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Anzahl gefundene Artikel: 99

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09.04.2020 Griechenland
Flüchtlinge
Personen
Work
Patricia D Incau
Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Pflegerin Maria Fix (29) über die Lage im Flüchtlingscamp Moria: „Ein einziger Wasserhahn für 1300 Menschen“. Wann Corona auf Lesbos ankommen wird, ist unklar. „Aber schwappt es ins Lager Moria über, könnte es zur Katastrophe kommen“, sagt Maria Fix. Sie ist eine der wenigen, die vor Ort immer noch Hilfe leisten. Work: Maria Fix, Sie arbeiten als Krankenpflegerin im Flüchtlingscamp auf der Insel Lesbos. Was spielt sich da gerade ab? Maria Fix: Die Insel ist im Moment ein richtiger Geisterort. Die griechischen Behörden haben eine Ausgangssperre verhängt. Die Einheimischen müssen in ihren Häusern bleiben. Das Lager Moria ist abgeriegelt. Jetzt sitzen hier 20 000 Menschen auf engstem Raum. Eingesperrt. Ich kann es nicht anders sagen. Wir gehören zu den wenigen, die noch ins Camp können, weil wir medizinische Hilfe leisten. Viele Freiwillige und Nichtregierungsorganisationen, die für die Geflüchteten wichtig waren, dürfen nicht mehr rein. Gibt es in Moria Massnahmen gegen Corona? Abstand halten, zu Hause bleiben, die Hände desinfizieren – all das ist für die Menschen im Lager unmöglich. Bei der Essensausgabe stehen sie Schulter an Schulter. Auf vier Quadratmetern wohnt eine ganze neunköpfige Familie. Wir haben im Camp Seife verteilt. Nur, hier kommen auf einen einzigen Wasserhahn 1300 Menschen. Und auch das nur theoretisch. Denn die Wasserhähne haben nicht rund um die Uhr Wasser. Mal funktioniert der eine, mal der andere. Das System ist derart überlastet. Pflegerin. Maria Fix kommt aus Deutschland und ist aktuell im griechischen Flüchtlingscamp Moria im Einsatz. (::. Patricia D'Incau.
Work online, 9.4.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Flüchtlinge. Coronavirus. Work online, 2020-04-09.
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17.01.2020 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Work
Michael Stötzel
Jean Ziegler
Flüchtlinge
Publikation
Volltext
Neues Ziegler-Buch: Flüchtlingslager sind die Schande Europas. Stinkendes Essen, Kälte und endloses Warten: So quälen EU-Behörden und griechische Militärs die Menschen im Flüchtlingslager Moria, schreibt Jean Zielger in seinem neuen Buch. Sarah Mardini, eine junge Syrerin, versuchte 2015 zusammen mit ihrer Schwester und weiteren Flüchtlingen, in einem Schlauchboot die Meerenge zwischen der türkischen Küste und der griechischen Insel Lesbos zu überqueren. Bald setzte der Motor aus, das Boot trieb steuerlos dahin. Sarah und ihre Schwester, beide sehr gute Schwimmerinnen, sprangen ins Wasser und zogen das Boot bis zur Insel. Sie hatten Glück und erhielten Flüchtlingsstatus in Deutschland. Sarah begann ein Studium in Berlin. In den Semesterferien flog sie zurück nach Lesbos und beteiligte sich an der Rettung von Flüchtlingen, die in Seenot geraten waren. Kurz vor ihrer Rückkehr nach Berlin verhaftete sie die griechische Polizei. Weil sie auf ihrer eigenen Flucht andere Flüchtlinge gerettet hatte, wurde sie jetzt als Menschenhändlerin angeklagt. Ende 2019 war das Verfahren gegen sie noch nicht abgeschlossen. Die EU verstösst gegen das Völkerrecht und die Flüchtlingskonvention. Abschrecken, vertreiben. Sarahs tragisch-absurde Geschichte erzählt Jean Ziegler in seinem neuen Buch, „Die Schande Europas. Von Flüchtlingen und Menschenrechten“. (…).
Michael Stötzel.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Stoetzel Michael. Ziegler Jean. Publikation. Work online, 2020-01-17.
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11.09.2017 Deutschland
Flüchtlinge
Junge Welt

