Diskussionen im Jahr 2014 die entsprechende Gesetzgebung, um einen Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde einzuführen. Dagegen rekurrierten verschiedene Arbeitgeberverbände und Unternehmen, die das Recht des Kantons, einen eigenen Mindestlohn zu definieren, bestritten. Der heutige Bundesgerichtsentscheid weist die Beschwerden ab und gibt endlich grünes Licht für den Neuenburger Mindestlohn. Wichtiges Mittel gegen Lohndumping. Die Einführung eines Mindestlohns in Neuenburg hat Signalwirkung für andere Kantone. Zwar liegt der Neuenburger Mindestlohn mit 20 Franken pro Stunde unter der von der Unia geforderten Untergrenze von 22 Franken. Dennoch setzt er als erste kantonale Lösung, die in Kraft treten kann, eine Marke. Die Unia hofft, dass weitere Kantone dem Beispiel von Neuenburg folgen und kantonale Regelungen einführen. Mindestlöhne sind ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Armut und Lohndumping. (…).
Unia Neuenburg, Medienmitteilung, 4.8.2017.
Unia Neuenburg > Mindestlohn. Bundesgericht. Unia Neuenburg, 217-08-04.
Ganzer Text
19.07.2017 Deutschland
Löhne
Neues Deutschland

Meinungsumfrage
Mindestlöhne
Volltext
Immer mehr Unions- und FDP-Anhänger für Mindestlohn. Zustimmung zur Lohnuntergrenze schwindet dagegen bei Sympathisanten von SPD und LINKEN. Immer mehr Unions- und FDP-Anhänger für Mindestlohn. Immer mehr Anhänger von Union und FDP finden den Mindestlohn gut. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet, unterstützen inzwischen 83 Prozent der Sympathisanten von der Union die Lohnuntergrenze, 2015 waren es nur 79 Prozent. Bei den Liberalen beträgt die Zustimmung 82 Prozent – sie ist damit um 19 Prozentpunkte gestiegen. CDU, CSU und FDP haben jahrelang den Mindestlohn bekämpft. Vor zweieinhalb Jahren wurde er dann aber doch eingeführt – auch mit Zustimmung der Union. Grundlage des Meinungsbildes ist eine Umfrage von „Infratest dimap“, die der Deutsche Gewerkschaftsbund Anfang Juli in Auftrag gegeben hat. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell nannte den Zuspruch bei den Unions- und FDP-Anhängern „erfreulich“. Insgesamt sind 85 Prozent der Bürger für die Lohnuntergrenze. Dagegen schwindet bei den SPD-Anhängern die Zustimmung – von 94 Prozent im Jahr 2015 auf jetzt 85 Prozent. Bei den LINKEN sank sie von 92 auf 89 Prozent. 96 Prozent der Grünen-Anhänger finden die Lohnuntergrenze richtig. 21 Prozent der Befragten kennen der Umfrage zufolge Fälle, bei denen Arbeitgeber den Mindestlohn umgangen hätten. Körzell forderte daher, das Personal der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf 10‘000 Stellen aufzustocken. Neues Deutschland, 19.7.2017.
Neues Deutschland > Mindestlöhne. Meinungsumfrage. Neues Deutschland, 2017-07-19.
