Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 8

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
22.06.2020 Kuba
Granma

Politik
Volltext
Wissenschaft
Wenn Wissenschaft und Regierung Hand in Hand gehen, gibt es eine Lösung. Die Systematisierung der Verbindung zwischen Regierung und Wissenschaft als Ansatz zur Lösung aller grundlegenden Probleme des Landes ist eine der Lehren, die sich während der Offensive gegen COVID-19 bestätigt hat. Die Systematisierung der Verbindung zwischen Regierung und Wissenschaft als Ansatz zur Lösung aller grundlegenden Probleme des Landes ist laut dem Präsidenten der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel, eine der Lehren, die sich während der Offensive gegen COVID-19 bestätigt hat. In einem jüngsten Austausch mit Wissenschaftlern und Experten, die am Kampf gegen die Epidemie beteiligt sind, hob das Staatsoberhaupt hervor, dass in den kommenden Tagen ein ersten Treffen mit dem gesamten Wissenschafts- und Innovationssystem im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion stattfinden wird, eines der vorrangigen Programme unseres Landes, um eine grössere Ernährungssouveränität und folglich eine geringere Abhängigkeit von Importen zu erreichen, so die Website der Präsidentschaft der Republik.
Die Wissenschaft hat die Antwort auf die grundlegenden Linien der nationalen Entwicklung. Deshalb wird es zu einer der Prioritäten des Landes, die Stärkung der Kapazitäten von Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie ihre Verbindung zu den Erfordernissen unserer Entwicklung und zur Lösung nationaler Probleme weiter voranzutreiben, wobei den Universitäten eine entscheidende Rolle zukommt. (…). .
Granma, 22.6.2020.
Granma > Wissenschaft. Granma, 2020-06-22.
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20.06.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Politik
Volltext
Covid-19-Krise macht Politikwechsel unvermeidlich. Die Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Unia von heute Samstag in Bern fordert zur Überwindung der Covid-19-Krise Mitbestimmungsrechte für die Arbeitnehmenden, eine Aufwertung der schlecht bezahlten Dienstleistungsberufe, soziale Solidarität und ein griffiges Konjunkturprogramm für den ökosozialen Umbau. Weiter lancierten die Delegierten den Abstimmungskampf gegen die Kündigungsinitiative der SVP. Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz im Zeichen der Covid-19-Krise und ihrer Folgen. Zwar ist die Zahl der Covid-19-Ansteckungen in der Schweiz ist erfreulicherweise stark zurückgegangen, aber die Krise der öffentlichen Gesundheit ist noch nicht vorbei. Es braucht jetzt eine wirksame Strategie, die die Gesundheit, die Arbeit und das soziale Leben der Menschen ins Zentrum stellt. Dazu sind Schutzkonzepte und wirksame Kontrollmassnahmen in der Arbeitswelt nötig. Für nachhaltige Lösungen braucht es die Mitbestimmung der Angestellten und den zwingenden Einbezug der Gewerkschaften in Fragen des Gesundheitsschutzes. Solidarisch aus der Krise. Die Covid-19-Krise hat aber auch gezeigt, wie stark die Gesellschaft von Hunderttausenden Menschen abhängt, die in schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen – in der Pflege, im Verkauf, in der Logistik oder in der Reinigung – arbeiten. Die meisten sind Lohn-diskriminierte Frauen. Applaus reicht nicht, um mehr Respekt zu demonstrieren. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.6.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Politik. Unia Schweiz, 2020-06-20.
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15.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Lea Ziegler
Coronavirus
Politik
Volltext
Keine Rückkehr zur sogenannten „Normalität". Der Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und der Umweltkrise ist offenkundig. Die Profit- und Sparpolitik der letzten Jahre hat das Gesundheitssystem an den Rand gebracht. ArbeitnehmerInnen, die sich um die elementarsten Bedürfnisse der Menschen kümmern, müssen zusehen, wie ihre Rechte per Federstrich weggewischt werden. Die Pandemie fordert einen hohen Tribut: Neben dem unglaublichen Verlust an Menschenleben und dem weltweit verursachten Leid haben sich die sozialen Ungleichheiten auch in der Schweiz weiter verstärkt. Auch hier gilt: wir sind nicht alle gleich betroffen von COVID19. Wir sind dem Ansteckungsrisikon nicht alle auf die gleiche Weise ausgesetzt, haben nicht alle die gleichen Ressourcen, um uns zu schützen und die wirtschaftlichen Folgen treffen uns nicht gleich hart. Jetzt schon gibt es massive soziale Kollateralschäden: Entlassungen, die Verarmung von Sans-papiers, prekär Beschäftigten und Selbständigen, eine zum Teil brenzlige Verringerung des Einkommens durch Kurzarbeit oder Verdienstausfallentschädigungen. Sowie auch die physische und psychische Erschöpfung derjenigen, die an vorderster Front stehen oder Homeoffice zusammen mit häuslichen Aufgaben und Kinderbetreuung bewerkstelligen. (…).
Lea Ziegler, Tanja Lantz
VPOD Schweiz > Coronavirus. Politik. VPOD Schweiz, 2020-05-15.
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29.03.2018 Frankreich
Personen
Regierung
Work
Oliver Fahrni
Politik
Präsident
Volltext
Der französische Präsident pflegt die soziale Verachtung. "Leute, die nichts sind". Macron beleidigt Arme und Arbeitslose als "Tagediebe". Unter der glatten Pariser Politur ist er brutal einfach gestrickt. Kürzlich gab es eine Szene mit französischen Rentnern. Präsident Macron (41) federt aus dem Dienstwagen und beginnt mit dem Händetätscheln, um für seinen Rentenabbau zu werben: "Sie müssen Opfer bringen." Küsschen. Da sagt eine Frau: "Sie fressen uns auf, Herr Präsident. Ich habe 44 Jahre lang gearbeitet, und jetzt habe ich weniger als 800 Euro zum Leben." Macron sofort: "Das stimmt nicht!" Er sagt nicht: "Wie kann das sein?" Er weiss nichts über die Verhältnisse dieser Frau, aber er weiss es besser. Schliesslich hat er ja Eliteschulen absolviert. Schliesslich ist er reich. Schliesslich ist er Präsident. Glatt poliert. Manchmal geht es mit Macron einfach durch. Seit seine Umfragewerte sinken, immer häufiger. Da werden aus Arbeitslosen "Tagediebe", aus Armen " Leute, die nichts sind", und wer einen Widerspruch wagt, hört sich "Analphabet" geschimpft. Und wehrt sich jemand gegen Entlassungen, will der nur "foutre le bordel", eine derbe Formulierung für "den Laden aufmischen". Natürlich hat man ihn danach nur falsch verstanden. Er pflege halt ein "komplexes Denken", sagt er. Tatsächlich aber ist sein Weltbild, unter einer glatten Pariser Politur, brutal einfach gestrickt. Er allein weiss, was für Frankreich gut ist. Sträuben sich (…). Oliver Fahrni.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Präsident. Work online, 2018-03-29.
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19.03.2015 Schweiz
Jugend
Personen
Work
Ramona Thommen
Interview
Politik
Volltext
Forscher Sandro Cattacin hat es untersucht: „Die Jugendlichen rutschen nach rechts“. Das Bild der unpolitischen Jugend ist falsch. Richtig ist aber, dass Jugendliche konservativer sind als auch schon, sagt Soziologieprofessor Sandro Cattacin. Und er nennt die Gründe. Work: Sandro Cattacin, im Herbst wählt die Schweiz ein neues Parlament. Interessiert das die Jugendlichen? Sandro Cattacin: Entgegen allen Behauptungen kann ich sagen: Jugendliche interessieren und informieren sich über Politik. Sie haben auch eine eigene Meinung dazu. Und wie sieht diese aus? Wir stellen fest, dass viele Jugendliche immer weiter nach rechts rutschen. Lange sind wir Soziologen von der These ausgegangen, je jünger Menschen seien, desto linker wählten sie. Erst mit dem Alter würden sie konservativer. Das trifft heute nicht mehr zu. Beispielsweise sind Berufsschulen wahre SVP-Hochburgen: Dort identifizieren sich rund 41 Prozent der Jugendlichen mit der Rechtspartei. Ihnen steht eine Art „Prolo-Intellektuellen-Koalition“ gegenüber: Die Unausgebildeten und auch die Hochschulabsolventen wählen eher links. Was zieht die Berufsschüler zur SVP? Ich interpretiere es so, dass die Berufsschüler im dualen Bildungssystem stärker unter Druck stehen. (…). Ramona Thommen, Interview.
Work online, 19.3.2015.
Personen > Thomenn Ramona. Jugend. Interview. Sandro Cattacin. Work online, 19.3.2015.
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02.04.2009 Schweiz
Kapitalismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Politik
Volltext

