Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Abstimmungen Schweiz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 347

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
11.10.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Krankversicherungen
Personen
SGB
Reto Wyss
Krankenversicherungen
Überwachung
Volltext
Am 25. November Nein zum Observationsartikel! Sozialversicherungen haben andere Probleme. Missbrauch von Sozialleistungen muss bekämpft werden. Bei der vorgeschlagenen Revision des Sozialversicherungsrechts geht es aber um etwas ganz anderes: Mit der Schaffung völlig unverhältnismässiger Befugnisse für private Observationen würde die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt. Es braucht deshalb am 25. November ein klares Nein zur Einschränkung unserer Grundrechte. Sozialversicherungen: Missbrauch selten, Bekämpfung funktioniert. Die Sozialversicherungen stellen soziale Errungenschaften dar, weil sie uns vor sozialen Risiken wie Unfall, Krankheit und Arbeitslosigkeit schützen. Es handelt sich dabei um Risiken, die jede und jeden treffen können. Die Sozialversicherungen sind für uns alle da und werden von uns allen mitfinanziert. Mit unseren Beiträgen erwerben wir deshalb ein Recht auf Leistungen im Risikofall. Gerade Arbeitnehmende sind darauf angewiesen, dass Sozialversicherungen ihren Zweck erfüllen können und nicht missbraucht werden. Betrugsbekämpfung ist folglich bei allen Sozialversicherungen eine Notwendigkeit. Das Sozialversicherungsrecht enthält deshalb ein gut funktionierendes Instrumentarium zur Bekämpfung und Bestrafung von missbräuchlichem Leistungsbezug. Das System funktioniert gut: Missbräuche geschehen selten, nehmen nicht zu und können mit den bestehenden Mitteln aufgedeckt und geahndet werden. Es braucht keine neuen Instrumente. Keine harmlose „Gesetzesgrundlage". (…). Reto Wyss.
SGB, 11.10.2018.
Personen > Wyss Reto. Versicherungen. Überwachung. SGB, 2018-10-11.
Ganzer Text
12.07.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
Wahlen
WOZ
Susan Boos
E-Voting
Volltext
Dann sehen einfach alle, was alle anderen stimmen“. Der Zürcher Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl warnt vor E-Voting und E-Government. Er verlangt Risikofolgenabschätzungen - eine Art digitale Umweltberichte. WOZ: Herr Baeriswyl, acht Kantone haben das E-Voting bereits eingeführt. Nun treibt auch die Zürcher Regierung dessen Einführung voran. Was halten Sie als Datenschützer davon? Bruno Baeriswyl: Eigentlich ist E-Voting eine alte Geschichte, vieles wurde schon vor Jahren diskutiert. Aus meiner Sicht kommt es jetzt wieder auf, weil die Post eine E-Voting-Lösung entwickelt hat, die sie verkaufen will. Da steckt viel Lobbyarbeit dahinter. Würden nicht mehr Junge abstimmen, wenn es digital einfach machbar wäre? Das bezweifle ich. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass das elektronische Abstimmen keine höhere Stimmbeteiligung bringt. Das Papiersystem funktioniert gut, man ist zufrieden - mit dem E-Voting lädt man sich viele Probleme auf. Könnten Sie das ausführen? Beispielsweise punkto Sicherheit. Es ist ein eigenartiges Spiel zwischen Bund und Kantonen: Verantwortlich für die E-Voting-Systeme sind die Kantone, sie müssen die Sicherheit gewährleisten. Wenn es aber darum geht, wie sie das machen wollen, verweisen sie immer auf den Bund und sagen: Die Bundeskanzlei macht Vorgaben und zertifiziert die Systeme, wir halten uns daran. Das genügt aber nicht, denn die Systeme müssen in die bestehende Infrastruktur der Kantone sicher eingebunden werden. Warum sind die Systeme aus Ihrer (…). Interview: Susan Boos.
WOZ, 12.7.2018.
Personen > Boos Susan. E-Voting. Interview. WOZ, 2018-07-12.
Ganzer Text
05.06.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Abstimmung
Glücksspiele
Volltext
Fünf gute Gründe für das Geldspielgesetz. Ein Ja am 10. Juni ist sozial, sinnvoll und vernünftig. Am 10. Juni 2018 entscheiden die Stimmberechtigten in der Schweiz über ein neues Geldspielgesetz. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB empfiehlt ein Ja, weil viele Gründe dafürsprechen. So sichert die Neuregelung, dass endlich auch die Erträge der Online-Glücksspielanbieter besteuert werden und so der AHV und der Allgemeinheit zu Gute kommen. Die fünf wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang wollen wir hier beantworten. Warum braucht es das Gesetz überhaupt? Bislang gab es in der Schweiz keine regulierte Möglichkeit für Online-Glücksspiel. Trotzdem oder gerade deshalb ist ein illegaler Online-Geldspielmarkt entstanden, der hierzulande jährlich mittlerweile über 250 Millionen Franken umsetzt. Die Anbieter sitzen im Ausland, zahlen in der Schweiz auf diese Erträge keine Steuern, keine Abgaben und halten sich nicht an die in der Schweizer Rechtsordnung verankerten Prinzipien und Regeln zum Geldspiel. Mit dem neuen Gesetz wird erstmals ein legaler Weg für Online-Geldspiele in der Schweiz geschaffen. Was haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon? Von den Einnahmen der Geldspiel-Betreiber soll auch die Allgemeinheit profitieren. Das ist heute schon bei den Casinos und Lotterien so. Und so soll es auch bei Online-Geldspielen gelten. Das neue Gesetz stellt sicher, dass von den Einnahmen nicht nur die Betreiber profitieren. Sondern auch die AHV, wo jeder zusätzliche Franken dem System (…). Daniel Lampart.
SGB, 5.6.2018.
Personen > Lampart Daniel. Glücksspiele. Abstimmung. SGB, 2018-05-07.
