Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1173

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11.10.2018 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Detailhandel
Digitalisierung
Volltext
Mehr Stress für das Verkaufspersonal. Eine von der Gewerkschaft Unia in Auftrag gegebene Studie der Universität Bern zeigt, dass die Folgen der Digitalisierung der Kassensysteme in den Supermärkten für die Angestellten gravierend sind. Mit den automatischen Kassen sparen die Grossverteiler Platz und Personal. Der Preis, den die Verkäuferinnen und Verkäufer zahlen, ist jedoch hoch: Mehr Stress, eine wachsende Zahl von Aufgaben, körperliche Belastungen, Veränderung des beruflichen Selbstverständnisses, Zukunftsängste und Verschlechterung des Kontakts zu Kundinnen und Kunden. Die Unia fordert bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, mehr Weiterbildungen und einen besseren Schutz des Personals. Die Studie der Universität Bern befasst sich mit den „Auswirkungen des Self-Checkout und des Self-Scanning auf die Arbeitsbedingungen, die Gesundheit und das berufliche Selbstverständnis des Verkaufspersonals im Detailhandel“. Sie wurde von der Unia in Auftrag gegeben und beleuchtet den Aspekt der Digitalisierung in der Detailhandelsbranche erstmals aus dem Blickwinkel des Personals. Schwerwiegende Folgen. Die Studie zeigt, dass das Personal an den Selbstbedienungskassen immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit bewältigen muss. Insbesondere hat es die Kontrolle und Überwachung zu gewährleisten, was nicht mehr viel mit dem Beruf einer Verkäuferin oder eines Verkäufers zu tun hat. Der Stress nimmt zu und der Kontakt zu den Kundinnen und Kunden wird schwieriger. Die Angestellten, vor allem die Frauen, sind vermehrt mit aggressivem und unangemessenem Verhalten der Kundschaft exponiert. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.10.2018.
Unia Schweiz > Detailhandel. Digitalisierung. Unia Schweiz, 2018-10-11.
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08.10.2018 Schweiz
GAV
Unia Schweiz

Landesmantelvertrag
Protest-Kundgebung
Volltext
Bau-Protesttage ab Mitte Oktober. Der Druck wirkt: Erst nach der grossen Bau-Demo vom Juni 2018 sind die Baumeister endlich zu Verhandlungen bereit. Auf den Baustellen steht ein heisser Herbst bevor. Der LMV läuft aus und für die Sicherung der Rente mit 60 braucht es eine Lösung. Mit ihren Maximalforderungen verhindern die Baumeister einen Vertragsabschluss. Den Bauarbeitern reicht’s: Sie werden für ihre Rechte kämpfen – mit Protestaktionen in der ganzen Schweiz ab Mitte Oktober. Der Konflikt auf dem Bau spitzt sich weiter zu. Während Monaten hat der Baumeisterverband Verhandlungen verweigert und versucht nun, mit unhaltbaren Forderungen zu erpressen. Bewegung nach grosser Bau-Demo. Nachdem im Juni 18‘000 Bauarbeiter demonstriert hatten, war der Baumeisterverband endlich zu Verhandlungen bereit. Bei der Rente mit 60 und bezüglich Lohnerhöhung sind Lösungen in Sicht. Doch die Baumeister sind nur bereit, diese umzusetzen, wenn die Gewerkschaften einem Kahlschlag beim LMV zustimmen. Bauarbeiter lassen sich nicht erpressen. „Die Bauarbeiter sind ob der Erpressung wütend“, so Unia-Bauchef Nico Lutz vor den Medien, „die Forderungen der Baumeister sind gefährlich und verantwortungslos!“ Die geforderte völlige Deregulierung der Arbeitszeit ist ein totaler Angriff auf die Gesundheit der Bauarbeiter. 12-Stundentag als Normalfall. (…).
Unia Schweiz, 8.10.2018.
Unia Schweiz > Bauarbeiter. Protestaktionen. Unia Schweiz, 2018-10-08.
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08.10.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitszeit
Bauarbeiter
Mindestlohn
Volltext
12-Stundentag und Abschaffung der Mindestlöhne für ausländische Firmen: Geduld der Bauarbeiter am Ende! Es steht auf den Baustellen ein heisser Herbst bevor. Der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) läuft Ende Jahr aus und für die Sicherung der Rente mit 60 braucht es Massnahmen. Eigentlich liegen die Lösungen auf dem Tisch. Doch der Baumeisterverband verhindert mit Maximalforderungen einen Vertragsabschluss. Die Bauarbeiter haben genug: Sie werden für ihre Rechte kämpfen – mit Protestaktionen in der ganzen Schweiz ab Mitte Oktober. Zuerst hat sich der Schweizerische Baumeisterverband neun Monate lang geweigert, mit den Sozialpartnern über die Sicherung der Rente mit 60 zu verhandeln. Das Problem sei im Stiftungsrat FAR zu lösen, das Rentenalter auf 62 zu erhöhen oder die Rente um 30 Prozent zu senken. Bauarbeiter lassen sich nicht erpressen. 18‘000 Bauarbeiter an der grossen Bau-Demo im Juni 2018 und eine Klage der Gewerkschaften wegen Vertragsverletzung haben den Baumeisterverband zum Umdenken gebracht: Seit August 2018 wird über die Sicherung der Rente mit 60 verhandelt. Eine Lösung liegt auf dem Tisch: Die Rente mit 60 bleibt, die Bauarbeiter übernehmen die Kosten der Sanierung, wenn im Gegenzug der Baumeisterverband eine anständige Lohnerhöhung zahlt. Aber: Der Baumeisterverband ist nur bereit, diese Lösung umzusetzen, wenn die Gewerkschaften einem Kahlschlag im Landesmantelvertrag zustimmen. (…).