Flüchtlinge
Lebenshaltungskosten
Volltext
De Maizière gegen Geflüchtete. CDU-Minister will Sozialleistungen kürzen und EU-weit vereinheitlichen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ist erneut auf Stimmenfang am rechten Rand gegangen. In der Bundesrepublik seien die Sozialleistungen für Asylsuchende „ziemlich hoch“, sagte er der Rheinischen Post (Wochenendausgabe). Dies trage zu einem „Sogeffekt nach Deutschland“ bei. Deshalb müssten die Leistungen EU-weit vereinheitlicht werden. Verhandlungen darüber liefen aber schon. Linkspartei und Grüne kritisierten den Vorstoss, während SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz dem Minister zustimmte: „Ich war seit jeher dafür.“ Zugleich warf er de Maizière aber „Panik vor der rechten Szene“ vor. „Der Glaube, man könne mit dem Nachplappern von deren Parolen diese Leute in Schach halten, ist ein Irrtum, man macht sie nur stark“, erklärte Schulz. Der Vizechef der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, sagte der Deutschen Presseagentur: „Ausgerechnet der Verfassungsminister legt die Axt ans Grundgesetz und will unter dem Deckmantel einer angeblichen europäischen Harmonisierung das Asylrecht bis zur Unkenntlichkeit schleifen.“ Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt verwies darauf, dass die Leistungen für Flüchtlinge „laut Verfassungsgericht den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in Europa entsprechen“ müssten. Sie dürften „nicht unter das Existenzminimum gedrückt werden“. Auch de Maizière hatte eingeräumt, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland höher sind als in anderen EU-Ländern. (…).
Junge Welt, 11.9.2017.
Junge Welt > Flüchtlinge. Lebenshaltungskosten. Junge Welt, 2017-09-11.
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28.04.2017 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Work
Clemens Studer
Flüchtlnge
Rassismus
Volltext
Die Schweiz trumpt. Grenzschliessung, Schikanen gegen Geflohene und Totalüberwachung: Bundesräte haben bessere Manieren als US-Präsident Trump. Politisch trumpt’s in unserem Land aber schon länger. Vieles, von dem Trump träumt und twittert, ist in der Schweiz bereits Realität. Sicher, die Schweiz ist anders organisiert, als die USA es sind. Darum braucht es hier auf nationaler Ebene auch mindestens zwei Magistraten für einen Trump. Ueli Maurer (SVP) und Simonetta Sommaruga (SP) bekommen das aber ganz gut hin – und erst noch viel leiser als der US-Präsident. Und auch in vielen Kantonen ist Trump-Politik an der Tagesordnung. Die Beispiele: 1. Grenzen schliessen mit allen Mitteln. Trump will die Grenzen dichtmachen und die Grenze zu Mexiko mit einer Mauer verriegeln. Für die Schweiz keine neue Idee. „Grenzbefestigungsanlagen“ oder vulgärer einfach „Stacheldraht“ gehören zum Standardforderungsrepertoire der SVP und von Bürgerlichen. Dabei ist die Schweiz ohnehin quasi schon abgeriegelt, seit Justizministerin Sommaruga die Abschaffung des Botschaftsasyls durchsetzte und auch seine Wiedereinführung nicht einmal prüfen will. Begründung: „Es bringt zu wenig.“ Dabei wäre das Botschaftsasylverfahren die einzige schnell umsetzbare Möglichkeit, wenigstens einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass nicht Monat für Monat Tausende Flüchtende im Mittelmeer ertrinken. Als Schengenstaat profitiert das Binnenland Schweiz vom schmutzigen Deal mit dem türkischen (…). Clemens Studer.
Work, 28.4.2017.
Personen > Studer Clemens. Flüchtlinge. Work, 2017-04-28.
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11.04.2017 Schweiz
Flüchtlinge
Unia Schweiz

Flüchtlinge
Sprache
Volltext
Bund muss Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt erleichtern. Unia fordert Verteilung von Asylsuchenden nach Sprachkompetenzen. Die seit 1990 bestehende Verteilung von Asylsuchenden nach dem Zufallsprinzip erschwert ihre Integration in den Arbeitsmarkt. Eine Verteilung nach Sprachkompetenzen könnte zu einer besseren Eingliederung beitragen. Die Unia fordert Massnahmen vom Bund. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass Asylsuchende durch eine rasche Einbindung in den Arbeitsmarkt eine erfolgreiche Integration in ihrer neuen Umgebung erfahren. Entscheidend sind dabei, neben der beruflichen Qualifikation, ihre Sprachkenntnisse. Zufällige Verteilung schadet. Seit 1990 werden in der Schweiz Asylsuchende nach dem Zufallsprinzip den Kantonen und Gemeinden zugewiesen. Dabei lassen die Behörden die mitgebrachten sprachlichen Fähigkeiten der Menschen, die in der Schweiz Asyl beantragen, ausser Acht. So werden beispielsweise perfekt französischsprachige Flüchtlinge in der Deutschschweiz platziert. Dies erschwert die Integration in soziale Strukturen und in die Arbeitswelt erheblich. Sprachkenntnisse sollen berücksichtigt werden. Durch ein intelligentes, den sprachlichen Fähigkeiten angepasstes Verteilregime könnte die Arbeitsmarktintegration um rund 20 Prozent erhöht werden. Dies besagt eine neue Studie der Universität Lausanne. Auch konkrete Erfahrungen in der Arbeitswelt zeigen, dass Sprachkenntnisse die Integration fördern. Die Unia fördert deshalb Sprachkurse in (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.4.2017.
Unia Schweiz > Flüchtlinge. Sprachkurse. Unia Schweiz, 2017-04-11.
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10.03.2017 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Flüchtlnge
Volltext
Let's bring them here! Europäische Bürgerinnen und Bürger protestierten am 6. März mit einem Autocorso in Brüssel gegen die fehlende Hilfeleistung gegenüber den Asylsuchenden in Griechenland und Italien. Die Aktion Let's #bringthemhere to fulfill your #refugeepromise machte darauf aufmerksam, dass die Staaten der Europäischen Union getroffene Abmachungen nicht einhalten. So wurde vereinbart, dass 160'000 in Italien und Griechenland gestrandete Flüchtlinge, die in überfüllten Lagern mit mangelhafter sanitärer Infrastruktur untergebracht sind, auf andere Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden. Bis jetzt wurden jedoch weniger als 10% dieser im «Relocation-Programm» vereinbarten Anzahl an Flüchtlingen in anderen Ländern aufgenommen. Auch die Schweiz, die sich als Nicht-EU-Land freiwillig an diesem Programm beteiligt, hat bisher kaum zur Entlastung der südeuropäischen Länder beigetragen: Seit Beginn des Programms im März 2016 hat die Schweiz in dessen Rahmen lediglich 418 Flüchtlinge aufgenommen. Damit liegt sie wie der Durchschnitt der anderen europäischen Länder unter 10% der zugesicherten Aufnahme. Der VPOD fordert, dass auch die Schweiz im Rahmen des "Relocation-Programms" in den nächsten Wochen und Monaten stärker ihrer Verantwortung nachkommt. Johannes Gruber.
VPOD Schweiz, 10.3.2017.
VPOD Schweiz > Flüchtlinge. VPOD Schweiz, 2017-03-10.
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21.10.2016 Bern
BS Kanton
Zürich
Flüchtlinge
Partei der Arbeit Bern
Vorwärts

