Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Person > Hedi Schaller
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 21

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.01.1981 Bern
Lausanne
Schweiz
Bildungsausschuss
Gewerkschaften
Personen
SABZ
Vasco Pedrina
Hedi Schaller
Bildung
Erwachsenenbildung
Volltext
Weiterbildung

Gewerkschaftliche Bildungsarbeit in der Westschweiz. Ein paar Zahlen über die welsche Arbeiterschaft
Im Jahre 1975 zählten die Westschweizer Kantone (damals noch ohne den Jura) 1,43 Mill. Einwohner, oder 22,3% der gesamten schweizerischen Wohnbevölkerung. Laut eidgenössischer Betriebszählung von 1975 belief sich die Zahl der Erwerbstätigen auf 550‘000 Personen, was einem Anteil von 21,9% der in der Schweiz Beschäftigten entspricht. In den Sektoren Industrie, Gewerbe und Handel betrug ihr Anteil 18%, im Hoch- und Tiefbau 22%, in der Energiewirtschaft 30% und in den Dienstleistungsberufen 24%. Wenn man diese Zahlen miteinander vergleicht, stellt man sofort fest, dass in der Westschweiz der Sektor Industrie, Gewerbe und Handel relativ untervertreten ist. (...). Vasco Pedrina/Hedi Schaller

Bildungsarbeit. Mitteilungsblatt der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale. 52. Jg., Nr. 2/1981.

Pedrina Vasco. Gewerkschaftliche Bildungsarbeit. 1981.pdf

01.12.1979 Bern
Bildungsarbeit
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
SABZ
Fritz Hug
Bruno Muralt
Ernst Reinhard
Hedi Schaller
Anna Siemsen
Bibliothek
Literatur
Volltext
Weiterbildung

Ein kleines Jubiläum. 50 Jahre „Bildungsarbeit“. Unsere kleine Zeitschrift „Bildungsarbeit“ ist 50 Jahre alt geworden. Streng genommen ist sie zwar ein paar Jahre älter, denn bereits in den Jahren 1919 bis 1926 gab die SABZ unter dem Namen „Sozialistische Bildungsarbeit“ eine eigene Zeitschrift heraus. Mit recht hoch gesteckten Zielen, hoffte man doch, mit ihr Wissen und Information unter die Arbeiterschaft bringen zu können, indem man das achtseitige, in der Regel jeden Monat einmal erscheinende Blatt der Arbeiterillustrierten „Der Aufstieg» beilegte. Wenn wir in ihren ersten Ausgaben blättern, so staunen wir ob dem guten Willen und dem Idealismus ihrer Herausgeber. Der eben zu Ende gegangene Weltkrieg und der Generalstreik vom November 1918 hatten die Arbeiterschaft hart erschüttert. Ihre Organisationen mussten bei uns in der Schweiz wie auch in den umliegenden Ländern gestärkt und zum Teil neu aufgebaut werden. Den führenden Kadern war dabei klar geworden, welch wichtige Rolle in diesem Aufbau der Bewusstseinsbildung innerhalb der Arbeiterschaft zukam. (...). Hedi Schaller.

Bildungsarbeit. Mitteilungsblatt der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale. 50. Jg., Nr. 6/1979.
SABZ > Bildungsarbeit. 1919.doc.

