Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 70

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19.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Frauenstreik
Volltext
Schon gibt es überall Streikkomitees. Der Frauenstreik 2019 kommt bestimmt. Der zweite Frauenstreik ist unterwegs. Das zeigen die Recherchen von Work. Es war eine machtvolle Demonstration: 20’000 Frauen und Männer protestierten am 22. September in Bern für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Und machten klar, dass sie nicht länger warten wollen: „Es reicht, es braucht einen neuen Frauenstreik!“ 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik von 1991 liegt also der zweite in der Luft. Er soll am 14. Juni 2019 stattfinden. Streikgründe gibt es genug: Immer noch verdient eine Berufsfrau in der Schweiz im Schnitt 7‘000 Franken im Jahr weniger, nur weil sie eine Frau ist. Immer noch leisten die Frauen die meiste Haus- und Betreuungsarbeit – gratis. Und noch immer ist Gewalt ¬gegen Frauen allgegenwärtig. Kommt dazu, dass das Parlament im Kampf gegen die Lohndiskriminierung nur Mini-Schrittchen wagt. Von Genf bis Zürich. In der ganzen Schweiz bilden sich jetzt Streikkomitees. Am 5. November findet die erste nationale Koordinations¬sitzung statt. Die Westschweiz hat die Nase vorne, wie Mitorganisatorin ¬Manuela Honegger aus Genf erzählt. Inzwischen hat jeder der sechs welschen Kantone sein eigenes Streikkomitee. An den Veranstaltungen treffen sich jeweils rund 100 Aktivistinnen. Besonders erfreulich ist das grosse Echo im konservativen Wallis – auch dort kamen zum ersten Streiktreffen über hundert Frauen. Honegger hat einen Doktor in Politikwissenschaft, arbeitet als Campaignerin und hat zwei Schulkinder. Sie sagt: „Die grosse Herausforderung ist nun, möglichst viele verschiedene Frauen anzusprechen – die (…). Sabine Reber.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Reber Sabine. Frauenstreik. Work online, 2018-10-19.
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31.08.2018 Schweiz
Gastgewerbe
Personen
Work
Sabine Reber
Saisonarbeit
Volltext
Saisonarbeiterin Ineta Jelic (47) hat gut lachen: „Ich bin immer da, wo es schön ist!“ Moderne Nomadin. Viele in der Gastrobranche leiden unter prekären Arbeitsbedingungen. Ineta Jelic nimmt sie in Kauf. Aber ausnützen lässt sie sich nicht. Seit 16 Jahren lebt Ineta Jelic im VW-Bus, zieht mit ihren Hunden Mirabelle, Kiwi und Nemo von Saison zu Saison durch Europa. Work trifft sie im Berner Oberland vor dem Chalet von Hans Gfeller, einem pensionierten Elektriker und „alten“ Gewerkschafter. Er hat extra die Büsche zurückgeschnitten, damit Jelics VW-Bus vor dem Haus Platz hat. Die Frau mit dem flammenden Haar kocht Kaffee, und Hans holt derweil die ¬goldene Uhr hervor, die ihm der SMUV zur 40jährigen Mitgliedschaft geschenkt hat. Von der anderen Strassenseite tönen fröhliche Kinderstimmen herüber. Dort liegt das Schwimmbad von Saanen, wo Jelic gerade die Sommersaison beendet. „Ein super Job“, findet sie, „hierhin komme ich immer gerne zurück! Die Leute sind freundlich, die Stimmung ist gut. Bei schönem Wetter arbeiten wir einfach, solange es zu tun gibt, das ist selbstverständlich bei solchen Jobs. Dafür können wir bei schlechtem Wetter auch mal ausruhen.“ Aufbruch. Auch wenn die Arbeitstage lang sind, die Pausen für die Hunde müssen sein: füttern, Gassi gehen, das ist Ineta Jelic heilig. Und sie bestehe jeweils darauf, dass sie mindestens 10 Stunden Ruhepause am Stück habe. Laut Landesgesamtarbeitsvertrag (L-GAV) müssten es jeweils 11 Stunden sein. Jelic sagt: „Insgesamt arbeite ich sicher mehr als der (…). Sabine Reber
Work online, 31.8.2018.
Personen > Reber Sabine. Saisonarbeit. Work online, 2018-08-31.
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17.08.2018 Genf
Personen
Work
Sabine Reber
Gratisarbeit
Reinigung
Volltext
Chef von Putzfirma verurteilt, weil er Flüchtlinge ausbeutete. Fertig mit gratis WC-Schrubben bei McDonald’s. 47 Tage lang musste Souleymane* chrampfen, von 23 Uhr bis 8 Uhr in der Früh. Ohne Lohn. Der junge Mann aus dem Sudan klagte. Mit Erfolg! Die Unia Genf hatte den Fall im Dezember 2015 aufgedeckt: Die Berner Putzfirma Top Clean liess Flüchtlinge gratis WC putzen. Im Auftrag der Firma Gerona, die für McDonald’s mehrere Filialen in Genf führt. Zum Beispiel Souleymane (31) aus dem Sudan. Er musste ganze 47 Tage ohne einen Rappen Lohn chrampfen. Er hat eine Aufenthaltsbewilligung F und hofft, hier ¬bleiben zu dürfen. Als ihm der Chef der Putzfirma eine Aufenthaltsbewilligung B verspricht, wenn er drei Monate gratis für ihn arbeite, sagt Souleymane sofort zu. Von da an arbeitet er von 23 Uhr bis 7 oder 8 Uhr morgens durch. Ohne Pause. Auch über Weihnachten und Neujahr muss er arbeiten. Als Work über den Fall berichtet, stellt Gerona umgehend die Zusammenarbeit mit Top Clean ein. Rückwärts auf der Autobahn. Nun hat die Genfer Staatsanwaltschaft den Chef der Putzfirma Top Clean bestraft. Wegen Urkundenfälschung, Verletzung des Ausländergesetzes und Nichtrespektierung der geltenden Arbeitsbedingungen. Ausserdem wegen schwerer Verkehrsdelikte wie Rückwärtsfahren auf der Autobahn und Ausbremsen von anderen Fahrzeugen. Die Strafe dafür: 180 Tagessätze zu 60 Franken mit vier Jahren Bewährung sowie zusätzlich 6‘000 Franken Busse und auch die Verfahrenskosten (…). Sabine Reber.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Reber Sabine. Gratisarbeit. Reinigung. Work online, 2018-08-17.
