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19.01.2021 Schweiz
Pflegeheime
Unia Schweiz

Coronavirus
Pflegeheime
Volltext
Alters- und Pflegeheime vor grosser Gefahr. Besserer Schutz für Personal und Bewohner*innen längst überfällig. Die grosse Mehrzahl aller Corona-Todesfälle ereignet sich in Alters- und Pflegeheimen. Die neue Mutation des Corona-Virus stellt diese nun vor noch grössere Gefahren. Statt die Heime allein zu lassen, sind Bund und Kantone gefordert, griffigere Schutz-massnahmen zu beschliessen: Es braucht regelmässige, flächendeckende Covid-19-Tests in Heimen und infizierte Pflegende müssen sich auch tatsächlich in Isolation begeben können. Dazu braucht es dringend Zusatzpersonal, um die Bewohner*innen in Würde pflegen und schützen zu können. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind schweizweit mehr als 4000 Bewohner*innen von Pflegeheimen am Virus verstorben. Das Personal in den Heimen steht seit Monaten massiv unter Druck. Der Mehraufwand in der Pflege, durch Erkrankungen, verschärftem Personalmangel und die Begleitung von sterbenden Pflegebedürftigen, führt zu einer enormen Belastung der Pflegenden. Flächendeckende Test in Heimen längst überfällig. Politik und Gesundheitsbehörden haben zu lange weggeschaut und die Verantwortung an die Institutionen delegiert, die mit manchmal besseren, manchmal schlechteren Schutzkonzepten versucht haben, das Virus aus den Heimen zu halten. Die Mutationen des Virus stellen die Heime vor neue Herausforderungen. Erste Fälle zeigen, mit welch erschreckender Geschwindigkeit sich das neue Virus in den Heimen ausbreiten kann. Die Gewerkschaft Unia fordert von Bund und Kantonen sofortige, griffige Massnahmen. Dazu gehören regelmässig durchgeführte, flächendeckende Corona-Tests von Bewohner*innen und Pflegenden. Positive Testresultate müssen dann insbesondere auch beim Personal zu einer konsequenten Isolation der Betroffenen führen. Heime nicht allein lassen. Das flächendeckende Testen von Mitarbeitenden und Pflegebedürftigen ist personell aufwändig und die Umsetzung einer konsequenten Isolation von erkrankten Pflegenden wird die Personalknappheit noch weiter verschärfen. Bundesrat und Kantone sind daher gefordert, die Heime entsprechend zu unterstützen: Sie müssen einerseits die Kosten für die Tests tragen, andererseits zusätzliches Personal für die Durchführung der Tests und die Pflege bereitstellen – sei dies durch den Aufbau von Personalpools, Zivilschutz- oder Zivildienstleistende oder allenfalls Armeeangehörige. Stellenabbau verhindern. Heime und deren Mitarbeitende müssen aber nicht nur vor Infektionen sondern auch vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie geschützt werden. Nebst den zusätzlichen Kosten für die Pandemiebekämpfung führt die aktuelle Situation in vielen Heimen aufgrund weniger Eintritten und Todesfällen zu einer tieferen Auslastung der Betten. Die Finanzierung der Heime und die Stellenschlüssel sind abhängig von der Bettenbelegung. Es besteht die Gefahr, dass diese Kosten und Einbussen auf das Personal überwälzt und Stellen abgebaut werden. Bund und Kantone müssen sofort aktiv werden, die Heime gegebenenfalls finanziell unterstützen und drohende Stellenstreichungen verhindern. Denn die Heime brauchen auch über die Pandemie hinaus genügend, wenn nicht sogar zusätzliches Personal, um eine gute und würdige Pflege zu gewährleisten. Für Rückfragen: Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia, Silja Kohler, Mediensprecherin Unia.
Unia Schweiz, Medienmitteilung, Unia Schweiz, 2021-01-19
Unia Schweiz > Altersheime. Coronavirus. Unia Schweiz, 2021-01-19.
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17.01.2021 Schweiz
Altersheim
Unia Schweiz

Altersheime
Coronavirus
Volltext
Alters- und Pflegeheime vor grosser Gefahr
Besserer Schutz für Personal und Bewohner*innen längst überfällig. Die grosse Mehrzahl aller Corona-Todesfälle ereignet sich in Alters- und Pflegeheimen. Die neue Mutation des Corona-Virus stellt diese nun vor noch grössere Gefahren. Statt die Heime allein zu lassen, sind Bund und Kantone gefordert, griffigere Schutz-massnahmen zu beschliessen: Es braucht regelmässige, flächendeckende Covid-19-Tests in Heimen und infizierte Pflegende müssen sich auch tatsächlich in Isolation begeben können. Dazu braucht es dringend Zusatzpersonal, um die Bewohner*innen in Würde pflegen und schützen zu können. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind schweizweit mehr als 4000 Bewohner*innen von Pflegeheimen am Virus verstorben. Das Personal in den Heimen steht seit Monaten massiv unter Druck. Der Mehraufwand in der Pflege, durch Erkrankungen, verschärftem Personalmangel und die Begleitung von sterbenden Pflegebedürftigen, führt zu einer enormen Belastung der Pflegenden. Flächendeckende Test in Heimen längst überfällig. Politik und Gesundheitsbehörden haben zu lange weggeschaut und die Verantwortung an die Institutionen delegiert, die mit manchmal besseren, manchmal schlechteren Schutzkonzepten versucht haben, das Virus aus den Heimen zu halten. Die Mutationen des Virus stellen die Heime vor neue Herausforderungen. Erste Fälle zeigen, mit welch erschreckender Geschwindigkeit sich das neue Virus in den Heimen ausbreiten kann. Die Gewerkschaft Unia fordert von Bund und Kantonen sofortige, griffige Massnahmen. Dazu gehören regelmässig durchgeführte, flächendeckende Corona-Tests von Bewohner*innen und Pflegenden. Positive Testresultate müssen dann insbesondere auch beim Personal zu einer konsequenten Isolation der Betroffenen führen. Heime nicht allein lassen
Das flächendeckende Testen von Mitarbeitenden und Pflegebedürftigen ist personell aufwändig und die Umsetzung einer konsequenten Isolation von erkrankten Pflegenden wird die Personalknappheit noch weiter verschärfen. Bundesrat und Kantone sind daher gefordert, die Heime entsprechend zu unterstützen: Sie müssen einerseits die Kosten für die Tests tragen, andererseits zusätzliches Personal für die Durchführung der Tests und die Pflege bereitstellen – sei dies durch den Aufbau von Personalpools, Zivilschutz- oder Zivildienstleistende oder allenfalls Armeeangehörige. Stellenabbau verhindern. Heime und deren Mitarbeitende müssen aber nicht nur vor Infektionen sondern auch vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie geschützt werden. Nebst den zusätzlichen Kosten für die Pandemiebekämpfung führt die aktuelle Situation in vielen Heimen aufgrund weniger Eintritten und Todesfällen zu einer tieferen Auslastung der Betten. Die Finanzierung der Heime und die Stellenschlüssel sind abhängig von der Bettenbelegung. Es besteht die Gefahr, dass diese Kosten und Einbussen auf das Personal überwälzt und Stellen abgebaut werden. Bund und Kantone müssen sofort aktiv werden, die Heime gegebenenfalls finanziell unterstützen und drohende Stellenstreichungen verhindern. Denn die Heime brauchen auch über die Pandemie hinaus genügend, wenn nicht sogar zusätzliches Personal, um eine gute und würdige Pflege zu gewährleisten. Für Rückfragen: Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia, Silja Kohler, Mediensprecherin Unia. Unia Schweiz,
Medienmitteilung. Unia Schweiz, 2021-01-17.
Unia Schweiz > Altersheime. Coronavirus. Unia Schweiz,, 2021-01-17
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11.01.2021 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Querdenker
Volltext
Gefährliche „Querdenker-Aktion“ bringt Arbeitnehmende in die Bredouille. Affront gegen den gesunden Menschenverstand. Eine unbekannte Zahl von Gewerbetreibende stellt sich unter dem Motto „Wir machen auf“ gegen die Massnahmen zur Pandemiebekämpfung. Sie öffnen trotz Verbots ihre Restaurants und folgten damit einem anonymen Aufruf aus deutschen „Querdenker“-Kreisen. Die Unia verurteilt diese Aktion aufs schärfste. Angesichts von jetzt schon über 8'000 Corona-Toten in der Schweiz ist sie ein Affront gegen die Menschlichkeit und den gesunden Menschenverstand. Unia wird Rechte der Angestellte verteidigen. Darüber hinaus bringen die beteiligten Unternehmen ihre Angestellten in eine unhaltbare Situation. Falls sie der Arbeitsaufforderung der Arbeitgeber trotz behördlichem Verbot Folge leisten, machen sie sich nämlich strafbar. Die Mitarbeitenden begehen dann eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbusse bis zu 10'000 Franken geahndet wird. Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeitenden nicht zu einer strafbaren und/oder rechtswidrigen Handlung zwingen. Sie können sich daher weigern, zur Arbeit zu gehen bei weiterhin vollem Anrecht auf Gehalt bzw. Kurzarbeitsentschädigung. Allerdings werden in einem solchem Fall viele Arbeitnehmende Repressalien des Arbeitgebers befürchten. Die Unia fordert betroffene Arbeitnehmende darum auf, sich in einem solchem Fall bei ihr zu melden. Die Gewerkschaft wird ihre Rechte wahrnehmen und die fehlbaren Firmen den zuständigen kantonalen Behörden zur Anzeige bringen, welche für die Schliessung der Betriebe gemäss Covid-19-Verordnung zuständig sind. Konfuse Covid-19-Strategie der Regierung ist mitverantwortlich. Dass die verantwortungslose Aktion trotz grassierender Pandemie bei gewissen Arbeitgebern auf Anklang stösst, ist zwar nicht entschuldbar, angesichts der konfusen Corona-Strategie des Bundesrates aber doch keine Überraschung. Schuld daran sind zwei krasse Fehler: Erstens scheint die Regierung die Empfehlungen ihrer eigenen wissenschaftlichen Taskforce nicht ernst zu nehmen, welche seit langem wirksamere Massnahmen zur Senkung der Fallzahlen fordert. Der Bundesrat – und mit ihm die Kantonsregierungen – schaut monatelang passiv zu, wie das erklärte Ziel der Fallzahlen-Senkung wieder und wieder verpasst wird und täglich um die hundert Menschen an Covid-19 sterben. Aber statt entsprechend zu reagieren und die Massnahmen zu verschärfen, sorgen sich die Behörden lieber darum, welche Skilifte vielleicht doch noch geöffnet werden könnten. Solidarität statt finanzpolitische Panikmache. Ebenso grossen Schaden richten die finanzpolitische Panikmache von Bundesrat Maurer und die ideologische Blindheit einiger Arbeitgeberverbände an. Jetzt rächt sich, dass die Schweiz entgegen dem ersten Anschein den notleidenden Betrieben und Arbeitnehmenden eben doch nicht genügend unter die Arme greift. Das unwürdige Geknausere mit Covid-19-Nothilfen muss endlich ein Ende haben. Wer unter der Covid-19-Krise materiell leidet, hat volle Solidarität verdient. Die Unia fordert darum endlich die unbürokratische Auszahlung von À-fonds-perdu-Beiträgen zum Schutz der Arbeitsplätze in den Bereichen, die wegen Lockdowns schliessen mussten oder durch Teil-Lockdown stark eingeschränkt sind; 100 Prozent Kurzarbeitsentschädigung für alle Löhne bis netto 5'000 Franken. Die Schweiz hat das Geld für diese Solidarität – Regierung und Parlament müssen die Mittel jetzt sofort sprechen. Weitere Informationen: Vania Alleva, Präsidentin Unia, Serge Gnos, Leiter Kommunikation Unia Inia Schweiz, Medienmitteilung, 11.1.2021. Unia Schweiz > Querdenker. Coronavirus. Unia Schweiz, 2021-01-11.
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17.12.2020 Schweiz
MEM-Industrie
Unia Schweiz