Ganzer Text
01.05.2018 BE Kanton
Abstimmungen Schweiz
Links.ch
Personen
Versicherungen
Silvia Schenker
Abstimmung
Überwachung
Volltext
Referendum gegen das Überwachungsgesetz. Die SP unterstützt das Referendum gegen das Überwachungsgesetz. Es ist unsere Verantwortung, die Grundrechte gegen diesen massiven Angriff zu verteidigen. Es ist aber auch unsere Kernaufgabe, uns für die Rechte und die Würde der Menschen einzusetzen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Betroffen sind wir alle, denn neben der Invaliden- und Unfallversicherung und den Ergänzungsleistungen fällt auch die Krankenversicherung unter die neue gesetzliche Grundlage. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Schweiz im Jahr 2016 gerügt, weil für die Observation von Unfallversi¬cherten keine ausreichende Rechtsgrundlage vorhanden sei. Im Eilzugstempo hat das Parlament im allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts einen Artikel geschaffen, der allen Sozialversicherungen in Zukunft weitreichende Überwachungsinstrumente in die Hand gibt. So sollen von ihnen beauftragte Privatdetektive Versicherte ohne richterliche Genehmigung mit Bild- und Ton¬aufnahmen überwachen können. Für die Bestimmung des Standorts ist sogar der Einsatz technischer Instrumente wie GPS-Tracker oder Drohnen möglich, wenn ein Gericht dies genehmigt. Versicherungsspitzel mit mehr Kompetenzen als die Polizei? (…). Silvia Schenker. Nationalrätin BS.
Links, Mai 2018.
Personen > Schenker Silvia. Überwachung. Versicherungen. Links, 2018-05-01.
Ganzer Text
01.05.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Vollgeld-Initiative
Volltext
Eidgenössische Volksabstimmung. Am 10. Juni: Nein zur riskanten und kaufkraftschädigenden Vollgeld-Initiative. Als Versuchskaninchen ungeeignet. Die Vollgeld-Initiative verlangt eine grundlegende Reform des Schweizer Finanzsystems. Zwar enthält sie einige richtige theoretische Überlegungen - aber in der Praxis ist sie abzulehnen. Wegen unkalkulierbarer Risiken. Und weil sie die Kaufkraft angreift. Die Vollgeld-Initiative würde das Schweizer Finanzsystem völlig umkrempeln. Nur noch die Nationalbank (SNB) soll neues Geld herstellen dürfen. Heute schaffen auch Geschäftsbanken einen Teil des Geldes, indem sie Gelder auf unseren Bankkonten weiterverleihen. Private Banken dürften gemäss Initiative selbst kein Geld mehr erzeugen, aber weiterhin Kredite vergeben und Konten führen. Diese Aufgabenteilung soll vor Finanzkrisen schützen. Ferner muss die Nationalbank, wenn sie die Geldmenge erhöhen will, das von ihr geschaffene neue Geld gratis („schuldfrei“) an die Allgemeinheit ausschütten. Auf dem Papier hat die Initiative ein paar Vorteile: Zahlungsverkehrskonten wären voll durch Nationalbankgeld abgesichert. Bankinsolvenzen, die entstehen, wenn alle Kunden gleichzeitig an ihr Geld wollen, gäbe es so nicht. (Allerdings gälte das nicht für Sparkonten. Und Bankencrashs aufgrund von Kreditkrisen sind weiterhin möglich.) Doch all das ist Theorie. Bisher hat noch kein einziges Land ein Vollgeld- (…). Daniel Lampart.
VPOD-Magazin, Mai 2018.
Personen > Lampart Daniel. Vollgeld-Initiative. SGB, 2018-05-01.
Ganzer Text
11.04.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Abstimmung
Glücksspiele
Nationalbank
Volltext
Nein zur Vollgeld-Initiative – Ja zum Geldspielgesetz. SGB-Parolen für die Abstimmungen vom 10. Juni 2018. Soll die Schweiz ein Vollgeldsystem einführen? Der Schweizerische Gewerkschaftsbund sagt Nein und lehnt die Vollgeld-Initiative ab. Zu gross sind die Risiken und negativen Nebenwirkungen für die Arbeitnehmenden. Das Geldspielgesetz hingegen bejaht er. Die Vollgeld-Initiative verlangt, dass künftig nicht nur die Münzen und Noten einzig von der Nationalbank hergestellt werden, sondern auch das elektronische Geld. Heute tragen dazu auch normale Banken bei. Unbestritten ist, dass bei einem Ja zur Initiative Zahlungsverkehrskonten (nicht aber Sparkonten) vollumfänglich durch Nationalbank-Geld gesichert wären und Bankenpleiten infolge eines Bankruns ausgeschlossen würden. Diese Vorteile werden jedoch durch eine Reihe Nachteile aufgehoben. So drohen bei einer Annahme der Vollgeld-Initiative den Arbeitnehmenden und den Rentnerinnen und Rentnern Kaufkraftverluste. Guthaben auf Zahlungsverkehrskonten würden nicht mehr verzinst, was bei Inflation zu Verlusten führt. Und Guthaben auf Sparkonten dürften nicht mehr frei aufgelöst werden. Sparen würde für Leute mit tiefen Einkommen und Vermögen deutlich schwieriger und damit einzig eine Angelegenheit für Vermögende. Nationalbank nicht einschränken. Weiter schränkt die Initiative die Nationalbank ein, die Ziele der (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 11.4.2018.
Personen > Zimmermann Thomas. Abstimmungen Schweiz. Parolen SGB, 2018-04-11.