Flüchtlnge
Grenzschutz
Volltext
Die Antwort auf Unrecht ist Widerstand. In Bern prangert eine Gruppe rund um die Partei der Arbeit Bern die MigrationspoIitik der Schweiz an. Vor allem die gegenwärtige illegale Praxis an der Schweizer Grenze, aber auch die Haltung der Schweiz in der Aussenpolitik und die Mitschuld der Schweiz an der gegenwärtigen humanitären Krise werden hervorgehoben. „S'länge fürs z'spränge paar Seck Dynamit“ steht auf einem roten Transparent, dazu ist das passende Mani Matter-Lied „Dynamit“ zu hören. Die Aktion „Grenzen sprengen“ mahnt, dass die Schweiz mit ihrem derzeitigen Verhalten gegenüber Asylsuchenden, unter anderem direkt an der Schweizer Grenze, wieder einmal ein Verbrechen begeht, wie es in der Geschichte schon mehrmals vorgekommen ist. Obschon Flüchtlinge ihrem Recht folgend in der Schweiz Asyl beantragen wollen, werden ihre Anträge von den GrenzwächterInnen missachtet. Stattdessen wird noch nicht registrierten Flüchtenden der Weg zu den Aufnahmezentren verweigert und sie werden illegalerweise von schweizerischen BeamtInnen nach Italien zurückgeschafft. Dabei trägt die Schweiz gemeinsam mit anderen westlichen Staaten massgebend dazu bei, dass so viele Menschen auf der Flucht sind. Durch Waffenexporte, durch Rohstoffhandel und durch Spekulation mit Nahrungsmitteln aus ärmeren Ländern werden deren BewohnerInnen in Krieg und Armut getrieben. Damit wird die Flucht zu ihrer einzigen Überlebenschance. Das Ziel der Aktion ist es, die gegenwärtige Situation an der Schweizer Grenze wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und zu verhindern, dass sich diese menschlichen Schicksale völlig (…). Yvonne Zürcher.
Vorwärts, 21.10.2016,
Vorwärts > Flüchtlinge. Pda Bern. Vorwärts, 2016-20-21.
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18.08.2016 EU
Flüchtlinge
Unia Schweiz

EU
Flüchtlnge
Volltext
Unia-Spende an Ärzte ohne Grenzen. Für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik statt Abschottung! Ärzte ohne Grenzen hat diesen Sommer entschieden, keine Gelder mehr von EU-Mitgliedstaaten zu beantragen. Die internationale Hilfsorganisation begründet ihren Entscheid mit den „verheerenden Auswirkungen der EU-Abschottungspolitik für Menschen auf der Flucht“, mit denen ihre Mitarbeitenden tagtäglich konfrontiert seien. Die Unia teilt diese Kritik und unterstützt deshalb die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen mit 20‘000 Franken. Drei Monate nach dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens entschied die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen aus Protest gegen die Abschottungspolitik der EU, keine Gelder mehr bei der EU sowie ihren Mitgliedstaaten zu beantragen. Ärzte ohne Grenzen leisten aktuell Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene in mehr als 40 Ländern sowie auf drei Rettungsschiffen im Mittelmeer. In ihren Projekten sehen sie tagtäglich die verheerenden Auswirkungen der europäischen Flüchtlingspolitik. EU-Abschottungspolitik eindämmen. Die Unia teilt diese Kritik. Die europäische Flüchtlingspolitik schafft zusätzliches Leid und löst keine Probleme. Die Unia fordert anstelle von Abwehrpolitik eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik, die die Menschenrechte respektiert. Mit der Spende von 20‘000 Franken an Ärzte ohne Grenzen unterstützt die Unia eine Hilfsorganisation, die sich weltweit für eine Linderung des Flüchtlingselends einsetzt, und setzt damit ein Zeichen gegen die EU-Abschottungspolitik. Menschenrechte statt Abschreckungspolitik. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.8.2016.
Unia Schweiz > EU. Flüchtlinge. Unia Schweiz, 2016-08-18.
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01.07.2016 Schweiz
Flüchtlinge
SGB
VPOD-Magazin

