Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1286

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07.12.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Klimaschutz
Klimawandel
Volltext
Delegiertenversammlung der Unia tagte in Bern. Für einen wirksamen Klimaschutz. Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz in Zeichen des Klimastreiks vom 15. Mai 2020. Die Delegierten rufen dazu auf, dass sich die Mitglieder der Unia am Arbeitsplatz und bei den öffentlichen Mobilisierungen des Aktionstages engagieren und unterstützen entsprechende Aktivitäten. Weiter beschlossen die Delegierten die Ja-Parole zum Anti-Diskriminierungsgesetz. Das Gesetz bringt konkrete Verbesserungen für den Schutz vieler LGB-Menschen; Verbesserungen, die auch am Arbeitsplatz bitter nötig sind. Die Klimakrise stand an der heutigen Delegiertenversammlung der Unia im Zentrum der Debatten. Die globale Klimaerwärmung nimmt zunehmend katastrophale Ausmasse an und sie erfordert sofortiges Handeln. Angesichts der Fakten ist es kaum möglich, die künftig drohenden Folgen der Klimaerwärmung zu überzeichnen. Und dennoch bewegt sich die Politik nur quälend langsam in Richtung einer Trendwende. Dank der Klimajugend steht der Klimanotstand nun weltweit oben auf der politischen Agenda. Die Unia steht seit ihrer Gründung für den ökosozialen Umbau der Gesellschaft ein. Wir fordern Investitionen in einen ökologisch nachhaltige Produktions- und Bauweise, die Schaffung von Arbeitsplätzen in der „Green Economy“, eine Energiewende mit dem Ziel der CO2-Neutralität und die Stärkung des Service Public insbesondere im Verkehr und Transportwesen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 7.12.2019.
Unia Schweiz > Klimawandel. Umweltschutz. Unia Schweiz, 2019-12-07.
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28.11.2019 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

Medienkonferenz
Uber
Volltext
Plattform-Arbeit: So müssen die Behörden die „Uberisierung“ stoppen. Medienkonferenz: Dienstag, 3. Dezember 2019, 9.30 Uhr, Welle 7, Schanzenstrasse 5, 3008 Bern (Raum-Nr. auf Screen im Eingangsbereich). Sehr geehrte Medienschaffende. Das Auftreten von Plattformen-Unternehmen hat einschneidende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Plattform-Beschäftigte arbeiten oft, wie z.B. bei Uber, als Scheinselbständige ohne Versicherungsschutz – mit gravierenden Auswirkungen. Die Medienkonferenz am 3. Dezember bietet Hintergründe zu arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen rund um die Plattform-Beschäftigung. Erfahren Sie, welche Behörden von Gesetzes wegen aktiv werden müssten, um der „Uberisierung“ Einhalt zu gebieten, und wie der Schutz der Arbeitnehmenden verbessert werden kann. Prof. Kurt Pärli, Professor für soziales Privatrecht an der Universität Basel, stellt seine neue Publikation „Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen der Sharing Economy“ (Schulthess Verlag) vor. Er umreisst die Auswirkungen einer Einstufung von Plattform-Beschäftigten als Selbständige oder Unselbständige und zeigt, dass sowohl Beschäftigte als auch Sozialversicherungen ein grosses Interesse an der Einstufung von Plattform-Arbeitenden als Unselbständige bzw. Angestellte haben. Unia-Präsidentin Vania Alleva analysiert die neuen Erkenntnisse aus gewerkschaftlicher Sicht. (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 28.11.2019.
Unia Schweiz > Uber. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2019-11-28.
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27.11.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Hauslieferdienst
Konsultationsverfahren
Volltext
Einstellung des Dumping-Lieferdienstes „Amigos“. „Amigos“: Migros darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Migros will ihren Dumping-Lieferdienst „Amigos“ per 11. Dezember einstellen. Dies teilte sie heute ihren „Bringern“ (so heissen die Lieferant/innen) mit. Die Unia begrüsst die Einstellung des Dienstes, der auf scheinselbständiger Arbeit und Dumpinglöhnen beruht. Die Migros darf sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen. Sie schuldet den Lieferant/innen Löhne, Auslagenersatz für die Nutzung privater Geräte und Sozialversicherungsbeiträge. Zudem muss die Migros ein Konsultationsverfahren einleiten, da es sich um eine Massenentlassung handelt.Seit eineinhalb Jahren lässt die Migros mit der Plattform „Amigos“ scheinselbständige „Bringer“ Einkäufe ausliefern. Diese erhalten einen Dumpinglohn von 7.90 Franken pro gelieferte Einkaufstasche und sind ohne Unfall-, Krankentaggeld- oder Altersversicherung unterwegs. Die Einstellung dieses Dienstes beendet einen unhaltbaren Zustand. Migros muss nachbezahlen. Für die Migros ist die Geschichte aber nicht erledigt, wenn sie den Dienst einstellt. Sie schuldet den Lieferant/innen auch rückwirkend die Differenz zu einem anständigen Lohn (Richtwert muss der GAV-Lohn der Migros sein), Auslageersatz für die Nutzung privater Geräte (Mobiltelefon) und Fahrzeuge sowie AHV-Beiträge, sofern die Lieferant/innen die Einkommensschwelle von 2'300 Franken pro Jahr überschreiten oder die Entrichtung von Beiträgen wünschen. Gesetz schreibt Konsultationsverfahren vor. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.11.2019.
Unia Schweiz > Migros. Hauslieferdienst. Unia Schweiz, 2019-11-27.
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18.11.2019 Rheinfelden
Feldschlösschen AG
Unia Schweiz