Ganzer Text
05.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Junge Welt
Personen
Florian Sieber
Abstimmung
No Billag
Volltext
„Billag“ bleibt. Mehrheit der Schweizer stimmt für Rundfunkgebühren. Kürzungen angekündigt. Mit deutlicher Mehrheit haben die Schweizer am Sonntag ein Volksbegehren zur Abschaffung der Rundfunkgebühren abgelehnt. Mit dem Erscheinen der ersten Umfragen hatte es noch so ausgesehen, als könnte das Volksbegehren die Medienlandschaft in der Schweiz erschüttern. Mit ihrer „No Billag“-Initiative hatte ein Bündnis aus Libertären, Nationalkonservativen und einigen Liberalen die Abschaffung der Gebühren gefordert. Dies hätte der Regierung zufolge das Ende für die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) bedeutet. Die Angst schien so gross, dass die Initiatoren den Bundesrat vor sich her trieben. Als diese im Dezember und damit vergleichsweise früh ihre Kampagne starteten, verlegte die Regierung ihre offizielle Pressekonferenz zur Initiative vor. Da keine anderen grossen Abstimmungen anstanden, dominierte „No Billag“ die vergangenen drei Monate die Politik. Doch die Vorlage fiel bei den Abstimmenden noch klarer durch, als selbst die letzten Umfragen erahnen ließen, in denen immerhin noch etwa 40 Prozent Zustimmung vorhergesagt worden waren. 71,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler lehnten die Vorlage ab. Eine Mehrheit fand die Idee in keinem Kanton. In der Westschweiz, die traditionell linker abstimmt, war die Schlappe besonders klar. So votierte für „No Billag“ im Jura gerade einmal jede Fünfte. (…). Florian Sieber.
Junge Welt, 5.3.2018.
Junge Welt > Schweiz. Billag. Abstimmung. Junge Welt, 2018-03-05.
Ganzer Text
04.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Syndicom

Abstimmung
No Billag
Volltext
Ein klares JA zum Service-public-Auftrag der Medien! Abfuhr für „No Billag“. Syndicom interpretiert das deutliche Nein zur „No-Billag“-Initiative als klares Bekenntnis der Bevölkerung zu gebührenfinanzierten Radio- und TV-Sendern und zum Service-public-Auftrag der Medien. Die Mehrheit der Bevölkerung will nicht auf unabhängige Programme verzichten und ist sich bewusst, dass die Meinungsvielfalt gefährdet wäre, wenn es nur noch Medien gäbe, die sich an Marktlogik und Profit orientieren. Syndicom ist froh, dass es mit der Ablehnung der Initiative nicht zu den befürchteten Massenentlassungen bei den Schweizer Radio- und Fernsehkanälen und ihren Zulieferern kommt. Deren Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in der ganzen Medienbranche wären fatal gewesen. Der nunmehr weiterhin geltende Verfassungsauftrag muss uneingeschränkt erfüllt werden können: Die bereits lancierten Angriffe auf die SRG sind ebenso zurückzuweisen wie die zahlreichen Vorstösse für eine programmatische Beschneidung aller konzessionierten Fernseh- und Radiosender über eine weitergehende Reduktion der Gebühren. Es braucht keinen Abbau, sondern eine ökonomische Absicherung der unabhängigen Informationskanäle und der Qualität in den Medien. Die Abstimmung vom 4. März ist ein Etappensieg für den Service public und die Medienvielfalt. Verleger wie Tamedia, NZZ, AZ Medien oder Somedia bedrohen durch das Zusammenlegen der Redaktionen und ihren fortwährenden Personalabbau die Medienvielfalt und fördern damit einen (…).
Syndicom, 4.3.2018.
Syndicom > No-Billag. Abstimmung. Syndicom, 2018-03-04.
Ganzer Text
04.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
No Billag
Volltext
Der audiovisuelle Service public geht gestärkt aus der heutigen Abstimmung hervor. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, freut sich über die deutliche Ablehnung der Volksinitiative „No Billag“ Der audiovisuelle Service public geht gestärkt aus dieser Abstimmung hervor und muss nun weiterentwickelt werden, um sich an die laufenden Veränderungen anzupassen. Mit der klaren Ablehnung der Volksinitiative „No Billag“ haben die Bürgerinnen und Bürge gezeigt, dass ihnen viel am audiovisuellen Service public liegt und sie wenig von der Logik halten, wonach jeder nur für das bezahlen soll, was er selber sehen und hören will. Mit ihrem Nein zur Initiative „No Billag“ haben die Stimmenden ihre Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass nur ein starker audiovisueller Service public qualitativ hochwertige Informations- und Kulturprogramme anbieten, die Unparteilichkeit und Meinungsvielfalt garantieren sowie die Solidarität und sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Schweiz fördern kann. Alle diese Elemente spielen eine entscheidende Rolle in einer demokratischen und offenen Gesellschaft. Die Aufrechterhaltung und Entwicklung eines guten audiovisuellen Service public ist für die Demokratie zentral, denn nur damit kann den verschiedenen Interessengruppen – namentlich jenen, welche sich für die Arbeitnehmenden einsetzen - ein fairer und ausgewogener Zugang zu den Nachrichtensendungen gewährleistet werden. (…).
Travail.Suisse, 4.3.2018.
Travail.Suisse > No-Billag. Abstimmung. Travail.Suisse, 2018-03-04.
Ganzer Text
04.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Abstimmung
No Billag
Volltext
Klares Nein zur „No Billag-Initiative“, klares Bekenntnis zum öffentlichen Rundfunk. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM ist erleichtert und erfreut über das Verdikt an der Urne. Nach monatelangen sehr kontroversen und für die betroffenen Mitarbeitenden nicht immer einfachen Diskussionen, hat der Schweizer Souverän umsichtig entschieden. Er bekennt sich klar zu einem gebührenfinanzierten Rundfunk, der einen Service public garantiert und nicht nur auf kommerzielle Erträge abstützen muss. Die Stimmberechtigten wollen am Prinzip dieser und solidarischen Dienstleistung festhalten. Für die Gewerkschaft SSM, welche die „No Billag-Initiative“ mit aller Kraft bekämpft hat, ist der Erhalt der rund 13‘000 Arbeitsplätze durch dieses Nein ein grosser Erfolg. In der hitzigen Debatte war selten die Rede von den zigtausend betroffenen Arbeitsstellen in der gesamten audiovisuellen Branche, im Musik- und Kulturbereich und den indirekt betroffenen Zuliefererbetrieben. Deshalb gebührt der heutige Dank all den Mitarbeitenden der gebührenfinanzierten Radio- und Fernsehstationen. Sie haben trotz der schwierigen Situation tagtäglich einen guten Job gemacht, um der Schweizer Bevölkerung qualitativ hochwertige, professionelle Sendungen zu bieten. Das klare Nein zur „No Billag-Initiative“ verpflichtet insbesondere die SRG, mit fairen Arbeitsbedingungen dafür zu sorgen, dass die Mitarbeitenden den Service public weiterhin in hoher Qualität in allen Landesteilen erbringen können. (…).