Flüchtlnge
Integration
Volltext
Die Position der Gewerkschaften zur aktuellen Flüchtlingsthematik. Human bleiben. Der SGB-Vorstand hat eine Position zur Flüchtlingsfrage formuliert. Für ihn steht im Vordergrund, dass alle möglichst rasch einen Platz in der Gesellschaft finden. Auch Hilfe vor Ort darf nicht zu kurz kommen. Der SGB-Vorstand hat die aktuelle Lage analysiert und verlangt, dass sich die Schweiz international solidarisch zeigt und sich daran beteiligt, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Die Schweiz soll ihren Beitrag an die Hilfe vor Ort leisten. Und im Rahmen ihrer Möglichkeiten soll sie Flüchtlinge aufnehmen. Rasch und direkt helfen. Die Flüchtlinge - namentlich die anerkannten Flüchtlinge und die vorläufig Aufgenommenen - müssen möglichst rasch ihren Platz in unserem Land finden. Ziel ist es, dass sie hier ein eigenständiges Leben fuhren können und sich in unserer Gesellschaft zurechtfinden. Die Aufnahme einer Berufstätigkeit spielt dabei eine Schlüsselrolle. Viele Flüchtlinge sind sehr jung. Bei ihnen steht die Frage der Ausbildung im Vordergrund. Die meisten Betroffenen sind auf rasche, direkte Hilfe angewiesen. Sie sollen beispielsweise möglichst bald mit dem Lernen einer Landessprache beginnen und in unser Land eingeführt werden. Je nach Vorbildung erfolgt das am besten im Rahmen eines Kurses oder an einem Arbeitsplatz. Bei der Zuteilung der Flüchtlinge auf die Regionen ist sprachlichen Vorkenntnissen Rechnung zu tragen. Wer krank ist oder psychische Probleme hat, muss entsprechende Versorgung und Betreuung bekommen. Ein Teil der Flüchtlinge findet selbständig Arbeit. Diese Personen brauchen relativ wenig Unterstützung. (…). SGB.
VPOD-Magazin, 1.7.2016.
VPOD-Magazin > Flüchtlinge. Integration. VPOD-Magazin, Juli 2016.
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04.06.2016 Schweiz
Flüchtlinge
Junge Welt
Personen
Patricia D'Incau
Abstimmung
Asylgesetz
Volltext
Linke in der Bredouille. Schweiz: Abstimmung über Asylrechtsverschärfung wird zur Wahl des geringeren Übels. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren entscheiden die Stimmberechtigten in der Schweiz am Sonntag über Änderungen im Asylgesetz. Im Mittelpunkt steht die Verkürzung von Asylverfahren: So soll zwischen der Ankunft einer schutzsuchenden Person und einem erstinstanzlichen Asylentscheid künftig nur noch rund ein Monat liegen. Die Beschwerdefrist würde den Plänen nach von 30 auf sieben Tage verkürzt werden. Um Zeit und Kosten zu sparen, soll das gesamte Verfahren unter einem Dach - in sogenannten Bundeszentren - abgewickelt werden. Um sicherzustellen, dass die Asylverfahren dennoch „rechtsstaatlich fair und korrekt durchgeführt werden“, sollen alle schutzsuchenden Personen eine unentgeltliche Rechtsvertretung erhalten. „Die europäische Flüchtlingskrise macht deutlich, wie wichtig gerade jetzt rasche Asylverfahren sind“, heisst es seitens der Bundesregierung. Federführend bei der Revision des Asylgesetzes ist die sozialdemokratische Justizministerin Simonetta Sommaruga. Neu wäre die Anwendung von verkürzten Asylverfahren nicht. Bereits im Jahr 2012 hatte das Parlament mittels. „dringlicher Massnahmen“ beschlossen, beschleunigte Asylverfahren in Bundeszentren im Rahmen einer Testphase zu erproben. Damals wurde auch die Möglichkeit, Asylanträge in Schweizer Botschaften im Ausland einzureichen, abgeschafft. Beide Massnahmen sind nur bis Ende 2019 gültig. Mit der aktuellen (…). Patricia D'Incau, Bem.
Junge Welt, 4.6.2016.
Junge Welt > Schweiz. Flüchtlinge. Asylgesetz. Junge Welt, 2016-06-04.
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26.05.2016 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Flüchtlinge
Kinder
Volltext
VPOD fordert mehr Unterstützung für Flüchtlingskinder. Sie trifft es am härtesten: Kinder auf der Flucht. Sie müssen so schnell wie möglich ins Schulsystem integriert werden, aber die Lehrpersonen haben dafür nicht genügend Unterstützung. Es braucht dringend mehr Mittel dafür, sonst ist diese Aufgabe nicht zu lösen. Im Jahr 2015 gab es in der Schweiz etwa 2700 Asylgesuche von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, sogenannten UMA. Circa zwei Drittel sind zwischen sechzehn und siebzehn Jahren. Gemäss der UN-Kinderrechtskonvention wie auch der Schweizer Bundesverfassung haben alle Kinder und Jugendlichen „Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung“ (Art. 11 BV). Tatsächlich sind Unterkunfts-, Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen jedoch je nach Aufnahmekanton und Gemeinde sehr unterschiedlich. Der VPOD fordert mehr Unterstützung für Schule und Lehrpersonen, damit die Kinder und Jugendlichen so schnell wie möglich ins Bildungssystem integriert werden können. Schulen und Lehrpersonen leisten schon jetzt Enormes und müssen bei dieser zusätzlichen Aufgabe mehr unterstützt werden. Insbesondere braucht es zusätzliche Mittel für den Sprachunterricht sowie für individuelle Förderung. Die Kinder und Jugendlichen brauchen umfassende Unterstützung und Betreuung, landeskundlichen. (…). Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 26.5.2016.
Personen > Flitner Christine. Flüchtlingskinder. VPOD Schweiz, 2016-05-26.
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25.04.2016 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Asylpolitik
Interview
Volltext
Flucht und Abschottung. „Heuchlerisch, mörderisch und diskriminierend“. Erneut steht in der Schweiz eine Abstimmung über das Asylgesetz vor der Türe. Eine Abstimmung, die für viele Linke ein Dilemma ist, da es einmal mehr die „Wahl“ zwischen dem kleineren Übel ist – falls man überhaupt von einem kleinen Übel reden kann. Der „Vorwärts“ sprach mit Amanda Loset (26), seit zwei Jahren Geschäftsführerin von Solidarité sans frontières (Sosf), über die Abstimmung sowie über die schweizerische und europäische Asylpolitik. Beginnen wir mit der Aktualität: Am 5. Juni wird über die Asylgesetzrevision abgestimmt. Man hört und liest bisher wenig darüber. Um was geht es konkret? Es ist das Ergebnis der „Neustrukturierung“ des Asylwesens, die offiziell das Verfahren beschleunigen soll und in drei Teilen, praktisch in drei verschiedene Pakete, aufgeteilt wurde. Das erste Paket mit der Einschränkung des Flüchtlingsbegriffs und des Familiennachzugs wurde im Dezember 2012 vom Parlament verabschiedet. Dagegen wurde kein Referendum ergriffen. Diese Vorlage ist von der Abstimmung vom 5. Juni daher nicht betroffen. Das zweite Paket wurde vom Parlament im September 2015 gutgeheissen. Es beinhaltet die Kürzung der Rekursfristen und die Konzentration der Verfahrensabläufe in den grossen Bundeszentren für Asylsuchende. Insgesamt ist es daher eine Verschärfung des Asylgesetzes. Es sind jedoch auch positive Punkte vorgesehen: Zu nennen ist die kostenlose Rechtsberatung, die den Flüchtlingen in den Bundeszentren und am (…). Siro Torresan.
Vorwärts online, 25.4.2016.
Vorwärts > Flüchtlinge. Asylpolitik. Vorwärts online, 2016-04-25.
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07.04.2016 Griechenland
Flüchtlinge
Personen
Work
Sabine Reber
Flüchtlinge
Volltext
„Sonst verrecken sie!“ Lesbos, Idomeni, Balkanroute: Warum helfen Tausende Freiwillige den Menschen auf der Flucht? Genaue Zahlen gibt es nicht, aber sie sind viele, sehr viele. Und sie geben alles, um die Not der Menschen auf der Flucht zu lindern. Hansueli Scheidegger (63), pensionierter Bauchef der Unia, reiste nach Weihnachten erstmals auf die griechische Insel Lesbos. Damals kamen in jeder Nacht 1000 bis 2000 Flüchtlinge in Gummibooten an. Scheidegger: „Wir hielten am Strand Ausschau. Sobald ein Boot kam, halfen wir den Menschen an Land, versorgten sie mit trockenen Kleidern, Wärmeschutzdecken und Tee. Viele waren stark unterkühlt, manches Boot hätte es ohne Hilfe gar nicht ans Ufer geschafft.“ Einen Monat blieb Scheidegger dort. Nun ist der Gewerkschafter zurück in der Schweiz, um einen Transporter und Hilfsgüter zu organisieren. In einer Woche will er wieder los. Das Fahrzeug überlasse er nach seinem nächsten Einsatz den Helfenden in Griechenland; es fehle dort an allem. Er will aber nicht nur Hilfsgüter bringen, für Scheidegger ist die politische Forderung zentral: „Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht! Und heute wissen wir dank den sozialen Medien alle Bescheid. Niemand kann behaupten, er wisse nicht um die Not der Menschen auf der Flucht.“ Das Gefängnis. Auch Lena Frank (26) war Anfang Jahr schon auf Lesbos und ist derzeit wieder in Griechenland, wo sie während ihrer Ferien in Moria (Lesbos) und Idomeni an Hilfseinsätzen teilnimmt. Work hat mit ihr telefoniert, als sie gerade in Idomeni am Waschmittel verteilen (…). Sabine Reber.
Work online, 7.4.2016.
Personen > Reber Sabine. Flüchtlinge. Griechenland. Work online, 2016-04-07.
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21.01.2016 Genf
Flüchtlinge
Personen
Top Clean GmbH
Work
Sabine Reber
Ausbeutung
Top Clean GmbH
Volltext
Berner Putzfirma Top Clean nützt Flüchtlinge aus. Gratis WC-Schrubben bei McDonald’s. Man versprach ihnen die Aufenthaltsbewilligung und liess sie dafür gratis chrampfen. Doch jetzt wehren sich Yusuf * und seine Kollegen. Heute lacht Yusuf über seine Naivität: „Anfangs glaubte ich, in der Schweiz sei es normal, ohne Lohn zu arbeiten, um die Aufenthaltspapiere zu bekommen. Meine Kollegen aus dem Asylheim haben das ja auch gemacht.“ Der sympathische junge Mann kommt aus dem Sudan, hat eine Aufenthaltsbewilligung F und hofft, in der Schweiz bleiben zu dürfen. Darum sucht er Arbeit. Im Dezember 2014 begleitete er einen Kollegen zum Genfer McDonald’s Plainpalais und wurde dem Chef der Geschwisterfirmen Top Clean Multiservices S.à.r.l. und Top Clean Reinigungen GmbH vorgestellt. Diese putzten im Auftrag der Franchisegesellschaft Gemacona SA, die neun McDonald’s-Filialen in Genf betreibt. Keine Pausen. Für Yusuf tönte das Angebot verlockend: „Der Chef hat mir versprochen, wenn ich zwei Wochen zu Ausbildungszwecken und danach noch drei Monate gratis arbeite, könne er für mich ein Permis B beantragen und wegen des Arbeitsvertrages schauen.“ Am nächsten Abend um 23 Uhr habe er mit Putzen angefangen. „Es war sehr streng, wir haben jeweils bis morgens um 7 oder 8 Uhr durchgearbeitet. Pause hatten wir keine.“ Auch über die Feiertage habe er gearbeitet: „Vom 19. Dezember 2014 bis 22. Januar 2015 hatte ich in 40 Tagen gerade mal vier Tage frei, die übrige Zeit habe ich nonstop (…). Sabine Reber.
Work online, 21.1.2016.