Unia Schweiz, 8.10.2018.
Unia Schweiz > Bauarbeiter. Rentenalter. Streik. Unia Schweiz, 2018-10-08.
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04.10.2018 Schweiz
Personalverleih-Branche
Syna
Unia Schweiz

GAV
Temporärarbeit
Volltext
Faire Arbeitsbedingungen für temporär Beschäftigte: GAV Personalverleih soll verlängert werden. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih soll bis 2020 verlängert werden. Die Mindestlöhne sollen im gleichen Zeitraum in zwei Schritten um jeweils 60 bis 75 Franken steigen. Ab 2021 beabsichtigen die Sozialpartner die Einführung eines Equal Minimum Pay-Prinzips im GAV Personalverleih und setzen zur Prüfung dieses Vorhabens eine paritätische Arbeitsgruppe ein. Der seit 2012 bestehende GAV Personalverleih ist als erster GAV der Temporärbranche eine historische Errungenschaft. Das massgeschneiderte Vertragswerk für über 360‘000 Arbeitnehmende soll mit der Verlängerung weitergeführt und verbessert werden und gilt für alle Personalverleiher in der Schweiz. Der GAV Personalverleih enthält: Verbindliche Minimalstandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen im Bereich der Weiterbildung und der beruflichen Vorsorge sowie eine Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung. Dank dem Weiterbildungsfonds „temptraining“ können Temporärarbeitende neue berufliche Perspektiven entwickeln und erhalten bis zu 4000 Franken für Weiterbildungskurse sowie Lohnausfallentschädigung. Seit seinem Bestehen wurden über 43 Mio. Franken in die berufliche Zukunft von mehr als 26‘000 Temporärarbeitenden investiert. Ein eigentliches Erfolgsmodell. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.10.2018.
Unia Schweiz > Personalverleih. GAV. Unia Schweiz, 2018-10-04.
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25.09.2018 Schweiz
Novartis
Unia Schweiz

Entlassungen
Novartis
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Novartis spielt mit der Existenz von mehr als 2000 Personen. Die Gewerkschaft Unia fordert, dass Novartis ihre Kündigungspläne zurückzieht. Dieses Vorhaben verfolgt einzig und alleine finanzielle Ziele und zwar die Optimierung des Aktienkurses. Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund für diesen beispiellosen Abbau. Die Unia verlangt den sofortigen Einsatz einer Kommission mit Vertretungen aus Bund, den betroffenen Kantonen, dem Personal und den Sozialpartnern, um den Stellenabbau zu stoppen. Die Unia wird gemeinsam mit dem Personal über das weitere Vorgehen im Kampf für den Stellenerhalt entscheiden. Die Novartis muss ihren Plan zum Abbau von 2150 Stellen in der Schweiz überdenken. Diese Entscheidung folgt keiner wirtschaftlichen Logik: Der Aktienkurs ist seit 2009 stetig gestiegen und der Reingewinn pro Mitarbeiter/in beträgt 63‘349 US-Dollar, was im Vergleich zu anderen börsenkotierten Unternehmen enorm ist. Der an die Aktionäre ausgeschüttete Gewinn des multinationalen Konzerns betrug 2017 11,765 Milliarden US-Dollar. Es ist schockierend, dass die Arbeitnehmenden nun mit ihrer Existenzgrundlage für diese enormen Profite der Aktionäre bezahlen sollen. Die beteiligten Akteure müssen handeln. Die Gewerkschaft Unia fordert den Einsatz einer tripartiten Kommission, die aus Vertretungen des Wirtschaftsdepartementes des Bundes, der von dem Stellenabbau betroffenen Kantone, des Personals und der Sozialpartner besteht. Die Kommission muss volle Transparenz zu den Gründen fordern, die zu (...). 
Unia Schweiz, 25.9.2018.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Novartis.%20Entlassungen.%20Unia%20Schweiz,%202018-09-25.pdf
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06.09.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Bundesrat muss rote Linien respektieren. Angriff auf FlaM: Arbeitnehmende verteidigen Löhne und Arbeitsbedingungen. Rund 200 Personen haben heute Morgen mit einer Aktion vor dem Bundeshaus den Bundesrat daran erinnert: Für die Arbeitnehmenden ist der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Schweiz die rote Linie, die in den Verhandlungen mit der EU nicht überschritten werden darf. Vor der Bundesratssitzung, an der die Verhandlungen mit der EU über ein institutionelles Rahmenabkommen thematisiert werden, haben rund 200 Beschäftigte und Gewerkschafter/innen ein Zeichen gesetzt: Sie formierten sich vor dem Bundeshaus zu einer riesigen roten Linie. Die Arbeitnehmenden fordern, dass der Bundesrat die Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Schweiz ohne Wenn und Aber verteidigt. Offener Brief der Arbeitnehmenden. In einem offenen Brief an die Landesregierung fordern Arbeitnehmende aus verschiedenen Branchen: „Die Flankierenden Massnahmen und das System der allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträge und Kontrollen müssen dringend verbessert werden – ohne Diskriminierungen, für alle Arbeitnehmenden gleich!“ Denn wenn der Lohnschutz aufgeweicht wird oder wenn Arbeitnehmende verschiedener Herkunft gegeneinander ausgespielt werden, sinkt das Lohnniveau für alle. Deshalb ist der Arbeitnehmerschutz eine rote Linie, auf die sich auch der Bundesrat verpflichtet hat. Einige Bundesräte und Departemente halten sich aber nicht daran. „Das ist ein Skandal“, heisst es im offenen Brief der Arbeitnehmenden. „Löhne und Arbeitsbedingungen gehören (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.9.2018.