Berufsbildung
Volltext
Weiterbildung
MEM-Passerelle 4.0: Lancierung Bildungsangebote zur Neu-Qualifizierung. Die Sozialpartner der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie haben am 11. Dezember 2020 die“e“ MEM-Passerelle 4.0 AG“ gegründet. Ihr Ziel ist es, erwachsenengerechte Qualifizierungsangebote zu entwickeln, um die Arbeitsmarktfähigkeit von berufstätigen Personen in einem sich stark verändernden Arbeitsmarkt zu erhalten. Die Gründungsversammlung wählte Prof. Dr. Stefan Wolter, Professor an der Universität Bern und Direktor Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, zum Verwaltungsratspräsidenten. Seit Mitte Oktober 2020 läuft am Berufsbildungszentrum IDM Thun ein erster Pilotlehrgang. Die Sozialpartner der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) haben im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) die Absicht verankert, gemeinsam neue Angebote für die Re- und Neuqualifikation von berufstätigen Erwachsenen aufzubauen (vgl. Art. 50 Abs.1 GAV MEM). Auf dieser Grundlage haben die Sozialpartner (Swissmem/ASM, Angestellte Schweiz, Unia, Syna, Kaufmännischer Verband und SKO) am 11. Dezember 2020 die «MEM-Passerelle 4.0 AG» gegründet. Ziel dieser Organisation ist es, den Unternehmen der MEM-Industrie die notwendigen Fachkräfte zu erhalten und den Arbeitnehmenden ihre Anschlussfähigkeit sowie Berufsfeldwechsel zu ermöglichen. Die Aufgabe der „MEM-Passerelle 4.0 AG“ ist es, Beratungsangebote für berufstätige Erwachsene aufzubauen. Diese sollen die individuelle Eignung abklären und die Möglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung aufzeigen. Insbesondere werden erwachsenengerechte, modularisierte und berufsbegleitende Bildungsangebote für eine verkürzte und auf den bestehenden Kompetenzen aufbauende Neuqualifizierung entwickelt. Die «MEM-Passerelle 4.0 AG» sucht dafür die Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Instanzen sowie mit Kooperations- und Umsetzungspartnern aus allen Bereichen des Bildungssystems.
Bereits Mitte Oktober 2020 ist am Berufsbildungszentrum IDM Thun ein erster Pilotlehrgang in den Fachbereichen Fertigung, Montage/Inbetriebnahme und Instandhaltung gestartet worden. Im Februar 2021 beginnen weitere Ausbildungsmodule, bei denen auch ein Neueinstieg möglich ist. Die Module werden durch Fachpersonen aus der Praxis geleitet. Ab Herbst 2021 sind zusätzliche Pilotlehrgänge in weiteren Regionen geplant. An der Gründungsversammlung der «MEM-Passerelle 4.0 AG» vom 11. Dezember 2020 wurde Prof. Dr. Stefan Wolter, Professor an der Universität Bern und Direktor Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF, zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Der übrige Verwaltungsrat ist aus Vertretern der Gewerkschaften, der Angestelltenverbände sowie von Swissmem bzw. deren Mitgliedfirmen zusammengesetzt. Er besteht aus Bernhard Gisler (Schindler Aufzüge AG), Hans Hess (Swissmem/ASM), Claudia Komminoth (PB Swiss Tools), Karin Oberlin (Angestellte Schweiz), Johann Tscherrig (Syna) und Manuel Wyss (Unia). Weitere Informationen: Pilotlehrgang: www.mem-passerelle.ch/angebote,MEM-Passerelle AG: www.mem-passerelle.ch. Für Rückfragen:
Manuel Wyss, Stv. Sektorleiter Industrie Unia, Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia. Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.12.2020.
Unia Schweiz > MEM-Industrie. Berufsbildung. Unia Schweiz, 2020-12-17.
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14.12.2020 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Ladenöffnungszeiten
Petitionen
Volltext
Unia-Petition im Detailhande. Verkäufer*innen verdienen Respekt – mehr denn je! Tausende Angestellte im Detailhandel unterstützen die Forderung der Unia nach einem angemessenen Weihnachtsgeld und einem frühen Ladenschluss am 24. Dezember. Auch einige Detailhändler ziehen mit: Anders als in den vergangenen Jahren werden viele Geschäfte zwischen 16 und 17 Uhr schliessen. Nun müssen sie ihren Angestellten auch eine angemessene Prämie ausrichten – und alle Läden müssen früher schliessen. Die Forderung des Verkaufspersonals, am Abend des 24. Dezembers früher Feierabend zu machen, ist bei einem Grossteil der Arbeitgeber angekommen. Viele Lebensmittelgeschäfte schliessen in der Deutschschweiz an diesem Abend zwischen 16 und 17 Uhr. Die Unia-Petition, die am 25. November lanciert wurde, zeigt also bereits erste Erfolge. Angestellte im Non-Food-Bereich nicht aussen vor lassen Die Weihnachtszeit, die jedes Jahr sehr stressig ist, ist in diesem Jahr durch die Covid-Massnahmen noch herausfordernder für die Angestellten. Darüber hinaus haben einige Kantone und Gemeinden in der Romandie die Ladenöffnungszeiten verlängert – ohne eine Konsultation bei den Sozialpartnern und dem Personal durchzuführen. Die Verkäufer*innen sind erschöpft und haben sich einen freien Abend am 24. Dezember redlich verdient. Die Unia verlangt, dass andere Detailhändler, insbesondere in der französischsprachigen Schweiz und im Non-Food-Bereich, jetzt ebenfalls handeln. Ein wohlverdienter Bonus. Die Verkäufer*innen waren in den letzten Monaten äusserst exponiert – in einer Branche, in der die Löhne grundsätzlich tief, die Arbeitszeiten stark flexibilisiert und die Arbeit der Angestellten zu wenig anerkannt sind. Aufgrund von Kurzarbeit haben in den letzten Monaten viele Angestellte erhebliche Lohneinbussen erlitten. Ein Teil der Arbeitgeber hat mit der Auszahlung einer Prämie oder Gutscheinen zwar gehandelt. Das reicht aber nicht aus. Denn nicht alle Mitarbeitenden profitieren davon. Für die Unia ist klar: Alle Verkäufer*innen haben für ihre wichtige Arbeit ein angemessenes Weihnachtsgeld verdient. Der Gesamtbetrag der Prämie sollte etwa 2'000 Franken für das ganze Jahr betragen. Detailhandel aufwerten!. Für die Unia ist die Durchsetzung ihrer beiden Forderungen ein unverzichtbarer Schritt. Schliesslich braucht es auch längerfristig eine Lohnerhöhung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Detailhandel – durch flächendeckende Gesamtarbeitsverträge (GAV). Nur mittels GAV können Regeln festgelegt werden, die dem Verkaufspersonal mehr Schutz bieten und ihre Arbeits- und Lohnbedingungen verbessern.
Für Rückfragen:
Anne Rubin, Mitglied Sektorleitung Tertiär
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia

Unia Schweiz, Medienmitteilung, 14.12.2020.
Unia Schweiz > Detailhandel. Ladenöffnungszeiten. Unia Schweiz, 2020-12-14.
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11.12.2020 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Lohnerhöhungen
Poliere
Volltext
Ohne Poliere geht auf dem Bau nichts: Sie planen, motivieren, leiten an.