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27.04.2018 Island
Schweiz
Löhne
Personen
Work
Sabine Reber
Lohngleichheit
Volltext
Island, Toronto, Frankreich und Delémont zeigen, wie’s geht: Lohngleichheit liegt in der Luft.Immer mehr Länder und Städte machen wirklich vorwärts mit der Lohngleichheit. Zum Beispiel Kanada: Soeben ist in der Provinz Ontario ein neues Lohntransparenzgesetz in Kraft getreten. Zu Ontario gehört auch die kanadische Grossstadt Toronto. Nun müssen dort die Firmen in den Stelleninseraten die Lohnspanne für jeden Job publizieren. Frauenrechtsanwältin Fay Faraday sagt zu Work: „Transparenz ist der wichtigste Schritt zur Lohngleichheit.“ Faraday beschäftigt sich schon ihr ganzes Arbeitsleben mit Lohnklagen. Sie erklärt: „Solange die Firmen nicht dazu gezwungen werden, zahlen sie den Frauen nicht mehr Lohn. Schliesslich ist die Lohndiskriminierung für sie profitabel.“ Ohne Druck passiere rein gar nichts. Das neue Gesetz, für das Faraday sich auch politisch engagiert hat, freut sie deshalb. Aber zufrieden ist die Anwältin noch nicht: „Das Gesetz geht zu wenig weit.“ Zuerst wird das neue Transparenz¬gesetz bei den öffentlichen Diensten eingeführt. Die Einführung in der Privatwirtschaft erfolgt später, zuerst bei Firmen mit über 500, dann auch bei jenen mit über 250 Angestellten. Dass sich ohne politischen Druck fast nichts verändert, zeigen auch die Statistiken. In Europa verdienen die Frauen immer noch zwischen 5 und 25 Prozent weniger für die gleiche Arbeit als die Männer. Doch geht diese Lohnlücke in jenen Ländern zurück, die etwas dagegen tun. Wer will, kann es.In Schweden (…). Sabine Reber.
Work online, 27.4.2018.
Personen > Reber Sabine. Lohngleichheit. Work online, 2018-04-27.
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27.04.2018 Genf
ABB
Personen
Work
Sabine Reber
ABB
Entmachtung
Volltext
Arbeitskampf ABB Sécheron: Schlichtung bringt Verbesserung: „Wechselbad der Gefühle“. Die Mitarbeitenden von ASB 8echeron haben alles gegeben, um ihre Arbeitsplätze in Genf zu retten. Dieses Ziel haben sie nicht erreicht, aber dafür Verbesserungen für den Abgang. Am 19.April gab die ABB bekannt: Der schweizerisch-schwedische Industriekonzern übertraf im ersten Quartal selbst die optimistischsten Analystenerwartungen. Es geht wieder bergauf. beim Auftragseingang. mit dem operativen Gewinn und dem Aktienkurs. Trotzdem will der oberste ABB-Chef Ulrich (Ulli) Spiesshofer (Honorar 2015: 9,1 Millionen Franken) die Produktion der Traktions-Transformatoren für Eisenbahnen von Genf nach Polen verlagern, um Kosten zu senken. Im November kündigte der Industriekonzern deshalb die Streichung von rund 150 der 250 Stellen im Werk von ABB Sécheron in Genf an - trotz vollen Auftragsbüchern. Die Belegschaft wollte das nicht schlucken und wehrte sich zusammen mit der Unia. Sie erreichte in einem ersten Schritt einige Zugeständnisse: 2018 noch keine Kündigungen und insgesamt 15 Entlassungen weniger. sowie erhebliche Verbesserungen der Abgangsbedingungen. Das reichte der Belegschaft aber nicht. Die Personalkommission, die ABB-Direktion und die Unia führten Schlichtungsverhandlungen. Diese sind nun zu Ende - und bringen zusätzliche Massnahmen, die von der ABB zugunsten (...). .Sabine Reber.
Work, 27.4.2018.
Personen > Reber Sabine. ABB SA. Entlassungen. Work, 2018-04-27.
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29.03.2018 Broc
Personen
Schokoladeindustrie
Work
Sabine Reber
Betriebsschliessung
Schokoladenindustrie
Volltext
Job-Angst im Cailler-Dorf Broc FR: Aus für Schoggi-Hasen? Die ersten Maschinen sind schon weg. Die Osterhasen wurden heuer gar nicht mehr dort gegossen. Bleibt im freiburgischen Cailler-Dorf Broc bald nur noch das Schoggi-Museum? Schon auf dem Carparkplatz riecht’s nach Schoggi. In Broc FR in den Greyerzer Hügeln liegt die Wiege der Schweizer Schokoladenkunst. So geht die hauseigene Geschichtsschreibung: Vor 200 Jahren hat Pionier Cailler hier begonnen, mit frischer Milch aus der Gegend Schokolade zu produzieren. Und noch heute wirbt Cailler alias Nestlé damit, dass man mit Milch aus der Region produziere. Und mit dem hauseigenen Schoggi-Museum: Gerade schwärmt eine indische Touristengruppe aus der Tür und leckt sich die Finger. Im Cailler-Museum darf man nach Lust und Laune Schoggi probieren. Doch jetzt hat die Greyerzer Idylle plötzlich einen Riss bekommen: Die Traditionsschokolade Rayon und der Schoggistengel Chokito sollen künftig nicht mehr in Broc hergestellt werden. Mehr noch: Die Produktionslinie für die Hohlformen der Osterhasen sei bereits im Winter demontiert worden, vermeldet die Freiburger Lokalpresse. Auf die Frage, wo denn all die Hasen her-gestellt würden, reagiert die Verkäuferin im fabrikeigenen Laden trotzdem erstaunt. Sie sagt: "Hier in der Fabrik natürlich, wo denn sonst?" Ihre Kollegin präzisiert, die handgemachten Hasen des (…). Sabine Reber.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Schokoladefabrik Cailler. Work online, 2018-03-29.
