Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 172

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01.11.2018 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Christian Koller
Generalstreik
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Wie und wozu den Landesstreik erinnern? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. In den kommenden Tagen wird der Hype um den Landesstreik seinen Höhepunkt erreichen. Nach der Ausstrahlung einer SRF-Docufiction im Frühling, dem zum Publikumsrenner avancierten Laientheater in Olten im Sommer und dem Erscheinen mehrerer neuer Bücher zum Thema eröffnet am 2. November der Bundespräsident die Landesstreik-Ausstellung des Landesmuseums und des Schweizerischen Sozialarchivs. Am 10. November findet in Olten ein grosser Anlass des SGB, der SP und der Robert-Grimm-Gesellschaft statt, am 13. November dankt ein Altbundesrat in Uster der Armee für ihren Einsatz, am Folgetag gedenkt die Stadt Grenchen der drei Todesopfer dieses Einsatzes. Daneben gibt es unzählige regionale Veranstaltungen. Offensichtlich bewegt das Ereignis, das vom 12. bis 14. November 1918 eine Viertelmillion Menschen mobilisiert hat, die Gemüter immer noch. Ideologisch motivierte Verdrehungen treiben dieser Tage bunte Blüten: Einige ziehen alte, von der Geschichtswissenschaft seit Jahrzehnten widerlegte Verschwörungstheorien der Zwischenkriegszeit aus der Mottenkiste. Andere versuchen – etwa unter Verweis auf die stabile Entwicklung der „allwissenden“ Finanzmärkte – die Versorgungs- und Verteilungskrise der letzten Kriegsjahre zu verharmlosen, den Landesstreik zu einem „irrtümlichen“ Ereignis ohne gesellschaftliche Ursachen umzudeuten und dadurch seine sozialpolitischen Forderungen (…).
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 1.11.2018.
Personen > Koller Christian. Generalstreik. GBKZ, 2018-11-01.
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10.10.2018 Zürich
Generalstreik
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Ausstellung
Volltext
Zürich: 100 Jahre Landesstreik. GBKZ-Aktivitäten am 27. Oktober und am 4. November. Im November 2018 jährt sich die grösste Massenstreikbewegung der Schweizer Geschichte zum 100. Mal. Der Erste Weltkrieg hatte die ohnehin schon dramatische, soziale Kluft noch weiter vergrössert. So konnten Gewerkschaften und SP landesweit 250‘000 Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte zum Generalstreik mobilisieren. Die Armeeführung bot Truppen auf und schoss. Um einer militärischen Niederschlagung zuvor zu kommen, wurde die Aktion nach zwei Tagen abgebrochen, ohne dass die gewerkschaftlichen Forderungen durchgesetzt werden konnten. Doch der Landesstreik vom 12. bis zum 14. November 1918 hatte die Schweiz nachhaltig verändert: Der Achtstundentag wurde eingeführt, es wurden sozialpartnerschaftliche Beziehungen aufgebaut und die Machtdemonstration der Arbeiterbewegung schob auch noch Jahre später soziale Reformen wie die AHV an. Den Ereignissen waren ein Streik der Zürcher Bankangestellten und ein lokaler Generalstreik in Zürich vorausgegangen. Ende Oktober begeben wir uns deshalb bei einer Stadtführung auf eine historische Spurensuche. Und eine Woche später organisieren wir eine Führung durch eine themenbezogene Ausstellung im Landesmuseum. 27. Oktober, 14 Uhr, Stadtführung, Zürich, Rathaus. 4. November, 14 Uhr, Ausstellung, Zürich, Landesmuseum
GBKZ, 10.10.2018.
GBKZ > Generalstreik. Veranstaltungen. GBKZ, 2018-10-10.
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06.07.2018 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Michèle Dünki-Bättig
Ferien
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Schäbig! Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. 26 Stunden länger arbeiten pro Jahr - mehr als drei Arbeitstage. Mit einer Verlängerung der Jahresarbeitszeit von 2184 auf 2210 Stunden soll sich das kantonale Personal ab 2019 eine Woche mehr Ferien erkaufen. Unter dem Strich eine Nullnummer. Unsere Begeisterung über diesen schäbigen Vorschlag hält sich in Grenzen! Wie wichtig Ferien sind, muss ich wohl niemandem erklären. Wir können uns erholen oder aber uns ins Abenteuer stürzen, sind zuhause oder am Strand, aktiv oder bleiben am Morgen einmal länger liegen. Die Vorfreude auf die Ferien, die beginnt meist schon bei der Planung: Wann bezieht man Ferien? Wohin soll es gehen? Der Blick auf die Feriensonne hilft auf dem Weg durch den Tunnel der Arbeitstage. Vorfreude ist ja die schönste Freude, heisst es. Als ich vor ein paar Jahren noch beim Kanton Zürich gearbeitet habe, war die Ferienplanung am Familientisch immer Gegenstand von langen Diskussionen – nicht, weil wir uns über die Destination uneinig gewesen wären, sondern weil wir mehr unternehmen wollten, als wir Ferientage zur Verfügung hatten. Auf unserer Abteilung der kantonalen Verwaltung galt die Devise, dass man zumindest 2 Wochen pro Jahr am Stück Ferien beziehen sollte – damit man sich optimal erholen kann. Nur: bei vier Wochen Ferien bleiben dann nur noch 2 Wochen übrig. Und wenn die Verwaltung zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen bleibt, reichen die zwei geschenkten Tage nicht in jedem Jahr für eine freie Woche aus. (…). Michèle Dünki-Bättig.
GBKZ, 6.7.3028.
Personen > Dünki-Bättig. Ferien. GBKZ, 2018-07-06.