Ganzer Text
19.07.2017 Deutschland
DGB
Löhne

Meinungsumfrage
Mindestlöhne
Volltext
85 Prozent der Deutschen unterstützen gesetzlichen Mindestlohn. Eine sehr grosse Mehrheit der Deutschen hält auch zweieinhalb Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns die Lohnuntergrenze für richtig. Selbst eine grosse Mehrheit der Anhänger von Union und FDP ist für den Mindestlohn. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des DGB. Auch zweieinhalb Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns ist die Zustimmung zum Mindestlohn weiterhin hoch. Eine mit 85 Prozent sehr große Mehrheit der Deutschen hält die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für richtig. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap* im Auftrag des DGB. Auch 83 Prozent AnhängerInnen der Unionsparteien und 82 Prozent der FDP-AnhängerInnen unterstützen den Mindestlohn. • Die Mehrheit der Anhänger/innen aller Parteien ist für den gesetzlichen Mindestlohn. Deutlich mehr als die Hälfte lehnt Ausnahmeregelungen beim Mindestlohn ab. Mehr als jede/r Fünfte kennt Personen, die von Mindestlohn-Umgehungen durch Arbeitgeber betroffen sind, drei Prozent der Befragten sind selbst betroffen. *Im Zeitraum vom 04. bis 06. Juli 2017 wurden 1006 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews befragt. Auch grosse Mehrheit der FDP-Anhänger für gesetzlichen Mindestlohn. Bei der Zustimmung zum gesetzlichen Mindestlohn gab es Verschiebungen unter den Partei-AnhängerInnen: Am höchsten ist die Zustimmungsrate zur Einführung des gesetzlichen Mindestlohns jetzt unter AnhängerInnen der Grünen (96%, (…).
DGB, 19.7.2017.
DGB > Midestlöhne. DGB, 2017-07-19.
Ganzer Text
29.05.2017 Österreich
Löhne
OeGB

Mindestlöhne
Volltext
1‘700 oder mehr, Mindestlohn ist fair! Wer Vollzeit arbeitet, muss genug für den Lebensunterhalt verdienen. Derzeit arbeiten 300.000 Vollzeitbeschäftigte in Österreich für weniger als 1‘500 Euro brutto – vor allem Frauen und junge Menschen. Angesichts der steigenden Kosten für Wohnung, Heizung und Lebensmittel ist es für viele nicht einfach, damit einen Monat lang gut über die Runden zu kommen. Daher hat sich der ÖGB zu Jahresbeginn die Einführung des Mindestlohns von 1‘500 Euro brutto in allen Branchen zum Ziel gesetzt. Schon jetzt wurde für das Jahr 2018 ein Mindestlohn von 1‘500 Euro für die Beschäftigten im Gastgewerbe sowie in der Textilindustrie vereinbart. Im Friseurgewerbe soll dieser im April 2019 erreicht werden. Das reicht aber noch nicht. Jede Vollzeitbeschäftigung muss mindestens 1‘700 Euro brutto im Monat wert sein. Und das möchte der ÖGB in einer zweiten Etappe erreichen. Wieso 1‘700 Euro brutto? 1‘700 Euro brutto sind circa 10 Euro in der Stunde und ein Nettoeinkommen von 1‘371 Euro. Profitieren würden nicht nur Vollzeit-, sondern auch Teilzeitbeschäftigte. Denn: Steigende Mindestlöhne bedeuten auch steigende Stundenlöhne und höhere Pensionsversicherungsbeiträge – und damit später einmal auch höhere Pensionen. (…).
OeGB, 29.5.2017.
OeGB > Mindestlöhne. OeGB, 2017-05-29.