Baumeister lassen Poliere schon wieder leer ausgehen
Die Lohnverhandlungen für die Baupoliere sind gescheitert. Der Baumeisterverband hat sämtliche Kompromissvorschläge abgelehnt. Diese erneute Nullrunde ist ein Affront für die Poliere und sie verschlimmert den Fachkräftemangel auf den Baustellen.
Ohne Poliere geht nichts auf der Baustelle. Sie planen, motivieren und leiten die Bauarbeiter tagtäglich an. Und während der Coronakrise haben sie Ausserordentliches geleistet, um wo möglich die Baustellen weiterzuführen.
Lohn und Work-Life-Balance im Fokus
Im Zentrum der diesjährigen Verhandlungen standen Verbesserungen bei den Löhnen und im Bereich Work-Life-Balance. Die Arbeitnehmerverbände, also die Gewerkschaften Unia und Syna sowie Baukader Schweiz, forderten für die Poliere neben einer Lohnerhöhung ein Recht auf Teilzeitarbeit sowie eine bezahlte Znüni-Pause.
Keine Lohnerhöhung seit 2013
Seit 2013 haben die Poliere keine generelle Lohnerhöhung mehr erhalten. Wenn es nach dem Baumeisterverband geht, sollen sie auch dieses Jahr leer ausgehen. Die Baumeister lehnten sämtliche Forderungen und Kompromissvorschläge ohne zu verhandeln ab. Sieht so Wertschätzung aus?
Eigentor der Baumeister
Die Haltung der Baumeister ist auch ein Eigentor. Denn gerade bei den Polieren gibt es einen akuten, spürbaren Personalmangel: Bereits heute fehlen Hunderte Baupoliere. In Zukunft wird sich die Situation noch verschärfen, weil viele Poliere ins Pensionsalter kommen. Zudem fehlt es in der Branche an Nachwuchs.
Die Unia unterstützt die Poliere
Die Arbeitnehmerverbände fordern verantwortungsvolle Firmen auf, die Löhne auf Betriebsebene zu erhöhen. Auch sollen sie Mitarbeitenden, die Teilzeit arbeiten möchten, dies zu ermöglichen. Gemeinsam mit den Polieren wird sich die Unia weiter für die Umsetzung dieser Forderungen einsetzen.
Unia Schweiz, 11.12.2020.
Unia Schweiz > Poliere. Baumeisterverband. Unia, 2020-12-11
09.12.2020 Schweiz
Gesundheitsschutz
Unia Schweiz

Coronavirus
Volltext
Solidarität statt Laissez-faire. Gesundheitsschutz und ökonomische Sicherheit gehen Hand in Hand. Die Behörden müssen jetzt entschieden eingreifen, um beides zu sichern. Der Zentralvorstand der Unia hat heute ein Paket von Corona-Forderungen diskutiert, welche die Pandemie eindämmen und das Vertrauen in die soziale Sicherheit wiederherstellen sollen. Unabhängig davon, ob der Bundesrat ihn ausrufen will oder nicht – der Notstand ist Tatsache: Bald 6000 Corona-Todesfälle – doch mehr als eine Schweigeminute hat die Politik nicht zu bieten. Immer härtere Einschränkungen von privaten Treffen, aber gleichzeitig möglichst volle Seilbahnen und Läden im Adventsverkauf. Arbeitszwang für Pflegepersonal trotz Corona-Infektion. Zu wenig Personal für die Arbeitsinspektorate zur Kontrolle der Schutzkonzepte am Arbeitsplatz. Keine existenzsichernde Kurzarbeitsentschädigung. Diese realen Probleme drohen im Kompetenz-Hickhack von Politik und Behörden unterzugehen! Stattdessen ist es die grösste Sorge bürgerlicher Parteien und Parlamente, Kosten zu vermeiden. Arbeitgeberverbände lehnen aus rein ideologischen Gründen staatliche Unterstützungsprogramme ab. Die Kantonsbehörden werkeln an Sparprogrammen und der SVP-Finanzminister macht auf Schulden-Panik. Das alles dient lediglich den Interessen einer kleinen Minderheit von Reichen und Superreichen. Gesundheit vor Profit. Die Unia fordert stattdessen einen solidarischen Ausweg aus der sozialen und sanitarischen Krise! Politik und Behörden müssen jetzt entschieden handeln und sofort alle nötigen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergreifen und durchsetzen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass nicht die Arbeitnehmenden und die sozial Schwachen die Zeche der Krise bezahlen, sondern jene, die dank steigenden Profiten und Aktienkursen von der Krise auch noch profitieren. Der Unia Zentralvorstand fordert: 100% Kurzarbeitsentschädigung für Löhne bis 5000 Franken netto. Einen ausreichend dotierten nationalen Corona-Hilfsfonds für alle Bevölkerungsgruppen, die von der Krise getroffen sind und keine Kurzarbeit beantragen können. Eine Corona-Prämie für alle Beschäftigten in besonders exponierten Berufen, angefangen beim Personal in der Pflege, im Verkauf und in der Logistik. Eine Verdoppelung der Kontrollen von Schutzmassnahmen in der Arbeitswelt. Keine Sparprogramme, sondern konjunkturwirksame Massnahmen für Investitionen in das Gesundheitssystem, in die Bildung und den ökosozialen Umbau. Mietzinserlasse und weitere Stützmassnahmen für besonders betroffene Branchen, etwa das Gastgewerbe, die Tourismus- und die Kulturbranche. Keine Adventsverkäufe und Massenevents, die zur Verbreitung der Pandemie beitragen. Dafür volle Entschädigung für die betroffenen Unternehmen, Selbständigen und Arbeitnehmenden. Kein Widerspruch zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlicher Sicherheit. Der von einigen Wirtschaftsexponenten und bürgerlichen Politikern angeführte Widerstand gegen wirksame Pandemiemassnahmen hat uns wieder an den Rand eines Lockdowns geführt. Darunter leiden jetzt auch viele Unternehmen. Die Behörden müssen endlich langfristig denken und von diesem kurzfristigen Profitdenken Abstand nehmen.
Weitere Informationen:
Vania Alleva, Präsidentin Unia, 079 620 11 14
Serge Gnos, Leiter Kommunikation und Kampagnen, 079 378 75 04
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 9.12.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-12-09.
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01.12.2020 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Covid-19 in der Betagtenpflege. Pflegende fordern von Bund und Kantonen sofortige Massnahmen. An der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung der Unia berichteten die Teilnehmenden über unhaltbare Zustände während der Corona-Pandemie in Alters- und Pflegeheimen. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie Bund und Kantone auffordern, ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen und sofortige Entlastungmassnahmen zu ergreifen. Die rund 30 Teilnehmenden der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung waren sich einig: Sie stossen derzeit an ihre Grenzen. Bund und Kantone müssen umgehend Massnahmen ergreifen, um das Pflege- und Betreuungspersonal in der Betagtenpflege zu entlasten. Sie haben dazu eine Resolution verabschiedet. Viele Ansteckungen und Personalausfälle. Während es in der ersten Pandemiewelle vor allem an Schutzmaterial fehlte, ist derzeit der akute Personalmangel das grösste Problem. Die Personalausfälle sind so gravierend, dass in Alters- und Pflegeheimen teilweise sogar positiv getestete Pflegende eingesetzt werden. Sie gefährden damit sich selbst, die Betagten und ihre Arbeitskolleg*innen. Die Teilnehmenden der Branchenkonferenz fordern deshalb von den Kantonen: Pflegende mit einer vermuteten oder nachgewiesenen Covid-19-Infektion dürfen unter keinen Umständen zur Arbeit herangezogen werden. Sie sollen in Isolation bleiben und sich zu Hause auskurieren können. Die Kantone müssen für genügend Personal in der Betagten-Pflege und -Betreuung sorgen: Insbesondere durch heim- und kantonsübergreifende Personalpools oder durch zusätzliche Hilfe von Zivildienstleistenden und dem Militär. Überlastung vorprogrammiert. Das verbleibende Personal häuft derzeit Überstunden an und steht im Dauereinsatz. An freien Tagen trotzdem zur Arbeit zu gehen, ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm. So gravierend die aktuelle Situation ist, so wenig überraschend kommt sie. Die Pandemie zeigt, dass die Heime durch ewige Sparmassnahmen und die Ökonomisierung der Pflege bereits vorher am Limit waren. Das Personal aus Pflege und Betreuung fordert deshalb von Bund und Kantonen: ■ Das Pflege- und Betreuungspersonal muss sich nach der Pandemie von den Strapazen erholen können, ansonsten wird die bereits sehr hohe Berufsausstiegsrate dramatische Ausmasse annehmen. Die zukünftige Entlastung der Pflegenden muss jetzt geplant werden! Es braucht nach der Pandemie «Zeit» im Sinne einer Kompensation der Überstunden und einer Arbeitszeitreduktion, „Geld“ in Form einer längst überfälligen Lohnerhöhung sowie zusätzliches Personal durch die Förderung der Aus- und Weiterbildung sowie höhere Stellenschlüssel.
Für Rückfragen:
Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.12.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-12-01
26.11.2020 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Black Friday
Detailhandel
Volltext
„Black Friday“ ist ein Höhepunkt der prekären Arbeit. nlinehandel beschert Logistiker*innen einen rabenschwarzen Freitag. Der „Black Friday“ wird erneut zu Rekord-Bestellungen im Onlinehandel führen. Leidtragende dieses von Unternehmen geförderten Konsumrausches sind die Arbeitnehmenden, die die bestellten Produkte unter riesigem Zeitdruck verpacken, transportieren und ausliefern müssen. Die Unia fordert die Einhaltung des Arbeitsgesetzes, eine klare Eingrenzung der atypischen Arbeitsformen, deutlich mehr Kontrollen und allgemein geregelte Arbeitsbedingungen mit fairen Mindestlöhnen. Die Arbeitsbedingungen in der Logistik- und Kurierbranche sind schon im Normalzustand miserabel. Lange Arbeitstage, grosser Zeitdruck, schlechte Entlöhnung und prekäre Arbeitsverträge prägen das Bild. In vielen Betrieben werden Vorschriften des Arbeitsgesetzes reihenweise nicht eingehalten, etwa wenn gearbeitete Stunden nicht erfasst oder Gesundheitsschutzbestimmungen missachtet werden. Viele Unternehmen setzen auf Arbeit auf Abruf, Temporärarbeit, auf Subunternehmerketten oder sogar Scheinselbständigkeit, um den Konkurrenzkampf um noch billigere Preise zu gewinnen. Dies führt systematisch zu unsicheren und belastenden Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen. Dies alles in einer boomenden Branche, welche händeringend versucht, die anfallenden Aufträge bewältigen zu können und 2020 wegen der Corona-Pandemie grosse Extraprofite einfährt und sich langfristig Marktanteile im Detailhandel sichert. „Black Friday treibt Prekarisierung voran. An Tagen wie dem „Black Friday“ steigt das Arbeitsvolumen zusätzlich. Dafür heuern Arbeitgeber kurzfristig zahlreiche Temporär-Arbeitskräfte an, die dann in denselben Logistikzentren arbeiten wie die bestehenden Arbeitnehmenden – Pandemie-Massnahmen wie Mindestabstände können oft nicht mehr eingehalten werden. Lagermitarbeitende, Logistiker*innen und Kurier*innen müssen in kürzester Zeit gewaltige Mengen an Sendungen bearbeiten und ausliefern, was zu massivem Stress, körperliche Überlastung und vielen (auch unbezahlten) Überstunden führt. Fragwürdige Strategie der Detailhändler. Die Strategie der grossen Detailhändler, mit Rabattschlachten und Aktionstagen wie dem «Black Friday» oder dem gleich darauf folgenden „Cyber Monday“ die Umsätze zu steigern, ist für die Arbeitnehmenden verheerend. Zumal die Mehrarbeit und der Preisdruck auf eine Branche überwälzt werden, wo es keine Gesamtarbeitsverträge und kaum Kontrollen der Arbeitsbedingungen gibt. Zudem fördern diese Tage einen Überkonsum und befeuern so die Klimakrise. Es braucht Verbesserungen, Verantwortung der Detailhändler und Kontrollen. Der Prekarität und Gesetzesverletzung in der Logistik- und Transportbranche muss ein Ende gesetzt werden. Dazu braucht es Mindestlöhne von mindestens 4000 Franken (x13), stabile Anstellungen und eine klare Begrenzung von temporären Arbeitsverträgen oder solchen auf Abruf. Auch klare Regeln für Plattformen, eine Einschränkung von Subunternehmerketten, die Solidarhaftung von Generalunternehmen und ein verbesserter Gesundheitsschutz sind nötig. Es braucht ein Ende des unlauteren Wettbewerbs von Dumping-Anbietern und einen starken Gesamtarbeitsvertrag, welcher Arbeitnehmende schützt und für gleich lange Spiesse im Markt sorgt. Der Onlinehandel wird seine Umsätze dieses Jahr um bis zu 50 Prozent steigern. Die grossen Akteure der Branche können sich einen guten Logistik-GAV mit fairen Löhnen leisten. Zusätzlich braucht es dieses Jahr für den ausserordentlichen Stress und Risiko am Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmer*innen der Branche eine Corona-Prämie von mindestens 2000 Franken.
Für Rückfragen:
Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport
Anne Rubin, Verantwortliche Detailhandel Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia.Kontakte zu Arbeitnehmenden aus der Logistik können auf Anfrage vermittelt werden.
Unia Schweiz, :Medienmitteilung, 26.11.2020.
Unoa Schweiz > Detailhandel. Black cFriday. Una Schweiz, 2020-11-26.
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20.11.2020 Schweiz
Schreinermeister-Verband
Unia Schweiz