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04.05.2018 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Björn Resener
1. Mai Zürich
Volltext
Unsere Inhalte in Szene setzen. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Als Sekretär beim kantonalen Gewerkschaftsbund gehört auch die Organisation der Zürcher 1. Mai Demonstration zu meinem Pflichtenheft. Deshalb hole ich mir jeweils am zweiten Mai die wichtigsten Tageszeitungen am Kiosk und mache eine kleine Presseschau. Was wird über den 1. Mai in Zürich geschrieben? Stehen wieder einmal die Krawalle im Fokus der Berichterstattung? Das absurde bei dieser Frage ist ja, dass es in Zürich schon seit Jahren keine echten Krawalle mehr gegeben hat. Schon im letzten Jahr sprach Marco Cortesi – Medienchef der Stadtpolizei – vom ruhigsten 1. Mai seit Jahren. In diesem Jahr bilanziert er sogar den „ruhigsten 1. Mai seit vielen Jahren.“ Tatsächlich hat es seit 2011 keine nennenswerten Ausschreitungen mehr gegeben. Aber offensichtlich rechtfertig schon die Erwartungshaltung den vermeintlichen Nachrichtenwert von Meldungen und ganzen Artikeln darüber, dass es eben keine „bürgerkriegsähnlichen Zustände“ gegeben hat. Worüber sollen die Medienschaffenden auch mit Marco Cortesi sprechen, wenn nicht über die Sicherheitslage? Und welche Einschätzung ist vom Sprecher der Stadtpolizei zu erwarten, wenn nicht jene, dass es diese kostenintensiven Polizeieinsätze und die endlosen Überstunden der Beamten tatsächlich braucht? (…). Björn Resener - Gewerkschaftsbund Kantons Zürich (GBKZ).
GBKZ, 4.5.2018.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zürich. Rückblick. GBKZ, 2018-05-04.
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09.04.2018 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Ständerat
Regula Bühlmann
Lohngleichheit
Volltext
Wenn bürgerliche Männer die Quadratur des Kreises versuchen… Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Der Saal, in dem der Ständerat tagt, wird normalerweise nicht von Frauen überrannt: Der Frauenanteil in der kleinen Kammer beträgt gerade mal 15,2 Prozent. Am 28. Februar war das Bild ein anderes: Beide Tribünen waren gefüllt mit Besucherinnen. Hinter den Ständeräten und vereinzelten Ständerätinnen sassen Nationalrätinnen. Denn der Rat mit der satten Männermehrheit hatte über ein Geschäft zu befinden, das eine massive Diskriminierung der Frauen endlich etwas mildern sollte. Seit 1981 ist die Lohngleichheit von Frauen und Männern in der Verfassung festgeschrieben. Seit 1996 ist die Umsetzung im Gleichstellungsgesetz geregelt. Doch immer noch verdienen Frauen aufgrund ihres Frauseins über sieben Prozent weniger als Männer. An ihrem 12. Kongress haben die SGB-Frauen Bundesrätin Simonetta Sommaruga aufgefordert, das Gleichstellungsgesetz so zu überarbeiten, dass die Frauen zu ihrem Recht kommen, ohne es in langwierigen und zermürbenden Klagen einfordern zu müssen. Letztes Jahr hat der Bundesrat eine entsprechende Gesetzesrevision ans Parlament geschickt, über die sich die zuständige Kommission des Ständerates drei Mal darüber gebeugt und dem Kompromiss noch ein paar Zähne gezogen hat: Mehrheitsfähigkeit war das Ziel. Diese war zwar auch (…). Regula Bühlmann.
SGB, 9.4.2018.
Personen > Bühlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-04-09.
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02.03.2018 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
SDA Schweizerische Depeschenagentur

Sda
Verwaltungsrat
Volltext
Spiel mit der Wahrheit. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Am vergangenen Samstag bewies auch Serge Reymond, einzig verbliebener Romand im Verwaltungsrat der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA), dass an der Spitze der kriselnden Nachrichtenagentur Einigkeit herrscht. Im Westschweizer Radio sprach er von zwanzig Betroffenen der Abbaupläne (es sind über achtzig) und faselte von einem „illegalen“ Streik, der der Firma ein katastrophales Image bereite. Dass er auch erklärte, die Verhandlungen seien nicht gescheitert und es solle weiter Diskussionen geben, konnte uns Angestellten nur wenig Zuversicht geben. Stattdessen gefallen sich die Verwaltungsräte im Arbeitsstreit mit flapsigen Interviews. Matthias Hagemann stellte den Service-public-Auftrag in Abrede und betonte, dass die Sprachensolidarität bei unseren Besitzern am Schwinden ist. Den Startschuss zu dieser Serie feuerte CEO Markus Schwab, der in der „NZZ am Sonntag“ ziemlich stolz von sich gab, einzig den Aktionären gegenüber verpflichtet zu sein. Er, der erst nach zwölf Jahren an der Spitze unseres Unternehmens überrascht wurde vom rauen Ton, der ihm bei Vertragsverhandlungen mit Kunden entgegenschlug. Mit manchen der Kunden, deren Medienhäuser unsere Besitzer sind. Die Vorgeschichte des Streiks nahm Ende Oktober ihren Anfang, als die Fusion mit der Bildagentur Keystone bekanntgegeben wurde. Schwab erzählte uns von angespannten Vertragsverhandlungen. Wir erfuhren, dass ab sofort ein Einstellungsstopp gelte. (...). Beat Haueter. .
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 2.3.2018.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > sda. Verwaltungsrat. GBKZ, 2018-03-02.
