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22.09.1916
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Zimmerwald
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Personen Zimmerwalder Konferenz
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Fritz Lanz
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Kapitalismus Militarismus Nationalismus Volltext
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Nochmals Zimmerwald. Ohne eine Polemik über die nun in zwei Artikeln behandelte Frage des Militarismus verursachen zu wollen, kann ich verschiedener Gründe wegen es doch nicht unterlassen, zu der auf meinen Artikel erschienenen Erwiderung nochmals kurz das Wort zu nehmen. Ein Grund ist u.a. der, dass ich mich veranlasst sehe, einen in der Erwiderung enthaltenen Vorwurf zurückzuweisen, nämlich den, ich betrachte diejenigen Sozialdemo-kraten, die sich heute nicht zu den Grundsätzen von Zimmerwald bekennen, als mindere Genossen, spreche ihnen sogar das Recht ab, weiter In der Arbeiterbewegung mitzuarbeiten. Es ist mir unbegreiflich, wie man aus meiner Schreibweise einen solchen Vorwurf hat herauslesen können. (...). Fritz Lanz.
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 22.9.1916
Zimmerwalder Konferenz. 22.9.1916.doc
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08.09.1916
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Zimmerwald
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Strassenbahner-Zeitung Zimmerwalder Konferenz
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Fritz Lanz
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Volltext
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Zimmerwald. In Nr. 16 hat der F. L.-Korrespondent die Zimmerwalder Konferenz als ein Licht blick im Nebelmeer der Zeiten dargestellt und glaubte, dass aus dieser Konferenz die Internationale neu entstehen werde. Ohne den moralischen Wert dieser Zusammenkunft verkleinern zu wollen, da ja in dieser Zeit der Verwirrungen auch das kleinste Ereignis, das geeignet ist, den Glauben an die Internationale wieder aufleben zu lassen, begrüsst werden muss, so möchten wir anderseits doch davor warnen, allzu grosse Hoffnungen auf Zimmerwald zu setzen. Abgesehen davon, dass die Wirkungen dieser Konferenz bis heute ausgeblieben sind und auch ausbleiben müssen, da unserer Meinung nach jede Aktion, die nach dieser Richtung in der jetzigen Zeit unternommen wird, wo es dem grössten Teil des Proletariats infolge des Krieges unmöglich ist, zu dieser Frage Stellung zu nehmen, muss anderseits die Frage aufgeworfen werden: Liegt es im Interesse der Arbeiterbewegung, wenn während des Krieges Bestrebungen gemacht werden, die zweifellos dazu führen müssen, die Arbeiterbewegung zu spalten? (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 8.9.1916.
Zimmerwalder Konferenz 8.9.1916.doc
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17.12.1915
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Schweiz
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Personen Strassenbahner-Zeitung
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Fritz Lanz
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Versammlung Volltext
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Zum schlechten Versammlungsbesuch. Eine ständige Klage in unserem Fachorgan ist der schlechte Versammlungsbesuch. In fast jeder Nummer beklagt sich irgend eine Sektion darüber. Auch spezielle Artikel sind des öftern schon über dieses Thema geschrieben worden. Betrachten wir alle die Gründe, die den schlechten Versammlungsbesuch bedingen sollen, so müssen wir sagen, dass nur der kleinste Teil derselben wirklich stichhaltig ist und dass der eigentliche Grund für den schlechten Versammlungsbesuch tiefer, viel tiefer liegt. Es ist notwendig, dass das einmal mit aller Deutlichkeit ausgesprochen wird, denn was nützt es, wenn immer und immer wieder nur geklagt, das Übel aber nicht g an der Wurzel gefasst wird. (...). Fritz Lanz.
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 17.12.1915.
Versammlungen. 17.12.1915.pdf
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05.11.1915
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Zürich
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Jugend Juso Personen
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Fritz Lanz
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Volltext
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Kleines Feuilleton. Zwei Welten. (Skizze von Fritz Lanz, Zürich). An sich unbedeutende Vorkommnisse, an denen Tausende achtlos vorübergehen, wecken in dem Einzelnen oft Gefühle, verursachen Eindrücke, die er Zeit seines Lebens nicht wieder vergisst. Das Leben des gefühlvollen, denkenden Menschen ist eine ganze Kette solcher Eindrücke; ein Erleben löst das andere ab. So geschah auch mir heute. Ein wunderbarer Herbsttag (12. September), wie die Natur selten einen baut, geht zur Neige. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 5.11.1915.