Personen > Reber Sabine. Top Clean. Flüchtlinge. Work online, 21.1.2016.
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18.12.2015 Syrien
Flüchtlinge
Personen
Work
Daniel Ganzfried
Flüchtlinge
Volltext
Dann kam Mahmud. Das Ehepaar Hugelshofer beherbergte einen syrischen Flüchtling. Ein halbes Jahr wohnte der Syrer Mahmud bei Hugelshofers. Heute gehören sie zu seiner Familie. Es war ihr arabischer Frühling - ein Frühling im Mittelland. Er begann an dem Tag vor anderthalb Jahren, als ein befreundeter Pfarrer das Ehepaar Erika und Reto Hugelshofer" fragte, ob sie Platz hätten für einen syrischen Flüchtling. Erika arbeitete noch auf der Gemeinde. Reto, früher Sozialpädagoge, unterstützt Umweltschutzprojekte. Beide engagieren sich seit langem in der Flüchtlingshilfe. Still, diskret. Ihren richtigen Namen wollen sie nicht in der Zeitung lesen. Der 25jährige Mahmud* lebte da schon seit Monaten in einem Durchgangszentrum. Das hiess Massenschlag im Luftschutzkeller, Krätze, unruhige Nächte, ewiges Warten. Auf das Aufnahmeverfahren, auf Nachrichten aus der Heimat. Mahmuds Eltern waren in den 1980er-Jahren als Palästinenser aus Libanon vertrieben worden. Ein Flüchtlingslager am Rande der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde zur Dauerbleibe. Mahmud kam dort zur Welt, studierte Medizin. Dann kam der Bürgerkrieg. Eines Nachts erwachte er unter Trümmern. Die Behausung seiner Familie war zur Ruine gebombt. Da machte er sich auf den Weg. via Balkan in die Schweiz. Bekam Asyl. (…). Arabische Übersetzung: Joelle Fayad. *Namen geändert. Daniel Ganzfried.
Work, 18.12.2015.
Personen > Ganzfried Daniel. Syrien. Flüchtlinge. Work, 18.12.2015.
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17.12.2015 Lyss
Syrien
Flüchtlinge
Personen
Work
Sabine Reber
Flüchtlingsunterkünfte
Volltext
Sie kommen aus dem Morgenland und werden ganz offiziell als obdachlos registriert. Und es begibt sich zu jener Zeit, man schreibt das Jahr 2015, da fliehen die Menschen aus dem Morgenland, sie kommen in Scharen, sie setzen in kleinen Booten übers Mittelmeer, sie irren durch Hitze und Kälte, sie wandern über Autobahnen, legen Bahnhöfe still. Man zieht Stacheldraht hoch, macht hier eine Grenze auf, macht da eine Grenze zu. Und immer mehr Menschen kommen, besteigen die kleinen Boote, Kinder ertrinken. Damals, als Joseph mit seiner hochschwangeren Maria durch den Nahen Osten reiste, damals verschlossen die Einheimischen ihre Türen, die Herbergen wollten ihnen kein Zimmer geben. Der Messias wurde in einem Stall geboren. Ein Stall, immerhin ein festes Dach über dem Kopf und Fenster. Viele der Flüchtlinge, die jetzt in die Schweiz kommen, werden in unterirdische Zivilschutzanlagen gesteckt. Im bernischen Lyss mussten bis vor kurzem 250 Männer zusammengepfercht in provisorisch aufgestellten Armeezelten ausharren. Trotz dem improvisierten Heizsystem war es kalt. Es war feucht. Es war eng, die Männer hatten keinerlei Privatsphäre. Nur eine Kiste stand jedem zur Verfügung für die wenigen Habseligkeiten, die paar Kleider, die Freiwillige ihnen brachten. Woche um Woche verbrachten sie hier, lagen dicht an dicht auf den schmalen Pritschen und warteten, ohne jegliche Beschäftigung, ohne die geringste Möglichkeit, irgendetwas Sinnvolles zu tun. Gelingt es den armen Kerlen zwischendurch, bei ihren (…). Sabine Reber, Foto: Stöh Grünig,
Work online, 17.12.2015.
Personen > Reber Sabine. Syrien. Flüchtlingsunterkünfte. Work online, 17.12.2015.
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17.12.2015 Syrien
Flüchtlinge
Personen
Work
Michael Stötzel
Flüchtlnge
Volltext
„So viele Boote, dass die Vorräte ausgingen“. Aus dem Tagebuch einer Schweizer Ärztin auf Lesbos. Aufgezeichnet von Michael Stötzel. Die griechische Insel Lesbos war in diesem Jahr schon für eine halbe Million Flüchtlinge aus dem Nahen Osten die erste Station auf ihrem Weg nach Nordeuropa. Freiwillige empfangen sie dort, verarzten sie. Die Schweizer Ärztin Brigitte Graf (44) ist eine von ihnen. 20. November Bei unserer Ankunft sahen wir ein Boot mit einem kaputten Motor, das auf einen sehr steilen Küstenabschnitt zusteuerte. Wir dirigierten sie zu einer flacheren Stelle, dort legten sie an. Die frierenden Kinder bekamen Metallfolien und trockene Kleider. Ich gab einem der Männer mein iPhone, weil er jemanden bei sich zu Hause in Afghanistan anrufen wollte. Unter den Ankommenden sind viele schwangere Frauen. Eine von ihnen war im siebten Monat und fürchtete um ihr Baby, weil sie keine Bewegung mehr spürte. Ihre Leute erlaubten mir, sie zu untersuchen, und ich konnte die verzweifelte Mutter beruhigen. Eine andere Frau ist seekrank geworden. Ihre Kleider waren voller Erbrochenem. Entscheidend war, ihr aus den nassen und verschmutzten Kleidern zu helfen, ohne ihre Würde zu verletzen. 24. November Eine Frau benötigte dringend eine Dialyse. Aus den Planken eines Bootes improvisierten wir eine Trage, um sie zum Auto zu bringen und ins Spital zu fahren. Innerhalb von vier Tagen ist sie die dritte Dialysepatientin, die ich sah. Es geht das Gerücht um, dass die Menschen eine Niere verkaufen, um ihre Flucht (…). Michael Stötzel.
Work online, 17.12.2015.
Personen > Stötzel Michael. Syrien. Flüchtlinge. Work online, 17.12.2015.
Ganzer Text
17.12.2015 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
Work
Sina Bühler
Flüchtlnge
Ratgeber
Volltext
Spenden Sie Ihr Zimmer oder ihre Zeit. Geldspenden sind wichtig. Helfen können Sie aber auch als passionierte Gärtnerin, wenn Sie ein freies Zimmer haben oder als Freiwilliger auf der Balkanroute. Verschiedene Hilfswerke setzen sich ein, um die Not von Flüchtlingen zu mindern. Gerade vor Weihnachten landen ihre Spendenaufrufe in den Briefkästen. Es muss aber nicht unbedingt Geld sein: Wenn Sie lieber Kleider, Ihre Zeit oder besondere Fähigkeiten spenden möchten, können Sie das bei verschiedenen Organisationen tun. Ein paar Beispiele: Kleider für Zelte. Im Herbst wurden in der ganzen Schweiz sackweise Altkleider für Flüchtlinge gesammelt. Für kleine Organisationen ist das eine logistische Knacknuss, deswegen haben viele damit aufgehört. Weiterhin froh um Kleiderspenden ist aber die Organisation Remar, die Brockenhäuser in Basel, Wetzikon und Zürich führt. Mit dem Erlös hilft Remar den Menschen auf der Fluchtroute und sucht Freiwillige, die eine Woche lang in Osteuropa Hilfsgüter und Essen verteilen. www.remar.ch. Hilfe unterwegs. Auch andere Organisationen sind mit Hilfsgütern unterwegs. Zum Beispiel die Berner Aktivistinnen und Aktivisten von „Open Eyes Balkanroute“. Sie kochen in Griechenland für Flüchtlinge, die dort ankommen, und verteilen Hilfsgüter an jene, die weiterreisen nach Serbien, Kroatien und Mazedonien. Die Organisation sucht auch Menschen, die entlang der Fluchtroute helfen, die gesammelten Spenden zu verteilen www.balkanroute.eu. (…). Sina Bühler.
Work online, 17.12.2015.
Personen > Bühler Sina. Flüchtlinge. Flüchtlingsunterkünfte. Work, 17.12.2015.
Ganzer Text
27.11.2015 Schweiz
Flüchtlinge
Personen
SGB
SVP
José Corpataux
Grenzschutz
Völkerwanderung
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Keine Grenzzäune. Session II: Flüchtlinge und Grenzkontrollen. Beide Räte diskutieren in einer sogenannten ausserordentlichen Session das Thema "Flüchtlinge und Grenzkontrollen". Im Zentrum dabei: eine in beiden Kammern hinterlegte SVP-Motion, die gewährleisten will, dass illegale Grenzübertritte verhindert werden - und dazu notfalls die Armee aufbieten will. Vorneweg: nicht alle der in der ausserordentlichen Session besprochenen Vorstösse sind auf Niveau der SVP. Eine „bessere Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt" (Motion Grunder) ist sicher wünschenswert, und über eine „gesamtheitliche Strategie des Bundesrates zu den aktuellen Herausforderungen in der Asylpolitik" (Motion CVP-EVP) soll man diskutieren. Abzulehnen ist die Motion der Freisinnigen, allen Asylsuchenden aus Eritrea generell nur noch vorläufigen Schutz zu bieten. Der Vorstoss der SVP hingegen ist von anderer Qualität. Sie hat ihre Motion Mitte September, zwei Monate vor den Pariser Attentaten, eingereicht. Die SVP ist im Krieg. Sie will die Armee aufbieten, um die Grenze zu schützen. Gegen Flüchtlinge. „Unverzüglich" müsse der Bundesrat reagieren, um eine Eskalation zu verhindern. Und so weiter. Man kennt den Ton dieser Hetze gegen die Flüchtenden. Mit Sicherheit wird die Partei, nunmehr nach Paris, bei der Beratung im Plenum zu noch schrilleren Tönen finden. Vor unseren Augen spielt sich eine menschliche Tragödie ab. (…). José Corpataux.
SGB, 27.11.2015.
Personen > Corpataux José. Flüchtlinge. Grenzschutz. SVP. SGB, 27.11.2015.
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17.09.2015 Deutschland
Flüchtlinge
Personen
Work
Michael Stötzel
Arbeitsmarkt
Flüchtlnge
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Deutschland hilft - auch weil es die Arbeitskraft der Flüchtlinge braucht. Gefühl mit ziemlich viel Kalkül. Über Nacht haben die Deutschen ihr Land verändert. Das Sparschwein Europas zeigt plötzlich Herz für Flüchtlinge. Das hat auch wirtschaftliche Gründe. Sekretärin Barbara Schleindlsperger (31) hat den ganzen Sonntag im Münchner Luisengymnasium verbracht. Dort nutzen Helferinnen und Helfer drei Turnhallen als Notquartiere. Erst hat sie gespendete Kleider sortiert. Als dann die Busse vom Hauptbahnhof mit den Flüchtlingen ankamen, hat sie sich um die Kinder gekümmert. Warum sie das macht? Schleindlsperger: „Wenn ich mir vorstelle, dass ich selber in so einer Situation wäre wie die Flüchtlinge, würde ich auch wollen, dass mir geholfen wird.“ Willkommen in München. Schleindlsperger und viele Hunderte strömten spontan zum Münchner Hauptbahnhof, um die Flüchtlinge zu begrüssen. Um ihnen Wasser, Früchte, Kleider und Spielzeug für die Kinder zu bringen. Um Tische und Bänke aufzustellen, um einen Kühlschrank anzuschleppen. Um aus der öden Bahnhofshalle zunächst mal einen Ort zu machen, „an dem man Menschen willkommen heissen kann“, wie eine Münchnerin erklärte. Innerhalb weniger Tage standen sich die Helfenden am Bahnhof auf den Füssen herum. Und es gab keinen Platz mehr für weitere Spenden. Also organisierten sich die Freiwilligen, bauten einen Schichtbetrieb auf, legten Listen derjenigen an, die zu langfristiger Hilfe bereit und in der Lage sind. (…). Michael Stötzel.
Work online, 17.9.2015.
Personen > Stötzel Michael. Deutschland. Flüchtlinge. Work online, 17.9.2015.
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04.09.2015 Schweiz
Flüchtlinge
Unia Schweiz

