Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 584

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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Textilmuseum
Françoise Gehring
Aktionstag
Clean Clothes
Volltext
Tödliche Arbeit. Die dunkle Seite der Mode. Neue Jahreszeit, neue Kleider. Die Frühlings- und Sommerkleider machen sich breit, denn die grossen Modeketten haben schon vor Monaten mit der Werbeschlacht begonnen, um Kundinnen und Kunden zur Erneuerung der Garderobe aufzufordern. Mithilfe der digitalen Medien folgen sich Schlag auf Schlag „einmalige“ Angebote – wenn du nicht sofort kaufst, hast du die Gelegenheit verpasst – „Spezialpreis“ und „Sonderangebot“. Es hebe die Hand, wer noch nie darauf reingefallen ist. Aber es gibt eine Alternative. Denn man kann als Konsumentin und Konsument kritisch und bewusst sein. Hinter der glitzernden Modewelt befindet sich eine düstere Welt der Ausbeutung und der Missachtung von Menschenrechten, mit den weltweiten Modeketten als Komplizen. Die Tragödie von Rana Plaza in Bangladesh ist noch in Erinnerung: Am 23. April 2013 stürzte ein Gebäude ein und begrub unterbezahlte Textilarbeiterinnen und -arbeiter unter sich. 1138 Personen kamen ums Leben. Vor einem Monat ging die Meldung durch die Medien, dass sich die Regierung von Bangladesh mit allen Mitteln gegen die Umsetzung der Vereinbarung zur Sicherheit der Arbeitskräfte wehrt, die die Arbeiterinnen und Arbeiter vor Bränden und Einstürzen schützen soll. Die Regierung behauptet, dass sie die Kapazität hat um die 1688 Fabriken zu kontrollieren. Eine Recherche zeigt etwas anderes: Clean Clothes Campaign, (…).
Françoise Gehring.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Gehring Francoise. Clean Clothes. Aktionstag. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Porträt
SEV
Visiteur
Volltext
Auf den Spuren von Sandro Kälin, technischer Kontrolleur Cargo. Neben der Schichtarbeit im Bahnhof Lupfig nimmt sich Sandro Kälin viel Zeit für den SEV: Er ist Vizezentralpräsident des Unterverbands TS und auch der Sektion Zürich. Daneben verbringt Sandro Kälin am liebsten Zeit mit seiner Familie und spielt nebenbei noch begeistert Fussball. Seit 35 Jahren arbeitet Sandro Kälin bei der SBB und 34 Jahre ist er Mitglied des SEV, aber noch viel länger, nämlich seit 48 Jahren, ist er lizenzierter Spieler des FC Brugg. „Das ist einsamer Rekord: der nächste hat die Lizenz ‚nur‘ seit 22 Jahren“, schmunzelt er. Familie, Beruf und Sport sind seine Lebensschwerpunkte. Sein Berufsleben begann Sandro Kälin mit einer Lehre als Maschinenschlosser bei der damaligen BBC. Dann zog es ihn zur Bahn. Zuerst schnupperte er in der Hauptwerkstätte Zürich, was ihn aber nicht ansprach. „Als mir dann die Ausbildung zum Visiteur angeboten wurde, hatte ich gefunden, wonach ich suchte“, erinnert sich Sandro Kälin. Heute heisst die Funktion Technischer Kontrolleur Cargo, TKC, die Aufgaben sind aber weitgehend die gleichen geblieben: Für die Cargoteams Lupfig, Aarau und Suhr kontrolliert er Güterwagen und Güterzüge, verteilt auf eine grosse Region. Sein Dienstort ist in Lupfig im Aargauer Birrfeld, direkt neben dem Terminal des Kombiverkehrsspezialisten Bertschi, dem Lager des Papierhändlers Antalis und dem Stützpunkt des (…). Peter Moor.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Moor Peter. SEV. Cargo. Visiteur. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Kongress
Volltext
SEV-Kongress 2019. Eine Rede und viel Arbeit. Am 4. Juni findet im Kursaal Bern der 80. ordentliche SEV-Kongress mit über 400 Teilnehmenden statt. Geleitet wird er vom Präsidium des SEV-Vorstandes, Danilo Tonina und Peter Käppler. Die SEV-Zeitung sprach mit ihnen über diesen wichtigen Tag, aktuelle Herausforderungen für den SEV und ihre Unterverbände RPV und AS sowie den 100. Geburtstag des SEV. Was sind die Höhepunkte des diesjährigen eintägigen Kongresses? Danilo Tonina: Ein Höhepunkt ist sicher die Rede des SEV-Präsidenten. Sonst konzentrieren wir uns auf das geschäftliche Business, zumal an der 100-Jahr-Feier am Vorabend vor ähnlichem Publikum schon mehrere Reden geplant sind. Peter Käppler: Der eigentliche Höhepunkt sind die Delegierten und ihre Beiträge. Das ist der Sinn des Kongresses als „SEV-Parlament“. Das Spannende ist, dass das nicht planbar ist. D. Tonina: Ja, der Kongress lebt wesentlich von den aktiven Beiträgen der Delegierten zu Kongressanträgen, Positionspapieren usw. Was wird diesmal zu diskutieren geben? D. Tonina: Ich denke wie immer diejenigen Anträge, die der Vorstand zur Ablehnung empfohlen hat. Vielleicht gibt es auch Opposition zu Änderungen der Statuten und Reglemente. Werdet ihr wegen der beschränkten Zeit Diskussionen einschränken müssen? P. Käppler: Nein. Eine Kongressregel ist, dass zu unbestrittenen Sachen das Wort nicht ergriffen werden soll. Auch die Redezeit und die Anzahl Wortmeldungen sind beschränkt. Das sieht auf den ersten (…). Markus Fischer.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Fischer Markus. SEV-Kongress 4.6.2019. SEV. 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
MOB
SEV Schweiz

MOB
Vertragsverhandlungen
Volltext
GAV MOB. Abstimmung suspendiert. Die GAV-Verhandlungsdelegation des SEV hat beschlossen, die Konsultation der Mitglieder des VPT MOB zum neuen GAV zu suspendieren und zuerst Auskünfte zu den Grauzonen im neuen Lohnsystem einzuholen. Die Unklarheiten betreffen die Beträge des Lohnaufstiegs der Lohnklassen A und B. Dazu gingen die Meinungen der Verhandlungsdelegationen von SEV und Unternehmung auseinander, als sie eine Übersicht der GAV-Änderungen erstellten. Um diesen offenen Punkt zu klären, fand am 10. Mai ein Treffen mit der Leitung der Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB) statt. Bisher ist man sich noch nicht einig geworden. Deshalb wird die Konsultation der SEV-Basis verschoben, bis es im Lohnsystem keine Unklarheiten mehr gibt. Ziel ist, den neuen Gesamtarbeitsvertrag der MOB per 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sobald keine Grauzonen mehr vorhanden sind, wird die SEV-Delegation allen (aktiven) Mitgliedern des VPT MOB das Abstimmungsmaterial mit einer Anleitung zum Abstimmen zukommen lassen. Mit Foto.