Ganzer Text
30.03.2017 Deutschland
Gastgewerbe
Junge Welt

Gastgewerbe
Mindestlöhne
Volltext
Zu nah am Mindestlohn. Systemgastronomie: Beschäftigte wollen mehr verdienen als das gesetzliche Minimum. Über die Vertreter der grossen Fastfoodketten findet Pinar Zerik nur wenig schmeichelhafte Worte. Arrogant seien sie, überheblich und stur. Trotzdem muss Zerik mit ihnen Kontakt halten. Als Mitglied der Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) soll sie die Tarifverhandlungen in der Systemgastronomie zu einem guten Abschluss bringen. Und gut wäre es, so Zerik, wenn in den Filialen von McDonald’s, Starbucks und Co. künftig keine Hungerlöhne mehr gezahlt würden. Ganz anders würden es die Unternehmer sehen. „Sie wollen, dass unsere Löhne nah am Mindestlohn bleiben.“ Momentan würden die meisten ihrer Kollegen – Zerik arbeitet bei Starbucks – 8,84 Euro in der Stunde erhalten. Näher am Mindestlohn geht nicht. Am Mittwoch traten Beschäftigte der Systemgastronomie aus Ostdeutschland in einen ganztägigen Warnstreik, zu dem die NGG aufgerufen hatte. Rund 200 Personen beteiligten sich an einer Protestkundgebung in der Berliner Innenstadt. Hintergrund des Arbeitskampfs sind Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Mittlerweile drei Gesprächsrunden verliefen ergebnislos. Gewerkschaft und Beschäftigte verlangen Lohnsteigerungen von sechs Prozent. „Die Verhandlungen drohen zu scheitern“, sagte Sebastian Riesner, Gewerkschaftssekretär der NGG. Die Unternehmer wollen die untersten Löhne nur um drei Cent anheben – von 8,84 Euro in der Stunde auf 8,87 Euro. „Wer Vollzeit arbeitet erhält dann 5,07 Euro im Monat mehr, brutto. (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 30.3.2017.
Junge Welt > Mindestlöhne. Gastgewerbe. Junge Welt, 2017-03-30.
Ganzer Text
30.03.2017 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Christian Egg
Coiffeure/Coiffeusen
Mindestlöhne
Volltext
Coiffeuse Truffer schneidet besser ab. Bald 4000 Franken Lohn. Nur 3800 Franken brutto, das verdient eine Coiffeuse mit Lehrabschluss. Gut, dass sich das jetzt ändert. Coiffeuse Marina Truffer aus Spiez im Berner Oberland strahlt und sagt: „Jetzt steigt mein Lohn auf 4000 Franken!“ 4000 Franken brutto für einen 100-Prozent-Job, das sieht der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) vor, den die Gewerkschaften Unia und Syna mit dem Verband Coiffure Suisse ausgehandelt haben. Für Leute mit Berufserfahrung bringt er endlich einen höheren Mindestlohn (siehe Tabelle unten). Ein Durchbruch, der sich für viele auszahlt. Mindestlöhne für Ungelernte. Schon fünf Jahre arbeitet Marina Truffer im Beruf, und trotzdem verdient sie für ihr 80-Prozent-Pensum derzeit nur 3040 Franken im Monat. Umgerechnet auf hundert Prozent sind das 3800 Franken im Monat. Das ist der heutige Mindestlohn für Coiffeusen mit Lehrabschluss. Truffer kommentiert: „Ich bin gerne Coiffeuse, denn es gibt immer wieder Neues.“ Doch der tiefe Lohn sei schon ein Problem. Umso grösser ihre Vorfreude auf den Herbst. Dann wird der neue Gesamtarbeitsvertrag voraussichtlich in Kraft treten. Fortschritte bringt der neue GAV auch den Coiffeusen und Coiffeuren ohne Lehrabschluss: Erstmals sind auch sie dem Vertrag unterstellt. Und auch für sie gelten jetzt Mindestlöhne. Diese gehen von 3‘350 Franken für Einsteigerinnen bis 3‘800 Franken im fünften Berufsjahr. Immer noch kein Dreizehnter. All diese Verbesserungen gab es nicht geschenkt: Ganze neun Verhandlungsrunden waren dafür nötig. Unia-Verhandlungsführerin Véronique Polito erinnert sich: (…). Christian Egg.
Work online, 30.3.2018.
Personen > Egg Christian. Coiffeusen. Mindestlohn. Work online, 2017-03-30.
