Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 247

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15.03.2019 Schweiz
EU
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Kein Rahmenabkommen gegen den Schweizer Lohnschutz. An der Konsultation zum Rahmenabkommen und zum Lohnschutz hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB mündlich und in einem ausführlichen Dokument nochmals dargelegt, dass die Flankierenden Massnahmen (FlaM) und der Lohnschutz nicht verhandelbar sind. Die Schweiz hat die höchsten Löhne in Europa. Deshalb müssen wir unsere Löhne auch konsequent und eigenständig schützen können. Die Bilateralen Verträge und die Personenfreizügigkeit brachten den Arbeitnehmenden in der Schweiz zahlreiche Fortschritte. Beispielsweise durch die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Gleichzeitig wurde aber der Zugang für ausländische Dienstleister (Entsendungen) bis 90 Tage stark erleichtert. Diese Entsendungen sind grundsätzlich eine prekäre Arbeitsform mit sehr grossem Dumpingpotenzial. Um Dumping zu verhindern, haben die Gewerkschaften die FlaM durchgesetzt. In der Schweiz müssen Schweizer Löhne bezahlt werden. Die FlaM zeigen Wirkung: Dank der Kontrollen wird bei rund einem Viertel der Firmen Dumping aufgedeckt. Die Firmen werden gebüsst. Und sie werden unter Druck gesetzt, den Arbeitnehmenden die Löhne nachzuzahlen. Mit dem Rahmenabkommen von Bundesrat Cassis ist das in Gefahr. Die Schweiz müsste die EU-Regeln beim Lohnschutz übernehmen und den EU-Gerichtshof als Schiedsinstanz akzeptieren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Flankierende Massnamen. SEV, 2019-03-15.
Ganzer Text
13.03.2019 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Kein Rahmenabkommen gegen den Schweizer Lohnschutz. Der SGB bekräftigt seine Position zum EU-Rahmenabkommen und dem Schutz von Löhnen und Arbeitsbedingungen. An der heutigen Konsultation zum Rahmenabkommen und zum Lohnschutz hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB nochmals dargelegt, dass die Flankierenden Massnahmen (FlaM) und der Lohnschutz nicht verhandelbar sind. Die Schweiz hat die höchsten Löhne in Europa. Deshalb müssen wir unsere Löhne auch konsequent und eigenständig schützen können. Die Bilateralen Verträge und die Personenfreizügigkeit brachten den Arbeitnehmenden in der Schweiz zahlreiche Fortschritte. Beispielsweise durch die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Gleichzeitig wurde aber der Zugang für ausländische Dienstleister (Entsendungen) bis 90 Tage stark erleichtert. Diese Entsendungen sind grundsätzlich eine prekäre Arbeitsform mit sehr grossem Dumpingpotenzial. Um Dumping zu verhindern, haben die Gewerkschaften die FlaM durchgesetzt. In der Schweiz müssen Schweizer Löhne bezahlt werden. Die FlaM zeigen Wirkung: Dank der Kontrollen wird bei rund einem Viertel der Firmen Dumping aufgedeckt. Die Firmen werden gebüsst. Und sie werden unter Druck gesetzt, den Arbeitnehmenden die Löhne nachzuzahlen. Mit dem Rahmenabkommen von Bundesrat Cassis ist das in Gefahr. Die Schweiz müsste die EU-Regeln beim Lohnschutz übernehmen und den EU-Gerichtshof als Schiedsinstanz akzeptieren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 13.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2019-03-13.
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19.02.2019 Etzelkofen
Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
EU
Löhne
Volltext
EU-Minister fordern: Rahmenabkommen muss Lohnschutz in der Schweiz verschlechtern. SGB-Reaktion auf den Bericht der EU-Minister zur Schweiz. Die Europäische Union entlarvt die Beschönigungsversuche von Bundesrat Cassis zum Rahmenabkommen. Der Schweizer Lohnschutz müsse runter, verlangen die EU-Minister unmissverständlich in ihren „Schlussfolgerungen“ zum Verhältnis zur Schweiz. Die Schweiz müsse die Flankierenden Massnamen FlaM aufheben oder so anpassen, dass sie „im Einklang mit den EU-Grundsätzen von Verhältnismäßigkeit und Nichtdiskriminierung“ stehen würden. Damit ist klar: Bei der Annahme des Rahmenabkommens von Bundesrat Cassis käme der Schweizer Lohnschutz massiv unter Druck. Die im Abkommen vorgesehene Übernahme der EU-Rechtsgrundlagen und die Unterstellung der FlaM unter die EuGH-Rechtssprechung würden nicht nur dazu führen, dass die Schweiz einen Teil der FlaM abschaffen müsste. Sondern neu würden auch die EU-Firmen oder die EU-Behörden erfolgreich gegen Teile der Schweizer FlaM klagen können. Das Schweizer Kontroll- und Sanktionsdispositiv wäre in Gefahr. Diese ungeschminkte Wahrheit steht in klarem Widerspruch zu den irreführenden Beschönigungen des Departementes Cassis und des Seco, welche den drohenden Abbau bei den FlaM als „gleiches Schutzniveau“ zurecht zu biegen versuchten. Die Aussagen der EU-Minister widerlegen auch die Einschätzung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, der behauptet, dass mit „(…). Daniel Lampart.
SGB, 19.2.2019,
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. EU. SGB, 19-2-2019.