Flüchtlinge
Solidarität
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Die Unia fordert mehr Engagement der Schweiz. zur Lösung der Flüchtlingskrise. Flüchtlingselend: Jetzt ist Solidarität gefragt! Angesichts des Elends, in welchem viele Flüchtlinge im Nahen Osten, in Afrika und auf den Fluchtrouten nach und in Europa stecken, fordert die Gewerkschaft Unia die Schweiz zu mehr Engagement auf. Die aktuelle Flüchtlingskrise zeigt: Abschottung, geschlossene Grenzen und Abschreckung sind keine Lösungen. Solange in vielen Ländern Krieg herrscht und die Menschen unter Ausbeutung und Armut leiden, werden Flüchtlingsströme Realität bleiben. Statt die Augen davor zu verschliessen, gilt es konkrete Lösungen zu suchen, Solidarität zu zeigen und den Menschen in Not zu helfen. Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt ist speziell gefordert. Die Gewerkschaft Unia ruft deshalb Bundesrat und Parlament auf, das schweizerische Engagement zugunsten der Flüchtlinge auszuweiten. Konkret verlangt sie: (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 4.9.2015.
Unia Schweiz > Flüchtlinge. Solidarität. Unia Schweiz, 4.9.2015.
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16.05.2015 Schweiz
Flüchtlinge
Unia Schweiz