SSM, 4.3.2018.
SSM > No-Billag. Abstimmung, SSM, 2018-03-04.
Ganzer Text
04.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SGB

Abstimmung
No Billag
Volltext
Abfuhr für No Billag: Klares Bekenntnis zum Service public in den Medien. Die klare Abfuhr der No-Billag-Initiative ist ein klares Bekenntnis der Bevölkerung zu Radio- und TV-Sendern, die dem Service public verpflichtet sind. Dafür stehen diese in der Pflicht, umfassend, sachlich und ausgewogen zu berichten und so zur Bildung, der kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung beizutragen. So will es der Verfassungsauftrag heute. Medienpolitisch muss es in Richtung Qualitätssicherung und -ausbau gehen. Vorstösse für eine weitergehende Reduktion der Gebühren und eine programmatische Beschneidung der SRG sind zurückzuweisen. Bereits mit der neu geltenden Plafonierung der Gebührengelder auf 1,2 Mrd. Franken, muss die SRG Leistungen abbauen. Statt noch mehr Abbau braucht es eine Ausrichtung der Angebote auf die heutigen Herausforderungen der digitalisierten Medienwelt. Der SGB ist erleichtert und erfreut, dass die Ablehnung der verheerenden "No-Billag"-Initiative mit über 70 Prozent Nein-Stimmen so eindeutig ausgefallen ist. Damit sind Tausende von Stellen und damit die Existenz von Tausenden von Erwerbstätigen gerettet worden. Die SRG und die gebührenfinanzierten privaten Sender haben mit dieser Abstimmung einen klaren Auftrag erhalten: sie haben mehr Service public zu erbringen und sich künftig deutlicher von rein kommerziellen Sendern abzuheben. Und sie haben Arbeitsbedingungen zu bieten, die guten Journalismus ermöglichen. Der Anspruch an die Service-public-Sender ist mit dem Votum (…).
SGB, 4.3.2018.
SGB > No-Billag. Abstimmung. SGB, 2018-03-04.
Ganzer Text
01.03.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Funke, Der

Abstimmung
No Billag
Volltext
Billag oder No-Billag? Beides asozial. Am 4. März kommt eine Vorlage zur Abstimmung, welche die Gemüter in der Schweiz bewegt: die "No- Billag" - Initiative. Um den Charakter dieser Initiative zu verstehen, reicht ein Blick auf das Initiativkomitee. Dessen Vertreterinnen stammen vor allem aus den Gefilden der JSVP oder dem Jungfreisinn. Daneben wird die Initiative von der SVP und dem Schweizerischen Gewerbeverband unterstützt - kurz: Den Rammböcken des Grosskapitals. Ihre Absicht ist nichts anderes, als die Medienlandschaft zu privatisieren und diese somit vollständig dem Prinzip der Profitmaximierung durch private Medienkonzerne zu unterwerfen. Durch die Verfassungsartikel 93.3 und 93.4, wie sie die Initiative vorschlägt, würden die Konzessionen, welche der Bund derzeit an die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) vergibt, an die Meistbietenden versteigert werden und die Finanzierung durch die Billag-Gebühr oder andere Subventionen des Bundes ausgeschlossen. Die SRG (welche sich heute zu 75% mit der Billag finanziert) würde so vollständig zum privaten Medienunternehmen und ihre Position würde zweifellos abgelöst durch die grossen Medienhäuser Tarnedia, Ringier oder Blochers BaZ-Gruppe. Die Vorherrschaft über die öffentliche Meinung würde so total unter den grossen Verlagshäusern aufgeteilt werden. Alle hassen die Billag. (…). Die Redaktion.
Der Funke, März 2018.
Funke, Der > No-Billag. Abstimmung. Der Funke, 2018-03-01.
Ganzer Text
23.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SGB

Abstimmung
No Billag
Volltext
Achtung, Stimm-Polizei: Kommissar findet leere No-Billag-Stimmcouverts. Originelle Online-Aktion des Komitees Nein zum Sendeschluss. Stimmabstinenz ist in der Schweizer direkten Demokratie ebenso verbreitet wie schädlich. Doch wenn es am 4. März um die No-Billag-Initiative geht, die unserem Fernsehen und Radio den Stecker rausziehen will, droht den Stimmabstinenten besonderes Ungemach: Der Schauspieler und bekannte Fernseh-Kommissar Stefan Gubser spürt jedem vergeudeten Stimmcouvert nach, findet es und fordert die Sünderinnen und Sünder auf, ihrer BürgerInnenpflicht nachzukommen. Natürlich handelt es sich bei dieser Geschichte um einen Gag, und zwar des Anti-No-Billag-Komitees Nein zum Sendeschluss. Auf der Website stimmpolizei.ch können Interessierte ein Video mit einem personalisierten Stimmcouvert erstellen, und den Gubser-Film anschliessend FreundInnen, Bekannten oder Verwandten zustellen und sie so daran erinnern, nicht zu vergessen, vor dem oder am 4. März abstimmen zu gehen. Denn gemäss jüngsten Erhebungen zeichnet sich zwar ein Sieg gegen den SVP-Frontalangriff gegen den Service Public in den elektronischen Medien ab. Doch damit den Radio- und Fernsehkillern endgültig der Stecker gezogen wird, muss dieser Sieg deutlich und wuchtig ausfallen. Schauen Sie darum auf der Website stimmpolizei.ch vorbei und schicken Sie all jenen, die Sie noch an die Abstimmung erinnern möchten, ihr persönliches Video!