Ganzer Text

01.03.1976 Burgdorf
Arbeiterbewegung
Bildungsarbeit
Personen
Arnold Kramer
Hedi Schaller
Nachruf
Volltext
Arnold Kramer gest. Kurz vor Weihnachten hat uns die traurige Nachricht vom Tode unseres Kollegen Arnold Kramer aus Burgdorf erreicht. Die regelmässigen Besucher der SABZ-Bibliothekarkurse werden ob dieser Botschaft ebenso erschüttert sein wie wir, denn es gab kaum eine Bibliothekarentagung, an welcher Arnold Kramer nicht teilgenommen hat. Ich weiss nicht genau, wie manches Jahr Arnold Kramer das Amt eines Arbeiterbibliothekars ausgeübt hat. Es dürften aber über 30 Jahre sein, denn in seinen jüngeren Jahren wirkte er bereits in Ostermundigen mit und übernahm mit seiner Übersiedlung nach Burgdorf die Leitung der dortigen Arbeiterbibliothek. Unzählige Stunden sind es, die er allein oder mit Helfern dem Buch und seiner Verbreitung gewidmet hat, sei es in der Ausleihe, oder, was seine Leser ja kaum sahen, die freien Abende und seit seiner Pensionierung die vielen Tage, die er mit den verschiedensten Arbeiten in der Bibliothek verbrachte. Er hat es in seiner zähen Berner Beharrlichkeit auch fertiggebracht, immer wieder Geld für „seine“ Bibliothek zum Fliessen zu bringen. Als die Stadt den total verfaulten Holzboden Im Bibliothekraum durch einen Betonunterlagsboden ersetzen liess, galt es, die rund 3000 Bücher zu zügeln, die Regale ab- und wieder aufzumontieren und, um Geld zu sparen, die Wände selber zu streichen. Als die Bibliothek wieder hätte eröffnet werden können, richtete im Sommer 1975 das Hochwasser grosse Schäden an den Büchern an, die zu beheben es wiederum eines grossen Einsatzes bedurfte. Im Oktober 1975 (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Nr. 2, 1976.
Personen > Kramer Arnold. Nachruf Hedi Schaller. Bildungsarbeit, Nr. 2,1976.
Ganzer Text
01.01.1975 Schweiz
Berufe
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Filme
Heimposamenter
Volltext
„Die letzten Heimposamenter“. Der wohl beste in der Schweiz bisher gedrehte „Arbeiterfilm“ nun auch im 16-mm-Verleih der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale erhältlich. Ein Film, der wie selten einer zum Denken und Nachdenken aufrüttelt und über den man reden sollte. Es ist wohl der echteste „Arbeiterfllm“, der bisher in der Schweiz gedreht wurde. Er würde es verdienen, in allen Gewerkschafts- und Parteigruppen wie auch in ihren Jugendorganisationen gezeigt und diskutiert zu werden. Orte der Handlung: Baselland : Wohn-, respektive Arbeitsstuben der letzten Seidenband-Heimhandweber - Fabrikräume und -büros der Seidenbandfabrikanten. Darsteller: Alte Arbeiter und Arbeiterinnen, die heute noch als Heimposamenter tätig sind, Seidenbandfabrikanten, ein Kontrolleur und ein Gewerkschaftssekretär. Inhalt: Arbeiter und Arbeiterinnen erzählen von ihrer Arbeit, wie sie als Kind schon Spulen gerollt, als Jugendliche das Weben gelernt haben und zeit ihres Lebens diesem heute aussterbenden Handwerk treu geblieben sind. Sie berichten, wie es früher war, als man aus fast jedem Haus den Webstuhl klappern hören konnte, wie es heute ist, wo sie als die letzten noch Übriggebliebenen mit dem Posamenten einen kleinen Zustupf zu ihrer AHV-Rente verdienen (Fr. 1.50 in der Stunde!). Sie erzählen von ihren kleinen Freuden - grosse gab und gibt es für sie ja kaum, die stets zu einem Leben im Schatten des Wohlstandes (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Nr. 1, 1975.
Bildungsarbeiter > Heimposamenter. Filmbesprechung. Bildungsarbeit, Nr. 1, 1975.
Ganzer Text
01.09.1974 Schweiz
Bildungsarbeit
Frauen
Personen
Thomas Held
Hedi Schaller
Frauen
Volltext
Stellung der Frau „durchleuchtet“. Thomas Held/Rene Levy: Die Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft. Eine soziologische Analyse am Beispiel der Schweiz. (Verlag Huber, Frauenfeld und Stuttgart, 1974, 378 Seiten, Fr. 28.-.) Diese von der Nationalen Schweizerischen Unesco-Kommission in Auftrag gegebene soziologische Untersuchung geht auf ein Postulat von Nationalrat Hermann Leuenberger (soz.) zurück. Es hat lediglich etwas lange gedauert, bis die Umfrage hat durchgeführt, zu einem abschliessenden Bericht verarbeitet und schliesslich gedruckt werden können. Seit einiger Zeit liegt er nun vor, dieser von vielen zitierte, von einigen heftig kritisierte, aber ziemlich sicher nur von wenigen wirklich gelesene Bericht. Leider ist er auch schwer lesbar: 378 Seiten in zu kleiner Schreibmaschinenschrift. Die Unesco hat zwar eine Kurzfassung erstellen lassen, die aber aus sprachlichen Gründen („Soziologen-Chinesisch“) noch weniger lesbar ist. So bleibt doch nur der grosse, umfassende Bericht. Auch ich konnte ihn noch nicht gründlich genug lesen. Ich glaube aber, dass wer immer sich in unserem Lande mit den Fragen um die Stellung der Frau zu befassen hat, diesen Bericht als Nachschlagewerk besitzen muss. Also auch aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und politisch Tätige. Für all jene, die sich seit Jahren ernsthaft um die Gleichstellung der Frau mit dem Mann befassen, enthält der Bericht an sich nichts grundsätzlich Neues. Sie erhalten mit ihm aber doch endlich einmal all das, (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 5, September 1974.