Flüchtlinge
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Mehr Engagement für Mittelmeerflüchtlinge gefordert. Die Schweiz soll künftig 10 Prozent aller Mittelmeerflüchtlinge aufnehmen. Dies fordert die Migrationskonferenz der Gewerkschaft Unia in einer Resolution vom Bundesrat. Es genüge nicht mehr, nur Betroffenheit zu zeigen, heisst es in der verabschiedeten Resolution. Vielmehr seien nun Taten statt Worte gefordert. Während Tausende von Flüchtlingen im Meer ertrinken, streiten die europäischen Staaten über die Verteilung der Menschen auf die einzelnen Länder. Bundesrat muss handeln. Vom Bundesrat fordert die Migrationskonferenz die Wiedereinführung des Botschaftsasyls und die schnelle und massive Erhöhung der Kontingente für besonders betroffene Gruppen von Flüchtlingen. Zudem soll die die Unterbringung syrischer Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens stärker finanziell unterstützten und 10% der Flüchtlinge, die im Mittelmeer gerettet werden, aufnehmen. Die Schweiz als sehr reiches Land könne sich das leisten. Repression führt zu mehr Toten. (…).
Unia Schweiz, 16.5.2015.
Unia Schweiz > Flüchtlinge. Unia Schweiz, 16.5.2015.
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23.08.2013 Bremgarten AG
Flüchtlinge
Personen
Vorwärts