SGB, 23.2.2018.
SGB > Abstimmung. Aktion. No-Billag. SGB, 2018-02-23.
Ganzer Text
23.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Unia Schweiz

No Billag
Parolen
Volltext
Freie Medien sind Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie. Unia sagt NEIN zur No-Billag-Initiative. Die Unia verstärkt heute ihre NEIN-Kampagne gegen die No-Billag-Initiative, die am 4. März vors Volk kommt. Sie positioniert sich damit klar in der wichtigen Schlussphase des Abstimmungskampfes gegen den extremen Kahlschlag in der Schweizer Medienlandschaft und setzt ein starkes Zeichen für unabhängige Medien, kulturelle Vielfalt und den Erhalt von Tausenden von Arbeitsplätzen. Für die Unia ist klar: No Billag gehört wuchtig abgelehnt. Eine Annahme der Initiative hätte fatale Konsequenzen. Denn diese will nicht nur die Billag-Gebühren abschaffen. Die Radio- und Fernsehkonzessionen würden an die Meistbietenden versteigert. Eine Einladung an finanzkräftige Investoren – diese würden private Sender betreiben und damit die öffentliche Meinung mit ihren (politischen) Interessen beeinflussen. Ohne freie Medien keine Demokratie. Gerade in der Schweiz, in der die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mehrmals im Jahr zur Urne gebeten werden, wäre dies fatal. Unia-Präsidentin Vania Alleva: „Eine unabhängige und ausgewogene Information ist der Grundpfeiler der direkten Demokratie.“ Die öffentlich-rechtlichen Medien zu erhalten ist die Voraussetzung dazu, denn sie sind gesetzlich zu einer neutralen Berichterstattung verpflichtet. Ganz im Gegensatz zu privat finanzierten Sendern. Vania Alleva weiter: „Wer der Initiative zustimmt, gibt die freie Meinungsbildung leichtfertig aus der Hand.“ Bis zu 14‘000 Menschen droht die Arbeitslosigkeit. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 23.2.2018.
Unia Schweiz > No-Billag. Parole. Unia Schweiz, 2018-02-23.
Ganzer Text
22.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Radio
Volltext
Schluss mit „No Billag“. Zeit für ein Lob aufs Radio. Noch dauert es zehn Tage bis zur Abstimmung über die No-Billag-Initiative, und längst scheint alles gesagt: zur Finanzierung der SRG und zum Plan B des Gewerbeverbands, zur libertären Ideologie hinter der Initiative und ihren allfälligen ProfiteurInnen. Auch alle Fernsehsendungen, von der „Arena“ bis zu „Glanz & Gloria“, wurden verhandelt, in der Lauberhornabfahrt konnte der grösste gemeinsame Nenner gefunden werden. Einzelne Argumente der BefürworterInnen klingen auch in der ständigen Wiederholung nicht klüger, besonders ihr Lieblingsargument: „Ich bezahle doch nicht für etwas, das ich nicht konsumiere.“ Nur über etwas wurde kaum gesprochen, das in der Schweiz täglich 5,9 Millionen Menschen konsumieren, von denen über zwei Drittel die mit Billag-Gebühren unterstützten Sender einschalten: das Radio. Letzte Gelegenheit für ein Lob! Natürlich muss es mit dem „Echo der Zeit“ beginnen, das täglich mit hochstehenden Beiträgen die Schweiz mit der Welt verbindet – noch unentbehrlicher geworden, seit die NZZ wieder so steif und ideologisch geworden ist. Natürlich sind die „Regionaljournale“ zu erwähnen – die erst recht von demokratiepolitischer Bedeutung sind, seit es in den meisten Landesteilen nur noch eine Monopolzeitung gibt. Immer besser wird auch „SRF 4 News“, das jede Newsplattform sowohl in der Schnelligkeit wie in der Vertiefung übertrifft. Meine heimliche Lieblingssendung heisst aber noch immer „Morgenstund hat Gold im Mund“. Jeden Werktag kräht um (…). Kaspar Surber.
WOZ, 22.2.2018.
Personen > Surber Kasbar. Radio. No-Billag. WOZ, 2018-02-22.
Ganzer Text
16.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Gewerbeverband
Work

Abstimmung
No Billag
Volltext
Abstimmung om 4. März. No Billag: wer liest, sagt Nein! Absetzbewegungen: Am 12. Februar wurde Niels Rosselet-Christ klar, dass er „die Interessen der regionalen Medien schützen“ will. Seine Erkenntnis teilte der Neuenburger SVP-Grossrat umgehend dem lokalen Fernsehsender „Canal Alpha“ mit. Bemerkenswert an diesem Vorgang: Niels Rosselet-Christ war bis dahin Co-Präsident des Neuenburger No-Billag-Komitees. Der Aargauer SP-Nationalrat Cedric Wermuth kommentierte Rosselet-Christs plötzlichen Gesinnungswandel auf Twitter sec: „Wieder einer, der gerade den Initiativtext entdeckt hat.“ Bigler allein zu Hause. Den lnitiativtext bereits vor Rosse¬let-Christ genau gelesen haben die Gewerbler der Kantone Aargau, Freiburg, Genf, Neuenburg, Schwyz, Solothurn, Tessin, Waadt und Wallis. Sie sagen Nein zu No Billag, die die SRG zerschlagen will (siehe Work-Dossier: rebrand.lyjnoblllag). Die Sektionen Basel-Land, Bern, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, St. Gallen, Uri und Zug fassten entweder keine Parole oder beschlossen Stimmfreigabe. Bis Redaktionsschluss folgten von 26 Kantonalverbänden gerade mal drei (Basel-Stadt, Graubünden und Zürich) ihren nationalen Funktionären. Das ist besonders für Gewerbeverbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler bitter. Er kämpft an vorderster Front, gerne auch unter der Gürtellinie und mit Fake-News, für die 'Zerschlagung der SRG (Work berichtete). Sein Furor könnte für Bigler auch über den Abstimmungstermin vom 4. März hinaus Folgen haben. (…).