SEV, 15.5.2019.
SEV > MOB. Vertragsverhandlungen. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
SEV Schweiz
SGB

1. Mai Schweiz
Referate
Volltext
1. Mai. Mehr zum Leben! „Mehr zum Leben!“ forderten die SGB-Gewerkschaften am diesjährigen 1.Mai an rund 60 Kundgebungen und Feiern im ganzen Land. Die grösste Kundgebung fand mit 16‘000 Teilnehmenden in Zürich statt. MEHR, so führten die Rednerinnen und Redner aus, das heisst mit Blick auf das Rahmenabkommen Schweiz-EU mehr Lohnschutz statt Abbau der flankierenden Massnahmen. Das heisst mit Blick auf die schlechte Lohnrunde 2018 mehr Lohn, besonders für die Frauen, die trotz Verfassungs- und Gesetzesauftrag nicht nur immer noch deutlich weniger verdienen als Männer, sondern auch immer noch das Gros der Haus-, Betreuungs- und Pflegearbeit leisten und sexueller und sexistischer Gewalt ausgesetzt sind. Sie fordern mehr Lohn, Zeit und Respekt und werden dies am 14. Juni mit dem Frauenstreik deutlich machen. MEHR meint aber auch mehr Rente, also eine stärkere AHV, und mehr Krankenkassenprämienverbilligung, wie es die vom SGB unterstützte Prämien-Entlastungs-Initiative verlangt. Es heisst aber auch mehr Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz, statt Angriffe auf das Arbeitsgesetz, die Ruhe- und Arbeitszeiten. Also mehr Zeit für uns selber. In Olten nannte der neue SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard „drei Gründe sich weiterhin und noch mehr für soziale Gerechtigkeit und eine zivilisierte Welt einzusetzen“: Klima, Soziales und Gleichstellung. „Der Kampf gegen den Klimawandel und der Kampf für soziale Gerechtigkeit können nicht getrennt werden.“ (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > 1. Mai 2019. Referate. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Umweltschutz
Volltext
Giorgio Tuti antwortet. Was sagt der SEV zum Klima? Könnte sich der SEV zur aktuellen Klimadebatte einbringen? Am Billettschalter in Zürich HB haben wir viel mehr Kunden, die nach Spanien oder Nordeuropa per Zug verreisen möchten. Leider sind die IT-Systeme und Zugverbindungen oft so dürftig, dass Kunden wieder auf das Flugzeug wechseln… Wäre es möglich, diese Fragen an europäische Zusammenkünfte mitzunehmen? Die Bahn ist sicher umweltschonender als der motorisierte Individualverkehr und als das Flugzeug, zumindest über kurze und mittlere Distanz. Dennoch haben alle drei Verkehrsträger ihre Berechtigung. Der SEV organisiert bei allen Dreien Mitglieder und setzt sich seit Jahren für den Bahnausbau ein. Schlechte IT-Systeme und Verbindungen bzw. gar keine Nachtzüge mehr sind natürlich nicht kundenfreundlich und beim Verkauf ein Handicap. Und sie werden nicht besser, wenn man im Namen des freien Marktes die Konkurrenz zwischen den Bahnen mehr fördert als ihre Kooperation. Die Bahnen müssen hier besser zusammenarbeiten, statt sich zu bekämpfen. Natürlich wäre die Bahn konkurrenzfähiger, wenn auf Flugbenzin ebenfalls Klimaabgaben erhoben würden wie auf den übrigen Treibstoffen. Und wenn sich Billig-Airlines und Flughafendienstleister nicht mit Lohn- und Sozialdumping auf Kosten der Mitarbeitenden und der anständigen Arbeitgeber Wettbewerbsvorteile verschaffen würden. Dies bekämpft der SEV vehement und überall. Grundsätzlich wäre es für das Klima (...). Mit Foto. Giorgio Tuti.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Tuti Giorgio. Klimaschutz. SEV, 2019-05-1.15
Volltext
15.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Temporärarbeit
Volltext
Personalverleih auf dem Vormarsch. Temporärarbeit muss schärfer reguliert werden. Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: Seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2,6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: Allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. SEV-Präsident Giorgio Tuti zeigte die Situation im schweizerischen Service public auf: „Die Post beschäftigt aktuell rund 1000 temporäre Mitarbeitende, mit sehr starken Erhöhungen in Spitzenzeiten wie Weihnachten und Ostern. Bei der Swisscom beträgt der Anteil Temporäre durchschnittlich 8,5% und bei der SBB durchschnittlich 3,6%. Mit Foto. (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > Temporaerarbeit. SBB. SEV, 2019-05-15.