Lanz Fritz. Jugend. Feuilleton. 5.11.1915..pdf
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08.10.1915
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BS Kanton Zürich
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Personen Strassenbahner Basel Strassenbahner Zürich
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Fritz Lanz
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Heizmaterialeinkauf Lebensmitteleinkauf Volltext
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Obst-, Kohlen- und Kartoffeleinkauf. In den beiden letzten Nummern der „Strassenbahner-Zeitung" konnten wir von Bestrebungen der Sektion Basel lesen, die dahin tendieren, ihren Mitgliedern die auf den Winter notwendigen Waren zum Einkellern zu reduziertem Preise zu beschaffen. Manche Mitglieder aus anderen Sektionen werden sich dabei gefragt haben, warum ihre Sektionen nicht auch das gleiche vorkehren für ihre Mitglieder. Auch von uns Zürichern werden viele so gefragt und im Innern dem Vorstande deswegen gewiss einen Vorwurf gemacht haben. Um diese Vorwürfe zu entkräften, scheint mir eine Erklärung darüber, warum der Sektionsvorstand bis anhin in dieser Sache nicht wie Basel vorging, notwendig zu sein. Gewiss ist anzuerkennen, was heute die Basler ihren Mitgliedern in dieser Hinsicht zu bieten bestrebt sind; es ist aber zu sagen, dass die Verhältnisse nicht in allen Städten und Gemeinden die gleichen sind. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 8.10.1915.
Lebensmitteleinkauf. 8.10.1915.doc
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11.09.1915
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Zürich
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Personen Strassenbahn Strassenbahner Zürich
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Fritz Lanz
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5-Tage-Woche Krankenkasse Lohnausfall Volltext
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Strassenbahner Zürich. Sektion Werkstätte- und Linienarbeiter. Verschiedene Umstände hatten den Vorstand veranlasst, die Monatsversammlung statt auf den ersten Sonntag des Monats auf Samstag den 11. 9.1915 zu verlegen. Zu dieser Versammlung sind 35 Kollegen erschienen. Der Obmann berichtete kurz über die Sitzung des Zentralvorstandes vom 18. August, sowie über die Vorstandssitzung, an der mit Genosse Fritz Lanz unsere Anträge zu einer Eingabe besprochen wurden. Genosse Bucher referierte über die Delegierten-versammlung des Gewerkschaftskartells. Von unserer Mitgliederliste wurde ein Kollege gestrichen, weil aus dem Dienst der Stadt ausgetreten. Seinen Austritt aus dem Verein hatte Ernst Bäggli erklärt. Aufnahmen fanden keine statt. An der letzten Versammlung vom 14. August war der Antrag auf Ausschluss eines Kollegen gestellt worden, weil sich derselbe Angebereien zuschulden kommen liess. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 24.9.1915.
Werkstätten- und Linienarbeiter. 11.9.1915.doc
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28.08.1915
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Zürich
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Personen Strassenbahner Zürich Strassenbahner-Männerchor
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Allgöwer Fritz Lanz Anton Rimathé
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Ausschluss Volltext
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Strassenbahner Zürich. -n- Die ordentliche Herbstgeneralversammlung, die am 28. August stattfand, war von zirka 300 Mitgliedern besucht. Als Behandlungsgegenstand von grossem Interesse figurierte die Erledigung des Antrages der Vorständeversammlung vom 7. August mit einem Zusatzantrag des Zentralvorstandes und des Wiedererwägungsantrages über den Beschluss der Generalversammlung vom 10. April, an welcher der Ausschluss des Mitgliedes G. zur Abstimmung gelangte und G. mit wenigen Stimmen zu seinen Gunsten im Verein bleiben konnte. Nach Darbietung von zwei flott vorgetragenen Liedern durch den Strassenbahner-Männerchor und nach Bekanntgabe einiger geschäftlicher Mitteilungen begründete Präsident Fritz Lanz den Antrag des Zentralvorstandes. Der heutige Konflikt sei zurückzuführen auf Meinungsdifferenzen die Krankenkasse betreffend und habe sich dann leider zu einem Gewerkschafts-konflikt herausgewachsen, der, wenn nicht ein befriedigendes Resultat erreicht werde, für die Gewerkschaft böse Folgen zeitigen müsste. Fritz Lanz führt aus, dass es mit dem Ausschluss G's nicht getan sei, man müsse eine andere Lösung suchen, eine Lösung, die beiden Parteien gerecht werde. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 10.9.1915.
GV 28.8.1915.doc
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27.08.1915
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Zürich
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Personen Strassenbahner Zürich Strassenbahner-Zeitung
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Fritz Lanz
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Aushilfspersonal Volltext Werbung
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Strassenbahner Zürich. Ablöser. 27.8.1915. Unsere Ablöser, (Korresp. aus Zürich). Durch Generalver-sammlungsbeschluss wurde im Jahre 1913 die Ablösersektion Zürich, die jahrelang bestanden hatte, aufgelöst und die Ablöser den einzelnen Depotsektionen zugeteilt. Unter anderem wurde damals als Hauptgrund zur Aufhebung der komplizierte Verwaltungsapparat, die Doppelspurigkeit in der Abwicklung der Vereinsgeschäfte, geltend gemacht. Obwohl dem Ablöserverein in Bezug auf Erziehung der Jungmann-schaft wesentliche Bedeutung zuerkannt wurde, fand man die Gründe zur Aufhebung doch als schwerwiegend genug, um dieselbe zur Wirklichkeit werden zu lassen. Man sagte sich, dass auch in den Depotsektionen in erzieherischem, bildendem Sinne auf die Ablöser eingewirkt werden könne. Zwei, bald drei Jahre sind seit diesem Beschlusse vergangen. (...). Fritz Lanz.