Ganzer Text
24.03.2017 Deutschland
Löhne
Neues Deutschland

Mindestlöhne
Volltext
Studie: Viele Minijobber erhalten keinen Mindestlohn. Neue Untersuchung belegt Ausmaß der Lohndrückerei bei geringfügig Beschäftigten. Seit mehr als zwei Jahren gibt es den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland, doch offenbar werden immer noch viele Arbeitnehmer mit Stundenlöhnen abgespeist, die weit darunter liegen. Dies belegt eine Untersuchung des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zu Mindestlöhnen und Minijobs, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach erhielten 14,5 Prozent aller Minijobber in Nordrhein-Westfalen 2016 weniger als den damals geltenden Stundenlohn von 8,50 Euro. Da für einige Branchen Ausnahmen galten, waren es insgesamt 12 Prozent, die weniger verdienten als ihnen laut Gesetz zugestanden hätte, wie Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (SPD) betonte, dessen Ministerium die Studie in Auftrag gegeben hatte. Insbesondere im Handel und in der Gastronomie habe es viele Verstösse gegeben. „Diese Branchen müssen stärker kontrolliert werden“, so Schmeltzer. Doch gerade hier hapert es. Denn der zuständigen Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls fehlen bundesweit Hunderte Mitarbeiter. Zudem gab es einen Strategiewechsel bei der FKS: Statt auf die einzelne Kellnerin konzentriert man sich jetzt auf „organisierte Formen der Schwarzarbeit“, wo auf einen Schlag gleich 100 Fälle aufgedeckt werden. Das aber verringert das Entdeckungsrisiko für Lohndrückerei im kleinen Rahmen, etwa in der Gastronomie. Der Minister verwies auf eine vergleichbare Studie aus dem Jahre 2012. Damals verdiente noch die Hälfte der geringfügig Beschäftigen weniger als 8,50 Euro. (…). Fabian Lambeck.
Neues Deutschland, 24.3.2017.
Neues Deutschland > Mindestlohn. Neues Deutschland, 2017-03-24.
Ganzer Text
02.02.2017 Deutschland
DGB
Löhne

Mindestlöhne
Praktikum
Volltext
Studie der DGB-Jugend. „Praktika sind anfällig für Mindestlohn-Missbrauch". Faktencheck: Praktikum und Mindestlohn. Seit Anfang 2015 gilt der Mindestlohn – auch für viele Praktikantinnen und Praktikanten. Wie hat sich seitdem die Situation der Praktikanten geändert? Und wie wirken sich die massiven Ausnahmen aus, die der Gesetzgeber zugelassen hat? Diesen Fragen ist die DGB-Jugend in einer Studie nachgegangen. Ein Ergebnis: „Die Arbeitgeber sind sehr kreativ, wenn es darum geht, bei einem Praktikum den Mindestlohn zu umgehen." Rund 60.000 Praktika werden jedes Jahr in Deutschland absolviert. Knapp drei Viertel davon finden im Rahmen des Studiums statt und sind damit als Pflichtpraktikum in der Regel vom Mindestlohn ausgenommen. Trotzdem hat sich seit der Einführung des Mindestlohns die finanzielle Situation der Praktikanten verbessert: Vorher bekamen sie im Schnitt weniger als 800 Euro brutto im Monat, das entspricht einem Stundenlohn von weniger als 4,61 Euro. Unternehmen tricksen, um den Mindestlohn zu umgehen. Damit schützt der Mindestlohn nicht nur vor Ausbeutung, er trägt auch zur Verbesserung der Qualität der Praktika bei. Trotzdem ist für die Politik noch einiges zu tun. „Die Studie belegt, dass Praktika nach wie vor anfällig für Missbrauch sind“, so Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär. Unternehmen würden zum Beispiel freiwillige Praktika als Pflichtpraktika deklarieren, um den Mindestlohn zu umgehen, oder bei der Arbeitszeit und der Anrechnung von Sachleistungen auf das Praktikumsentgelt tricksen. Mindestentgelt für Pflichtpraktika nötig. (…).
DGB, 2.2.2017.
DGB > Mindestlöhne. Praktikum. DGB, 2017-02-02.