Unia Schweiz > Flankierende Massnahmen. Löhne. Unia Schweiz, 05.09.2018.
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05.09.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Lohngleichheit. Ein fiktives Stellenangebot enthüllt die Lohnungleichheiten. Trotz 20 Prozent Lohnunterschied ist die Beseitigung der Lohnungleichheit nach wie vor kein Thema bei der Mehrheit der Politikerinnen und Politiker. Um auf diesen ungeheuerlichen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Unia ein fiktives Stellenangebot auf diversen Jobportalen mit einem geringeren Salär für die Kandidatin als den Kandidaten geschaltet. „Meyer Info, ein in der Informatik und Bürotechnik spezialisiertes Unternehmen, bietet Ihnen die Möglichkeit, sich in einem dynamischen Umfeld zu entfalten und Ihr Talent in den Dienst unserer Kunden zu stellen. Salär: Assistent HR: 75‘000 Franken/Jahr. - Assistentin HR: 56‘250 Franken/Jahr „. Diese provokante Anzeige der Gewerkschaft Unia ist auf verschiedenen Online-Jobportalen erschienen, um die Aufmerksamkeit auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Schweiz zu lenken. Auch 37 Jahre nach der Verankerung in der Verfassung ist der Grundsatz der Lohngleichheit noch immer nicht umgesetzt. Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betragen im Durchschnitt noch immer rund 20%. Mit dem fiktiven Inserat trägt die Unia dazu bei, die Lohnunterschiede in vielen Unternehmen transparent und bewusst zu machen. Entschärfte Revision. Der Nationalrat diskutiert demnächst über die Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG). Die bürgerliche Mehrheit ist darum bemüht, die ohnehin schon sehr moderate Vorlage weiter abzuschwächen und zu entschärfen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-09-05.
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04.09.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Arbeitsgesetz: Nein zur 70-Stundenwoche! Die Arbeitnehmenden sagen nein zur Sonntagsarbeit, nein zur 70-Stundenwoche! Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat die Vernehmlassung zur Aushöhlung des Arbeitsgesetzes eröffnet. Damit sollen die gefährlichen und schädlichen Vorstösse von Karin Keller-Sutter (FDP/SG) und Konrad Graber (CVP/LU) umgesetzt werden. Die Unia wehrt sich vehement gegen diese Angriffe auf den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden! Mit der Umsetzung der Initiative von Karin Keller-Sutter werden grosse Beschäftigtengruppen faktisch vom Schutz des Arbeitsgesetzes ausgenommen. Personen mit Vorgesetztenfunktion und Fachspezialist/innen sollen ihre Arbeitszeit nicht mehr erfassen müssen. Damit werden alle Regelungen zu den Arbeits- und Ruhezeiten faktisch ausser Kraft gesetzt. Arbeiten ohne Limit. Mit der Umsetzung der Initiative von Konrad Graber wird gleichzeitig ein Jahresarbeitszeitmodell verankert, welches die 70-Stundenwoche und mehr autorisiert. Die Bestimmungen zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit und zur Überzeit werden damit ausser Kraft gesetzt. Dies obwohl aus arbeitsmedizinischer Sicht überlange Arbeitszeiten ganz klar gesundheitsschädigend sind. Schutz aufrecht erhalten. Für die Unia ist klar, dass die Vorlage komplett überdreht ist. (…).
Unia Schweiz, 4.9.2018.
Unia Schweiz > Arbeitszeitverlängerung. Unia Schweiz, 2018-09-04.
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03.09.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Medienkonferenz
Volltext
Medienkonferenz Lohngleichheit. Aktionen und Kampagne der Unia für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Medienkonferenz am Dienstag, 11. September, um 9.00 Uhr, im Vatter Business-Center, Bärenplatz 2, Bern. Gleichentags findet eine spektakuläre Aktion für Lohngleichheit statt um 7.30 Uhr auf dem Bundesplatz Bern. Liebe Medienvertreterinnen und –vertreter. Im Parlament wird momentan über die Revision des Gleichstellungsgesetzes beraten. Es geht darum, dass die in der Verfassung seit 37 Jahren verankerte Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich durchgesetzt wird. Doch der Vorlage wurde im Laufe der Beratung die meisten Zähne gezogen, inhaltlich ist sie inzwischen völlig unzureichend Die Bürgerlichen unternehmen alles, um die Wirkungskraft der Revision so gering wie möglich zu halten. Die Unia ruft daher alle auf, am 22. September in Bern auf die Strasse zu gehen und ein Zeichen gegen die Lohnungleichheit zu setzen! Mit einer Medienkonferenz und einer spektakulären Aktion im Vorfeld der Demo präsentiert die Gewerkschaft Unia am 11. September ihre Kampagne für Lohngleichheit. Referentinnen sind: Corinne Schärer, Geschäftsleitungsmitglied Unia, Virginie Pilault, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns, Sie bei diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Gerne laden wir Sie auch zu unserer grossen Kundgebung für Gleichstellung und gegen Diskriminierung ein, die am 22. September in Bern stattfindet (Beginn: 13.30 Uhr auf der Schützenmatte). (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 3.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2018-09-03.