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 27.8.1915.
Ganzer Text
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14.08.1915
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Zürich
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Juso Personen Strassenbahner Zürich
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Fritz Lanz August Sacher
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Kapitalismus Religion Sozialismus Sport Volltext
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Strassenbahner Zürich. Sektion Seefeld. Depotversammlung vom 14. August im Kasino Tiefenbrunnen. Kurz nach 9 Uhr eröffnete der Obmann August Sacher die Versammlung, hiess die Anwesenden, sowie Genosse Hug, Mitglied der Sozialdemokratischen Jugendorganisation, willkommen. Nachdem das Protokoll verlesen war, erhielt Genosse Hug das Wort, der uns mit den Aufgaben der Sozialdemokratischen Jugend-organisation vertraut machte. In seinen Ausführungen erklärte er, wie wichtig und notwendig eine solche jugendliche Kampfesorganisation sei, und betonte, wie heute noch die Lehnungen, speziell im Bäcker-gewerbe, bis zu 15 Stunden täglich beschäftigt werden, trotzdem das Fabrikgesetz eine Maximalarbeitszeit von 10 Stunden vorschreibe. Ferner streifte er die bürgerlichen Turnvereine, die durch den Einfluss des Kapitals die Jugendlichen anlocken, um ihnen die Vaterlandsliebe einzuimpfen. In gleicher Weise werden auch die christlichen Jungburschenvereine, nur unter dem Deckmantel der Religion, bearbeitet. Die Pfadfinder werden zu Streikbrechern abgerichtet usw. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 27.8.1915.
Sektion Seefeld 14.8.1915.doc
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30.07.1915
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Schweiz
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Personen Strassenbahner-Verband Strassenbahner-Zeitung
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Fritz Lanz
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Ideologie Klassenkampf Volltext
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Herrschaftsprinzip und soziales Prinzip (Schluss). Heute wird viel von Imperialismus gesprochen. Wir wollen diesen auf Kosten des Proletariates betätigten Machtfaktor nicht definieren; aber etwas ableiten von diesem Wort, nämlich: Das Proletariat ist zu wenig imperialistisch! Es begnügt sich mit dem, was man ihm gnädigst gibt, es kommt ihm nicht in den Sinn, sich wenigstens das zu nehmen, was ihm gehört. Nein, es gibt sich mit einem Almosen zufrieden und überlässt einer Minderheit der Menschheit den ihm zukommenden Teil. Ich habe das Vorstehende betitelt: „Herrschaftsprinzip und soziales Prinzip“. Aus dem, was ich bis jetzt geschrieben habe, geht deutlich hervor: Das Proletariat vertritt noch viel zu wenig das soziale Prinzip, findet sich in diesem noch nicht zurecht. Das Herrschaftsprinzip ist im Fühlen, Denken und Handeln noch so tief im Arbeiterleben eingegraben, dass es furchtbar schwer hält, der Masse der Ausgebeuteten klar zu machen, dass es noch ein anderes System gibt als nur dasjenige von Herr und Knecht. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 30.7.1915.
Herrschaftsprinzip und soziales Prinzip. 30.7.1915.doc
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16.07.1915
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Schweiz
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Personen Strassenbahner-Zeitung
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Fritz Lanz
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Agitation Mitglieder Propaganda Volltext Werbung
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Herrschaftsprinzip und soziales Prinzip. In diesen Tagen des Wahnsinns, in der Zeit, wo die Welt einem Narrenhause gleicht und die Menschen darin den Narren, wo alle Schranken der Vernunft niedergerissen sind und den Mächten der Unvernunft freies Spiel gewährt ist, wo die Menschheit von einer scheinbar hohen Kulturstufe hinab-, zurückgeschleudert in die schwärzeste Reaktion, sich selbst nicht mehr erkennend, alles zerstört, was an ethischen und materiellen Werten geschaffen worden war, in dieser Zeit des grauenvollsten Völkermordens werden bei jedem Menschen, der nicht wie ein Stück Vieh in den Tag hineinlebt, oder nur auf das Zusammmenraffen irdischer Güter bedacht ist, sondern der noch Idealen nachstrebt, Empfindungen ausgelöst, die ihn, nachdem er gesehen hat, dass in der Verwirklichung dieser Ideale eher ein Rückschritt denn ein Fortschritt zu konstatieren ist, mutlos, verzagt machen, ja, dem Fatalismus in die Arme treiben.Fritz Lanz. (...).
Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 16.7.1915.
Ganzer Text
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