GAV
Schreiner
Volltext
Schreinermeister schicken GAV bachab. Schreiner*innen sind bereit, zu kämpfen!. Im Frühsommer haben sich die Sozialpartner des Schreinereigewerbes auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und neu ein Vorruhestandsmodell geeinigt. Jetzt brechen die Schreinermeister ihr Wort und lehnen das Paket ab. Damit provozieren sie, dass die Schreiner*innen stehen ab 2021 ohne GAV dastehen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften Unia und Syna werden sie für ein würdevolles Leben im Alter kämpfen! Der aktuelle Gesamtarbeitsvertrag für das Schreinergewerbe ist noch bis Ende Jahr gültig; dann läuft er aus. Die Sozialpartner einigten sich deshalb bereits im Frühsommer, den Gesamtarbeitsvertrag zu erneuern und neu ein Vorruhestandsmodell (VRM) einzuführen. In der Folge haben die Schreiner*innen der Unia und der Syna Anfang Juli dem Paket zugestimmt. Nicht so die Arbeitgeber: Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) steht offensichtlich nicht zu seinem Wort und lehnt das Verhandlungsergebnis ab. Nun droht für 2021 ein vertragsloser Zustand. Schreinermeister verantworten vertragslosen Zustand. Der Entscheid der Schreinermeister stürzt die Branche in die Krise – die Folgen eines vertraglosen Zustands sind verheerend: Den Arbeitnehmenden droht bei einem vertragslosen Zustand Lohn- und Sozialdumping; und ohne gleich lange Spiesse steigt der bereits hohe Druck aus dem grenznahen Ausland auf die Unternehmen massiv. Mit seinem kurzsichtigen «Nein» zum Verhandlungspaket missachtet der VSSM aber auch den klaren Willen der Branche: Bereits 2018 sprachen sich in einer Umfrage der Sozialpartner Arbeitnehmende und Arbeitgeber grossmehrheitlich für das Vorruhestandsmodell aus. Eine nachhaltige Branchenpolitik zum Wohl aller Beteiligten sieht definitiv anders aus. Die Gewerkschaften Unia und Syna werden den Affront nicht tatenlos hinnehmen; die Schreiner*innen sind bereit, für ein würdevolles Leben im Alter zu kämpfen!
Für Rückfragen:
Kaspar Bütikofer, Mitglied Sektorleitung Gewerbe Unia
Giuseppe Reo, Dossierverantwortlicher Schreiner*innen Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.11.2020.
Unia Schweiz > Schreinergewerbe. GAV. Unia Schweiz, 2020-11-20.
Ganzer Text
19.11.2020 Schweiz
Fenaco
Löhne
Unia Schweiz

Fenaco
Lohnerhöhungen
Volltext
Die fenaco erhöht Lohnsumme um 1,0 Prozent. Die fenaco Genossenschaft erhöht ihre Gesamtlohnsumme für 2021 um 1,0 Prozent. Bei einer erwarteten Minusteuerung entspricht das einer deutlichen Reallohnerhöhung. Es profitieren insbesondere Mitarbeitende im unteren Lohnsegment. Der Vaterschaftsurlaub beträgt neu 15 Tage zum vollen Lohn. Ebenfalls gestartet wurde die Überprüfung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann Die fenaco Genossenschaft hat sich bei den diesjährigen Lohnverhandlungen mit ihren Sozialpartnern, den Gewerkschaften Syna und Unia, unter Mitwirkung der Personalkommission der fenaco, geeinigt. Die Gesamtlohnsumme wird 2021 um 1,0 Prozent angehoben. 0,3 Prozent fliessen in eine generelle Lohnerhöhung von CHF 50 für Mitarbeitende im unteren Lohnsegment. Davon profitiert rund ein Drittel aller Angestellten. Für individuelle Lohnerhöhungen werden 0,5 Prozent der Gesamtlohnsumme zur Verfügung gestellt. 0,2 Prozent stehen für strukturelle Anpassungen im Sinne von ausserordentlichen Lohnerhöhungen wie Beförderungen, Stellen- oder Funktionswechsel während des Jahres zur Verfügung. Die Regelung gilt für alle Mitarbeitenden, die dem GAV fenaco angeschlossen sind. Deutliche Reallohnerhöhung. Das Staatssekretariat für Wirtschaft rechnet sowohl für 2020 (-0,9 Prozent) als auch für 2021 (-0,1 Prozent) mit einer Minusteuerung. Die Erhöhung der Lohnsumme um 1,0 Prozent entspricht somit einer deutlichen Reallohnerhöhung. In den letzten zwei Jahrzehnten gab es bei der fenaco stets eine Lohnrunde, die über der Teuerung und dem nationalen Durchschnitt lag. Vaterschaftsurlaub von 15 Tagen. Neu gewährt die fenaco zudem einen Vaterschaftsurlaub von 15 Tagen zum vollen Lohn. Die fenaco geht damit 5 Tage über das gesetzliche Minimum hinaus und setzt ein Zeichen für familienfreundliche Anstellungsbedingungen. Unter Einbezug der Sozialpartner hat zudem die Überprüfung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann gestartet (sozialpartnerschaftliche Lohngleichheitsanalysen). In diesem Prozess werden die Löhne aller GAV-unterstellten Arbeitnehmenden überprüft. Die letzte Analyse, bei der keine Lohndiskriminierungen festgestellt wurden, geht auf das Jahr 2016 zurück.
Für Rückfragen:
Teresa Dos Santos Lima-Matteo, Branchenleiterin Lebens- und Genussmittelindustrie Unia
Berthold Büscher, Stv. Branchenleiter Lebens- und Genussmittelindustrie Unia,
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, 19.11.2020.
Unia Schweiz > Fenaco. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2020-11-19.
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16.11.2020 Schweiz
Schreinermeister-Verband
Unia Schweiz