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16.03.2018 JU Kanton
Löhne
Personen
Work
Sabine Reber
Lohngleichheit
Subito-Initiative
Volltext
Erste Lohngleichheits-Initiative im Jura eingereicht. Ein grosser Tag für die Uhrenarbeiterin Maud Rufi. Statt der nötigen 2000 Unterschriften kamen problemlos deren 3400 zusammen: Am 8. März trugen sie die Frauen in Delémont zur Staatskanzlei. Die erste Lohngleichheits-Initiative ist lanciert. Maude Rufi (39) hat ihr pinkiges Egalité-T-Shirt über den dicken Pulli gezogen. In Delémont scheint am Frauentag die Frühlingssonne nur zaghaft, als ein Dutzend Frauen und Männer die Kartonkisten mit den Unterschriften für die erste Lohngleichheitsinitiative zur Staatskanzlei tragen. Die Unia Transjurane hat diese im Juni 2017 lanciert. Sie verlangt ein kantonales Gesetz, welches das nationale Gleichstellungsgesetz ergänzt. Dieses soll festlegen, wie die Lohngleichheit in den Betrieben kon¬trolliert und die Frauenlöhne an die Männerlöhne angeglichen werden sollen. Die erste Lohngleichheits¬initiative ist also eine Art Umsetzungsinitiative. Seit 37 Jahren steht die Lohngleichheit zwar in der Verfassung. Aber immer noch verdienen die Frauen in der Schweiz im Schnitt zwanzig Prozent weniger als die Männer. Im Kanton Jura sind es sogar 23 Prozent weniger. Kein Wunder, ist der heutige Tag für Rufi ein grosser Tag. Sie sagt: "Ich bin sehr stolz, dass wir so viele Unterschriften gesammelt haben." Für eine kantonale Initiative braucht’s im Jura 2000 Unterschriften, über 3400 sind zusammengekommen. Sogar auf dem Weg zur Staatskanzlei haben noch Leute unterschrieben. Das Wasswe am Hals. Stolz ist an diesem Frauentag auch Eric Rufi –(…). Sabine Reber.
Work online, 16.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Subito-Initiative. Work, 2018-03-16.
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16.03.2018 Schweiz
Migration
Personen
Work
Sabine Reber
Einwanderung
Volltext
Architekt Giulio Sovran (36) und sein Kollektiv für Auswanderungswillige. Goodbye Mamma: Jetzt kommen die neuen Italos. Einst kamen sie als Bauarbeiter oder Fabrikarbeiterinnen. Jetzt kommen auch viele gut ausgebildete Italienerinnen und Italiener in die Schweiz, um einen Job zu suchen. Seine Heimatstadt Mailand verliess Architekt Giulio Sovran 2006, um in der Schweiz Arbeit zu suchen. Inzwischen zählt er im Wallis mit seinem eigenen Büro mit Partner und sechs Mitarbeitenden zu den Erfolgreichen. Er hat einen Abschluss gemacht am Politecnico di Milano sowie einen Master am Politecnico di Torino. Das sind die beiden Spitzenuniversitäten für Architektur in Italien. Derzeit hat er neun Baustellen offen, weitere Projekte seien in der Pipeline. Sovran zeigt die Pläne für ein spektakuläres Terrassenhaus mit viel Glas und riesigen Balkonen. Ausserdem hat er mit zwei anderen Architekten den Dorfplatz von Grimisuat VS umgebaut, "das war ein cooles Projekt, ich habe mich riesig gefreut, dass wir als Ausländer dort die öffent¬liche Ausschreibung gewonnen haben!". Sein Geschäftspartner Luigi Di Berardino stammt aus Rom. Das seien von der Kultur und der Mentalität her Welten, sagt Sovran: "Die Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden sind in Italien riesig. Bei uns im Norden glauben viele, der Süden sei schuld an der Misere. Aber wenn man Italien von Rom aus anschaut, ergibt sich ganz ein anderes Bild." Sie hätten oft Diskussionen wegen ihrer unterschiedlichen Herkunft. Aber dass sie beide eine Frau aus dem Wallis (…). Sabine Reber.
Work online, 16.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Migration. Work online, 2018-03-16.
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02.03.2018 JU Kanton
Initiativen Schweiz
Personen
Unia Transjurane
Sabine Reber
Initiativen Schweiz
Subito-Initiative
Volltext
Lohngleichheit: Im Jura steht jetzt die erste Subito-Initiative. „Weil ich es meiner Enkelin schuldig bin!“ Im Kanton Jura sind die Löhne schweizweit am tiefsten. Und die Lohnungleichheit ist hier am grössten. Die Unia will das subito ändern – mit einer Umsetzungsinitiative. Gewerkschafterin Marie-Hélène Thies (60) zeigt auf die leuchtend pinkige Wand ihres Büros und sagt: „Das knallt, nicht wahr? Diese Wand habe ich neulich selber gestrichen!“ Unter einem Stapel mit Flyern, Plakaten und Schokolade-Giveaways für den 8. März wartet die Schablone mit den Frauenfiguren und dem Schriftzug „Egalité salariale maintenant“ (Lohngleichheit jetzt) auf weitere Einsätze. Die gebürtige Französin aus der Normandie, die vor 37 Jahren der Liebe wegen in den Jura gezogen ist, schmunzelt: „Wer weiss, wann wir damit die Stadt verzieren gehen!“ Schlupfloch für kleine Firmen. Marie-Hélène Thies arbeitet seit 18 Jahren bei der Unia Transjurane in Delsberg. Sie ist für den Dienstleistungssektor verantwortlich. Wie keine andere kennt sie die Frauen, die in den kleinen Läden und Geschäften in dem immer noch sehr ländlichen Kanton arbeiten, „oftmals für Löhne weit unter 4000 Franken im Monat“. Sie kennt auch die Uhrmacherinnen und die Arbeiterinnen aus den Zulieferbetrieben der Maschinen- und Uhrenindustrie; kleine, traditionelle Familienbetriebe, die den Kanton Jura prägen: „Bei uns gibt es kaum eine Firma mit mehr als 50 Angestellten.“ Damit spielt sie auf die Revision des (…).Sabine Reber.
Work online, 2.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Lohngleichheit. Work online, 2018.03-02.
