Gewerkschaftschronik
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01.02.2018 Schweiz
Generalstreik
Oltener Aktionskomitee
Vorwärts

Generalstreik
Oltner Aktionskomitee
Volltext
Grundstein des Streiks. Im November 1918 erreichten die sozialen Spannungen der Schweiz im Landesgeneralstreik Ihren Höhepunkt. Der Streik nahm am 4. Februar seinen Anfang, als das „Oltener Aktionskomitee" gegründet wurde. Ein Rückblick. Die beiden Begriffe „Oltener Aktionskornitee“ und „Generalstreik“ lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Zu verdanken ist dies einer 50 Jahre anhaltenden bürgerlichen Geschichtsschreibung, welche den „unschweizerischen“ Landesgeneralstreik als revolutionäre und bolschewistische Verschwörung darstellte. Ihr zufolge sei es von Beginn an Ziel und Zweck des Komitees gewesen, den Generalstreik zu organisieren und damit einen revo¬ltionären Umsturz herbeizuführen. Dem ist in der Tat nicht so. Vielmehr bildete der Auslöser zur Gründung des „Oltener Aktionsausschusses“ eine vom Bundesrat geplante Vorlage zur Zivildienstpflicht, die von der Sozialdemokratie bekämpft wurde. Der zufolge sollte der Bundesrat das Recht haben, alle in der Schweiz wohnhaften Personen im Alter zwischen 14 und 60 zu einem zivilen Hilfsdienst aufzubieten. Geplant waren vor allem Arbeiten im Rahmen der Bestellung der von öffentlichen Gemeinwesen bebauten Grundstücke, Einbringung der Ernte und der Durchführungen von Bodenverbesserungen. Die Proteste seitens der Arbeiterschaft blieben nicht aus. Man befürchtete nicht grundlos, dass die Arbeiter auf diesem Wege militarisiert und zwangsweise zu zivilen Arbeiten abkommandiert werden könnten. (…). .Josch Kunz.
Vorwärts, 1.2.2018.
Vorwärts > Generalstreik. Vorwärts, 2018-02-01.
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01.09.2012 Schweiz
Nationalrat
Personen
Zimmerwalder Konferenz
Hermann Greulich
Robert Grimm
W. I. Lenin
Biografien
Generalstreik
Oltner Aktionskomitee
Volltext

Neue Publikation über den Arbeiterführer Robert Grimm (1881-1958). Der doppelte Grimm. „Marxist, Kämpfer, Politiker“. Das alles war Robert Grimm, einer der grossen G. Und noch einiges mehr, wie eine neue Publikation nachweist. Einige Male war Grimm sogar nahe daran, die Weltgeschichte in eine andere Richtung zu lotsen. Das erste |ahrhundert der schweizerischen Arbeiterbewegung wird von den zwei grossen G bestimmt: Herman Greulich und Robert Grimm. Greulich, 1842 geboren, steht für den Aufbau der Gewerkschaften und der Sozialdemokratischen Partei, der vier Jahrzehnte jüngere Grimm für den im Landesstreik 1918 zugespitzten Klassenkampf und für die anschliessende vorsichtige Integration der Arbeiterbewegung. (...).
Christoph Schlatter.

VPOD-Bulletin, 1.9.2012.
Personen > Grimm Robert. Biografie. VPOD. 2012-09-01.doc.

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06.12.1918 Schweiz
Generalstreik
Oltener Aktionskomitee

Oltner Aktionskomitee
Der Landesgeneralstreik ist vorbei. Mitten in der frohesten, zuversichtlichsten Kampfstimmung gab das Oltener Aktionskomitee die Parole zum Abbruch des Streiks aus. Es war nicht die Angst vor dem Gefängnis für die Mitglieder des Komitees, sondern Hauptsächlich um eine Abbröckelung der Bewegung und den Brudermord zu verhindern, welche dieselbe zu diesem Schritt veranlasste. Der Hauptirrtum der Nationalräte vom Oltener Aktionskomitee war, dass sie an der Bundesversammlung teilnahmen. Im ersten Moment schien es fast, als ob die Bewegung gänzlich ohne Erfolg war, doch heute darf man getrost behaupten: "Es taget im Guggisberg obe". Denn unsere sieben Greise haben das höchste Interesse, keine zweite solche Aktion heraufzubeschwören. Hier in Bern hatten wir die "schwarzen Freiburger Seelen" als Belagerungsarmee. Doch die Disziplin der bernischen Arbeiterschaft gab diesen in Staatstuch eingewickelten Bauern keinen Anlass zum Gebrauch ihrer Waffen. Die Sektion Bern hat die ganze Aktion geschlossen mitgemacht. (…). Strassenbahner-Zeitung 6.12.1918
30.11.1918 Schweiz
SEV Schweiz

Generalstreik
Oltner Aktionskomitee
Verbandsvorstand
Volltext

Generalstreik. Der Verein schweizerischer Eisenbahnangestellten nach dem Landesstreik. Der Verbandsvorstand V.S.E.A., welcher Samstag und Sonntag, 30. November und 1. Dezember 1918 zur Besprechung der durch den Landesstreik geschaffenen Situation in Bern tagte, hatte zu, folgenden zwei Resolutionen Stellung zu nehmen: 1. Der Generalstreik vom 9. bis 14. November 1918 drängt die Eisenbahnerorganisationen zu einer Erklärung darüber, ob sie ihre Tätigkeit auf den Boden der modernen Arbeiterbewegung stellen oder auf der Basis der bürgerlichen Interessenausgleichung entwickeln wollen.

