Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 8

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
19.05.2016 Sedrun
Personen
Tunnelbau
Work
Michael Stötzel
Arbeitsbedingungen
Gotthard-Tunnel
Volltext
Dicke Luft im Stollen. Arbeitskämpfe, die das Baugewerbe veränderten. Der Tunnel war noch keinen Meter ausgebrochen, als die Gewerkschaft zum ersten Mal eingreifen musste. Beim Dörfchen Sedrun GR trieben Mineure 1997 einen tausend Meter langen Vertikalstollen in den Berg. An seinem Ende hob ein südafrikanisches Subunternehmen einen Schacht bis zur geplanten Tunnelsohle in 800 Metern Tiefe aus. Dort sollte eine Förderanlage eingebaut werden. Doch die südafrikanischen Arbeiter, Spezialisten im Schachtbau, erhielten lächerliche Löhne. Das war der erste Lohndumpingskandal am Gotthard. Die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), eine Vorgängerin der Unia, hatte ihn aufgedeckt. Und setzte durch, dass den Arbeitern korrekte Löhne nachgezahlt und die Dumpingfirma gesperrt wurde. Lohnraub, tausendfach. Die Löhne der Tunnelarbeiter waren praktisch während der ganzen Bauzeit am Jahrhunderttunnel ein Thema. Zwar hatten sich alle beteiligten Firmen verpflichten müssen, den Schweizer Bauvertrag (LMV) einzuhalten. Insbesondere bei den Zulagen tricksten aber viele von ihnen, nicht nur ausländische Unternehmen. Hans Baumann, damals der Ökonom der GBI, weiss, dass allein in den Jahren 2003 und 2004 „mindestens 1000“ Verstösse aufflogen. Er erinnert sich an einige grössere Auseinandersetzungen in den ersten Jahren: Zum Beispiel traten die Mineure am Nordportal in Amsteg UR zwei Tage in Ausstand, bis die Chefs des dort zuständigen österreichischen (…). Michael Stötzel.
Work online, 19.5.2016.
Personen > Stötzel Michael. Gotthard-Tunnel. Arbeitsbedingungen. Work, 2016-05-19.
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09.09.2011 Sedrun
Emigranten
Personen
Tunnelbau
Unia
Work
Marilia Mendes
Arbeit
Tunnelbau
Volltext

„Jeder Fehler wäre katastrophal“. Mineur Diamantino Guerreiro, 52, baut im Gotthard am längsten Tunnel der Welt. Ein harter Job, Hunderte Meter tief Berg. Unia-Mitglied Guerreiro lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Sedrun GR. Er möchte nichts anderes tun, doch er vermisst seine Familie in Portugal. Bereits sein Arbeitsweg ist speziell. Vom Dorf führt eine Standseilbahn hinunter zum Eingangsstollen am Fusse des Berges. Hier zieht sich Diamantino Guerreiro Helm, Schutzkleidung und Lampe für die Arbeit im Berg an. Anschliessend geht es mit dem Zug mehrere Kilometer ins Berginnere, dann mit dem Lift 800 Meter senkrecht in die Tiefe. Dort, im Herzen des Gotthards, arbeitet der 52jährige aus der Ortschaft Almodovar im Alentejo in Portugal seit zehn Jahren. Guerreiro und rund 500 weitere Mineure aus aller Welt bauen den mit 57 Kilometern längsten Tunnel der Welt. (...). Marilia Mendes.

Work. Freitag, 2011-09-09.
Unia > Tunnelbau. Work 2011-09-09.doc.

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01.07.2010 Sedrun
Tunnelbau
Unia Schweiz