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01.05.2019 Langenthal
1. Mai
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai
Referate
Volltext
Den Untersten nimmt man weg und den Obersten wird gegeben: Nicht mit uns! 1. Mai-Rede von Giorgio Tuti. Hauptbotschaften der 1. Mai-Rede von Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, in Langenthal. Zum Rahmenabkommen Schweiz-EU. Als wir im vergangenen Sommer das Verhandlungsresultat zum Rahmenabkommen CH-EU sahen, kündigten wir sofort anlässlich einer Pressekonferenz an, dass wir jeglichen Abbau beim Lohn- und Arbeitnehmerschutz bekämpfen würden. Und das gilt noch heute. Denn im Rahmen der Verhandlungen zum Rahmenabkommen opferte man unnötig den Lohnschutz, indem man die Voranmeldepflicht kürzte, die Kautionsregeln verschlechterte und die Anzahl der Lohnkontrollen drastisch senkte. Das akzeptieren wir nicht! Bis heute schützen wir in der Schweiz unsere Löhne, ohne jemanden zu diskriminieren, und das soll auch so bleiben. Wir werden nie akzeptieren, dass man dem Lohndumping Tür und Tor öffnet. Wir brauchen geregelte Verhältnisse mit der EU, wir brauchen aber auch geregelte Verhältnisse in der Schweiz. Und dabei ist und bleibt der Lohnschutz ein zentrales Element. Zu den Löhnen. Es ist einfach ungeheuerlich! Seit 1981 ist die Lohngleichheit in der Verfassung verankert und seit 1996 im Gesetz, und doch beträgt die Lohndiskriminierung der Frauen, d.h. der unerklärte Lohnunterschied bei gleichwertiger Arbeit, nach wie vor 8,4 Prozent. Oder anders ausgedrückt bedeutet das, dass bei gleichwertiger Tätigkeit eine Frau alleine …). Mit. Foto. Giorgio Tuti.
SEV, 1.5.2019.
Personen > Tuti Giorgio. Referat. 1. Mai Langenthal. SEV, 2019-05-01.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Jugend
Volltext
Auf den Spuren von Mélissa Farine und die SEV-Jugend. Der SEV-Nachwuchs ist im Anmarsch: Neue aktive Mitglieder stärken der Jugendkommission den Rücken. Unter ihnen ist die 19-jährige Powerfrau Mélissa Farine. Mittwoch, 27. März: Wir treffen Mélissa Farine, als sie voller Energie und mit einer Fahne der SEV-Jugend in den Händen durch die Strassen von Brüssel marschiert – es ist die Demo der ETF für anständige Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen Dumping (siehe SEV-Zeitung 4/19). Einen Tag später finden wir sie in einem kleinen Restaurant wieder, an einem Tisch zusammen mit der restlichen Delegation der SEV-Jugend, die in die belgische Hauptstadt gereist ist. Zwischen Apéro und Hauptgang bietet sich Gelegenheit, die Zugbegleiterin – oder Kundenbegleiterin, wie man heute sagen muss – aus Saint-Imier im Berner Jura besser kennenzulernen: „Jordi D’Alessandro hat mich an die letzte Kommissionssitzung im 2018 eingeladen, nachdem ihm eine Kollegin, die mit mir in der Ausbildung in Freiburg war, von mir erzählt hatte. Die Atmosphäre hat mir sehr gefallen! Anfang Jahr nahm ich dann am Jugendweekend in Österreich teil, zu dem uns die Jugend der österreichischen Gewerkschaft Vida eingeladen hatte. Auch dort beeindruckte mich die familiäre Stimmung. Man wurde aufgenommen, als kenne man sich schon seit Jahren!“ Mélissas Enthusiasmus bleibt nicht lange unbemerkt: Die Jugendverantwortliche Xenja Widmer sieht sie bereits als mögliche Delegierte der SEV-Jugend für die GAV-Konferenz SBB. Doch nach einer kurzen Suche in unserer Datenbank stellt Xenja fest: Mélissa ist (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: Katrin Taglang.
SEV > Jugend. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Markus Fischer
Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Erneut musste das SBB-Personal die Abfederung einer PK-Rentensenkung teuer erkaufen, wie bereits 2016, was zu Protest führte. Doch die SBB verkauft ihre Garantie als Gewinnbeteiligung. Keine Gewinnbeteiligung für das SBB-Fussvolk? SBB: Wasser predigen und Wein trinken? 568 Mio. Franken Gewinn hat die SBB 2018 erzielt. Ein solches Resultat war nur dank Mitarbeitenden möglich, die den Erfolg mit ihrem Engagement und unter Inkaufnahme zusätzlicher Belastungen durch Sparprogramme und Produktivitätssteigerungen erarbeitet haben. Als Dankeschön sollen sie leer ausgehen. Denn der Personalchef behauptet keck, sie hätten ihren Anteil schon bekommen – was überhaupt nicht stimmt. „Unsere Mitarbeitenden profitieren sehr wohl vom guten Ergebnis – und zwar nachhaltig“, beteuert HR-Leiter Markus Jordi im SBB-Intranet. Das gute Jahresergebnis 2018 habe sich bereits im letzten Quartal 2018 abgezeichnet und die Konzernleitung habe dann „intensiv diskutiert“, wie die vier Anspruchsgruppen Kundschaft, Eigner, Besteller und Mitarbeitende ausgewogen daran beteiligt werden könnten. „Beim Personal war uns wichtig, kein Strohfeuer zu veranstalten und nicht einfach Geld zu verteilen. Das wirkt lediglich kurzfristig und hat mit eigentlicher Wertschätzung nichts zu tun“, erklärt Jordi. Darum habe die Konzernleitung vier Massnahmen zugunsten der Mitarbeitenden „definiert“. „Dieses Verb ist klug gewählt, denn all diese Massnahmen wurden schon vorher aufgegleist, unabhängig vom Jahresergebnis“, entgegnet SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…). Markus Fischer.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB. Gewinnbeteiligung. Interview. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Volltext