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02.03.2018 Schweiz
Frauenlöhne
Personen
Work
Sabine Reber
Frauentag
Lohngleichheit
Volltext
Lohngleichheit: Im Jura steht jetzt die erste Subito-Initiative. „Weil ich es meiner Enkelin schuldig bin!“ Im Kanton Jura sind die Löhne schweizweit am tiefsten. Und die Lohnungleichheit ist hier am grössten. Die Unia will das subito ändern – mit einer Umsetzungsinitiative. Gewerkschafterin Marie-Hélène Thies (60) zeigt auf die leuchtend pinkige Wand ihres Büros und sagt: „Das knallt, nicht wahr? Diese Wand habe ich neulich selber gestrichen!“ Unter einem Stapel mit Flyern, Plakaten und Schokolade-Giveaways für den 8. März wartet die Schablone mit den Frauenfiguren und dem Schriftzug „Egalité salariale maintenant“ (Lohngleichheit jetzt) auf weitere Einsätze. Die gebürtige Französin aus der Normandie, die vor 37 Jahren der Liebe wegen in den Jura gezogen ist, schmunzelt: „Wer weiss, wann wir damit die Stadt verzieren gehen!“ Schlupfloch für kleine Firmen. Marie-Hélène Thies arbeitet seit 18 Jahren bei der Unia Transjurane in Delsberg. Sie ist für den Dienstleistungssektor verantwortlich. Wie keine andere kennt sie die Frauen, die in den kleinen Läden und Geschäften in dem immer noch sehr ländlichen Kanton arbeiten, „oftmals für Löhne weit unter 4000 Franken im Monat“. Sie kennt auch die Uhrmacherinnen und die Arbeiterinnen aus den Zulieferbetrieben der Maschinen- und Uhrenindustrie; kleine, traditionelle Familienbetriebe, die den Kanton Jura prägen: „Bei uns gibt es kaum eine Firma mit mehr als 50 Angestellten.“ Damit spielt sie auf die Revision des Gleichstellungsgesetzes an, das derzeit im Parlament verhandelt und (…). Sabine Reber.
Work online, 2.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Lohngleichheit. Work online, 2018.03-02.
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02.03.2018 Schweiz
Frauentag
Personen
Work
Sabine Reber
Frauentag
Lohngleichheit
Volltext
Aargau: Rechte schleifen Gleichstellungsbüro. „Statt vorwärts geht’s jetzt wieder rückwärts“. Der Kanton Aargau schafft sein Gleichstellungsbüro ab. Ein Riesenaffront für die Frauen, finden die Aargauer Gewerkschaften und Frauenverbände, und rufen am 8. März zu einer grossen Demo auf. Schon der Kampf für ein Gleichstellungsbüro war mühsam gewesen. Der Widerstand im Aargauer Parlament heftig. Doch schliesslich gelang den Frauen der Durchbruch: 1995 öffnete die Fachstelle für die Gleichstellung von Mann und Frau ihre Türen. Zwar war sie in einem winzigen Einzelbüro mit muffiger Einrichtung untergebracht. Doch die Aargauerinnen waren stolz darauf, hatten doch 22 verschiedene Frauenverbände gemeinsam ¬dafür gekämpft. Aber das Gleichstellungsbüro, so bescheiden es auch ausgestattet war, war der SVP vom ersten Tag an ein Dorn im Auge. Familie statt Gleichstellung. Die SVP machte alles, um das Büro wieder ungeschehen zu machen. Teile der FDP und der CVP unterstützten die Blocher-Partei. So wurde die ursprüngliche Befristung auf fünf Jahre nie aufgehoben, und eine gesetzliche Grundlage wurde gar nicht erst geschaffen. 2003 beantragt die SVP erstmals die ersatzlose Streichung des Gleichstellungs¬büros. Die Kantonsregierung dampft die Fachstelle daraufhin auf eine Stabsstelle „für Familien und Gleichstellungspolitik“ ein. Sie beginnt, Schritt für Schritt die Stellenprozente des Büros zu kürzen. Im November 2017 beschliessen Regierung und Parlament schliesslich die Streichung (…). Sabine Reber.
Work online, 2.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Frauentag. Gleichstellung. Work online, 2018-03-02.
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02.03.2018 St. Gallen
Frauentag
Personen
Work
Sabine Reber
Frauentag
Lohngleichheit
Volltext
In vielen Ländern Europas ist der Frauentag ein Feiertag. St. Galler Frauen wollen das auch. Der 8. März soll zu einem Feiertag für die Frauen erklärt werden. Damit wollen drei St. Galler Politikerinnen die Lohndiskriminierung der Frauen beseitigen. In mehr als zwei Dutzend Ländern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag, auch in Nepal. Und jetzt soll er es auch in St, Gallen werden, allerdings nur für die weiblichen Angestellten. Die drei Stadtparlamentarierinnen Andrea Scheck (Juso), Alexandra Akeret (SP) und Andrea Hornstein (Politische Frauengruppe) wollen mit dieser Forderung die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau thematisieren und den Lohnklau an den Frauen damit wenigstens ein Stück weit ausgleichen. Der zusätzliche Feiertag für die Frauen soll so lange bestehen, bis die Stadt beweisen kann, dass es keine unerklärbare Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern in der Verwaltung mehr gebe. Schweizweit beträgt der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern im Durchschnitt rund 20 Prozent. Andrea Scheck: „In St. Gallen muss die Differenz erst noch analysiert werden. Mit unserer Forderung wollen wir nun Druck machen, damit das Thema endlich angeschaut wird“. Ansporn. Die St. Galler Regierung hat es mit der Überprüfung der Lohnunterschiede aber nicht so eilig. In einer Stellungnahme antwortete sie, ein solcher Feiertag sei nicht realisierbar, weil dadurch ein Drittel der Verwaltung lahmgelegt würde. Über dieses Argument kann Scheck nur lachen: „Wenn das wirklich der Fall wäre, dann sollte (…). Sabine Reber.
Work online, 2.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Frauentag. Lohngleichheit. Work online, 2018-03-02.
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19.01.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Anita Fetz
Sabine Reber
Interview
Lohngleichheit
Volltext
Lohngleichheit: Bundesrat macht Mini-Schritte. Warum geht es nicht schneller, Frau Fetz? Firmen mit mehr als 50 Angestellten sollen Lohnanalysen machen müssen. Doch FDP, SVP und Wirtschaftsverbände laufen Sturm. Ein Riesenaffront, sagt SP-Ständerätin Anita Fetz. Work: Das neue Rating des britischen Wirtschaftsmagazins „The Economist“ zeigt einmal mehr: die erwerbstätigen Frauen haben es hierzulande schwer. In Sachen Kinderbetreuung, aber auch punkto Lohngleichheit fällt die Schweiz hinter den Durchschnitt der OECD-Staaten zurück. Warum? Anita Fetz: Die Schweiz ist immer noch konservativ, ausser in den grösseren Städten. Das Rollenbild der Mutter, die zu Hause bleibt oder maximal Teilzeit arbeitet, ist enorm hartnäckig und tief verankert – auch bei vielen Frauen selbst. Und unser Steuersystem diskriminiert die verheirateten, erwerbstätigen Frauen, indem es fast ihren ganzen Verdienst wegbesteuert. Wenigstens bei der Lohngleichheit geht nun etwas. Firmen mit mehr als 50 Angestellten sollen Lohnanalysen machen müssen. So will es der Bundesrat. Es sind zahme Forderungen: Wer sie nicht erfüllt, muss keine Sanktionen befürchten. Trotzdem leisten FDP und SVP jetzt schon erbitterten Widerstand. Kommen wir eigentlich nie voran? Sollte das Gleichstellungsgesetz in der ständerätlichen Kommission nicht durchkommen, wäre das ein Riesenaffront für die Frauen. Ein Nichteintreten wäre ein verheerendes Zeichen. Zugleich ist es schwierig, für dieses schwache Gesetz zu mobilisieren: es bietet schlicht zu wenig, als (…). Sabine Reber
Work online, 19.1.2018.