Ernährung
Gesundheitsschutz
Gesund essen unter Tage. Gesunde Ernährung im Untertagebau ist machbar - dies ist das Fazit eines gemeinsamen Projekts der Arbeitsgemeinschaft Transco und der Gewerkschaft Unia. Die Sozialpartner wollen damit auf der Tunnelbaustelle Sedrun sowohl beim Angebot an gesunden Mahlzeiten als auch bei den Essgewohnheiten der Beschäftigten Verbesserungen erzielen. Die neuen Menüpläne sollen sowohl dem Geschmack der Tunnelbauer wie auch den Anforderungen einer gesunden Ernährung entsprechen. Unia. VPOD-Magazin, Juli 2010
01.07.2010 Sedrun
Gotthard-Tunnel
Personen
Work
Fredi Lerch
Gotthard-Tunnel
Tunnelbau
Volltext
Noch hundert und fünf Tage bis zum Durchstich! 4,3 Millionen Tonnen Fels müssen raus aus dem Stollen für den Gotthard-Basistunnel. Daran arbeiten etwa 1700 Bergleute unter Tag. Work hat sie besucht. In der Umkleidekabine liegt alles bereit: ein oranger Overall, grüne Gummistiefel, Schutzhelm und Schutzbrille, dazu ein weisses T-Shirt. „Das wird unten schnell durchgeschwitzt sein“, sagt Raymund Decasper. Er ist auf der Baustelle des Neat-Zwischenangriffs Sedrun Chef für operative Sicherheit. Ein Teil des Installationsplatzes hier im Talgrund ist überdacht und heisst Staziun Alpina. Ein Umsteigebahnhof für die Arbeiter. Vom Dorf herunter kommen sie mit einer Standseilbahn. Hier steht auf Schmalspurschienen die Stollenbahn bereit. Eine elektronische Tafel zeigt die nächste Abfahrt an: 10.55 Uhr. Decasper mahnt zum Einsteigen. Es gibt nicht viele Personenfahrten. Mit der Bahn werden vor allem Material und Ausbruch transportiert. Es wird schwarz und laut, als der niedere Zug südwärts in den Tunnel einbiegt. Umsteigen nach wenigen Minuten. Ein grosser, vergitterter Käfig, das ist der Lift. Weniger als eine Minute braucht er für die Fahrt von 1340 Metern über Meer hinunter ins Röhrensystem des entstehenden Gotthard-Basistunnels auf 500 Metern. Von unten herauf warmer Fahrtwind und in den Ohren zunehmender Druck, den man im Dunkeln weggähnt. An der Stollenbrust. Der Lift führt in die kathedralenhohe Multifunktionstelle: Materiallager auf hohen Stelzen, schweres Gerät, irgendwo erhöht ein Standbild der (…). Fredi Lerch.
Work, 1.7.2010.
Personen > Lerch Fredi. Gotthard-Tunnel. Work, 2010-07-01.
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01.09.2008 Sedrun
Unia

Neat
Besseres Essen für Tunnelbauer? Bei einbe Streik auf der Sedruner Neat-Baustelle im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass ein Hauptkritikpunkt der Bauleute die Kantinenkost betrifft. Die Tunnelarbeiter hätten wiederholt Klagen über die Ernährungssituation geäussert, schreibt die Gewerkschaft Unia. Jetzt haben Arbeitgeber und Gewerkschaft gemeinsam eine externe Situationsanalyse in Auftrag gegeben. Endziel der Übung sei "eine quantitativ und qualitativ ausgewogene Ernährung, welche den besonderen Bedürfnissen bezüglich Schichtarbeit, Schwerarbeit sowie den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen Rechnung trägt". VPOD-Magazin, September 2008
05.12.2007 Sedrun
Unia

Neat
Protestaktion auf Neat-Baustelle. Wegen des schwelenden Arbeitskonflikts haben Mineure auf der Neat-Baustelle in Sedrun GR das Fest der heiligen Barbara gestern ohne die Chefs gefeiert. Mit einer Prozession machten die Arbeiter auf ihre Anliegen aufmerksam. Der Gottesdienst zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute und Mineure im Tunnel wurde noch gemeinsam gefeiert. Danach versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Unia knapp 100 Mineure zu einer Prozession durch Sedrun. (…). Bund 5.12.2007
10.11.2007 Sedrun
Unia

Verbot
Unia beklagt Verbot auf Neat-Baustelle. Während sich im Arbeitskonflikt auf dem Bau die Verbandsspitzen um eine Vermittlung bemühen, geht es bei den Neat-Baustellen weiterhin hart auf hart. 11 Gewerkschafter der Unia dürfen das Gelände der Sedruner Neat-Baustelle nicht mehr betreten. Auf Betreiben der ausführenden Bauunternehmen hat das Bündner Kreisamt Cadi eine superprovisorische Verfügung erlassen. Mit diesem Entscheid ergreife die Bündner Justiz einseitig Partei für die Arbeitgeber, schreibt die Unia. Sie will sich nicht an das Verbot halten. BaZ 10.11.2007
30.10.2007 Sedrun
Streik


Neat-Bauarbeiter bereiten sich auf Streik vor. Auf der Neat-Baustelle in Sedrun im Bündner Oberland wollen mehrere hundert Bauarbeiter streiken, falls ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen nicht erfüllt werden. Die Arbeitsgemeinschaft Transco-Sedrun weigerte sich, auf die Forderungen einzugehen, teilte die Gewerkschaft Unia gestern mit. Wenn bis nächsten Sonntag keine befriedigende Lösung gefunden werde, wolle die Belegschaft Kampfmassnahmen ergreifen. André Kaufmann, Co-Leiter Sektor Bau der Unia, erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, die Bauarbeiter hätten letzte Woche an Versammlungen und Abstimmungen "mit riesiger Mehrheit" die Bereitschaft bekundet, für ihre Forderungen zu streiken. Mit Foto. BT 30.10.2007
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