Vorstandssitzung
Die Finanzierung der AHV und die Digitalisierung standen im Zentrum der Vorstandssitzung. STAF: Stimmfreigabe. Der SEV-Vorstand entschied sich an seiner Sitzung vom 12. April für die Stimmfreigabe zur STAF-Vorlage, die am 19. Mai vors Volk kommt. Die Vorlage zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) ist ein heikles Thema bei den Gewerkschaften des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), der seinen Mitgliedern Stimmfreigabe erteilte. Auch der SEV stellte sich die Frage, wie er mit der Vorlage verfahren soll. Der Vorstand entschied knapp, keine Stimmempfehlung abzugeben, um keine internen Spannungen zu provozieren. Erklärung des Inhalts der Vorlage und Argumente pro und kontra auf den Seiten 4 und 8 dieser Zeitung. Der SEV empfiehlt hingegen wie der SGB, die zweite Abstimmungsvorlage vom 19. Mai zum Waffengesetz anzunehmen. Anlässlich der Vorstandssitzung hat die Geschäftsprüfungskommission des SEV ihren Jahresbericht vorgestellt. Ihr Präsident Kurt Wüger lobte den gut funktionierenden Betrieb des SEV. Insbesondere hob er die gute Arbeit des SEV bei den GAV-Verhandlungen mit der SBB hervor. Auch dank der Mobilisierung der Mitglieder konnte eine massive Verschlechterung des Vertrags verhindert werden. Der GPK-Präsident unterstrich auch den Erfolg der letztjährigen Bildungstagung der Frauenkommission zum Thema „Veränderung – Digitalisierung – Flexibilisierung“, an welcher über 132 Frauen teilnahmen. Zwei Studien zur Digitalisierung. (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: chf.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. Vorstand SEV 12.4.2019. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 EU
SEV Schweiz

Anstellungsbedingungen
Chauffeure, Chauffeusen
Volltext
Gewerkschaften setzen sich durch. Das EU-Parlament will der Ausbeutung von LKW-Fahrerinnen und -Fahrern in der EU Grenzen setzen. So will es bei internationalen Transporten höhere Löhne durchsetzen. „Der Beschluss des EU-Parlaments ist eine gute Nachricht für den Schweizer Lohnschutz, weil er den Lohnschutz in ganz Europa stärkt“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Künftig soll auch für Fahrer/innen die Regel gelten, dass im Land des Auf- und Ablads für die Lohnhöhe der Ort der erbrachten Leistung massgebend ist. Ausgerechnet bei den Fuhrleuten hatte in der EU bislang noch das Herkunftslandprinzip gegolten. Entscheidend für die Lohnhöhe war, in welchem Land jemand angestellt ist. Dies führte vor allem bei Fahrern aus Osteuropa zu extremem Lohndumping. Laden Fuhrleute zum Beispiel in Deutschland auf oder ab, sollen sie bei internationalen Transporten den deutschen Mindestlohn erhalten, in Frankreich den französischen, usw. Fahren sie nur durch ein Land, erhalten sie aber weiterhin den Lohn aus ihrem Herkunftsland. Um die neue Regel durchzusetzen, müssen die EU-Mitgliedstaaten spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des Mobilitätspaketes die Transportfirmen auf digitale Fahrtenschreiber verpflichten, rund zehn Jahre früher als geplant. Lohndumping an der Tagesordnung. Das EU-Parlament verabschiedete zudem verschärfte Regeln zur Kabotage. Auch bei den Fahrt- und Ruhezeiten setzte sich die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) weitgehend durch. (…). Daniela Karst.
SEV, 24.4.2019.
SEV > EU. Chauffeure. Anstellungsbedingungen. SEV, 2019-04-24.
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16.04.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

BLS
Jahresrechnung
Volltext
Bei der Reorganisation der BLS-Schifffahrt darf es keine Entlassungen geben! Ein Stellenabbau soll nicht im Vordergrund stehen und muss zwingend über die ordentliche Fluktuation erfolgen. BLS-Jahresergebnis 2018: Wo bleibt das Personal? Die BLS hat heute ihr Jahresergebnis 2018 kommuniziert und in allen vier Geschäftsfeldern einen Gewinn ausgewiesen. Die Mitarbeitenden haben zu diesem positiven Resultat wesentlich beigetragen. Die BLS dankt es ihnen aber – leider nicht zum ersten Mal – mit keinem Wort. Hingegen will die BLS nun auch in der Sparte Schiff noch mehr Personal abbauen. Sowohl im Passagier- als auch im Güterverkehr konnte die BLS 2018 stark zulegen. Sie erwirtschaftete in ihren vier Geschäftsfeldern Güterverkehr, Infrastruktur, Personenmobilität und Immobilien ein positives Ergebnis. Dieses wird allerdings getrübt durch die Kompensation aufgelaufener Zinsdifferenzen und Wertberichtigungen im Bereich Schifffahrt. Die BLS schreibt deshalb 2018 ein negatives Konzernergebnis von -12,6 Mio. Franken. Personal wertschätzen. Nicht zuletzt dank ihren Mitarbeitenden ist die BLS so erfolgreich. Die BLS findet es allerdings nicht nötig, ihrem Personal für den geleisteten Einsatz im vergangenen Jahr zu danken. Im Gegenteil: Es soll durch Sparmassnahmen weiter abgebaut werden. So kommunizierte die BLS mit dem Geschäftsergebnis auch gleich ein zusätzliches Paket im Rahmen von «Best Way» bei der Schifffahrt. Die Flotte und damit auch der Personalbestand sollen verkleinert (…).
SEV, Medienmitteilung, 16.4.2019.
SEV > BLS. Jahresrechnung 2018. SEV, 2019-04-16.