Personen > Reber Sabine. Lohngleichheit. Interview. Work, 2018-01-19.
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15.12.2017 Baden
Birr AG
General Electric
Personen
Work
Sabine Reber
General Electric
Stellenabbau
Volltext
„Der Abbau ist finanzgetrieben“. Kahlschlag bei General Electric: Ein Insider berichtet. 1400 Stellen will General Electric (GE) im Aargau streichen. Thomas Bauer, Chef der GE-Personalkommission, weiss, was dahintersteckt. Baden, Brown-Boweri-Platz 1, 7. Dezember, 11 Uhr morgens: Der gläserne Koloss ragt kalt in den Winterhimmel. Am Hauptsitz von General Electric Schweiz fällt der Blick durch die Glastüren auf einen Tannenbaum mit silbrigem und blauem Lametta. Vor dem Eingang hängt schlaff eine Amerikafahne. Daneben, ebenso schlaff, eine Schweizer Fahne. Drinnen erfahren die Mitarbeitenden des Standorts Baden, was der oberste GE-Chef John Flannery mit ihnen vorhat. Auf dem grossen Bildschirm flackert das Wort „Marktanalyse“ auf. Versteinerte Gesichter. Angespanntes Warten. Um 11.15 Uhr die Gewissheit: 1400 Stellen werden gestrichen. Work: Thomas Bauer, wie nehmen die Mitarbeitenden die Hiobsbotschaft aus den USA auf? Thomas Bauer: Die Auswirkung des Abbauplanes wurde den Mitarbeitenden von den jeweiligen Businessleadern per Videostream in englischer Sprache mitgeteilt. Dazu kam eine deutschsprachige Präsentation. Der Schock ist riesig, hier in Baden sollen rund 1100 Stellen gestrichen werden! In Birr kommen weitere 250 Stellen weg, in Oberentfelden 50. An allen drei Standorten herrschen Wut und Ungewissheit. Und das drei Wochen vor Weihnachten! GE stellt im Aargau Gasturbinen her und beschäftigt Fachleute aus hundert verschiedenen Ländern: Ingenieure, Forscher, Techniker usw. (...). Sabine Reber.
Work online, 14.12.2017.
Personen > Reber Sabine. General Electric. Stellenabbau. Work online, 2017-12-14.
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01.12.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Sabine Reber
Interview
Volltext
Wechselkurs
Studienautor Franz Jäger über die Folgen des Frankenschocks. „Wir hätten 100‘000 Arbeitsplätze mehr“. Der St. Galler Ökonom Franz Jaeger analysiert die Fehler der Nationalbank, warnt vor künftigen Frankenschocks und fordert einen neuen Mindestkurs zum Euro. Work: Die Aufhebung des Frankenmindestkurses sei unumgänglich gewesen, sagte Nationalbankchef Thomas Jordan. Sehen Sie das auch so? Franz Jaeger: Zumindest war der Zeitpunkt falsch. Früher oder vor allem später wäre besser gewesen. Der Schaden, den der überbewertete Franken besonders bei den KMU angerichtet hat, ist teilweise immens. Ohne Frankenschock hätten wir heute 100‘000 wertvolle Arbeitsplätze mehr. Die Maschinenindustrie hat es immer noch schwer. Und der Schweizerfranken ist immer noch überbewertet. Die KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir dürfen keinesfalls hinnehmen, dass sie zerstört werden! Deshalb sollte Thomas Jordan unserer Studie unbedingt Rechnung tragen. Und was tun? Die Nationalbank muss - vor allem im Falle von kapitalbilanzgetriebenen Aufwertungsschocks - noch aktiver eingreifen. Sie kann und muss einen strategischen Richtwert für einen maximalen, die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen KMU sicherstellenden Frankenkurs anvisieren. Seit dem Spätsommer ist das ja ansatzweise auch gemacht worden. Damit hat die Nationalbank bewiesen, dass sie dazu durchaus in der Lage ist und dass das funktionieren kann. Sie fordern faktisch also wieder einen Mindestkurs. (…). Sabine Reber.
Work, 1.12.2017.
Personen > Reber Sabine. Nationalbank. Studie Work, 2017-12-01.
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30.11.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Sabine Reber
Industriepolitik
Nationalbank
Volltext
Nationalbank-Chef Jordan killt Jobs. HSG-Studie belegt: Die Nationalbank verhindert durch den Frankenschock die Schaffung von 100 000 Arbeitsplätzen. Und bewirkt Entlassungen, Auslagerungen, Konkurse. Nationalbankpräsident Thomas Jordan, Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann und der Arbeitgeberverband Swissmem haben seit Januar 2015 immer wieder behauptet: Der überbewertete Franken sei ein lösbares Problem. Und die Industrie kenne keine Kreditklemme. Es war eine doppelte Lüge. Das wussten die Arbeitenden, die um ihre Jobs rangen. Das wussten die Gewerkschafterinnen, die in Dutzenden von Betrieben intervenierten. Das wussten auch die Patrons jener KMU, die Leute entliessen, Investitionen stoppten und ihre Kundschaft verloren. Die Gewerkschaften schlugen Alarm. Immer wieder. Doch SNB und Politik stellten sich taub. Die Swissmem genauso. Weckruf für Schneider-Ammann. Da nahmen Unia-Industriechef Corrado Pardini und der KMU-Arbeitgeberpräsident Roland Goethe von Swissmechanic die Sache gemeinsam in die Hand. Eine unerwartete Zusammenarbeit. Sie kannten sich kaum, die Unia und Swissmechanic haben noch nie einen GAV verhandelt. Bei der Hochschule St. Gallen (HSG) und beim Ökonomen Franz Jaeger bestellten sie eine gründliche Studie über die Lage der Industrie-KMU. Eine unverdächtige Adresse, die HSG lehrt neoliberal und gewerkschaftsfern. Umso aufregender das Ergebnis: Die Geldpolitik der Nationalbank, so stellt die Studie fest, hat schweren  (…). Sabine Reber.
