Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.12.1974 ZH Kanton
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Ernst Geiser
Arbeitsgerichte
Gewerbegericht
Volltext
Aus der Praxis eines Gewerbegerichtes. Die Entwicklung der Technik hat im 19. Jahrhundert das Bedürfnis nach gewerblichen Schiedsgerichten geschaffen. Frankreich darf als Ursprungsland dieser Gerichte angesehen werden. Institutionen, die als Vorläufer angesehen werden können, sind bis gegen Ende des Mittelalters nachzuweisen. Vor allem trifft dies zu für das Tribunal commun in Lyon, das Streitigkeiten zwischen den Seidenfabrikanten und ihren Arbeitern schlichtete. Bei uns versuchte man die Einführung von Gewerbegerichten zu umgehen durch den Ausbau des Friedensrichteramtes. 1874 wurden in Neuenburg und Genf in dieser Beziehung Versuche unternommen. Der Friedensrichter sollte die Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entscheiden, dabei musste er für jeden einzelnen Fall zwei Beisitzer zuziehen, die durch die Parteien zu bezeichnen waren. Dieses System bewährte sich jedoch nicht. Eine erste Prüfung der Frage der Einführung gewerblicher Schiedsgerichte in der Gestalt die uns heute geläufig ist, wurde im Kanton Zürich vom kantonalen Handwerker- und Gewerbeverein indirekt veranlasst, indem er im Jahre 1884 eine Eingabe an den Regierungsrat richtete, mit dem Begehren, dass der Einzelrichter zur Erledigung von Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern einen Gewerberichter beiziehen sollte, der jedoch nur beratende Stimme habe. (…). Ernst Geiser, Sekretär SMUV, Zürich.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 11-12, November-Dezember 1974.
Personen > Geiser Ernst. Arbeitsgerichte. Rundschau, Dezember 1974.
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01.05.1972 Bern
Gewerbegericht
Gewerkschaftliche Rundschau
Löhne

Gewerbegericht
Lohnnachzahlung
Urteile
Volltext
Gewerbegericht Bern. Auf gesamtarbeitsvertragliche Ansprüche, wie z.B. Tariflohnerhöhungen, kann weder ausdrücklich noch stillschweigend verzichtet werden. Dagegen sind sie verwirkt, wenn sie vom Arbeitnehmer nicht innerhalb eines Monats seit der Beendigung des Dienstverhältnisses geltend gemacht werden. Art. 323 Absatz 3 OR (alt). Erwägungen des Gewerbegerichts Bern: Der klägerische Maler arbeitete im beklagten Gipser. und Malergeschäft vom 4. Januar 1960 bis zum 15. Februar 1961 zu einem Stundenlohn von Fr. 3.65. Mit seinem Rechtsbegehren macht er geltend, dass gemäss Zusatzvereinbarung 111 vom 1. März 1960 zum Gesamtarbeitsvertrag im Maler- und Gipsergewerbe Bern-Land, Zif.3, der effektive Lohn um 10 Rappen pro Stunde hätte erhöht werden müssen, was für 2126 Stunden vom 1. März 1960 bis 15. Februar 1961 den Betrag von Fr. 212.60 ausmachte. Seiner Darstellung nach hat er diese Lohnerhöhung im Frühling 1960 vom Beklagten einverlangt, später dagegen und insbesondere bei der Entlassung keine Beanstandungen mehr angebracht. Erst am 26. Juli 1961 - der Austritt erfolgte am 15. Februar 1961 - hat er dem Beklagten durch die Gewerkschaft schreiben lassen und die Lohnerhöhung im oben erwähnten Betrage geltend gemacht. (…).
Gewerbegericht Bern, Urteil vom 13. Februar 1962, Jahresbericht 1962 Seite 21).
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 5, Mai 1972.
Gewerkschaftliche Rundschau > Gewerbegericht. Lohnforderung. Rundschau, Mai 1972.
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27.11.1942 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Emil Brändli
Robert Grimm
Hermann Kurz
Emil Rufer
Gewerbegericht
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Presse-Union
Seeländer-Volksstimme
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandsitzung, 27. November 1942, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 4

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Sekretariatsbericht, Rechtsauskunft, 4. Korrespondenzen und Mitteilungen, 5. Öffentliche Versammlung „Preis und Lohn“, 6. Stellungnahme zur Beitragszahlung SMUV, 7. Eingabe an die Regierung betreffend Ausdehnung der Zuständigkeit der Gewerbegerichte, 8. Unvorhergesehenes