Feldschlösschen AG
Lohnerhöhungen
Volltext
Unia und Feldschlösschen einigen sich bei Lohnverhandlungen. Feldschlösschen erhöht erneut die Löhne. Feldschlösschen hat sich mit der Unia und der Betriebskommission im Rahmen der jährlichen Lohnverhandlungen in einem konstruktiven Dialog geeinigt: Anfang 2020 steigt die Lohnsumme bei Feldschlösschen um 0,75 Prozent. Die Nominallohnerhöhungen erfolgen individuell. Der Mindestlohn steigt um 100 Franken. Der Mutterschaftsurlaub wird ab dem 3. Dienstjahr um zwei Wochen erhöh. Die Lohnsumme für die rund 600 Mitarbeitenden, die dem Feldschlösschen-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, wird per 1. Januar 2020 um 0,75 Prozent erhöht und wird für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung gestellt. Anpassungen beim Mindestlohn, Mutterschaftsurlaub und Pensionskassen-Sparbeiträgen. Bei den diesjährigen Lohnverhandlungen wurde die Thematik des Mindestlohnes und eine weitere Verbesserung des Mutterschaftsurlaubs diskutiert. Die Unia und Feldschlösschen einigten sich darauf, den Mindestlohn von heute 4'100 Franken auf neu 4'200 Franken anzuheben. Neu haben Mitarbeiterinnen ab dem 3. Anstellungsjahr Anspruch auf 16 Wochen Mutterschaftsurlaub. Beide Änderungen treten ab 1. Januar 2020 in Kraft. Für die Pensionskasse werden ab 1. Januar 2020 die Sparbeiträge um 10 Prozent erhöht. Die Erhöhung wird entsprechend der generellen Beitragsaufteilung zu 60 Prozent vom Unternehmen getragen. (…).
ikation Feldschlösschen,
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.11.2019.
Unia Schweiz > Feldschloesschen. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2019-11-18.
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30.10.2019 Schweiz
Textilindustrie
Unia Schweiz

Mindestlöhne
Textilindustrie
Volltext
Erhöhung der Mindestlöhne in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Vertragsparteien des Gesamtarbeitsvertrages für Firmen der Schweizerischen Textil- und Bekleidungsindustrie Unia, Syna und Swiss Textiles haben per 1. Januar 2020 eine Erhöhung der Mindestlöhne um Fr. 100.- beschlossen. Ein positives Zeichen für die Branche. Im Herbst 2019 haben die drei Vertragsparteien Unia, Syna und Swiss Textiles über eine allfällige Erhöhung der Mindestlöhne des per 1. Juli 2017 abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrages für Firmen der Schweizerischen Textil- und Bekleidungsindustrie diskutiert. Die Parteien konnten sich nach zähen Verhandlungen dahingehend einigen, dass die Mindestlöhne per 1. Januar 2020 um Fr. 100.- erhöht werden. Diese Erhöhung dient als Ausgleich der in den letzten zwei Jahren durch die Teuerung gesunkenen Kaufkraft und den gestiegenen Krankenkassenprämien. Die Erhöhung um Fr. 100.- entspricht einem Prozentsatz zwischen 2.,8% und 2,85%. Die neuen Mindestlöhne per 1. Januar 2020 sehen wie folgt aus: (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 30.10.2019.
Unia Schweiz > Textilindustrie. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2019-10-30.
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28.10.2019 Baden
Birr AG
General Electric
Unia Schweiz

General Electric
Volltext
General Electric: Debakel für die Schweiz. Nach Abschluss des Mitte Juni begonnenen Konsultationsverfahrens bei GE Power Schweiz hat das amerikanische Unternehmen heute den Abbau von 410 Stellen bestätigt. 220 Personen erhalten die Kündigung, 70 Personen können zu Infosys wechseln und rund 40 werden frühpensioniert. Die Gewerkschaft Unia kritisiert den Stellenabbau. Bei GE Power Schweiz kommt es zu einem Kahlschlag. 410 Stellen sollen an den Standorten in Birr und Baden AG abgebaut werden, 220 Personen werden entlassen, geschätzte 40 frühpensioniert, für 70 Personen konnte bei der Firma Infosys eine Nachfolgelösung gefunden werden. Für die Entlassenen existiert ein Sozialplan. Nach 2016 (900 Stellen) und 2018 (rund 1'200 Stellen) ist dies bereits der dritte massive Abbau bei GE. Innerhalb von nur drei Jahren hat der amerikanische Mischkonzern damit allein im Aargau rund 2'500 Stellen abgebaut. Einzig der Personalvertretung sowie den Gewerkschaften ist es zu verdanken, dass der ursprünglich geplante Abbau von 450 Stellen um 40 Arbeitsplätze reduziert und zudem ein Teil des Abbaus über Frühpensionierungen und Transfers zu Infosys aufgefangen werden kann. Debakel für die bundesrätliche „Laissez-faire“-Politik. Mitverantwortlich für dieses Debakel ist an vorderster Front die unverantwortliche Politik des „Laissez-faire“ des Bundesrates. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.10.2019.
Unia Schweiz > General Electric. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2019-10-28.
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25.10.2019 Genf
Malleray
Neuenburg
Ausbaugewerbe
Unia Schweiz