Work online, 30.11.2017.
Personen > Reber Sabine. Nationalbank. Work online, 2017-11-30.
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16.11.2017 Genf
ABB
Personen
Unia Genf
Work
Marie-Josée Kuhn
Sabine Reber
ABB
Betriebsschliessung
Volltext
„Wir lassen uns nicht schassen!“ ABB will 150 Jobs nach Polen verlagern. Nicht mit uns, sagen die Büezer in Genf. Arbeiter Laurent versteht die Welt nicht mehr, auch sein Arbeitsplatz soll in die polnische Stadt Lodz ausgelagert werden. Um Kosten zu sparen. Nun wehrt er sich, zusammen mit seinen Kollegen. Meyrin, 13. November. Die Belegschaft der ABB lädt zur Pressekonferenz. Ausser der Securitas-Patrouille ist allerdings noch kein Mensch zu sehen. Das Fabrikgelände ist abgesperrt: Zutritt unmöglich. In der Ferne leuchten weiss die Jurakreten. Die Bise treibt Schneeflocken durch die Rue des Sablières im Genfer Industrieviertel. Plötzlich fliegt die Türe beim ABB-Haupteingang auf, über 150 Männer und einige Frauen strömen nach draussen, dicht gedrängt, blaugraue Arbeitsgwändli und Pullover mit leuchtend roten ABB-Signeten. Hände vergraben sich in Hosentaschen, Nervosität herrscht. Und dicke Luft: 100 Festangestellte und rund 50 Temporäre sollen bis Mitte 2019 entlassen werden, die Produktion der Traktions- Transformatoren für Eisenbahnen soll nach Polen gehen. Dagegen protestiert die Belegschaft, unterstützt von der Gewerkschaft Unia, mit einem kollektiven Konsultationsverfahren. Seit Tagen diskutieren die Büezer und Ingenieure in Arbeitsgruppen, wie die Stellen in Genf gerettet werden können. Während dieser Zeit stehen die Maschinen still. Unia-Mann Alessandro Pelizzari sagt: „Mit unserem kollektiven Konsultationsverfahren halten wir den Gesamtarbeitsvertrag strikte ein!“ Plötzlich ruft ein junger Mann: „Ist (…). Sabine Reber, Marie-Josée Kuhn
Work online, 16.11.2017.
Personen > Reber Sabine. ABB. Konsultationsverfahren. Work, 2017-11-16.
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02.11.2017 Bern
Inselspital
Personen
Work
Sabine Reber
Inselspital
Verwaltungsrat
Volltext
Inselspital Bern: Verwaltungsrat kommt zur Vernunft. Pflegende sind wieder gefragt. Erfolg für die Pflegerinnen und Pfleger am Berner Inselspital: Sie haben nun auch in Zukunft eine feste Vertretung in der Konzernleitung. Es war ein Schlag ins Gesicht für die 4500 Pflegerinnen und Pfleger, Therapeutinnen und Therapeuten am Berner Inselspital. Im Sommer wollte der Verwaltungsrat eine neue Leitung einsetzen - in der keine Vertretung der Pflege mehr vorgesehen war. Ein sogenannter „Chief Medical Officer“, also ein Arzt, sollte die Anliegen von Medizin und Pflege gleichzeitig vertreten, so der Plan des Verwaltungsrats. Andere Sicht. Damit waren die Pflegerinnen und Pfleger nicht einverstanden. Sie protestierten und forderten in einem offenen Brief, dass ihre Berufe weiterhin in der Konzernleitung vertreten seien. Pierric Gärtner, Pfleger in der Pneumologiestation: „Wir Pflegende als grösste Berufsgruppe im Spital müssen unbedingt mitreden können. Wir haben eine andere Sicht auf den Alltag der Menschen. Wir beziehen das Umfeld stärker ein, finden praktische Strategien, damit die Patienten ihr Leben wieder selber gestalten können.“ Und letztlich gehe es auch um die Arbeitsstellen. Gärtner: „Sonst wird die abwesende Berufsgruppe wohl am meisten unter den Sparübungen leiden.“ (…). Sabine Reber.
Work, 2.11.2017.
Personen > Reber Sabine. Inselspital. Verwaltungsrat. Work, 2017-11-02.
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02.11.2017 AG Kanton
Nyon
General Electric
Personen
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Sabine Reber
General Electric
Stellenabbau
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General Electric Schweiz : Zweiter Kahlschlag angekündigt. Schneider-Ammann schweigt, Deiss bleibt auf Tauchstation. Bei General Electric stehen weitere 1300 Stellen auf dem Spiel. Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagt einmal mehr nichts. Wie schon sein Vorvorgänger Joseph Deiss. Der Us-Konzern General Electric (GE) plant einen erneuten Job-Kahlschlag. Weitere 1300 Stellen sollen gestrichen werden. Weder die Schweizer Personalvertretungen noch der Europäische Betriebsrat noch die Sozialpartner wurden bisher offiziell informiert. Das aber sieht der Gesamtarbeitsvertrag der MEM-Industrie vor. Manuel Wyss, Branchenleiter MEM-Industrie bei der Unia, sagt: „Wir haben die GE-Konzernleitung deshalb schriftlich aufgefordert, unverzüglich Klarheit zu schaffen.“ Wyss rechnet mit der möglichen Ankündigung eines konkreten Abbauprogramms auf Mitte November. Denn am 13. November wird John Flannery, der neue CEO bei General Electric, an einem Investorentag in den USA die Ergebnisse seiner „strategischen Überprüfung“ vorstellen. Aufwachen, Herr Bundesrat! Die Unia fordert Bund, Kantone und betroffene Gemeinden auf, sich aktiv um die Rettung der Schweizer Jobs zu bemühen. Insbesondere von Wirtschaftsminister Schneider-Ammann sei man einmal mehr sehr enttäuscht, sagt Unia-Mann Wyss. Im Sommer 2014 übernahm die GE die Alstom. Manuel Wyss: „Bereits damals haben wir vom Bundesrat verlangt, dass er sich im Rahmen einer aktiven Industriepolitik Garantien für den (…). Sabine Reber.