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01.02.2017 Österreich
OeGB

Kündigungsschutz
Mindestlöhne
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Umsetzung entscheidet. Regierungsprogramm: Gute Ansätze, aber noch ist es nur Papier. Die Regierung hat mit ihrem überarbeiteten Programm positive Schwerpunkte und die richtigen Ziele gesetzt, nun kommt es auf die Umsetzung an, sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar im Gespräch mit der APA. Foglar findet in dem Programm viele Vorschläge der Sozialpartner wieder, aber noch ist es „nur ein Papier". Die Forderung an die Sozialpartner, bis Juni eine Einigung zu mindestens 1500 Euro Entlohnung sowie flexibleren Arbeitszeiten zu finden, ist für Foglar völlig realistisch. Wobei Foglar ergänzt, dass die 1500 Euro Entlohnung aus Gewerkschaftssicht nur ein Zwischenschritt am Weg zu den schon länger geforderten 1700 Euro Mindestlohn sind. Kündigungsschutz bleibt für Berufstätige über 50-Jährige. Die Regierung will den Kündigungsschutz für Menschen über 50 lockern und hofft, damit die Arbeitslosigkeit zu senken. Das gilt einzig für Personen, die neu eingestellt werden, betont der ÖGB-Präsident. Für bereits bestehende Dienstverhältnisse in dieser Altersgruppe bleibt der Kündigungsschutz ohne Veränderungen aufrecht. ^“Wir glauben, dass diese Massnahme nicht den wahnsinnigen Erfolg bringen wird", sagt der ÖGB-Präsident. Denn weder bei Menschen mit Behinderungen haben solche Massnahmen zu mehr Einstellungen geführt, noch hat die Anpassung der Behaltefrist bei Lehrlingen zu mehr Lehrstellen geführt. Wichtiger ist das „Programm 20.000", das dauerhafte Beschäftigungen nach Kollektivvertrag ohne Verdrängungseffekt schaffen soll. Da die Effekte der Steuerreform abflachen, sind Investitionsanreize wichtig. (…).
OeGB, 1.2.2017.
OeGB > Kündigungsschutz. Regierung. OeGB, 2017-02-01.
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01.02.2017 Österreich
OeGB

Mindestlöhne
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1700 Euro mindestens! Mindestlohn: ÖGB fordert eine Generalvereinbarung mit der WKÖ. „In Österreich haben rund 420‘000 Menschen einen Mindestlohn von weniger als 1‘700 Euro brutto, davon sind 300‘000 unter 1‘500Euro brutto", erklärt ÖGB¬-Präsident Erich Foglar. Daher steht die Forderung nach einem Mindestlohn von 1‘500 brutto für alle Branchen, mit der Bundeskanzler Christian Kern für Diskussionsstoff sorgte, im Einklang mit den ÖGB-¬Zielen: Der Mindestlohn ist eines der Kernanliegen der Gewerkschaften und der ÖGB strebt eine soziale Vereinbarung für einen Stufenplan mit den Sozialpartnern, um etappenweise einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1‘700 Euro brutto zu erzielen. Konzentrierte Aktion. „Der Weg zum 1‘700¬-Euro-¬Ziel kann aber nur über 1‘500 Euro führen. Das bedeutet, dass zuerst jene Lohngruppen, die unter 1‘500 Euro brutto liegen, in einer ersten Etappe verstärkt nachziehen sollten, damit wir dann in einem zweiten Schritt 1‘700 Euro für alle erreichen", sagt Foglar. Doch wie soll das funktionieren? Eine „Generalvereinbarung" bedeutet, dass alle Branchen ersucht werden, diese Forderung prioritär zu behandeln und das Ziel in einer vereinbarten Zeit von zwei oder drei Jahren zu erreichen. Bereits im Jahr 2007 wurde eine solche mit den Sozialpartnerpräsidenten vereinbart, um schrittweise einen Mindestlohn von 1000 Euro zu erreichen. Mehr dazu gibt es in der neuen Ausgabe der „Solidarität".