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05.02.2018 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Melanie Berner
No Billag
Volltext
Ein solidarisches Zeichen setzen. Gewerkschaftliche Gedanken zur No Billag Initiative. In den letzten Wochen kam es häufig vor, dass ich zu früh aufgestanden und gleichentags zu spät nach Hause gekommen bin, um meinem Kind ein „Guete-Morge-Drucki“ oder einen Gutenachtkuss geben zu können. Das schlechte Gefühl über meine Absenz steht im Widerspruch zu meiner Überzeugung, dass man sich manchmal für etwas einsetzen muss, das wichtiger ist, als die momentane persönliche Befindlichkeit. Mein Kind kann dies noch nicht verstehen. Doch ich hoffe, dass das Einstehen für seine Überzeugungen ein Wert sein wird, den es auf seinen Weg mitnimmt. Zusammen mit einem solidarischen Gerechtigkeitsempfinden, Ehrlichkeit und Anstand. Die No Billlag-Initiative ist ein fundamentaler Angriff auf den medialen Service Public und die Medienvielfalt. Gleichzeitig symbolisiert sie für mich auch die Verrohung der meinungsbildenden Debattenkultur in unserer Demokratie. Anstand und Ehrlichkeit spielen bei zahlreichen No Billag-Diskussionen Nebenrollen. Das wertvolle Instrument der Volksinitiative dient einmal mehr nicht als kompromissförderndes Korrektivinstrument, sondern als Kampagnenmaschinerie, in deren Fahrwasser auf einmal alle zu Medienexperten avancieren und unbekümmert gelogen wird. Ich befürchte, dass die No Billag-Initiative nur der Anfang einer mächtigen Angriffswelle auf unser solidarisches Staatswesen ist. Ich wünschte mir, irgendjemand hätte vor ein paar Jahren eine allgemeine Solidaritätskampagne im grossen Stil geführt. Wenn mehr Menschen die elementare Bedeutung der Solidarität für eine (…). Melanie Berner. .
Personen > Berner Melanie. No-Billag. Abstimmung. GBKZ, 2018-02-05.
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12.01.2018 Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Markus Bischoff
Stadtratswahlen
Volltext
Gewollt ungewöhnlich. Gewerkschaftliche Gedanken zur Wahlkampfunterstützung. Von „mutig“ bis „goht’s no“ gingen die Kommentare, nachdem der GBKZ auch einen Kandidaten der SVP zur Wahl in den Stadtrat von Zürich empfohlen hatte. Ungewohnte Empfehlungen regen zum Nachdenken an. Welchen Wert haben Wahlempfehlungen, welche Rolle Gewerkschaften und sollen sie überhaupt Exekutivkandidaten unterstützen? Die Gewerkschaften haben die Rechte der Arbeitnehmenden zu stärken. Sie engagieren sich für gerechte Löhne, Lohngleichheit von Frau und Mann, gute Arbeitszeiten, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und für die Gleichbehandlung von ausländischen und inländischen Arbeitnehmenden. Die Bandbreite der Mitglieder von Gewerkschaften ist gross: Sie reicht von oftmals wert- und strukturkonservativen SBB-Mitarbeitenden, über eine reformfreudige Lehrerschaft bis zu bürgerlichen Bankmitarbeitenden. Die Gewerkschaften dienen sich bewusst keiner Partei oder einem Parteispektrum an. Denn auch rot-grüne Parteipolitik ist kein Garant für eine Politik im Interesse der Arbeitnehmenden. Nur wer unabhängig ist, hat die nötige Distanz zur Macht. In der Gewerkschaft kann jede und jeder mitmachen. Bedingung ist der Einsatz für gewerkschaftliche Ziele. Roger Bartholdi ist Präsident der Personalvertretung einer Grossbank und zugleich Vizepräsident des nationalen Personalverbandes. Er ist ohne Zweifel gewerkschaftlich aktiv und ständig mit den politisiert. (…).. Markus Bischoff.
GBKZ, 12.1.2018.
Personen > Bischoff Markus. GBKZ, 2018-01-12.
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05.12.2017 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kapers

Flight Attendant
Volltext
Swissness – Alles Schweiz oder was? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Zeitung. Als Geschäftsführer der Gewerkschaft für Flight Attendants stosse ich immer wieder und gezwungenermassen auf den Begriff Swissness. Dabei habe ich festgestellt, dass je nach Absender und Empfänger, etwas anderes unter diesem Begriff verstanden beziehungsweise hineinprojiziert wird. So auch das Unternehmen Swiss International Air Lines, welches ja Swissness bereits im Firmennamen trägt. Die Swiss ist sehr darum bemüht, Swissness zu verkaufen. Dem Passagier soll vermittelt werden, dass die Schweiz und das Schweizer Lebensgefühl bereits im Flugzeug beginnt. Dafür schreckt die Swiss auch nicht vor konstruierten Slogans wie „Made of Switzerland“ zurück. Ein Slogan notabene, der nicht mal die eigene Belegschaft wirklich versteht und ganz viel Raum lässt für individuelle Interpretationen. Eins ist klar: Swissness bringt der Swiss Geld in die Kasse und solange die Geldbörse klingelt, wird Swissness weiterhin ein zentrales Thema sein. Doch wie schaut es eigentlich für das Flight Attendant aus, welches dem Passagier ein Schweizer Lebensgefühl vermitteln soll? Eine gute und doch schwer zu beantwortende Frage. Wie viel Swissness steckt in einem Salär von Fr. 3'400 (x12) für neueintretende Flight Attendants? Ist es ein Schweizer Wert Löhne zu zahlen, die nur knapp und sehr schlecht zum Überleben reichen? Ist es Swissness, dass sehr viele Flight Attandants aufgrund des tiefen Lohnes eine Prämienverbilligung bei der Krankenkasse erhalten? (…). Elias Toledo. 
GBKZ, 30.11.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Kapers. GBKZ, 2017-12-05.