Rentenalter
Schreiner
Vollgeld-Initiative
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Vorruhestandsmodell der Schreiner*innen in Gefahr. Schreinermeister spielen mit dem Feuer Im Frühsommer haben sich die Sozialpartner des Schreinereigewerbes auf einen Gesamtarbeitsvertrag mit neu einem Vorruhestandsmodell geeinigt. Während die Mitglieder der Unia dem neuen Vertrag schnell zugestimmt haben, zögern die Schreinermeister mit ihrem «Ja». Sollten die Patrons den Vertrag morgen ablehnen, droht ein für die Branche verheerender vertragsloser Zustand. Nach langen und harten Diskussionen erzielten die Sozialpartner im Frühsommer einen Durchbruch: Die Verhandlungsdelegationen der Unia und des Schreinermeisterverbandes (VSSM) einigten sich auf ein Paket. Dieses besteht aus einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und der Einführung des Vorruhestandsmodell (VRM) für das Schreinergewerbe. Das neue Frührentenmodell sieht vor, dass ältere Mitarbeitende entweder fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung das Pensum reduzieren können oder aber zwei Jahre früher in Rente gehen. Sie erhalten eine Überbrückungsrente von 60 Prozent. Die Frührente für Schreiner*innen ist für die Angestellten wichtig und eine Errungenschaft der Branche: Es hilft einerseits, auch ältere Mitarbeitende länger in der Branche zu halten und ermöglicht diesen anderseits, gesund und in Würde in den Ruhestand zu treten. Schreinermeister müssen dem Bekenntnis Taten folgen lassen. Nachdem die Schreiner*innen an der Berufskonferenz der Unia bereits Anfang Juli das Paket angenommen hatte, steht jetzt die Zustimmung des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) aus. Diese fällen ihren Entscheid morgen, am 17. November 2020. Nun deutet alles darauf hin, als würde der VSSM einen Rückzieher machen und einem Entscheid über das Paket aus dem Weg gehen oder ablehnen. Die Unia ruft dem VSSM nochmals in Erinnerung, dass der aktuelle GAV 2018-2020 befristet ist und Ende Jahr unwiderruflich ausläuft. Ohne ein bedingungsloses «Ja» zum Paket, bestehend aus neuem GAV und VRM tritt Anfang 2021 unweigerlich der vertragslose Zustand ein. Die Unia ruft die Delegierten des Schreinermeisterverbandes auf, einen vertragslosen Zustand abzuwenden und sich zum gemeinsam verhandelten Ergebnis zu bekennen. Die Schreiner*innen sind bereit, für eine gesundes und würdevolles Leben im Alter zu kämpfen!
Für Rückfragen:
Kaspar Bütikofer, Mitglied Sektorleitung Gewerb
Giuseppe Reo, Dossierverantwortlicher Schreiner*innen
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 16.11.2020.
Unia Schweiz > Schreinergewerbe. Rentenalter. Unia Schweiz, 2020-11-16.
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12.11.2020 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Pflegepersonal muss dringend geschützt werden. Die Bewohner*innen und das Personal in Alters- und Pflegeheimen sind massiv von der zweiten Corona-Welle betroffen. Die Meldungen von Ansteckungen häufen sich. Pflegende setzen sich täglich der Gefahr einer Ansteckung aus, gleichzeitig steigen die Arbeitsbelastung und die Personalknappheit. Die Unia fordert die Behörden auf, den Schutz des Personals in den Heimen zu priorisieren und Überlastungen zu verhindern. Die zweite Covid-19-Welle trifft die Alters- und Pflegeheime in der Schweiz mit voller Wucht. Nach und nach wird nun das Ausmass sichtbar – so sind im Kanton Neuenburg 14 von 54 Institutionen betroffen, der Kanton Waadt verzeichnete letzte Woche bereits beinahe 350 infizierte Bewohner*innen, das Tessin mehrere Hundert und im Kanton Bern waren knapp 600 Angestellte aus Alters- und Pflegeheimen in Quarantäne oder nach bestätigter Covid-19-Infektion in Isolation. Gleichzeitig wenden sich besorgte Mitglieder an die Unia, die von eklatantem Personalmangel in einzelnen Institutionen und Arbeitsaufgeboten auch bei Covid-19-Verdacht berichten. Während der Fokus von Behörden und Politik auf den Kapazitäten der Intensivstationen und der Situation in den Spitälern liegt, scheinen Alters- und Pflegeheime erneut vergessen zu gehen. Neben den Bewohner*innen müssen insbesondere auch die Pflegenden besser geschützt werden! Die Gewerkschaft Unia als mitgliederstärkste Gewerkschaft in der privaten Langzeitpflege fordert in einem heute publizierten Positionspapier von den zuständigen kantonalen Behörden sofortige Massnahmen. Keine Arbeitsaufgebote bei positivem Testergebnis oder bei Verdacht auf Covid-19. Pflegende, die in Quarantäne sollten und trotzdem zur Arbeit aufgeboten werden, stehen vor einem Gewissenskonflikt – sie wollen niemanden anstecken. Daher ist die verordnete Quarantäne zu respektieren. Die Unia wehrt sich gegen global ausgestellte Bewilligungen für Alters- und Pflegeheime, die ein Arbeitsaufgebot trotz Quarantänepflicht erlauben. Beschäftigte mit Symptomen, die auf einen Test oder ein Testergebnis warten oder sich aufgrund einer nachgewiesenen Covid-19-Infektion in Isolation befinden, dürfen in keinem Fall zur Arbeit herangezogen werden. Insbesondere stellen sich für die Pflegenden auch Haftungsfragen. Bereits während der ersten Welle wurden vereinzelt Covid-19-Patient*innen von den Spitälern in Heime verlegt. Die Gewerkschaft Unia fordert, auf solche Verlegungen zu verzichten: Denn die Heime sind sowohl von der Personalstruktur als auch von der Infrastruktur her nicht für die palliative Pflege terminaler Covid-19-Patient*innen ausgelegt. So eine Verlegung ist umso fahrlässiger, als dass die Bewohner*innen der Heime zur Hochrisikogruppe gehören. Ferner fordert die Unia Behörden und Arbeitgeber auf, eine Überlastung des Personals mit allen Mitteln zu verhindern: Die minimalen Bestimmungen des Arbeitsgesetzes sind jederzeit einzuhalten und dürfen auch zukünftig nicht weiter gelockert werden. Um einen noch massiveren Personalmangel aufzuhalten und bestehende Ausfälle zu kompensieren, müssen die kantonalen Behörden Verantwortung übernehmen und eine überbetriebliche Koordination der Personalressourcen, beispielsweise über Personalpools, gewährleisten.
Für Rückfragen: Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Deutsch)
Yolande Peisl-Gaillet, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Französisch)
Enrico Borelli, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Italienisch)
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia (Deutsch)
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.11.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Gesundheitsschutz. Unia 2020-11-12.
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05.11.2020 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Kurzarbeit
Lohnerhöhungen
Volltext
Kanton Waadt bekämpft sozialen Notstand. Kurzarbeit: Es braucht vollen Lohnausgleich. Die Regierung des Kanton Waadt will für den November die Kurzarbeitsentschädigung um 10% auf neu 90% aufstocken. Der Entscheid wurde notwendig, weil der Bund die Mängel bei der Kurzarbeitsentschädigung vor sich herschiebt. Wegen der zweiten Covid-Welle wird die Zahl der Menschen, welche auf Kurzarbeitsentschädigung angewiesen sind, wieder ansteigen. Hunderttausende werden erneut nur 80% ihres üblichen Lohnes erhalten – weil sich der Bund bisher weigert, den Lohnausfall in dieser Ausnahmesituation vollständig auszugleichen. Tieflohnbezüger*innen überdurchschnittlich betroffen. Rund die Hälfte von ihnen arbeitet in Tieflohnbranchen, die Lohneinbusse wegen Kurzarbeit wiegt schwer. Wer z.B. im Gastgewerbe oder in der Coiffeurbranche arbeitet, verdient im Durchschnitt rund 4'100 Franken im Monat (Vollzeitstelle). Wenn 20% wegfallen, bleibt noch ein Lohn von 3'300 Franken; viele haben Mühe, damit sich und ihre Familien durchzubringen. Unia begrüsst deshalb den heutigen Entscheid der Regierung des Kanton Waadt, die Kurzarbeitsentschädigung für den November um 10% auf neu 90% des üblichen Lohnes aufzustocken sowie einen Fonds für Härtefälle in der Höhe von 50 Millionen Franken bereitzustellen. Das verbessert die teilweise äusserst prekäre Lage der Betroffenen. Bundesrat muss endlich handeln
Die Unia hat dem Bundesrat bereits im August eine Petition übergeben, die den 100%-igen Lohnersatz für Löhne bis netto 5000 Franken forderte. Der Beschluss der Waadtländer Regierung zeigt nun, dass Bundesrat und Parlament die offensichtlichen Mängel der heutigen Kurzarbeitslösung zu lange vor sich hergeschoben haben. Es besteht dringender Handlungsbedarf, und die Untätigkeit des Bundes darf nicht einzelne Kantone in eine Lückenbüsserrolle zwingen. Das Engagement einzelner Kantone ist zwar zu begrüssen, gefordert ist aber in erster Linie der Bund. Denn die Pandemie trifft Arbeitnehmende in allen Kantonen hart. Es braucht jetzt dringender denn je eine Bundeslösung, welche eine soziale Notlage insbesondere für wenig Verdienende vermeidet. Die Sicherung ihrer Kaufkraft ist auch die beste Massnahme, um einen weiteren Einbruch der Konjunktur zu vermeiden. Ein solidarischer Weg aus der Krise ist nötig und möglich. Die Kurzarbeitsentschädigung muss für Löhne bis 5'000 Franken netto auf 100% aufgestockt werden. Das ist sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll. Jetzt ist der Bundesrat in der Pflicht, diesen Weg zu gehen.
Für Rückfragen: Vania Alleva, Präsidentin Unia, Serge Gnos, Leiter Kommunikation & Kampagnen Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.11.2020.
Unia Schweiz > Kurzarbeit. Löhne. Unia Schweiz, 2020-11-05
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31.10.2020 Schweiz
Migranten
Unia Schweiz