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01.09.2018 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Volltext
Die Unia Frauen sind bereit für Lohngleichheit und echte Gleichstellung zu kämpfen! Unia Frauen bereit für einen Frauenstreik. Über 100 Frauenvertreterinnen haben an der diesjährigen Unia-Frauenkonferenz in Neuenburg ihre Bereitschaft zu einem aktiven Kampf für Lohngleichheit und echte Gleichstellung ausgedrückt. Sie rufen zur Teilnahme an der Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung vom 22. September auf und sind entschlossen, für 2019 einen Frauenstreik vorzubereiten. Die Lohnungleichheit in der Schweiz ist skandalös: Eine Frau wird in ihrem Berufsleben um durchschnittlich 300‘000 Franken betrogen. Der Wille zur Umsetzung der Lohngleichheit bürgerlichen Politikern fehlt hingegen. Die im Parlament hängige Gesetzesrevision ist ein Hohn für alle Frauen: Nur ein Prozent der Unternehmen müssten Lohngleichheitsanalysen durchführen, ohne Sanktionsmassnahmen und mit zeitlicher Beschränkung. Dies muss der Nationalrat korrigieren! Massnahmen gegen Sexismus und Gewalt verstärken. Im Internet sind Frauen überdurchschnittlich oft von Hasstiraden betroffen, die auf ihren Körper oder ihre Sexualität bezogen sind. In Genf wurden erst kürzlich fünf Frauen von Männern brutal niedergeschlagen. Dies ist leider kein Einzelfall. Laut Studien haben über 40 Prozent der Frauen schon physische Gewalt oder Drohungen erlitten. Sexistische Denk- und Verhaltensmuster sind oft der Boden für solche Gewalt. Die Unia Frauen fordern deshalb wirksame Massnahmen zur Prävention. (…).
Unia Schweiz, 1.9.2018.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2018-09-01.
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31.08.2018 Schweiz
SVP
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Saisonarbeit
Volltext
Einmal mehr: SVP attackiert mit Kündigungs-Initiative Rechte der Arbeitnehmenden. Kein Zurück zur Baracken-Schweiz. Die SVP reicht heute ihre Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU und damit auch gegen die Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen ein. Sie greift damit eine historische Errungenschaft der Arbeitnehmenden an. Die Gewerkschaft Unia wehrt sich gegen die Rückkehr zu diskriminierenden Kontingenten, die stets ein Instrument zur Ausbeutung der Arbeitnehmenden waren. Die Personenfreizügigkeit und die dazugehörigen Flankierenden Massnahmen (FlaM) sind eine Erfolgsgeschichte. Sie verbinden das Recht der Arbeitnehmenden, diskriminierungsfrei ihren Arbeitsort zu wählen, mit dem Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Die Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit ist ein direkter Angriff auf dieses bewährte System. Zurück zu Ausbeutung und Lohndumping? Bis 2002 galt in der Schweiz das entwürdigende Saisonnier-Statut. Es hielt ausländische Arbeiter/innen in einem Zustand der Rechtlosigkeit. „Die Saisonniers hausten in Baracken, waren ihrem Arbeitgeber total ausgeliefert und erhielten miese Löhne, die weit unter dem landesüblichen Lohnniveau lagen. Arbeitsbedingungen und Verträge wurden in der Praxis kaum kontrolliert. Das führt in vielen Branchen zu grossem Lohndruck. In diese Schweiz der Ausbeutung und des ungebremsten Lohndumpings will die SVP offenbar zurück“, sagt Unia-Präsidentin Vania Alleva. Die Initiative zielt (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 31.8.2018
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Saisonarbeit.%20Unia%20Schweiz,%202018-08-31.pdf
29.08.2018 Schweiz
Coop
Löhne
Unia Schweiz

Coop
Lohnerhöhungen
Volltext
Coop: Es braucht endlich eine Lohnerhöhung für alle! Die Unia-Konferenz der Coop-Mitarbeitenden fordert: Endlich eine generelle Lohnerhöhung! Die Unia-Konferenz der Coop-Mitarbeitenden fordert eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent. Sie soll allen Angestellten zu Gute kommen. Der grosse Beitrag der Angestellten zur Produktivitätssteigerung muss gewürdigt und die Teuerung ausgeglichen werden. Seit 2013 hat Coop keine generelle Lohnerhöhung mehr gewährt, obwohl die Krankenkassenprämien und die Mieten angestiegen sind. Auch dieses Jahr wird das Leben wieder teurer. Es braucht also endlich wieder eine Lohnerhöhung für alle! Immer mehr leisten. Die Angestellten müssen immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit und mit immer weniger Personal erledigen. Ihrem grossen Einsatz und ihrem entscheidenden Beitrag zur Produktivitätssteigerung muss Rechnung getragen werden. Von der geforderten Lohnerhöhung von 2,5 Prozent muss deshalb mindestens die Hälfte generell sein. Mit dem Rest soll die Situation der langjährigen Angestellten verbessert werden. Gute Ergebnisse des Grossverteilers. Coop blickt auf ein erfolgreiches 2017 zurück (Steigerung des Umsatzes um 3 Prozent) und für das erste Halbjahr 2018 zeichnet sich im Detailhandel ein besseres Ergebnis als im Vorjahr ab. Ausserdem hat der zweitgrösste Schweizer Grossverteiler sowie der Detailhandel insgesamt ein grosses Interesse daran, dass die Kaufkraft der Arbeitnehmenden steigt. (…).
Unia Schweiz, 29.8.2018.
Unia Schweiz > Coop. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2018-08-29.