2. Der Verbandsvorstand V.S.E.A. in der Erkennung, dass die Eisenbahner seit Jahren den Interessenkampf für die Kollegenschaft gegenüber zugeknöpften, von bureaukratisch-kapitalistischem Geiste erfüllten Verwaltungen führen musste und auch in Zukunft dieser Kampf für die Menschenrechte des Personals denselben Widerständen begegnen wird,  empfiehlt der Mitgliedschaft, sich für die moderne Gewerkschaftsorganisation mit entsprechender Kampfestaktik zu entscheiden. (...).

 

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-06. Standort: Sozialarchiv.
SEV > Generalstreik. 1918-11-30.doc.

 

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23.11.1918 Zürich
Generalstreik
Strassenbahner-Zeitung
Vorwärts

Oltner Aktionskomitee
Strassenbahner
Sitzungsbericht der Gruppe Fahrpersonal vom 23.11.1918. Obmann Schnyder eröffnete die Sitzung um 1/2 9 Uhr. Die Traktanden waren: 1. Protokoll, 2. Mitteilungen und Anträge, 3. Referat über Generalstreik von Genosse Redakteur Schneider, 4. Interne Angelegenheiten, 5. Verschiedenes. Unter Punkt 2 berichtet der Obmann über die laufenden Geschäfte, speziell über den Vorschlag der Materialverwaltung über Abänderung der Uniform nach bekanntem "Muster". Punkt 3: In 1/2 stündigem Referat schilderte Genosse Schneider die Gründe, warum das Aktionskomitee gezwungen war, Gefechtsabbruch zu blasen. Das Referat sei auch hier bestens verdankt. Anschliessend beschloss die Gruppe, dem Verein B.St.B. den Antrag einzureichen, das Abonnement für den "Basler Vorwärts" als obligatorisch zu erklären. (…). Strassenbahner-Zeitung 6.12.1918
09.10.1918 Schweiz
Generalstreik

Oltner Aktionskomitee
Das Oltener Aktionskomitee hatte auf Samstag, den 9. Oktober 1918 die Parole für einen 24stündigen Proteststreik in fast allen grösseren Städten des Landes ausgegeben. Die Aktion galt dem Truppenaufgebot in Zürich, das erfolgte, weil zur Feier der russischen Revolution angeblich Attentate und Unruhen geplant gewesen seien. Der Proteststreik wurde überall flott durchgeführt, aber der Bundesrat weigerte sich, die Truppen zurückzuziehen, worauf die Arbeiterschaft Zürichs in Streik verharrte. Es kam dann dort zu einem Zusammenstoss mit dem Militär, was die Spannung noch verschärfte. Das Oltener Aktionskomitee nahm mit anderen Organen der organisierten Arbeiterschaft Fühlung, worauf beschlossen wurde, auf Dienstag, den 12. November den unbefristeten Landesstreik zu proklamieren. (…). Strassenbahner-Zeitung 22.11.1918
07.06.1918 Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau

Oltner Aktionskomitee
Das Oltener Aktionskomitee. Seit es eine moderne Arbeiterbewegung gibt, war die Lage der Arbeiterklasse, als Ganzes genommen, nie so überaus schwierig wie heute. In der Friedenszeit floss das politische Leben so ruhig dahin. Die Wahlkämpfe und die Abstimmungskampagnen lösten einander ab und belebten das Bild. Manchmal gingen die Wogen hoch, doch glätteten sie sich nach der Entscheidung, und das Leben ging ruhig weiter seinen Gang. Die Gewerkschaften betrieben ihre Propaganda und führten ihren wirtschaftlichen Kleinkrieg mit mehr oder weniger Erfolg. Hochkonjunktur und Krise wechselten, in logischer Folge schienen sich die Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung zu vollziehen. Der Krieg hat uns vor neue Probleme gestellt, den ganzen Gesellschaftsbau bis ins tiefste erschüttert. (…). Gewerkschaftliche Rundschau. Strassengbahner-Zeitung 7.6.1918
15.02.1918 Schweiz
Arbeiterbund

Oltner Aktionskomitee
Aktionsausschuss der Oltener Konferenz. Am Donnerstag fand in Bern die erste Sitzung des von der Oltener Konferenz der Partei, den Gewerkschaften und der sozialdemokratischen Parlamentsvertretung eingesetzten Aktionskomitees statt. Als Präsident wurde Genosse Nationalrat Robert Grimm bezeichnet, als Sekretär Genosse Karl Dürr, Sekretär des Gewerkschaftsbundes. Das Aktionskomitee behandelte zunächst den Streik der Deserteure und Refraktäre in Niederweningen. Das bisherige Vorgehen der Delegation, die mit dem Militärdepartement unterhandelte, wurde gutgeheissen, die Richtlinien für die weiteren Besprechungen festgelegt und eine Mitteilung an die Presse vorgesehen, sobald die Verhandlungen zum Abschluss gelangt sind. (…). Strassenbahner-Zeitung 15.2.1918
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