Einbürgerung
Migranten
Pass
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Keine Doppelbestrafung von Menschen ohne Schweizer Pass! An der heutigen Unia-Migrationskonferenz in Bern fordern die Delegierten höhere Löhne, stabile Aufenthaltsbedingungen für Arbeitnehmende ohne Schweizer Pass und eine solidarische Asylpolitik. Arbeitnehmende ohne Schweizer Pass leben teilweise unter prekären Bedingungen: Sie arbeiten vornehmlich in essentiellen Berufen, in denen die Löhne tief und die Arbeitsbedingungen unsicher sind (z.B. Pflege und Verkauf). Und sie sind in Branchen angestellt, die aktuell von (Teil-)Schliessungen betroffen sind (z.B. Gastronomie). Ihre Arbeits- und Lebensbedingungen sind also schon zu normalen Zeiten schwierig. In Zeiten wie diesen aber, die von Betriebsschliessungen und Kündigungen geprägt sind, sind Migrant*innen einer doppelten Gefahr ausgesetzt: Der Gefahr des Jobverlustes und des Verlusts der Aufenthaltsbewilligung. Das ist intolerabel! Aufenthaltssicherheit für Migrant*innen. In einer Resolution fordern die Delegierten der Unia-Migrationskonferenz das Ende dieser skandalösen Doppelbestrafung von Arbeitnehmenden ohne Schweizer Pass. Der Sozialhilfebezug während und infolge der Corona-Krise darf von den Behörden nicht als mangelnde Integration interpretiert werden und es braucht einen Zugang zu den Sozialversicherungen, ohne Sanktionen im Ausländerrecht befürchten zu müssen. Mit Nachdruck fordern die Delegierten auch anständige Löhne: Keine Löhne unter 4000 Franken! Denn niemand soll mit der Angst leben müssen, Sozialhilfe beziehen zu müssen – und dies auch noch mit dem Verlust der Rechte bezahlen. Die europäische Migrationspolitik versagt. Unter dem Deckmantel eines europäischen „Migrationspaktes“ wird Abschottung und Abschreckung propagiert. Für die Delegierten der Unia-Migrationskonferenz ist klar: Die Schweiz hat eine Verantwortung! Sie fordern die sofortige Aufnahme von Geflüchteten aus den Lagern der griechischen Inseln und dem Festland – unabhängig ihres Alters oder ihrer Verbindungen zur Schweiz. Der Bundesrat muss sich für sichere Fluchtwege und gegen die illegalen Push-Backs an den EU-Aussengrenzen einsetzen. Ausserdem braucht es menschenwürdige Asylverfahren sowie die reale Anerkennung von frauenspezifischen Fluchtgründen. Die Migrationskonferenz nominierte Vania Alleva als Präsidentin der Unia und unterstützt den Antrag der Unia-Frauenkommission für die Nomination von vier Frauen in die GL: Vania Alleva, Véronique Polito, Renate Schoch (alle bisher) und Bruna Campanello (neu) für die Spitze der grössten Gewerkschaft der Schweiz.
Für Rückfragen:
Hilmi Gashi, Leiter Bereich Interessengruppen
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz , Medienmitteilung, 31.10.2020.
Unia Schweiz > Migranten. Einbürgerungen. Unia Schweiz, 2020-10-31.
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30.10.2020 Schweiz
Temporärarbeit
Unia Schweiz

GAV
Temporärarbeit
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Der GAV Personalverleih bietet Temporärarbeitenden Schutz und eine Perspektive. Gesamtarbeitsvertrag für Personalverleih wird für drei Jahre erneuert. Die Sozialpartner haben die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags Personalverleih für drei Jahre vereinbart. Die erzielten Erfolge des GAV im Bereich der Arbeitsbedingungen, der Sozialversicherungen und der Entlöhnung können somit beibehalten werden. Hinzu kommen Lohnerhöhungen und ab 2023 Mindestlöhne in allen derzeit ausgeschlossenen Sektoren. Als erster Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in der Temporärbranche stellt der 2012 eingeführte GAV Personalverleih eine historische Errungenschaft dar. Mit der Erneuerung des GAV werden für Temporärarbeitende weiterhin faire Arbeits- und Betriebsbedingungen gewährleistet. In den Jahren 2022 und 2023 werden die Mindestlöhne zweimal hintereinander erhöht, und zwar um 2 x 40 Franken für ungelernte und 2 x 25 Franken für gelernte Arbeitnehmende. Im Tessin wird der Mindestlohn für ungelernte Arbeitnehmende in zwei Schritten um insgesamt 220 Franken pro Monat angehoben - am 1. Dezember 2021 und am 1. Dezember 2022. Mit diesen schrittweisen Erhöhungen wird der Mindestlohn im Tessin dem auf kantonaler Ebene festgelegten Mindestlohn entsprechen. Keine Ausnahmen mehr bei den Mindestlöhnen. Ab 2023 gelten die Mindestlöhne des GAV PV für alle Branchen und Unternehmen, sofern diese nicht einem allgemeinverbindlich erklärten GAV oder einem in Anhang 1 des GAV PV aufgeführten GAV unterstehen. Damit wird der Schutz der Temporärarbeitenden erheblich gestärkt und die Rechtssicherheit erhöht. Die Sozialpartner haben sich ebenfalls darauf geeinigt, den Beitritt von Branchen- oder Unternehmens-GAV in den Anhang 1 zu fördern, damit die für Festangestellte geltenden Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen auch für Temporärarbeitende gelten (Gleichbehandlungsprinzip). Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung (AVE)
Die Sozialpartner beantragen beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die Allgemeinverbindlicherklärung des neuen GAV ab 1. Januar 2021 für drei Jahre.
Unia Schweiz, 30.10.2020.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. GAV. Unia Schweiz, 2020-10-30.
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27.10.2020 Schweiz
Implenia
Unia Schweiz

Entlassungen
Implenia
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Weltweiter Stellenabbau beim Baukonzern. Keine Entlassungen bei Implenia! Die Unia fordert den Baukonzern Implenia auf, auf Entlassungen zu verzichten. Die Firma muss die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden über die kurzfristigen Renditeziele der Aktionäre stellen. Die grösste Baufirma der Schweiz Implenia hat heute einen massiven Abbau bekannt gegeben. Der grösste Teil soll durch den Verkauf von ganzen Einheiten insbesondere in Skandinavien, Österreich und Rumänien realisiert werden. Die Gewerkschaft Unia erwartet, dass Implenia bei diesen Verkäufen alles daran setzt, die Arbeitsplätze zu erhalten. Alternativen sind möglich. In der Schweiz kündigt Implenia den Abbau von 250 Arbeitsplätzen bis 2023 an. Hier fordert die Unia einen Verzicht auf Entlassungen. Der Abbau ist durch natürliche Fluktuation zu erreichen. Zudem muss sich Implenia engagieren, Alternativen zu suchen für die Bauarbeiter, deren Stellen abgebaut werden. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels sollte dies auch möglich sein. Sowohl im Tiefbau wie auch im Hochbau sieht die Baukonjunktur in der Schweiz mittelfristig gut aus. Sollte es trotzdem zu Entlassungen kommen, dann verlangt die Unia, dass Implenia die Betroffenen mit einem vorbildlichen Sozialplan unterstützt. Eine Baufirma soll bauen, nicht Dividenden maximieren Implenia ist eine Firma mit stolzer Tradition. Bereits in der Vergangenheit hat sich das Unternehmen erfolgreich gegen die Übernahme durch Hedge-Fonds gewehrt, die kurzfristige Renditeziele über die langfristigen Interessen der Baufirma stellten. Die Gewerkschaft Unia erwartet, dass Implenia auch zukünftig ein solides Unternehmen bleibt und ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden über kurzfristige Renditeziele der Aktionäre stellt. Für Rückfragen
Nico Lutz, Leiter Sektor Bau Unia
Chris Kelley, Co-Leiter Sektor Bau Unia
Katja Signer Hofer, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.10.2020.
Unia Schweiz > Implenia. Unia Schweiz, 2020-10-27.
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27.10.2020 Schweiz
Bauwirtschaft
Gesundheitsschutz
Unia Schweiz

Arbeitsplatzkontrolle
Coronavirus
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Covid-Schutzmassnahmen in der Arbeitswelt. Wirksame Kontrollen retten Leben und schützen Arbeitsplätze, Seit dem Frühjahr fordert die Unia strengere und flächendeckende Kontrollen, um die Covid-19-Schutzkonzepte in Branchen und Betrieben durchzusetzen. Dies ist heute wichtiger denn je. Sonst steigt das Risiko eines zweiten Lockdowns. Der Zentralvorstand der Gewerkschaft Unia fordert Politik und Behörden zum raschen Handeln auf. Zumindest vorderhand lässt sich das Coronavirus nur eindämmen, indem grundlegende Schutzmassnahmen befolgt werden (Händewaschen und Desinfektion, Hygiene in Gemeinschaftsräumen, Einhaltung eines Sicherheitsabstandes, Tragen einer Maske). Dies gilt im Privatleben genauso wie in der Arbeitswelt. Die mit Hilfe der Gewerkschaften entwickelten Schutzkonzepte in Branchen und Betrieben haben ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt – da wo sie wirklich umgesetzt werden. Ungenügende Umsetzung der Schutzkonzepte. Genau da aber liegt das Problem. Seit dem Abflauen der ersten Corona-Welle im Sommer werden die Schutzkonzepte in immer mehr Betrieben und auf Baustellen nur noch ungenügend umgesetzt. Denn alles kostet Zeit, Mühe und Geld: die tägliche Reinigung der Toiletten, das Arbeiten unter Einhaltung der Sicherheitsabstände, die Organisation von Pausen in Schichten, die Neuorganisation der Teams, die Dosierung der Kundenströme, das Homeoffice für Risikogruppen. Wenn die Betriebe heute die wirksamen Covid-Schutzmassnahmen verschleppen, steigt morgen das Risiko, dass nur ein „Lockdown“ ein Kollaps des Gesundheitswesens zu verhindern mag. Schutzkonzepte anwenden und weiterentwickeln. Der Zentralvorstand der Gewerkschaft Unia hat sich an seiner heutigen Sitzung intensiv mit der aktuellen Situation auseinandergesetzt und fordert: Damit Ansteckungen am Arbeitsplätz die zweite Covid-Welle nicht noch zusätzlich antreiben, müssen die Behörden jetzt dringendst handeln. Die spezifischen Schutzkonzepte und Checklisten für Branchen und Betrieben müssen sofort wieder angewendet werden. Dabei gilt es, auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen, so dass etwa die Ansteckung über Aerosole minimiert werden kann. Und wo eine generelle Maskenpflicht Sinn macht, brauchen die Arbeitnehmenden zusätzliche Pausen, um die Masken zu wechseln und übermässigen Stress zu vermeiden. Die Behörden müssen mehr kontrollieren. Vor allem aber müssen die Suva und die kantonalen Arbeitsinspektorate die Schutzmassnahmen entschieden durchsetzen, d.h. kontrollieren und Verstösse ahnden. Dafür braucht es jetzt sofort zusätzliches Personal. Die Gewerkschaften haben wiederholt vorgeschlagen, dass die Kontrollvereine der Sozialpartner die Behörden in dieser Aufgabe unterstützen können. In einzelnen Kantonen hat die Zusammenarbeit in der Vergangenheit gut funktioniert. Wenn Kantone und Suva die Kontrollen alleine ausführen wollen und auf Unterstützung verzichten, dann müssen sie jetzt nach Auffassung des Unia-Zentralvorstandes den Tatbeweis antreten und rasch die notwendigen zusätzlichen Ressourcen aufbauen. Risikogruppen schützen. In dieser besonderen Situation tragen die Arbeitgeber gegenüber ihren Angestellten auch eine besondere Fürsorgepflicht. Insbesondere Beschäftigte aus Risikogruppen, zu denen nach neuern Erkenntnissen auch Schwangere gehören, haben Anspruch auf besonderen Schutz. Falls dieser nicht gewährt werden kann und falls auch kein Homeoffice möglich ist, sollen sie bei voller Lohnfortzahlung freigestellt werden, bis die aktuelle Ansteckungswelle wieder abgeflaut ist. Weitere Informationen: Nico Lutz, Mitglied der Geschäftsleitung, Christine Michel, Fachsekretärin Gesundheitsschutz, Serge Gnos, Leiter Kommunikation
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.10.2020.
Unia Schweiz > Arbeitsplatzkontrolle. Unia Schweiz, 2020-10-27.
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20.10.2020 Schweiz
Coop
Löhne
Unia Schweiz