Personen > Schaller Hedi. Frauen. Thomas Held.
Ganzer Text
01.07.1974 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Bildungsarbeit
Erziehung
Volltext
Wie wir leben lernen. Im Jahre 1972 hat die Unesco unter dem Titel „Apprendre à etre“ einen umfassenden Bericht über Ziele und Zukunft unserer Erziehungsprogramme und damit Grundlagen eines Weltbildungsplanes herausgegeben. Dieser Bericht liegt nun unter dem Titel „Wie wir leben lernen“ auch in deutscher Sprache vor1. Diese anregend und flüssig geschriebene Schrift wendet sich nicht etwa blass an Fachleute, sondern auch an alle jene, die sich in irgendeiner Form mit Bildungsfragen und Bildungspolitik zu befassen haben. Fachleute streiten sich zwar über ihren Wert, sind sich aber darin einig, dass die von den Autoren anvisierte weltweite Reaktion und als Folge davon ein weltweites Handeln ausgelöst werden sollte, damit das Recht auf Bildung nicht bloss ein auf dem Papier stehendes Menschenrecht bleibe. In der Einleitung zu diesem Buch steht: „Allzu lange waren Erziehung und Ausbildung allein dazu bestimmt, Werte, Wissen und Techniken von einer Generation zur nächsten weiterzugeben. Der Staat garantierte den Schutz der bestehenden Gesellschaftsordnung, in der die Erzogenen ihre Rollen übernahmen. Die Horizonte der offiziellen Bildungspolitik endeten konsequenterweise an den Staatsgrenzen. Doch die alten Ordnungen haben sich aufgelöst; die Einsicht in die Notwendigkeit pädagogischer und sozialer Reformen und die Notwendigkeit der Einsicht in die Verklammerung des Schicksals aller Menschen und der politisch-ökonomischen Systeme drängen zu neuen weltweiten Initiativen, in denen sich Anstrengungen aller Nationen sinnvoll verbinden müssen. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 4, Juli 1974.
Personen > Schaller Hedi. Erziehung. Bildungsarbeit, Heft 4, Juli 1974.
Ganzer Text
01.03.1974 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Erwachsenenbildung
Volltext
Für eine Strategie der „lebenslangen Bildung“. 1970, d.h. zum Anlass des internationalen Jahres der Bildung, hat die Unesco in ihrer Publikationsreihe auch eine Schrift von Paul Lengrand „Introduction ä I'education permanente“ (Einführung in die lebenslange Bildung) veröffentlicht. Paul Lengrand, ein weltweit bekannter Theoretiker und Praktiker auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung, hat sowohl als Mitglied des Unesco-Generalsekretariates als auch auf Grund persönlicher Forschungen Wesentliches für die Formulierung von Thesen zur Erwachsenenbildung beigetragen. Seine eben erwähnte Schnitt ist anregend und geistvoll geschrieben; sie visiert ein optimistisches, idealistisches Zukunftsbild an, wo die éducation permanente so selbstverständlich als nur irgendetwas geworden ist. Obschon bis zur Verwirklichung dieser Vision noch viele Widerstände und Vorurteile wegzuräumen sind, glauben wir doch, dass Lengrands Schlussfolgerungen und sein sich daraus ergebender Forderungskatalog gerade auch bei uns Beachtung finden sollten. Unser Land wird es sich auf die Dauer nicht leisten wollen, all die auf dem Gebiete der lebenslangen Bildung sich stellenden Probleme als nebensächlich zur Seite zu schieben. Wir veröffentlichen daher nachstehend, von uns gekürzt und aus dem Französischen übersetzt, Lengrands Vorschläge für eine Strategie der „éducation permanente“. Prinzipien der éducation permanente: (…). Hedi Schaller, Bearbeitung und Uebersetzung.