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01.02.2019 Schweiz
Pensionskasse
Personen
Work
Daniel Lampart
Pensionskassen
Rente
Volltext
BVG-Renten sinken: Jetzt müssen AHV-Renten rauf. Die Pensionskassenrenten in der Schweiz sinken. Seit 2005 gingen sie real um fast 9 Prozent zurück. Besonders stark war dies in den letzten drei, vier Jahren. Einerseits haben fast alle Kassen ihre Umwandlungssätze gesenkt. Weil die Zinsen infolge der Finanzkrise auf null gesunken sind. Andererseits haben die heutigen Neurentnerinnen wegen tieferen Zinsen oft geringere Altersguthaben. Zehn Jahre nach Beginn der Finanzkrise müssen die Neurentner in der Schweiz feststellen: Die Krise hat nicht nur bei Privathaushalten in Italien und Spanien zu sinkenden Einkommen geführt, sondern auch bei uns. Obwohl die Schweiz so reich ist wie noch nie und die Wirtschaft wächst. In der Politik ist diese sozial besorgniserregende Entwicklung noch nicht angekommen. Im Gegenteil: Für die Schweizer Wirtschaftselite hat die zweite Säule nur ein Problem: Sie behauptet, die Jungen müssten heute für die Älteren zahlen. Deshalb müssten die Renten weiter sinken. Diese Ignoranz erinnert irgendwie an den «Weltwoche»-Artikel mit dem Titel „La crise n’existe pas“, den der damalige Economiesuisse-Präsident und FDP-Politiker Gerold Bührer ausgerechnet am 16. Oktober 2008 veröffentlichte. Das war jener Tag, als der Staat die UBS mit Milliarden retten musste. Falsche Optik. Die Behauptung, dass eigentlich die Jungen und nicht die Älteren unter der aktuellen Entwicklung bei den Pensionskassen ¬litten, ist aus verschiedenen Gründen falsch. Die Jungen zahlen viel weniger in die zweite Säule ein als Berufstätige im Alter von 50 oder 55 Jahren. Weil die Beitragspflicht für einen ¬grossen Teil von ihnen erst (…). Daniel Lampart.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Lampart Daniel. Pensionskassen. Renten. Work online, 2019-02-01.
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22.01.2019 Schweiz
Personen
SGB
Steuern
Daniel Lampart
Steuersenkungen
Volltext
Stärkere wirtschaftliche Verflechtung der Kantone - Massnahmen gegen Steuerdumping nötig. Die politischen Kantonsgrenzen weichen vielerorts von den Grenzen ab, die sich aus einer wirtschaftlichen Gliederung ergeben würde. So können Auswärtige die Grenze zwischen den Kantonen Aargau und Zürich im Limmattal nur schwer zeichnen. Auch Solothurn und Aargau haben starke wirtschaftliche Überschneidungen. Angesichts der Tatsache, dass die Kantonsgrenzen zum Teil napoleonischen Ursprungs sind, ist das wenig überraschend. Die wirtschaftliche Verflechtung der Kantone hat in jüngerer Zeit spürbar zugenommen. Heute pendeln 20 Prozent der Berufstätigen in einen anderen Kanton zur Arbeit – gegenüber 12 Prozent im Jahr 1990. Betrachtet man nur die kleineren Städte, ist das Ausmass tigen. Weitere Beispiele sind Murten (39%), Zofingen (37%), Frauenfeld (34%) oder Will SG (34%). Mit der neuen Spitalfinanzierung ist es einfacher, sich ausserkantonal behandeln zu lassen. Heute gehen fast 20 Prozent der PatientInnen in ein Spital ausserhalb ihres Wohnkantons gegenüber etwas über 15 Prozent im Jahr 2016. Diese Zahlen sind insbesondere bedeutend, weil die Kantone im Bereich des Gesundheitswesens und der Bildung eine Schlüsselrolle spielen. Sie tätigen zwei Drittel der öffentlichen Bildungsausgaben und 80 Prozent der Gesundheitsausgaben. (…).
Daniel Lampart.
SGB, 22.1.2019.
Personen > Lampart Daniel. Steuern. Steuersenkungen. SGB, 2019-01-22.
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14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Volltext
Kein Rahmenabkommen auf Kosten unserer Löhne. SGB-Sekretariatsleiter Daniel Lampart zu den Angriffen auf die FlaM. Wegen der Angriffe auf die Flankierenden Massnahmen haben viele Leute in den letzten Monaten realisiert, wie wichtig der Schweizer Lohnschutz ist. Und wie wichtig es ist, diese Angriffe abzuwehren. Nicht nur in der Schweiz: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat in den letzten Monaten viele Briefe von den bedeutenden Europäischen Gewerkschaften erhalten, bei den Flankierenden nicht nachzugeben. Damit es beim Lohnschutz in Europa aufwärts und nicht abwärtsgeht. Die Gegner der Flankierenden sitzen grösstenteils im Inland. Etwa der Wirtschaftsflügel der SVP mit Nationalrätin Martullo-Blocher, der Think Tank der Grosskonzerne „Avenir Suisse“, aber auch Teile der Entourage von FDP-Bundesräten. Im Ausland ist insbesondere die EU-Kommission dagegen. Die deutschen Handwerker sind gespalten. Viele haben sich mit den Schweizer Flankierenden arrangiert. Sie wollen selber mehr Lohnschutz, um Dumpingkonkurrenz abzuwehren. Die Flankierenden Massnahmen wurden im Rahmen der Bilateralen I eingeführt – nach der verlorenen Volksabstimmung zum EWR. Die Bilateralen haben in einer Volksabstimmung nur eine Chance, wenn sie der breiten Bevölkerung nützen. Und wenn garantiert ist, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden. Die Schweiz hat europaweit höchste Löhne und braucht deshalb den besten Schutz. In Deutschland verdienen ausgebildete Handwerker (…). Daniel Lampart.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Lampart Daniel. Flankierende Massnahmen. SGB, 2018-12-14.
