Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 6

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.04.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Unia Wallis
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Sozialplan
Volltext
Vor dem Ende: Die Tage der Tamoil-Raffinerie in Collombey sind gezählt. Tamoil lenkt endlich ein. Streik bringt Verhandlungen. Der schwer erkämpfte Sozialplan beim libyschen Ölgiganten Tamoil steht. Dieser will seine Raffinerie in Collombey VS schliessen. Volle sieben Treffen hat es gebraucht. Dann war der Sozialplan bei Tamoil doch noch unter Dach und Fach. Der Ölkonzern untersteht der gesetzlichen Sozialplanpflicht, weil er mehr als 250 Personen beschäftigt. 257 Mitarbeitend sind insgesamt von dieser Massenentlassung beim Ölmulti betroffen. Unia-Mann Blaise Carron sagt, „Die Mitarbeitenden sind erleichtert.“ Der Sozialplan sieht Frühpensionierungen ab 60 Jahren vor. Weiter enthält er Abgangsentschädigungen für alle, abgestuft nach Dienstjahren, Alter und Familienstand. Schliesslich gibt es für die Entlassene auch Umschulungshilfen. Anfang Januar hatte der libysche Ölgigant bekanntgegeben, dass der Raffineriebetrieb in Collombey wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bis mindestens 2017 „unterbrochen“ werde. Die Möglichkeit von Kurzarbeit wollte Tamoil gar nicht erst prüfen. (…).
Ramona Thommen.
Work, 2.4.2015.
Work > Tamoil Schweiz AG. Sozialplan. Betriebsschliessung. Work, 2.4.2015.
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13.02.2015 Collombey
Tamoil Schweiz AG
Unia Wallis

Blockade
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Tamoil: Gewerkschaften blockieren Güterbahnhof. Angestellte der Tamoil-Raffinerie in Collombey-Muraz (VS) blockierten heute mit Unterstützung der Unia den Verladebahnhof der Raffinerie. Während dreier Stunden konnten weder Güterzüge den Bahnhof verlassen noch Tanklastwagen beladen werden. Die heutige Aktion ist die Antwort auf ein inakzeptables Angebot seitens Tamoil in den Sozialplanverhandlungen. Die Angestellten gaben gestern in einer Versammlung den Gewerkschaften ein Mandat, alles Notwendige zu unternehmen, um einen Sozialplan zu erreichen, der diesen Namen auch verdient. Zudem fordern die 250 von der Entlassung bedrohten Angestellten wahre Sozialplanverhandlungen mit VertreterInnen des Verwaltungsrats von Tamoil. Bereits vor einer Woche fand eine erste Protestaktion der Tamoil-Angestellten statt. Damals solidarisierten sich über 600 Personen mit den Angestellten.
Unia Wallis, 13.2.2015.
Unia Walles > Tamoil Schweiz AG. Blockade. Güterbahnhof. Unia 2015-02-13
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06.02.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Streik bei Tamoil: Hässiges Wallis. Der Ölmulti Tamoil ärgert derzeit das ganze Wallis. Die Firma hatte im Januar überraschend die „vorübergehende“ Schliessung der Raffinerie in Collombey bekanntgegeben. Vermutlich wird diese bis 2017 dauern. Jetzt verweigert Tamoil konstruktive Gespräche mit der Unia und der Regierung. Zwar hat die Firma die Konsultationsfrist um einige Tage verlängert. Doch scheint die Entlassung von insgesamt 270 Mitarbeitenden beschlossene Sache zu sein. Das Unternehmen lässt sich weder auf Kurzarbeit ein, noch bietet es sonst faire Lösungen für die Mitarbeitenden an. Stattdessen stellen die libyschen Besitzer Forderungen: Die Walliser Regierung soll einen Käufer für die Raffinerie finden, und zwar bis Ende März. Ein fast unerreichbares Ziel, will Tamoil doch das dazugehörige profitable Tankstellennetz behalten. Die Mitarbeitenden legten deshalb am vergangenen Mittwoch für zwei Stunden ihre Arbeit nieder, mit grosser Unterstützung der Gewerkschaften und der lokalen Politik. 600 Menschen waren vor Ort. Ganz so billig will man Tamoil nicht aus dem Wallis ziehen lassen. Ramona Thommen.
Work, 6.2.2015.
Work > Tamoil Schweiz AG. Betriebsschliessung. Work, 2015-02-06.
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04.02.2015 Collombey
Tamoil Schweiz AG
Unia Wallis

Streik
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Grosse Unterstützung der Bevölkerung. für die kämpfenden Angestellten von Tamoil. Die Angestellten von Tamoil haben heute Nachmittag zwischen 13 und 15 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Mehr als 600 Personen unterstützen die Protestierenden vor Ort. Tamoil muss im Rahmen der Sozialplanverhandlungen von dieser starken Solidaritätsbekundung der Öffentlichkeit Kenntnis nehmen. Als Reaktion auf die geplante Schliessung der Raffinerie und der Entlassung von mehr als 250 Personen, unterbrachen die Angestellten heute Nachmittag zwischen 13 und 15 Uhr ihre Arbeit und versammelten sich vor dem Betriebsgelände. Als Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Raffinerie und der katastrophalen Folgen einer Schliessung, hat ein Teil der Beschäftigten während der Arbeitsniederlegung 258 Ballone steigen lassen, jeder versehen mit dem Namen einer Person, die ihre Arbeit verlieren wird. Andere Angestellte wiederum haben symbolisch Kreuze eingeschlagen und mit ihren Arbeitsutensilien (Helm, Lampe, usw.) geschmückt. Eine letzte Gruppe organisierte eine Ausstellung, welche die Qualität ihrer Arbeit in der Raffinerie zeigt. Ausserdem meldeten sich pensionierte Angestellte zu Wort. Der Solidaritätsaufruf an die Bevölkerung hat ein phänomenales Echo ausgelöst. (…).
Unia Wallis, 4.2.2015.
Unia Wallis > Tamoil Schweiz AG. Betriebsschliessung. Unia Wallis, 2015-02-04.
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23.01.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Ohne Vorwarnung abgefackelt. Der libysche Ölmulti Tamoil schliesst sein Werk im Wallis. „Vorübergehend“, sagt er. Die Arbeiter setzt der Konzern trotzdem auf die Strasse. Ganz ist die Hiobsbotschaft bei Betriebsarbeiter Régis Michellod (34) noch nicht angekommen. Tamoil stellt den Betrieb in der Raffinerie Collombey VS ein. Angeblich „vorübergehend“». Auf unbestimmte Zeit, heisst es vom Konzern. Und völlig überraschend. Anfang Januar lud ein Personalverantwortlicher von Tamoil zur Mitarbeiterversammlung. Und verlas einige Zeilen, die ihm Verwaltungsrat Nuri Rifaat aufgetragen hatte. Michellod: „Wir rechneten überhaupt nicht damit, dass sie die Raffinerie schliessen.“ Blaue Briefe ab Februar. Rifaat lässt die Belegschaft wissen, dass mit seiner Botschaft gleich auch das Konsultationsverfahren beginne, welches das Gesetz bei Massenentlassungen vorschreibt. Zudem würden Anfang Februar erste Kündigungsbriefe versandt. Wie viele und welche der 238 Mitarbeitenden betroffen sind, darüber schweigt Tamoil eisern. Eric Anchise (58), ein Chemieverfahrenstechniker, sagt: „Ich arbeite seit elf Jahren hier - und hätte mir bei einer solchen Angelegenheit mehr Respekt gewünscht.“ Praktisch zeitgleich informiert der libysche Ölkonzern die Kantonsregierung, die ähnlich überrumpelt reagiert. So sagt CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina gegenüber „Schweiz aktuell“: „Wir beharren darauf, dass die Unternehmung uns die Möglichkeit gibt, andere Varianten ins Spiel zu bringen, bevor sie einen solchen definitiven Entscheid fällt.“ (…). Ramona Thommen,
Work online, 23.1.2015.
Personen > Thommen Ramona. Tamoil. Betriebsschliessung. Work online, 23.1.2015
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14.01.2015 Collombey
Tamoil Schweiz AG
Unia Wallis

Betriebsschliessung
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Tamoil-Angestellte wehren sich für ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen Tamoil hat angekündigt, den Betrieb der Raffinerie in Collombey (VS) auf unbestimmte Zeit zu „unterbrechen“. Die Unia setzt sich gemeinsam mit den rund 240 Mitarbeitenden für einen Erhalt der Arbeitsplätze und die Fortführung des Betriebs ein. Nachdem Tamoil am Dienstag ankündigte, den Betrieb in Collombey ab März schrittweise zu schliessen, macht sich in der Belegschaft der Raffinerie Konsternation und Wut breit. Die Gewerkschaft Unia wird sich zusammen mit den Christlichen Gewerkschaften des Wallis für die Erhaltung der Arbeitsplätze einsetzen. Vom Entscheid betroffen sind rund 140 Mitarbeitende. Kurzarbeit als Zwischenlösung. Besonders stossend ist, dass das Unternehmen keinerlei Vorschläge macht, um für das Personal Überbrückungslösungen zu finden. So reichte es kein Gesuch für Kurzarbeit ein, bis eine Lösung gefunden ist. Unia fordert Tamoil auf, das eingeleitete Konsultationsverfahren, das bei Massenentlassungen vorgeschrieben ist, abzubrechen und die Arbeitsplätze im Hinblick auf eine Wiederaufnahme des Betriebs zu erhalten. Wie weiter? Am 15. Januar wird die Belegschaft an einer Betriebsversammlung über die Forderungen und allfällige Kampfmassnahmen diskutieren.
Unia Wallis, 14.1.2015.
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