Work, 16.2.2018.
Work > No Billag. Gewerbeverband. Work, 2018-02-16.
Ganzer Text
15.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ

No Billag
SRG
Volltext
Die Medienzukunft mit Hansi Voigt. Abspecken dank viel Bewegung. Vor der Abstimmung ist nach der Abstimmung. Die Verleger bringen sich in Stellung: mit alten falschen Rezepten für die Zukunft nach „No Billag“. Die BürgerInnen haben im Lauf der langen No-Billag-Kampagne mitbekommen, wie durchsichtig die Argumente der BefürworterInnen sind. Statt das sich abzeichnende wuchtige Ja zur SRG und Nein zur No-Billag-Initiative zu akzeptieren, machen sich InteressenvertreterInnen schon drei Wochen vor der Abstimmung an die Deutung des vorweggenommenen Resultats. Während von der SRG im Abstimmungskampf um die eigene Existenz maximale Neutralität eingefordert wird, ist der Missbrauch der Meinungsmacht der alten Verleger in eigener Sache frappant. Kardinalfehler. „Abspecken, abspecken, abspecken“, von der „AZ“ über die NZZ bis zu Tamedia kommen nur noch Stimmen zu Wort, die eine Reduktion der Leistungen der SRG fordern. Am 9. Februar schreibt NZZ-Inlandchef Michael Schönenberger: „Die SRG soll auch in allen Landesteilen präsent sein, sie muss indessen schrumpfen.“ Im „Tages-Anzeiger“ darf ein Geschäftsleitungsmitglied des Verbands Schweizer Medien, die Verbandsjuristin Mirjam Teitler, erklären, dass die wirkliche Bedrohung für die Medienlandschaft erst nach der No-Billag-Abstimmung anstehe, und zwar in Form des neuen Mediengesetzes. Worum geht es? Der heute noch gültige Artikel 93 regelt lediglich die Verbreitung von Radio- und TV-Inhalten. Es braucht also dringend (…). Hansi Voigt.
WOZ, 15.2.2018.
Personen > Voigt Hansi. No-Billag. SRG. WOZ, 2018-02-15.
Ganzer Text
15.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Vorwärts

No Billag
Redaktion
Volltext
Mediale Wüste. Beim Angriff der „No-Billag“-Initiative auf das SRG wird in Wirklichkeit ein Gebilde von Medien angegriffen, die eine grosse nationale wie regionale Vielfalt offerieren, sowie die Meinungsfreiheit von schweizweit 60 und in der Romandie 19 Sender. Der Initiativtext ändert die Bundesverfassung dergestalt, dass alle Gebühren und alle öffentlichen Subventionen dieser 60 Radio- und TV-Sender abgeschafft werden und ihnen nur noch Werbung als Finanzierungsmittel bleibt. Die zunehmenden Schwierigkeiten, Werbekundinnen zu finden, erklärt aber gerade das Verschwinden einer Anzahl von Zeitschriften (L'Hebdo und Le Matin in der Westschweiz z.B.). Die Gebühren finanzieren heute zwischen 25 bis 75 Prozent des Budgets der 19 Sender in der Romandie und ihre Abschaffung würde den Verlust von 13‘500 Arbeitsplätzen auf nationaler Ebene und 4‘000 SteIlen hier in der Westschweiz verursachen. Für das Radio Television Suisse Romande (RTS) bedeutet das 1‘600 Stellen weniger, 300 Stellen weniger bei den regionalen Sendern sowie etwa 2‘000 Stellen weniger bei Unternehmen, die mit diesen Medien zusammenarbeiten. Der Stellenabbau wird mit einer Verarmung der regionalen Vielfalt an Medien in der Schweiz einhergehen. Dabei schauen oder hören noch 94 Prozent der Westschweizerlnnen einen Sender von RTS. Eine andere Umfrage zeigte, dass 2017 täglich noch 915‘000 Personen (…). Marc Oran.
Kantonaler Präsident von SRG Waadt und Alt Kantonsrat PdA Waadt.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > No-Billag. Abstimmung. Vorwärts, 2018-02-15.
Ganzer Text
14.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Edito

Edito
No Billag
Volltext
Unsere mediale Vielfalt ist jeden Rappen wert. Die Schweiz braucht für ihren medialen Service public eine öffentliche Finanzierung und keine No Billag-Initiative. Radio und Fernsehen kosten. Doch die Schweizer Medienvielfalt ist jeden Rappen wert, schreibt Nina Fargahi, Chefredaktorin des Schweizer Medienmagazin "Edito" und freie Medienjournalistin . In keinem europäischen Land sind die Gebühren für Radio und Fernsehen so teuer wie in der Schweiz. Das hat Gründe: Die SRG muss laut Verfassung Programme für alle Einwohnerinnen und Einwohner in allen vier Landessprachen bereitstellen. Diese Märkte sind zu klein, um die Programme vor allem über Werbung zu finanzieren. Deshalb braucht die Schweiz für ihren medialen Service public zwingend eine öffentliche Finanzierung und keine No Billag-Initiative. Information und Unterhaltung sind nicht gratis. Gerade Radio und vor allem Fernsehen sind in der Produktion teuer. Besonders Informationssendungen verursachen hohe Kosten. Sie sind sogar in grossen Märkten nur schwer über Werbung zu finanzieren. Beispielsweise ist das Nachtjournal beim kommerziellen deutschen Sender RTL ziemlich boulevardesk und äusserst beliebt - und für RTL trotzdem ein Verlustgeschäft. Dass die Sendung nicht eingestellt wird, liegt wohl an den guten Quoten. Auch in den USA kämpfen die grossen Fernsehkanäle ABC, NBC, CBS mit zu hohen Kosten. Sie mussten allesamt ihre Korrespondentennetze zusammenstreichen. Wie soll das Angebot also "Edito".