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13.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Kommentar zum Rahmenabkommen: Ein schwerer Angriff auf den Lohnschutz. Hier ein Kommentar zum Rahmenabkommen, der in der heutigen Handelszeitung erschienen ist: Wegen der Angriffe auf die flankierenden Massnahmen haben viele Leute in den letzten Monaten realisiert, wie wichtig der Schweizer Lohnschutz ist. Und wie wichtig es ist, diese Angriffe auf die Flankierenden abzuwehren. Nicht nur in der Schweiz: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund erhielt in den letzten Monaten viele Briefe von den bedeutenden europäischen Gewerkschaften mit der Aufforderung, bei den Flankierenden nicht nachzugeben. Damit es beim Lohnschutz in Europa aufwärts und nicht abwärts geht. Die Gegner der Flankierenden sitzen grösstenteils im Inland. So der Wirtschaftsflügel der SVP mit Nationalrätin Martullo-Blocher, der Think-Tank der Grosskonzerne, Avenir Suisse, aber auch Teile der Entourage von FDP-Bundesräten. Im Ausland ist insbesondere die EU-Kommission dagegen. Die deutschen Handwerker sind gespalten. Viele haben sich mit den Schweizer Flankierenden arrangiert. Sie wollen selber mehr Lohnschutz, um Dumpingkonkurrenz abzuwehren. Die flankierenden Massnahmen wurden im Rahmen der Bilateralen I eingeführt – nach der verlorenen Volksabstimmung zum EWR. Die Bilateralen haben in einer Volksabstimmung nur eine Chance, wenn sie der breiten Bevölkerung nützen. Und wenn garantiert ist, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden. Unser Land hat europaweit (…). Daniel Lampart.
SGB, 13.12.2018.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2018-12-13.
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07.11.2018 Schweiz
Pensionskasse
Personen
SGB
Daniel Lampart
Mindestzinssatz
Pensionskassen
Volltext
Probleme der zweiten Säule bleiben – es braucht Rentenverbesserungen. SGB bewertet Entscheid des Bundesrates zum BVG-Mindestzins. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund begrüsst, dass der Bundesrat den Mindestzins in der obligatorischen beruflichen Vorsorge bei 1 Prozent belässt. Er ist dabei zwar unter der Forderung der Gewerkschaften von 1,25 Prozent geblieben hat aber dem Druck des Schweizerischen Versicherungsverbandes und der Arbeitgeber für eine weitere Senkung nicht nachgegeben. Die Probleme der zweiten Säule bleiben aber gross. Denn die durchschnittlichen Pensionskassenrenten sinken seit einigen Jahren. Obwohl die Schweiz reicher wird und die Wirtschaft wächst. Wer in den nächsten Jahren in Rente geht, kann wegen der seit Jahren sinkenden Verzinsung der Vorsorgeguthaben und sinkenden Umwandlungssätzen unter Umständen bis zu einem Drittel weniger Rente haben. Gleichzeitig zahlen die Arbeitnehmenden immer mehr ein. Lebensversicherungen, Banken und Berater kassieren derweil Milliarden an Verwaltungskosten und Gebühren in der 2. Säule. Dieser Entwicklung bei der Altersvorsorge muss nun entschieden entgegengetreten werden. Denn mit dem sinkenden Rentenniveau rückt das in der Bundesverfassung festgelegte Leistungsziel der Altersvorsorge in noch weitere Ferne, wonach erste und zweite Säule zusammen nach der Pension die Haltung des Lebensstandards in angemessener Weise ermöglichen soll. Es braucht höhere statt tiefere Renten. Dazu muss auch die AHV erhöht werden. Denn die Leistungsfähigkeit der auf dem Kapitaldeckungsverfahren aufgebauten (…). Daniel Lampart.
SGB, 7.11.2018.
Personen > Lampart Daniel. Pensionskassen. Mindestzinssatz. SGB, 2018-11-07.
Ganzer Text
02.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Langjährige Mitarbeitende kommen zu kurz. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten oft die Firma zusammen. Sie kennen die Arbeitsabläufe. Sie haben Kontakt mit Kundinnen und Lieferanten. Und dank ihrer Kenntnis der Firma und der Produkte wissen sie oft auch, was man verändern kann und muss, damit die Arbeitsabläufe und die Produkte besser werden. Deshalb haben sie meistens auch einen höheren Lohn als die neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen. Kein Anstieg. Doch leider sind viele von ihnen in den letzten Jahren ¬punkto Lohnerhöhung zu kurz gekommen. Während die Löhne der Neueingestellten um 7,1 Prozent stiegen, erhielten die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 2010 und 2016 nur 3,1 Prozent mehr Lohn (Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren und mehr). Besonders stark ist dieser ¬Unterschied im Detailhandel, wo die Mitarbeitenden mit einem hohen Dienstalter fast keine Lohnerhöhung erhielten. Auch in der Industrie beklagen sich die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Recht, dass sie die neu eingestellten Kollegen einarbeiten und den Betrieb am Laufen halten müssten, aber bei den Lohnrunden kaum berücksichtigt würden. Sie waren das Opfer der Sparmassnahmen infolge der Frankenüberbewertung. Mit ihrer Lohnpolitik wollen die Firmen vor allem für Arbeitnehmende attraktiv sein, die den Betrieb oder den Beruf wechseln. Die treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen zu kurz. Auch weil die Firmen davon ausgehen, dass die älteren Mitarbeitenden angesichts der schwierigen Arbeitsmarktsituation in ihrer Altersgruppe schon nicht davonlaufen werden. (…). Daniel Lampart
SGB, 2.11.2018.
Personen > Lampart Daniel. Loehne. SGB, 2018-11-02.