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06.11.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Michèle Dünki-Bättig
Arbeitsbedingungen
Volltext
Ein attraktiver Arbeitgeber. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S.-Zeitung. Vieles war zum Budgetentwurf 2018 in den Medien zu lesen. Wir sind uns einig: dem Kanton Zürich geht es gut. Die Einnahmen liegen, einmal mehr, über dem Budget, während die Ausgaben dahinter zurückbleiben. Es ist fraglich, wie dringend notwendig die Leistungsüberprüfung 2016 wirklich war. Bereits 2016 konnte der Kanton Zürich einen Gewinn von 390 Millionen Franken verbuchen, auch 2017 wird er dank Rekordsteuereinnahmen mit einem schwarzen Plus abschneiden. Erfreulich, nicht wahr? Wir vom VPOD fragen uns aber, wo bei all diesen guten Nachrichten die Good News fürs kantonale Personal bleiben. Als ehemalige Mitarbeiterin in verschiedenen Bereichen des Kantons Zürich weiss ich selber nur zu gut: bis jetzt durften wir als Angestellte immer nur den Preis für den Erfolg des Kantons Zürich bezahlen. Seit Jahren herrscht Lohnstopp und auf die in der Privatwirtschaft längst übliche fünfte Ferienwoche warten wir seit Jahren, bald seit Jahrzehnten. Oftmals erleiden Angestellte des Kantons und seiner selbständigen, öffentlich-rechtlichen Betriebe sogar aufgrund der erhöhten Lohnabzüge für die Pensionskasse BVK einen Reallohnverlust – aber das interessiert niemanden. Im Gegenteil: der Kanton löst seine BVK-Rückstellungen, die ja dem Personal zugutekämen, zugunsten des Budgets auf und saniert sich damit. Selbst die Beiträge aus den sogenannten Rotationsgewinnen, die für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung stehen, (…). Michèle Dünki-Bättig.
GBKZ, 6.11.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Arbeitsbedingungen. GBKZ, 2017-11-06.
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05.10.2017 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Syndicom
Dominik Dietrich
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
„…noch rasch auf die Post gehen!“ Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Es gehört zu meinen Alltag wie das morgendliche Zähneputzen oder das Besorgen von Brot: „…noch rasch auf die Post gehen“. Einen eingeschriebenen Brief abholen, ein Paket aufgeben oder eine Einzahlung am Postschalter tätigen; Alltag eben. Doch liest man in der Presse seit Monaten über den von der Gewerkschaft Syndicom verschrienen „Poststellenkahlschlag“! Doch was steckt hinter diesem „Poststellenkahlschlag“? Poststellen sind elementarer Bestandteil des Service public und werden immer noch stark frequentiert. Trotzdem plant die Post, in den nächsten drei Jahren 500-600 der verbleibenden 1400 Poststellen zu schliessen. Vom angekündigten Schliessungsprozess sind allein im Kanton Zürich 41 Poststellen betroffen. Hinzu kommt, dass die Post keine ebenbürtige Alternative für Poststellen hat. Die angepriesenen Angebote ersetzen jeweils nur einen Teil oder gar nur einzelne Dienstleistungen einer Poststelle. Mit diesen Schliessungen betreibt die Post Profitoptimierung auf Kosten des Service public und der Bevölkerung. Dies obwohl ihre Pläne sowohl bei der Bevölkerung als auch bei der Politik auf grossen Widerstand stossen. Die Post hingegen versucht immer wieder den Anschein zu erwecken, dass die Poststellenschliessungen aus finanziellen Zwängen heraus geschehe. Die am 26. Mai veröffentlichten Quartalszahlen wiedersprechen dieser Darstellung klar: die Post (…). Dominik Dietrich, Regionalkoordinator Syndicom Zürich/Ostschweiz.
GBKZ, 5.10.2017.
Gewerkschaftsbund ZG Kanton > Poststellen,. Betriebsschliessung. GBKZ, 2017-10-05.
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08.09.2017 Zürich
Antirassismus
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Antirassismus
Sport
Volltext
Grosses Interesse am bevorstehenden Benefizlauf. Medieneinladung zum 16. Lauf gegen Rassismus in Zürich. In diesem Jahr findet der Zürcher Lauf gegen Rassismus zum 16. Mal statt. Die Zahl der Voranmeldungen ist so gross wie nie. Bereits jetzt haben sich mehr als 220 Läuferinnen und Läufer registriert. Die Team-Registrierung musste mittlerweile geschlossen werden. Individuelle Anmeldungen sind aber auch noch vor Ort möglich. „Da sich der Grossteil der Teilnehmenden erfahrungsgemäss erst am Wettkampftag anmeldet, gehen wir in diesem Jahr von einem neuen Teilnehmerrekord aus“, schätzt Bewilligungsinhaber Björn Resener. Mit seinen Einnahmen finanziert der Lauf gegen Rassismus vier nichtstaatliche Organisationen, die sich unabhängig vom Aufenthaltsstatus um die Rechtsberatung und soziale Integration von Migrantinnen und Migranten kümmern. Der Startschuss fällt am Sonntag, dem 17. September 2017, um 10 Uhr auf der Bäckeranlage in Zürich.
GBKZ, 8.9.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Antirassismus. Sport. GBKZ, 2017-09-08.
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06.09.2017 Schweiz
AHV
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Doris Bianchi
AHV-Revision
Volltext
Kein Diktat der leeren Kassen bei der AHV! Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Mein früherer Nachbar Giovanni musste Ende der 90er-Jahre wegen Rückenschmerzen seinen Job als Pneumonteur aufgeben. Die IV gewährte ihm eine halbe IV-Rente. Dank Zeitungsaustragen kam er über die Runden. 2012 wurde Giovanni von der IV Stelle aufgeboten: Unter dem Titel „eingliederungsorientierte Rentenrevision“ überprüfte die IV seinen Rentenanspruch nochmals. Nun befand sie, dass seine Schmerzen überwindbar seien. Sie halbierte ihm die laufende Rente, obwohl sich an seinem Gesundheitszustand nichts geändert und er keinerlei Aussicht auf eine Erhöhung seines Arbeitspensums hatte. Seither kämpft Giovanni ums finanzielle Überleben. Er musste Ergänzungsleistungen beantragen. Solche dramatische Rentenkürzungen kamen wegen den Sparmassnahmen bei der IV zustande. Er-innern wir uns: Die IV rutschte seit Mitte der 90er-Jahre in die Schulden. FDP und SVP lehnten im Parlament die nötige Erhöhung der Lohnbeiträge für die IV oder eine solide Zusatzfinanzierung stets ab. Hinter diesen Blockaden steckte politisches Kalkül. Ihr Ziel war ein Diktat der leeren Kassen: Es braucht ein Defizit, das als anstössig gilt, um den Sozialstaat auszuhöhlen. So wie es bereits Margret Thatcher predigte. Bei der IV ist diese Taktik des Sozialabbaus leider aufgegangen. Nun versuchen sie das gleiche dreckige Spiel bei der AHV. FDP und SVP lehnen (…).