OeGB, 1.2.2017.
OeGB > Mindestlöhne. OeGB, 2017-02-01.
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31.01.2017 Deutschland
Junge Welt
Löhne

Mindestlöhne
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Illegale Hungerlöhne. Millionen Minijobber erhalten noch nicht mal den Mindestlohn. Unternehmen tricksen mit der Arbeitszeit. Die Linke: Betrug muss geahndet werden. Für Millionen Minijobber hat sich trotz Mindestlohn nichts verbessert. Beim Aushebeln desselben sind viele Unternehmen offenbar noch erfinderischer als gedacht. Knapp die Hälfte der geringfügig Beschäftigten in Deutschland ist 2015 mit weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde abgespeist worden. Jeder fünfte Minijobber hat sogar weniger als 5,50 Euro Stundenlohn erhalten. Das konstatiert das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in einer am Montag vorgestellten Studie. Damit habe der Mindestlohn die Situation der Minijobber nur sehr partiell verbessert, geben die Autoren Toralf Pusch und Hartmut Seifert zu bedenken. So hätten vor der Einführung der Untergrenze im Jahr 2014 etwa 60 Prozent der prekär Beschäftigten weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdient. Ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten des Mindestlohns habe dies noch immer 44 Prozent von ihnen betroffen. Der überwiegende Teil sei auf maximal 7,50 Euro gekommen. „Selbst extrem niedrige Stundenlöhne sind zwar seltener geworden, aber keineswegs verschwunden“, kritisieren die Forscher und mahnen: „Die Missachtung des Mindestlohngesetzes fügt sich in das Muster der insgesamt oft problematischen Arbeitsbedingungen bei Minijobs.“ So hätten frühere Studien bereits gezeigt, dass geringfügig Beschäftigte trotz eines gesetzlichen Anspruchs häufig keine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder im Urlaub erhielten. (…). Susan Bonath.
Junge Welt, 31.1.2017.
Junge Welt > Löhne. Mindestlöhne. Junge Welt, 2017-01-31.
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30.01.2017 Deutschland
Löhne
Neues Deutschland

Mindestlöhne
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Studie: Minijobber erhalten oft keinen Mindestlohn. Nur Hälfte der Beschäftigten erhalte laut Hans-Böckler-Stiftung tatsächlich die gesetzliche Lohnuntergrenze. Viele Minijobber erhalten offenbar nicht den gesetzlichen Mindestlohn, obwohl er ihnen zusteht. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf veröffentlichte am Montag eine Untersuchung, wonach im Jahr 2015 knapp die Hälfte der geringfügig Beschäftigten mit einem Minijob als Haupterwerbsquelle weniger als 8,50 Euro brutto die Stunde erhielten. Der Mindestlohn wurde Anfang 2015 in Deutschland eingeführt, zum Jahresbeginn 2017 wurde er auf 8,84 Euro erhöht. Die Verfasser der Studie, Toralf Pusch und Hartmut Seifert, erklärten, die Zahlen ließen „keinen Zweifel daran, dass die Betriebe bei einem erheblichen Teil der Minijobber nicht wie gesetzlich vorgeschrieben die Löhne erhöht haben“. Das Mindestlohngesetz werde bei Minijobs offenbar noch längst nicht flächendeckend angewendet, auch wenn seit Einführung die Stundenlöhne der Minijobber im Haupterwerb im Durchschnitt angestiegen seien. Das Bundessozialministerium kritisierte Ungenauigkeiten bei der Datengrundlage für die Untersuchung, über die zunächst die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag) berichtet hatte. Andere Studien, die zum Teil auf grösseren Datenquellen basierten, belegten die Aussagen des WSI in dieser Form nicht, sagte eine Sprecherin am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin: (…).
Neues Deutschland, 30.1.2017.
Neues Deutschland > Löhne. Mindestlohn. Neues Deutschland, 2017-01-30.