Bildungsarbeit, Heft 2, März 1974.
Bildungsarbeit > Erwachsenenbildung. Paul Lengrand. Bildungsarbeit, März 1974.
Ganzer Text
01.01.1974 Schweiz
Arbeiterliteratur
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Arbeiterlieder
Arbeiterliteratur
Volltext
Die Welt des Arbeiters wird literaturwürdig. In letzter Zeit tauchen in verschiedenen Verlagen Taschenbuchreihen auf, die in der Flut der Neuerscheinungen nicht einfach untergehen sollten. Neu an diesen Taschenbüchern ist, dass sie entweder die Welt des heutigen Arbeiters mit dem Mittel der Sprache gestalten oder Probleme von Randgruppen unserer Gesellschaft ins Gespräch bringen wollen, die bisher mehr oder weniger im Schatten der Publizität lebten. (…). Auf die bei der Lenos Presse herauskommende belletristische Reihe „Litprint“ haben wir bereits mehrmals hingewiesen. Unter dem Sammeltitel Politprint will der Verlag nun auch politische Sachbücher, Berichte und Analysen herausbringen. In „Das Geschäft mit den vier Wänden“ packt der in der DDR lebende Schweizer Jean Villain ein überaus heisses Eisen an, indem er die Gründe und Hintergründe untersucht, die zur spätkapitalistischen Wohnungskrise führen. So u.a. Weshalb Zürichs Verkehrsprobleme unlösbar sind/Grüne Witwen - grüne Kinder/Die Ohnmacht der Mächtigen/Auto als Zwangskonsumgut/Wohnung als Ware/Die Legende von den teuren Löhnen/Satellitenstadt als Repressionsinstrument/Das Sterben der Cities. Auch wenn der Verfasser seine Vorwürfe an die freie Wirtschaft und ihren verfahrenen Wohnungs- und Städtebau da und dort etwas überspitzt formuliert, so sollte dieses Bändchen doch nicht bloss zum Widerspruch, sondern auch zur Diskussion und zum Handeln reizen, (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1974.
Bildungsarbeit > Arbeiterliteratur. Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1974.
Ganzer Text
01.11.1970 Schweiz
Bildungsarbeit
Frauen
Personen
Hedi Schaller
Frauen
Volltext
Das Frauenbild in den Schullesebüchern. Wie das Bild der Frau, d.h. wie ihr Wesen, ihre Stellung in der heutigen Gesellschaft und ihre Aufgaben in den schweizerischen Schullesebüchern dargestellt wird, wissen wir nicht. Wohl in jedem unserer 25 Kantone etwas anders. Bestimmt aber kaum viel besser als im westdeutschen Bundesland Hessen. Dort wurde nämlich kürzlich eine Untersuchung der derzeitigen Lesebücher für den Deutschunterricht in den Volksschulen durchgeführt. Diese Untersuchung kommt zum an sich erfreulichen Schluss, dass Hessens Lesebücher inhaltlich und literarisch einen deutlichen Fortschritt gegenüber den alten Ausgaben zeigen. Viele Texte sind wirklichkeitsnäher und sachbezogener als bisher, einige Gebiete (Bauerntum, Vaterland, Kunst) wurden des falschen Pathos und der Romantik entkleidet. Eigenartig - oder vielleicht symptomatisch? - ist indessen die Feststellung: Je besser und sachgerechter die untersuchten Bücher sind, desto weniger beschäftigen sie sich mit Frauen. Untersucht wurden 4031 Lesestücke. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1970.
Bildungsarbeit > Frauen. Frauenbild. Hedi Schaller. Bildungsarbeit, Nov. 1970.