Doris Bianchi.
GBKZ, 6.9.2017.
Personen > Bianchi Doris. AHV-Revision. GBKZ, 2017-09-02.
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10.07.2017 Villeneuve
Bombardier
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Unia VD Kanton
Lorenz Keller
Bombardier
Entlassungen
Volltext
Ein Weltmeistertitel für die Schweiz? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Bereits zum sieben Mal in Folge stellte der Global Innovation Index Anfang Juni den Werkplatz Schweiz aufs Siegertreppchen. Der Index, den jedes Jahr Wissenschaftler/innen führender Wirtschaftsuniversitäten erstellen, vergleicht die Innovationskraft von Volkswirtschaften. Die Medien hierzulande feierten die erneute Auszeichnung; „Innovation liegt uns im Blut“, jubelte gar der „Blick“. Innovation, das klingt ja eigentlich noch ganz gut: Fortschritt, neue Lösungen und Nachhaltigkeit – diese drei Begriffe stehen exemplarisch für das, was Innovation landläufig meint. Doch wie fortschrittlich, lösungsorientiert und nachhaltig ist eigentlich die Vergabepraxis von Grossprojekten durch die öffentliche Hand? Vor gut einem Monat, also genau zur zu selben Zeit, als die Tageszeitungen den „Innovationsweltmeister Schweiz“ ausriefen, wurde bekannt, dass der kanadische Zug- und Flugzeugbauer Bombardier über Nacht beschlossen hatte, über 650 Stellen in Zürich und im Waadtland zu streichen. Nur in Klammer. Im Kanton Waadt wurde die dortige Volkswirtschaftsdirektion sofort aktiv und versucht die Stellen zu retten. Blanker Hohn für die Betroffenen ist hingegen die Aussage des Departements von Carmen Walker-Späh. „Da braucht es mehr, bis die Politik aktiv wird.“ liessen sie in der NZZ verlauten. Klammer zu. Rund 550 der betroffenen Arbeitnehmer sind temporär Beschäftigte, die jetzt nach und nach bis Ende 2018 ihre Anstellung (…). Lorenz Keller. 
GBKZ, 10.7.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Bombardier. Entlassungen. GBKZ, 2017-07-10.
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02.06.2017 ZH Kanton
Avenir-Suisse
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Avenir-Suisse
Personenfreizügigkeit
Volltext
Lohnschutz ist nötig. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Die Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit (FlaM) wurden 2004 in Kraft gesetzt, um die inländische Wirtschaft vor negativen Auswirkungen der Bilateralen Abkommen zu schützen. Die Tripartiten Kommissionen der Kantone wurden geschaffen, um die politischen Behörden in den Kantonen bei ihrem Vollzug zu unterstützen. Nun behauptet „Avenir Suisse“ in ihrer jüngsten Studie - „Die Risiken und Nebenwirkungen der Flankierenden“ -, diese Massnahmen führten zu Arbeitsplatzverlusten, verteuerten die Arbeit und zementierten mit Mindestlöhnen die Hochpreisinsel Schweiz. Dass gewisse Branchen vor ausländischer Konkurrenz geschützt und die Löhne der Angestellten nicht zur Senkung frei gegeben würden, sei nicht liberal und deshalb schädlich. Damit stellt „Avenir Suisse“ ihre fundamentalliberale Ideologie über Schweizer Konsens. Denn selbstverständlich entsprechen Lohn- und Branchenschutz exakt dem politischen Willen, der zur Schaffung der FlaM geführt haben. Ohne flankierenden Schutz des Schweizer Arbeitsmarkts wäre die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union niemals mehrheitsfähig geworden. Es profitieren nicht nur die Arbeitnehmenden davon, sondern auch die Arbeitgebenden. Denn welches Schweizer Unternehmen könnte heute noch mit der ausländischen Konkurrenz Schritt halten, wenn auf dem Schweizer Arbeitsmarkt keine Schweizer Löhne gezahlt werden müssten? Die lästige Unsitte des Einkaufs jenseits der Grenze (…). Julia Gerber Rüegg.
GBKZ, 2.6.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Avenir.Suisse. Personenfreizügigkeit. GBKZ. 2017-06-02.
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05.05.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonsspital

Kantonsspital
Privatisierung
Volltext
Welches Demokratieverständnis haben wir? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Der Direktor des Kantonsspitals Winterthur (KSW), Rolf Zehnder hat sich in den letzten Wochen gleich mehrmals einseitig in den Abstimmungskampf um die Privatisierung des KSW eingemischt. In einem Interview mit der NZZ machte er deutlich, dass er vom Kantonsrat und den demokratischen Regeln in unserem Kanton wenig hält. Offen legte er dar, wie das KSW die Mitsprache des Kantonsrats seit Jahren ausheble, und wichtige Investitionen durch geschickte Manipulationen auch ohne Zustimmung des Parlaments vorgenommen habe. Diese offen eingestandenen Umgehungsgeschäfte wurden von der unabhängigen Finanzkontrolle des Kantons sofort und harsch kritisiert; selbst Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger kam daraufhin nicht um eine Rüge herum. Trotz der breiten Kritik doppelte Herr Zehnder wenige Wochen später im Tagesanzeiger nach und klagte in lauten Tönen, wie hinderlich die Demokratie im Allgemeinen und der Kantonsrat im Speziellen für die Führung des Spitals seien. Auch sonst mischen das Kantonsspital und die Integrierte Psychiatrie Winterthur (IPW) munter und vor allem einseitig im Abstimmungskampf mit. Im März verteilte das KSW eine Sonderbeilage zum 100-jährigen Jubiläum der Spezialisierung in der Medizin und nutzte die gesamte letzte Seite, um für ein Ja für die Vorlage zu werben. Auch ist inzwischen bekannt, dass das KSW logistische Unterstützung im Abstimmungskampf bietet und das Ja-Komitee beim Spendensammeln unterstützt. Die Spitaldirektoren von KSW und IPW legen auf (...). Maria Sorgo, Pflegefachfrau und VPOD-Mitglied.