Ganzer Text
31.08.2018 Schweiz
Personen
Work
Daniel Lampart
Löhne
Teuerung
Volltext
Achtung Teuerung! Jetzt müssen die Löhne rauf. Zum ersten Mal seit 2010 ist die Teuerung in den Sommermonaten auf über ein Prozent gestiegen. Das hat grosse Auswirkungen auf die gewerkschaftliche Lohnpolitik. Denn wegen der starken Frankenaufwertung war die Inflation in der Schweiz ab 2011/12 entweder null oder sogar negativ. Der Teuerungsausgleich verlor daher bei den Lohnrunden an Bedeutung. Das muss sich im laufenden Jahr ändern. 2018 dürften die Konsumentenpreise in der Schweiz um rund 0,9 Prozent steigen. Haupttreiberin dieser Entwicklung sind die höheren Ölpreise und der etwas weniger stark überbewertete Franken. Die aus dem -Ausland eingeführten Waren werden dadurch etwas teurer. Doch auch die Preise der in der Schweiz hergestellten Produkte und Dienstleistungen beginnen zu steigen. Obwohl die Mehrwertsteuer Anfang Jahr von 8 auf 7,7 Prozent gesenkt wurde. Voraussichtlich werden die Löhne 2018 knapp mit der Teuerung Schritt halten. Aber kaum mehr. Gemäss den heute verfügbaren Informationen gab es im laufenden Jahr knapp ein Prozent mehr Lohn. Das heisst, dass die Reallöhne angesichts der Teuerung von knapp einem Prozent momentan mehr oder weniger stagnieren. Obwohl es wirtschaftlich aufwärtsgeht. Weil der Teuerungsausgleich in den Jahren nach 2011 kein Thema war, gab es wahrscheinlich auch weniger generelle Lohnerhöhungen. Laut Bundesamt für Statistik sank der Anteil der generellen Lohnerhöhungen von über 70 Prozent in den Jahren 2008/09 (…). Daniel Lampart.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Lampart Daniel. Teuerung. Löhne. Work online, 2018-08-31.
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05.06.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Initiativen Schweiz
Vollgeld-Initiative
Volltext
Unser Finanzsystem ist als Versuchskaninchen ungeeignet. Am 10. Juni: Nein zur riskanten und kaufkraftschädigenden Vollgeld-Initiative. Die Vollgeld-Initiative verlangt eine grundlegende Reform des Schweizer Finanzsystems. Zwar enthält sie einige richtige theoretische Überlegungen - aber in der Praxis ist sie abzulehnen. Wegen unkalkulierbarer Risiken. Und weil sie die Kaufkraft angreift. Die Vollgeld-Initiative würde das Schweizer Finanzsystem völlig umkrempeln. Nur noch die Nationalbank (SNB) soll neues Geld herstellen dürfen. Heute schaffen auch Geschäftsbanken einen Teil des Geldes, indem sie Gelder auf unseren Bankkonten weiterverleihen. Private Banken dürften gemäss Initiative selbst kein Geld mehr erzeugen, aber weiterhin Kredite vergeben und Konten führen. Diese Aufgabenteilung soll vor Finanzkrisen schützen. Ferner muss die Nationalbank, wenn sie die Geldmenge erhöhen will, das von ihr geschaffene neue Geld gratis („schuldfrei") an die Allgemeinheit ausschütten. Auf dem Papier hat die Initiative ein paar Vorteile: Zahlungsverkehrskonten wären voll durch Nationalbankgeld abgesichert. Bankinsolvenzen, die entstehen, wenn alle Kunden gleichzeitig an ihr Geld wollen, gäbe es so nicht. (Allerdings gälte das nicht für Sparkonten. Und Bankencrashs aufgrund von Kreditkrisen sind weiterhin möglich.) Doch all das ist Theorie. Bisher hat noch kein einziges Land ein Vollgeld-System eingeführt, ein Praxistest steht aus. Das überrascht nicht: Ein derart totaler Systemwechsel wäre mit grossen Unsicherheiten verbunden, (…). Daniel Lampart.
SGB, 5.6.2018.
Personen > Lampart Daniel. Vollgeld-Initiative. SGB, 2018-06-05.
Ganzer Text
05.06.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Abstimmung
Glücksspiele
Volltext
Fünf gute Gründe für das Geldspielgesetz. Ein Ja am 10. Juni ist sozial, sinnvoll und vernünftig. Am 10. Juni 2018 entscheiden die Stimmberechtigten in der Schweiz über ein neues Geldspielgesetz. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB empfiehlt ein Ja, weil viele Gründe dafürsprechen. So sichert die Neuregelung, dass endlich auch die Erträge der Online-Glücksspielanbieter besteuert werden und so der AHV und der Allgemeinheit zu Gute kommen. Die fünf wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang wollen wir hier beantworten. Warum braucht es das Gesetz überhaupt? Bislang gab es in der Schweiz keine regulierte Möglichkeit für Online-Glücksspiel. Trotzdem oder gerade deshalb ist ein illegaler Online-Geldspielmarkt entstanden, der hierzulande jährlich mittlerweile über 250 Millionen Franken umsetzt. Die Anbieter sitzen im Ausland, zahlen in der Schweiz auf diese Erträge keine Steuern, keine Abgaben und halten sich nicht an die in der Schweizer Rechtsordnung verankerten Prinzipien und Regeln zum Geldspiel. Mit dem neuen Gesetz wird erstmals ein legaler Weg für Online-Geldspiele in der Schweiz geschaffen. Was haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon? Von den Einnahmen der Geldspiel-Betreiber soll auch die Allgemeinheit profitieren. Das ist heute schon bei den Casinos und Lotterien so. Und so soll es auch bei Online-Geldspielen gelten. Das neue Gesetz stellt sicher, dass von den Einnahmen nicht nur die Betreiber profitieren. Sondern auch die AHV, wo jeder zusätzliche Franken dem System (…). Daniel Lampart.
SGB, 5.6.2018.
Personen > Lampart Daniel. Glücksspiele. Abstimmung. SGB, 2018-05-07.