Ganzer Text
01.07.1970 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Bruno Muralt
Hedi Schaller
Volltext
Weiterbildung
Schindluderei im Fernunterricht. In den letzten Jahren sind Fernunterrichts-Institute wie Pilze aus dem Boden geschossen. Fernunterricht ist längst ein gutes Geschäft geworden. Das braucht nicht unbedingt verwerflich zu sein. Mindestens so lange nicht, als dieser Fernunterricht hält, was er verspricht und zu anständigen Bedingungen angeboten wird. Gerade dies aber scheint allzuoft nicht der Fall zu sein. In der letzten Zeit mehren sich die Berichte über skandalöse Ausbeutung und Irreführung ahnungsloser Bildungswilliger. So liess sich jüngst die „Züricher AZ“ aus Bonn berichten: Eine Fernschule hatte 1961 tausend Schüler angeworben. Ihnen war versprochen worden, sie würden den Lehrgang mit dem Abitur (Maturitätszeugnis) abschliessen. Untersuchungen haben jetzt ergeben, dass von den 1000 Fernschülern nur 30 dieses Ziel wirklich erreicht haben. Das sind bloss 3 Prozent! (…). Nachschrift von Hedi Schaller. Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, Heft 4, Juli 1970.
Bildungsarbeit > Weiterbildung. Fernkurse. Bildungsarbeit, Juli 1970.
Ganzer Text
01.11.1969 Schweiz
Bildungsarbeit
Literatur
Personen
Hedi Schaller
Literatur
Volltext
Zensur
Das Buch - eine Macht. Die Sprache ist es, durch die der Mensch sich grundsätzlich vom Tier unterscheidet. Doch, wo wäre der Mensch geblieben, wenn er sich zur Sprache nicht auch noch die Schrift geschaffen hätte? Erst als er anfing, sich von der Magie des Bildes zu lösen und seine Gedanken und Gefühle, seine Erfahrungen und sein Wissen mit Hilfe von Buchstaben festzuhalten, erst von diesem Zeitpunkt an begann der Mensch, ein historisches Wesen zu werden. Der Buchstabe - mit ihm das geschriebene Wort und das Buch - wurde eine Macht, über die wir uns viel zu wenig Rechenschaft geben. Halten wir uns doch einmal vor Augen, welche Bedeutung das geschriebene Wort für die Menschheit seit der Erfindung der Schriftzeichen hatte und nach wie vor haben wird. Es ist doch so, wie der österreichische Dichter Stefan Zweig geschrieben hat. „Die Worte, die vor einem auf dem Papier stehen, entführen den Leser, kaum dass er es merkt, in eine andere Welt, die sich mit jedem Wort, mit jedem Satz deutlicher einstellt.“ Undenkbar, denn nur durch das Lesen kann der Mensch mit der Welt des Geistes in Verbindung treten. Als Träger von Ideen vermag das Buch aber auch die Welt zu verändern. Es hat sie auch verändert. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1969.
Personen > Schaller Hedi. Literatur. Zensur. Bildungsarbeit, Nov. 1969.
Ganzer Text
01.05.1969 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Information
Manipulation
Volltext
Der Mensch von heute in der Welt der Information. Der „vorindustrielle“ Mensch. Bis zum Aufkommen der Industrie und - als eine ihrer Folgen - der Entwicklung und Verbreitung der modernen Massenkommunikationsmittel lebte der Mensch mehr oder weniger abgeschlossen in seiner kleinen Umwelt. Diese bestand einerseits aus seiner Arbeit als Bauer, Handwerker oder Kaufmann und anderseits aus seiner Familie, seinen Nachbarn, Freunden oder Feinden. Diese Umwelt war verhältnismassig klein, auf jeden Fall leicht überschaubar. Aeussere Einflüsse drangen nur langsam in sie ein und vermochten sie nur unbedeutend zu verändern. So erlebte der Mensch denn diese seine Umwelt sehend, hörend und handelnd. Das technische Zeitalter hat diese Situation grundlegend geändert. Ob bewusst oder unbewusst, leben wir modernen Menschen in zwei durchaus verschiedenen Welten. Eine davon, unsere unmittelbare (kleine) Umwelt, ist zwar durch das moderne Zeitalter etwas grösser geworden, unterscheidet sich aber im wesentlichen doch nur rein äusserlich von der Umwelt des vorindustriellen Menschen. Was sich einschneidend geändert hat, ist das Eindringen der zweiten Umwelt: der Umwelt, die uns durch andere Menschen und durch technische Einrichtungen erschlossen wird. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 3, Mai 1969.
Personen > Schaller Hedi. Information. Manipulation. Bildungsarbeit, Mai 1969.