GBKZ, 5.5.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Spitäler. Privatisierung. GBKZ, 2017-05-05.
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04.05.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Spitäler

Abstimmungsbeschwerde
Privatisierung
Volltext
Stimmrechtsbeschwerde wegen Einmischung in den Abstimmungskampf. Medienmitteilung des Komitees 2x NEIN zur Spitalprivatisierung. Auf Seiten der Privatisierungs-Befürworter mischen die Chefetagen von KSW und ipw fleissig im Abstimmungskampf mit und geben der Ja-Kampagne einen offiziösen Anstrich. Damit wird die gebotene Zurückhaltung staatlicher Stellen deutlich verletzt. Das Komitee 2x NEIN zur Spitalprivatisierung hat deshalb eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht.Die Privatisierungs-Befürworter weigern sich nach wie vor, ihr Kampagnenbudget offenzulegen und für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Transparenz zu schaffen. Klar ist mittlerweile einzig, dass sie erhebliche Unterstützung insbesondere der Chefetagen von KSW und ipw erhalten - entgegen geltendem Recht. Denn dieses auferlegt staatlichen Stellen Zurückhaltung in Abstimmungskämpfen. Bekannt ist z.B., dass das KSW beim Eintreiben von Spenden hilft und einen Massenversand an alle Haushalte im Einzugsgebiet des Spitals zur Verfügung gestellt hat, in dem für die Privatisierung unserer Spitäler geworben wird. Besonders stossend: für den Plakataushang stellen KSW und ipw überdies ihre Logos zur Verfügung - erst an dritter Stelle erscheint jenes des Privatisierungs-Komitees. Damit wird der Stimmbevölkerung vorgegaukelt, es handle sich um eine offizielle Stimmempfehlung staatlicher Stellen. Dies obwohl das Bundesgericht festgehalten hat, dass die Verwendung amtlicher Insignien – wie z.B. eines Logos – in Abstimmungspropaganda unzulässig ist. (…).
GBKZ, Medienmitteilung, 4.5.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Spitäler. Privatisierung. GBKZ, 2017-05-04.
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02.05.2017 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai Zürich
Volltext
Zürcher 1.-Mai-Demo mit 12‘000 Teilnehmern. Grosser Umzug für eine andere Gesundheitspolitik. Unter dem Motto «Gesundheit vor Profit» demonstrierten heute 12‘000 Menschen friedlich durch Zürich. Die vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) organisierten Demonstration führte vom Helvetiaplatz zum Sechseläutenplatz. Das Zürcher 1. Mai Komitee mobilisierte unter dem Motto „Was tun! Nie wieder Faschismus“ zur Demonstration. „Wir freuen uns, dass das schlechte Wetter die Linke nicht davon abhalten konnte, am 1. Mai für eine gute Gesundheitsversorgung und demokratisch kontrollierte Spitäler zu demonstrieren“, sagte Markus Bischoff, GBKZ-Präsident und Bewilligungsinhaber der Maidemonstration. Der gestern im Amt bestätigte Waadtländische Regierungsrat Pierre-Yves Maillard kritisierte als Hauptredner die neoliberale Ausrichtung der Gesundheitspolitik: „Wir müssen aufhören zu glauben, dass Privatinvestitionen und Spitalprivatisierungen Lösungen für die Kostenkontrolle darstellen.“ Als zweiter Hauptredner trat der türkische Verfassungsrechtler und HDP-Abgeordnete Mithat Sancar an das Mikrofon. Er verurteilte den Autoritarismus in der Türkei und verglich die Entwicklung mit dem zunehmenden Erfolg des Rechtspopulismus in Europa. Doch auch Sancar bezog sich in seiner Rede auf die Gesundheitspolitik und sprach sich gegen Spitalprivatisierungen aus.
GBKZ, 2.5.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zürich 2017. Rückblick. GBKZ, 2017-05-02.
Ganzer Text
07.04.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonspolizei
Personen
Markus Bischoff
Abstimmung
Kantonsspital
Privatisierung
Volltext
"Gesundheit ist ein grosses Geschäft". Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Diese Abstimmung gewinne er nicht in Winterthur, meinte Regierungsrat Thomas Heiniger im Sommer des vorletzten Jahres an unserer ersten Veranstaltung zur Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur. In der Tat: Der Kanton Zürich ist gross und bevölkerungsreich und Winterthur ist nicht das Zentrum des Kantons. Die Stimmbevölkerung in Dielsdorf, Affoltern und auch in der Stadt Zürich müssen davon überzeugt werden, dass ihnen nicht egal ist, in wessen Händen der zweitgrösste Spital im Kanton Zürich ist. Dazu bedarf es unserer Überzeugungsarbeit: Die Patientinnen und Patienten haben ein Ziel, wenn sie in ein Spital eintreten und sich dort behandeln lassen. Sie möchten wieder gesund herauskommen. Primär ist es ihnen egal, wer Träger eines Spitals ist. Hauptsache gesund rauskommen und die Krankenkasse übernimmt die wesentlichen Kosten. Mit den öffentlichen Spitälern war dies für alle seit Jahrzehnten gewährleistet. Heute wissen wir, dass die Gesundheitsbranche einer der dynamischsten und am stärksten wachsenden Wirtschaftssektoren der Schweiz ist. Letztes Jahr wuchsen die Gesundheitsausgaben in der Schweiz um 3,6%. Die Gesundheitskosten machen bald 12% an der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz aus. Viele Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Spitäler, Krankenkassen aber auch die Pharma-Lobby mischen in dieser Branche mit und verfolgen eigene, wirtschaftliche Interessen. (...). Markus Bischoff.