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18.01.2017 Österreich
Löhne
OeGB

Mindestlöhne
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Was ist uns die Arbeit Wert? Zeit für eine Generalvereinbarung, um 1‘700 Euro zu erreichen. Mitte Jänner legte Bundeskanzler Christian Kern sein Grundsatzprogramm – Plan A – vor. Darin werden die Kollektivvertragspartner aufgefordert, einen Stufenplan zur Erreichung von 1‘500 Euro Mindestlohn zu erstellen. Dem steht der ÖGB positiv gegenüber, denn der Mindestlohn ist eines der Kernanliegen der Gewerkschaften. Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, betont aber, dass gesetzliche Mindestlöhne nicht notwendig sind: „In Österreich sind fast 98 Prozent aller Arbeitsverhältnisse durch Kollektivverträge, die Mindestlöhne und -gehälter festlegen, geschützt." Besser wäre eine „Generalvereinbarung" der Sozialpartnerpräsidenten – wie 2007, als vereinbart wurde, schrittweise 1000 Euro als Mindestlohn einzuführen. Ausserdem sollte die Generalvereinbarung laut ÖGB-Präsident Erich Foglar für einen Mindestlohn von 1‘700 Euro getroffen werden: „In Österreich haben rund 400‘000 Menschen einen Mindestlohn unter 1‘700 Euro, davon sind 300‘000 unter 1‘500 Euro. Es ist Zeit, dass jene Lohngruppen, die hinterherhinken, jetzt verstärkt nachziehen und in einer zweiten Etappe alle 1‘700 Euro erreichen." Kollektivvertrag regelt viel mehr. Im Vergleich zu Österreich sind in Deutschland nur etwa 50 Prozent aller ArbeitnehmerInnen von den Tarifverträgen erfasst. Hier war die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zum Schutz der ArbeitnehmerInnen notwendig und wurde daher auch von den Gewerkschaften (…).
OeGB, 18.1.2017.
OeGB > Mindestlöhne. OeGB, 2017-01-18.
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16.01.2017 Österreich
OeGB

Mindestlöhne
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Höherer Mindestlohn notwendig. Kern-Rede: ÖGB-Präsident Foglar begrüsst „positive" Ansagen. ÖGB-Präsident Erich Foglar begrüsst die Ansagen von Bundeskanzler Christian Kern: „Der ÖGB steht dem grundsätzlich positiv gegenüber", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Vor allem Vorhaben zu Mindestlohn und Arbeitszeitflexibilisierung seien Kernanliegen der Gewerkschaften und der weiteren Sozialpartner. Drei wichtige Punkte hat Kern nach Foglars Ansicht in Aussicht gestellt: Die Modernisierung der Wirtschaft, den Ausbau der sozialen Gerechtigkeit und das auf dem Fundament solider Staatsfinanzen. „Wenn es das Ziel sei, 200‘000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, dann ist das ein Hauptanliegen des ÖGB, der Arbeiterkammer und der Sozialpartner", meinte er weiters. Auch die Vorhaben bei Bildung und Investitionen begrüsste Foglar. Anhebung des Mindestlohns „ein Gebot der Stunde". Laut dem ÖGB-Präsidenten wird es nun auf die Umsetzung ankommen. Etwa im Bereich Mindestlohn, einem Hauptanliegen der Gewerkschaften. Die Anhebung in weiterer Folge auf 1‘700 Euro sei „ein Gebot der Stunde", dort liege die Schwelle zur Armutsgefährdung. Auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit begrüsst Foglar, wenn dies ArbeitnehmerInnen und -gebern gleich viel bringe. Der Vorschlag zur Wahlarbeitszeit sei eine positive Weiterentwicklung, die Motivation und Zufriedenheit bringen könne. (…).
OeGB online, 16.1.2017.
OeGB > Mindestlohn. OeGB online, 2017-01-16.
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