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01.04.2019 Brüssel
Demonstration
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Arbeitsbedingungen
Demonstration
Volltext
Volle Strassen in Brüssel für „fair transport“. Am 27. März haben tausende Arbeiterinnen und Arbeiter für anständige Arbeits- und Lebensbedingungen sowie gegen Dumping demonstriert – darunter auch der SEV. „Was haben uns Wettbewerb und Liberalisierung in der Transportbranche gebracht?“ Diese Frage stellte Giorgio Tuti, Präsident des SEV und der europäischen Eisenbahner/innen, den mehreren tausend Demonstrierenden im Herzen Brüssels. „Nichts als schlechtere Arbeitsbedingungen. Heute herrschen vielerorts unhaltbare Bedingungen: Regelungen zu Arbeitszeit und Pausen werden missachtet, die Löhne sind tief.“ Mit der Kampagne „Fair Transport Europe“ kämpft die Europäische Transportarbeiterföderation (ETF) gegen Sozialdumping in der europäischen Transportbranche. Diese Demonstration zielte unter anderem auf die anstehenden EU-Wahlen im Mai ab. „Wir müssen der Liberalisierung einen Riegel schieben, und zwar indem wir Parteien und Politiker wählen, die sich für korrekte Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen und sich ein soziales Europa ohne Dumping wünschen“, beharrte Giorgio Tuti. Die ETF fordert während der nächsten Amtsperiode der Europäischen Gremien (2019-2024) die Schaffung von 250‘000 neuen, fairen Stellen. Arbeitsplätze, die aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung verschwinden würden, sind mithilfe von Umschulungen zu retten. Ausserdem braucht es höhere Löhne: Im Jahr 2015 lebten 10% der Arbeiter/innen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten am Rande (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: Katrin Taglang.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. Demo. Arbeitsbedingungen. Bruessel. SEV, 2019-04-01.
01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Infrastruktur
SBB
Volltext
„Das pure Chaos! So kann man einfach nicht arbeiten“, sagen die Mitarbeitenden dem SEV. SBB Infrastruktur: Totaler Fehlstart bei NORS. SBB Infrastruktur Instandhaltung I-IH hat per 1.1.2019 mit NORS (Neuorganisation Organisationsmodell Region Süd) eine tiefgreifende Reorganisation in Betrieb genommen. Wie zu befürchten war, kam es zu einem totalen Fehlstart. Die erste Umfrage unter dem Personal mit einem sagenhaften Rücklauf von 80% ergab folgendes Bild: Die Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit mit anderen Teams funktionieren noch nicht gut genug und noch nicht reibungslos. Die NORS-Veränderungen sind noch nicht für alle nachvollziehbar. Die Einsatzplanung ist nicht verlässlich, es bestehen Herausforderungen in der Arbeitsplanung und der Disposition. Das VP-Tool ist noch nicht genügend benutzerfreundlich und der Überblick ist noch zu verbessern. VPGO ist noch zu wenig benutzerfreundlich. Fahrzeuge sind nicht gut auf die Teams zugeteilt. Ständig ändernde Teams führen zu einer gewissen Unzufriedenheit. Der Austausch in beiden Landessprachen ist teilweise eine Herausforderung. Die aufgeführte Wortwahl stammt von der Projektleitung NORS. Dem SEV sagen die Mitarbeitenden: „So kann man einfach nicht arbeiten, das pure Chaos!“ So ist auch das Problem der Zweisprachigkeit ein typisch selbstverursachtes Eigengoal, dass man nicht einfach wegdiskutieren kann. Praktisch alle Punkte hat der SEV im Leitfadenverfahren vor dem Start und seit Beginn 2019 schon angesprochen und moniert. Wieder einmal hat es ein SBB-Bereich fertig gebracht, sein Personal zu demotivieren und gleichzeitig seine Produktivität in den Boden zu fahren. Nächste Regionen nicht vor (…).
Urs Huber, Gewerkschaftssekretär SEV.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Huber Urs. SBB. Infrastruktur. SEV, 2019-04-01.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Swiss Airline
Philipp Hadorn
Bilanz
Swiss Airlines
Volltext
Auch das durch SEV-Gata organisierte Bodenpersonal trug 2018 zum Abheben der Swiss bei. Swiss – auf Erfolgskurs. In Feierlaune zeigt sich gegenwärtig die Airline „Swiss“. Die Zahlen wirken berauschend: Satte 636 Mio. Franken fährt die Swiss im 2018 als Gewinn ein. Flugzeuge der Boeing 777 und der C-Series wurden eingeflottet. Fast in der gesamten Bilanz erzielte die Swiss bisher unerreichte Höchstwerte. Streiks in der EU. Der „Chaos-Sommer 2018“ wird wohl in die Geschichte eingehen, auch mit der hohen Anzahl stornierter Flüge. Auch wenn nicht direkt die Swiss dafür verantwortlich war: Die Lufthansa kann sich dabei nicht ganz aus der Verantwortung ziehen. Ob es dem starken Kranich in Deutschland nicht doch möglich gewesen wäre, den Druck zu fairer Sozialpartnerschaft gegenüber Flughäfen und Support-Dienstleistern zu erhöhen? Bei fairen Arbeitsbedingungen hätten unsere Schwestergewerkschaften nämlich auf Streikaufrufe verzichten können, Passagiere wären nicht auf den Flughäfen steckengeblieben und auch das Resultat der LH-Tochter Swiss hätte noch stärker geleuchtet. Stellenwachstum. Während Swiss-CEO Thomas Klühr unaufgeregt die Ergebnisse des erfreulichen Jahres 2018 darstellt, wird auch unumwunden die Leistung der Mitarbeitenden miterwähnt. Zurecht. Verspätungen, Ausfälle und neue Flugzeuge bedeuten eine unvorstellbare Höchstleistung der Mitarbeitenden. Mit dem kontinuierlichen Wachstum der vergangenen 10 Jahre wird die Swiss 2019 möglicherweise die Zahl von 10‘000 Mitarbeitenden überschreiten. (…).
Philipp Hadorn, Gewerkschaftssekretär SEV, Präsident SEV-GATA und Nationalrat (SP/SO).
SEV, 1.4.2019.
Personen > Hadorn Philippe. Swiss. SEV, 2019-04-01.
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01.04.2019 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
Gleisbauer
Lohnerhöhungen
Volltext
Die jüngeren Gleismonteure der BLS erhalten rascher mehr Lohn. BLS: Attraktivere Löhne im Gleisbau. Seit dem Fahrplanwechsel 2018/2019 unterstehen die Mitarbeitenden der BLS einem neuen GAV. Die Sozialpartner einigten sich Ende Mai 2018 nach vier Verhandlungsrunden. Eine der vereinbarten Massnahmen wird nun anfangs April vollständig umgesetzt. Die GAV-Verhandlungen fanden im Zuge der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG) und der entsprechenden Verordnung (AZGV) statt. Dem SEV war es in den Verhandlungen ein grosses Anliegen, dass das von den Änderungen betroffene Personal mindestens die Hälfte davon zurück erhält, was die BLS durch die Anpassungen infolge der Revision an Produktivität gewinnt. Eine Massnahme in diesem Sinne ist der schnellere Lohnaufstieg bei den Mitarbeitenden im Gleisbau. Schwierige Rekrutierung. In den vergangenen Jahren wurde es für die BLS zunehmend schwieriger, junge ausgebildete Mitarbeitende im Gleisbau zu rekrutieren. Ein Lohnvergleich zeigte schliesslich, dass Mitarbeitende beim Gleisbau BLS konkurrenzfähige Löhne erhalten, wenn sie über 40 Jahre alt sind. Denn mit 40 Jahren haben sie im Lohnsystem der BLS das Lohnmaximum für ihre entsprechende Funktion erreicht. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber, dass die BLS jungen Mitarbeitenden wesentlich tiefere Einstiegslöhne bezahlt als die private Konkurrenz. Der SEV hat sich im Rahmen der GAV-Verhandlungen 2018 stark dafür gemacht, dass dem jungen Gleisbaupersonal ein eutlich schnellerer Lohnanstieg gewährt wird. Damit soll schliesslich auch (...).Chantal Fischer.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Fischer Chantal. Gleisbauer. Lohnerhoehungen. SEV, 2019-04-01.
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01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Anstellungsbedingungen
GAV
SBB
Volltext
Dein GAV ist Gold wert. In knapp einem Monat, am 1. Mai 2019, tritt der GAV SBB/SBB Cargo in Kraft. Er ist für mindestens drei Jahre gültig. Die GAV-Konferenz SBB/SBB Cargo hat den neuen GAV im September 2018 mit 85% angenommen. Einige SEV-Mitglieder sprechen über die kommenden Vorteile. Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) – was ist das überhaupt? Er ist ein wichtiges Dokument, das die Anstellungsbedingungen der Angestellten einer Unternehmung regelt. Er bestimmt den Rahmen für das gesamte Personal, das Kollektiv. Wiederum ist es das Kollektiv, das dem GAV seine Macht gibt, denn dank ihm müssen sich die Angestellten nicht alleine verteidigen, sondern sie können sich auf das abstützen, was die SBB mit den Gewerkschaften (oder den Berufsverbänden) verhandelt hat. Bei der SBB unterstehen 95% des Personals dem GAV, der Rest ist unter dem Obligationenrecht angestellt. Dies ist im Schweizer Vergleich eine enorm hohe Zahl. Doch der GAV SBB/SBB Cargo ist nicht vom Himmel gefallen: „Er ist das Resultat von schwierigen Verhandlungen“, erinnert SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, der die Verhandlungsdelegation des Personals geleitet hat. „Man muss das Resultat im Kontext betrachten. Die SBB plante einen Kahlschlag: keine zusätzliche Ferienwoche für über 60-Jährige mehr, und auch keine Regionalzulagen. Ferner sollte der Kündigungsschutz aus wirtschaftlichen Gründen aufgeweicht werden. Dank starker Mobilisierung konnten wir in diesen Punkten den Status quo bewahren und die Treueprämien retten, die ebenfalls angegriffen wurden.“ Nebst dem Erhalt dieser SEV (…). Vivian Bologna.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. SBB. GAV. SEV, 2019-04-01.
Ganzer Text
01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Reinigung
SBB
Volltext
Zulagen
WC-Reinigung: Zulage ist gerecht und soll bleiben. Die Leitung Zugbereitstellung (ZBS) des Personenverkehrs SBB teilte dem Personal am 1.Februar mit, dass sie nicht verpflichtet sei, für das Reinigen von WCs eine Arbeitserschwerniszulage zu bezahlen. „Aufgrund von Änderungen im System“ werde diese Zulage seit Anfang 2019 nicht mehr automatisch erfasst. Sobald das weitere Vorgehen definiert sei, werde informiert. Der SEV fordert die Beibehaltung dieser Zulage, weil sie gerecht und für die Motivation des Personals wichtig ist. Wenn Herr und Frau Schweizer vom Wochenendausgang oder Grossanlass zu später oder früher Stunde in der Nacht-S-Bahn nach Hause gefahren sind, bieten viele Zugtoiletten ein widerliches Bild. „Die Schüsseln sind mit Erbrochenem und anderem verstopft“, erzählt eine Cleaning-Mitarbeiterin, die in einer SBB-Unterhaltsanlage Züge reinigt. „Der Boden ist überschwemmt, die Wände sind verschmiert, Fäkalien überall.“ Diese Schweinereien zu beseitigen ist kein angenehmer Job: nicht nur wegen dem ekligen Anblick und Gestank, sondern auch, weil es besonders anstrengende und aufwändige Arbeit ist. Neben dem Reinigen an sich gehört dazu auch das Hin- und Herschleppen von Geräten oder das Herumstapfen im Schotter nachts bei jedem Wetter. „Wir müssen die WCs grundreinigen, brauchen spezielles Material wie Nasssauger und müssen für das Auspumpen verstopfter WCs im Gleisfeld arbeiten, zusammen mit dem aufgebotenen Techniker.“ Auch für das Ablaugen von Graffitis gab es bisher eine Arbeitserschwerniszulage – welche die SBB nun ebenfalls infrage stellt. Obwohl (…). Markus Fischer.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Fischer Markus. Reinigung. Zulagen. SEV, 2019-04-01.