Ganzer Text
01.01.1969 USA
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Upton Sinclair
Nachruf
Todesfall
Volltext
Upton Sinclair gestorben. Im hohen Alter von 90 Jahren ist im November des letzten Jahres der amerikanische Schriftsteller und Pulitzer-Preisträger Upton Sinclair gestorben. Mit ihm hat ein tapferes Herz zu schlagen aufgehört. Selber mitten zwischen die kämpfenden Klassen gestellt, hat der aus einer einst angesehenen englischen Kapitänsfamilie stammende Upton Sinclair von Anfang an die Seite der Unterdrückten gewählt. Sein Vater handelte mit Whisky, sank von immer schlechteren Stellungen zur Arbeitslosigkeit und suchte seinen Trost, wie so viele andere Entgleiste und Erfolglose, bei „König Alkohol“. Upton Sinclair kostete daher von seiner frühesten Jugend an das Elend der Besitzlosen und Entrechteten und musste früh auf eigenen Beinen stehen. Freilich hätte er einen leichteren Weg einschlagen können, denn reiche Verwandte wären bereit gewesen, den aufgeweckten Jungen zu sich zu nehmen und auf ihre Kosten ausbilden zu lassen. Doch war es Trotz oder ein ererbtes Unabhängigkeitsbedürfnis, das ihn das Angebot ablehnen ließ? Vierzehnjährig schrieb er sich im New-Yorker City-College ein und erwarb sich in vier Jahren einen akademischen Grad. (…).
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1969.
Personen > Sinclair Upton. Werke. Bildungsarbeit, Januar 1969.
Ganzer Text
01.07.1968 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
SABZ
Hedi Schaller
Jahresbericht
SABZ
Volltext
Was hat die SABZ im letzten Jahr getan? Aus dem Tätigkeitsbericht der SABZ. ach wie vor ist wohl die wichtigste Aufgabe der SABZ, den Gewerkschaften bei der Ausbildung ihrer Kader zu helfen. Deshalb führt sie jedes Jahr vier Wochenkurse für gewerkschaftliche Vertrauensleute durch. Seit etwa drei Jahren hat sie die Programme dieser Kurse etwas umgestaltet. Während früher Themen aus verschiedenen Gebieten, also gewissermassen „für jeden Geschmack etwas“, geboten wurde, lässt sie nun an jedem Kurs einen ganz bestimmten Themenkreis behandeln. Mit dieser programmlichen Straffung verfolgt sie die Absicht, den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, nach und nach jeden dieser Kurse zu besuchen und so praktisch einen gewerkschaftlichen Grundschulungskurs zu absolvieren. Jeder Kurs ist in sich abgeschlossen, so dass der Teilnehmer an keine bestimmte Reihenfolge gebunden ist. Zurzeit handelt es sich um folgende fünf Kurstypen: (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 4, Juli 1968.
SABZ > Jahresbericht 1967. Bildungsarbeit, Heft 4, Juli 1968.
Ganzer Text
01.05.1968 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Maxim Gorki
Hedi Schaller
Biografien
Volltext
Zum 100. Geburtstag von Maxim Gorki. Eigentlich hiess der am 28. März 1868 als Sohn eines armen Kleinbürgers in Russland geborene Dichter Alexey Maximowitsch Peschkow. Gorki, zu Deutsch der Bittere, nannte er sich, als er zu schreiben begann. Nicht zufällig, denn wie wohl selten ein anderer Dichter hat er am eigenen Leib und an der eigenen Seele erlebt, was Not und Hunger bedeuten, wie tief sich Erniedrigung und Demütigung in die Seele graben. Nach dem frühen Tod seiner Eltern musste der erst neun Jahre alte Knabe selber sein Brot verdienen. Mit elf Jahren verliess er die Schule, um in allen nur möglichen Berufen sein kümmerliches Dasein zu fristen. Als Schusterlehrling, Hausierer, Handlanger bei einem Maler von Heiligenbildern, Tellerwäscher, auf einem Wolgaschiff für Sträflingstransporte, als Hafenarbeiter, Lumpensammler, Schreibergehilfe, Obsthändler, Nachtwächter, Bäckergeselle, Bahnwärter, Lastenträger, Vogelsteller. Dabei lernte er seine russische Heimat und ihre Menschen kennen, und sein unbezähmbarer Lese- und Lernhunger machten sein Leben noch abenteuerlicher und verworrener. Schon früh begann er selber zu schreiben. Seine Motive wählte er aus dem Leben, das er selber führte: das Leben der Ärmsten und Heimatlosen. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 3, Mai 1968,
Personen > Gorki Maxim. Biographie. Rundschau, Mai 1968.