GBKZ, 7.4.2017.
Personen > Bischoff Markus. Kantonsspital. Privatisierung. GBKZ, 2017-04-07.
Ganzer Text
31.03.2017 ZH Kanton
1. Mai
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai
Demonstration
Veranstaltung
Volltext
1. Mai 2017: Gesundheit statt Profit. Übersicht der Demonstrationen und Maifeiern im Kanton Zürich. Die Gesundheitsversorgung, insbesondere durch die Spitäler, stellt einen wichtigen Grundpfeiler des Service Public dar. So ist selbst in der Zürcher Kantonsverfassung verankert, dass Kanton und Gemeinden für die Gesundheitsversorgung verantwortlich sind. Mit dem Kantonsspital Winterthur (KSW) und der Integrierten Psychiatrie Winterthur (ipw) verfügt der Kanton Zürich über zwei hervorragende Einrichtungen, die sich in jeder Hinsicht bewährt haben. Das Kantonsspital Winterthur schrieb zuletzt sogar Rekordgewinne. Ohne Not plant der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) beide Spitäler in Aktiengesellschaften umzuwandeln. Die Möglichkeit zum Verkauf der Aktien ist dabei explizit vorgesehen. Die Rechtsformänderung ist also der erste Schritt zur Privatisierung. Gegen die hierfür notwendigen Gesetze haben die Zürcher Gewerkschaften gemeinsam mit linken Parteien das Referendum ergriffen. Gesundheit ist ein wichtiges Gut, das wir nicht dem Profit unterordnen wollen. Darum sagen wir am 21. Mai 2x NEIN zu den Spitalprivatisierungen! Der gewerkschaftliche 1. Mai 2017 steht im Zeichen dieses Geistes. Im ganzen Kanton stellen Organisationskomitees ihre Demonstrationen und Maifeiern unter das Motto „Gesundheit vor Profit“ und sagen damit auch Nein zu Privatisierung und Ja zum starken Service Public. Demonstrationen: (…).
GBKZ, 31.3.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton. 1. Mai 2017. GBKZ, 2017-03-31.
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28.03.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonsspital

Kantonsspital
Privatisierung
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2x NEIN zur Spitalprivatisierung. Medienmitteilung des Komitees 2x NEIN zur Spitalprivatisierung. Am 21. Mai stimmt der Kanton Zürich über die Privatisierungen des Kantonsspitals Winterthur (KSW) und der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw) ab. Diesen Ausverkauf der Gesundheitsversorgung bekämpft das überparteiliche Komitee 2x NEIN zur Spitalprivatisierung, welches am Dienstag an einer Medienkonferenz den Abstimmungskampf lancierte. „Das KSW und die ipw sind heute gut aufgestellt und haben genug Flexibilität, um im sogenannten Spitalmarkt – ein Pseudomarkt, notabene – bestehen zu können“, führte Andreas Daurù, Kantonsrat und Co-Präsident a.i. der SP Kanton Zürich, am Dienstag vor den Medien aus. Eine Privatisierung würde die stationäre medizinische Grundversorgung der ganzen Region mit über 200'000 Einwohnerinnen und Einwohnern gefährden und einem teuren Wettrüsten der Spitäler Tür und Tor öffnen, so Daurù weiter. KSW und ipw “too big to fail”. Die Bedeutung der beiden Spitäler für die medizinische Grundversorgung strich auch Kathy Steiner, Kantonsrätin der Grünen, heraus: «Für die flächendeckende Versorgung des Kantongebiets sind KSW und ipw unverzichtbar.» Damit seien sie „too big to fail“ für den Kanton Zürich. So würden bei einer Umwandlung in Aktiengesellschaften lediglich die Gewinne privatisiert. Das finanzielle Risiko hätte weiterhin der Kanton zu tragen. Mit Blick auf den Fall Sanatorium Kilchberg warnte Steiner ausserdem vor einem Leistungsabbau in der psychiatrischen Versorgung: „Eine Station für Gerontopsychiatrie ist bereits geschlossen worden. (…).
GBKZ, Medienmitteilung, 28.3.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Kantonsspital. Privatisierung. GBKZ, 2017-03-28.
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03.03.2017 ZH Kanton
AHV
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

AHV-Revision
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Die dicke Kröte auf dem Teller. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Unter dem Titel Altersvorsorge 2020 wird am Rentensystem geschraubt. Dem bürgerlichen Parlament schwebt vor, die berufliche Vorsorge in der zweiten Säule massiv auszubauen und damit gleichzeitig die erste Säule, die auf einem einzigartigen Solidaritätsprinzip aufgebaut ist, zu schwächen. Dies soll zu einem Grossteil auf dem Buckel der Frauen geschehen. Die Verschiebung der Altersvorsorge per se führt zu einer Benachteiligung der Menschen mit niedrigen Löhnen und dreiviertel der Armen in der Schweiz sind Frauen. Folglich trifft diese auch die Senkung des Umwandlungssatzes besonders hart. Dazu kommt, dass, das Frauenrentenalter auf 65 heraufgesetzt und die Witwenrenten eingeschränkt werden sollen. Unklar ist zurzeit noch, ob NeurentnerInnen in den Genuss der 70 Franken Rentenerhöhung kommen werden oder nicht. Eine Massnahme des Ständerates, um die Renteneinbussen zu reduzieren.  Tja. Bei uns hinterlässt diese Diskussion einen bitteren Nachgeschmack. So würden wir Frauen zum Wohle des grossen Ganzen auf einen der wenigen Ausgleichsfaktoren verzichten. Ganz selbstlos, so wie es uns unsere Rolle ja sowieso zuschreibt. Und wütend sein sollen wir auch nicht, sondern freundlich lächeln und „Bitte, ist doch gern geschehen“ sagen.  Das wollen wir aber nicht. Wir wollen nicht noch zusätzlich schlechter behandelt werden. Das werden wir nämlich trotz des Gleichstellungsgesetztes sowieso schon. Indem typisch weibliche Berufe schlechter bezahlt werden, (…). Stefanie Bachofner und Elisabeth Fannin (GBKZ-Frauenkommission).