Ausbaugewerbe
Streik
Volltext
Lohnblockade im Ausbaugewerbe Westschweiz. Arbeitnehmende legen ihre Werkzeuge nieder und fordern eine Lohnerhöhung. Angesichts der Weigerung der Arbeitgeberorganisationen, die Löhne im Westschweizer Ausbaugewerbe zu erhöhen, sind hunderte Arbeitnehmende einem Protestaufruf der Unia gefolgt. Mit verlängerten Pausen und einer Online-Petition haben sie ihren Unmut über diese Lohnblockade kundgetan: Sie fordern eine Lohnerhöhung von 100 Franken. Die nächste Verhandlungssitzung findet am 13. November statt. Vergangene Woche haben in Bussigny (Kanton Waadt) rund hundert Arbeitnehmende für höhere Löhne protestiert. Heute gewinnt die Bewegung weiter an Fahrt und weitet sich auf die ganze Westschweiz aus. Nach einer Plakataktion der Unia gestern auf den wichtigsten Baustellen und Arbeitsplätzen, haben heute hunderte Beschäftigte an verlängerten Protestpausen teilgenommen und auf den sozialen Medien Fotos ihrer Werkzeuge, die sie am Boden deponiert hatten, geteilt. Verlängerte Pausen und Protestversammlungen konnten auf den grösseren Baustellen in Monthey, La Tour-de-Trême, Estavalyer-le-Lac, Genf, Neuenburg und in Malleray im Berner Jura beobachtet werden. Ein Eindruck von Ungerechtigkeit auf den Baustellen. Mit dem Aktionstag reagieren die Arbeitnehmenden auf eine Provokation seitens Arbeitgeber: Vergangenen Mittwoch hatten sich die Arbeitgeber an der Verhandlungssitzung gegen eine Lohnerhöhung gestellt. Aldo Ferrari, Vizepräsident der Unia und Leiter der Verhandlungsdelegation der Unia bestätigt: (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 25.10.2019.
Unia Schweiz > Ausbaugewerbe. Streik. Unia Schweiz, 2019-10-25.
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24.10.2019 Schweiz
Normalarbeitsvertrag
Unia Schweiz

Betreuungsarbeit
Volltext
Strategie des Bundesrats hat versagt: Betreuerinnen brauchen Schutz des Arbeitsgesetzes. Frauen, die in der 24-Stunden-Betreuung arbeiten brauchen mehr Schutz. Dazu hatte der Bund im Juni 2018 ein Modell für einen Normalarbeitsvertrag (NAV) veröffentlicht. Dessen Regelungen sollten die Kantone freiwillig in ihre kantonale NAV-Hauswirtschaft aufnehmen. Ein Jahr später ist die Lage gemäss einer Publikation auf der Webseite des SECO jedoch ernüchternd: Nur zwei Kantone haben die Bestimmungen des Bundes umgesetzt. Die Unia fordert deshalb erneut: Angestellte in Privathaushalten müssen unverzüglich durch das Arbeitsgesetz geschützt werden. Frauen, die in Privathaushalten rund um die Uhr betagte Personen betreuen und dort wohnen, brauchen geregelte Arbeitsbedingungen und mehr Schutz. Viele Betreuerinnen in Privathaushalten arbeiten unter Bedingungen, die an moderne Sklaverei erinnern: pausenloses Arbeiten über mehrere Wochen hinweg, mit uneingeschränkter Verfügbarkeit am Tag wie in der Nacht, und dies für einen Hungerlohn. Die gesundheitlichen Folgen sind enorm: Erschöpfung, Krankheit und Depressionen. Eine effiziente Regulierung und Kontrollen sind deshalb unabdingbar. Nur wenige Kantone sehen sich in der Verantwortung. Der Bundesrat hatte im Juni 2018 den Kantonen ein Modell für kantonalen Normalarbeitsverträge (NAV) zur Verfügung gestellt, mit der Erwartung, dass diese die vorgeschlagenen Regulierungen in ihre jeweiligen NAV zur Hauswirtschaft aufnehmen. Ein Jahr später zeigt sich: die Befürchtungen der Unia haben sich bewahrheitet und die Kantone sehen sich nicht in der (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 24.10.2019.
Unia Schweiz > Beteuungsarbeit. Unia Schweiz, 2019-10-24.
Ganzer Text
24.10.2019 Schweiz
GAV
ISAB
Unia Schweiz

GAV
ISAB
Volltext
Informationssystem Allianz Bau (ISAB). Erfolgreicher Ausbau des Bau-Kontrollsystems: Holzbau in ISAB integriert – Geschäftsstelle aufgebaut. Sechs Monate nach dem Start des Informationssystems Allianz Bau (ISAB) können bereits über 10'000 GAV-unterstellte Firmen das Bau-Kontrollsystem nutzen. Ende August 2019 konnte mit der Holzbaubranche die erste Branche aus dem Bereich des Ausbaugewerbes auf ISAB begrüsst werden. Der Betrieb von ISAB wird neu von einer eigenen Geschäftsstelle in Zürich sichergestellt, die von Sascha Haltinner geführt wird. ISAB stellt für das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe national einheitliche Daten betreffend GAV-Vollzug zentral und unter Einhaltung der geltenden Normen in Sachen Datenschutz zur Verfügung. Hinter ISAB stehen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes, welche gemeinsam den Paritätischen Verein Informationssystem Allianz Bau (ISAB) gegründet haben. Das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) verbessert und modernisiert den Vollzug von allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen in der ganzen Baubranche. Kernstücke des neuen Instrumentes für die bessere Durchsetzung der Gesamtarbeitsverträge sind das ISAB-Portal, die ISAB GAV-Bescheinigung und die ISAB Card. Das neue ISAB-System ist in seiner Grösse und Komplexität einmalig für die Schweizer Vollzugslandschaft. Ende August 2019 konnte mit der Holzbaubranche die erste Branche aus dem Bereich des Ausbaugewerbes auf ISAB begrüsst werden. Damit können weitere rund 1200 Betriebe die ISAB-Module nutzen. Insgesamt sind bereits Daten von über 10'000 (…).
Unia Schweiz, 24.10.2019.
Unia Schweiz > ISAB. GAV-Vollzug. Unia Schweiz, 2019-10-24.
Ganzer Text
21.10.2019 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Detailhandel
Gratisarbeit
Volltext
Weckruf für Lohngleichheit. Schluss mit Gratisarbeit und Prekarität – mehr Lohn und Wertschätzung für Frauen. Das ganze Jahr hinweg erledigen Frauen einen Grossteil der unbezahlten Care-Arbeit. Ab dem 21. Oktober aber arbeiten sie zudem auch als Angestellte gratis, denn sie verdienen statistisch gesehen rund 20% weniger als Männer. Darauf hat die Unia heute in verschiedenen Städten mit unterschiedlichen Aktionen hingewiesen. Die Unia fordert speziell in der „Frauenbranche“ Detailhandel höhere Löhne, insbesondere auch für die Frauen! Frauen werden mehrfach diskriminiert: Sie machen einen Grossteil der unbezahlten Care-Arbeit und auch wenn sie angestellt sind, verdienen sie durchschnittlich rund 20% weniger als Männer. Rechnet man das aufs Jahr, heisst das: Während 71,5 Tagen erhalten die Frauen im Vergleich zu den Männern nichts. Somit kommen wir auf den 21. Oktober 2019 – genau: 11.03 Uhr. Ab heute arbeiten Frauen also auch als Angestellte gratis. Damit muss endlich Schluss sein – Frauen wollen mehr! „Frauenbranche“ Detailhandel = Tieflohnbranche. Von St. Gallen über Chur und Luzern bis nach Zürich und Lugano: In vielen Städten fanden heute feministische Aktionen statt, die mit einem „Weckruf“ das Ende der Gratisarbeit forderten. In Basel war die Unia heute mit einer Riesentragtasche unterwegs und hat vor verschiedenen Läden des Detailhandels auf die Lohnungleichheit aufmerksam gemacht und die Arbeitgeber zum Handeln aufgefordert. Denn gerade im Detailhandel sind die Löhne tiefer als in der übrigen Wirtschaft. Die Kaufkraft des Personals stagniert. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 21.10.2019. Unia Schweiz, 21.10.2019.
Unia Schweiz > Gratisarbeit. Detailhandel. Unia Schweiz, 2019-10-21.
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19.10.2019 Schweiz
Maler-Gipser
Unia Schweiz