Ganzer Text
01.01.1968 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
SABZ
Hedi Schaller
Filme
Volltext
Die aktuelle Filmecke. Neues vom Filmdienst der SABZ. Wiederum ist unser Angebot an 16-mm-Filmen um einige, zum Teil sehr bedeutende Titel angewachsen, nämlich um 17 abendfüllende Spiel- und 30 Kurzfilme. Unter den Spielfilmen finden wir gleich mehrere in ihrer Gestaltung und in ihrer Aussage weit über den Durchschnitt hinausragende Streifen. Ich denke da vor allem an den Film aus der jüngeren deutschen Produktion: (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1968.
Personen > Schaller Hedi. Filmdienst. Bildungsarbeit, Januar 1968.
Ganzer Text
01.01.1968 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
SABZ
Hedi Schaller
Filme
Volltext
Die aktuelle Filmecke. Neues vom Filmdienst der SABZ. Wiederum ist unser Angebot an 16-mm-Filmen um einige, zum Teil sehr bedeutende Titel angewachsen, nämlich um 17 abendfüllende Spiel- und 30 Kurzfilme. Unter den Spielfilmen finden wir gleich mehrere in ihrer Gestaltung und in ihrer Aussage weit über den Durchschnitt hinausragende Streifen. Ich denke da vor allem an den Film aus der jüngeren deutschen Produktion: (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1968.
Personen > Schaller Hedi. Filmdienst. Bildungsarbeit, Januar 1968.
Ganzer Text
01.11.1967 Schweiz
Bildung
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Bibliothek
Volltext
Die öffentliche Bibliothek in einer sich wandelnden Welt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben Technik und Wissenschaft das Weltbild so unheimlich rasch verändert, wie in den letzten Jahren. Das Wissen, das wir uns einst in der Schule erworben haben, genügt je länger je weniger, um „mitzukommen“. Es ist weitgehend überholt, veraltet. Es dürfte der Schule auch in Zukunft immer weniger gelingen, in ihrer Wissensvermittlung Schritt zu halten mit der Zeit. Was sie heute an Wissen vermittelt, wird - etwas krass ausgedrückt - oft schon morgen von einer neuen Wirklichkeit überholt sein. Wie erschreckend wahr diese Tatsache ist, beweist eine in Amerika durchgeführte Untersuchung, wonach ausgebildete Ingenieure in den USA „eine berufliche Halb-Lebenserwartung von etwa zehn Jahren haben. Die Hälfte von dem, was sie 1963 gelernt haben, wird 1973 überholt sein, und nur die Hälfte von dem, was sie dann wissen müssen, war 1963 für sie verfügbar“ (Georg Palcczi-Horwath in „Rebellion der Tatsachen“). Das bedeutet also, dass in diesem hochqualifizierten Beruf allein in zehn Jahren ungeheuer viel Neues an Wissen hinzukommt. Daraus ergibt sich gleichzeitig, dass der Begriff des „Ausgelernthabens“ zu einer völligen Illusion wird, und zwar für praktisch alle Berufe. Bereits die nächste Zukunft scheint daher unserer Industriegesellschaft drei wichtige Aufgaben zu stellen: (…). Hedi Schaller
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1967.
Personen > Schaller Hedi. Bibliotheken. Bildung. Bildungsarbeit, November 1967.
Ganzer Text
01.01.1967 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
SABZ
Hedi Schaller
Filme
Volltext
Die aktuelle Filmecke. Was gibt es Neues beim Filmdienst der SABZ? Eine ganze Menge. So zum Beispiel nach vierjährigem Unterbruch wieder einmal einen vollständig überarbeiteten Schmalfilmkatalog mit 140 abendfüllenden Spiel- und 442 Kurzfilmen, gegliedert nach Stoff- und somit Interessengebieten, Beim Katalog der SABZ handelt es sich um ein Auswahlverzeichnis aus dem gegenwärtig vorhandenen Schmalfilmangebot unseres Landes. Er enthält ohne Ausnahme nur solche Filme, welche die SABZ besichtigt und auf ihre Eignung hin geprüft hat. Wer immer mit dem 16-mm-Film arbeitet, sei es in der Jugendgruppe, zur Belebung von Versammlungen, zur Veranschaulichung eines Vortrages oder in der eigentlichen Filmschulung, findet in diesem Katalog eingehend Auskunft über geeignete Filme. Jeder Film wird ausführlich besprochen und bewertet, meistens wird auch angedeutet, für welche Art Publikum er sich eignen dürfte. Der 164 Seiten zählende Katalog kann zum Preise von 5 Fr. bei der SABZ, Monbijoustrasse 61, 3000 Bern, bezogen werden. Neue Schmalfilme. Es würde zu weit führen, hier alle 17 abendfüllenden Spiel- und rund 30 Kurzfilme vorzustellen, welche auf diese Saison hin neu erhältlich sind. Die bedeutendsten aber seien erwähnt: (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1967.