Ganzer Text
14.05.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Lohnerhebung
Volltext
Positive Entwicklung trotz Lohndruck - teilweise sinkende Löhne im Service Public. Kommentar von SGB-Chefökonom Daniel Lampart zur Lohnstrukturerhebung 2016. Die Medianlöhne sind zwischen 2014 und 2016 um 1,2 Prozent gestiegen. Das ist positiv. Denn mit der Aufgabe des Mindestkurses am 15. Januar 2015 stieg der Druck auf die Löhne schlagartig – insbesondere in der Exportwirtschaft. Die Gewerkschaften konnten mit Interventionen in den Betrieben und Gerichtsprozessen grössere Lohnsenkungen verhindern. Auch die Flankierenden Massnahmen dürften stabilisierend gewirkt haben. In der Maschinen- und Elektroindustrie resultierte eine rote Null (-0,1 bzw. -0,3 Prozent). Besorgniserregend ist hingegen, dass die Löhne in verschiedenen binnenorientierten Branchen gesunken sind. Der Druck auf die Bauarbeiter im Hoch- und Tiefbau ist gestiegen (-0,9 bzw. -1,4 Prozent). Aber auch in Service-Public-Branchen Landverkehr (-2,4 Prozent), Post- und Kurierdienste (-2,3 Prozent) oder Sozialwesen (-2,2 Prozent; Im BFS-Lohnindex weisen diese Branchen eine positive Nominallohnentwicklung auf. Allerdings ist die Stichprobe des Lohnindex‘ wesentlich kleiner als diejenige der Lohnstrukturerhebung und umfasst nur verunfallte Arbeitnehmende. Die Frage der Lohnentwicklung in diesen Branchen muss weiter vertieft werden). Nach wie vor Lohnrückstand der Frauen – trotz Verbesserungen. (…). Daniel Lampart.
SGB, 14.5.2018.
Personen > Lampart Daniel. Lohnstruktur. SGB, 2018-05-14.
Ganzer Text
04.05.2018 Schweiz
Berufsbildung
Personen
SGB
Daniel Lampart
Berufsbildung
Lehrlingslöhne
Volltext
Bedenkliche Lohnentwicklung: Ist die Lehre noch attraktiv genug? Die Lehre ist in der Schweiz nach wie vor die verbreitetste nachobligatorische Ausbildung. Allerdings machen immer mehr junge Menschen nach Abschluss der Lehre eine Zusatzausbildung. Sofern sie die schulischen Voraussetzungen mitbringen. Ein Grund dürfte der Lohn sein. Denn in verschiedenen Berufen mit dreijähriger Lehre werden Löhne unter 5‘000 Franken bezahlt. So beispielsweise für Bäcker oder im Verkauf. Im Gewerkschaftsalltag gibt es auch immer wieder Fälle von Löhnen unter 4000 Franken – etwa bei medizinischen Praxisangestellten. Oder auch im Verkauf usw. Besorgniserregend ist eine Studie über die Erwerbssituation von Dreissigjährigen aus dem Jahr 2014. Diese zeigt nämlich, dass die Durchschnittslöhne von Erwerbstätigen mit einer Lehre nicht mehr signifikant über den Löhnen von Ungelernten liegen. Mit Lehre verdient eine Person bei einer Vollzeit-Anstellung 5849 Fr./Mt. Ohne Lehre sind es 5‘607 Fr./Mt. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Effektiv gibt es verschiedene Berufe mit Lehre, die schlechter bezahlt sind als Hilfsjobs. Ein Bäcker, der Nachschicht arbeitet, muss sich beispielsweise ernsthaft überlegen, ob er beruflich aufs richtige Pferd gesetzt hat. (…).
Daniel Lampart.
SGB, 4.5.2018.
Personen > Lampart Daniel. Berufsbildung. Löhne. SGB, 2018-05-04.
Ganzer Text
01.05.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Vollgeld-Initiative
Volltext
Eidgenössische Volksabstimmung. Am 10. Juni: Nein zur riskanten und kaufkraftschädigenden Vollgeld-Initiative. Als Versuchskaninchen ungeeignet. Die Vollgeld-Initiative verlangt eine grundlegende Reform des Schweizer Finanzsystems. Zwar enthält sie einige richtige theoretische Überlegungen - aber in der Praxis ist sie abzulehnen. Wegen unkalkulierbarer Risiken. Und weil sie die Kaufkraft angreift. Die Vollgeld-Initiative würde das Schweizer Finanzsystem völlig umkrempeln. Nur noch die Nationalbank (SNB) soll neues Geld herstellen dürfen. Heute schaffen auch Geschäftsbanken einen Teil des Geldes, indem sie Gelder auf unseren Bankkonten weiterverleihen. Private Banken dürften gemäss Initiative selbst kein Geld mehr erzeugen, aber weiterhin Kredite vergeben und Konten führen. Diese Aufgabenteilung soll vor Finanzkrisen schützen. Ferner muss die Nationalbank, wenn sie die Geldmenge erhöhen will, das von ihr geschaffene neue Geld gratis („schuldfrei“) an die Allgemeinheit ausschütten. Auf dem Papier hat die Initiative ein paar Vorteile: Zahlungsverkehrskonten wären voll durch Nationalbankgeld abgesichert. Bankinsolvenzen, die entstehen, wenn alle Kunden gleichzeitig an ihr Geld wollen, gäbe es so nicht. (Allerdings gälte das nicht für Sparkonten. Und Bankencrashs aufgrund von Kreditkrisen sind weiterhin möglich.) Doch all das ist Theorie. Bisher hat noch kein einziges Land ein Vollgeld- (…). Daniel Lampart.
VPOD-Magazin, Mai 2018.
Personen > Lampart Daniel. Vollgeld-Initiative. SGB, 2018-05-01.
Ganzer Text
26.04.2018 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Alter
Arbeitsbedingungen
Volltext
Reagieren nicht negieren - Ältere Arbeitnehmende brauchen mehr Schutz. Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende. Die vierte Nationale Konferenz hat unter anderem beschlossen, dass Massnahmen zur Lösung der finanziellen und sozialen Probleme von älteren Arbeitslosen mit drohender Aussteuerung geprüft werden müssen. Das ist positiv. Darüber hinaus braucht es zusätzliche Massnahmen wie beispielsweise einen besseren Schutz langjähriger älterer Mitarbeiter gegen Kündigung. Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 55plus ist in den letzten Jahren stärker angestiegen als die Arbeitslosigkeit insgesamt. Insbesondere in den letzten beiden Jahren akzentuierte sich dieses Phänomen. Und dies obwohl die Betroffenen viel länger ohne Stelle bleiben als Arbeitslose anderer Alterskategorien und obwohl bei den 55plus der Anteil jener, die zwar eine Stelle haben aber eigentlich mit einem höheren Pensum arbeiten möchten (Unterbeschäftigung), höher ist und weiter ansteigt. Abzulesen ist die soziale Sprengkraft dieser Phänomene an der Sozialhilfequote der 50-64-Jährigen: Sie ist seit 2005 um 50 Prozent auf 2,9 Prozent angestiegen. Es geht nicht an, die Probleme mit Verweis auf die insgesamt gestiegene Erwerbsquote der 55plus, zu negieren. Dieser Anstieg ist v.a. darauf zurückzuführen, dass die sinkenden Pensionskassenrenten viele dazu zwingt, länger als geplant zu arbeiten um den (…). Daniel Lampart.
SGB, 26.4.2018
Personen > Lampart Daniel. Alter. Arbeitsbedingungen. SGB, 2018-04-26.
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09.04.2018 Schweiz
Personen
SGB
Steuerwesen
Daniel Lampart
Unternehmenssteuer
Volltext
SGB lehnt die vom Bundesrat vorgeschlagene „Steuervorlage 17“ ab. Referendum möglich. Die Steuervorlage 17 unterscheidet sich nur wenig von der an der Urne klar abgelehnten Unternehmenssteuerreform III. Als wäre nichts gewesen, wollen Bundesrat und Kantonsregierungen erneut die Gewinnsteuern bei rund 200‘000 Unternehmen massiv senken, obwohl von der Abschaffung der heutigen Steuerstatus nur rund 400 Firmen massgeblich betroffen wären. Der SGB hat sich immer für eine zielgerichtete Unternehmenssteuerreform eingesetzt, welche die heutigen Privilegien abschafft, ohne dass Steuerausfälle resultieren. Diese soll vor allem ausreichend lang wirkende Übergangsbestimmungen enthalten, so dass die Kantone Zeit haben, sich neu auszurichten. Aus Vorsichtsgründen hat der SGB eine zielgerichtete, befristete Patentbox unterstützt. Die geplante generelle Gewinnsteuersenkung der Kantone und Gemeinden um über 40 Prozent lehnt der SGB ab. Diese ist völlig ineffizient und zum Fenster hinausgeworfenes Geld. Allfällige Kosten der Reform müssen von den Firmen und den Aktionären getragen werden. Für die Berufstätigen braucht es spürbare finanzielle Entlastungen. Beispielsweise durch höhere Krankenkassen-Prämienverbilligungen und Kinderzulagen. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Steuervorlage 17 (SV17) erfüllt die Kriterien des SGB nicht. Der SGB lehnt (...). Daniel Lampart.
SGB, 9.4.2018.
Personen > Lampart Daniel. Unternehmenssteuerreform. SGB, 2018-04-09.
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23.03.2018 Schweiz
Personen
SGB
Steuerwesen
Daniel Lampart
Unternehmenssteuer
Volltext
Bundesrat Maurer schon im Abstimmungskampf: Zweifelhafte Modellrechnungen zur Steuervorlage 17. Die bisherigen Gewinnsteuersenkungen in den Schweizer Kantonen haben Löcher in die Staatskasse gerissen. Das bekannteste Beispiel ist Luzern. Doch längerfristig würde sich das lohnen, behaupteten Regierungen und Wirtschaftsvertreter., ohne dass ihnen die Realität bisher recht gegeben hat. Dasselbe sagt nun auch Bundesrat Maurer zur Steuervorlage 17. Und legt ein Modell vor, in welchem längerfristig positive „dynamische“ Entwicklungen berechnet werden. Doch dieses Modell ist unbrauchbar. Das Modell geht davon aus, dass der staatlich finanzierte Service public (Bildung usw.) für die Investitionen von Firmen keine Rolle spielt. Selbst wenn aus der Gewinnsteuersenkung grosse Defizite entstehen und einschneidende Sparmassnahmen beschlossen werden, spielt das keine Rolle. Im Modell ist das nur indirekt offengelegt: Das Modell „gründet auf der Annahme, dass sich im Zuge der Steuerreform weder in der Schweiz noch an Konkurrenzstandorten andere relevante Standortfaktoren (Zugang zu qualifiziertem Personal, politische und rechtliche Stabilität, Infrastruktur, etc.) massgeblich ändern“ (S. 11). Die positivsten „dynamischen“ Modelleffekte ergäben sich daher dann, wenn man die Gewinnsteuern ganz abschaffen würde. Man braucht kein Wirtschaftsstudium um zu begreifen, dass diese Annahme grundfalsch ist. (…). Daniel Lampart.
SGB, 23.3.2018.
Personen > Lampart Daniel. Unternehmenssteuer. SGB, 2018-03-23.
Ganzer Text
21.03.2018 Schweiz
Personen
SGB
Steuern
Daniel Lampart
Unternehmenssteuer
Volltext
Parlament und Kantone müssen Privilegien für Firmen korrigieren. Der SGB zur Botschaft des Bundesrates zur „Steuervorlage 17“. Die heute vom Bundesrat vorgestellte Neuauflage der Unternehmenssteuerreform III ("Steuervorlage 17") unterscheidet sich nicht wesentlich von der im Rahmen des Referendums abgelehnten Vorlage. Insbesondere wenn man die in den Kantonen geplanten Gewinnsteuersenkungen berücksichtigt. Für den SGB ist es klar, dass das Parlament Verbesserungen beschliessen muss. Die Steuervorlage 17 muss auf Bundesebene durch die Unternehmen und die Aktionäre gegenfinanziert werden. Und es braucht eine stärkere soziale Komponente für die Haushalte. Denn diese leiden immer mehr unter den höheren Lebenshaltungskosten (insb. den Krankenkassenprämien). Die geplanten und vom Bund durch den höheren Kantonsanteil subventionierten kantonalen Gewinnsteuersenkungen sind zum Fenster hinausgeworfenes Geld. Davon profitieren in erster Linie Firmen wie die Grossbanken, die heute klaglos ihre ordentlichen Gewinnsteuern zahlen. Das Parlament muss den Finanzausgleich (NFA) so anpassen, dass kantonale Gewinnsteuersenkungen unattraktiv werden. Wenn der Kantonsanteil beim Bund erhöht wird, müssen diese Gelder für soziale Zwecke eingesetzt werden. Zudem erwartet der SGB von den Kantonen, dass sie ihre masslosen Steuersenkungsvorhaben für die Firmen korrigieren. Die Reform der Ehepaarbesteuerung nützt den hohen und höchsten Einkommen. Die Frauenerwerbstätigkeit wird (…).  Daniel Lampart.