Coop
Mindestlöhne
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Die Unia will, dass die Löhne bei Coop für alle steigen. Mindestlöhne bei Coop steigen um 100 Franken. Coop-Angestellte erhalten ab Januar deutlich me. r Lohn. Die Mindest- und Referenzlöhne steigen um 100 Franken, das heisst: Der Einstiegslohn bei Coop steigt auf 4’000 Franken x13. Löhne bis 4’700 Franken werden bei einem Vollzeitpensum um 40 Franken erhöht. Darüber hinaus werden individuelle Lohnerhöhungen gewährt. Die Unia freut sich, gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern bei Coop diese deutlichen Lohnerhöhungrn erreicht zu haben. Insbesondere begrüsst sie die generellen Lohnerhöhungen. In den konstruktiven Lohnverhandlungen konnte die Unia gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern eine Erhöhung der Coop-Lohnsumme um 1% per 1. Januar 2021 erreichen. Weil die Mindestlöhne erhöht und die Niedriglöhne generell angehoben werden konnten, präsentiert sich diese Lohnsummenerhöhung sozial und nachhaltig. Erhöhung der Mindestlöhne. Am 1. Januar 2021 werden alle Mindest- und Referenzlöhne bei Coop in der ganzen Schweiz um 100 Franken erhöht. Die neuen Löhne präsentieren sich wie folgt: a) Angelernte/Betriebsmitarbeitende: 4'000 Fr. Bruttomonatslohn. b) zweijährige Grundbildung: 4’100 Fr. Bruttomonatslohn. c) dreijährige Grundbildung: 4'200 Fr. Bruttomonatslohn. d) vierjährige Grundbildung: 4'300 Fr. Bruttomonatslohn Generelle Erhöhung der Niedriglöhne. Am 1. Januar 2021 werden Löhne bis 4'700 Franken generell um 40 Franken erhöht (Berechnungsgrundlage für ein 100%-Pensum). Auch Hilfskräfte im Stundenlohn profitieren uneingeschränkt von dieser Erhöhung. Mitarbeitende mit Löhnen über 4’700 Franken erhalten individuelle Lohnerhöhungen nach den von Coop festgelegten Kriterien. Ein erster Schritt zu mehr Anerkennung. Mitarbeitende von über 150 Coop-Filialen haben ihren Anteil zu diesem erfolgreichen Ergebnis beigetragen. Sie haben an einer breiten Postkartenaktion der Unia mitgemacht und eine angemessene Anpassung der Löhne gefordert. Die Mitarbeitenden stehen dieses Jahr wegen Covid-19 unter starkem Druck. Sie leisten für die gesamte Bevölkerung essentielle Arbeit. Sie haben die Lohnerhöhungen verdient.Auch wenn das Lohnergebnis unter den Forderungen der Beschäftigten liegt, begrüsst die Unia insbesondere die generelle Lohnerhöhung. Sie fordert Coop nachdrücklich dazu auf, auch in Zukunft auf generelle Lohnerhöhungen für alle zu setzen – nur so kann wirkliche Lohntransparenz garantiert werden. Die Fachgruppe Coop der Unia hat die Lohnvereinbarung mit einer Mehrheit von 2/3 der Stimmen und einer Enthaltung am verabschiedet.
Unia Schweiz, 20.10.2020.
Unia Schweiz > Coop- Mindestlöhne. Unia Schweiz, 2020-10-20
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15.10.2020 Oberentfelden
General Electric
Unia Schweiz

General Electric
Stellenabbau
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GE-Beschäftigte wehren sich mit Protest-Aktion gegen Abbau. General Electric will in Oberentfelden (AG) 562 Stellen streichen. Die Arbeitnehmendenseite erarbeitet gegenwärtig Alternativvorschläge. Mit einer Protest-Aktion vor dem Werk drückten die Beschäftigten heute ihren Unmut aus. Am 11. September kündigte GE den vierten grossen Stellenabbau innert vier Jahren in der Schweiz an. Das Unternehmen hat damit die eigenen Versprechungen gebrochen, die gegenüber den Beschäftigten und den Behörden gemacht wurden. Unia unterstützt die Arbeitnehmenden. An einer Belegschaftsversammlung haben heute die Personalvertretung und die Arbeitnehmendenverbände die Angestellten in Oberentfelden über den Konsultationsprozess informiert. Die Personalvertretung hat die Unia zur Unterstützung beigezogen. Auch der Aargauer Regierungsrat unterstützt die Beschäftigten in ihrer Forderung nach einem Verzicht auf den Stellenabbau. Kein weiterer Abbau. Die Personalvertretung informierte auch über die Stossrichtungen der Alternativpläne, die zurzeit auf schweizerischer Ebene und im Europäischen Betriebsrat von GE erarbeitet werden. Das Ziel bleibt, jeglichen Stellenabbau zu verhindern. Symbolische Aktion vor dem Werk. Im Anschluss an die Information versammelten sich rund 300 Beschäftigte vor dem GE-Werk in Oberentfelden, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Mit der Botschaft «STOP IT!» wandten sie sich gegen die Abbaupläne. Die Produktionssubstanz von GE in der Schweiz darf nicht durch katastrophale Fehlentscheide des Managements zerstört werden.
Unia Schweiz, 15.10.2020.
Unia Schweiz > General Electric. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2020-10-15.
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12.10.2020 Schweiz
Ruag
Unia Schweiz

Ruag
Stellenausbau
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Erneuter Stellenabbau bei Ruag. Ruag International hat heute den Abbau von rund 150 Stellen bis Ende 2021 angekündigt. Mit grossem Bedauern nehmen die Sozialpartner diesen Entscheid zur Kenntnis. Dieser massive Abbau betrifft stark die Support-Einheiten. Es könnten bis zu einem Drittel der Arbeitsstellen wegfallen. Dieser zweite Abbau seit Februar 2020 trifft den Wirtschaftsstandort Schweiz hart. Dies ist eine direkte Folge des Entscheides des Bundesrates, die Ruag aufzuteilen und zu privatisieren. Die Sozialpartner verlangen vom Bundesrat und den Arbeitgebern, dass diese die soziale Verantwortung übernehmen und einen Stellenabbau verhindern. Mit der heutigen Information an die Sozialpartner wurde das Konsultationsverfahren, das bis 2. November 2020 dauert, eröffnet. Wir fordern, dass die Arbeitgeber die Sozialpartner offen und transparent über das laufende Verfahren informieren werden. Die Sozialpartner sind in einem engen Austausch mit der internen Arbeitnehmervertretung. Sie setzen sich gemeinsam ein, um den geplanten Stellenabbau zu verhindern.
Für Rückfragen:
Matteo Pronzini, Unia
Virginie Jaquet, Angestellte Schweiz
Michaël Horvath, Kaufmännischer Verband
Elias Toledo, Personalverband des Bundes
Johann Tscherrig, Syna
Albert Fritschi, Vereinigung der Kader des Bundes
Fritz Bütikofer, Transfair
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.10.2020.
Unia Schweiz >Ruag. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2020-10-12
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08.10.2020 Schweiz
Fenaco
Löhne
Unia Schweiz