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27.03.2019 Brüssel
EU
Demonstration
SEV Schweiz
Syndicom

Demonstration
Lohnschutz
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Der SEV demonstriert in Brüssel. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, hat an der europäischen Aktionswoche für fairen Transport der europäischen Transportarbeiter-Föderation ETF teilgenommen. Eine SEV-Delegation hat diesen Mittwoch, 27. März 2019, in Brüssel demonstriert, zusammen mit mehreren tausend Menschen. SEV-Präsident Giorgio Tuti, Präsident der europäischen Eisenbahnersektion, ruft in Erinnerung, dass „Dumping in der EU auch Schweizer Löhne unter Druck setzt. Es ist deshalb wichtig, das Problem auf europäischer Ebene anzugehen.“ Fair Transport Europe ist eine Kampagne der ETF gegen Sozialdumping im europäischen Transportsektor. Die ETF kämpft für hochwertige Arbeitsplätze für Transportarbeiter/innen und eine sichere, zuverlässige und bezahlbare Dienstleistung für die Kund/innen. Die europäischen Transportgewerkschaften schliessen sich zusammen und fordern ein Ende des unlauteren Wettbewerbs und der Ausbeutung. Sozialdumping beeinträchtigt Transportarbeiter/innen in ganz Europa: In andere Länder entsandte Beschäftigte verdienen oft weniger als lokale Arbeitskräfte; Gefährlich lange Arbeitszeiten, da Arbeitgeber und Regierungen die Ruhezeitregeln ignorieren; Vernichtung von Arbeitsplätzen durch unlauteren Wettbewerb ausgehend von Kosten und nicht von Qualität; Internationale Unternehmen auf Einkaufstour wählen die billigsten Verträge und lassen die Beschäftigten ohne klaren Zugang zu gesundheitlicher Versorgung und sozialer Absicherung zurück; Beschäftigte werden in kurzfristige und prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt; Ständige (…).
SEV, Medienmitteilung, 27.3.2019
SEV > Lohnschutz. Demo Brüssel. SEV, 2019-03-27.
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19.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
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Gute Leistung und Gewinnsteigerung der SBB im 2018. SEV fordert Gewinnbeteiligung des Personals. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erwartet von der SBB-Spitze nicht nur verbales Lob für die ausgezeichnete Leistung des Personals im vergangenen Jahr, sondern eine substanzielle finanzielle Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn. Der SEV freut sich über die positiven Bilanzzahlen der SBB im 2018. Der Konzern hält in seiner Medienmitteilung explizit fest, dass zur Steigerung seines Gewinns um 42,5% auf 568 Millionen auch das «Effizienzprogramm RailFit2030» beigetragen hat. In der Tat ist die Zahl der Vollzeitstellen um 446 bzw. 1,4% auf 32'309 gesunken. Die SBB schreibt ausdrücklich, dass der Kostendeckungsgrad des Regionalverkehrs dank höherer Produktivität verbessert wurde. Besonders positiv ist die Rückkehr von SBB Cargo in die schwarzen Zahlen, wofür ebenfalls Sanierungsmassnahmen nötig waren. Erfreulich sind auch die Passagierzunahme um 0,8%, der Angebotsausbau, die Rekordmengen an Infrastrukturunterhalt (was zur leichten Verschlechterung der Pünktlichkeit beitrug) und der Anstieg der Kundenzufriedenheit im Personen- und im Güterverkehr. Gewinnbeteiligung nicht nur für die Kundschaft. Die SBB betont, dass sie einen Teil des Gewinns im 2019 an die Kundschaft zurückgeben will, indem sie 216 Mio. Franken gezielt für besseren Service und günstigere Billette einsetzt, insbesondere mehr als 100 Mio. für Sparbillette. „Der SEV begrüsst diese Beteiligung der Kundschaft am Gewinn, fordert aber auch eine angemessene Beteiligung des Personals“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…).
SEV, 19.3.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-03-19.
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13.03.2019 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
BLS
Crossrail AG
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BLS Cargo will sich mit der Übernahme von Crossrail stärker positionieren. Schienengüterverkehr. BLS Cargo übernimmt Crossrail. Crossrail gehörte bisher dem internationalen Logistikdienstleister Rhenus und ist in Belgien und Deutschland tätig. Nun verleibt sich BLS Cargo die bisherige Konkurrentin ein. Rhenus und BLS Cargo haben am 5. März die Übernahme von 100% der Anteile von Crossrail durch BLS Cargo rückwirkend auf den 1. Januar 2019 vereinbart. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen. BLS Cargo erhofft sich mit der Übernahme, ihre Position auf dem Nord-Süd-Güterverkehrskorridor stärken und nachhaltig den Zugang zu Transportleistungen in Belgien und Deutschland sichern zu können. Viel Skepsis beim SEV. Der SEV steht dem Unterfangen kritisch gegenüber. Gerade auch, was die verstärkte Konkurrenz zu SBB Cargo international betrifft. Denn es ist zu befürchten, dass der Konkurrenzkampf schlussendlich auf dem Buckel der Angestellten ausgetragen wird, mit erhöhtem Druck auf Löhne und Anstellungsbedingungen. Zudem muss die Frage erlaubt sein, wie ein derartiger Kauf getätigt werden kann, während gleichzeitig bei der BLS mit dem Spar- und Effizienzsteigerungsprogramm „Best Way“ Personal abgebaut werden soll. Über den Kaufpreis wurde denn auch Stillschweigen vereinbart. Der SEV wird die Übernahme von Crossrail durch BLS Cargo nun eingehend analysieren und weitere Schritte, allenfalls auch auf politischer Ebene, prüfen. Alter Konflikt mit Crossrail. (…). Chantal Fischer.
SEV, 13.3.2019.
SEV > BLS. Crossrail. SEV, 2019-03-13.