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21.08.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Baumeisterverband
Gesundheitsschutz
Volltext
Baumeister sollen endlich verhandeln. Die Gesundheit und das Leben der Bauarbeiter sind nicht käuflich! Während mehr als eines Jahres hat der Schweizerische Baumeisterverband Verhandlungen über den neuen Landesmantelvertrag sowie die Sicherung der Rente mit 60 verweigert. Jetzt versucht er per Diktat Arbeit auf Abruf durchsetzen, so dass die Bauarbeiter sich krank und invalid schuften müssen. Die Gewerkschaften haben einen ausgewogenen Gegenvorschlag gemacht und verlangen, dass die Baumeister an den Verhandlungstisch zurückkehren. An der heutigen Verhandlungsrunde zum neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe sowie zur Frührente auf dem Bau hat der Schweizerische Baumeisterverband den Gewerkschaftsvertretern endlich ein erstes Angebot unterbreitet. Was auf den ersten Blick verlockend aussieht, ist aber höchst gefährlich: Eine Lohnerhöhung sowie weniger Abbau bei der Frührente gegen eine in den Augen der Baumeister «notwendige» Flexibilisierung der Arbeitszeit. Doch im Kern ist der Vorschlag eine Zumutung und respektlos gegenüber den hart arbeitenden Bauarbeitern. Gefährlicher Wolf im Schafspelz. Die Baumeister verlangen, dass sie Arbeit auf Abruf einführen und die Bauarbeiter über Monate bis zu 50 Stunden pro Woche schuften lassen können. Und sie wollen den Schutz bei Schlechtwetter abbauen. Gemäss Vorschlag des Baumeisterverbandes sollen zudem die Bauarbeiter alleine für die Sicherung der Rente mit 60 bezahlen. Und es ist zu befürchten, dass sie schon bei (…).
Unia Schweiz, 21.8.2018.
Unia Schweiz > Gesundheitsschutz. Baumeisterverband. Unia Schweiz, 2018-08-21.
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20.08.2018 Schweiz
Nationalrat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Lohngleichheit: Nationalrat muss Gesetzesvorlage korrigieren! Die Unia ist empört: Die Nationalrats-Kommission hat es versäumt, den Entscheid des Ständerates zu korrigieren und der Lohngleichheit zum Durchbruch zu verhelfen. Umso entschlossener ruft die Unia zur grossen Demo für Lohngleichheit am 22. September auf. Der Entscheid fiel denkbar knapp aus, aber die Kommission leitete die Revision des Gleichstellungsgesetzes an den Nationalrat weiter. Dass ein Stichentscheid nötig war, zeigt, dass Lohngleichheit und Gleichstellung bei den bürgerlichen Politikern nicht ernst genommen werden. Unzureichende Lohngleichheitsanalysen. Die Unia begrüsst die Einführung von obligatorischen Lohngleichheitsanalysen. Doch kritisiert sie scharf, dass der Vorlage die Zähne gezogen wurden. Nur Unternehmen mit über 100 Beschäftigten sollen der neuen Regelung unterstellt werden und alle vier Jahre ihre Löhne analysieren müssen. Dies betrifft bloss ein Prozent der Schweizer Unternehmen - und ist völlig unzureichend. Fehlbare müssen sanktioniert werden. Zudem hat es die Kommission versäumt, Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen zu verankern. Somit bleibt die Freiwilligkeit faktisch bestehen. Das ist gegenüber den Frauen, deren Recht auf Lohngleichheit seit 37 Jahren in der Verfassung verankert ist, eine Frechheit. Ein Schlag ins Gesicht der Frauen. Die Pflicht zu Lohngleichheitsanalysen soll ausserdem auf 12 Jahre begrenzt werden. Absolut inakzeptabel: Ein Gesetz von dieser Tragweite kann nicht (…).
Unia Schweiz, 20.8.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-08-20.
Ganzer Text
17.08.2018 Schweiz
Nationalrat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Unia verlangt vom Nationalrat eine Korrektur und wirksame Bestimmungen, um die Lohngleichheit durchzusetzen! Die Unia ist empört: Die Nationalratskommission hat es heute versäumt, den Entscheid des Ständerates zu korrigieren und der Lohngleichheit zum Durchbruch zu verhelfen. Dass die Kommission dem Ständerat nur äusserst knapp gefolgt ist, zeigt, dass die bürgerlichen Politiker Lohngleichheit und Gleichstellung nicht ernst nehmen. Die Unia ruft umso entschlossener zur grossen Demo für Lohngleichheit vom 22. September auf. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-S) folgte heute nur äusserst knapp dem Ständerat und leitet die Revision des Gleichstellungsgesetzes ans Nationalratsplenum weiter. Dass ein Stichentscheid nötig war, zeigt, dass die Lohngleichheit und die Gleichstellung bei den bürgerlichen Politikern nicht ernst genommen wird. Lohngleichheit ist aber kein Geschenk an die Frauen, sondern ein Verfassungsauftrag! Die Unia begrüsst die Einführung obligatorischer Lohngleichheitsanalysen grundsätzlich. Doch kritisiert sie scharf, dass der Vorlage bereits die meisten Zähne gezogen wurden. Nicht nur hat die WBK-S beschlossen, nur 1 Prozent der Unternehmen der neuen Regelung zu unterstellen und Lohnanalysen zu verlangen. Nur Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten müssen regelmässig ihre Löhne überprüfen. Zudem hat es die Kommission einmal mehr versäumt, Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen zu verankern. (…).
Unia Schweiz, 17.8.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Nationalrat. Unia Schweiz, 2018-08-17.
Ganzer Text
08.08.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Die Attacke auf die FlaM bedroht die Rechte aller Arbeitnehmenden. Für einen effektiven Lohnschutz braucht es Kontrollen. Zu wenige Kontrollen, zu viel Lohndumping, Diskriminierung prekärer Arbeitnehmerkategorien und insgesamt zu schwache Arbeitnehmerrechte – das sind die Probleme des Schweizer Arbeitsmarktes. Die Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit müssen deshalb dringend verstärkt werden. Die unverantwortlichen Angriffe der FDP-Bundesräte auf den Arbeitnehmerschutz führen in ein Desaster. An der gemeinsamen Medienkonferenz vom 8. August 2018 haben der SGB, die Unia sowie der SEV zu den unverantwortlichen Angriffen der FDP-Bundesräte auf den Arbeitnehmerschutz Stellung bezogen. Fazit: Die Schweiz muss noch bestehende Diskriminierungen abbauen und die Flankierenden Massnahmen stärken. Dabei sind nicht die Grenzen zu schützen, sondern die Löhne und Arbeitsbedingungen. Alles andere führt ins Desaster. Denn: Der Arbeitnehmerschutz ist nicht verhandelbar.
Unia Schweiz, 8.8.2018.
Unia Schweiz > Löhne. Flankierende Massnahmen. Unia Schweiz, 2018-08-08.
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03.08.2018 Schweiz
OVS
Unia Schweiz

Konkurs
OVS
Volltext
Unia fordert schnelle Entschädigung und besseren Schutz für Arbeitnehmende. Die Gewerkschaft Unia hat am 2. August die Eröffnung des Konkurses bei OVS zur Kenntnis nehmen müssen. Und ist schockiert über den Verlust von 1‘180 Arbeitsplätzen. Konkursverwalter und Arbeitslosenkassen sind nun gefordert, sämtliche Mitarbeitenden so schnell wie möglich zu entschädigen. Seit OVS – eine Tochtergesellschaft der Sempione Fashion AG - in der Schweiz die Charles Vögele AG übernommen hatte, verschlechterte sich die bereits zuvor angespannte Situation kontinuierlich weiter. Vor zwei Monaten ist das Unternehmen in Nachlassstundung gegangen. Eine für die betroffenen Mitarbeitenden sehr belastende Situation. Und nun kommt es definitiv zum Konkurs. Die Gewerkschaft Unia bedauert diesen weiteren, massiven Verlust an Arbeitsplätzen in der Textilbranche. Eine Branche, die bereits stark unter der harten Konkurrenz des Online-Handels leidet. Das Beispiel von OVS zeigt deutlich, dass Mitarbeitende bei Konkursen mit internationalen Akteuren schlecht geschützt sind. Mitbestimmungsrechte der Mitarbeiter/innen sollten deshalb künftig entsprechend gestärkt werden, verfügt ein Unternehmen über eine grosse Anzahl an Filialen. So sollten beispielsweise im Verlaufe des Konsultationsverfahrens Wirtschaftsinformationen verbindlich bereitgestellt und vorgeschrieben werden. Zur Erinnerung: Die italienische Muttergesellschaft OVS trägt eine grosse Verantwortung in diesem Debakel. Unia kritisiert unter anderem, dass OVS der Gewerkschaft immer (...).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.8.2018.
Unia Schweiz > OVS. Konkurs. Unia Schweiz, 2018-08-03.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/OVS.%20Konkurs.%20Unia%20Schweiz,%202018-08-03.pdf
23.07.2018 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

Suva
Uber
Volltext
Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Zürich zu Uber. Die SUVA muss neu beurteilen, welcher Teil des Firmenkonstrukts von Uber in der Schweiz als Arbeitgeber auftritt. Dies hat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich entschieden. Die Unia fordert von der SUVA, die Frage rasch zu klären, damit dem Dumping-Modell von Uber ein Ende gesetzt wird. Zum zentralen Konfliktpunkt, nämlich der Einstufung der Uber-Fahrer/innen als Unselbständigerwerbende durch die SUVA, äussert sich das Zürcher Sozialversicherungsgericht nicht. Die SUVA wird mit dem heutigen Urteil beauftragt, neu zu beurteilen, welcher Teil des Uber-Firmenkonstrukts als Arbeitgeber der Fahrer/innen „ins Recht zu fassen“ ist. Kompliziertes Dumping-Konstrukt. Der Entscheid zeigt, dass das komplexe internationale Firmenkonstrukt von Uber, mit dem sich der Konzern aus seiner Arbeitgeberverantwortung stehlen will, die Schweizer Behörden vor Probleme stellt. Mit seinem dubiosen Geschäftsmodell hält Uber seine Fahrer/innen seit Jahren in einem Zustand der Scheinselbständigkeit. Für die Fahrer/innen bedeutet dies: Beitragslücken bei den Sozialversicherungen, Fahren ohne Unfallversicherung und miserable Löhne. Dieser Zustand ist untragbar. SUVA muss rasch entscheiden. Die Behörden müssen dafür sorgen, dass Uber die geltenden Regeln befolgt und seine Pflichten als Arbeitgeber einhält. Die Suva muss nun rasch feststellen, welche juristische Einheit des Uber-Konstrukts als Arbeitgeberin der Chauffeur/innen in der Schweiz zu …).
Unia Schweiz, 23.7.2018.
Unia Schweiz > Uber. Suva. Unia Schweiz, 2018-07-23.
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19.07.2018 Schweiz
JardinSuisse
Unia Schweiz

Gartenbau
Streik
Volltext
Gärtner/innen haben genug von der Tieflohnzone Gartenbau: 3-Minuten-Streik in Gartenbau-Betrieben in der ganzen Deutschschweiz. Gärtnerinnen und Gärtner in Dutzenden Betrieben haben heute um 15.00 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Im Rahmen des ersten „3-Minuten-Streiks“ haben sie ein deutliches Zeichen gegen die Tieflohnzone Gartenbau gesetzt. Verantwortlich für diesen Missstand ist der Gärtnermeisterverband JardinSuisse und seine Weigerung, mit den Gärtner/innen zu verhandeln. Es war eine Schweizer Premiere: Zum ersten Mal fand heute um 15.00 Uhr ein dezentraler Kurz-Streik in der Gartenbau-Branche statt. Auf dutzenden Baustellen in der Deutschschweiz haben Gärtnerinnen und Gärtner die Arbeit für ein paar Minuten symbolisch niedergelegt – und sich über WhatsApp-Chats Streikbilder zugeschickt. Damit haben die Gärtner/innen gemeinsam ein klares Zeichen an den Arbeitgeberverband JardinSuisse gesendet. Vor zwei Wochen hat sich dieser geweigert, eine Delegation von Gärtner/innen zu empfangen, die über Wege aus der Tieflohnzone Gartenbau diskutieren wollten. Das lassen sich die Gärtner/innen nicht bieten. Keine Löhne unter 4‘000 Franken. Noch immer werden im Gartenbau Tieflöhne unter 4‘000 Franken bezahlt. Der Gartenbau muss endlich raus aus der Tieflohnzone; und das kann nur geschehen, wenn sich JardinSuisse endlich seiner Verantwortung für faire Arbeitsbedingungen in der Grünen Branche stellt. Denn JardinSuisse weigert sich nach wie vor mit der Unia, die am meisten Arbeitnehmende in der Branche vertritt, an (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.7.2018.
Unia Schweiz > Gartenbau. Streik. Unia Schweiz, 2018-07-19.
Ganzer Text
18.07.2018 Schweiz
Löhne
Syna
Unia Schweiz

Lohnerhöhungen
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Gastgewerbe: Mindestlöhne steigen 2019 um bis zu 1,3 Prozent. Dank dem L-GAV steigen die Löhne im Gastgewerbe. Die Mindestlöhne im Gastgewerbe werden ab 1. Januar 2019 um 1 bis 1,3 Prozent erhöht. Darauf haben sich die Sozialpartner im Gastgewerbe geeinigt. Jedes Jahr verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber die Mindestlöhne für das Gastgewerbe und die Hotellerie. Für 2019 haben sie sich auf eine Erhöhung der Mindestlöhne für alle Lohnkategorien um 1 bis 1,3 Prozent geeinigt. Die Mindestlöhne 2019:
Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) garantiert den Beschäftigten einen Mindestlohn je nach Ausbildung und Berufserfahrung. Er sieht vor, dass die Mindestlöhne jedes Jahr neu ausgehandelt werden. Die Vertragsparteien sind auf Arbeitnehmerseite die Unia, Syna und Hotel und Gastro Union, auf der Arbeitgeberseite GastroSuisse, hotelleriesuisse sowie die Swiss Catering Association SCA.
Unia Schweiz, 18.7.2018.
Unia Schweiz > Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2018-07-18.
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17.07.2018 Katar
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Fussball
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Nach der WM ist vor der WM. Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in Katar verbessert. Schlusspfiff an der Fussball WM in Russland – in Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 bereits in vollem Gange. Gemeinsam mit der Bau- und Holzarbeiter Internationalen (BHI) setzt sich die Unia ein, um die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter zu verbessern. Mit Erfolg: Die BHI führt auch 2018 Kontrollen auf den Baustellen durch und schult die Sicherheitsbeauftragten. Mega-Sportanlässe führen zum Bau von Stadien und anderer Infrastruktur. Dabei sind Tausende Bauarbeiter involviert: Oft zu sehr schlechten Arbeitsbedingungen. Oft mit vielen Todesfällen, auch zuletzt in Russland. Das darf sich nicht wiederholen. In Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 in vollem Gange. Deshalb engagieren sich die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und die Unia gegen Missstände und für die Rechte der Arbeitnehmenden vor Ort. Keine Gewerkschaften in Katar. Die umstrittene Vergabe der WM an Katar liess NGOs und Gewerkschaften gleichermassen aufhorchen. In Katar leben rund 300‘000 Katari und über zwei Millionen Migrant/innen. Gewerkschaften gibt es keine. Zudem herrscht in Katar das Kafalasystem, welches es ausländischen Arbeitnehmer/innen verbietet, den Arbeitgeber zu wechseln oder das Land ohne Einwilligung des Arbeitgebers zu verlassen. Doch dank des internationalen Einsatzes der Gewerkschaften hat sich an der aktuellen Situation in Katar etwas zum Besseren geändert, wie Vania Alleva, Präsidentin der (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.7.2018.
Unia Schweiz > Katar. Fussball-WM. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-17.
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12.07.2018 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

AHV
Uber
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Neues Rechtsgutachten zu Uber-Fahrer/innen. Gutachten: Uber muss Fahrer/innen bei AHV versichern. Ein neues Rechtsgutachten behandelt die sozialversicherungsrechtliche Stellung von Uber-Fahrer/innen. Es kommt zum Schluss, dass die Chauffeur/innen sozialversicherungsrechtlich unselbständig sind, also als Angestellte von Uber behandelt werden müssen. In dem Gutachten im Auftrag der Gewerkschaft Unia legen Prof. Dr. iur. Thomas Gächter und MLaw Michael E. Meier vom Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich detailliert dar, dass im Fall der Uber-Fahrer/innen in der Schweiz sozialversicherungsrechtlich eine unselbständige Erwerbsarbeit vorliegt. So tragen sie nicht das unternehmerische Risiko, was ein zentrales Merkmal einer Selbständigkeit wäre. Zudem befinden sich die Fahrer/innen in einer arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit von Uber, etwa indem sie zahlreiche Weisungen befolgen müssen und einem Bewertungssystem unterliegen. Insgesamt überwiegen laut der Studie die Merkmale, die für eine unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen. Das bedeutet, dass Uber seine Fahrer/innen bei den Sozialversicherungen (AHV/IV, Unfallversicherung) anmelden und Arbeitgeberbeiträge leisten muss. Uber muss Fahrer/innen ordentlich anstellen. Bisher behandelt Uber seine Fahrer/innen als Scheinselbständige und weigert sich, seine Arbeitgeberpflichten wahrzunehmen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.7.2018.
Unia Schweiz > Uber. AHV. Unia Schweiz, 2018-07-12.
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07.07.2018 Schweiz
JardinSuisse
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gartenbau
GAV
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Raus aus der Tieflohnzone. Gärtner/innen-Delegation übergibt Vereinbarungsvorschlag am JardinSuisse-Hauptsitz. Gärtnerinnen und Gärtner verdienen immer noch deutlich weniger und haben schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kollegen auf dem Bau. Eine Delegation von Gärtner/innen hat heute am Hauptsitz des Arbeitgeberverbands JardinSuisse in Aarau einen Vereinbarungsvorschlag mit der klaren Forderung „keine Löhne unter 4000 Franken!“ deponiert. JardinSuisse steht nun in der Verantwortung. Der Berufsalltag im Gartenbau ist hart. Gerade im Sommer bei Temperaturen über 30 Grad wird den Gärtner/innen alles abverlangt. Dennoch ist der Gartenbau weiterhin eine Tieflohnzone; bis zu 1000 Franken/Monat tiefere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kolleg/innen in verwandten handwerklichen Berufen sind weit verbreitet. Trotz Berufs-Knowhow und gleich hartem Berufsalltag. Für die Gärtner/innen ist das absolut unverständlich. Ihre Forderungen sind klar: Es braucht fünf Wochen Ferien, eine Frühpensionierung und faire Löhne. Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne übergeben. Heute ist deshalb eine Delegation von aktiven Gärtner/innen am Hauptsitz des Gärtnermeisterverbands JardinSuisse in Aarau vorstellig geworden. Zusammen mit einer überdimensionalen Sonnenblume reichten die Gärtner/innen einen Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne an JardinSuisse ein: keine Löhne mehr unter 4000 Franken. Dies als erster Schritt, um die Missstände in der Branche anzugehen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 7.7.2018.
Unia Schweiz > Gartenbau. GAV. Unia Schweiz, 2018-07-07.
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05.07.2018 Schweiz
EU
Unia Schweiz

EU
Personenfreizügigkeit
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Neue Unia-Publikation zur Geschichte einer historischen Errungenschaft. Personenfreizügigkeit und „FlaM“: Arbeitnehmendenrechte verteidigen statt Menschen diskriminieren und ausbeuten. Die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union und die damit verbundenen Flankierenden Massnahmen für den Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen (FlaM) sind eine historische Errungenschaft für die Arbeitnehmenden. Entscheidend dazu beigetragen hat die schweizerische Gewerkschaftsbewegung. Eine neue Publikation der Gewerkschaft Unia zeichnet die Geschichte des Paradigmenwechsels von der Kontingentierungspolitik zur Personenfreizügigkeit nach – und liefert Argumente gegen fremdenfeindliche Diskriminierungen und neoliberale Marktideologie. Die Personenfreizügigkeit steht unter Beschuss von rechtsnationalen Kreisen, während die FDP-Bundesräte Cassis und Schneider-Ammann unter dem Druck der EU die erfolgreichen Flankierenden Massnahmen (FlaM) zur Disposition stellen wollen. Warum die Schweiz an einem Scheideweg steht und was damit für die Arbeitnehmenden auf dem Spiel steht, beleuchtet die Publikation „Von der Kontingentierungspolitik zur Personenfreizügigkeit. Gewerkschaftliche Migrationspolitik im Wettlauf gegen Diskriminierungen und Lohndumping“ aus historischer Perspektive. Blick in die Geschichte. Die in zehn übersichtliche Kapitel gegliederte Broschüre spannt den Bogen von den Anfängen der gewerkschaftlichen Migrations- und Arbeitsmarktpolitik in den 1960er Jahren bis zur (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.7.2018.
Unia Schweiz > Personenfreizügigkeit. EU. Unia Schweiz, 2018-07-05.
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04.07.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
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Evaluationsbericht zur Neuordnung der Pflegefinanzierung. Neue Pflegefinanzierung berücksichtigt Bedürfnisse der Angestellten nicht. Für die Gewerkschaft Unia vermag die Neuordnung der Pflegefinanzierung das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Folgen sind Stress und Zeitdruck beim Personal sowie Qualitätseinbussen bei der Pflege. Heute hat der Bundesrat die Evaluation der Neuen Pflegefinanzierung (NPF) publiziert. Für den Bundesrat hat die Neuordnung die Ziele zwar erreicht, dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit: Die NPF vermag das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Personal und Pflegebedürftige leiden unter Kostendruck der Betriebe. In der heute publizierten Evaluation wird deutlich, dass der Kostendruck der Betriebe auf die Pflegenden umgewälzt wird. Die Rationalisierung von Pflegetätigkeiten und Zeitdruck sind die Folge. Darunter leiden nicht nur das Personal, sondern auch die Pflegebedürftigen. „Uns erreichen immer mehr Klagen von Pflegenden, dass ihnen eine immer grössere Flexibilität abgerungen wird. Kurzfristige Dienstplanänderungen, Minus- und Überstunden sowie Druck und Stress während der Arbeit nehmen markant zu. Dies ist eine direkte Folge der auf Rentabilität fokussierten Neuen Pflegefinanzierung“ (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.7.2018.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-04.
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