Personen > Schaller Hedi. Filmdienst. Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1967.
Ganzer Text
01.01.1960 Schweiz
Bildungsarbeit
Frauen
Personen
Hedi Schaller
Bildungsausschuss
Gleichstellung
Volltext
Nachdenkliches am Verhandlungstisch. Da sitze ich, einzige Frau, aus meiner Berufsarbeit herausgerissen am „grünen Tisch“, zusammen mit zweimal einem Dutzend Unternehmer- und Gewerkschaftsvertretern, um einen kantonalen Gesetzesentwurf vorzuberaten. Wohl habe ich mich vorher, so gut mir das möglich war, in die Materie vertieft, Gesetzestexte gelesen und Vergleiche mit andern ähnlichen kantonalen Lösungen angestellt. Ich habe also versucht, mich ins Bild zu setzen. Schon da wurde mir bewusst - und erschreckend deutlich wird es mir jetzt -, wie wenig ich weiss und wieviel ich noch lernen sollte. Ich sollte mehr über den Gesamtarbeitsvertrag, vom Arbeitsrecht schlechthin, aber auch von der gewerkschaftlichen Taktik wissen, sollte mit den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen vertrauter sein, geübter im Debattieren. Meine Aufgabe wäre, die Anliegen der Frauen zu vertreten. Doch, ich gebe es zu, ich kann zunächst nicht viel mehr als aufmerksam zuhören, hie und da kurz etwas bemerken, dabei aber viel lernen. Ebenso deutlich kann ich feststellen, wie nur jene wirklich überzeugen, die aus fundiertem Sachwissen beitragen, Vorschläge und Kritik anbringen können. Scheinwissen reicht nicht, ebensowenig wie grosse, doch leere Worte. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar1960.
Bildungsarbeit > Frauen. Bildungsausschuss. Bildungsarbeit, Januar 1960.
Ganzer Text
01.11.1955 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Hedi Schaller
Arbeiterbildung
Filmvorführung
Volltext
Der Film und die Arbeiterbildung. Wir leben nicht bloss in einem Zeitalter bedeutender technischer Umwälzungen, die Technik ermöglichte gleichzeitig eine ungeheure Demokratisierung der Kulturgüter. Unsere Großväter hörten in ihrem Leben vielleicht ein- oder zweimal die Neunte Sinfonie von Beethoven. Heute brauchen wir nur noch am Knopf des Radioapparates zu drehen, und schon erklingen uns herrliche Schöpfungen der tönenden Kunst. Für wenig Geld können wir uns sogar auf Schallplatten „verewigte“ Musik erwerben und damit unsere Mussestunden verschönern. Nur einige wenige Begüterte können teure Originalgemälde ihr eigen nennen und sich an ihnen erbauen. Ohne die moderne Reproduktionstechnik könnten auch wir diese Bilder kaum je beschauen, geschweige denn selber kaufen. Nur wenigen war es vergönnt, einen Alfred Bassermann, und wie die grossen Schauspieler der Vergangenheit und Gegenwart alle heissen, zu sehen und zu hören. Heute aber spielt ein Filmschauspieler für die Menschen der ganzen Welt, für den Millionär in Neuyork wie für den kleinen Kuli in Schanghai. Hat uns da die Technik nicht grossartige Möglichkeiten erschlossen? Nicht bloss eine kleine Oberschicht, die gesamte Menschheit kann nun vieler Kunst- und Kulturschätze teilhaftig werden. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1955.
Personen > Schaller Hedi. Film. Arbeiterbildung. Bildungsarbeit, November 1955.
Ganzer Text
1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden