Gewerkschaftschronik
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04.05.2017 Schweiz
Domo-Reisen
SEV Schweiz

Bundesamt für Verkehr
Domo-Reisen
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BAV setzt mit Domo Reisen weiter auf Wettbewerb. Mit seiner Bewilligung für das Busunternehmen Domo Reisen, in der Schweiz ab Juni Fernbuslinien zu betreiben, bekräftigt das Bundesamt für Verkehr seinen Willen zur Liberalisierung. Auch wenn es sich nur um einen Versuch handelt, ist die Haltung des BAV klar und nicht mal überraschend. Diese Wahl bringt den bewährten öffentlichen Verkehr in der Schweiz in Gefahr, befürchtet die Gewerkschaft des Ver- kehrspersonals (SEV). Falls Domo Reisen eine definitive Konzession erhält, will der SEV mit dem Unternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag aushandeln. „Das einzigartige Bahnangebot der Schweiz ist der tragende Pfeiler der Verkehrspolitik“, hält SEV-Präsident Giorgio Tuti fest. Mit dem Ja des Schweizer Volks zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur FABI wurde ein klares Zeichen gesetzt, dass die Bahn das zentrale Verkehrsmittel bleiben soll. „Alle sprechen von der Verlagerung von der Strasse auf die Schiene und von verstopften Strassen. Trotzdem will nun das BAV zusätzlichen Strassenverkehr generieren. Und wenn man die Arbeitsbedingungen in diesen Busunternehmen sieht, kann man als Gewerkschaft einen solchen Entscheid nicht akzeptieren.“ Die provisorische Konzession für Domo Reisen zeigt deutlich, dass es die Fernbusse auf die rentabelsten Strecken abgesehen haben. „Wo es in der Schweiz mit der Bahn schwierig ist, wird kein Bus rentabel betrieben werden können“, sagt Giorgio Tuti. „Der Wettbewerb auf den rentablen Strecken schwächt somit die Bahnunternehmen, die auch wenig (…).
SEV, 4.5.2017.
SEV > Autobusbetriebe. BAV. SEV, 2017-05-04.
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04.04.2017 Schweiz
Bundesamt für Verkehr
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Karin Taglang
Bundesamt für Verkehr
Interview
Volltext
Die Gefahren des neuen Konzepts für den Fernverkehr – Interview mit Pascal Fiscalini. Zwei Klassen von Reisenden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat entschieden, neue Kriterien für den Fernverkehr zu definieren. In seiner 23-seitigen Wegleitung „Grundsätze für den Fernverkehr“ wurde eine Serie von Zielen definiert, darunter die Abgrenzung im Personenverkehr von Nah- und Fernverkehr. Ebenfalls ist vorgesehen, das Fernverkehrsnetz in ein Basis- und ein Premiumnetz aufzuteilen. Es ist zu hoffen, dass die von den Verschlechterungen direkt betroffenen Kantone die Netzsegregation aktiv bekämpfen werden. Pascal Fiscalini, Vizepräsident des ZPV, kennt sich auf diesem Gebiet bestens aus. Wie schätzt er das Projekt des BAV ein? Hier seine Antworten. Pascal Fiscalini, was hältst du von den neuen Rahmenbedingungen des BAV? Es reicht nicht, dass das BAV den Fernverkehr mit Konzessionen für andere Verkehrsbetriebe filetieren will. Nein, jetzt wird uns eine Wegleitung präsentiert, die in Zukunft zwischen den Passagieren unterscheiden wird; einige werden privilegiert sein, sozusagen die A-Klasse, und andere, weniger glückliche Kund/innen werden verschlechterte Leistungen hinnehmen müssen. Diese zwei neuen Herangehensweisen basieren auf einer neoliberalen Politik, die menschliche Aspekte wie die Bedürfnisse der Bevölkerung und den Erhalt von Arbeitsplätzen ausser Acht lässt. Gefährdet eine Unterscheidung zwischen Basis- und Premiumnetz die Zugbegleitung? Ja, ganz sicher! Das BAV sieht in seiner Wegleitung nur auf dem Premiumnetz eine obligatorische Begleitung der Züge vor. Es ist anzunehmen, dass (...). Françoise Gehjring, Karin Taglang.
SEV kontakt, 4.4.2017.
Personen > Gehring Françoise. Bundesamt für Verkehr. Interview. SEV, 2017-04-04.
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