 

1. Appell. Vorsitz: Kollege Fritz Flury. (...).
2. Protokoll. (...).
3. Sekretariatsbericht, Rechtsauskunft. Kollege Emil Brändli erstattet Bericht über einige Fälle in der Rechtsauskunft aus seiner Sicht.
4. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Josef Flury erstattet kurzen Bericht über eine stattgefundene Konferenz betreffend Schaffung einer Presse-Union. Aus einem Bericht geht hervor, dass die Landsektionen keine Begeisterung für die Sache aufbringen. Eine Kommission wird den Fragenkomplex weiter studieren. Eventuell soll eine erweiterte Pressekommission geschaffen werden. In erster Linie soll vermehrte Propaganda gemacht werden. Der verfügbare Bankkredit von 3‘800 Franken sollte endlich verschwinden. Es sollte in grossem Umfange Anteilscheinkapital gezeichnet werden. Kollege Josef Flury stellt fest, dass sich die Genossen-schafter Hermann Kurz und Emil Rufer sachlich geäussert haben. In der Kommission, die die Angelegenheit weiter verfolgen soll, sind vertreten des Seeländische Agitationsausschuss-Präsident, die Präsidenten der Amtsverbände, 1 Vertreter der Mitgliedschaft Biel-Stadt und 1 Vertreter des Gewerkschaftskartells, dieser lediglich als Beobachter ohne irgendwelche Bindung, Ferner 1 Vertreter des Arbeiter-Kultur- und Sportkartells Biel, 2 Verwaltungsräte und der Geschäftsführer Hengg.

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, Gebunden, Handschrift.

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29.09.1942 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Emil Brändli
Josef Fluri
Hedy Flury
Max Schneebeli
Coiffeure/Coiffeusen
Gewerbegericht
Gewerkschaftskartell DV Protokolle
Heer und Haus
Mitgliederbeiträge
SBHV
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. DV, 29. September 1942, 20 Uhr, Unionssaal Volkshaus

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 3a Ersatzwahlen, 4. Aufnahme des Coiffeurgehilfen-Verbandes, 5. Kassenfragen und Festsetzung der Beiträge, 6. Allgemeine Umfrage

 

1. Appell. Vorsitz: Kollege Josef Flury. Es sind 37 Delegierte anwesend. Entschuldigt haben sich die Kollegen Dubois, August Rehnelt, Villars, Braunwalder, Heinrich Skrivanek, Paul Fell und Alfred Alchenberger.

2. Protokoll. Das Protokoll vom 27. März 1942 wird verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Emil Brändli teilt mit, dass die Ausweiskarten für verbilligten Eintritt zu den Kulturfilm-Vorführungen im Kono „Capitol“ bei ihm bezogen werden können. Er macht auch auf die Abonnemente aufmerksam, die den Eintritt weiter verbilligen. Weiter orientiert Kollege Emil Brändli übe die Erneuerungswahlen der Gewerberichter. Die Sektionen sind auf dem Zirkularwege zur Stellungnahme aufgefordert worden. Von 48 Vertretern der Arbeitnehmer hat das Gewerkschaftskartell deren 43. Die Wahlen konnten ohne Wahlgang erledigt werden. Die Plenarver-sammlung hat bereits stattgefunden. Kollege Emil Brändli empfiehlt den Gewerberichtern, die Broschüre von Genosse Gerichtspräsident Dr. Schwingruber über „Arbeitsgerichte im Ausland“.

Gewerkschaftskartell Biel. DV. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.
Archiv GBLS Biel

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18.04.1941 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Hedy Bodmer
1. Mai Biel
AHV
Frauen
Gewerbegericht
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 18. April 1941, 20.15 Uhr, Volkshaus Zimmer 1

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Generalversammlung, 5. Maifeier, 6. Wahl von 2 Kartellvertreten ins Gewerbegericht, 7. Verschiedenes

 

1. Appell. Vorsitz Präsident Kollege Josef Flury. Es sind 7 Kollegen anwesend. Entschuldigt sind die Kollegen Emil Rufer, Max Felser und Voutat.