SGB, 14.2.2018.
SGB > Edito. No-Billag. SGB, 2018-02-14.
Ganzer Text
06.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
SGB

Abstimmung
No Billag
Volltext
Zeigen Sie Flagge, retten Sie Ihre Lieblingssendung! Fahnenkampagne gegen die No-Billag-Initiative gestartet. Alle haben wir eine Lieblingssendung. Vor der No-Billag-Abstimmung soll nun ein Fahnenmeer die Vielfalt des gebührenfinanzierten Radio und Fernsehens in der Schweiz zeigen. Bringen Sie sich mit der "Tagesschau" oder dem „Echo der Zeit" auf den neuesten Stand? Hören Sie regelmässig einen Radiosender aus Ihrer Region oder schauen Sie jeweils die Fussball-WM auf SRF 2? Dann zeigen Sie Flagge und bestellen Sie jetzt unter meinelieblingssendung.ch die Fahne Ihrer Lieblingssendung oder Ihres Lieblingssenders, hängen Sie sie zu Hause oder am Arbeitsplatz auf und setzen Sie so ein Zeichen gegen die No-Billag-Initiative. Die No-Billag-Initiative, über die wir am 4. März 2018 abstimmen, ist nicht nur eine Gefahr für unsere Demokratie, die freie Meinungsbildung und für unabhängige Information. Wird sie angenommen, stehen auch diverse Sendegefässe der öffentlich-rechtlichen Radio- und TV-Sender (SRF, RTS, RSI, RTR) vor dem Aus, und auch private Radio- und Fernsehstationen werden existenziell gefährdet. Dadurch könnten unzählige Schweizerinnen und Schweizer ihre Lieblingssendungen oder Lieblingssender verlieren, die sie regelmässig, hören, schauen und schätzen. Der im Hinblick auf die No-Billag-Abstimmung gegründete politisch unabhängige Verein für die Rettung meiner Lieblingssendung will dies verhindern: Mit einer nationalen Fahnenkampagne soll sichtbar gemacht werden, wie vielfältig und beliebt das (…).
SGB, 6.2.2018.
SGB > No-Billag. Abstimmung. SGB, 2018-02-06.
Ganzer Text
31.01.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Peyer
Abstimmung
No Billag
Volltext
Nein zum Sendeschluss! No Billag ist ein Angriff auf den Service public. Wir alle haben uns schon über die SBB geärgert. Doch würden wir deshalb die Bahn schlicht abschaffen wollen? Genau das will die No-Billag-Initiative mit der SRG: das Aus für ein vielfältiges Radio- und Fernsehangebot. Und für die Randregionen und Sprachminderheiten schlicht schwarze Bildschirme, stumme Radios. Keine rätoromanischen Sendungen mehr. „Darf man als Bündner für No Billag sein?“, fragte Mathias Braendli, Redaktor der Bündner Online-Zeitung „GRheute“, oder wäre „zurück auf Feld 1 vielleicht die bessere Option als ein staatlich dominiertes Mediensystem“? Meine Antwort: Natürlich darf man auch als Bündner/in für No Billag sein. Allerdings nicht, wenn man weiterhin rätoromanisches Radio hören und Fernsehen schauen will. Denn: nach einem allfälligen Ja zur No-Billag-Initiative wird es kein Feld 1 mehr geben. Leitplanken zum Schutz der Minderheiten. Kern von No Billag ist nicht nur die Abschaffung der Gebührenfinanzierung von Radio- und TV-Angeboten. No Billag will schlicht die Leitplanken des Service-public-Medienangebots kappen. „Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung bei. Sie berücksichtigen die Besonderheiten des Landes und die Bedürfnisse der Kantone. Sie stellen die Ereignisse sachgerecht dar und bringen die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck.“ So steht es heute in Absatz 2 des Artikels 93 der Bundesverfassung. Werden diese Leitplanken gestrichen, (…). Peter Peyer. 
SEV, 31.1.2018.
Personen > Peyer Peter. No-Billag. SEV, 2018-01-31.
Ganzer Text
18.01.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Susan Boos
Abstimmung
No Billag
Volltext
No-Billag-Argumentarium. Verführerisch und hochgiftig. Das Argumentarium der No-Billag-Initianten besteht aus einem giftigen Gebräu von Reizwörtern, das jede und jeden direkt anspricht. Eine Zerpflückung. Im Kern transportieren die Urheber der No-Billag-Initiative folgende Botschaft: Das Schweizer Radio und Fernsehen knechtet euch! Frech werden Begriffe verdreht und neu besetzt. Dadurch verschieben sich in der öffentlichen Debatte Wahrnehmungen zu solchen, die bleiben, selbst wenn die Initiative gebodigt wird. Es lohnt sich, das anhand zentraler Schlagwörter im Detail anzuschauen. Selbstbestimmung. „Jeder weiss selbst am besten, wie er sein hart erarbeitetes Geld verwenden möchte. Indem allen eine Radio- und Fernsehgebühr von jährlich über 450 Franken aufgezwungen wird, nimmt man den Menschen das Recht auf Selbstbestimmung und raubt ihnen damit Lebensqualität.“ Aus dem Argumentarium der No-Billag-Initiative. In den zwei Sätzen steckt eine krude Botschaft: Befreit euch endlich, und ihr bekommt dafür 450 Franken. So redet man Menschen zurecht. Das Versprechen wirkt wie der pawlowsche Reflex: Der Hund bekommt ein Würstchen, gleichzeitig läutet ein Glöckchen. Zwei-, dreimal wiederholt, wird der Hund zu sabbern beginnen, sobald er das Glöckchen hört, auch wenn es längst keine Wurst mehr gibt. Der Gedanke wird festgezurrt: Die Befreiung von der Knechtschaft wird mit 450 Franken belohnt. Das ist gefährliche Polemik jenseits der Fakten. Die Wahrheit jedoch dringt kaum mehr durch, weil nüchterne Argumente (…). Susan Boos.