GAV
Maler-Gipser
Volltext
Landsgemeinde Maler-Gipser. Für eine farbige Zukunft: Über 1'500 Maler-Gipser fordern von den Arbeitgebern Verbesserungen im GAV. Heute trafen sich in Zürich um die 100 Unia-Delegierte an der Landsgemeinde Maler-Gipser. Im Rahmen der laufenden Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) fordern sie gemeinsam mit über 1'500 Unterzeichnenden einer Petition für bessere Arbeitsbedingungen die Arbeitgeber dazu auf, die Zukunft der Branche besser zu schützen und für fortschrittliche und für würdige Arbeits- und Lohnbedingungen einzustehen: „Den Schutz der Maler-Gipser aus- statt abbauen!“ lautet ihre klare Botschaft an den Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV). Aktuell wird der GAV Maler- und Gipsergewerbe für die Deutschschweiz, den Kanton Jura und die Maler/innen im Kanton Tessin neu verhandelt. Im Rahmen dieser Verhandlungen will der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) nun die Arbeits- und Lohnbedingungen in der Branche verschlechtern. Er fordert unter anderem einen Lohnstopp. Das heisst konkret: mehrere Jahre keine Reallohnerhöhung. Zudem will er die Arbeitszeiten ohne Entschädigung verlängern. Nein zu Verschlechterungen im GAV. An der heutigen Landsgemeinde Maler-Gipser der Unia machten die Anwesenden in aller Deutlichkeit klar: Das ist ein absolutes No-Go! (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. Unia Schweiz, 19.10.2019.
Unia Schweiz > Maler und Gipser. GAV. Unia Schweiz, 2019-10-19.
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14.10.2019 Schweiz
Holcim AG
Unia Schweiz

Arbeitsvertrag
Holcim AG
Volltext
Holcim Schweiz. Neuer KAV bringt Verbesserungen in der Gleichstellung. Die Holcim (Schweiz) AG und die Gewerkschaften Unia und Syna haben sich bei den Verhandlungen zum Kollektivarbeitsvertrag (KAV) geeinigt. Der neue Vertrag enthält Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zusätzlich ist neu das Commitment der Holcim zur Entwicklung ihrer Mitarbeitenden schriftlich festgehalten. Im Frühling wurde der Kollektivarbeitsvertrag (KAV), der die Arbeitsbedingungen von 570 Arbeitnehmenden des Unternehmens regelt, durch die Holcim (Schweiz) AG gekündigt. Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Vertragspartner auf einen neuen Kollektivarbeitsvertrag geeinigt. Verbesserungen bei der Gleichstellung. Der neue Vertrag sieht Verbesserungen bei der Gleichstellung vor. In einem Zusatz wird festgehalten, dass die Holcim (Schweiz) AG die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert und die Arbeitszeitmodelle entsprechend attraktiv gestaltet. Zudem wird der Vaterschaftsurlaub verbessert: Im bisher gültigen Vertrag wurde die zweite Woche nur zu 80 Prozent vergütet. Neu werden beide Wochen zu 100 Prozent bezahlt. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentraler Punkt für die Gleichstellung. Die neue Regelung ist deshalb ein wichtiger Schritt nach vorne“, sagt Lena Frank, Verhandlungsleiterin der Arbeitnehmendenseite. In die Zukunft der Mitarbeitenden investieren. Der KAV enthält zudem neu einen Artikel zur Entwicklung der Mitarbeitenden. Diese war bisher nicht im KAV geregelt. Die Holcim (…).
Unia Schweiz, 14.10.2019.
Unia Schweiz > Holcim Schweiz AG. Arbeitsvertrag. Unia Schweiz, 2019-10-14.
Ganzer Text
13.10.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Hauslieferdienst
Volltext
Lieferservice Amigos. Migros muss ihre „Freunde“ anstellen. Seit eineinhalb Jahren lässt die Migros mit der Plattform „Amigos“ scheinselbständige „Bringe“ Einkäufe ausliefern. Nun hält die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich fest: Die „Bringer“ sind Angestellte der Migros. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Zudem muss die Migros auch die Löhne, Versicherungsbeiträge und Berufsauflagen rückwirkend bezahlen. Wie die SonntagsZeitung berichtet, hat die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich in einem wegweisenden Entscheid einen „Bringer“ als unselbständig, also als Angestellten der Migros eingestuft. Diese Entscheidung klärt die Rechtsunsicherheit über den Status dieser Lieferant/innen. Illegale Scheinselbständigkeit. Die Migros wollte die „Bringer“ bisher nicht anstellen, sondern liess sie als Scheinselbständige arbeiten. Das heisst, die Lieferant/innen arbeiteten ohne fixen Lohn, ohne Unfall-, Arbeitslosen- und Krankentaggeldversicherung sowie ohne Altersvorsorge. Die Unia hat dieses Modell vehement kritisiert und die Uberisierung von Dienstleistungen bei der Migros denunziert. Jetzt gibt die Ausgleichskasse der Gewerkschaft Recht. Migros in der Pflicht. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Für die vergangenen eineinhalb Jahre muss die Migros den „Bringer/innen“ zudem Löhne, Sozialversicherungsbeiträge und Auslageersatz etwa für den Einsatz von privaten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.10.2019.
Unia Schweiz > Hauslieferdienst. Unia Schweiz, 2019-10-13.
Ganzer Text
08.10.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Lohnerhöhungen
Migros
Volltext
Ungenügende Lohnerhöhungen bei Migros. Die bei der Migros ausgehandelte Spanne der Lohnerhöhungen reicht in vielen Fällen nicht, um die Lebenshaltungskosten der Angestellten zu decken. Die verschiedenen Unternehmenseinheiten müssen jetzt den Ausgleich der Teuerung für die tiefsten Einkommen sicherstellen und dafür sorgen, dass die Lohnerhöhungen die Kaufkraftverluste der letzten Jahre ausgleichen. Die Unia verlangt auch wirksame und transparente Massnahmen zur Kontrolle der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2017 wurde der mickrige Anstieg der Reallöhne (0,1%) durch die wachsenden Krankenkassenprämien zunichte gemacht. 2018 sanken die Reallöhne um 0,2%. Im laufenden Jahr führen die nur individuellen Erhöhungen dazu, dass viele Mitarbeitende weiter an Kaufkraft verlieren. Die für 2020 geplanten Erhöhungen betragen für die 36 dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellen Unternehmenseinheiten zwischen 0,5 und 0,9%. Sie werden wiederum nur individuell gewährt und werden in vielen Fällen die steigenden Lebenshaltungskosten der Angestellten nicht ausgleichen und auch die in den letzten Jahren verursachten Kaufkraftverluste nicht kompensieren. Die Unia und ihre Mitglieder verlangen, dass die verschiedenen Einheiten der Migros generelle Lohnerhöhungen beschliessen, die zumindest die Teuerung für die tieferen Einkommen und die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre ausgleichen. Eigentor. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.10.2013.
Unia Schweiz > Migros. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2019-10-08.
Ganzer Text
04.10.2019 Schweiz
Gartenbau
Unia Schweiz
Vorwärts

JardinSuisse
Lohnerhöhungen
Volltext
Eine Vielzahl untypischer Aktionen. Starke Euphorie war spürbar, aber es brauchte viel Anstrengung und Mut. Ohne aktive Gärtner*lnnen-Gruppen, die Themen aufs Tapet gebracht hatten, um dann Druck auf Arbeltgeber*innen auszuüben, hätten keine Verbesserungen der Arbeitsbedlngungen stattgefunden. Ein Bericht. Gärtnerin" und Gärtner" zu sein, ist ein schöner Beruf. Doch er bedeutet auch tiefe Löhne, lange Tage und wenig Ferien. Mit Tausenden von Mitgliedern ist die Unia die grösste Vertretung von Arbeitnehmenden in der grünen Branche. Gemeinsam mit den Gärtner*innen will die Unia deren Arbeitsbedingungen verbessern. Di; Hauptforderungen sind: Faire Löhne, fünf Wochen Ferien und die Möglichkeit zur Frühpensionierung. Am Frauenstrelk dabei. Mit diesen Forderungen waren Gärtner*innen am Frauen "streik präsent. Bereits im Vorfeld nahmen einige Frauen aus unserer Gruppe extra frei, um die Gewerkschaftssekretär*innen beim Aussendienst zu begleiten und spezifisch ihre Arbeitskolleg*innen für den Frauenstreik zu mobilisieren. Einige Gärtner" aus unserer Gruppe wiederum beteiligten sich bei der Kinderbetreuung in der Lorraine, um den Müttern die Gelegenheit zu geben, sich an den verschiedenen Aktionen und Umzügen während des Tages zu beteiligen. Am Abend des Frauenstreiks solidarisierten sich natürlich noch weitere Gärtner=innen und nahmen an der Kundgebung teil. Einige unserer Arbeitskolleg*innen machten dafür extra früher Feierabend.  (…). Gruppe Gartenbau Unia Bern.
Vorwaerts, 4.10.2019.
Vorwärts > Gartenbau. Lohnerhoehungen. Vorwaerts, 2019-10-04.
Ganzer Text
01.10.2019 Schweiz
Sicherheitsbranche
Unia Schweiz

Geldtransport
Volltext
Konferenz der Sicherheitsbranche verlangt Regulierungen. Die Sicherheitsangestellten fordern einen rechtlichen Rahmen für ihre Ausbildung und ihre Sicherheit. Die Konferenz der privaten Sicherheitsbranche hat die Bundesbehörden aufgerufen, einen Rahmen für die Branche zu schaffen. Die jüngsten Angriffe auf Geldtransporter in der Romandie und im Tessin erfordern eine Reaktion. Die Arbeitgeber und die Behörden müssen dringende Massnahmen auf gesamtschweizerischer Ebene ergreifen. In einer Resolution fordern die Delegierten von den Bundesbehörden, dass die Beschäftigten in die Diskussion um ein Bundesgesetz über die Sicherheitsunternehmen einbezogen werden. Die Sicherheit der Angestellten und ihre Ausbildung müssen thematisiert werden, und es braucht diesbezügliche Kontrollen. Transporteure besser schützen. Die Unia verlangt zudem die Schaffung einer spezifischen Rechtsgrundlage für Geldtransporte, um die Sicherheit der Arbeitnehmenden zu verbessern. Sie unterstützt die Motion von Nationalrat Nicolas Rochat Fernandez, die während der Herbstsession eingereicht wurde. Eine Unia-Umfrage bei den Geldtransporteuren zeigt, dass am meisten die Kontrolle der Massnahmen der Unternehmen für mehr Sicherheit und für die Qualität der Dienstleistungen gefordert wird.
Unia Schweiz, 1.10.2019.
Unia Schweiz > Sicherheitsbranche. Geldtransport. Unia Schweiz, 2019-10-01.
Ganzer Text
26.09.2019 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Kaufkraft
Lohnerhebung
Volltext
Grosse Lohnumfrage der Unia im Westschweizer Ausbaugewerbe. Kaufkraftverlust: Zwei Drittel verzichten auf Freizeitaktivitäten. Zum Start der Lohnverhandlungen im Westschweizer Ausbaugewerbe hat die Unia eine grosse Lohnumfrage in der Branche durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend. Die Kaufkraft den Arbeitnehmenden verschlechtert sich praktisch überall. Manche haben gar Mühe, anständig von ihrer Arbeit leben zu können. Die Unia fordert eindringlich eine Reallohnerhöhung von 100 Franken. Im Hinblick auf die am 2. Oktober beginnenden Lohnverhandlungen hat die Unia eine Lohnumfrage bei über 1’500 Arbeitnehmenden im Westschweizer Ausbaugewerbe (Schreinerei, Zimmerei, Gipserei, Malerei, Glaserei, Bodenverlegung usw.) durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Zwei Drittel geben an, auf Freizeitaktivitäten oder Urlaub verzichten zu müssen, weil das Geld nicht reicht. 17 Prozent der Befragten sagen gar, dass sie Ende Monat nicht alle Rechnungen zahlen können. Lediglich ein knappes Fünftel ist der Ansicht, einigermassen anständig von der Arbeit leben zu können. Über 77% Prozent der Arbeitnehmenden sind der Meinung, Ende Monat weniger Geld in der Tasche zu haben als 2013. Im gleichen Zeitraum stiegen die Krankenkassenprämien in der Westschweiz um 38,7 Prozent, die Mieten um 6,4 Prozent und die Effektivlöhne insgesamt um 2,2 Prozent. Daraus folgt ein Kaufkraftverlust der Angestellten in einer Branche, die seit zehn Jahren boomt. Schneller arbeiten ohne faire (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 26.9.2019.
Unia Schweiz > Kaufkraft. Loehne. Unia Schweiz, 2019-09-26.
Ganzer Text
26.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Ausbaugewerbe
Unia Schweiz

Arbeitszeitgesetz
Ausbaugewerbe
Volltext
Ausbaugewerbe Westschweiz: Wegen Kaufkraftverlust verzichten zwei Drittel auf Freizeitaktivitäten. Die Angestellten im Westschweizer Ausbaugewerbe wollen dieses Jahr eine Lohnerhöhung. Zum Start der Lohnverhandlungen im Westschweizer Ausbaugewerbe hat die Unia eine grosse Lohnumfrage in der Branche durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend. Die Unia hat eine Lohnumfrage bei über 1’500 Arbeitnehmenden im Westschweizer Ausbaugewerbe (Schreinerei, Zimmerei, Gipserei, Malerei, Glaserei, Bodenverlegung usw.) durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Zwei Drittel geben an, auf Freizeitaktivitäten oder Urlaub verzichten zu müssen, weil das Geld nicht reicht. 17 Prozent der Befragten sagen gar, dass sie Ende Monat nicht alle Rechnungen zahlen können. Lediglich ein knappes Fünftel ist der Ansicht, einigermassen anständig von der Arbeit leben zu können. Schneller arbeiten ohne faire Entschädigung. Die Arbeitsproduktivität ist gestiegen. Diese Steigerung erklärt sich durch die immer knapperen Fristen, welche die Arbeitgeber – oft auf Kosten der Gesundheit der Angestellten – verlangen. Die gesteigerte Arbeitsleistung wird den Angestellten aber nicht über eine anteilmässige Lohnerhöhung weitergegeben. Im Gegenteil: Die Beschäftigten profitieren nicht von der Produktivitätssteigerung. Die Lohnbremse ist auch deswegen stossend, weil verwandte Branchen im Baugewerbe bereits wohlverdiente Lohnerhöhungen gewährt haben, etwa bei den Maurern oder den Elektriker/innen. Grosse Erwartungen auf den Baustellen. (…).
Unia Schweiz, 26.9.2019.
Unia Schweiz > Ausbaugewerbe. Arbeitszeit. Unia Schweiz, 2019-09-26.
Ganzer Text
23.09.2019 Zürich
Manor
Unia Schweiz

Entlassungen
Manor
Volltext
Stellenabbau Manor Bahnhofstrasse in Zürich. Die Unia akzeptiert keine Massenentlassung. Die grösste Warenhausgruppe der Schweiz hat heute die Schliessung des Standorts Zürich Bahnhofstrasse kommuniziert. Es droht eine Massenentlassung im grossen Ausmass: betroffen sind 480 Mitarbeiter/innen. Die Unia verlangt, dass Manor ihre Verantwortung gegenüber den Angestellten wahrnimmt und Lösungen für ihre Weiterbeschäftigung findet. Die Situation an der Bahnhofstrasse ist nicht neu; die Warenhauskette hätte genug Zeit gehabt, um Alternativen für das Personal zu finden. Wie das Unternehmen heute kommuniziert, plant Manor die Filiale Zürich Bahnhofstrasse per Ende Januar 2020 zu schliessen. Der Streit um das Gebäude ist seit langem bekannt. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Manor nun erwägt das Personal zu entlassen. Manor hätte die Situation besser einschätzen müssen, um die androhende Massenentlassung zu verhindern. Die Unia verlangt, dass Manor eine genügend lange Konsultationsfrist vorsieht, damit die Angestellten angehört und ihre Vorschläge berücksichtigt werden können. Gleichzeitig wird sich die Unia dafür einsetzen, dass so viele Stellen wie möglich erhalten bleiben: Die Unia verlangt interne Lösungen für die Weiterbeschäftigung der Angestellten, damit Manor auf die Entlassungen verzichten kann. Straucheln des Unternehmens seit Jahren bekannt. (…).
Unia Schweiz, 23.9.2019.
Unia Schweiz > Manor. Entlassungen. Unia Schweiz, 2019-09-23.
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18.09.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsgesetz
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Erfolg für Gewerkschaften: Angriff auf Arbeitsgesetz abgewehrt! Arbeitszeiterfassung schützt vor Gratisarbeit, Stress und überlangen Arbeitstagen. Der Ständerat hat darauf verzichtet, die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für weite Kreise der Angestellten abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit, Stress und überlangen Arbeitszeiten schützt. Die Unia begrüsst diesen Entscheid und erwartet jetzt vom Parlament, auch die weiteren Angriffe auf das Arbeitsgesetz abzuwehren. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, anerkennt der Ständerat, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes auf den breiten Widerstand von Gewerkschaften und weiteren Kreisen stossen. Arbeitszeiterfassung = Gesundheitsschutz. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Abschaffung der Arbeitszeiterfassung das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt und so die Angestellten vor Stress und Burn-out schützt. Höchstarbeitszeiten und Verbot von Sonntagsarbeit verdienen Schutz. Das Arbeitsgesetz – und damit der Schutz der Angestellten -, stehen aber weiterhin unter Beschuss: Jetzt muss das Parlament auch die Pläne aufgeben, die Höchstarbeitszeiten zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. Deshalb muss auch die entsprechende parlamentarische Initiative von Ständerat Konrad Graber beerdigt werden. Gesundheitsschutz aus- statt abbauen. (…). Unia Schweiz, 18.9.2019.
Unia Schweiz > Arbeitsgesetz. Unia Schweiz, 2019-09-18.
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17.09.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Stellenabbau
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Stellenabbau bei der Migros Aare. Druck auf das Personal stoppen: Keine Entlassungen bei der Migros! Die Migros schraubt weiter am Personal. Nun ist die Migros Aare betroffen: Sie plant den Abbau von 300 Stellen – obwohl die Migros finanziell solid ist. Der Stellenabbau wird noch mehr Druck auf das bereits jetzt ausgelastete Personal ausüben. Die Unia erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, dass er auf die Entlassungen verzichtet und interne Lösungen für das Personal findet. 2018 ist der Gewinn der Migros Aare gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen: Er beträgt 36 Millionen Franken. Auch die Arbeitsproduktivität und damit der Gewinn pro Kopf sind bei Migros in den letzten Jahren ständig gestiegen. Obwohl die Migros finanziell stabil ist, plant sie einen weiteren Stellenabbau. Betroffen sind 300 Stellen bei der Migros Aare. Die Unia kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, der sich ausserdem als besonders sozialverantwortlich bezeichnet, interne Lösungen für die betroffenen Angestellten zu finden, um Entlassungen zu vermeiden. Und mehr noch: Obwohl das Personal hart dafür arbeitet, dass die Migros prosperieren kann, hat sich dies kaum auf die Löhne des Personals ausgewirkt. Die Reallohnentwicklung ist letztes Jahr sogar um 0,2 Prozent gesunken. Nein zu noch mehr Stress. Bei einem weiteren Stellenabbau ergibt sich eine zunehmende Verdichtung der Arbeit für das verbleibende Personal. Das heisst auch: Mehr Stress für die bereits jetzt ausgelasteten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.9.2019.
Unia Schweiz > Migros. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2019-09-17.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Marie-Josée Kuhn
Pensionskasse
Rentenalter
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Die grösste Gewerkschaft erhöht-das Rentenalter für Mitarbeitende um ein Jahr. Rentenalter 63 bei der Unia. Die rund 1‘200 Mitarbeitenden der Unia konnten bisher mit 62 in Pension gehen. Jetzt haben diese in einer Konsultativabstimmung der Erhöhung des BVG-Referenzalters auf 63 zugestimmt. 84,4 Prozent aller Unia-Mitarbeitenden haben einer Erhöhung ihres Rentenalters von 62 auf 63 Jahren in der Pensionskasse und einer Erhöhung ihrer Spar- und Risikobeiträge zugestimmt. 14,6 Prozent waren dagegen. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 59,2 Prozent. Doch: Warum ist das nötig? Work sprach mit Unia-Vizepräsident Aldo Ferrari. Er ist auch Präsident des paritätisch zusammengesetzten PK-Stiftungsrates, Work: Aldo Perrari, was hat die Unia-Pensionskasse für Probleme? Aldo Ferrarl: Sie musste 2018 auf dem Anlagevermögen Verluste abbuchen. Andererseits machen ihr die langfristig tiefen Zinserwartungen und die steigende Zahl von Pensionierungen in den nächsten zehn Jahren zu schaffen. Wegen der gesunkenen Kapitalerträge muss die Unia auch die Übergangsrente bis zur ordentlichen Pensionierung neu ausrichten. Wer länger bei der Unia arbeitet, erhält eine Übergangsrente bis 65, die haben wir bisher über Kapitalerträge finanziert. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Zinserträge der Pensionskassen befinden sich schon lange im Fall, das hätte man doch kommen sehen müssen? Die Unia-Pensionskasse weist heute im Quervergleich mit anderen Kassen ein ungünstiges Verhältnis von (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 13.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Rentenalter. Unia. Work, 2019-09-13.
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20.08.2019 Schweiz
Gesundheitsschutz
Unia Schweiz

Meinungsumfrage
Stress
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Schweizerischen Gesundheitsbefragung: Arbeit und Gesundheit. Beunruhigende Zunahme von Stress und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Stress bei der Arbeit, schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen nehmen zu. Diese Befunde der Unia bestätigt auch das BfS heute. Die Unia verlangt einen funktionierenden Gesundheitsschutz gerade in „typischen Frauenbranchen“ und wehrt sich gegen die laufenden Angriffe auf den Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. Der Anteil der Arbeitnehmenden, die unter Stress leiden, ist erneut gestiegen (von 18% im Jahr 2012 auf 21% im Jahr 2017). Dies teilte das BfS heute mit. Ausserdem sind die Arbeitnehmenden vermehrt psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Dazu zählen z.B. hoher Zeitdruck, geringer Gestaltungsspielraum, Diskriminierung, Stress sowie Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes. Gleichzeitig bleiben die physischen Belastungen in der Arbeitswelt anhaltend hoch. Die häufigste körperliche Arbeitsbelastung in der Schweiz ist das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen wie sie oft in Industriebetrieben (z.B. in der Uhrenindustrie) oder im Dienstleistungssektor (z.B. Arbeit an der Kasse) vorkommen. Gerade dieses Risiko hat bei den Frauen zugenommen. Besonders beunruhigend ist der hohe Anteil der sehr oft gestressten Personen, die sich emotional erschöpft fühlen (49%). Diese Personen sind unmittelbar Burnout gefährdet. Alarmierend ist auch, dass junge Erwerbstätige speziell betroffen sind und dass die Zunahme im Gesundheits- und Sozialwesen besonders stark ist. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.8.2019.
Unia Schweiz > Stress. Meinungsumfrage. Unia Schweiz, 2019-08-20.
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20.08.2019 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Stress
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Beunruhigende Zunahme von Stress und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz. Stress bei der Arbeit, schmerzhafte und ermüdende Körperhaltungen, Angst um den Arbeitsplatz sowie emotionale Beanspruchungen nehmen zu. Diese Befunde der Unia bestätigt auch das Bundesam für Statistik BfS heute. Die Unia verlangt einen funktionierenden Gesundheitsschutz gerade in „typischen Frauenbranchen“ und wehrt sich gegen die laufenden Angriffe auf den Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. Der Anteil der Arbeitnehmenden, die unter Stress leiden, ist erneut gestiegen. Dies teilte das BfS heute mit. Ausserdem sind die Arbeitnehmenden vermehrt psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Die häufigste körperliche Arbeitsbelastung in der Schweiz ist das Ausführen stets gleicher Hand- oder Armbewegungen wie sie oft in Industriebetrieben (z.B. in der Uhrenindustrie) oder im Dienstleistungssektor (z.B. Arbeit an der Kasse) vorkommen. Gerade dieses Risiko hat bei den Frauen zugenommen. Befunde der Unia bestätigt. Die Analyse der schweizerischen Gesundheitsbefragung stützt Ergebnisse von Unia-Umfragen, die zu einem ähnlichen Schluss kamen. Schon 2016 hat die Unia eine Online-Befragung bei büronahen, unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen durchgeführt und dringenden Handlungsbedarf verortet, denn arbeitsbedingter Stress kommt gerade in büronahen Dienstleistungsberufen sehr häufig vor und hat oft negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten (…).
Unia Schweiz, 20.8.2019.
Unia Schweiz > Stress. Meinungsumfrage. Staenderat. Unia Schweiz, 2019-08-20.
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16.08.2019 Le Lieu
Dubois Dépraz SA
Personen
Unia Schweiz
Work
Ralph Hug
Dubois Dépraz SA
Entlassung
Gewerkschaftsrechte
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Neuer Fall einer antigewerkschaftlichen Kündigung. Ist Unia-Mann Mickael Béday das letzte Opfer der Brutalo-Chefs? Eine Schande: Die Schweiz stand wegen antigewerkschaftlicher Kündigungen auf der schwarzen Liste der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das jüngste Opfer ist ein Uhrmacher aus dem Jura. Mickael Béday (28) wollte eine Betriebskommission auf die Beine stellen. Und in der Uhrenfirma Dubois Dépraz SA im Vallée de Joux dafür sorgen, dass der Gesamtarbeitsvertrag auch bei Überstunden korrekt angewendet wird. Aber das missfiel der Direktion. Am 24. Juni entliess sie den Gewerkschafter aus fadenscheinigen Gründen. Für Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), ein klarer Fall von antigewerkschaftlicher Kündigung: „Niemand darf entlassen werden, bloss weil er seine Rechte als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer wahrnimmt“, kritisierte er Anfang Juli an einer Solidaritätskundgebung. Rund hundert Protestierende verlangten die Wiedereinstellung von Mickael Béday. Die Unia hat inzwischen eine Petition lanciert. Wende in Sicht. Der Fall Béday ist der jüngste in einer langen Geschichte. Denn die Schweiz schützt Arbeitnehmende nur höchst ungenügend vor missbräuchlicher Kündigung. Das ist der Grund, weshalb sie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) im Mai auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Mit dem fehlenden Schutz verstösst die Schweiz gegen die ILO-Konvention Nr. 98, die sie selber unterschrieben (…). Ralph Hug.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Hug Ralph. Dubois Dépraz SA. Entlassung. Work online, 2019-08-16.
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