2. Protokoll. Die Protokolle vom 28. Februar, 28. März und 8. April werden verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Die „Seeländer-Volksstimme“ ersucht um einen weiteren Beitrag für den Soldaten-Fonds. Der kommenden Generalversammlung sollen 50 Franken beantragt werden. Der SGB empfiehlt die Broschüre „Die Schweiz im heutigen Europa“. Der Vorstand beschliesst, den Delegierten des Gewerkschaftskartells die Broschüre zu verteilen.

Kollege Emil Brändli macht darauf aufmerksam, dass im Verlaufe des Jahres die Wahlen für die eidgenössischen Geschworenen stattfinden.

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

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28.12.1940 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Max Felser
Fritz Tschäppeler
Ernst Von Ins
Gewerbegericht
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Sekretariat
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 28. Dezember 1940, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 1

Präsident Kollege Josef Flury eröffnet um 20.15 Uhr die Sitzung mit folgenden Traktanden:

1. Protokoll, 2. Korrespondenzen und Mitteilungen, 3. Kommissionswahlen, 4. Verschiedenes

Der Appell ergibt die Anwesenheit von 8 Kollegen, 4 Kollegen sind entschuldigt.

 

1. Protokoll. Das Protokoll vom 13. Dezember wird verlesen und genehmigt.

2. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Josef Flury teilt mit, dass an die Sektionen ein Schreiben verschickt wurde betreffend finanzieller Mithilfe an den Kosten für die Gemeinderatswahlen. An die Stadtkanzlei wurde ein Schreiben gerichtet betreffend Ersatzwahlen in Gruppe 6 des Gewerbegerichts. An Stelle der austretenden Kollegen Ernst von Ins und Fritz Tschäppeler sollen die Kollegen Felser und Pulver vom Bau- und Holzarbeiter-Verband portiert werden. Kollege Josef Flury teilt mit, dass Petrini in einem Schreiben an das Gewerkschaftskartell gelangt ist, mit dem Ersuchen, die Aushilfs-Anstellung wieder antreten zu können. Er stützt sich auf Zusicherungen des Präsidenten, die dieser aber nicht in verbindlicher Form gegeben hat. Petrini hat  Klagen beim Gewerbegericht und beim Sektionschef eingereicht. Weil die Sache aussichtslos ist, ist die Klage beim Gewerbegericht zurückgezogen worden. In Anbetracht der prekären Verhältnisse beschliesst der Vorstand, Petrini den Betrag von Fr. 50.- aus dem Arbeitslosenfond zu entrichten, aber ohne irgendeine rechtliche Verpflichtung zu erfüllen.

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.Archiv GBLS Biel.

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17.07.1930 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Franz Strasser
1. Mai Biel
Arbeiterunion
Bau- und Holzarbeiter-Verband
Gewerbegericht
Typographia Biel
Volltext
Vorstand

Arbeiterunion Biel. Delegiertenversammlung

17. Juli 1930, abends 8 Uhr, grosser Saal Volkshaus.

 

Traktanden:

1. Mandatsprüfung, 2. Protokoll, 3. Stellungnahme zu einer Massregelung im Bau- und Holzarbeiter-Verband, 4. Abrechnung der Maifeier, 5. Gewerbegerichtswahlen, 6. Ergänzung des Vorstandes,

7. Verschiedenes

Um 8 ½ Uhr eröffnet Genosse Emil Rufer die Versammlung und verliest die Traktandenliste. Weil keine Einsprache erhoben wird, schreitet er zu den Verhandlungen.

 

1. Mandatsprüfung. Nichts.

2. Protokoll. Das Protokoll wird bis auf einen kleinen Irrtum, der korrigiert wurde, genehmigt.

3. Stellungnahme zu einer Massregelung im Bau- und Holzarbeiter-Verband.

Im Traktandum 3 übergibt der Vorsitzende einem Mitglied des Bau- und Holzarbeiter-Verbandes das Wort, weil er zu wenig auf dem Laufenden ist. Genosse Gottfried von Ins gibt bekannt, dass vor 10 Tagen einem Schreiner, und zwar ihrem Sektionspräsidenten, gekündigt wurde und dass die Gewerkschaft mit diesem Betrieb immer Umstände gehabt habe, schon am 1. Mai. Heute sei nun die Sache so weit, dass der Fall bereits erledigt sei, weil mit der Möbelgenossenschaft ein Vergleich abgeschlossen worden sei. Die Arbeitsverhältnisse in diesem Betrieb waren so unter jedem Hund, dass man noch bis in alle Nacht mit dem Auto herumfahren musste. 

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv GBLS Biel.

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