SGB, 21.3.2018.
Personen > Lampart Daniel. Unternehmersteuerreform. SGB, 2018-03-21.
Ganzer Text
16.03.2018 Schweiz
Personen
Work
Daniel Lampart
Einwanderung
Schwarzarbeit
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Einwanderung: Bessere Kontrolle dank Flankierenden. Dank den flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit wird den Arbeitgebern in der Schweiz erstmals richtig auf die Finger geschaut. Die Lohnkontrolleurinnen überprüfen pro Jahr über 40’000 Firmen, ob diese korrekte Löhne und Sozialversicherungsabgaben bezahlen. Im Dumpingfall müssen Firmen Bussen bezahlen. Und sie werden von Bund und Kantonen aufgefordert, die Löhne zu erhöhen. Das frühere Kontingentsystem in der Schweizer Ausländerpolitik vor 2002 war dagegen ein Wunschkonzert der Arbeitgeber. Sie erhielten ihre Bewilligungen meistens wie gewünscht. Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen gab es kaum. Das gab neulich sogar Mario Gattiker zu, der oberste Migrationsbeamte: "Die Kontingente wurden stets der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt angepasst, eine Begrenzung der Zuwanderung gab es nicht." Weil es kaum Kontrollen gab, haben die Arbeitgeber viele Leute schwarz angestellt. Etwa, um keine Sozialabgaben zu bezahlen. Schätzungen ¬gingen fürs Jahr 1990 von 120’000 bis 180’000 illegal Beschäftigten aus. Die Einwanderungsstatistiken zeigen das klar. In wirtschaftlichen Boomjahren wie den 1960ern oder vor 1991 stellten die Firmen mehr Personal aus dem Ausland ein. Die Einwanderungszahlen stiegen. In Rezessionsphasen wurden deutlich weniger Aufenthaltsbewilligungen ausgestellt. In diesen offiziellen Statistiken ist die Schwarzarbeit natürlich nicht enthalten. Sonst wären die Zahlen (…). Daniel Lampart.
Work online, 16.3.2018.
Personen > Lampart Daniel. Einwanderung. SGB, 2018-03-16.
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15.03.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
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Wechselkurs
Aktive SNB nötig - Franken nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Die Weltwirtschaft ist auf Erholungskurs. Auch in der Schweiz geht es sukzessive aufwärts. Auch weil sich der Franken tendenziell abgewertet hat. Vor einem Jahr lag der Franken-Euro-Kurs noch bei 1.07 Fr./Euro. Dennoch ist der Franken nach wie vor stark überbewertet. Schätzungen mit verschiedenen Modellen zeigen, dass der faire Franken-Euro-Kurs im Bereich von 1.25 bis 1.35 Fr. pro Euro liegt. Das führt u.a. dazu, dass die konjunkturelle Erholung im Ausland tendenziell stärker ausfallen dürfte als in der Schweiz. Es droht die Gefahr, dass viele Firmen weniger in der Schweiz und mehr im Ausland investieren. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung - heute und morgen. Positiv ist, dass die SNB die Zinsen nach wie vor tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
Daniel Lampart.
SGB, 15.3.2018
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2018-03-15.
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02.03.2018 Schweiz
Arbeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Temporärarbeit
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Reisläuferei im Mittelalter als frühe Form der Temporärarbeit - PR-Eigengoal des Temporärbüroverbandes zum 50-Jahr-Jubiläum. War die „urschweizerische Arbeitsform“ der Reisläuferei nicht bereits eine frühe Form der Temporärarbeit?, fragt sich der Temporärbüroverband Swissstaffing auf seiner neu aufgeschalteten Website zu seinem 50-Jahr-Jubiläum. Fakt ist: Man muss nicht so drastischen Vergleichen greifen, um die Problematik der Temporärarbeit darzustellen. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Temporärbeschäftigte unsichere Einkommensperspektiven und geringere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Wobei sich mit dem Gesamtarbeitsvertrag in der Branche die Lage etwas verbessert hat. Immer wieder wird behauptet, dass die Temporärarbeit für Arbeitslose eine Chance ist, eine Dauerstelle zu finden. Auf diese Brückenfunktion weist auch die neue Website von Swissstaffing hin. Statistisch muss man hier jedoch aufpassen. Rein die Tatsache, dass ein nennenswerter Teil nach der Temporärarbeit eine Dauerstelle hatte, ist noch kein Beleg für eine entsprechende Kausalität. Denn viele Berufstätige arbeiten temporär, um die Wartezeit bis zum Antritt einer Dauerstelle zu überbrücken. Für die Länder Deutschland, Frankreich und Italien gibt es Studien, die diese Verzerrung ausklammern. Die Resultate fallen dann weit negativer aus. Weil die Firmen die Temporärarbeit vor allem als Flexibilisierungsinstrument brauchen, erhöht die Temporärarbeit die Chancen (…). Daniel Lampart.
SGB, 2.3.2018.
Personen > Lampart Daniel. Temporärarbeit. SGB, 2018-03-02.