Work, 2.11.2017.
Personen > Reber Sabine. General Electric. Stellenabbau. Work, 2017-11-02.
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20.10.2017 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Sabine Reber
Unia Schweiz
Vertrauensleute
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Vertrauensleute: Sie machen die Unia stark. An der 4. Nationalen Vertrauensleute-Tagung von Unia forte tauschten Vertrauensleute in Olten ihre Erfahrungen aus. Die Bijouterieverkäuferin Annouk Besson (37) aus Le Lode NE ist heuer das erste Mal dabei. Seit zwei Jahren engagiert sie sich in der Verkäuferinnengruppe der Unia Neuenburg gegen die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Sie sagt: „Wenn wir von morgens um 6 Uhr bis abends 20 Uhr verfügbar sein müssen, dann haben wir gar kein Privatleben mehr!“ Damit es nicht so weit kommt, ist sie vor zwei Jahren der Unia beigetreten. In der Gruppe sei eine gute Dynamik entstanden, sie hätten alle Mut geschöpft, weil sie nun nicht mehr alleine dastünden mit ihren Problemen. Inzwischen haben die Neuenburger Verkäuferinnen auch schon einiges erreicht. In ihrem Gesamtarbeitsvertrag steht nun, dass die Läden in Neuenburg nur noch an einem Sonntag im Jahr offen haben dürfen. Von den ersten Erfolgen ihres Engagements und den weiteren geplanten Aktionen berichtete sie an der Tagung den anderen Vertrauensleuten. Vor allem ist es ihr Anliegen, den Verkäuferinnen in den anderen Regionen Mut zu machen: „Seht her, wir sind eine Gruppe von nur zehn Mitgliedern, und wir konnten schon einiges erreichen!“ Jede Woche vorbeischauen. Schon lange dabei ist Jean-Marc Bonvin (72). Der Aluminiumarbeiter aus Siders VS engagiert' sich seit seinem ersten Tag als Lehrling in der Gewerkschaft. Er macht sich Sorgen, weil viele Junge heute politisch nicht mehr (…). Sabine Reber.
Work, 20.10.2017.
Personen > Reber Sabine. Vertrauensleute. Work, 2017-10-20.
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19.10.2017 Schweiz
Personen
Work
Sabine Reber
Arbeitsgesetz
Petition
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Heisser Herbst bei der Unia. Für den Schutz hart erkämpfter Rechte. Für faire Löhne. Parlamentarische Vorstösse wollen das Arbeitsgesetz durchlöchern. Zum Beispiel mit 60-Stunden-Wochen und verkürzten Ruhezeiten. Industriearbeitende wehren sich mit einer Petition. Über 6000 haben unterschrieben. Industrie: Hände weg von unserer Freizeit! Bei der Übergabe auf dem Bundesplatz dabei waren auch Pressführer Benoît Constantin (53) aus dem Wallis und die Uhrmacherin Catherine Arnaud (47) aus dem Vallée de Joux. Die Frau mit den dunkelroten Haaren sagt deutlich: „Hände weg von unserer Freizeit!“ Catherine Arnaud hat auf dem Bundesplatz klare Worte gefunden: «Genug ist genug, das Arbeitsgesetz ist schon flexibel genug!» Nun steht sie in ihrer lilafarbenen Rockerjacke am Ufer des Lac de Joux und erklärt: „In der Uhrenindustrie arbeiten viele Frauen mit Kindern Teilzeit, für sie wäre die Flexibilisierung des Arbeitsgesetzes das Ende.“ Arnaud weiss, wovon sie spricht. Die gelernte Coiffeuse ist vor 15 Jahren als alleinerziehende Mutter ins Uhrmachertal gezogen und hat eine Zusatzlehre bei der Luxusmarke Audemars Piguet absolviert, damit sie arbeiten und ihren Sohn alleine grossziehen konnte. Sie setzt das Federherz in die Uhren ein. Das sei ein wunderschöner Moment, wenn eine Uhr zum ersten Mal zu ticken beginne. Sie holt ihre violette Brille hervor, zeigt die Details auf einer Skizze. Bei ihr sei immer alles violett oder pink, „klar, ich habe mich schon immer für die Rechte der Frauen eingesetzt!“. In der Uhrenindustrie werde nun vermehrt über (…). Sabine Reber.
Work online, 19.10.2017.
Personen > Reber Sabine. Arbeitsgesetz. Petition. Work online, 2017-10-19.
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29.09.2017 Villeneuve
Bombardier
Personen
Work
Sabine Reber
Arbeitsbedingungen
Bombardier
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So fies geschäftet Bombardier. Nach Massenentlassungen neue Temporäre eingestellt. Dreister geht’s nimmer. Der Zugbauer Bombardier stellt 480 Temporäre gnadenlos und ohne Sozialplan auf die Strasse. Und heuert gleichzeitig 150 neue Temporäre an. Die Arbeiterinnen und Arbeiter von Bombardier im waadtländischen Villeneuve verstehen die Welt nicht mehr. Erst werden 480 Temporäre und 170 Festangestellte entlassen. Noch während diese Massenentlassung läuft, stellt der kanadische Eisenbahnriese wieder neue Temporäre ein. Der Mechaniker Jean Muller (Name geändert) empört sich: „Schon seit August werden wieder neue Temporäre eingestellt! Und gleichzeitig gehen die Entlassungen weiter.“ Die Rede ist von 150 neuen Temporären. Etwa ein Drittel davon sind französische Grenzgänger, spezialisierte Zugbautechniker, aber auch Mechaniker und andere Arbeiter. Irgendjemand muss schliesslich die 62 SBB-Doppelstockzüge fertig bauen, die längst auf Schweizer Gleisen rollen sollten. Die Arbeitenden, die nun entlassen werden, sind offiziell beim weltgrössten Temporärvermittler Adecco angestellt. Adecco habe ein eigenes Büro auf dem Bombardier-Gelände, erzählt der Gewährsmann und schildert: „Dort werden die einen entlassen und gleichzeitig die nächsten angestellt. Das sind wahrlich groteske Zustände! Wir sind alle entsetzt.“ Informationen bekommen die Betroffenen auch keine. Offenbar habe die Personalkommission ein Schweigeabkommen unterzeichnen müssen. Muller: „Seither wissen wir (…). Sabine Reber,
Work online, 29.9.2017.
Personen > Reber Sabine. Bombardier. Arbeitsbedingungen. Work, 2017-09-29.