Apartheid
Rassismus
Rayonverbot
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Liebe Frau Hochuli. Das Badi-Verbot im aargauischen Bremgarten hat weit über die Landesgrenze hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Aus gegebenem Anlass veröffentlichen wir hier den offenen Brief von Moreno Casasola, politischer Sekretär von „Solidarité sans frontières“, an die aargauische Regierungsrätin Susanne Hochuli ab. Gleich zwei Mal sind Sie mir in den Sonntagszeitungen unseres Landes begegnet. Einmal vermieten Sie dabei Ihre Wohnung an eine asylsuchende Familie, das zweite Mal sprechen Sie sich für ein „Badi-Verbot“ aus, mit welchem Asylsuchende im künftigen Bundeszentrum Bremgarten AG belegt werden sollen. Dass Asylsuchende bei Ihnen zu Hause wohnen dürfen, rechne ich Ihnen positiv an, selbst wenn ich es nicht wirklich nennenswert finde. (...). Hochachtungsvoll Moreno Casasola. Redaktion Vorwärts.

Vorwärts, 23.8.2013.
Vorwärts > Rayonverbot. Vorwärts. 2013-08-23.1.

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03.06.2013 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Flüchtlinge
Personen
SGB
Aurora Garcia
Asylgesetz
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Menschenwürde und Fairness statt Repression und Willkür. Abstimmung Asylrecht. Am 9. Juni stimmen die Schweizer Bürger unter anderem über die Asylgesetzrevision ab. Dabei geht um eine ganz einfache Frage: Möchte die Schweiz ihre humanitäre Tradition behalten oder will sie Scheinlösungen einführen? Am 9. Juni stimmen die Schweizer BürgerInnen über einen Teil der laufenden Asylgesetzrevision ab, über die sogenannten dringlichen Massnahmen. Inwiefern diese Massnahmen das Asylrecht verbessern sollen, bleibt schleierhaft. Das Gegenteil jedoch ist sicher: Sie werden neue Probleme erzeugen. (...).
Aurora García, Präsidentin SGB-Migrationskommission.

SGB, 3.6.2013.
SGB > Asylgesetz-Revision. Aurora Garcia. SGB. 2013-06-03.

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31.05.2013 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Flüchtlinge
Personen
SGB
Aurora Garcia
Asylgesetz
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Menschenwürde und Fairness statt Repression und Willkür. Abstimmung Asylrecht. Am 9. Juni stimmen die Schweizer Bürger unter anderem über die Asylgesetzrevision ab. Dabei geht um eine ganz einfache Frage: Möchte die Schweiz ihre humanitäre Tradition behalten oder will sie Scheinlösungen einführen? Am 9. Juni stimmen die Schweizer BürgerInnen über einen Teil der laufenden Asylgesetzrevision ab, über die sogenannten dringlichen Massnahmen. Inwiefern diese Massnahmen das Asylrecht verbessern sollen, bleibt schleierhaft. Das Gegenteil jedoch ist sicher: Sie werden neue Probleme erzeugen. (...).
Aurora García, Präsidentin SGB-Migrationskommission.

SGB online, 31.5.2013.
SGB > Asylgesetz-Revision. SGB. 2013-05-31.

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