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23.02.2018 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Gebühren
No Billag
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Jährlich 40 bis 50 Fr. weniger Geld von den Firmen für einen Privathaushalt bei Ja zu No-Billag. Nicht nur die Schweizer Privathaushalte, sondern auch die Unternehmen müssen Empfangs-Gebühren zahlen. Ab 2019 sind die mittleren und grösseren Firmen verpflichtet, den Service Public im Radio und Fernsehen mit einer geräteunabhängigen Abgabe mit zu finanzieren. Mit einer Annahme von No-Billag würde das wegfallen. Die Privathaushalte müssten ihren Konsum alleine zahlen. Je nach Berechnungsweise heisst das, dass sie 40 bis 50 Fr. pro Jahr weniger von den Unternehmen erhalten bzw. dass sie 40 bis 50 Fr. jährlich zusätzlich selber zahlen müssen. Auf Anfang 2019 wird bei den Schweizer Firmen die geräteunabhängige Radio- und Fernsehgebühr eingeführt. Dann müssen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 0,5 Mio. Fr. eine Gebühr bezahlen. Das sind gemäss BAKOM 23,5 Prozent oder knapp 142‘000 Firmen. Das BAKOM schätzt die daraus resultierenden Einnahmen auf 169,8 Mio. Fr. Heute zahlen die Unternehmen eine geräteabhängige Gebühr. Gemäss Botschaft zum RTVG belief sich die Abgabe der Firmen total auf rund 40 Mio. Fr. (2012). Heute zahlen in der Schweiz knapp 3 Mio. Privathaushalte Empfangsgebühren (SRG-Geschäftsbericht 2016: 2‘989‘707 Radio, 2‘987‘107 Fernsehen). Für die Zeit ab 2019 sind es voraussichtlich etwas weniger als 3,1 Mio. gebührenpflichtige Privathaushalte. Mit einer Annahme von No-Billag wären auch die Firmen nicht mehr verpflichtet, sich an den Radio- und Fernsehgebühren zu (…). Daniel Lampart.
SGB, 23.2.2018.
Personen > Lampart Daniel. No-Billag. Gebühren. SGB, 2018-02-23.
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15.02.2018 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Sparmassnahmen
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Abbauforderungen der Arbeitgeber verschärfen Probleme in der Altersvorsorge. Der SGB zur Medienkonferenz des Arbeitgeberverbandes. Die heute vom Arbeitgeberverband präsentierten Abbauvorschläge werden die Probleme in der Altersvorsorge verstärken, statt sie zu lösen. Bereits heute sinken die Pensionskassenrenten. Obwohl die Schweiz reicher wird und die Gewinne in den Firmen steigen. Das hat es hierzulande noch nie gegeben. Wer in den nächsten Jahren in Rente geht, kann unter Umständen bis zu einem Drittel weniger Rente haben. Lebensversicherungen, Banken und Berater kassieren derweil Milliarden an Verwaltungskosten und Gebühren in der 2. Säule. Die AHV-Renten sind stabil, was positiv ist. Doch ein immer grösserer Teil der AHV-Rente wird durch die höheren Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien aufgefressen. Vielen Pensionierten bleibt weniger Geld zum Leben. Die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre war ein entscheidendes Element bei der Ablehnung der Altersvorsorge 2020. Weil die Probleme der älteren Arbeitnehmenden ungelöst sind und die Arbeitgeber bisher nichts Wesentliches dagegen unternommen haben. Und weil die Rentensituation vieler Frauen ungenügend ist. Aus diesen Gründen braucht es umfassende Massnahmen zur Sicherung der Renten. Die Pensionskassen-Rentenverluste müssen kompensiert werden. Bei den laufenden Renten braucht es einen Ausgleich für die stark steigenden Gesundheitskosten. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.2.2018.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Sparmassnahmen. SGB, 2018-02-15.
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10.02.2018 Schweiz
Pensionskasse
Personen
SGB
Daniel Lampart
Pensionskassen
Rendite
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Renditeerwartungen der Pensionskassen dürften wohl bald steigen. In den USA sind Teuerungserwartungen gestiegen. Das hat die Finanzmärkte in den letzten Tagen etwas durchgeschüttelt. Die Langfristzinsen sind aber nach wie vor tief. Die 10-jährige Bundesobligation Deutschlands wird mit knapp 0.75 Prozent verzinst. Obwohl beispielsweise die IG Metall bemerkenswerte Lohnabschlüsse erreicht hat. In nächster Zeit dürfte die Teuerung anziehen und die Langfristzinsen werden wohl steigen. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Kapazitätsauslastung in den Firmen. Die Preise steigen, wenn die Firmen höhere Preise durchsetzen können. Das wiederum hängt u.a. von der Marktanspannung und den Lieferfristen ab. Je knapper ein Gut wird, desto eher steigt sein Preis. Sind die Kapazitäten stark ausgelastet, so können die Firmen eher höhere Preise durchsetzen. Und sie können höhere Kosten – z.B. steigende Löhne – einfacher auf die Kunden überwälzen. In den letzten Monaten ist die Kapazitätsauslastung in der Eurozone deutlich gestiegen. Nachdem sie in der Finanz- bzw. in der Eurokrise auf sehr tiefe Werte gesunken ist. Mittlerweile sind die Statistiken auf den relativ hohen Werten von vor der Finanzkrise angelangt. Auch die Erwerbslosigkeit ist gesunken. Wenn auch die tieferen Erwerbslosenquoten vor 2008 noch relativ weit entfernt sind. Für die Schweiz präsentiert sich die Situation etwas anders. Der Franken ist nach wie vor deutlich überbewertet. In der vergangenen Woche wertete er sich sogar leicht auf. Teuerungsdruck ist daher in (...). Daniel Lampart.
SGB, 10.2.2018.
Personen > Lampart Daniel. Pensionskassen. Rendite. SGB, 2018-02-10.
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