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29.09.2017 Schweiz
Frauen
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Sabine Reber
Gleichstellung
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Neue Studie über Frauen in Schweizer Chefetagen bringt's ans Licht. Die geheimnisvollen Madames Walo. Bei welchen Schweizer Firmen sitzen am meisten Frauen im Verwaltungsrat? Eine neue Studie bringt Erstaunliches zutage: Beim Bauriesen Walo sind fünf von sieben Verwaltungsräten Frauen. Gemischte Gremien fällen bessere Entscheide und sind langfristig erfolgreicher. Das zeigen diverse nationale und internationale Studien. Aber bei vielen Schweizer Unternehmen hapert es trotzdem noch mit Frauen in der Chefetage. Das Zürcher Headhunter-Unternehmen Aebi+Kuehni hat 130 der grössten Schweizer Firmen mit jeweils über 1300 Angestellten auf den Frauenanteil in den Verwaltungsräten untersucht. Das Ergebnis: Von den insgesamt 916 Verwaltungsratsmandaten der untersuchten Firmen werden 164 von Frauen besetzt. Das macht im Durchschnitt 18 Prozent Frauenanteil. Frauen lassen bauen. Viel mehr Frauen sitzen bei der Walo Bertschinger Holding AG in der Leitung. Da sind von sieben Verwaltungsratsmandaten fünf von Frauen besetzt. Sie lenken die Geschicke der Baufirma sehr diskret und scheuen jegliche Öffentlichkeit. Es gibt nicht einmal ein Foto von ihnen, und auch die „Bilanz“ vermeldet bei ihren jährlichen Berichten über die 300 reichsten Familien der Schweiz jeweils nur, wie medienscheu der Bertschinger-Clan sei. Auf Anfrage von Work liess die Firma „im Auftrag der Sekretärin von Herrn Bertschinger“ verlauten: „...darf ich Ihnen mitteilen, dass in einem unserer Verwaltungsgremien eine Frau in der 5. Generation der (…). Sabine Reber.
Work 29.9.2017.
Personen > Reber Sabine. Frauen. Gleichstellung. Work, 2017-09-29.
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17.08.2017 Lugano
NLM Lugano
Personen
Work
Sabine Reber
NLM Lugano
Streik
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Lago mio, lief das gut! Nach dem Erfolg der Tessiner Seeleute: An Bord bei Kapitän Diriye Amey. Streik vorbei. Die Schiffe auf dem Lago Maggiore fahren wieder. Jetzt nimmt Kapitän Diriye Amey Kurs aufs nächste Ziel: einen neuen Gesamtarbeitsvertrag. „Buongiorno Capitano!“ rufen ihm die Kinder zu, Spaziergänger grüssen ihn. Kapitän Diriye Amey (32) ist ein bekannter Mann in Locarno. Mit seinen 1,98 Metern Körpergrösse ist er nicht zu übersehen. Unterwegs zum Steg grüsst er die Passanten, schüttelt einer älteren Dame die Hand, für alle hat er ein herzliches Wort übrig. Seit diesem Sommer ist er noch ein bisschen bekannter. Als Mitglied der Personalkommission der Schifffahrtsangestellten auf dem Lago Maggiore war der SEV-Gewerkschafter eine der zentralen Figuren des erfolgreichen Arbeitskampfes. Capitano Amey steuert die M/N Milano, Baujahr 1952, geschickt auf den See hinaus. Er erinnert sich an den Juni, als alle Schweizer Mitarbeitenden der italienischen Schifffahrtsgesellschaft NLM die Nachricht erhielten, sie würden entlassen. Schnell fiel der Entscheid zu streiken: „Wir waren alle sehr nervös. Ein Gewerkschafter hat den Direktor angerufen und gesagt: Schickt keine Schiffe von Italien rauf! Wir streiken, wir wollen hier kein Schiff sehen! Und es kamen keine Schiffe.“ Amey dreht am fast schon antiken Steuerrad, weicht Baumstämmen aus, die das Gewitter in den See geschwemmt hat. „Wir erlebten eine enorme Unterstützung aus der Bevölkerung. Angehörige und Freunde kamen, um zu helfen, wir haben gemeinsam gekocht und ein Mittagsmenu angeboten, wir haben eine Bar eingerichtet. Dazu haben (…). Sabine Reber.
Work online, 17.8.2017.
Personen > Reber Sabine. NLM. Streik. Work online, 2017-08-17.
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29.06.2017 Irland
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Gleichberechtigung
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Warum ist Island allen voraus, Frau Traustadóttir? Das Lohngleichheitsgesetz vom Polarkreis wird heiss diskutiert. Maríanna Traustadóttir ist beim isländischen Gewerkschaftsbund verantwortlich für die Gleichstellung. Im Interview erklärt sie, warum das neue Lohngleichheitsgesetz eine Pionierleistung ist. Work: Das isländische Lohngleichstellungsgesetz, der „Equal Pay Act“ vom 8. März 2017, ist sehr detailliert, mit seitenlangen Ausführungen… Maríanna Traustadóttir: Oh, so kompliziert ist das nicht. Aber schauen Sie unseren „Equal Pay Standard“ an! Der ist in der Tat ein Meisterstück. Wir haben vier Jahre daran gearbeitet, Hunderte von Sitzungen abgehalten. Der „Standard“ ist die Basis des neuen Gesetzes. Hat er denn alleine nicht funktioniert? Der „Equal Pay Standard“ war ein Pilotprojekt, das wir 2013 gestartet haben und das nun zu Ende geht. Das Resultat ist akzeptabel, aber es haben lange nicht alle Firmen mitgemacht. Ein Stück weit ist das auch verständlich, weil Firmen und Behörden bei neuen Regeln am Anfang oft noch zögern und nicht gleich mitmachen. Was verlangt denn nun der neue „Equal Pay Act“ genau? Er verlangt zwingend, dass alle Firmen mit mehr als 25 Angestellten das Zertifikat des „Equal Pay Standards“ haben müssen. Es ist ein Gesetz, alle sind verpflichtet, sich daran zu halten. Nun müssen die Firmen beweisen, dass sie gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zahlen. Wichtig ist der Begriff „gleichwertige Arbeit“. Das heisst zum Beispiel, dass Kindergärtnerinnen nicht weniger verdienen dürfen als ein Chauffeur, der (…). Sabine Reber.
Work online, 29.6.2017.
Personen > Reber Sabine. Island. Frauen. Interview. Work online, 2017-06-29.
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