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13.03.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Yves Sancey
Bahnlinie
Verkauf
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Verkaufstagung. Verkauf: Menschen sind interaktiver als Apps. Was wird aus dem Verkaufspersonal in Zeiten der Automaten, Apps und der totalen Digitalisierung? Die SEV-Verkaufstagung vom 4. März in Lausanne bot den Betroffenen Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Perspektiven für ihre Berufsgruppe zu entwickeln. An die Tagung kamen rund 20 Kolleg/innen nicht nur von der SBB, sondern auch von CGN, MOB, TPF, TransN und weiteren KTU. Sie berichteten, dass es ihnen an Mitteln, Weiterbildung und klaren Informationen fehlt, um ihre immer komplexeren Aufgaben erfüllen zu können. «Jeder muss sich durchwursteln, so gut er kann», sagte ein Reiseverkäufer. „Ab und zu erhalten wir eine Videoanleitung zum Anschauen in der Freizeit. Im Zeitalter der Digitalisierung ist auch die Weiterbildung digital“, fügte ein Kollege an. Ständige Restrukturierungen und allzu rasante Erneuerungen der Informatik sorgen für Stress. „Die Informatiksysteme sind nicht immer völliger Mist“, relativierte eine Kollegin, was Heiterkeit auslöste. Erwähnt wurden auch die gegensätzlichen Ziele des Verkaufspersonals: einerseits soll es den Umsatz ankurbeln und andererseits alles tun, um die Kundschaft auf Automaten und digitale Kanäle umzuleiten. Vom Schalter zur mobilen Equipe. Am Nachmittag gab Mobilitätsexperte Benoît Gaillard Imputs. Für ihn zeigen die SBB-Daten über die Entwicklung ihrer Verkaufspunkte zwischen 2004 und 2017, „dass die Kurve insgesamt sinkt, langsam und schleichend. (…). Yves Sancy. 
SEV, 13.3.2019.
Personen > Sancey Yves. Bahnhof. Verkauf. SEV, 2019-03-13.
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13.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Reinigung
SBB
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Juan José Grau vom RPV Zürich präsentiert das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Clean-Tagung geht den vielen Problemen nach. Am 2. Februar fand in Rothenburg die erste Cleantagung statt, organisiert von der RPV-Sektion Zürich, um die Probleme bei Clean ausführlich zu diskutieren. Daniel Purtschert, Co-Präsident RPV Zürich, konnte 22 Mitglieder begrüssen sowie als Gäste Hanspeter Eggenberger, Zentralpräsident RPV und Manuel Avallone, Vizepräsident SEV. Beisitzer Juan José Grau präsentierte das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar in Kraft trat. Dieses Reinigungssystem sorgt leider noch für diverse Probleme, weil man in den Regionen ganz anders reinigt. Zudem muss der Schichtleiter Clean entscheiden, was gereinigt wird und wie viel Zeit dafür gemäss Arbeitsplan zur Verfügung steht. Die Stimmung ist schlecht. Es gab sogar Diskriminierungen, indem nur gewisse Mitarbeiter für eine höhere Funktion gefördert werden und andere nicht. Ein guter Schichtleiter wurde abgesetzt und ein weniger qualifizierter Mitarbeiter gezwungen, diese Funktion zu übernehmen – was dazu führte, dass der SEV-Rechtsschutz eingeschaltet werden musste. Auch bei der Ausbildung gibt es gewaltige Unterschiede. Die SBB hat mit den Gewerkschaften vereinbart, dafür zu sorgen, dass die Anzahl der beschäftigten Temporärarbeitenden den Anteil von 4% an Festanstellungen (FTE) auf Stufe Konzern nicht überschreitet. Problematisch ist auch, dass Temporärmitarbeitende (…). Ludwig Reyer/Red.
SEV, 13.3.2019.
SEV > SBB. Reinigung. SEV, 2019-03-13.
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13.03.2019 Schweiz
Berufe
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
Disponent
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Auf den Spuren von... Balthasar Stöcklin, Schichtleiter BLS-Leitstelle. Balthasar „Balz“ Stöcklin arbeitet in der BLS Leitstelle in Bern als Schichtleiter und ist als Präsident der Sektion VPT BLS ein aktiver SEV-ler mit grossem Durchhaltevermögen. Er vertraut seinem Bauchgefühl, das ihn bis heute noch nie enttäuscht hat. Balz kommt etwas erschöpft an unser Gespräch im SEV-Zentralsekretariat in Bern. Heute früh gab es eine Weichenstörung in Holligen, und unabhängig davon einen Stromausfall im Berner Wankdorf. Unzählige S-Bahnen standen auf einen Schlag still, von 7 Uhr bis 11 Uhr herrschte Chaos. „Mein Job ist wie ein Puzzle – oft gelingt es, die einzelnen Teile zusammen zu bringen, manchmal aber auch nicht, so wie heute! Dann hast du zwar alles gegeben, aber trotzdem verloren.“ Balthasar Stöcklin arbeitet seit 2002 auf der BLS-Leitstelle in Bern und ist damit seit deren Gründung mit dabei. Anfänglich zu viert, heute mit 30 Arbeitskolleginnen und -kollegen. Die Aufgabe der Leitstelle ist es, auf Störungen schnell und angemessen zu reagieren und den Fahrplan sicherzustellen, was durch die Disposition von Fahrzeugen und Personal (Lokführer/innen und Zugbegleitung) geschieht. Auch wenn die Aufgabe zermürbend sein kann, schätzt Balz seine Arbeit sehr. „Mir gefällt das Überraschende. Aber es ist eigentlich kein Job für Leute über 50 Jahre – mit der Schnelllebigkeit und der sich stets verändernden Technik mitzuhalten, ist nicht einfach.“ Der 60-Jährige hat aber seinen festen Platz im Team: „Wir Älteren bringen Routine (…). Chantal Fischer.
SEV, 13.3.2019.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Disponent. Berufe. SEV, 2019-03-13.
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