GBKZ, 3.3.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > AHV. AHV-Revision. GBKZ, 2017-03-03.
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01.03.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Löhne

Arbeitsplatzkontrolle
Lohndumping
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AWA verschweigt Zunahme von systematischem Lohndumping. Die Ergebnisse der vom kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) durchgeführten Kontrollen belegen die Zunahme von systematischen, missbräuchlichen Unterbietungen der ortsüblichen Löhne im Detailhandel und im Maschinenbau. Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) kritisiert, dass die Erkenntnisse über das Ausmass von Lohndumping nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Bei den Kontrollen im Jahr 2014 wurden Lohnunterbietungen bei zehn Prozent der kontrollierten Detailhändler und bei 12,1 Prozent der kontrollierten Maschinenbauer festgestellt. Nachdem diese Zahlen Anfang letzten Jahres vom kantonalen Gewerkschaftsbund veröffentlicht wurden, drohte das AWA mit einer Strafanzeige. „Nun haben sich die festgestellten Fälle von Lohndumping in den beiden Branchen mehr als verdoppelt und wieder versteckt sich die Volkswirtschaftsdirektion hinter dem Amtsgeheimnis“, erläutert GBKZ-Präsident Markus Bischoff. AL-Kantonsrat Bischoff plant deshalb eine Interpellation einzureichen: „Wenn das AWA darauf beharrt, die Kontrollergebnisse als vertraulich zu behandeln, muss eben die Volkswirtschaftsdirektorin Aufschluss über die Geheimniskrämerei in ihrer Verwaltung geben.“
GBKZ, 1.3.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Lohndumping. AWA. GBKZ, 2017-03-01.
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21.02.2017 Zürich
1. Mai Zürich
1. Mai-Komitee
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai Zürich
Antifaschismus
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Demonstration am 1. Mai in Zürich bewilligt. Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) hat die polizeiliche Bewilligung für die Demonstration am 1. Mai erhalten. Der Umzug wird sich in diesem Jahr ab 10.00 Uhr am Helvetiaplatz besammeln. Ab 10.30 Uhr startet die Demonstration entlang der Ankerstrasse, führt durch die Militärstrasse zur Kasernenstrasse und über die Gessnerbrücke. Danach entspricht die Route jener der letzten Jahre, so dass der Umzug ebenfalls durch die Bahnhofstrasse und entlang des Limmatquai führen wird. Die Abschlusskundgebung mit Festwirtschaft findet auf dem Sechseläutenplatz statt. Der kantonale Gewerkschaftsbund mobilisiert unter dem Motto „Gesundheit vor Profit“. Damit stellt er die Maidemonstration in den Kontext der bevorstehenden Referenden gegen die Rechtsformänderungen von Kantonsspital Winterthur (KSW) und Integrierter Psychiatrie Winterthur (ipw). „Es ist ungewöhnlich, dass der GBKZ nicht das Motto des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes übernimmt. Aber die kantonalen Referenden am 21. Mai haben für uns eine enorme Bedeutung“, erläutert Bewilligungsinhaber und GBKZ-Präsident Markus Bischoff. Die Demonstration wird vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich und dem Zürcher 1. Mai Komitee organisiert. Letzteres mobilisiert unter dem Motto „Was tun! Nie wieder Faschismus!“.
GBKZ, Medienmitteilung, 21.2.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zürich 2017. GBKZ, 2017-02-21.
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15.02.2017 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
VPOD ZH Kanton

Sozialpartnerschaft
Verwaltungsgericht
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VPOD Zürich Kanton
Der VPOD kommt zu seinem Recht . Verwaltungsgericht bestätigt Klage gegen den Kanton Zürich. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich gibt dem Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD Recht: Der Kanton muss die Gewerkschaft als ständigen Verhandlungspartner anerkennen. Im November 2016 hat der VPOD informiert, dass die Gewerkschaft ihre Anerkennung als ständige Verhandlungspartnerin des Kantons auf gerichtlichem Weg einfordert*, weil der Kanton diese verweigert hat. Bisher sind in der Personalverordnung des Kantons Zürich die Vereinigten Personalverbände VPV als alleinige Sozialpartner festgeschrieben. Vertreten wird der VPOD durch Rechtsanwalt Markus Bischoff, VPOD-Mitglied, AL-Kantonsrat und Präsident des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich GBKZ. Er zeigte sich von Anfang an überzeugt, dass der VPOD diesen Fall gewinnt, „und wenn nötig vor Bundesgericht in Lausanne oder sogar in Strassburg“. Der Kanton könne nicht einseitig die VPV anerkennen und diese wie eine Staatsgewerkschaft hätscheln. Dieser Argumentation ist das Verwaltungsgericht nun vollumfänglich gefolgt. Es hat nun entschieden, dass eine einseitige Anerkennung nicht rechtens ist und dass der VPOD gleichberechtigt anerkannt werden muss. Der Kanton kann bis Ende Februar gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichtes vor Bundesgericht Beschwerde einlegen, aber der VPOD ist zuversichtlich, dass er auch dort gewinnen würde. Falls der Kanton auf einen Rekurs verzichtet, geht es darum, den Entscheid zu konkretisieren und ihn schnell in die Praxis umzusetzen. (...).
GBKZ, 15.2.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Verwaltungsgericht. VPOD, 2017-02-15.
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