Die Politik hat kapituliert. Eigentlich wüssten wir ja, was gegen die Krise zu tun wäre. Warum tun es die Regierungen denn nicht?  Wir leben mitten in einem Skandal. Zum ersten Mal in der Geschichte ballen sich vier globale Krisen zu einer einzigen Erschütterung zusammen: der Zusammenbruch des Finanzkapitalismus, die Krise der realen Wirtschaft, die Umweltkrise und die Verteilungskrise. In dieser Situation müssten wir auf die Politik zählen können, Politik im ursprünglichen Sinne: Die Gewählten müssten der Wirtschaft neue Regeln geben. Sie müssten das allgemeine Interesse durchsetzen und eine Verständigung über die Frage suchen, wie wir leben und arbeiten wollen. Doch die Politik spielt ihre Rolle nicht. (...). Oliver Fahrni.

Work online, 2.4.2009.
Personen > Fahrni Oliver. Kapitalismus. Politik. Work. 2009-04-02.

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23.11.1991 Schweiz
Personen
Ruedi Heutschi
Politik
Konstruktive Politik mehrheitsfähig machen. Nach den Parlamentswahlen: Die Stimmbürger erteilten der gängigen Oppositionspolitik eine deutliche Abfuhr (II). Mit Karikatur. Ruedi Heutschi. SoAZ 23.11.1991
01.01.1971 Schweiz
Bildungsarbeit
Fernsehen DRS
Personen
Bruno Muralt
Politik
Volltext
Die Konservativen am Fernsehen (oder: So geht es nicht.). Am letzten Sonntag (13. Dezember) hat das Deutschschweizer Fernsehen seinem Publikum drei bekannte konservative Politiker vorgestellt: die Nationalräte Broger, Dürrenmatt und Schwarzenbach. Das ist an sich durchaus in Ordnung. Es ist ja kaum zu bestreiten, dass die Konservativen in unserem Lande eine gewichtige Rolle spielen. Meiner Meinung nach aber nicht in Ordnung war, dass niemand das konservative Trio gekontert oder mit unbequemen Fragen bedient hat. Oskar Reck, der Gesprächsleiter vom Dienst, begnügte sich praktisch damit, seinen „Mitspielern“ das Bällchen zuzuspielen. Was ein spannendes politisch-geistiges Florettgefecht hätte werden können, wurde so wieder einmal zu einem saftlosen, schlicht langweiligen Geplauder. Dabei hätte es an feinen Gelegenheiten für fruchtbares Kontern durchaus nicht gefehlt - wenn ein „Konterer“ dagewesen wäre. Herr Reck hat keine genützt oder, aus mir unbegreiflichen Gründen heraus, keine nützen. wollen. So konnte zum Beispiel Herr Broger aus dem Appenzell (dem Sinne nach) unwidersprochen verkünden, die Konservativen seien sozusagen das Heil der Welt. Und weshalb? Weil sie, so Herr Broger, unausgegorene neue Ideen und Vorstösse so lange bremsten, bis sich das Korn jeweils von der Spreu geschieden habe und dann nur noch das wirklich Gute davon übrigbliebe. Zum Wohle eines (den Konservativen) so dankbaren Volkes. (…). Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, Heft 1, Januar 1971.
Bildungsarbeit > Fernsehen. Politik. Bildungsarbeit, Januar 1971.
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