Fenaco
Lohngleichheit
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Fenaco startet sozialpartnerschaftliche Lohngleichheits-Analysen. Die fenaco Genossenschaft und die Gewerkschaften Unia und Syna haben eine paritätische Kommission gegründet, um im Rahmen des revidierten Gleichstellungsgesetzes sozialpartnerschaftliche Lohngleichheitsanalysen durchzuführen.
Das revidierte Gleichstellungsgesetz ist am 1. Juli 2020 in Kraft getreten und verpflichtet Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden, alle vier Jahre Lohngleichheitsanalysen durchzuführen und die Löhne von Frauen und Männern zu überprüfen. Paritätische Kommission. Die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann ist für die Fenaco und die Gewerkschaften seit jeher ein wichtiges Anliegen. Die fenaco und die Gewerkschaften Unia und Syna haben gemeinsam beschlossen, die Überprüfung im sozialpartnerschaftlichen Rahmen vorzunehmen. Sie haben eine paritätische Kommission gebildet, welche die Löhne der 4500 Angestellten, die dem Gesamtarbeitsvertrag Fenaco unterstellt sind, überprüfen wird. Aktuell wertet die Kommission die Daten aus. Die Ergebnisse werden im 2. Quartal 2021 kommuniziert. Gutes Zeugnis. Bereits im Jahr 2016 wurde der Lohngleichheitsdialog im Stammhaus der Fenaco gemeinsam mit den Gewerkschaften Unia und Syna durchgeführt. Der Schlussbericht stellte derFenaco ein gutes Zeugnis aus. Er hat ergeben, dass keine Lohndiskriminierung zwischen Frau und Mann vorhanden war. Für Rückfragen:
Teresa dos Santos Lima-Matteo, Branchenleiterin Lebensmittelindustrie Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.10.2020.
Unia Schweiz > Fenaco. Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2020-10-08
Ganzer Text
03.10.2020 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenberufe
Medien-Mitteilung
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Frauenberufe aufwerten – jetzt erst recht!
„Frauenarbeit ist essenziell.“ Unter diesem Motto haben 130 Delegierte am 2. und 3. Oktober an der 10. Unia Frauenkonferenz in Luzern teilgenommen. Sie bekräftigten ihre Forderung nach mehr Lohn und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträgen in den essenziellen Branchen und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. Sie nominierten zu Händen des Unia-Kongresses einstimmig Vania Alleva als Unia-Präsidentin sowie Véronique Polito, Renate Schoch und neu Bruna Campanello für die Geschäftsleitung der grössten Gewerkschaft der Schweiz. 130 Frauen sind gestern und heute in Luzern zur zehnten Frauenkonferenz der Unia unter dem Motto „Die Frauen und ihre Arbeit sind essenziell" zusammengekommen. Effektiv arbeiten in den essenziellen Berufen (z.B. Pflege und Verkauf) mehrheitlich Frauen, davon ein Grossteil Migrantinnen. Obwohl gerade die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist, sind ihre Löhne immer noch tief und die Arbeitsbedingungen sehr prekär. Dazu kommt die skandalöse Lohndiskriminierung. Doch Frauen haben – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr verdient! Mit einem Aktionstag am 31. Oktober werden die Unia-Frauen speziell für die essenziellen Branchen mehr Lohn, mehr Personal und mehr Zeit sowie allgemeinverbindliche und flächendeckende GAV fordern. Applaus ist gut, handeln ist besser! Nein zu Frauenrentenalter 65. Der tiefe Lohn in so genannten Frauenberufen schlägt sich auch in tiefen Renten nieder. Es braucht dringend eine Verbesserung bei der AHV – und sicher keine Erhöhung des Frauenrentenalters. In einer Resolution sagen die Unia-Frauen deutlich Nein zur inakzeptablen Erhöhung der Frauenrentenalters, wie es die Bürgerlichen im Rahmen der Reformvorlage «AHV 21» planen, und rufen die Initiative der Gewerkschaften für eine 13. AHV-Rente in Erinnerung. Historisch: Nomination von vier Frauen für Präsidium und GL der Unia. Starke Frauenstrukturen und eine Gewerkschaftspolitik, welche die Anliegen von Frauen ins Zentrum stellt, sind die zentralen Forderungen der Unia-Frauenkonferenz. Der Erfolg gibt ihr Recht: Waren im Jahr 2004 18% der Unia-Mitglieder Frauen, sind es heute schon 26% – Tendenz steigend. Diese Entwicklung wiederspiegelt sich auch in der Geschäftsleitung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Die Delegierten nominierten einstimmig Unia-Präsidentin Vania Alleva für weitere vier Jahre an die Spitze der Unia. Auch den bisherigen GL-Mitgliedern Véronique Polito und Renate Schoch sowie neu Bruna Campanello (Co-Leiterin Sektor Gewerbe) sprechen sie das Vertrauen für die nächsten vier Jahre aus. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl findet im Juni 2021 am Unia-Kongress in Biel statt. Präsidium der Unia-Frauen neu besetzt. Ursula Mattmann-Alberto präsidierte die Unia-Frauen seit 2005. In den letzten 15 Jahren hat die gelernte Pflegefachkraft die Unia-Frauenstrukturen massgeblich geprägt und die Organisation mit ihrer pointierten Haltung für die Rechte der Arbeitnehmerinnen vorwärtsgebracht. Die Unia dankt Mattmann-Alberto für ihr jahrelanges Engagement für die Gewerkschaft – und begrüsst Eleonora Failla, die in ihre Fusstapfen tritt. Failla ist Erwachsenenbildnerin und Politologin und seit Jahren engagiertes Mitglied der Unia.
Für Rückfragen:
Aude Spang, Gleichstellungssekretärin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.10.2020
Unia Schweiz > Frauenberufe. Unia Schweiz, 2020-10-03
27.09.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SVP
Unia Schweiz

Abstimmung
Kündigungsinitiative
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Deutliches NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP.
Angriff auf Lohnschutz und Arbeitnehmendenrechte abgewehrt. Das deutliche NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP ist ein Sieg der Arbeitnehmenden. Es ist ein JA zum Lohnschutz und ein JA zu gleichen Rechten für alle Arbeitnehmenden in der Schweiz. Nun muss dem Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen auch im Hinblick auf das Rahmenabkommen mit der EU höchste Priorität eingeräumt werden. Die Kündigungsinitiative war ein Angriff auf alle Arbeitnehmenden und ihre Rechte. Sie wollte die Personenfreizügigkeit durch ein diskriminierendes Kontingentsystem ersetzen und so die Rechte aller Arbeitnehmenden in der Schweiz schwächen. Zudem wollte die Initiative mit den Flankierenden Massnahmen (FlaM) einen tragenden Pfeiler des Schweizer Lohnschutzes aushebeln. FlaM stärken statt schwächen – jetzt auch beim Rahmenabkommen mit der EU! Das erfreuliche Abstimmungsresultat bestärkt die Unia in ihrer klaren Haltung. Die FlaM und damit der Lohnschutz müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Die Unia fordert mehr Lohnkontrollen, schärfere Sanktionen bei Dumping sowie Berufs- und Branchenregister, welche offenlegen, ob die Löhne und Arbeitsbedingungen der Firmen bei Kontrollen korrekt waren. Es braucht zudem kantonale Mindestlöhne sowie mehr allgemein verbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge. Auch der Schutz für Arbeitnehmende und gewerkschaftliche Vertrauensleute, die sich gegen Lohndumping wehren, muss verstärkt werden. Der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen hat auch im Hinblick auf die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU Priorität. Der bisher vorliegende Vertragstext würde die FlaM aufweichen und den Schweizer Lohnschutz schleifen. Er ist deshalb nicht akzeptabel. Die FlaM stehen nicht zur Disposition. Ein Rahmenabkommen, das Arbeitnehmendenrechte und Lohnschutz schwächt, wird die Unia entschlossen bekämpfen. Es wird ebenso scheitern wie heute die infame Initiative der SVP. Mindestlohn von 23 Franken im Kanton Genf. Einen Erfolg feiern die Arbeitnehmenden heute auch im Kanton Genf. Die gewerkschaftliche Volksinitiative für einen kantonalen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde wurde von der Genfer Bevölkerung angenommen. Es ist ein klares Zeichen gegen Tieflöhne.
Für Rückfragen:
Vania Alleva, Präsidentin Unia
Serge Gnos, Leiter Kommunikation + Kampagnen Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.9.2020.
Unia Schweiz > SVP. Kündigungs-Initiative. Unia Schweiz, 2020-09-27.
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27.09.2020 Schweiz
Löhne
SVP
Unia Schweiz

Lohnschutz
Medien-Mitteilung
SVP
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Deutliches NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP.
Angriff auf Lohnschutz und Arbeitnehmendenrechte abgewehrt
Das deutliche NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP ist ein Sieg der Arbeitnehmenden. Es ist ein JA zum Lohnschutz und ein JA zu gleichen Rechten für alle Arbeitnehmenden in der Schweiz. Nun muss dem Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen auch im Hinblick auf das Rahmenabkommen mit der EU höchste Priorität eingeräumt werden. Die Kündigungsinitiative war ein Angriff auf alle Arbeitnehmenden und ihre Rechte. Sie wollte die Personenfreizügigkeit durch ein diskriminierendes Kontingentsystem ersetzen und so die Rechte aller Arbeitnehmenden in der Schweiz schwächen. Zudem wollte die Initiative mit den Flankierenden Massnahmen (FlaM) einen tragenden Pfeiler des Schweizer Lohnschutzes aushebeln. FlaM stärken statt schwächen – jetzt auch beim Rahmenabkommen mit der EU! Das erfreuliche Abstimmungsresultat bestärkt die Unia in ihrer klaren Haltung. Die FlaM und damit der Lohnschutz müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Die Unia fordert mehr Lohnkontrollen, schärfere Sanktionen bei Dumping sowie Berufs- und Branchenregister, welche offenlegen, ob die Löhne und Arbeitsbedingungen der Firmen bei Kontrollen korrekt waren. Es braucht zudem kantonale Mindestlöhne sowie mehr allgemein verbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge. Auch der Schutz für Arbeitnehmende und gewerkschaftliche Vertrauensleute, die sich gegen Lohndumping wehren, muss verstärkt werden. Der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen hat auch im Hinblick auf die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU Priorität. Der bisher vorliegende Vertragstext würde die FlaM aufweichen und den Schweizer Lohnschutz schleifen. Er ist deshalb nicht akzeptabel. Die FlaM stehen nicht zur Disposition. Ein Rahmenabkommen, das Arbeitnehmendenrechte und Lohnschutz schwächt, wird die Unia entschlossen bekämpfen. Es wird ebenso scheitern wie heute die infame Initiative der SVP. Mindestlohn von 23 Franken im Kanton Genf.Einen Erfolg feiern die Arbeitnehmenden heute auch im Kanton Genf. Die gewerkschaftliche Volksinitiative für einen kantonalen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde wurde von der Genfer Bevölkerung angenommen. Es ist ein klares Zeichen gegen Tieflöhne.
Für Rückfragen:
Vania Alleva, Präsidentin Unia
Serge Gnos, Leiter Kommunikation + Kampagnen Unia Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.9.2020.
Ubia Schweiz > SVP. Lohnschutz. Unia Schweiz, 2020-09-27
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