WOZ, 18.1.2018.
Personen > Boos Susan. No-Billag. Argumentarium. WOZ, 2018-01-18.
Ganzer Text
09.01.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
No Billag
Parolen
Volltext
Unser Radio und Fernsehen zerschlagen? Gewerkschaftliches Plädoyer für ein Nein zu No Billag. Am 4. März 2018 stimmen wir über die Initiative No Billag ab. Dabei geht es nicht einfach um die Frage, ob wir künftig noch Radio- und Fernsehgebühren bezahlen. Es geht um viel mehr. Auch für die Arbeitnehmenden. Es geht um Radio- und Fernsehprogramme denen man trauen kann, und die sich nicht einzig am Profit oder an den Interessen einer Partei und einzelner Gesellschaftsgruppen ausrichten. Es ist ein trüber Dienstagmorgen, als Novartis am 25. Oktober 2011 die Bombe platzen lässt: 2000 Stellen will der Pharmamulti streichen, 320 davon im waadtländischen Prangins. Ohne Not. Der Unmut ist gross. Nicht nur bei den direkt Betroffenen. Auch Bundesrat, Kantonsregierung und -parlament reagieren, die Medien berichten. Breiteste Bevölkerungskreise unterstützen den Kampf der Belegschaft und der Gewerkschaften. Mit Erfolg. 14'000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Szenenwechsel. März 2017: 120 Angestellte von SRG und privaten Radio- und TV-Sendern diskutieren am Kongress ihrer Gewerkschaft SSM über No Billag. Die Stimmung ist angespannt. Denn die Radio- und Fernsehprofis wissen: Sollte die Initiative angenommen werden, stehen ihre Arbeitsplätze auf dem Spiel. 7000 direkt, 6500 bei Zulieferfirmen und freien Mitarbeitenden. Denn ohne Gebühren brechen ihren Arbeitgebern die Hälfte (Privatsender) oder (…).
Thomas Zimmermann, Leiter Kommunikation SGB.
SGB, 8.1.2018.
Personen > Zimmermann Thomas. No Billag. SGB, 2018-01-08.
Ganzer Text
19.12.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Philipp Cueni
Abstimmung
No Billag
Volltext
No Billag hat Auswirkungen auf die ganze Medienbranche. „Aus” für die SRG und „Aus” für die gebührenfinanzierten privaten Radio- und TV-Stationen – das wären die direkten Folgen, falls No Billag angenommen wird. Aber: welches sind die möglichen Auswirkungen dieses Szenarios auf die Arbeitssituation der Medienschaffenden und die Medienbranche insgesamt in der Schweiz? Mit „No Billag” würden 6’800 Arbeitsplätze direkt zerstört bei der SRG und den gebührenfinanzierten privaten Radio- und TV-Stationen. Davon abhängig würden indirekt weitere mindestens 6’700 Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft vernichtet, es geht dabei vor allem um Auftragsnehmer, Zulieferer und Geschäftspartner von SRG und Co. Insgesamt rechnet eine Studie der „BAK Basel” mit einem Arbeitsplatzverlust von mindestens 13’500 Vollstellen. Diese bieten heute für geschätzte 17’000 – 20’000 Mitarbeitende eine Beschäftigung. Weil mit einem „Aus” für die SRG auch 40 Millionen Franken, welche die SRG heute zum Schweizer Film beisteuert, verloren gehen, würde auch etwa ein Drittel der Arbeitsplätze im Filmbereich zerstört. Diese massive Schrumpfung des Mediensektors wird vermutlich die Medienbranche insgesamt strukturell schwächen und noch mehr zu einer wirtschaftlichen Nische degradieren. Es besteht die Gefahr, dass die Medienwirtschaft unter eine kritische Grösse fällt, welche für eine gesunde Branche insgesamt nötig ist. Oder kann der private Sektor diesen Produktionsbereich ersetzen, welcher mit der Abschaffung der (…). Philipp Cueni.
SSM, 19.12.2017.
Personen > Cueni Philipp. No-Billag. SSM, 2017-12-19.
Ganzer Text
15.11.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Parolen
Volltext
Parolen zu den eidg. Abstimmungen vom 4. März 2018: Nein zur No Billag-Initiative und Ja zur neuen Finanzordnung. Anlässlich seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, einstimmig die Nein-Parole zur No Billag-Initiative und die Ja-Parole zur neuen Finanzordnung beschlossen. Die No Billag-Initiative setzt dem audiovisuellen Service public de facto ein Ende, indem sie die Gebühren abschafft und jegliche Subventionierung der Radio- und Fernsehkanäle verbietet. Nicht nur die SRG würde damit schwer getroffen, sondern auch zahlreiche lokale und regionale Privatsender, die massgeblich auf die Gebühren angewiesen sind. Das würde die sprachliche und kulturelle Vielfalt und die Demokratie erheblich schwächen. Die Abschaffung der Gebühren hätte eine Schrumpfung des Informationsangebots und der für die Meinungsbildung nötigen Debatten zur Folge. Die Information würde vor allem von privaten Interessen gesteuert. Die Arbeitnehmenden gehörten auch zu den Leidtragenden, da die Themen, die sie direkt angehen, bei einem Wegfall des audiovisuellen Service public weniger zur Sprache kämen oder nur einseitig beleuchtet würden. Die Annahme der No Billag-Initiative würde die SRG ihrer wichtigsten Einnahmequelle berauben und es ist nicht vorstellbar, wie sie die Ausfälle mit anderen Finanzierungsquellen auffangen könnte. Es ist deshalb zu befürchten, dass es bei der SRG, aber auch bei den lokalen und regionalen Privatsendern zu einem massiven Stellenabbau käme. (…).
Travail.Suisse, 15.11.2017.
Travail.Suisse > Abstimmungen 4.3.2018. Parolen. Travail.Suisse, 2017-11-15.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden